Nissan Juke-R: Geburtstagsgeschenk der Superlative

Der Nissan Juke feiert Geburtstag und warum sollte man sich dann nicht auch selbst beschenken? Gesagt, getan. Nissan präsentierte auf dem Goodwood Festival of Speed den Nissan Juke-R 2.0. Das PS-geladene Geburtstagsgeschenk ist in einem auffallenden Design verpackt und garantiert neben der Verschmelzung von kompaktem Crossover und Supersportwagen natürlich jede Menge Leistung und Fahrspaß.

Ein leistungsstarker Sechszylinder macht mächtig Dampf unter der Motorhaube des Nissan GT-R Nismo und schießt aus 3,8 Litern Hubraum brachiale 600 PS (441 kW) aus allen Rohren. Bei der ganzen Leistungssteigerung sind natürlich bestimmte Anpassungen von Nöten. Beispielsweise sind die Lufteinlässe im überarbeiteten Frontstoßfänger nun doppelt so groß als beim ersten Juke-R, um dem Triebwerk ausreichend Kühlung zu ermöglichen.

134554_1_5

Ein großer Heck-Diffusor aus Karbon und ein optisch an das widerstandsfähige Material angelehnter Dachheckspoiler, der durch speziell gestylte Auspuffschächte noch verstärkt wird, verleihen ihm einen noch sportlicheren Charakter. Dem Supersportler im Crossover-Format erinnert sich aber auch an seine Wurzeln und nicht alles wurde aufgemotzt. Die neuen Scheinwerfer mit Xenon-Licht und LED-Tagfahrleuchten sowie der modifizierten V-Kühlergrill sind noch immer die des Serien-Juke.

Nur noch heute kann man das Konzeptcar am dem Nissan Stand auf dem Goodwood Festival bewundern. Jann Mardenborough, Gewinner der Nissan GT Academy 2011 und Teilnehmer des diesjährigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans, startete an allen drei Tagen beim legendären Bergrennen und zeigte, was der Nissan Juke-R 2.0 auch auf der Strecke drauf hat.

134542_1_5

„Der Juke-R hat sich zu dem Crossover-Supersportwagen schlechthin entwickelt. Ein Upgrade mit mehr Leistung und ansprechenderem Design war nach der Einführung der neuesten Juke Version im letzten Jahr nur logisch. Der Juke-R 2.0 ist ein Crossover im wahrsten Sinne des Wortes, er verbindet das Beste von Nissan: die Innovation der Crossover-Familie und die Kraft des Supersportwagens GT-R“, erläutert Gareth Dunsmore, General Manager Marketingkommunikation bei Nissan Europe.

Teil 3: NISMO Trackday @ Lausitzring – Nissan 370Z NISMO in Action

Teil 3
Der 370Z NISMO in seinem Element

370Z NISMO

Da wir uns ja bereits eingefahren haben, ist der 370Z NISMO die heiß erwartete Steigerung. Die Recaro Halbschale saugt einen regelrecht an beim Einstieg und fesselt mich fest an sich – wie eine innige Umarmung. Das griffige Alcantara belederte Sportlenkrad hält eher mich fest und nicht umgekehrt. Rote Ziernähte, ein auf mich ausgerichtetes Cockpit und eine für einen Japaner sehr ordentliche Haptik mit sehr guter Verarbeitung. Hier und da die NISMO Schriftzüge. Sofort bin ich wieder im Bann der Fairlady. Ein Druck auf den Startknopf blendet gleichzeitig alles um mich herum aus. Ich fühle mich in eine Parallelwelt versetzt – als hätte ich hinter den Spiegel geschaut bei Alice im Wunderland – und lasse es einfach geschehen. Sportmodus: ON, ESP: OFF. Die Kupplung benötigt einen festen kräftigen Tritt. Der erste Gang rastet sauber ein und los geht es in der Boxengasse. Zweiter, dritter Gang. Überaus direkte Gasannahme. Lenkeinschlag links, Lenkeinschlag rechts. Man hat den Eindruck, dass mich mein Date bereits bestens kennt und schon vorher genau weiß, was in meinem Kopf vorgeht. Erstes leichtes Anbremsen – intuitiv zuckt der rechte Fuss auf der Bremse stehend in Richtung Gaspedal für einen Zwischengaststoß beim Herunterschalten. Doch wieder weiß die Fairlady sofort Bescheid. Dank dem im 370Z verbauten Synchro Rev Control regelt die Elektronik den idealen Drehzahlpunkt für den Schaltvorgang nämlich ganz von selbst. Klingt cool und ist es auch! Die Funktion kann bei Bedarf deaktiviert werden, macht aber auf der Rennstrecke und gerade für den Laien wirklich Sinn. Denn durch einen Zwischengasstoß wird die Hinterachse beim Herunterschalten bzw. Wiedereinkuppeln nicht zu stark abgebremst und hilft die Kontrolle der in diesem Moment sowieso leicht werdenden Hinterachse besser zu behalten.

Innenraum 370Z NISMO

Ich will niemanden mit Fahrphysik und Lastwechseln langweilen, aber man kann es etwas überspitzt so erklären: Stellt Euch vor, Ihr würdet vor bzw. in der Kurve der Autobahnausfahrt die Handbremse bis zum Anschlag anziehen. Wenn es gut läuft, schaut Ihr mit großen Augen „nur“ in die Richtung, aus der Ihr gekommen seid. Wenn es blöd läuft, fahrt Ihr doch recht schnell Karussell.

Aber wir schweifen schon wieder ab… Nach einigen Runden bin ich nicht warm, sondern lodere wie Feuer. Ich will es jetzt wissen. Franks Anweisungen aus dem GT-R geben mir Sicherheit und münden in einer degressiven Lernkurve. Ich bin direkt hinter ihm. Das Tempo wird schneller. 5.000, 6.000, 7.000, Schalten bei 7.300 U/min und wieder Vollgas. Bloss nicht in den Begrenzer und Zeit verlieren. Frank spielt mit uns. Ich habe meine liebe Mühe, am 206 PS stärkeren GT-R dran zu bleiben. Wäre sowieso unrealistisch, da hier mit ungleichen Waffen gekämpft wird, aber meine Illusion, die Weltherrschaft an mich zu reißen, wird von der Fairlady ohne jedweden Zweifel unterstützt. Dabei mutiert sie förmlich zu einem Samurai und beschleunigt unaufhaltsam weiter und weiter, bis man vor der Kurve gezwungen wird, den Anker zu werfen. Sauberes direktes Einlenken. Der FotoRalph neben mir nimmt meine Motivation, um sein Frühstück bangend, eher mit Bedenken wahr. Doch schon wegen der Fliehkräfte hat er Mühe, Kamera, Kopf und Zweifel auch nur im Ansatz zu koordinieren. Frank gibt genaue Anweisungen, wo der optimale Bremspunkt ist, den man als normaler Fahrer auf der Rennstrecke in der Regel viel zu früh wählt. Erst im letzten aber richtigen Moment genau und stark zu bremsen, ist Teil der hohen Kunst – und heute darf ich der Künstler sein.

370Z NISMO on Track

Die Bremse beißt wie ein Piranha, ist dabei sehr gut dosierbar und hat auch nach einigen Runden noch einen guten Druckpunkt. Man darf bei aller Liebe nicht vergessen, dass wir hier keinen reinrassigen Rennwagen bewegen und bei rd. 1,6 Tonnen Lebendgewicht auch eine vermeintliche Sportbremse in gewisser Weise die Achillesferse des Fahrzeuges ist. Vor allem nach vielen schnellen Rennstreckenrunden. Die Komponenten kühlen daher vor jedem Wechsel in einer Art Auslaufrunde wieder ab.

Beindruckend für mich war auf alle Fälle die Kurvengeschwindigkeit, mit der man den 370Z NISMO um die trockenen Ecke bügeln kann. Diese Erfahrung ist nur auf der Rennstrecke mit entsprechendem Sicherheitsraum machbar. Wenn Du es nicht explizit darauf anlegst, ist es nahezu nicht möglich, einen Abflug hinzulegen. Auch schnelle Lastwechsel lassen den Z relativ kalt. Vor allem beim starken Anbremsen aus einer schnellen Geraden kommend bzw. beim schnellen Hineinbremsen in längere Kurven trumpft die optimierte Gewichtsverteilung nebst Aerodynamik so richtig auf. Die Vorderachse mit den 245er Pneus folgt sauber dem Lenkeinschlag, gleichzeitig wird das Heck beeindruckend resistent am Boden gehalten. Unebenheiten quittiert das Fahrwerk gekonnt und gibt die Impulse dennoch gut fühlbar an den Popometer des Piloten weiter. Das sichert dem ambitionierten Fahrer schnelle Rundenzeiten und sorgt für Sicherheit im Alltag.

370Z NISMO on Track

Beim sauberen aber dennoch vehementen Herausbeschleunigen krallen sich die 285er Reifen an der Hinterachse fest auf den trockenen Asphalt und folgen dem Kurvenausgang kontinuierlich, ohne den Fahrer mit plötzlichem Übersteuern zu überfordern. Die gewichtsreduzierten 19 Zoll Felgen sind hier Teil des Gesamtpaketes der Optimierungen am Facelift Modell und sorgen für in Summe weniger ungefederte Massen, die bei Sportwägen zu unerwünschten Radlastschwankungen führen. Sinngemäß joggt es sich mit leichten gepolsterten Laufschuhen nicht nur in Kurven besser als mit den schweren Betonsandalen aus dem Hafenbecken vom Mafiosi nebenan. Im Video sieht man schön, wie ruhig das Lenkrad in den Kurven gehalten werden kann, ohne dass viel korrigiert werden muss. Dass das Limit nahe ist, hört man am Hilferuf der Reifen, die auf den Übergang von der Haft- zur Gleitreibung aufmerksam machen.

RAYS 19"

Macht wirklich extrem viel Spass der Wagen und selbstredend kann man damit on demand ordentlich das Heck kommen lassen, wenn man will. Der Grenzbereich kündigt sich aber gutmütig an und selbst wenn man kurz eintaucht, reagiert der Z eher verzeihend und bietet genug Zeit zur Korrektur. Aber unter uns: Wer will, der kriegt – keine Frage! Du kannst den Wagen so dermaßen genial in den Drift stellen und – wenn Du wirklich gut bist – währenddessen ein Selfie von Deinem breiten Grinsen auf Deiner Facebook-Seite posten.

Diese Tage sind jedenfalls aus der Kategorie, in der man vergisst zu essen und zu trinken, ja sogar aufs Klo zu gehen. Sie gehen einfach viel zu schnell um. Was soll ich noch sagen? Das Wiedersehen war vollumfänglich schön. Der NISMO kann alles, was der normale Z kann, nur irgendwie ein wenig besser im Sinne von sportlicher. Echte Konkurrenz fällt mir ad hoc keine ein, weil ich nicht mit Zuffenhausen oder München vergleichen möchte – Stuttgart hat sowas nicht einmal im Programm. Beim Z gibt es für mich kein „besser“ oder „schlechter“. Er ist perfekt, so wie er ist und gehört in meine imaginäre und unendlich große Autosammlung einfach uneingeschränkt hinein. Manche Tage sind eben nur und ausschließlich 370Z NISMO Tage. Vor allem zu dem Preis. Runde 46.000 € für ein nahezu voll ausgestattetes ehrliches Heck angetriebenes Sportcoupé sind eine echte Ansage! Ansonsten muss ich sagen: Traut Euch und nehmt an solchen Events teil, es lohnt sich. So ein Tag ist für die Ewigkeit in Eurem Kopf.

370Z NISMO on Track

Und jetzt seht Euch noch das Video ganz am Ende an – Popcorn und Cola können dabei gerne eingenommen werden. Hier gibt es zusätzlich ein Statement von Sebastian Bauer, der ebenfalls teilgenommen hat und dessen Blog Passion:Driving sich um sportliches Fahren dreht. Wir waren jedenfalls rundum zufrieden mit Auto, Event und der Er-Fahrung, aber dennoch müde und froh, dass wir halbwegs was im Kasten hatten.

NISMO 370Z

Hier geht`s zum Video und in der Galerie findet Ihr weitere Bilder -schön.

Zum Abendessen gab es für uns dann erstmal ordentlich Sushi mit ganz viel von dem grünen scharfen Zeug (aka Wasabey), bei dem wir viel über den Tag sinniert haben. Seid gespannt, was da noch so auf Euch und uns zukommt!

In diesem Sinne

Euer MotorOli & FotoRalph

P.S. Zum originalen Artikel geht es hier.

