Diät-Tipps vom Zuckerbäcker

Die Reportage vom Shell Eco-marathon 2018.

Stellen Sie sich mal folgendes vor: Sie haben Lust auf was Süßes und gehen in die nächste Bäckerei. Dort liegen frische Donuts. Doch bevor Sie zur Bestellung kommen, sagt Ihnen die Verkäuferin; Ja, die schmecken lecker, aber haben Sie mal an etwas gesünderes gedacht? Wir wären doch alle ein wenig irritiert. Ebenso ging es mir, als ich zum ersten Mal vom SHELL Eco-marathon hörte. Warum sollte ausgerechnet ein Unternehmen, dass davon lebt Energie zu verkaufen, einen Wettbewerb erfinden bei dem es darum geht maximale Effizienz zu belohnen? Ein Widerspruch? Oder einfach nur der richtige Weg? Zeit genau das zu heraus zu finden.

London im Summer 2018 – es ist heiß, Habby läuft der Schweiß und wer jetzt noch nicht an den Klimawandel glaubt, dem helfen auch keine Argumente mehr. Doch, nein, Polemik und Politik bleiben außen vor – hier an diesem Ort geht es rein um die Wissenschaft. SHELL kennen die meisten von uns, als Betreiber von Tankstellen. Der Ort an dem wir unsere Schätzchen auftanken, wir schnell noch Blumen für die Frau kaufen, oder eine Kleinigkeit für die Kids. Oder Zeitschriften. Oder, oder – oder. Doch SHELL ist auch Schirmherr einer ganz besonderen Veranstaltung und das bereits seit vielen Jahren. Der SHELL Eco-marathon ist ein Wettkampf bei dem die Teams nicht an Zehntelsekunden Rundenzeiten feilen, sondern alles, absolut alles der Effizienz untergeordnet wird.

Vor einigen Wochen war ich bei einer Truppe von Studenten der Hochschule München zu Besuch und habe dort einiges über deren Projekt gelernt, auch dazu gab es ein Video:

Nachdem mir klar wurde, diese Studenten meinen es ernst, musste ich mir auch den Wettbewerb in London anschauen. Mein Team von Hydro2Motion traf ich dort wieder und konnte ein wenig von der emotionalen Achterbahn mitnehmen, die diese Studenten erlebt haben. Mehr dazu, und die Auflösung gibt es im oben verlinkten Video. Doch zurück zum Vergleich mit dem Zuckerbäcker.

SHELL und der Eco-Marathon 2018

Ganz egal ob es um Brennstoffzellen-Technik geht, wie beim Team „Hydro2Motion“, Batterie elektrische Fahrzeuge oder klassische Verbrenner. Wer am Shell Eco-marathon teilnimmt, der will Grenzen verschieben. Und für SHELL ist der Eco-marathon ein geniales Kommunikationsmittel geworden. Weg vom Image des reinen Tankstellenbetreibers. Hin zu einem Woodstock-Festival für angehende Ingenieure. Seit 1985 entwickelt sich dieses Event und in diesem Jahr waren es 150 Teams aus 24 Ländern Europas und Afrikas, die die Reise nach London antraten. Im Gepäck jeweils eine Vision für die Zukunft. Angetreten wird grundsätzlich in zwei verschiedenen Klassen. Unser Team „Hydro2Motion“ hat sich für die Prototypen-Klasse entschieden, daneben gibt es noch die Klasse der „UrbanConcept“ Fahrzeuge, bei denen, nicht nur die maximale Effizienz im Vordergrund steht, sondern auch einige Auflagen für allgemeine Straßentauglichkeit beachtet werden müssen. Vom Scheibenwischer, Blinker bis hin zum Fahrlicht. In beiden Fahrzeugklassen können sich die Teilnehmer dann wiederum für eine Antriebstechnik entscheiden. Dabei wird zunächst unterschieden zwischen Elektro- und Verbrennerantrieb und dann noch nach Energieträger, also zum Beispiel, wie bei Hydro2Motion die Brennstoffzelle als Energielieferant für den Elektromotor.

Der Verbrauch wird dabei auf einen Liter Kraftstoff oder dessen Gegenwert in Kilowattstunden hochgerechnet, denn gefahren werden 15 Runden über einen Rundkurs von 970 Metern länge, also insgesamt 14,55 Kilometer. Die Zeit hierfür liegt bei 35 Minuten – damit wird eine Mindestgeschwindigkeit eingefordert – denn natürlich wäre es leichter, weniger Sprit zu verbrauchen, je langsamer man fährt. Aber auch wenn es nicht um Höchstgeschwindigkeiten geht, ein wenig „Speed“ muss sein.

