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VLN 9 – Die Dunlop „Best of“ Galerie

Ein Rennen mit einem Überraschungs-Sieger, das sehen Motorsport-Fans doch am liebsten. Auch der VLN-Lauf Nummer 9 war gespickt mit sensationellen Momenten. Die besten Fotos präsentieren wir auf mein-auto-blog:

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

TMG GT86 Cup: Amweg/Lampert sind fast am Ziel

Der TMG GT86-Cup ist so hart umkämpft, wie kaum eines seiner VLN-Pendants in der Saison 2016. Immer wieder taten sich neue Teams durch ansprechende Leistung auf der Nürburgring-Nordschleife hervor und übernahmen die Spitze des Cup-Klassements. Im neunten Lauf, dem vorletzten des Jahres, scheint nun aber eine kleine Vorentscheidung gefallen: Zum dritten Mal in Folge erreichten Manuel Amweg und Thomas Lampert die Ziellinie als erster der Toyota-Meute, feierten den fünften Klassensieg der Saison und haben nun 17 Punkte auf ihre ärgsten Rivalen, Nils Jung und Florian Wolf, Vorsprung.

Die Erleichterung war in der Box des Toyota Swiss Racing Teams groß, als der TMG GT86 Cup mit der Startnummer 535 nach 23 Runden als Sieger abgewunken wurde. In den letzten zwei Runden des Vier-Stunden-Rennens hatte einsetzender Regen vor allem im Bereich der Grand-Prix-Strecke den Fahrern noch einmal alles abverlangt. „Aber da hatten wir schon genug Vorsprung und ich konnte das Rennen kontrolliert zu Ende fahren“, sagte Manuel Amweg, der den Schluss-Stint übernommen hatte.

Schon beim Start war das Team angesichts der noch feuchten Strecke auf Nummer sicher gegangen. „Mit Blick auf die Gesamtwertung haben wir uns entschieden, das Rennen mit Regenreifen aufzunehmen. Weil die Fahrbahn aber recht schnell abtrocknete, wechselten wir nach nur einer Runde frühzeitig auf Trockenreifen. Rückblickend betrachtet haben wir diesmal alles richtig und die Fahrer ein guten Job gemacht“, zog Teamchef Hannes Gautschi zufrieden Bilanz.

Nicht ganz so zufrieden zeigte sich Nils Jung nach dem Rennen. „Leider konnten wir in der Anfangsphase des Rennens das Tempo der Cup-Spitze nicht mitgehen. Dabei haben wir viel Boden verloren. In der zweiten Rennhälfte konnten wir zwar wieder einiges aufholen, aber Amweg/Lampert waren da bereits uneinholbar enteilt.“ Für Jung/Wolf und das Ring Racing-Team ist jedoch noch nicht alles verloren. 20 Punkte gibt es beim Saisonfinale am 22. Oktober noch im Maximalfall zu gewinnen.  Allerdings würde die Schweizer wohl nur noch ein Ausfall daran hindern, den TMG GT86-Cup nach zehn VLN-Läufen in Empfang zu nehmen.

Mit der Gesamtwertung haben Achim Wawer und Eric Curran von Mathol Racing nichts zu tun, gingen Wawer Anfang doch zum ersten Mal in der VLN an den Start. Umso überraschender, dass das Duo auf Anhieb auf das Podium, Platz drei, fuhr. „Die Jungs haben wirklich einen guten Job gemacht“, lobte Alexander Fielenbach aus der Teamorganisation von Mathol Racing.

おめでとうございます – Lexus holt ersten VLN-Sieg nach Asien

Das Farnbacher-Team ist immer für eine Überraschung gut: Fünf Jahre, nachdem die Mannschaft rund um Teamchef Horst Farnbacher den ersten Ferrari-Sieg in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring holte, sorgte das Team aus Lichtenau beim 9. Lauf 2016 für die nächste Premiere: Dominik und Mario Farnbacher errangen im Lexus RC-F GT Prototyp den ersten Sieg für einen asiatischen Automobilhersteller. Nach 28 Runden betrug ihr Vorsprung auf Alexander Sims und Stef Dusseldorp im BMW M6 GT3 von ROWE-Racing 33,551 Sekunden. Auf Platz drei beendeten Christopher Mies und Connor De Phillippi im Audi R8 LMS von Montaplast by Land-Motorsport das Rennen; im Ziel hatte das in diesem Jahr bereits zweimal siegreiche Duo 41,947 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

