Bärenstark: Haribo Racing feiert ersten Mercedes-Sieg 2016 in der VLN

Großer Jubel im Haribo Racing Team, dem Sieger des 39. RCM DMV Grenzlandrennens: Nach 4:00:21,323 Stunden wurde Uwe Alzen im Mercedes-AMG GT3 als Erster abgewinkt. Zusammen mit Jan Seyffarth und Lance David Arnold stand so für die in Bonn beheimatete Equipe nicht nur der erste Mercedes-AMG-Sieg in der VLN-Saison 2016 zu Buche, sondern auch der erste Teamerfolg seit dem achten Lauf 2010. Damals triumphierten Lucas Luhr und Richard Westbrook im Porsche 911 GT3 R ebenfalls in markanter Goldbären-Optik. Auf den Plätzen zwei und drei beendeten die beiden BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop das Rennen. Den Markenmix an der Spitze rundeten der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Audi R8 LMS von Twin Busch Motorsport auf den Positionen vier und fünf ab. Alexander Mies und Michael Schrey verteidigten die Tabellenführung – souverän fuhr das Duo in der hart umkämpften Cup5-Klasse (BMW M235i Racing Cup) zum sechsten Klassensieg in Folge.

VLN Saison 2016, 39. RCM DMV Grenzlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 20.08.2016 Copyright Guido ten Brink / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com
VLN Saison 2016, 39. RCM DMV Grenzlandrennen – Die Top 3 des Rennens! 

Vier Stunden packende Rennaction auf der schönsten und anspruchvollsten Rennstrecke bei sommerlichen Temperaturen – das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer rund um die 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Grand-Prix-Kurs und Nordschleife. In 28 Rennrunden wechselte die Führung nicht weniger als neun Mal. Neben den Siegern und den Zweitplatzierten Christian Krognes, Victor Bouveng und Jörg Müller im Walkenhorst-BMW sammelten auch der Audi R8 LMS von Phoenix Racing und der Porsche 911 GT3 R des Wochenspiegel Team Manthey Führungskilometer. Während der Phoenix-Audi nach einem technischen Defekt in Runde 25 vorzeitig die Segel streichen musste, kam der Wochenspiegel-Porsche auf Platz acht.

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Im Ziel betrug der Vorsprung von Uwe Alzen 12,090 Sekunden auf Müller. „Wir mussten am Ende etwas mit dem Treibstoff haushalten, weil wir nicht hundertprozentig sicher waren, ob der Sprit noch für eine weitere Runde reichen würde“, erklärte Arnold. „Am Ende sprang ein fantastischer Sieg heraus. Die Pace in der Langstreckenmeisterschaft ist enorm, und ehe wir am Ende das Rennen kontrolliert nach Hause fahren konnten, mussten wir jede Runde ‚all in’ gehen.“ Alzen ergänzte: „Ich wollte auf keinen Fall etwas riskieren. Auch wenn ich am Ende etwas Tempo rausgenommen haben, ist jede Runde in der ‚Grünen Hölle’ extrem anspruchsvoll.“

Krognes/Bouveng/Müller waren mit Platz zwei am Ende sehr zufrieden. Im Zeittraining am Samstagmorgen hatte Krognes mit einer Fabelzeit von 7:56,642 Minuten die Pole-Position errungen. Das ist neuer, inoffizieller Rundenrekord; offizielle Rekorde werden nur im Rennen gefahren. Auch hier fuhr das Trio mit 8:02,914 Minuten die schnellste Runde aller Teams. „Auf eine Runde ist der BMW M6 GT3, der erst in diesem Jahr debütierte, schon richtig schnell“, sagte Müller. „Das Team arbeitet nun akribisch daran, diesen Speed auch über die Distanz umzusetzen. Wir haben diesbezüglich wieder große Schritte nach vorne gemacht, was die Positionen zwei und drei eindrucksvoll zeigen.“

Sein erstes Top-3-Ergebnis in der VLN feierte Michele Di Martino zusammen mit Matias Henkola und Jordan Tresson. Di Martino, im vergangenen Jahr noch Junior-Champion in der VLN und Meister im BMW M235i Racing Cup, ist der Sprung in den GT3-Boliden geglückt. „Ich bin wahnsinnig happy“, sagte der 23-Jährige. „Ich habe mich an das Fahrzeug gewöhnt. Natürlich ist noch Luft nach oben, aber generell komme ich nach sieben Rennen schon sehr gut zurecht.“

