Nur gucken, nicht anfassen? Nicht mit Mazda

Mazda setzt neuerdings auf einen flexiblen Pop-Up-Stand, der an beliebten, stark frequentierten Standorten zum Einsatz kommen soll. Warum? Die Japaner wollen eine beeindruckende Präsentation der Markenwerte – also Design, Technologie und Fahrspaß – in einer neuen Strategie an den Mann und die Frau bringen. Teil diese Ausrichtung ist auch eine neue Messestrategie, die ihren Fokus auf Veranstaltungen ohne Auto-Ausrichtung legt. Das wollen wir uns doch einmal genauer ansehen.

Einfach mal über den Tellerrand blicken

Mazda startet mit dem neuen Konzept aber nicht einfach auf blauen Dunst (der bei den heutigen Abgasnormen eh nicht aus den Endrohren kommt – aber das nur am Rande), sondern baut auf Erfahrungen. 2017 installierte der Autobauer bereits zwei temporäre Pop-Up-Lounges in Düsseldorf und Berlin, mitten in den Innenstädten. Nun wolle man den „nächsten Schritt“ gehen und direkt auf potentielle Kunden zugehen. „Überraschend anders“ ist eine weitere diese Formulierungen, die man im Zusammenhang damit in den Augen der Mazda-Marketingexperten aufblitzen sieht.

Das neue Präsentationskonzept stellt einen flexiblen Pop-Up-Stand an lebendigen Orten mit hoher Publikumsfrequenz in den Fokus. Damit streben die Japaner einen etwas anderen Auftritt an, der nicht nur neugierig macht, sondern auch passend auf den neuen Mazda 3 ausgerichtet ist. Zudem wird die brandneue, zukunftweisende Skyactiv-X-Technologie vorgestellt. Nicht zu vergessen natürlich: Das 30-jähriges Jubiläum des Kult-Roadsters Mazda MX-5.

Der Mazda Pop-Up-Stand

Auf Kundenfang möchte man mit einem Stand aus mehreren Elementen gehen, der auf verschiedenen Events genetzt wird. Natürlich will man so ein Millionenpublikum erreichen. Und wenn man sich die Frankfurter Fußgängerzone an einem sonnigen Frühsommertag vorstellt, dann ist diese Vorstellung nicht weit weg von der Realität.

Der Mazda MX-5 feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum

Darüber hinaus will Mazda auf Sport- und Musikveranstaltungen aktiv werden und nicht nur Einkaufsstraßen belagern. Auch Stadtfeste seien in Planung. Und genau hier stellt sich die Frage: Kennt man diesen Ansatz nicht schon? Der verkaufsoffene Sonntag mit Autoschau in der nächsten Kleinstadt? Klingelt es da? Mazda geht diesen Weg, erweitert ihn aber um den hochwertigen Stand, der genauso wie der Innenraum eines Mazdas wirken soll – hochwertig. So kommen die Japaner zu ihrer Zielgruppe und nicht umgekehrt.

IAA in Frankfurt, Autosalon in Paris? Leider nein!

Neben diesen Standorten möchte Mazda auch auf Messen angreifen – nur eben nicht auf Automessen. Seit 2014 sind die Japaner bereits auf der photokina in Köln sowie auf der IFA in Berlin vertreten und sammeln hier gute Erfahrungen. Besonders attraktiv wird hier das Publikum wahrgenommen: Jung, technikaffin und modebewusst.

So soll der Pop-Up-Stand von Mazda aussehen. Als Skizze schon mal nicht schlecht.

Einen eher klassischen Ansatz verfolgt Mazda mit der Unterstützung von Mazda-Händlern bei regionalen Aktivitäten. Auch hier soll ein intensiverer Austausch mit lokalen Interessenten fokussiert werden und die Marke vor Ort verankern. Dabei soll eine kleinere Variante des Mazda Pop-Up-Standes genutzt werden.

Die großen Automessen lässt Mazda in der aktuellen Strategie hingegen aus und konzentriert sich auf nur noch eine wichtige Messe je Kontinent. Entsprechend wird man Mazda auf der IAA 2019 vergeblich suchen. Die Japaner werden, was Europa anbelangt, nur auf dem Genfer Automobilsalon von 7. bis 17. März zu sehen sein. Dort wolle man aber mit einer Weltpremiere glänzen. Man darf gespannt sein.

