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Zero Touch – Einfach fahren

… und telefonieren. Und SMSen. Und WhatsAppen. Und Musik streamen. Und… Das klingt nach einem teuren Vergnügen. Nach einem Vergnügen, das nach einem Häkchen in einer Optionsliste beim Kauf eines neuen Autos schreit. Doch weit gefehlt: Logitch bietet den Zero Touch an – eine Halterung für das Smartphone, die mit einer App verknüpft ist und ziemlich clever funktioniert. Das System ist herrlich unkompliziert und leicht durchdringen, blitzschnell installiert und bereit für die Nutzung.

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Die Vernetzung schreitet immer weiter voran. Man liest von bayerischen Automobilherstellern, die das Smartphone mittlerweile als Buttler und Reisehelfer verstehen und noch viele Weitere Schandtaten auf Lager haben. Alles schön und gut, aber die meisten haben nicht das nötige Kleingeld auf der hohen Kante, um sich ein Fahrzeug der Premium-Liga zu kaufen, das einem die Integration des Smartphones in das Auto ermöglicht.

Wenn man seinen alten Liebling – hier gemeint, das Auto! – also ein wenig aufrüsten möchte und sein Smartphone unterwegs nutzen mag, hat Logitch eine spannende Alternative im Angebot. Eine intelligente Handyhalterung mit Sprachsteuerung – und das ohne ein Vermögen auszugeben oder das Auto für den Umbau in die Werkstatt geben zu müssen. Es gibt zwei Varianten: Zum einen kann man die Version des Zero Touch wählen, die an den Lüftungsdüsen angebracht wird und zum anderen ist eine Lösung mit einem Saugnapf erhältlich, die entweder an der Scheibe oder auf dem Armaturenbrett installiert wird.

Danach installiert man schnell die App und legt sein Smartphone auf der Halterung ab. Der Bildschirm ist jederzeit gut ablesbar, da das Telefon aufrecht angebracht werden kann. Wie das funktioniert? Mit Magie! Nein? Okay, Spaß beiseite. Mit einem Magneten. Zufrieden? Gut, denn die Halterung funktioniert bestens: Sobald man das Handy – Bluetooth eingeschaltet – anbringt, verbindet es sich von selbst. Was folgt, ist die einfache Bedienung per  Sprachsteuerung.

Die Idee mit der Sprachsteuerung ist nicht neu – zugegeben. Aber so ausgereift wie beim Zero Touch war sie noch nie. Man muss keine Befehle auswendig lernen und das System nicht anlernen sondern einfach drauflos reden – denkbar einfach. So kann man sprachgesteuert die beste Freundin anrufen, wenn es zu einer längeren Fahrt ins Outlet geht oder seine Textnachrichten beantworten – ganz ohne Hände. Einfach einen Befehl aussprechen und Zero Touch setzt ihn gekonnt um. „Schreib Patrick, dass es heute einen Schmoll… ähm.. Rollbraten zum Essen gibt“, und schon weiß Patrick Bescheid.

Damit aber nicht genug, steuert man per Sprachansage noch weitere Funktionen. Will man gerade nicht mit der Außenwelt kommunizieren, kann man auf Ansage seine Musik hören und sogar Streaming-Dienste anwählen. Für den richtigen Weg quatscht man mit dem Logitech Zero Touch und aktiviert einfach Google Maps oder einen anderen Dienst, der sich auskennt. Zudem kann man seinen Standort einfach per Glympse mit seinen Freunden teilen – alles ohne Berührung, sondern nur über die natürliche Spracherkennung. Für das Aufwecken der App oder das einfache Stummschalten genügt dabei eine einfache Geste – schließlich hat man ja ein modernes Smartphone vor sich.

Unterstützt werden viele kabellose Bluetooth-Systeme im Auto. Voraussetzung ist, dass man ein Android System ab der Version 4.4 verwendet. Eine iOS-Lösung ist noch nicht verfügbar. Das dürfte aber eine Frage der Zeit sein, schließlich ist die Apple-Gemeinde nicht eben klein. Ansonsten bleibt es beim einfach-intelligenten System. Aufstecken und die Aktivierung erfolgt von selbst. Abnehmen und das System trennt sich wieder. Dabei spielt es keine Rolle ob man nun eine oder mehrere Zero Touch System verwendet – zum Beispiel in verschiedenen Fahrzeugen. Schön ist zudem, dass die App andere Smartphone-Funktionen nicht beeinträchtig, wie es manch andere Auto-Apps leider gerne tun.

