Was ist das für 1 Cabrio? Mercedes-Maybach S650 Cabriolet

Bitte! Etwas mehr Contenance! Aber die Frage in der Überschrift scheint berechtigt: Was ist das für ein Cabriolet? Ein S-Klasse Cabriolet? Mit etwas mehr Pomp? Das könnte man so unterschreiben, doch die Realität sieht etwas anders aus. Wie auch bei der Limousine, haben die Macher hinter den Stuttgarter Kulissen Potential für die ausgestorbene Marke Maybach auch beim offenen Luxus-Gleiter gesehen und machen daraus das Mercedes-Maybach S650 Cabriolet. Natürlich gibt es hier nur die feinsten Zutaten in Hülle und Fülle. Das kann man über die zukünftigen Besitzer wohl kaum sagen: Nur 300 Exemplare werden vom Luxus-Cabrio gebaut. Wir schauen einmal auf die Details.

Von außen sehr nah am S-Klasse Cabrio

Exklusive Premiere des Mercedes-Maybach S 650 Cabriolets am Vorabend der LAAS 2016: Exclusive Premiere of the Mercedes-Maybach S 650 Cabriolets at the eve of the LAAS 2016
Sinnliche Klarheit auch beim Mercedes-Maybach S650 Cabriolet

Was darf es sein? Das Beste! Eine Einstellung, die zu kaum einer anderen Marke so gut passt, wie zu Maybach. Entsprechend luxuriös und gediegen geht es in den Fahrzeugen zu. Doch das kann auch schon die Basis, das S-Klasse Cabriolet sehr gut. Beim Mercedes-Maybach S650 Cabriolet wird die „Sinnliche Klarheit“ aufgegriffen und mit fadenscheinig dekadenten Zutaten nochmals gepusht. So findet sich am Maybach ein neuer Stoßfänger, der von reichlich Chrom am gesamten Fahrzeug, Maybach-Emblemen an den Kotflügeln und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen ergänzt wird. Den krönenden Abschluss bildet die Abdeckung des Verdeckkastens, die ein entsprechendes Marken-Signet trägt. Wohl eine Frage der Zeit, bis Tuner diese Ideen nachahmen.

Innen ist alles im Fluss

Im Interieur setzen die Schwaben beim Mercedes-Maybach S650 Cabriolet auf maritimes Flair – genauer: auf Yacht-Look. Hier ist nahezu jeder Quadrat-Zentimeter mit feinstem Leder ausgeschlagen und soll den Fluss der Linien in den Fokus setzen. Das zeigt sich besonders an den Sitzen, in die ein perforierter Wasserfall eingesteppt ist. Eingerahmt wird dies von einem Keder im Stil eines Budapester-Schuhs. Seine Abrundung findet das mehr als nur noble Ambiente in entsprechenden Zierteilen, die in ihrer Farbgebung und Maserung an die gewählte Leder-Ausstattung angepasst werden. Und hier zeigt sich, dass man Stil nicht kaufen kann, schließlich ist bei den Farbkombinationen von Pastellgelb/Schwarz bis Porzellan/Sattelbraun Vieles erhältlich.

Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet, Interior, Fluss der Linien, Rautensteppung ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 272 g/km Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet, interior , flowing lines, outer diamond quilting; Fuel consumption combined: 12,0 l/100 km; Combined CO2 emissions: 272 g/km
Wasserfall-artige Steppungen sollen alles im Fluss halten

Im Grundpreis von 300.000 Euro Netto sind aber noch ein paar nette Gimmicks enthalten. Dazu zählt etwa das exklusive Reisetaschen-Set, das in derselben Leder-Farbkombination gestaltet wird, wie die Innenausstattung. Zudem gibt es ein Car-Cover, das nicht nur eine hübsche Rautensteppung aufweist, sondern dieselbe Farbe trägt, wie das Stoffverdeck des Mercedes-Maybach S650 Cabriolet. Nicht auszudenken, wenn dieses Zubehör-Produkt beispielsweise schlicht schwarz wäre…

Auf 300 Exemplare limitiert: Neues Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet: Ultimative Open-Air-Exklusivität
Leder soweit das Auge reicht

Die Freude am Überfluss

Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet Studioaufnahme Exterior, exklusives Reisetaschen-Set "THE AFFINITY" ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 272 g/km Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet studio shot, exclusive travel luggage set "THE AFFINITY"; Fuel consumption combined: 12,0 l/100 km; Combined CO2 emissions: 272 g/km
Das Reisetaschen-Set ist inklusive

Kommen wird zum Highlight des Maybach – dem Aggregat. Der V12 leistet 630 PS und ist damit kein Kind von Traurigkeit. Das zeigen allein schon die Fahrleistungen. Auf 100 km/h geht es in 4,1 Sekunden, Schluss mit lustig ist es bei politisch korrekten 250 km/h. Hier wird der Gang zum Haus- und Hof-Veredler sicherlich mehr versprechen. Aber das zeichnet das Mercedes-Maybach S650 Cabriolet gar nicht aus, sondern viel mehr sein Drehmoment. 1.000 ist nicht etwa die Kubik-Zentimeter-Angabe für zwei Brennräume des 6.0 Liter V12. Nein! Der V12 liefert 1.000 Nm direkt an die Hinterräder! Gedrosselt, versteht sich. Mehr würde die 7G-Tronic nicht verkraften. Und so kann man locker-flockig über die Flaniermeilen dieser Welt cruisen, mit dem Wissen, dass jeden Moment Kraft im Überfluss bereitsteht. Ein Attribut, das gut zu einem Maybach passt.

Was ist das für 1 AUTO bloß?!!!??!

Wenn man Visionen hat, soll man zum Arzt gehen. Ein dummer Spruch. Wer die Welt verändern will, der braucht Visionen. Gut, nicht unbedingt die Vision 6 von Mercedes-Maybach, aber das wäre dann auch ein gänzlich anderes Problem. Willkommen zu „Was ist das für 1 Auto bloß?!!!?!“

VISION Mercedes-Maybach 6

Knapp sechs Meter lang, zwei Türen, endlose Motorhaube, Stummel-Po und fiese LED-Schlitze als Scheinwerfer, dazu eingelackt in einen erotischen roten Farbton mit leckerer Tiefenwirkung und viel, viel Brillanz-Wirkung. Man könnte sich vor den massiven Kühlergrill knien, sich verliebt hypnotisieren lassen oder schlicht auf dem Absatz kehrt machen. Der bereits in Pebble Beach präsentierte „VISION Mercedes-Maybach 6“ polarisiert. Wäre er schwarz lackiert, er wäre der Dienstwagen von Film-Bösewichten, in weiß die passende Kutsche für Schneewitchen 2052. Oder in einem matten grau die Raumlandefähre von Darth Vader. Das von Mercedes-Benz arg strapazierte Bild von „heiß und kalt“, von Technik und Erotik, von „sinnlicher Klarheit“, wir wollen es auf jeden Fall vermeiden. Dieses Auto ist maximal pörnos, auch wenn die Brücke zur Maybach-Historie arg gestrickt und wenig belastbar wirkt.

