N24h2017: Der Renngott lief Amok!

Gibt es irgendeinen Superlativ, mit dem man die letzten 90 Minuten des 24-Stunden Rennens 2017 trefflich beschreiben kann? Unfassbar. Unbegreiflich. Purer Wahnsinn. Amoklauf des Renngottes? Wie auch immer, die letzten 90 Minuten des 24h-Rennens waren nicht für Menschen mit schwachen Herzen. 

Amoklauf des Renngott

Die wahnsinnigen N24-Stunden 2017

Es waren noch genau 91 Minuten und 40 Sekunden bis zum Rennende, als das Drama seinen Lauf nahm. Ein Elektronikdefekt nach dem vorletzten geplanten Boxenstopp liess das bereits dramatische Rennen vollends „explodieren“ – der Land-Audi mit der Startnummer #29 musste langsam über die GrandPrix-Strecke rollen, war ohne Leistung unterwegs. Und auch wenn der notwendig gewordene Boxenstopp nur Sekunden dauerte – aus einem Vorsprung von knapp 2 Minuten wurde ein Rückstand von gut 90 Sekunden. Und ausgerechnet der Teamchef vom dann führenden WRT-Audi R8 LMS GT3 sprach eine alte Rennfahrer-Weisheit gelassen aus: „Noch fast 1.5 Stunden Rennzeit und alles kann passieren“. Es ist die alte Weisheit: „To finish first, you have to finish first“.

Doch der Renngott fing gerade erst an, verrückt zu spielen

Während man bereits versuchte, das Drama des Land-Motorsport Audi R8 in Worte zu fassen, hatte der Renngott noch eine Menge vor. Es sollte das 24h-Rennen am Nürburgring werden, bei dem nur die Sonne schien. Ein neuer Rundenrekord schien am Horizont aufzutauchen. Und dann kamen doch noch die ganz dunklen Wolken. Und die Eifel zeigte in den letzten 30 Minuten, was „Motorsport“ in der Eifel wirklich bedeutet. Man muss immer auf das Verrückteste vorbereitet sein. Immer. Auch wenn man bereits seit Tagen einen Sonnenbrand kassierte, man Probleme hatte, weil es so heiß war, dass man keine Erfahrungen mit den Reifen besaß. 28 Minuten vor Rennende überschlugen sich die Ereignisse. Regen in Adenau. Regen in Breidscheid. Trockene Strecke auf der GrandPrix-Strecke.

„Land geht all-in“

20 Minuten vor Schluss entschied sich die führende Startnummer 9, der WRT-R8, für Slick-Reifen. Eine fatale Entscheidung, wie man Sekunden später feststellte. Und nein, eigentlich hatte die Land-Mannschaft nicht geplant, Regenreifen beim letzten Stopp zu montieren. Bis auch dieser Boxenstopp in die Hose ging. Eine zu frühe Freigabe des R8-Renners, zurückschieben, weiter tanken. Und das war der Augenblick, in dem die Land-Truppe alles auf eine Karte setzte: REGEN-REIFEN, wobei andere nur Sekunden früher, den letzten Stopp mit Slick-Reifen durchführten – RENNGOTT ohne Gnade.

Und diese Regenreifen waren genau richtig! In den letzten 17 Minuten pflügte der der grün-weiße R8 durch die Gischt, die mittlerweile große Teile der Strecke erreicht hatten. In den letzten 15 Minuten war das Regendrama auch für den Vorjahres-Sieger der Schlusspunkt. Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 1 flog im Bereich Metzgesfeld ab.

15 Minuten, in denen Helden geboren werden

Es waren die letzten zwei Runden, gute 15 Minuten, in denen Kelvin van der Linde den Land-Motorsport Audi R8 GT3 wieder in die Führung fuhr. Vom Adenauer-Forst bis zum Kesselchen hat der Land-R8 dem bis dahin führenden WRT-R8 über 2 Minuten abgenommen. 11 Minuten vor Ende rutschte der Führende im Bereich Brünnchen von der Strecke und auch der Zweitplatzierte ROWE-BMW hatte zu kämpfen und 10 Minuten vor Ende zog der Land-R8 am ROWE-BMW vorbei. Eine Runde vor Schluss kommt der WRT-Audi in die Boxengasse und Land übernimmt die Führung.

Damit hatte der DUNLOP bereifte Land-Motorsport Audi R8 LMS GT3 die Führung inne – und dem Renngott ging endlich der Wahnsinn aus. Was ein Drama. Adrenalin bei allen Beteiligten. Und ein mehr als verdienter Sieg für die Mannschaft von Wolfgang Land! 

„Es ist un-fucking-fassbar. Sorry für das Wort, aber ich kann es nicht beschreiben. Eben noch in der Box gestanden mit zwei Minuten Rückstand, und die Jungs haben nicht aufgegeben, weiter gemacht, den Fehler gefunden, behoben. Vielen Dank an Land, an Audi, an meine Teamkollegen. Wahnsinns-Leistung, ich bin megastolz auf unsere Truppe!“

Christopher Mies (Land-Audi #29, Platz 1) auf dem Siegerpodest

Die anderen 23-Stunden waren aber auch nicht langweilig!

Hatte sich der Glickenhaus im Qualifying noch von der schnellsten Seite gezeigt und auch in den ersten 60 Minuten ein echtes Feuerwerk abgebrannt – so ließ der durstige Honda V6-Turbo die Gesamtperformance des SCG003 nicht in Richtung Gesamtsieg abdriften. Eigentlich schade, denn gerade die Truppe von Traum-Motorsport rund um den Ideengeber Jim Glickenhaus, sie hätten mehr als eine Pole-Position verdient gehabt.

AMG feierte 50-Jahre Historie

Auf der Rennstrecke war jedoch schnell klar: In diesem Jahr wird das AMG-Feststpiel nicht fortgesetzt. Die Dominanz der Audi R8 war zu heftig. Während der ROWE-M6 sich zwar am Ende den zweiten Platz sichern konnte, war dennoch sichtbar: Die Performance der R8 konnte man dort nicht mitgehen.

Die BMW haderten vor allem mit ihren Michelin-Reifen. Das bestätigte auch der einzige M6, der nicht mit Michelin bereift ausrückte: Der Falken BMW M6. Bei den Franzosen hatte das Verbot von „Entwicklungs-Reifen“ eine besonders schmerzliche Performance-Lücke hinterlassen. Ähnlich erging es wohl auch den Mercedes-AMG und den Porsche-Werksfahrzeugen.

Es war ein Drama. Es war geil. Es war die beste Werbung für das kommende Jahr! 

Die letzten 3.5 Stunden des Rennens:

Die besten Fotos vom 24h-Rennen 2017 am Nürburgring

Es ist wieder einmal so weit. Das größte Fest des Motorsports steht an. 24-Stunden durch die „Grüne Hölle“. Und in diesem Jahr scheint das Wetter die gute Laune der Zuschauer und Teilnehmer zu teilen. Sonnenschein über allen Wipfeln. 

Zeit sich die schönsten Fotos (bis Freitag-Nachmittag) zu sichten und mit Euch zu teilen:

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

ROWE erweitert Sponsoring in der VLN

Die ROWE Mineralölwerk GmbH erweitert ihr Sponsoring-Engagement in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Seit 2009 ist das im rheinhessischen Worms ansässige Unternehmen bereits als Sponsor in der weltweit größten Breitensport-Rennserie auf der Nürburgring Nordschleife vertreten. Ab der Saison 2017 ist ROWE noch deutlicher in der VLN präsent: Das Logo schmückt künftig die Startnummer-Flächen auf allen Rennfahrzeugen.

„ROWE ist für die VLN seit vielen Jahren ein verlässlicher Werbepartner“, erklärt Dietmar Busch, der Geschäftsführer der VLN VV GmbH. „Vor diesem Hintergrund sind wir sehr glücklich, dass das Unternehmen seine Sponsoring-Aktivitäten in Zukunft weiter ausbauen wird.“

Die ROWE Mineralölwerk GMBH ist ein expandierendes Unternehmen der Schmierstoffbranche mit Hauptsitz in Worms. 1995 im rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim vom alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer Michael Zehe gegründet, wuchs das Unternehmen kontinuierlich, so dass der Firmensitz im Jahr 2000 ins pfälzische Bubenheim verlegt wurde. Aufgrund steigender Anforderungen und weiterer notwendiger Produktionskapazitäten eröffnete ROWE am 9. Dezember 2013 den neuen Hauptsitz in Worms.

„Uns verbindet eine Menge mit der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“, bestätigt Michael Zehe, der von 2010 bis 2016 als Fahrer im teameigenen Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und im neuen BMW M6 GT3 viele Top-10-Platzierungen und 2011 sogar einen Sieg in der VLN feiern durfte. „In der Langstreckenmeisterschaft haben unsere Racing-Aktivitäten begonnen, und wir haben sie sehr erfolgreich weiterentwickelt. Nach wie vor bietet uns die VLN eine optimale Plattform für unsere Marketingaktivitäten, sodass wir nicht lange überlegen mussten, unser Engagement auszubauen, als sich dazu die Möglichkeit bot.“

ROWE ersetzt auf den Startnummer-Flächen die Reifenhandelskette Premio Reifen + Autoservice, deren Sponsoringvertrag mit der VLN nach sieben Jahren Ende 2016 auslief.

Kritik am 24h-Rennen Nürburgring 2016

Es soll Menschen geben, die waren noch nie am Nürburgring. Und es gibt Menschen, die waren schon einmal am Nürburgring, aber noch nie beim 24-Stundenrennen. Ich verstehe beide Sorten von Menschen nicht. Das Motorsport-Mekka Nürburgring ist eine gänzlich eigene Kulturstätte. Für mich seit über 20 Jahren ein Pilgerpunkt. Nicht nur jährlich zum 24-Stundenrennen. Für mich ist der Nürburgring und vor allem seine Nordschleife ein Magnet, der mich immer wieder anzieht. Ganz egal, wie schlecht das Wetter auch sein mag. Sonnenbrand unter dem Regenmantel und am Tag drauf mit Sonnenstich und Erkältung im Bett. Der Nürburgring verwöhnt nicht immer mit „prima Klima“. Vor allem aber ist das Klima am Ring nicht mehr das Beste. Der Wahnsinn der Expansion, die Träume vom großen Geld, der Bankrott, der Verkauf. Wäre da nicht ganz nebenbei noch ein Autorennen, man müsste den Ring einfach ignorieren. So traurig ist vieles, was dort passiert ist. Doch. Es ist eben die Nordschleife. Und mit dem 24h-Rennen ist dort zudem das größte Motorsport-Event, das wir in Deutschland haben, erwachsen.

N24h – 2016

24h-Rennen, wir müssen reden!

Das haben auch die Werke und Hersteller für sich entdeckt. Und wie so oft, folgt einer Professionalisierung auch ein „aber“. Sicher – die GT3-Brummer sind beeindruckende Sportgeräte, unfassbar schnell auf der Nordschleife – aber eben auch einfache „Kaufhaus-Ware“. Wenn auch geil. Und hier kommt der Punkt, an dem in meiner Brust die zwei Herzen, ach was – drei Herzen – schlagen. Ich schwelge gerne und oft in den Erinnerungen an damals. Als es noch keine Trillionen-Zuschauer waren, die als neuer Rekord vermeldet wurden. Als kleine Privat-Teams ihren Jahresurlaub beim 24h-Rennen verballert haben. Und die letzte Kohle. Und oft auch das letzte Hemd. Es war ein unbeschwerter Sportsgeist. Es war der gemeinsam erlebte und durchlebte Marathon. So perfekt unperfekt und wunderbar nahbar.

Doch dem Menschen ist es angeboren: Er will sich verbessern. Der Grund für den sportlichen Wettkampf finden wir auch darin versteckt. Der Kampf. Der Sieg. Und beim nächsten Mal: Höher, schneller, weiter. Mit der Professionalität kommen die Werke, das große Geld. Es wird am ganz großen Rad gedreht. Doch wo ein GT3-Pulk im Donnergewitter der Sub-8-Zeit über die Schleife pflügt, da wird der Platz für den Amateur knapp.

Die Faszination „Technik“ kann so ein GT3-Renner bestens befriedigen. Besondere Lösungen. Reglements-Fights um Vor- und Nachteile. Dabei fällt dann, ganz unmerklich, der Spaß hinten herunter und die Maske des Mammon erscheint am Tisch.

Mercedes-AMG hat in diesem Jahr gezeigt, wie Audi im Vorjahr, was es bedeutet – wenn sich Werke auf den Motorsport auf der Nordschleife konzentrieren. Der Mercedes-AMG GT 3 hat in eindrucksvoller Art und Weise seine „Dominanz“ am Ring etabliert. Ein Vierfach-Sieg? Eine Glanzleistung für Techniker und Rennfahrer. Der Kampf der Mercedes-AMG Kundenteams am Ring? Spannung pur. Gleiche Waffen – Profi-Rennfahrer und am Ende entscheiden 5.7 Sekunden über den Sieg. Nach 24-Stunden. Wer da sagt: Er findet GT3s langweilig, der lügt.

Doch darf einem die Faszination nicht die Augen vor den Konflikten und Problemen erblinden lassen. Das 24-Stundenrennen am Nürburgring hat, jetzt wo es am erfolgreichsten ist, ein großes Problem. 2016 hatte es das kleinste Starterfeld seit Jahren. Der Kampf um die Balance um Performance artet in einen Schattenbox-Wettkampf aus. Und während RTLnitro zum 24h-Senderekord eilt, saufen die Fans auf den nicht gepflegten Campingplätzen ab. Ertrinken förmlich in der Scheiße, die sich dort anstaut. Wer sich die Mühe macht und auf Facebook nach den Erfahrungen derer sucht, die sich in den Hagel des diesjährigen 24h-Rennens begeben haben – der liest von erschreckende Versäumnissen bei der Hygiene. Von einem Ungleichgewicht aus übermütigen Security-Hanseln und mangelndem Überblick bei der Kontrolle der „großen“ Party am Ring. Während sich in den Boxen selbst die akkreditierten Journalisten bei der Arbeit durch die Security stören lassen müssen – vermüllen die Campingplätze, verrohen die Sitten draußen, rund um die „schönste Rennstrecke“ der Welt. Vom Motorsport-Event zum Motorsport-Ballermann. Auch das ist ein Ergebnis des Wachstums. Und mangelnder Sichtweite bei den Veranstaltern. Die Müllberge nach dem Rennen? Bereits akzeptierte Bilder.

Auf der Strecke verlässt man sich als Veranstalter auf die Werke. Die „Kleinen“ fühlen sich vernachlässigt, die Regie der TV-Kameras findet sie erst gar nicht. Das Abwandern des „harten Kerns“ hat längst begonnen. Doch was passiert, wenn ein Werk sich verabschiedet? Wenn im nächsten Jahr auch BMW und Porsche das Engagement zurückfahren? So wie Audi in diesem Jahr. Wenn die Werke nicht mehr Ticket-Kontigente kaufen, die Glaspaläste aufbauen und sich mit viel Mediageld die notwendigen Reichweiten erkaufen? Ein tiefer Fall und eine harte Landung wäre das Ergebnis. Und so spielen alle Parteien ein Spiel ohne Netz und doppelten Boden.

