VLN 2016: Land-Motorsport feiert dritten Saisonsieg

Furioses Finale: Land-Motorsport feiert dritten Saisonsieg

Mit einem furiosen Finale verabschiedet sich die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am Ende ihrer 40. Saison in die Winterpause. Bei anfangs schwierigen Witterungsbedingungen gestartet, empfing im Ziel eine strahlende Herbstsonne die Sieger des 41. DMV Münsterlandpokals, Christopher Mies und Connor De Phillippi: Im Audi R8 LMS von Land-Motorsport wurden sie nach 4:06:25,800 Stunden mit einem Vorsprung von 2:44,418 Minuten vor Jörg Müller und Nico Menzel im BMW M6 GT3 des BMW-Teams RBM abgewinkt. Auf Platz drei landeten Christian Krognes, Victor Bouveng und Jesse Krohn im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport. Land-Motorsport ist mit drei Gesamtsiegen und dem Gewinn der VLN Speed Trophäe das erfolgreichste Team der Saison. Die erfolgreichsten Fahrer 2016 sind Alexander Mies und Michael Schrey von Bonk Motorsport: Die neuen Meister der VLN rundeten ihre außergewöhnliche Leistung mit dem achten Klassensieg im BMW M235i Racing Cup ab.

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Drei Teams lieferten sich beim VLN-Finale einen packenden Kampf um den Gesamtsieg: Land-Motorsport, das am Ende zweitplatzierte BMW-Team RBM und Haribo Racing mit den Fahrern Uwe Alzen, Lance David Arnold und Renger van der Zande im Mercedes-AMG GT3. Von der Pole-Position aus gestartet, übernahm Jörg Müller im BMW M6 GT3 zunächst die Führung, die ihm in Runde drei Lance David Arnold abspenstig machte, dessen Teamkollege Uwe Alzen musste den Haribo-Mercedes jedoch in der 18. Runde nach einem Unfall vorzeitig abstellen.

„Bis auf die Tatsache, dass wir beim 6h-Rennen ein paar Hundert Meter vor dem Ziel mit leerem Tank liegen geblieben sind, hatten wir 2016 tatsächlich einen guten Lauf“, bilanzierte Christopher Mies. „Die Bedingungen waren heute allerdings eine Herausforderung. Wir haben uns nach dem ersten Stopp entschieden, auf Regenreifen zu bleiben. Dadurch haben wir vielleicht etwas an Boden verloren, aber es war die sichere Variante. Dafür konnten wir später den letzten Boxenstopp so legen, dass wir keine Mindeststandzeit mehr hatten.“

Mit Nico Menzel, dem Sohn von Nordschleifen-Routinier Christian Menzel, stand beim Finale einer der jüngsten Piloten auf dem VLN-Siegerpodest. Der 18-jährige BMW-Junior lieferte in seinem erst zweiten Rennen im GT3-Boliden eine blitzsaubere Leistung ab. „Das ist Wahnsinn. Ein großes Dankeschön an die Leute von BMW, die mir diese Chance gegeben haben“, freute sich Menzel. „Und auch an mein Team RBM, das sehr gut vorbereitet war. Es ist das erste Podium für mich, hoffentlich eines von vielen.“

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Ein erneut gutes Ergebnis erzielte Walkenhorst Motorsport. Dabei war die Fahrt zum insgesamt sechsten Podestrang der Saison für das Team aus Melle bei Osnabrück alles andere als ein Spaziergang. „Der erste Stint war sicher der härteste, den ich hier je gefahren bin“, gestand Jesse Krohn. „Es war extrem schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das war das Maximum, was heute möglich war. Für uns ist alles gut gelaufen, wir haben zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Hinter dem Spitzentrio folgte auf den weiteren Positionen ein bunter Herstellermix: Der Mercedes-AMG GT3 von HTP Motorsport belegte am Ende Rang vier vor dem Nissan GT-R Nismo GT3 von Zakspeed, Platz sechs ging an den Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing, die Scuderia Cameron Glickenhaus fuhr mit dem SCG003C auf den siebten Rang. Hinter dem Wochenspiegel-Porsche und dem zweiten Walkenhorst-M6 pilotierten Tim Scheerbarth und Alexander Toril Boquoi den schnellsten SP7-Porsche auf Rang zehn.

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Gelungene Premiere Teil 1: Nordschleifen-Rookies aus der DTM
Die beiden DTM-Piloten Lucas Auer und Felix Rosenqvist zogen sich bei Ihrer Premiere auf der Nordschleife achtbar aus der Affäre. Im TMG GT86 fuhren sie zusammen mit dem DTM-Kollegen Daniel Jucadella, der sein zweites VLN-Rennen bestritt, zum Klassensieg in der Cup4-Klasse. „Dass die Jungs schnell sind, war zu erwarten, dass sie aber auf Anhieb in einem ihnen unbekannten Auto so schnell sein würden, war großartig“, lobte Alexander Fielenbach vom Einsatzteam Mathol-Racing.

