Abnahmefahrt in der neuen E-Klasse

Sie ist nicht nur der Prototyp einer Reiselimousine, sie verkörpert den Mercedes-Markenkern schlechthin: Die Rede ist von der E-Klasse, die in knapp zwei Monaten auf der Automesse in Detroit Weltpremiere feiert. Wir [nicht mein-auto-blog] hatten die Gelegenheit, bei einer der letzten Abnahmefahrten als Beifahrer teilzunehmen. Auf der Strecke von Los Angeles über die San Bernardino Mountains und weiter durch die Wüste nach Las Vegas wurden die Autos dabei auf vielfache Weise gefordert.

Der Anspruch, weiterhin die komfortabelste Limousine im Segment zu bauen, dürfte erfüllt werden: Auch die problematischen US-amerikanischen Freeways mit ihren oft ausgeprägten Querfugen und Schlaglöchern werden von der neuen E-Klasse souverän pariert. Der Geräuschkomfort ist dabei hervorragend: Nichts klappert und knarzt, und die Motoren halten sich weitgehend im Hintergrund.

Im Gegensatz zu früheren Modellgenerationen ist die E-Klasse jedoch auch auf kurvigen, anspruchsvollen Landstraßen nicht aus der Ruhe zu bringen. Trotz der betont komfortablen Auslegung lenkt die Limousine agil ein, und die Wankbewegungen bleiben auf ein niedriges Maß beschränkt. Die Radgrößen reichen von 16 bis 20 Zoll.

E-Klasse Abnahmefahrt 011 Premiere Erlkönig neue e-klasse

Neue Motoren

Für die Längsdynamik sorgt eine große Palette Otto- und Dieselmotoren, wobei vor allem der neue Vierzylinder-Diesel Beachtung verdient: Das intern OM654 genannte 2,0-Liter-Aggregat ist Vorbote einer neuen Motorengeneration, die in Zukunft auch Sechs-Zylinder-Reihenmotoren umfassen wird. [Die Reihen-Sechszylinder folgen jedoch erst später, nicht vor 2018-2019 und damit erst mit einer kommenden Modellpflege]

In den ersten zwei bis drei Jahren orientiert sich das Motorenprogramm noch weitgehend am Vorgängermodell: Es reicht von den bekannten Motoren mit vier und sechs Zylindern bis hin zum AMG E 63, der jetzt den 4,0-Liter-V8 aus dem AMG GT erhält. Dazwischen rangiert der E 450 AMG mit Sechszylinder-Biturbo; eine klassische V8-Variante gibt es nicht mehr. [Wir wissen nicht, was der „klassische V8“ ist. Klar ist: Der „Hot-V“ Turbo wird auch als 500er kommen und nicht nur als AMG]

Dafür bringen die Stuttgarter mit gewisser Verzögerung einen Plug-in-Hybrid auf den Markt, der auf dem Vier-Zylinder-Ottomotor basiert und deutlich über 50 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann [Die 50km+ werden erst 2018 erreicht!]. Später sollen dann Varianten mit integriertem Starter-Generator auf den Markt kommen, die über eine 48-Volt-Elektrik verfügen und elektrisch spürbar boosten können. [Die E-Klasse ist ab Start für das 48Volt-Bordnetz vorbereitet!]

Der Autor des Textes: Jens Meiners, bei den Abnahmefahrten der neuen E-Klasse. Sein Gesicht sagt aus: "Alles wird gut" ;)
Der Autor des Textes: Jens Meiners, bei den Abnahmefahrten der neuen E-Klasse. Sein Gesicht sagt aus: „Alles wird gut“ 😉

Neues gibt es beim Getriebe: Die Einstiegsvarianten kommen serienmäßig mit einem erstmals von ZF zugelieferten Sechs-Gang-Handschaltgetriebe, überall sonst ist der hauseigene, NAG3 genannte Neun-Stufen-Automat Serie. Die Kraftübertragung erfolgt wie gehabt auf die Hinterräder, einen permanenten Allradantrieb wird es bei vielen Varianten gegen Aufpreis geben. Bemerkenswert: Auch ohne Hybridisierung dürften die Verbräuche erheblich sinken – teilweise um fast 20 Prozent. Verantwortlich dafür sind Feinarbeit an den Motoren, die neuen Getriebe, ein um rund 70 Kilogramm abgesenktes Gewicht – und eine hervorragende Aerodynamik: Der cw-Wert der Einstiegsvariante dürfte bei im Segment rekordverdächtigen 0,23 liegen.