2.500 Kilometer mit nur einem Liter Erdgas!

Den bisherigen Rekord eines französischen Teams, mit nur einem Liter Erdgas über 2.503 Kilometer zu erreichen, hat „mein Team“ nicht geknackt. Aber – ein stolzer 4.ter Platz ist dennoch Grund zur Freude. Denn am Ende sind es keine Profi-Teams, sondern Schüler und Studenten, die hier um die Effizienz-Krone kämpfen. Junge Teams die völlig aus eigenem Antrieb heraus an diesem Wettbewerb teilnehmen. Es ist kein Pflichtprogramm, es ist ein freiwilliges Engagement. Und wer an diesem Wochenende im Juli in 2018 in London war, der wird nachempfinden können, eine gewisse Leidensfähigkeit gehört auf jeden Fall dazu.

 

Und jetzt habe ich Lust auf einen Donut!

 

Nachhaltige „Seifenkisten“ – Der Shell Eco Marathon in London

Sie knattern, sie knarzen oder man hört nichts: Beim Shell Eco Marathon treten jedes Jahr knapp 200 Teams aus Schüler und Studenten unterschiedlicher Fachhochschulen aus aller Welt gegeneinander an. Das Wichtigste? Was beim knapp 40-minütigen Rennen aus ihren selbst gebastelten Kisten hinten herauskommt. Denn das Fahrzeug mit dem geringsten Sprit- oder Stromverbrauch gewinnt. Die Sieger vom letzten Jahr haben es vorgemacht: Mit nur einem Liter Benzin wäre sie mehr als 2.300 Kilometer weit gekommen. Rekordverdächtig. Seit über 30 Jahren veranstaltet Shell den Eco Marathon in Europa, Asien und den USA. Dabei sollen neue Technologien die Mobilität der Zukunft mitgestalten. Ob Wasserstoff, Elektromobilität, Solar oder der übliche Verbrennungsmotor: Die verschiedensten Energieformen werden ausprobiert, verbessert und im Wettbewerb um den ultimativ besten Kraftstoffverbrauch gegeneinander getestet.

Eines der Teams kommt von den Philippinen, dessen Beweggründe um am Eco Marathon in London teilzunehmen der Klimawandel ist. Der Inselstaat spürt diesen bereits heute sehr stark und das Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf diese Weise etwas dagegen zu tun. „Wir müssen unseren Lebensstil anpassen, wollen wir etwas verändern“ so eines der Teammitglieder. Für ihre Teilnahme haben sie sich den meist verwendeten Kraftstoff ausgesucht: Benzin, um diesen noch effizienter und sparsamer zu machen, damit alle etwas davon haben, besonders die Umwelt.

Shell unterstützt solche Ideen und ist natürlich sehr daran interessiert, wie die Mobilität und der daran hängende Verbrauch in der Zukunft aussehen wird. Ob sauberer Verbrennungsmotor mit CO2-neutralem Kraftstoff, grüner Wasserstoff mit Brennstoffzelle oder grüner Strom in einem batteriebetriebenen Elektromotor: Jede Form von Antrieb der die beste Lösung, sowohl wirtschaftlich als auch umwelttechnisch, darstellt um die Emissionen zu reduzieren ist für den Ölgiganten von großem Interesse. Dabei unterstützen sie mit ihrer Start-Up Initiative neue Ideen und Konzepte für die Entwicklung neuer Technologien für beispielsweise die Energiegewinnung über einen neuartigen Bodenasphalt, der durch das Gewicht der Fahrzeuge Energie erzeugt. Oder die Energiegewinnung durch Kaffeesatz. Es gibt viele Ideen, die das Unternehmen unterstützt, um in 50 Jahren an der Lösung für die Mobilität besonders in Großstädten maßgeblich beteiligt gewesen zu sein.

Der Eco Marathon bildet die Basis dafür und ist besonders auch für Kinder und Jugendliche interessant, die spielerisch an das Thema herangeführt werden. Viele der antretenden Teams bauen, kleben und basteln selbst an ihren Fahrzeugen. Bei der Kategorie Urban Konzept müssen die selbst gebauten Fahrzeuge sogar straßentauglich sein, auch wenn sie nie eine Zulassung bekommen werden, jedoch wird so bereits die nächste Generation von jungen Autobauern herangezogen mit dem richtigen Spirit für eine emissionsfreie Zukunft. Die neuesten Rekorde beim letzten Eco Marathon zeigen es bereits: Eines der Teams hat es geschafft. Mit ihrem entworfenen Fahrzeug wären sie theoretisch über 2.500 Kilometer weit gekommen, mit nur einem Liter Benzin. Auch aus dem Elektrobereich hat sich ein neuer Rekord eingestellt: Mit nur einer Kilowattstunde hätten sie bis zu 750 Kilometer weit fahren können. Ein wahrer Lichtblick im Auftrag der zukünftigen Mobilität und der Umwelt.

