Paris 2016: Die harte Realität

Mit einiger Verwunderung haben wir bereits vom Salon in Paris berichtet. Wo sie also schon bloß herkömmliche Modelle mit konventionellen Motoren und überschaubarer Technik feilbieten – was bekommt man als Kunde tatsächlich?

Und wir meinen jetzt abseits vollausgestatteter Presse-Testwagen, hochsubventionierter Firmenleasing-Kalkulationen, sondern: echte Autos, bezahlt mit echtem Geld.

Da wären: Nissan Micra, Suzuki Ignis, Opel Karl Rocks und Citroën C3. Alle fischen im Haifischbecken unter 15.000 Euro, alle wollen sie ein bisschen Lifestyle bieten, ein bisschen Show und eine gewisse Andersartigkeit zum Establishment.

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Bei genauerem Hinsehen fällt dir aber der Kitt aus der Brille.

Was dort mittlerweile für Materialien eingesetzt werden, macht sprachlos. Wir sind da jetzt wirklich keine großen Fetischisten, aber wenn eine ganze hintere Türtafel aus einem gepressten Stück Hartplastik besteht? Wir reden da jetzt gar nicht über Anfassqualität, Haptik, Geruch und Geräusch. Alleine so etwas anschauen zu müssen, ist eine Beleidigung – auch (und gerade!) für 15.000 Euro.

Ein bisschen Farbe, ein bisschen Stoff, ja vielleicht sogar etwas Design? Sicher, es kostet Geld. Aber ist es der Kunde nicht wert? Muss man wirklich den Gewinn derart optimieren, dass der Look zwar auf den ersten Blick „cool“ ist, er sich beim zweiten aber als totale Katastrophe entpuppt? Klar, wie oft fahren wir mit Passagieren, wer sitzt in seinem eigenen Auto schon oft hinten – das alles sind Argumente. Und der Hersteller nutzt sie, um schamlos den Preis hoch zu halten, ohne Gegenwert zu bieten.

Früher – und das meinen wir ernst – hat es das so noch nicht gegeben. Alleine, weil es nicht die Möglichkeit gab, solche großen Spritzguss-/Kunststoffformteile in einem Stück in Freiform herzustellen. Damals gab es vielleicht ein bisschen nacktes Blech zu sehen, doch immerhin war es dann: Abwechslung, bunt, fröhlich. Wer dagegen den hinteren Türgriff im Ignis zwei-, dreimal zumacht, der bekommt der Dreck aus dem offenporigen (!), weißen Kunststoff schon gar nicht mehr raus. Hauptsache aber, der Coffee-to-Go-Becher hat seine passgenaue Aussparung bekommen.

Und ja, mögen Karl und Ignis in einem wirklich preisumkämpften Segment antreten, gerade dem neuen Micra hätten wir mehr zugetraut. Von außen ist er ein sehr gelungener Wurf, auch die Fahrerposition sitzt wirklich gut. Feines Lenkrad, gute Ergonomie und vorne eben auch ansprechende Materialien. Nur hinten dann eben die gleiche Katastrophe wie bei einem Dongfeng. fabian-mechtel-paris-019-haptik-verarbeitung fabian-mechtel-paris-021-haptik-verarbeitung fabian-mechtel-paris-020-haptik-verarbeitung

Die wohltuende Ausnahme – und deshalb unser tatsächlich größtes Messehighlight – war der C3 von Citroën. Man muss ihn als geschmacksneutralen Cactus sehen, der all die genialen Ideen des großen Bruders in einen massenverträglichen Look gepackt hat. Hier stimmt wirklich alles: außen nett, tausendfach kombinierbar in den wildesten Farben. Innen mit feinen Bezugsstoffen (und große Auswahl bei selbigen), durchdachtem Armaturenbrett und aufmerksamen Details. Vor allem aber gutem Design und ansprechendem Material.

Kurz: der Citroën C3 ist einfach liebevoll gemacht.

