Citroën C5 Tourer HDi 165 – Automatik – Fazit – Vorteile und Nachteile

Fahrbericht Citroën C5 Tourer

Vorteile & Nachteile - Fazit:

Seite 3 des Citroën C5 Tourer HDi165 Fahrbericht: Der große Kombi aus Frankreich kann durch sein perfektes Fahrwerk beeindrucken, fährt einen fulminant großen Kofferraum durch die Gegend und spielt mit dem 164 PS starken Diesel nicht die ganz kleine Nummer auf der Autobahn. Es ist vor allem eine Frage des Image - …

Fahrbericht: Mercedes-Benz E63 AMG S-Modell 4matic

Über zu wenig Leistung haben sich Fahrer eines AMG vermutlich auch in der Vergangenheit nur selten beschwert. Die Truppe um den Firmengründer Hans-Werner Aufrecht gibt Mercedes-Modellen nun seit 46 Jahren die, manchmal unnötige, Extra-Portion Leistung mit auf den Weg und ganz nebenbei, verantwortet AMG die Motorsport-Aktivitäten im Haus Mercedes-Benz.

One man, one engine

Tuning-Stall? Nein, dass hört man in Affalterbach nicht gerne. AMG ist eher zu vergleichen mit einer exclusiven Heilanstalt für PS-Suchtkranke. Und um diesen edlen Manufaktur-Charakter zu betonen gilt noch immer, auch wenn AMG seit bald 10 Jahren zum Daimler-Konzern gehört, der Grundsatz: One man, one Engine. Sichtbar wird dies unter jeder Motorhaube die man an einem AMG-Modell öffnet: Es gibt immer eine Plakette mit dem Namen des Mannes, der den Motor von Hand gefertigt hat, gut sichtbar auf dem Motor platziert. Grandios. (Und ja, es soll mittlerweile auch Frauen geben, die diese Motoren von Hand fertigen.)

 

Mercedes-Benz E63 AMG 4matic S-Modell

Im speziellen Fall der „neuen E-Klasse“ (ja, es ist „nur“ ein umfangreiches Facelift) hatte man bislang 525 PS im Angebot. Der dumpf grollende 5.5 Liter V8 wird nun in zwei Leistungsstufen angeboten: 557 PS und 585 PS im S-Modell.

Fahrbericht E 63 AMG 4matic S-Modell – 585 PS im T-Modell!

S-Modell? T-Modell? Je älter eine Baureihe wird und je mehr die Ausstattung und Serienvarianten divergieren, desto mehr zusätzliche Bezeichnungen und Erkennungsmerkmale werden notwendig.

Ich stehe an diesem Samstagmorgen in einer Tiefgarage in Barcelona, die Wände werden mit blauen Lichtspots ausgeleuchtet und soweit das Auge reicht, stehen neue E63-Modelle bereit und warten nur darauf, eine Horde Presse- und Blogger-Kollegen einzuschüchtern und zu verängstigen.  Der kurze Weg vom Hotel zur Tiefgarage hat gezeigt, die Nacht war mit Regenschauern versehen und die Straßen sind feucht. Ein idealer Umstand um sich die neue E-Klasse in der 4-matic AMG Variante zu sichern.

Denn zum ersten Mal bekommt man nun, nach dem riesen Facelift der E-Klasse, die AMG-Version dieser Business-Class Limousine mit dem Traktionsvorteil von vier angetriebenen Rädern:  4matic. Um die Vorderachse auch ordentlich mit Leistung zu versorgen, wurde gleich noch ein S-Modell aufgelegt und die Kraftkur des Bi-Turbo auf 585 PS ausgedehnt.

Fünfhundertfünfundachtzig PS.

T-Modell = Die Businessclass-Limo mit bis zu „enorm“ viel Kofferraum-Volumen. S-Modell = Die Kraftkur für die Kraftkur.  Ich lasse mich auf dem Fahrersitz nieder – stelle meine Sitzposition ein und fühle mich binnen Sekunden als integraler Baustein dieser abgehobenen Welt aus liebevoller Verarbeitung, edler Materialien und perfekter Ergonomie. (Mich stört zum Beispiel die leichte Mittelachsen-Verschiebung des Lenkrads deutlich weniger, als Kollege Sebastian Bauer von passiondriving.de)

Ich gestehe, ich war nervös – bevor ich den Schlüssel des Berserker umdrehen durfte. Tschaka-tschaka-Vrooooommmm…

Es geschah im gleichen Augenblick, in dem auch der erste der acht Zylinder zündete, jedwede Aufregung wich einer fast erotischen Begeisterung, einem Adrenalin-Schub, einer Veränderung in der Wahrnehmung der weltlichen Probleme. Sollten doch die anderen über Benzinverbrauch und Benzinpreise diskutieren, über den Wertverlust von Luxus-Sportlern oder die Frage nach dem Neidfaktor.