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War sonst noch etwas? Ach ja: Der Logitech Zero Touch verfügt über eine Batterie und erspart einem damit das lästige Kabelverlegen im Auto. Das hat seine Vorteile: Zum einen sieht der Kabelsalat, den man von Ladestationen, mobilen Navigationssystemen und anderen Systemen bislang kannte, furchtbar aus und wird einem somit erspart. Zum anderen stellt die Batterie einen Sicherheitsgewinn dar: Ein Verheddern im Kabel entfällt – so viel ist sicher. Das Schöne ist aber, dass man die Batterie nicht ständig laden muss, da sie bei normaler Nutzung von zwei bis drei Stunden am Tag rund zwei Jahre hält.

Erhältlich ist der Zero Touch ab 59 Euro, was absolut fair erscheint. Schließlich spart man sich einige Tausend Euro für den Kauf eines entsprechenden festen Navigationssystems, das diese Funktionen sonst üblicherweise bietet. Ein paar Tausender mehr spart man sogar, wenn man den Kauf eines neuen Fahrzeugs hinzuaddiert. Und bei der Ausgereiftheit und Funktionalität darf der Logitech Zero Touch ohnehin als günstig eingestuft werden – zumal die App gratis ist.

UND WIR VERLOSEN 3 ZeroTouch!

Und wie spielt man mit?

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#becausesoundmatters – Dynaudio

Ein Roadtrip der Ohren öffnen sollte. Mit dem Volkswagen Phaeton von der Gläsernen Manufaktur in Dresden, in das Herz der Lautsprecher-Manufaktur von Dynaudio!

Von Dresden führte uns der Trip über die Deutschland-Zentrale von Dynaudio in Rosengarten bei Hamburg, bis nach Skanderborg in Dänemark. Dem Firmensitz von Dynaudio, und dem Herzen der Produktion. Nachdem wir genug Zeit hatten, die High-Ende Soundanlage im Volkswagen Phaeton zu testen, war es an der Zeit, hinter die Kulissen zu schauen.

Ich sag es nochmal: Ich habe keine Ahnung von HiFi – aber ich bin jemand der guten Sound schätzen kann. Auf der Tour habe ich jedoch vieles über „guten Sound“ gelernt. So dachte ich immer, ein guter Sound ist wie guter Wein. Völlig individuell. Und jeder findet den ganz eigenen Geschmack. Aber das stimmt nur zum Teil. Es gibt so etwas wie einen Referenz-Klang, bei Wein gibt es das nicht. Denn die Referenz-Traube an sich, die ist bereits Geschmackssache. Bleibt man beim Beispiel mit dem Wein, dann ist die Aufgabe eines guten Winzers, den Original-Geschmack der Traube in flüssige Form zu bringen. Barrique-Fässer  wären da bereits eine dröge Verfälschung des Originals. Denn bei Musik, bei guter Musik, geht es darum, den Sound im Original wiederzugeben. Ton für Ton. Was so einfach klingt, wird vor allem durch moderne Technik erst einmal erschwert. Im Auto, auf dem Handy und zu Hause nutzen wir immer mehr Streaming-Formate. MP3s waren der Anfang und kluge Köpfe wollten nichts böses als sie anfingen die Musik zu komprimieren. Aber das Ergebnis kann – egal wie clever komprimiert – nicht mehr dem Original entsprechen. Das Ergebnis? Klanglicher Matsch.

Die Herausforderung für Premium-Soundsysteme ist also, aus dem Matsch das „bestmögliche“ heraus zu kitzeln. Das tuen einzelne Hersteller auf ganz eigene Arten. Die einen sind heftigst Basslastig, die anderen übertreiben es bei den Höhen und jeder denkt, er hätte das „Musik-Barrique-Faß“ mit dem er den besten Wein Klang aus dem Musikstück holt.

