Citroën C5 Tourer HDi 165 – Automatik – Fazit – Vorteile und Nachteile

Fahrbericht Citroën C5 Tourer

Vorteile & Nachteile – Fazit:

Seite 3 des Citroën C5 Tourer HDi165 Fahrbericht:
Der große Kombi aus Frankreich kann durch sein perfektes Fahrwerk beeindrucken, fährt einen fulminant großen Kofferraum durch die Gegend und spielt mit dem 164 PS starken Diesel nicht die ganz kleine Nummer auf der Autobahn.

Es ist vor allem eine Frage des Image – auch heute noch.

Die Vorurteile der Dienstwagen- und Familienkombi-Besitzer gegen einen Franzosen sind vielfältig. Im Falle des C5 kommt zudem die Frage nach der Dauerhaltbarkeit des Hydropneumatischen Fahrwerks hinzu. Hierzu kann ich nach 14 Tagen nichts sagen, wohl aber über die Qualität im Innenraum.

Es klappert nichts – und es rappelt nichts.

Geht es nach meinen Vorurteilen, dann ist es natürlich erst einmal verwunderlich – aber der C5 Testwagen war vorbildlich verarbeitet und bot beim Thema Qualität und Haptik im Innenraum keine Kritikpunkte.

Vorteile:

  • Unschlagbare Fahrwerkstechnik
  • Sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis
  • Viel Platz im Innenraum

Nachteile:

  • Das Image

Der Verbrauch:

  • Alltagsfahrer ohne Sparfuß: 7.1 Liter auf 100 KM
  • Öko-Experte mit grünem Zeh:  5.6 Liter auf 100 KM
  • Außendienstler mit Vollgas-Lust: 8.8 Liter auf 100 KM

Das war perfekt:

  • Der Federungskomfort
  • Der leise und kräftige Motor
  • Die feinen Ausstattungs-Details

Das habe ich vermisst:

  • Eine bessere Automatik. Hier bleibt Platz für Nachbesserungen.

citroen C5 Lenkrad Nabe

Bewertung:

Komfort – 21 von 25 Punkten

  • Federung leer:  5 von 5 Punkten
  • Federung beladen:  5 von 5 Punkten
  • Fahrgeräusche innen: 4 von 5 Punkten
  • Serien-Ausstattung: 4 von 5 Punkten
  • Assistenzsysteme: 3 von 5 Punkten

Fahrverhalten – 20 von 25 Punkten

  • Kurvenhandling: 4 von 6 Punkten
  • Stabilität V/Max:  6 von 6 Punkten
  • Fahrspaß subjektiv: 2 von 3 Punkten
  • Beschleunigung: 3 von 4 Punkten
  • Grenzbereich: 5 von 6 Punkten

Kosten – 18 von 25 Punkten

  • Grundpreis: 5 von 6 Punkten
  • Aufpreisliste:  5 von 6 Punkten
  • Verbrauch: 5 von 6 Punkten
  • Wartung: 2 von 3 Punkten
  • Wertverlust: 1 von 4 Punkten

Antrieb – 15 von 25 Punkten 

  • Laufkultur des Motors: 5 von 6 Punkten
  • Beschleunigung: 3 von 5 Punkten
  • Höchstgeschwindigkeit: 3 von 4 Punkten
  • Getriebe: 2 von 4 Punkten
  • Traktion: 2 von 6 Punkten

Citroen C5 Tourer Seitenansicht Feld

Punktzahl gesamt: 74 / 100 Punkten

Fahrbericht Citroën C5 Tourer –  Das Fazit:

Der große Kombi von Citroën erfüllt nur zum Teil die Vorurteile, die ich so habe, denke ich an französische Automobile und den Lebensstil unserer Nachbarn im Westen.

Das Lenkrad mit seiner fest stehenden Nabe und dem nur darum herum drehen Lenkradkranz zum Beispiel, das ist für mich so typisch unkonventionell und damit auch typisch Citroën.  Völlig untypisch empfand ich jedoch die Verarbeitungsqualität und auch die Materialwahl im Innenraum. Da wollte so gar kein Eindruck von „Laissez-faire“ aufkommen und auch für das „Kontakteinparken“ wie man es in Paris praktiziert, scheint der C5 einfach zu schade.

Dafür gerade zu unverschämt gut – der Federungskomfort des C5 mit Hydropneumatik. Es bleibt abzuwarten, wie Citroën die Zukunft des großen Kombi gestalten wird, hatte man doch zum Beginn des Jahres die Oberklassen-Limousine C6 still und heimlich von unserem Markt genommen. Dieses Schicksal dürfte dem C5 erspart bleiben – bleibt dann nur zu hoffen, dass Citroën weiter an den Stärken des C5 feilt und die kleinen Schwächen (z.Bsp. das weniger komfortable Automatikgetriebe) ausmerzt.

Einen guten Grund, den C5 Tourer HDi 165 nicht bei der Wahl des nächsten Dienst- oder Familienkombis zu berücksichtigen, konnte ich nicht finden.

Der C5 ist viel mehr ein Geheimtipp für Menschen, die den Nerz eher nach innen tragen und bei Frankreich nicht nur an frivoles Pariser Nachtleben, Schnecken auf der Speisekarte und schlechte Autos denken!

…zu den technischen Daten… >>>

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Vielen Dank an den Automobil-Hersteller Citroën für die Bereitstellung des Testfahrzeuges!
Text/Foto: Bjoern Habegger

Mercedes-Benz S-Klasse – Wie riecht maximales Wohlbefinden?

Es liegt in der Natur der Sache das ein Top-Modell einer Premium-Marke eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen hat. Wer „Mercedes-Benz“ sagt, der meint eine Mischung aus Komfort, Wertigkeit, Qualität und Sicherheit. Wer „Mercedes-Benz S-Klasse“ sagt, der meint damit die pure Form dieser vier Faktoren – die Essenz der Automobilen Oberklasse, die Spitze des Automobilbaus.  Der Markteintritt einer neuen Mercedes-Benz S-Klasse ist für die automobile Fachwelt immer ein besonderes Ereignis und seit „der Daimler“ den Schlachtruf: „Das Beste oder Nichts“ ausgegeben hat – wird jeder Schritt und jedes Modell mit besonderer Argwöhn beurteilt. Und der Generationen-Wechsel der S-Klasse macht hier keine Ausnahme – im Gegenteil.

Mercedes-Benz S-Klasse | Für alle Sinne

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Im Netz schwirren die ersten enttarnten Fotos der neuen S-Klasse umher, doch noch halten sich die Stuttgarter bedeckt mit Informationen, wann und wo das neue Luxus-Modell der Schwaben öffentlich präsentiert wird.

Im November des letzten Jahres konnte ich mir bereits einen Eindruck über die neuen Assistenzsysteme der kommenden S-Klasse W222 verschaffen. Zum Teil sind diese Systeme  bereits mit dem Facelift der E-Klasse in der Businesswagen-Liga unterhalb des Luxusdampfers „S“ angekommen, aber ich vermute man hat in Stuttgart noch nicht alle Karten aufgedeckt – und warte daher gespannt auf die Premiere des neuen Schwaben-Flaggschiffes.

Bis es soweit ist, präsentieren die Mercedes-Mannen ein paar ausgewählte Features der neuen S-Klasse, vor einer begrenzten Anzahl von Journalisten.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Eine frische Brise

Wikipedia weiß zu berichten, dass der Mensch bis zu 10.000 Gerüche unterscheiden kann und für uns bedeutet dies, viel mehr als die Möglichkeit auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt den besten Glühweinstand zu finden. Der Mensch verbindet dutzende von unbewussten Ereignissen mit Gerüchen und ohne darüber nachzudenken werden wir beeinflusst von Erinnerungen an wohl riechende oder weniger gut riechende Ereignisse. Der Geruch einer Arztpraxis oder süßliches Parfum der ersten Freundin – wir verknüpfen Gerüche mit betont vielen Emotionen.

Was Mercedes-Benz für die neue S-Klasse präsentiert, geht über die simple Idee eines Duftbaumes hinaus. Auch das simple hinzustellen eines Parfum-Flacons ist für die Tüftler in Stuttgart nicht genug gewesen. Ein emotionaler Moment, dank ausgewählter, persönlicher, Düfte sollte geschaffen werden und dies am liebsten über einen langen Zeitraum.

Um diese besondere Form der emotionalen Erinnerungen zu wecken und ein Klima des „wohlfühlens“ zu gestalten, hat man im Handschuhfach der neuen S-Klasse einen Platz geschaffen, an dem der Besitzer einen speziellen Duft-Flakon platzieren kann.  Von hier wird sich die Beduftungs-Anlage (optional!) in Intervallen am Duftvorrat bedienen.

