Brabus tunt Mercedes E-Klasse – Look und Leistung

Wer die neue Mercedes E-Klasse (Typ W 213) etwas aufpeppen will, kann sich ab sofort an Brabus wenden. Eine kräftige Leistungsspritze macht unter anderem den E 350d deutlich antrittsstärker. Für die Mehr-PS wird von Brabus ein Zusatzmodul für die Motorsteuerung installiert. Im Fall des E 200 sorgt das Software-Tuning für ein Leistungsplus von 135 kW/184 PS auf 165 KW/225 PS…

Mercedes E-Klasse T-Modell – Aufmerksamer Luxus-Laster

Der Kombi ist ja eher ein europäisches Phänomen. Mag der automobile Lastesel auf den großen Absatzmärkten in China und den USA nur eine unbedeutende Nebenrolle spielen, auf dem Alten Kontinent, und hier speziell in Deutschland, wird er heiß und innig geliebt. Kein Wunder, dass Mercedes ein halbes Jahr nach der Limousine Ende Oktober auch das T-Modell der neuen E-Klasse in…

Mercedes E-Klasse T-Modell – Schöne, große Klappe

Mit gefälligerem Design und leicht erhöhten Preisen bringt Mercedes nach der E-Klasse Limousine nun auch die neue Generation des Kombis auf den Markt. In der Basisversion wird das sogenannte T-Modell von einem 2,0-Liter-Turbobenziner mit 135 kW/184 PS (E 200) angetrieben und kostet dann 48.670 Euro. Zugunsten einer durchgestylten Heckpartie verzichtet der Lademeister der Oberen Mittelklasse auf etwas Kofferraumvolumen. Bei i…

Verlängerte Mercedes E-Klasse – Aus China und nur für China

Er ist zwischen 35 und 50 Jahre alt, verdient eine Menge Geld, hat einen chinesischen Pass und sitzt im Auto meist auf einem der Rücksitze. So sieht der typische Kunde einer Art von Autos aus, die es in Europa nicht gibt. Deutlich verlängerte Versionen bekannter Limousinen der oberen Mittelklasse, die aus dem Fond des Autos eine Wohlfühllounge machen und in denen sich die Endlos-Staus der Metropolen komfortabel ertragen lassen. In China läuft nichts ohne die Langen, ob sie nun von BMW, Audi oder eben von Mercedes stammen. Insofern verwundert es nicht, dass Daimler mit großem Aufwand die Premiere der gleich um 14 Zentimeter gestreckten E-Klasse in einem riesigen Pekinger Fernsehstudio feierte, aus dem sonst beliebte Quizshows oder Pop-Konzerte gesendet werden.

Arbeitsplatz, Ruhesessel fürs Schläfchen zwischendurch, rollendes Besprechungszimmer oder einfach nur ein Ort, an dem man gerne von den Umstehenden gesehen werden will. Die Sitzanlage der langen E-Klasse bietet für alle Lebenslagen das Besondere
Arbeitsplatz, Ruhesessel fürs Schläfchen zwischendurch, rollendes Besprechungszimmer oder einfach nur ein Ort, an dem man gerne von den Umstehenden gesehen werden will. Die Sitzanlage der langen E-Klasse bietet für alle Lebenslagen das Besondere

Das Reich der Mitte ist längst der größte Markt für Mercedes. „Die Langversion der E-Klasse gehört zu unseren wichtigsten Modellen“, berichtet Ola Källenius, derzeit noch Vertriebsvorstand, bald aber der neue Entwicklungschef. „Bis auf die AMG-Modelle hatten alle E-Klassen den langen Radstand.“ Mit ähnlichen Versionen von Audi A6 und BMW 5er rangelt sich Mercedes um die Gunst der betuchten Kunden. Denn die Business-Klasse ist fest in deutscher Hand. Technisch identisch mit der bei uns seit einigen Wochen angebotenen normalen E-Klasse, besteht der Unterschied im gewachsenen Abstand zwischen den Achsen. Mit 3,08 Metern ist der um 14 Zentimeter länger, was nahezu komplett dem Platz auf den Rücksitzen zugute kommt. Die Gesamtlänge überspringt so die Fünf-Meter-Marke. Eine Art Maybach für all die Manager, die sich noch keinen Platz in der Luxusklasse erarbeiten konnten, aber aus der in China ebenfalls verlängerten C-Klasse herausgewachsen sind.