Natürlich ist der VISION Mercedes-Maybach 6 rein elektrisch angetrieben. Natürlich maximal performt. 750 PS und Allradantrieb. Vier Sekunden auf 100, Tempo 250 rein elektrisch. 500 Kilometer Reichweite. Beliebige Zahlen lassen sich einsetzen, denn um die reine Machbarkeit geht es einfach nicht. Es ist Designer-Pornographie und Handwerk. Es ist das: „Was wäre, wenn..“, das man in Blech formt. Ohne Gedanken an Restfederweg, Crash – und Knautschzonen oder Machbarkeits-Studien – völlig egal, was auf dem Datenblatt steht. Der rote Lack soll verführen. Die lange Form weckt Phallus-Gelüste und nur asexuelle Wesen würden sich gelangweilt umdrehen.

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

 

 

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

 

 

Mercedes-Benz Premieren in Genf 2015

Vom „brummen“ und „summen“. Oder: Wie ein einzelner Konzern die komplette Bandbreite automobiler Klangfarben spielt.

Dieser Automobil-Salon in Genf ist eine Wohltat. Relativ überschaubar in seiner Größe, bietet er dennoch alle wichtigen Neuheiten des Automobil-Jahres an. Für Auto-Fans, die sich nur schnell mal einen Überblick über die Trends und Modelle der Zukunft verschaffen wollen, würde es sogar ausreichen, nur einen Hersteller in Genf zu besuchen: Mercedes-Benz.

Oh Gott – ich höre sie stöhnen. Dieser Auto-Blogger, der war doch von Mercedes-Benz auf diesen Besuch nach Genf eingeladen worden. Und jetzt, jetzt stimmt er das hohe Loblied an. Gekauft haben sie den, diesen Blogger. Blogger sind ja alle gekauft. Keine Autojournalisten.   Die grummeln doch eh nur stumpf nach, was die Presse-Abteilungen ihnen in die Ohren soufflieren.  Ja. Ja. Und dennoch völlig daneben. Denn die Presse-Konferenz von Mercedes-Benz und auch der Stand der Stuttgarter präsentiert in der Tat genau die enorme Bandbreite an Themen und Modellen, mit denen wir uns die nächsten Jahre beschäftigen werden.

Nun sollte man sich kurz vom Gedanken des „gekauften Bloggers“ trennen und wenigstens eine Sekunde lang eintauchen in die Premieren der Stuttgarter. Dann versteht man auch, warum ich den Auftritt von Mercedes-Benz als extrem gelungen einstufe.

Vom Donnergrollen des GT3 zum stillen Surren der Plug-In Hybride

Der V8 des neuen AMG GT3 füllt mit herzlichem Motorsound die Messe-Halle. Die Presse-Konferenz wird zum Pit-Stop. Rennsport-Profi Bernd Schneider lenkt den brüllenden AMG GT3 auf die Bühne im Palexpo. Rennstrecken-Geruch umweht die PK. Drei, vier Gasstöße lassen den grummelnden Leerlaufsound des 6.2 Liter großen V8-Saugers in ein Donnergrollen erwachsen. Aus der Beifahrerseite entsteigt Dr. Z und eröffnet die PK.

Minuten später Stille. Leise surrt die noch als „Konzept“ titulierte Plug-In Hybrid V-Klasse auf die Bühne. Mit zwei so gegensätzlichen Fahrzeugen hat Mercedes-Benz binnen Minuten die enorme Spannweite der Konzernfähigkeiten bewiesen. Da kann man dann noch kurz über das Google- und über das Apple-Mobil nachdenken. Still. Heimlich. Dabei aufpassen, dass man den Auftritt des neuen S600 Pullmann nicht verpasst. Nun ja, bis die 6.5 Meter lange Limousine auf die Bühne gerollt ist, dauert es ohnehin ein wenig länger.

Nein, wenn man diese Bandbreite sieht: Vom wütend trommelnden V8 im reinrassigen GT-Renner bis hinüber zum lokal emissionsfrei fahrenden Personentransporter, dann sollte auch der letzte Kolumnist aus Berlin verstehen: Autos baut man nicht einfach so. Ideen mögen viele haben, aber wie man Eisen biegt, Fahrwerke konstruiert, die auch bei Tempo 250 sicher sind und wie man Menschen 5-Meter Blech emotional anbietet, das kann man nicht mit der Entwicklung eines  Smartphones vergleichen.

111/ , EUROPA; SCHWEIZ, GENF, Datum: 03.03.2015 08:05:38: Automobilausstellung in Genf 2015 Mercedes Benz Presentation Genf - Robert Kah / imagetrust

Mercedes-AMG GT3

Der neue GT3-Renner aus Affalterbach protzt mit Soundgewalt und potenten Leistungswerten. Unter der Haube steckt jedoch nicht der neue Bi-Turbo V8 des Serien-GT, sondern der technisch gereifte Saugmotor des AMG SLS GT3. Das Mindestgewicht der GT-Klasse von 1.300 Kilogramm würde der AMG GT3 unterbieten. Dafür sorgen Carbon und Leichtbau an allen Ecken. Und auch wenn die Karosserie nun noch einmal derber, maskuliner und übellauniger ausschaut als beim Serien AMG GT, der neue GT3 dürfte zumindest bei den Fahrern und Teams in der Saison 2015 für ein breites Grinsen im Gesicht sorgen.

 

111/ , EUROPA; SCHWEIZ, GENF, Datum: 03.03.2015 08:05:38: Automobilausstellung in Genf 2015 Mercedes Benz Presentation Genf - Robert Kah / imagetrust

Mercedes-Benz e-V-ision Concept

Natürlich kann man Mercedes-Benz einen Vorwurf daraus machen, anderen Herstellern bei der Plug-In Hybrid Technik die Vorreiterrolle überlassen zu haben. Jetzt aber gleich einmal die neue V-Klasse als Plug-In Hybrid zu zeigen – sicher, noch als Konzept bezeichnet – ist doch wieder relativ innovativ. Gerade ein Business-Transporter wie die V-Klasse dürfte als Plug-In Hybrid viele Freunde finden.

