Mini-Tuning – JCW-Power für Cooper S

Mini stellt auf der Essen Motor Show (bis 4. Dezember 2016) ein umfangreiches Tuningprogramm seine Modellpalette vor. Neben Anbauteilen und Fahrwerksoptimierungen gibt es auch ein Leistungskit, das den Cooper S auf das PS-Niveau des alten John Cooper Works hievt. Fahrwerksseitig lässt sich der Mini unter anderem mit der 1.650 Euro teuren Sportbremse des John Cooper Works aufrüsten. Für die Motorvariante…

Mini legt Sondermodelle Seven und Seven Chili neu auf – Schick und scharf

Mini Seven klingt in den Ohren der Ur-Mini-Fans nach Extra-PS und fahrdynamisch gehobene Freuden. Von beidem bietet die aktuell vierte Mini-Generation bereits genug. Deshalb beschränkt sich die Neuauflage des Seven auf eine noblere Ausstattungsversion auf Basis aller Cooper-Varianten.

Das neue Sondermodell bietet Mini nur für den klassischen Drei- sowie den neuen Fünftürer sowie für die Versionen Cooper, Cooper D, Cooper S und Cooper SD an. Vor allem mit seinem Außenstyling kann sich der Seven von seinen Cooper-Brüdern absetzen. Der Kunde kann zwischen vier Farbtönen wählen. Neu ist die besonders auffällige Farbe Lapisluxury Blue. Unabhängig von der Außenfarbe sind bei allen Seven-Versionen das Dach und die Außenspiegel in Silber lackiert. Mit 17-Zoll-Alus, Seven-Einstiegsleisten, silbernen Rallyestreifen auf der Motorhaube sowie dem Seven-Logo in der Flanke distanziert sich der Sonder-Mini zusätzlich von den normaleren Cooper-Versionen.

Mini Seven: Mit einer kleinen Sieben verweist die Ausstattungsvariante auf ihren Sonderstatus
Mini Seven: Mit einer kleinen Sieben verweist die Ausstattungsvariante auf ihren Sonderstatus

Auch innen wurde der Mini Seven aufgewertet. So dürfen die Insassen auf Sitzen mit speziellen Stoff-Leder-Bezügen Platz nehmen. Außerdem sorgen schwarze Klavierlack-Oberflächen und ein Seven-Logo im Cockpit für einen etwas exklusiveren Touch.

Wem die Exklusivität des Seven nicht reicht, kann alternativ den Mini Seven Chili bestellen. Dieses erweiterte Sondermodell bietet zusätzlich noch LED-Scheinwerfer, weiße Blinkergläser, eine Klimaautomatik, einen Bordcomputer, ein Sport-Lederlenkrad, einen Regensensor und einiges mehr.

Der Innenraum des Mini Seven bietet etwas mehr Schick
Der Innenraum des Mini Seven bietet etwas mehr Schick

Marktstart für das Sondermodell Seven ist am 1. Juli 2016. Für Cooper und Cooper D beträgt der Aufpreis 2.500 Euro, für die Versionen Cooper S und SD sind es jeweils 1.700 Euro. Somit ist der Mini Cooper Dreitürer in der Seven-Edition ab 22.490 Euro zu haben. (Mario Hommen/SP-X)

Jetzt schlägt´s Sieben – Der Mini Seven

Das erste Design-Modell der aktuellen Mini Generation zeigt sich in Gestalt des Mini Seven. Der kultige Kleinwagen ist als Drei- und Fünftürer erhältlich, wobei letzterer satte 72 mm länger ist und damit das klassische Konzept hinter sich lässt. Als Seven soll der Mini aber den Premium-Charakter widerspiegeln, der ihm ohnehin schon durch seine BMW-Wurzeln in die Wiege gelegt wurde. Hinzu gesellen sich ein individueller Stil, exklusive Design-Elemente innen wie außen und eine ordentliche Ausstattung. Read more

Mini Werbung zum Superbowl 2016: Gegen das Schubladendenken

Nicht explizit für den Superbowl konzipiert, überzeugt der Mini-Werbespot dennoch. #DefyLabels bezieht Stellung gegen Vorurteile und Schubladendenken. „Niemand anderes definiert dich, nur Du definierst dich“! Mit Größen wie Tony Hawk, Harvey Keitel, Serena Williams oder Abby Wambach hat Mini einen Werbespot geschaffen, der zum nachdenken anregt. Leider nur für den US-Markt gedacht.