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Gelungene Premiere Teil 2: Der neue TCR-Bolide Audi RS 3 LMS
Der neue Audi RS 3 LMS hat bei seinem ersten Renneinsatz einen starken Eindruck hinterlassen. Beim Finale belegten Jordi Gené und Kelvin van der Linde und Rahel Frey und Christopher Haase unter 140 Teilnehmern die Gesamtpositionen 17 und 22. „Das Ergebnis war bei diesem Testeinsatz jedoch nebensächlich“, sagt Chris Reinke, Leiter von Audi Sport customer racing. „Viel wichtiger war, dass beide Autos ohne technische Probleme durchgefahren sind und sich unsere Fahrer bei schwierigen Bedingungen wohlgefühlt haben.“

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Weitere Termine 2016: Jahressiegerehrung und Essen Motor Show
Die erfolgreichen Fahrerinnen und Fahrer der Saison 2016 in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring werden am 19. November 2016 im Rahmen der Jahressiegerehrung im Bitburger Event Center am Nürburgring geehrt. Vom 26. November bis zum 4. Dezember 2016 präsentiert sich die VLN auf der Essen Motor Show in Halle 6, Stand 100.

Best of Galerie  –  Letztes Rennen 2016 – Das Schinkenrennen

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN 2016: Ein letzter Ritt durch die „Grüne Hölle“ in dieser Saison

Ein letztes Mal für diese Saison geben die Protagonisten der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf der schönsten und längsten Rennstrecke der Welt ihr Stelldichein. Auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife wird am Samstag das Finale, der 41. DMV Münsterlandpokal, ausgetragen. Im zehnten Lauf des Jahres geht es nicht nur um prestigeträchtige Siege in Rennen und Klassen, sondern auch um den Schinken. Denn den gibt es vom Veranstalter traditionell für die Sieger oben drauf.

Noch einmal heißt es für die Teams und Piloten, sich über vier Stunden den tückischen Anforderungen von Adenauer Forst, Schwedenkreuz, Karussell, Brünnchen und Pflanzgarten zu stellen und auf der Döttinger Höhe ihren Boliden die Sporen zu geben. Eine Gelegenheit, die sich die arrivierten VLN-Mannschaften natürlich nicht entgehen lassen wollen. Nahezu alle Sieger der vorangegangenen Läufe sind am Start. Dazu kommen die designierten Titelträger in den einzelnen Wertungen, liebgewonnene Exoten und seltenere Gäste sowie eine Handvoll Neulinge mit klanghaften Namen, die ihr Können erstmals in der „Grünen Hölle“ auf die Probe stellen wollen.

Schaulaufen der Titelträger
In der kommenden Saison wird die Startnummer eins ihren BMW M235i Racing Cup zieren, beim Finale aber wird es ein letztes Mal die 691 sein. Eine Startnummer, die Michael Schrey und Alexander Mies viel Glück gebracht hat, denn ihnen ist der VLN-Titel 2016 nicht mehr zu nehmen. Beide wollen den kleinen Schönheitsfleck aus dem vorangegangenen Rennen – erstmals erreichten sie nicht das Ziel – vergessen machen und ihre nahezu makellose Cup5-Bilanz mit einem guten Resultat abrunden. Gleiches gilt für die bereits feststehenden Titelträger in der 2016 erstmals ausgetragenen Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing, Marc Hennerici und Moritz Oberheim (raceunion Teichmann Racing), und die neuen Meister des Opel Astra OPC Cup, David Griessner, Marcel Hartl und Glib Kutepov (Lubner Motorsport).

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Dritter Gesamtsieg im Visier
Auf spektakuläres Racing dürfen sich die Zuschauer im Kampf um den letzten Gesamtsieg des Jahres freuen. Die beiden Audi R8 LMS-Crews Christopher Mies und Connor De Phillippi (Land-Motorsport) sowie Anders Fjordbach und Frank Stippler (Phoenix Racing) wissen, wie es geht. Stippler und Fjordbach gewannen die beiden ersten Läufe der Saison, Mies und De Phillippi die Rennen vier und fünf.

Im Wettstreit um den dritten Gesamtsieg des Jahres mischt sich auch der Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing, der die Saisonrennen sechs und acht gewann und beim Finale wieder von Uwe Alzen und Lance David Arnold pilotiert wird.