Habby hat auch ein Team besucht!

Ein wenig verwirrend war der Besuch beim Team „Hydro2Motion“ schon! Lauter junge Menschen, Studenten, aber keine Bierflaschen auf den Tischen und Party-Mucke habe ich auch keine gehört. Stattdessen waren die Studenten freiwillig, ja, freiwillig bereits früh am Morgen in den von der TU München zur verfügung gestellten Räumen zu Gange und haben sich vorbereitet. Clevere junge Menschen … aber was soll man da viel schreiben, ich habe Euch ein Video mitgebracht von meinem Besuch in München!

Die AVIS Abzocke – Ekel-Mietwagen und Preis-Nepping

25 Pfund hätte der Mietwagen kosten sollen. Reserviert über die Buchungsseite der Lufthansa, direkt in Verbindung mit einem Flug nach London. Alles sehr kurzfristig gebucht. Der Preis schien fair, die geplante Fahrstrecke überschaubar kurz. Ein kleiner Fiesta also völlig in Ordnung.

„Nur“ 15-30 Minuten, dann sollte der reservierte Mietwagen zur Verfügung stehen. Man müsse ihn erst holen. Denn die Ankunft in London war am Abend, der AVIS-Counter im Terminal 2 bereits unbesetzt und der erste Weg nach der Ankunft führte somit zum Shuttle-Bus, der die Mieter zum Hauptparkplatz von AVIS in Heathrow am Airport führt.

Der Hauptparkplatz. Der Fiesta aber nicht da. Hätte mich stutzig werden lassen müssen, aber ich war müde. Eine lange Woche, ein langer Tag. Und meine Aufmerksamkeit war gebunden an das reizende Angebot an Zubehör, direkt am Counter. USB-Lader für die 12V-Buchse im Auto. Und ein passendes USB-Kabel für das Smartphone. Zusammen so teuer wie der Mietwagen für einen Tag. Verlockend. Nicht.

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Auch das hätte eine Warnung sein müssen. Aber nein, ich war müde. Die Synapsen damit beschäftigt, die letzten Infos für den Termin am Folgetag zu sortieren.

Und da kam die Falle. Süßes Lächeln. Eine hübsche, junge Vermiet-Assistentin. Wer kann sich da als knüppelharter Sparer verkaufen?

Ob ich nicht ein besonderes Upgrade haben möchte? Ein Auto mit Automatik. Steht direkt auf dem Parkplatz. Sofort verfügbar. Kostet 40 Pfund. Wie es sich herausstellte, kostet der angebotene und dann gebuchte A3 in seiner übellaunigsten Basis-Ausstattung 40 Pfund mehr. Nicht 40 gesamt, sondern gesamt 70 Pfund. Die Kreditkarte war da bereit im Lesegerät. Der Kunde müde und zu stolz, um jetzt geizig zurück zu treten.

Nehme ich eben einen A3 für 70 Pfund.

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Die Kontrolle des Fahrzeuges, vor dem Verlassen des Platzes, obligatorisch. Alle Felgen verschrammt. Am Stoßfänger unter dem Kofferraumdeckel drei tiefe Schrammen. Im Dämmerlicht der spärlichen Beleuchtung musste die Taschenlampe des iPhone helfen. Die Schrammen im Dunklen kaum zu erkennen. Wer sich mit dem Licht des Parkplatzes zufrieden geben muss, wird leicht etwas übersehen.

Ob wir die Schrammen der Felgen vermerken müssten? Meine Frage wurde verneint. Ich bestand dennoch darauf. Der Mitarbeiter von AVIS notierte meine Beanstandungen.

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30 Meilen später, die Ankunft am Hotel. Dunkle Nacht, das erste Mal mit einem Rechtslenker im Linksverkehr. War spannend. Erforderte durchaus ein wenig Konzentration. Aber, alles gut. Hätte der A3 nicht die mickrigen Halogen-Leuchten der Buchhalter-Ausstattung gehabt, man hätte sich noch ein wenig sicherer auf dem Weg gefühlt. Aber gut. Angekommen am Hotel. Spät in der Nacht. Ein wenig Schlaf und dann auf zum Termin.