 

 

News: Mini Clubman – Praktischer Spaßmacher

Nach der Neuauflage des Mini im vergangenen Jahr, arbeitet die Marke eifrig daran, die komplette Modellfamilie zu aktualisieren. Zunächst wurde ein richtiger Fünftürer nachgelegt, im Herbst folgt nun mit dem Clubman der neue Kombi. Anders als sein Vorgänger, der mit nur drei Türen etwas seltsam anmutete, muss der Neue nicht mehr um jeden Preis auffallen und bekam daher eine zweite Fondtür spendiert, was ihn deutlich praktischer macht. An seinem Markenzeichen dagegen haben die Designer nichts geändert: Nach wie vor gelangt man in den Kofferraum durch zwei seitlich aufklappende Türen, die auch die überdimensionalen und neuerdings quer liegenden Rückleuchten tragen. Die sogenannten Split Doors reagieren jetzt optional auch auf einen Fußschwenk unter der Heckschürze und öffnen sich dann, zumindest meistens, wie von Zauberhand; schließen muss man allerdings immer selbst. Als Cooper Clubman mit 100 kW/136 PS werden 23.900 Euro fällig. Den Preis für die Basisversion One mit 102 PS hat Mini noch nicht bekanntgegeben.

Hinter den Türen verbergen sich 345 Liter Stauraum, das reicht locker für zwei Handge-päckskoffer und ein paar kleinere Taschen; wer keine Gäste auf der geräumigen Rück-bank hat, kann durch Umklappen der Lehne den Laderaum auf 1.250 Liter erhöhen. Das sind über 300 Liter mehr als bisher, womit der Clubman zu seinen weniger avantgardisti-schen Mitbewerbern wie Seat Ibiza ST oder Renault Mégane Kombi aufschließt: Kein Wunder, hat er doch in der Länge um gut 30 Zentimeter auf 4,25 Meter zugelegt. Davon profitieren freilich auch die Passagiere: Nicht nur im Fond, auch in der ersten Reihe sitzt man luftiger als im Vorgänger.

Und man findet sich in einer ganz anderen Qualitäts-Welt wieder: Zwar setzt Mini nach wie vor auf das verspielte Design, das große Rundinstrument in der Mittelkonsole und die an ein Flugzeug erinnernden Kippschalter, doch wirkt der Innenraum der neuen Mini-Generation gereifter, hochwertiger und die verwendeten Materialien fassen sich besser an. Auch die Bedienung ist intuitiver, die Fensterheber finden sich zum Beispiel jetzt in den Türen und nicht mehr in der Mitte. Nur der Controller für das Infotainmentsystem sitzt für unseren Geschmack zu weit hinten.

An den Start geht der Mini mit je drei Turbo-Benzinern und -Dieseln; die beiden schwächeren Ottos arbeiten mit nur drei Zylindern und entwickeln 75 kW/102 PS (One) und 100 kW/136 PS (Cooper); beide sollen mit 5,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer auskommen. Der Cooper S braucht gut einen Liter mehr, setzt dafür aber auch auf einen Zweiliter-Vierzylinder, dem 141 kW/192 PS und 280 Newtonmeter Drehmoment entspringen, die schon bei niedrigen 1.250 Umdrehungen anliegen, und vor allem auf nasser Straße die Vorderräder gern zum Durchdrehen bringen. Ist ausreichend Traktion da, beschleunigt der Kombi mit ordentlich Turbo-Wumms in 7,2 Sekunden mühelos auf Tempo 100 und weiter bis 228 km/h. Klanglich hält er sich dagegen selbst im Sportmodus zurück; vielleicht schon in vorauseilender Ehrfurcht vor dem sicher bald kommenden John-Cooper-Works-Modell. Das gilt aber nur für den Motorsound: Die Abrollgeräusche dringen dagegen ausgesprochen laut in den Innenraum.