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„Das ist ein fantastischer Erfolg, der Lohn von fast zwei Jahren harter Arbeit“, freute sich Horst Farnbacher nach dem Rennen, wohlwissend, dass seinem Team gerade etwas Großartiges gelungen war. Die Nürburgring Nordschleife gilt nicht nur in Deutschland und Europa als Königin aller Rennstrecken, auch im Reich der Mitte genießen Fahrer, die in der „Grünen Hölle“ siegreich sind, hohes Ansehen. Dementsprechend wurde der Sieg an der Boxenmauer von allen Beteiligten frenetisch gefeiert. „Ich kann kaum fassen, was uns heute gelungen ist“, gestand Mario Farnbacher. Der Erfolg kommt allerdings nicht von ungefähr. Seit der Saison 2015 ist Farnbacher-Racing mit dem Lexus regelmäßig in der Langstreckenmeisterschaft am Start und hat die Entwicklung des RC-F auf dem Weg zum GT3-Boliden konsequent vorangetrieben. „Die Zusammenarbeit zwischen Lexus in Japan, Toyota in Köln und unserem Team war perfekt“, erklärte Dominik Farnbacher. „An dem heute erstmals eingesetzten Prototyp ist fast alles neu, und er lässt sich viel komfortabler fahren. Mit dem Vorgänger mussten wir immer viel Risiko gehen, um schnell zu sein. Das ist bei dem neuen Modell deutlich entspannter.“ Das Geheimnis des Erfolgs war einerseits die perfekte Taktik des Teams (mit dem Wechsel von Regen- auf Trockenreifen lag man in Runde zwei goldrichtig.), andererseits die konstante Leistung der Fahrer, die sich über das 4 Stunden-Rennen keine Fehler erlaubten, während die Mitstreiter bei schwierigen Wetterbedingungen strauchelten.

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Zu den Favoriten mit kleineren Problemen zählten die zweifachen Sieger der Saison Mies und De Phillippi. Der US-Amerikaner erlebte in der Startphase des Rennens einen „big moment“, als er eingangs Brünnchen die Streckenbegrenzung streifte. „Ich fahre gerne, wenn es regnet“, erklärte De Philippi, „aber diese Mischverhältnisse mit halb nasser, halb trockener Piste waren extrem schwierig.“ Sein Teamgefährte nahm das Ergebnis gelassen. „Wir können mit Platz drei zufrieden sein“, bekannte Mies. „Wir sind zwei Rennen nicht in der VLN am Start gewesen. Die Spitzengruppe ist so eng beieinander, dass uns die acht Stunden Renndistanz am Ende einfach fehlen.“ Ebenfalls zufrieden zeigten sich Sims und Dusseldorp über Platz zwei. „Gerade in der Schlussphase wurde es noch einmal extrem spannend, als wieder leichter Regen einsetzte“, gestand Dusseldorp. „Da muss man einfach hellwach sein, immerhin haben wir zu diesem Zeitpunkt voll gepushed, um Platz zwei gegen den Land-Audi abzusichern.“

Dass er ein echter Regenspezialist ist, stellte Norbert Siedler im Zeittraining unter Beweis. Im Porsche 911 GT3 R holte der Österreicher die Pole-Position für das Frikadelli Racing Team. Im Rennen belegten er und Patrick Huisman am Ende Rang sieben. Neben Farnbacher, Land und Frikadelli sammelten auch Uwe Alzen und Lance David Arnold im Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing sowie Jesse Krohn, Victor Bouveng und Christian Krognes im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop Führungskilometer. Während für den Haribo-AMG das Rennen nach einem Kühlerschaden infolge einer Kollision in der Startphase vorzeitig beendet war, belegte der Walkenhorst-BMW am Ende Rang fünf hinter dem Audi R8 LMS von Phoenix Racing.

Es gab noch mehr geglückte Premieren: Bruno Spengler und der KTM X-Bow GT4.
Nach seiner Nordschleifen-Rennpremiere war DTM-Pilot Bruno Spengler überwältigt; der Kanadier in Diensten von BMW absolvierte im BMW M235i Racing Cup-Fahrzeug zwölf Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Sprintkurs und Nordschleife. „Eine vollkommen neue Erfahrung“, bilanzierte er. „Ich habe noch nie so häufig in den Rückspiegel geschaut wie heute. Aber das Rennen lief absolut problemlos, so dass ich sehr zufrieden bin.“

Ebenfalls erfolgreich verliefen die ersten Rennkilometer in der „Grünen Hölle“ für die beiden KTM X-Bow GT4. Über weite Strecken lieferten sich Christopher Haase und Arne Hoffmeister einen direkten Schlagabtausch mit Ferdinand und Johannes Stuck. Am Ende standen die Positionen 16 und 17 zu Buche – der Doppelsieg in der GT4-Klasse war obligatorisch.