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Auto Blog of the Year 2014

Nein, ich habe nicht mitgemacht. Nein, ich fand die Idee am Anfang nicht gut. Nein, ich habe nicht abgestimmt. Aber manchmal wird am Ende eben alles gut. So wie bei der Wahl zum „Auto Blog of the Year 2014“ von der directline Versicherung.

Auto Blog of the Year 2014

Warum habe ich nicht mitgemacht?

Diese Art von Wahl empfand ich bereits im letzten Jahr als schrecklich oberflächlichen Linkbait.  Der Versicherer „directline“ agiert hierbei mit den klassischen Werkzeugen des Online-Marketings und verleiht drei dotierte Preise für den „Auto Blog des Jahres“  (warum muss es eigentlich ein „of the Year“ sein?).  In Summe sind es 3.500 € die an die Blogger überwiesen werden die gewonnen haben. 2.000 € für den Ersten, 1.000 für den Zweiten und der Dritte bekommt noch 500 €. Eine erschreckend geringe Summe für die Aufmerksamkeit die man damit erreichen wollte. (Und nun auch erreicht hat.) Erst einmal werden dutzende von Autoblogs nominiert und am Ende sollen die nominierten ihre Fans zur Wahl motivieren. Viele nominierte Blogs – am Ende waren es 15 Finalisten – ergeben viele Artikel über diese Wahl. Das Preisgeld motiviert die Blog-Inhaber gleich mehrfach auf ihre Teilnahme hinzuweisen. Egal – die Methodik ist so simpel, da fühle ich mich einfach beleidigt. Und auf der anderen Seite dachte ich mir, nachdem ab zu sehen war wer sich um diesen Titel bemüht, dass hier nun wirklich viele „Privat-Blogs“ dabei sind. Blogs die als Hobby betrieben werden. Da sollten Profi-Blogs erst gar nicht mehr dabei sein.

Und wie es der Juror von motor-talk ausdrückte: Viele der Auto-Blogs agieren kaum noch als Blog. Bingo! Auch ich sehe „autohub.de“ kaum noch als Blog. Ein Magazin trifft es in Aufmachung, Menge der Artikel und Tiefe doch viel eher. Die ganz persönliche Note versuche ich diesem „Blog“  nicht abzugewöhnen, aber ein wenig mehr Abstand tut den Artikeln vermutlich gut.

Da war für mich klar: Ich beteilige mich nicht an dieser Blog-Wahl zum Autoblog des Jahres 2014. 

Jetzt stehen die Gewinner fest. Okay, eigentlich seit gestern 12h (5.6.) stehen die Gewinner fest und ich freue mich für die Gewinner. Denn was ich am Anfang nicht glauben wollte, ist nun doch passiert. Blog of the Year ist ein Auto-Blog geworden, dass ich selbst auch wirklich als Blog bezeichnen würde – ebenso der zweite Platz. Und auch bei der Bronze-Medallie freue ich mich. Lange Rede – hier die Sieger im Überblick:

  1. Fusselblog von Bernd Frank
  2. Sandmanns Welt von Jens Tanz
  3. Mercedes-Benz Passion Blog von Markus Jordan und Philipp Deppe

 

Am Ende wurde aus dieser Farce ein echter „Award“ – auch wenn ich noch immer nicht verstehe, weswegen es der „Auto Blog of the Year“ sein muss. Auto-Blog des Jahres wäre auch verständlich gewesen. Ganz egal. Glückwunsch an die Gewinner! Ihr seid auch für mich, ganz besondere Autoblogs!

Interessant ist die Tatsache, dass der Mercedes-Benz Passion Blog zum zweiten Mal in Folge auf das Treppchen kam. Im letzten Jahr gewann man den Award sogar. In diesem Jahr haben die beiden Mercedes-Experten das eigene Publikum anscheinend nicht genug motivieren können.

 

24h: Das Quali-Rennen am Nürburgring – Mit Galerie

Das 24-Stunden Rennen am Nürburgring hat Nachwuchs bekommen: an diesem Wochenende wird der „kleine Bruder“ des 24h-Rennens, das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen Nürburgring, zum ersten Mal ausgetragen.

Noch 74 Tage stehen den Teams  und Fahrern bis zum Langstreckenklassiker zur Verfügung. Für viele ist das sechsstündige Rennen ein wichtiger Teil ihrer Vorbereitung.