Wie bisher obliegt die Kraftverwaltung einem manuellen Sechsgang-Getriebe, auf Wunsch steht aber erstmals auch die Achtgang-Wandlerautomatik aus dem BMW-Regal bereit. Die arbeitet so schnell, präzise und unmerklich, dass ihr eigentlich immer der Vorzug zu geben ist. Vorausgesetzt man ist bereit, 2.000 Euro extra zu bezahlen. Und: In den Genuss kommen lediglich die Vierzylinder-Modelle, die Motoren mit nur drei Brennkammern können nur mit einer Sechsgang-Automatik gekoppelt werden. Auf der Dieselseite trifft das nur das Basis-Modell One D mit 85 kW/116 PS, das mit 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch der sparsamste im Bunde ist. Die Vierzylinder Cooper D (110 kW/150 PS) und Cooper SD (140 kW/190 PS) brauchen aber nicht viel mehr, sie nehmen sich nach Norm knapp über vier Liter.

Mit den größten Sprung hat in der neuen Mini-Generation das Fahrwerk gemacht, das jetzt nicht nur das vielzitierte Go-Kart-Feeling bietet, sondern auch noch den Komfort, den vorherige Generationen vermissen ließen; dank adaptiver Dämpfer kann der Fahrer inzwischen sogar Einfluss darauf nehmen. Von dem neuen Unterbau profitiert auch der Clubman, der sich wie sein kleiner Bruder lustvoll auf jede Kurve stürzt und stets danach strebt, den Lenkbeefehl des Fahrers so direkt wie möglich umzusetzen. Da können sich vergleichbare Kleinwagenkombis eine Scheibe von abschneiden.

Der Fahrspaß allerdings schlägt sich nicht nur in einem deutlich über der Normangabe liegenden Verbrauch wieder. Auch Mini lässt sich dafür fürstlich entlohnen. Zwar sind die One-Modelle noch nicht eingepreist, dafür aber der Cooper: Der startet bei 23.900 Euro, die Basis dürfte demnach bei deutlich über 20.000 Euro beginnen. Für maximalen Fahrspaß im Cooper S müssen 27.500 Euro beglichen werden. Einziger bislang bekannter Dieselpreis ist der des Cooper D: 26.900 Euro. Bei diesen Tarifen dürfte es allerdings selten bleiben, schließlich bietet die Sonderausstattungsliste inzwischen deutlich mehr als nur Radio und Klimaanlage, was beides sogar serienmäßig an Bord ist: LED-Scheinwerfer, Navigations- und Infotainmentsystem mit Onlinezugang, Head-up-Display, Abstandstempomat, Sportsitze, edles Leder, 19-Zoll-Räder und eben die Automatik können den Preis locker nochmal um zehntausend Euro in die Höhe treiben.

News: Mini mit 300 PS – John, der Stärkere

Über 200 PS im Mini John Cooper Works reichen nicht? Tuner Krumm-Performance macht den starken Kleinwagen jetzt noch stärker. Dank Softwareoptimierung kommt der Brite nun auf 213 kW/300 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern.

Im Interieur erhält der Kleinwagen ein an den Rennsport angelehntes Lenkrad sowie Sechspunkt-Gurte.
Im Interieur erhält der Kleinwagen ein an den Rennsport angelehntes Lenkrad sowie Sechspunkt-Gurte.

Für 5.000 Euro sind neben der Leistungsspritze unter anderem noch diverse Hitzeschutzbleche und ein Renn-Ladeluftkühler Bestandteile des Performance-Paketes. Außerdem können Interessenten ihren Mini zusätzlich noch mit einem speziellen Getriebe (2.150 Euro), einer Rennkupplung (1.620 Euro) oder Rennbremsen (3.300 Euro) ausrüsten.

