Erste Fahrt: Der neue Infiniti Q50 2.0T

Der deutsche Markt für Premium-Limousinen zwischen 30.000 und 60.000 € ist fest in der Hand ebenso deutscher Premium-Hersteller. Wer sich einen Dienst- oder Firmenwagen bestellen darf, der greift zu BMW, Audi, Mercedes oder Volkswagen. Alternativen? Die gibt es einzig in den Farben und selbst dort greift in vielen Fällen die Dienstwagen-Policy des Arbeitgebers. Nein, wer in Deutschland eine Premium-Limousine in diesem Segment anbietet und nicht aus Wolfsburg, Ingolstadt, München oder Stuttgart kommt – der hat nichts zu lachen. Eigentlich schade. Denn es gibt Alternativen. Die gibt es wirklich.

Infiniti Q50 2.0 Turbo „Sport“

Eigentlich die perfekte Limousine

Infini-was? Die Premium-Tochter aus dem Haus der Renault-Nissan Allianz hat es nicht leicht. Da bietet man zum ersten Mal eine Limousine mit europäischen Werten und Gesichtszügen an und dann kann der Käufer mit dem Namen nichts anfangen. Ich habe es bei meinem Testwagen ausprobiert. Der Q50 mit dem 2.2 Liter Dieselmotor hat viele Blicke auf sich gezogen – fragt man wildfremde Menschen jedoch, welche Marke das ist – dann schütteln diese nur unwissend den Kopf. Dabei hat sich der Q50 mit dem 2.2 Liter Turbodieselmotor während des Tests als echte Alternative zu gängigen Dienstwagen-Optionen herausgestellt.

Diesel oder Hybrid und das nur als Limousine. Mehr hat Infiniti bislang zum Thema Q50 nicht angeboten. Das schränkte die möglichen Absatzzahlen von ganz alleine ein. Daran wird auch der nun präsentierte 2.0 Liter Turbomotor nur wenig ändern, denn in diesem Segment ist ein Turbo-Benziner bei uns in Deutschland nur wenig gefragt. Umso mehr in der Schweiz und dort wurde der neue Q50 2.0t nun auch vorgestellt.

Infiniti Mercedes Benziner turbo

Turbo-Premium für „open minded people“

Den Q50 mit dem neuen Benziner in der Schweiz vorzustellen ist verständlich. Nicht weil die Testrouten so lieblich sind, okay, sie sind es auch. Wer fährt nicht gerne am Vierwaldstättersee entlang, nein- weil die Schweizer eben nicht deutsch sind. Und wenn man sich mal so gar nichts auf deutsches Premium einbilden kann, dann in der Schweiz. Das liegt auch an den pragmatischen Aufgaben die man in den Bergen lösen muss. Abseits der größeren Städte fährt der Schweizer gerne einen Allradler. Der muss nicht teuer sein, der muss nur aushalten. Und so ist die Dichte an Importfahrzeugen aus Asien nirgendwo so beeindruckend, wie in der Schweiz. Da lässt es sich dann auch den neuen Infiniti Q50 ganz gut präsentieren, mal ganz ohne Druck.  Und dann ist es am Vierwaldstädtersee eben auch noch schön.

Druck macht der Turbolader. Druck soll der Q50 auf BMW und Co ausüben.

Wie bereits beim Turbodieselmotor, so kommt auch beim Benziner der Antriebsstrang von Mercedes-Benz. Während man den Diesel auch mit manuellen Getriebe bekommt, wird der neue 211 PS Benziner nur mit der von Mercedes stammenden 7-Gang Automatik angeboten. Eine gute Entscheidung. Der 2.2 Diesel ist mit manuellen Sechsganggetriebe extrem sparsam unterwegs – aber der Premium-Charakter wird mit einer butterweichen Automatik doch eher gewahrt, als mit dem knorrigen Schaltgetriebe von Partner Mercedes.

Es ist moderne Technik die man dem Q50 unter die Haube gesteckt. Piezo-Direkt-Einspritzung,  Turbolader nah am Kopf, ein hohes Kompressionsverhältnis und Schichtladungs-Betrieb. Dazu zwei verstellbare Nockenwellen für variable Steuerzeiten sowohl auf der Einlass- auch auch auf der Auslaßseite. Bei Mercedes-Benz nennt sich der, vollständig in Aluminium gegossene, Motor im übrigen M274.

Die Kraft wandert über das Siebengang-Getriebe in Richtung Hinterachse. Damit bietet der Q50 das klassische Layout einer sportlichen Limousine. Und das macht beim Fahren einfach Spaß.

Den Druck des Turbos würden die Verantwortlichen von Infitini am liebsten direkt in Druck auf den wichtigsten Mitbewerber BMW ummünzen. Heckantrieb, Fahrfreude, klassische Limousine – das sind die Zutaten mit denen die Münchner bislang erfolgreich waren.

Infiniti Q50 Turbobenziner Motorraum

Wie viel Erfolg ist machbar?

Mit diesen Zutaten will auch die Premium-Alternative Infiniti erfolgreich werden. Und ich habe es im Bezug zu dem Q50 bereits mehrfach geschrieben. Die Basics sind gut! Das Design wirkt sportlich, dynamisch aber nicht beliebig. Der Q50 hat ein klassisch gezeichnetes Gesicht bekommen, eine stämmige Seitenlinie mit genug Würze und Dynamik. Das Heck versprüht eigene Ideen und im Innenraum hört die Eigenständigkeit nicht auf.

Zwei Touchscreens als Schnittstelle zwischen dem umfangreichen Multimedia-System und den Insassen. Gute Verarbeitung. Gute Materialwahl. Sauber abgestimmte Farben und Sitze die ordentlichen Komfort für die Langstrecken bieten. Kritik kann man kaum äußern – sicherlich bleibt einiges am Bedienkonzept erst einmal ungewohnt, aber so richtig doof ist eigentlich nichts.

Doch der Erfolg des Q50 wird weiterhin überschaubar bleiben. Das ist aber gar nicht die Schuld des Q50 – denn der ist gut. So gut wie man das in diesem Preis-Segment erwarten kann.

Infiniti Fahrbericht Q50 Turbobenziner

D.A.S ist Vorsprung

„Was für eine neue Dimension des Lenkkomfort sorgt, wirkt auf der Straße erst einmal sehr künstlich. Es scheint als wolle uns die Zukunft im Automobil dorthin entführen, wo Flugzeuge heute bereits sind. Auch wenn der Q50 noch immer eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderachse besitzt – bleibt dies nur die “Back-Up Lösung” für den Notfall. Im Alltag wird es möglich die Reaktion der Lenkung auf die Eingabe des Fahrers nach Wunsch einzustellen. Sportlicher, direkter und mit mehr Widerstand – oder extrem leicht, mit größeren Lenkwinkel? Die Software des “DAS-System” spielt den Übersetzer zwischen den Wünschen der Fahrer und der Lenkung. Beeindruckend demonstrieren lies sich das auf einer speziell vorbereiteten Slalom-Strecke. Während der Q50 in der Version ohne “DAS” bei Tempo 30 beim durchfahren des Slalom ein überkreuzen der Arme notwendig machte, fuhr der Q50 mit “Dynamic Active Steering” und aktivierter Sport-Einstellung mit nur halb soviel Lenkradarbeit durch den gleichen Parcours.“

So habe ich es im Oktober 2013,  nach der Premiere des Q50 und der ersten Testfahrt mit dem „Direct Active Steering“ System geschrieben. Beim 2.0t könnte bereits eine neue Software-Version für mehr Gefühl gesorgt haben. Denn dieses Mal war die Eingewöhnungszeit deutlich kürzer – nein – ich spürte sie nicht.

Wer sich für den Q50 2.0t entscheidet, der muss entweder gleich den „Sport“ bestellen, oder beim der „Premium-Ausstattung“ das Kreuzchen in der Optionsliste richtig sitzen. Diese neue Lenktechnik gehört an Board! Der Aufpreis hierfür? Humane 1.000 €. Inklusive der „aktiven Fahrspurüberwachung“.

Infiniti Q50 Fahrbericht gefahren schweiz

Zurück zum Erfolg

Er sieht gut aus. Ja das ist subjektiv. Er fährt sich gut. Ja, auch subjektiv. Er ist gut verarbeitet – das ist einfach so und er bietet moderne Technik, auch ein Fakt. Der Q50 besitzt alle Talente zum Verkaufsschlager zu avancieren. Nur nicht bei uns.

Der deutsche Premium-Kunde im Dienstwagen-Segment wird oftmals bereits durch die eigene Firmenwagen-Policy ausgebremst und das ist schade. Und privat? Da kauft der Deutsche lieber einen Kombi. Oder einen SUV. Wieder kaum Chancen für den Q50.

Dabei ist der Q50 eigentlich die ideale Limousine.

 Infiniti Q50 Galerie – Herstellerfotos  | Fahrbericht des awr-Magazins  | Artikel von motoreport | Artikel von autophorie.de | autoaid-Blog

Fakten zum neuen Infiniti Q50 2.0t

Verkaufsstart:  Herbst 2014
Basispreis:  39.260 €
Motorleistung:  211 PS / 350 Nm
Antrieb und Getriebe:  7-Gang Automatikgetriebe
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4790 / 1820 / 1455 / 2.850
Normverbrauch:  6.3 l/ 100 km – 146 g/km
Höchstgeschwindigkeit:  245 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  0-100 km/h: 7.2 Sekunden

Galerie: Nissan Note Nismo

Nissan wird vom Note eine scharfe NISMO-Version bringen – erste Eindrücke vom Note Nismo geben diese Fotos:

Erste Ausfahrt: Nissan Pulsar

Fahrbericht Nissan Pulsar 1.5 dCi Tekna

Zuerst einmal: Der Nissan Pulsar ist ein Auto. Er tut alle die Dinge, die man von einem Auto erwarten darf. Er erreicht Geschwindigkeiten die hoch genug sind, um die Distanzen zwischen A und B in einem angemessenen Zeitfenster zurück zu legen. Und er tut es auch, mit fünf Personen an Board, und er bietet diesen ein akzeptables Maß an Komfort und Platz.

Zudem ist er wirtschaftlich im Verbrauch. Und sein Kofferraum bietet eine ordentliche Größe. Er ist auch in der Anschaffung nicht zu teuer und er passt locker in jede durchschnittliche Garage.

Wenn man von einem Auto nicht mehr erwartet, als das es genau das tut, wozu ein Auto mal erfunden wurde – dann sollten man sich  also den Pulsar mal genauer anschauen.

Nissan Pulsar: Der Rückkehrer

Der Pulsar markiert Nissans Rückkehr in das “Automobile C-Segment”, so nennt man die brave Klasse der Kompaktwagen. Die Klasse die sich über die Jahren als das Segment mit dem brutalst möglichen Wettbewerb im Automobil-Markt herausgestellt hat. Und er wird sich hier mit dem (frischen) Ford Focus, dem (bald frischen) Opel Astra und dem (ewig frischen) VW Golf anlegen müssen.

Unverkennbar ein Nissan. Die abfallende Motorhaube, der V-förmige Kühlergrill, der Anstieg der Seitenlinie bis zum Hintern mit den boomerangförmigen Rückleuchten. Der Pulsar ist ganz unverkennbar ein Nissan geworden. Allerdings tut man sich auf den ersten Blick ein wenig schwer. Unschlüssig um welches Modell es sich genau handelt.

Wer einsteigt findet einen Innenraum der mit hochwertig wirkenden Materialien ausgestattet wurde. Zudem perfekt montiert. Alles wirkt sehr solide. Bis auf die Mittelkonsole, die scheint vor der Mitte des Armaturenbretts leichtgewichtig zu schweben. In der Mittelkonsole findet sich der Touchscreen, der Schaltzentrale für eine fast überwältigende Vielzahl von Features, inklusive dem Nissan-Sicherheitspaket mit dem Namen Safety Shield.

Natürlich mit Safety Shield

Das Nissan Safety Shield kombiniert  einen Spurhalteassisten und eine 360° Rundum-Bewegungserkennung, die den Fahrer über Fußgänger oder Tiere außerhalb des Blickfeldes warnt. Es gibt auch den 360-Grad-Rundumsicht-Monitor mit Parkhilfe und das NissanConnect-System, mit dem man sein Smartphone an das ganze Paket anbinden kann. Und natürlich enthält es ein Navigations-System. Aber man muss dann schon auch zur Top-Level-Ausstattung Tekna greifen, wenn man von alle dem profitieren will.

Auch wenn das konkav geformte Armaturenbrett das Platzangebot rein optisch noch ein wenig aufbohrt, man fühlt sich überwältig vom Raumgefühl im neuen Nissan Pulsar. Breiten Schultern und weit ausladenenden Ellenbogen wird genug Platz geboten. Und das, obwohl er mit 4.39 Metern Länge nicht der Größte in seinem Segment ist. Angesiedelt zwischen Ford Focus und Opel Astra, kann er dennoch mit einem fast unglaublichen Raumangebot punkten. Vor allem die Fond-Passagiere profitieren von dem längsten Radstand in dieser Klasse. Die Beinfreiheit des neuen Nissan Pulsar dürfte auch Autos aus einer Klasse darüber noch gut übertrumpfen.

Und auch das Platzangebot des Kofferraums ist gut. Im Normallfall stehen 385 Liter zur Verfügung. Klappt man die Rücksitze um, erhöht sich das Volumen auf bis zu 1.395 Liter.

 

 

Nur mit Turbo

Zwei Turbomotoren mit 115 PS oder 110 PS stehen zum Start zur Verfügung. Der eine ist ein 1.5 Liter Dieselmotor und der andere der neue 1.2 Liter DIG-T Turbomotor, den man bereits aus dem neuen Qashqai kennt. Der Dieselmotor ist ein alter Bekannter aus unzähligen Renault/Nissan-Modellen, wurde aber für den neuen Pulsar umfassend überarbeitet. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf den Nebengeräuschen und unerwünschten Schwingungen. Dank dieser Überarbeitungen wirkt auch das in Serie verbaute Start/Stopp-System nun angenehmer integriert und wird als weniger störend empfunden.

Das Fahrwerk des neuen Pulsar ist erst einmal komfortabel. Er bügelt Frostaufbrüche und Dehnungsfugen sanft glatt und dämpft lange Bodenwellen heraus. Auf der anderen Seite bremst das weiche Fahrwerks-Setup aber auch allzu engagierte Fahrweisen auf dynamischen Landstraßen aus. Sanft von links nach rechts schwingend bewältigt man unterhaltsame Kurvenkombinationen, während man als Fahrer eigentlich gerade das spaßig-dynamische Abenteuer auf der Landstraße sucht. Wer also den dynamischen Landstraßen-Swing sucht, der wird mit unerfüllten Erwartungen aussteigen. Komfort ist wichtiger als Dynamik.

Dafür ist der neue Pulsar ordentlich wirtschaftlich. Nissan gibt zwar 3.6 Liter als Normverbrauch an, und nach den Testfahrten waren an deren Stelle 4.9 Liter je Hundertkilometer (Diesel) zu bemerken – berücksichtigt man aber die teilweise Digital-Strategie des Fahrers bei dieser ersten Ausfahrt im spanischen Hinterland, dann ist das noch immer ein beeindruckender Wert.

Nissan Pulsar 01 innenraum details 2015
Der 1.5 Liter Turbodiesel mit 110 PS.