Das Qualifikationsrennen bietet den Piloten Möglichkeiten, die sie sonst nicht so einfach bekommen. Viele freuen sich über die Chance, einige Runden bei Dunkelheit drehen zu  können. Wie zum Beispiel Maximilian Götz, der im Mercedes SLS für das Team HTP  Motorsport an den Start geht: „Wir erwarten heute und morgen Mischbedingungen, zusammen mit dem Nachttraining ist das eine gute Vorbereitung für das 24h-Rennen.“ Auch für Rennleiter Walter Hornung ist diese Möglichkeit ein klarer Vorteil im Gegensatz  zu anderen Veranstaltungen auf der Nordschleife:

„Wir können bis 21:20 Uhr fahren und die Piloten sind somit etwa eine Stunde im Dunkeln unterwegs und können sich an die Lichtverhältnisse gewöhnen.“

Insgesamt haben sich 53 Fahrzeuge für das sechsstündige Rennen angemeldet. „Mit dieser Zahl sind wir bei so einem Debütrennen schon zufrieden“, erklärt Hornung. Bei den Piloten stößt die Teilnehmerzahl auf meist positive Resonanz. „Ich freue mich, dass wir hier auf eine recht freie Strecke treffen“, so Richard Westbrook. „So kann ich mich auch auf die Verbesserung des Fahrzeugs konzentrieren und nicht nur darauf, heil durch den Verkehr zu kommen.“ Zudem stehen den Teams an den beiden Veranstaltungstagen insgesamt über zehn Stunden Fahrzeit auf der gleichen Streckenvariante zur Verfügung, die auch beim 24h-Rennen gefahren wird.

Was man sonst noch so wissen sollte, zum 24h-Pre-Quali-Rennen am Nürburgring:

Medien-Stunt: Große Aufmerksamkeit zieht der Start von Felix Baumgartner auf sich. Der Mann der durch die Stratosphäre sprang wird auf dem Audi R8 GT 3 LMS ultra zusammen mit Profis wie Marco Werner, Frank Biela und Pierre Kaffer starten. Sein erstes Training am Ring brachte ernüchternde Zeiten zu Tage.

Felix Baumgartner

 

Ohne den Dicken: Auch wenn Olaf Manthey während der gestrigen PK noch mit „fiesen“ journalistischen Mitteln in die Zange genommen wurde (sic!) – es gab keine neuen Infos und es wird ganz sicher keinen Einsatz „des Dicken“ beim 24h-Rennen im Juni geben. Olaf Manthey erklärte hierzu, wie viele offene Projekte es im Rennstall Manthey derzeit gibt. Die Fans werden also ohne den legendären 911 von Manthey auskommen müssen. Als Beruhigungsmittel hatte Olaf noch die Botschaft dabei:

Der Nürburgring ist als schwierigste Rennstrecke der Welt unverändert eine große Herausforderung für uns.

Olaf Manthey

Olaf Manthey PK 24h pre

 

Vierrad kann er auch: Alex Hofmann startet in diesem Jahr auf einem BMW M235i in das 24h-Rennen. Es ist sein vierter Start bei den 24h in der Eifel und schwärmt von der Leidenschaft 24-Stunden Rennen. Es ist ein Leidenschaft und pures Adrenalin. Im letzten Jahr wurde er auf einem Kissling Opel Astra Zweiter in seiner Klasse, dieses Jahr will er auf den mit Dunlop Rennslicks ausgerüsteten Cup-BMWs den Klassensieg schaffen. Ich drücke ihm die Daumen. Während des 24h-Rennens wird Alex aus dem Auto heraus für Sport1 mit Live-Kommentaren für die Zuschauer da sein!

BMW m235i cup 24h pre

 

Weitere Fotos vom Training am ersten Tag:

 

 

AMG-Chef Ola Källenius wird Leiter des Pkw-Vertriebs von Mercedes-Benz

Dr. Joachim Schmidt, Leiter Vertrieb und Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, hat entschieden, nach über 34 Dienstjahren mit Vollendung seines 65. Lebensjahres seine Aufgabe zum 1. Oktober 2013 in jüngere Hände zu übergeben. Als seinen Nachfolger hat der Vorstand der Daimler AG den derzeitigen AMG-Chef Ola Källenius benannt. Dr. Joachim Schmidt wird Ola Källenius bis Ende 2013 in dessen neue Aufgabe einführen und ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Dr. Joachim Schmidt ist seit über 20 Jahren in verschiedenen Leitungsfunktionen in Vertrieb und Marketing tätig und seit Oktober 2009 Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, verantwortlich für Vertrieb und Marketing. Im Rahmen dieser Funktion ist er auch für die Führung der weltweiten Ländergesellschaften sowie des Executive Committee Sales & Marketing zuständig, welches aus den Sparten Pkw, Transporter und Lkw besteht.