Um den Krawallmacher von den anderen Minis zu unterscheiden, bietet Tuner Krumm für 600 Euro eine spezielle Frontlippe und einen Heckdiffusor an.
Um den Krawallmacher von den anderen Minis zu unterscheiden, bietet Tuner Krumm für 600 Euro eine spezielle Frontlippe und einen Heckdiffusor an.

Um den Krawallmacher von den anderen Minis zu unterscheiden, bietet Tuner Krumm für 600 Euro eine spezielle Frontlippe und einen Heckdiffusor an. Im Interieur erhält der Kleinwagen ein an den Rennsport angelehntes Lenkrad sowie Sechspunkt-Gurte. Als Basis für die Umbauarbeiten dient ein John Cooper Works. Das aktuelle Modell mit 170 kW/231 PS kostet knapp 30.000 Euro.

Autor: Adele Moser/SP-X

Autonews – Der Wochenrückblick KW 24

1. Cadillac on Tour

Cadillac reist quer durch Deutschland, Schweiz und Luxemburg. Auf der „On Tour“-Roadshow geht es über einen Zeitraum von fünf Wochen an 22 Veranstaltungsorte in zwölf Städten. Zu sehen: der brandneue CTS, der ATS, der Crossover SRX und, neu im Programm, die Corvette, die selbstverständlich auch für Probefahrten zur Verfügung stehen werden. Wetten, da gibt es bei den über 10.000 erwarteten Besuchern jede Menge Gedränge? Für ein abwechslungsreiches Programm ist ebenfalls gesorgt, das die Besucher zusätzlich zur umfassenden Testflotte unterhalten soll. ampnet_photo_20140607_082098 ampnet_photo_20140607_082097

2. Land Rover präsentiert sich abenteuerlustig

Auf der „Abenteuer & Allrad“ Messe, der größten Offroad-Show Europas in Bad Kissingen, zeigt sich Land Rover von seiner abenteuerlustigen Seite. Die Erwachsenen wollen spielen und das im großen Stil. Zu sehen sind die Modelle Defender Jahrgang 2015, das Sondermodell Discovery „XXV“ und ein Fahrzeug der neuen Rallye-Serie Defender Challenge. Zusätzlich zu der ganzen Menge PS auf vier Rädern fand auch ein Qualifikationscamp zur nächsten Land Rover Experience Tour statt. Diese führt 2015 ins Outback Australiens und sucht unternehmungslustige Abenteurer, die Teamgeist an den Tag legen können.ampnet_photo_20140204_075478ampnet_photo_20140305_077294

3. Tesla tankt ab 2015 Sonnenschein

Elektroautos sind leise und ohne produzieren keine Abgase. Doch ihre Akkus werden mit Strom gefüllt, der meistens auf nicht sehr umweltfreundliche Weise porudziert wurde. Der amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla setzt daher auf Ökostrom aus Wind- oder Wasserkraft und kooperiert nun auch mit dem deutschen Spezialisten Solarworld. Schon bald ermöglicht Sonnen-Strom das Fahren komplett ohne CO2. Die Caports mit Solarelementen auf dem Dach versorgen die Tesla Fahrzeuge mit Strom versorgt. Bei durchschnittlicher Sonnenscheindauer sind das etwas 2200 Kilowattstunden. Das ist genug um einen Tesla in etwa 12.000 Kilometer ohne weitere Kosten fahren zu lassen. Na denn, Waldmanns Strom!