Enge Entscheidung im TMG-Cup, souveräner Sieg in der BMW-Cup-Klasse
Hart umkämpft war die Entscheidung im TMG GT86 Cup: Nils Jung und Florian Wolf setzten sich mit nur 0,117 Sekunden Vorsprung gegen Manuel Amweg und Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team durch. Umso deutlicher war der Vorsprung im BMW M235i Racing Cup. Alexander Mies und Michael Schrey dominieren die Klasse auch weiterhin souverän. Im Ziel lag das Bonk-Motorsport-Duo 41,041 Sekunden vor Thomas Jäger und Rudi Adams vom Team Scheid – Honert Motorsport. Mit ihrem sechsten Klassensieg in Folge bauten Mies/Schrey die Tabellenführung in der Meisterschaft aus. Mit 58,44 Punkten beträgt der Vorsprung auf Christopher Rink, Danny Brink und Gabriele Piana vom Team Pixum Team Adrenalin Motorsport 4,79 Punkte. Claudius Karch und Ivan Jacoma, die ihrerseits im Porsche Cayman R von Mathol Racing fünf Rennen lang das Geschehen in der Klasse V6 bestimmt hatten, schieden erstmals in dieser Saison vorzeitig aus und fielen vom zweiten auf den zehnten Rang in der Meisterschaft zurück.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN 6: Sternenkrieger im Siegesrausch

VLN – Lauf 6: 38.RCM DMV Grenzlandrennen: Krieg der Sterne

Der Anfang des sechsten Saison-Laufes war klar dominiert vom Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Gleich drei Teams, gleich drei der V8-Boliden standen ganz vorne, nach dem Training am sonnigen Samstagfrüh nur durch Sekunden getrennt. Die schnellste Runde legte dabei der ROWE SLS hin, der jetzt „ROWE Marketing GmbH“ genannt werden möchte. Am Steuer Klaus Graf und Christian Hohenadel. Auch wenn sich die Zeit des wuchtigen SLS GT3 so langsam dem Ende zu neigt – dieser sechste Lauf war Mercedes-Land!

Motorsport ist eine heiße Sache

Fragen Sie mal Uwe Alzen nach diesem Rennen. Er dürfte auch jetzt, viele Stunden nach seinem Ausfall, noch kochen vor Wut. In der Startphase duellierte er sich, von zwei startenden, mit dem Startfahrer des von drei startenden SLS des Teams Black Falcon. Auch wenn Adam Christodoulou jede Verantwortung von sich wies – am Ende dürfte es die Berührung in der Startrunde gewesen sein, die zum Ausfall des Haribo-SLS führte. Nach dem die Alzen-Brüder vor kurzem noch für Start-Ziel-Sieg Fourore sorgten, kam Uwe dieses Mal nicht weiter als bis zum Abschnitt Hatzenbach. Sein Abflug und Einschlag dort dürfte die Folge der Berührung zwischen dem Haribo-SLS und dem Black Falcon SLS gewesen sein.

111/ 38. RCM DMV Grenzlandrennen, EUROPA, Deutschland, Rheinland-Pfalz, Adenau, Nuerburgring, Nordschleife, 22.08.2015 12:34:37: Copyright by Robert Kah / imagetrust
38. RCM DMV Grenzlandrennen | #8 Der Haribo-Porsche. Frühes aus!

Ein heißes Rennen von Anfang bis Ende. Fragen Sie mal das Manthey-Team. Deren Porsche mit der Startnummer #12 hatte hinten rechts einen Reifenschaden. Das zurückfahren zur Box führte zu einem Folgeschaden der sich dummerweise kurz vor der Grand Prix-Strecke zu einem veritablen Brand entwickelte. Rauchend kam der von 19 gestartete Porsche 911 GT3 R auf Start-und-Ziel zurück, bei der Einfahrt in die Boxengasse stand das Heck dann bereits mächtig in Flammen.  Ein beherzter Einsatz vom Frikadelli-Teamchef Lynn am Feuerlöscher sorgte für Abkühlung am Heck. Der restliche Brand wurde von der Marshal-Truppe umgehend gelöscht. Das Rennen für den SP9-Porsche damit natürlich beendet.

Oder fragen Sie mal die Zuschauer – denn an diesem Samstag zeigte sich die Eifel von ihrer Sonnenbrand-Gefahr!

Abflug für Tiefflieger

Wenig Glück auch für die Falken-Truppe. Von Platz 4 in das Rennen gestartet, gab es auch hier ein höchst spektakuläres Rennen für die Zuschauer zu sehen. Nachdem sich der Haribo-SLS mit Uwe Alzen in der Hatzenbach abgelegt hatte, war man zwischenzeitlich auf P2 und fightete in engen Positionskämpfen um die Spitzenplätze. Einen sicher geglaubten dritten Platz musste man dann allerdings eine halbe Stunde vor Rennende abschreiben. Ein Reifenschaden am Falken-Porsche sorgte für „langsame“ Fahrt und so konnte das Frikadelli-Team den dritten Rank einfahren. Dort war man von 5 gestartet, haderte aber mit dem Rennen an sich. Zwischenzeitlich drohte die „rasende Frikadelle“ aus den Top 10-Platzierungen zu rutschen, einen echten Fehler oder ein Problem konnte man jedoch nicht beobachten.  Einen sauberen Abflug demonstrierte auch das Team „Nedschroef / structure-bau“ mit der Startnummer #168. Auf dem Fahrzeug unterwegs: Peter Terting, Czyborra und Hüttenrauch – und Rauch dürfte in der Hütte nach dem Abflug im Bereich Bergwerk erst einmal gewesen sein!