 

Fazit:

Der Pulsar wird eine Menge Autofahrer zufriedenstellen. Er leistet alles, was man erst einmal von einem Auto erwartet. Er ist komfortabel, er ist leise und er bietet genug Platz – nur die Punkte: “interessant, spannend, aufregend” wurde irgendwie nicht berücksichtigt.

Das könnte sich im nächsten Jahr ändern, wenn Nissan die 190 PS Version des Pulsar präsentiert und natürlich, sobald es eine NISMO-Variante geben wird. Und die wird es geben.

Bis dahin ist der neue Pulsar eine Alternative für Note-Piloten die ein wenig aufrüsten wollen, denen der Qashqai aber bereits zu groß und ein Toyota Auris einfach ein wenig zu aufregend ist.

Berechenbar, sinnvoll und angemessen.

Allerdings ist berechenbar und angemessen in diesem Segment nicht genug. Ein wenig mehr “Spaß, Charakter und Spannung” ist in diesem Umfeld schon notwendig.  Und so bleibt zu befürchten, auch der Pulsar könnte den Weg des Almera gehen.

 

 

 

Text & Fotos von außen: Phil Huff | Fotos Innenraum: Nissan | Aus dem englischen von Bjoern Habegger

Autonews – Der Wochenrückblick KW 35

1. Strom-Sportler spricht Holländisch

Schon lange haben die Holländer was den Fahrzeugbau anging, auf sich warten lassen. Nun hat das Start-up Carice ein Elektro-Mobil auf die Strasse geworfen: das Carice MKI. Mit einem Gewicht von nur 350 Kilogramm, ist der kompakte und sportliche Roadster ein wahres Fliegengewicht. Der Hersteller verspricht durch die Gewichtsreduzierung leichteres Handling und einen geringeren Energieverbrauch. Doch nicht genug. Der kleine Elektro-Stromer wird speziell nach Kundenwünschen gebaut, was jeden Carice MKI zu einem Einzelstück macht. Der Verkauft startet erstmal nur in den Niederlanden und zwar ab einem Preis von 22.000 Euro. Die können also doch mehr als nur Wohnwagen.

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2. T-Time für Business-Pakete

Mercedes-Benz packt neue Pakete für Businesskunden aus, die eine C-Klasse T-Modell bald ihr Eigen nennen. Für das Ende September geplante sind bereits zwei Business-Pakete bestellbar und beinhalten standardmäßig das Audio-System 20 CD mit Bluetooth. Ebenfalls fester Bestandteil der Packages ist der aktive Park-Assistent inklusive Parktronic. Dieser hilft beim Suchen einer passenden Parklücke und warnt beim Rangieren vor Hindernissen. Zudem ist er mit aktiver Lenk- und Bremsfunktion zum Längs- und Quereinparken ausgestattet und parkt auf Wunsch das Fahrzeug halbautomatisch ein. Sitzheizung und Scheibenwischer mit Regensensor sorgen für weiteren Komfort. Zur Geschäftskundenausstattung gehört ebenfalls ein größerer Tank mit 66 Litern Volumen.

C-Class-T-Modell Pressdrive Deidesheim/Germany July 2014

3. Sondershow Automobildesign auf der Essen 2014

Auf der diesjährigen Motor-Show in Essen wird in einer Sondershow das Automobildesign gefeiert. Es werden dabei die jüngsten Entwürfe verschiedenster Autohersteller gezeigt unter anderem von Giugiaro, Hyundai, IED, Peugeot, Rinspeed, Sbarro und Zenvo, die um die 20 Studien zeigen werden. Rinspeed zegt seine vollelektrische Stuide Xchange, die das autonome Fahren ermöglicht. Das Fahrzeug nutzt ein Bedien- und Anzeigekonzept mit Entertainment-, Sicherheits- und Servicefunktionen, sodass es sich während der autonomen Fahrt bequem arbeiten oder entspannen lässt. Der schweizerische Designer Franco Sbarro rollt mit seiner Luxuslimousine Bugatti Sbarro Royale an. Wie sein Vorbild aus den 1930er Jahren, ist auch dieses Modell mit enormen Ausmaßen versehen: 6,80 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Ein 7,1-Liter-16-Zylinder-Motor mit 400 PS treibt den Luxusliner an. Weiterhin werden auch ganz zukunftsträchtige Fahrzeuge anwesend sein. Einfach überraschen lassen.

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4. Neuer Nissan Pathfinder auf Abwegen in Moskau

Nissan präsentiert auf der Moskau Motor-Show seinen neuen Pathfinder und wählt damit den Ort des Debüts sehr bewusst. Der Nissan Pathfinder ist das in vierter Generation gebaute Fahrzeug der Baureihe und das erste in Russland produzierte Hybridfahrzeug. Zusätzlich zu einem 3,5-Liter-Benzinmotor wird der Pathfinder auch erstmalig mit einem Hybridantrieb bestehend aus Elektromotor und einem 2,5-Liter-Benziner angeboten. Neben dem Offroader wird auch zeitgleich der Nissan Sentra vorgestellt, eine 1,6-Liter-Benzinlimousine mit hoher Bodenfreiheit. Der Sentra wurde in enger Zusammenarbeit mit Lada entwickelt.

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5. Neuer GT-Flitzer von Renault

Sportlich geht es im Hause Renault zu. Mit dem Sport R.S. 01 präsentiert der französische Autohersteller auf dem Moskauer Automobilsalon einen neuen GT-Rennwagen mit über 500 PS Muskelkraft unter der Haube. Dem Boliden wurde ein Kohlefaserchassis verpasst, welches sein Gewicht auf weniger als 1100 Kilogramm drückt. Der Motor stammt aus dem Hause Nismo (Nissan Motorsport) und ist mit einem sequenziellen Sieben-Gang-Getriebe ausgestattet. Der 3,8-Liter-V6 mit Biturbo dem 1,16 Meter flachen Auto eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h und liefert mehr als 600 Newtonmeter Drehmoment auf die Nadel. Starker Flitzer.

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6. Noch mehr Sportlichkeit bei Opel

Weitere Sportlichkeit liefert auch Opel-Tuner Irmscher. Dieser bringt das auf 100 Stück limitierte Sondermodell Astra GTC Turbo i 1400 auf die Strasse. Die Leistung des Rüsselsheimers wird dabei von 140 PS auf 170 PS angehoben. 20-Zoll-Alufelgen und eine Tieferlegung um drei Zentimeter mit progressiver Federrate optimieren sein Fahrwerk nochmals zusätzlich. Weitere Sonderelemente sind ein Dachspoiler, ein Diffusoreinsatz und Seitenschweller, ein Kühlergrill mit Carbonleiste und eine integrierte Frontspoilerlippe. Der Astra GTC Turbo i 1400 kann für ca. 4000 Euro bei jedem Irmscher-Opel-Händler oder direkt beim Tuner bezogen werden.

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7. GT-R Spritze für den Nissan 370Z Nismo

Auch bei Nissan geht es sportlich zu. Zum Modelljahrgang 2015 wird es für den Nissan 370Z Nismo eine kräftige GT-R Spritze geben. Der 370Z wird von einer Reihe ursprünglich für den GT-R entwickelter Teile profitieren, die neben einer sportlicheren Optik und einem brandneuen Aerodynamik Paket auch ein neu abgestimmtes Sportfahrwerk, sicherere Recaro-Sitze und einen noch besser isolierten Innenraum beinhalten. Ein neuer Heckstoßfänger und ein verkleinerter Heckspoiler sind ebenfalls teil des neu entwickelten Aerodynamik-Pakets. Verkaufsstart des neuen Modelljahrgangs in Europa ist im September.

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8. Besonders: der Peugeot 2008 Castagna

Der erfolgreiche Franzose wurde vom Mailänder Carrossier Castagna zu einem besonders schmucken Einzelstück präpariert. In Rot, Blau und Weiß gestaltet, ist das Unikat ein wahrer Eyecatcher. Die Farben setzen sich auch im mit weichem Alcantara-Leder ausgestatteten Interieur fort. Das Armaturenbrett ist mit handgenähten weißen Kreuznähten verziert und das Panoramaglasdach ist mit einem Sternenhimmel-Effekt geschmückt. Im Kofferraum wurde edles Holz verlegt und durch eine speziell gewebte Matte geschützt, die auch als Picknickdecke verwendet werden kann. Passgenaue Ledertaschen mit Markenlogo kann man ebenfalls erweben. Bunt ist das Leben und Granatenstark, oder?

Peugeot 2008 Castagna

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Fotos: Hersteller

Fahrbericht: Nissan Qashqai 1.6dCI Xtronic

Erfolgreich ist er, der Nissan Qashqai. Das war bei seiner ersten Generation durchaus eine Überraschung. Aber Nissan hat damals alles richtig gemacht und früh die Nachfrage nach so genannten Crossover-Modellen bedienen können. Dem Qashqai in seiner zweiten Generation soll alles mit ein wenig mehr Lifestyle von der Hand gehen. Vorbei daher auch die Zeiten eines eher zurückhaltend gezeichneten SUV. De…

Nissan 370Z NISMO – Update

Ich mag den Nissan 370Z. Da mache ich gar keinen Hehl daraus. Das Coupé gehört zu den letzten rauhbeinigen Sportlern, die mit einem ordentlichen Saugmotor an den Start gehen. Ein V6 unter der langen Nase, klassisches Coupé-Design und natürlich mit Heckantrieb damit man ordentlich im Powerslide durch den Alltag kommt. Das ist gut! Richtig gut. Aber es geht noch ein wenig besser, ohne deswegen gleich nach Zuffenhausen schielen zu müssen. Bei Nissan hat man eine eigene Sport-Abteilung. Ihr Name? Nismo! Wie lautet also der Name des besseren 370Z?

NISSAN 370Z NISMO

Und obwohl der Nissan 370Z Nismo erst im letzten Jahr bei uns vorgestellt wurde, gibt es nun ein erneutes „Facelift“. Merkwürdig? Ja. Sinnvoll? Vermutlich.

Ich bin bereits den Nissan 370Z gefahren und auch den 370Z Nismo, die jeweiligen Fahrberichte finden sich als Link hinter dem Namen. Weshalb man bei Nissan nun den NISMO noch einmal frisch macht? Kann ich nicht sagen, kam für mich ein wenig überraschend.

Das ist neu am Nissan 370Z Nismo 2015:

  • Bessere Akustik im Innenraum, dank besserer Geräuschdämmung
  • neue Recaro-Sitze
  • neu abgestimmtes Fahrwerk
  • neues Design der Frontschürze und des Heckspoilers
  • neue 19-Zoll Felgen

Nissan hat sich die Kritik am 370Z zu Herzen genommen und an der Geräuschdämmung des Sportlers gearbeitet. Mit neuen Radhaus-Verschalungen hinten und einer veränderten Dämmung der Teppiche sollen ungewollte Störgeräusche minimiert werden. Ob dies zugleich den Sound des 3.7 Liter Saugmotors dämmt? Ich denke nicht. Hier wurden vor allem die Störgeräusche beseitigt und die Abrollgeräusche der breiten Hinterräder besser gedämmt.  Der NISMO 370Z bellt seine Vitalität weiterhin durch eine zweiflutige Abgasanlage in die Welt hinaus.

Das neue Recaro-Gestühl sieht gut aus und bietet – laut Nissan – noch mehr Seitenhalt. Die Sitze wurden außerdem leichter und steifer in ihrer Konstruktion. Zudem soll die Sitzposition verbessert worden sein.

Das Fahrwerk wurde an der Hinterachse neu abgestimmt. Eine Anpassung der Feder-Dämpfer soll für mehr Abrollkomfort sorgen.

Der 344 PS starke Nismo 370Z steht auf neuen 19-Zoll Leichtmetallfelgen von RAYS. Diese neuen Räder passen gut zu den Veränderungen am Body-Kit des Nismo. Die Front bekam einen größeren Lufteinlass und am Heck fällt der neue Spoiler auf. Auch wenn der neue Spoiler kleiner ausfällt, als der des NISMO 370Z bisher, der Hecktriebler-Sportler soll dennoch über mehr Abtrieb verfügen, als seine Mitbewerber.

Preise hat Nissan noch nicht bekannt gegeben! 

Wie es sich mit dem NISMO 370Z driften lässt, dazu demnächst mehr! 

 

 

Nissan-Special: Die Crossover-Familie

Volles Programm: Crossover

Nissan Juke crossover spezial

Crossover und kompakte SUV. Jeder will sie.  Man macht bei Nissan also nichts verkehrt, wenn man die eigene Palette an Crossover und SUV überarbeitet. Neben dem Facelift des Juke, zu Beginn des Jahres, kam erst der neue Qashqai auf den Markt und nun der neue Nissan X-Trail. Während der Juke bei seinem extravaganten Stil blieb, sind Qashqai und X-Trail nicht nur deutlich weniger abgedreht im Design, sondern auch sehr ähnlich. Man sieht den beiden die gemeinsame Plattform an. Doch Nissan hat sich dabei auch etwas gedacht. Während der alte X-Trail ein wenig hemdsärmeliger im Design auftrat, bleibt der neue X-Trail weiterhin der, mit dem man auch gerne mal querfeldein fährt – was dank der Bodenfreiheit auch geht –  nähert sich dem Urbanen-Stil von Crossovern im allgemeinen jedoch an.

Der neue X-Trail übernimmt zudem die Rolle des Nissan Qashqai+2, den es nicht mehr gibt. Wer also im SUV zu siebt zum Auswärtsspiel unterwegs ist, der sitzt zukünftig im X-Trail.

Alle drei Modelle konnte ich bereits fahren. Den Juke kenne ich noch von seiner ersten Generation und auch der Qashqai war bereits zum Test. Der X-Trail war vor ein paar Wochen zu einem ersten Fahrbericht verfügbar. Im Blog findet sich der neue Qashqai im ersten Fahrbericht mit dem neuen Downsizing-Triebwerk 1.2 DIG-T. Ein 115 PS starker Turbo-Benziner, der für „Wenig-Fahrer“ eine interessante Alternative im Crossover darstellt. Den SUV-typischen Diesel, als 1.6 dCi, war vor kurzem zum Test angetreten. Der Fahrbericht hierzu folgt in wenigen Tagen!

Was macht eigentlich die Faszination Crossover und Urban-SUV aus?

So fährt sich der neue Juke

nissan juke 2015

Der junge Wilde. Für Nissan ist der Juke ein Glücksgriff. Der kompakte Crossover bringt eine Eroberungsrate von 80% mit. Das bedeutet, viele Juke-Käufer sind zuvor keinen Nissan gefahren. Das außergewöhnliche Design des Juke ist Freude und Last zugleich. Man mag ihn sofort, oder man wird ihn nie mögen. | So fährt sich der neue Juke – Fahrbericht.

  • Startet bei: 15.450 €
  • Leistung: 94 bis 190 PS
  • Für 2 bis 4 Personen

  • Mit dem Facelift bekam der Juke die Chance auf hochwertiges Xenon-Licht. Zudem ist der neue 1.2 DIG-T Motor ein sparsamer, aber ausreichend kraftvoller Motor für den kompakten Crossover.

  • Der 190 PS-Motor gehört zu den durstigen Motoren in seiner Klasse. Der Fahrbericht hatte dies gezeigt. . Ansonsten bleibt zu bedenken, der Juke bietet in Reihe zwei nur überschaubaren Platz.