Mögliche Wiederholungstäter
Mit den drei Doppelsiegern gleichziehen könnte mit einem weiteren Sieg die Startnummer 911 von Manthey-Racing. Patrick Pilet und Jörg Bergmeister steuerten den Porsche 911 GT3 R beim 6h-Rennen zum Sieg, diesmal jedoch werden Nick Tandy und Michael Christensen im GT3 Gas geben. Gespannt dürfen die Fans dem Auftritt der beiden Farnbacher-Brüder, Mario und Dominik, entgegenblicken, sie sorgten beim vorangegangenen Lauf im Lexus RC-F GT Prototype für den ersten Sieg eines asiatischen Herstellers in der VLN. Im letzten Rennen gehen die Farnbachers jedoch wieder mit dem Vorgängermodell, dem RC-F GT3, an.

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Mehr als nur Farbtupfer
Dass der SCG003C der Scuderia Cameron Glickenhaus, die Eigenkonstruktion aus den USA, mehr als nur ein Farbtupfer ist, stellte das Team mit dem vierten Platz beim achten Lauf des Jahres unter Beweis. Nun wollen Thomas Mutsch und Felipe Fernández Laser für den ersten Podiumsplatz des Jahres sorgen.

Diesen verpasste das Bentley Team Abt beim Saisonauftakt, Christer Jöns, Chris Brück und Steven Kane fuhren im Bentley Continental GT3 auf Rang sechs. Beim Finale teilt sich Jöns mit Maxime Soulet und Andy Soucek das Cockpit. Beide absolvierten im Vorjahr in einem Honda Civic Type-R ihre Pflichtrunden für den Erhalt der DMSB Permit A und kommen nun auf der Nordschleife zu ihrem GT3-Debüt.

Debütanten aus der DTM
Ein Schritt, der den DTM-Piloten Lucas Auer, Daniel Juncadella, António Félix da Costa, Felix Rosenqvist und Bruno Spengler noch bevorsteht. Juncadella, Félix da Costa und Spengler haben in dieser Saison bereits an einem VLN-Lauf teilgenommen und wollen beim Finale ihr Soll zum Erhalt der Permit A – 18 Runden in mindestens zwei Rennen – erfüllen.

Rosenqvist und Auer geben am Samstag ihre Premiere auf der Nordschleife. „Ich habe lange von einem Einsatz auf der Nordschleife geträumt – jetzt ist es endlich so weit“, sagt Auer. „Ich habe in der vergangenen Woche mit meinem Privatauto eine Probefahrt gemacht und bin von der Nordschleife mehr als beeindruckt. Es gibt Passagen, da habe ich großen Respekt – und da gehört bei mir schon einiges dazu. Jetzt muss ich die Strecke erst mal besser kennenlernen und abspeichern.“

Während die DTM-Kollegen in kleineren Autos „Nordschleifen-Fahrstunden“ nehmen, geht Tom Blomqvist im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport an den Start. Der Brite hat bereits zu Beginn der Saison seinen „Nordschleifen-Führerschein“ gemacht, feierte bei seinem zweiten GT3-Rennen im dritten Lauf einen dritten Platz und möchte diesen Erfolg mit Christian Krognes und Victor Bouveng gerne wiederholen.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Lexus RC F GT Prototype startet bei VLN8 auf leisen Sohlen

Nach dem Überschreiten der maximalen Laufstärke und dem daraus resultierendem Ausschluss beim letzten Rennen startet Farnbacher Racing beim 48. ADAC Barbarossapreis, dem achten Wertungslauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, mit einem modifizierten Abgassystem am Lexus RC F GT Prototype. Das Fahrzeug von Emil Frey Racing wird nicht am Start stehen.

Seit dem letzten Rennen vor knapp drei Wochen sind bei Farnbacher Racing die Werkstattlichter nur selten ausgegangen. Das Team aus Lichtenau war gefordert, innerhalb kürzester Zeit eine neue Auspuffanlage zu konstruieren. „Unser Hauptaugenmerk in der Pause zwischen VLN7 und dem kommenden Rennen war, die Lautstärke des Lexus zu reduzieren. Wir haben einige Modifikation zusammen mit Industriepartnern, sowie mit TRD unternommen und werden diese am Freitag testen“, erklärt Teamchef Horst Farnbacher. Ins Lenkrad des Farnbacher Lexus mit der #55 greifen wie gewohnt Dominik und Mario Farnbacher.

Das Schweizer Schwesterauto mit der #54 von Emil Frey Racing wird dagegen nicht am Start stehen. Nach dem heftigen Unfall beim vorletzten Rennen war es trotz intensiver Bemühungen nicht möglich, dem Fahrzeug ein Rollout zu unterziehen. Dennoch ist das Team aus Safenwil im Einsatz und unterstützt die internationalen Marketingaktivitäten von Lexus mit der Präsentation des RC F GT Prototype im Rahmen des „Pan-European Lexus Dealership Meeting“.

Das Rennen über eine Distanz von vier Stunden startet am Samstag, den 24. September 2016 um 12:00 Uhr (CET). Davor findet von 08:30 – 10:00 Uhr das Zeittraining statt.