Pure Sound – Dynaudio

Wie versaut mein Musik-Empfinden ist, zeigte sich bei der Demonstration der aktuellen Top-Seller von Dynaudio. Die XEO4 sind kabellose Aktive Lautsprecher. Putzig klein. Und natürlich vermisste ich den Bass. Bin ich doch bislang der Typ: Subwoofer auf Endanschlag und wenn ich den anwerfe, dann üblicherweise zusammen mit einem BluRay-Film oder einem HD-Streaming. Und dann muss die Decke wackeln wenn es zur Sache geht. Aber – und das war für mich auf dem Trip die größte Offenbarung: Ich habe halt vom „Musik hören“ also dem wirklichen „Musik hören“, einfach keine Ahnung.

Also im Soundstudio von dynaudio auf den Sessel im „Sweet Spot“ der XEO4 gesetzt und gelauscht. Die Augen geschlossen. Und einfach mal zugehört.

Yello – Rubberbandman

Und plötzlich bekommst Du dieses Gefühl. Vor dir baut sich direkt das Mischpult auf, Du sitzt direkt im Studio, hörst jeden Tonwechsel direkt aus dem Synthesizer von Elektropop-Künster Dieter Meier.

Oder das Stück hier:

Musik hören bedeutet, die Musik so zu hören, wie der Künstler sie abgemischt hat. Nicht mit mehr Bass, nicht mit einem synthetischen Rock, Pop, Klassik, Whatever-Profil, sondern pur und unverfälscht. Und das ist das Credo von Dynaudio.

Und in dem was Dynaudio tut, scheinen sie so richtig gut zu sein. Ich kann es wie gesagt nicht beurteilen, weil ich bin ja der Typus: „Rumpel und Schepper“, aber wenn man durch die Musikstudios dieser Welt tingelt, dann wird man überall eine Gemeinsamkeit entdecken: Lautsprecher von Dynaudio.

Und auch die Film-Produzenten nutzen zum abmischen ihrer Filmmusiken nicht selten die Tonstudios in denen Dynaudio den Ton angibt.

Besichtigung der Dynaudio-Fertigung

Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel „Handarbeit“ in einem wirklich guten Lautsprecher steckt. Bei der Fertigung von Dynaudio in Dänemark von einer Lautsprecher-Manufaktur zu sprechen ist vollkommen berechtigt. Und es war eine mehr als interessante Erfahrung. Vor allem für jemanden wie mich, der zwar gerne beim Auto fahren Musik hört, aber eigentlich nie behauptet hätte, in irgendeiner Weise „audiophil“ zu sein. Hauptsache ein satter Bass, ordentlich wumms. Wobei mir der Druck unter der Haube eines Autos immer noch wichtiger ist, als der Druck aus dem Verstärker und den Lautsprecher-Membranen, auch wenn ich ein wenig beeindruckt bin. Denn die 1.000 km/h mit denen sich eine Hochtöner-Membrane bewegen kann, die werde ich auf der Autobahn nicht erreichen :).

Egal – der Phaeton V6 TDI war ein wundervolles Reisemobil für die lange Strecke, seine Dynaudio-Anlage brachte mir den „puren Sound“ näher und öffnete mir die Ohren.

Der Besuch der Phaeton- Geburtsstätte in Dresden – auch eine Manufaktur – spannte den idealen Bogen zu der Lautsprecher-Manufaktur von dynaudio. 

 

 

Das ist Teil 3 - zu Teil 2 - zu Teil 1 - AWR-Magazin - autophorie.de - trenddokument.de

Roadtrip: Because sound matters

Akustik ist die Lehre vom Klang. Und wer Musik hören will, der sollte sich Gedanken um die Akustik machen. Soweit, so einfach. Lustigerweise höre ich zum Beispiel nur noch im Auto bewusst Musik. Dummerweise ist aber gerade das Auto die dümmste Umgebung um Musik zu hören. Was also tun? Auf Musik verzichten?

Roadtrip: Because sound matters

Nein – Verzicht ist doof. Dann doch lieber ein wenig Nachhilfe zum Thema Musik, Klang und Akustik genommen. Und einfach mal ein paar Experten fragen. Schnell war die Idee geboren und der richtige Partner wurde ebenso schnell gefunden:

Dynaudio

Die Audiophilen-Freaks unter Euch werden jetzt mit den Augenbrauen leicht noch oben gezuckt haben. Dynaudio also. Kennt man doch. Ihr habt es vermutlich gekannt. Mir war der Name noch bis vor ein paar Wochen kein wirklicher Begriff. Aber ich bin ja auch kein Audiophiler-Freak, ich bin nur einer, der gerne mal ein wenig Musik hört – aber immer nur im Auto.