Liebes 24h-Rennen, wir müssen dringend über Deine Zukunft reden! handeln!

 

 

..eigentlich sollte ein ganz anderer Artikel hier erscheinen, aber die Probleme müssen angesprochen werden. Man kann nicht so tun, als wäre alles in Ordnung. Der „andere Artikel“ ist unter „Abenteuer Nürburgring 2016“ zu finden.

 

Fotos: SB-Medien: Stefan Baldauf und Guido ten Brink

 

Die 10 besten Fotos aus der Nacht in der Boxengasse

Ein Rennen voller Wetterkapriolen, viel Nebel, Crashs und beinahe Kollisionen. Ein typisches 24h-Rennen das den Mechanikern in der Boxengasse ordentlich Arbeit verschafft. Diese Galerie mit den 10 besten Fotos aus der Boxengasse ist den eher unbekannten Helden des Motorsports gewidmet. Den Team-Mitgliedern die bei diesem 44. 24h-Rennen die Rennautos am laufen halten.

ADAC Zurich 24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 28.05.2016 Copyright Guido ten Brink / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

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N24h: 4.800 Dunlop-Rennreifen für das härteste Rennen der Welt

Das 24h-Rennen ist das größte Rennen der Welt. Rund 160 Teams stellen sich am letzten Mai-Wochenende (26. – 29. Mai) auf der legendären Nordschleife der größten Herausforderung für Mensch und Material im Motorsport. Dunlop rüstet in der „Grünen Hölle“ zahlreiche Teams im Kampf um die prestigeträchtige Langstreckenkrone aus. Mit insgesamt 13 Lkw, darunter elf Vierzigtonner, kommt Dunlop zu den 24 Stunden. Knapp 4.800 Rennreifen werden zu dem einzigartigen Langstreckenrennen in der Eifel transportiert. Dunlop hat neben 3.500 Slicks auch 1.300 Regenreifen im Gepäck. Hinzu kommen zwei weitere Auflieger mit voll ausgestatteten Arbeitsplätzen für die Ingenieure und Techniker.

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Bei der 44. Auflage des Langstreckenklassikers gehen Rennwagen wie der Aston Martin V12 Vantage GT3, der Audi R8 LMS, der BMW Z4 GT3, der brandneue BMW M6 GT3 und die drei Individual-Sportprototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus auf Dunlop ins Rennen. Neben den Profiteams vertrauen auf der Nordschleife aber auch zahlreiche ambitionierte Privatiers im Kampf um den Klassensieg auf Rennreifen, die in Hanau produziert werden. Und so unterschiedlich wie die Fahrzeugtypen sind auch die Dunlop-Reifen, die an dem Mega-Wochenende im Einsatz sein werden. Es wird ein breites Spektrum unterschiedlicher Reifendimensionen zur Verfügung gestellt: Von der kleinsten Dimension 205/60 R17 für einen Renault Clio bis zum großen Hinterreifen eines GT3-Boliden der Dimension 310/710 R18 reicht das Angebot. Während der kleine profillose Clio-Reifen acht Kilogramm wiegt, bringt ein bulliger GT3-Slick etwa 12 Kilogramm auf die Waage.

Doch nicht nur der materielle Aufwand für den Motorsport-Marathon ist enorm. Das größte Rennen des Jahres ist auch für die Dunlop-Mannschaft eine ganz besondere Herausforderung. Zum Team gehören mehr als 30 Ingenieure, Fachmonteure und Servicepersonal, die beim 24h-Rennen im Fahrerlager am Nürburgring in mehreren Schichten rund um die Uhr arbeiten. Um für die Dunlop-Teams einen technischen Service auf höchstem Niveau zu bieten, werden gleich drei Montagebänder in der „Dunlop-City“ aufgebaut.

Die Nürburgring-Nordschleife ist die härteste und längste Rennstrecke der Welt. Der Reifen wird extrem belastet. Die Nordschleife bietet insgesamt 73 Kurven (davon 33 links und 40 rechts). Hier und da räubern die Piloten über die Kerbs. Hinzu kommen Passagen mit ausgeprägter Kompression. Wenn Federwege am Anschlag sind, dann muss der Reifen die Dämpfungsarbeit übernehmen. Auch die extremen Vollgaspassagen geben keine Zeit zum Verschnaufen. In einer Runde legt ein Reifen auf der Nordschleife 40.000 Umdrehungen zurück – ein weltweit einzigartiger Wert.

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N24h: Diese 8 Fakten muss man wissen 2016

Seit 1970 wird das 24h-Rennen auf der Nordschleife ausgetragen – und immer wieder haben die Organisatoren gemeinsam mit ihren Partnern Neuerungen eingeführt. Sie haben das Event zum größten Rennen am Nürburgring und zu einem der internationalen Motorsport-Highlights werden lassen. Auch in diesem Jahr gibt es eine Reihe von Neuerungen, die das Event noch interessanter machen

1.) Racing ohne Limits

Die im vergangenen Jahr gültigen Tempolimits auf der Nordschleife wurden nach umfangreichen Baumaßnahmen und organisatorischen Änderungen aufgehoben.

2.) Mediengruppe RTL als Fernsehpartner

RTL NITRO sendet von Samstag auf Sonntag fast 26 Stunden live – das ist weltrekordverdächtig. Hinzu kommen weitere Sendungen vom Training, zusätzlich berichtet der Hauptsender RTL im Rahmen seiner Formel-1-Berichterstattung aus Monaco.

3.) Audi Sport TT Cup

Die Rennserie für Nachwuchspiloten ist zum ersten Mal im Rahmenprogramm dabei. Trainings und Rennen werden auf dem Grand-Prix-Kurs abgehalten.

4.) Sektorenzeiten

Es galt lange als technisch nicht realisierbar – bis es die Experten der „_wige“ umsetzten: Ab diesem Jahr weist die Zeitnahme erstmals Sektorenzeiten aus. Gemessen werden die Zwischenzeiten in fünf Teilabschnitten der Strecke.

5.) Action wird beleuchtet

Die Boxengasse wird ab diesem Jahr in den Nachtstunden beleuchtet, auch auf der Grand-Prix-Strecke bringt zwischen Hohenrain-Schikane und Michael-Schumacher-S eine aufwändige Zusatzbeleuchtung Licht ins Dunkel für Fahrer und TV-Kameras.

6.) Adenauer Racing Day auf der Hauptstraße

Der Prolog zum Rennen beim Adenauer Racing Day am Mittwoch (25. Mai) wurde für 2016 wieder auf die Hauptstraße im Ortskern der Rennstadt verlegt.

7.) Fanangebote

Das umfangreiche Angebot wächst weiter. Im Eifeldorf Nürburgring lockt die „Family Fun Area“Familien mit Kindern. Die Sportholzfäller der Stihl Timbersports-Series sind in der Fan-Arena (historisches Fahrerlager) zu sehen.

8.) Mannschaftszeitfahren in der WTCC

Nach dem WTCC-Qualifying am Freitag geht am um Punkte für die Herstellerwertung: Je drei Fahrzeuge von Citroën, Honda und Lada gehen im „MAC3“ („Manufacturers against the Clock“) auf die Strecke. Die Uhr hält erst an, wenn das dritte Fahrzeug die Ziellinie passiert.

FALKEN startet mit neuem Porsche 911 GT3 R beim 24h-Rennen

Die Reifenmarke FALKEN ist auch in diesem Jahr Partner des ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring und wird sich als einer der Hauptsponsoren sowohl auf als auch neben der Rennstrecke engagieren. Auch dieses Jahr werden wieder bis zu 200.000 Fans in die Eifel pilgern, um der größten Sportveranstaltung Deutschlands beizuwohnen. Zu sehen bekommen Sie den neuen Falken-Porsche 911 GT3 R und ein erprobtes Fahrerlineup am Steuer: Peter Dumbreck (Großbritannien), Wolf Henzler (Nürtingen), Alexandre Imperatori (Schweiz) und Martin Ragginger (Österreich) kämpfen erneut um einen Podiumsplatz.

Im vergangenen Jahr war es so weit: Beim 16. Anlauf gelang es dem FALKEN Motorsports-Team, das berühmte 24h-Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife als Dritter auf dem Podest zu beenden. „Ich persönlich freue mich sehr, dass wir die Partnerschaft mit Porsche fortsetzen und hoffe, dass wir an die zahlreichen Erfolge anknüpfen, die wir mit dem Vorgängermodel am Nürburgring erzielt haben“, sagt Stephan Cimbal, Head of Marketing bei Falken Tyre Europe GmbH.

Nach fünf erfolgreichen Jahren mit dem Modell 997 wechselte FALKEN zu Beginn der Saison auf den Nachfolger auf Basis des Typs 991. Der rund 500 PS starke Porsche 911 GT3 R ist gegenüber dem Vorgängermodell konsequent weiterentwickelt und in den Bereichen Motor, Fahrwerk, Aerodynamik und Gewicht deutlich verbessert worden. Auch die Reifen wurden speziell für den Boliden entwickelt und mussten sich auf der Teststrecke in Portimao zahlreichen Tests unterziehen. Mit den dort gewonnenen Testergebnissen wurde von den Ingenieuren in Japan eine neue Generation High-End-Motorsportreifen speziell für den Porsche entwickelt, die jetzt am Nürburgring zum Einsatz kommen.

Auch neben der Rennstrecke ist FALKEN stark vertreten. Ein eigener Stand im ring°boulevard und die spektakuläre Drift Show im Historischen Fahrerlager werden die Fans auch in diesem Jahr begeistern. Ebenfalls wieder mit dabei sind die zwanzig FALKEN-Grid-Girls, die unter anderem die Starttafeln neben den Top-Favoriten des Rennens präsentieren. In Zusammenarbeit mit dem Drohnenhersteller DJI wird FALKEN ganz neue Aufnahmen generieren, die u.a. über die FALKEN-eigenen Social Media Kanäle verbreitet werden. Der FALKEN-Porsche ist eines der elf Fahrzeuge im Starterfeld, das mit einem Übertragungssystem für den Vodafone-Livestream ausgestattet ist. Eine umfangreiche Begleitung des Geschehens auf den FALKEN-eigenen Kanälen bei Facebook, Snapshat, Instagram, Youtube und der FALKEN-Webseite falkentyre.com ist ebenfalls Bestandteil der Aktivitäten

N24h – Die Motorsport-Party des Jahres 2016

Es ist soweit, die Motoren wurden gestartet und am Nürburgring brennt die Luft. Wobei – wenn man so in den Himmel schaut, dann wird es eventuell doch eher ein verregnetes Renn-Wochenende. Ganz egal, was das Wetter macht, hier geht es jetzt um den schärfsten Motorsport, den wir in Deutschland haben. N24H – Das Rennen des Jahres – endlich geht es los!

Nach der gestrigen Einstimmung beim Adenauer Racing Day startet heute die Action auf der Strecke. 160 Fahrzeuge stehen für die Jagd zwei Mal um die Uhr bereit. Zum ersten Mal gehen sie heute um 15:45 Uhr auf die Strecke, bevor heute Abend um 20 Uhr das erste Qualifying bestritten wird. Alles Wichtige zum ADAC Zurich 24h-Rennen inklusive Livetiming, Liveticker und Video-Stream gibt es während des ganzen Wochenendes unter ww.24h-rennen.de.

Start frei um 15:45 – die Vorbereitungen für die längste Nacht gehen damit in ihre Endphase. Die Stimmung im Fahrerlager brodelt vor Anspannung.

Um 15:45 starten die Piloten ins erste Freie Training. Wenn später die Dunkelheit über die Eifel hereinbricht, steht von 20:00 – 23:30 Uhr das erste Qualifying auf dem Programm. Den Sieg werden wohl wieder die GT3-Fahrzeuge unter sich ausmachen. Audi will natürlich mit dem R8 LMS den Erfolg vom vergangenen Jahr wiederholen. „Ich will wieder einen Podestplatz“, so Vorjahressieger Nico Müller. „Am liebsten in der Mitte.“ Der Ingolstädter Hersteller brachte 2015 Jahr die Weiterentwicklung seines GT3-Boliden an die Nordschleife. In diesem Jahr ziehen einige Hersteller nach.

Der Österreicher Martin Ragginger startet im neuen Porsche 991 GT3 R: „Das Team ist hochmotiviert und das neue Auto ist ein riesiger Fortschritt. Mir persönlich ist die BoP egal – ich setze mich rein und gebe Gas.“ Das jüngste Fahrzeug ist der BMW M6 GT3. Der DTM-Campion von 2014, Marco Wittmann, will trotzdem voll angreifen. „Wir wollen natürlich gewinnen, aber auch das Auto weiter voranbringen.“ Mercedes-Pilot Thomas Jäger hingegen hält sich noch etwas zurück: „Ein Podestplatz wäre schön.“ Auch für den Mercedes AMG GT3 ist es das erste 24h-Rennen auf der Nordschleife.

Wir liefern die ersten Impressionen vom 24h-Rennen am Nürburgring und ständig frische Live-Infos. Folgt uns auch auf Facebook, Twitter und instagram! #N24h

24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 26.05.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com
Vorbereitungen bei den Top-Teams. Wenn am Samstag die Startflagge fällt, muss alles passen.

 

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Der guckt nur böse.

 

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Definitiv ein Sieg-Anwärter. Der Haribo-AMG GT.

 

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Kein Gesamtsieg, aber ein Klassensieg. Und wenn das Wetter so furchtbar schlecht wird, wie aktuell abzusehen, dann ist auch eine Top10-Platzierung am Ende möglich!

 

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Die Audi-Teams sind dieses Jahr ein wenig kürzer getreten, aber nicht langsamer!

 

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Dickes Ding mit einem B am Anfang?

 

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Schon bald F1-Niveau, die Paläste im Fahrerlager.

 

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Ordnung ist alles.

 

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Nein – die Fans, die sind alles!