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Starkes Rennen von raceunion Teichmann auf dem Porsche Cayman #970

Ein sehr guter zweiter Platz in der Cup 3 Klasse ist das Ergebnis von Moritz Gusenbauer und Marcel Hoppe beim sechsten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring in der Eifel auf ihrem Porsche Cayman GT4. Nach vier Stunden überzeugten die Piloten und das Team rund um die Startnummer 970 mit einer tadellosen Renn-Performance. 

„Im Training war noch Luft nach oben, aber im Rennen lief es gut. Das Auto war über die gesamte Distanz sehr gut, die Reifen konstant. Wir konnten pushen und uns Stück für Stück nach vorne kämpfen. Das war richtig geiles Racing“, sagte Moritz Gusenbauer nach dem Rennen.

Das Zeittraining war noch nicht das ganz große Kino. Mit einer Zeit von 8:53,365 war man zwar bei der Musik, aber für Marcel Hoppe und den jungen Gusenbauer war das dennoch nur der Gesamt 44. Startplatz und in der Gruppe der Cayman Cup-Boliden (CUP3) nur ein fünfter Startplatz.

Im Rennen zeigte sich die Stärke der Cayman GT4 und des Fahrerduos. Eine spannende Aufholjagd über die 24,358 Kilometer lange Nürburgring-Nordschleife und ein vier Stunden Rennen ohne Fehler. Dabei überzeugte Moritz Gusenbauer mit konstanter Rennspeed. Aus dem Pulk kommend, sicherte sich das Team so einen guten zweiten Platz in der eigenen Klasse und einen sehr guten 24. Platz im Gesamtklassement.

Am Ende fehlten dem Duo 2:14 auf den Klassensieger, ebenfalls ein von „raceunion Teichmann Racing“ eingesetzter Porsche Cayman GT4. Die Startnummer 960 mit Marc Hennerici und Moriz Oberheim am Steuer siegten mit einer Gesamtzeit von 4:01:11.158.

Das nächste Rennen für den Porsche Cayman GT4 mit den beiden Piloten Moritz Gusenbauer und Marcel Hoppe in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, ist der 48. ADAC Barbarossapreis am 24. September 2016.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf und Guido ten Brink

AMG Driving Experience in Hockenheim: AMG GTS

Mercedes-AMG GTS | DUNLOP Sport Maxx RACE | SONNE und 50 Runden in Hockenheim! 

Von rauchig, dreckig, bärig, ruchlos bis verzweifelnd in der Drehzahl-Hysterie die Götter der Leistungsgilde anbrüllend, der AMG GT mit seinem neuen Bi-Turbo V8 kann es. 

Die Start-Ziel-Kurve in Hockenheim ist eine vom Renngott persönlich in Asphalt geformte Biegung. Wunderbar anzuvisieren, leicht am Curb, aufpassen, dass man mit Serien-Fahrzeugen nicht zu wenig rausgetrieben wird, aber eigentlich eine Lehrbuch-Kurve aus dem ersten Kapitel. 512px-Circuit_Hockenheimring-2002.svg

Etwas heikler wird es beim Einbremsen in die Parabolica-Kurve. Schnell hat man den wütend stampfenden V8-Brüller unter der langen Haube zurecht gewiesen, die Vorderachse arbeitet mit den Sport Maxx Race (MO) und dem sagenhaft abgestimmten ABS perfekt zusammen. Du spürst jeden Millimeter Restverzögerung, hart rein – aber dann, runter von der Bremse, den Reifen die Chance geben von der Längsverzögerung in die Seitenhaftung zu wechseln – dabei jetzt den richtigen Gang treffen – die Schaltpaddel sind eine Chance- am Anfang übt man sich per Race-Modus des Automatikgetriebes ein. Und tatsächlich ist das Getriebe eigentlich immer besser, immer auf zack, immer auf dem Punkt. Wer jetzt beim harten Einlenken merkt, er war eigentlich noch zu schnell, malträtiert seine Sportreifenlast in den Antriebsstrang – lieber spektakulär quer aus der Restkurve als wimmernd auf der Vorderachse.

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Wer seine Dunlop Sport Maxx Race schlachten will, hat in dieser Kurve die größte Chance. Köpfchen und Gefühl ist angesagt. Dann spürt man die Bitumen arbeiten, die Verzahnung, das Feedback, ein glasklares Gespräch lässt sich mit der Vorderachse führen. Sie erzählt dir genau, was geht, nur zuhören musst du schon selbst.