Die Idee:

Die Experten von Dynaudio sollten erklären, worauf es ankommt, beim Thema Klang im Auto. Um sich mit genügend Zeit einzudecken, damit man auch eine Menge Lieder hören konnte, kam nur ein Roadtrip in Frage. Das Ziel? Schnell gewählt: Natürlich der Stammsitz von Dynaudio in Dänemark. Nun musste nur noch ein Startpunkt gefunden werden.

Und da kam die Verbindung von Dynaudio und Volkswagen ins Spiel. Die derzeit aufwendigste Sound-Anlage im VW-Konzern, besitzt der noch aktuelle Phaeton. Und dieser Luxus-VW wird wo gefertigt? Richtig, in einer Stadt die eben nicht nur für die „Gläserne Manufaktur“ bekannt ist, der Phaeton-Geburtsstätte, sondern auch für eine Weltbekannte Oper: Die Semper-Oper.

Vor uns lagen also gute 800 Kilometer, und zurück. „Because sound matters“ war geboren.

Den ganzen Roadtrip teile ich in drei Artikel auf. Diesen hier, den ersten, mit Erklärungen und Einblicken, einen zweiten der sich vor allem um den Phaeton drehen wird und einen Dritten, der dann einen tieferen Einblick in die Lautsprecher-Geheimnisse liefern wird.

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Teil 1: Because sound matters

Man steht vor dieser Semper-Oper und in mein Kleinhirn presst sich eine Bierwerbung. Gut, ich bin ein Kultur-Banause.  Doch in Dresden hat man ein großes Herz und so lässt man auch Banausen wie mich durch den Hintereingang in die Sächsische Staatsoper. Hinter der Bühne, auf den Brettern die die Welt bedeuten, könnte man in fast jedem Theater dieser Welt sein. Ehrfürchtiges zittern setzt erst ein als man vor den Vorhang tritt.

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Okay, ein paar Fakten zur Semper-Oper:

Eigentlich ist die Semper-Oper ein Parade-Beispiel für Hartnäckigkeit. Erbaut, erstmals 1840 wurde die „erste Version“ der Semper-Oper 1869 bei einem Feuer vollständig zerstört. Bereits 1871 machte sich Gottfried Semper an den Wiederaufbau. Theoretisch. Denn Gottfried Semper war bei den Herrschenden in Ungnade gefallen. So übernahm sein Sohne Manfred die Leitung des Neuaufbaus. 1878 wurde die neue Semper-Oper wiedereröffnet. 1945 bombten die Allierten Nazi-Deutschland in Schutt und Asche. Darunter war im Februar ’45 auch die Semper-Oper. 1948 startete der Betrieb im „Schauspielhaus Dresden“erneut. Allerdings war die Semper-Oper noch immer stark beschädigt. Erst 1977 erfolgte die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Semper-Oper. Im Februar 1985 feierte die neue Semper-Oper ihren Auferstehung. 2002 kam das Hochwasser der Elbe und hinterließ einen Millionenschaden.  Drei Monate später erfolgte eine neuerliche Wiedereröffnung.

Lustige Anekdote am Rande: Als die Semper-Oper nach der Elbe-Flut ausfiel, stellte Volkswagen die „Gläserne Manufaktur“ als Bühne für eine geplante Aufführung von „Carmen“ zur Verfügung. So wurde aus der leidenschaftlichen Geschichte von Carmen, eine „Car Men“ Aufführung in einer Werkshalle, zwischen Luxuslimousinen und W12-Motoren. Lustige Anekdote Nummer zwei am Rande? Auf den Plakaten zu den Aufführungen von Carmen in der Gläsernen Manufaktur war noch ein zweiter Automobil-Hersteller vertreten: DaimlerChrysler. Damals waren die Stuttgarter nicht nur quer über den großen Teich verkuppelt, sondern auch Partner der Semper-Oper.