Der Vorstand bedankt sich bei Dr. Joachim Schmidt für seine langjährige, erfolgreiche Arbeit. Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars:

„Joachim Schmidt versteht und verkörpert Mercedes-Benz wie kaum ein anderer. Unter seiner Führung eroberte die Marke viele neue Regionen und begeisterte ihre Kunden mit ihren traditionellen Stärken. Er hat Vertrieb und Marketing neu ausgerichtet und damit zentrale Weichen gestellt, die Mercedes-Benz in ein neues Zeitalter bringen werden.“

Unter Joachim Schmidts Verantwortung erschloss die Marke mit dem Stern wichtige neue Wachstumsregionen und machte massive Fortschritte bei Qualität und Kundenzufriedenheit. Joachim Schmidt war wesentlich mitverantwortlich für die größte Produktoffensive der Unternehmensgeschichte und öffnete damit Mercedes-Benz auch für neue, jüngere Zielgruppen. Er entwickelte mit der Initiative „Best Customer Experience“ den Vertrieb der Zukunft und stellte die Weichen in Vertrieb und Marketing für die Wachstumsoffensive Mercedes-Benz 2020.

13A906Joachim Schmidt wurde am 7. September 1948 in Sindelfingen geboren. Er studierte Mathematik an der Universität Stuttgart, wo er 1976 zum Dr. rer. nat. promovierte. Er stieg 1979 in die damalige Daimler-Benz AG ein, arbeitete zunächst in der Pkw-Entwicklung und danach über 20 Jahre in verschiedenen Leitungsfunktionen in Vertrieb und Marketing.

Ola Källenius als Nachfolger von Dr. Joachim Schmidt besitzt nicht zuletzt durch seine Aufgabe als Leiter der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH umfassende Kenntnisse des Mercedes-Benz Produktportfolios sowie der Daimler Vertriebsstrukturen. Dr. Dieter Zetsche: „Mit Ola Källenius übernimmt ein echter Car-Guy das Ruder. Er weiß, wie man eine Marke zum Erfolg führt und kennt sowohl unsere Kunden als auch unsere Organisation bestens. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass AMG die letzten Jahre über zweistellig gewachsen ist und seine Marktführerschaft in vielen Märkten massiv ausbauen konnte. Ich freue mich, dass wir ihn für diese Position gewinnen konnten.“
13A905Ola Källenius (44) leitet seit 1. April 2010 die Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH. Davor war Källenius Werkleiter des Mercedes-Benz Werkes in Tuscaloosa (USA), leitete die
Mercedes-Benz High Performance Engines Ltd. in Brixworth, Großbritannien, und arbeitete bei McLaren Automotive. Bei Daimler in Stuttgart war er davor unter anderem Bereichsleiter des Powertrain-Einkaufs. Der gebürtige Schwede startete seine Laufbahn bei der damaligen Daimler-Benz AG 1993 in der internationalen Nachwuchsgruppe. Sein Studium schloss er an der Stockholm School of Economics und an der Universität St. Gallen ab. Ein Nachfolger für Ola Källenius als Geschäftsführer der Mercedes-AMG GmbH wird demnächst benannt und bekanntgegeben.

Quelle: Mercedes-Benz Presse
Opel ADAM im Interview

Opel ADAM – Interview mit einer Marketing-Expertin

Er hat sich wacker geschlagen im Stadtverkehr von Lissabon, dieser kleine Opel ADAM – aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob der ADAM nicht ein wenig „zuviel“ Marketing abbekommen hat und zu wenig Technik und Innovation.

Opel bemüht sich darum, dem ADAM ein besonders individuelles Gesicht in der Menge zu ermöglichen – eine besonders große Variation an Farben, Dekors und Details lässt die zukünftigen Kunden schon fast vor einer unübersichtlichen Vielzahl von Kombinationen ratlos zurück.

Gut dass mir ein Interviewpartner zu diesem Thema zur Verfügung stand:

Interview mit Katie Purcell Produkt & Marketing Manager ADAM

Katie Purcell - im Interview
Katie Purcell – im Interview

Q: Was hat im Lifestyle der Firma Opel gefehlt, bevor der Opel ADAM vorgestellt wurde und was macht den Unterschied zwischen dem Opel ADAM und dem Opel Corsa aus?