Nachdem erste Entscheidungen in der VLN bereits beim achten Lauf gefallen waren, wurde beim DMV 250-Meilen eine weitere Meisterschaft entschieden. David Griesner, Juha Hanonen und Roger Vögeli sicherten sich den Klassensieg im Opel Astra OPC Cup und machten so den dritten Titel für Lubner-Motorsport fix. „Ein tolles Rennen“, freute sich Griesner. „Jetzt können wir den letzten Lauf in zwei Wochen vollkommen entspannt angehen und genießen. Das Team und wir Fahrer haben über das komplette Jahr starke Leistungen abgeliefert und können jetzt verdient feiern.“

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 22. Oktober statt. Der 41. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN 9: KTM X-Bow GT4 mit Einstand nach Maß

Sechs von zuvor acht Läufen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring endeten in der Klasse SP10 mit einem Aston Martin Vantage V8-Sieg. Im neunten Rennen des Jahres 2016 traten jedoch zwei außergewöhnliche Neulinge auf den Plan. Und die feierten ein Debüt, dass sich sehen lassen konnte. Die beiden KTM X-Bow GT4 mit Christopher Haase und Arne Hoffmeister sowie Johannes und Ferdinand Stuck fuhren den Mitbewerbern förmlich auf und davon und feierten nach vier Stunden auch im Gesamtklassement mit dem 16. und 17. Platz ein beachtliches Ergebnis.

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„War echt geil, wie wir da gemeinsam um die Strecke geflogen sind. Ich hoffe, das sah auch von außen so gut aus, wie es sich im Auto angefühlt hat! Der X-Bow ist ein superschnelles Auto und macht brutal viel Spaß“, sagt ein glücklicher Hoffmeister, der mit seinem Isert Motorsport-Teamkollegen Haase den Grundstein für den späteren Klassensieg bereits im Zeittraining legte. Vor den Stuck-Brüdern im Schwesterauto, eingesetzt vom True Racing Team, stellten sie den Nordschleifen-Neuling auf die Pole-Position. „Gerade im Regen war es gut, vorne mehr oder weniger frei fahren zu können“, sagte Haase, der auf nasser Fahrbahn den ersten Stint den Anfang machte und in Ferdinand Stuck einen gleichwertigen Gegner fand.

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Eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassensieg stellte letztlich der frühe Boxenstopp der Stuck-Brüder dar. Auf abtrocknender Strecke wollte man so früh wie möglich bessere Zeiten fahren, im Team von „Isert Motorsport“ entschied man hingegen, dass Startfahrer Christopher Haase etwas länger draußen bleiben sollte.

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Als nach rund zwei Stunden in beiden Autos die Fahrer getauscht wurden, lieferten sich die beiden X-Bows eine packenden Zweikampf. 20 Minuten vor dem Ende schienen die Stuck-Brüder den Klassensieg für sich verbuchen zu können. Aufgrund des früheren ersten Reifenwechsels und dem damit verbundenen früheren Auftanken musste man jedoch zu einem kurzen „Splash & Dash“ an die Box – und verlor den möglichen Premieren-Sieg in letzter Minute. „Das war ein geiler Start im Regen! Ich bin gut weggekommen und hab‘ dann auf abtrocknender Strecke einen guten Speed gefunden. Mit den Slicks am Auto hatte ich einen schönen Fight mit dem Schwesterauto“, berichtet Ferdinand Stuck und sein Bruder ergänzt: „Als ich eingestiegen bin, hat mir Ferdi gesagt, ich kann volle Attacke fahren. Das habe ich gemacht, lief nach drei Runden auf das Schwesterauto auf, fand aber zunächst keinen Weg vorbei. Als ich es endlich geschafft hatte, musste ich an die Box.“

BMW M235i Cup: Neunter Lauf – Eichenberg feiert zweiten Sieg in Folge

Beim neunten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ereignete sich im BMW M235i Racing Cup ein regelrechtes Favoritensterben. 19 Fahrzeuge gingen am 8. Oktober auf die Nordschleife, vier von ihnen erreichten das Ziel nicht. Unter ihnen die Top-Zwei der Cup-Wertung. Einen Umstand den Heiko Eichenberg im BMW des Teams Securtal Sorg Rennsport gnadenlos nutzte. Der Einzelkämpfer siegte nach seinem Erfolg beim achten VLN-Lauf erneut und hat damit nur noch vier Punkte Rückstand auf den zweiten Platz der Cup-Wertung.