ampnet_photo_20130724_064836

James Lipman / jameslipman.com UK 07803 885275


4. Mehr Wroom für MINI

Ab Juli 2014 erweitert MINI sein Motorenprogramm um zwei neue Triebwerke. Der Cooper SD bringt eine stärkere Dieselvariante und der One First kommt mit einem neuen Benziner Einsteigermodell. Ersterer ist ein 2,0-Liter-Motor der 170 PS und ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmeter liefert. Die null auf 100 km/h schafft er damit in netten 7,3 Sekunden bei einem Normverbrauch von ca. 4,1 Litern. Das neue Einstiegsmodell ist ein 1,2-Liter großer Dreizylinder der 75 PS und ein Drehmoment von 150 Nm auf die Reifen drückt. Der Kleine braucht 12,8 Sekunden um die 100 km/h bei einem Normverbrauch von ca. 5,2 Liter zu packen. Na, ein Anfänger kann auch mal länger brauchen gell?

ampnet_photo_20140610_082144

ampnet_photo_20140610_082145

5. Topmodell VW Amarok Ultimate

Ein Pick-Up vermittelt immer etwas von grenzenloser Freiheit. Endlose Straßen und Unabhängigkeit. Mit dem neuen Amarok von Volkswagen läuten die Wolfsburger ein neues Modelljahr ein. Acht-Gang-Automatik, permanenter Allradantrieb, TDI-Motoren und eine veränderte Front-Optik machen den Amarok zu einem echten Hingucker. 19-Zöller, ein spezieller Schriftzug, ein silberner Design-Unterfahrschutz und seitliche Schwellenrohre in Chrom unterstützen das Äußere. Den Innenraum werten anthrazit-titanschwarze Sitzbezuge in feinstem Alcantara Leder und spezielle Velour-Fußmatten auf. Wenn man sich dazu noch eine der stylischen Farben mit den Namen Candy-Weiß, Natural Grey, Reflexsilber, Starlight Blue, Toffeebraun und Deep Black aussucht, gibt es kein Halten mehr.

ampnet_photo_20140611_082214

ampnet_photo_20140611_082215

6. Ab in den Urlaub mit dem Citroen Jumpy by Westfalia

Bald beginnt die Ferienzeit und man möchte mit den lieben Kleinen auf große Tour gehen. Das geht gut mit dem Citroen Jumpy by Westfalia, das neueste Freizeitfahrzeug auf dem Markt. Das auf dem Jumpy Multispace Tendance basierende Fahrzeug bietet einigen Komfort für die lange Tour. Drehbare Sitze vorn, eine eigebaute Küchenzeile mit zweiflammigen Gasherd, Spüle und Kühlbox und jede Menge Platz zum Verstauen der ganzen Utensilien sind nur einige praktische Möglichkeiten, die der neue Citroen Jumpy by Westfalia zu bieten hat. Vier Schlafplätze, eine Standheizung und einen Anschluss für bieten den größtmöglichen Komfort. Da kann die Ferienzeit doch endlich starten, oder?

ampnet_photo_20140612_082259

ampnet_photo_20140612_082260

ampnet_photo_20140612_082262

Fotonachweis: Hersteller

Da ist gar nichts mehr Mini

Vier Generationen des Mini in einem Bild. Vier Generation die nur eines zeigen: Ungezügeltes Wachstum und eine ständig ansteigende Dachhöhe des einst so kompakten Masterpiece von Sir Alec Issigonis.

War der Ur-Mini einmal ein cleveres Auto mit einer Gesamtlänge von nur wenig mehr als drei Metern, ist der aktuelle Mini (F56) eine BMW-Konzernwurst mit bald 4.5 Metern Gesamtlänge und einer Innovationsfreude die auf dem Niveau von Lada angekommen ist. Doch halt, Standlichtringe und LED-Rückleuchten sowie BMW-nihilistische Dreizylinder Motoren unter der Motorhaube. Eine Motorhaube, so groß, dass früher ein echter Mini darunter Unterschlupf gefunden hätte.

go home mini, you’re drunk!