So fährt sich der neue X-Trail

Nissan X-Trail 2015

Der Große mit dem Offroad-Gen. Er basiert auf der gleichen Bodengruppe wie der neue Qashqai und sieht diesem auch ähnlich. Doch Nissan hat die jüngste X-Trail Variante gegenüber dem Qashqai massiv wachsen lassen. So wird der neue X-Trail zum 2 in 1. Neben dem SUV-Geländegänger im Programm ist er auch der Ersatz für den Qashqai+2. | Hier geht es zum Fahrbericht.

  • Startet bei: 26.790 €
  • Leistung: 130 PS
  • Für 4 bis 7 Personen

  • Der X-Trail bleibt mit 21 cm Bodenfreiheit ein SUV mit dem man auch mal in das Gelände kann. Der große Kofferraum und die variable Sitzbank lassen den X-Trail zum „großen“ Familienfreund werden.

  • Nissan bietet derzeit nur einen Motor für den X-Trail an. Das wird sich im kommenden Jahr ändern, bis dahin muss der 1.6 Liter Diesel für Vortrieb sorgen.

So fährt sich der neue Qashqai

nissan qashqai 2014

Der „Stadt-SUV“ Crossover. Der Nissan Qashqai überzeugt seit Jahren die zufriedenen Käufer und hat der Marke einen satten Anteil am Markt der erfolgreichen Crossover und SUV gesichert. Der Qashqai will in der jüngsten Generation vor allem praktisch und sparsam sein, ohne deswegen sein Äußeres zu vernachlässigen.  | Hier lang zum Nissan Qashqai 1.2 DIG-T Fahrbericht.

  • Startet bei: 19.940 €
  • Leistung: 110 – 150 PS
  • Für 4 bis 5 Personen

  • Handlich, gut ausgestattet und mit den aktuellen Motoren auch sparsam im Verbrauch. Es gibt keinen Grund, wieso der neue Qashqai nicht ebenso erfolgreich werden sollte, wie sein Vorgänger.

  • Derzeit gibt es kaum Wahlmöglichkeiten was die Kombination von Allradantrieb, Getrieben und Motoren angeht. Hier muss Nissan dringend für mehr Auswahl sorgen!

  

Mehr zum Nissan Safety Shield

Nissan 08 Safety shield

Unter dem Begriff des Nissan Safety Shield fasst der Autobauer aus Japan drei Assistenzsysteme zusammen, die man bislang vor allem aus hochpreisigen Fahrzeugen kennt. Den Tot-Winkel-Assistenten, den Spurhalte-Assistenten, eine Verkehrsschild-Erkennung und einen Notbrems-Assistenten.

Neben dem Safety Shield gibt es zusätzlich einen Einpark-Assistenten im X-Trail und eine Müdigkeitserkennung.

Das Safety Shield bekommt man auch im Nissan Note!

NissanConnect & Around View Monitor

NissanConnect

In der neuesten Generation lässt sich das Navigations- und Infotainment-System NissanConnect
(optional ab Ausstattung Acenta) mit dem Smartphone des Fahrers verbinden und bringt
zahlreiche Internet-Funktionen ins Auto. Wo immer der neue X-Trail unterwegs ist: Die mobile
Welt des Internet ist nur einen Klick entfernt. Über den sieben Zoll großen Farb-Touchscreen
(über den sich auch die 360-Grad-Rundumsicht des Around View Monitors abrufen lässt)
können zahlreiche Apps aufgerufen werden: von sozialen Plattformen und Netzwerken bis hin
zu Informations- und Unterhaltungsinhalten.

Mehr Informationen? Klick!

Und was ist mit dem Vorgänger?

nissan qashqai titelbild

Der Erfolg eines Modells ist niemals zufällig. Es gibt immer verschiedene Faktoren die stimmen müssen. Und wenn ich davon ausgehe, wie oben geschrieben, dass der neue Qashqai die Erfolgsgeschichte des alten Qashqai weiter führt, dann wäre es doch ganz gut zu wissen – wie der „alte Qashqai“ so war.

Und manch einer will keinen Neuwagen kaufen, oder kann sich keinen neuen Qashqai leisten, sondern greift lieber zum Vorgänger. Gut gepflegte Gebrauchtwagen finden sich in den einschlägigen Automobil-Online-Börsen. Also?  Wie fährt sich der „alte Qashqai“?

Der 150 PS Diesel im Fahrbericht. 

Nissan und Mitsubishi planen ein gemeinsames Elektroauto

Eigentlich wäre mir dies keine eigene Meldung wert gewesen. Bis ich beim durchklicken durch die Blogs die ich immer wieder lese, erneut auf diese Meldung traf: „Mitsubishi und Nissan planen ein gemeinsames Elektroauto„. Auf Autophorie hat Gastautor Daniel (saving volt) über die bekannt gewordene, geplante, Zusammenarbeit berichtet.

Nissan und Mitsubishi kooperieren bei Elektromobil

Nun denn. Es soll also ein gemeinsames Elektroauto von Nissan und Mitsubishi geben.  Nein, halt, es wird eine Kooperation zur gemeinsamen Entwicklung eines E-Autos der beiden Marken geben. Das ist im Prinzip eine Kooperation wie man dies jetzt beim aktuellen smart und dem Renault Twingo sehen kann. Zwei Automobil-Hersteller kommen überein, aus Kostengründen, ein neues Fahrzeug gemeinsam zu entwickeln. Das bedeutet dann immer auch, beide Hersteller benötigen genau dieses Modell, sehen aber keinen wirtschaftlichen Erfolg in einem Alleingang.

Eine derartige Zusammenarbeit ist Alltag in der Industrie. Die beiden Partner wirken auf den ersten Blick überraschend, aber schaut man sich deren bisherige E-Strategie an, dann fällt auf, beide haben bereits einiges an Erfahrungen – haben aber bislang „gegeneinander“ gearbeitet.

Der Nissan Leaf gehört in Europa zu den meistverkauften E-Mobilen und wurde im Kompakt-Segment platziert. Mitsubishi wiederum gehört der Erfolg zugesprochen, das erste E-Mobil in Serie für den Endkunden angeboten zu haben. Der ursprünglich als i-MiEV angebotene Mitsubishi wurde von den Franzosen (Peugeot/Citroën) übernommen und von diesen, mit überschaubaren Erfolg, vermarktet.

Die größte Hürde in der Elektromobilität sind noch immer die Anschaffungskosten. Einen i-MiEV zu 30.000 € wollte niemand kaufen. Gemeinden und Behörden waren fast im Alleingang unterwegs. Und billigere Elektromobile? Gibt es. Den Twizy zum Beispiel. Aber ein Roller ähnliches Gefährt, ohne richtige Türen, für Europäische Winter eher ungeeignet.

Gastautor Daniel kommt nicht umhin, einen Rechenfehler „der Medien“ zu kritisieren – nun ich sehe das weniger kritisch. Denn im Prinzip ist nicht die Frage nach dem „Rechenfehler“ entscheidend, als vielmehr die Frage nach dem Endprodukt und für wen es hinterher konzipiert wird. Der Artikel im Handelsblatt bezieht sich wiederum auf einen Artikel in der Nikkei.

Und der ursprüngliche Meldung ist nicht viel mehr als eine Wasserstandsmeldung (alle Quellen am Ende verlinkt!).

Im Prinzip gibt es im Artikel drei Fakten:

  • Das E-Auto soll 200 km Reichweite erhalten
  • Das gemeinsame E-Auto soll in Japan 2.24 Millionen Yen kosten (vor Abzug der Subvention durch den Staat.)
  • Das Fahrzeug wird im Mini-Car Segment zu Hause sein (also A-Segment zwischen Fiat Panda, Mini, Up! und smart!!!)

Eine Quelle hierzu wird jedoch nicht genannt.  (Allerdings arbeiten Nissan und Mitsubishi bereits seit 2008 in mehreren Bereichen zusammen..)

Daniel (Gastautor) sieht dieses Fahrzeug – welches im übrigen 2016 auf den Markt kommen soll, wobei nicht klar ist, ob sich dieses Datum nur auf Japan bezieht – als Konkurrenz zum ZOE, der in seinen Augen das „günstige Elektromobil“ ist. Er erwähnt den Startpreis des ZOE von 21.700 €, vergisst aber leider zu erwähnen, dass auch bei diesem die Batterien zu mieten sind (wie beim Vergleichspreis des Nissan Leaf). ZOE und LEAF teilen sich allerdings kein Fahrzeug-Segment, denn der Leaf bietet ein wenig mehr Platz als der ZOE und ist er Kompaktwagenklasse zugerechnet und nicht der Kleinwagenklasse, wie der Renault ZOE.

Insofern sind beide Fahrzeuge nicht direkt im Wettbewerb – es sei denn, man beschränkt sich auf die Tatsache, dass beide Fahrzeuge reine E-Mobile sind.

Doch was planen Mitsubishi und Nissan wirklich?

Ich sehe das neue Modell nicht in der Konkurrenz zu ZOE oder gar LEAF. Nein. Zumal ich hier gar keine Konkurrenz mehr sehe. Der ZOE stammt von Renault. Renault und Nissan sind mittlerweile eine Marke. Renault und Mercedes bauen gemeinsam den smart und dieser – huch – soll 2016/17 auch in der viertürigen Version als Elektromobil kommen.

Hm?

Sollten Nissan und Mitsubishi wirklich einen gemeinsamen Elektrozwerg bauen, dann steht der entweder in der Konkurrenz zu einem E-Mobil aus der Koop von Daimler und Renault – oder er ist nichts anders, als das Ergebnis dieser Zusammenarbeit.

Das sich Renault-Nissan erlaubt, in diesem Segment der Minis, zweigleisg zu fahren, kann ich mir nicht vorstellen. Es geht darum, für Elektromobile endlich eine Preisspanne zu erreichen, bei der die Kunden anfangen umzudenken. Das A-Segment ist das am besten geeignete hierfür. Und auch wenn die Allianz Daimler-Mitsubishi damals weniger erfolgreich war – eventuell sehen wir hier eine neue große Zusammenarbeit? Renault-Daimler? Nissan-Mitsubishi und das Bindeglied ist Renault-Nissan?

Die angekündigten 2.24 Millionen Yen sind im übrigen (nach Kurs 8.8.14) 16.479 Euro – klingt nach einem interessanten Kurs für einen Elektro-Smart mit vier Sitzen 😉 

 

 

 

Quellen:

Von der Couch auf das GP3-Podium. Ganz nach oben. #nismo

Es gibt keine vergleichbaren Wettbewerbe und kein vergleichbares Talentprogramm. Die GT Academy von Nissan sucht ihres gleichen. Und sie sucht nach echten Talenten. Im Jahr 2011 hat die GT Academy ein wahres Goldstück ans Licht gebracht. Den talentierte und junge Jann Mardenborough

 

Interview mit einem Sieger – Jann Mardenborough

Zu Beginn des Jahres war Jann damals noch Student und befand sich gerade in dem Jahr zwischen Schule und Universität und wusste noch nicht so richtig, was er mit seinem Leben anfangen sollte. Dann hörte er von der GT Academy. Jann wusste über seine Fähigkeiten an der PS3, aber würde sein Können in der virtuellen Welt auch auf eine echte Rennstrecke übertragbar sein?

Seit er die dritte Saison der GT Academy im Juni 2011 gewann, hat Jann eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er nicht nur auf ganzer Linie ein professioneller Rennfahrer sondern eines der aufregendsten jungen Rennfahrertalente der vergangenen Jahre ist.

Der heute 22-jährige fährt in diesem Jahr für Arden International Motorsport in der GP3 Serie. Jann hatte vor gut zwei Wochen bei seinem Heim Grand Prix im englischen Silverstone eine schwere Zeit. Nachdem er in beiden Rennen mit Reifenproblemen zu kämpfen hatte, musste er für Hockenheim etwas umstellen.

Die Prüfung in Silverstone

„In Silverstone habe ich gelernt, wie wichtig es ist, richtig mit den Reifen umzugehen“, sagte Jann. „Seit dem Rennen hat das Team sehr hart mit mir gearbeitet, nicht nur im Workshop, sondern auch im Red Bull Simulator. Im ersten Rennen in Hockenheim startete ich von Platz 13 und passte gut auf meine Reifen auf, während einige meiner Konkurrenten vor mir mit erheblichen Reifenproblemen zu kämpfen hatten. Am Samstag spielte ganz klar die große Hitze eine Rolle, und ich war sehr froh, dass mir das Team die Wichtigkeit der Reifensituation immer und immer wieder erklärt hatte, damit ich dann noch auf einem guten achten Platz ins Ziel kam.“

Der Erfolg in Hockenheim

Ein achter Platz in Rennen Nummer 1 bedeutete für den Sonntag die Pole Position für das zweite Rennen. Jann ist bekannt dafür, dass er gerade unter Druck einen klaren Kopf behält, und das hatte er am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er kontrollierte das Rennen von Anfang an, fuhr einen beeindruckenden Start-/Zielsieg nach Hause und gewann sein erstes GP3 Rennen.

„Man hatte schon in dem GP2 Rennen gesehen und anhand der hohen Temperaturen über 35°, dass beide Rennen in Hockenheim extrem reifenbelastend sein werden“, sagte Julian Rouse, Sporting Director at Arden International Motorsport Ltd. „Unser Fokus lag darauf, so gut wie möglich mit unseren Reifen umzugehen. Jann und das Team hatten eine gute Strategie, um ihn in die Top-8 vorzubringen, damit er eine gute Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag hatte. Im zweiten Rennen machte Jann klaren Prozess und triumphierte ausgezeichnet. Unser Ziel war es eigentlich, dass er sich an die neue Situation gewöhnt, von Pole zu starten und einfach das Beste daraus macht. Jann ist schließlich noch in seinem Rookie-Jahr und er muss nach wie vor noch viel lernen. Aber dass er dann so das Rennen nach Hause fährt, zeigt einfach seine Klasse!“

Wir nutzten die Chance und sprachen mit Jann am vergangenen Wochenende in Hockenheim über sein neues Leben als Rennfahrer und seine Erlebnisse seitdem er die GT Academy gewonnen hat. Man merkt ziemlich schnell, dass man keinem virtuellen Gamer gegenübersitzt, sondern einem wahren professionellem Rennfahrer, der weiß was er kann – und will.

„Ab und zu muss ich mich zwicken“

Jann, noch vor einigen Jahren hast Du an der Play Station gezockt, nun bist Du ein echter Rennfahrer und fährst gegen die besten jungen Talente in der GP3 Serie. Fühlt es sich nach wie vor an wie in einem Traum?
„Es ist nach wie vor ein komisches Gefühl. Seit ich denken kann verfolge ich die Formel 1 und habe immer gehofft, mal nahe an die Boxengasse zu kommen. Jetzt fahre ich in der GP3 und bin der Formel 1 so nah und fahre zu den gleichen Rennstrecken wie die Königsklasse. Ich muss mich immer noch ab und zu zwicken um zu begreifen, dass ich nicht träume.