A:  Uns fehlte ein jung wirkendes Stadtmobil, zugleich wollten wir ein Fahrzeug das den besonderen Anspruch an Qualität und Ausstattung erfüllt und so noch nicht am Markt erhältlich ist. Und was den Adam von allen Mitbewerbern unterscheidet, ist die Möglichkeit zur Personalisierung und am Ende ist der Adam einfach aufregender.

Q: Wovon werden die zukünftigen Kunden des Opel ADAM vor allem fasziniert sein?

A: Der ADAM ist für Menschen die in der Stadt leben, Modebewusst sind, modern und poppig leben.  Der ADAM wird Menschen begeistern die mit ihrem Auto auch ihre Lebenshaltung zum Ausdruck bringen möchten. Mit dem ADAM bekommen diese Menschen die Möglichkeit, den eigenen Lebenswandel zum Ausdruck zu bringen und maximale Individualität zu verkörpern.  Aber zugleich bekommen die Kunden ein Fahrzeug, dass mit echten inneren Werten ausgerüstet ist.

Q:  Was denken Sie, wie alt wird der durchschnittliche Opel ADAM Fahrer sein?

A: Ich glaube nicht, dass wir den Kunden anhand seines Alters ausfindig machen können.  Es geht mehr um Ihre Einstellung, um ihre Werte und einen fortschrittlichen Lebenswandel. 

Q: Okay, was denken Sie – aus welchen Berufszweigen werden die Kunden des Opel ADAM kommen?

A: Auch hier – ich denke es ist schwer den zukünftigen Opel ADAM Fahrer anhand eines Berufs, eines Alters, des Geschlechts oder des Einkommens zu definieren. 

Q:  Das klingt für mich ein wenig so, als wären Sie sich nicht 100% sicher darüber, wer den Opel ADAM nun kaufen wird. 

A: Doch – wir sind uns sogar sehr sicher, wen wir ansprechen – aber es geht in dieser Zielgruppe vor allem um ein Wertebild, um eine Lebenseinstellung, um Menschen die bewusst Produkte wählen, die die eigene Einstellung wiederspiegeln.  Wir definieren die Zielgruppe ganz klar nicht nach Alter und Beruf.

Q: Wenn es im Unternehmen kein Controlling geben würde – was wäre als „Gadget“, als Extra, als Serienausstattung in den Wagen gekommen – welche Ausstattung hätten Sie sich gewünscht?  Gibt es irgendwas was sie derzeit vermissen? Abbiegelicht? City-Notbrems-Assistent?

A: Ich denke – im Segment der kleinen Lifestyle-Fahrzeuge ist der Opel ADAM mit allem ausgerüstet, worauf es dem Kunden ankommt.  Es geht um die wichtigen Details  – es geht darum was sich die Kunden in diesem Fahrzeug-Segment wünschen. Hier sind wir perfekt auf die Wünsche ausgerichtet.

Q: Welche 3 Song-Titel passen perfekt zum Opel ADAM? 🙂

A: Robin Williams – Freedom, Eagles – Hotel California, Paul Weller – Wishing on a Star

Vielen Dank für das  nette Gespräch 😉 – (aus dem englischen Übersetzt und ich hoffe der Sinn ist getroffen 🙂 )

 

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KIAs 250€ Scheck – Ohne mich.

Wer publiziert und von anderen Menschen gelesen wird – der ist automatisch interessant. Nicht nur für seine Leser – sondern ab einer kritischen Masse auch für Werbeagenturen und im Internet natürlich für allerhand SEO- und Sonstwas-Agenturen.

Es vergeht kein Tag an dem nicht ein knappes Dutzend an Anfragen in das elektronische Postfach trudelt. Zu einem großen Teil geht es um simple Linkbuilding-Anfragen und oftmals um das merkwürdige Angebot, wertigen Text-Content geliefert zu bekommen – wenn man diesen dann nur mit dem eingebundenen Backlink veröffentlicht ist die anfragende Seite schon zufrieden. Ja ne – ist klar.

Werbeagenturen

Werbe-Agenturen haben  oft einen zweifelhaften Ruf, das ist nichts was eine besondere Bemerkung verdient hätte. Doch manchmal zweifel ich wirklich an diesen so genannten Agenturen. Über die merkwürdigen Sitten von reinen social media Agenturen habe ich ja bereits geschrieben (klick hier) und dieses Mal durfte ich meine Erfahrung mit einer Agentur im Auftrag von KIA Motors Deutschland machen.