Da nur selten ein Mittelsitz im Fond genutzt wird, gibt es serienmäßig eine Mittelarmlehne mit reichhaltigem Innenleben
Da nur selten ein Mittelsitz im Fond genutzt wird, gibt es serienmäßig eine Mittelarmlehne mit reichhaltigem Innenleben

Arbeitsplatz, Ruhesessel fürs Schläfchen zwischendurch, rollendes Besprechungszimmer oder einfach nur ein Ort, an dem man gerne von den Umstehenden gesehen werden will. Die Sitzanlage der langen E-Klasse bietet für alle Lebenslagen das Besondere. Da nur selten ein Mittelsitz im Fond genutzt wird, gibt es serienmäßig eine Mittelarmlehne mit reichhaltigem Innenleben. Das Ablagefach ist beleuchtet, hält einen USB-Anschluss bereit. Gegen Aufpreis kann ein Touchscreen-Bedienfeld in die auf Wunsch sogar beheizbare Oberseite der Lehne integriert werden, vom dem aus diverse Funktionen der E-Klasse von hinten aus gesteuert werden. Das Smartphone kann kabellos geladen, mitgebrachte Getränke erwärmt oder gekühlt werden. Natürlich sind die hinteren Einzelsitze verstellbar, lassen sich je nach Lust und Laune des Fahrgastes temperieren.

Je nach Geschmack können edle Materialien für Sitze und Umgebung beim Kauf bestellt werden. Die Preisliste hält all die Feinheiten bereit, die auch im normal langen Modell zum Geldausgeben verlocken. Wer sich seine ganz persönliche Atmosphäre im Innenraum schaffen will, kann sich aus 64 Farben die zu ihm passende LED-Lichtstimmung zusammenstellen. Bestellbar sind auch all die technischen Leckerbissen der E-Klasse, die Mercedes unter dem Begriff „intelligenteste Limousine der Welt“ zusammenfasst. Modernste Assistenzsysteme mit Funktionen, über die bald auch autonom fahrende Autos verfügen, automatisches Einparken per App, zwei hochauflösende Monitore fast über die halbe Wagenbreite hinweg, Hochleistungsscheinwerfer mit je 84 LED-Elementen und vieles mehr.

Auf der Auto China in Peking ist die verlängerte Version der neuen Mercedes E-Klasse eine der wichtigsten Neuheiten
Auf der Auto China in Peking ist die verlängerte Version der neuen Mercedes E-Klasse eine der wichtigsten Neuheiten

Gebaut wird der Neuling nur in China und nur für China. Auf unseren Straßen wird die lange E-Klasse wohl nur dann unterwegs sein, wenn die chinesische Botschaft in Berlin oder große Konzerne ihre Dienstwagen nach Deutschland einfliegen lassen. Erkennbar wären die Exoten dann an den doch deutlich breiteren hinteren Türen und den zusätzlichen Dreiecksfenstern an der letzten Dachsäule.

(Peter Maahn/SP-X)

News: Mercedes E-Klasse – Eine Klasse besser

Mit der neuen E-Klasse will Mercedes einen großen Schritt Richtung Zukunft machen. Als „modernste Business-Limousine der Welt“ soll sie die Erzrivalen BMW 5er und Audi A6 in die Schranken weisen. Dafür brennen die Ingenieure unterm Blech und im Innenraum ein wahres Feuerwerk an Innovationen ab. Die Preisliste startet bei 45.303 Euro.

In Sachen Design tritt die Limousine klarer und eleganter auf als der Vorgänger. Die Grundzüge der Karosseriegestaltung übernimmt sie von C- und S-Klasse, für das Cockpit werden Elemente beider Vorbilder gemischt. Innen gibt es neben einem Tochpad mit Handschrifterkennung in der Mittelkonsole nun auch im Lenkrad berührungsempfindliche Flächen, die die Bedienung des Infotainment-Systems einfacher machen sollen. Der wahre Technik-Trumpf ist jedoch ein neuer Autopilot. Mit seiner Hilfe hält der Mercedes auf Autobahnen und Fernstraßen nicht nur automatisch den Abstand zum Vordermann konstant, sondern bleibt auch bei Geschwindigkeiten bis 210 km/h automatisch in der Spur. Hinzu kommen weitere Assistenzsysteme, etwa ein Ausweich-Helfer, der den Fahrer bei Notmanövern unterstützt oder eine handybasierte Einpark-Fernbedienung.

