News: Opel Astra K – Lieber voranleuchten als hinterher fahren

Die am 10. Oktober zu Preisen ab 17.260 Euro in den Handel kommende fünfte Generation des Opel Astra will nicht länger den Wettbewerbern hinterherfahren. Außer einem dynamischeren Design und neuen sowie sparsameren Motoren wollen die Rüsselsheimer besonders durch seine inneren Werte und technische Neuerungen punkten.

So haben sich die Designer und Ingenieure besonders des Thema Lichts angenommen. Standardmäßig sind LED-Tagfahrlicht sowie LED-Blinker, auf Wunsch sind auch die Heckleuchten als LED ausgeführt. Gegen Aufpreis von 1.150 Euro bietet Opel das Intellilux genannte LED-Matrixlicht an. Damit ist diese Lichttechnologie erstmals in der Kompaktklasse erhältlich. Das Lichtsystem ist ein blendfreies Fernlicht, das Opel nun nach fünf Jahren Entwicklungszeit zur Serienreife entwickelt hat. Je acht Leuchtelemente pro Scheinwerfer kommen zum Einsatz. Das System arbeitet mit der Frontkamera zusammen – kann also erkennen, ob man in oder außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs ist – und ist in der Lage ab einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h, die Länge des Lichtstrahls und die Verteilung des Lichtkegels automatisch der Verkehrssituation anzupassen.

Außerhalb von Ortschaften schaltet sich immer das Fernlicht an. Erkennt die Kamera entgegenkommende oder vorausfahrende Autos, werden einzelne LED gezielt deaktiviert und die betroffenen Fahrzeuge ausgeblendet. Der Rest der Straße und des Umfeldes bleiben erleuchtet. Opel Lichtingenieur Frank Langkabel vergleicht den „Lichtgewinn“ mit dem Sprung, den es von Halogen auf Xenonlicht gab. Langkabel weist zudem besonders auf den Sicherheitsgewinn hin. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit dem Matrixlicht Fahrer bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h Gegenstände am Fahrbahnrand 30 bis 40 Meter früher wahrnehmen als mit konventionellem Halogen- oder Xenon-Abblendlicht. Somit steigt die Chance, früher zu reagieren. Das Lichtsystem bietet zudem für Autobahnfahrten einen speziellen Modus. Außerdem sind natürlich statisches Kurven-, Abbiege- und Parkfunktionslicht integriert. Auch das Fahren durch Kreisverkehre sowie über Bodenwellen soll keine Probleme bereiten. Die LED-Leuchten sollen zudem länger als ein Fahrzeugleben halten.

Ein Licht ist auch den Innenraumdesignern aufgegangen. Endlich stimmt Länge und Platzangebot überein. Der Astra der vierten Generation konnte seinen Längenvorsprung nicht in Raumvorteil umsetzen. Das will der neue Fünftürer besser machen. Obwohl um fast fünf Zentimeter in der Länge auf 4,37 Meter sowie in der Breite um 3,4 und in der Höhe um 2,6 Zentimeter geschrumpft, bietet der Rüsselsheimer nun deutlich mehr Platz – vor allen Dingen im Fond. 1,90-Meter-Passagiere haben keine Probleme hinten eine bequeme Sitz- und Kopfposition zu finden, selbst wenn der Vordermann ebenfalls groß gewachsen ist. Neue, schmalere Sitze tragen zu dem Komfortgewinn bei. Für Langstreckenfahrer hat Opel bei seinen AGR-Sitzen nachgelegt. Diese sind nun auch mit Massage- und Belüftungsfunktion erhältlich. Auf Wunsch gibt es jetzt auch für die hinteren Plätze Sitzheizung. Das Kofferraumvolumen (370 bis 1.210 Liter) liegt jetzt auf Wettbewerbsniveau.