Weicher Bogen aus der Einfahrt Parabolika heraus, früh wieder am Gas – die Parabolika gibt sich als Kurve, ist aber auch im AMG GTS und auch unter Volllast eine Gerade. Unter der langen vorderen Haube tobt die thermodynamische Demonstration der Macht. 510 PS schleudern dich in den Windschatten des Instruktors. Dunlop und die AMG Driving Academy überlassen nichts dem Zufall. Ein Anfänger und 510 PS könnten auch ein Fiasko ergeben. Damit man sich in Hockenheim nicht verfährt, fährt der Instruktor vor der Journalisten-Meute. Das war ja auch keine Qualifikation für „Germans next Racer“ – es ist die Vorstellung des DUNLOP Sport MAXX RT – auf dem AMG GTS dreht sich die RACE-Version.

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275 km/h müssen am Ende der Parabolika ausreichen. 

Hockenheim hat mit der Bremse des AMG GTS keine Gnade. Und ohne die 265er Sportreifen auf der Vorderachse würde die gelochte Bremsanlage auf der Vorderachse nichts ausrichten. Es ist der Reifen, der den Kontakt zur Straße hält – brutal hart zusammengestaucht sind es die Profilblöcke des Dunlop Sport Maxx Race, die einen Profi-Job hinlegen müssen.

Die Spitzkehre verlangt wieder diesen tiefer gehenden Dialog zwischen Lenkung, Haftung und Pilot – den Blick auf die folgende Gerade gerichtet – beim raus Beschleunigen fallen die 650 Nm des Vierliter-V8 über die Hinterachse her. 295er Reifen ringen um die Haftung. Wer sich nicht selbst im Zaum hält und den Race-Mode nutzt, der sollte daran denken: Nach fest kommt ab. Nach Haftung, Gleit-Reibung.

Die Ecke vor der Mercedes-Tribüne ist ein Fall für das „effektvolle“ Fahren, jeder Driftwinkel möglich und leitet die Konzentration ein für die vermutlich zweitschönste Kurve in Hockenheim: Die Rechts in das Motodrom, weit auf den inneren Curb, offene Lenkung, raus treiben lassen, leicht auf den grünen Teppich, hart am Gas, den AMG GTS im dritten Gang an den Drehzahlbegrenzer ran – und jetzt weit außen das Motodrom, die Sachs-Kurve anfahren.

Wäre der Sound des AMG GTS V8 nicht so wundervoll und so laut – man könnte die Menschen jubeln hören. Die vollen Tribünen – der ganz eigene „Morning has broken“ Akkord auf der Mundharmonika, gespielt von Kalli Hufstadt. Erinnerungen überwältigen einen.

Es sind noch zwei Kurven, der Grip vor allem auf der Vorderachse unfassbar gut zu spüren, die Hinterachse lässt sich einfach zu leicht von der Dominanz des Antriebsstranges überwältigen.

Beim Überschießen der Ziellinie wird klar, ohne den richtigen Reifen taugt der beste Sportwagen nicht. Die Antwort ist klar, wenn die Frage gestellt wird: Das Beste, oder nichts?

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Danke an Dunlop, danke an die AMG Driving Academy, danke an Nico Bastian für den kleinen Spaß mit der Challenge! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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VLN: Interview mit Daniela Schmid

Motorsport ist eine Männerdomäne, so sagt man es immer wieder. Und doch, es gibt Frauen, die sich mehr als erfolgreich im Motorsport behaupten. Auf der Nordschleife des Nürburgringes gehört auch Daniela Schmid zu diesen Frauen. Daniela ist 27 Jahre alt, kommt aus Österreich und hat auf der Nordschleife schon so manchen Mann hinter sich gelassen! Wir haben Daniela vor dem fünften VLN-Lauf interviewt.

Wenn die anderen wissen, da sitzt eine Frau am Steuer, dann strengen sich die Männer noch mehr an! 

Daniela erzählt uns im Interview von ihren 10 Jahren auf der Nordschleife und von ihren Erlebnissen mit den „Rennfahrer-Kollegen“ im Motorsport. Daniela Schmid im Interview.

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mab: Daniela, du fährst in diesem Jahr bevorzugt auf dem LMS-Engineering Audi TTRS2 mit der Startnummer 303, in der Gruppe SP3T. Ein rund 365 PS starker Sportwagen mit Frontantrieb. Du teilst dir das Fahrzeug mit Uli Andree und Stefan Wieninger, beides keine langsamen Rennfahrer. Wie ist das nun für dich als Frau? Musst du dich noch einmal mehr anstrengen, weil die „Kollegen“ ja nicht von einer „Frau gebügelt“ werden wollen?

DS: *lachend* Ja, klar, ich glaube schon, dass es die Kollegen noch einmal extra motiviert. Natürlich will jeder der „Schnellste“ auf dem Auto sein – aber ich glaube schon, wenn die „Teamkollegin“ eine Frau ist, dann strengen sich die Jungs schon noch einmal extra an!

mab: Sag mal Daniela, wie hat dich dein Weg eigentlich auf die Nordschleife geführt?