Vergleichsweise schmal wirkt das zunächst das Motorenprogramm. Zwei Triebwerke stehen zum Marktstart im Frühjahr zur Wahl: der aus dem Vorgänger bekannte Vierzylinderbenziner mit 135 kW/184 PS (E 200) sowie ein brandneuer Diesel (E 220 d). Mit dem 2,0 Liter großen Vierzylinder begeht Mercedes den Start einer neuen Familie von Selbstzündern und Ottomotoren, zu der künftig auch Drei- und Sechszylindermotoren in Reihenbauweise zählen werden. Das erste der Triebwerke leistet 143 kW/195 PS und stellt 400 Nm Drehmoment zur Verfügung; den Normverbrauch gibt der Hersteller mit sehr niedrigen 3,9 Litern je 100 Kilometer an. Für die Kraftübertragung sorgt jeweils eine Neungangautomatik. Beim Fahrwerk haben die Kunden die Wahl zwischen zwei unterschiedlich straffen Varianten mit Stahlfedern, einem Sportfahrwerk mit adaptiven Dämpfern und einer Luftfederung.

News: Mercedes E-Klasse – Großes Auto, kleiner Tank

Der Trick wird zur Methode: Mercedes schrumpft auch bei der Neuauflage der E-Klasse den Tank. Wie schon zwei Jahr zuvor beim Generationswechsel der C-Klasse sollen so Gewicht und Verbrauch sinken – allerdings auf Kosten der Kunden.

Gerade einmal 50 Liter fasst der Standardtank der neuen Business-Limousine E200, sieben Liter davon sind Reserve. Das ist so viel wie in der kompakten A-Klasse, einige Versionen des Einstiegs-Mercedes fassen sogar 56 Liter. Für ein Auto im Format der E-Klasse der Tank erstaunlich klein; der Vorgänger hatte noch mindestens 59 Liter an Bord, eine Generationen davor waren es sogar mindestens 65 Liter. Die direkte Konkurrenz bietet zurzeit auf jeden Fall deutlich mehr; beim Audi A6 sind es aktuell 73 Liter, beim BMW 5er 70 Liter. Dass Mercedes den Tank schrumpft, ist nichts Neues: Schon bei der Neuauflage der kleineren C-Klasse war das der Fall, damals noch massiver, von 59 auf schmale 41 Liter.

Der Grund für den Geiz bei der Tankgröße ist einfach: Es geht um Gewicht. 70 Kilogramm hat die neue E-Klasse gegenüber ihrem Vorgänger gespart – ein beachtlicher Wert in der Autowelt, in der mittlerweile jedes Gramm zählt. Ein ordentlicher Teil davon geht auf das Konto des Tanks. Die neun gesparten Liter Benzin wiegen immerhin rund 6,75 Kilogramm; weil der Tank für die DIN-Norm-Gewichtsmessung nur 90 Prozent voll sein muss, sinkt das Normgewicht der E-Klasse um rund sechs Kilo. Und auch bei der NEFZ-Verbrauchsmessung im Labor bringt der kleine Tank Vorteile – rund 2,7 Kilogramm, die nicht mehr mühsam unter Kraftstoffeinsatz bewegt werden müssen. Auf den ersten Blick Peanuts, für Daimler aber vor der Hintergrund strenger werdender CO2-Vorgaben und drohender Strafzahlungen unter Umständen viel Geld wert. Und: Die Gewichtsreduzierung gibt es für den Hersteller zum Nulltarif, kostet keinen Cent extra.

Der Kunde allerdinge hat von den Gewichtstricks keine Vorteile. Wollte er unbedingt sparen, könnte auch er einen großen Tank nur zur Hälfte befüllen. Will er lieber möglichst weit ohne Tankstopp kommen, kann er einen kleinen Tank nicht einfach doppelt voll machen. Auch das Argument, dass die sparsameren neuen Antriebe geringere Tankgrößen möglich machen zieht nicht. Denn beim Einstiegsmodell E200 hat sich der Normverbrauch mit dem Generationswechsel nicht groß geändert. Je nach Ausstattung und Reifengröße liegt er in der neuen Generation zwischen 5,9 und 6,3 Litern, beim Vorgänger waren es 5,8 bis 6,5 Liter. Nach spätestens 847 Kilometern muss der E200 also an die Zapfsäule. Bei Modellen wie den neuen Spardieseln kann der Vergleich etwas besser aussehen.