Teil 2: NISMO Trackday @ Lausitzring – Nissan 370Z NISMO in Action

Teil 2 von 3

Der 370Z NISMO (2) im Rahmen der NISMO Trackdays also…

370Z NISMO

Wir sind extra bereits am Vortag angereist in die Lausitz, um uns eines der heißen Geräte zu schnappen und ein wenig streberhafte Vorarbeit zu leisten, bevor am nächsten Tag der Rummel richtig losgeht. Aus oben genannten Gründen pflege ich zur Fairlady ja auch ein besonderes Verhältnis und ich wollte die heiße Affäre doch ein wenig näher kennenlernen vorab und im Stillen und nur unter Beobachtung meines kahlköpfig kreativen Weggefährten, dem FotoRalph.

Nur mal so nebenbei: Dass wir die Z-Reihe heute auch als „Fairlady“ kennen, geht auf den damaligen Präsident von Nissan Motors Japan (aka Mr. Katsuji Kawamata) zurück, der – Gerüchten zufolge – während eines USA-Aufenthaltes nach einem Besuch des Broadway Musicals „My Fair Lady“ so überaus erpicht von selbigem war, dass Ihm der Name für den Urvater des heutigen 370Z, den Datsun Sports, als passend erschien. Vordergründig ging es darum entsprechende Assoziationen von Musik und der Schönheit der Hauptdarstellerin aus dem Musical auf den Roadster zu übertragen. Kann man machen in dem Fall. Zum Glück kamen „Sigfried und Roy“ erst später in die USA. 

Der Datsun 240Z (1969-1978) war dann der offizielle Nachfolger, wobei das „Z“ für die sportliche Baureihe eher pragmatischere Gründe hatte: Es war mehr oder weniger der einzig noch für eine Typisierung verfügbare Buchstabe im Alphabet. In Japan wurde der Nachfolger aber ebenfalls noch mit dem initialen Namenszusatz verkauft. Die „Fairlady Z“ war geboren, deren/dessen Name sich bis in die heutigen Z Modelle mitzieht (Quelle: hier).

Wir suchen uns eine schwarze Fairlady aus. Wow!

Da steht ER (der 370Z), SIE (die Fairlady), ES (das Auto)… Im Hintergrund diese imposante Kulisse des vollkommen leeren Lausitzringes bei traumhaftem Wetter,  mit den Tribünen und diesen riesigen Windkraftanlagen. Es könnte nicht passender sein. Sieht ein wenig aus wie aus einem japanischen Manga. Surreal, quirlig, farbenfroh, aber auch ziemlich cool. Der Z wirkt verspielt, steht breit da, lässt jedoch auch sofort den Samurai-Kämpfer in ihm erkennen.

370Z NISMO

Sofort fällt einem die fehlende Frittentheke hinten auf, die mit das extrovertierteste Merkmal des NISMO vor dem Facelift war. Sie ist einer dezenteren Variante gewichen, die mir offen gesagt etwas besser gefällt, wenngleich der XXL Spoiler irgendwie cool war. Mit weiteren aerodynamischen Modifikationen  an Front- und Heckschürze sorgt die neue Variante aber für mehr und gleichmässiger verteilten Abtrieb, den die neuen leichteren 19“ Räder von Rays auf die Strasse bringen dürfen. Wir werden es sehen!

Vorne blinzelt einen die Fairlady jetzt mit leuchtenden LED Tagfahrleuchten an, die sauber über den seitlichen Lufteinlässen eingepasst wurden und sich nahtlos in das sportliche Gesamtbild einfügen, dabei keinesfalls aufgesetzt wirken. Sexy! Kommt auf alle Fälle gut und dient neben der Sicherheit auch dem Überholprestige. Aussen ansonsten ganz Z. Einen Fahrbericht zum „alten“ NISMO findet Ihr hier.

370Z NISMO

Unter dem Blechkleid hat sich zumindest in Sachen Motor nichts großartig verändert, waren die Zutaten hier doch bereits recht fein und das Herz groß. 3,7 Liter Hubraum sorgen mit 344 rassigen PS aus dem bekannten V6 Triebwerk dafür, dass lediglich 5,2 Sek. bis 100 km/h vergehen. Im normalen Z (Coupé) sind es immerhin 331 PS (328 PS im Cabrio). Abgeregelt wird der Galopp bei 250 km/h. Gefeilt hat man ansonsten lediglich etwas an der Fahrwerksabstimmung hinten, um den Abrollkomfort zu optimieren. Durch einen neuen „Flokati“ und etwas „Silikon“ hat sich ebenfalls noch die Geräuschkulisse an der Hinterachse minimiert, was ich nur bedingt beurteilen kann, da ich den Vorgänger nicht kenne. Aber wird schon so sein. Abrollgeräuschminimierung durch neue Teppiche und Radhausverschalung hin oder her… So lange dafür der V6 Sound durch die Arm dicken Endrohre noch besser zu hören ist, bin ich fine.

3,7L V6 344PS

Innen lädt ein neues halbschalen Recaro-Gestühl zum verweilen ein, welches im Vergleich zum Vorgänger noch besseren Seitenhalt bietet und obendrein etwas leichter ist. Ich habe mich mit 1,92 m Körpergröße sehr gut darin zu Recht gefunden. Soviel also zum Facelift und nun genug des Geplänkels! Morgen heißt es früh raus…

Innenraum 370Z NISMO

Der NISMO Trackday

Der Tag bricht ein und wie könnte es schöner sein, das Wetter ist ebenfalls sehr fein. *Poesie aus.*

Nach unruhigem Schlaf und vorfreudigsten Träumen, machen wir uns also auf den Weg zur Strecke. Das Wetter war etwas stürmisch in der Nacht, hat sich aber wieder gefangen. Vor allem hat die Sonne den bösen Regenwolken gezeigt wer das Sagen hat. Läuft!

Am Lausitzring angekommen stehen die Protagonisten bereits aufgereiht in Reih und Glied im Fahrerlager. Frisch gewaschen, genau wie wir. Nissan hat über Drive & Fun wohlgemerkt den gesamten Lausitzring angemietet! Freie Fahrt für freie Petrolheads also am nicht gänzlich Auto freien Sonntag.

370Z NISMO

Eine der Lounges genau über der Boxengasse dient als „Aufenthaltsraum“ für Teilnehmer und deren Begleitung. Hier findet nach Akkreditierung/ Anmeldung auch das Fahrerbriefing statt. Kurze Einweisung gepaart mit einem Grundkurs in Flaggenkunde und allgemeinem Ablauf sowie Verhaltensregeln auf der Strecke sind unabdingliches Muss, werden aber von Chefinstruktor und KTM Vorderradschoner Armin Eckl mit stoischer Gelassenheit, ergänzt um die Eine oder andere Zote, dem gespannt dreinblickenden Publikum nahe gebracht.

Der Tagesablauf per se ist eigentlich schnell erklärt: Gefahren wird immer in zwei Gruppen mit jeweils zwei Fahrern, die dann wiederum in regelmäßigen Abständen den Fahrerplatz mit dem Beifahrer tauschen. Dazwischen sind kurze Pinkel- und/ oder Schnittchenpausen sowie Gruppenwechsel. D.h. man wechselt von bspw. Gruppe A im Juke NISMO RS in Gruppe B und klemmt sich den 370Z NISMO unters schlanke Hinterteil und vice versa.

NISMO Trackday

Vor jeder Gruppe fährt immer ein erfahrener Instruktor, der über Funk die Ideallinie erklärt und Tipps gibt. Dabei wechseln die Fahrzeuge immer so durch, dass genau jedes Auto einmal hinter dem Instruktor fährt und „unter die Lupe“ genommen wird. Schon diese Tatsache verspricht, dass es kein reines „Hinterhereiern“ im Gänsemarsch wird. Das Ganze geht von 9-17 Uhr mit einer Mittagspause bei der richtig leckeres Catering aufgefahren wird. Ein VOLLER Arbeitstag auf der Rennstrecke also liebe Freunde! Ich betone das nur, weil es oftmals auch verkappte Alibi-Fahrevents mit unendlich langen Geschwafel- und Nonsenspausen gibt, um die Zeit zu strecken.

Event

Da wir als heterosexuelles Pärchen in der Konstellation MotorOli und FotoRalph angereist waren, hatten wir das Glück ein Auto für uns alleine zu haben. Wir wollten ja den Betrieb mit unserem Möchtegern-Filmgetue nicht zu sehr aufhalten, denn die Petrolheads wollten ja berechtigterweise nur das Eine.

Los geht’s für uns im manuell geschalteten Juke NISMO RS. Kurze Erklärung des Fahrzeuges zu Sitzposition und Technik durch den Instruktor und schon biegen wir durch Box 7 vom Fahrerlager in die Boxengasse auf die Strecke. Ich habe ja das Glück öfters auf Rennstrecken unterwegs zu sein, aber die Kulisse ist immer wieder beeindruckend und es kribbelt  jedes Mal aufs Neue in der Magengegend. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. Petrolheads wissen sofort Bescheid. Jeder sollte mindestens einmal im Leben auf einer Rennstrecke gefahren sein und in diese Atmosphäre eintauchen. Die riesigen Tribünen, dahinter speziell am Lausitzring die Windkraftanlagen und diese Weite – sensationell. Doch genug der Träumerei.

Wir fahren heute die GP-Strecke, nur eine der zahlreichen möglichen Varianten, die der Lausitzring bietet. Heißt rd. 4,5 KM, 14 Kurve, auf einer maximalen Streckenbreite von 24 m. Die längste Gerade misst 800m.

Die ersten Runden stehen im Zeichen des „Strecke Kennenlernens“, aber bereits hier wird schnell klar, dass wir nicht auf einer Kaffeefahrt für Rentner sind. Es heißt: DRANBLEIBEN! Der Juke NISMO RS fühlt sich im ersten Eindruck sehr knackig an und der triebige 1,6 Liter Turbo-Motor mit 218 PS hat leichtes Spiel. Die Daten und wie sich der Kleine im Alltag fährt findet Ihr hier btw.

Nach kurzem Fahrerwechsel, damit auch jeder die Strecke kennenlernen kann, wird das Tempo schon merklich angezogen. Die Hinweise auf Bremspunkte, Ideallinie und wohin das Köpfchen in der Kurve idealerweise blicken sollte, werden klar und für jeden Laien verständlich in Echtzeit durch die in jedem Fahrzeug platzierten Funkgeräte vom vorne weg fahrenden Instruktor durchgegeben. Die Teilnehmer sind überaus diszipliniert und die Gruppen harmonieren sehr schön zusammen. Mir fällt auf, dass der Wagen seine Kraft in engen Kurven, trotz schwerem Gasfuß, sehr ordentlich auf den Asphalt bringt, was auf das Vorhandensein eines Sperrdifferenziales deutet. Auf dem Navidisplay wird sogar der Lausitzring eingeblendet und man sieht sich quasi selbst den Track abfahren. Ein freches Früchtchen der Kleine. Macht schon Laune muss ich gestehen. Ich meine wir fahren ein tiefergelegtes höhergelegtes Auto in einem Terrain, was quasi nie so für ihn gedacht war. Werbebotschaft erfüllt würde ich sagen. Ein „Crossover-Sport“, der richtig gut funktioniert. Wäre mal spannend mit dem Wagen eine Autocross-Strecke entlang zu fräsen und es richtig krachen zu lassen.

Nach einigen Wechseln sind wir richtig warm und geradezu heiß auf den 370Z NISMO. Nochmals für Protokoll: 344 hecktriebige Pferdchen aus einem sonor wummernden V6 warten entfesselt galoppieren zu dürfen – mit uns im Recaro-Sattel. Die Prozedur ist analog zur Einführung im Juke NISMO RS, nur dass vorne weg diesmal Frank Eickholt im original GT-R Ringtaxi den Ton angeben wird. Dazu sei angemerkt, dass Frank nicht nur „einfach ein symphytischer Kumpeltyp ist“, sondern als Geschäftsführer und Cheftestfahrer von Tuner Digi-Tec sowie Langzeitfahrer für das 24h-Rennteam von Volvo Veredler HEICO SPORTIV, mit einem sehr breiten Wissen auftrumpft und bis ins letzte Detail Tipps, Infos und sein Fachwissen vermittelt. Sehr geil!

Jetzt ist es also soweit: Das Wiedersehen auf der Rennstrecke mit der neuen alten Liebe.

Weiter geht es in Teil 3… Seid gespannt, wie das Wiedersehen verläuft! Teil 3 folgt in der kommenden Woche! 

Teil 1/3: NISMO Trackday @ Lausitzring – Nissan 370Z NISMO in Action

Heißes Sushi-Date mit einer Japanerin oder auch artgerechte Haltung der „Fairlady“

370Z NISMO

Nach kurzer Pause geht es heiter weiter mit #Fahrspass4 oder einer weiteren unendlichen Fahrspass-Geschichte mit viel Benzin im Blut. Am besten Ihr nutzt die Druckfunktion und bindet Euch die folgende illustre Erzählung als Büchlein… Die Bilder können übrigens durch einen Klick vergrößert werden. Wer Fehler findet, darf diese gerne behalten und nun viel (Fahr-)Spass!