Zum Start weg wird es vier Düfte geben.   Aber auch leere Flakons, so das der Kunde seine eigenen Düfte ebenso verwenden kann.  Die Duftspender von Mercedes sollen jeweils für 12 Monate ausreichen.

Die Namen der vier Erstlings-Düfte mit dem Daimler-Stern sind: Nightlife Mood, Sports Mood, Downtown Mood und Freeside Moode. Ich würde gerne konkret beschreiben, wie diese Gerüche auf mich wirken, aber ich betreibe ja keinen Parfum-Blog, dafür gibt es andere: http://www.alzd.de/ – Doch soviel kann ich verraten: Von einer fruchtig, indischen Brise die den Hauch einer verwunschenen Waldlichtung transportiert, bis hin zu einer Welt aus Zitrusfrüchten, Metall und Neuwagenleder mit fast schon steril wirkender Techniknote reicht das aktuelle Angebot der Daimler-Düfte 🙂 Geile Sache, das.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Ein stiller Moment

Je leiser ein Auto im Alltag wirkt, desto edler wirkt es auch. Ein Fahrzeug das seine Insassen vor nervigen Geräuschen bewahrt, wirkt ebenso entspannend. Für Mercedes-Benz war es daher Ziel, die Quellen und Ursachen für Eigengeräusche der neuen Luxus-S-Klasse schon bei der Konstruktion auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Auto leise zu bekommen, indem man es mit Dämmstoffen zustopft ist nicht schwierig. Sorgt aber für massives Übergewicht des Fahrzeuges. Auch eine Möglichkeit ist die Verwendung von Gegenschall-Systemen auf Basis von HiFi-Hightech und Lautsprechern. Mercedes-Benz wollte aber nicht gegen die Geräusche arbeiten, sondern zielte in der Konstruktion darauf, bewusst Geräuschquellen von Anfang zu eliminieren.  In Zeiten der CO² Diskussion und steter Verbrauchsoptimierung macht dieser Weg mehr Sinn, anstelle Lärmquellen wegzudämmen oder mit Hightech zu beschallen.

Im Falle der S-Klasse hat man sich daher auf zwei Konzeptionelle Punkte konzentriert:

Schwingungen und Aerodynamik.

In aufwendigen Computer-Simulationen hat man mögliche Störquellen entdeckt und Lösungen dagegen gefunden. Vor allem im Bereich Aerodynamik will man extrem große Fortschritte gemacht haben. Denn wo sich der Wind nicht lange aufhalten muss, da entstehen erst gar keine Geräusche. Die neue S-Klasse soll mit einem famosen cW-Wert glänzen – leider wurde noch keine fixe Zahl genannt.

Ein aufregende Zeit

Während auf der einen Seite die störenden Schallquellen, mechanische-  und Windgeräusche minimiert wurden, hat man auf der anderen Seite für noch mehr Klang gesorgt. Ein Ballsaal auf vier Rädern – das soll die neue S-Klasse werden, für die Kunden, die ihre neue S-Klasse mit der optionalen Burmester-Soundanlage ausrüsten.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

24 Lautsprecher – 1.540 Watt Leistung – 3 Prozessoren für den optimalen Klang und ein Frontbass-System, dass wie im neuen SL, Teile der Karosserie-Struktur für eine optimierte Klangentwicklung nutzt.

Die Demonstration dieser Soundanlage war umwerfend. Ein gnadenloses Beispiel dafür, wie man aus schnöden Schallwellen einen Konzertsaal imitiert. Dazu ein Kickbass der – ist man nicht darauf vorbereitet – akute Herzinfarkt-Gefahr auslösen kann. Zumindest wenn die Käufer der S-Klasse weiterhin so alt sind, wie ich dies derzeit erwarte.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Emotionen

Die S-Klasse war für viele Besitzer vermutlich auch bisher schon eine Art drittes Zuhause, mit der neuen Version wollen die Stuttgarter dieses Zuhause noch emotionaler, noch wertiger, noch liebevoller gestalten.

Die Details dich ich bislang erleben konnte, vermitteln mir das Gefühl – dieses Ziel könnte erreicht werden.

Ob die neue S-Klasse deshalb auch wieder zum „besten Auto der Welt“ wird, nun – da werden wir warten müssen, bis man in Stuttgart die Schleier endgültig lüftet. Aber die erste Duftmarke ist gesetzt!

 

Fahrbericht: Mercedes-Benz E63 AMG S-Modell 4matic

Über zu wenig Leistung haben sich Fahrer eines AMG vermutlich auch in der Vergangenheit nur selten beschwert. Die Truppe um den Firmengründer Hans-Werner Aufrecht gibt Mercedes-Modellen nun seit 46 Jahren die, manchmal unnötige, Extra-Portion Leistung mit auf den Weg und ganz nebenbei, verantwortet AMG die Motorsport-Aktivitäten im Haus Mercedes-Benz.

One man, one engine

Tuning-Stall? Nein, dass hört man in Affalterbach nicht gerne. AMG ist eher zu vergleichen mit einer exclusiven Heilanstalt für PS-Suchtkranke. Und um diesen edlen Manufaktur-Charakter zu betonen gilt noch immer, auch wenn AMG seit bald 10 Jahren zum Daimler-Konzern gehört, der Grundsatz: One man, one Engine. Sichtbar wird dies unter jeder Motorhaube die man an einem AMG-Modell öffnet: Es gibt immer eine Plakette mit dem Namen des Mannes, der den Motor von Hand gefertigt hat, gut sichtbar auf dem Motor platziert. Grandios. (Und ja, es soll mittlerweile auch Frauen geben, die diese Motoren von Hand fertigen.)

E63 AMG Seite

Mercedes-Benz E63 AMG 4matic S-Modell

Im speziellen Fall der „neuen E-Klasse“ (ja, es ist „nur“ ein umfangreiches Facelift) hatte man bislang 525 PS im Angebot. Der dumpf grollende 5.5 Liter V8 wird nun in zwei Leistungsstufen angeboten: 557 PS und 585 PS im S-Modell.

Fahrbericht E 63 AMG 4matic S-Modell – 585 PS im T-Modell!

S-Modell? T-Modell? Je älter eine Baureihe wird und je mehr die Ausstattung und Serienvarianten divergieren, desto mehr zusätzliche Bezeichnungen und Erkennungsmerkmale werden notwendig.

Ich stehe an diesem Samstagmorgen in einer Tiefgarage in Barcelona, die Wände werden mit blauen Lichtspots ausgeleuchtet und soweit das Auge reicht, stehen neue E63-Modelle bereit und warten nur darauf, eine Horde Presse- und Blogger-Kollegen einzuschüchtern und zu verängstigen.  Der kurze Weg vom Hotel zur Tiefgarage hat gezeigt, die Nacht war mit Regenschauern versehen und die Straßen sind feucht. Ein idealer Umstand um sich die neue E-Klasse in der 4-matic AMG Variante zu sichern.

Denn zum ersten Mal bekommt man nun, nach dem riesen Facelift der E-Klasse, die AMG-Version dieser Business-Class Limousine mit dem Traktionsvorteil von vier angetriebenen Rädern:  4matic. Um die Vorderachse auch ordentlich mit Leistung zu versorgen, wurde gleich noch ein S-Modell aufgelegt und die Kraftkur des Bi-Turbo auf 585 PS ausgedehnt.

Fünfhundertfünfundachtzig PS.

T-Modell = Die Businessclass-Limo mit bis zu „enorm“ viel Kofferraum-Volumen. S-Modell = Die Kraftkur für die Kraftkur.  Ich lasse mich auf dem Fahrersitz nieder – stelle meine Sitzposition ein und fühle mich binnen Sekunden als integraler Baustein dieser abgehobenen Welt aus liebevoller Verarbeitung, edler Materialien und perfekter Ergonomie. (Mich stört zum Beispiel die leichte Mittelachsen-Verschiebung des Lenkrads deutlich weniger, als Kollege Sebastian Bauer von passiondriving.de)

Ich gestehe, ich war nervös – bevor ich den Schlüssel des Berserker umdrehen durfte. Tschaka-tschaka-Vrooooommmm…

Es geschah im gleichen Augenblick, in dem auch der erste der acht Zylinder zündete, jedwede Aufregung wich einer fast erotischen Begeisterung, einem Adrenalin-Schub, einer Veränderung in der Wahrnehmung der weltlichen Probleme. Sollten doch die anderen über Benzinverbrauch und Benzinpreise diskutieren, über den Wertverlust von Luxus-Sportlern oder die Frage nach dem Neidfaktor.