Kein Wunder, dass Mercedes Abhilfe anbietet. Zum „Selbstkostenpreis“ von 59 Euro (günstiger gibt es in der kompletten Liste nur noch den Aschenbecher und die separate Verriegelung für die Heckklappe) findet sich in der Optionsliste ein angemessen großer Kraftstofftank mit 66 Litern Volumen. Den dürfte dann wohl so gut wie jeder Kunde wählen.

News: Markenausblick Mercedes E-Klasse – Vorsprung durch Technik

Der Zeitpunkt für Mercedes ist denkbar günstig. Wenn die Stuttgarter im Frühling 2016 die nächste Generationen ihrer E-Klasse (intern W 213) zum Händler schicken, lassen sich die Business-Kunden mehr als ein Jahr lang mit den derzeit wohl modernsten Innovationen locken, die es im Automobilbau derzeit gibt. BMW wird erst 2017 mit dem neuen Fünfer kommen, Audi gar erst Anfang 2018 seinen A6 vorstellen. Ihre Messepremiere feiert die E-Klasse im Januar auf der Detroit Motor Show. Die Kombiversion (T-Modell) steht für Mai/Juni auf dem Plan. Etwas später wird es dann erstmals eine Art „Outdoor“-Version geben, etwas höher gelegt und mit rustikalerer Optik versehen, ähnlich wie es Audi mit dem Allroad-Avant erfolgreich praktiziert.

Schon jetzt lässt sich Mercedes zu den Themen Sicherheit und Fahrerassistenz in die Karten schauen. Die E-Klasse soll hier erneut Maßstäbe setzen und überholt zunächst sogar die S-Klasse. Im Bereich der passiven Sicherheit können Kunden ein Luftpolster in den Sitzflanken ordern, das sich im Falle eines Aufpralls von der Seite exakt zwei Zehntelsekunden vor Einschlag blitzschnell aufbläst und die vorne sitzende Person seitlich nach innen schubst. Neue Kamera-, Ultraschall- und Radarsysteme erlauben, dass die E-Klasse teilautonom unterwegs ist und eigenständiger bremst als jemals zuvor. Sie erkennt beispielsweise ein Stau-Ende mit drei blockierten Spuren ohne Ausweichmöglichkeit und leitet eine Vollbremsung somit deutlich früher ein als zuvor.

Dem Vordermann kann die neue E-Klasse bis zu einem Tempo von 200 km/h folgen. Bis 130 km/h braucht es dazu nicht einmal die weißen Linien auf der Straße, sondern der Wagen orientiert sich am übrigen Verkehrsfluss. Mercedes nennt es „Schwarmverhalten“. Öffnen und schließen lässt sich der Wagen künftig auch mit dem Smartphone, ebenso ferngesteuert in enge Parklücken oder in die Garage dirigieren. Hier haben sich die Stuttgarter allerdings von BMW die Wurst vom Brot nehmen lassen. Die Bayern bieten dieses Feature für 500 Euro bereits im neuen Siebener an. Dafür will Mercedes mit der sogenannten Car-to-X-Kommunikation glänzen, bauen es erstmals überhaupt in einen Pkw ein. Es soll frühzeitig vor Gefahren warnen, zum Beispiel vor einer Unfallstelle hinter einer Kurve.

Wie bereits bei der C-Klasse (W 205) besteht die Karosserie aus einer Mischbauweise aus Stahl, Aluminium und Magnesium und soll im Vergleich zur aktuellen Generation etwa 100 Kilogramm abspecken. Von knapp 10 Zentimeter Längenwachstum ist die Rede. Optisch wird sich die E- deutlich an die S-Klasse anlehnen, ein Tribut an die gute Aerodynamik. Mercedes plant, in dieser Disziplin in jedem Segment der Klassenprimus zu sein. Prinzipiell übernimmt die E-Klasse vom größeren Bruder auch das riesige TFT-Display im Armaturenbrett, vereinfacht aber die Bedienung. Der Kunde kann zudem zwischen einem herkömmlichen Dreh-Drücksteller oder aber einem großen Touchpad auf der Mittelkonsole wählen.