Nachdem wir ja quasi am Anfang unseres (noch) non-budgetären Fahrspassprojektes stehen und gut Ding nach wie vor etwas Weile benötigt – denn auch wenn Du neun Mütter hast, können diese nicht in einem Monat ein Kind bekommen – möchte ich mich an dieser Stelle für den Support von Björn Habbegger und www.autohub.de bedanken. Beide kenne ich schon einige Jahre. Björn ist Full-Time Blogger und jemand den ich nicht nur wegen seiner Energie und Expertise sehr schätze, sondern der auch kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um berechtigte Kritik geht. Das kann dann schon mal in Richtung Industrie oder aber der etablierten Medien gehen, frei nach dem Motto: „Auch eine Reißzwecke kann einen Elefantenarsch tangieren“. Er ist Petrolhead durch und durch, lebt das automobile Online-Thema mit Leib und Seele und ist sich für keinerlei offene und konstruktive Diskussion zu schade bei der er obendrein sehr gut einstecken kann. Alles aus dem Bereich Test, Technik sowie brandaktuelle Autonews in der gesamten Bandbreite findet sich also auf Mein Auto Blog. Wir sind der Teil, der sich regelmässig unregelmässig eher um Autogeschichten denn Artikel kümmert, die den Bereich Fahrspass & Tuning tangieren, und dabei auch mal etwas länger aber (hoffentlich!) niemals langweilig werden.

Heute daher eine weitere Premiere: MotorOli & FotoRalph zur Abwechslung höchst offiziell als Fahrspaß beauftragte on Tour für www.autohub.de. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Wir erlaben uns neben einem überaus fahrspassigen Event an leckerer Japan-Kost mit der gewissen extra Schärfe. Doch eines nach dem anderen. Das Kameraauto ist gepackt, der Scheitel auf Links gekämmt, die Wollsocken für den FotoRalph verstaut und ab gen Osten – Ziel: Lausitzring!

Auf dem Programm stand eine automobile Sinneserfahrung der besonderen Art, bei dem zwei facegelifteten Modelle der NISMO Baureihe, seines Zeichens der Nissan Juke NISMO RS, der Nissan 370Z NISMO und zusätzlich on top der Nissan GT-R in der Track Edition in Ihrem Element er- und gefahren werden konnten. Das Ganze – oh wie könnte es schöner sein – auf einer Rennstrecke. Lausitzring, Trackday, NISMO… Musik in meinen Ohren und Balsam für die Petrolhead-Seele.

Schon bei der Einladung bin ich offen gesagt ganz wuschig geworden und mein Puls ist in Richtung rotem Bereich ausgeschlagen, denn zum 370Z habe ich ein besonderes Verhältnis. Das ist in etwa so, wie wenn man ein heißes Date wiedersehen darf in einem genüsslich Automobil erotischen Umfeld. Mir war allerdings sofort klar, dass wir an dem einen Tag nicht alle drei Fahrspassobjekte vernünftig abfrühstücken konnten mit Film, Foto und einem Textbeitrag. Somit galt es zu selektieren.

Ich habe mich für den Nissan 370Z NISMO entschieden und werde speziell auf diesen Wagen etwas näher eingehen in der heutigen Fahrspass-Geschichte. Den Juke NISMO RS und den GT-R werde ich anschneiden und man sieht beide auch im Video, aber lieber einen Protagonisten gescheit, als drei halbherzig.

Warum der 370Z NISMO?

Nun eigentlich ganz einfach: Den „normalen“ 370Z habe ich bereits ausgiebig auf der Rennstrecke gefahren. Fand ich sehr geil und der Wagen hat es mir bis heute irgendwie angetan. Damals bin ich von Rennfahrer-Biene Sabine Schmitz gecoacht worden und konnte/ durfte/ musste wirklich alles – und ich meine das auch so – aus dem Z herausquetschen. Schon deshalb werden diese poetisch schönen Erinnerungen wach, wenn ich an den Z denke. Noch dazu schwingt immer dieser Name mit… „Fairlady“. Insider wissen sofort was Phase ist, doch auch dazu alsbald mehr 🙂 Und HALLO… Der Z ist der Einzige mit reinem ehrlichem Heckantrieb. Gründe genug also!

Klar ist der GT-R natürlich auch sehr cool, aber der stand nicht als „echter“ NISMO zur Verfügung und bei so einem Event ist es immer etwas schwierig ein Auto für sich zu besetzen für die Aufnahmen, da natürlich nicht unendlich viele Fahrzeuge verfügbar sind. GT-R und Juke NISMO RS werden wir hoffentlich in einem separaten Test näher betrachten können. Den Juke NISMO RS sind wir aber immerhin einige Runden gefahren und waren positiv angetan.

Und um was ging es eigentlich konkret?

Der Event am Lausitzring ist Teil der NISMO Trackdays 2015. NISMO – für die noch Unbedarften – ist der Hausveredler von Nissan und für das Thema Motorsport und Werkstuning zuständig. Die NISMO Modelle sind demzufolge nachgeschärfte Serienmodelle, die einmal aus Marketing strategischen Gründen auf die Straße kommen, aber auch teils aufgrund von Homologationsauflagen für die im Motorsport eingesetzten Pendants Voraussetzung sind. Warum ist mir aber offen gesagt vollkommen Sushi. Hauptsache ist, dass diese schönen Fahrzeuge den Weg in die Serie gefunden haben und somit die Käufer und uns beglücken.

370Z NISMO

+++

Die NISMO Trackdays by Nissan teilen sich dabei in vier Kategorien auf:

  1. Basis wäre ein normaler Nissan Trackday, der sich an Besitzer aktueller oder älterer Nissan Sportmodelle richtet. Dabei haben diese die Möglichkeit in einer Kombination aus guided- und freiem Fahren Ihre Fahrzeuge auf der Renn- bzw. Teststrecke fundiert und mit entsprechenden Sicherheitsreserven eingehend kennenzulernen. Der Grenzbereich ist schließlich eine coole Sau, die geritten werden will. Kiesbettbesuche sind lediglich ein Kann, kein Muss 😉

  2. Bei der NISMO Experience können potentielle Kaufinteressenten und solche, die es werden möchten für einen überschaubaren Obolus in die Kaffeekasse, den gestellten Nissan 370Z NISMO (II) und den Juke NISMO RS für einen halben Tag ordentlich (!) auf der Renn- bzw. Teststrecke bewegen. Dabei ist ebenso immer ein erfahrener Coach dabei. Wer aber denkt, dass nur Anfahren am Berg und Einparken geübt wird, der irrt gewaltig! Blasen an den Händen und Muskelkater im Nacken könnten nur zwei der wenigen gewünschten Nebenwirkungen sein. Suchtgefahr schwingt nicht nur latent mit, sondern ist dreister Plan der Veranstalter.

  3. Ganz oben stünde noch die GT-R Experience, die allerdings stark begrenzt und oftmals lange im Vorfeld ausgebucht ist. Hier geht es im Prinzip analog zur vorgenannten NISMO Experience zu, wobei diese Grenzerfahrung schon aus Gesundheitsgründen etwas kürzer abgehalten wird. Die Menge an Adrenalin die beim nicht erfahrenen Probanden ausgeschüttet wird, können normale All- und Sonntagsfahrer nur sehr schwer verkraften. Daher ist es Nissans unabdingliche Sorgfaltspflicht aufzuhören, wenn es am schönsten ist. Ich persönlich bin mir ja sicher, dass das ebenfalls bewusstes Kalkül ist, damit die Kunden dann so richtig angefixt sind und sich direkt im nächsten Nissan High Performance Center einen GT-R zulegen. Im Prinzip ist das wie mit diesen kleinen süßen Gummibärenpackungen: Sind immer zu Ende, wenn man richtig Hunger darauf bekommen hat! Daraufhin rennt man sofort los und will die große Packung. Zielgruppe sind übrigens auch weichgespülte Sportwagenfahrer bestimmter Spezies, die immer mit allen möglichen Vorurteilen um sich schmeißen und sich hier vom Gegenteil überzeugen können. Bei der GT-R Experience heißt es das Cashmere Schälchen abzulegen und die seidenen Hemdärmelchen zurückzukrempeln. Seid Ihr bereit? Der GT-R ist es! Immer!

  4. Last but not least wäre Nummer 4 als Teil der NISMO Trackdays: Das NISMO Fahrertraining. Das Besondere daran ist, dass es bei jedem ab dem 1.4.2015 erworbenen Nissan 370Z NISMO (MJ 2015) ganz automatisch dabei ist. Keine Sorge: Das Training findet auf gestellten Fahrzeugen statt und geht wiederum den ganzen Tag.

Falls Euer Kopfkino jetzt zur Hauptvorstellung ruft, dann klickt Euch auf folgenden Link – Schnittchen und kühle Getränke sind übrigens inbegriffen:

http://nismo.fahrertraining.com/

In unserem Video ganz unten seht Ihr auch ein kurzes Interview mit Bernhard Hohns (Productspecialist Sportscars), der bei Nissan für das Thema mit zuständig ist und solche überaus abge-Fahren-en Veranstaltungen ermöglicht. Durchgeführt werden die NISMO Trackdays von Drive & Fun, die seit Jahren für Nissan nebst weiteren Kunden aus der Automobilindustrie derartige Events umsetzen – europaweit! Ich werde nicht mal bezahlt für diesen Kommentar, aber finde immer die Geschichte „dahinter“ spannend und gehe solche Veranstaltungen gerne mit entsprechender Bewusstheit und Wertschätzung an. Speziell die Mädels & Jungs von D&F machen das IMHO mit sehr viel Herzblut. Geschäftsführer Armin Eckl, der mit seiner KTM schonmal auf dem Hinterrad zum Bäcker fährt, steht mit seiner Firma für geballte Fahrspass-Kompetenz. Der Name Drive & Fun ist sozusagen Programm.

+++ Teil 2 folgt am Wochenende! 

Stellt Nissan Le Mans 2015 auf den Kopf?

Frontantrieb! In Le Mans. Mit diesem neuen Sportprototypen stellt Nissan die gesamten LeMans Erfahrungen der letzten 50 Jahre auf den Kopf. Den Motor nach vorne zu packen und nicht in den Rücken des Fahrers? Geschenkt. Hat Panoz vor ein paar Jahren bereits gemacht. Den Motor nach vorne, den Fahrer weit nach hinten und den Antrieb über die Vorderachse laufen lassen?

Nissan präsentiert den GT-R LM NISMO

Die Werbezeit rund um den Superbowl 2015 hat Nissan genutzt, um das eigene Le Mans Projekt der Welt-Öffentlichkeit vorzustellen. Hatte man mit dem DeltaWing in den letzten Jahren bereits für Aufsehen gesorgt, so stellt Nissan mit dem neuen LMP1-Sportprototypen die Motorsport-Welt auf den Kopf.

Und genau so muss man sich den neuen Nissan-Renner vorstellen: Wie einen LMP1-Renner von Toyota oder Audi, nur auf den Kopf gestellt. Der V6-Turbomotor schickt seine Kraft an die Vorderachse und dort drehen sich 14 Zoll breite Felgen. Der Durchmesser der Felgen beträgt 16-Zoll, ebenso eine ungewöhnliche Größe. Eigentlich fährt die Le Mans Top-Klasse Räder, die eine Nummer größer sind. An der Hinterachse hat Nissan schmale 9-Zoll Felgen montiert, auch mit 16-Zoll Durchmesser.

1.250 PS – Hybridantrieb

Nissan setzt, wie die Top-Gegner von Toyota und Audi, auf einen Hybridantrieb in der Top-Klasse. Als Energiespeicher wird man ein „Schwungrad“ nutzen. Die gesamte Leistung soll 1.250 PS betragen, wobei die Elektropower auf die Hinterachse geleitet werden soll.

Fahrerkader für Le Mans 2015

Wer den neuartigen Nissan GT-R LM Nismo fahren wird, hat Nissan bislang nicht vollständig bekannt gegeben. Mit Marc Gene wurde bisher nur ein Pilot bestätigt.

 

Video

Projekt: „Der perfekte Drift“ – NISSAN NISMO 370Z

advertorial

WERBUNG:  Der perfekte Drift – nicht viel weniger als die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten. Sicher – die Gerade mag die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten sein, mit dem 344 PS starken Japan-Sportler Nissan Nismo 370Z wählt man aber die schönste Verbindung.

#perfectdrift – Projekt: „Der perfekte Drift“

Ein frei atmender und unglaublich potenter 3.7 Liter V6-Motor versteckt sich unter der langen Motorhaube. Die Kraft geht über ein manuelles Sechsganggetriebe direkt in Richtung Hinterachse und dort warten die  19-Zoll Leichtmetallräder von RAYES, bereift mit 285er Sportreifen!

Ist der Nissan Nismo 370Z das perfekte Werkzeug für den ultimativen Drift-Spaß?