2011 hast Du die GT Academy gewonnen, keine zwei Jahre später warst Du auf dem Podium beim 24h-Rennen in Le Mans, Du hattest die Chance in diesem Jahr das Rennen zu gewinnen, nun hast Du am Sonntag Dein erstes GP3 Rennen gewonnen – welches Ereignis bedeutet Dir bis heute am meisten?
„Le Mans 2013 und 2014, das waren definitiv die besten Momente meiner noch jungen Karriere. In Le Mans zu fahren ist einfach gigantisch. Wir waren in beiden Jahren sehr konkurrenzfähig und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das gleiche gilt eigentlich auch für die GP3 Serie. Hier habe ich die Möglichkeit bekommen, eng mit Arden an der Entwicklung des Autos zu arbeiten, und das war ganz klar auch ein Highlight für mich.“

Du bist viel Kart gefahren, als Du noch jung warst, warum hast Du damit aufgehört?
„Mit acht Jahren habe ich mit In-Door Karting angefangen und mir machte es auch sehr viel Spaß, doch als ich dann 11 Jahre alt war, wurde die Kartbahn geschlossen und in der Nähe gab es keine andere Möglichkeit, also hörte ich mit dem Kartfahren auf. Ich habe erst wieder damit begonnen, als ich die GT Academy gewann.“

Als Du mit dem Kartsport aufhören musstest, wurden dann auch Deine Träume einer Rennfahrerkarriere begraben?
„Ja in einer gewissen Weise schon. Ich habe früh begriffen, dass wenn Du nicht das nötige Kleingeld hast, Du keine Chance findest im Motorsport Fuß zu fassen. Da hätte ich schon im Lotto gewinnen müssen. Aber anstatt von dem Leben als Rennfahrer zu Träumen, konzentrierte ich mich lieber auf meine Schule und mein Studium.“

Wie bist Du zur Play Station gekommen?
„Am Anfang war es einfach nur Spaß für mich und ein Hobby. Ich fand aber bald diesen europäischen Wettkampf sehr spannend, denn man ist online gegen die besten virtuellen Fahrer aus so vielen Ländern gefahren. Also fing ich an, das Ganze etwas ernster zu nehmen, machte bei der GT Academy mit und fand mich auf einem im großen Finale wieder. Ich habe so hart dafür gearbeitet, ich konnte mir einfach diese großartige Chance von Nissan nicht entgehen lassen.“

Was kann man von der Play Station lernen, das man auch auf die echte Rennstrecke übertragen kann?
„Man lernt vor allem die Rennstrecken und die Streckenführungen, ich nutze das Gaming sowie den Simulator als Lernmittel für neue Strecken.“

Spielst Du in Deiner Freizeit noch oft Play Station?
„Ich habe sehr viel vor Le Mans gespielt, um mich mit der Strecke genauestens vertraut zu machen. Aber ich spiele auch so noch ab und zu zuhause, weil es mir einfach so viel Spaß noch macht.“

Du bist in diesem Jahr Juror für das Europäische Race Camp der GT Academy, was muss man mitbringen um den Wettbewerb zu gewinnen?
„Du musst einfach extrem engagiert sein und Dein eigener schlimmster Kritiker sein, das hilft Dir auf dem Weg der Selbstverbesserung. Man muss auch entschlossen sein, und jede Challenge mit dem Gedanken angehen, dass man gewinnen will. Man muss lernen zu verstehen, wo man sich verbessern kann und muss, um immer sein absolut Bestes geben zu können.“

Als Du damals die GT Academy gewonnen hast und dann nach und nach nur noch in richtigen Rennautos gefahren bist, was war für Dich das Überraschendste?
„Die Geschwindigkeit war definitiv überraschend. Wenn Du als 19-jähriger in einem Nissan GT-R mit über 150mph (240 km/h) in Silverstone fährst, das ist einfach gewaltig, da fehlen Dir die Worte. Es gibt Dir so einen Adrenalin Stoß, dass Du immer mehr davon haben möchtest. Die reine Geschwindigkeit war nicht nur das Überraschendste, sondern auch die größte Sucht, die ich je erfahren habe.“

Hast Du jemals eigentlich an die Gefahren gedacht oder spielen die bei Dir im Kopf gar keine Rolle?
„Wenn Du so jung bist, machst Du Dir anfangs über die Gefahren und Konsequenzen keine großen Gedanken. Du verarbeitest so viele andere Eindrücke, dass Du das andere eigentlich verdrängst. Aber wir wissen alle, dass Motorsport gefährlich ist und man geht mit einem gehörigen Respekt an die Sache ran. Es ist wichtig, das zu verstehen, aber ich mache mir jetzt nicht täglich Gedanken, dass mein Job Risiken mit sich bringt.“

Der Motorsport Zirkus hat sich in den vergangenen 30 Jahren stark verändert, glaubst Du, dass das Thema Gaming ein neuer Bereich im Motorsport sein könnte?
„Ja, auf jeden Fall! Immer mehr Teams vertrauen auf Simulatoren um das Auto zu testen, weil meistens richtige Testfahrten entweder verboten sind oder wenn sie stattfinden, jede Menge Geld kosten. Die Lücke zwischen einem Simulator und richtigem Rennfahren ist extrem klein geworden und ich glaube, dass Simulatoren in der Zukunft ein wichtiger Bestandteil eines jeden Rennteams sein werden.“

Lass uns über die Fitness sprechen. Wie stark ist hier die Anforderung?
„Es ist wirklich ein ganz großer Aspekt. Es ist ja nicht so, dass wir einfach im Wohnzimmer sitzen und mit unserem Lenkrad an der Play Station sitzen. Gerade im GP3 Fahrzeug spielt die Fitness einen enorm großen Teil, weil man sehr hohen G-Kräften ausgesetzt ist. Mit unserem GT Academy Programm stehen uns allerdings großartige Trainer und Mentoren zur Seite, die uns für jedes Rennen bestens vorbereiten und das zahlt sich auf jeden Fall aus.“

Du hast nun Dein erstes GP3 Rennen gewonnen, ganz cool und gelassen vom Start bis ins Ziel. Wie bist Du so ruhig geblieben?
„Wir waren schon im ersten Rennen am Samstag sehr konkurrenzfähig und natürlich haben wir eine Menge von Silverstone gelernt, wo wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatten. Es war toll, in Hockenheim wieder konkurrenzfähig zu sein. Für das zweite Rennen setzte mich das Team auch nicht unter Druck, es ging schließlich darum erstmal mit dieser neuen Situation umzugehen und einfach das Beste daraus zu machen. Ich hatte einen guten Start und war fähig den Speed zu kontrollieren wie ich wollte. Wenn ich pushen wollte, habe ich das getan, wenn ich es etwas ruhiger angehen lassen wollte, hatte ich dazu auch die Möglichkeit. Ich trinke nur Champagner wenn ich ein Rennen gewinne, nicht mal wenn ich auf dem Podium stehe. Seit Februar habe ich keinen Champagner mehr getrunken und dafür schmeckte er am Sonntag umso besser. Ich nenne es meinen „Winners-Juice“!“

Was sind Deine Erwartungen für die restliche GP3 Saison?
„Ich möchte so viele Punkte wie möglich einfahren und mich natürlich weiterhin verbessern. Das ein oder andere Podium wäre schön und natürlich noch ein Sieg wäre ganz klasse.“

Wenn man das LMP2 Fahrzeug mit dem GP3 Auto vergleicht, was sind die größten Unterschiede?
„Das LMP2 Auto hat viel mehr Abtrieb und ist auch insgesamt stabiler, es hat auch viel bessere Bremsen. Aber den eigentlichen Rennstil kann man nicht miteinander vergleichen. In Le Mans, zum Beispiel, achtete man auf den Spritverbrauch und auf die Reifen; man will auf keinen Fall einen Reifenblocker oder einen Plattfuß. In einem GP3 Rennen gibst Du 18 Runden Vollgas, Du fährst absolut am Limit bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge. Ich mag beide Rennserien und könnte keinen favorisieren. Ich mag die unterschiedlichen Herausforderungen.“

Und was macht Ihr Hirn?

Chris Gooder von Chimp Management arbeitet seit Anfang dieses Jahres eng mit den NISMO Athleten zusammen. Hier erklärt er uns, was Chimp Management ist und wie wir unser Gehirn trainieren können.

„Unsere Aufgabe ist im Allgemeinen, den Fahrern zu verstehen zu geben, wie ihr Gehirn funktioniert. Natürlich ist es ein sehr komplexer Ablauf, also versuchen wir es anhand von einem einfachen Model so zu erklären, dass es einen Sinn ergibt. Wir geben einfach bestimmten Teilen des Gehirns einen Namen, damit man sich besser damit auseinandersetzen kann. Der Teil des Gehirns der für die primären Instinkte verantwortlich ist, nennen wir „Chimp“, also Affe. Das Problem damit ist allerdings, wenn wir Leuten davon erzählen, heißt es schlussendlich „Ich habe einen Affen im Kopf“, was natürlich nicht so ist. Der andere Teil des Gehirns, der sich quasi mit dem Lösen von Problemen auseinandersetzt, der Pläne macht und rational denkt, das ist der menschliche Teil, der „Human“ Teil.“

„Einfach gesagt, der Chimpy Teil wird immer gegen den Human ankämpfen und beide stehen im ständigen Gegensatz. Dein menschlicher Teil wird Dir immer sagen, wie Du logisch und rational handeln solltest, während Dir Dein Chimp sagt, wie emotional Du steuern solltest.

„Wir unterscheiden zwischen drei Gehirnteilen: der vordere Teil ist der Human, der hintere der Chimp. Dazwischen liegt der Computer, der all die Informationen speichert, die wir im Laufe eines Lebens erfahren. Das sind die Informationen, die man gelernt hat. Es können aber auch motorisierte Fähigkeiten sein, also Fähigkeiten die man automatisch macht. Wir nehmen immer die erste Fahrstunde als gutes Beispiel. Du sitzt zum ersten Mal im Auto und es kommen so viele Eindrücke auf Dich zu, dass man denkt „Das schaffe ich hier niemals“. Aber nach und nach gewöhnt man sich daran und die Abläufe des Fahrens werden zur Routine. Langsam werden diese Fähigkeiten im Computer abgespeichert und man denkt gar nicht mehr darüber nach, was man tut, weil man es automatisch tut.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist, seinen Computer so zu programmieren, dass man etwas automatisch immer und immer wieder tut. Und sobald man dies geschafft hat, wir es zur Routine.

„Der erste Schritt den wir mit einem neuen Fahrer machen, ist ihm das Model zu zeigen. Nehmen wir Florian Strauß als Beispiel, als wir in Anfang des Jahres zum ersten Mal getroffen hatten, erklärten wir ihm das Model und wir gaben ihm zwei Wochen Zeit sich damit zu beschäftigen. Er sollte genau darauf achten, welche Gehirnhälften sich wann bemerkbar machten. Er hatte das System sehr schnell verstanden und setzt es bereits sehr erfolgreich ein. Ein gutes Beispiel ist auch das 24hrs Rennen in Spa am kommenden Wochenende. Er wird dort ankommen, und der emotionale Teil seines Gehirns wird erstmal ein paar Alarmglocken läuten lassen. Er wird denken, dass hier könnte gefährlich werden, hoffentlich mache ich keinen Fehler, hoffentlich mache ich nicht etwas peinliches. Diese Gedanken werden rein von Emotionen gesteuert. Aber Dein menschlicher Gehirnteil steht auf und gibt Dir die Zuversicht die Du brauchst, nämlich dass die letzten Wochen sehr erfolgreich waren, dass Du weißt was Du kannst und so weiter. Man sieht wie die beiden Gehirnhälften gegeneinander arbeiten, und man muss das ganz klar differenzieren können.

„Jann Mardenborough ist mittlerweile schon so weit, dass wir mehr und mehr auf seinem menschlichen Gehirnteil fokussieren. Einfach nur Gas geben und pushen, davon gewinnt man keine Meisterschaft. Wir gehen einen Schritt zurück und nehmen eine aufmerksamere Angehensweise ans Racing.

„Am Ende des Tages geht es darum, laufen zu lernen bevor man rennt.“

Text und Interviews von Jasmin Müller - in Zusammenarbeit mit autohub.de

 

N24h – Nissan GT-R unter den Top 3 im ersten Training

Der GT ACADEMY Nissan GT-R mit Heidfeld, Buncombe, Ordonez und Strauss setzt sich ordentlich in Scene. Mit einer 8:27,223 und damit P3 im Training 1, zeigt der Godzilla was er drauf hat. Schneller waren nur die beiden Phoenix Audi R8 LMS.

 

Foto by Jasmin Müller

 

N24h: Schulze Motorsport fühlt sich gut gerüstet

175 Rennfahrzeuge, tausende Fans und die über 20 Kilometer lange Nürburgring-Nordschleife – das 24 Stunden-Rennen in der Eifel ist die ultimative Rennsport-Herausforderung. Das Privatteam Schulze Motorsport aus Tagewerben wird sich dieser einmaligen Aufgabe am kommenden Wochenende (19. bis 22. Juni) erneut stellen. Mit dem Nissan GT-R GT3 tritt die Mannschaft gegen zahlreiche werksunterstützte Teams an. Darauf haben sich die Brüder Tobias und Michael Schulze, der Japaner Kazunori Yamauchi und Jordan Tresson aus Frankreich optimal vorbereitet.

Vor allem bei der Generalprobe, dem 24h-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring im April, glänzte Schulze Motorsport mit einer starken Leistung. Das Nissan-Team kämpfte nicht nur lange Zeit um die Spitzenpositionen, sondern sicherte sich auch einen Startplatz für das Top-30-Qualifying. Bei dem spannenden Einzelzeitfahren werden am Wochenende die vorderen Startplätze herausgefahren. „Wir können daher mit der nötigen Ruhe in die Trainings gehen und die Zeit nutzen, um letzte Abstimmungsarbeiten an unserem Auto vorzunehmen“, erklärt Tobias Schulze. Dies sorgt bei Teamchef Wolfram Schulze ebenfalls für Optimismus: „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns, wieder beim 24-Stunden-Rennen dabei zu sein. Jetzt ist es unser Ziel, problemlos und fehlerfrei über die Distanz zu kommen. Wenn das gelingt, bin ich mir sicher, dass wir an unsere Performance vom Qualifikationsrennen anschließen können.“

Wenn am Samstagnachmittag um 16 Uhr der Startschuss zum härtesten Rennen des Jahres fallen wird, könnten dem Team Schulze Motorsport auch die Witterungsbedingungen in die Karte spielen. Obwohl die Eifel eigentlich für ihr wechselhaftes Wetter bekannt ist, soll es am Wochenende trocken bleiben. „Auf trockener Fahrbahn kommen wir mit dem Nissan sehr gut zurecht. Und den Fans, die rund um die Strecke ihre Zelte aufschlagen, wäre das natürlich auch zu wünschen“, freut sich Tobias Schulze.

Während die Zuschauer bereits die ersten Campingplätze rund um den Nürburgring bezogen haben, wird es für Schulze Motorsport am Donnerstagnachmittag mit dem Freien Training endgültig ernst. Wer das Rennwochenende nicht vor Ort verfolgen kann, darf sich auf eine umfangreiche TV-Berichterstattung freuen. Sport1 wird mehr als 15 Stunden live aus der Eifel im Fernsehen übertragen. Auf www.24h-rennen.de gibt es außerdem einen Live-Stream und alle wichtigen Informationen rund um den Langstreckenklassiker auf dem Nürburgring.