Bei den Antrieben bleibt es zunächst bei den bekannten V6-Motoren, die neu konstruierten Reihensechser folgen ab 2017. Lediglich der betagte 2,2-Liter-Diesel wird durch einen Zweiliter-Vierzylinder ersetzt, der natürlich leichter, laufruhiger und sparsamer sein wird. Bei den Benzinern beginnt der Einstieg ebenfalls mit einem Zweiliter-Turbo (M 274). Für ihn lautet das Ziel beim CO2-Ausstoß „unter 100 g/km“. Es wäre ein Bestwert im Segment. Noch 2016 wird unter der E-Klasse ein Plug-in-Hybrid-Antrieb (E 350 e) stecken. 2017 folgen die Derivate Coupé und Cabrio. Beide sollen sich im Frontdesign stärker als bisher von der Limousine unterscheiden. Beide werden zudem von AMG unter die Fittiche genommen und bekommen unter anderem das über 500 PS starke V8-Herz aus dem GT eingepflanzt.

Weltweit hat Mercedes im vergangenen Jahr 257.571 E-Klasse-Fahrzeuge (Limousine und Kombi) verkauft, ein Plus von 6,2 Prozent zu 2013. Mit der Baureihe W 213 wollen die Stuttgarter die Führung in diesem Segment verteidigen.

Autor: Michael Specht/SP-X

Mercedes E-Klasse: Ab 2016 Erste Klasse!

Nummer 5 lebt. Die fünfte Generation „Intelligence & Safety“

Einblicke in die Technik der nächsten E-Klasse

Es ist der Traum vom „autonomen“, der Traum vom „unfallfreien“ Autofahren. Im Prinzip träumen immer mehr Autofahrer davon. Je öfter man im Stau steht, desto öfter wünscht man sich den „Computer-Chauffeur“. Das geht den Stuttgartern nicht anders.

Bereits mit dem Facelift 2013 wurde die E-Klasse mit einer ganzen Armada an Sicherheits- und Assistenzsystemen ausgerüstet. „Intelligence & Safety“ nennen die Stuttgarter ihr umfassendes Sicherheits-Paket.

In Detroit 2016 wird die neue E-Klasse enthüllt, mit der jüngsten Generation werden die Stuttgarter den Luxus und die Sicherheit der „ersten Liga“,der S-Klasse, nach unten demokratisieren. Und erneut ausbauen. Mit der Präsentation der neuen E-Klasse wird man in Stuttgart den „Safety-Turbo“ zünden und die obere Mittelklasse mit dem großen E an die Spitze des Segments wuchten. Nichts geringer als die Benchmark will man darstellen. mein-auto-blog hatte in diesen Tagen die Gelegenheit, die ersten neuen Features direkt zu erleben.

Remote Parking, Car-t-X und Multibeam LED

Das Handy wird dank NFC-Funktechnik zum Fahrzeugschlüssel und eingeparkt wird darüber auch. Bei Mercedes-Benz will man das „Remote Parking“ für den Alltag einsetzen. Enge Parklücken, angeschrammte Türen und Baucheinziehen beim Ein- und Aussteigen sollen damit Geschichte sein. Basierend auf den Sensoren der Park-Distance-Control in Verbindung mit dem 360° Rundumblick lassen sich in der Zukunft die E-Klassen mit Automatikgetriebe und „Keyless-Go“ per optionalem  „Remote Park-Pilot“ per Handy einparken. Ganz im Ernst.

remote parking

Car-to-X

Ein anderer Punkt ist die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen. Nicht erst dann, wenn die Fahrzeuge autonom unterwegs sind, ist die direkte Verständigung von PKW zu PKW sinnvoll und nützlich. Stau auf der Autobahn? Unfall? Pannenfahrzeuge auf der Straße? Sobald das erste Fahrzeug via Radar-, Kamera oder Ultraschallsensoren ein Problem, ein Hindernis, schlicht eine Gefahrenstelle erkennt, kann es diese an das „Backend“ im Internet weitermelden. Von dort werden diese Informationen wiederum an die anderen Fahrzeuge, vorausgesetzt, es sind „neue E-Klassen“, weitergeleitet. Denn Mercedes-Benz wird mit dieser Technik eine Technologie-Führerschaft einnehmen. Die neue E-Klasse wird das erste Fahrzeug, bei dem diese Technik integrierbar ist.

car-to-x

 

Multibeam LED

84 LED-Chips auf einer Platine. Das ist die Grundlage für das neue Multibeam LED-Licht der Stuttgarter. Keine Lasertechnik mit sehr schmalen Einsatzszenarien, sondern Funktionen für den Alltag. Das ist der Denkansatz „beim Daimler“. Während die aktuelle CLS-Generation noch mit 24 LED-Modulen auskommen musste, wird Mercedes-Benz für die neue E-Klassen-Generation mit dem großen Werkzeugkasten ankommen.