 

 

 

 

Alles Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Festival des GT-Sports in der Eifel: BMW Teams sind bereit für die 24 Stunden auf dem Nürburgring

Am kommenden Wochenende schlägt das Herz des Motorsports in der Eifel: Bei der 44. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring (DE) treffen die besten Fahrer, Teams und Fahrzeuge, die der GT-Sport zu bieten hat, auf der wohl anspruchsvollsten Strecke der Welt aufeinander. Seit 1970 hat die Veranstaltung auf der legendären Nordschleife ihren festen Platz im Rennkalender und begeistert Fans auf der ganzen Welt. BMW ist mit 19 Gesamtsiegen die bis dato erfolgreichste Marke bei diesem Langstreckenklassiker und geht auch 2016 mit einem starken Aufgebot an den Start.
Nicht weniger als 40 BMW Rennwagen finden sich in der vorläufigen Teilnehmerliste für das Rennen, das auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Teilen der Grand-Prix-Strecke ausgetragen wird. Sechs davon treten in der SP9-Klasse an, in der die leistungsstarken GT3-Fahrzeuge zusammengefasst sind: Auf dem neu entwickelten BMW M6 GT3 ruhen die Hoffnungen der BMW Teams von Schubert Motorsport, ROWE Racing und Walkenhorst Motorsport, die jeweils zwei Fahrzeuge an den Start bringen. Hinzu kommen 13 BMW M235i Racing, dem erfolgreichen Einsteigermodell in der Produktpalette von BMW Motorsport, sowie zahlreiche weitere BMW Rennwagen, die von privaten Teams mit viel Leidenschaft eingesetzt werden.
Der BMW M6 GT3 feiert seine Premiere bei einem 24-Stunden-Rennen in Europa und tritt in große Fußstapfen: Sowohl 2013 als auch 2015 erreichte das Vorgängermodell BMW Z4 GT3 jeweils den zweiten Platz auf dem Nürburgring. Der bis dato letzte Sieg war Augusto Farfus (BR), Jörg Müller (DE), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) im Jahr 2010 mit dem BMW M3 GT gelungen. Beim 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps (BE) errang der BMW Z4 GT3 in der vergangenen Saison einen viel umjubelten Sieg. Nun soll der BMW M6 GT3, der mit einem Sieg bei der Generalprobe in der VLN Langstreckenmeisterschaft am 14. Mai für Furore sorgte, diese Erfolgsgeschichte fortschreiben.
Die BMW Teams schicken dabei einige der besten und erfolgreichsten Fahrer ins Rennen, die sich jemals der „Grünen Hölle“ gestellt haben. Drei Piloten im BMW M6 GT3 konnten die 24 Stunden auf dem Nürburgring bereits für sich entscheiden: Müller (2 Siege), Farfus (1 Sieg) und Lucas Luhr (DE, 2 Siege), der genau zehn Jahre nach seinem ersten Triumph bei diesem Rennen wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte. Fünf Piloten aus dem aktuellen DTM-Fahreraufgebot von BMW Motorsport wagen zudem einen Abstecher auf die Nordschleife. Timo Glock (DE) sitzt am Wochenende zwar nicht selbst am Steuer, begleitet jedoch seine Teamkollegen als TV-Experte einmal aus einer ganz anderen Perspektive durch das Wochenende. RTL und RTL NITRO berichten ausführlich über das Highlight der GT-Saison 2016.
Nicht nur die Zuschauer am Fernseher sondern auch die Fans vor Ort an der Strecke können sich auf ein Motorsport-Spektakel der Extraklasse freuen. Anhänger von BMW Motorsport und von BMW M sind wie schon in den vergangenen Jahren beim M Festival bestens aufgehoben. Bereits zum sechsten Mal können die Besucher das Geschehen aus Areas direkt an der Grand-Prix Strecke oder in der „Fan Base“ im Herzen der „Grünen Hölle“ aus nächster Nähe mitverfolgen. Die BMW M Hospitality ist für drei Tage die Heimat der stetig wachsenden M Community aus aller Welt.
Ein erster Höhepunkt des Wochenendes ist das Top-30-Qualifying am Freitag ab 19.50 Uhr. Vier BMW M6 GT3 haben ihre Startplätze für dieses Einzelzeitfahren bereits sicher. Das Rennen beginnt dann am Samstag um 15.30 Uhr.
Ausgewählte Stimmen vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring:
 
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die nächste große Bewährungsprobe für unseren neuen BMW M6 GT3 – und natürlich einer der absoluten Höhepunkte unserer GT-Saison. Dass wir liebend gern ein Top-Ergebnis erzielen würden, steht außer Frage. Allerdings lässt sich ein Erfolg beim Eifel-Marathon nicht planen. Das gilt umso mehr, wenn man wie wir mit einem brandneuen Auto an den Start geht. Bei der Generalprobe in der VLN haben wir gesehen, dass der BMW M6 GT3 auf dem Papier konkurrenzfähig zu sein scheint. Allerdings können wir nur für unsere eigene Leistungsfähigkeit sprechen – nicht dafür, was die Konkurrenz schon gezeigt oder nicht gezeigt hat. So oder so gilt: Unsere Fahrer gehören zu den Besten der Besten auf der Nordschleife. Zudem haben wir in Schubert Motorsport und ROWE Racing zwei erfolgshungrige Teams in unseren Reihen, dazu kommt in Walkenhorst Motorsport ein bärenstarkes Privatteam in der SP9-Klasse. Und natürlich schauen wir nicht nur auf die BMW M6 GT3 im Feld sondern auch auf die unzähligen privaten BMW Teams und Fahrer, die in den verschiedenen Klassen um Top-Platzierungen kämpfen. In Kombination mit dem M Festival, das wie schon in den vergangenen Jahren zeitgleich stattfindet, werden die 24 Stunden auf dem Nürburgring damit auch in dieser Saison wieder ein echtes Fest für die Fans von BMW Motorsport und BMW M – und das passend zum Jahr des 100-jährigen Jubiläums von BMW.“
Jörg Müller (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Ich bin schon jetzt voller Vorfreude. Wir hatten eine tolle Vorbereitung und sind gut für das Wochenende am Nürburgring gerüstet. Am wichtigsten ist, dass das Auto die 24 Stunden gut übersteht. Das Rennen ist einfach einmalig. Auch das Wetter darf man nicht außer Acht lassen, denn am Nürburgring folgt es seinen eigenen Gesetzen. Die besondere Herausforderung für die Teams ist, den richtigen Fahrer zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Set-up auf der Strecke zu haben.“
 
Marco Wittmann (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Unser Sieg beim vergangenen VLN-Lauf hilft natürlich bei der Motivation des Teams und auch von uns Fahrern. Man geht mit einem viel besseren Gefühl in das 24-Stunden-Rennen. Wenn man mit BMW auf der Nordschleife antritt, dann will man immer gewinnen. Es gibt auf dieser Strecke aber viele Tücken, man muss immer konzentriert sein, auch wegen der langsameren Fahrzeuge. Das ganze Flair ist toll, und die Fans sind einzigartig.“
Augusto Farfus (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Das wird ein großartiges Wochenende. Wir haben ein gutes Team beisammen. Ich hoffe, wir haben gutes Wetter und eine Menge Spaß. Die Fans, die zum Nürburgring kommen, sind echte Fans. Natürlich sind sie Anhänger von BMW oder anderen Herstellern, aber sie kommen in erster Linie wegen der Show und wollen wirklich alle Autos sehen. Das ist so speziell.“
Martin Tomczyk (Schubert Motorsport, #100 BMW M6 GT3):
„Es ist immer wieder sensationell, zum 24-Stunden-Rennen zu kommen. Das ist einer der absoluten Höhepunkte des Jahres. Es wird spannend zu sehen, wie sich unser neues Auto schlägt und wie die Performance letztlich sein wird. Wir sind eigentlich guter Dinge, aber beim 24-Stunden-Rennen kann immer so viel passieren, da muss man auch das Glück auf seiner Seite haben. Unsere Fahrerpaarungen sind sehr, sehr gut. Wir sind gut vorbereitet, wie der dritte VLN-Lauf gezeigt hat.“
Lucas Luhr (Schubert Motorsport, #100 BMW M6 GT3):
„Das Besondere an diesem Rennen ist natürlich vor allem die Strecke. Die Nordschleife ist absolut einzigartig in der Welt. Zusammen mit der Atmosphäre und den tollen Fans ist man durch sie als Fahrer noch einmal zusätzlich motiviert. Das Rennen wird aber mit Sicherheit nicht einfach, die Konkurrenz ist extrem stark. Aber wir haben auch ein gutes Gesamtpaket. Natürlich darf man nicht vergessen, dass unser Auto neu ist und immer etwas schiefgehen kann. Wir sind in Sachen Fahrerbesetzung super besetzt.“
 
Maxime Martin (ROWE Racing, #23 BMW M6 GT3):
„Das ist ein wirklich wichtiges Rennen für BMW. Für das erste Jahr mit dem neuen Auto läuft es gut, und ich freue mich auf das erste 24-Stunden-Rennen mit dem BMW M6 GT3 auf der Nordschleife. Ein solcher Marathon hat seine ganz eigenen Gesetze. Um vorne dabei zu sein, musst du erst einmal ins Ziel kommen. Ich denke, dass wir uns durchaus etwas ausrechnen dürfen.“
Dirk Werner (ROWE Racing, #23 BMW M6 GT3):
„Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind einzigartig – und entsprechend ist man als Fahrer auch besonders motiviert. Mit der IWSC sind wir in Nordamerika auf vielen unglaublichen Rennstrecken mit langer Tradition unterwegs. Aber die Nordschleife spielt in einer ganz eigenen Liga. Mit der Mannschaft von ROWE Racing und dem neuen BMW M6 GT3 sind wir gut aufgestellt. Jetzt stellen wir uns top-motiviert der Herausforderung ‚Grüne Hölle‘.“
Klaus Graf (ROWE Racing, #22 BMW M6 GT3):
„Das GT3-Feld liegt in diesem Jahr extrem eng beieinander, aber mit dem neuen BMW M6 GT3 sind wir gut unterwegs. Das 24-Stunden-Rennen ist das größte Motorsport-Ereignis, das es in Deutschland gibt. Und die Strecke ist schon eine Herausforderung. Für uns bei ROWE Racing ist das Rennen mit BMW Motorsport als neuem Partner in jedem Fall ein ganz besonderes Event.“
Richard Westbrook (ROWE Racing, #22 BMW M6 GT3):
„Im vorigen Jahr hatte ich meinen ersten Start beim 24-Stunden-Rennen mit BMW – und bin Zweiter geworden. Wenn wir diesmal einen Platz besser wären, dann hätte ich sicher nichts dagegen. Der BMW M6 GT3 ist ein brandneues Auto, aber bis jetzt sieht alles gut aus. Aber dieses Rennen ist schwer vorhersagbar. Das ist ein Sprint über 24 Stunden.“
Tom Blomqvist (Walkenhorst Motorsport, #999 BMW M6 GT3):
„Ich freue mich sehr auf das Rennen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, ich kenne die Strecke, das Auto und mein Team. Und für dieses Rennen braucht man eine gute Vorbereitung. Ich bin noch nie ein 24-Stunden-Rennen gefahren, das wird eine große Herausforderung für mich. Ich werde einfach meinen Job machen, es so gut wie möglich genießen, lernen und alle Erfahrungen, die ich sammeln kann, für die Zukunft mitnehmen.“
Die Besetzungen der sechs BMW M6 GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring:
 
#18 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport
Augusto Farfus (BR), Jesse Krohn (FI), Jörg Müller (DE), Marco Wittmann (DE)
 
#22 BMW M6 GT3, ROWE Racing
Klaus Graf (DE), Richard Westbrook (GB), Nicky Catsburg (NL), Markus Palttala (FI)
#23 BMW M6 GT3, ROWE Racing
Alexander Sims (GB), Philipp Eng (AT), Maxime Martin (BE), Dirk Werner (DE)
#100 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport
John Edwards (US), Jens Klingmann (DE), Lucas Luhr (DE), Martin Tomczyk (DE)
#101 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
Matias Henkola (FI), Kazunori Yamauchi (JP), Max Sandritter (DE), George Richardson (GB)
#999 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
Victor Bouveng (SE), Tom Blomqvist (GB), Christian Krognes (NO), Michele di Martino (DE
Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

DTM 2016: Edoardo Mortara gewinnt den Saisonauftakt

Im Badischen Hockenheim brannte die Sonne an diesem wundervollen Mai-Tag mit aller Macht über das Motodrom. Ein Fest des Motorsports will die DTM präsentieren und um das zu erreichen, gibt es ein volles Programm. Inklusive einem ersten DTM-Lauf, schon am Samstag. Und damit der erste Lauf der Saison 2016. Rennen 2 wird am Sonntag den 8. Mai gestartet.

DTM in Hockenheim – 2016

Für mich persönlich war es eine Rückkehr. Beim letzten DTM-Lauf den ich in Hockenheim besuchte, waren die Erinnerungen an Kalli Hufstadt und seine Mundharmonika noch frisch. Diese neue DTM, ich kann damit „eigentlich“ nichts anfangen. Es gab also vermutlich keinen besseren Zeitpunkt um sich noch einmal damit zu beschäftigen. Die DTM ist das Motorsport-Wohnzimmer von Audi, Mercedes-Benz und BMW. Gemeinsam stellen die drei dt. Hersteller das Starterfeld. Die Autos? Weit entfernt von der früheren Nähe zum Serienfahrzeug. Reinrassige Kohlefaser-Renner. V8-Motoren und Heckantrieb, dazu eine leichte Anlehnung an die Serienformen der jeweiligen Modellen. Wobei die Ähnlichkeit zum Serienfahrzeug in diesem Jahr vor allem Mercedes-Benz gut gelungen ist. Doch, massives Flügelgewerk und eine Nase die tief über dem Asphalt schnuppert lässt die DTM-Shilouettenrenner wie Karikaturen der Serienfahrzeuge erscheinen. Sei es drum. Motorsport auf Formel 1 Niveau, nur mit Dach.

DTM 2016 010 Hockenheim Samstagsrennen

Sommer-Hitze im Mai – Die DTM kann auch anders

Waren die letzten DTM-Jahre in meinen Augen durch organisierte Langeweile geprägt, gibt diese persönliche DTM-Rückkehr ganz neue Einblicke. Sicher, die Tribünen am Samstag sind nur sporadisch besetzt. Teilweise sind ganze Blöcke leer. Dafür ist das Fahrerlager voll. Eine DTM zum anfassen will man sein. Für die ganze Familie. Und so schieben sich neben den TT-Cup-Rennern auch Kinderwagen durch das Fahrerlager. Motorsport für die ganze Familie? Es scheint zu funktionieren. Für die beteiligten Hersteller steht jedoch auch einiges auf dem Spiel. Motorsport ist in Deutschland eben kein Fußball-Länderspiel. Nicht einmal auf dem Niveau der zweiten Liga. Motorsport ist das Marketing-Instrument schlechthin in der Automobil-Industrie – doch dem dt. Michel scheint das unbekannt zu sein. Die Bemühungen die ganze Familie an die Strecke zu bekommen, sie sind also aller Ehren wert.

Und an diesem Mai, ein Tag vor Muttertag, spielt das Wetter mit: Sonnenbrand-Gefahr. Aber besser als Regen und unterkühlte Stimmung. Die scheint, so überrascht es mich an diesem Samstag: Richtig gut zu sein. BMW-Fans, Mercedes-Fans und Audi-Fans – die Marken scheinen die eigenen Hardcore-Fans animieren zu können.

Nach dem Quali zum ersten Lauf: Eduardo Mortara.
Nach dem Quali zum ersten Lauf: Edoardo Mortara.

Edoardo Mortara zieht durch!

Kein Vettel, kein Schumacher – stattdessen stehen Mortara, Wickens und Müller auf dem Podest. Da muss man das Programm-Heft dann schon einmal bemühen. Wer ist eigentlich dieser Edoardo Mortara? 1987 geboren, da waren bei BMW die E30 M3 gerade die Sportwaffen der Wahl. Eric van der Poele gewann das DTM-Jahr 1987. Edoardo Mortara gehört zu der Generation Rennfahrer die durch die Formel 3 Schule gingen. Die F3-Euroserie beendete er 2010 als Sieger. Seit 2011 fährt er für Audi in der DTM und an diesem heißen Mai-Tag startete er von Platz 2 in das Rennen. Bereits beim Start zieht er am Pole-Setter Nico Müller vorbei. Beide pilotieren einen DTM-Renner der als Audi RS5 DTM betitelt wird. Dahinter auf drei startete Robert Wickens auf dem besten Mercedes-AMG C63 DTM und der beste BMW stand auf P10, es war der M4 DTM von Marco Wittmann.