Sobald der V8 seine Lebenszeichen, durch die Wände der Tiefgarage dutzendfach reflektiert, zum Ohr des Fahrers schickt, verändert sich etwas in der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt.

E63 AMG T-Modell 4matic

Automobile Erotik

Das erste Date mit der Traumfrau oder die ersten Stunden in einer automobilen Pretiose dieser Leistungsklasse. Ich kann mich nur schwer entscheiden welche Wahl ich treffen würde, wäre ich in meinem Leben nun vor die Wahl gestellt nur noch eines von beidem, nur noch einmal, erleben zu dürfen.

Obwohl – ich bin glücklich verheiratet, die Entscheidung ist getroffen.

Als wir die Tiefgarage verlassen und hinaus auf die Straßen Barcelonas fahren wird mir zum ersten Mal bewusst, welche Urgewalt man in Affalterbach unter die Haube der sonst so oft als Taxis missbrauchten E-Klasse gepackt hat.  Eine steile Tiefgaragenausfahrt mit nassem Beton als Oberfläche? Es sind nur kurze Zucker mit dem Gaspedal notwendig. Die Traktion des 4matic und die 800 Nm des V8 Bi-Turbo sorgen nicht dafür, dass die E-Klasse die Rampe hinauf fährt, sondern drehen den Rest des Erdballs in die richtige Richtung, so dass jede Form von Winkeln, Rampen und Steigungen per Korrektur der Erdumdrehung revidiert werden.

Effektiv – früher hätte man die Tiefgarage beliebig in wohl riechenden Gummi-Qual gehüllt. 

Als ich die Autobahn aus der Stadt hinaus nehme und kurz später das bergige Hinterland Kataloniens erreiche, hat sich mein peripheres Nervensystem nur schwerlich an das opulente Leistungsangebot gewöhnt. Zu jeder Zeit – in jedem Sternensystem – per Gaspedal-Bewegung ausgelöst, verändert sich die Wahrnehmung von Zeit und Raum. Zeit und Raum. Gerade als T-Modell extrem doppeldeutig und zugleich ernsthaft voller Sinnhaftigkeit.

Dank Allradantrieb kann man nun endlich die fast unanständig hohe Motorleistung in echte Beschleunigung umsetzen. Nicht nur gerade aus, auch quer. (Kollegen die im 557 PS starken E63 ohne 4matic unterwegs waren, haben da andere Erfahrungen gemacht)

E63 AMG 4matic

Fährste quer ..

Mehr als 500 PS und das Drehmoment einer Dampflok auf der Hinterachse, da bedarf es zum führen eines sauberen Strichs auf der Landstraße nicht viel. Üblicherweise war es sogar sehr leicht, gleich zwei Striche zu ziehen. Schwarz und je 285 Millimeter breit. Bei großem Engagement dann gerne auch von Kurve zu Kurve. War der Lenker mit dem großen Herz und dem Ehrgeiz eines Herrenfahrers hinter dem Steuer, dann bedurfte es jedoch, wollte man die Kraft der in Aluminium-Laufbuchsen gepressten Naturgewalt nicht in blauem Rauch verpuffen lassen, eben soviel Konzentration, wie dies notwendig wäre – wollte man eine Guillotine zum schneiden der Fingernägel einsetzen.

Das Beste oder nichts.  Und in Affalterbach hatte man ein einsehen.

Verteilt man jedoch die aberwitzige Kraft von 800 Nm auf vier Räder, dann steigt die Chance, möglichst viel davon direkt in Vortrieb zu wandeln.

Auf den verwinkelten Bergstraßen rund um den Montserrat im hügeligen Hinterland Barcelonas sollte der neue E63 beweisen, wozu sein Allradantrieb in der Lage ist. Auf über 1.000 m war es an diesem Samstag Morgen nicht nur kühl, sondern auch feucht und wer dachte, die Menschen aus Affalterbach hätten die Guillotine vergessen, der wurde nun eines besseren belehrt.  Imitiert der allradgetriebene E63 beim Launch-Control Start noch das Space Shuttle und startet ebenso beeindruckend in einen ganz eigenen Sportlimousinen-Orbit, so sollte man auch auf einem frischen Asphaltband immer an die brutale Macht eines Fallbeiles denken, wenn man von Kurve zu Kurve sprintet und Wolken die Straße feucht werden lassen.

Nie zuvor in meinem Leben bin ich einen Fünfsitzer mit 1.900 Liter Laderaumvolumen und Allradantrieb gefahren, der so brutal, so gemein, so abartig schnell aus den Kurven heraus zieht. Eine aberwitzige Vorstellung von Wucht und Potenz. Doch auch ein Allradantrieb kann die Physik nicht überwinden und AMG hat die Kraft statisch verteilt. So sind 33 Prozent für die Vorderachse und der Rest – (im Falle des AMG müssen es mehr als 67 % gewesen sein!) für die Hinterachse. Bei ausgeschaltetem ESP ..  (ESP Off ist freilich nur ein „Handling Mode“ und wäre unsere Badische Guillotine unkontrolliert durch die Leitplanken geschossen, dann wäre das ESP auf dem langen Flug ins Tal zurück gekommen und hätte die Situation sicher entschärft) … 

.. im Handling Mode

Dem Wörterbuch der motorjournalistischen Superlative fehlt das Kapitel für den „AMG E63 S-Modell 4matic“, drum kann ich nur als Laie beschreiben, was passiert wenn man diesen Zweitonner im ESP-Handling Mode über feuchte Bergstraßen fliegen lässt:

Hin- und her gerissen davon, einen Herzstillstand durch eine Adrenalin-Überdosis zu riskieren und einer – aus Angst vollgeschissen Unterbuxe, verfliegt jedes Gefühl für die Unwägbarkeiten des Alltags. Dort Bremspunkt, da, nein, vorbei, Achtung, egal, Druck, Traktion, Abflug, Nein, Mehr, Leistung. 

E63 T-Modell

Fazit:

Am Ende des Tages bleibt nur völlig leere. Wohltuend. Eine beinah sexuelle Befriedigung nach enorm belastenden Stunden. Müde aber glücklich. Mit der Erfahrung, dass man auch als Familienvater noch die Möglichkeit hat, ein Automobil zu kaufen, dass den Beifahrer die Buxe vollmachen lässt und Samstagsabends, wenn im Schlafzimmer das Aspirin aus dem Schrank geholt wird – eine mehr als faire Alternative darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

mbrt13 – Der Mercedes-Roadtrip – Meine Sicht, das Leben, die Autos und warum es so geil war.

Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen, dein „wandern“ zum Ziel. Ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach und auf den Roadtrip umgemünzt wird daraus, dass man am Ende des Roadtrips gelernt hat; auch wenn die Dinge nicht immer gut liefen – Du weißt im Augenblick in dem sie passieren noch nicht, wofür das Erlebte einmal gut sein wird.

Der Mercedes-Benz Roadtrip führte nicht nur von Carlsbad nach Detroit, er führte auch zu fast philosophischen Einsichten in das Leben besonderer Menschen. Der Teilnehmer am #mbrt13.

Mein zweiter Blogbeitrag über den Roadtrip: „Guarding the e-Class“ (mbrt13).

Wer wissen will, wie die einzelnen Etappen aussahen und welche Strecken wir tagsüber zurück gelegt haben, der schaut am Besten bei Jan vorbei, er hat seine Artikel über diesen Roadtrip nach den Tagen und den Etappen eingeteilt.

MBRT13 Neue E-Klasse in Chicago

Mein persönlicher Rückblick auf diese ungewöhnliche Anreise zur NAIAS nach Detroit:

Wie alles anfing:

Eigentlich ging es nur darum, live von der Detroit-Autoshow berichten zu können. Ich persönlich mag Messen nicht wirklich, es ist eigentlich immer viel zu voll, zu stickig und richtige Fotos kann man auch nicht machen, weil ja doch zu viele Menschen um die Autos herum stehen. Als die Einladung von Mercedes-Benz zur Detroit Motorshow NAIAS kam, musste ich allerdings nicht lange überlegen. Ich mag die USA. Egal wie crazy „die“ Amerikaner sind. Die USA sind das Autofahrer-Land #1 und wo fühlt sich ein Petrolhead am wohlsten?

Zudem war lange spekuliert worden, dass Mercedes-Benz den neuen kleinen Baby-Benz in Detroit, präsentieren wird – ein guter Grund, vor Ort zu sein. Das es am Ende ein wenig anders kam, dass wusste ich erst kurz vor dem Trip.