Die E-Klasse kommt mit einer komplett neuen Bordelektronik, die das Auto nicht nur 48-Volt-fähig macht, sondern auch neue Welten bei den Assistenzsystemen eröffnet, die teils in aufpreispflichtigen Paketen gebündelt sind. So hält die Drive-Pilot-Funktion die Limousine in der Spur und auf Abstand – und zwar bei bis zu 210 km/h. Bei plötzlichem Ausweichen greift der Lenk-Assistent verstärkend und stabilisierend ein. Per Car-to-X-Kommunikation wird der Fahrer vor weit vorausliegenden Gefahren gewarnt. Der Drive Pilot verlangt, dass der Fahrer periodisch Rückmeldung gibt; dafür muss nur ein Sensor auf dem Lenkrad berührt werden [Dieser Sensor sitzt in einem Neuartigen Bedienfeld für die Daumen, im Lenkradbereich und ersetzt die bisherige reine Schalter-Lösung]. An Schock-Videos wie jenem eines holländischen Tesla mit so genanntem „Autopilot“, dessen Passagiere sich bei Autobahntempo auf die Rückbank verkrümelt haben, hat Daimler nach eigenem Bekunden jedenfalls „kein Interesse.

Sollte es trotzdem jemand versuchen, so steigt das Assistenzsystem nicht einfach komplett aus, sondern es bringt den Wagen langsam und kontrolliert zum Stillstand. [Wie lange das System die „freie Fahrt“ per Autopilot erlaubt ist noch nicht beschlossen!] Übrigens kann die neue E-Klasse auch per Befehl vom Blinkerhebel die Spur wechseln – keine eminent wichtige Innovation, aber eine Funktion, um die Tesla einiges Aufhebens gemacht hat und die man der Kundschaft deshalb nicht vorenthalten möchte. Kein Wunder, dass Daimler von der „intelligentesten Limousine der Welt“ spricht. [Im Gegensatz zum Tesla, basiert das „Spurwechsel-System“ von Mercedes-Benz jedoch auf einem größeren Paket an Sensoren und einer deutlich erweiterten Umfeld-Erkennung!]

Neben dem Fahr- und Antriebskomfort und den Assistenzsystemen begeistert die E-Klasse mit einer Opulenz, die an die S-Klasse heranreicht und sie teilweise sogar übertrifft. Die Sitze verfügen optional über nochmals mehr Massage-Optionen [erstmalig wird man den Hintern gewalkt bekommen, was die Hüfte und die Blut-Zirkulation im Lendenbereich anregt!], und die Instrumentierung kommt in der gehobenen Variante mit einem extrem breiten, frei konfigurierbaren Bildschirm. Die Einstiegs-Instrumentierung wirkt mit dreidimensional verbauten Tuben, die von einer verchromten Spange zusammengehalten werden, etwas weniger geschmackssicher.

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Bei den Scheinwerfern wird man erstmalig das neue Multi-Led-Licht einsetzen
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Die Linienführung wird nicht überraschen. Zwischen C- und S-Klasse wird die E-Klasse das Limousinenbild der Stuttgarter vervollständigen.
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LED-Rückleuchten? Natürlich!

Die Stereoanlage gehört übrigens zum Feinsten, was derzeit zu bekommen ist. Neben einem Einstiegsgerät gibt es zwei Ausbaustufen, die beide gemeinsam mit den Spezialisten der Hifi-Manufaktur Burmester entwickelt wurden.