Der Ekel trifft zum Frühstück ein
Bei Tageslicht offenbart der gemietete A3 seine ganze Pracht.

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Dass der A3 überzogen von Wasserflecken war, im Dunklen fiel das gar nicht so auf. Im Hellen wirkte es ungepflegt. Aber hey. Sowas kommt vor. Einsteigen von rechts, bei Tageslicht. Ekel macht sich breit. Der Wunsch, sofort die Hände zu waschen. Und was ist das eigentlich für eine Bio-Restmasse, die da am Türgriff klebt? Die verklebte Mittelkonsole? Klar, da hat mal jemand eine Cola sprudeln lassen. Das eigene Handy legt man lieber nicht in diesen Siff. Und was sind das für braune Spuren am Lenkrad. Nicht darüber nachdenken.

Der Termin naht. Das AUDI-Navigationssystem blamiert sich bei der Routenführung, dank Google-Maps im Smartphone gibt es dennoch ein glückliches Ende.

Auf dem Rückweg zum Flughafen findet das Navi eine Tankstelle, die es nicht mehr gibt. Also wieder der Griff zum Handy. Auftanken. Beim Stichwort Tanken fällt mir ein: Ich bin ja bereits mit AVIS auf die NASE gefallen. Warum also hatte ich wieder bei AVIS reserviert? Vermutlich, weil es während des Online-Buchungsvorganges zum Flugticket angeboten wurde. Per Klick, nicht viel nachdenken – noch nicht einmal die Preise vergleichen. Einfach das Angebot von AVIS angenommen und über die Flug-Ticket-Buchung mit abgewickelt. War so schön einfach. Hier kommt der Tipp, der vom letzten Mal herrührt: Nicht die „Tank-Option“ mitbuchen. Die lohnt sich nur, wenn der Tank komplett leer gefahren wurde. Denn es wird nicht „nichts“ berechnet, sondern immer eine ganze Tankfüllung. Eine ganze Tankfüllung. Ja, auch wenn der Tank nur zu 1/4 leer gefahren wurde.

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Oh my Dear

Bei der Abgabe das entsetzte Gesicht der AVIS-Mitarbeiterin. Laienschauspiel und ein süßer Aufruf! „Oh my dear, what happend to the Wheels?“

Da dämmert mir, wie sinnvoll es war, die Schäden an den Felgen notieren zu lassen. Wenngleich der Schaden, nach Auskunft der AVIS-Mitarbeiter 16 Stunden zuvor, kaum der Rede wert war und man sowas eigentlich nicht notieren müsse.

Gut, das ich es tat. Sonst hätte ich vermutlich auch noch vier neue Leichtmetallräder bezahlt. Stattdessen habe ich mich in den Ekel-A3 gesetzt und den viel zu teuer bezahlt. Denn das „Super-Upgrade Angebot“ war ein Bauernfang. Ein Blick auf die Webseite der Lufthansa verrät: 37 Pfund hätte ein Automatik-Premiumkompakter gekostet, nicht 70, nein 37 Pfund. Bei Buchung online über die Lufthansa-Webseite.

Avis?
Besser nicht !

Zur Erläuterung:

Natürlich habe ich mich sofort nach Erkennen des „Ekel-Zustandes“ bei AVIS gemeldet. Aber Termindruck und 30 Meilen zwischen Hotel und AVIS-Mietstation zwingen zum „Aussitzen“. Und nein, im Dunklen war es nicht zu erkennen. Und nein, ich bin kein Billigheimer, der „Online-Schnäppchen“ sucht und dann meckert, wenn die Teppiche mal dreckig sind oder das Auto außen nicht gewaschen. Nein, was hier lief, war eine Abzocke mit Methode und ein Mietwagen, der vermutlich nur im Dunklen an Touristen vermietet wird. Sorry AVIS – aber das war schlicht eine Frechheit …

News: BMW i3 Mister Porter – „Wenn´s schee mocht?!“

BMW zeigt auf dem Autosalon in Genf in diesem Jahr nicht nur den Hybrid-Sportwagen i8 in einem exklusiven Trimm, sondern auch die kleinere i-Variante als Limited Edition. Der BMW i3 Mr Porter stellt eine Kooperation des Internet-Luxusportals mit dem bayerischen Autobauer dar, die auf die Tugenden eines Gentleman abzielt. Wie sich das ausgestaltet, sieht man entweder bei uns oder in Genf. Read more