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In der Anfangsphase hatte Eichenberg jedoch zunächst das Nachsehen. An der Spitze zogen die designierten VLN-Champions Alexander Mies und Michael Schrey im Bonk Motorsport-BMW und die Gesamtzweiten, Thomas Jäger und Rudi Adams im Eifelblitz von Scheid–Honert Motorsport, davon. Als nach eineinhalb Stunden wieder leichter Regen an der Nordschleife einsetzte, holperte Eichenberg im Streckenabschnitt Brünnchen sogar über die Wiese und musste auch die Gesamtwertungsvierten im Pixum Team Adrenalin-BMW, Uwe Ebertz, Norbert Fischer und Christian Konnerth, fürs erste ziehen lassen.

Wenig später war für Schrey/Mies die Fahrt in Führung liegend mit einer defekten Antriebswelle zu Ende. „Wir sind bisher in der ganzen Saison von jeglichen technischen Problemen verschont geblieben. Nun hat es auch uns leider einmal erwischt, aber so hart ist der Motorsport manchmal“, sagte Schrey. Eichenberg kam unterdessen mit den schwierigen Bedingungen in der Eifel immer besser zurecht, zog zunächst Ebertz/Fischer/Konnerth für Platz zwei vorbei und übte Druck auf die neuen Spitzenreiter im Eifelblitz aus, verringerte den Abstand auf unter drei Sekunden. Knapp eine Stunde vor dem Rennende verunfallte Jäger Ausgangs der Mercedes-Arena und machte damit den Weg für den Einzelkämpfer im Cup5 frei. Der blieb fehlerfrei und setzt sich von seinen Verfolgern ab. Mit deutlichem Vorsprung auf Ebertz/Fischer/Konnerth (1:23.559 Minuten) und dem FK Performance-Trio Stefan Vancampenhoudt, Yannik Mettler und Thorsten Wolter (3:38.640 Minuten) überquerte Eichenberg als Sieger die Ziellinie.

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Vor dem Finale liegen Schrey/Mies in der Cup5-Wertung mit 198 Punkten uneinholbar vorne. Auf Platz zwei folgen Jäger/Adems mit 126 Zählern, Eichenberg hat nach dem erneuten Erfolg 122 Punkte gesammelt.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN 9: Ein Tag für die Geschichtsbücher

Der neunte Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft 2016 endete mit einer Überraschung. Ganz oben auf dem Podest feierten Dominik und Mario Farnbacher und sorgten damit für eine doppelte VLN-Premiere. So wurde den Brüdern erstmals der Kranz des Gesamtsiegers über die Schultern gehängt, sie verewigten sich als 214. und 215. Rennsieger in den Geschichtsbüchern der Langstreckenserie. Einen langersehnten Erfolg, den sie im Lexus RC-F GT Prototyp herausfuhren und damit im gleichen Atemzug für ein weiteres historisches VLN-Kapitel sorgten. So war es nicht nur der erste VLN-Gesamtsieg eines Lexus, sondern der erste eines asiatischen Herstellers überhaupt.

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Nicht über den Gesamtsieg, jedoch über ihren 20. Klassensieg durften sich derweil Thomas Gerling und Hajo Müller (Foto, Mitte) freuen. Müller steuerte gemeinsam mit Dominik Thiemann und Jens Riemer den BMW E36 in der Klasse V5 als erster Teilnehmer über die Ziellinie – ein Kunststück das dem Trio bereits zum fünften Mal in dieser Saison gelang. Gerling behauptete sich gemeinsam mit Harald Hennes und Thomas Kappeler in der Cup2-Klasse. Das Trio feierte im Porsche 991 GT3 Cup ebenfalls den fünften Klassensieg in diesem Jahr.

Für drei Piloten endete der neunte VLN-Lauf mit dem zehnten Klassensieg ihrer Karrieren: Stephan Epp gewann im Renault Clio Cup Avia Racing gemeinsam mit Gerrit Holthaus die Klasse SP3, Joachim Nett ließ mit Bruder Jürgen im Bonk Motorsport-Peugeot 306 S16 die Konkurrenten in der V3 hinter sich, und Thomas von Löwis of Menar steuerte mit den Kollegen Axel Duffner und Daniel Schellhaas den Care for Climate Porsche Cayman GT4 in der SPAT zum Sieg.