Und auch wenn Nico Müller am Start von Edoardo Mortara zugleich überrumpelt wurde, mit P3 stand er am Ende zum ersten mal auf dem Podium. Robert Wickens blieb der Beste Mercedes und kam 1.6 Sekunden hinter Edoardo auf P2 ins Ziel. Das Feld dahinter hat es sich in alter Tourenwagen-Sitte ordentlich besorgt. Leidtragende waren die „großen“ Namen der DRTM. Darunter ein Timo Scheider und ein Timo Glock. Es scheint als würden die „jungen Wilden“ nun endgültig die Führung übernehmen. Dabei sorgten Tür-an-Tür-Kämpfe, Dreher und wilde Attacken, hier ist vor allem das DTM-Urgestein (darf man mittlerweile so sagen) Mattias Ekström zu nennen, für ein wirklich kurzweiliges Rennen mit viel Action.

DTM 2016 014 Hockenheim Samstagsrennen

Übergewicht mal anders

Das ausgerechnet Audi den ersten Saisonsieg einfuhr und zudem die ersten beiden Plätze in der Startaufstellung belegte, sorgte durchaus für ein Stirnrunzeln. Sind die Audi doch die schwersten Fahrzeuge im Feld. Mit knapp 20 Sekunden Rückstand konnte selbst der beste BMW im Feld, der M4 von Bruno Spengler, nicht mit der Spitze mithalten und damit auch nicht von den Zugeständnissen profitieren.

Sonnenbrand und ein „learning“ beim Autor

Die DTM ist gar nicht so langweilig wie ich gedacht habe. Wobei – es war das erste Mal seit langer Zeit, das ich selbst vor Ort war. Was am TV ablief, denn hier waren die letzten Jahre eine echte Katastrophe, kann ich nicht beurteilen. Aber in der Boxengasse, hinter den FIA-Fangzäunen und ganz nah an den fliegenden „Gummiwutzeln“ (Reifenabrieb), bot sich ein neues Bild. Motorsport. Laut. Unterhaltsam und trotz der vielen unbekannten Namen – spannend!  Den Sonnenbrand werde ich wohl noch ein paar Tage behalten, die alten Vorurteile gegenüber der Serie nicht mehr.

Am Ende war es dann auch wieder „wie immer“: Motorsport in Hockenheim bedeutet auch: Staus. Lange Staus. Die Abfahrt der Fans, aus dem beschaulichen Hockenheim ist immer wieder „die Hölle“. Plötzlich wollen alle heim, die Parkplätze leeren sich, die Straßen aus Hockenheim heraus sind verstopft. Irgendwie greift noch immer kein Plan bei der Verkehrsführung. Somit ist fast alles wieder wie früher. Fast.

DTM 2016 016 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 007 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 006 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 005 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 004 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 003 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 002 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 001 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 008 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 009 Hockenheim Samstagsrennen DTM 2016 013 Hockenheim Samstagsrennen

24h-Rennen 2016: Zwischenstand Top 30 Quali

Das Top-30-Qualifying beim ADAC Zurich 24h-Rennen ist einer der Höhepunkte des Wochenendes. Die 30 schnellsten Fahrzeuge gehen im Einzelzeitfahren auf die Jagd nach der Pole Position. Die Startberechtigung können die Teams schon vorher erwerben. Gewertet werden die Qualifying-Ergebnisse der VLN-Läufe vor dem 24h-Rennen und des 24h-Qualirennens. Fünfzehn Teams haben es bislang auf diese Weise geschafft, sich die Teilnahme zu sichern.

Hier die Übersicht der bisherigen Top 15:

top30 2015 die ersten 15

Teams, die die Top-30-Teilnahme anstreben, müssen sich registrieren. Um einen der Startplätze zu erhalten, müssen danach folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Top-4-Platzierung im Qualifying eines VLN-Laufs vor dem 24h-Rennen
  • Top-10-Platzierung im Qualifying des ADAC Qualifikationsrennens
  • Top-5-Platzierung im sechsstündigen ADAC Qualifikationsrennen
  • Die Startplätze, die bis zum 24h-Rennen noch nicht vergeben sind, werden anhand des kombinierten Ergebnisses der beiden 24h-Qualifyings aufgefüllt.

Ein Fahrer kann maximal zwei Fahrzeuge durch die Qualifyingergebnisse der VLN bzw. des ADAC Qualifikationsrennens direkt für das Top-30-Qualifying des 24h-Rennens qualifizieren – vorausgesetzt dieser Fahrer nimmt auf beiden Fahrzeugen am 24h- Rennen teil.

 

Titelfoto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

Zweiter Sieg für Dunlop und Phoenix Racing in der VLN 2016

• Phoenix-Audi R8 LMS bestätigt beim 2. VLN-Lauf den Auftaktsieg
• Wechselhafte Wetterbedingungen in der rauen Eifel
• Erster Start für Aston Martin Racing und Dunlop auf der Nordschleife

Sensationeller Erfolg auf der Nordschleife: Dunlop und Phoenix Racing feiern den zweiten Sieg in Folge in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Nach einem packenden Vier-Stunden-Rennen fuhr der Dunlop-bereifte Audi R8 LMS von Frank Stippler und Anders Fjordbach (Dänemark) als Sieger über die Ziellinie. Bei wechselhaften Wetterbedingungen konnte Phoenix Racing den Auftaktsieg wiederholen. Nach 28 Runden über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten 57,839 Sekunden. Zugleich fuhr das deutsch-dänische Duo in 8:05.695 Minuten die schnellste Rennrunde.
„Wir sind sehr glücklich über den zweiten Sieg“, sagte Stippler. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute sicherlich neben einer tollen Balance des Autos, dass wir mit zwei Fahrern nur zwei Mal gestoppt haben, während die Konkurrenz mit vier Fahrern einen Boxenstopp mehr einlegen musste.“ Egal, ob nasser oder trockener Asphalt: Dunlop stellte stets den geeigneten Rennreifen zur Verfügung. „Wir waren in den teilweise nassen Passagen besser in der Lage, den Dunlop-Slick auf Temperatur zu halten, während die Konkurrenz stärker mit dem Reifenmaterial kämpfen musste“, erklärte Fjordbach. „Großes Lob an Dunlop. Insbesondere im Trockenen waren wir heute konkurrenzfähig und konnten das Rennen sehr gut kontrollieren“, ergänzte Phoenix-Teamchef Ernst Moser. Der Phoenix-Audi R8 LMS markierte in dem extrem stark besetzten Teilnehmerfeld die schnellste Rennrunde. Doch in der Schlussphase musste die Mannschaft aus der Eifel noch einmal zittern. Plötzlich einsetzender, starker Regen sorgte für zusätzliche Spannung. „Die zentrale Frage war in dieser Phase natürlich, wie viel Risiko geht man auf Slicks ein, um den Reifen im Temperaturfenster zu halten“, erklärte Stippler. „Man muss einerseits pushen, darf anderseits aber nicht den Bogen überspannen.“ Doch der Nordschleifen-Spezialist fand das richtige Maß und machte den zweiten Sieg in Folge perfekt.

„Bereits im Qualifying lagen fünf Dunlop-Teams mit vier verschiedenen Fahrzeugkonzepten auf den ersten sieben Startpositionen. Und dann der zweite Sieg im zweiten Rennen – einfach klasse“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Das Rennen war eine optimale Vorbereitung auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring Ende Mai, bei dem sicherlich ähnliche Wetterkapriolen wie bei diesem VLN-Lauf zu erwarten sind.“

Erster Start für Aston Martin Racing auf der Nordschleife
Zum ersten Mal in diesem Jahr war auch das Team Aston Martin Racing auf der Nordschleife am Start. Die beiden Aston Martin Vantage GT3 der Werksmannschaft aus Großbritannien belegten die Plätze vier und acht. Darren Turner (Großbritannien) und Nicki Thiim verpassten als Vierte knapp den Sprung auf das Podium. Matthias Lauda (Spanien) und Richie Stanaway (Neuseeland) fuhren auf Rang acht. Der BMW M6 GT3 mit der #35 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop sammelte in der turbulenten Anfangsphase des Rennens Führungskilometer. Zum Schluss belegten Matias Henklola (Finnland), Michele Di Martino und Kazunori Yamauchi (Japan) den 13. Platz. Die Teamkollegen Christian Krognes (Norwegen), Victor Bouveng (Schweden) und DTM-Fahrer Tom Blomqvist (Großbritannien) wurden als Elfter abgewinkt. Damit waren sie zugleich der beste BMW im 180 Fahrzeuge umfassenden Feld.

Dunlop Reifenentwicklung – Aus der grünen Hölle auf die Straße

Die Nordschleife fordert Fahrern, Autos und Reifen alles ab. Ständig wechselnde Beläge und ruppige Bodenwellen prägen die schwerste und längste Rennstrecke der Welt und begründen ihren Nimbus. Nur ein Pneu, der hier stets für ein Maximum an Grip sorgt, kann seinen Fahrer auch zum Sieg führen. Der Reifenhersteller Dunlop nutzt den Motorsport auf dem Ring als Test- und Prüffeld auch für seine Kollektion für die Straße und hat in diesen Tagen mal zum Blick hinter die Kulissen und in die Boxen eingeladen.

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Das Know-how, das Dunlop an der Rennstrecke erwirbt, fließt ständig in die Serienreifenentwicklung der Hanauer ein.

Windböen fegen gefrierenden Regen durch die Boxengasse. Die „Grüne Hölle“, wie der Formel -1-Pilot Jackie Stewart die Nordschleife mal genannt hat, ist bekannt für ihre Wetterkapriolen. Noch am Morgen hatte ein schmales Band von blauem Himmel die Hoffnung geweckt, mit Frank Stippler ein paar Runden auf der knapp 21 Kilometer langen Strecke in der Hocheifel drehen zu können. Doch der Profirenn- und Testfahrer für die sportlichsten Serienmodelle und GT3 Fahrzeuge von Audi winkt jetzt ab. Er wird Recht behalten, das Asphaltband mit seinen viel verheißenden 87 Kurven bleibt heute den ganzen Tag gesperrt. Leider.

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Neben dem M6 GT3 setzt das Team um Henry Walkenhorst auch einen BMW Z4 GT3 und zwei M235i Racing auf der Nordschleife ein.
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Die Dunlop bereiften Sportprototypen des US-Amerikaners James Glickenhaus sorgen für Furore.

Bleibt der offene Grand-Prix-Kurs. Hier heizen im Minutentakt zwei neue Walkenhorst-BMW M6 GT3 und zwei Renn-Exoten der Scuderia Cameron Glickenhaus über die Strecke vorbei an den wenigen geöffneten Boxen. Doch das ist nur ein kleiner Ausschnitt an Modellen, für die Dunlop Rennreifen liefert. Nach der Verlagerung der Reifenproduktion für den Automobilsport nach Hanau begleitet Dunlop die Werkseinsätze von Aston Martin im Langstreckensport für dem Aston Martin V 12 Vantage GT3, von Audi für den R8 LMS, von Ford für den GT, für den Ferrari 458, den Lexus RC F und den BMW Z 4 GT3. Das Know-how, das auf der Rennstrecke gesammelt wird, fließt dabei ständig auch in die Dunlop-Serienentwicklung ein.

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Glatt wie ein Kinderpopo: Der Slick für die trockene Rennstrecke.

„ Für die Verwendung auf der normalen Straße muss die Motorport-Technologie natürlich angepasst werden“, erklärt Michael Bellmann, Marketing- Manager für die Marke Dunlop, vor den akkurat aufgestapelten Reifensätzen in der Box. Auf der einen Seite die Slicks, glatt wie ein Kinderpopo, die ausschließlich auf trockener Straße zum Einsatz kommen, außen Semi-Slicks mit ihrem Wasser ableitenden Profil und in der Mitte schließlich „echte“ Regenreifen. Jedes Profil und jeder Einsatzzweck verlangt zusätzlich nach Spezialausführungen mit entsprechender Gummi-Mischung. Die Rillen für den Wasserablauf werden in zeitaufwändiger Handarbeit mit Messern ins Gummi geschnitten. „Nein, ein Lehrberuf ist der Reifenschnitzer nicht“, lacht Michael Bellmann und schüttelt den Kopf. „Die meisten Schnitzer haben ihr Talent durch Zufall entdeckt und sind jetzt wahre Künstler.“

In Windeseile müssen während eines Rennens bei einem Wetterumschwung die Reifen gewechselt werden. Das geht natürlich bei einem Straßenreifen gar nicht, schmunzelt Bellmann, wird aber schnell wieder ernst: „Im Gegensatz zum Rennreifen muss ein Straßenreifen all die unterschiedlichen Eigenschaften für alle Bedingungen in einem Reifen verbinden und sie mit weiteren Alltagseigenschaften wie Komfort und Abrollgeräusch verbinden“. Das hört sich nach der Quadratur des Kreises an.

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Der Walkenhorst BMW M6 GT3 im spektakulären „Jawbreaker-Design“.

Einer der beiden Walkenhorst BMW M 6 GT3 mit besonders grimmiger Optik und mit grünlich gelb funkelndem LED-Licht nimmt jetzt die Kurve aus der Boxengasse hinein in die Box. Ohne viel Zeit zu verlieren, checkt das Team den Luftdruck und wechselt dann die Reifen. Stille Kommandos reichen zur Verständigung, jeder Handgriff sitzt. Der Fahrer liefert ein Stück Papier ab, sein Bewertungsbogen, auf dem der Copilot während der Fahrt festgehalten hat, wie sich die Reifen während der Strecke verhalten haben. Die Dunlop-Ingenieure werten nach jedem Testlauf zahlreiche Parameter aus, um die Reifen-Performance zu überwachen und zu analysieren. Neben harten Fakten wie den Rundenzeiten, der Reifentemperatur oder dem Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenschulter des Reifens betrachten die Experten auch das Reifenlaufbild und führen Verschleißmessungen durch. Hinzu kommen die Telemetriedaten des Autos. Von ganz entscheidender Bedeutung ist natürlich der ganz persönliche Eindruck des Fahrers. Nur wenn er sich ganz sicher auf der Strecke fühlt, sind auch Bestzeiten erreichbar. Eine Kombination aus all diesen Faktoren erlaubt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen und gibt der Reifenmannschaft die Marschroute für die nächsten Set-up- bzw. Entwicklungsschritte vor.