Und dann kam dieser Anruf, ob ich „Lust hätte“ zusammen mit anderen Bloggern von L.A. nach Detroit zu fahren. Wir würden die neue E-Klasse zur Messe begleiten und dabei einmal quer durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten fahren. Ja – holy fuck – wenn ich keine Lust auf einen Roadtrip habe, ja wer denn dann?  Ganz unter uns: Ich liebe Autos – und ich habe echte Lust auf lange Strecken mit dem Auto. Einmal quer durch die USA – 4.500 Kilometer in 4.5 Tagen? Verflucht ja, natürlich bin ich dabei.

Ätzend war nur noch die Wartezeit ab dem Zeitpunkt, ab dem klar war, dass dieser Trip starten würde – bis zum Abflug nach Los Angeles.

MBRT13 E550 Wüste Nevada

Wie Texanische Highway-Polizisten wirklich sind:

Es war am zweiten Abend und es war kurz nach der Texanischen Grenze. Zwei Mercedes E-Klassen fuhren mit bedächtigen 100 Meilen durch die Nacht.  Am rechten Straßenrand parkte ein Fahrzeug der Highway-Patrol und natürlich verlangsamten wir unser Tempo im gleichen Augenblick als wir den Streifenwagen sahen.  Nachdem wir den Streifenwagen passiert hatten, schaute ich in den Rückspiegel, konnte aber nichts auffälliges erkennen, es schien, als wäre alles gut gegangen.

Lichthupe von hinten, der zweite Wagen wurde langsamer und in dem Augenblick, in dem er mir Lichthupe gab, gingen hinter ihm alle Lichter des Texanischen Highway-Streifenwagen an. Wie ein Christbaum auf der Interstate leuchtete der Streifenwagen.

Mein Roadtrip-Buddy wurde von der Streife angehalten und natürlich konnte ich ihn in diesem Augenblick nicht alleine lassen. Ich lenkte unsere E-Klasse also auch auf den Seitenstreifen.

Wie im Film, leuchtete nun die gesamte Licht-Armada auf dem Dach des Streifenwagen und sorgte für diese typische Atmosphäre: Zu schnell, erwischt und nun?

Wortkarg und immer mit einer dicken Backe vom Kautabak, schlenderte der Texanische Highway-Polizist vom hinter uns stehenden Fahrzeug auf der Beifahrer-Seite zu unserem Fahrzeug. Hatte er seine Hand an der Waffe?

Nein. Ich glaube, er sah die californischen Nummernschilder unserer Mercedes-Modelle und dachte sich den Rest – er ging wohl nicht davon aus, dass wir gefährlich waren. Nur zu schnell und in seinem Highway-Abschnitt muss man dann eben auch die Verantwortung hierfür übernehmen.

Nachdem er meinen Führerschein und die Zulassung des Fahrzeuges in der Hand hielt, eröffnete er uns, dass wir mit 92 Meilen gelasert wurden und hier ein Speedlimit von 75 Meilen gilt. 300 bis 400 Dollar sollte das kosten und ob wir genug Geld bei uns hätten?

Dabei sprach er übrigens deutlich weniger im Slang texanischer Cowboys, als ich das erwartet hätte. Nur die Sache mit dem Kautabak und dem Plastikbecher in den er immer wieder spuckte, das passte dann wieder in mein Weltbild.

Um die Papier-Angelegenheiten zu erledigen und den Geldbeutel zu erleichtern, sollten wir seinem Streifenwagen folgen. Wir fuhren an der gleichen Stelle vom Highway ab, an der wir angehalten hatten. Schlicht über das Bankett, über eine Wiese und auf eine unbeleuchtete Bundesstraße. Der V8 des Streifenwagen wurde dabei nicht geschont, fast schien es, als wollte der Officer der Highway-Patrol nun zeigen, wer hier schnell fahren darf. Und so brachen wir zum x-ten Mal an diesem Abend durch die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Texas – dieses Mal jedoch hinter einem Streifenwagen.

Vor einer unscheinbaren Polizei-Wache stoppten wir, die  Reifen gaben auf dem frostigen Kies-Belag des geschotterten Parkplatzes deutlich den Unmut über zu wenig Haftung kund.  Der Polizist erledigte in seinem Streifenwagen noch Papierkram, kaute seinen Tabak und spuckte immer wieder den überflüssigen Speichel in einen Becher, der im Cupholder des Fahrzeugs stand. Ich hoffte nur, morgen früh, beim Schichtwechsel würde es zu einer Verwechslung von Kaffee und – ach, egal.

Am Ende waren es 240 US-Doller für „Speeding“. Ein Besuch in einer Polizeistation im Hinterland Amerikas (Oldham County) und eine unbezahlbare Erfahrung zusätzlich. Heike hat im übrigen die „Restrooms“ in der Polizei-Station besucht und wollte eigentlich Fotos vom Rest der Polizeistation machen. Aber wann genau ist der Akku eines iPhone leer? Genau…

Hätten wir das Geld nicht auftreiben können, kein Problem – für 50 $ am Tag hätten wir die Strafe auch „absitzen“ können 😉

MBRT13 E-Klasse Schrottplatz Nirgendwo

Wie Schrott und Sand den Tag bereichern:

Eine Horde von Automobil-Geeks quer durch die USA fahren lassen, dass kann dann schon einmal dazu führen, dass man mitten im „Nichts“ an einem Schrottplatz vorbei kommt, die Fahrzeuge alle sofort die Straße verlassen und noch bevor alle geparkt haben, die ersten mit der gezückten Kamera im Anschlag auf den Platz der Automobil-Geschichten zu hüpfen.

Es war aber auch ein Schrottplatz, wie man ihn in Deutschland nicht mehr finden würde. Die Fahrzeuge standen vermutlich schon Jahrzehnte im Freien herum und der Zahn der Zeit nagte ohne Rücksicht an ihnen herum.

MBRT13 E-Klass Schrottplatz im Nirgendwo

Mein Lifestyle-Blog Kollege aus Frankreich, der im übrigen am Vorabend mit mir die 240 $ Erfahrung eingekauft hatte, wollte gleich noch eine weitere Erfahrung machen und fuhr das Mercedes E550 Cabrio auf den Platz, auf dem die Schrottfahrzeuge standen. Dummerweise vertragen sich ein nasser sandiger Boden und mehr als 300 PS auf der Hinterachse nicht wirklich. Einmal „vroooom“ und er saß im Sand fest. Nun hätte vermutlich der ein oder andere den lieben Sebastian gerne dort sitzen lassen, bis er zum restlichen Umfeld des Schrottplatzes passte – aber wir hatten einen engen Zeitplan und so wurde er „ratzfatz“ mit der Hilfe des Allradangetriebenen Mercedes-Benz ML aus dem Sand gezogen.

Alles kein Problem – wenn man im Team arbeitet 😉

MBRT MB550 Hoover Damm Roadtrip mercedesbenz

Ob der Hooverdamm auch bei Nacht zu sehen ist?

Perfekt. Und eigentlich wirkt er bei Nacht auch deutlich besser :).  Es war der erste Tag des Roadtrips und es war ein langer Tag. Von Carlsbad über Las Vegas ging es bis nach Flagstaff. Es war – ganz unter uns – am Anfang auch ein echtes Problem, aus dieser Truppe von „Bloggern“ eine Gemeinschaft werden zu lassen und ich kann mich an einige Momente erinnern, in denen man nur zu gut eine Abhandlung über „zwischenmenschliche“ Krisen hätte schreiben können.

In diesen Situationen hätte der Gedanke an den Hoover-Damm geholfen. Dieses Monument aus Stein und Beton – ein Exempel des Menschlichen Willens.

 MBRT13 Zurück blicken

Der Roadtrip von Los Angeles nach Detroit

Während ich gerade sehe, dass ich schon wieder bei mehr als 1.200 Wörtern angekommen bin, also schon lange wieder im „tl:dr“ Bereich, merke ich – es gibt noch so viele kleine Anekdoten zu erzählen, so viele Momente die wir auf Fotos fest gehalten haben, die man noch beschreiben müsste.

Ich denke – ich werde diesen Trip so schnell nicht vergessen und wohl immer mal wieder ein paar Erinnerungen an diese Reise in den Blog einstreuen.

Jan hat dem Trip gestern Abend noch ein Video gewidmet – über sieben Minuten lang, aber mehr als sehenswert.  Es zeigt schön – komprimiert – wieder dieser Trip ablief:

Danke für dieses Video Jan – well done!