Die Antwort gibt das Video. Die Hauptrolle spielt der Nismo-Z, in der Gast-Rolle ist Niki Schelle zu finden. 

nismo header

 

 

 

Galerie: Nissan Note Nismo

Nissan wird vom Note eine scharfe NISMO-Version bringen – erste Eindrücke vom Note Nismo geben diese Fotos:

Autonews – Der Wochenrückblick KW 35

1. Strom-Sportler spricht Holländisch

Schon lange haben die Holländer was den Fahrzeugbau anging, auf sich warten lassen. Nun hat das Start-up Carice ein Elektro-Mobil auf die Strasse geworfen: das Carice MKI. Mit einem Gewicht von nur 350 Kilogramm, ist der kompakte und sportliche Roadster ein wahres Fliegengewicht. Der Hersteller verspricht durch die Gewichtsreduzierung leichteres Handling und einen geringeren Energieverbrauch. Doch nicht genug. Der kleine Elektro-Stromer wird speziell nach Kundenwünschen gebaut, was jeden Carice MKI zu einem Einzelstück macht. Der Verkauft startet erstmal nur in den Niederlanden und zwar ab einem Preis von 22.000 Euro. Die können also doch mehr als nur Wohnwagen.

ampnet_photo_20140826_085513

ampnet_photo_20140826_085515

2. T-Time für Business-Pakete

Mercedes-Benz packt neue Pakete für Businesskunden aus, die eine C-Klasse T-Modell bald ihr Eigen nennen. Für das Ende September geplante sind bereits zwei Business-Pakete bestellbar und beinhalten standardmäßig das Audio-System 20 CD mit Bluetooth. Ebenfalls fester Bestandteil der Packages ist der aktive Park-Assistent inklusive Parktronic. Dieser hilft beim Suchen einer passenden Parklücke und warnt beim Rangieren vor Hindernissen. Zudem ist er mit aktiver Lenk- und Bremsfunktion zum Längs- und Quereinparken ausgestattet und parkt auf Wunsch das Fahrzeug halbautomatisch ein. Sitzheizung und Scheibenwischer mit Regensensor sorgen für weiteren Komfort. Zur Geschäftskundenausstattung gehört ebenfalls ein größerer Tank mit 66 Litern Volumen.

C-Class-T-Modell Pressdrive Deidesheim/Germany July 2014

3. Sondershow Automobildesign auf der Essen 2014

Auf der diesjährigen Motor-Show in Essen wird in einer Sondershow das Automobildesign gefeiert. Es werden dabei die jüngsten Entwürfe verschiedenster Autohersteller gezeigt unter anderem von Giugiaro, Hyundai, IED, Peugeot, Rinspeed, Sbarro und Zenvo, die um die 20 Studien zeigen werden. Rinspeed zegt seine vollelektrische Stuide Xchange, die das autonome Fahren ermöglicht. Das Fahrzeug nutzt ein Bedien- und Anzeigekonzept mit Entertainment-, Sicherheits- und Servicefunktionen, sodass es sich während der autonomen Fahrt bequem arbeiten oder entspannen lässt. Der schweizerische Designer Franco Sbarro rollt mit seiner Luxuslimousine Bugatti Sbarro Royale an. Wie sein Vorbild aus den 1930er Jahren, ist auch dieses Modell mit enormen Ausmaßen versehen: 6,80 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Ein 7,1-Liter-16-Zylinder-Motor mit 400 PS treibt den Luxusliner an. Weiterhin werden auch ganz zukunftsträchtige Fahrzeuge anwesend sein. Einfach überraschen lassen.

ampnet_photo_20140827_085588

ampnet_photo_20140827_085587

4. Neuer Nissan Pathfinder auf Abwegen in Moskau

Nissan präsentiert auf der Moskau Motor-Show seinen neuen Pathfinder und wählt damit den Ort des Debüts sehr bewusst. Der Nissan Pathfinder ist das in vierter Generation gebaute Fahrzeug der Baureihe und das erste in Russland produzierte Hybridfahrzeug. Zusätzlich zu einem 3,5-Liter-Benzinmotor wird der Pathfinder auch erstmalig mit einem Hybridantrieb bestehend aus Elektromotor und einem 2,5-Liter-Benziner angeboten. Neben dem Offroader wird auch zeitgleich der Nissan Sentra vorgestellt, eine 1,6-Liter-Benzinlimousine mit hoher Bodenfreiheit. Der Sentra wurde in enger Zusammenarbeit mit Lada entwickelt.

ampnet_photo_20140827_085613

ampnet_photo_20140827_085609

5. Neuer GT-Flitzer von Renault

Sportlich geht es im Hause Renault zu. Mit dem Sport R.S. 01 präsentiert der französische Autohersteller auf dem Moskauer Automobilsalon einen neuen GT-Rennwagen mit über 500 PS Muskelkraft unter der Haube. Dem Boliden wurde ein Kohlefaserchassis verpasst, welches sein Gewicht auf weniger als 1100 Kilogramm drückt. Der Motor stammt aus dem Hause Nismo (Nissan Motorsport) und ist mit einem sequenziellen Sieben-Gang-Getriebe ausgestattet. Der 3,8-Liter-V6 mit Biturbo dem 1,16 Meter flachen Auto eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h und liefert mehr als 600 Newtonmeter Drehmoment auf die Nadel. Starker Flitzer.

ampnet_photo_20140828_085721

6. Noch mehr Sportlichkeit bei Opel

Weitere Sportlichkeit liefert auch Opel-Tuner Irmscher. Dieser bringt das auf 100 Stück limitierte Sondermodell Astra GTC Turbo i 1400 auf die Strasse. Die Leistung des Rüsselsheimers wird dabei von 140 PS auf 170 PS angehoben. 20-Zoll-Alufelgen und eine Tieferlegung um drei Zentimeter mit progressiver Federrate optimieren sein Fahrwerk nochmals zusätzlich. Weitere Sonderelemente sind ein Dachspoiler, ein Diffusoreinsatz und Seitenschweller, ein Kühlergrill mit Carbonleiste und eine integrierte Frontspoilerlippe. Der Astra GTC Turbo i 1400 kann für ca. 4000 Euro bei jedem Irmscher-Opel-Händler oder direkt beim Tuner bezogen werden.

ampnet_photo_20140824_085416

7. GT-R Spritze für den Nissan 370Z Nismo

Auch bei Nissan geht es sportlich zu. Zum Modelljahrgang 2015 wird es für den Nissan 370Z Nismo eine kräftige GT-R Spritze geben. Der 370Z wird von einer Reihe ursprünglich für den GT-R entwickelter Teile profitieren, die neben einer sportlicheren Optik und einem brandneuen Aerodynamik Paket auch ein neu abgestimmtes Sportfahrwerk, sicherere Recaro-Sitze und einen noch besser isolierten Innenraum beinhalten. Ein neuer Heckstoßfänger und ein verkleinerter Heckspoiler sind ebenfalls teil des neu entwickelten Aerodynamik-Pakets. Verkaufsstart des neuen Modelljahrgangs in Europa ist im September.

ampnet_photo_20140825_085425

8. Besonders: der Peugeot 2008 Castagna

Der erfolgreiche Franzose wurde vom Mailänder Carrossier Castagna zu einem besonders schmucken Einzelstück präpariert. In Rot, Blau und Weiß gestaltet, ist das Unikat ein wahrer Eyecatcher. Die Farben setzen sich auch im mit weichem Alcantara-Leder ausgestatteten Interieur fort. Das Armaturenbrett ist mit handgenähten weißen Kreuznähten verziert und das Panoramaglasdach ist mit einem Sternenhimmel-Effekt geschmückt. Im Kofferraum wurde edles Holz verlegt und durch eine speziell gewebte Matte geschützt, die auch als Picknickdecke verwendet werden kann. Passgenaue Ledertaschen mit Markenlogo kann man ebenfalls erweben. Bunt ist das Leben und Granatenstark, oder?

Peugeot 2008 Castagna

ampnet_photo_20140825_085478

Fotos: Hersteller

Von der Couch auf das GP3-Podium. Ganz nach oben. #nismo

Es gibt keine vergleichbaren Wettbewerbe und kein vergleichbares Talentprogramm. Die GT Academy von Nissan sucht ihres gleichen. Und sie sucht nach echten Talenten. Im Jahr 2011 hat die GT Academy ein wahres Goldstück ans Licht gebracht. Den talentierte und junge Jann Mardenborough

 

Interview mit einem Sieger – Jann Mardenborough

Zu Beginn des Jahres war Jann damals noch Student und befand sich gerade in dem Jahr zwischen Schule und Universität und wusste noch nicht so richtig, was er mit seinem Leben anfangen sollte. Dann hörte er von der GT Academy. Jann wusste über seine Fähigkeiten an der PS3, aber würde sein Können in der virtuellen Welt auch auf eine echte Rennstrecke übertragbar sein?

Seit er die dritte Saison der GT Academy im Juni 2011 gewann, hat Jann eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er nicht nur auf ganzer Linie ein professioneller Rennfahrer sondern eines der aufregendsten jungen Rennfahrertalente der vergangenen Jahre ist.

Der heute 22-jährige fährt in diesem Jahr für Arden International Motorsport in der GP3 Serie. Jann hatte vor gut zwei Wochen bei seinem Heim Grand Prix im englischen Silverstone eine schwere Zeit. Nachdem er in beiden Rennen mit Reifenproblemen zu kämpfen hatte, musste er für Hockenheim etwas umstellen.

Die Prüfung in Silverstone

„In Silverstone habe ich gelernt, wie wichtig es ist, richtig mit den Reifen umzugehen“, sagte Jann. „Seit dem Rennen hat das Team sehr hart mit mir gearbeitet, nicht nur im Workshop, sondern auch im Red Bull Simulator. Im ersten Rennen in Hockenheim startete ich von Platz 13 und passte gut auf meine Reifen auf, während einige meiner Konkurrenten vor mir mit erheblichen Reifenproblemen zu kämpfen hatten. Am Samstag spielte ganz klar die große Hitze eine Rolle, und ich war sehr froh, dass mir das Team die Wichtigkeit der Reifensituation immer und immer wieder erklärt hatte, damit ich dann noch auf einem guten achten Platz ins Ziel kam.“

Der Erfolg in Hockenheim

Ein achter Platz in Rennen Nummer 1 bedeutete für den Sonntag die Pole Position für das zweite Rennen. Jann ist bekannt dafür, dass er gerade unter Druck einen klaren Kopf behält, und das hatte er am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er kontrollierte das Rennen von Anfang an, fuhr einen beeindruckenden Start-/Zielsieg nach Hause und gewann sein erstes GP3 Rennen.

„Man hatte schon in dem GP2 Rennen gesehen und anhand der hohen Temperaturen über 35°, dass beide Rennen in Hockenheim extrem reifenbelastend sein werden“, sagte Julian Rouse, Sporting Director at Arden International Motorsport Ltd. „Unser Fokus lag darauf, so gut wie möglich mit unseren Reifen umzugehen. Jann und das Team hatten eine gute Strategie, um ihn in die Top-8 vorzubringen, damit er eine gute Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag hatte. Im zweiten Rennen machte Jann klaren Prozess und triumphierte ausgezeichnet. Unser Ziel war es eigentlich, dass er sich an die neue Situation gewöhnt, von Pole zu starten und einfach das Beste daraus macht. Jann ist schließlich noch in seinem Rookie-Jahr und er muss nach wie vor noch viel lernen. Aber dass er dann so das Rennen nach Hause fährt, zeigt einfach seine Klasse!“

Wir nutzten die Chance und sprachen mit Jann am vergangenen Wochenende in Hockenheim über sein neues Leben als Rennfahrer und seine Erlebnisse seitdem er die GT Academy gewonnen hat. Man merkt ziemlich schnell, dass man keinem virtuellen Gamer gegenübersitzt, sondern einem wahren professionellem Rennfahrer, der weiß was er kann – und will.

„Ab und zu muss ich mich zwicken“

Jann, noch vor einigen Jahren hast Du an der Play Station gezockt, nun bist Du ein echter Rennfahrer und fährst gegen die besten jungen Talente in der GP3 Serie. Fühlt es sich nach wie vor an wie in einem Traum?
„Es ist nach wie vor ein komisches Gefühl. Seit ich denken kann verfolge ich die Formel 1 und habe immer gehofft, mal nahe an die Boxengasse zu kommen. Jetzt fahre ich in der GP3 und bin der Formel 1 so nah und fahre zu den gleichen Rennstrecken wie die Königsklasse. Ich muss mich immer noch ab und zu zwicken um zu begreifen, dass ich nicht träume.