Dieses Attribut geht den anderen Herstellern völlig ab. Der Rubel muss rollen, sonst zählt wenig. Dumm nur, wenn der Kunde irgendwann keine Lust mehr hat, einfach nur Geld für einen schönen Schein aus der Tasche gezogen zu bekommen, am Ende dann aber in der harten (Plastik-)Realität absteigen muss.

Ein bisschen Freude am Auto, ist das wirklich so schwer?

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Paris 2016: Porsche 911 GT3 Cup

Schattenparker

Stell’ Dir vor, der neue GT3 ist da und keiner bekommt es mit. Was unglaublich klingt, ist in Paris dieser Tage passiert.

Denn wo die ganze Weltöffentlichkeit von ID, EQ, Amperä und der Rettung der Automobils im Allgemeinen spricht, musste man wohl auch bei Porsche kräftig ins Nachhaltigkeitshorn stoßen. Deshalb gehörte die große Bühne dem Panamera e-Hybrid. Ein bisschen elektrischer, ein bisschen stärker, ein bisschen sparsamer, ein bisschen infotainmender – was zu erwarten war.

Spannender indes: abseits im Schatten des Messestandes parkte der neue 911 GT3 Cup. Immerhin das meistverkaufte Motorsport-Fahrzeug aller Zeiten. 3031 Stück haben sie seit 1998 ausgeliefert, notierte die Pressemitteilung, in der der Rennwagen immerhin einen eigenen Absatz für sich beanspruchen durfte, während er in der Pressekonferenz des neuen Chefs Blume komplett unter den Tisch fiel.

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Warum seine Präsentation aber so wichtig ist?

Weil es ganz normal der neue Straßen-GT3 ist!

Und die frohe Kunde ist nicht, dass wir schon ein paar Tage früher das neue Design des Serienautos sehen dürfen, das die montierten Stoßfänger des 911 Cup unverändert übernehmen wird, nein: es ist der Antrieb.

4.0 Liter. Sauger. Handgeschaltet.

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Also all’ das, wo beim 911R aktuell je nach Spezifikation bis zu einer dreiviertel Million Euro gezahlt wird. Nur wird der GT3 eben für jeden zu kaufen sein und nicht bloß an handverlesenes Wunschpublikum.

Die technischen Daten lesen sich derweil feinst. 3996 Kubikzentimeter Hubraum, erspielt aus 102mm Bohrung und 81.5mm Hub. Bekannt von den mächtigen Brüdern, doch: mehr Drehmoment. 480Nm weist das Datenblatt für den 911 Cup aus, das sind immerhin 20Nm mehr als bei GT3 RS und 911R. Die Spitzenleistung ist derweil auf 485PS gesunken, irgendeinen Kompromiss muss es beim Nockenprofil trotz ein- wie auslassseitiger Verstellmöglichkeit schließlich geben.

Erklärbar ist das sicher auch mit dem Drehzahlniveau. 8500 Touren sind es, die der neue Motor nur mehr drehen darf, die Spitzenleistung wird gar schon bei 7500 Umdrehungen erreicht. Zur Erinnerung: der alte 4.0er durfte 8000 mal pro Minute und gipfelte bei 8250, ebenda auch der kleine 3.8er aus dem Standard-Straßen-GT3, der allerdings dank des kleineren Hubs die magische 9000er-Marke feiern durfte.

Ein möglicher Schlüssel abseits eines anderen Nockenprofils durfte eine massive Verbesserung der Reibleistung sein. Im Ventiltrieb finden sich erstmals seit sehr langer Zeit wieder starre Schlepphebel. Diese sind dazu noch DLC-beschichtet, was sich mit „diamantgleichem Kohlenstoff“ übersetzen lässt und nicht nur unfassbar glatt, sondern ebenso widerstandsfähig ist. Dazu kommt ein neues Verfahren der Laufbahnbeschichtung des Aluminiumblocks. Man vertraut erstmals bei den GT3-Motoren auf ein neues PTWA-Verfahren, das zur Gattung des thermischen Plasmaspritzens gehört: RSW, also „rotating single wire“, bei dem ein rotierender Draht unter der Hitzeeinwirkung eines Gasplasmas verflüssigt wird und unter Druck auf die Zylinderwand gespritzt wird.

