Markenausblick Mazda – Auch in Zukunft Japans Außenseiter

Eigensinnig in Technik und Design, stets ein wenig anders als die übrigen japanischen Fahrzeughersteller: So könnte man Mazda charakterisieren. Die Strategie kommt vor allem auf dem anspruchsvollen deutschen Markt gut an. Hier stieg der Absatz seit 2012 um 56 Prozent. Vergangenes Jahr verbuchte Japans fünftgrößte Automarke bei uns über 63.000 Neuzulassungen (Marktanteil 1,9 Prozent). Die Rangfolge der bestverkauften Modelle lautet CX-5 vor CX-3, Mazda3 und Mazda2.

Doch reines Mengenwachstum steht nicht an erster Stelle. Gefeilt wird am Image. Tendenz: Richtung Premium. „Wir möchten uns zu einer hochwertigen und begehrenswerten Marke entwickeln“, sagt Mazda Deutschland Geschäftsführer Bernhard Kaplan. Seit Januar dieses Jahres läuft die Image-Kampagne „Drive Together“, mit der sich Mazda einmal mehr über Design, Technologie und Fahrspaß definieren will. Letzteres verkörpert vor allem der Roadster MX-5.

Wie weit Mazda seine Rolle als Außenseiter wahrnimmt, zeigt das Thema Dieselmotor. Im Heimatland ist man der einzige japanische Hersteller, der Modelle mit Selbstzündern in nahezu allen Baureihen anbietet. Und dies mit beachtlichem Erfolg. Beim CX-5 liegt der Anteil bei gut 50 Prozent. Der kleinere Bruder CX-3 wird in Japan sogar ausschließlich als Diesel angeboten. Insgesamt verbucht Mazda dort eine Selbstzünder-Quote von knapp 40 Prozent und sorgt fast im Alleingang dafür, dass der japanische Automarkt auf einen Dieselanteil von fünf Prozent kommt.

Für Ende dieses Jahres steht nun Amerika auf dem Plan. Ein mutiger wie riskanter Schritt, denn Volkswagen hat dort durch seinen Abgasbetrug einen Scherbenhaufen hinterlassen. Das Image des Diesels ist im Keller. Ursprünglich hieß es aus der Konzernzentrale in Hiroshima, man schaffe die strengen kalifornischen NOx-Werte auch ohne die aufwendige SCR-Katalysatortechnik. Dabei wären jedoch Leistungsnachteile entstanden. Daher rüstet man den 2,2-Liter-Bi-Turbo-Vierzylinder jetzt mit SCR und NOx-Spreicherkat doch um. Sicher ist sicher. Durch das Upgrade – es beinhaltet außerdem eine variable Turbinengeometrie für den größeren Lader sowie innermotorische Maßnahmen – erfüllt Mazdas Diesel gleichzeitig die neue europäische Abgasnorm EU 6c. Der Verkauf in den USA startet im Herbst dieses Jahres im neuen CX-5. In Deutschland wird das Diesel-Upgrade im Frühjahr 2018 zur Verfügung stehen.

Im Frühjahr 2018 wird Mazda in Deutschland eine neue Diesel-Generation im CX-5 an den Start bringen

Motorentechnisch entwickelt Mazda darüber hinaus in eine weitere Richtung. Stichwort: Skyactiv-2. Das steht intern für eine homogene magere Verbrennung. An ihr arbeiten die Motoren-Ingenieure intensiv, um die mehr als 100 Jahre bestehende Kluft zwischen Diesel- und Ottomotor verschwinden zu lassen. Der zwei Liter große Benziner der nächsten Generation soll mit einer Verdichtung von 18:1 und einem Luftüberschuss des rund 2,5-fachen heutiger Ottomotoren betrieben werden. Das äußerst magere und homogen verteilte Luft-Benzin-Gemisch (keine Schichtladung) soll sich so kontrolliert entzünden. Passieren wird dies – und hier liegt die größte Herausforderung der Entwickler – möglichst über alle Drehzahl- und Lastbereiche hinweg.