Aber auch Familien, die mit der V-Klasse am Wochenende dem Hobby frönen, werden an der lautlosen Wochenend-Tour Gefallen finden. Mercedes spricht von einem 13.5 kWh großen Akkupaket und einer Systemleistung von insgesamt 333 PS. Der ordentlich groß – größer als in der S-Klasse S500 Plug-In Hybrid! – dimensionierte Akkupack soll eine e-Reichweite von bis zu 50 Kilometern ermöglichen. Im NEFZ-Normzyklus kommt die V-Klasse „e“ damit auf 71 Gramm CO2 je Kilometer und einen Verbrauch von unter 3 Litern je 100 Kilometern.

 

111/ , EUROPA; SCHWEIZ, GENF, Datum: 03.03.2015 08:05:38: Automobilausstellung in Genf 2015 Mercedes Benz Presentation Genf - Robert Kah / imagetrust

Mercedes-Maybach S600 Pullmann

Das andere Ende der Skala stellt die 6.5 Meter lange Pullmann-Variante des Mercedes-Maybach S600 dar. Weder sportlich wie ein AMG GT3 noch vernünftig wie eine V-Klasse mit Plug-In, einfach nur dekadent und erschlagend in der Größe.

Natürlich mit Trennscheibe zum Chauffeur. Natürlich mit einer Sitzanlage, bei der bis zu vier Passagiere in der Luxus-Welt gegenüber sitzend über die Fahrbahn schweben. Natürlich später auch in einer gepanzerten Variante erhältlich. Ein Automobil, dessen Zielgruppe irgendwo zwischen afrikanischen Diktatoren, russischen Oligarchen, rotem Teppich in Hollywood und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten liegt.

Bei 4.50 Meter Radstand ist die Parkplatzsuche in der Innenstadt und auch der Besuch des nächsten Parkhauses eher sinnlos. Die 530 PS des V12 Bi-Turbo werden aber vermutlich eh nur leise säuselnd durch das Blitzlichtgewitter von Paparazzis summen. Für die exklusiven Passagiere stehen ein Burmester-Soundsystem und ein elektrisch ausfahrender TV-Bildschirm zur Verfügung, eh klar.

 

111/ , EUROPA; SCHWEIZ, GENF, Datum: 03.03.2015 08:14:53: Automobilausstellung in Genf 2015 - Robert Kah / imagetrust

Mercedes-Benz C350e – Plug-In Hybrid

Die nächste Neuheit in Genf? Nach der Extraportion Sport, der Extraportion Luxus und der Extraportion Vernunft ein Nachschlag zum Thema Alltag. Mit der Plug-In Hybrid-Variante der C-Klasse bringt Mercedes-Benz ein Auto auf den Markt, dessen Sinn im vernünftigen Alltagsbetrieb liegt.

340 Nm und 82 PS, soviel Leistung bietet der Elektromotor des C350e. Damit sind bis zu Tempo 130 rein elektrisch möglich und die Batterie-Kapazität von 6.2 kWh soll eine Reichweite von knapp über 30 Kilometern ermöglichen. Zur E-Power gesellt sich der bekannte 2.0 Liter Turbo-Benziner mit 211 PS.  Im Gegensatz zu den anderen Premieren ist bei dieser Neu-Vorstellung auch der Preis wichtig. Als attraktives T-Modell sind mindestens 52.630 € fällig. Die Limousine liegt bei knapp 51.000 €.

Den Normzyklus NEFZ schafft der C350e mit 2.1 Litern auf 100 Kilometer.

 

211/ , EUROPA; SCHWEIZ, GENF, Datum: 03.03.2015 12:00:00: 85. INTERNATIONALER AUTO SALON in Genf 2015, PALEXPO - Stefan Baldauf / SB-Medien

Mercedes-Benz G500 4×4²

Wir waren nicht dabei, als der G500 4×4² in die Wildnis fuhr. Aber wir haben einen schönen Artikel zum G500 4×4² im Blog. Und demnächst kommen noch ein paar schöne Fotos von Teymur hinzu.

 

211/ , EUROPA; SCHWEIZ, GENF, Datum: 03.03.2015 12:00:00: 85. INTERNATIONALER AUTO SALON in Genf 2015, PALEXPO - Stefan Baldauf / SB-Medien

Mercedes-Benz GLE 450 Coupé

Da tue ich mir ja noch immer schwer. Aber das GLE Coupé erfüllt anscheinend die Wünsche von Autokäufern. Weniger in Wanne-Eickel und auch nicht auf der schwäbischen Alb, aber im nahen und fernen Osten und natürlich in Nord-Amerika. Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn man das GLE Coupé schlicht als Portfolio-Erweiterung betrachtet, dann macht es das gesamte Angebot der Stuttgarter einfach nur noch umfangreicher. Ob er „uns“ dabei gefällt, darum geht es hier nicht.

 

 

 

Okay, aufmerksame Leser haben es bemerkt. Es fehlte dann doch etwas beim Genf-Auftritt von Mercedes-Benz: Etwas kleines, etwas für „jedermann“. Aber dafür hat man bei Mercedes-Benz ja noch die Tochter smart und die Kooperations-Partner von Renault-Nissan und deren Edel-Tochter Infiniti. Und die haben dann den schöneren Mercedes-Benz GLA im Programm .. mehr dazu? Hier klick!

Alle Fotos: S.Baldauf / R.Kah

 

 

 

Erste Fahrt: Mercedes-Maybach S600

Es sind nur 50 Kilogramm mehr an Gewicht, aber immerhin 20 Zentimeter mehr an Länge. Beides beeindruckt mich. Beides sorgt für ein Gefühl der Vollkommenheit, ein Gefühl des Überflusses. Luxus wird darin geformt. Ausgeformt.

Mit dem neuen Mercedes-Maybach S600 öffnet Mercedes-Benz das Kapitel „Luxus-Chauffeurslimousine“ noch einmal. Über den Erfolg der ersten Maybach-Reanimation wollen wir an dieser Stelle nicht mehr philosophieren. Lasst die Toten ruhen. Oder so.

Dieses Mal machen wir alles anders, dieses Mal machen wir alles besser. So wird man es sich gedacht haben im Herzen der Daimler-Zentrale.