Danke an Mercedes-Benz. Danke an Lena und Wolfgang (MB Social Media). Danke an den Polizisten in Texas. Und DANKE  an Jens, Heike, Javier, Gianluca, Omar, Sébastian und Teymur.

Alles im Überblick behalten? Am besten über mbrt13.com!

Roadtrip MBRT13 - Ende

Gestern verpasst?

Alle 1000km – Motorshow – #tgif #wtf – Social und Media

Es lag nicht an mir. Ich habe wirklich mein bestes gegeben.

1000km

Doch Autobahn-Baustellen, Tempolimits aus „irgendwelchen Gründen“, Baufällige Brücken, Stop&Go Verkehr am Morgen in der Rush-Hour, Stop&Go auf dem Ruhr-Schnellweg. Egal wie oft ich den Panamera auf der Strecke Gemünden->Essen->Gemünden auch aus den Fängen der Vertreter-Kombis befreit habe – mehr als ein paar Sekunden 240 war nur selten möglich. Und als Dank?

Gemuenden-Essen

Unter 8l auf 100km. 7,8 auf dem Hinweg,  7,9 auf dem Rückweg. Erst wollte ich den Jan Kriebel von Evocars damit beeindrucken, aber der hat mich in Quartett-Manier mit höherer Durchschnittsgeschwindigkeit und noch weniger Verbrauch ausgestochen *damn* – wie dem auch sei – ich finde diesen Wert für die absolut nicht mit Rücksicht auf den Verbrauch gefahrene Strecke einfach grandios. 2 Tonnen Luxus-Auto und dann nur alle 1000km an die Tankstelle. Einfach genial. Einen ganz klaren Verbrauch-Minimierungsversuch werde ich aber zusätzlich fahren.

Motorshow

Jahrelang bin ich Ende November die Strecke über die Sauerlandlinie in das Ruhrgebiet in die heiligen Hallen der Tuning-Gläubigen gepilgert. Immer und immer wieder habe ich mir gewünscht, nicht an diesen verfluchten allgemeinen Besuchertagen mit Millionen anderen durch die Halle und vorbei an den Exponaten geschoben zu werden.

Dieses Jahr war es soweit. Presse-Ausweis. Presse-Tag 9.15h – fast leere Hallen und mein Puls? Auf Mediations-Niveau. Adrenalin? Ähnlich hoch wie bei einem im Tiefschlaf befindlichen Murmeltier. Kurz um, die Faszination Motorshow Essen ist für mich nicht mehr die gleiche.

Currywurst ohne Curry? Kein Wunder wenn die Motorshow beim Essen schon ohne Würze bleibt...
Currywurst ohne Curry? Kein Wunder wenn die Motorshow beim Essen schon ohne Würze bleibt...

Habe ich es damals noch genossen durch die Hallen der Zubehör- und Felgen-Profis zu wuseln, war ich dieses Jahr eher gelangweilt. Es fühlte sich ein wenig an wie ein Besuch in der Stammkneipe aus Jugendzeiten. Man fühlt sich nicht unwohl, man erkennt sofort alles wieder – aber man merkt, man ist nicht mehr die Zielgruppe.

Sicher – es gibt auf der Motorshow auch ganz viele Tuning-Exponante deren Zielgruppe deutlich über meinem Jahresgehalt gesucht wird – doch – weder ein Breitbau-Panamera noch ein Fatthauer Supersportwagen konnten mich dieses Jahr wirklich in ihren Bann ziehen.

Meine persönlichen Höhepunkte der Motorshow standen in der Halle 1 und waren merkwürdigerweise die Autos aus vergangenen Tagen. Und – es waren die Gespräche mit Jens Stratmann, Alex Kahl, Jan Kriebel und vor allem mit David Plättner von Dunlop.

Motorshow und man freut sich über Menschen aus der Szene? *huch* Ja, merkwürdig – aber wahr.  An dieser Stelle: Jens und Alex ihr Bielefeld-Automobilisten-Blogger-PodCARster: Ihr schuldet mir einen Kaffee! Jan – das mit dem Verbrauch das Testen wir noch aus – sehen uns bestimmt mal wieder und David? Lass uns die Reifen auf die Straße bringen – mit Profil und echter Bodenhaftung.    🙂

#tgif (Samstags-Variante) und #wtf

Was macht man an einem „Thanksgiving-Day“ in den Staaten?  Ganz klar, man nimmt seine Corvette C6 und C5 und macht einen feinen Schwanzvergleich bei einem Ampel-Duell. Mit vorhersehbarem Ende – aber mein Gott – es war Feiertag und lieber die Corvette verschrottet, als den Truthahn verspeist. Es müssen Vegetarier gewesen sein – doch seht selbst:

Das #wtf“ der Woche kommt von Mercedes-Benz. Dort hat man beschlossen nun die Türen bei Maybach zu schließen. Maybach? Ach ja richtig – eines der vielen Experimente des Daimler-Konzerns sich nicht mehr auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Sondern alte Traditions-Marken beleben und den Markt der „Super-super-super-Reichen“ mit Farbenvielfalt und tollen Lederdüften zu bereichern. Vermutlich war bereits während der IAA der Niedergang der Marke Maybach absehbar und deswegen durfte sich auch niemand in den ausgestellten Maybach setzen. Hätte den Gebrauchtwagen-Wert weiter gesenkt. Ich frage mich, wann die Aktionäre bei Benz die Schnauze voll haben von den ganzen Versuchen der Marke Mercedes – die eigene Identität zu verwässern. Als nächstes der Nissan-Deal … ob der so endet wie der Mitsubishi-Deal? Oder wie VW und Suzuki?  (Aber das alleine ist mehr als einen eigenen Blog wert…)

Social & Media

Dazu – ja – dazu schreibe ich ein andermal wieder etwas. Eines steht fest: Die „Blogger“ sind kein Ersatz für die aussterbenden Motorjournalisten der alten Garde.  Es ist Change-Time für das Dogma der Pressearbeit.

#tgif – Und es ist wieder Freitag …

Bei Mazda steht die Ablösung des Mazda 6 noch nicht direkt bevor, aber auf der Tokyo Motor Show wird Mazda ein Konzeptfahrzeug unter dem Namen Takeri präsentieren.

Es ist ein offenes Geheimnis das dieser „Takeri“ die Formensprache des Mazda 6 Nachfolgers spricht.

Bevor ein neues Auto auf den Markt kommt, muß dieses ausführlich getestet werden. Das tut man mit „Erlkönigen“. Einen solchen hat nun jemand in Hessen entdeckt und die Bilder an „carscoop“ geschickt.  Eigentlich nur die üblichen „Elrkönig-Fotos“, wenn – ja wenn da nicht die Mazda-Jungens ein Toyota-Badge an die Front gestöpselt hätten.

Mazda 6 Testträger mit Toyota Logo
Mazda 6 Testträger mit Toyota Logo

Ob das Mazdas Karneval-Beitrag ist?

 

 

 

 

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Fahren Sie auch einen Nissan-Benz?

Im Augenblick sieht es aus, als würde die Allianz aus Volkswagen und Suzuki nichts werden. Wäre ja auch nicht das erste mal, das man nach einem Entschluss zur Zusammenarbeit merkt, „hoppla – so richtig passt es doch nicht“. Mercedes hat da ja durchaus seine Erfahrungen gemacht. Mit Mitsubishi zum Bsp. Oder mit Chrysler.

Doch ganz egal wie oft die Zusammenschlüsse nicht funktionieren – jede neue Manager-Generation versucht aufs neue den Shareholder in seinem Value mit neuen unglaublichen  Renditen zu beeindrucken.

Jetzt planen Mercedes-Benz und die Allianz aus Renault und Nissan wohl ein gemeinsames Motorenwerk. Bei BMW gibt es es bereits Turbo-Motoren die eigentlich aus dem Hause Peugeot / Citroen stammen.

Mitsubishi wiederum verkauft erfolgreich 3 Fahrzeugmodelle an Peugeot-Citroen. Und FIAT hat sich Chrysler einverleibt. Und das wo zu gleich FIAT wiederum Modelle an GM liefert, die als Opel in Deutschland verkauft werden.

Und VW mit seiner Dynastie entspricht zugleich mehreren Mitbewerbern unter nur einem Konzern-Dach.

Bin ich alleine mit diesem unguten Gefühl? Wird der Stil, die Idee, der Charakter eines Autos mittlerweile nur noch von „Labels“ definiert?

Der gleiche Turbo-Motor der in einem französischem Auto seinen Dienst verrichtet wird mit neuen Kennfeldern zu einem Triebwerk das „Freude am Fahren“ verspricht?