Im Ergebnis versprechen sich die Mazda-Ingenieure einen wesentlich höheren Wirkungsgrad, keine Pumpverluste (die Drosselklappe fehlt), niedrigere Verbrennungstemperaturen, geringere Emissionen (so gut wie keine Stickoxide) und einen deutlich niedrigeren Verbrauch – Ziel ist ein 30 Prozent besserer Wirkungsgrad im Teillastbereich als beim heutigen Skyactiv-G Motor. Den Magermotor will Mazda vermutlich Ende 2018 vorstellen. Der Serienanlauf ist für 2019 avisiert. Sein Debüt soll das Aggregat in der nächsten Generation des Mazda3 haben. Bereits dieses Jahr wird Mazda beim aktuellen Skyactiv-G 2.5 eine Zylinderabschaltung zur weiteren Verbesserung des Teillastwirkungsgrades einführen.

Aber nicht nur die Optimierung des Verbrennungsmotors steht bei Mazda auf der Agenda. 2019 plant man die Einführung eines eigenständigen Elektroautos mit Wankel-Range-Extender. Die sehr kompakte Einheit benötigt wenig Platz. Die neue Antriebstechnik soll in Verbindung mit zwei unterschiedlichen Karosserien angeboten werden.

Beim Vierzylinder-Magermotor wird es nicht bleiben. Man hat Größeres vor. Geplant ist die modulare Ableitung eines Sechszylinder-Reihenaggregats. Damit schließt sich Mazda der Mercedes-Motorenstrategie an. Die Stuttgarter beerdigen ebenfalls ihre V6-Motoren. Angeboten werden könnte der Dreiliter-Sechszylinder unter anderem im nächsten Mazda6, der für 2020 auf dem Plan steht. Die künftige Generation der Mittelklasse-Limousine soll, so ist aus Japan zu hören, auf einer komplett neu entwickelten Heckantriebsplattform stehen. Auch Allradantrieb ist möglich. Passen dürfte der R6-Motor zudem in den CX-9. Mazdas großes SUV wird derzeit in den USA und in Russland angeboten. Ein Export nach Deutschland ist nicht vorgesehen.

Etwas im Kreis dreht sich bei Mazda der Rotationskolbenmotor. Fans hoffen seit langem auf den Nachfolger des vor fünf Jahren eingestellten Wankel-Sportler RX-8. Offiziell lässt Hiroshima zu diesem Thema nichts verlauten. Andererseits gibt es Gerüchte, Mazda könnte durchaus seine bildschöne Sportwagen-Studie RX-Vision mit Wankel-Technik unter dem Namen Skyactiv-R zur Serienreife bringen. Immerhin feiert man dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. 1967 war Mazda der erste Autohersteller, der mit dem Mazda Cosmo Sport ein Serienfahrzeug mit Zweischeiben-Wankelmotor in den Handel brachte. Gut möglich, dass in Tokio im Herbst der Bau eines neuen Wankelsportwagens bekanntgegeben wird. (Michael Specht/SP-X)

News: Sondermodelle von Mazda2 und Mazda3 – Prima abgestimmt

Üppig ausgestattet mit häufig georderten Extras kommen Madza2 und Mazda3 nun als Sondermodelle in den Handel. Den Preisvorteil gegenüber dem Einzelkauf beziffert der japanische Hersteller beim Kleinwagen Mazda2 Nakama (ab 16.690 Euro) auf 1.390 Euro. Der Kompakte Mazda3 Nakama kostet mindestens 22.790 Euro (1.300 Euro Preisvorteil).

Das Mazda2-Sondermodell ist mit dem 66 kW/90 PS starken Benzinmotor zu haben. Über die Ausstattung der Exclusive-Line hinaus hat der Kleinwagen unter anderem Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sitzheizung und Einparkhilfe an Bord. Voll-LED-Scheinwerfer (im Paket 650 Euro) und Navigationssystem (690 Euro) können noch hinzugebucht werden.