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Ein Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren in der Rennsport- und Straßenreifen-Entwicklung ist der Dunlop Sport Maxx Race, der den Spagat schafft, einen Supersportwagen auf der Rennstrecke zu bewegen, ohne dafür im Straßenverkehr Kompromisse zu erzwingen. Möglichen machen das im Rennsport erprobte und von hier abgeleitete Hightech-Materialien wie spezielle Haftharze und hochfeste, hitzebeständige Kunstfasern sowie moderne Konstruktionselemente. Haftharze verbessern die Traktion durch Mikroverzahnung vom Reifen mit der Fahrbahnoberfläche. Dadurch wird eine extrem starke Straßenhaftung erzielt, die Grundlage für außergewöhnliche Beschleunigung und Bremspower. Hochfeste, hitzebeständige Kunstfasern mit hoher Zugkraft verhindern, dass der Reifen bei hoher Geschwindigkeit „wächst“ und dadurch die Aufstandsfläche kleiner wird und so physikalisch die Performance abnimmt. Durch diese Kunstfasern wird die Reifendehnung bei Fliehkräften begrenzt, das ermöglicht eine konstantere Aufstandsfläche auch bei hohen Geschwindigkeiten. Eine optimierte Reifenkontur und spezielle Seitenwandkonstruktionen führen zu einer besseren Druckverteilung innerhalb der Aufstandsfläche und damit zu verbessertem Handling.

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Geschäftig wuseln die Mechaniker um den knallgelben Glickenhaus SCG003C.
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Neben dem Kohlefaser-Schalensitz im SCG003C : der Nürburgring im skizzenhaften Überblick.

Eine Box weiter bellt unter der an einen Le Mans Prototypen erinnernden Hülle des Glickenhaus SCG003C der Sechszylinder BiTurbo nochmal kurz auf, bevor die Mechaniker vom Teamstandort in Turin Hand anlegen an der etwa zwei Millionen US Dollar teuren Einzelanfertigung und sie auf Herz und Nieren prüfen. Auch die Schuderia Cameron Glickenhaus, abgekürzt SCG, von der sich der Name des Rennwagens ableitet, wird von Dunlop ausgestattet. Schon seit je her ist Dunlop eine feste Größe bei zahlreichen Privatteams, die um den Klassensieg kämpfen. „Im internationalen und nationalen Spitzensport werden in diesem Jahr neben dem 24h-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Le Mans auch der deutsche Lauf zur FIA-Langstrecken-WM auf der Grand-Prix-Strecke zu den Saisonhöhepunkten der Hanauer gehören“, freut sich Michael Bellmann, während der Glickenhaus sich mit Regenreifen wieder in Richtung Grand Prix-Strecke verabschiedet.

 

 

 

 

 

Text: Solveig Grewe, Fotos: Dunlop und Solveig Grewe

VLN Lauf 2 – 2016: Masse und Klassen

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring geht in die zweite Runde. Ein Blick auf die Spitze und in die Tiefe des imposanten Teilnehmerfeldes verspricht: viel Action und Spannung. Mehr als 190 Fahrzeuge sind für das 41. DMV 4-Stunden-Rennen, den zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016, genannt – gut 20 mehr als beim Saisonstart vor vier Wochen. Die Sieger des Auftaktrennens, Frank Stippler und Anders Fjordbach im Phoenix-Audi R8 LMS, müssen sich wieder gegen eine große Konkurrenz durchsetzen, wollen sie ihren Erfolg wiederholen: In der SP9 werden rund 25 GT3-Team an den Start gehen und den Gesamtsieg ins Visier nehmen.

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 06 SB-Medien

Wenn im Anschluss an das Zeittraining (8:30 Uhr bis 10 Uhr) um Punkt 12 Uhr die Startampel erlischt, stürzen sich aber auch in den kleineren Klassen eine Vielzahl von Teams in den Kampf im Positionen und Punkte. Allen voran im BMW M235i Racing Cup, der mit über 20 Teilnehmern die zweitstärkste Klasse des Samstags sein dürfte und schon beim Saisonauftakt für hochklassige Renn-Action sorgte.

Blick in die Klassen

Neben der V5 sind es erneut die Cup-Klassen, die einen Großteil des Teilnehmerfeldes ausmachen. Wie eng es dort zugeht, zeigte die Münchner Klassen-Fahrt schon beim Saisonauftakt. Die Protagonisten des ersten Laufes werden auch diesmal um den Klassensieg fahren. Und der könnte in dieser Saison doppelt wertvoll sein, sofern es ein Team schafft, sich als Seriensieger durchzusetzen, um so ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um den VLN-Meistertitel mitreden zu können.

Ein Ziel, dem das Duo Alexander Mies und Michael Schrey von Bonk Motorsport nach dem ersten Lauf am nächsten zu sein schient. Den Auftaktsieg zu wiederholen, wird jedoch alles andere als leicht. Einzelkämpfer Stefan van Campenhoudt (Team Schirmer) zeigte bereits in der Vorsaison mit sieben V4-Klassensiegen, aus welchem Holz er geschnitzt ist; der Belgier verpasste im ersten Saisonrennen den Cup 5-Sieg nur um etwas mehr als zehn Sekunden. Ein weiterer Top-Favorit dieser Klasse ist das Team Scheid-Honert Motorsport mit Thomas Jäger und Rudi Adams; Youngster Jäger und Routinier Adams glitt beim Auftakt der Sieg nur wegen einer Zeitstrafe durch die Finger.

Wie zu erwarten, steigen derweil in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing die Starterzahlen: Waren es bei der Premiere des neuen Cups Anfang April noch zehn Autos, werden es beim zweiten Rennen wohl schon 13 sein. Mehr Konkurrenz also für die beiden Auftaktsieger Marc Hennerici und Moritz Oberheim (Raceunion Teichmann Racing), die sich unter anderem mit ihren härtesten Konkurrenten, Kai Riemer und Arndt Meier von Arkenau Motorsport, auseinanderzusetzen haben werden.

Großer Andrang herrscht ebenfalls wieder in der Klasse V5: 15 Teams treten dort im Kampf um den Klassensieg an. Allen voran Dominik Thiemann, Hajo Müller und Jens Riemer, die im BMW E36 den Erfolg vom Auftakt wiederholen möchten. Neben den bekannten Widersachern wie Christian Büllesbach, Andreas Schettler und Daniel Zils (Pixum Team Adrenalin Motorsport) bekommt es das Trio in der V5 mit einem namhaften Profi zu tun: DTM-Pilot Edoardo Mortara startet im Porsche Cayman des Team Prosport-Performance, gemeinsam mit Robin Frijns und Thomas Bolz.

Blick auf die Spitze

Masse und Klasse auch in den leistungsstärksten Klassen, der SP9 und der SPX, in denen, zusammengerechnet, über 30 Fahrzeuge am Start sein werden. So will Phoenix Racing erneut ganz vorne im Gesamtklassement mitmischen. Doch allein die markeninterne Konkurrenz ist schon groß: Das belgische Team WRT setzt unter anderem auf René Rast, Pierre Kaffer und Nico Müller, den letztjährigen Sieger des 24h-Rennens. Und natürlich sind die Busch-Zwillinge Dennis und Marc, zusammen mit Christian Mamerow, im neuen Audi R8 LMS mit von der Partie.

Wie das Twin Busch Team gehört auch Frikadelli Racing zu den VLN-Stammkunden. Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huismann und Norbert Siedler wollen endlich einmal das volle Potenzial ihres neuen Porsche 911 GT3 R auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Kurzanbindung unter Beweis stellen. Genau so wie Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg, die das Auftaktrennen vergessen machen wollen, in dem der Porsche 911 GT3 R des Wochenspiegel Team Manthey nach einem Unfall sehr früh ausschied. Probleme im ersten Lauf hatte auch Manthey Racing: Reifenschäden an beiden Werks-911 verhinderten eine Top-Platzierung. In den zweiten Lauf schickt der Rennstall aus Meuspath drei neue GT3-Porsche. Im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports will das Trio Peter Dumbreck, Wolf Henzler und Alexandre Imperatori deutlich besser abschneiden als auf 18 Rang im ersten Lauf.

Den Audi und Porsche steht eine Mercedes-AMG GT3-Flotte im Kampf um den Gesamtsieg gegenüber. Allen voran die Autos von Black Falcon und Team Haribo Racing. Das Black-Falcon-Quartett Bernd Schneider, Maro Engel, Adam Christodoulou und Manuel Metzger lieferte sich beim Auftakt der VLN mit dem Haribo-Quartett Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Jan Seyffarth ein sehenswertes Duell bis zur letzten Runde und sicherte sich schließlich den dritten Rang.

Auch die BMW-Teams wollen ihre Performance auf der Nordschleife deutlich verbessern. Für Rowe Racing gehen Klaus Graf und Maxime Martin sowie Alexander Sims und Philipp Eng in den neuen BMW M6 GT3 an den Start. Walkenhorst Motorsports setzt, unter anderem, auf die Paarung Matias Henkola und Michele di Martino, die mit dem siebten Platz beim Saisonauftakt das beste BMW-Resultat erzielten.

Während Jürgen Alzen und Philipp Wlazik in ihrem Ford GT – genau wie die beiden Exoten der Scuderia Cameron Glickenhaus – für Aufsehen sorgen wollen, sammelt Aston Martin beim zweiten Saisonrennen die ersten VLN-Kilometer des Jahres. Matthias Lauda und Richie Stanaway sowie Darren Turner und Nicki Thiim debütieren in den neuen Aston Martin Vantage GT3 auf der Nordschleife.

 

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Friends of MX-5

Ganz ehrlich. So ein Mazda MX-5 hat natürlich durchaus ein Problem. Ein Image-Problem. Als puristischer Roadster nach britischer Sitte geht er einfach nicht durch. Dafür ist der Japaner viel zu zuverlässig. Zu problemlos in der Handhabung. Weil er aber zugleich klein, leicht und noch viel wichtiger, mit dem klassischen Antriebslayout gesegnet ist, ist er eigentlich sogar viel besser als das Image seiner Vorbilder. Und er ist vor allem etwas, was man heute fast vergessen hat: Ein Drivers-Car. Trotz seines natürlichen Habitats, wegen dessen man ihn gerne in der Nähe von Eisdielen parkt.

So macht man sich Freunde: Das Global Cup Car auf der Rennstrecke

Friends of MX-5

Ab auf die Rennstrecke

Der Gummi klebt auf dem Asphalt. G-Kräfte, die einem jeden Eisbecher aus der Hand rutschen lassen. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, der hat alle Vorurteile über Bord geworfen. So gut das eben geht, wenn ein grober Sicherheitskäfig und ein Fangnetz den Fahrer im kleinen Cockpit fixieren. Zugegeben: Einsteigen war für „Nicht-Normgrößen“ eine Herausforderung. Die Tür zu öffnen, funktioniert wie bei jedem anderen MX-5 auch. Doch dahinter lauert das Wirrwarr aus Stahlrohren. Und ein großer schwarzer Schalensitz mit Ohren. Das Lenkrad ist zum Glück mit einem Handgriff abnehmbar. Nur so gelingt das Einfädeln in diesen kleinen Roadster. Fangnetz zu. Helm auf. Bereits im Stand bellt sich der 1.6 er unter der Haube in das Herz des Motorsport-Jüngers. Knackig bleibt das Getriebe zu schalten, die Kupplung ist Serie und lässt sich ebenso bedienen. Der MX-5 will den Renn-Novizen nicht blamieren, er will begeistern. Und das tut er einfach.

Messerscharf lässt sich das Global Cup Car an die Curbs zirkeln. Der Scheitelpunkt wird blind getroffen, der Grip der Hinterachse zaubert ein Lächeln in das Gesicht des Piloten. Dank dem glasklaren Feedback der 215er, der speziell für das CupCar gefertigten BF Goodrich-Slicks auf der Vorderachse,  findet sich die Ideallinie auf dem Parcmotor Castelloli easy ein.

PS-Zahlen? Verrät man noch nicht. Noch finden die letzten Verifizierungen des neuen Cup Cars in den USA statt. Aber so 170 PS sollten schon anliegen. Und das ist das Geheimnis des Mazda MX-5 Global Cup Car. Seine DNA. Anstatt einfach nur mit der feisten PS-Schaufel den Fahrer totzuschlagen und zu überfordern, geht man beim Hersteller aus Japan einen anderen Weg.

Ernsthaftigkeit, Spaß und Leidenschaft. Gegossen in die knackige Figur des MX-5. Bereitgestellt für die Rennstrecke. Ohne Hobby- und semi professionelle Rennfahrer zu überfordern. Je weniger Leistung, desto größer ist nun einmal die Lernkurve. Anstatt in jeder Kurve grob das Grip-Limit zu überschreiten, gehört der MX-5 als „Global Cup Car“ zu den Rennfahrzeugen, mit denen man beides kann: Den Zugang zum Motorsport auf finanziell überschaubarer Basis zu stemmen – und dennoch Spaß dabei zu haben. Stunde um Stunde, Runde um Runde an den eigenen Fähigkeiten zu feilen.

Mazda MX-5 05 Global Cup Car

Das macht das MX-5 Global Cup Car aus

Unter seiner Haube röhrt noch immer der Serien-Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum. Ein spezielles Motorsteuergerät und eine Edelstahl-Auspuffanlage von einem US-Experten stimmen die Klangfarbe des Saugmotors neu ab, heben die Leistung an und sorgen dank Serien-Triebwerk für eine überschaubare Kostenbasis. Größere Kühler sorgen sich jedoch um die thermische Gesundheit. Das manuelle 6-Ganggetriebe wurde nicht angefasst. Das Sperr-Differential an der Hinterachse bekam eine Kühlung verpasst. Die gröbsten Veränderungen muss das Interieur über sich ergehen lassen.Vom Serien-Armaturenbrett abgesehen, gibt es eigentlich auch kein Interieur mehr. Nacktes Blech, meterlange Stahlrohre für den Sicherheitskäfig.

Eine Sitzschale empfängt den Fahrer, Hosenträgergurte fixieren ihn. Erst das aufgesteckte Lenkrad ermöglicht den Ein- und Ausstieg. Die Sitzposition ist mit knackig, fix und exzellent trefflich umschrieben.

Das Fahrwerk ist mit verstellbaren Dämpfern und einem verstellbaren Front-Stabi aufgerüstet, entspricht in seiner sonstigen Geometrie jedoch der Serie. Da bereits der Serien MX-5 eine unfassbar gute Balance bietet, passt auch im Cup-Car das Layout. Die 17-Zoll Leichtmetallfelgen bekommen speziell von BFGoodrich entwickelte 215/60 ZR 17 Slick-Reifen übergezogen. Selbst die Bremsanlage ist nah an der Serie, soweit man dort die Brembo-Bremsanlage ordert. Einzig neue Beläge und eine nachbehandelte Bremsscheibe und Bremsschläuche aus Stahlflex werden ausgerüstet. Damit es der Bremse nicht zu warm wird, fliegen die Nebelscheinwerfer heraus und machen Platz für eine Kühlluft-Öffnung.

Mazda MX-5 19 Global Cup Car

FIA, IMSA, SCCA und NASA – aber nur in den USA

Im Global Cup Car werden alle Regularien erfüllt. Egal, ob FIA-Käfig oder Feuerlösch-System. Der Ansatz der Japaner, aus dem Eisdielen-Racer einen „Racer“ werden zu lassen, wird mit aller Ernsthaftigkeit umgesetzt. Dummerweise und jetzt kommen wir zum „aber“, gibt es das Global Cup Car derzeit nur in den USA. Ein Anruf bei der dt. Presse-Stelle von MAZDA sollte aber Klarheit bringen, welche Kosten für den Import aufgerufen werden. Denn man denkt auch bei MAZDA in DE hart darüber nach, wie man das Global Cup Car auf dt. Rennstrecken bekommt. Der Basis-Preis des MX-5 in seiner Hardcore-Variante liegt bei rund 50.000 $.