In der SP10 sorgte Anfang Oktober zudem ein weiterer Hersteller für Aufsehen. KTM gab bei der VLN mit dem X-Bow GT4 sein Debüt – Christopher Haase und Arne Hoffmeister sorgten mit dem Klassensieg für ein äußerst gelungenes.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN 2015: Die Groneck-Brüder sind Meister!

Es war ein typischer Herbsttag in der Eifel. Den Rahmen für diesen letzten, spannenden VLN-Lauf bildete vor allem Nebel und die nicht ganz unbedeutende Frage nach dem Meister. Die Groneck-Brüder oder der Belgier Campenhout? Nebel zum Training – Sichtweiten unterhalb einer GT3-Flügelbreite und die logische Konsequenz: Training verschoben.

Nebel war aber nicht nur für den verspäteten Start verantwortlich, Nebel war auch der Grund für das frühe Rennende. Das ohnehin verkürzte Rennen wurde nach 165 Minuten mit der roten Flagge abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt dominierten beide Teams in ihren Klassen das Rennen. Wie das Jahr über bereits zu beobachten.

18 Starter in der SP3, 13 Starter in der V4

Von Anfang an war klar, wenn der Clio der Gronecks im Feld mit dem Plus an Startern gewinnt, dann werden die Brüder VLN-Meister 2015. 2013 waren die beiden Brüder bereits VLN-Meister.

Der Vorsprung von Campenhout betrug 0.07 Punkte – mit dem Klassensieg der Groneck-Brüder drehte sich das nun auf einen Rückstand von 0.03 Punkte!

0.03 Punkte!

Die VLN-Saison 2015 hat einen neuen Meister: Herzlichen Glückwunsch Dirk und Tim Groneck!

 

 

 

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN 2015: Black Falcon holt eiskalt den zweiten Saisonsieg

Temperaturen im einstellig-positiven Bereich prägten den neunten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Als mindestens ebenso cool erwiesen sich Hubert Haupt, Manuel Metzger, Yelmer Buurman und Adam Christodoulou. Das Quartett im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon errang im Zeittraining mit einer neuen Jahresbestzeit (8:01,443 Minuten) die Pole-Position, fuhr die schnellste Rennrunde (8:02,786 Minuten) und setzte sich im vierstündigen, spannenden Rennen gegen die Konkurrenz durch. Hinter den Siegern des ROWE DMV 250-Meilen-Rennens wurden die Gewinner des vorherigen Laufs, Dennis und Marc Busch zusammen mit Marc Basseng, als Zweite abgewinkt. Das Team rund um das Zwillingspaar aus Bensheim bestritt den ersten privaten Einsatz des in diesem Jahr vorgestellten neuen Audi R8 LMS. Das Podium komplettierten Le-Mans-Sieger und Porsche-Werksfahrer Nick Tandy aus Großbritannien und der Franzose Fred Makowiecki, die den neuen Porsche 911 GT3 R bei seiner Weltpremiere über den Nürburgring pilotierten. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 24. Oktober um 19 Uhr.

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien

Das hatte sich Manuel Metzger – VLN-Champion des Jahres 2011, schon damals in Diensten des Team Black Falcon –wohl nicht träumen lassen. Bei seinem zweiten Rennen im bulligen Flügeltürer feierte er seinen ersten VLN-Sieg. „Einfach überragend!“, waren die ersten Worte nach der Zieldurchfahrt. „Beim vergangenen Rennen sind wir kurz vor Ende ausgefallen, als wir um den Sieg mitgekämpft haben. Heute wurden wir entschädigt.“ Die letzten Runden waren für den 29-Jährigen eine Zitterpartie. Im Zweikampf mit dem SLS AMG GT3 von ROWE RACING – mit den Piloten Klaus Graf und Christian Hohenadel – war der Sieg in Gefahr. „Yelmer war gut unterwegs, trotzdem haben wir gemerkt, dass der ROWE-SLS minimal flotter war“, sagte Metzger. Nach 21 Runden steuerte das Fahrzeug des Veranstaltungs-Namensgebers jedoch mit einem technischen Defekt unplanmäßig die Box an und schied aus. „Wir haben so einen Rückschlag auch schon am eigenen Leib erlebt – das ist ganz schön bitter. Aber am Ende hatten wir ein sehr gutes Paket und haben verdient gewonnen. Das Team hat mit schnellen Stopps überzeugt und alle vier Fahrer blieben absolut fehlerfrei.“