DS: Vor rund 10 Jahren bin ich die ersten Runden auf einem Alfa Romeo 147 Diesel gefahren. Zuvor hatte ich ein Perfektions-Training über 2 Tage von der „sportauto“ mitgemacht. Und danach bin ich eigentlich direkt in das Abenteuer Nordschleife gesprungen.

mab: Und wie ist das mit der „Ehrfurcht“ vor der Nordschleife? Hattest du damals, mit 17 Jahren, keine Angst vor dieser „grünen Hölle“?

DS: Mit dem Alfa, mit dem ich meine Rennkarriere gestartet habe, hatte ich gleich bei dem ersten Rennen ein Erlebnis, das ich vermutlich nicht so schnell vergesse. Damals, noch ohne ABS und ohne Traktionskontrolle, musste man genau schauen, was man macht. Ich kam also das Schwedenkreuz runter und sehe plötzlich, wie dort nach einem Unfall die Strecke fast vollständig zu war. Kaum Zeit zu reagieren, keine Assistenten, keine Helferlein im Auto und dann gab es da nur eine kleine Lücke – da bin ich durch. Und eigentlich dachte ich, das muss doch jetzt eine „rote Flagge“ (Rennabruch) geben, aber nix. Da war nix. Das war für die „grüne Hölle“ eine ganz normale Renn-Situation. Das hat auf jeden Fall meinen Respekt vor dieser Rennstrecke noch einmal gepusht! Du weißt hier eben nie, was hinter der nächsten Kurve auf dich wartet. Hellwach musst du sein!

mab: Es soll ja Rennfahrer hier oben geben, die behaupten, sie würden die Nordschleife auch nach 10 Jahren noch nicht kennen. Wie ist das bei dir? Hast du das Gefühl, die Nordschleife auswendig zu kennen? Könntest du jetzt mit verbundenen Augen die Strecke auf einem Stück Papier nachmalen?

DS: Ich glaube, nach rund 100 Runden kennt man die Strecke schon ganz gut – ich fahre jetzt die neunte Saison – das sind also mehr als 80 Rennen auf der Nordschleife. Ich denke, ich könnte die Strecke locker mit geschlossenen Augen nachmalen.

mab: Ihr habt mit dem LMS-Engineering Audi TTRS2 einen 365 PS starken Boliden, damit gehört ihr in eurer Klasse SP3T zu den ständigen Favoriten. Auch heute zum Qualifying des fünften VLN-Laufes seid ihr die schnellsten in eurer Klasse – gesamt steht ihr sogar auf einem beeindruckenden 22.Platz – davor viele deutlich kräftigere Fahrzeuge. Im Schnitt ist euer LMS-Audi TTS nur 10 km/h langsamer als die Top-Fahrzeuge aus der Klasse SP-X und SP9. Damit gehört ihr zu den „Schnellsten“ auf der Rennstrecke. Wie viel Stress ist das „Überrunden“ von langsameren Fahrzeugen, das ständige „im Verkehr“ stecken?

DS: Genau, es ist ständig 100 % Konzentration. Der Verkehr ist stark, VLN 5 hat knapp 150 Fahrzeuge am Start! Das erfordert maximale Aufmerksamkeit. Selbst wenn man die Strecke kennt, das Überholen und der Kampf mit den anderen Fahrzeugen ist die Herausforderung – auch auf der Nordschleife! Auf unserem Audi TTRS2 fahren wir Dunlop-Rennreifen und die sind eine echte Hilfe. Immer zuverlässig und dank der Unterstützung von Dunlop gehen wir mit Top-Material auf die Strecke. Außerdem passt der Reifen extrem gut zu unserem Frontantriebs-TTS.

mab: Was ist eigentlich nervenaufreibender? Das Rennen fahren an sich, oder, so wie du heute, das Warten, bis man in das Fahrzeug kann? Du fährst ja heute den „letzten Stint“ – musst also erst einmal deinen beiden Kollegen beim Rennen fahren zuschauen.

DS: Aufgeregt bin ich schon, aber wir haben zum einen ein sehr zuverlässiges Auto, da kann ich davon ausgehen, dass es keinen technischen Defekt gibt. Zudem sind meine Teamkollegen sehr erfahren und fahren mit Köpfchen. Also ich werde nicht „hypernervös“, aber natürlich beobachtet man das Rennen mit einer gewissen Anspannung. Aber ich nutze die Zeit, konzentriere mich, gehe die Strecke im Kopf durch, überlege, was bei diesem Rennen wichtig ist.

mab: Daniela, ich muss das jetzt fragen. Du fährst seit 10 Jahren Langstrecken-Pokal und Motorsport ist, wir wissen das alle, kein billiges Hobby. Wie schaffst du das, wer sind deine Partner?