Mazda MX-5 34 Global Cup Car

Virtual Racing

Wer sich das „Cup Car“ erst einmal virtuell anschauen will, der kann das tun. Und gleich in den Rennbetrieb einsteigen. Ohne deswegen das heimische Wohnzimmer verlassen zu müssen. Und 50.000 $ stehen dann auch nicht auf der Rechnung.

Um das Thema „Global Cup Car“ zu pushen, hat sich Mazda dazu entschieden, eine virtuelle Rennserie zu starten. Die iRacing-Plattform wurde dazu ausgewählt, eine Challenge zu starten und bietet die Chance, den Sprung vom „virtuellen Racing“ zum echten Racing zu schaffen. Am Ende wartet der „Mazda Laguna Raceway“ in Kalifornien auf die Besten!

Das deutsche Qualifying wird unter dem Motto „Rennen Deines Lebens“ in Kooperation mit  „AUTO BILD“ durchgeführt und folgt der 2015 ins Leben gerufenen Eventreihe „Defining moments“.  Ab dem 22. April startet Mazda hierfür die Bewerbungs-Möglichkeiten. (Wir werden erneut berichten und stellen den Link zur Aktions-Webseite online!)

Friends of MX-5

Das gesamte Programm steht unter dem Motto: „Friends of MX-5“. Mit vier Modellgenerationen MX-5 hat Mazda eine erfahrbare Ikone im Roadster-Bereich geschaffen. Eine riesige Fan-Gemeinde hat sich rund um den japanischen Roadster gebildet und Mazda möchte den Fans etwas zurückgeben. Dem Enthusiasmus der MX-5-Fans will man mit exklusiven Live-Events begegnen. Möglichkeiten schaffen, die Marke und die Leidenschaft zu erleben. Und für den, der es richtig heiß und schnell mag, die Chance auf die Rennstrecke ermöglichen. Oder gleich zum Kauf eines „Global Cup Cars“ verführen. Was wir an dieser Stelle im übrigen nur wärmstens empfehlen können. Für 50.000 $ ist das schon fast ein unmoralisches Angebot …

mazda mx-5 global cup car bjoern habby helm

Komme mit mir auf eine 360°-Runde im Mazda MX-5 Global Cup Car auf der Rennstrecke von Parcmotor Castellioli.  Am Steuer der Ex-F1 Pilot und Le Mans Gewinner: Johnny Herbert!

Eine Runde mit Alexander Bonn von ausfahrt.tv, auf dem Parcmotor Rundkurs:

Das 24h-Quali-Rennen lockt an den Nürburgring

  • Spannende Vorzeichen für das 24h-Qualifikationsrennen am 16. und 17. April
  • Audi nach Doppelsieg beim VLN-Auftakt in der Favoritenrolle
  • Tickets ab 15 Euro – Zugang zu Fahrerlager und Startaufstellung inklusive

In der Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen am Fronleichnamswochenende Ende Mai hat für die Teams die heiße Phase der Vorbereitung begonnen: Beim Auftakt zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring trafen die Konkurrenten zum ersten Mal aufeinander, nur zwei Wochen später steht nun der nächste Test unter Praxisbedingungen auf dem Programm.

Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen (16. – 17. April 2016) bietet Teams und Fahrern über neun Stunden Fahrzeit auf der legendären Nordschleife – darunter das sechsstündige Rennen. In blendender Form zeigte sich zu Saisonbeginn Audi. Ein Doppelsieg für die R8 LMS von Phoenix war eine klare Ansage an die Konkurrenz: Die 24h-Siegermarke des Vorjahres ist auch in diesem Jahr das Maß, mit dem gemessen wird. Doch auch der brandneue Mercedes-AMG GT3 ist ein Siegkandidat: Black Falcon holte beim VLN-Auftakt den dritten Podestplatz.

Starke Mannschaften mit BMW, Bentley und Porsche aber auch bildschöne Exoten wie die Prototypen der Scuderia Glickenhaus sorgen zusätzlich für reichlich Spannung.

Tickets für das 24h-Qualifikationsrennen können im Vorverkauf unter www.nuerburgring.de erworben werden, unter 0800 2083200 ist die Info- und Ticket-Hotline zu erreichen (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Informationen zum 24h-Qualifikationsrennen gibt es unter www.24h-rennen.de.

 

 

Titelbild: Stefan Baldauf, Guido ten Brink / SB-Medien

Einer der ältesten Autohersteller auf der Techno Classica – Skoda

Ja, es stimmt: Skoda baut schon seit über 100 Jahren Fahrzeuge aller Art und zeigt dies stolz auf der Techno Classica in Essen. Die Tschechen stellen 16 Exponate, die einen bunten Querschnitt durch die Firmenhistorie bieten, aus und feiern gleichzeitig vier Jubiläen.115 Jahre Motorsport, 50 Jahren Skoda 1000 MBX, 40 Jahre Skoda 105/220 und 25 Jahre Zugehörigkeit zu Volkswagen sind eine Erwähnung wert. So passt im Endeffekt auch das Motto von Skoda für die Techno Classica – „Bewegte Geschichte“. Read more

Dunlop und Phoenix Racing gewinnen auf der Nürburgring-Nordschleife

Dunlop feiert nach dem erfolgreichem Umzug der Rennreifen-Produktion nach Hanau ein siegreiches Comeback auf der Nürburgring-Nordschleife: Die Premium-Reifenmarke und Phoenix Racing starteten beim ersten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit einem Sieg in die Saison. Nordschleifen-Routinier Frank Stippler und der 25-jährige Däne Anders Fjordbach sahen nach vier Stunden über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife im Dunlop-bereiften Phoenix-Audi R8 LMS als Sieger die Zielflagge. „Besser hätte der Start in die Saison auf der härtesten und längsten Rennstrecke der Welt nicht laufen können“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Herzlichen Glückwunsch an Phoenix Racing! Die gemeinsame Testarbeit vor Beginn der Nordschleifen-Saison hat sich ausgezahlt.“

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 17 SB-Medien

Starkes Teilnehmerfeld beim VLN-Auftakt
Beim Saisonauftakt waren insgesamt 172 Fahrzeuge am Start. Der Sieg war zwischen 30 GT3-Boliden und vier Rennwagen der Klasse SPX – Spezialfahrzeuge, die nur auf Sonderantrag zugelassen werden – hart umkämpft. Kurz vor Ende der fünften Runde setzte sich Stippler im packenden Fight um die Spitze durch und ging in Führung – und hatte nach einem sehr spannenden Rennen auch zum Schluss im Dunlop-bereiften Phoenix-Audi R8 LMS die Nase vorn. „Es war ein tolles Rennen für uns. Wir haben vor der Saison mit Dunlop gut im Süden Europas gearbeitet und sind auf einem ganz hohen Level angereist“, erklärte Stippler nach seinem zwölften VLN-Sieg. „Aber die Strecken waren Topf-eben und auf den Bodenwellen der Nordschleife verhält sich das alles wieder ganz anders. Das Auto hat trotzdem aus dem Stand mit den Dunlop-Reifen so gut funktioniert, dass ich im Moment nicht wüsste, wo wir noch dran drehen sollten, um das Auto noch besser fahrbar zu machen.“ Große Freude über den gelungen Saisonstart auch bei Teamkollege Anders Fjordbach: „Mein erster VLN-Sieg. Einfach klasse!“

Zu Beginn des Rennens sorgte auch der Dunlop-bereifte Ford GT von Alzen Racing gehörig für Furore. Das Fahrer-Duo Jürgen Alzen und Philipp Wlazik ging von Position drei ins Rennen und mischte sogleich in der Spitzengruppe mit. „Mit Dunlop haben wir einen Top-Reifenpartner an Bord“, erklärte Jürgen Alzen. „Die Reifen arbeiten zuverlässig und haben den nötigen Speed.“ Nach einer kleinen Kollision mit einem Konkurrenten kam es zu einem Dreher. Der Ford GT fiel zurück, und mit verstellter Spur war keine Aufholjagd möglich. Zum Schluss wurde der Ford GT auf Gesamtposition 15 abgewinkt und Alzen / Wlazik standen in der Klasse SPX ganz oben auf dem Treppchen. Auch das Team racing one jubelte über einen Klassensieg. Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas triumphierte mit dem Ferrari 458 in der Kategorie der SP8-Fahrzeuge.

Alle Fotos: Stefan Baldauf / Guido ten Brink

VLN 2016: Vielfalt im Starterfeld

Mit Begriffen wie „Einzigartig“ sollte man vorsichtig sein. Großartig, wunderbar, das Beste. Schnell übertönt man mit allzu bunten Floskeln und ausufernden Metaphern den eigentlichen Inhalt und erntet am Ende nur mildes lächeln. Bei der VLN am Nürburgring darf man jedoch von einem „Einzigartigen Starterfeld“ sprechen. Am vergangenen Samstag (2. April) ist die VLN in die neue Saison gestartet und konnte nicht nur ein Rekordfeld an gemeldeten Fahrern verkünden, sondern auch ein Starterfeld von besonderer Güte und – viel wichtiger – von einer „einzigartigen“ Vielfalt!

VLN 2016 – Das Motorsport-Universum startet in die neue Saison

Der mein-auto-blog Überblick zum „bunten Starterfeld“ 2016. Und bunt sind hier nicht nur die Lackierungen!

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 06 SB-Medien
Die erste Startgruppe zum ersten Lauf 2016. Vorneweg die GT3-Fahrzeuge. Und alles von Rang und Namen ist dabei: Die neuen Audi R8, der Bentley, die frischen AMG GTs, die BMW M6 GT3 und Porsches 991. Dazwischen: Ein Ford GT aus der VLN-Klasse SP-X.
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 08 SB-Medien
Konrad Motorsport hat einen Lamborghini Huracan nach GT3-Reglement mitgebracht. Am Ende auf P20 im Ziel! Mehr als nur ein Achtungserfolg!
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 09 SB-Medien
Dabei sein. Als Vorletzter in der Wertung, aber man ist in der Wertung! Der Opel Calibra vom MSC Adenau eingesetzt. Die Bestzeit? Eine 10:49.665
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 10 SB-Medien
Der „Außergewöhnliche“. Noch immer nach SP-X Reglement eingestuft, der Scuderia Glickenhaus SSCG3. Mit einer Bestzeit von 8:17.024 schon richtig schnell unterwegs. Bei Rennen 1 leider nicht im Ziel.
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 14 SB-Medien
Aus der neuen Armada von BMW M6 GT3, der Walkenhorst M6 „powered by Dunlop“ mit der Startnummer #36.
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 18 SB-Medien
Mit einem P16 im Ergebnis von lauf 1, bereits wieder gut unterwegs: Der Lexus RC-F nach GT3-Reglement. Eingesetzt vom Team Farnbacher. Am Steuer die beiden Brüder Farnbacher Dominik und Mario. Beste Zeit in diesem Rennen, eine 8:14.982
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 29 SB-Medien
Die Cup5-Klasse. Eine Armada von baugleichen BMW M235i auf Dunlop-Reifen. Eine Klasse die Spannung pur bietet.
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 30 SB-Medien
Das Team Phoenix setzt auf den neuen Audi R8 GT3, bereift mit DUNLOP-Reifen. Damit ist das Phoenix-Team eines der Top-Teams in der SP9, das mit dem Reifengold aus Hanau unterwegs ist. An diesem ersten Wochenende war damit immerhin bereits auf Anhieb der Gesamtsieg möglich!
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 32 SB-Medien
Auch Porsche bietet einen GT3-Renner an. Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer #911 wird von Manthey-Racing eingesetzt. Am Steuer der Franzose Patrick Pilet und der Neuseeländer Earl Bamber.
VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 41 SB-Medien
Und auch das findet man: Neue TCR-Renner. In diesem Fall die SEAT Leon TCR. In Front der Leon von „mathilda racing“ mit der Startnummer #330

 

Alle Fotos: Stefan Baldauf / Guido ten Brink

VLN 1: BMW M235i Cup – Das Ergebnis

Die Cup5-Klasse ist bei den Rennen zum Langstrecken-Pokal am Nürburgring noch immer die stärkste CUP-Klasse. Mit 19 gemeldeten Startern ging somit auch VLN 1 mit einem spannenden Starterfeld in das erste Rennwochenende. 

Sieger in der Cup 5 war am Ende das Team #691 von Bonk Motorsport. Mit einer Gesamtzahl von 25 Runden und einer Besten Runde von 9:13.525 und Rennglück setzte man sich am Ende gegen das Team Schirmer mit dem Alleinstarter Stefan van Campenhoudt durch. Auf dem Siegerfahrzeug teilten sich Alexander Mies und Michael Schreyer das Lenkrad.

Auf Platz 3 kam der Walkenhorst BMW M235i in das Ziel. Hier am Steuer der Brite Tom Blomqvist. Besondere Spannung erhält der Cup durch die Chancengleichheit. Die Teams starten auf identischen BMW M235i und werden alle vom Reifenhersteller DUNLOP mit identischen Reifen ausgerüstet. Und so kommen nach rund 4 Stunden Rennzeit auch alle Fahrzeuge binnen einer Runde Unterschied in das Ziel.

Den einzigen Ausfall in der CUP5-Klasse musste im übrigen das Team AVIA racing #680 verkraften.

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 25 SB-Medien

Alle Fotos: Stefan Baldauf / Guido ten Brink

VLN 1: Doppelsieg für Phoenix Racing beim Auftakt

Die Lokalmatadore von Phoenix Racing (Meuspath) drückten dem ersten VLN-Rennen der Saison 2016 den Stempel auf. Frank Stippler und Anders Fjordbach feierten bei der 62. ADAC Westfalenfahrt im Audi R8 LMS auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife nach 4:04:25,984 Stunden den Gesamtsieg vor den Teamkollegen Laurens Vanthoor und Christopher Haase. Für Stippler ist es der zwölfte VLN-Sieg, für den Dänen Fjordbach der erste. Auf dem dritten Rang überquerte der Mercedes AMG GT3 von Black Falcon die Ziellinie: Bernd Schneider, Adam Christodoulou, Maro Engel und Manuel Metzger setzten sich kurz vor Schluss gegen die Markenkollegen von Haribo Racing (Uwe Alzen / Maxi Götz / Lance David Arnold / Jan Seyffarth) durch. 

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 05 SB-Medien

So hart umkämpft das Ende des Rennens war, so eng ging es bereits beim Start zu. Land Motorsport (Marc Basseng / Connor De Phillippi / Timo Scheider / Mike Rockenfeller) feierte mit der Pole-Position ein gelungenes Comeback in der VLN. Marc Basseng konnte im Audi R8 LMS den besten Startplatz gleich in die Führung ummünzen, bekam jedoch schnell Druck vom Ford GT (Jürgen Alzen / Philipp Wlazik) und dem späteren Sieger Frank Stippler. Kurz vor Ende der fünften Runde setzte sich Stippler gegen Basseng durch und ging in Führung. Basseng gab sich jedoch nicht so schnell geschlagen – eine Runde später überquerten beide zeitgleich die Ziellinie. Am Ende behielt Stippler bis ins Ziel die Oberhand.