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Wer hier jetzt nicht mehr genau folgen konnte, dem sei gesagt: es ist der stabilste und dabei reibungsärmste Wasserboxer, der je die Werkshallen in Zuffenhausen verlassen hat.

Neu außerdem ist die Kurbelwelle mit zentraler Öleinspeisung, eine Zentrifuge zur besseren Entschäumung und damit weniger Panschverlusten im Kurbelgehäuse, eine optimierte Ölabsaugung in den Köpfen und eine mechanische Druckregelung der Ölpumpe.

Ach ja, die wunderbar breite Vorderachse des GT3 RS bekommt übrigens tatsächlich nur der Cup-Renner. Die Straßenversion bleibt bei der bekannten 1551mm breiten Spurweite vorne. Doch das macht gar nichts, schließlich wiederholen wir die wichtigsten Fakten der wichtigsten Neuvorstellung in Paris gerne noch einmal:

4.0 Liter. Sauger. Handgeschaltet.

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Weltpremiere: „Nummer fünf lebt“ Nissan Micra

Kaum eine Pkw-Baureihe hat sich von Generation zu Generation derart konsequent verändert wie der Nissan Micra. Auch die neueste Auflage bricht wieder komplett mit ihrem Vorgänger.

Weltauto war gestern: Die fünfte Generation des Nissan Micra wendet sich konsequenter als je zuvor einer westlichen Kundschaft zu. Kein Wunder: Der demonstrativ dynamisch gezeichnete Kleinwagen wurde zu großen Teilen in Europa entwickelt. Gebaut wird er nicht mehr in Indien, sondern zusammen mit dem Renault Clio in Frankreich. Auf den Markt kommt der Fünftürer im März 2017.

Ging der Micra Nummer vier mit seinem an den gemittelten Geschmäckern von Asiaten, Amerikanern und Europäern fast bis zur Charakterlosigkeit glatt geschliffenen Weltauto-Design im hiesige Straßenbild noch unter, will die fünfte Ausführung wieder richtig auffallen. Seine schwungvolle Linienführung kennt man bereits von Qashqai und Co., sie wird hier aber auf rund vier Metern Länge auf die Spitze getrieben. Auffällig ist vor allem die scharf herausmodellierte Welle, die sich vom v-förmigen Kühlergrill über die Kotflügel bis hinten ans Heck zieht. Die Griffe der Fondtüren verstecken sich wie beim Clio in den C-Säulen, was zusammen mit dem Dachkantenspoiler für einen sportlich flachen Gesamteindruck sorgt.

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Der Fahrer sitzt dazu passend nun tiefer als zuletzt und blickt auf ein luftig wirkendes Armaturenbrett, für dessen Gestaltung Nissan den Vergleich mit den Flügeln eines Segelflugzeugs zieht. Die wählbaren Materialien und Farben für Cockpit und Sitze sind ebenso wie die Varianz der Lacktöne vielfältig wie noch nie bei einem Micra. Insgesamt 125 unterschiedliche Looks sollen im Konfigurator wählbar sein.

Für den Antrieb des Micra stehen zunächst ein 0,9-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern und 66 kW/90 PS sowie ein gleich starker 1,5-Liter-Diesel zur Wahl, beide bereits aus dem Clio bekannt. Als Basistriebwerk wird kurz nach Markteinführung ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 55 kW/73 PS nachgeschoben. Für Fahrwerk und Handling verspricht Nissan eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Helfen sollen dabei auch eine aktive Fahrkomfortregelung und eine aktive Spurkontrolle, beides auf Basis von leichten Bremseingriffen, die Karosseriebewegungen ausgleichen sollen.

Zählte die vergleichsweise gute Sicherheitsausstattung bereits zu den Vorzügen des Vorgängers, hat Nissan beim Neuen noch einmal nachgelegt. So feiert ein Radar-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung Marken-Premiere in Europa, der in Deutschland zum Serienumfang zählen wird. Dazu gibt es das bekannte kamerabasierte Umfeldüberwachungs-System, Totwinkel-Assistent und Verkehrszeichen-Erkennung. Das Infotainment-System nutzt nun Apples Car Play und macht so die Einbindung des iPhones möglich. Auf Wunsch ist zudem ein Bose-Audiosystem zu haben.