Feinster Motorsport

Den gab es wie immer innerhalb der Cup-Klassen zu sehen. BMW M235i und Opel Astra Cup faszinieren mit knallharten, zu meist aber sehr fairen Duellen auf der Strecke.  Im Training war der schnellste M235i (Powered by Dunlop) wieder einmal mehr die #666 mit Weidinger, Ebertz und Schrey am Steuer. Und der schnellste M235i am Ende des Rennens? Auch wieder der #666? Nein. Dieses Mal hat es im BMW-Cup für den schnellen Scheid-BMW nicht gereicht. Ein Unfall sorgte für einen längeren Boxenstopp, doch alles Panzertape konnte nicht mehr helfen – nach 18 Runden war Schluss. Der Sieg in der Cup 5 ging im sechsten Lauf an den „racing one“ M235 mit der Startnummer 696.

Am Ende siegte der „gute Stern“ der Nordschleife

Vier Stunden nach dem Start, kreuzten zwei Mercedes-Benz SLS mit nicht ganz 1.5 Minuten Abstand die Ziellinie und demonstrierten damit wieder einmal: Der Mercedes-Benz AMG SLS GT3 gehört noch lange nicht zum „Alten Eisen“ – auch wenn der neue AMG GT bereits zum ersten Rennen an der Nordschleife auftauchte! Für eine Handvoll Porsche reicht es am Ring dann, dank exzellenter Fahrbarkeit und der Stabilität eines Panzers, dann noch immer! 😉 Bis zum nächsten Lauf, in einer Woche – und dann fahren wir „sechs Stunden“!

211/ VLN Saison 2015, 38. RCM DMV Grenlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 22.08.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.

 

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf / Robert Kah

Startaufstellung VLN Lauf 6 – 22.08.2015

Motorsport-Wochenende vom feinsten! Rund um die Trier und die Panzerplatte startet der zweite Wertungstag der Rallye-Deutschland, in Spa-Franchorchamps fahren die F1-Piloten und am Nürburgring startet das 6. VLN-Rennen des Jahres 2015! 

Wunderbares Wetter in der Eifel und ein Starterfeld das es in sich hat. Die Startaufstellung für den38. RCM DMV-Lauf in der Eifel sieht wie folgt aus:

vln lauf 6

Wer nicht live vor Ort sein kann, der findet den VLN-Livestream hinter diesem Link!

VLN: Mercedes will in die Sieger-Riege

Neben faszinierenden Boliden und mitreißender Rennaktion auf der schönsten Rennstrecke der Welt ist vor allem die Vielfalt ein herausstechendes Prädikat der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Fahrer aus unterschiedlichsten Nationen steuern einen mannigfaltigen Fabrikat-Mix verschiedenster Hersteller durch die ‚Grüne Hölle’. Eine bunte Mischung, die sich auch auf dem Podium in der Saison 2015 widerspiegelt. In den bisher vier gewerteten Rennen standen dort Audi, Porsche, BMW und Ford jeweils einmal ganz oben. Beim sechsten VLN Lauf möchte sich nun auch der verbleibende große deutsche Hersteller einen Gesamtsieg sichern: Vier Fahrerteams rechnen sich im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 besonders gute Chancen aus. Doch die Konkurrenz ist auch am Samstag, dem 22. August, groß, wenn um 12 Uhr das 38. RCM DMV Grenzlandrennen gestartet wird. Dann wird sich in dem vierstündigen Wettkampf auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und legendärer Nordschleife zeigen, ob sich ein weiteres Siegerteam in den Annalen der VLN-Saison 2015 verewigt oder es einen Wiederholungstäter geben wird.

So werden vor allem Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huismann im Frikadelli-Porsche sowie Michela Cerruti, Felipe Fernández Laser und Jesse Krohn im Walkenhorst BMW versuchen, Mercedes-Benz in die Suppe zu spucken und den zweiten Saisonsieg zu ergattern. Der Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport gewann den vierten Lauf und untermauerte seine Ambitionen mit dem dritten Platz im fünften. Der 911 GT3 R von Frikadelli-Racing feierte beim dritten Lauf den 200. VLN-Sieg eines Zuffenhauseners und ist immer auf Angriff gepolt. Den von ‚H&R Spezialfedern’ beworbenen Ford GT muss die Konkurrenz spätestens seit dem vergangenen VLN-Rennen mit auf der Rechnung haben. Dominik Schwager und Uwe Alzen pilotierten die Eigenkonstruktion von Alzens Bruder Jürgen zum Sieg. Das Erfolgsduo geht im Grenzlandrennen jedoch getrennte Wege. Während Schwager mit Robert Renauer – der Porsche-Fahrer wird erstmals in einem Ford Platz nehmen – einen neuen Teamkollegen zur Seite hat, versucht sich Alzen diesmal im Mercedes-Benz SLS von Haribo Racing. Somit hat der 48-Jährige die Möglichkeit, sich in zwei aufeinanderfolgenden Rennen, in zwei unterschiedlichen Fabrikaten den zweiten Sieg zu holen. Das Cockpit Alzen, Marco Holzer und Mike Stursburg ist eines der heißen Eisen im Kampf um den ersten Mercedes-Benz-Gesamtsieg in dieser Saison.