Und das Exterieur? Im Vergleich zur kastenförmigen Vorgänger vollzieht die E-Klasse einen großen Designsprung, wenngleich die neue Linie von den Limousinen der C- und S-Klasse bereits vorgegeben wurde. Doch in der E-Klasse findet sie ihre bislang harmonischste Ausprägung – und zwar gleich zweifach: Mit dem vom klassischen SL inspirierten „Sportkühler“ wirkt die Baureihe sportlich und dynamisch; uns gefällt jedoch weiterhin der „Luxuskühler“ mit auf der Motorhaube montiertem Stern. Hier ist das Fugenbild an Kühler und Motorhaube perfekt gelöst – und der klassische Stern passt am besten zu diesem Auto, das auch in Zukunft die Quintessenz der Marke verkörpern wird. Die Produktion läuft Anfang Januar an, in den Verkauf gelangt die Limousine im April.

Auf der NAIAS im Januar in Detroit fallen die Hüllen der neuen E-Klasse!
Auf der NAIAS im Januar in Detroit fallen die Hüllen der neuen E-Klasse!

[notification type=“notification_info“ ]Dieser Artikel stammt vom Auto-Medienportal und wurde dort vom Autor Jens Meiners geschrieben.(ampnet/jm) mein-auto-blog konnte nicht an dieser Fahrt teilnehmen. Aufgrund der Aktualität haben wir den Artikel jedoch übernommen. Anmerkungen von m-a-b sind in eckigen Klammern eingefügt. Alle Fotos: Mercedes-Benz / Daimler AG [/notification]

Angefahren: Die neue E-Klasse im Fahrbericht

Oberklassig und nur für Besserverdiener?

Die neue E-Klasse von Mercedes-Benz im ersten Fahrbericht

Mercedes-Benz hat mit der E-Klasse nicht nur den Markt der Droschken-Lenker, mit Lizenz zur Personenbeförderung, im festen Griff –  auch für Führungskräfte und Manager ist die E-Klasse seit Jahrzehnten eine feste Größe auf der Liste der gerne gefahrenen Firmenwagen.

Jetzt hat Mercedes-Benz die E-Klasse mit dem vermutlich größten Facelift aller Zeiten beglückt. 

Meinen ersten Kontakt mit der neuen E-Klasse hatte ich bereits vor einigen Wochen, bei einem Roadtrip von Los Angeles nach Detroit, im Rahmen von „Guarding the E-Class“ haben wir das neue Modell zur offiziellen Premiere auf der NAIAS in Detroit begleitet. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch „nur gucken“, nicht fahren angesagt.  Jetzt gab es in und um Barcelona die Möglichkeit zur ersten Ausfahrt.

Mercedes neue E-Klasse Kombimodell

Was ist neu, an der „Neuen E-Klasse„?

Es ist vermutlich das größte Facelift aller Zeiten und neben einer fast unüberschaubaren Menge an neuen Sicherheits- und Assistenzsystemen, bekam die E-Klasse nun auch den etwas barocken Touch der Ponton-Kotflügel aus dem Seitenblech gebügelt. Die vier schielenden Augen an der Front hat man wieder unter ein gemeinsames Deckglas gepackt und gleich mit LED-Technik in Serie ausgerüstet. Damit kann dann auch ich wieder mit dem Gesicht der E-Klasse leben, jedoch nur so lange der Stern auf der Haube bleibt. Leider folgt man in Stuttgart dem Diktat der Käufer aus Übersee und überzeichnet den Stern im Kühlergrill als prägendes Stilmittel für die sportlichen und luxuriösen Modelle.  Nur die Elegance und Executive Versionen bleiben von der großen Nase mit dem überdimensionalen Stern verschont.

Assistenten überall.

Der Stuttgarter Autobauer meint es gut mit den Käufern der neuen E-Klasse und nimmt viele neue Helferlein aus der noch zu präsentierenden, wirklich vollständig neuen S-Klasse und steckt diese bereits heute in die Business-Limousine mit Stern.