Individuelle, intelligente und bedarfsgerechte Ausleuchtungen der Straße sind das Ziel der Daimler-Techniker.

Mit der Pixelzahl in LED-Scheinwerfern verhält es sich dabei wie mit der Anzahl der Pixel auf Bildschirmen: Je mehr einzeln ansteuerbare Bildpunkte, desto höher die Auflösung und umso feiner kann das Bild dargestellt werden. Zugleich ermöglicht eine hohe Pixelzahl eine größere Dynamik in der Darstellung. In der Wahrnehmung führt dies zu einer deutlichen Steigerung von Präzision und Brillanz.

 

Die jüngste Multi-Beam LED Generation von Mercedes wird mehrere Objekte "aussparen" und den Rest mit "Dauer-Fernlicht" beleuchten können.
Die jüngste Multi-Beam LED Generation von Mercedes wird mehrere Objekte „aussparen“ und den Rest mit „Dauer-Fernlicht“ beleuchten können.

Pre-Safe Sound

Wussten Sie das schon? Es gibt einen natürlichen Reflex im Mittelohr des Menschen. Der Stapedius-Muskel ist für den „Stapedius-Reflex“ zuständig. Bei plötzlichen lauten Geräuschen sorgt dieser Reflex für eine Abkopplung des Trommelfells. Diese Trennung schützt das Innenohr des Menschen vor einer Schädigung durch Lärm. Mercedes-Benz wird diesen Reflex nutzen, um via „PRE-SAFE Sound“ das Innenohr vor dem Auslösen des Airbags zu warnen. Erkennt das Pre-SAFE System eine unvermeidbare Kollision, wird über die Lautsprecher des Fahrzeuges ein Schall-Impuls gesendet, dieser soll wiederum bei den Insassen den Stapedius-Reflex auslösen. Unfassbar und klingt irgendwie nach Science-Fiction.

Im Falle des Pre-Safe-Paketes geht es jedoch nur um „Science“ und nicht um „Fiction“. Beruhigend.

Fazit:

Es klingt nur einleuchtend, wenn der Erfinder des Automobils auch der Erfinder des autonomen Fahrens sein wird. Die Techniken der neuen E-Klasse lassen einen ersten Einblick in die Zukunft zu und wieder einmal hat man das Gefühl, die Umsetzung von echter Sicherheitstechnik wird vor allem in Stuttgart unter dem Symbol des Sterns vorangetrieben.

Techniken wie „Pre-Safe Sound“ sind völlig neue Ansätze. Nicht nur, um Unfälle zu vermeiden, sondern eben auch die scheinbar unvermeidbaren Nebenfolgen von Sicherheitssystemen (Airbag-Knall) zu mildern.  Dass man im gleichen Ansatz auch das PR-trächtige Laserlicht auslässt und anstelle dessen lieber in die Umsetzung perfekter LED-Techniken investiert, wundert nicht.

Mit der E-Klasse wird Mercedes-Benz eine Zeitrechnung im Bereich der aktiven und passiven Sicherheit beginnen – davon sind wir überzeugt.

Sensoren in der Mercedes E-Klasse ab 2016
Sensoren in der Mercedes E-Klasse ab 2016.
Fotos im Artikel und Titelbild: Stefan Beckmann |Autoren: Stefan Beckmann, Bjoern Habegger, mit Material von Mercedes-Benz

Mercedes E-Klasse: Allrad-Diesel und Bord-Internet

Kurz vor dem Modellwechsel poliert Mercedes die E-Klasse noch einmal auf. Bei Limousine und Kombi kann nun der 125 kW/170 PS starke 2,1-Liter-Diesel mit Allradantrieb und Siebengangautomatik kombiniert werden. Die Preise starten bei 49.682 Euro, was einem Aufschlag von rund 5.300 Euro gegenüber dem handgeschalteten Modell mit Hinterradantrieb entspricht. Darüber hinaus führen die Stuttgarter neue internetfähige Infotainment-Systeme und überarbeitete Navigationsgeräte mit Echtzeit-Verkehrsmeldungen ein.

Die aktuelle E-Klasse ist 2013 umfassend überarbeitet worden. Für das kommende Jahr wird bereits das Debüt der komplett neuen Generation erwartet.

Autor: Holger Holzer/SP-X