Aufgabe war: „Facebook-Seite, Aktion, irgendwas mit Fußball“ bekannt machen. So etwas subsummiert man unter dem Begriff des Advertorials – sprich man schreibt darüber, weil auf der anderen Seite jemand mit dem Scheck wedelt. Das ist nicht verwerflich – im Gegenteil, für 90% der Blogs ist es das tägliche Brot. Denn nur so kann man seinem Blog-Thema ungetrübt nachgehen. Für Freizeit-Blogger und Hobby-Texter ist das Advertorial ein nettes Zubrot, für Menschen die von der Online-Tätigkeit leben ist es einfach eine notwendige Einnahme-Quelle.

250€ gehen mir nun durch die Lappen – weil ich eben nicht über dieses Kia-Facebook Dingens schreibe und keinen Link auf die zu bewerbende Aktion setze. Und warum tue ich das nicht? Ganz simpel: 

Nach 17 eMails im Online-Spiel „Mail PingPong“ ist mir der Geduldsfaden mit dem schlechten Kampagnen-Briefing gerissen. Alles musste ich meinem Gegenüber aus der virtuellen Nase ziehen – um danach zu erfahren: Bezahlt wird erst – wenn die Kampagne von allen ausgeführt wurde. Was so viel bedeutet wie: Zahlungsziel unbekannt.

Ernsthaft? Ich habe keine Ahnung welcher Selbstständige so arbeitet – laut der Agentur die für die KIA dieses hippe „Content-Marketing“  durchführen sollte – wäre das in der Branche normal. Nun denn. Entweder bin ich in einer anderen Branche – oder ich habe noch nie mein Geld damit verdient, denn bei mir läuft das so:

  1. Anfrage
  2. Übereinkunft
  3. Leistung
  4. Rechnung
  5. Geldeingang
  6. Beitrag online
  7. Ende

Und nicht anders. Wäre ja noch schöner – Awareness herstellen und dann abwarten und irgendwann wird die Leistung entlohnt – zumal wenn kein Zahlungsziel genannt werden kann.  Das muss ich morgen früh mal in meiner Bäckerei versuchen. Hallo, ich hätte gerne 10 Brötchen nach „meinem Rezept“ und ich hole die Morgen ab – aber ich habe keine Ahnung wann ich die bezahlen kann … 

 

Lustigerweise ist das im Zusammenspiel mit KIA gleich der zweite Reinfall.

Was Apple kann, kann BMW schon lang‘?

Es gibt eine interessante Presse-Meldung von BMW. Leider, wie so oft bei Premium-Marken mit extremen Lifestyle-Anspruch, geht es nur noch am Rande um das Kern-Produkt – sondern viel mehr um den „Life Style“ darum herum:

„Brand Store bietet mit Product Genius den Future Retail“

Gesundheit!

Brand Store, Product Genius und Future Retail? Verstehen Sie auch nur noch „Katholischer Hauptbahnhof“? Nach der „modernden“ Ausstattungslinie dürfte dieses Fremdländisch klingenden Marketing-Geblubber, nicht nur AutoBild Redakteuren die Fußnägel nach oben rollen.

Okay – worum geht es hier eigentlich?

Im Prinzip möchte BMW das Konzept der Apple-Stores umsetzen. Das bedeutet so viel wie: Lifestyle vor Produkt. Denn auch in einem Apple-Store wird nicht in erster Linie ein Produkt verkauft, sondern ein Lebensgefühl. Was bei einem viel zu teuren MP3 noch funktioniert hat, wird bei den Smartphones derzeit schon schwieriger. Denn jedes funktionierende Konzept findet seine Nachahmer.

Apple gelingt es jedoch, wie keiner anderen Marke zuvor, mit einem Ladenkonzept das zu den eigenen Produkten passt, nicht nur Elektronik-Geräte zu verkaufen, sondern eine Weltanschauung. Einen Lebens-Stil. Ein Lebensgefühl. Und weil man Luxus leichter verkaufen kann, wenn das „drumherum“ passt – funktionieren die Apple-Stores so perfekt. Hier befruchten sich Produkt-Design und Bubble-Store in Perfektion.

Das zu kopieren ist nicht unbedingt innovativ – aber durchaus verständlich.

Und mit den „Brand Stores“ will BMW nun genau das tun. 

Das Pressesprech‘ der BMW-Group (ist das Unternehmen eigentlich noch deutsch?) führt 3 Ziele aus:

  • Die Anzahl der möglichen Kontaktpunkte mit Kunden und Interessenten soll erhöht werden.
  • Die Services und Vorteile der Einzelhandelskanäle werden ausgebaut.
  • Das Kundenerlebnis im Handel, soll in allen Facetten verbessert werden.