Ein kleiner Auszug gefällig?  Collision Prevention Assist, Attention Assist, Distronic Plus, BAS Plus, Üre-Safe, Pre-Safe plus, aktive Spurhalte-Assistent, adaptiver Fernlicht-Assistent Plus, aktive Park-Assistent, Verkehrszeichen-Assistent und Videokameras an jeder Seite um einen 360° Blick im Multimedia-Display darstellen zu können.

Mercedes Benz E400 Kombi T-Modell neue E Klasse

Perfekter Butler oder Rechthaber mit Nervfaktor?

Egal wie perfekt ein Assistenzsystem sein mag, am Ende entscheidet der Fahrer.  Das bleibt auch bei den Assistenz-Systemen aus Stuttgart so, allerdings konnte ich mich weder mit dem aktiven Spurhalte-Assistenten anfreunden, noch mit dem Collision Prevention Assist. Mir ist völlig bewusst, wie hilfreich die richtigen elektronischen Helferlein sein können. So war ich beim Trip durch die USA extrem dankbar, wenn ich einen Tempomaten mit „Distronic Plus“ nutzen konnte. Ebenso hilfreich ist die Verkehrszeichen-Erkennung.

Greif mir nicht ins Lenkrad!

Der aktive Spurhalte-Assistent ist sowohl ein Komfort- als auch ein Sicherheitsfeature. Theoretisch fährt das Auto mit aktiviertem Distronic Plus und Spurhalte-Assistent für 15 Sekunden relativ autonom. Der Fahrer kann sich in dieser Situation zum Beispiel die Nase putzen oder der Beifahrerin sagen, wie erfolgreich ihre Oberweite ein Dirndl ausfüllt.  Soweit die Theorie.

In der Praxis und auf Spaniens Autobahnen hatte ich eher das Gefühl einen Co-Piloten an Board zu haben, der mich bevormunden will. Ständig ging es ein wenig zu weit nach links, dann wieder nach rechts. Nein – bei dieser Ausfahrt konnte mich dieses Assistenzsystem ebenso wenig überzeugen, wie der Collision Prevention Assist, der gerne auch mal vor Schildern warnt, die am Straßenrand stehen. Beides führt dazu, dass man diese Systeme im Menü deaktiviert.

Mercedes E-Klasse E400 Rückansicht

Mein erster Eindruck:

60 Jahre E-Klasse und mehr als 13 Millionen verkaufte Modelle sprechen natürlich eine klare Sprache. Die E-Klasse (auch als AMG E63) bietet Autogourmets ein schmackhaftes Menü aus Komfort, Effizienz und echtem Nutzwert.

Erwachsen und souverän wirkte die E-Klasse schon immer, aber auch Spaß befreit und verstockt wie ein Preußischer Beamtenanwärter. Ich hatte immer das Gefühl, man würde sich selbst zu ernst nehmen, keinen Raum für Fehler lassen wollen. Doch dieser Wunsch nach Perfektion – unter dem Diktat der Kosten- Nutzenrechnung, sorgte vor allem im Falle der Limousine für einen emotionslosen Charakter. Wirkliche Sympathie-Punkte waren schwer zu vergeben.

Den großen Kühlergrill des AMG-Modells und des Avantgarde-Modells, mit dem fast ebenso großen Mercedes-Stern darin, kann man mögen, muss man nicht – auf jeden Fall polarisiert er ebenso wie die großen Luftöffnungen in der Stoßstange. Dank der neuen Scheinwerfer wirkt die Front nun stimmiger und die Seitenlinie wirkt nach dem Wegfall der Reiterhosen über den hinteren Radkästen, frischer, zeitloser und schlicht gestreckter.

Mercedes E-Klasse Vieraugen neu

Was der Hersteller gesagt hat:

Ein Auto für Menschen, die wissen was gut ist!