Pressemeldung

N24h: Nissan ist bereit für die 24-Stunden-Schlacht am Ring

Um Punkt 16 Uhr am Samstag startet Nissan zum bislang ehrgeizigsten Einsatz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Denn erstmals geht es für das japanische Unternehmen und dessen Motorsportabteilung NISMO nicht mehr nur um Klassensiege, sondern um Top-Positionen im Gesamtklassement. Gleich zwei lupenreine GT-R NISMO GT3 unter der Bewerbung Nissan GT Academy Team RJN sowie ein von Schulze Motorsport genannter dritter GT-R konkurrieren bei der 42. Auflage des Eifel-Marathons gegen die Crème de la Crème des GT-Rennsports. Dabei betreten Piloten und Autos kein unbekanntes Terrain, ist doch die „Grüne Hölle“ seit langem das Wohnzimmer des Nissan GT-R. Hier prüft Nissan traditionell alle GT-R vor ihrer Serienfreigabe noch einmal auf Herz und Nieren. Und hier gelang Michael Krumm im September 2013 auf einem nur leicht modifizierten Nissan GT-R NISMO eine Runde in 7.08,679 Minuten – neue Bestzeit für einen in größeren Stückzahlen hergestellten Straßensportwagen auf der 20,8 Kilometer langen Nordschleife.

Angeführt wird das internationale Nissan-Fahrer-Team für das 24-Stunden-Rennen des Jahres 2014 vom langjährigen Formel-1-Piloten Nick Heidfeld. Zusammen mit dem amtierenden deutschen GT Academy-Sieger Florian Strauß sowie Lucas Ordonez und Alex Buncombe teilt er sich den zur Erinnerung an das 80. Unternehmensjubiläum von Nissan mit der Startnummer 80 versehenen GT-R NISMO GT3.

„Ich bin zuletzt vor zwei Jahren hier gefahren und wollte beim von uns beschickten VLN-Testrennen einfach wieder da anfangen, wo ich zuletzt aufgehört hatte“, sagt der Mönchengladbacher. „Doch so einfach ist das nicht! Die Strecke hat so viele Kurven und blind zu fahrende Passagen. Normalerweise braucht man erst mal fünf, sechs Runden, um wieder ein gutes Gefühl für die Nordschleife zu bekommen. Erst dann kann man anfangen, das Auto abzustimmen. Doch die Runde ist verdammt lang hier, und es warten noch drei andere Fahrer. Daher heißt das Motto: „Okay, jeder hat zwei Runden!“

Auf Heidfeld, der auch als Chef-Jurymitglied der deutschen GT Academy fungiert, wartet am Samstag aber noch eine ganz spezielle Erfahrung: Als Lehrer spannt er mit seinem ehemaligen, aber weiter lernbegierigen Schüler Florian Strauß zusammen. „Es ist schon erstaunlich, wie die GT Academy von Nissan immer wieder neue Rennsporttalente hervorbringt. Ich bin sicher: In einigen Jahren wird dies als normaler Karriereweg in den Sport gelten. Zumal die Nachwuchssichtung auch jenen den Weg nach oben eröffnet, die sich den Einstieg über den immer kostspieligeren Kartsport nicht leisten können.“

Als er den ersten GT Academy-Sieger von 2008, Lucas Ordonez, vor ein paar Wochen zum ersten Mal traf, habe er ihn schon nicht mehr als ehemaligen Konsolespieler, sondern normalen Rennfahrerkollegen betrachtet, gesteht Heidfeld. „Mit Florian ist es natürlich anders, er fährt erst seit ein paar Monaten Autorennen und ist noch in der Lernphase. Andererseits haben sich allein in Deutschland über 100.000 Gamer um seinen Platz beworben – also muss er schon ein ganz besonderes Talent besitzen.“

Lucas Ordonez holte 2012 beim Eifel-Marathon bereits einen Klassensieg für Nissan: „Wir gewannen mit einem GT-R in Clubtrack-Edition und belegten unter über 200 Startern Platz 30. Als Vorbereitung auf das diesjährige Rennen sind wir zwei Läufe zur VLN-Serie gefahren; dabei sprangen neben einer Poleposition viele schnelle Trainings- und Rennrunden heraus. Pirelli hat sehr gute Reifen für den Nissan GT-R NISMO GT3 entwickelt, daher hoffen wir auf ein absolutes Topergebnis. Doch am Nürburgring kann so viel passieren. Jeder noch so kleine Fehler wird gnadenlos bestraft, daher muss jeder Fahrer die Strecke mit größtem Respekt behandeln.“

Der fließend japanisch sprechende NISMO-Markenbotschafter Michael Krumm bildet im zweiten GT-R NISMO GT3 mit den drei Japanern Kazuki Hoshino, Katsumasa Chiyo und Tetsuya Tanaka ein fernöstliches Quartett. Die Startnummer 30 auf ihrem GT-R NISMO GT3 symbolisiert das 30-jährige Bestehen der Nissan-Motorsport- und Werkstuning-Abteilung NISMO.

„Wenn man das große Potenzial des Autos berücksichtigt, haben wir eine reelle Chance auf einen Podiumsplatz. Wir werden alles dafür tun und hoffen, auch das nötige Quäntchen Glück zu haben“, kündigt der gebürtige Reutlinger an.

Kazuki Hoshino, ebenso wie Krumm in dieser Saison schwerpunktmäßig in der japanischen Super GT-Serie für Nissan aktiv, träumt schon seit einigen Jahren von einem Sieg in der Eifel: „Das sind meine sechsten 24 Stunden, diesmal mit dem GT-R NISMO GT3, dessen Entwicklung ich von Anfang an begleitet habe. Im letzten Monat startete ich beim vierten Lauf der VLN-Serie. Dabei haben wir sehr viele Daten gesammelt, die uns sehr zuversichtlich stimmen. Ich hoffe, wir können auf der schwersten Rennstrecke der Welt allen zeigen, was in diesem Nissan GT-R steckt.“

Pressemeldung

Nick Heidfeld: „Ein 24-Stunden-Rennen ist eines der letzten großen Abenteuer“

Der deutsche Rennfahrer Nick Heidfeld, 37, bekennt sich zu seiner großen Leidenschaft. „Es ist der Motorsport, den ich am meisten liebe.“, sagte Heidfeld im Interview mit dem „Nissan N_Magazin“ (Ausgabe 2/2104, EVT 18. Juni). „Es ist mir ziemlich wurscht, ob irgendjemand den Sport sexy findet.“ Speziell Sportwagen fände er ziemlich „ästhetisch“. Als „eines der letzten großen Abenteuer“ bezeichnet er ein 24-Stunden-Rennen – ein größeres Abenteuer als die Formel 1.

Heidfeld fährt unter anderem nach wie vor Rennen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft und ist als Juror der GT Academy tätig, die 2008 von Sony Computer Entertainment und Nissan als Talentschmiede für Rennfahrer gegründet wurde. Die Teilnehmer können sich in einem Online-Turnier mit der Rennsimulation Gran Turismo für ein Race Camp qualifizieren, dessen Gewinner ein intensives Fahrerentwicklungsprogramm absolviert und anschließend als professioneller Fahrer in aller Welt Rennen bestreitet. „Ich dachte immer, dass Computerspiele und Rennsport nichts Reales miteinander zu tun haben“, gestand der ehemalige Formel-1-Pilot. „Aber da lag ich falsch.“ Es gäbe sogar viele Gemeinsamkeiten wie etwa die Hand-Augen-Koordination oder die Fähigkeit, sich über eine längere Dauer zu konzentrieren.Deutscher Rennfahrer im Interview mit dem „Nissan N_Magazin“

Die Spielkonsole könnte Heidfeld zufolge dazu beitragen, einer breiten Masse den Zugang zum äußerst kostspieligen Motorsport zu eröffnen. „Ich hoffe es, weil der Einstieg seit Jahren immer teurer wird“, stellte der Rennfahrer im Interview mit dem N_Magazin fest. Heute gäbe es nur noch eine Handvoll von Familien, die sich das leisten könnten. „Und das kann man keiner Sportart der Welt wünschen, dass nur die Leute mitmachen, die Kohle haben.“ Heidfeld kann sich „sehr gut vorstellen“, dass es ein Konsolenspieler in die Formel 1 schafft – doch nicht nur das. „Ich würde nicht ausschließen, dass einer sogar mal Weltmeister wird.“

Im N_Magazin 2/2014 geht es zudem um die „wahre Liebe“ vierer Vorrundengegner der WM. Joachim Löw wird vom N_Magazin auf der Suche nach dem WM-Joker begleitet. Zu sehen ist diese geheime Mission unter: http://www.youtube.com/watch?v=jm7CNWl1ev8

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24h: #eatsleepRACErepeat

Die heißesten Wochenenden des Jahres stehen uns noch bevor. Nicht weil gerade die Sommerhitze über Deutschland hergefallen ist. Pfingsten soll fast überall Temperaturen von über 30° gebracht haben. Sondern weil wir die zwei wichtigsten Motorsport-Events des Jahres vor der Haustür und im Kalender stehen haben. Die ganze Welt schaut in der nächsten Woche nach LeMans.

24h in Le Mans

Am 15. und 16. Juni geht es auf dem Circuit de la Sarthe rund. Ein gewisser Fernando Alonso, er soll für Ferrari in der Formel 1 fahren (?), wird die Startflagge schwenken und ein buntes Feld auf die Reise schicken. 24-Stunden waren dann nie länger als bei diesem Rennen. Denn dieses Mal kämpft der VW-Konzern gleich mit zwei Marken um den Sieg und gegen die Spitzenreiter aus der WEC (Toyota als Favorit für Le Mans gesetzt). Und der VW-Konzern wird Le Mans Dauersieger Audi und den Rückkehrer Porsche in das Rennen. Das könnte peinlich enden, wenn nach 24 Stunden die Toyota den Gesamtsieg einfahren. zu recht wird man sich fragen, wieso man doppelt soviel Geld ausgibt wie bisher, nur um sich von den Hybrid-Sportlern aus Japan um die Ohren fahren zu lassen?

Le  Mans fasziniert nicht nur uns Fans aus Europa. Le Mans hat einen klingenden Namen, auf der ganzen Welt und so kommt nicht nur Toyota zu dem wichtigsten Langstreckenrennen der Welt, auch Nissan sucht die Herausforderung. In diesem Fall will man aber nicht den Gesamtsieg anpeilen, sondern mit einer neuen Idee überzeugen:

Der Nissan ZEOD RC wird am Wochenende des 14./15. Juni als erster Rennwagen in der Le-Mans-Geschichte eine komplette Runde rein elektrisch zurücklegen. Danach übernimmt bis zum nächsten regulären Boxenstopp ein neu entwickelter Dreizylinder-Benziner (Nissan DIG-T R) den Vortrieb. Das per Turbolader aufgeladene Aggregat wiegt nur 40 Kilogramm und holt aus 1,5 Liter Hubraum rund 400 PS. Der Spanier Lucas Ordoñez, Satoshi Motoyama und der Belgier Wolfgang Reib, Bester des europäischen Akademie-Jahrgangs 2012 und zuletzt schwerpunktmäßig mit Testfahrten im ZEOD RC beschäftigt, pilotieren die Elektrorakete.

Berichtet das AWR-Magazin.

Nissan Zeod RC 03 Le Mans Dreizylinder

#eatsleepRACErepeat

Denn nicht nur die 24h-Stunden im französischen Niemandsland nimmt man in Angriff, auch das zweite wichtige Motorsport-Event wird bei den Japanern mit der notwendigen Ernsthaftigkeit bedacht.

24h am Nürburgring

Während in Le Mans die Sport-Prototypen das Geschehen bestimmen und den Gesamtsieg unter sich ausmachen, stehen am Nürburgring 175 Fahrzeuge aus allen Klassen am Start. Der Nürburgring bietet jedes Jahr wieder, die größte Motorsport-Party die man in der Szene kennt. Nirgendwo gehen mehr Fahrzeuge an den Start, mehr Fahrer, mehr Marken, als in der Eifel.

Neick Heidfeld startet für Nissan beim 24h-Rennen

Und Nissan wird in diesem Jahr gleich drei Nissan GT-R GT3 an den Start bringen (Godzilla kehrt zurück) und dabei auch nicht nur auf die Power der bulligen GT3-Boliden vertrauen. Hier geht es um mehr, hier will man, anders als beim ZEOD RC Experiment an der Sarthe, ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden! Einer der GT3-GT-R wird deswegen auch vom Ex-Formel 1 Profi Nick Heidfeld pilotiert und auch das Kader aus Ex-Konsolen-Spielern kommt zum Einsatz. Das man mit den monströsen GT-R ordentlich angasen kann, hat man bei den letzten VLN-Läufen bereits gezeigt.

Eine Woche nach Le Mans (21.6./22.6.) geht es also in der Eifel erneut in ein 24h-Rennen. Für Motorsport-Fans werden die kommenden Tage ein echtes „Speed-Festival“. Zeit zum schlafen bleibt nach den Rennen!

Alles was man wissen muss, alles was wichtig ist -findet man hier im Blog (24h-Spezial) und bei den Kollegen vom AWR-Magazin.

 

 

AMI 2014 – Nissan e-NV200

Auf der AMI in Leipzig präsentiert Nissan den zweiten Serien-Stromer im eigenen Modellprogramm. Nachdem der Nissan Leaf eher ein Mitbewerber im Golf-Segment ist, sollen auf den e-NV 200 vor allem die Gewerbetreibenden abfahren. Der e-NV 200 ist ein praktischer Kleintransporter mit ordentlich Drehstrom-Power unter seiner kurzen Haube. Ein 109 PS starker Elektromotor soll den e-NV für eine maximal 170 Kilometer lange Strecke antreiben. Dabei passen ordentlich Passagiere oder eben bis zu 579 Kilogramm Nutzlast in den ab Juli bei Nissan erhältlichen Transporter.

Neben dem Nutzen als Elektro-Lastmobil, bietet sich die mit fünf Sitzen ausgestattete PKW-Version des e-NV200 als Elektro-Van für Familien an.

Der Preis für den e-NV liegt bei 36.766 €

Nissan zeigt automobiles Allerlei auf der AMI 2014

Mit dem neuen X-Trail, der die erfolgreiche Crossover-Palette um den Qashqai und Juke komplettiert, zeigt Nissan, was sie noch alles in petto haben. Bislang war der X-Trail als robuster Geländetourer bekannt. Doch nun will Nissan seine Neuauflage durch moderneres Design, effizienten Antrieb, verbesserten Komfort und innovativen Technologien zum erfolgreichsten SUV des japanischen Herstellers machen. Flankiert wird der neue X-Trail von der jüngsten Evolutionsstufe des Juke und – als Deutschlandpremiere – vom neuen e-NV200, dem zweiten Elektrofahrzeug von Nissan.

Nissan X-Trail erste ausfahrt

Der X-Trail 2014

Dynamischer und eleganter soll er sein, sowie ein neues Niveau an Komfort und Premium-Ausstattung bieten. Der neue Nissan X-Trail wird dank seines um 76 Millimeter gewachsenen Radstandes zur wahren Komfort-Kutsche. In der Länge verschiebbare Sitze und ein doppelter Ladeboden im Kofferraum sichern ein Maximum an Möglichkeiten.