Das Mazda2-Sondermodell hat über die Ausstattung der Exclusive-Line hinaus unter anderem Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sitzheizung und Einparkhilfe an Bord
Das Mazda2-Sondermodell hat über die Ausstattung der Exclusive-Line hinaus unter anderem Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sitzheizung und Einparkhilfe an Bord

Beim Mazda3 sind vier Motorisierungen mit dem Sondermodell kombinierbar: Neben den beiden Benzinmotoren (88 kW/120 PS und 121 kW/165 PS) ist der 110 kW/150 PS starke Diesel erhältlich, ab Mitte des Jahres kommt ein kleinerer Diesel mit 77 kW/105 PS hinzu. Zusätzlich zur Center-Line sind beim Kompakten unter anderem Leder-Alcantara-Sitze, Bi-Xenon-Scheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und Rückfahrkamera dabei. Ein Navi steht optional gegen Aufpreis (690 Euro) zur Verfügung.

„Nakama“ ist japanisch für „Gefährte“. Über den Namen hatte eine Abstimmung auf Facebook entschieden. Die günstigste Version des Mazda2 ist weiterhin ab 12.890 Euro erhältlich, der Mazda3 kostet mindestens 17.690 Euro.

News: Mazda2 – Klein aber erwachsen

Dank vieler neuer Modelle schwimmt Mazda derzeit auf einer Welle des Erfolgs. Seit einem knappen halben Jahr verstärkt zum Beispiel der Mazda2 die Flotte der Japaner, ein ansprechend aussehender Kleinwagen, der gegen Polo, Corsa und Co. antritt und sich dabei durchaus gute Chancen ausrechnet. Die von uns zum Test georderte mittlere Benzinermotorisierung (66 kW/90 PS) könnte in Deutschland die beliebteste Wahl werden.

Auch in der Kleinwagen-Klasse spielt die Optik mittlerweile eine wichtige Rolle, wie Wettbewerber á la Skoda Fabia oder Kia Rio beweisen. Aber beim Design kann der Mazda2 schon mal locker mithalten, mehr noch er wirkt mit seiner sportlichen Karosserie ausgesprochen ansprechend. Die Räder stehen nah an den Ecken der Karosserie, oder anders gesagt: Die häufig zitierten und als wenig dynamisch geltenden Karosserieüberhänge fallen kurz aus. Zudem rückte im Vergleich zum Vorgänger die Vorderachse um 8 Zentimeter nach vorne, die A-Säule wurde um ebenfalls 8 Zentimeter zurückversetzt. Das sieht zusammen mit dem leicht abfallenden Dach, der schönen Lichtsignatur und den sich über die gesamte Fahrzeugseite ziehenden Charakterlinien alles richtig gut aus.

Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt
Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt

Da der Mazda2 immer mit vier Türen ausgeliefert wird, gibt es beim Einsteigen keine Probleme, auf die Köpfe hinten einsteigender Passagiere hat die abfallende Dachlinie kaum Auswirkung. Und wenn vorne nicht gerade Menschen von über 1,90 Metern Länge den Sitz verstellt haben, können im Fond zwei Erwachsene durchaus eine längere Strecke kommod überstehen.

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt: Lüftungsdüsen, die auf den ersten Blick wie von Mercedes gestaltet aussehen, und in der von uns gefahrenen zweihöchsten (von vier) Ausstattungsstufen (Exklusive) wirkt auch der Kunststoff weich und gut verarbeitet. Leider ist der Beifahrersitz mal wieder nicht höhenverstellbar, was dem darauf thronenden Mitfahrer nicht gefallen wird. Ebenfalls nicht überzeugend gelöst ist der Zugang zum Kofferraum. Wer Gepäck in das mit 285 Litern klassenüblich große Gepäckabteil laden will, muss es zunächst über eine große Stufe wuchten. Das ist der Preis des schön gestalteten Hecks.