Was einst der „Daimler“ gebaut hat, wird nun von einer Französisch-Japanischen Allianz verkauft?

In mir keimt der Wunsch nach einem Automobil-Hersteller, dessen Image nicht auf blumigen Slogans auf Hochglanz-Prospekten beruht – sondern auf Tradition. Auf Kultur. Auf Leistungen und Geschichte.

 

Bin ich damit alleine?

Bob Lutz – Fehleinschätzung

Der ehemalige Vorstand und heutige Berater von GM, Bob Lutz hat dem „manager magazin“ ein Interview gegeben.

Das Interview wird beschlossen mit einer unterhaltsamen Fehleinschätzung, denn der „Berater“ von GM glaubt allen ernstes – obwohl, ob er es wirklich glaubt – oder nur aus taktischen und politischen Gründen sagt, naja – er sagt also: GM, Volkswagen und Hyundai sind die „Big Three“ der Zukunft.

Die Japaner lässt er gleich ganz außer Acht.

Für Bob Lutz haben die Japaner… Zitat:  “ ihr kugelsicheres Qualitätsimage verloren, ihre Autos sind nicht besonders schön, nicht besonders reizvoll, und ihre Fahrdynamik reicht nicht an das Niveau der besten europäischen und amerikanischen Modelle heran“…

Das ist harter Tobak. Aber auf der anderen Seite völlig üblich für die Alpha-Tierchen der US-Automobil-Industrie. Wenn man bedenkt daß von den US-Autobauern nur FORD ohne staatliche Hilfen durch die Krise kam, geradezu eine Satire.

Nicht absprechen will ich an dieser Stelle, daß gerade Hyundai/Kia mit großen Schritten die Lücken zu den Mitbewerbern schließen.

Und dann ignoriert der auch ganz nebenbei einen Daimler-Konzern – oder die Französisch-Japanische Allianz aus Renault-Nissan.

Nein sry lieber Bob – was auch immer Du geraucht hast, versuche die Einschätzung noch einmal ohne dieses Gras.

 

Edit:

Hier noch der Link zu den Zahlen aus der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftszahlen_zum_Automobil#Nach_Unternehmen

Und wenn ich mir dann noch das Ranking aus 2010 anschaue, welche Autos die meist verkauften in den USA waren:
1 Ford F-Serie 528.349
2 Chevrolet Silverado 370.135
3 Toyota Camry 327.804
4 Honda Accord/Crosstour 311.381
5 Toyota Corolla/Toyota Matrix 266.082
6 Honda Civic 260.218
7 Nissan Altima 229.263
8 Ford Fusion 219.219
9 Honda CR-V 203.714

Dann kann ich auch seine Einschätzung der „Fahrdynamik“ nicht ganz nachvollziehen. Sorry – dieses Interview mag politische Aussagekraft haben – aber inhaltlich ist es völlig am Kern vorbei.

Cadillac vs. Mercedes Benz

Natürlich – würde ich in den USA leben und für 3 Liter Sprit soviel bezahlen wie bei uns für einen -dann, ja dann wäre das ein interessanter Vergleich. Aber mal völlig abseits der Innenraumverarbeitung und der absolut nicht vergleichbaren Raumfülle ist der Vergleich ganz lustig.

 

http://www.rad-ab.com/2012/06/05/das-ultimative-fahrzeug-fuer-9-990-e/

Hyundai und KIA

Ich habe eben dank Alex Kahl und Markus Jordan ein Video auf Youtube gesehn, daß den „Chef“ von Volkswagen „Martin Winterkorn“ beim „testen“ des Hyundai i30 zeigt.

Und war ich bislang bereits überrascht vom großartigen Design der Koreanern, was natürlich auf den von VW abgeworbenen Schreyer zurück zu führen ist, so bestätigt mich nun die im Video gezeigte Reaktion von Martin Winterkorn in der Vermutung, das nicht mehr Toyota der stärkste Herausforderer von Volkwagen ist, sondern KIA und Hyundai.

Schaut selbst:

 

Martin Winterkorn bei Hyundai | IAA 2011

370Z – Die erste Woche

Die erste Woche mit dem 370Z ist vorbei und ich muss gestehen, ich bin noch immer überrascht – aber ich habe auch Kritikpunkte gefunden. So ist natürlich nicht alles was laut brumm macht, automatisch schnell – aber der 370Z scheint seinem Piloten gerne über den Geräuschpegel mitteilen zu wollen, wie schnell man gerade ist.

Ob es nur an den Bridgestone Reifen liegt, oder eine Sache der Schalldämmung im 370Z ist, kann ich noch nicht eindeutig sagen. Sagen kann ich aber, der 370Z ist laut.

Zumindestens subjektiv wird aus einer flotten Autobahnhatz auch ein Spektakel für die Ohren.  Und auf langen Strecken stört wie so oft bei japanischen Modellen, die zu kurze Sitzfläche des Gestühls.

Der Verbrauch des großvolumigen V6 Saugmotors lässt sich auf Werte um die 10l im Schnitt drücken, dann ist man aber nicht immer nur im Schleichmodus unterwegs – sondern kann, dann und wann und bei 90° Öltemperatur die sechs Zylinder ordentlich auf die Kurbelwelle eindreschen lassen.

Der V6 ist – trotz des Hubraums von 3,7l kein Langhuber – sprich: Die Bohrung ist größer als der Hub der Zylinder – das verschafft dem V6 in Zusammenarbeit mit dem vollvariablen Ventil-System im Zylinderkopf eine beachtliche Drehfreude.  Bei 5.000 kommt nochmal richtig leben in die Bude und der Motor dreht locker und befreit bis kurz über 7.000 U/min.

Eigentlich hat der 370Z alles was man zum Erfolg benötigt.

Eine scharfe Form, einen sexy Arsch und einen potenten Motor. Woran liegt es, daß der 370Z bei uns nur ein Nischendasein führt?

 

Elektroautos und Renault und ein Blog

Bjoern hat ein Problem mit Elektroautos. Er glaubt nicht so recht daran und er hat viele Buchstaben in sinnvollen Sätzen zusammen gebracht um seine Meinung zu „verbloggen“.

Mit Bjoern rede ich allerdings nicht von mir in der Dritten Form, sondern von Björn Gutmann vom „automobil-blog.de“.

Bjoern ist auf das Elektroauto Blog von Renault gestossen, so wie er schreibt, durch einen TV-Werbespot. Da war er wohl erst einmal verblüfft. Und ja, als ich vor einigen Wochen das erste mal über das Blog gestolpert bin, war ich auch verblüfft. Der erste Gedanken: Noch ein Blogger der um Pageviews kämpft. Also wie üblich, erst einmal einen kurzen Blick ins Impressum werfen. Da war die Verblüffung gleich noch einmal angewachsen, denn dieser Elektrauto-Blog mit dem schnittigen Titel: Elektroauto-start.de wird von Renault Deutschland betrieben. *Baff*

Soweit sind wir dann also doch schon, ein Blog und seine typischen Merkmale eingesetzt von einem Automobil-Unternehmen um ein aktuelles Thema zu behandeln.  Als ich zum ersten Mal über Elektroauto-Start.de gestolpert bin, war die Seite noch sehr jung und frisch und hatte nur wenig Inhalte zu bieten. Mittlerweile wächst der Blog und selbst Nicole Y. Männl hat sich bereits im Blog mit einem Fahrbericht verewigt (Und sie hat auch eine eigene Meinung zum Beitrag von Björn)

Nun hat der ganze Beitrag für mich 2 Schwerpunkte: 

Zum einen das Problem von Björn mit Elektroautos, zum anderen die Vorgehensweisen der Renault-Verantwortlichen.

Zu Björns Thema kann man nur sagen: Natürlich hat er, Stand heute, Recht. Doch wenn man nicht beginnt, dann wird es keine Entwicklung geben. Es gibt also einen Zeitpunkt X an dem man mit der Umsetzung einer Idee anfangen muss, sonst erreicht man zum späteren Zeitpunkt keine Perfektion. Der Zeitpunkt X ist für das Elektroauto überfällig und abseits der Frage nach Kosten und Reichweite muss eine Entwicklungslawine angestoßen werden.

In diesem Sinne finde ich auch den Aktionismus von Renault, mit einem auf den ersten Blick „freien“ Elektroauto-Blog (der beim zweiten Blick ein klares Branding besitzt) das eigene Marketing zu unterstützen, schlichtweg richtig bis genial.