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 30 SB-Medien

DUNLOP ganz vorne!

„Mit unserem neuen Reifenpartner DUNLOP und dem Fahrwerkshersteller haben wir gut vorgearbeitet. Es war nicht ganz klar, wie das Paket auf der Nordschleife funktionieren würde, aber das Auto war aus dem Stand so gut, dass ich nicht wüsste, was man besser machen könnte“, sagte Stippler. Das Schwesterauto mit der Startnummer 15 überquerte die Ziellinie zwar als Erster, war jedoch zuvor mit einer 35-Sekunden-Strafe wegen eines Gelb-Vergehens belegt worden und wurde damit als Zweiter gewertet. „Ich bin zufrieden“, sagte der Belgier Laurens Vanthoor. „Das Auto war gut und unser Hauptziel war, dass Christopher und ich auf der Nordschleife wieder in einen Rhythmus finden.“

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Mercedes-Benz behauptete sich hinter dem Audi-Doppelpack mit dem neuen AMG GT3, der erst seinen dritten Renneinsatz auf der Nordschleife absolvierte. Black Falcon und Haribo Racing schenkten sich allerdings nichts und kämpften noch bis kurz vor Schluss um den dritten Rang, der schließlich an Black Falcon ging.

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Land Motorsport beendete das Comeback-Rennen auf dem fünften Platz vor dem Bentley Continental GT3 von Christian Menzel, Guy Smith, Marco Holzer und Fabian Hamprecht. Den bestplatzierten BMW M6 GT3, der seine Rennpremiere auf der Nordschleife gab, stellte Walkenhorst Motorsport auf Rang sieben mit Michele di Martino und dem Finnen Matias Henkola am Steuer. ROWE RACING und Schubert Motorsport konnten noch nicht um Top-Ten-Platzierung kämpfen.

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 03 SB-Medien

Die beiden von Manthey-Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 konnten ihr Potenzial im Auftaktrennen nur andeuten. Beide wurden jeweils von einem Reifenschaden zurückgeworfen und schlossen das Rennen auf den Positionen zehn und elf ab.

Neue Code-60 Regel

Daneben gab es einige Neuerungen zum Saisonauftakt. Dazu gehörte die überarbeitete Code-60-Regel. Die Fahrer werden nun mit einer doppelt gelb geschwenkten Flagge, bei der Tempo 120 gilt, vorgewarnt. „Die zweistufige Tempo-Reduzierung ist besser und verhindert Notbremsungen. Die Umstellung ist gewöhnungsbedürftig, aber der richtige Weg. Auch die neue Asphaltierung am Flugplatz halte ich für sinnvoll“, lobte Frank Stippler.

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 24 SB-Medien

Ebenfalls ein Novum: Die ‚Cayman GT4-Trophy by Manthey-Racing’. Die neu geschaffene Cup-3-Klasse wartete mit zehn Startern auf. Als Erstes durften sich Marc Hennerici und Moritz Oberheim in die Siegerliste eintragen. „Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis“, sagte Marc Hennerici. „Es macht Spaß, die Leistungsdichte ist extrem hoch, das ist richtiges Racing.“ Hennerici und der erst 19-jährige Oberheim sahen die Zielflagge mit 21,491 Sekunden Vorsprung vor den Zweitplatzierten. Noch enger ging es im mit 19 Teilnehmern hart umkämpften BMW 235i Racing Cup zu. Michael Schrey und Alexander Mies (Bonk Motorsport) trennten 10,216 Sekunden von Einzelkämpfer Stefan van Campenhoudt (Team Schirmer).

Der zweite VLN-Lauf, das 41. DMV 4-Stunden-Rennen, findet am 30. April statt.

 

 

Alle Fotos:  Stefan Baldauf / Guido ten Brink

Dunlop zurück auf der großen Motorsport-Bühne!

Dunlop meldet sich in der Motorsport-Saison 2016 zurück im Spitzensport. Nach der erfolgreichen Verlagerung der Reifenproduktion für den Automobilsport nach Hanau begleitet Dunlop die Werkseinsätze von Aston Martin Racing im Langstreckensport und rüstet auf der legendären Nürburgring-Nordschleife zahlreiche Top-Teams aus. Dunlop liefert Rennreifen, die von einem internationalen Team entwickelt und in Hanau produziert werden, für viele unterschiedliche Fahrzeugkonzepte – darunter Rennwagen wie Aston Martin V12 Vantage GT3, Audi R8 LMS, BMW Z4 GT3, Ford GT, Ferrari 458, Lexus RC F GT3 oder der brandneue BMW M6 GT3. Zudem sorgen die Dunlop-bereiften Sportprototypen SCG003C und P4/5 Competizione des US-Amerikaners James Glickenhaus entlang der Nordschleife für Furore. Außerdem kehrt Dunlop 2016 in die große LMP1-Kategorie der FIA-Langstrecken-WM (WEC) zurück. Die Teams Rebellion Racing und ByKolles Racing wechseln zu Dunlop. Damit kämpfen in der Sportwagen-Königsklasse zum ersten Mal seit 2012 wieder mehrere Reifenhersteller um den Sieg. In den vergangenen Jahren hatte sich Dunlop in der WEC ganz auf die LMP2-Kategorie konzentriert – und war in Le Mans zuletzt fünf Mal in Folge der Reifenpartner des Klassensiegers.

„Der Umzug des Produktionsstandortes der Dunlop-Rennreifen für die Automobilsparte nach Hanau ist nun in allen Bereichen abgeschlossen. Ab sofort können wir uns optimal vorbereitet dem Wettbewerb im internationalen und nationalen Spitzensport stellen“, sagt Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Neben den 24h-Rennen auf dem Nürburgring und in Le Mans gehört im Juli sicherlich auch der deutsche Lauf zur FIA-Langstecken-WM auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings zu unseren Saisonhöhepunkten.“

Dunlop ist technischer Partner von Aston Martin Racing
Dunlop begleitet als Technischer Partner die Einsätze von Aston Martin Racing im Langstreckensport. So gehen die Vantage GTE des britischen Werksteams in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf Dunlop an den Start. Zur FIA-WEC gehören auch die 24 Stunden von Le Mans, wo Dunlop mit bisher 34 Gesamtsiegen erfolgreicher war als jeder andere Reifenhersteller. Auch beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring arbeiten Dunlop und Aston Martin eng zusammen. Beim Eifel-Marathon liefert Dunlop Nordschleifen-Reifen für die V12 Vantage GT3. Doch das ist nicht das einzige Engagement der Marke mit dem „Flying D”. Im Gegenteil: Dunlop ist auf der härtesten Rennstrecke der Welt breit aufgestellt. Die Dunlop-Teams greifen mit sechs verschiedenen GT3-Modellen nach dem Gesamtsieg in der „Grünen Hölle“.

VLN Saison 2016, Test- und Einstellfahrten. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 19.03.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

Phoenix-Audi R8 LMS auf Dunlop
Mit vier Siegen beim 24h-Rennen in der Eifel gehört Phoenix Racing zu den Top-Teams der Nordschleife. Dunlop rüstet den Phoenix-Audi R8 LMS im Scherer-TÜV-Design in der Langstreckenmeisterschaft und beim 24h-Rennen Nürburgring aus. „Mit Phoenix haben wir früher bereits erfolgreich in der DTM und auch auf der Nordschleife zusammengearbeitet und Siege gefeiert“, sagt Alexander Kühn. Auch der Audi R8 LMS von Car Collection und der Mercedes-Benz AMG SLS GT3 des Teams aus dem hessischen Walluf stehen auf Dunlop.

VLN Saison 2016, Test- und Einstellfahrten. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 19.03.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

Walkenhorst-BMW M6 GT3 als Dunlop Art Car
Das Team Walkenhorst powered by Dunlop bringt zwei brandneue BMW M6 GT3 in die Eifel. Einer der M6 wird dabei besonders für Aufsehen sorgen: das Dunlop Art Car. Das spektakuläre Design in den Dunlop-Farben Schwarz und Gelb hat Jean Pierre Krämer, bekannt aus der TV-Serie „Die PS Profis“, entworfen. Mit mehr als 37.000 Likes haben Fans auf Facebook das spektakuläre „Jawbreaker“-Design gewählt. Des Weiteren setzt das Team um Henry Walkenhorst einen BMW Z4 GT3 und zwei BMW M235i Racing auf der Nordschleife ein. Dunlop ist Technical Partner von BMW Motorsport und auch 2016 exklusiver Reifenpartner des BMW M235i Racing Cup. Damit geht die teilnehmerstärkste Klasse der VLN geschlossen auf Dunlop an den Start.

Scuderia Cameron Glickenhaus setzt drei spektakuläre Sportwagen ein
Dunlop liefert zudem die Rennreifen für die spektakulären Rennwagen der Scuderia Cameron Glickenhaus, die optisch und technisch einem Le-Mans-Prototypen ähneln. Der US-Amerikaner James Glickenhaus setzt zwei Individual-Sportwagen SCG003C und einen P4/5 Competizione ein. Dunlop arbeitet zudem mit Emil Frey Racing zusammen. Die Mannschaft aus der Schweiz ist Entwicklungsteam für den neuen Lexus RC F GT3. Auch der einzige Ford GT in der Grünen Hölle erhält Rennreifen aus Hanau. Eingesetzt wird die flache Flunder von Jürgen und Uwe Alzen. In diesem Jahr legen die beiden Nordschleifen-Routiniers ihre Projekte zusammen und treten gemeinsam als Alzen Racing an. Aber auch der Dunlop-bereifte Ferrari 458 GT3 von Racing One hat eine große Fan-Gemeinde am Ring. Traditionell ist Dunlop eine feste Größe bei zahlreichen Privatteams, die um den Klassensieg kämpfen.

Dunlop auch im Breitensport aktiv
Dunlop engagiert sich auch im Jahr 2016 in einer breiten Palette von Rennserien. Der Premium-Reifenhersteller ist in der European Le Mans Series (ELMS) auch 2016 exklusiver Reifenpartner der GTE Klasse. Darüber hinaus wird Dunlop weiterhin auch in der LMP2-Klasse eine ganze Reihe von Top-Teams ausrüsten. Auch die Teilnehmer von „DMV GT und Touring Car Cup“ (DMV GTC), DMSB-Tourenwagen-Cup (DTC Procar), Dunlop FHR Cup und den europäischen Renault Clio Cups fahren mit dem schwarz-gelben Dunlop-Schriftzug auf der Reifenflanke.

 

 

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Volvo: Polestar Performance Parts – Tuning ab Werk

Polestar? Ist das eine neue Casting-Show? Mitnichten! Das Unternehmen, das bislang als Veredler von Volvos galt, wurde vergangenen Sommer vom schwedischen Autobauer übernommen und bietet nun In-House-Optimierungen an. So können die Modelle Volvo V40, S60/V60 und XC60 mit Gesamtpaketen bestückt werden, die nicht nur die Optik aufwerten, sondern auch der Motorleistung auf die Sprünge helfen. Wie immer gilt dabei: Was schön ist und Spaß macht, ist entweder teuer, bereits ausverkauft oder macht dick. Letzteres kommt bei einem Polestar-Volvo wohl kaum in Frage.

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VLN 2016 – Der Saisonauftakt rückt näher!

Am 2. April stehen die Kontrahenten zum ersten von zehn Läufen zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016 bereit. Ein Moment, den Fans, Verantwortliche und Fahrer seit Wochen herbeisehnen. Den Akteuren sind in der neuen Saison keine Grenzen mehr gesetzt. Sie können auf den Geraden wieder Vollgas geben – die Tempolimits auf der Nordschleife gehören der Vergangenheit an, die Sicherheitsvorkehrungen wurden im gleichen Atemzug nochmals verbessert. „Wir sind sehr glücklich, dass diese Einschränkungen aufgehoben werden konnten“, sagt Karl Mauer, Generalbevollmächtigter der VLN. „Fans und Teilnehmer dürfen sich auf eine spektakuläre VLN-Saison freuen. Die Sicherheitsstandards wurden verbessert, ohne jedoch den einzigartigen Charakter der Nordschleife zu verändern.“

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Zwischen Quiddelbacher Höhe und Flugplatz sowie auf der Döttinger Höhe darf wieder voll gefahren werden – die Schilder, die auf das Tempolimit von 200 bzw. 250 Stundenkilometern hinweisen, sind verschwunden. Gespräche zwischen dem DMSB (Deutscher Motor Sport Bund), den Veranstaltern VLN und ADAC Nordrhein und der ILN (Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring) führten zu einem Maßnahmenpaket, das am 23. Februar vom DMSB beschlossen wurde.

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Bereits über die Wintermonate hat der Nürburgring sieben Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit umgesetzt. Kaum war die VLN-Saison 2015 beendet, rollte schweres Baugerät auf die Nordschleife. Vom 16. November bis 22. Dezember ist der rund 500 Meter lange Abschnitt zwischen Quiddelbacher Höhe und Flugplatz komplett erneuert worden. Bodenwellen wurden geebnet und die Fahrbahn mit einem topfebenen Asphalt präpariert, um beste Bedingungen zu bietet. An mehreren Stellen wurden neue FIA-Zäune und Zuschauer-Rückhaltezäune errichtet, beispielsweise an der Döttinger Höhe, um die parallel verlaufende Bundesstraße 258 deutlicher abzugrenzen. Zudem wurde im Streckenabschnitt Schwedenkreuz eine Zuschauer-Speerzone eingerichtet.

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Anpassungen im technischen Reglement geben dem Sicherheitskonzept den letzten Schliff. Sie betreffen hauptsächlich die hochgerüsteten Fahrzeuge der Klassen SP9 (GT3), SP-X und SP-Pro. Diese müssen in der kommenden Saison eine Mindestfahrhöhe von 65 Millimetern vorweisen, um sicherzustellen, dass die Federwege der Stoßdämpfer die Belastungen durch Bodenwellen und Sprünge in jedem Falle kompensieren können. Sogenannte Louvres (Entlüftungslöcher) an den vorderen Kotflügeln sollen im Ernstfall das Abheben eines Autos verhindern. Zudem wurde die Motorleistung um weitere fünf Prozent reduziert. Bereits nach dem Auftaktrennen der vergangenen Saison hatte man diese um fünf Prozent gedrosselt, weshalb die maximale Leistung nun um zehn Prozent geringer ist. Am Beispiel des aktuellen Audi R8 LMS beträgt die Änderung der Leistung in der ‚Balance of Performance’ (BoP) auf dem Motorenprüfstand 26 PS – von 511 PS beim Saisonfinale 2015 zu 485 PS beim Auftaktrennen 2016. „Das alles sind minimale Veränderungen, die in punkto Sicherheit von enormen Nutzen sind“, sagt Mauer.

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Nach einer Saison mit vielen Diskussionen und Unklarheiten können die VLN-Teilnehmer am 2. April bei der 62. ADAC Westfalenfahrt also wieder voll durchstarten. Ob ausgewachsener Rennbolide oder seriennaher Tourenwagen, ob erfahrener Profi oder passionierter Amateur – in der VLN begibt sich eine einmalige Mischung von Fahrzeugen und Fahrertypen auf die schönste und längste Rennstrecke der Welt. Nach dem vierstündigen Auftaktrennen wird sich zeigen, wie gut Teams und Fahrer die Winterpause genutzt haben, um sich auf die einzigartige Serie auf der einzigartigsten Strecke Deutschlands vorzubereiten.