Pluspunkte sammelt Mazda wieder beim Antrieb. Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt. Unser Testverbrauch von 5,6 Litern – 1,1 Liter mehr als die Norm – war sogar eine positive Überraschung. Denn wir haben den kleinen Japaner durchaus flott bewegt und sind gewohnt, diese Art Fortbewegung gerade bei Motoren der 1,5-Liter-Klasse mit deutlicherem Mehrverbrauch bezahlen zu müssen. Nur bei der knackigen Schaltung hätten wir uns einen Gang mehr, nämlich sechs Stück, gewünscht. Dafür haben die Ingenieure dem Mazda ein wirklich fein abgestimmtes Fahrwerk mit auf den Weg gegeben, das ihm seine Agilität lässt und gleichzeitig die Passagiere nicht über Gebühr unter schlechten Straßen leiden lässt.

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt
Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt

Auch an solchen Dingen merkt man, dass der Mazda2 ein hochwertiges Fahrzeug ist. Und damit ist er (leider) auch nicht billig. In der von uns gefahrenen Version kommt er auf 16.290 Euro. Diese sogenannte Exklusive-Line umfasst unter anderem Klimaanlage, Start-Stopp-System, 7-Zoll-Farbbildschirm, elektrische Fensterheber vorn und hinten, ein vertikal und axial einstellbares Lenkrad, höhenverstellbarere Fahrersitz, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und einen Spurhalteassistent. Mit den eingebauten Sonderausstattungen wie Navigation (600 Euro), LED-Hauptscheinwerfer (650 Euro), Metallic-Lack (490 Euro) und anderen Extras summierte sich der Preis des Testwagens aber schon auf stolze 18.680 Euro. Der Mazda2 ist eben in jeder Beziehung ein richtig erwachsenes Auto.

Autor: Peter Eck/SP-X

Mazda2: Mit Anspruch nach oben

Was genau darf man sich eigentlich unter der Kodo-Designphilosophie vorstellen? Die Mazda-Designer könnten darüber womöglich stundenlang sprechen, während solche Theorie den meisten Kunden schlicht egal sein dürfte. Kurz gesagt: Der Wagen muss seinen potenziellen Käufer einfach auf den ersten Blick anmachen, ihn fesseln und bestenfalls dann nicht mehr loslassen. Der neue Mazda2 hat dieses Potenzial, obwohl er seinem Vorgänger in der Silhouette eigentlich gar nicht so unähnlich sieht. Doch der taufrische Jahrgang überzeugt unter anderem mit markantem Kühlergrill, schneidigen Scheinwerfern und sieht insgesamt einfach noch einmal deutlich besser aus.

Dass der Mazda2 mit einem Basispreis von 12.790 Euro nicht die günstigste Offerte am Markt ist, zeigt, mit welchem Selbstbewusstsein die Japaner den um 14 Zentimeter gewachsenen Kleinwagen positionieren wollen. Möchte der Kunde die 66 kW/90 PS-Version haben oder gar mit 85 kW/115 PS unterwegs sein, werden gar 15.290 bzw. 18.790 Euro fällig. Dieselfans bekommen ab 17.290 Euro einen komplett neu entwickelten Selbstzünder mit 77 kW/105 PS – der unterschreitet mit 89 Gramm CO2/km (3,4 l/100 km) die 100-Gramm-Schwelle.

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Für Kurse, mit denen sich auch ein Fahrzeug der Kompaktklasse finanzieren ließe, gibt es allerdings ein sehr erwachsenes Fahrzeug. Das Größenwachstum bezieht sich nicht nur auf die Außenlänge, sondern führt auch zu einem um 8 Zentimeter verlängerten Radstand, von dem insbesondere die Fondpassagiere profitieren. Viel Luft zwischen hinteren Sitzkissen und den vorderen Lehnen erlaubt selbst in der zweiten Reihe vergnügliches Reisen. Und die Sitze mit den straffen, aber kommod wirkenden Polstern machen ebenfalls eine gute Figur.