2011 hast Du die GT Academy gewonnen, keine zwei Jahre später warst Du auf dem Podium beim 24h-Rennen in Le Mans, Du hattest die Chance in diesem Jahr das Rennen zu gewinnen, nun hast Du am Sonntag Dein erstes GP3 Rennen gewonnen – welches Ereignis bedeutet Dir bis heute am meisten?
„Le Mans 2013 und 2014, das waren definitiv die besten Momente meiner noch jungen Karriere. In Le Mans zu fahren ist einfach gigantisch. Wir waren in beiden Jahren sehr konkurrenzfähig und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das gleiche gilt eigentlich auch für die GP3 Serie. Hier habe ich die Möglichkeit bekommen, eng mit Arden an der Entwicklung des Autos zu arbeiten, und das war ganz klar auch ein Highlight für mich.“

Du bist viel Kart gefahren, als Du noch jung warst, warum hast Du damit aufgehört?
„Mit acht Jahren habe ich mit In-Door Karting angefangen und mir machte es auch sehr viel Spaß, doch als ich dann 11 Jahre alt war, wurde die Kartbahn geschlossen und in der Nähe gab es keine andere Möglichkeit, also hörte ich mit dem Kartfahren auf. Ich habe erst wieder damit begonnen, als ich die GT Academy gewann.“

Als Du mit dem Kartsport aufhören musstest, wurden dann auch Deine Träume einer Rennfahrerkarriere begraben?
„Ja in einer gewissen Weise schon. Ich habe früh begriffen, dass wenn Du nicht das nötige Kleingeld hast, Du keine Chance findest im Motorsport Fuß zu fassen. Da hätte ich schon im Lotto gewinnen müssen. Aber anstatt von dem Leben als Rennfahrer zu Träumen, konzentrierte ich mich lieber auf meine Schule und mein Studium.“

Wie bist Du zur Play Station gekommen?
„Am Anfang war es einfach nur Spaß für mich und ein Hobby. Ich fand aber bald diesen europäischen Wettkampf sehr spannend, denn man ist online gegen die besten virtuellen Fahrer aus so vielen Ländern gefahren. Also fing ich an, das Ganze etwas ernster zu nehmen, machte bei der GT Academy mit und fand mich auf einem im großen Finale wieder. Ich habe so hart dafür gearbeitet, ich konnte mir einfach diese großartige Chance von Nissan nicht entgehen lassen.“

Was kann man von der Play Station lernen, das man auch auf die echte Rennstrecke übertragen kann?
„Man lernt vor allem die Rennstrecken und die Streckenführungen, ich nutze das Gaming sowie den Simulator als Lernmittel für neue Strecken.“

Spielst Du in Deiner Freizeit noch oft Play Station?
„Ich habe sehr viel vor Le Mans gespielt, um mich mit der Strecke genauestens vertraut zu machen. Aber ich spiele auch so noch ab und zu zuhause, weil es mir einfach so viel Spaß noch macht.“

Du bist in diesem Jahr Juror für das Europäische Race Camp der GT Academy, was muss man mitbringen um den Wettbewerb zu gewinnen?
„Du musst einfach extrem engagiert sein und Dein eigener schlimmster Kritiker sein, das hilft Dir auf dem Weg der Selbstverbesserung. Man muss auch entschlossen sein, und jede Challenge mit dem Gedanken angehen, dass man gewinnen will. Man muss lernen zu verstehen, wo man sich verbessern kann und muss, um immer sein absolut Bestes geben zu können.“

Als Du damals die GT Academy gewonnen hast und dann nach und nach nur noch in richtigen Rennautos gefahren bist, was war für Dich das Überraschendste?
„Die Geschwindigkeit war definitiv überraschend. Wenn Du als 19-jähriger in einem Nissan GT-R mit über 150mph (240 km/h) in Silverstone fährst, das ist einfach gewaltig, da fehlen Dir die Worte. Es gibt Dir so einen Adrenalin Stoß, dass Du immer mehr davon haben möchtest. Die reine Geschwindigkeit war nicht nur das Überraschendste, sondern auch die größte Sucht, die ich je erfahren habe.“

Hast Du jemals eigentlich an die Gefahren gedacht oder spielen die bei Dir im Kopf gar keine Rolle?
„Wenn Du so jung bist, machst Du Dir anfangs über die Gefahren und Konsequenzen keine großen Gedanken. Du verarbeitest so viele andere Eindrücke, dass Du das andere eigentlich verdrängst. Aber wir wissen alle, dass Motorsport gefährlich ist und man geht mit einem gehörigen Respekt an die Sache ran. Es ist wichtig, das zu verstehen, aber ich mache mir jetzt nicht täglich Gedanken, dass mein Job Risiken mit sich bringt.“

Der Motorsport Zirkus hat sich in den vergangenen 30 Jahren stark verändert, glaubst Du, dass das Thema Gaming ein neuer Bereich im Motorsport sein könnte?
„Ja, auf jeden Fall! Immer mehr Teams vertrauen auf Simulatoren um das Auto zu testen, weil meistens richtige Testfahrten entweder verboten sind oder wenn sie stattfinden, jede Menge Geld kosten. Die Lücke zwischen einem Simulator und richtigem Rennfahren ist extrem klein geworden und ich glaube, dass Simulatoren in der Zukunft ein wichtiger Bestandteil eines jeden Rennteams sein werden.“

Lass uns über die Fitness sprechen. Wie stark ist hier die Anforderung?
„Es ist wirklich ein ganz großer Aspekt. Es ist ja nicht so, dass wir einfach im Wohnzimmer sitzen und mit unserem Lenkrad an der Play Station sitzen. Gerade im GP3 Fahrzeug spielt die Fitness einen enorm großen Teil, weil man sehr hohen G-Kräften ausgesetzt ist. Mit unserem GT Academy Programm stehen uns allerdings großartige Trainer und Mentoren zur Seite, die uns für jedes Rennen bestens vorbereiten und das zahlt sich auf jeden Fall aus.“

Du hast nun Dein erstes GP3 Rennen gewonnen, ganz cool und gelassen vom Start bis ins Ziel. Wie bist Du so ruhig geblieben?
„Wir waren schon im ersten Rennen am Samstag sehr konkurrenzfähig und natürlich haben wir eine Menge von Silverstone gelernt, wo wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatten. Es war toll, in Hockenheim wieder konkurrenzfähig zu sein. Für das zweite Rennen setzte mich das Team auch nicht unter Druck, es ging schließlich darum erstmal mit dieser neuen Situation umzugehen und einfach das Beste daraus zu machen. Ich hatte einen guten Start und war fähig den Speed zu kontrollieren wie ich wollte. Wenn ich pushen wollte, habe ich das getan, wenn ich es etwas ruhiger angehen lassen wollte, hatte ich dazu auch die Möglichkeit. Ich trinke nur Champagner wenn ich ein Rennen gewinne, nicht mal wenn ich auf dem Podium stehe. Seit Februar habe ich keinen Champagner mehr getrunken und dafür schmeckte er am Sonntag umso besser. Ich nenne es meinen „Winners-Juice“!“

Was sind Deine Erwartungen für die restliche GP3 Saison?
„Ich möchte so viele Punkte wie möglich einfahren und mich natürlich weiterhin verbessern. Das ein oder andere Podium wäre schön und natürlich noch ein Sieg wäre ganz klasse.“

Wenn man das LMP2 Fahrzeug mit dem GP3 Auto vergleicht, was sind die größten Unterschiede?
„Das LMP2 Auto hat viel mehr Abtrieb und ist auch insgesamt stabiler, es hat auch viel bessere Bremsen. Aber den eigentlichen Rennstil kann man nicht miteinander vergleichen. In Le Mans, zum Beispiel, achtete man auf den Spritverbrauch und auf die Reifen; man will auf keinen Fall einen Reifenblocker oder einen Plattfuß. In einem GP3 Rennen gibst Du 18 Runden Vollgas, Du fährst absolut am Limit bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge. Ich mag beide Rennserien und könnte keinen favorisieren. Ich mag die unterschiedlichen Herausforderungen.“

Und was macht Ihr Hirn?

Chris Gooder von Chimp Management arbeitet seit Anfang dieses Jahres eng mit den NISMO Athleten zusammen. Hier erklärt er uns, was Chimp Management ist und wie wir unser Gehirn trainieren können.

„Unsere Aufgabe ist im Allgemeinen, den Fahrern zu verstehen zu geben, wie ihr Gehirn funktioniert. Natürlich ist es ein sehr komplexer Ablauf, also versuchen wir es anhand von einem einfachen Model so zu erklären, dass es einen Sinn ergibt. Wir geben einfach bestimmten Teilen des Gehirns einen Namen, damit man sich besser damit auseinandersetzen kann. Der Teil des Gehirns der für die primären Instinkte verantwortlich ist, nennen wir „Chimp“, also Affe. Das Problem damit ist allerdings, wenn wir Leuten davon erzählen, heißt es schlussendlich „Ich habe einen Affen im Kopf“, was natürlich nicht so ist. Der andere Teil des Gehirns, der sich quasi mit dem Lösen von Problemen auseinandersetzt, der Pläne macht und rational denkt, das ist der menschliche Teil, der „Human“ Teil.“

„Einfach gesagt, der Chimpy Teil wird immer gegen den Human ankämpfen und beide stehen im ständigen Gegensatz. Dein menschlicher Teil wird Dir immer sagen, wie Du logisch und rational handeln solltest, während Dir Dein Chimp sagt, wie emotional Du steuern solltest.

„Wir unterscheiden zwischen drei Gehirnteilen: der vordere Teil ist der Human, der hintere der Chimp. Dazwischen liegt der Computer, der all die Informationen speichert, die wir im Laufe eines Lebens erfahren. Das sind die Informationen, die man gelernt hat. Es können aber auch motorisierte Fähigkeiten sein, also Fähigkeiten die man automatisch macht. Wir nehmen immer die erste Fahrstunde als gutes Beispiel. Du sitzt zum ersten Mal im Auto und es kommen so viele Eindrücke auf Dich zu, dass man denkt „Das schaffe ich hier niemals“. Aber nach und nach gewöhnt man sich daran und die Abläufe des Fahrens werden zur Routine. Langsam werden diese Fähigkeiten im Computer abgespeichert und man denkt gar nicht mehr darüber nach, was man tut, weil man es automatisch tut.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist, seinen Computer so zu programmieren, dass man etwas automatisch immer und immer wieder tut. Und sobald man dies geschafft hat, wir es zur Routine.

„Der erste Schritt den wir mit einem neuen Fahrer machen, ist ihm das Model zu zeigen. Nehmen wir Florian Strauß als Beispiel, als wir in Anfang des Jahres zum ersten Mal getroffen hatten, erklärten wir ihm das Model und wir gaben ihm zwei Wochen Zeit sich damit zu beschäftigen. Er sollte genau darauf achten, welche Gehirnhälften sich wann bemerkbar machten. Er hatte das System sehr schnell verstanden und setzt es bereits sehr erfolgreich ein. Ein gutes Beispiel ist auch das 24hrs Rennen in Spa am kommenden Wochenende. Er wird dort ankommen, und der emotionale Teil seines Gehirns wird erstmal ein paar Alarmglocken läuten lassen. Er wird denken, dass hier könnte gefährlich werden, hoffentlich mache ich keinen Fehler, hoffentlich mache ich nicht etwas peinliches. Diese Gedanken werden rein von Emotionen gesteuert. Aber Dein menschlicher Gehirnteil steht auf und gibt Dir die Zuversicht die Du brauchst, nämlich dass die letzten Wochen sehr erfolgreich waren, dass Du weißt was Du kannst und so weiter. Man sieht wie die beiden Gehirnhälften gegeneinander arbeiten, und man muss das ganz klar differenzieren können.

„Jann Mardenborough ist mittlerweile schon so weit, dass wir mehr und mehr auf seinem menschlichen Gehirnteil fokussieren. Einfach nur Gas geben und pushen, davon gewinnt man keine Meisterschaft. Wir gehen einen Schritt zurück und nehmen eine aufmerksamere Angehensweise ans Racing.

„Am Ende des Tages geht es darum, laufen zu lernen bevor man rennt.“

Text und Interviews von Jasmin Müller - in Zusammenarbeit mit autohub.de

 

Genf 2014: Der neue Juke Nismo RS

NISMO steht beim japanischen Autobauer Nissan für die gleiche Idee, die bei BMW hinter dem M, bei Mercedes hinter AMG und bei Audi hinter der quattro Gmbh steckt. Ein Plus an Power, ein Maximum an Fahrspass für Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für das Thema Automobil.

In Genf hat Nissan das Facelift des Juke vorgestellt und gleich noch die scharfe Version Juke Nismo RS hinterher geschoben. Der kleine Crossover behält auch als NISMO RS den 1.6 Liter Turbomotor, bekam aber eine Leistungsspritze auf 218 PS. Etwas ungewöhnlich die Tatsache, dass nur der Juke NISMO RS mit Frontantrieb auch mehr Drehmoment bekam (+30 Nm), der Traktionsstarke Juke NISMO RS mit Allradantrieb jedoch bei den bisher bekannten 250 Nm blieb. Hier scheint die Kraftverteilung mit mehr Leistung überfordert gewesen zu sein. Schade drum.