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News: Porsche-Motorsport für die Serie – Die Rennstrecke hilft auch E-Mobilen

900 PS kreischen und surren zugleich über den glühenden Asphalt der Formel-1-Rennstrecke der glitzernden Wüstenmetropole. Der 875 Kilogramm leichte Porsche 919, ein Hybrid-Rennwagen mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und einem Elektromotor dreht hier stoisch dutzende Runden, eine, wie die andere. Am Steuer: Porsche-Werksfahrer und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard, der von Anfang an, also seit 2012 diesen Prototypen steuert und mitentwickelt.

Mit dabei: zwei unterschiedliche Energierückgewinnungssysteme. Beim Bremsen wird an der Vorderachse kinetische in elektrische Energie umgewandelt. Im Abgastrakt sitzt außer dem Turbolader noch eine zweite Turbine, die überschüssige Energie in elektrische Energie umwandelt. Der Beitrag der Bremsenergie liegt bei 60 Prozent, jener aus dem Abgas bei 40 Prozent. Der gewonnene elektrische Strom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie zwischengespeichert und die versorgt bei Bedarf den Elektromotor. Das Testprogramm der beiden LMP1-Prototypen aus Zuffenhausen hat begonnen.

Wobei der Porsche-Stammsitz eigentlich nicht die Heimat des Hightech-Racers ist, sondern das Motorsportzentrum im beschaulichen Weissach. Hunderte von Ingenieuren und Schraubern sorgen dort dafür, dass Porsche zeigen kann, wofür die Marke auch steht. Für Sportlichkeit auf allerhöchstem Niveau. Andreas Seidl, Teamchef vom LMP1-Team geht sogar noch weiter: „Porsche ohne Motorsport ist absolut nicht denkbar. Wir sammeln hier so viele wertvolle Erfahrungen, die auch direkt in die Serienproduktion der straßenzugelassenen Fahrzeuge einfließt.“ Fritz Enzinger, Leiter LMP1 ergänzt: „Diese Prototypen-Klasse mit ihrem einzigartigen Effizienzreglement und den großen technischen Freiheiten ist die richtige Plattform für das Unternehmen, um Innovationen für Straßensportwagen zu entwickeln und zu erproben.“

900 PS kreischen und surren zugleich über den glühenden Asphalt der Formel-1-Rennstrecke der glitzernden Wüstenmetropole.
900 PS kreischen und surren zugleich über den glühenden Asphalt der Formel-1-Rennstrecke der glitzernden Wüstenmetropole.

Jüngstes Beispiel ist die spannungsgeladene 800-Volt-Technik aus dem Porsche 919 für die rein elektrisch angetriebene Konzeptstudie Mission E. Porsche stellte auf der letzten IAA in Frankfurt den ersten rein elektrisch angetriebenen viersitzigen Sportwagen der Markengeschichte vor. Schon kurz sind die Ladezeiten der Batterien von rund 15 Minuten für 80 Prozent der elektrischen Energie. Auch die technischen Daten lassen auf einen echten Leckerbissen hoffen: Vier Türen und vier Einzelsitze, über 440 kW/600 PS Systemleistung und über 500 Kilometer Reichweite. Mit Allradantrieb und Allradlenkung an Bord dauert die Beschleunigung von null auf 100 km/h weniger als 3,5 Sekunden. Damit ist der Mission E auch fit für die Rundstrecke, auf der Nürburgring-Nordschleife bleibt er unter der magischen Acht-Minuten-Marke. Im Jahr 2020 soll der Porsche-Stromer beim Händler zu haben sein.

Ebenfalls elektrisch, und mit den gewonnenen Erkenntnissen aus dem Motorsport, fährt zurzeit das Versuchsfahrzeug Cayman e-volution durch Zuffenhausen. Wie der viertürige Mission E hat der Zweitürer die 800-Volt-Technologie unter der Haut. Zusammen mit Siemens und Porsche Design wurde auch ein Prototyp einer Ladesäule entwickelt, die als Grundlage für eine spätere Infrastruktur dienen könnte. Das Projekt ist für einen Zeitraum bis Mitte 2017 geplant.

Damit aber auch die ganz normalen Autos von Porsche stets schön sportlich sind, kümmern sich zusätzlich aktive und ehemalige Rennfahrer um die Feinabstimmung. Porsche-LMP1-Werksfahrer Marc Lieb war intensiv bei der Entwicklung und Optimierung des Supersportwagens 918 Spyder dabei. Hier kam ein Teil der Renntechnik vom 911 GT 3 R Hybrid, damals noch mit Schwungradspeicher, aus dem Jahr 2010. Nicht zuletzt dank seiner Langstreckenerfahrung wurde der bereits ausverkaufte 918 so gut, dass heute bereits über 1,5 Millionen Euro für das eigentlich nur 768.000 Euro teure Auto bezahlt werden. Marc Lieb fuhr dann auch noch im Porsche 918 Spyder die sensationelle Bestzeit auf der 20,8 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgsrings: 6:57 Minuten.

Der 875 Kilogramm leichte Porsche 919, ein Hybrid-Rennwagen mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und einem Elektromotor dreht hier stoisch dutzende Runden, eine, wie die andere.
Der 875 Kilogramm leichte Porsche 919, ein Hybrid-Rennwagen mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und einem Elektromotor dreht hier stoisch dutzende Runden, eine, wie die andere.

Nun fiebern Freunde, Fans und Fahrer der automobilen Legende Porsche 911 dem 1. März 2016 entgegen. Da präsentieren die Zuffenhausener auf dem Genfer Autosalon eine echte Sportwagen-Sensation mit Renn-Genen aus dem siegverdächtigem Porsche 911 GT3 R, der in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship antritt. Der straßenzugelassene 911 R ist stark, spektakulär und sehr selten. Der historische Namensgeber ist ein Leichtbaumodell mit Türen aus Aluminium und einem Magnesium-Kurbelgehäuse von 1966, von dem nur rund 20 Stück gebaut wurden.

Vom neuen 911 R werden immerhin 991 Einheiten mit Saugmotor produziert, aber in den Porschezentren liegen weltweit bereits mehrere Tausend Bestellungen vor. Teilweise wurde die Ernsthaftigkeit des Kaufinteresses sogar mit Blankoschecks belegt. Der 911 R profitiert dabei von der Entscheidung, in 911 Carrera, Cabrio, Targa und Co. keine Saugmotoren, sondern nur noch Turbo-Triebwerke zu montieren, um künftige CO2-Grenzwerten einzuhalten. Kleinstserien und die motorsportlichen GT-Modelle mit Straßenzulassung, wie der 991 GT3 RS mit 500 PS aus 3,8 Litern, bilden hier die Ausnahme.

Wegen der gewaltigen Nachfrage wurde die Bauzeit des RS sogar noch bis zum Sommer 2016 verlängert. Und nun soll genau dieser supersportliche Motor unter die Haube des neuen 911 R kommen. Mit semislickartiger Sportbereifung, 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und Zentralverschluss und ohne das Doppelkupplungsgetriebe PDK. Dafür aber mit einer knackigen Siebengang-Handschaltung. Der ganz in weiß gehaltene 911 R muss ohne festen Flügel am Heck auskommen, lediglich ein ausfahrbarer Spoiler und ein ausgeprägter Diffusor sollen für den nötigen Anpressdruck an der Hinterachse sorgen. Auch Porsche-Werksfahrer, wie Jörg Bergmeister und der Ex-Formel-1-Pilot und nun Porsche-Weltmeister Mark Webber haben sich einen 911 R bestellt. Webber, der in diesem Jahr unbedingt Le Mans gewinnen will, hat auch noch einen 997 GT2 RS, 997 GT3 RS 4.0 und ein rot-weißes Unikat vom 918 Spyder in seiner Porsche-Sammlung.

Autor: Wolfgang Wieland/SP-X

News: Alfa will in die Formel 1

Der Fiat Chrysler Boss Sergio Marchionne möchte, dass Alfa Romeo sein eigenes Formel 1 Team bekommt. Das ist natürlich eine stramme Ansage, wenn man bedenkt, dass die Marke stark marode ist und nur noch ein Schattendasein fristet. Zwar steht es um die italienische Traditionsmarke nicht so schlimm, wie um Lancia, aber Massen an Alfas werden nicht gerade abgesetzt. Vielleicht ändert sich das ja mit der neuen Giulietta?

Das soll an dieser Stelle aber gar nicht der Diskussionspunkt sein. Der Fiat Chrysler CEO denkt, dass ein eigenständiges Formel 1 Team das Beste für Alfa Romeos Image wäre, so zumindest äußerte sich der Italiener den Kollegen von Motorsport.com gegenüber. Um den traditionellen Namen und das dazu passende „Cuore Sportivo“ wieder aufzubügeln, müsse man in Betracht ziehen, in die Formel 1 zurückzukehren. Dabei schiele Marchionne auch zu Ferrari herüber, mit denen er eine Zusammenarbeit anstreben würde.

Einst hatte er den Plan Red Bull mit Motoren und Antrieben auszustatten, was jedoch anders ablief. Die Österreicher haben ein Renault Energy Aggregat in ihrem Renner. Aber dem italienischen CEO des Großkonzerns reichen Alfa-Antriebe alleine in der F1 nicht aus, Marchionne will ein eigenes Rennteam mit dem Namen Alfa Romeo. Dennoch spielt Geld natürlich eine große und entscheidende Rolle. Alfa könne sein Chassis nicht selbst anfertigen und und gleichzeitig noch Motoren konzipieren. Trotzdem wolle man unbedingt in den größten Rennsport-Zirkus überhaupt zurück. Das wird wahrscheinlich nur klappen, wenn man auf Ferrari-Aggregate zurückgreift.

Ganz gleich, wie die Details ausgestaltet werden, wichtig ist, dass neue Hersteller in die F1 kommen – vor allem mehr konkurrenzfähige Hersteller, damit das Spektakel weiter belebt wird. Denn letztendlich ist die Spannung etwas verloren gegangen, weshalb sich die Veranstalter immer neue Challenges ausdenken müssen. Außerdem gibt es doch nur drei wirklich interessante Teams, wenn man ehrlich ist. Der Kampf um das Träppchen wird nur noch von Renault bzw. Red Bull, Mercedes-Benz oder Ferrari gekämpft.

Andere Rennsportserien gefallen dem CEO Marchionne nicht so, er wolle Alfa Romeo am liebsten in der Formel 1 haben. Das wäre toll, schließlich sind die Italiener seit den späten 80er Jahren nicht mehr in der Königsklasse vertreten gewesen. Ob wir also demnächst wieder ein weiteres italienisches Team in der obersten Rennliga sehen, steht noch etwas in den Sternen. Interessant wäre es. Dennoch wäre es vielleicht angebrachter, das Geld lieber in konkurrenzfähige Straßenfahrzeuge zu investieren, als in einem teuren Sport zu verpulvern.

 

VLN 2015 – 0.07 Punkte Unterschied vor dem letzten Lauf!

Die Spannung in der VLN rührt nicht nur von den Rennen auf der Strecke her. Auch das Punktesystem der VLN spielt eine große Rolle. Je mehr Teilnehmer eine Fahrzeugklasse hat, desto mehr Punkte gibt es für den Sieger. Und so spielen am Jahresende nicht die „Big Toys“ aus der SP9 (GT3) die Hauptrolle, sondern die „echten Tourenwagen“. In der Saison 2015 wird die Entscheidung um den Meistertitel der VLN wieder im letzten Rennen fallen.

VLN 2015 – Spannender wird es nicht mehr!

In der VLN-Saison 2015 werden 6 Titel ausgefahren. Die Produktionswagen-Trophäe, die Junior-Trophäe, die Speed-Trophäe und die beiden Cup-Wertungen für den Opel Astra Cup und den TMG GT86 Cup. Und on Top kommt die gesondert gewertete BMW M235i Cup-Klasse.

Im Gesamtergebnis sieht es vor dem letzten VLN-Lauf so aus:

vln 2015 letzter lauf tabelle

Der Belgier Van Campenhoudt (hat die Produktionswagen-Trophäe bereits sicher!) führt mit 0.07 Punkten vor den Groneck-Brüdern und den VLN-Gewinnern von 2013. Die beiden Brüder starten auf einem Renault Clio in der Klasse SP3. Der Belgier Van Campenhoudt fährt einen BMW 325i in der Klasse V4.

VLN 2015 285 Startnummer

Die stärker besetzte Klasse V4 sorgte hierbei für den Ausschlag. Denn, je mehr Teilnehmer, desto mehr Punkte gibt es für den Sieg in der Klasse. Beide Teams, sowohl der Belgier auf seinem BMW als auch die beiden Brüder auf dem Clio, sind überragende Rennen in diesem Jahr gefahren. Klassensiege in Serie führten zu dem engen Ergebnis. Jetzt wird es beim letzten VLN-Lauf richtig spannend. Denn nicht nur die Frage, wer in seiner Klasse gewinnt, ist wichtig, sondern auch die Frage, wer wie viele Mitbewerber in seiner Klasse besiegen konnte. Je größer die Anzahl der Mitbewerber, desto mehr Punkte gibt es für den Sieg. Das ist das Geheimnis der VLN.

VLN 2015 534 Startnummer

GT86-Cup = Sieger steht fest!

Auf Platz 3 in der Meisterschaft liegen Hoffmeister und Arne, beide starten auf einem Toyota GT86 und neben dem GT86 Cup, den die beiden bereits gewonnen haben – wollen sie mit dem Cup-Toyota um den Gesamtsieg mitreden. Allerdings ist die Frage, wie viele Fahrzeuge am Samstag in der GT86-Cupklasse an den Start gehen werden. Die V4 und SP3 sind üblicherweise besser – deutlich besser – besetzt.

VLN 2015 345 Startnummer

OPC-Cup = offen!

Ebenfalls noch offen ist der Opel Astra OPC-Cup! Hier spielt die Teilnehmer-Zahl keine Rolle, dafür gibt es Punkte für Pole-Position und schnellste Renn-Runden. An der Spitze des OPC-Cup stehen derzeit Bohr und Hannonen auf dem Lubner Opel Astra mit der Startnummer 345. Noch ist der Gewinn der Meisterschaft jedoch nicht in trockenen Tüchern.

VLN 2015 687 Startnummer

BMW M235i Cup = offen!

Im BMW M235i Racing Cup geht es ebenfalls eng zu. Nach ihrem vierten Saisonsieg sicherten sich Michele Di Martino und Moritz Oberheim im vergangen Lauf die VLN-Junior-Trophäe und zogen in der Cup-Wertung mit Ralf Schall und Mario Merten nach Punkten gleich.

Renn-Samstag = Es wird spannend!

Wer am Ende der VLN-Meister 2015 wird, wer den OPC-Cup für sich entscheiden kann und wer sich im BMW M235i Cup durchsetzen kann, das alles wird am Samstag in der Eifel ausgetragen! Ein spannender Renn-Samstag steht uns bevor!