Wenn man davon absieht das man, eine derart geschwurbelte Denglisch-Pressemeldung (Anmerkung: Nein, ich meine nicht die Bimmer-Today Meldung an sich, sondern das Original der BMW-Presse, das aber wie immer nur von Drittklassigen Medien im Original verwendet wurde und von mir deswegen nicht mit einem Link geehrt wird!) vermutlich nur im Koksrausch verfassen kann, verdienen diese 3 „Key-Facts“ doch eine besondere Aufmerksamkeit.

 

„Die Anzahl der möglichen Kontaktpunkte mit Kunden und Interessenten sollen erhöht werden.“

Hier würde es in meinen Augen einen Prunk-Bau in den Luxus-Vierteln der Jet-Set Städte nicht benötigen. Einfach zuhören und kommunizieren sollte da ausreichen und so wie ich das erlebe, ist BMW sowohl in der Offline-Kommunikation per Telefon und Post, ebenso bemüht, wie online auf Facebook. Hier würde es bereits helfen, jedem BMW-Händler eine Facebook- / und Socialmedia Kommunikations-Kultur zu indoktrinieren.  Und wenn dann in den klassischen Verkaufsräumen, Verkäufer vor Ort sind, die mit Rat und Tat zur Seite stehen – dann ist das Ziel weder komplex, noch besonders schwer zu erreichen. Und einen Eispalast zur Selbstbeweihräucherung in der Marketingsprech-Nachhilfe-Stunde bräuchte es nicht.

 

„Die Services und Vorteile der Einzelhandelskanäle werden ausgebaut.“

Worauf dieser Satz abzielt? Keine Ahnung. Ganz ehrlich, ich habe keinen blassen Dunst, was dieser Satz ausdrücken soll. War der Service bisher eingeschränkt? Hatten die BMW-Händler bis dato nur beschränkte Vorteile zu bieten? Gegenüber wem? Bietet AMAZON nun BMW-Neuwagen an? Nein – beim besten Versuch und Willen, den Sinn will ich nicht finden.

 

„Das Kundenerlebnis im Handel, soll in allen Facetten verbessert werden. „

Die nächste Phrase, der nächste Bullshit. Das Kundenerlebnis? Wir reden über einzelne „Flagship-Stores“ in den Metropolen der Welt? Wäre es nicht das viel größere Erlebnis, ich würde bei jedem BMW-Händler der Welt, den gleichen kompetenten und freundlichen Service erhalten?  Mir würde es ausreichen, einen Händler vor Ort zu haben, der mich kennt – mich begrüßt und meine Sprache spricht.

Vorzeige-Showrooms zu finanzieren, in dem ich ein per Marketing aufgeplustertes Fahrzeug kaufe, das immer weniger BMW-Herzblut transportiert? Schwierig.

Wobei es ja Hersteller gibt, für die ist dieses Konzept sinnvoll. Ich spreche von Bentley, Rolls Royce, Aston Martin, Ferrari, Lamborghini und McLaren. Aber auch für BMW?

Schwierig. Schwierig. 

Sinnvoller in meiner Weltanschauung wäre das Prinzip: „McDonalds“ für den Automobil-Handel.  Man hat nie weit zu fahren. Man weiß, womit man rechnen kann. Das Angebot ist sofort verfügbar. Die Qualität der Produkte ist überall auf der Welt gleich gut. Das Personal ist freundlich und kennt sich mit den eigenen Produkten aus. Man bietet an vielen Orten der Welt, die gleiche Dienstleistung. Jeder Händler ist sofort zu erkennen.  Die Produkte stammen (laut Werbung) aus der Produktion im Vertriebs-Land!  Die Toiletten sind sauber und aufgeräumt und wenn ich etwas bestellen will, dann ist ein Ansprechpartner hinter der Theke –

..irgendwie schon mehr als bei manch BMW-Händler heute.

 

Nein – ich fand die Flugzeug-Hangars der Volkswagen und Audi-Händler schon too much – einen Edelpuff-Palast um die Marke zu präsentieren braucht es sicher nicht. Und ob diese Pälaste geeignet sind für die Zukunft bei iBMW?  Ich bin mir nicht sicher!