Damit der Juke NISMO RS auch ordentlich klingt, bekam er eine neue Auspuffanlage. Wer gut klingt und schnell fährt, sollte auch sicher stoppen. Darum kümmern sich nun größere Bremsen an der Vorderachse. Mit einer neuen Abstimmung von Federn und Dämpfern, wurde das Fahrverhalten des Crossover angepasst, er soll zackig einlenken und auch bei wilden Kurvenkombinationen viel Spaß machen.  Dazu tragen auch die 18 Zoll-Felgen ihren Teil bei.

Den NISMO RS erkennt man gut an seinen roten Applikationen in der Stoßstange, den roten Bremszangen und natürlich dem RS-Logo an Front und Heck.

Im Innenraum empfängt einen der Geruch von Wildleder und wer will, der kann sich Recaro-Schalensitze als Option bestellen. Das Lenkrad bekam, wie der Juke NISMO auch, einen Wildleder-Einsatz. Alupedale und ein griffiger Schaltknauf sind Serie.

 

Was der Juke NISMO RS kosten wird, steht bislang noch nicht fest.

 

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger

Nissan: Der smarte Rückspiegel

Vom Motorsport in die Serie. Ein Grundsatz der heute noch immer Bestand hat. Viele Entwicklungen finden zuerst den Weg auf die Rennstrecke, um dann später auch in der Serie eine Anwendung zu finden. Das dies auch bei einem so profanen Bauteil wie dem Innenspiegel funktioniert, beweist nun Nissan.

Neu ist es nicht, einen Monitor in den Innenspiegel zu packen. Neu ist jedoch die Umsetzung. So wird per Knopfdruck über die gesamte Spiegelbreite der hinter dem Glas liegende Monitor aktiviert. Dieser präsentiert dann ein hochauflösenden Bild von einer ebenso aufwendigen Kamera, die am Heck des Fahrzeuges montiert wurde.

Die Technik stammt aus dem Nissan ZEOD RC Rennwagen der in diesen Jahr in Le Mans bei den 24-Stunden antreten wird. Auch hier wird eine hochauflösende Kamera das rückwärtige Bild an einen Monitor im Cockpit schicken.

Der Vorteil der Kamera ist eine uneingeschränkte Sicht nach hinten. Das Bild im Spiegel wird weder von einer C-Säule eingeschränkt, noch von hoch gestapelten Gepäck. In Serie soll der „Smart-Mirror“ bereits im Frühjahr gehen. Zunächst jedoch nur in Japan. Ab 2015 wird der „Smart-Mirror“ dann auch im Rest der Welt angeboten. Wobei NISMO-Modelle zuerst mit diesem Feature ausgerüstet werden.

 

Nissan 370Z gegen Peugeot RCZ R

3.7 Liter V6 Coupé mit Heckantrieb gegen einen Peugeot RCZ-R mit 1.6 Liter Turbomotor mit Frontantrieb. Beide sind Charakterdarsteller im Segment der sportlichen Coupés – aber wer von den beiden macht auf der Rennstrecke mehr Spaß? Und wichtiger noch – welches Coupés ist schneller?

Ich konnte beide Fahrzeuge im letzten Jahr fahren, sowohl den Nissan 370Z Nismo, als auch den nagelneuen Peugeot RCZ-R. Und beide Fahrzeuge haben bei ihrer Ausfahrt ordentlich Eindruck hinterlassen. Und das hat einen Grund: Charakter.

Leistung und Charakter – Zutaten für echten Fahrspaß

Nismo 370Z Fahrbericht

Mit einem 3.7 Liter V6 Saugmotor gehört der mit Heckantrieb ausgerüstete 370Z zu einer aussterbenden Rasse. Und genau dieser Saugmotor-Bulle und der Heckantrieb formen die Faszination des 370. Der NISMO 370Z bringt den Fun, die Freude, die Lebensgeister des 370Z in komprimierte Form zum Test. Mit leichten optischen Retuschen, einer sportlicheren Fahrwerksabstimmung und ein wenig mehr Leistung verkörpert der Nismo 370Z die Quintessenz des klassischen Tunings.

Der neue Peugeot RCZ-R ist genau das Gegenteil des 370Z. Nicht nur optisch. Während der Nismo 370Z mit einer langen Motorhaube und kurzem Heck auf seiner massiven Hinterachse steht und förmlich die Begriffe „Drift“ und „Dragstrip“ heraus brüllt, hüllt sich der Franzose in eine ganz eigene Eleganz. Basierend auf der Plattform des Peugeot 308 haben die Franzosen mächtig Hand angelegt um ein Coupé mit Charakter zu formen. Heraus kam der RCZ. Doch auch bei Peugeot ist man sich bewusst, so richtig sportlich war das Coupé noch nicht. Es gibt den Typus Autofahrer der mehr erwartet. Und Peugeot hat eine Tradition im Segment der sportlichen Automobile.

Und so legte man bei Peugeot Sport Hand an den RCZ und heraus kam der RCZ-R. Ein Coupé mit dem kräftigsten 1.6 Liter Vierzylinder-Turbomotor.  Und weil man beim Frontantrieb blieb, musste man sich etwas überlegen, damit die Kraft nicht in bläulichen Reifenqualm aufgeht. Eine mechanische Quersperre hilft dabei, die ganze Motorleistung von 270 PS auf die Straße zu bekommen.

Vergleicht man Nissan 370Z und Peugeot RCZ-R – dann vergleicht man auch zwei Konzepte. Die britische Auto-Express hat dies getan, auf der Rennstrecke. Heraus kam ein Video mit Unterhaltungswert.

 

Bevor ihr auf Play klickt, fragt Euch selbst – welches Auto wird wohl schneller sein? Und warum?

Genf 2014: Nissan GT-R NISMO Premiere in Europa

Auf dem Automobil-Salon in Genf wird er seine Europapremiere feiern. Der stärkste Vertreter der aktuellen Nissan GT-R Baureihe. Der GT-R Nismo bringt stolze 600 PS Leistung auf die Straße. Wie bei den anderen GT-R Modellen natürlich per Allradandtrieb.

NISMO GT-R – Mit 600 PS zur Legendenbildung

Die Nordschleife umrundet der jüngste GT-R in Rekordzeit und deklassiert dabei auch deutlich teurere Supersportwagen. Der GT-R ist bereits zu Produktionszeiten eine Legende und mit der NISMO-Version wird diese erfolgreiche Geschichte weitergeschrieben.

Der GT-R Nismo setzt mit seinen Überarbeitungen im Bereich Motor, Antrieb, Karosserie und Fahrwerk neue Maßstäbe. Er verschiebt Grenzen und bringt nicht nur die Augen von Hardcore-Gamern zum tränen. Der GT-R ist ein Supersportwagen der Extraklasse. Und der 600 PS starke NISMO wird weiter für Eindruck bei der Fan-Gemeinde sorgen. In Genf feiert er seine Europa-Premiere.

Von der Playstation auf das Siegertreppchen

Neue Nismo-Athleten siegen bei den 24 Stunden von Dubai

• Lucas Ordonez und vier GT Academy-Sieger gewinnen ihre Klasse
• Nach Platz drei und zwei in den Vorjahren gelingt Nissan der erste Sieg
• Zweiter Nissan 370Z Nismo auf Rang drei der SP2-Wertung

Traumstart in eine Karriere als Rennfahrer für die vier Nissan PlayStation GT-Academy-Sieger 2013! Unter Anleitung ihres Tutors und ersten Siegers der Nachwuchsschmiede für Konsolespieler, Lucas Ordonez, holten sie beim 24-Stunden-Rennen von Dubai den Sieg in der SP2-Klasse. Mit nur drei Monaten Erfahrung in einem Renn-GT-Wagen gewannen Miguel Faisca (Europa-Sieger), der Berliner Florian Strauss (Gewinner der deutschen Wertung), US-Champion Nick McMillen und der russische Akademie-Absolvent Stansislav Aksenov als erste Nissan Athleten das Rock-around-the-clock-Rennen im Wüstenstaat. Karun Chandhok, James Moffat, Tor Graves und Ashley Oldfield machten im zweiten 370Z Nismo des Teams Nissan GT Academy RJN mit Platz drei das Teamergebnis perfekt.

Pressemeldung – Kein redaktioneller Inhalt

Preise für Nissan GT-R und GT-R NISMO

Auf der Tokyo-Motorshow hatte Nissan die Tücher vom Modelljahr 2014 des Nissan Gt-R gezogen und im gleichen Schritt die NISMO-Version des GT-R präsentiert. Der 600 PS starke ÜBer-GT-R brachte zu seiner Premiere auch besonders gute Neuigkeiten mit. War er doch einige Wochen zuvor, auf der berühmten Nürburgring Nordschleife, in neuem Rekord-Tempo unterwegs gewesen. Nicht so schnell wie die Sub-Seven-Boliden a la Porsche 918 und McLaren P1 – aber dafür auch deutlich günstiger in der Anschaffung.

Godzilla hat ein Preisschild bekommen

Nissan Nismo 2014 01 600 PS Nurburgrng

Während Nissan derzeit heftig daran arbeitet, auf dem Europäischen Markt zur erfolgreichsten Asiatischen Marke zu werden, bekam der GT-R des Modelljahres 2014 ein erneut selbstbewussteres Preisschild verpasst. Doch auch mit 96.400 € bleibt der GT-R ein Sonderangebot in der Liga der Extrem-Sportler. 520 PS kosten bei den Premium-Sportlern aus Stuttgart zum Beispiel als Porsche 911 Turbo bereits knapp 150.000 € und als 560 PS starker Turbo S sind sogar 192.256 € fällig.

Der Heckflügel des 600 PS NISMO GT-R aus Sichtcarbon.Doch Nissan hat dem GT-R nicht nur das Preisschild zurecht gerückt, sondern auch einen „noch sportlicheren“ Sparings-Partner zur Seite gestellt. Der 600 PS starke NISMO GT-R kommt auf 149.900 €. Damit lässt sich dann – genügend Talent hinter dem Lenkrad vorausgesetzt, die Nordschleife in 7:08,679 Minuten umrunden. Auch wenn 149.900 € weit entfernt vom Schnäppchenpreis der ersten Nissan GT-R Generation sind, die ersten Modelle standen damals für 81.800 € im Showroom, in dieser Preisliga ist der GT-R der schnellste Ringbolide!

NISMO steht für Nissan Motorsport und im Jahr 2013 begann die NISMO-Geschichte in Deutschland mit dem Juke Nismo und dem 370Z Nismo.

 

 

Nissan 370Z Nismo – Das Fahrdynamik-Plus

Ein erfolgreicher dt. Rallyefahrer hat einmal gesagt: „Wenn Du ein Auto wirklich schneller machen willst, dann fange bei den Reifen an und höre beim Motor auf“. Und Harald Demuth weiß wovon er spricht.  Nun haben die Motorsport-Experten bei Nissan vermutlich nicht bei Harald Demuth zugehört, aber man sieht am aktuellen 370Z Nismo sehr gut, dass die Japaner den gleichen Weg gehen.  Mit Erfolg!

Wenn Du schnell sein willst, dann konzentriere Dich auf das Fahrwerk!

Der Nissan 370Z Nismo bekam auf der Motoren-Seite nur ein „mildes“ Leistungs-Update. Von bereits nicht schwachbrüstigen 328 PS stieg die Leistung auf 344 PS. Das hat einen guten Grund. Denn über mangelnden Durchzug und Kraft konnte man sich beim 3.7 Liter V6-Motor noch nie beschweren.

Also konzentrierten sich die Motorsports-Profis von NISSAN auf die Details. Und hier vor allem auf das Fahrwerks-Setup. Denn, nicht nur Harald Demuth weiß, will man nicht das ganz große Sparschwein plündern, dann fängt man bei der Detail-Arbeit am Fahrwerk an.

Hinterachse Nismo

Straffere Federn

Nissan verkauft die NISMO-Variante des 370Z auf der ganzen Welt, aber nur in Deutschland darf man auch im Alltag locker über 200 km/h fahren. Und so stand die Perfektionierung des Fahrwerk-Setups, speziell für die Vorlieben der deutschen Sportwagen-Kunden, im Vordergrund. Ein strafferes Setup der Federn und Dämpfern war die erste Maßnahme. Vorne wurde der Nismo 370Z um 23 straffer und an der Hinterachse um 41 Prozent. Diese Veränderung wirkt wie ein nachträglich verbautes Sportfahrwerk und steigert die Agilität des Z.