Für mich war der Besuch der Semper-Oper eine besondere Erfahrung. Knapp am Kultur-Overkill vorbeigeschrammt freute ich mich dennoch auf die erste Fahrt im Phaeton. Mag ja sein das man in der Semper-Oper besseren Klang hat – ich höre meine Musik aber lieber beim Autofahren, ihr erinnert Euch?

Deswegen, in Teil zwei des Roadtrips: „Because sound matters“, geht es dann um den Phaeton. Um die 800 km nach Skanderborg. Und um meine Mitfahrer. Und um die Playlist 😉

Also, stay tuned!

 

Konzertcouch – Der Autoblogger im Konzertsaal

Wenn ich gefragt werde, welche Musik ich besonders gerne höre, dann sage ich üblicherweise: Radio.  Und wenn es noch genauer sein soll, dann antworte ich mit: SWR 3. So einfach ist das bei mir. Natürlich habe ich auch Musik auf dem Handy, aber dieses ständige aktualisieren, das zusammenstellen von Playlists ect., alles das, das nervt mich nur. Dafür nehme ich mir einfach keine Zeit.

Autoblogger und Musikbanause?

Doch ein Musikbanause bin ich deswegen vermutlich nicht – im Gegenteil – beim Auto fahren höre ich gerne auch mal gute Musik (eben SWR3) und wenn es darum geht, die Soundanlage eines Autos zu testen, dann greife ich durchaus auf meine „Standard-Auto-HiFi-Playlist“ zurück und höre immer die gleichen 5 bis zu 10 Lieder um mir einen Eindruck von den Fähigkeiten der Soundsysteme zu verschaffen.

Klassische Musik? Konzerte? Orchester?

Weder das eine, noch das andere und auch keine Kombination daraus. Vermutlich genau deswegen war ich sofort begeistert als mich Ulrike Schmid per Twitter anfragte, ob ich nicht Lust hätte, auf Ihrer Konzert-Couch Platz zu nehmen. Alleine wäre ich nie auf die Idee gekommen ein Orchester-Konzert zu besuchen, am Ende sogar noch mit klassischer Musik. Ich? Einfach so? Vermutlich nicht. Aber die Tatsache, dass es „Orchester-Fans“ gibt, das hat mich neugierig gemacht und was sollte denn schon passieren? Mehr als zwei verschenkte Stunden hätte mich dieses Experiment nicht gekostet. Und wer mich kennt, der weiß – ich mache auch Experimente gerne mal mit.

Orchesterbesuch Alte Oper Frankfurt

Mit Ulrike auf die Konzertcouch

Bevor es zu meiner Orchester-Prämiere ging, hatte mich Ulrike um einen Steckbrief gebeten und mir eine Auswahl an möglichen Termin gegeben. Da mein eigener Terminkalender ziemlich vollgestopft ist, war es nicht ganz leicht meine Termine und die möglichen Konzerte unter einen Hut zu bekommen. Die Wahl fiel am Ende auf das Abschiedskonzert von Paavo Järvi in der Alten Oper in Frankfurt.

Sieben Jahre war Paavo Järvi der Chefdirigent des „hr-Sinfonieorchsters“ und meine Konzertprämiere sollte also sein Abschied sein. Dem Umstand des Abschiedes war es dann wohl auch zu verdanken, dass die so genannte „Konzert-Einführung“ auch direkt mit ihm gestaltet wurde. In dieser Einführung wird das Stück besprochen, welches später vom Orchester vorgespielt wird. Mir sagte so vieles aus dem Interview mit Paavo Järvi einfach gar nichts. Weder der Name des Stückes: „Turangalîla-Sinfonie von Oliver Messiaen“ noch die Vergleiche zu anderen Stücken. Die Zeit aus der dieses Stück stammt lag, zu meiner Entschuldigung, aber auch weit vor meiner Geburt 😉

Abschiedskonzert Jaavo Pärvi

Gemeinsamkeiten von Dirigenten und Autofahrern

Da saß ich also auf einem der besten Plätze im ganzen Saal und konnte einen wunderbaren Überblick über das ganze Orchester genießen. Was ich für ein musikalischer Total-Versager bin (in der Schule bekam ich im Fach Musik immer eine Note 4- aus Mitleid, es hätte eigentlich eine 6 sein müssen), merkte ich unter anderem daran – dass ich nicht einmal alle Musik-Instrumente kannte.