DS: Das stimmt, ohne „treue Sponsoren“ würde das nicht gehen. Ich kann mich da zum einen auf unsere „Urlaubsregion“ verlassen. Der Audi TTRS2 trägt ja unter anderem den Schriftzug vom Pitztal! Wir haben da eine ganz bekannte Ski-Region (Hochzeiger), wo unter anderem die Ski-Nationalmannschaft regelmäßig trainiert. Und dann gehören noch Drexler und Becker Carbon zu meinen Partnern!

mab: Von der Pole-Position in eurer Klasse in den fünften VLN-Lauf der Saison – und du, Daniela, fährst den letzten Stint. Da kann es ja nur eine Zielsetzung für heute geben, oder?

DS: *lacht* Naja, wir sind ja schon ein wenig verwöhnt vom Erfolg – natürlich ist der Klassensieg auch mein Ziel!

mab: Danke Daniela, für dieses Interview!

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Pole-Position und Sieg!

Der LMS-Engineering Audi TTRS2 mit der Startnummer 303 ging von Startplatz 22 in das Rennen, am Ende konnten Daniela Schmid und ihre Kollegen einen weiteren Klassensieg einfahren und kamen auf einen überragenden Gesamtrang 12 in das Ziel!

Herzlichen Glückwunsch, Daniela! 

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Fotos: SB-Medien | Stefan Baldauf

VLN 2015: Uwe Alzen und Dominik Schwager siegen im Ford GT

Den fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird so schnell niemand vergessen. Bei strahlendem Sonnenschein boten die Fahrerinnen und Fahrer in der ‚Grünen Hölle’ Motorsport vom Allerfeinsten: Drei Marken auf dem Podium und Fahrzeuge aus vier unterschiedlichen Klassen innerhalb der Top 6 – das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Zudem brachte auch Lauf fünf neue Sieger hervor: Uwe Alzen (Betzdorf) und Dominik Schwager (München) entschieden den 47. ADAC Barbarossapreis im Ford GT für sich. Bei seinem ersten Einsatz in der laufenden Saison war der schwarze Supersportwagen von Jürgen Alzen Motorsport unter der Bewerbung H&R Spezialfedern das Maß der Dinge. Bereits bei seinem letzten Nordschleifen-Einsatz, dem Finale 2014, war der Ford GT nicht zu schlagen. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Dominik (Ansbach) und Mario Farnbacher (Lichtenau) 14,592 Sekunden. Das Brüderpaar errang beim erst zweiten Einsatz des neuen Lexus RC-F GT3 den ersten Podestrang. Dass sie keine Eintagsfliege sind, stellten Michela Cerruti (Italien), Jesse Krohn (Finnland) und Felipe Fernándes Laser (Leipzig) unter Beweis. Das Trio im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop wurde auf Platz drei abgewinkt. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 8. August um 17:00 Uhr.

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Der Sieger von VLN 2- 2015 | Foto: SB-Medien Stefan Baldauf

Von der Pole-Position aus gestartet setzte sich Nordschleifen-Spezialist Uwe Alzen an die Spitze des Feldes. Insgesamt führten er und Schwager 17 von 28 Runden das Klassement an. Die Führung wechselte über die Distanz von vier Stunden sechs Mal. Der Sieg geriet auf der Strecke zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dass es am Ende doch noch einmal richtig eng wurde, dafür sorgten zwei Strafen, die die Rennleitung verhängte. Aufgrund der Unterschreitung der Mindeststandzeit beim ersten Boxenstopp erhielt Alzen eine Stop-and-Go-Strafe; wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in einer Slow Zone wurden am Ende 95 Sekunden auf die Fahrzeit addiert. Der komfortable Vorsprung des Ford-Duos war so gleich doppelt wichtig, denn Schwager ging mit einem Doppelstint an seine Grenzen. Im Ziel musste sich der Münchner einige Minuten setzen, um durchzuatmen. „Im Auto ging es noch“, sagte er. „Aber ich war schon glücklich, dass ich nicht in einen Zweikampf verwickelt war und das Rennen verhältnismäßig einfach nach Hause fahren konnte.“ Zufrieden über seinen elften Sieg war Uwe Alzen: „Damit hat sicherlich niemand gerechnet – wir sind absolut happy.“

Das Farnbacher-Team errang einen großartigen Erfolg – den ersten Podestplatz eines asiatischen Automobilherstellers seit dem Saisonfinale 1979. „Wir sind selber etwas überrascht, aber sehr glücklich“, sagte Mario Farnbacher. „Nach der Premiere beim vergangenen Rennen haben wir Lexus umfangreiches Feedback gegeben und die Techniker haben alle unsere Wünsche umgesetzt. Wir fahren auch die verbleibenden fünf VLN-Rennen – vielleicht geht da sogar noch ein bisschen mehr.“