Weniger Gewicht, mehr Spaß

Je weniger Masse beschleunigt werden muss, desto schneller geht es voran. Beim Setup des Fahrwerks spielt jedes Gramm eine große Rolle. Vor allem wenn es um die so genannte „ungefederte Masse“ geht. Also das Gewicht, das zusammen mit der Straße auf das Federn-Dämpfer-Setup einwirkt. Breitreifen und große Felgen sind auf der einen Seite notwendig um den Grip zur Straße sicherzustellen, auf der anderen Seite sind die großen Räder die das Gewicht der ungefederten Masse ansteigen lassen. Beim NISMO 370Z haben die Japaner deswegen auf jedes Gramm geschaut.

Die speziellen RAYS-Schmiedefelgen sind an der Vorderachse um 800 Gramm pro Rad leichter geworden und an der Hinterachse um je 100 Gramm. 100!! Gramm.  Alleine die Tatsache, dass man sich um 100 Gramm per Felge Gedanken macht, zeigt den Grad der Perfektion und der Feinarbeit die man von Seiten NISMO in die Weiter-Entwicklung eines Sportwagens steckt! 100 Gramm! 

Nissan 370Z 007 NISMO

Die Reifen

Am Ende entscheidet ein Reifen über Hopp oder Flop. Ein guter Reifen kann ein ganzes Auto in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen. Ebenso kann ein schlechter Reifen, ein ansonsten gutes Setup völlig ruinieren. Der Reifen ist ein wichtiger Schlüssel für den maximalen Fahrspaß!

Für die finale Sport-Version des 370Z haben die NISMO-Techniker nicht nur breitere Hinterreifen aufgezogen, sondern auch auf eine spezielle Sport-Mischung des Bridgestone Potenza gewählt. Der S001 gehört in die Klasse der „UHP-Reifen“ und garantiert ein präzises Fahrverhalten.

Und am Ende zählt die Summe der Detail-Lösungen und das Ergebnis überzeugt durch mehr Fahrspaß, mehr Performance und höhere Querbeschleunigung.

Den Erfolg der Arbeit kann man leicht an den Leistungswerten des Nismo 370Z ablesen:

Leistung:

344 PS

0-100 km/h:

5,2  Sek

Aerodynamik:

0.3 cW

Nismo Fahrverhalten

Nissan hat mit der NISMO-Version des 370Z einen der letzten klassischen Sportwagen im Programm. Ein Coupé mit kraftvollem Saugmotor, der für eine spontane Gas-Annahme steht, ein klassisches Layout mit dem Motor hinter der Vorderachse und Heckantrieb. Das wiederum verspricht eine ideale Gewichtsverteilung. Und viel Detail-Arbeit um aus einem guten Sportwagen (Fahrbericht 370Z) einen noch besseren (Fahrbericht 370Z Nismo) zu machen.

Mehr erfahren? Klickt hier!

 

Advertorial Anzeige

Nismo GT-R 2014 – Fabelzeit am Nürburgring

Ein Nissan der auf der Nordschleife den Porsches dieser Welt das fürchten lehrt. Will man einen sportlichen Stuttgarter kaufen, der dem neuen NISMO GT-R das Wasser reichen kann, dann muss man derzeit ganz tief in die Tasche greifen. Erst der über 760.000 € teure und 887 PS Super-Sportwagen 918 Spyder ist derzeit auf der Nordschleife des Nürburgrings schneller als der Japaner.

Nissan GT-R 2014 Nismo

Nissan hat uns den GT-R gegeben und die „heilige Mutter des Ladedrucks und der barbarischen Beschleunigung“ die NISMO-Variante. Oder so ähnlich.  Mit der NISMO-Version des Juke hat in Deutschland alles angefangen. Vor ein paar Monaten kam dann der Nissan 370Z Nismo, bereits ein echter Sportler. Jetzt stellt Nissan in Tokyo, auf der Motor-Show den neuen GT-R NISMO vor.

Nissan GT-R 11 NISMO 2015

591 PS für ein Eifel-Halleluja

So richtig ernst nehmen, kann man einen Sportwagen erst, wenn dieser auf der legendären Nordschleife des Nürburgring bewiesen hat, was in ihm steckt. Mit der 591 PS starken NISMO Version des GT-R hat Nissan dies im September getan.

Ein Team aus Entwicklern, Ingenieuren und professionellen Rennfahrern war angetreten, den Rundenrekord für Straßenzugelassene Sportwagen zu knacken.

Eine gute Rundenzeit „am Ring“,  ist Teil der Glaubwürdigkeit für ein Top-Performance Auto „, sagt Andy Palmer, Nissan Executive Vice President of Product Planning und Brand Strategy

7 Minuten, 8 Sekunden und die Kleinigkeit von 679 nach dem Komma

Mit 7:08,679 ist der Nissan GTR-Nismo ein Wucht am Ring. Angetrieben wurde auch der Testwagen vom bekannten 3.8 Liter V6 Bi-Turbo. Neben den knapp 600 PS ist es die Kraft von 652 Newtonmetern die den als „Godzilla“ bekannt gewordenen Supersportler von Nissan nach vorne peitscht.

Das bereits der „normale“ GT-R eine absurd dramatische Erfahrung darstellt, dass konnte ich in meinem eigenen Fahrtest herausfinden.

Mit dieser famosen Zeit lässt der wuchtige Japan-Sportler die versammelte deutsche Sportwagen-Elite im Rückspiegel verschwinden. Der Kaufpreis des Nismo GT-R? Noch unbekannt, ich würde auf knapp unter 110.000 € tippen.

Dieses Video zeigt Impressionen von den Testfahrten am Nürburgring:

Als der GT-R Nismo den Rundenrekord aufstellte, war der GT-Pilot Michael Krumm am Steuer.

 

 

Nissan 370Z Nismo – Perfekte Lösungen im Detail

Teil 3 der Reihe über den Nissan 370Z Nismo. Nach der Vorstellung und dem Blick unter die Motorhaube geht es nun um die Veränderungen in der Aerodynamik, dem Leichtbau und dem klaren, sportlichen Cockpit des japanischen Sportlers.

Perfekte Lösungen im Detail

Nissan 370Z 002 NISMO

Das Heck des Nissan 370Z Nismo wird von einem farblich in anthrazit abgesetzten Heckspoiler dominiert. Das Heck wird abgeschlossen mit einer neuen Stoßstange deren Seiten nun Entlüftungsschlitze für die hinteren Radhäuser bekommen haben. Der mit einer roten Linie bewusst zur Geltung gebrachte Diffusor wird eingerahmt von zwei mächtigen Auspuffrohren.

Heck-diffusor nismo 370

Die Front des 344 PS starken Sportlers bekam ebenfalls ein neues Design. Clean und kräftig ausgeformt wirkt die neue Frontpartie nun deutlich aggressiver. Ein großer Frontspoiler unterstreicht den Anspruch unter allen Umständen eine optimierte Aerodynamik bereit zu stellen.

Der große Spoiler am Heck, der ausgeformte Diffusor und die optimierte Spoiler-Lippe an der Front sorgen gemeinsam für einen gesteigerten Anpressdruck des Sportlers auf die Straße.  Die bessere Aerodynamik stabilisiert den auf 250 km/h beschränkten Sportler bei hohen Geschwindigkeiten.

Nissan 370Z 004 NISMO

Der Fahrer sitzt im Zentrum des Orkans

Ein Sportwagen muss seinem Fahrer die richtige Portion Vertrauen vermitteln. Nur wenn der Pilot sich sicher und perfekt integriert fühlt, kann er die Leistung seines Sportwagens auch vollständig nutzen.

Nissan hat sich viel Mühe gegeben, den Piloten des 370Z Nismo in den Mittelpunkt zu rücken. Des Fahrers-Hosenboden befindet sich nur wenige Zentimeter über dem Asphalt und das Lenkrad lässt sich für eine sportliche Sitzposition korrekt und weitläufig genug einstellen.

synchro rev nismo 370z

Der Drehzahlmesser als wichtigstes Anzeigeninstrument wurde zentral im Cockpit platziert.  Rechts daneben der Tacho und links eine Multifunktions-Anzeige.  So hat der Fahrer alle Informationen im Blick. Und der Clou dabei: Wer das Lenkrad für die eigene Sitzposition anpasst, der verstellt auch die darauf montierten Anzeigen mit. Der Fahrer hinter dem griffigen Alcantara-Lenkrad wird so zu einem integralen Teil des Cockpits.

Nissan 370Z 009 NISMO

Trotz des Aufwand, der bei der Gestaltung der Aerodynamik-Elemente und dem sportlichen Innenraum betrieben wurde, haben die Nissan-Experten das Gewicht nicht aus den Augen verloren.

Obwohl der Nismo Z aufgrund seiner neuen aerodynamischen Schürzen und Schweller, länger und breiter ist, als der Standard Z und auch wenn der Nismo über eine vollständige Ausstattung verfügt, sein Gewicht hat er unter Kontrolle! Und um das Gewicht des Nismo unter Kontrolle zu behalten, wurden Motorhaube, Heckklappe und Türen aus Aluminium gefertigt.  Die Antriebswelle des 370Z Nismo besteht sogar aus Kohlefaser-Verbundmaterial.

Du willst mehr über den Nissan 370Z Nismo erfahren? Klick hier!

Advertorial Anzeige

Nissan 370Z Nismo – Purer Fahrspaß

Der japanische Automobil-Hersteller Nissan hat nicht nur einen Supersportwagen wie den GT-R im Programm, sondern auch einen kommenden Klassiker. Der 370 Z gehört zu den typischen Sport-Coupés. Motor vorne, Antrieb hinten und dazwischen genug Platz für zwei, die den unverfälschten Spaß eines Hubraumstarken-Saugmotors erleben wollen.

Nismo 370Z – Der Puls einer Sportwagen-Legende

Die auf 344 PS erstarkten Nismo-Version des Z konnte ich bereits bei der Vorstellung in Deutschland erleben.  Mein Fahrbericht zu diesem Nismo 370Z schloss damals mit:

Brutal viel “Bumms” zum Kampfpreis

Und das ist einfach ein Fakt, der nicht schön geschrieben wurde. 344 PS, 371 Nm, der kraftvolle V6-Saugmotor, ein ehrliches Sechsganggetriebe mit dem besonderen „Kniff“ (SyncroREV) und das alles wird über fette Walzen auf der Hinterachse in Kraft gewandelt. Oder in Rauch:

Der Nissan 370Z Nismo gehört zu den letzten ehrlichen Sportwagen. Im schon klassischen Coupé-Layout steckt ein Saugmotor der mit rauchiger Stimme durch die Drehzahlbereiche stürmt. Hier spürt man den Grip der mit 285er Reifen ordentlich breit besohlten Hinterachse. Das Wild-Lederlenkrad schmeichelt der Hand und sorgt zugleich für einen festen Griff, wenn man dem Nismo Z die Sporen gibt.

Nismo Z im Fahrbericht

Fahrspaß²

Während der Basis 370Z schon viel Fahrspaß garantiert, setzt die Nismo-Version mit seinem sportlichen Designpaket noch eines oben drauf. Eine neue Front mit integriertem Spoiler sorgt für eine bessere Umströmung der Karosserie. Ein größerer Heckspoiler und ein neuer Diffusor sorgen für Anpressdruck und in Verbindung mit dem Aero-Package an der Front, verbessert dies die Stabilität des Nismo 370Z bei hohen Geschwindigkeiten.

Die 19 Zoll Felgen des US-Spezialisten RAYS wurden mit speziellen Sportreifen besohlt. An der Vorderachse arbeiten nun geschmiedete Querlenker und die Dämpfer wurden straffer abgestimmt. In Verbindung mit den ebenso straffer ausgeführten Federn bekam der Nismo-Z so ein noch agileres Handling. Ein Narrensicherer Geradeauslauf, in Verbindung mit einer narrisch machender Kurvengier – das war das Ziel der Nissan Motorsport Ingenieure.

Nachdem das Design des Nismo 370 Z angeschärft wurde und unter dem Blech die Stellschrauben in Richtung Motorsport verstellt wurden, durfte der Innenraum nicht vernachlässigt werden.

Nismo Wildleder Lenkrad

Das Leder Alcantara-Lenkrad trägt stolz eine rote „12 Uhr Markierung“ zur Schau, so lässt sich auch im Drift noch feststellen, wie das Lenkrad stehen müsste um wieder nach vorne davon zu sprinten. Rote Kontrastnähte auf den Sitzen und Nismo-Logos im Innenraum runden das Paket ab.

Der Nismo 370 Z ist ein Sportler, im Auftrag des Fahrspaß! 

nismo 612

Als besonderes Schmankerl gibt es noch ein „behind the scendes“ Video zum oben gezeigten Spot:

Advertorial Anzeige

Nissan präsentiert Smartwatch fürs Auto

Pressemeldung

Nissan http://nissan-europe.com hat heute, Montag, mit der „Nismo Watch“ ein Smartwatch-Modell präsentiert, das speziell auf die Nutzung im Sportwagen ausgelegt ist. Es wird Fahrern nicht nur Informationen zur Fahrzeugperformance anzeigen, sondern dank Biosensoren auch Daten wie die Herzrate des Fahrers anzeigen. Die Öffentlichkeit kann ab morgen im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung http://www.iaa.de erstmals einen Blick auf diese Smartwatch werfen.