„Dieses Auto ist, so wie es hier steht, der Konkurrenz überlegen“.

dr hermann-josepk storp

Zitat: Dr. Storp, Chefingenieur der S-Klasse, Foto aus dem Video-Clip von 5komma6

Erste Fahrt im neuen Mercedes-Maybach S600

Schlaftrunken

Man kennt dieses Gefühl. Ich hoffe, der Leser kennt es, sonst wird es jetzt schwierig. Diese wohlige Schwere. Dieses befriedigte Herunterklappen der Augenlider nach dem vierten Glas Wein, einem langen Flug und langen Tagen voller Arbeit. Man will sich umdrehen, schlafen. Weil der Körper alle Signale sendet, nun endlich zur Ruhe kommen zu wollen.

Die „Testfahrt“ mit dem neuen Mercedes-Maybach S600 war die erste Testfahrt, die nicht vorne links hinter dem wohl belederten und noch wohliger temperierten Volant des Testwagens stattfand. Stattdessen hinten rechts, im vermutlich bequemsten Einzelsitz der Welt, der nicht nur nach Leder riecht, sondern auch massieren kann und das auch bei Tempo 120 auf der Autobahn. Wobei die Autobahn und deren Einflüsse außen vor bleiben. Aber das liegt nicht so sehr am Sitz, das liegt unter anderem an den 20 Zentimetern mehr Außenlänge und den 50 Kilogramm mehr Gewicht.

Und in meinem Fall waren es auch keine vier Glaserl Wein, es war nur eines. Aber JetLag und Reisezeit taten ihr übriges. Eventuell lag es auch einfach nur an den Sitzen und der Ruhe. Aber nach dem Einsteigen dauerte es kaum mehr als 45 Sekunden, bis die Augenlider schwer wurden, der Kopf sich zweimal heimelig in das Kissen wog und ich in meinen Gedanken nur schwer bei den Fakten bleiben konnte.

Wie war das? Der Maybach ist auch „nur“ eine S-Klasse?

Ja, aber eben rund 20 Zentimeter länger. Das kann dann schon den Unterschied zwischen beeindruckend und sehr beeindruckend ausmachen. Die 50 Kilogramm mehr Gewicht kommen von den „kleinen“ Ideen mit den großen Effekten. Türdichtungsprofile, die vom klassischen Lippenprofil auf dicke Schlauchprofile umgestellt wurden, damit auch wirklich kein Windgesäusel den Schlaf der Schönen und Reichen stört.

Zusätzliche Dicht- und Dämmfolien unter der Sitzanlage im Fond, eine Motorraum-Kapselung für den V12-Turbobenziner, mit der man sonst den Dieselmotor zum Schweigen bringen will. Oder spezielle Dämpfungen in den Felgen, damit man auch die lästigen Schwing- und Dröhngeräusche aus dem Reifen eliminiert. Montiert wird der Goodyear Eagle F1 und mit dem zusätzlichen Geräuschdämpfer wird das gesamte Fahrwerk zum Flüsterwerk.

Viel Aufwand im Detail für den zweiten Maybach-Versuch. Dieses Mal wird kein neuer Aufwasch in zwei Radstand-Varianten die schwarze Null bringen, dieses Mal wird Mercedes aus der „Marke Maybach“ eine eigene Luxus-Linie für die Luxus-Welt der Mercedes-Automobile formen. Einen Maybach-SUV? Ja, warum nicht? Einen Maybach ohne Dach? Ja, vermutlich auch.

mercedes maybach s60021 testfahrt usa

Einen Maybach ohne V12? Gibt es schon!

Wer auf die 830 Nm des Bi-Turbo V12 im aristokratisch anmutenden S600 Maybach verzichten kann oder wer seinen Chauffeur einfach nicht zu sehr in Versuchung führen will, der kann sich die kultivierte Freiheit und den Luxus von Raum und Ruhe auch mit einem Achtzylinder gönnen und den S500 Mercedes-Maybach ordern. Doch dann fehlt ein elementarer Baustein. Das typischer Anlassergeräusch des Zwölfzylinders. Kennen Sie nicht? Puh. Das sagt viel über Sie aus! Denken Sie da mal darüber nach. 

Aber egal, ob 455 PS im V8 oder 530 PS im V12, egal, ob 7-Gänge im V12 oder 9 im V8,  der Luxus des Mercedes-Maybach ist sein Fahrkomfort, seine Ruhe, sein edler Charakter.

Das darunter „nur“ die S-Klasse steckt, lässt sich am Kaufpreis ablesen. Ein Mercedes-Maybach fängt bereits bei 134.053,50 € an. Das klingt nach einem Schnäppchen. Nicht? Nun – es ist auf jeden Fall ein klares Zeichen. Mit dem neuen Maybach wird man die Fehler des „alten“ Maybach nicht wiederholen, denn vom „Geld ausgeben wurde noch niemand reich„.

mercedes maybach s60020 testfahrt usa

Schnarchend bei 200 km/h

Der Geruch von Leder, die unfassbar gute Geräuschdämmung, die effektvolle Wirkung des Magic-Body-Control Fahrwerks und die anheimelnde Massage des Rücksitzes verfehlen ihre Wirkung nicht. Anstatt den Mercedes-Maybach wirklich zu testen, lasse ich mich in das Traum-Wunderland entführen und jage dem Sandmännchen hinterher.  Meine Füße ruhen derweil in einem Lammfell. Natürlich ohne Schuhe.

Die silbernen Kelche und die Champagner-Flasche im Kühlfach zwischen den Rücksitzen habe ich nicht mehr gebraucht. Sanft schlummernd genieße ich die wohl luxuriöseste Testfahrt aller Zeiten. Gleichzeitig übertrifft der Liegekomfort die Business-Class der Lufthansa, über die First der Deutschen Bahn denkt man hier hinten derweil nicht nach. Bahn-Card-Fahrer dürften sich in den Fond vermutlich nicht verirren. Schon eher Menschen, die auch gerne mal im Privat-Jet nach Vegas einfliegen. Das ist das Level.

In meinen Träumen passt das alles gut zu mir … 

Weltpremiere006 Mercedes-Maybach S600

Ampel-Aspirin

Der Chauffeur lenkt, der Passagier schnarcht. Bis wir in Santa Monica ankommen. Um uns herum ist es dunkel geworden. Das leise „poff“ der Massage-Stempel im belederten Chef-Sessel, vier Meter hinter dem V12, dringt langsam durch die Aufwachphase zu mir. Ein Ruck vor einer roten Ampel. Unser Chauffeur will uns wohl sagen, er hätte die mehr als 500 PS gerne anders genutzt, anstatt uns hier durch die Weinregion Kaliforniens zu kutschen. Da ergibt sich dann doch endlich der Sinn einer solchen Testfahrt.