Dafür brachte mir der Platz an der Seite des Orchesters etwas ganz geiles: Direkten Blick in das Gesicht des Dirigenten. Paavo Järvi stand hinter (vom Saal aus gesehen) hinter dem Klavier des Pianisten „Goodyear“ auf einem kleinen schwarzen Podest. In der Hand der zierliche Taktstock.

Die Erfahrung

Ich habe zwar bis heute nicht verstanden, was genau der Dirigent Jaavo Pärvi mit seinem Taktstock angezeigt hat, doch es muss für die Musiker des hr-Sinfonieorchesters ganz klar gewesen sein. Und als ich  nach dem Konzert in den Toyota GT 86 einstieg, den ich zu diesem Zeitpunkt als Testwagen hatte, wurde es mir klar:

Es ist nicht das Orchester, das den Klang macht – es ist der Dirigent. Und beim Auto fahren ist es nicht das Auto, das die Fahrt macht, es ist der Fahrer. Der Fahrer dirigiert das Fahrzeug. Vor allem bei sportlichen Fahrzeugen wird aus dem Fahrer ein Dirigent. Der Taktstock wird durch den ganzen Körper des Fahrers ersetzt. Das Zusammenspiel von Gas, Lenkung, Schaltung, Beschleunigung und Bremsen wird erst dann zu einer beeindruckenden Darstellung, wenn der Dirigent und sein Orchester zusammenpassen und der Fahrer sein Auto mit der energischen Eleganz eines Jaavo Pärvi dirigiert.

Und weil Ulrike so ein „Orchesterfan“ ist, denke ich – sie wird meine Idee mögen und schon bald mit mir eine Runde über die Nordschleife fahren – das ist wie ein Orchesterbesuch, nur lauter und wilder 😉

 

 

Die wichtigsten Links des Artikels:

 

 

 

150km Jungbrunnen

Ich bin heute eine kurze Strecke im „noch“ aktuellen Mitsubishi Outlander gefahren.  Dank der Rockford Fosgate Soundanlage haben diese 150km und ein wenig Musik ausgereicht, mich danach wieder zu fühlen, als wäre ich 18 Lenze jung.

Damals. Mit offenen Fenstern durch die Nacht gedüst, immer getrieben vom heftigen Bass der Dr. Alban CD. Oder war es Ace of Base? Es war laut und es war ein einfacher Takt.

Aber es waren die heißesten Nächte. Damals. 

Heute hat man den Sound, mit dem man damals die Oberstufen-Schülerinnen beeindrucken wollte, in einem Full-Size Familienkombi und viel Bodenfreiheit. Im Gegensatz zu früher muss das Auto nicht weiter runter, sondern weiter hoch. Anstatt des 16V GTI der an der Vorderachse rupft, gleitet man auf der Drehomomentwoge des Dieselmotors und lässt die Schaltarbeit vom Automatikgetriebe erledigen.

Was ist der Mitsubishi Outlander eigentlich? Während ich meine Frau und unseren Hund im Wald abgeliefert habe, kommt mir ein passendes Bild in den Kopf: „Ein harter Hund“. Und irgendwie passt das. Mit dem Allradantrieb der in Serie an Board ist, den Reifen mit 70er Querschnitt und der Bodenfreiheit mit der man auch mal gelassen den Rubikon überschreiten kann, zieht sich der Outlander den morastigen und mit bößen Steinen geschminkten Feldweg hinauf. Und er macht das mit einer Ruhe, die sich auf den Fahrer überträgt und man hat das Gefühl, hier fährt dich ein „Harter Hund“ – über eine Strecke, die für normale Kombis den sicheren Ölwannen-Exidus bedeuteten würde.

So ändern sich die Zeiten. Früher konnte es nicht tief und hart genug sein, heute freut man sich über die Vielseitigkeit des Transportmittels. Geblieben ist die Musik. Dank der Rockford Fosgate Anlage vibriert es heute wieder im Bauch, wie früher.

Hey Du harter Hund, lass uns noch eine Runde cruisen…mal schauen was an der Volkshochschule heute noch so geht…