Sobald der V8 seine Lebenszeichen, durch die Wände der Tiefgarage dutzendfach reflektiert, zum Ohr des Fahrers schickt, verändert sich etwas in der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt.

Automobile Erotik

Das erste Date mit der Traumfrau oder die ersten Stunden in einer automobilen Pretiose dieser Leistungsklasse. Ich kann mich nur schwer entscheiden welche Wahl ich treffen würde, wäre ich in meinem Leben nun vor die Wahl gestellt nur noch eines von beidem, nur noch einmal, erleben zu dürfen.

Obwohl – ich bin glücklich verheiratet, die Entscheidung ist getroffen.

Als wir die Tiefgarage verlassen und hinaus auf die Straßen Barcelonas fahren wird mir zum ersten Mal bewusst, welche Urgewalt man in Affalterbach unter die Haube der sonst so oft als Taxis missbrauchten E-Klasse gepackt hat.  Eine steile Tiefgaragenausfahrt mit nassem Beton als Oberfläche? Es sind nur kurze Zucker mit dem Gaspedal notwendig. Die Traktion des 4matic und die 800 Nm des V8 Bi-Turbo sorgen nicht dafür, dass die E-Klasse die Rampe hinauf fährt, sondern drehen den Rest des Erdballs in die richtige Richtung, so dass jede Form von Winkeln, Rampen und Steigungen per Korrektur der Erdumdrehung revidiert werden.

Effektiv – früher hätte man die Tiefgarage beliebig in wohl riechenden Gummi-Qual gehüllt. 

Als ich die Autobahn aus der Stadt hinaus nehme und kurz später das bergige Hinterland Kataloniens erreiche, hat sich mein peripheres Nervensystem nur schwerlich an das opulente Leistungsangebot gewöhnt. Zu jeder Zeit – in jedem Sternensystem – per Gaspedal-Bewegung ausgelöst, verändert sich die Wahrnehmung von Zeit und Raum. Zeit und Raum. Gerade als T-Modell extrem doppeldeutig und zugleich ernsthaft voller Sinnhaftigkeit.

Dank Allradantrieb kann man nun endlich die fast unanständig hohe Motorleistung in echte Beschleunigung umsetzen. Nicht nur gerade aus, auch quer. (Kollegen die im 557 PS starken E63 ohne 4matic unterwegs waren, haben da andere Erfahrungen gemacht)

 

Fährste quer ..

Mehr als 500 PS und das Drehmoment einer Dampflok auf der Hinterachse, da bedarf es zum führen eines sauberen Strichs auf der Landstraße nicht viel. Üblicherweise war es sogar sehr leicht, gleich zwei Striche zu ziehen. Schwarz und je 285 Millimeter breit. Bei großem Engagement dann gerne auch von Kurve zu Kurve. War der Lenker mit dem großen Herz und dem Ehrgeiz eines Herrenfahrers hinter dem Steuer, dann bedurfte es jedoch, wollte man die Kraft der in Aluminium-Laufbuchsen gepressten Naturgewalt nicht in blauem Rauch verpuffen lassen, eben soviel Konzentration, wie dies notwendig wäre – wollte man eine Guillotine zum schneiden der Fingernägel einsetzen.

Das Beste oder nichts.  Und in Affalterbach hatte man ein einsehen.

Verteilt man jedoch die aberwitzige Kraft von 800 Nm auf vier Räder, dann steigt die Chance, möglichst viel davon direkt in Vortrieb zu wandeln.

Auf den verwinkelten Bergstraßen rund um den Montserrat im hügeligen Hinterland Barcelonas sollte der neue E63 beweisen, wozu sein Allradantrieb in der Lage ist. Auf über 1.000 m war es an diesem Samstag Morgen nicht nur kühl, sondern auch feucht und wer dachte, die Menschen aus Affalterbach hätten die Guillotine vergessen, der wurde nun eines besseren belehrt.  Imitiert der allradgetriebene E63 beim Launch-Control Start noch das Space Shuttle und startet ebenso beeindruckend in einen ganz eigenen Sportlimousinen-Orbit, so sollte man auch auf einem frischen Asphaltband immer an die brutale Macht eines Fallbeiles denken, wenn man von Kurve zu Kurve sprintet und Wolken die Straße feucht werden lassen.