Fetter BMW F56 - auch bekannt als New mini Mk3

 

Nr. 7 lebt: Der MINI JCW Paceman

Paceman heißt die siebte MINI-Baureihe und ist damit das erste Modell, das namentlich keine Anleihen in der Historie des bis 2000 produzierten Classic Mini nimmt. Wie auch? 1959 sprach noch niemand von SUVs und erst recht nicht von SACs. Dieses Kürzel steht für Sports Activity Coupé und ist der Oberbegriff für einen Trend, den der Mutterkonzern mit dem BMW X6 ins Rollen gebracht hat. Geländewagen-Coupés.

Verstehen muss man diese Fahrzeuggattung nicht, aber wenigstens sollte man sie mal gefahren haben, um sich ein Bild von dieser skurrilen Idee zu machen. Da mit der Markteinführung Mitte März auch sofort das 218 PS starke Topmodell zur Verfügung steht, haben die Testfahrer den MINI John Cooper Works Paceman erklommen und eine flotte Runde durch den Odenwald gedreht.

Mini-Cooper-01-Paceman-Works

Langer Name für einen nicht wirklich kurzen MINI und die Front verrät auch, warum: Die Basis für den Dreitürer ist sein fünftüriger Bruder Countryman, dem man einfach seine zwei hinteren Türen operativ entfernt hat und zusätzlich die Dachlinie etwas straffer und flacher über die vier Sitzplätze gezogen hat. Zusätzlich hat man statt den stehenden Rückleuchten des Landmans, die im Entfernten noch an das Original von 1959 erinnern, dieser Baureihe waagerechte und basedowartig herausglubschende Rückleuchten in die üppig betonten Hüften gezimmert. Das wirkt durchaus frisch, ist aber weit entfernt von coupéhafter Eleganz.

Dieser Viermeter-MINI ist also weder Fisch noch Fleisch und leider gibt auch das Fahrverhalten keinen Aufschluss, was speziell das sportliche Topmodell eigentlich sein will. Das fühlt sich zwar alles durchaus knackig an und der 1,6-Liter-Turbomotor leistet auch ordentliche 300 Newtonmeter an die serienmäßig vier angetriebenen Rädern und verhilft dem Paceman so zu ordentlichen Fahrleistungen (6,9 s auf 100 km/h und 226 km/h Spitze), doch für den richtigen JCW-Kick fehlen dem 1,5-Tonner mindestens weitere 30 Pferde.

Und selbst das Raumkonzept ist zwittrig, denn hat man erst einmal den loungeartigen Fond erklommen, fühlen sich auch großgewachsene Menschen durchaus wohl auf den hinteren Einzelsitzen, doch Lounge bedeutet immer auch ein wenig gediegene Eleganz. Diese will der MINI mit seinem durchschnittlichen Hartplastik-Ambiente trotz geschmeidiger Ledersitze im Pfeifendesign mit farbigen Kedern nicht so ganz gerecht werden

Mini-Cooper-Paceman-Works-Cockpit-640x426

Für welche Käufergruppe ist das mindestens 35.950 Euro teure Topmodell der verflixten siebten Baureihe also gedacht? Für den cosmopoliten Lifestyler trägt das serienmäßige Aerodynamikpaket zu sehr auf, für die dynamische Familienmutter ist er trotz ordentlichem Kofferraumvolumen zu unpraktisch und für den ambitionierten Kurvenräuber bietet der Paceman selbst mit dem optionalen 19“-Radsatz zu wenig des vielgepriesenen Go-Kart-Feelings.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich der MINI mit dem Entwicklungscode R61 am Markt behaupten wird. Konkurrenz hat der Paceman aktuell nur wenig zu befürchten. Allein der dreitürige Range Rover Evoque kann in die Kategorie der kompakten SUV-Coupés eingestuft werden, ist jedoch deutlich undynamischer und teurer.

Mini-Cooper-09-Paceman-Works Mini-Cooper-07-Paceman-Works Mini-Cooper-06-Paceman-Works Mini-Cooper-05-Paceman-Works Mini-Cooper-03-Paceman-Works Mini-Cooper-04-Paceman-Works Paceman-Mini-Cooper-Works-Schriftzug