Optisch und technisch völlig neu gerüstet, setzt sich der fünfte Micra nicht nur von seinem direkten, in Deutschland wenig erfolgreichen Vorgänger ab, sondern auch von allen anderen Ahnen. Hatte die optisch wenig eigenständige Erstauflage von 1982 noch den herben Charme früher Japaner, wurde Generation zwei zehn Jahre später mit niedlichem Welpenblick und zuverlässiger Technik sogar Auto des Jahres in Europa. Nummer drei spielte dann 2003 mit barocker Karosserie und Retro-Design konsequent die „Frauenauto“-Karte aus. Die vierte Auflage fiel anschließend nicht nur optisch deutlich ab und wirkte ganz allgemein zu preissensibel konzipiert für Europas verwöhnte Kleinwagenfahrer. Die im Renault-Werk im französischen Flins gebaute Nummer fünf soll genau diese Klientel nun zurückerobern. Welchen Preis Nissan für sein künftiges Einstiegsmodell aufruft, ist noch nicht bekannt. Die aktuelle Generation startet bei 10.400 Euro. Angesichts der höheren Positionierung und eines Clio-Startpreises von 12.000 Euro dürfte die Neuauflage etwas teurer werden.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Paris 2014: Neue Wege mit dem VW Golf Alltrack

Derzeit geht es bei allen Autoherstellern scheinbar um Offroad, oder wenigstens darum, Autos so aussehen zu lassen, als könnten diese auch „Off th road“ bestehen. Auch im VW-Konzern geht es darum neue Wege zu ergründen, Fahrspaß neu zu definieren. Mit dem Audi A6 Allroad und dem Skoda Octavia Scout als Vorbilder, zieht nun auch der Golf nach. Auf dem Pariser Autosalon zeigten die Wolfsburger den neuen Volkswagen Golf Alltrack, der auf Basis des Variant gebaut wurde. Mit serienmäßigem Allradantrieb 4Motion und zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit, ebnen dem Kombi seinen Weg in die Offroad-Rige des Wolfsburger Konzerns. Der neue Allrounder kommt in vier Motorisierungen: einem 1,8-Liter-TSI mit 180 PS, einem 1,6-Liter-TDI mit 110 PS, einem 2,0-Liter-TDI mit 150 PS und dem bislang stärksten Golf-Motor, einem 2,0-Liter-TDI der lockere 184 PS auf die Räder bringt. Damit eröffnen sich jede Menge neue Wege abseits der Straßen, oder?

 

Paris 2014: Hyundai i20 zeigt sich von seiner europäischen Seite

Auch der koreanische Autohersteller nutzt den Autosalon in Paris um seinen neuen i20 vorzustellen. Bezeichnet wird die neue Generation des Kleinwagens als „durch und durch europäisch“. Davon konnten sich die Franzosen und die internationalen Messebesucher direkt überzeugen. Der neue Hyundai i20 wurde im europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim gezeichnet und entwickelt. Gebaut wurde er allerdings in der Türkei. Mit einem verbesserten Fahrverhalten und einem großzügigeren Raumangebot wird der kleine City-Flitzer auf den Markt geworfen. Auch sein „Herz“ wurde neu entwickelt. Ein 1,4-Liter-Benzinmotor treibt den kleinen Koreaner an. Im Laufe nächsten Jahres soll noch ein 1,0-Liter-Turbo die Motorenpalette erweitern. Das Aggregat leistet bis zu 120 PS und ist der erste einer neuen Generation von Downsizing-Triebwerken. In Deutschland wird der kleine Korea-Flitzer bereits ab Dezember diesen Jahres zu haben sein.