Ich persönlich bin überzeugt von der Notwendigkeit des Elektromobils und glaube auch an einen möglichen Erfolg. Mobilität wird immer ein Grundbedürfnis der Gesellschaft bleiben und mit genügend Solarzellen auf dem Dach und ohne Energie aus Braunkohle und anderen nicht regenerativen Energiequellen wird der Traum vom CO2-freien Autofahren zur Realität werden. Nein, nicht heute – und vermutlich auch morgen früh noch nicht.  Es muss jedoch begonnen werden. Man möchte sich nicht vorstellen was passiert wäre, hätten sich die Herren Daimler und Benz, oder Henry Ford durch Schwierigkeiten und Rückschläge entmutigen lassen und hätten die Entwicklung des Automobils nicht fortgeführt.

Der zweite Punkt ist der Weg den Renault mit diesem Blog geht. Mir gefällt die Idee, mir gefällt die Umsetzung.  Und es gefällt mir deswegen sehr gut, weil Nicole sich mit einem Testbericht eines Elektro-Renault einbringen konnte.

Damit hat Renault einen zweiten richtigen Schritt getan. Was bei anderen Konzernen noch als ein Problem mit der „Unternehmens-Compliance“ dargestellt oder gar verstanden wird, hat Renault mit einem Mehrwert für alle Beteiligte gelöst. Chapeau und Glückwunsch dazu.

Gleich zweimal das richtige getan…

 

Tank Boykott ?

Der zuerst auf Facebook organisierte Tank-Boykott am 1. März greift nun thematisch auf die Blogosphäre über.  Mein werter Kollege Erkan hat in seinem Blog „Über Autos“ das Thema aufgegriffen und seine Gedanken hierzu veröffentlicht.

Die Facebook-Gruppe ist mittlerweile bei 880.424 „Teilnehmern“ (23/02/-06:40) – das wäre dann ein 1% der Bevölkerung in unserem Lande. Für einen Facebook-Aufruf schon nicht so schlecht.

Andere Blogger sehen in diesem Aufruf keinen Sinn und es fällt gar das Wort vom „Gutmenschen“.

Wie seht Ihr das? Blinder Aktionismus oder eventuell der Anfang eines „Mineral-Öl-Frühlings“ auf Facebook 😉 ?

Metapher

Meine Fahrberichte sind das literarische Äquivalent eines Big Mäc mit einer großen Portion Pommes.

Kennst Du den verführerischen Duft von frischen Burgern und die alles erfüllende Leidenschaft Deiner Zunge, nach dem das  Verlangen nach stark gesalzenen und in kochendem Fett zu Cholesterin-Stäbchen metamorphierten Kartoffelbruchstücken befriedigt wurde?

Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, der steht auf diese unvernünftige und kurzweilige Form der Informationversorgung.

Auto-Geblogger ist nur eine weitere Form der subliteralen Versorgung der hungrigen Motorfan-Seele.  Vor allem aber entspricht es unserem Zeitgeist. Informationen sucht man nicht mehr, von Informationen wird man heimgesucht.

Nur wer mit einer gut sortierten Küchenausstattung und vorgefertigten Worthappen diese unstillbare Lust der Netz-Informations-Agnostiker befriedigen kann, wird mit erfolgreichem Wachstum belohnt.

Angelangt an einer kritischen Masse der Besucherströme überlegt man sich, in der Küche des Fastfood-Journalismus stehend, ob es der Lebenssinn sein darf, die Output-Quote über den Nährwert zu stellen.

Gefangen im Hamsterrad…wieder einmal…

Reife(n)prüfung

Mitte Februar ist es soweit, ich darf endlich mal ganz offiziell Reifen testen.

Und zwar nicht irgendwo, sondern gleich mal auf einer Rennstrecke und die Reifen werden an so feinen Fahrzeugen wie Audi S4, Audi TTS und Audi R8 montiert werden.

Wer kann da schon „Nein“ sagen?  Die Firmal Dunlop wird so freundlich sein und die Kosten für dieses Erlebnis übernehmen. Ob ich deswegen in Zukunft nur noch Dunlop auf meinen Autos fahren werde? Keine Ahnung, bislang war ich ja ein großer Freund der Französischen Pneus von Michelin.

Auf jeden Fall freue ich mich darauf, Straßenreifen in extrem sportlicher Manier ran nehmen zu können und dann die Unterschiede erfahren zu können. Das Beste daran ist ja eigentlich: Es sind nicht die eigenen Reifen die danach fertig zum „austauschen“ sind 🙂

Natürlich werde ich Euch über diese Erfahrung hier ein wenig berichten. Mal schauen was der Jens  dazu sagt. Der darf „komischerweise“ auch mit 😉

Volks-Wurst

Während man bei Volkswagen dazu übergegangen ist, die Herstellung und den Vertrieb von echten Volks-Wagen anderen Herstellern zu überlassen, plant man in der Zwischenzeit dort wohl die Übernahme des nationalen Fleisch- und Wurstwarenmarktes.

Wie die „motor presse stuttgart“ vermeldet, produziert VW im Jahr rund 4,8 Millionen Currywürste und betreibt bereits seit 60 Jahren eine eigene Metzgerei. So zu sagen, eine Volks-Metzgerei für die Volks-Wurst.

Warum man den Namen nicht in „Volks-Wurstwaren“ ändert und stattdessen noch immer den Nebenerwerbe des Automobil-Produzenten im Namen assoziiert, entzieht sich meiner Kenntnisse.

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Sternenfreund gesucht

Der Sandmann verkauft sein erstes richtiges Auto. Seinen 260er Daimler.

Wie das beim Sandmann so üblich ist, hat er natürlich dem erst vor kurzem erworbenen Kult-Benz der Baureihe W124 ordentlich gepflegt. Wenn auch ein Gebrauchtwagen nicht jünger wird, so ist es doch eines der besten Autos die man für kleines Geld kaufen kann.

6 Zylinder und eine Schmuse-Automatik lassen nicht wirklich die Vermutung aufkommen, man könnte damit jeden Tag 100km zur Arbeit pendeln ohne sich von Tankstellenpächtern die Haare vom Kopf fressen zu lassen.

Mittlerweile sind dem Sandmann die monatlichen erheblichen Stützungsbeiträge an den Verband der Mineralölindustrie zu viel geworden – es gibt keinen anderen Grund für ihn sich von dieser wunderbaren Trutzburg auf 4 Rädern und Stern auf der Haube zu verabschieden.

Jetzt auf eBay…

Pressearbeit bei Ferrari / VW

Auf Jalopnik gibt es einen schönen Hintergrundbericht über die Details der Ferrari Pressearbeit.

Ich will nicht den ganzen Beitrag aus dem englischen übersetzen und hier einbringen, wer Interesse an der Story hat, soll diese einfach bei Jalopnik lesen.

Für mich klingen alle „Vorwürfe“ glaubhaft – auch wenn ich erst seit wenigen Monaten professionell in diesem Bereich arbeite, ist es nicht wirklich verwunderlich, mit welchem Perfektionismus auf der Seite der Hersteller gearbeitet wird.  Read more

Der BMW i3

Carscoop hat ein paar Erlkönig-Fotos vom BMW i3 veröffentlicht.  Irgendwie erinnert mich der Prototyp bereits jetzt an den Audi A2. Der A2 das war der erste Versuch von Audi eine Voll-Aluminium-Karosse mit sparsamen TDI Motor im Segment der Kleinwagen mit Premium-Anspruch und grünem Gewissen zu platzieren.

Aber „Peak Oil“ und „Benzinkosten“ waren damals für die Käufer von Neufahrzeugen noch nicht besonders gängige Begriffe und so wurde der grandiose A2 zu einem Flop.

Was die Gebrauchtwagen-Preise für gut erhaltene A2 Diesel nicht berührt – selbst A2 mit mehr als 200.000km gehen für gutes Geld über den Hof von Gebrauchtwagen-Händlern.

Nun also der BMW i3.

Der erste Premium-Kleinwagen  nein, kein Kleinwagen, ein Urban City Vehicle natürlich.

Den i3 soll es sowohl in einer reinen Elektro-Variante geben, als auch in einer Version mit integriertem Range-Extender. Auf einen Reihen-Sechser brauchen selbst die verträumtesten BMW-Fans jedoch nicht zu hoffen. Vermutlich bekommt der i3 einen 2 Zylinder-Benziner (eventuell aus einem BMW-Motorrad?) als zusätzliche Energiequelle.