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien – [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste – Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.[/caption] 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN 2014 – Lauf 9: ROWE Racing siegt beim ‚Heimrennen’

Besser hätte der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nicht enden können – zumindest aus Sicht von VLN-Partner ROWE, die das Titelpatronat für die Veranstaltung des AC Monheim übernahmen. Nach 4:03:49,73 Stunden wurden Christian Hohenadel (Illingen) und Maro Engel (Monaco) im Mercedes-Benz SLS MG GT3 von ROWE Racing als Sieger abgewinkt. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Marco Werner (Schweiz), Christopher Haase (Kulmbach) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) im Audi R8 LMS ultra der Audi race experience betrug im Ziel 50,317 Sekunden. Für den dreifachen Le-Mans-Sieger Werner, der in der Langstreckenmeisterschaft vor 30 Jahren sein erstes Rennen fuhr, schloss sich mit seinem ersten Podiumserfolg der Kreis. Auch Platz drei ging an Audi. Marc Basseng (Rosenbach) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) pilotierten den Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing und büßte über die Distanz von vier Stunden 3:52,920 Minuten ein. In der Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring liegen Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) mit ihrem BMW 325i nach neun Rennen uneinholbar in Führung. Unter normalen Umständen ist dem Duo der Titel nicht mehr zu nehmen, so dass ihnen beim Saisonfinale am 25. Oktober die Meisterehren zuteil werden. Eine 30-minütige Zusammenfassung des neunten Laufs zeigt der Sender Sport 1 am 18. Oktober um 16:25 Uhr.

„Ein toller Erfolg – vor allem für das Team ROWE Racing“, sagte Hohenadel. „Beim Heimspiel den zweiten Saisonsieg zu feiern – besser kann die Saison 2014 nicht zu Ende gehen. Wir sind heute sehr taktisch gefahren und das Rennen sehr überlegt angegangen. Das war heute das Geheimnis unseres Erfolges.“ Der ROWE-SLS war im Zeittraining am Morgen eines von drei Fahrzeugen, die bei besten Witterungsbedingungen die 8-Minuten-Marke unterboten. Hohenadel / Engel mussten sich nur Basseng / Stippler sowie Jürgen Alzen (Kausen) und Dominik Schwager (München) geschlagen geben. Stippler markierte in 7:57,474 Minuten einen neuen, inoffiziellen Rundenrekord. Im Rennen konnte der offizielle Bestwert nicht unterboten werden. Werner/Haase/Winkelhock fuhren den Bestwert in 8:07.662 Minuten.
„Meine nächsten Ziele? Ganz einfach – auch die nächsten Jahre noch eine Menge Spaß am Rennfahren haben“, lachte Werner im Ziel, nachdem er zum ersten Mal eine VLN-Siegerehrung miterlebt hatte. „Es war nicht mein ausgesprochenes Ziel, hier einen Podestplatz zu erringen. Umso schöner, dass es geklappt hat. Mit dem Audi R8 LMS ultra auf der Nordschleife zu fahren, das ist einfach super. Da genieße ich jede Runde. Ich habe in meiner Karriere sehr viel erreicht. Das Rennfahren nehme ich natürlich in gewisser Weise noch ernst, aber ich gehe das ganze viel entspannter an.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Marc und Dennis Busch (beide Bensheim) im privat eingesetzten Audi R8 LMS ultra auf Platz vier. Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) belegten im Porsche 911 GT3 RSR Platz fünf. Den Markenmix an der Spitze komplettierten Stuart Leonard und Paul Wilson (beide Großbritannien) im Aston Martin Vantage GT3 und Stefan Aust (Münster), Felipe Laser (Hamburg) und Ralf Oeverhaus (Osnabrück) im BMW Z4 GT3 des Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop.

Eine durchwachsene Nordschleifen-Premiere erlebte das Bentley-Werksteam. Der Continental GT3 wurde in Runde zwei in einen Auffahrunfall in der Fuchsröhre verwickelt. Das Team setzte den Schaden im Verlauf des Rennens instand und die drei Briten Guy Smith, Steven Kane und Andy Meyrick nutzten die verbleibende Zeit, um Nordschleifen-Erfahrungen zu sammeln. Im Zeittraining hatte das Trio mit Rang sieben die Leistungsfähigkeit des Bentley bereits unter Beweis gestellt.