Ein weiteres ist der SLS von Rowe Racing. Klaus Graf und Christian Hohenadel freuten sich bereits im zweiten VLN-Lauf über den dritten Platz und wollen nun ganz oben stehen. Zumal der Start bei der vierten Ausgabe aufgrund eines Unfalls im Qualifying nicht zustande kam. Rowe-Teamchef Hans Peter Naundorf: „Deshalb sind wir jetzt umso motivierter. Wir haben in dieser Saison immer wieder sehr gute Leistungen gezeigt, konnten uns aber nicht mit dem entsprechenden Ergebnis belohnen. Das wollen wir ändern und mit Klaus und Christian um den Gesamtsieg mitfahren.“ Chancen rechnen sich zudem der Ex-DTM-Pilot Renger van der Zande, Johannes Siegler und Peter Schmidt im Car Collection SLS aus. Das vierte Team im Bunde der hoffnungsvollen Mercedes-Benz-Starter kommt aus Meuspath: Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Andreas Simonsen wollen für Black Falcon ganz vorne mitmischen.

Dieses Ziel verfolgen die regelmäßigen VLN-Starter Martin Ragginger und Alexandre Imperatori im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports ebenfalls. Beide haben ein potentes Auto, landeten schon häufiger auf dem Podium, warten aber immer noch auf den ersten Sieg. Auf diesen schielen auch die beiden Crews der Audi R8 LMS ultra. Die Brüder Dennis und Marc Busch mit Marc Basseng sowie das Phoenix-Cockpit Christian Mamerow, Nikolaus Mayr-Melnhof und Frank Stippler gehören beim Grenzlandrennen zum engeren Favoritenkreis. Gute Karten hat mit Sicherheit auch der Lexus RC-F GT3 von Farnbacher-Racing. Bei der zweiten VLN-Teilnahme überhaupt startete das neue Kundenprojekt der Japaner gleich mal richtig durch: Dominik und Mario Farnbacher fuhren im vergangenen Rennen auf den unerwarteten zweiten Rang. Am 22. August muss Dominik jedoch ohne seinen Bruder auskommen. Für Mario wird der Japaner Akira Iida ins Volant greifen.

Das Kräftemessen in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. So gingen in der Saison 2015 bereits 704 Starter aus 37 Nationen an den Start und stürzten sich unter anderem Motorsportler aus Tansania, Israel, Thailand, dem Tschad, Neuseeland, Ecuador, China und Malaysia in das Abenteuer der ‚Grünen Hölle’. Die Besucher erleben bei den Rennen zudem ein extrem breites Marken-Spektrum. Fahrzeuge von 20 Herstellern waren in diesem Jahr bereits auf dem anspruchsvollen Eifelkurs vertreten.

Die derzeit erfolgreichsten Teilnehmer der VLN-Saison 2015 kommen allesamt aus Deutschland und sind in einem französischen beziehungsweise japanischen Auto unterwegs. Nach vier gewerteten Läufen führen Dirk und Tim Gronek die VLN-Gesamtwertung an. Die beiden Piloten aus Melle starten in ihrem Renault Clio in der gut besetzten Klasse SP3 und sind dort das Maß aller Dinge. Nach jedem Lauf standen die Brüder ganz oben auf dem Podium und haben bereits 37,69 Punkte gesammelt. Ihnen auf den Fersen – mit 37,04 Zählern – sind Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz. Auch sie dominieren ihre Klasse bisher nach Belieben. Für Dörr Motorsport holten beide in ihrem Toyota GT 86 bei jedem VLN-Lauf den Sieg der TMG GT 86 Cup-Klasse. Das letzte Wort ist bei vier ausstehenden Rennen in dieser Beziehung aber noch lange nicht gesprochen. Es geht eng zu in der VLN – in den unterschiedlichen Klassen und dem Gesamttableau. So wird auch das 38. RCM DMV Grenzlandrennen am 22. August mit knallhart geführten Duellen, einigen Überraschungen, strahlenden Siegern und vor allem einer Vielfalt aufwarten, die den Besuchern der Langstrecken Meisterschaft Nürburgring erstklassige Motorsport-Unterhaltung bietet.