Was mir besonders positiv aufgefallen ist: 

Die Sitzposition, das Gestühl an sich und die gesamte Ergonomie im Fahrzeug ist schlichtweg perfekt. Ebenso gut gefällt mir das Gefühl der Lenkung (ohne den nervösen Assistenten!) und die neuen Motorisierung. Hier sticht ein Motor als „perfekte“ Antriebsquelle hervor: Der 350er Diesel ist genau der Motor, den ich als Käufer einer E-Klasse erwarten würde. Kraftvoll bis dominant im Antritt, perfekt harmonierend mit der Siebengang-Automatik. Die 620 Nm seines 3 Liter großen V6 haben mir genau das Gefühl von souveräner Kraft vermittelt, dass ich beim Anblick der bald fünf Meter langen Limousine erwarte.

Doch es geht auch anders. Mercedes-Benz bietet dem Käufer die enorme Bandbreite von 6 Dieselmotoren und 6 Benzinmotoren und anstelle von Kompressoren, läuft nun auch „beim Daimler“ fast alles unter dem Druckverhältnis moderner Turbomotoren.

Den Anfang macht ein 136 PS starker Diesel im E 200 CDI und am anderen Ende des opulenten Menüs wartet der 585 Ps starke V8 Bi-Turbo auf mutige und mehr noch, auf extrem solvente Käufer.

Mercedes-Benz E-Klasse Detailaufnahme

Was kann er besser als seine Mitbewerber?

Mir fällt erst einmal kein Mitbewerber ein, der in dieser Klasse diese extreme Spannweite an Leistungs-Varianten und Modellversionen anbietet. Vom Taxi E200 CDI bis hin zum Extrem-Sportler E63 AMG, der im übrigen nun mit Allrad verfügbar ist – die neue E-Klasse bietet eine beeindruckende Fülle an Variationen auf!

Mercedes Benz E-Klasse Uhr

Worin sind die Mitbewerber besser?

Das Angebot an „alternativen Antrieben“ ist überschaubar. Gerade einmal eine Hybrid-Variante ist im Angebot. Mitbewerber Lexus wird aufatmen, hätte man doch erwarten können, dass Daimler auch endlich mit PlugIn-Hybriden und einem stillen Benzin-Hybriden in den Ring steigt.

Mercedes E350 in Barcelona

Faktenlage:

  • Die neue E-Klasse fängt bei 136 PS an und endet bei 585 PS.
  • Alle Motoren sind Turbomotoren mit Diesel- oder Benzin-Direkteinspritzung.
  • Es gibt keinen Mitbewerber am Markt, der mehr Assistenzsysteme anbietet.
  • Der E63 AMG kommt als „S-Modell“ in Serie mit dem 4matic Allradantrieb.
  • Das Display des Comand-Systems ist noch immer zu klein!

Fazit – Diese neue E-Klasse ist …

.. die beste E-Klasse aller Zeiten. Soweit sind meine Erwartungen erfüllt. Hätte ich heute die famose Chance, mir eine Business-Class Limousine als Dienstwagen sichern zu können, ich wäre vermutlich schon lange im Konfigurator auf der Mercedes-Benz Seite und würde mir überlegen, welche Extras ich weglassen kann, damit ich meinen Wunsch-Motor wählen kann.

Die E-Klasse bleibt ein anspruchsvolles Fahrzeug, mit einer ebenso anspruchsvollen Liste voller Sonderausstattungen und dank vieler Sicherheits- und Assistenzsystemen, ist die E-Klasse auch mächtig „intelligent“ geworden.

Die Oberklasse wird bei Daimler jedoch auf den Namen „S“ hören, dafür bekommen dank breiter Palette an Motoren und Ausstattung, auch die, die sich selbst nicht zum Kreis der Besserverdiener zählen, die Chance auf „ihre E-Klasse!“.