Paris 2014: Honda Civic Type R – Jäger des verlorenen GTI

Heute noch auf dem Autosalon in Paris, bald schon auf der Straße. Darauf haben viele Fans gewartet: der neue Honda Civic Type R. In Experten-Kreisen wird er der „bessere GTI-Jäger“ genannt und das könnte er wohl auch werden. Derzeit wird er noch in der französischen Hauptstadt als „Concept“ bewundert, doch die Japaner werden ihn schon bald auf die Straße stellen. Eine neue Turbo-Motoren-Generation bringt (mind.) 280 PS unter die Haube und nach alter VTEC-Sitte dreht auch der Turbomotor  ordentliche 7000 Touren hoch. Das Besondere an dem Japan-Flitzer ist seine spezielle „+R“-Taste, die das dynamische Profil noch einmal steigern wird.. Zudem wird der stärkste Civic ein adaptives Dämpfersystem erhalten. Dieses ermöglicht dem Fahrer sein Fahrwerk in vier Stufen zwischen Sportlichkeit und Komfort zu variieren. Ein kompakter Kraftprotz der so manch anderes Fahrzeug seiner Klasse das Fürchten lehren könnte. Und natürlich ist das Versprechen, der Civic Type-R werde der schnellste Fronttriebler auf der Nordschleife, noch nicht vergessen!

Preise sind bis dato noch nicht bekannt, doch sein Vorgänger fing bei rund 27.000 Euro an, daher dürften Interessierte mit eben soviel zu rechnen haben.

Paris 2014: Der Audi TT als Fünftürer

Fünf Türen und dennoch sportlich? Audi streckt den TT und interpretiert ihn als TT Sportback Concept völlig neu. Mit seiner neuen, gestreckten Skulptur ist er nicht mehr bloß ein schneller Sportwagen mit vier Sitzen, sondern eine neue Powermaschine auf vier Rädern. 400 geballte PS, die aus dem Herzen des 2,0 TFSI-Motor über eine Siebengang S tronic auf den permanenten Allradantrieb quattro strömen, treiben den Sportler an. Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist damit in 3,9 Sekunden erledigt. Zahlreiche leichte Aluminium-Komponenten senken das Leergewicht sorgen so für ein dynamisches Handling. Im Inneren dominiert das Audi virtual cockpit mit einem 12,3-Zoll-Bildschirm, das die herkömmlichen Instrumente ersetzt. In der Länge übertrifft der fünftürige Audi TT Sportback concept den Serien-TT mit seiner von 4,47 Meter Länge um 29 Zentimeter. Starkes Design für ein starkes Fahrzeug. Das könnte der Anfang einer neuen TT-Familie werden. Man darf also gespannt ein, wie es hier weitergeht.

Paris 2014: Der neue Jaguar XE und Land Rover Discovery Sport

Eine Insel dreht auf

Die Produktoffensive geht bei den Briten in die nächste Runde. Jaguar Land Rover präsentiert in Paris die neue Sportlimousine Jaguar XE und dem (fast) kompakten SUV Land Rover Discovery Sport. Der Jaguar XE, die neue sportliche Limousine im Mittelklasse-Segment, ist das erste Modell, in dem die neuen Motoren der Ingenium-Baureihe zum Einsatz kommen. Diese sollen besonders schadstoffarm sein. Die Einführung des neuen Land Rover Discovery Sport ist der erste Schritt der Jaguar Land Rover Strategie, in den kommenden fünf Jahren 50 neue Modelle oder Modell-Erneuerungen einzuführen. Beide Varianten sollen wegweisende Entwicklungen für Jaguar Land Rover sein. Mit den Einstiegspreisen von 36.450 Euro für den XE und 32.250 Euro für den Discovery Sport sollen die beiden Briten neue Marktsegmente und erschließen neue Kundengruppen eröffnen. Der Land Rover Discovery Sport wird im Werk Halewood, Merseyside in Liverpool produziert, welches erst vor kurzem modernisiert wurde.

 

Paris 2014: Der Neue Fiat 500X Crossover

Neuer Fiat 500X Crossover in Paris.