Der fortschrittlicher 1.6. dCi Turbodieselmotor mit 96 PS und bis zu 90 Kilogramm weniger auf der Waage (im Gesamtgewicht), machen aus dem Nissan X-Trail einen höchst effizienten SUV. Mit weiteren zahlreichen Extras wie dem Nissan Safety Shield bietet er nicht nur ein umfassendes Sicherheitspaket, sondern auch jede Menge Spaß. Dabei behilflich und unterhaltsam: das neueste Infotainement-System, mit Google-Suche und der Möglichkeit zur Nutzung von allerlei Apps.

 

nissan juke facelift

Der Juke 2014

Auch der Juke wird auf der AMI nicht zu kurz kommen. Noch sportlicher kommt der erfolgreiche Kompakt-Crossover daher und zeigt sich in neuen Farben inklusive umfangreichem Personalisierungsprogram. Die Motorenpalette erweitert sich um einen 1.2 DIG-T Direkteinspritzer mit Turboaufladung und juvenil wirkenden 115 PS unter der Haube.

Nissan e-NV 200

e-NV 200

Nach dem erfolgreich laufenden Leaf, der vor allem für Privatkunden interessant ist, wird Nissan beim neuesten Elektroauto die Gewerbekunden ansprechen. Das zweite rein elektrisch betriebene und emissionsfreie Fahrzeug, der e-NV200, wird in Barcelona produziert und kommt ab Juli auf den deutschen Markt. Dabei handelt es sich um die Elektroversion des Kleintransporters NV200. Mit einer Reichweite von ca. 170 Kilometern pro Batterieladung will er sich besonders bei Gewerbetreibenden einschmeicheln und bietet sogar für Familien dank seiner fünf Sitze in der Pkw-Variante eine attraktive Alternative.

 

Wie die Besucher der Auto Mobil International 2014 die neuesten Nissan Modelle finden werden, bleibt abzuwarten.

Nissan präsentiert den Pulsar

Mit Fahrzeugen wie Qashqai, X-Trail und Note hat Nissan in den vergangenen Jahren ganz neue Segmente begründet. Basierend auf denselben Denkansätzen – mutiges Design gepaart mit technischen Innovationen und großzügigen Platzverhältnissen – erweitert der japanische Automobilhersteller nun seine Modellpalette um eine Schräghecklimousine: den neuen Nissan Pulsar.

Fortschrittliche Technologien

Der Nissan Pulsar verfügt über viele nützliche technische Features, die die Fahrt noch sicherer und angenehmer machen. Mit Ausstattungsdetails, die man gewöhnlich erst in höheren Fahrzeugklassen erwartet, unterstreicht Nissan seinen Anspruch, technische Innovationen möglichst vielen Autofahrern zugänglich zu machen.

Das Nissan Safety Shield beispielsweise kombiniert verschiedenste Assistenzsysteme miteinander und knüpft so ein einzigartiges Sicherheitsnetz. Es umfasst unter anderem einen Autonomen Notbrems-Assistenten, eine Bewegungserkennung sowie einen Spurhalte- und einen Totwinkel-Assistenten.

Die neueste Generation von Nissan Connect ist ebenfalls an Bord. Das Navigations- und Infotainment-System integriert nicht nur das Smartphone, sondern bietet darüber hinaus zahlreiche Funktionen wie etwa Send-to-Car von Google® und verschiedene nützliche und informative Apps.

Der Nissan Pulsar fährt außerdem mit LED-Scheinwerfern vor, die bereits für Qashqai und X-Trail angeboten werden. Die markanten Leuchten des Pulsar produzieren ein weißes, klares Licht und verbrauchen 50 Prozent weniger Energie als konventionelle Scheinwerfer.



Effiziente und leistungsstarke Motoren

Beim Antrieb setzt Nissan seine erfolgreiche Downsizing-Philosophie fort. Die Palette des Nissan Pulsar umfasst ausschließlich Turbo-Motoren, die Fahrspaß mit höchster Effizienz kombinieren – und die Betriebskosten somit so niedrig wie möglich halten. Als Einstiegsmotor dient ein 1,2-Liter-DIG-T-Turbobenziner mit 85 kW/115 PS, alternativ steht ein 1,5-Liter-dCi-Diesel mit 81 kW/110 PS und einem maximalen Drehmoment von 260 Nm zur Wahl. 2015 wird das Motorenangebot um einen 1,6-Liter DIG-T Turbobenziner mit 140 kW/190 PS erweitert.

Der CO2-Ausstoß beläuft sich je nach Motorisierung auf weniger als 95 Gramm pro Kilometer (noch nicht homologiert).  Neben einem manuellen Schaltgetriebe ist für den Pulsar optional auch ein Xtronic Automatikgetriebe erhältlich, das direktes und unmittelbares Feedback bei schneller Beschleunigung und hohe Fahrkultur mit sanftem Wechseln der Übersetzungen im Niedriglastbereich verbindet.

Neue Maßstäbe bei Platzverhältnissen
Mit 2,70 Meter profitiert der Nissan Pulsar vom längsten Radstand seiner Klasse: Kein anderer Kompaktwagen bietet mehr Schulter- und Beinfreiheit. Selbst auf der Rückbank liegt die Kniefreiheit bei 692 Millimetern, womit der Pulsar geräumiger ist als viele Mittelklassemodelle. Trotz dieser großzügigen Platzverhältnisse beschränkt sich die Fahrzeuglänge auf kompakte 4,39 Meter. Das erleichtert die Parkplatzsuche in der Stadt.

Eleganz gepaart mit Athletik
Dank des typischen, V-förmigen Kühlergrills und der muskulösen Kurven ist der Pulsar auf Anhieb als Nissan Modell erkennbar. Die Design-DNA, die Qashqai und X-Trail eine solch kraftvolle Präsenz verleiht, erzeugt beim Pulsar eine elegante, athletische Form, die starke Linien mit liebevollen Details verbindet. Wie die Crossover-Geschwister kennzeichnen das neue Modell markante Radkästen, eine zum Heck hin ansteigende Gürtellinie und ein fließendes Profil.

Die selbstbewusste Premiumanmutung setzt sich im Interieur fort, wo hochwertige Materialien und ein klares Design perfekt mit der großzügigen Ausstattung harmonieren. Speziell auf Europa abgestimmt, läuft der Pulsar im spanischen Nissan Werk in Barcelona vom Band. Der Marktstart ist für Herbst 2014 vorgesehen.

Pressemeldung

Nissan schickt Heidfeld in die grüne Hölle

Der vierte Saisonlauf der VLN am Nürburgring wird für Nissan zur Generalprobe für das 24-Stunden Rennen. Um optimal gerüstet zu sein, startet Nissan mit insgesamt drei Nissan GT-R in das Rennen und einer besonderen Fahrerpaarung auf den Fahrzeugen der Nissan GT Academy.

Nick Heidfeld startet für Nissan beim 24h-Rennen

Drei Fahrzeuge umfasst das Engagement der Japaner beim 24h-Rennen und beim vierten VLN-Lauf findet die Generalprobe für das wichtigste Rennen des Jahres statt. Zwei Nissan GT-R werden unter der Bewerbung der Nissan GT-Academy (Team RJN) eingesetzt und ein Fahrzeug vom „Schulze Team“.

Neick Heidfeld startet für Nissan beim 24h-Rennen

Von der Spiele-Konsole auf die Rennstrecke. Die Absolventen, die Gewinner, die besten Konsolen-Spieler der Welt bekamen die Chance und wurden von Nissan auf den Einsatz als Rennfahrer vorbereitet. Mit Alex Buncombe, Lucas Ordonez und Florian Strauss starten drei Gewinner der GT-Academy zusammen mit ihrem Mentor Nick Heidfeld in das vierte VLN-Rennen der Saison. In dieser Fahrer-Paarung wird man auch gemeinsam das 24h-Rennen in Angriff nehmen. Auf dem zweiten Fahrzeug der GT-Academy startet die japanische Piloten-Abordnung mit den Rennfahrern Tanaka Tetsuya, Hoshino Kuzuki, Chiyo Katsumasa und dem schon seit langer Zeit in der japanischen GT-Meisterschaft startenden Michael Krumm.

Auf dem Fahrzeug der „Schulze-Brüder“ wird neben Tobias und Michael auch Yamauchi Kazunori starten – in seiner Funktion wiederum Vice-President von Sony und Erfinder des GT-Konsolenspiel. Und damit schließt sich der Kreis. Denn nun starten die besten Sony GranTurismo (GT) Spieler, dank der Förderung durch die Nissan GT-Academy, im gleichen Rennen – wie der Erfinder der Renn-Simulation.

Eine faszinierende Vorstellung und ein wundervolles Beispiel für die Faszination des Motorsportes. Und gemeinsam ist allen der Respekt vor der Nordschleife. Und der Rennwagen mit dem sie in das 24h-Rennen starten werden: Der Nissan GT-R GT3 Nismo.

 

Vor dem Rennen habe ich mich von den Fähigkeiten des Nissan GT-Academy Gewinners Florian Strauss überzeugt – nein, ein Foto vom Ergebnis wird es nicht geben. Nur ein Beweisbild von vorne:

Florianstrauss nissan

 

Wer das vierte VLN-Rennen der Saison nicht live vor Ort anschauen kann, der sollte sich den Link für den VLN-Livestream notieren: http://www.vln.de/de/live/features.html

 

Nissan: Aus dem Almera wird der Pulsar

Nissan hatte sich für bald 8 Jahre aus dem direkten Wettbewerb mit dem Volkswagen Golf herausgehalten – im Herbst 2014 wird es jedoch wieder einen Golf-Gegner mit Nissan-Nase geben. Am 20. Mai will Nissan den neuen Stern am Kompaktwagen-Himmel enthüllen und mit einer Assoziation an Sterne und Weltall der neue Name:

Nissan PULSAR

Erlkönig-Fotos vom neuen Nissan Pulsar gab es bereits im Blog. Im Herbst des vergangenen Jahres fuhren einige, damals noch heftig getarnte Testwagen, vor die Kamera meines Erlkönig-Fotografen.

Das aktuelle Line-up an frischen Motoren dürfte auch im neuen Nissan Pulsar zu finden sein. Vom 1.2 Liter Turbo mit 115 PS bis hin zum neuen 1.6 Liter Turbo. Was darf man noch erwarten? Einen sicheren Kompaktwagen mit 5-Sternen im Euro-NCAP setze ich voraus – aber auch das Nissan Safety Shield dürfte im neuen Golf-Gegner zu finden sein.

Aber auch eine NISMO-Version gilt als sicher. Diese dürfte sich dann am Golf GTI abarbeiten und mit wenigstens 230 PS zum Kunden rollen. Gebaut wird der neue Pulsar im übrigen nicht in Japan, sondern im spanischen Werk in Barcelona. Und das auf dem PULSAR dann auch der Q30  basieren wird und dieser als Premium-Kompakter von INFINITI vermarktet wird, auch das ist bereits festgelegt!

 

 

 

Nissan Juke: Make-Up für den Froschkönig

Ausgerechnet der Juke gehört zu den erfolgreichsten Modellen im Programm von Nissan. Warum ich „ausgerechnet“ schreibe? Nun – schaut man dem Juke tief in die Augen, dann hat man das Gefühl von einem Frosch hypnotisiert zu werden. Seine Scheinwerfer sind extrem prägnant, darüber liegen – zackig zurecht geföhnt, die nun in LED-Technik ausgeführten Tagfahrlichter. Das restliche Design des Juke ist nicht minder expressiv. Man mag es auf Anhieb, oder nie. Schön saufen funktioniert mit dem Juke nicht.

Und dennoch – der Juke ist extrem erfolgreich. Unter seinen Nissan-Brüdern ist er gar das Modell mit den höchsten Eroberungsraten. Mit 82 Prozent zieht kein anderer Nissan mehr neue Kunden zur Marke. Ob das alles Prinzessinnen sind, die auf der Suche nach dem Traumprinzen jeden Frosch im Teich küssen? Vermutlich nicht. Der Juke scheint Talente zu haben, die nicht optischer Natur sind.

Nissan Juke – 2014 – Das ist neu

Im letzten Jahr wurden mehr als 135.000 Nissan Juke verkauft. Im letzten Jahr kam zudem die sportliche NISMO-Variante mit in das Programm (den Fahrbericht zum Juke NISMO findet man hier). Damit man aber auch weiterhin ordentlich Stückzahlen vom Band im englischen Sunderland laufen lassen kann, wurde nun der Schmink-Koffer bemüht und zudem eine Herztransplantation durchgeführt.

nissan juke facelift

Grelles Make-Up

Der Kühlergrill bekam eine deutliche Aufwertung in Form des verchromten Familien-Gesichts verpasst, die Stoßfänger wurden leicht optisch retuschiert, alles in allem bleibt die Optik wie gehabt – prägnant. Was erst auf den zweiten Blick auffällt: Nissan hat dem Juke die altbackenen H4-Leuchten aus der Front genommen. Nun leuchten kleine DE-Linsen im großen rund der Scheinwerfer-Augen. Wer die höchste Ausstattungslinie Tekna wählt, lässt die Froschaugen dank Xenonlicht taghell leuchten.

Deutlich auffälliger sind die optional erhältlichen farblichen Akzente. Was man bei Mini und Fiat 500 kann, soll man beim Juke auch können. Und so strahlen auf Wunsch Einsätze in der Stoßstange, Spiegelkappen, Felgen, Dachspoiler und Lampen-Einfassungen in Kontrastfarben.  Nissan spricht von mehr als 300 möglichen Varianten die nun möglich sind. Ein paar besonders interessante wird man vermutlich bald zur Fußball-Weltmeisterschaft finden – oder später bei der Champions-Liga. Ein Juke in weiß-blau, rot-weiß oder gelb-schwarz dürfte so manchen Fußball-Fan an seinen Lieblingsverein erinnern. Die Farb-Exzesse bleiben dem Innenraum nicht erspart, auch hier kann man sich nun kreativ austoben.

Nissan Juke Facelift neues modelljahr 2014

Doch die Optik ist noch immer nicht so wichtig, wie die Technik. Zumindest in diesem Blog. Und so zählt der neue Motor doch deutlich mehr, als das ganze Optik-Gedöns.  Nissan bietet auch im Juke den neuen 1.2 Liter Vierzylinder-Turbobenziner an. Dieser 115 PS starke Motor war bereits im größeren Qashqai nicht schlecht und im kleineren und vor allem leichteren Juke macht er eine noch bessere Figur.  Leise und laufruhig summt er vor sich hin, nur mit stark gespitzten Ohren vernimmt man bei Lastwechseln ein leises Turbozischen.  Munter dreht sich der kleine Turbo-Benziner in das Herz des Fahrers. Wenn gleich man die Drehzahlen nicht allzu weit in den Keller fallen lassen sollte. Die 190 Nm des Motors liegen laut Datenblatt bei 2.000 Umdrehungen an, so richtig munter wirkt der Motor aber erst ab 2.500 Umdrehungen. Wer sich nun dennoch weitere Drehzahl-Eskapaden verkneifen kann, wird den Juke im Alltag mit knapp unter 7 Litern auf 100 km bewegen können. Den Normverbrauch von 5.6 Liter zu erreichen dürfte indes schwieriger werden.

Wer den Juke mit seinem kurzen Radstand über die Landstraße scheucht, spürt das lebendige Fahrverhalten des kleinen Softroaders. Die Dämpfung wirkt dabei straff aber nicht zu sportlich für den Alltag. Leicht untersteuernd lässt er sich über winklige Strecken bewegen. Wer noch ein wenig mehr Drama sucht, der wählt den Juke mit Allradantrieb und aktivem Hinterachs-Differential. Hier hat sich nichts geändert – auch nicht die Tatsache, dass man den 4×4 Juke nur mit dem 190 PS 1.6 Liter Turbomotor bekommt.