Da stehen fast 200.000 € (S600 Maybach) vor dem Pier in Santa Monica und Mercedes-Benz vergisst das ultimative Maybach-Assistenzsystem. Nein, es ist nicht der Aspirin-Spender im Handschuhfach für die Rotwein-Kopfschmerzen nach der Weinprobe. 

Aufgabe erfüllt, Testfahrt beendet, Mangel gefunden. Der ewig kritische Motor-Journalist in mir wischt sich den Schlaf aus den Augen, streckt sich und überlegt sich, wie er seine Kritik wohl in Sätze formen soll …. 

 

 

 

Lese-Tipps: voice-over-cars, GTspriti (engl.), 5komma6

 

 

 

 

 

Mercedes-Maybach: S 600 Die Krönung der S-Klasse

Alleine hatte Maybach keine Chance. Der 2002 als Rolls-Royce-Konkurrent wiederbelebten Vorkriegs-Marke waren nur knapp zehn Jahre Lebenszeit beschieden. Nun kehren Name und Logo erneut zurück: Diesmal allerdings unter dem Dach der S-Klasse. Als Mercedes-Maybach S-Klasse wirbt die Luxuslimousine nun zu Preisen ab 134.000 Euro um betuchte Kundschaft.

Schon die Langversion der S-Klasse bietet jede Menge Platz und Luxus. Die Mercedes-Maybach S-Klasse toppt das: Mit einer Länge von 5,45 Metern und einem Radstand von 3,37 Metern hat die Chauffeurs-Limousine um 20 Zentimeter zugelegt. Davon profitieren die Passagiere auf der Rückbank – sie können in den beiden Liegesitzen mit gesteppten Polstern die Beine bequem ausstrecken. Das Interieur ist noch einmal verfeinert, optional sind Extras wie Klapptische zum Arbeiten oder eine Sprachverstärkung für die Unterhaltung mit dem Chauffeur erhältlich.

Von außen ist die Aufwertung aber nur an Details erkennbar. Unter anderem wurden die hintere Tür im Vergleich zur Langversion der S-Klasse um knapp sieben Zentimeter gekürzt und das Dreiecksfenster in die C-Säule verlegt. Die Rücksitze liegen so hinter dem Türausschnitt, schwingt die Tür auf, sind die Insassen nicht unmittelbar dem Blitzlichtgewitter der Fotografen ausgesetzt, sondern haben noch einen Moment Privatsphäre.

Keine Blöße gibt sich die besondere S-Klasse auch leistungsmäßig: Der V12-Biturbo des Topmodells S 600 (ab 187.842 Euro) holt aus sechs Litern Hubraum 390 kW/530 PS (830 Nm Drehmoment). Die Kraft verteilt ein Siebengang-Automatikgetriebe. Im S 500 (134.000 Euro) kommt ein 4,7-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz, der 335 kW/455 PS leistet.

Trotz der edlen Zutaten ist der Mercedes-Maybach nicht das teuerste Fahrzeug der Marke. Dieser Titel bleibt weiterhin dem Geländewagen-Urgetüm G 65 AMG vorbehalten, das ab 268.345 Euro zu haben ist. Und auch der sportliche S-Klasse-Ableger S 65 AMG ist mit 234.906 Euro noch spürbar kostspieliger. Das könnte sich ändern, wenn die Schwaben im Frühjahr das nochmals um einen Meter längere Spitzenmodell Pullmann nachschieben.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Der Mythos Maybach und Mercedes

Am kommenden Freitag darf Bjoern Habegger den neuen Mercedes-Maybach in Beverly Hills zum ersten Mal fahren. Vor seinem Fahrbericht wollen wir versuchen, den neuesten Edel-Mercedes in Marke, Markt und Historie einzusortieren.

Warum der erste neue Maybach von 2002 ein Missverständnis war und warum die Chancen des neuesten neuen Maybach auf Basis der S-Klasse erheblich größer sind, das hat Gründe. In Deutschland ist der durchschnittliche Superreiche altersmäßig eher in den „besten Jahren“, mit deutschen Automobilen sozialisiert und kann mit dem Namen Maybach durchaus etwas anfangen.

In China ist es umgekehrt: Der Superreiche dort, für den der neue Maybach zur Quengelware gemacht werden soll, der ist eher gerade über 30. May was? Kannte der auch nicht vor 12 Jahren. Asiatischem Geldadel muss man einfach zeigen, was es vorzuzeigen gibt – und zu zeigen gilt. Am besten ein Kunstwerk aus Design und Technik. Im Jahr 2015 und im Kleid der S-Klasse ist der neue Mercedes-Maybach selbsterklärend. DAS ist der Unterschied zwischen Maybach alt und Maybach neu.

Was ist der neue Mercedes-Maybach? Nur eine Art aufgehübschte S-Klasse oder ein werter Träger eines große Namens? Hier hilft vielleicht die Frage: Was hätte Ferdinand Piëch gemacht? Kein Mann hat mehr Oktan im Blut als der autobesessene Techniker, der erst Porsche im Rennsport, dann Audi und zuletzt Volkswagen groß machte. Piëch hätte es anders gemacht als Mercedes und Maybach.

Horch! Seit vielen Jahren geistern Gerüchte durch die Automobilpresse, ob Audi vielleicht seinen Ur-Namen Horch wiederbeleben wird. 1988, kurz vor dem von Ferdinand Piëch initiierten Audi V8, wurde konkret überlegt, den großen Audi als Horch zu präsentieren. Wie wir wissen, kam der erste V8 aus Ingolstadt dann doch als Audi auf die Welt. Die Absage an den Namen Horch hatte Gründe. Der Name war weithin unbekannt.

Und Maybach?
20 Jahre nach dem Nicht-Horch, dem Audi V8, beschloss Daimler eine zweite Auflage des Maybach. Inzwischen war die Marke seit exakt 60 Jahren tot. Der letzte Maybach 1.0 wurde 1942 gebaut. Die damalige Daimler-Chrysler AG hatte ermittelt, dass im Markt der edelsten Automobile neben Rolls-Royce oder Bentley noch Platz war. Piëch hätte wohl auf gut österreichisch eher dies geraten: „Bauts an neuen 600er“.