 

Mercedes-Benz | Die neue E-Klasse | Galerie und Informationen

E wie effizient – aber ebenso intelligent und emotional will sie sein, die neue Mercedes-Benz E-Klasse. Das volle Paket an Bildmaterial und neuen Informationen darf heute veröffentlicht werden und nach den ersten richtigen Fotos gestern, nun noch einmal alle neuen Fotos und alle wichtigen Informationen zur neuen:

Mercedes-Benz E-Klasse

Mercedes hat die Formensprache der E-Klasse überarbeitet und wird mit einem „Intelligent Drive“ genannten Paket aus Komfort und Sicherheit, elf neue und oder optimierte Assistenzsysteme die eigentlich in der neuen S-Klasse Weltpremiere feiern sollten, für eine „state of the art“ Position im Segment der Premium-Mittelklasse sorgen.

Erstmals werden Assistenzsysteme Einzug halten, die Unfälle mit querenden Verkehr und Fußgängern verhindern können. Ebenso wird es in der neuen E-Klasse ein blendfreies Dauerfernlicht geben. Sicherheit und Komfort ist die eine Seite – ebenso wichtig ist der Fortschritt in punkto Effizienz und Ökologie.

Intelligent Drive war mir vor ein paar Wochen noch als Paket an Assistenz- und Sicherheitssystemen bekannt, die eigentlich erst in der neuen S-Klasse Premiere feiern sollten – nun aber wird Mercedes das überaus umfangreiche Modellpflegeprogramm an der E-Klasse als Chance nutzen, um diese clevere Technik auch in die neue E-Klasse zu bringen. Damit festigt Mercedes-Benz die eigene Stellung als Pionier in der Sicherheitstechnik.  (Jens von rad-ab.com hat sich explizit den Assistenzsystemen gewidmet – ein klick lohnt sich!)

GALERIE

Die Front

Vollständig überarbeitet erscheint die Front nun mit einem „Vier Augen Gesicht“, das durch die fließende Gestaltung unter einem gemeinsamen Scheinwerferglas gebildet wird. In Serie wird die neue E-Klasse LED-Tagfahrlicht und Abblendlicht erhalten, gegen Aufpreis werden auch reine „Voll-LED-Scheinwerfer“ angeboten.

Die Frontgrillgestaltung der Basis-Version und der Ausstattungslinie ELEGANCE wird mit einem klassischen Kühlergrill mit 3 Lamellen ausgeführt, die AVANTGARDE-Linie wird jedoch ein sportlicheres Gesicht erhalten und den Daimler-Stern zentral im Grill als Logo tragen.

Sportlicheres Stoßstangendesign mit großen Kühlluft-Nüstern und einer dezenten Spoilerlippe unterstreicht den Anspruch an Agilität der neuen E-Klasse. Zudem fallen in der Stoßstange die Kirmes-LED-Tagfahrleuchten weg.

Seitenlinie

Mit einer neuen Charakterlinie wirkt die E-Klasse von der Seite nun gestreckter und optisch länger, sowie flacher als bisher.  Eine dynamische Gelassenheit soll von der Seitenansicht ausgehen.

Markantes Heck

Stoßfänger und Auspuffendrohre wurden überarbeitet und zusammen mit der neuen Rückleuchtengrafik wird die neue E-Klasse auch von hinten betont kräftig und wird dank einem charakteristischem Nachtdesign mit großem Wiedererkennungswert unterwegs sein.

Hochwertiges Interieur

Im Innenraum will Mercedes-Benz mit neuen und hochwertigeren Materialien überzeugen. Scharfe Radien und präzise geführte Fugen sollen einen hochwertigen Eindruck des großzügigen vermitteln.  Neu ist eine zweiteilige Zierblende die sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts streckt. Hier können die Kunden unabhängig von der Ausstattungs-Linie zwischen Aluminium und Holz-Dekor wählen.

Der Schalthebel ist hinter das Lenkrad gerutscht und befreit die neu gestaltete Mittelkonsole.