Wie schon beim Insignia ging es auch der unübersichtlichen Knöpfchenvielfalt der vierten Astra-Generation an den Kragen. Zentrales Element ist wie mittlerweile in dieser Klasse üblich ein großer Touchscreen – je nach Ausstattung 7 oder 8 Zoll – zwischen den vorderen Sitzplätzen. Über ihn wird unter anderem die Integration für Apple- und Android-Smartphones gesteuert. Unterhalb des Displays sind die Schalter für Klimatisierung und Lüftung angeordnet. Insgesamt haben die Designer bei der Anmutung der Materialien nachgelegt und auch praktischen Ablagen nicht vergessen.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

News: Opel Astra K – Flacher, leichter, schärfer

Die neue Generation des Opel Astra soll nicht nur leichter, geräumiger und sparsamer sein als das aktuelle Modell. Ab dem Herbsts will der Kompakte auch mit gestrafftem Design gegen den Dauerrivalen VW Golf punkten.

Auf den ersten Blick könnte das gelingen. Der Fünftürer geht deutlich verändert in die fünfte Generation: Die Front ist flacher, der Kühlergrill wirkt optisch breiter und scharfe Sicken ziehen sich über Motorhaube sowie Flanken. Am Heck finden sich schwarz durchbrochene C-Säulen und schmale dreidimensionale Leuchten. Insgesamt wirkt der neue Astra deutlich dynamischer als sein Vorgänger – und grenzt sich so auch vom bewusst eher zurückhaltend gestalteten VW Golf ab. Trotz des markanteren Auftritts und eines laut Hersteller gewachsenen Platzangebots schrumpft der Kompakte beim Generationswechsel: In der Länge um knapp fünf Zentimeter auf 4,37 Meter, in der Breite um 3,4, in der Höhe um 2,6 Zentimeter. Dazu sorgt die neue technische Plattform für eine Gewichtsreduzierung – je nach Modell sollen zwischen 120 und 200 Kilogramm eingespart werden.

Am Heck gibt es schmale Leuchten
Am Heck gibt es schmale Leuchten

Ebenfalls komplett neu präsentiert sich der Innenraum. Zentrales Element ist wie mittlerweile in dieser Klasse üblich ein großer Touchscreen zwischen den vorderen Sitzplätzen. Mit dem Knöpfchen-Wirrwarr hat Opel aufgeräumt, die Bedienung wirkt durchdachter und reduzierter. Dazu gibt es eine moderne Handy-Integration für Apple- und Android-Smartphones. Der Fahrer blickt durch ein Dreispeichenlenkrad auf vier Rundinstrumente und einen weiteren kleinen Bildschirm.

Zur neuen Plattform gibt es auch jede Menge frischer Triebwerke, die mittelfristig ein Leistungsspektrum von 95 bis 200 PS abdecken werden. Zu den wichtigsten Neuheiten zählt der erste Dreizylinder in einem Kompakt-Klasse-Modell von Opel. Nur 1,0 Liter groß, kommt er mit Turbo-Hilfe auf 77 kW/105 PS. Auf gleicher Technik-Basis gibt es außerdem eine neue Variante mit vier Zylindern, 1,4 Litern Hubraum und 107 kW/145 PS. Und auch bei der sonstigen Technik gibt es Premieren: etwa die ersten Matrix-Voll-LED-Scheinwerfer in der Kompaktklasse. Sie leuchten die Straße besonders gut aus und ermöglichen durch einzeln steuerbare Module blendfreies Dauerfernlicht. Dazu gibt im Astra Opels aus den USA importierter Telematikdienst „OnStar“ sein Debut. Der Dienst bietet einen privaten Telesekretär und WiFi-Hotspots für bis zu neun mobile Endgeräte. Dazu gibt es ein Notrufsystem, das beim Auslösen der Airbags automatisch den Rettungsdienst informiert.

Der Innenraum wurde entrümpelt
Der Innenraum wurde entrümpelt

Preise nennt Opel noch nicht. Wenn der neue Astra nach der Premiere auf der IAA auf den Markt kommt, wird er, wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, nicht mehr kosten als das aktuelle Modell. Das gibt es mit einem 85 kW/115-PS-Benziner derzeit für 17.260 Euro.

Autor: Holger Holzer/SP-X