Mercedes-Benz Maybach 003 kolumne

Der legendären Staatskarosse 600 (W 100) einen standesgemäßen Nachfolger zu geben, hätte markenpolitisch Sinn gemacht. In den sechziger Jahren war „der“ 600er ein Überauto, zudem mit einem nie wieder erreichten Image des Technologieträgers. Der 600er hatte keine summenden Elektromotoren für Fenster oder Schiebedach. Alles zischte lautlos, hydraulisch. Nebenbei konnte man mit dem großen Mercedes auch mal eben einen Sportwagen abhängen.

Maybach fehlte Technologie
Als der reanimierte Maybach im Jahr 2002 auf den Markt kam, stand das Auto auf einer verlängerten Bodengruppe des seligen W 140, der Helmut-Kohl-S-Klasse, die seit 1998 bereits vom Markt war – wie der Kanzler der Einheit auch. Die Elektronikkomponenten erbte Maybach immerhin vom lebenden Bruder W 220 –  Tachografik inklusive. Gerade der übergroße Tachometer erinnerte schlicht zu sehr an die S-Klasse. Drei Jahre später verschwand auch der W 220 – inklusive Tacho. 2005 und mit der damals neuen S-Klasse (W 221) war Maybach endgültig old fashioned – technologisch also das Gegenteil der geschichtlichen Referenz Mercedes 600!

Zunächst war exklusiv für Maybach ein V16-Motor geplant. Versuchsaggregate liefen bereits. Angeblich zu teuer, wie die Motorpresse es damals kolportierte. Piëch hätt’s gemacht! Wetten, dass … ? Wie „wenige“ Millionen Mark hätte diese vor allem für Asien image prägende Motorisierung mehr gekostet? Um diese Chance beraubt, war der Maybach im Grunde ein Barockengel ohne Eigenschaften, eingekleidet im Zweifarben-Look, gerne mit Schwarz und schwerem Bordeaux in Kombination. Gern zeigte man dem potenziellen Kunden historische Bilder der Vorkriegs-Maybachs: auch schwarz, mit Kutschenkarosserien.

Zum Vergleich: Der Konkurrent Rolls-Royce Phantom stellte 2003 eine überwiegend lackierte Mauer in den Fahrtwind. Mittig ein wahrer Chromtempel. Daneben kleine Schießscharten (beleuchtet). Den Bentley Mulsanne (2009) hingegen prägten riesige Rundscheinwerfer wie von Flak-Batterien des Luftkampfs um England 1941 entliehen. Bentley und Rolls-Royce zeigten Charakter. Mangels Technik, Design und vermittelbarer Historie scheiterte Maybach. Am Ende, im Jahr 2012, hat Daimler nach Angaben des Automobil-Journalisten Georg Kacher im britischen „Car Magazine“ mit jedem verkauften Maybach 330.000 Euro in den Sand gesetzt.

Mercedes-Benz Maybach 002 kolumne

Maybach 2015
Mit dem neuen Mercedes-Maybach geht Daimler einen anderen Weg. Den Piëch-Weg. Doch. Der neue Maybach baut auf dem hypermodernen Technologie-Träger S-Klasse auf. So wie Ferdinand Piëch aus dem Audi 100 erst den Audi 200 und später den V8 machte, beschränkt sich Daimler auf die Evolution des besten Autos der Welt. Alle Stärken der S-Klasse, zuvorderst der Komfort, werden weiter verstärkt.Mercedes-Benz Maybach 001 kolumne

Zum Platzgewinn für die umworbene Kundschaft im Fond (plus 20 Zentimeter) kommen noch edlere Materialien. Plane und ruhige Chromfelgen geben dem Wagen Charakter. „Magic Body Control“ macht auch die Maybach-Version der S-Klasse zum fliegenden Teppich. Das Fenster der hinteren Türe schneidet gerade ab, das kleine Dreiecksfenster wandert in die C-Säule. Entstanden ist auf diese Weise ein wahres Maybächle, wie der Schwabe sagen würde.

PS.: Das mit dem 16-Zylinder für den Maybach hätte einen Ferdinand Piëch ja nicht ruhen lassen. Piëch, 1972 übrigens Erfinder des legendären Mercedes Fünfzylinder-Diesels („hängst an Zylinder dran“), hat sich die 16 Zylinder später bekanntlich selbst geschenkt. Im Bugatti.

Neue Namen bei Mercedes-Benz

Das Mercedes-Benz die Namen der SUV-Baureihen überarbeiten wird, war bereits vor einigen Wochen klar. Heute hat Mercedes die neuen Namen offziell verkündet. Damit wird aus dem ML der GLE und aus dem GL der GLS. Der demnächst neu aufgelegte GLK wird zum GLC und nur der jüngst erst präsentierte GLA und das Gelände-Viech G bleiben bei ihren bekannten Namen.

Doch Mercedes tauft nicht nur die SUV-Modelle um, Mercedes belebt auch einen alten Namen mit neuen Glanz. Mercedes-Maybach wird neben Mercedes-AMG das Synonym für den Stuttgarter Glanz im Segment der Luxus-Automobile werden.

Und auch bei den Roadstern wird umgeräumt. Der SL bleibt der SL, aber die kleineren Modelle bekommen, analog zur SUV-Nomenklatur die jeweilige Fahrzeugklasse als dritten Buchstaben angeführt. Der SLK wird damit zum SLC. Womit Platz wäre für einen SLE und einen SLS … doch dazu wollte Mercedes-Benz noch nichts sagen.


Mercedes-Maybach, die zweite Chance

Mercedes hatte die Namensrechte für die Luxus-Marke Maybach bereits vor einigen Jahren genutzt und eine Luxus-Limousine im “Oben-drauf-und-darüber-Segment” präsentiert. Der Erfolg der Marke Maybach war jedoch überschaubar, die Verkaufszahlen allenfalls mit “vorhanden” zu umschreiben. Mit der neuen S-Klasse ist Mercedes-Benz jedoch im letzten Jahr mehr als erfolgreich gestartet. Das Stuttgarter-Flaggschiff ist in seinem Segment die erfolgreichste Neu-Erscheinung und wird, mit mehr Radstand, mehr Luxus und mehr Leistung als die aktuellen S-Modelle zum “Mercedes-Maybach” geadelt.  Der neue Mercedes-Maybach wird seine Weltpremiere im November erleben, unter anderem auf der Los Angeles Autoshow.

Mercedes-Benz, das Beste oder nicht. Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach. Drei Marken unter dem Dach der Stuttgarter Automobilbauer.