Meisterschaft: Derscheid/Flehmer liegen uneinholbar an der Tabellenspitze
Die Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist de facto entschieden. Unter normalen Umständen ist den BMW-Fahrern Derscheid / Flehmer der Titel nicht mehr zu nehmen. Mit ihrem BMW 325i errang das Duo den siebten Klassensieg im achten gewerteten Rennen der Saison 2014 und liegen vor der Anwendung des einzigen Streichergebnisses uneinholbar in Führung. Die beiden Privatiers werden nach dem Saisonfinale am 25. Oktober symbolisch die Startnummer 1 in Empfang nehmen.

Entschieden ist auch der BMW M235i Racing Cup. Daniel Zils (Bendorf), Norbert Fischer (Köln) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach) des Teams Adrenalin Motorsport reichte ein vierter Platz um den Titel in der Fahrerwertung und der Teamwertung klar zu machen. Teamchef Matthias Unger: „Wir haben unsere Mission erfüllt. Ich bin mit der Saison sehr zufrieden. Wir haben starke Rennen gezeigt und hatten auch das nötige Glück, das man für so einen Erfolg braucht.” Offen ist die Entscheidung im Opel Astra OPC Cup. Den Tagessiegern Thorsten Wolter (Berlin) und den Brüdern Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) fehlen zwei Zähler zum Titel. Mit Platz zwei hielten Jari Nuoramo, Juha Hannonen (beide Finnland) und Peter Bonk (Senden) den Titelkampf offen. Vantage Motorsport mit den Geschwistern Sarah und Nigel Moore (beide Großbritannien) sowie Arne Hoffmeister (Lutter) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) von Dörr Motorsport lieferten sich einen tollen Zweikampf um den Sieg im TMG GT86 Cup. Nach mehreren Führungswechseln im Verlauf des Vier-Stunden-Rennens sicherte sich das Vantage-Duo den vierten Sieg in dieser Saison. Allerdings kann das Team Dörr Motorsport auch mit Platz zwei gut leben, weil ihre direkten Verfolger Alexander und Wolfgang Kudrass (beide Lohmar) nach einem Ausrutscher in der ersten Runde diesmal ohne Punkte blieben.

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 25. Oktober statt. Der 39. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden und beschließt das 38. Jahr der populärsten Breitensportserie Europas. Der nächste Termin im VLN-Kalender ist die Essen Motor Show. Vom 29. November bis 7. Dezember präsentiert sich die einzigartige Nordschleifen-Serie mit einem großzügigen Stand in Halle 6 und ist mit ausgesuchten Rennfahrzeugen fester Programmpunkt des Action-Showprogramms in Halle 7.

VLN 2014: Der neunte Lauf schreibt gleich mehrfach Geschichte

Es ist in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring eine nicht selten genutzte Phrase, aber doch so häufig zutreffend: Beim neunten Lauf, dem ROWE DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim, ist alles am Start, was Rang und Namen hat. Rund 190 Fahrzeuge werden beim vorletzten Vier-Stunden-Rennen der Saison 2014 an den Start gehen. Dabei feiert der bullige GT3-Bolide aus dem traditionsreichen Hause Bentley eine Weltpremiere und nimmt zum ersten Mal im Renneinsatz die legendäre Nürburgring Nordschleife unter die Räder. Der britische Supersportler hört auf den klangvollen Namen Continental GT3 und wird von den drei britischen Werkspiloten Guy Smith, Steven Kane und Andy Meyrick pilotiert. Daneben gibt es eine Reihe kleiner Anekdoten, die dafür sorgen werden, dass das Rennen gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte schreiben wird. Rund um die Nordschleife ist das Erlebnis Langstreckenmeisterschaft kostenlos. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und einen Besuch im Fahrerlager inklusive Startaufstellung sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind an den Tageskassen vor Ort erhältlich. Alle Informationen rund um die populärste Breitensportserie Europas gibt es im Internet auf der Webseite www.vln.de.

Der Bentley Continental GT3 wartet mit Zahlen auf, die die Herzen aller Motorsport-Fans höher schlagen lassen. Für Leistung sorgt ein vier Liter V8-Motor. Gegenüber dem Serienmodell, das in der automobilen Oberliga eher im Komfortsegment einzuordnen ist, verordnete der britische Hersteller dem Rennsport-Pendant eine radikale Schlankheitskur, die mehr als eine Tonne Gewichtsersparnis mit sich bringt. So war der GT3-Bolide in seiner Debütsaison auf Anhieb erfolgreich. In dem europäischen GT3-Championat ‚Blancpain Endurance Series’ fuhr Bentley-Motorsport auf Anhieb auf Rang zwei in der Fahrer- und Teamwertung.