Bjoern Habegger

Motorjournalismus 1.0

Wenn jemand wissen will, wie Motor-Journalismus noch im Zeitalter der Verlagshäuser funktioniert, der sollte ganz dringenden diesen wirklich feinen Online-Artikel von AutoAid.de lesen. Viel bessern kann man es kaum erklären und auf den Punkt bringen. Es wird am Beispiel der Volkswagen up! Markteinführung schön gezeigt, dass es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Marketing-Budget, Anzeigen und Testergebnissen gibt.

Den entscheidenden Punkt werden Sie im Artikel sich finden.

Schade das auch die von mir noch immer geachtete Auto, Motor und Sport so deutlich betroffen ist. Über das Springer-Blatt „AutoBild“ werde ich mich freilich nicht wundern. Da wundert mich gar nichts.

Auch nicht, wie der Mitsubishi ASX, eines der beliebtesten Fahrzeuge im Kompakt-SUV Segment innerhalb eines Vergleichstest, erschienen in der heutigen Ausgabe, davon gekommen ist. Und das, obwohl die AutoBild selbst des öfteren bereits die vielen Qualitäten den ASX gepriesen hat. Aber so funktioniert es wohl. Schade. Schade. Schade.

Ach, hier der Link zum autoaid-Artikel:

Pressespiegel: Der VW up! – Neuwagen im Kleinstwagen-Test

Aufmerksamkeits-Schmarotzer

Gestern war es wieder einmal soweit. Eine eMail mit dem „Angebot“ voll kostenlos ein Produkt zu testen.

Ich will weder auf die Firma eingehen, noch auf das Produkt. Nur auf diese ätzende Unsitte des gemeinen „Marketing-Parasiten“ und seine  saudumme Art der Aufmerksamkeits-Erschleichung.

Da soll man also was tun? 

Aus welchem Grund auch immer, wurde man ausgesucht, als Empfänger eines Test-Produktes über dieses Produkt zu schreiben. Natürlich soll man sich das Produkt gut anschauen, es testen, ausprobieren, testen und dann – nachdem man das Produkt „getestet“ hat, zurück schicken. Über das „testen“ schreibt man bitte einen Blog-Beitrag. Am besten mit Bildern. Bilder wirken, also am besten viele Bilder vom Testprodukt.

Während man also dankbar das Testprodukt ausprobieren soll (bin ich eigentlich arbeitslos?), vom ganzen Ablauf Bilder machen soll (bin ich unbezahlter Fotograf?), ist das Ziel am Ende die „Erfahrungen“ mit dem Produkt zu verbloggen (bin ich Hirngeschädigt?). Meine Seite. Meine Reichweite. Meine Kamera. Meine Zeit. Meine Meinung. Meine Erfahrung. Meine Glaubwürdigkeit ->  wollt ihr für „umsonst“ haben?

Wo und in  welchem Papier-Handbuch für Marketing-Dummies steht eigentlich diese dämliche Vorgehensweise? 

Euer Produkt – meine Seite. Meine Zeit. Wie bescheuert müssen die Blogger-Kollegen eigentlich sein, die auf derartiges Marketing-Parasitentum hereinfallen?

Blogs, Blogger und andere „ins Internetz schreibende Menschen“ sind nicht grundsätzlich Empfänger von staatlichen Hilfmaßnahmen und daher per se dankbar, wenn der Postbote klingelt und damit der letzte Kontakt zur Außenwelt aufrecht erhalten wird.  Wir sind auch keine Messis die Euren Schrott sammeln wollen.  Wenn ich Euren Mist testen will, dann kaufe ich mir den. Und wer er was taugt, dann schreibe ich darüber. Taugt er nix. Dann schreibe ich eventuell erst Recht darüber. Aber darüber schreiben, weil ihr meine Reichweite wollt? No way!

Kennen wir uns eigentlich? Warum nehme ich mir überhaupt die Zeit diese „Bettel-eMails“ noch zu beantworten? In der Zukunft landet jede eMail die auch nur im Ansatz darauf hinaus führt, sich als Putzerfisch am Wal durch das Marketing-Meer des Internets zu bewegen, im Spam-Ordner. Bämm. Ende. Weg damit. Denn diese Absender sind ja nicht einmal Putzerfischer.

Putzerfische erbringen eine Dienstleistung.

Ihr Marketing-Profis wollt jedoch nur einseitige Deals abschließen – nicht mit „mich“.

Versucht es im nächsten Anlauf mal mit Respekt. Respekt bedeutet auch, die Leistung des anderen zu würdigen. Ende.