Sein Debüt in Paris wurde mit Freuden erwartet. Das kompakte Crossover-Highlight aus der 500er Familie zeigt die fortschrittliche Entwicklung der Marke in Sachen Technik und Design. Das innovative Fahrzeug erweitert das Konzept des 500 und lotet neue Möglichkeiten aus. Mit einem extravaganten, reiferen, italienischen Lifestyle veredelt dieses Auto den Alltag. Es ist außerdem komfortabel, vielseitig und leistungsstark. Der Fiat 500X Crossover kommt in zwei Varianten: einen für die Stadt und einen für das Gelände inklusive effizienter Diesel- und Benzinmotoren. Hier stehen ein manuelles Schaltgetriebe, eine 9-Gang-Automatik sowie eine 6-Gang-Automatik zur Verfügung. Außerdem ist das Fahrzeug wahlweise mit Frontantrieb oder Frontantrieb optional mit Traction Plus Kontrolle erhältlich. Mit dem Startschuss für den Fiat 500X wird es mit der neuen „500 Ron Arad Edition“, ebenso wie die „500 Comics“, „500 Camouflage“ und „500 Jeans“ mehr Individualisierungsmöglichkeiten geben. Andere Highlights der 500 Familie auf der Mondialauto sind der 500L Trekking, 500L Beats EditionTM und 500 MY 2014 Cult Modelle, die die Vielseitigkeit der kultigen Fiat 500 aufzeigen.

Paris 2014: Der neue Opel Corsa und Claudia Schiffer

Vorhang auf für den Pariser Automobilsalon und den neuen Opel Corsa.

Die Rüsselsheimer lassen sich nicht lumpen und fahren zur Weltpremiere des neuen Corsa Großes auf. Mit Claudia Schiffer bekommt die fünfte Corsa-Generation einen Spritzer Glamour und zeigt sich auf einem Messestand, der einem Laufsteg gleicht. Fahrspaß pur ab 11.980 Euro soll der kleine Cityflitzer mit sich bringen. Beste Lenkpräzision, erstklassiger Komfort, dazu komplett neue, drehmomentstarke Turbomotoren kommen zusätzlich dazu. Höchste Qualität im Interieur und ein perfekt vernetztes Infotainement-System in die gängigen Handywelten werden mitgeliefert. Neben der neuen Corsa-Generation präsentierte Opel in Paris auch den sportlichen ADAM S, der ab November mit 150 PS zu haben sein wird. Der Bestseller Opel Mokka bekommt den 100 kW/136 PS starken Flüsterdiesel aus dem Astra und wird als 1.6 CDTI im kombinierten Zyklus lediglich 4,1 Liter Diesel verbrauchen.

Paris 2014: Weltpremiere des neuen Suzuki Vitara

Neuer Lifestyle für den neuen Suzuki Vitara

Der neue Vitara zeigt sich in einem frischen, authentischen Lifestyle. Mit ALLGRIP Allradantrieb, fortschrittlichen Sicherheitssystemen, Individualisierungsmöglichkeiten am Exterieur sowie im Innenraum und vorbildlich geringen Emissionszielwerten von lediglich 106 g/km präsentiert der Allradspezialist Suzuki seinen Debütanten. Zur aktiven Sicherheitsausstattung des neuen Vitara zählt das Radar-Brake-Support-System (RBS, radargestützte aktive Bremsunterstützung), welches permanent den Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeugen überwacht und im Notfall selbständig eine Notbremsung einleitet. Zur Markteinführung des Vitara stehen ein 1,6-Liter-Benziner und ein 1,6-Liter-Dieselmotor mit jeweils 120 PS zur Verfügung. Für den Vitara stehen drei neue Farben zur Auswahl: Atlantis Turquoise Pearl Metallic, Horizon Orange Metallic und Savannah Ivory Metallic so kann man insgesamt aus verschiedenen Wagenfarben inklusive mehrerer zweifarbiger Kombinationen wählen. Produktionsstart des im ungarischen Werk in Esztergom produzierten Vitara wird Anfang 2015 sein, anschließend wird er auf dem europäischen Markt eingeführt.