Nie zuvor in meinem Leben bin ich einen Fünfsitzer mit 1.900 Liter Laderaumvolumen und Allradantrieb gefahren, der so brutal, so gemein, so abartig schnell aus den Kurven heraus zieht. Eine aberwitzige Vorstellung von Wucht und Potenz. Doch auch ein Allradantrieb kann die Physik nicht überwinden und AMG hat die Kraft statisch verteilt. So sind 33 Prozent für die Vorderachse und der Rest – (im Falle des AMG müssen es mehr als 67 % gewesen sein!) für die Hinterachse. Bei ausgeschaltetem ESP ..  (ESP Off ist freilich nur ein „Handling Mode“ und wäre unsere Badische Guillotine unkontrolliert durch die Leitplanken geschossen, dann wäre das ESP auf dem langen Flug ins Tal zurück gekommen und hätte die Situation sicher entschärft) … 

.. im Handling Mode

Dem Wörterbuch der motorjournalistischen Superlative fehlt das Kapitel für den „AMG E63 S-Modell 4matic“, drum kann ich nur als Laie beschreiben, was passiert wenn man diesen Zweitonner im ESP-Handling Mode über feuchte Bergstraßen fliegen lässt:

Hin- und her gerissen davon, einen Herzstillstand durch eine Adrenalin-Überdosis zu riskieren und einer – aus Angst vollgeschissen Unterbuxe, verfliegt jedes Gefühl für die Unwägbarkeiten des Alltags. Dort Bremspunkt, da, nein, vorbei, Achtung, egal, Druck, Traktion, Abflug, Nein, Mehr, Leistung. 

 

Fazit:

Am Ende des Tages bleibt nur völlig leere. Wohltuend. Eine beinah sexuelle Befriedigung nach enorm belastenden Stunden. Müde aber glücklich. Mit der Erfahrung, dass man auch als Familienvater noch die Möglichkeit hat, ein Automobil zu kaufen, dass den Beifahrer die Buxe vollmachen lässt und Samstagsabends, wenn im Schlafzimmer das Aspirin aus dem Schrank geholt wird – eine mehr als faire Alternative darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

Cadillac vs. Mercedes Benz

Natürlich – würde ich in den USA leben und für 3 Liter Sprit soviel bezahlen wie bei uns für einen -dann, ja dann wäre das ein interessanter Vergleich. Aber mal völlig abseits der Innenraumverarbeitung und der absolut nicht vergleichbaren Raumfülle ist der Vergleich ganz lustig.

 

370Z – Die erste Woche

Die erste Woche mit dem 370Z ist vorbei und ich muss gestehen, ich bin noch immer überrascht – aber ich habe auch Kritikpunkte gefunden. So ist natürlich nicht alles was laut brumm macht, automatisch schnell – aber der 370Z scheint seinem Piloten gerne über den Geräuschpegel mitteilen zu wollen, wie schnell man gerade ist.

Ob es nur an den Bridgestone Reifen liegt, oder eine Sache der Schalldämmung im 370Z ist, kann ich noch nicht eindeutig sagen. Sagen kann ich aber, der 370Z ist laut.

Zumindestens subjektiv wird aus einer flotten Autobahnhatz auch ein Spektakel für die Ohren.  Und auf langen Strecken stört wie so oft bei japanischen Modellen, die zu kurze Sitzfläche des Gestühls.

Der Verbrauch des großvolumigen V6 Saugmotors lässt sich auf Werte um die 10l im Schnitt drücken, dann ist man aber nicht immer nur im Schleichmodus unterwegs – sondern kann, dann und wann und bei 90° Öltemperatur die sechs Zylinder ordentlich auf die Kurbelwelle eindreschen lassen.

Der V6 ist – trotz des Hubraums von 3,7l kein Langhuber – sprich: Die Bohrung ist größer als der Hub der Zylinder – das verschafft dem V6 in Zusammenarbeit mit dem vollvariablen Ventil-System im Zylinderkopf eine beachtliche Drehfreude.  Bei 5.000 kommt nochmal richtig leben in die Bude und der Motor dreht locker und befreit bis kurz über 7.000 U/min.

Eigentlich hat der 370Z alles was man zum Erfolg benötigt.

Eine scharfe Form, einen sexy Arsch und einen potenten Motor. Woran liegt es, daß der 370Z bei uns nur ein Nischendasein führt?

 

Elektroautos und Renault und ein Blog

Bjoern hat ein Problem mit Elektroautos. Er glaubt nicht so recht daran und er hat viele Buchstaben in sinnvollen Sätzen zusammen gebracht um seine Meinung zu „verbloggen“.

Mit Bjoern rede ich allerdings nicht von mir in der Dritten Form, sondern von Björn Gutmann vom „automobil-blog.de“.