Intelligent Drive

Was mit PRE-SAFE begann und mit der DISTRONIC PLUS seine Fortsetzung fand, führt bei Mercedes-Benz nun zu einer völlig neuen Dimension des Autofahrens: Komfort und Sicherheit sollen miteinander verschmelzen. Mercedes-Benz nennt dies „Intelligent Drive“. In der E-Klasse feiert eine Vielzahl neuer oder optimierter Systeme aus der künftigen S-Klasse Weltpremiere und macht das Autofahren komfortabler und sicherer.

Folgende Assistenzsysteme stehen für die neue E-Klasse zur Verfügung:

  • DISTRONIC Plus
  • Bremsassistent Plus
  • Pre-Safe Bremse
  • Pre-Safe Bremse Plus
  • Aktive Spurhalte-Assistent
  • Adaptive Fernlicht-Assistent Plus
  • Aktive Park-Assistent
  • Verkehrszeichen-Assistent
  • 360° Kamera

Motor und Antrieb

Mercedes-Benz setzt in der E-Klasse nur noch Motoren mit Aufladung ein und vertraut sowohl bei Benzin- als auch bei Dieselmotoren ausschließlich auf Direkteinspritzer. Vollvariable Nockenwellenverstellung für die Ein- und Auslassventile, Piezo-Einspritzdüsen und Mehrfunken-Zündkerzensysteme gehören zu den Highlight einer überarbeiteten Motorengeneration.

Der neue BlueDIRECT Vierzylinder-Turbobenzinmotor erfüllt bereits jetzt die EU6 Norm und wird in der E-Klasse mit einem Verbrauch von 5,8 Liter auf 100 km angegeben.

Auch neu: Der Bi-Turbo Sechszylinder mit der Verkaufsbezeichnung E400 – der mit hohem Drehmoment und niedrigen Verbrauchswerten glänzt und ebenfalls EU6 erfüllt.

Bei den Diesel-Modellen wird es einige Modelle mit der bekannten SCR-Technik geben, die unter der Bezeichnung BluTEC geführt werden. Auch diese Modelle erfüllen die EU6-Norm

Ebenso erhältlich: Der E300 BlueTEC Hybrid dessen Vierzylinder-Dieselmotor von einem Elektromotor unterstützt werden wird und der kombiniert eine Systemleistung von 231 PS und beeindruckenden 750 Nm zur Verfügung stellen wird. Mit einem Verbrauch von 4,1l und nur 107 Gramm CO² auf den Kilometer ist dieses Modell ein echter Öko-Kleinwagenschreck im Fullsize-Limousinenformat.

Auf der Getriebeseite bleibt es beim manuellen Sechsgang-Getriebe und der Siebengang-Automatikbox die den Daimlernamen „7G-Tronic Plus“ trägt. Ebenso im Programm: Der permanente Allradnatrieb 4matic.

Fahrwerk

Beim Fahrwerk für die neue Mercedes-Benz E-Klasse trägt Mercedes besonders dick auf. Gleich vier Varianten sind im Programm:

  • Die ELEGANCE-Variante erhält das Direct Control-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem
  • In der AVANTGARDE-Variante wird das Direct-Control Fahrwerk 15mm tiefer gelegt
  • In Verbindung mit dem Sport-Paket Exterieur oder dem AMG-Sportpaket gibt es ein extra Sportfahrwerk.
  • Die V8-Modelle erhalten die Luftfederung in Serie, ebenso wie das T-Modell in Serie mit einer Luftfederung an der Hinterachse ausgerüstet wird.

Tritt in den Hintern

Auch die neue E-Klasse erhält nun einen „Hands-Free Access“ für die Kofferraumklappe, bei dem, wie von anderen Marken bekannt, mit einer Fußbewegung unterhalb des hinteren Stoßfängers die Heckklappe geöffnet werden kann.

Informationen zum Infotainment-Paket gibt es drüben bei Jan – einfach klicken, aber …

 

… zum Infotainment-Paket gibt es noch eine besondere Neuigkeit – hierzu dann aber mehr, sobald die E-Klasse offiziell im Januar auf der NAIAS in DETROIT vorgestellt wird!