 

40% mehr Kofferraum

100% weniger Reserverad. Da sich manch ein Kunde mehr Laderraum gewünscht hat, erhielt das Facelift einen Laderaum mit verstellbaren Ladeboden. Wo sich zuvor das Ersatzrad befand, bietet der Juke nun ein Plus an Laderaum. Nun stehen 354 Liter zur Verfügung. Wer die Rücksitze umklappt, kommt auf 797 Liter.

Nissan Juke Innenraum

 

Kosten:

Das Farbspiel für den Juke fängt bei 550 € im Innenraum und 650 € auf der Außenhaut an. Der neue Motor kostet in der Acenta-Ausstattung 18.800 € und in der Tekna-Version 20.950 €.  Die 190 PS starke Version mit dem stufenlosen Xtronic-Getriebe und dem All-Mode Allradantrieb kommt in der Tekna-Version auf 26.450 €.

PRO

Der Juke fährt mit dem neuen 1.2 Liter Turbo-Benziner und den neuen Xenon-Leuchten, modernisiert in die zweite Halbzeit.

CONTRA

Contra bekommt der Juke nur von Menschen, die mit dem äußeren des kleinen Juke nichts anfangen können.

UND

Der Juke bekam mit dem Facelift nun auch das Nissan-Safety-Shield Paket verpasst. Inklusive Spurhalte-Assistent und 360° Monitor.

 

Nissan Juke neues Modell Facelift

Fazit:

Der Juke zeigt der versammelten Konkurrenz auch weiterhin, wo der Frosch seine Locken hat. Ob er das Farbenspiel dazu nötig hat? Eher nicht. Aber die Möglichkeit dem Juke ein paar Farb-Akzente verpassen zu können, bedeutet ja nicht, ihn zum Harlekin machen zu müssen!

Fakten zum neuen Nissan Juke 1.2 DIG-T

Verkaufsstart:  ab sofort
Basispreis:  18.800 €
Motorleistung:  115 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.135, 1.765, 1.565, 2.530 mm
Normverbrauch:  5.6/ 100km – Benzin
Höchstgeschwindigkeit:  178 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  10.8 Sekunden

Fakten zum neuen Nissan Juke 1.5 dCi

Verkaufsstart:  ab sofort
Basispreis:  18.990 €
Motorleistung:  110 PS – 150 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.135, 1.765, 1.565, 2.530 mm
Normverbrauch:  4.0 / 100km – Diesel
Höchstgeschwindigkeit:  175 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  11.2 Sekunden
Alle Fotos - bis auf das schwarz/weiß - stammen von NISSAN direkt.

Der neue Nissan X-Trail

Erste Ausfahrt im Nissan X-Trail

Der Crossover für Aufsteiger

Zu Beginn des Jahres stellte Nissan den neuen Qashqai vor, jetzt schieben die Japaner den neuen X-Trail und auch eine Facelift-Version des Nissan Juke hinterher (Juke Artikel folgt!) und frischen damit das eigene Portfolio an Crossover und kompakten SUVs auf.

Mit der neuen Modell-Generation des Qashqai (Fahrbericht klick) fiel bei diesem die „+2“ getaufte Version mit verlängertem Radstand weg. Und damit auch die Möglichkeit,  7 Personen im Qashqai zu transportieren. Der neue Nissan X-Trail basiert auf der gleichen Bodengruppe wie der Qashqai und teilt sich auch ansonsten viel mit dem kleineren Bruder. Damit rücken Qashqai und X-Trail zu einem sich ergänzenden Duett zusammen. Um für diese Rolle fit zu sein, wuchs die Gesamtlänge des neuen X-Trail nur um unwichtige 8 Millimeter (gegenüber dem Vorgänger), den Radstand aber, ein Indiz für den Platz im Innenraum, streckte man um stolze 7.6 Zentimeter. Und wer in der Zukunft die Sitzplätze 6+7 im Nissan Crossover sucht, der findet diese im neuen X-Trail.

Nissan X-Trail Namen Detail Fahrbericht

Vom Offroader zum Crossover

Der X-Trail ist ein Weltauto. Er wird in 190 Ländern verkauft und in 9 Fertigungsstätten auf der ganzen Welt montiert.  Als ein solches Weltauto muss er die Designsprache von Nissan klar und deutlich zum Ausdruck bringen. Doch er tut nicht nur das, der X-Trail sieht auch dem Qashqai zumVerwechseln ähnlich. Beide tragen die markante Nissan-Chromspange im Kühlergrill und bei beiden spielen die Designer mit den zu Nissan gehörenden Grafik-Elementen wie zum Beispiel den „boomerangförmigen“ Leuchten und den markanten LED-Tagfahrlichten in der Form von scharfen Zacken.

Anstelle eines nüchternen Box-Designs mit deutlichen Ecken wie bei den Vorgänger-Generationen von 2001 und 2007 tritt der neue X-Trail nun mit einem modernen Schwung und deutlichen Rundungen in der Karosserie auf. Er wirkt seinem zuvor präsentierten kleinen Bruder Qashqai sehr ähnlich im Design – ganz ehrlich, es fällt einem wirklich nicht leicht, die beiden von vorne zu unterscheiden. Doch sieht man dem X-Trail an, dass er eine ganze Nummer größer ist. Sein Raumangebot braucht sich nicht zu verstecken.

Mit dieser Familienähnlichkeit wandelt sich der zuvor eher hemdsärmelige X-Trail zum schicken Crossover.

Wichtiger als die großzügig bemessenen Platzverhältnisse in Sitzreihe eins ist der ganz klar gewachsene Anspruch an die eigene Verarbeitungsqualität und die im Innenraum verwendeten Materialien. Und diesen Anspruch erfüllt de neue X-Trail : Mit weichen Kunststoffe, einer freundliche Atmosphäre und modernen Formen zeigt er sich im Cockpit von seiner charmanten Seite.

In Reihe zwei bleibt genug Platz für die Mitfahrer. Dank einer gegenüber der ersten Sitzreihe erhöhten Sitzposition lässt es sich prima nach draußen schauen. Die ordentlich großen Fensterflächen und das neue, weit nach hinten gezogene Glasdach (mit der Möglichkeit, den vorderen Teil zu öffnen), tun ihr übriges, damit man im X-Trail ein Gefühl von Raumfülle und Weite erhält.

Nissan X-Trail Fahrbericht 130 PS Diesel

 

Der Antrieb

Bei den Motoren ziert sich Nissan derzeit noch ein wenig. Zum Marktstart ist nur ein 1.6 Liter Diesel mit 130 PS und 320 Nm erhältlich. Dieser kann mit einem 4×4-Antrieb und manuellem Sechsgang-Getriebe gekoppelt werden oder mit einem stufenlosen Getriebe und Frontantrieb. Bei Nissan geht man davon aus, dass der X-Trail Käufer eher zum Allradantrieb greift als der Qashqai-Käufer. Wobei sich das “eher” auf einen Mix von 50% beziffern lässt. Es scheint, als wäre auch beim Vorgänger die Geländegängigkeit nicht die wichtigste Eigenschaft gewesen.

Für das kommende Jahr wird ein 163 PS Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung angekündigt. Bis dahin muss man sich mit dem 130 PS Diesel zufrieden geben. Bei einer ersten Ausfahrt rund um die Portugiesische Metropole Lissabon zeigte sich der moderne Selbstzünder von seiner ruhigen Seite. Ruhig vor allem was seine Arbeitslaute betrifft. Der X-Trail wirkt souverän gedämmt und lässt vom Motor nur leises grummeln vernehmen.

Für Ruhe sorgt aber auch das in Serie verbaute “Nissan Chassis Control”. Mit gezielten Brems- und Motorsteuer-Eingriffen sorgt dieses System für Handlichkeit im Fahrbetrieb und unterdrückt Wankbewegungen. Entsprechend handlich fährt sich der X-Trail über kurvige Passagen.

Dank eines souveränen Drehmomentverlaufes des Motors und leichter Diät (-90 kg) für die Karosserie, lässt sich der X-Trail mit niedrigen Drehzahlen über die Strecke bewegen. Der moderne Dieselmotor und die Gewichtsreduktion kommen dem Verbrauch zu Gute. Mit guten 6 bis 7 Litern ließ sich der X-Trail auf dieser ersten Ausfahrt zufriedenstellen.  Nissan gibt im NEFZ derweil knappe 5 Liter an. Der Unterschied zwischen NEFZ und Testfahrt ist jedoch überschaubar und üblich.

Sein Leergewicht von 1.500 – 1.600 Kilogramm ist im Fahrbetrieb nicht zu merken. Handlich mag für einen großen Crossover ein kaum zu glaubendes Prädikat sein, doch mit dem Wechsel der Plattform, der Verwendung der Nissan Chassis Control und einer gelungenen Feder-Dämpferabstimmung wirkt der X-Trail tatsächlich “handlich”.

Nissan X-Trail Cockpit

 

Der Innenraum

Den Innenraum hat Nissan nicht nur durch ein neues Niveau an Kunststoffen aufgefrischt, auch das Multimedia-Paket wirkt bei der ersten Ausfahrt stimmig. Routenplanung vom Handy zum Navigations-System schicken, kein Thema. Die Google-Suche im Auto nutzen? Machbar, wenn ein Handy per Bluetooth gekoppelt wurde und die Internetverbindung herstellt.

Lässt man die versenkbare dritte Sitzreihe im Kofferraumboden versteckt, dann bietet der X-Trail fürstliche Laderaum-Verhältnisse. Von 550 Litern im Normalmodus bis hin zu 1.980 Litern bei umgeklappter Rücksitzbank. Das ist ein gutes Stück mehr als im alten X-Trail. Die Rücksitzbank (Reihe 2) lässt sich zudem um 25 Zentimeter in der Position verschieben. Das kommt entweder den Beinen der Mitfahrer oder dem Gepäck zu gute.

In die dritte Reihe einsteigen? Eher etwas für Kinder. Und dann irgendwie auch ein Abenteuer. Aber dafür ist der X-Trail ja gedacht, für das Abenteuer, oder?

 

Nissan X-Trail Testfahrt

 

Nissan X-Trail – Zusammenfassung der ersten Begegnung:

Der X-Trail wird insgesamt sehr stimmig, die Verarbeitung passt, das Geräuschniveau ist gut und auf der Straße wirkt er ungewöhnlich handlich. Mit dem Einzug des Nissan Safety Shield wurden zudem die Assistenzsysteme auf den aktuellen Stand der Technik gehoben.

Also alles bestens?
Nicht ganz. Offroad wirkt er weniger ambitioniert als früher. Wobei das täuschen kann. Der Allradantrieb des X-Trail wird in der gleichen Form auch im Qashqai verwendet und kann wie dort maximal 50% der Kraft an die Hinterachse schicken. Wie beim Qashqai auch, muss der X-Trail zudem ohne mechanische Sperren auskommen. 21 Zentimeter Bodenfreiheit sind nur „normal für diese Klasse“.  Echte Offroader bieten da mehr.

Daher bleibt nach der ersten Ausfahrt folgendes Fazit:

Mit der dritten Generation des X-Trail wurde aus dem markigen Cowboy, ein stilsicherer Crossover für die Stadt – wer den Geländewagen im Nissan-Programm sucht, der wird in der Zukunft zum Pathfinder greifen müssen – der neue X-Trail ist eher der große Bruder des Qashqai und als solcher doch mehr Crossover, denn Offroader.

Fakten zum neuen Nissan X-Trail

Verkaufsstart:  Juli 2014
Basispreis:  26.550 – 34.650 €
Motorleistung:  Diesel 1.6 dCi 130 PS -320 Nm
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, Stufenlose Automatik, 4×4 u. 4×2
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.633, 1.820, 1.695, 2.706
Normverbrauch: 4,9 – 5,3l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  180- 188 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  10,5 – 11,4 Sekunden

Erste Ausfahrt mit dem neuen Nissan Qashqai 1.2 DIG-T

Was für ein Name. Und wer hätte bei der Vorstellung der ersten Qashqai-Generation einen solchen Erfolg erwartet? Bei einem Namen den nur die wenigsten Käufer unfallfrei aussprechen können. Doch die Bezeichnung in Anlehnung an ein Nomaden-Volk konnte dem Erfolg des Crossover-SUV keinen Abbruch tun.

Insgesamt wurden 1.5 Millionen Stück vom Vorgänger abgesetzt. Zeit das Profil des Qashqai nach zu schärfen und ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Immerhin, die Nachahmer in diesem Fahrzeug-Segment blieben nicht aus und auch andere Hersteller haben schöne Crossover-SUVs.

Nissan Qashqai 1.2 DIG-T im ersten Fahrbericht

Kofferraum statt Hubraum!

Ein wenig länger, ein wenig breiter, ein wenig flacher. Der neue Qashqai stellt eine Evolution dar, keine Revolution. Gleichwohl er auf einer neuen Plattform steht. CMF nennt die Französisch-Japanische Allianz aus Renault und Nissan diese gemeinsame Plattform. Dem Wesen des Qashqai tut diese gemeinsame Plattform keinen Abbruch – er bleibt der Softroader im Segment. Die Kunden lieben den Qashqai weil man so bequem sitzt, weil man höher sitzt und weil man genug Platz für Kind und Kegel hat. Der neue Qashqai ist da nicht anders gestrickt. Er verbindet jedoch den Feinschliff im Innenraum, mit mehr Charakter beim Design. Und mehr Kofferraum-Volumen. Anstatt 410 Litern warten nun 430 Liter auf die Einkäufe.

 

Qashqai-Fahrer wählen selten den Weg über Stock und Stein, darum ist der größte Teil der verkauften Qashqai mit reinem Frontantrieb ausgerüstet. Für den neuen Qashqai gibt es auch weiterhin die Möglichkeit einen Allradantrieb zu wählen, allerdings sind die Kombinationsmöglichkeiten aktuell noch eingeschränkt.

nissan qashqai 1-2 turbo fahrbericht

 

Allrad nur mit Diesel

Wer sich für einen Qashqai mit Allradantrieb interessiert, bekommt automatisch den potenten 1.6 Liter 130 PS Diesel angeboten. Und auch beim Getriebe bleibt die Wahl für den All-Mode 4×4 übersichtlich: 6-Gänge, manuell geschaltet, keine Alternative.

Ähnliches passiert beim Wunsch nach einem Automatik-Getriebe, die Lage ist klar: Kein Allradantrieb und nur ein Motor: der 1.6 Liter dCi-Diesel.

Wer sich damit begnügt die Gänge selbst zu sortieren und mit Frontantrieb bereits glücklich ist, der darf zwischen dem neuen 1.2 Liter Turbomotor, dem 1.5 dCi-Diesel mit 110 PS und dem 130 PS Diesel wählen.

In wenigen Wochen kommt der neue Qashqai als 1.6 Diesel mit Automatik zum Test vorbei, bei meiner ersten Ausfahrt mit dem neuen Qashqai konzentrierte ich mich deswegen auf den neuen 1.2 Liter Vierzylinder-Turbomotor mit 115 PS.