Die tragbare Technologie soll helfen, Nissans Motorsport-Marke Nismo zugänglicher zu machen, so Gareth Dunsmore, Marketing Communications General Manager bei Nissan Europe. „Auf der Rennstrecke nutzt Nissan die neuesten bometrischen Trainingstechnologien, um die Leistung unserer Nissan-Nismo-Athleten zu verbessern.“ Die Smartwatch ist dazu gedacht, solche Technologien auch privaten Nismo-Sportwagenbesitzern zugänglich zu machen. Dazu, wann sie wirklich auf den Markt kommt, hat der Konzern allerdings noch keine Angaben gemacht.

Fahrzeug- und Fahrerdaten

Gerät zeigt Fahrzeug-Performance und erfasst BiodatenDie Nismo Watch kann sich dank Bluetooth Low Energy via Smartphone mit passenden Nismo-Modellen verbinden. Das Gerät erlaubt dem Fahrer dann, die Fahrzeugeffizienz anhand von Durschnittsgeschwindigkeit und Spritverbrauch zu verfolgen oder auf der Strecke auf Telematik- und Performance-Daten zuzugreifen. Gleichzeitig verfügt die Smartwatch über einen Pulsmesser, um Biodaten des Fahrers zu erfassen. Als Draufgabe dient die Nismo Watch auch noch als Werkzeug, mit dem der Nutzer seinen Einfluss auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram verfolgen kann.

Nissans Smartwatch verspricht eine Akkulaufzeit von über sieben Tagen und wird wie bei vielen Smartphones üblich über Micro-USB geladen. Sie wird in drei Varianten – schwarz, weiß und dem für Nismo typischen schwarz-rot – verfügbar sein. Wann und zu welchem Preis ist allerdings noch offen. Klar ist dafür, dass Nissan tragbare Technologien speziell für seinen Motrsport- und Sportwagenbereich weiterentwickeln will. Kerntechnologien für die Zukunft sind dem Konzern zufolge EKG- und EEG-Messung, um Erschöpfungs- und Konzentrationszustand des Fahrers zu ermitteln sowie die Messung der Hauttemperatur, was vor Dehydration warnen kann.

Smartwatches in Masse

Während Nissan in Frankfurt mit seiner Smartwatch für das Auto noch eine Vorreiterrolle einnehmen dürfte, sind die Hightech-Accessoires für das Handgelenk auf der IFA http://ifa-berlin.de dieses Jahr ein absolutes Trendthema. Es hat nicht nur Samsung wie erwartet endlich sein Modell „Galaxy Gear“ enthüllt, das als Ergänzung zu Smartphone oder Tablet beispielsweise E-Mails anzeigen kann und eine Spracheingabe von SMS erlaubt. Auch Sony ist mit seiner „SmartWatch 2“ vertreten, die unter anderem damit lockt, wasserdicht genug für die Dusche zu sein.

Zudem hat Qualcomm mit der „Toq“ eine Smartwatch im Messegepäck, die insbesondere mit ihrem Display aufhorchen lässt – es setzt auf die reflektive Schmetterlingsflügel-Technologie mirasol, die seit Jahren vielversprechend wirkt, aber bislang kommerziell nicht abheben sollte. Doch auch kleinere Unternehmen versuchen auf der IFA mit Smartwatch-Modellen auf sich aufmerksam zu machen. Dazu zählen der taiwanesische Hersteller Sonostar, dessen Modell ein gebogenes E-Papier-Display hat, oder der Schweizer Hersteller MyKronoz mit seiner „ZeWatch“.

Demnächst im Test: Nissan 370Z

Motor vorne, Antrieb hinten.  Mit dem Nissan 370Z haben die Japaner noch einen echten Sportwagen mit purer Antriebsphilosophie im Programm. Unter der schnittigen Hauben pocht das frei saugende 3.7 Liter V6-Herz und seine Kraft wandert über ein klassisches 6-Gang Getriebe in Richtung Hinterachse.

Klassiker der Moderne

Der 370Z ist ein purer Fahrspaß-Garant. Mit seinem üppigen Hubraum von 3.7 Litern verspricht er Kraft in allen Lebenslagen!

Demnächst mein auto blog Nissan 370Z

Die pure Sportwagen-Seitenlinie, geformt aus einer langen und dynamischen Motorhaube und dem straffen Heck, erzählt bereits im Stand von sportlichen Touren für Coupé-Liebhaber.

V/max:

250 km/h

0-100 km/h:

5,3 Sek.

Leistung:

328 PS 

Nissan 370Z Fahrbericht Demnächst

Wer nicht auf den Fahrbericht zum Nissan 370Z in der Ausstattungsvariante „Pack“ warten will, der liest in der Zwischenzeit meine Meinung zur NISMO-Version des 370Z, auch in diesem Blog.

Demnächst im Test: Nissan 370Z, reinschauen lohnt sich!

Nissan 370Z Nismo

Am Anfang des Jahres hatte Nissan in Deutschland den Juke Nismo vorgestellt.  Bereits damals war abzusehen, der Juke wird ganz sicher nicht der einzige Vertreter der  „Nissan Motorsport Philosophie“ auf unseren Straßen bleiben.

NISMO 370Z – Der Sportwagen-Macho

Mit vollen Hosen lässt es sich gut stinken, davon war ich vor zwei Jahren bei meiner ersten Tour mit dem „normalen“ 370Z bereits überzeugt. Der „Z“ ist ein Vertreter der klassischen Sportwagenlehre: Saugmotor mit viel Hubraum vorne und Antrieb über die breit bereifte Hinterachse.  Downsizing? Fehlanzeige!

 „Der Macho, ein offensiver draufgängerische Typ mit der Neigung zu prestigeträchtigen Statussymbolen. „

Wem der normale 370Z, der im übrigen im Preis gesenkt wurde und nun bei 32.900 € anfängt, zu wenig „Macho“ ist, der hat auf den NISMO Z gewartet.

Nismo 370 Z Seite Vogelsang

Der Grundcharakter des 370Z wurde mit der Veredelung zum Nismo nicht verändert – lediglich in Details angeschärft. So betont die neue Frontschürze den sportlichen Anspruch und verleiht mit der in Anthrazit abgesetzten markanten Spoiler-Lippe das Leistungsplus. Auffällig ist die extrem saubere Gestaltung der Front. Keine unnötigen Lufteinlässe, keine Spielereien aus Kunststoffblenden im Maschengitter-Look.

Nimso 370Z Front Design

In der Heckansicht domienieren drei Veränderungen den 370Z Nismo. Der große zweifarbige Heckflügel, die senkrechten Entlüftungsschlitze für das hintere Radhaus und die beiden voluminösen Auspuffrohre. Und wer genau schaut, der erkennt in den Details die rote Nismo-Linie, die sich in der Front versteckt hat und auch im Heck, ganz dezent entlang des Diffusors zieht.

Nismo 370Z Heck Auspuff

Performance-Fakten:

V/max:

250 km/h

0-100 km/h:

5,2 Sek.

Leistung:

344 PS

Motor des 370Z Nismo

Mit einer Leistungssteigerung von 16 PS kann man mich nicht beeindrucken – ob 328 PS im normalen Z oder 344 PS im Nismo nun,  dass wichtigste am Z ist der Charakterzug des frei saugenden V6-Motors. Dank dem mächtigen Hubraum von 3.7 Liter, hat der Sauger auch ohne Aufladung genug Bumms durch das ganze Drehzahlband. Rau aber gleichmäßig zieht es die Kolben durch alle Drehzahlbereiche.  Kurzhubig ausgelegt orgelt der V6 jubilierend, in allen Gängen, dem Drehzahllimit bei 7.400 Umdrehungen entgegen. Wie es sich für einen sportlichen Saugmotor gehört – liegt das Drehmoment (371 Nm) erst im letzten Drittel der Drehzahlleiter an (5.200 Umdrehungen).

Hinterachse Nismo

Rote Bremssättel haben noch jedes Auto schneller gemacht – hier die Hinterachse des 370Z Nismo.

Nismo Fahrverhalten

Fette 19 Zoll Felgen und eine Mischbereifung mit 245/40-19 auf der Vorderachse und 285/35-19 auf der Hinterachse.  Dank einer fast neutralen Gewichtsverteilung, dem freud- und kraftvoll zum Werke gehenden Motor und dem erneut angepassten Fahrwerkssetup, marschiert der NISMO Z wie ein Boden-Luft-Marschflugkörper über die Landstraßen.  Er wirkt dabei nicht fein und diffizil sondern nachdrücklich kraftvoll, ein wenig rau im Umgang und er verlangt am Lenkrad nach einem echten Macher. Der 370Z ist auch als Nismo eher Macho denn Feingeist. Aber er liefert eine ehrliche Vorstellung ab.

Auf Landstraßen diktieren die Ausreißversuche der Mopped-Fahrer vor einem das Kurven-Tempo und auch hier gilt: Der Z ist eine ehrliche Haut. Voller Tatendrang lässt er sich in die Kurven werfen, bleibt lange auf beiden Achsen neutral und schenkt tiefes Vertrauen in sein Fahrwerkssetup. Wer die Haftgrenze der 285er Potenza an der Hinterachse durch voreilige Drehmoment-Attacken überschreitet, der erlebt einen sanft auskeilenden Sportwagen, der durch gefühlvolles öffnen der Lenkung leicht zu beherrschen bleibt. Dies alles geschieht jedoch nur nach dem ausdrücklichen Wunsch des Fahrers. Die Kraft – den 1.6 Tonnen schweren Zweisitzer auch nahezu im rechten Winkel über die Landstraßen zu prügeln – ist einfach immer vorhanden.

Nismo Wildleder Lenkrad

Leder und Alcantara am Steuer, rote Ziernähte und ein klar auf den Fahrer ausgerichtetes Cockpit. Auch im inneren des Nismo-Z stehen die Zeichen auf Sport. Der Drehzahlmesser in der Mitte der drei Rund-Instrumente besitzt eine Schaltlampe – hier soll der Fahrer jedoch nicht zum Sprit sparen animiert werden, der Schaltblitz ist nur dafür da, dass man nicht zu übereifrig in den Drehzahlbegrenzer hüpft.

Sechsgang Schaltgetriebe

Sechs manuelle Gänge, die durchaus mit ein wenig Kraft bedient werden wollen. Auch hier spricht der Z die deutliche Sprache eines „Männer-Mobils“. Alles ein wenig mehr zum „anpacken“ ausgelegt. Der Knopf rechts, mit dem Schaltschema, aktiviert die Synchro-Rev Funktion des Z. Hierbei sorgt die Elektronik beim schalten für Zwischengas und immer passenden Drehzahlen. Praktisch beim herunterschalten – effektvoll in der Akustik und nützlich auf der Rennstrecke, um das entlastete Heck nicht durch das Bremsmoment des Motors beim Schaltvorgang aus der Balance zu bekommen.

Pro-Tipp: „Echte Machos schalten Synchro-Rev natürlich aus und geben selbst Zwischengas!“

Pro-pro-Tipp: Lasst es an, der ungeübte Macho bekommt das lange nicht so gut hin, wie der Nissan selbst…

Nismo 370Z Fahrbericht

Fazit:

Brutal viel „Bumms“ zum Kampfpreis

Nissan tut gut daran den Sportwagen-Pathos NISMO nach Deutschland zu bringen. Mit dem 370Z bietet der japanische Automobil-Hersteller einen Sportwagen der „alten Schule“ an. Mit der NISMO Variante will Nissan die Idee des „Sportwagens für jedermann“ weiter ausbauen. Denn der Gedanke hinter NISMO ist nicht die Leistungssteigerung um jeden Preis – viel PS für viel Geld – sondern der pure Fahrspaß zu einem erschwinglichen Preis. Und selbst der Aufpreis von 9.000 € gegenüber dem Nissan 370Z Pack macht aus dem NISMO-Z noch keinen unfinanzierbaren Sportwagen-Traum.

 

Die Preise: 44.900 € für den Z-Nismo. 35.900 €für den 370Z Pack und unglaubliche 32.900 € für die Nissan 370 Z Basisvariante!

 

  • Modellbezeichnung: Nissan 370 Z
  • Ausstattung:  NISMO
  • Testwagenpreis: 44.900 €
  • Kilometerstand:  noch nicht eingefahren
  • Hubraum: 3.696 ccm³
  • Bauart: 6-Zylinder Saugmotor 60°V
  • Drehmoment:  371 Nm – 5.200 Umdrehungen
  • Antrieb: 6-Gang Getriebe manuell – Heckantrieb