6. VLN-Wochenende: Falken überreicht Spendenscheck an Nürburgring Streckensicherungsverein Benefiz Corso e. V.

Start frei für die zweite Saisonhälfte der VLN: Martin Ragginger und Alexandre Imperatori pilotierten beim sechsten Lauf den Falken Porsche. Doch bevor es an den Start ging, überreichte Falken Tyre Europe einen Spendenscheck über 1.500 Euro an Klaus Korn vom Benefiz Corso e. V.Bei traumhaftem Eifelwetter freuten sich am Samstag nicht nur alle angereisten Motorsportfans auf den 6. VLN-Lauf am Nürburgring, sondern auch Klaus Korn, Erster Vorsitzender des Benefiz-Corso e. V., über eine Falken-Spendenaktion. Unter dem Motto „Schneller als der Profi!“ hatte Falken ein Bobby-Car-Rennen für den guten Zweck im Rahmen des 24h-Rennens veranstaltet. Für jeden Teilnehmer spendete Falken fünf Euro an den Benefiz-Corso e. V., einem Verein, der die Nürburgring-Streckenposten unterstützt, die im ehrenamtlichen Einsatz an der Strecke zu Schaden gekommen sind.

Überreicht wurde der Spendenscheck an Benefiz Corso e. V. von Stefanie Olbertz, Marketing Motorsports & Events Falken Tyre Europe GmbH und Falken-Fahrer Martin Ragginger. Zusammengekommen waren mehr als 1.000 Euro. Falken hatte den Betrag dann auf 1.500 Euro aufgestockt.


„Wir freuen uns riesig über diese Spende und möchte uns herzlich im Namen aller Mitglieder und Streckenposten bedanken“, sagte Korn im Rahmen der Übergabe.

„Ohne die unzähligen ehrenamtlichen Streckenposten, die an jedem Rennwochenende für die Sicherheit am Ring sorgen, wäre die VLN nicht möglich“, so Falken-Sprecherin Nadine Cerone-Schatz. „Mit unserer Aktion wollten wir etwas zurückgeben und uns bedanken.“

Beim Lauf Nummer 6 – dem 37. RCM DMV Grenzlandrennen – zeigten Martin Ragginger und Alexandre Imperatori sehr gute Leistungen. Zeitweise fuhr Falken im Feld der Top 3 mit, schied jedoch rund 30 Minuten vor Ende aufgrund einer Ölspur im Bereich Metzgesfeld aus.

In drei Wochen startet das Falken-Team erneut – im Rahmen des Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennens.

VLN 6 – Und die Frage: Daumen hoch?

Es ist diese Tage nicht leicht, etwas über die VLN zu schreiben. Obwohl es mehr als genug Themen gibt. Aber man überspringt nur allzu schnell die Schwelle vom Sport und fällt in den Sumpf der parteiischen Meinungen. Es ist einfach ein tragisches Jahr am Ring. Dennoch – jetzt zum Lauf 6 – will ich einen kurzen Rückblick zu den letzten Wochen am Ring versuchen.

VLN ’14 – Kernschrott am grünen Band

Die ersten Saisonhälfte hat für viel Kleinholz gesorgt. Schäden die für kleine Teams eine echte finanzielle Hürde darstellen. Auf der anderen Seite stehen die Top-Teams, die GT3-Brenner, nicht selten von den Automobil-Werken unterstützt und bei diesen sind Totalausfälle im Budget eingeplant. Mit Fahrern im Cockpit die nur eine Gangart kennen: Vollgas. Und dann die GT3-Piloten die Talent mit Geld aufwiegen können. Doch ein GT3 – der im übrigen in unter 8 Minuten über die VLN-Strecke sprinten kann – der hat eben andere fahrdynamische Grenzen. Reich und ambitioniert zu sein, reicht da eben nicht aus.

Privatiers, kleine Motorsport-Helden, echte Talente, Werksfahrer und Herrenfahrer. Bunt gemischt und durchgewürfelt auf der anspruchsvollsten Strecke der Welt. Das sorgt für Probleme. Leider.

Es gibt ein paar echte Größen am Ring, die sich mit einer klaren Meinung in der kleinen Medienwelt der VLN wiederfinden. Ein Christian Menzel zum Beispiel. Es gab genug Aussagen von ihm, dass es „so keinen Spaß mehr macht“ . Und er hat Recht wenn er einige Rennen als „fast schon eine Schlacht“ betitelt. Was die erste Saison-Hälfte und auch das 24h-Rennen an Materialschaden verursacht hat, dürfte eigentlich für zwei VLN-Saisons ausreichen.