Nach ihrem Premierensieg beim vierten Rennen war das Walkenhorst-Team glücklich über einen erneuten Podestrang. „Wir hatten gegen den Ford GT heute keine Chance“, räumte Laser ein. „Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kesselchen war ich in der Schlussphase mit einer beschädigten Frontpartie unterwegs und konnte den Lexus vor uns nicht voll attackieren. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Wir haben ein sehr gutes Setup erarbeitet und unsere Tendenz zeigt weiter nach oben.“

Hinter dem Führungstrio belegten Dominik Baumann (Österreich), Anders Burchardt (Norwegen) und Maximilian Sandritter (Raublingen) in einem weiteren BMW Z4 GT3, eingesetzt von dem BMW Sports Trophy Team Schubert, Rang vier. Fünfte wurden Christoph Breuer (Nettersheim) und Le-Mans-Sieger Nick Tandy (Großbritannien) in einem SP7-Porsche von Manthey-Racing, vor dem Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey mit den Fahrern Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Mayen) und Jochen Krumbach (Eschweiler). Die ersten sechs Positionen des Gesamtklassements gingen also an Fahrzeuge der Klassen SP-X, SP9, SP7 und SP-PRO.

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Das VLN-Feld in seiner Vielfalt, in nur einem Foto! | Foto: SB-Medien Stefan Baldauf

Der inoffizielle Titel des Halbzeitmeisters geht an Dirk und Tim Groneck (beide Melle), die Meister der Saison 2013. Mit ihrem Renault Clio feierten sie den vierten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden), die in der TMG-Cup-Klasse ebenfalls zum vierten Mal triumphierten, beträgt 0,65 Punkte. Trotz mehr Teilnehmern in der Klasse – in der Langstreckenmeisterschaft erhalten die Fahrer die meisten Punkte, die die meisten Fahrer unter Ihresgleichen hinter sich lassen – konnte das Toyota-Duo die Spitzenposition nicht einnehmen. Die VLN-Junior-Trophäe führt Timo Hilgert (Rheinböllen) an, der zusammen mit Christian Büllesbach (Königswinter) und Andreas Schettler (Baden-Baden) im BMW Z4 des Pixum Team Adrenalin Motorsport in der Klasse V5 auf Platz zwei fuhr. In der VLN-Produktionswagen-Trophäe liegt der Niederländer Stefan van Campenhoudt, der als Solist in der Klasse V4 seinen dritten Sieg feierte.

Der sechste Lauf des Jahres, das 38. RCM DMV Grenzlandrennen, findet am 22. August statt.

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Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf

WTCC Pace Car stärker als ein Race Car

In den letzten Jahren war in der WTCC die Marke Chevrolet der Konkurrenz stets um eine Reifenlänge voraus und belegte 2011 mit dem Cruze am Ende Platz eins und einen weiteren Podiumsplatz.

2012 präsentiert der US-Automobilhersteller einen neuenRennwagen für die  World Touring Car Championship, bei dem die Konkurrenz  erst gar nicht ans überholen denken will:

Das offizielle Camaro-Safety-Car.

Safety Ca(r)maro wird zum Videostar

Das coolste PaceCar der WTCC-Geschichte wird in einem eigenen Videoporträt gewürdigt.  Dies zeigt dabei natürlich auch die berühmten Vorgängermodelle sowie die emotionalsten Szenen aus 46 Jahren Camaro-Geschichte – kommentiert von Chevrolet Europe Motorsport Director Eric Nève.

Bereits die ab 1966 gebaute erste Camaro-Generation zeigte im Motorsport großes Potenzial. Spezielle Rennversionen des Pony Cars kassierten reihenweise Trophäen. Zudem kam der Camaro viele Jahre lang als Pace Car der berühmten Indy 500 zum Einsatz. Obwohl der Camaro als Sicherungsfahrzeug der WTCC mit Serienmotor antritt, führt er das Feld mehr als würdig an. Schließlich übertrifft er die Tourenwagen der Serie mit seinen 432 V8-PS um rund 40 Prozent. Chevrolet ist es im neuen Video-Clip eindrucksvoll gelungen, die Aura dieses Muscle-Cars einzufangen.

Wie es sich für ein Modell mit großer Motorsporthistorie ziemt, wird mit Bruno Correia ein echter Motorsport-Experte am Steuer des Camaros sitzen, der in seiner Karriere mehr als 350 Rennen gefahren ist. Der Portugiese soll dem Feld mit dem Safety Car natürlich nicht davonfahren, sondern die Rennen mit seiner Routine vor allem sicherer machen. Im Laufe des fünfminütigen Filmbeitrags führt er durch die Welt eines Pace-Car-Drivers und wirft einen Blick zurück auf einen Unfall aus dem Jahre 2009. Damals verursachte die unüberlegt handelnde Crew des Sicherungsfahrzeugs einen schweren Unfall, bei dem sie mit dem Rennwagen von Franz Engstler kollidierte, was dem damals Führenden unverschuldet den möglichen Sieg kostete.