Nissan Qashqai Motor Turbo vierzylinder

 

Crossover mit dem Zwang zum sparen

Downsizing, ein Trend der schon lange kein Trend mehr ist, sondern Alltag. Im Bug des Qashqai haben die Nissan-Techniker einen 1.2 Liter kleinen Vierzylinder-Turbomotor versteckt. Dank des Blasebalg kommt der Humbraumzwerg auf beachtliche 115 PS und kräftige 190 Nm bei 2.000 Umdrehungen. Kraftlos sieht anders aus. Und so fährt sich der Crossover auch. Untermalt von einem deutlichen Turbofauchen, drückt sich der immerhin 1.350 Kilogramm schwere Qashqai souverän aus den Startblöcken der innerstädtischen Ampel. Erster, zweiter, dritter, schnell und problemlos auch mit niedrigen Drehzahlen, lässt es sich auf Stadt-Tempo beschleunigen. Nissan gibt für den Sprint auf Landstraßentempo gute 10 Sekunde an – klingt erstmal glaubhaft!

Raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn. Gemütlich bis 150 beschleunigt, der Qashqai wirkt nicht, als würde er am Rande seiner Leistungsfähigkeit bewegt. Erstaunlich wie viel Souveränität man in 1.2 Liter Hubraum packen kann. Da muss nur der Turbo groß genug und das gesamte Package clever abgestimmt sein.

Die erste Ausfahrt führte nicht in den Urlaub – aber nach einem Autobahn-Sprint doch immerhin in das oberste Stockwerk des Flughafen-Parkhaus. Anfahren ohne Gas, früh im zweiten Gang durch das Parkhaus rollen? Der Qashqai wehrt sich nicht und ruckelt nicht bockig in seinen Motorlagern. Der kleine 1.2 Turbo scheint wirklich ausreichend für den Crossover.

Im Parkhaus und beim rangieren zeigt sich der Qashqai dann von seiner Schokoladenseite. Dank dem 360° Around-View-Monitor behält man auch bei engen Parklücken den Überblick. Dieses praktische Ausstattungsdetail ist Teil des  „Nissan Safety Shield Paketes“ und hilft aktiv beim Unfall vermeiden. Wer den Überblick zwar hat, sich aber nicht sicher ist, der lässt den Qashqai einfach selbst parken. Kein Problem für die zweite Generation des japanischen Crossovers.

 

Geparkt und nun aussteigen?

Eigentlich will man lieber sitzen bleiben. Denn die Japaner haben dem Innenraum des Qashqai einiges an Asiatischem-Pragmatismus ausgetrieben und die Lücke mit gut gewählten Kunststoffen ausgefüllt. Er fühlt sich doch glatt eine Klasse hochwertiger an.

Bevor man aussteigt, muss man einsteigen und bevor man einsteigt – steht der Kauf des Nissan Qashqai an. Bei den Preisen ist Nissan der Erfolg des Vorgängers nicht zu Kopfe gestiegen. Man bleibt dem Volke nah und unterbietet noch immer 20.000 € Hürde. In der Einstiegs-Version Visia kostet der kleine Turbo-Benziner genau 19.940 €.

Weiterhin gibt es bei Nissan drei Ausstattungslinien für den Qashqai. Visia bildet die Basis, dann folgt Acenta und darauf Tekna.

Nissan Qashqai fahrbericht ausfahrt

 

PRO

Mit einem Minimal-Wert von 99 Gramm CO² je Kilometer ist der Qashqai mit dem 1.5 dCi-Motor einer der besonders sparsamen Crossover geworden. Zudem gibt es den Qashqai mit LED-Licht, ein wirklich helles Extra!

CONTRA

Das Motorenangebot und die Möglichkeit zur Wahl zwischen Automatik und Manuell, zwischen Allradantrieb und Frontantrieb ist noch sehr überschaubar. Hier könnte ein wenig mehr Angebot nicht schaden!

UND

Das praktische Nissan Safety Shield Paket mit 360° Kamera ist nur gegen Aufpreis und nur für die exclusive Tekna-Version erhältlich. Hier sollte Nissan noch einmal darüber nachdenken ob es wirklich sinnvoll ist, Sicherheit an Ausstattungslinien zu koppeln.

 

Fazit:

Das der neue Qashqai nicht den Erfolg des Vorgängers fortführen wird, ist unwahrscheinlich. Zu gelungen ist das neue Modell. Dank besserer Materialien im Innenraum und sparsamen Motoren, wird der neue Qashqai mindestens so erfolgreich wie der Vorgänger. Wobei – dem neuen Modell fehlt die +2 Version mit mehr Platz – Aufsteiger werden in der Zukunft den Nissan X-Trail wählen und wie der gelungen ist, werde ich in ein paar Wochen berichten können.

 

Fakten zum neuen Nissan Qashqai

Verkaufsstart:  Februar 2014
Basispreis:  19.940 – 33.450 €
Motorleistung:  110 PS – 150 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, Stufenlose Automatik
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.377, 1.806, 1.590, 2.646
Normverbrauch: 3,9 – 4,9l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  183 – 190 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  9,9 – 11,1 Sekunden

400 Leafs für AVIS Dänemark

Mit dem Kauf von 400 fabrikneuen Nissan Leaf hat die dänische Dependance des Mietwagenunternehmens Avis einen neuen Weltrekord im Kauf von Elektroautos aufgestellt. Dank der Förderung durch die dänische Energieagentur werden Kunden künftig den rein elektrisch angetriebenen Leaf zum attraktiven All-inklusive-Preis von 468 Euro im Monat leasen können. Die Kooperation gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer stärkeren Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Deutschlands nördlichem Nachbarstaat.

Erlkönig: Der Dacia der zum LADA wird.

Auf großen Portalen werden die folgenden Erlkönigfotos als Dacia Logan II gehandelt. Ich bin mir nicht sicher ob wir hier wirklich den Logan II sehen. Nicht weil er mit Stufenheck abgelichtet wurde und Stufenheck-Modelle in Deutschland nicht verkauft werden können – sondern schlicht wegen dem Logo.

Nun könnte man noch die Marke DATSUN ins Spiel bringen und sich überlegen ob wir hier den ersten DATSUN für den Europäischen Markt sehen. Denn auch der Renault-Partner Nissan will mit einem „Lowcost-Brand“ nach Europa zurückkehren. Aber – bei all dem guten Willen zur Tarnung, das Logo des Erlkönigs sieht sehr nach dem Oval der Marke LADA aus.

DACIA oder LADA Erlkönig?

Für alle die kein Statussymbol brauchen?

Für einen LADA spricht auch die Grundform des Modells. In Russland ist die klassische Limousine noch immer nachgefragt. Zudem gehört der Automobil-Hersteller von der Wolga mittlerweile zu 74 % der Renault-Nissan Allianz. Der erwischte Erlkönig wird also vermutlich die DACIA-Technik besitzen, sprich ältere Renault-Motoren und Getriebe, aber als LADA auf den Markt kommen.

Dazu würde ein Benzinmotor mit maximal 90 PS und ein gleichstarker Dieselmotor mit 1.5 Liter Hubraum passen. Üblicherweise wird die Kraft dann über ein 5-Gang Getriebe an die Vorderachse geschickt. Bei der Länge würde ich auf etwas mehr als vier Meter tippen. Schaut man sich den hinteren Überhang an, wird der Lowcost-Dacia mit viel Platz für Gepäck aufwarten können.

 

 

 

Genf 2014: Der neue Juke Nismo RS

NISMO steht beim japanischen Autobauer Nissan für die gleiche Idee, die bei BMW hinter dem M, bei Mercedes hinter AMG und bei Audi hinter der quattro Gmbh steckt. Ein Plus an Power, ein Maximum an Fahrspass für Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für das Thema Automobil.

In Genf hat Nissan das Facelift des Juke vorgestellt und gleich noch die scharfe Version Juke Nismo RS hinterher geschoben. Der kleine Crossover behält auch als NISMO RS den 1.6 Liter Turbomotor, bekam aber eine Leistungsspritze auf 218 PS. Etwas ungewöhnlich die Tatsache, dass nur der Juke NISMO RS mit Frontantrieb auch mehr Drehmoment bekam (+30 Nm), der Traktionsstarke Juke NISMO RS mit Allradantrieb jedoch bei den bisher bekannten 250 Nm blieb. Hier scheint die Kraftverteilung mit mehr Leistung überfordert gewesen zu sein. Schade drum.

Damit der Juke NISMO RS auch ordentlich klingt, bekam er eine neue Auspuffanlage. Wer gut klingt und schnell fährt, sollte auch sicher stoppen. Darum kümmern sich nun größere Bremsen an der Vorderachse. Mit einer neuen Abstimmung von Federn und Dämpfern, wurde das Fahrverhalten des Crossover angepasst, er soll zackig einlenken und auch bei wilden Kurvenkombinationen viel Spaß machen.  Dazu tragen auch die 18 Zoll-Felgen ihren Teil bei.

Den NISMO RS erkennt man gut an seinen roten Applikationen in der Stoßstange, den roten Bremszangen und natürlich dem RS-Logo an Front und Heck.

Im Innenraum empfängt einen der Geruch von Wildleder und wer will, der kann sich Recaro-Schalensitze als Option bestellen. Das Lenkrad bekam, wie der Juke NISMO auch, einen Wildleder-Einsatz. Alupedale und ein griffiger Schaltknauf sind Serie.

 

Was der Juke NISMO RS kosten wird, steht bislang noch nicht fest.

 

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger

Nissan: Der smarte Rückspiegel

Vom Motorsport in die Serie. Ein Grundsatz der heute noch immer Bestand hat. Viele Entwicklungen finden zuerst den Weg auf die Rennstrecke, um dann später auch in der Serie eine Anwendung zu finden. Das dies auch bei einem so profanen Bauteil wie dem Innenspiegel funktioniert, beweist nun Nissan.

Neu ist es nicht, einen Monitor in den Innenspiegel zu packen. Neu ist jedoch die Umsetzung. So wird per Knopfdruck über die gesamte Spiegelbreite der hinter dem Glas liegende Monitor aktiviert. Dieser präsentiert dann ein hochauflösenden Bild von einer ebenso aufwendigen Kamera, die am Heck des Fahrzeuges montiert wurde.

Die Technik stammt aus dem Nissan ZEOD RC Rennwagen der in diesen Jahr in Le Mans bei den 24-Stunden antreten wird. Auch hier wird eine hochauflösende Kamera das rückwärtige Bild an einen Monitor im Cockpit schicken.

Der Vorteil der Kamera ist eine uneingeschränkte Sicht nach hinten. Das Bild im Spiegel wird weder von einer C-Säule eingeschränkt, noch von hoch gestapelten Gepäck. In Serie soll der „Smart-Mirror“ bereits im Frühjahr gehen. Zunächst jedoch nur in Japan. Ab 2015 wird der „Smart-Mirror“ dann auch im Rest der Welt angeboten. Wobei NISMO-Modelle zuerst mit diesem Feature ausgerüstet werden.

 

Nissan Note mit neuem Kompressor-Dreizylinder

Nissan verpasst dem Stadt-Van Note einen neuen Motor.

Ein moderner Dreizylinder-Direkteinspritzer mit Kompressoraufladung soll die Effizienz eines Dieselmotors mit der Laufkultur und dem Ansprechverhalten eines 1,6-Liter-Vierzylinders verbinden. Der reibungsarme, leichte und kompakte DIG-S-Benzinmotor (die Abkürzung steht für Direct Injection Gasoline – Supercharged) leistet 98 PS und stemmt ein maximales Drehmoment von 147 Newtometern auf die Kurbelwelle. Dabei soll er sich im Durchschnittsverbrauch mit 4,3 Litern je 100 Kilometer begnügen und nur 99 Gramm CO² je Kilometer produzieren.

Seinen Kompressor nutzt der kleine Kraftzwerg nur, wenn Leistung gefordert wird. So kann er durch abkoppeln die Reibungsverluste des Kompressors vermeiden.
Wie in der 80 PS starken Version des 1,2-Liter-Dreizylinders und in der 1,5-Liter-dCi-Turbodieselvariante mit 90 PS verfügt der Nissan Note auch mit der neuen DIG-S-Motorisierung über ein Stopp-Start-System, das den Motor beim Fahrzeughalt automatisch abschaltet. Geräusche und Vibrationen beim Neustart des Motors wurden weiter verringert.

Zur Kraftübertragung stehen ein manuelles Fünfgang-Getriebe und ein optionales Xtronic-Getriebe zur Wahl.

Der DIG-S ist der Antrieb für das Top-Modell der Note-Baureihe. Um das auch optisch zu unterstreichen, bekam der NOTE DIG-S in Serie 16 Zoll Leichtmetallfelgen.

Mit der Einführung des neuen DIG-S Dreizylinders ist das Motorenprogramm für den Note komplett. Nissan erwartet, dass sich 25 Prozent der europäischen Kunden für den Kompressormotor entscheiden.

Zeitgleich zum Verkaufsstart der neuen Motorisierung bietet Nissan für den Note auch ein neues Styling-Paket an, das ab der Ausstattungslinie Acenta erhältlich ist. Dazu gehören zweifarbige Diamantschnitt-Leichtmetallfelgen im 16-Zoll-Format, getönte hintere Scheiben, ein hinterer Stoßfänger in Karbon-Optik, ein Dachspoiler, Seitenschweller, ein aggressiver wirkender Stoßfänger vorn, ein schwarz glänzender Kühlergrill sowie schwarz eingefasste Scheinwerfer. Innen gibt es ein exklusives Dreispeichen-Lenkrad.

Nissan Safety Shield – Ungewöhnlich in dieser Klasse

Das in dieser Klasse einzigartige Sicherheitspaket besteht aus drei hochmodernen Assistenzsystemen, die den toten Winkel beidseits des Fahrzeugs überwachen (Blind Spot Warning), vor dem Verlassen der Fahrspur warnen (Lane Departure Warning) und bewegliche Objekte erkennen (Moving Object Detection). Ebenfalls verfügbar sind der Around View Monitor, der mit einer 360-Grad-Rundumsicht aus der Helikopterperspektive beim Einparken und Rangieren hilft, sowie das verbesserte Nissan Connect Navigationssystem samt neuer Send-to-Car Funktion von Google. Damit lässt sich die Reiseroute schon vor Antritt der Fahrt zuhause oder im Büro am Computer planen und via Internet ins Auto übertragen.

Crashtest: Fünf Sterne für den Nissan Qashqai

Geht es besser? Nein. Mehr als fünf Sterne kann man als Auto derzeit nicht bekommen, wenn man vom EURO-NCAP Gremium an die Wand gefahren wird. Aktuellster Prüfling war der neue Nissan Qashqai und er war erfolgreich.

Wie der kontrollierte Unfall gezeigt hat, profitieren die Insassen vom perfekten Schutz des neuen Kompakt-SUV. Vor allem der Fahrerschutz bekommt die Höchstpunktzahl.  Beim Insassenschutz kam der Qashqai auf gesamt 88 %. Beim Kinderschutz waren es 83 % und beim Fußgängerschutz erreicht er knapp 70 %.

Nicht alle modernen Autos sind NCAP-Gewinner! 

Während sich Nissan über den Erfolg freuen kann, wundere ich mich noch heute über die eher mangelhafte Leistung der Münchner! Der BMW i3 – das jüngste Prestigeobjekt der Marke aus Bayern kam nur auf vier Sterne!