Fast schon verständlich wenn der Veranstalter dann – nach dem 24h-Rennen – ordentlich durchgreifen will und mit aller Härte die Regularien in die Rennfahrer-Schädel zu klopfen versucht. Nicht zu verstehen jedoch, wenn deswegen ein Rennen so weit eingedampft wird, dass Teams zum Teil nur einen der drei eingeplanten Fahrer zum Einsatz bringen können. VLN 5 war eine, nicht einmal 3 Stunden dauernde Veranstaltung, mit vielen Verlierern. Verloren hatten vor allem die Organisatoren, die es nicht fertig brachten die Regeln durchzusetzen, ohne das gesamte Rennen aufs Spiel zu setzen. Die gesamte Kommunikation zur Start-Verschiebung war zudem mehr als mangelhaft.

Was war passiert? 

Im Training zu Lauf 5 gab es fast 100 Teams die eine Doppel-Gelb-Phase im Bereich Flugplatz nicht beachteten. Bei 8 Teams war man zur Überzeugung gekommen, die Übertretung der Tempo 60 Beschränkung wäre so massiv gewesen, dass man deren Trainigszeiten komplett strich. Das führte dann unter anderem dazu, dass die Frikadelli-Truppe an das Ende der eigenen Startgruppe verbannt wurde und das Team von Uwe Alzen sich gleich ganz vom Rennen zurück zog. Sportsgeist sieht anders aus. Nicht nur bei der Frage nach „Ursache und Wirkung“. Sicherlich war die Rennleitung an diesem Tag unter besonderem Druck. Man wollte den wilden Hühnerstall VLN endlich wieder einnorden und musste die Teams auf Linie bringen. Ein massiver Rundumschlag erschien den Verantwortlichen am sinnvollsten. Darüber lässt sich diskutieren – aber, beleidigt die sieben Sachen einzupacken und das Rennen ganz abzuschreiben, dass ist einfach nur schlechter Sportsgeist.

Das ein letzter Startplatz bei einem Langstrecken-Rennen, okay – VLN 5 war eher ein Sprint-Rennen, aber das ein letzter Startplatz nicht entscheidend ist, zeigte Sabine Schmitz bereits in der ersten Runde des fünften Laufs auf beeindruckende Weise:

OnBoard – Frikadelli-Porsche VLN Lauf 5

Am Ende gewann die Frikadelli-Truppe den fünften Lauf. Der Rückzug des Alzen BMW bleibt da nur als Trotz-Reaktion in Erinnerung.

Hinter den Kulissen und die 8 Minuten

Der erfolgreiche Lauf der Frikadelli-Truppe konnte nicht über die Wellen hinwegtäuschen, die im Hintergrund am toben waren. Die VLN leidet unter den unsicheren Bedingungen am Ring, der Druck wird auf alle Beteiligten weiter getragen.

Zugleich hat die VLN ihre eigenen Baustellen zu klären. Wie geht es weiter mit Doppel-Gelb und Tempo 60? Wie wird man durchgreifen? Wann sind Strecken-Posten gefährdet und wann haben Strecken-Posten selbst einen Fehler gemacht? Öffentlich diskutiert niemand gerne über die Fehlerquelle Mensch und natürlich wäre die VLN ohne die vielen Helfer nicht auf die Beine zu stellen. Was man aber teilweise in Foren und Facebook-Gruppen liest, lässt mich persönlich erschaudern. Eine Diskussion über die möglichen Fehler von Streckenposten wird dort im Keim erstickt. Ob das wirklich hilfreich ist? Denn klar muss sein: Bei mehreren hundert Streckenposten bleiben auch die Fehlerquellen des menschlichen Versagens an dieser Stelle nicht ohne Bedeutung.

Wichtiger und noch schwieriger wird die Diskussion bei den Fragen der GT3 und den Amateur-Rennfahrern. An diesem Wochenende  zum VLN 6, ist zum ersten Mal die 8 Minuten-Schallmauer durchstoßen worden. Ausgerechnet ein BMW Z4 vom Team Schubert war so schnell wie nie zuvor. Während man noch bei Lauf 4 im Training nicht unter eine 8:07.467 kam, knackte Klingmann den Rundenrekord nun – nach dem 24h-Rennen – mit einer 7:59,045 und zwar im Rennen! Der Laie freut sich, der Fachmann wundert sich. Würden andere Teams ihre eigene Leistung ebenso evolutionär entwickeln, ein Audi R8 oder ein Falken-Porsche müssten schon lange unter die 8 Minuten Marke gefallen sein. Es scheint als hätte nur BMW soviel Potential übrig gehabt. Glück für die Münchner-Jungs, dass man diese Leistung erst gegen Anfang der zweiten VLN-Saison und nach dem 24h-Rennen findet. Die Balance-of-Performance hätte unter anderen Vorzeichen sicher noch einmal über den Speed der GT3 Z4 nachgedacht.

Nun sind wir also bei „unter 8 Minuten“ angekommen. Der Betzdorfer-Bub Alzen dürfte sich in den Hintern beißen, dass nicht er die magische Grenze unterschritten hat. Dabei hätte er es vermutlich schon in Lauf 5 geschafft, hätte er seinen Frust nicht in eine Trotz-Reaktion gewandelt, sondern in das Lenkrad gebissen und heftigst Attacke geritten.