Die Konkurrenz wird es dem Neuen in der ‚Grünen Hölle’ allerdings nicht leicht machen und die Protagonisten sind geschlossen am Start, ihrerseits die Lorbeeren einzufahren. Die Bandbreite der GT3-Renner reicht von Aston Martin Vantage GT3 über Audi R8 LMS ultra, BMW Z4 GT3, Ford GT3, McLaren MP4 12C GT3, Mercedes-Benz SLS AMG GT3, Nissan GT-R NISMO GT3 bis hin zum Porsche 911 GT3 R. Für die deutsche Sportwagen-Speerspitze aus Zuffenhausen steht nach wie vor ein Rekord ins Haus, denn der legendäre 911er errang in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft bislang 199 Siege.

Etwas bescheidener geht Le-Mans-Sieger Marco Werner (Schweiz) ins Rennen. Der langjährige Audi-Werksfahrer feiert beim neunten VLN-Lauf sein 30-jähriges Motorsport-Jubiläum. Die Wurzeln des gebürtigen Dortmunders liegen in der populärsten Breitensportserie Europas und hier hat er heute auch wieder seine bevorzugte Heimat gefunden. Ein kleiner Wermutstropfen: Werner hat in der VLN noch nie den Sprung auf das Podest geschafft. So erfolgreich seine Karriere auch verlief – er trug sich neben drei Erfolgen in Le Mans auch in Daytona und in Sebring in die Siegerlisten ein – auf der Nordschleife hat es noch nicht geklappt. Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen bestreitet Werner zusammen mit Christopher Haase (Kulmbach) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinbach) im Audi R8 LMS ultra der Audi race experience. Ein Podestplatz ist in dieser Konstellation in greifbarer Nähe und es wird rund um die Nordschleife kaum einen VLN-Fan geben, der ihm diesen Erfolg nicht gönnen würde.

Ein Erfolgserlebnis ist für VLN-Pilot Tim Scheerbarth (Dormagen) bereits der Blick auf die Teilnehmerliste. Der VLN-Champion von 2011 hat in den vergangenen sieben Jahren eine steile Erfolgskurve in der Langstreckenmeisterschaft hingelegt und bestreitet beim neunten Lauf zum ersten Mal ein Rennen in einem gesamtsiegfähigen Fahrzeug. Scheerbarth teilt sich das Cockpit des Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit dem Schweden Andreas Simonsen, Hubert Haupt (München) und David Jahn (Speyer). Dass er auf der Nordschleife auch in leistungsstarken Fahrzeugen schnell ist, hat Scheerbarth 2013 und 2014 bereits mit Klassensiegen im Porsche bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum unter Beweis gestellt. Im Flügeltürer aus Affalterbach peilt er ein Top-5-Ergebnis an.

Ihr Renndebüt in der ‚Grünen Hölle’ feiert beim 250-Meilen-Rennen Lena Strycek (Dehrn). Die Tochter von Volker Strycek (Dehrn), 1984 erster DTM-Champion, langjähriger Opel-Sportchef und regelmäßiger VLN-Teilnehmer, wagt nach einer fundierten Ausbildung in der RCN-Leistungsprüfung – einer Mischung aus Gleichmäßigkeitsrunden und Sprint-Abschnitten auf der Nürburgring Nordschleife – jetzt den nächsten Schritt in den echten Rennsport. Die 24-Jährige teilt sich das Cockpit eines Opel Astra GTC/OPC mit Uwe Stein (Meerbusch) und Peter Venn (Großbritannien). Damit haben nun beide Sprösslinge aus dem Hause Strycek ihren Weg in die Langstreckenmeisterschaft gefunden. Bereits 2012 debütierte ihr Bruder Robin und sammelte mit Fahrzeugen von Honda, BMW und schließlich Opel seine ersten Erfahrungen. Bei der Veranstaltung des AC Monheim ist selbstverständlich auch Vater Volker mit von der Partie. Er bestreitet das Rennen auf gleich zwei Fahrzeugen: dem kultigen Opel Manta rund um Olaf Beckmann und im Opel Astra OPC Cup zusammen mit Stefan Kissling (Bad Münstereifel).

Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Sprintkurs und Nordschleife. Der Startschuss fällt pünktlich um 12 Uhr, zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze ausgefahren