Und noch viel sympathischer als die Idee der Erweiterung von Markenbildern ist die Abkehr von Kofferraumkantenfüllenden Motorenbezeichnungen. In der Zukunft wird Mercedes-Benz die Kraftstoffsorte seiner Modelle mit einem einzelnen Buchstaben abkürzen. Aus BlueTEC PLUG-IN HYBRID wird “e”. Aus BlueTEC wird “d”, aus Natural Gas Drive wird “c” und die Hybrid-Modelle ohne Plug-In Technik bekommen ein “h”.

Mercedes-Benz räumt mit diesem Schritt mächtig auf, die sinnlosen BlueTEC-Schriftzüge für Dieselmotoren fallen vollständig weg und nur ein kleines “d” wird die Diesel von den Benzinern unterscheiden. Wobei die Benziner vollkommen ohne Buchstaben-Extra auskommen.

Nur am 4matic wird weiter festgehalten – hier feiert Mercedes-Benz im kommenden Jahr im übrigen ein Jubiläum, 30 Jahre 4matic.

Carl Benz – Ein Leben für das Automobil

Automobilhistorie als Comic

„Carl Benz – Ein Leben für das Automobil“ heißt der erste Comic von Mercedes-Benz, der die Erfindung des Automobils und die faszinierende Lebensgeschichte seines Schöpfers, Carl Benz, in bunten Bildern erzählt. Im Beisein des belgischen Zeichners Willy Harold Williamson und des Autors Martin Grünewald wird der Comic am 9. Februar 2013 mit einer besonderen Veranstaltung im Mercedes-Benz Museum präsentiert.

„Kurzweiliger kann man die Geschichte des Automobils und die Wurzeln unseres Unternehmens kaum darstellen“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Die erstklassigen Zeichnungen bestechen durch ihre historische Genauigkeit und die Sprechblasen bringen die Geschichte auf den Punkt. Beim Patent-Motorwagen stimmt wirklich jedes technische Detail und Carl und Bertha erkennt man sofort wieder“.

Der Comic illustriert auf 52 Seiten die wichtigsten Meilensteine aus dem Leben von Carl Benz, beginnend mit seiner Geburt am 25. November 1844. In einprägsamen Bildern erzählt der Comic den hürdenreichen, von Schicksalsschlägen begleiteten Lebensweg von Carl Benz, der mit der Patentanmeldung seines dreirädrigen Motorwagens am 29. Januar 1886 den Geburtstag des Automobils definierte. An seiner Seite: Ehefrau Bertha Benz. Deren legendäre erste Fernreise vor 125 Jahren von Mannheim nach Pforzheim, gemeinsam mit den Söhnen Eugen und Richard, schildert der Comic sehr eindrücklich. Thematisiert werden auch die zeitgleichen Erfindungen und Entwicklungen der beiden anderen Automobilpioniere, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach in Cannstatt.

Der Comic basiert auf belegbaren Fakten. Die Archive von Mercedes-Benz Classic unterstützten den international renommierten Comic-Zeichner Willy Harold Williamson und den Autor Martin Grünewald bei ihren detaillierten Recherchen. Sämtliche historische Szenen orientieren sich in Text und Bild so weit wie möglich an dokumentierten Tatsachen. Dieser Anspruch gilt sogar für die im Comic enthaltenen Dialoge, auch wenn sie in ihren Einzelheiten nicht überliefert sind.

Um eine Tiefenwirkung mit dreidimensionalem Effekt zu erzielen, wurde die farbliche Gestaltung jeder einzelnen Zeichnung von einem erfahrenen Koloristen in drei unterschiedlichen Ebenen ausgeführt. Diese sehr aufwendige Form der Illustration lässt den Leser die Handlung des Comics noch intensiver erleben. Der hochwertige Hardcoverband ist im Sadifa Media Verlag erschienen, zu dessen Programm seit mehr als 25 Jahren historische Comics zählen.

Am Samstag, 9. Februar 2013, findet von 14 bis 16 Uhr die Präsentation des Comics im Mercedes-Benz Museum statt. Am Benz Patent-Motorwagen auf Ebene 0 geben der Autor Martin Grünewald und der Zeichner Willy Harold Williamson Einblicke in Ihre Arbeit. Interessierte Besucher können ihren Comic mit individueller Widmung und persönlicher Zeichnung versehen lassen. Eine besondere Bertha-Benz-Führung durch das Mercedes-Benz Museum findet um 14.30 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 4 Euro, eine Anmeldung ist am Veranstaltungstag vor Ort möglich.

Der Comic „Carl Benz – Ein Leben für das Automobil“ ist als Sonderedition Mercedes-Benz Classic mit besonderem Einband ab 9. Februar 2013 exklusiv im Shop des Mercedes-Benz Museums erhältlich. Die Innenseite des Schutzumschlags ist mit einer Zeichnung aus dem Comic bedruckt und kann als Poster verwendet werden.

Die Sonderedition zum Preis von 19,80 Euro gibt es in vier Sprachen: deutsch, englisch, französisch und chinesisch. Online kann der Comic im Classic Store unterwww.mercedes-benz-classic-store.com bestellt werden. Im weiteren Jahresverlauf kommt der Comic bundesweit mit einem anderen Cover in den Buchhandel.

Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Anmeldung, Reservierung und aktuelle  Informationen: Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 07 11/17 30 000, per E-Mail unter classic@daimler.com oder online www.mercedes-benz-classic.com/museum.

 

quelle: mercedes-benz presse

Alle 1000km – Motorshow – #tgif #wtf – Social und Media

Es lag nicht an mir. Ich habe wirklich mein bestes gegeben.

1000km

Doch Autobahn-Baustellen, Tempolimits aus „irgendwelchen Gründen“, Baufällige Brücken, Stop&Go Verkehr am Morgen in der Rush-Hour, Stop&Go auf dem Ruhr-Schnellweg. Egal wie oft ich den Panamera auf der Strecke Gemünden->Essen->Gemünden auch aus den Fängen der Vertreter-Kombis befreit habe – mehr als ein paar Sekunden 240 war nur selten möglich. Und als Dank?

Gemuenden-Essen

Unter 8l auf 100km. 7,8 auf dem Hinweg,  7,9 auf dem Rückweg. Erst wollte ich den Jan Kriebel von Evocars damit beeindrucken, aber der hat mich in Quartett-Manier mit höherer Durchschnittsgeschwindigkeit und noch weniger Verbrauch ausgestochen *damn* – wie dem auch sei – ich finde diesen Wert für die absolut nicht mit Rücksicht auf den Verbrauch gefahrene Strecke einfach grandios. 2 Tonnen Luxus-Auto und dann nur alle 1000km an die Tankstelle. Einfach genial. Einen ganz klaren Verbrauch-Minimierungsversuch werde ich aber zusätzlich fahren.