Das ist die Fahrer- und Team-Seite der letzten Läufe. Doch auch hinter den Kulissen der Verantwortlichen brodelt es. Es gibt viele offene Fragen. Zum Beispiel die, wann ein Vertrag für die Saison 2015 (mit der Rennstrecke) unterzeichnet wird – und mit wem.

Während man die Frage, mit wem man einen Vertrag unterzeichnen wird, kaum selbst steuern kann, bleiben andere Baustellen die man als Organisator lösen muss.

Was tut man um die Gefahren der Doppel-Gelb-Situationen besser in den Griff zu bekommen und wie bekommt man die Rennfahrer zurück in das Reich der Vernunft? Aber auch: Wie man Rennfahrer vor sich selbst schützt und was man tut um die unterschiedlichen Klassen auch weiterhin zusammen in das Rennen schicken zu können. Und sind 8:30 nun die Grenze, oder nicht? Viele Dinge kann man diskutieren – manche leider nicht.

Der Rücktritt von Karl Mauer

Er war im Vorstand der VLN, verantwortlicher Geschäftsführer für Marketing, Sponsoring und Medien und Ur-Gestein der VLN, und er ist am 29.7.2014 zurückgetreten. Die Presse-Meldung zu seinem Rücktritt ist so aalglatt, dass man die Untiefen und Probleme die zu diesem Schritt geführt haben, förmlich riechen kann. Soweit mir aktuell bekannt, wird Karl Mauer der VLN dennoch weiter zu Diensten sein – nur die Verantwortung will er nicht mehr übernehmen. Ein deutlicher Schritt, eine klare Aussage. Und vermutlich nicht der Endpunkt im aktuellen Prozess der Selbstfindung.

Die N-Lizenz

Ein erster Schritt und ein richtiger Schritt ist die Einführung des DMSB, für die Nordschleife eine eigene Lizenz zu etablieren. So müssen Neulinge ab 2015 erst einmal Erfahrungen auf „langsamen“ Fahrzeugen sammeln, bevor sie mit den „dicken Dingern“ los ballern dürfen. Mehr dazu auf motorsport-total.com.

Das ist durchaus ein sinnvoller Schritt. Schützt er doch auch den ambitionierten Geldbörsen-Rennfahrer vor seinem eigenen Talent-Defizit.

VLN – Geht es dir gut? Die Daumen hoch?

Lauf 6 war wieder einmal ein „Frikadellen-Lauf“ – das zweite Rennen in Folge konnte die Truppe rund um Klaus Abbellen und Sabine Schmitz für sich entscheiden – es war aber auch wieder ein Lauf, der nicht frei von Pannen war. Die Kurioseste? Der Rennleiter winkt das Rennen zu früh ab und die „Sieger“ ballern noch einmal im Renn-Tempo über die Nordschleife.  Es war ein Rennen mit gutem Motorsport und umsichtigen Fahrern – so mein Eindruck. Bei einer Doppel-Gelbphase im Bereich Schwalbenschwanz war zumindest niemand schneller als Tempo 60 unterwegs – soweit der eigenen Eindruck.

Den gesamten Rennbericht zum VLN Lauf 6 gibt es auch hier – mehr Bilder hier in der Galerie

Bei der ganzen Politik-Scheiße die derzeit am Ring und in seinem Umfeld abläuft, kann man manchmal die Nerven und den Glauben verlieren. Aber: Am Ende wird immer alles gut und ist es nicht gut, ist es noch nicht das Ende!

In diesem Sinne: Daumen hoch! 

 

 

 

 

 

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VLN 6 – Unter acht Minuten

Da war sie gefallen, einfach so, plötzlich im Rennen – diese ominöse 8 Minuten Marke für die VLN-Streckenvariante aus Nürburgring-GP Kurs und Nordschleife.

7:59,045 Minuten für die Geschichtsbücher

Vroom Vroom Klingmann

Jens Klingmann wird in den Geschichtsbüchern stehen, der erste der unter 8 Minuten über die VLN-Variante am Nürburgring fuhr. Sein Werkzeug? Der BMW Z4 GT3 vom Team BMW Sports Trophy Team Schubert, mit der Startnummer #20. Im Training noch mit einer 8:00,973 unterwegs – knallte das Team in der zweiten Runde, am Steuer der Leimener Jens Klingmann, den neuen Streckenrekord in die Geschichtsbücher.