Ein Foto hier:

…der Rest drüben bei carscoop…

Lexus CT 200h: Es geht auch kompakter

„Es geht auch kompakter bei Lexus“, freut sich Willi Weber, der neue Deutschland-Manager der japanischen Edelmarke bei der Pressepräsentation des Lexus CT 200h in Portugal. Lexus rundet mit dem kompakten Hybrid seine Palette nach unten ab und freut sich nun auf Toyota-Aufsteiger, Lexus-Absteiger und Einsteiger in die Marke. 2000 CT will Weber in diesem Jahr in Deutschland verkaufen, soviel vom Neuen wie im vergangenen Jahr von allen Lexus-Modellen zusammen verkauft wurde. Am Sonnabend, 19. März 2011, geht’s los.

Lexus CT 200h

Lexus CT 200h

 

Schon jetzt stehen 500 Bestellungen in den Büchern. Angesichts des Jahresziels von 2000 ist das viel, besonders für eine Marke, die in Deutschland trotz ihres hohen Anspruchs immer noch zu den Exoten zählt. Auch der Exoten-Status soll sich mit dem Neuen ändern, wenn der CT 200h soll zu Preisen zwischen 28 900 Euro für das Einsteigermodell bis 40 800 Euro für diese Fahrzeugkategorie extrem mit Technik und Luxus vollgepumpte Topversion die Zielgruppe erweitert.

Doch warum sollte man sich für den Lexus CT 200h entscheiden? Steckt doch im Toyota Prius und auch im Toyota Auris Hybrid derselbe Antriebsstrang mit 100 kW / 136 PS Systemleistung vom 1,8-Liter-Vierzylinder mit 73 kW / 99 PS und 60 kW / 82 PS des Elektromotors, dem stufenlosen CVT-Getriebe und der Nickel-Metallhydrid-Batterie mit 6,5 Amperestunden Kapazität. Mag sein, dass die 5200 Umdrehungen pro Minute des Benziners bei Volllast beim Lexus weniger intensiv jaulen, denn der CT erweist sich als besonders gut gedämmt gegen Fahrgeräusche aller Art. Aber das allein kann es nicht sein.

Vermutlich beginnt die Entscheidung zugunsten des Lexus damit, dass es sich nicht um einen Toyota handelt. Der Prius zeigt schon mit seinem Äußeren, dass sein Fahrer zur Fraktion der Andersdenkenden zählt. Der Auris verbirgt seine Hybrid-Fähigkeiten dagegen unter einem Blechkleid, das sich nicht von dem der Benziner und Diesel unterscheidet. Der CT 200h liegt zwischen diesen beiden Philosophien vom Bekenntnis zum Hybrid und dem stillen genießen dieses Antriebs.

Sein Gesicht zeigt mit klaren Kanten, dem zurückgesetzten Kühlergrill und den beiden Lexus-Pfeilspitzen an den Ende der quer liegenden Chromspange eine gewisse Schärfe. Die Seite folgt der heute üblichen dynamisch-eleganten Gestaltung von Fünftürern, mit der Ausnahme der scheinbar in die Seite herumgezogenen Heckscheibe, die aus der C-Säule ein X werden lässt. Am Heck sorgen viele Designelemente dafür, dass der CT dicke Backen macht und breit auf der Straße steht. So entsteht eine eigenständige Form, die den 4,32 Meter langen CT größer wirken lässt.

Eigenständiges Design prägt auch den Innenraum. Zwei Dinge fallen sofort auf, wenn man Platz nimmt: die sehr guten Sitze mit gutem Seitenhalt und das dicke, griffige Leder-Lenkrad. Auch bei der Armaturentafel hat sich Lexus für den CT etwas einfallen lassen: eine angenehm elegante Gestaltung der Tafel mit einem Cockpit, das unter der Hutze gut ablesbare Rundinstrument beherbergt. Fährt man den CT im Normal- oder Eco-Modus, ist Blau die beherrschende Farbe und das linke Rundinstrument belehrt einen, ob man gerade wirtschaftlich fährt. Diese Anzeige bleibt auch, wenn der CT rein elektrisch fährt, was er bis zu zwei Kilometern und bis zu Geschwindigkeiten von 45 km/h schafft.

Schaltet man auf sportlichere Fahrweise um, ändert sich die Anzeige auf Rot und statt der Eco-Anzeige erscheint ein Drehzahlmesser. In diesem roten Zustand ändert sich auch das Verhalten von Gaspedal, Motor. Lenkung und Getriebe. Dann schafft er die 100-km/h-Marke nach 10,3 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Aber dieses Fahren auf Kraft lässt beim CT 200h nicht die rechte Freude aufkommen. Dieser Lexus ist fürs Gleiten gebaut, auch fürs schnelle Gleiten auf der Autobahn. Dann zieht er trotz der recht direkten Lenkung mit gutem Geradeauslauf seine Bahn und gibt seinen Insassen Anlass zur Freude über das geringe Innengeräusch.

Geht es über Land oder in die Stadt, kann man beobachten, wie oft der Benzinmotor gar nicht mitarbeitet, wenn der Wagen steht oder wie mit einem Freilauf „segelt“ und gar im Schub- oder Bremsbetrieb Strom für die Batterie produziert, auf jeden Fall kein Benzin verbraucht. In der Stadt spielt der Hybridantrieb seinen Vorteil natürlich besser aus als außerhalb.

Wir schauten bei einem CT 200h mit 16-Zoll-Rädern genauer hin. Auf der Autobahn mit rund 130 km/h und Landstraße mit 100 km/h lagen wir bei sechs Litern auf 100 km, in der Stadt deutlich niedriger. Experten wollen schon weniger als vier Liter gebraucht haben. Unser Fahrzeug wird mit 4,1 Litern (im Durchschnitt nach EU-Norm) angegeben, die Basisversion mit 3,9 Litern, was einer Kohlendioxidemission von 87 Gramm pro Kilometer (15 Zoll) oder 94 Gramm (16 Zoll und 17 Zoll) entspricht. Lexus versäumt es nicht, darauf hinzuweisen, dass der Hybrid-Antrieb kaum Stickoxide und keine messbare Rußmenge emittiert. Das hebt den Hybridantrieb deutlich vom Dieselantrieb ab, der beim Verbrauch auf Strecke allerdings mithalten kann.

Von den Toyota-Hybriden hebt sich der Lexus durch seine Ausstattung ab. Wo die Toyota-Modelle in dieser Klasse erkennen lassen, dass Preis vor Schönheit und Haptik geht, ergeht sich der Lexus in Wertigkeit und Eleganz. Noch mehr überzeugt die Ausstattung. Schon die unterste der vier Ausstattungslinien hat eine große Liste an Technik- und Komfortdetails aufzuweisen, die bei der „Executive Line“ und den noch gehobeneren Versionen „Dynamic Line“ und „Impression Line“ jeweils noch deutlich verlängert wird. In der Standardversion bereits enthalten sind Zwei-Zonen-Klimaautomatik, LED-Leuchten, Panasonic Audiosystem, Festplatten-Navigation, Pre-Crash-Safety-System, Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, zehn Airbags und ein Schleudertrauma-Schutz.

Was also spricht für den Lexus CT 200h im Vergleich zu Prius und Auris? Zunächst die Marke, mit der man zu erkennen gibt, dass man für den Hybrid auf nichts verzichten will und sich etwas leisten kann. Dann das nicht alltägliche Design und die gediegene, moderne und sogar sportlichen Ehrgeiz verströmende Innenausstattung mit guten Materialien und guter Verarbeitung. Außerdem die angenehmen Fahreigenschaften einschließlich der Fahrgeräusche. Wir fanden bei unserer ausgiebigen Tour mit dem Lexus CT 200h nur drei Kritikpunkte: die Sonnenblenden sind zu klein; die Zuladung liegt mit rund 400 Kilogramm für deutsche Verhältnisse sehr niedrig, und sehr kurze Fahrbahnstöße werden innen spür- und hörbarer als man beim Niveau des CT erwarten würde. (ampnet/Sm)

Daten Lexus CT 200h Executive Line (16-Zoll)

Länge x Breite x Höhe (m): 4,77 x 1,89 x 1,69
Motor: Vierzylinder-Benziner, 1798 ccm
Leistung: 73 kW / 99 PS bei 5200 U/min
Maximales Drehmoment: 142 Nm zwischen 2800 und 4400 U/min
Elektromotor-Leistung: 60 kW / 82 PS
Drehmoment: 207 Nm
Systemleistung: 100 kW / 136 PS
Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm). 4,1Liter Super
CO2-Emission: 94 g/km (Euro 5)
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,3 Sekunden
Leergewicht / Zuladung: 1410 – 1465 kg / 380 – 435 kg
Kofferrauminhalt: 375 – 985 Liter
Wendekreis: 10,4 m
Basispreis: 29 750 Euro

 

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