Mazda-Ingenieur Ayumu Doi nimmt den Mund nicht zu voll, wenn er verspricht, dass sich der kleine Mazda eine Klasse höher anfühlt. Schließlich sollte dem 2er auch eine ordentliche Langstreckentauglichkeit mit auf den Weg gegeben werden. Hierzu wurde nicht zuletzt das Geräuschverhalten optimiert und speziell Vibrationen getilgt, die gerne im Bereich des Bodens und der Sitzschienen auftreten. In der Tat – Vibrationen produziert der Japaner nicht. Und bis etwa 3.000 Touren machen sämtliche Benziner (1,5 Liter Hubraum) einen akustisch zurückhaltenden Eindruck, darüber hinaus werden die Vierzylinder natürlich präsent, alles andere würde jedoch auch verwundern.

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Wer meist auf kurzen Strecken unterwegs ist, kommt mit dem 55 kW/75 PS starken Grundaggregat wunderbar zurecht. Es wirkt nur minimal schlapper als die 66 kW/90 PS-Ausbaustufe. Besteht das Fahrprofil aber zu größeren Anteilen aus Autobahn, sollte man zur 85 kW/115 PS starken Topversion greifen, sofern das Budget reicht. Und bitte nicht täuschen lassen von 148 Nm Spitzendrehmoment, mit dem beide Maschinen aufwarten: Das 115-PS-Kraftwerk hält die maximale Zugkraft über einen deutlich weiter gesteckten Drehzahlbereich aufrecht, was es in der Praxis fülliger erscheinen lässt. So überholt der stärkste Mazda2 einen Lkw am Berg eben doch souveräner als seine schwächeren Brüder – und das auch ganz ohne Aufladung.

Darüber hinaus ist die Getriebeabstufung günstiger, denn es gibt schlicht eine Übersetzung mehr. Die Sechsgang-Box lässt sich zudem sehr leichtgängig schalten. Automatik-Liebhaber müssen übrigens zwingend zur 90-PS-Variante greifen, da sie als einzige mit einer sechsstufigen Wandlerautomatik (1.500 Euro) geordert werden kann. Auch dem Diesel bleibt diese Möglichkeit verwehrt – bei einem geschätzten Selbstzünder-Anteil von sechs Prozent hat sich diese Investition offenbar nicht gelohnt.

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Beim Fahrwerk gelang den Technikern ein feiner Kompromiss zwischen kommoder Abstimmung und einem dennoch hohen Maß an Agilität. Kurze Wellen absorbieren die Dämpfer wirkungsvoll; selbst auf harte Schlaglöcher reagiert der Kleinwagen sensibel und belästigt seine Insassen nicht über Gebühr.

Die müssen allerdings stark sein, wenn sie schweres Gepäck in den Kofferraum hieven wollen, denn die Ladekante hätte durchaus etwas niedriger ausfallen können. Einer sauberen Verarbeitung der etwas verspielt wirkenden Innenarchitektur steht eine Fülle an Lernstoff gegenüber: Speziell um alle Funktionen des recht komplexen Connect-Systems zu lernen, dürfte etwas Zeit ins Land gehen. Dafür thront der an ein Tablet erinnernde Bildschirm in stylischer Art über dem Armaturenbrett und lässt Assoziationen an die Mercedes-Welt anklingen. Je nach Ausstattung gibt es zudem entweder einen großen Drehzahlmesser in der Mitte samt digitalem Tacho oder einen elektronisch dargestellten Tourenzähler in Verbindung mit analog-mechanischem Tacho. In puncto Technik ist der Kleinwagen übrigens gar nicht so klein und wartet mit feinsten Features auf: autonomes Bremsen, LED-Vollscheinwerfer, Head-up-Display, schlüsselloses Schließsystem und Tempomat. Tatsächlich also ein Kleiner auch für die große Reise.

Autor: Patrick Broich/SP-X