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VLN 6 – Racereport

Wiederholungstäter aus Barweiler: Frikadelli Racing

Der Start in die zweite Saisonhälfte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist den Lokalmatadoren des Frikadelli Racing Team geglückt: Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) feierten beim 37. RCM DMV Grenzlandrennen ihren dritten Saisonsieg, den zweiten Triumph in Folge. Das Trio wurde nach 27 Runden mit einem Vorsprung von 3:00,284 Minuten vor dem BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Schubert – mit den Piloten Max Sandritter (Raubling), Thomas Jäger, Dominik Baumann (beide Österreich) und Jens Klingmann (Leimen) – abgewinkt. Das Podium komplettierten Michael Zehe (Flörsheim-Dalsheim) und Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE Racing. Insgesamt starteten 168 Fahrzeuge zum sechsten Lauf des Jahres; bei strahlendem Sonnenschein kamen 128 in Wertung ins Ziel. Eine 30-minütige Zusammenfassung zeigt der Sender Sport 1 am 9. August um 15:30 Uhr.

Das Rennen des Rheydter Club für Motorsport startete mit einem besonderen Moment. Im Zeittraining sicherte sich der Schubert Z4 GT3 mit einer Zeit von 8:00,973 Minuten die Pole-Position. Im Rennen fuhr Klingmann dann im zweiten Umlauf einen neuen, offiziellen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. In 7:59,045 Minuten unterbot er als erster Fahrer die Acht-Minuten-Marke. „Was für eine Runde!“, freute sich Klingmann nach dem Rennen. „Ich bin stolz, der Erste zu sein, der diese magische Schallmauer durchbrechen konnte. Wir wussten, dass wir grundsätzlich den Speed hatten, um unter acht Minuten zu bleiben. Aber planen kann man die Bestmarke auf so einer langen und anspruchsvollen Strecke nicht.“

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In Runde zehn übernahm Frikadelli Racing die Spitzenposition und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. „Der Sieg ist unglaublich“, freute sich Schmitz, die einen schleichenden Plattfuß zum Ende ihres Stints zu beklagen hatte, sich davon aber nicht beirren ließ. „Wir haben ein unglaublich tolles Team und es macht gerade richtig viel Spaß.“ Huisman analysierte die Faktoren des Erfolges: „Der Sieg war sehr wichtig, denn wir haben ihn in Stammbesetzung und aus eigener Kraft geholt. Unsere kontinuierliche Arbeit trägt Früchte, alle Piloten waren sehr gut unterwegs. Vor allem Klaus wächst mehr und mehr über sich hinaus – so kann es weitergehen.“

Zufriedene Gesichter gab es bei ROWE Racing. „Die Freude ist groß“, jubelte Seyffarth. „Platz drei, was wollen wir mehr?“ Zehe, Teameigner und Fahrer in Personalunion ergänzte: „Ein perfekter Tag mit einem sehr fairen Miteinander auf der Strecke.“

Neben den Teams Schubert und Frikadelli sammelten auch Dörr-Motorsport mit dem McLaren MP4-12C und das Wochenspiegel Team Manthey mit dem Porsche 911 GT3 RSR Führungskilometer. Während der britische Supersportler nach einem unverschuldeten Unfall vorzeitig die Segel streichen musste, wurde die Mannschaft rund um Georg Weiss (Monschau) auf einem guten fünften Rang abgewinkt. Neben den drei Erstplatzierten mussten sich Weiss/Kainz/Jacobs/Krumbach lediglich dem Team Walkenhorst powered by Dunlop geschlagen geben. Ralf Oeverhaus (Osnabrück), Peter Posavac (Essen) und Henry Walkenhorst (Melle) feierten im BMW Z4 GT3 als Vierte ihr bestes Saisonergebnis.

Die Tabellenführer haben weiterhin eine weiße Weste
Mit ihrem sechsten Klassensieg im sechsten Rennen verteidigten Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) im BMW 325i des MSC Wahlscheid die Tabellenführung in der Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Jörg Viebahn (Engelskirchen), der zusammen mit Moritz Kranz (Wimbach) und Marko Stipp (Herford) den Porsche 911 GT3 (Baureihe 991) von Pro Sport Performance in der Klasse der VLN-Specials bis 3.500 ccm Hubraum zum Sieg pilotierte, hat sich auf den zweiten Tabellenrang nach vorne geschoben. Der Rückstand auf die Spitze beträgt 2,51 Punkte. Derscheid / Flehmer führen auch die Wertung der VLN-Produktionswagen an. In der VLN Junior Trophäe liegt Max Partl (Pyrbaum) in Führung, der im Team Scheid-Partl Motorsport zusammen mit Jörg Weidinger (Happurg) den dritten Klassensieg im BMW M235i Racing CUP feierte. Eine deutliche Führung haben die Tagessieger vom Team Frikadelli Racing in der VLN Speed Trophäe.

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Das 37. RCM DMV Grenzlandrennen wurde aufgrund einer Fehlinformation der Rennleitung rund 150 Sekunden vor Ablauf der Vier-Stunden-Distanz abgewinkt. Gemäß Paragraph 22 des Rundstreckenreglements, war dieser Zeitpunkt für die Wertung maßgebend.

Mit dem Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht in drei Wochen, am 23. August, der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm.

 

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Quelle: VLN.de