Motorshow

Jahrelang bin ich Ende November die Strecke über die Sauerlandlinie in das Ruhrgebiet in die heiligen Hallen der Tuning-Gläubigen gepilgert. Immer und immer wieder habe ich mir gewünscht, nicht an diesen verfluchten allgemeinen Besuchertagen mit Millionen anderen durch die Halle und vorbei an den Exponaten geschoben zu werden.

Dieses Jahr war es soweit. Presse-Ausweis. Presse-Tag 9.15h – fast leere Hallen und mein Puls? Auf Mediations-Niveau. Adrenalin? Ähnlich hoch wie bei einem im Tiefschlaf befindlichen Murmeltier. Kurz um, die Faszination Motorshow Essen ist für mich nicht mehr die gleiche.

Currywurst ohne Curry? Kein Wunder wenn die Motorshow beim Essen schon ohne Würze bleibt...
Currywurst ohne Curry? Kein Wunder wenn die Motorshow beim Essen schon ohne Würze bleibt...

Habe ich es damals noch genossen durch die Hallen der Zubehör- und Felgen-Profis zu wuseln, war ich dieses Jahr eher gelangweilt. Es fühlte sich ein wenig an wie ein Besuch in der Stammkneipe aus Jugendzeiten. Man fühlt sich nicht unwohl, man erkennt sofort alles wieder – aber man merkt, man ist nicht mehr die Zielgruppe.

Sicher – es gibt auf der Motorshow auch ganz viele Tuning-Exponante deren Zielgruppe deutlich über meinem Jahresgehalt gesucht wird – doch – weder ein Breitbau-Panamera noch ein Fatthauer Supersportwagen konnten mich dieses Jahr wirklich in ihren Bann ziehen.

Meine persönlichen Höhepunkte der Motorshow standen in der Halle 1 und waren merkwürdigerweise die Autos aus vergangenen Tagen. Und – es waren die Gespräche mit Jens Stratmann, Alex Kahl, Jan Kriebel und vor allem mit David Plättner von Dunlop.

Motorshow und man freut sich über Menschen aus der Szene? *huch* Ja, merkwürdig – aber wahr.  An dieser Stelle: Jens und Alex ihr Bielefeld-Automobilisten-Blogger-PodCARster: Ihr schuldet mir einen Kaffee! Jan – das mit dem Verbrauch das Testen wir noch aus – sehen uns bestimmt mal wieder und David? Lass uns die Reifen auf die Straße bringen – mit Profil und echter Bodenhaftung.    🙂

#tgif (Samstags-Variante) und #wtf

Was macht man an einem „Thanksgiving-Day“ in den Staaten?  Ganz klar, man nimmt seine Corvette C6 und C5 und macht einen feinen Schwanzvergleich bei einem Ampel-Duell. Mit vorhersehbarem Ende – aber mein Gott – es war Feiertag und lieber die Corvette verschrottet, als den Truthahn verspeist. Es müssen Vegetarier gewesen sein – doch seht selbst:

Das #wtf“ der Woche kommt von Mercedes-Benz. Dort hat man beschlossen nun die Türen bei Maybach zu schließen. Maybach? Ach ja richtig – eines der vielen Experimente des Daimler-Konzerns sich nicht mehr auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Sondern alte Traditions-Marken beleben und den Markt der „Super-super-super-Reichen“ mit Farbenvielfalt und tollen Lederdüften zu bereichern. Vermutlich war bereits während der IAA der Niedergang der Marke Maybach absehbar und deswegen durfte sich auch niemand in den ausgestellten Maybach setzen. Hätte den Gebrauchtwagen-Wert weiter gesenkt. Ich frage mich, wann die Aktionäre bei Benz die Schnauze voll haben von den ganzen Versuchen der Marke Mercedes – die eigene Identität zu verwässern. Als nächstes der Nissan-Deal … ob der so endet wie der Mitsubishi-Deal? Oder wie VW und Suzuki?  (Aber das alleine ist mehr als einen eigenen Blog wert…)

Social & Media

Dazu – ja – dazu schreibe ich ein andermal wieder etwas. Eines steht fest: Die „Blogger“ sind kein Ersatz für die aussterbenden Motorjournalisten der alten Garde.  Es ist Change-Time für das Dogma der Pressearbeit.

Statussymbol mit immensem Wertverlust

Gute Gründe Maybach zu schliesen.

Kein Automobil-Hersteller der Welt baut Autos um diese dann mit Verlust zu verkaufen. Noch nicht einmal Mercedes-Benz kann es sich leisten, ein Produkt zu verkaufen, das keinen Gewinn einfährt und so hat man sich vor einigen Wochen entschieden, die Marke Maybach wieder still zu legen. Maybach ist damit nur die jüngste Fehlentscheidung in einer Reihe von schlechten Unternehmerischen Schachzügen des Daimler-Konzerns in den letzten 20 Jahren.

Es gibt 330.000 gute Gründe Maybach nicht fortzuführen.

Wie Georg Kacher in der britischen „Car“  gestern geschrieben hat, waren es im Schnitt 330.000€ die Daimler mit jedem verkauften Maybach verloren hat. So etwas kann sich selbst ein sonst oftmals von Verkaufszahlen verwöhnter Konzern nicht erlauben.

Zumal es bei Mercedes-Benz mehr Baustellen gibt um die man sich kümmern muss.  Da wären zum Bsp. die Rostprobleme von nicht einmal 10 Jahre alten Mercedes-Modellen. Oder die Motorenprobleme in der neuen 4-Zylinder Diesel-Baureihe, die gerade von vielen Taxi-Fahrern durchlebt werden.

Das Beste, oder nichts. 

Im Falle von Maybach ist es gut zum „Nichts“ zurück zu kehren und die immensen Kosten für Maybach in die Dauerhaltbarkeit und die Zufriedenheit der Mercedes-Käufer zu investieren, mit deren Umsatz ein Abenteuer wie Maybach erst ermöglicht wurde.

Im Gegenzug könnte man die versteckte Subvention der knapp 3.000 verkauften Maybach Modell in die Qualität der „Brot & Butter-Autos“ im Konzern stecken.  Was natürlich nicht geht, denn das Geld wurde ja bereits ausgegeben.

Statussymbol mit immensem Wertverlust