Bjoern ist auf das Elektroauto Blog von Renault gestossen, so wie er schreibt, durch einen TV-Werbespot. Da war er wohl erst einmal verblüfft. Und ja, als ich vor einigen Wochen das erste mal über das Blog gestolpert bin, war ich auch verblüfft. Der erste Gedanken: Noch ein Blogger der um Pageviews kämpft. Also wie üblich, erst einmal einen kurzen Blick ins Impressum werfen. Da war die Verblüffung gleich noch einmal angewachsen, denn dieser Elektrauto-Blog mit dem schnittigen Titel: Elektroauto-start.de wird von Renault Deutschland betrieben. *Baff*

Soweit sind wir dann also doch schon, ein Blog und seine typischen Merkmale eingesetzt von einem Automobil-Unternehmen um ein aktuelles Thema zu behandeln.  Als ich zum ersten Mal über Elektroauto-Start.de gestolpert bin, war die Seite noch sehr jung und frisch und hatte nur wenig Inhalte zu bieten. Mittlerweile wächst der Blog und selbst Nicole Y. Männl hat sich bereits im Blog mit einem Fahrbericht verewigt (Und sie hat auch eine eigene Meinung zum Beitrag von Björn)

Nun hat der ganze Beitrag für mich 2 Schwerpunkte: 

Zum einen das Problem von Björn mit Elektroautos, zum anderen die Vorgehensweisen der Renault-Verantwortlichen.

Zu Björns Thema kann man nur sagen: Natürlich hat er, Stand heute, Recht. Doch wenn man nicht beginnt, dann wird es keine Entwicklung geben. Es gibt also einen Zeitpunkt X an dem man mit der Umsetzung einer Idee anfangen muss, sonst erreicht man zum späteren Zeitpunkt keine Perfektion. Der Zeitpunkt X ist für das Elektroauto überfällig und abseits der Frage nach Kosten und Reichweite muss eine Entwicklungslawine angestoßen werden.

In diesem Sinne finde ich auch den Aktionismus von Renault, mit einem auf den ersten Blick „freien“ Elektroauto-Blog (der beim zweiten Blick ein klares Branding besitzt) das eigene Marketing zu unterstützen, schlichtweg richtig bis genial.

Ich persönlich bin überzeugt von der Notwendigkeit des Elektromobils und glaube auch an einen möglichen Erfolg. Mobilität wird immer ein Grundbedürfnis der Gesellschaft bleiben und mit genügend Solarzellen auf dem Dach und ohne Energie aus Braunkohle und anderen nicht regenerativen Energiequellen wird der Traum vom CO2-freien Autofahren zur Realität werden. Nein, nicht heute – und vermutlich auch morgen früh noch nicht.  Es muss jedoch begonnen werden. Man möchte sich nicht vorstellen was passiert wäre, hätten sich die Herren Daimler und Benz, oder Henry Ford durch Schwierigkeiten und Rückschläge entmutigen lassen und hätten die Entwicklung des Automobils nicht fortgeführt.

Der zweite Punkt ist der Weg den Renault mit diesem Blog geht. Mir gefällt die Idee, mir gefällt die Umsetzung.  Und es gefällt mir deswegen sehr gut, weil Nicole sich mit einem Testbericht eines Elektro-Renault einbringen konnte.

Damit hat Renault einen zweiten richtigen Schritt getan. Was bei anderen Konzernen noch als ein Problem mit der „Unternehmens-Compliance“ dargestellt oder gar verstanden wird, hat Renault mit einem Mehrwert für alle Beteiligte gelöst. Chapeau und Glückwunsch dazu.

Gleich zweimal das richtige getan…

 

Metapher

Meine Fahrberichte sind das literarische Äquivalent eines Big Mäc mit einer großen Portion Pommes.

Kennst Du den verführerischen Duft von frischen Burgern und die alles erfüllende Leidenschaft Deiner Zunge, nach dem das  Verlangen nach stark gesalzenen und in kochendem Fett zu Cholesterin-Stäbchen metamorphierten Kartoffelbruchstücken befriedigt wurde?

Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, der steht auf diese unvernünftige und kurzweilige Form der Informationversorgung.

Auto-Geblogger ist nur eine weitere Form der subliteralen Versorgung der hungrigen Motorfan-Seele.  Vor allem aber entspricht es unserem Zeitgeist. Informationen sucht man nicht mehr, von Informationen wird man heimgesucht.

Nur wer mit einer gut sortierten Küchenausstattung und vorgefertigten Worthappen diese unstillbare Lust der Netz-Informations-Agnostiker befriedigen kann, wird mit erfolgreichem Wachstum belohnt.

Angelangt an einer kritischen Masse der Besucherströme überlegt man sich, in der Küche des Fastfood-Journalismus stehend, ob es der Lebenssinn sein darf, die Output-Quote über den Nährwert zu stellen.

Gefangen im Hamsterrad…wieder einmal…