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Dunlop und Phoenix Racing gewinnen auf der Nürburgring-Nordschleife

Dunlop feiert nach dem erfolgreichem Umzug der Rennreifen-Produktion nach Hanau ein siegreiches Comeback auf der Nürburgring-Nordschleife: Die Premium-Reifenmarke und Phoenix Racing starteten beim ersten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit einem Sieg in die Saison. Nordschleifen-Routinier Frank Stippler und der 25-jährige Däne Anders Fjordbach sahen nach vier Stunden über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife im Dunlop-bereiften Phoenix-Audi R8 LMS als Sieger die Zielflagge. „Besser hätte der Start in die Saison auf der härtesten und längsten Rennstrecke der Welt nicht laufen können“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Herzlichen Glückwunsch an Phoenix Racing! Die gemeinsame Testarbeit vor Beginn der Nordschleifen-Saison hat sich ausgezahlt.“

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 17 SB-Medien

Starkes Teilnehmerfeld beim VLN-Auftakt
Beim Saisonauftakt waren insgesamt 172 Fahrzeuge am Start. Der Sieg war zwischen 30 GT3-Boliden und vier Rennwagen der Klasse SPX – Spezialfahrzeuge, die nur auf Sonderantrag zugelassen werden – hart umkämpft. Kurz vor Ende der fünften Runde setzte sich Stippler im packenden Fight um die Spitze durch und ging in Führung – und hatte nach einem sehr spannenden Rennen auch zum Schluss im Dunlop-bereiften Phoenix-Audi R8 LMS die Nase vorn. „Es war ein tolles Rennen für uns. Wir haben vor der Saison mit Dunlop gut im Süden Europas gearbeitet und sind auf einem ganz hohen Level angereist“, erklärte Stippler nach seinem zwölften VLN-Sieg. „Aber die Strecken waren Topf-eben und auf den Bodenwellen der Nordschleife verhält sich das alles wieder ganz anders. Das Auto hat trotzdem aus dem Stand mit den Dunlop-Reifen so gut funktioniert, dass ich im Moment nicht wüsste, wo wir noch dran drehen sollten, um das Auto noch besser fahrbar zu machen.“ Große Freude über den gelungen Saisonstart auch bei Teamkollege Anders Fjordbach: „Mein erster VLN-Sieg. Einfach klasse!“

Zu Beginn des Rennens sorgte auch der Dunlop-bereifte Ford GT von Alzen Racing gehörig für Furore. Das Fahrer-Duo Jürgen Alzen und Philipp Wlazik ging von Position drei ins Rennen und mischte sogleich in der Spitzengruppe mit. „Mit Dunlop haben wir einen Top-Reifenpartner an Bord“, erklärte Jürgen Alzen. „Die Reifen arbeiten zuverlässig und haben den nötigen Speed.“ Nach einer kleinen Kollision mit einem Konkurrenten kam es zu einem Dreher. Der Ford GT fiel zurück, und mit verstellter Spur war keine Aufholjagd möglich. Zum Schluss wurde der Ford GT auf Gesamtposition 15 abgewinkt und Alzen / Wlazik standen in der Klasse SPX ganz oben auf dem Treppchen. Auch das Team racing one jubelte über einen Klassensieg. Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas triumphierte mit dem Ferrari 458 in der Kategorie der SP8-Fahrzeuge.

Alle Fotos: Stefan Baldauf / Guido ten Brink

24h-Rennen 2013 – Der Eifel-Pathos

Am Pfingstwochende startet das legendäre 24-Stunden Rennen am Nürburgring. Eine Veranstaltung die Rennfahrer zu Helden werden lässt und voller kleiner Tragödien steckt. An keinem anderen Platz auf dieser Welt liegen Lust und Frust näher beisammen. Unvergessen die Rennsiege der lokalen Favoriten von Manthey – nach vielen Jahren platzt 2006 der Knoten und die Truppe rund um Olaf Manthey bezog für 5 Jahre in Folge den Spitzenplatz auf dem Treppchen des „größten Wagenrennen seit Ben Hur“.

2012 gewann der audi R8 LMS Ultra des Audi Team Phonix, am Steuer saßen Marc Basseng, Christopher Haase, Frank Stippler und Markus Winkelhock.

Das Rennen 2013 – 24 Stunden in der grünen Hölle

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Bevor ich die Zeiten aus dem ersten Qualifying vom Freitagabend durchgehe, will ich versuchen die Frage zu beantworten, was dieses Rennen so besonders macht. Weswegen es kein Rennen auf dieser Welt gibt, das auch nur annähernd diesen legendären Ruf hat.

Die Eifel
Da ist zum einen der Austragungsort rund um den ehemals beschaulichen Ort Nürburg. Gelegen zwischen stillen Wäldern und einer hügeligen Wiesenlandschaft hat man 1927 eine „Test- und Prüfstrecke“ mit einer ursprünglichen Gesamtlänge von 28 Kilometern eröffnet. Das ist 86 Jahre her – viel hat sich in diesen Jahren getan. Ein gewisser Niki Lauda hatte einen Feuer-Unfall, die Automobil-Industrie der gesamten Welt hat millionenfach Kilometer auf dieser Strecke zurück gelegt und uns – dank der Entwicklungsumgebung „Nordschleife“ die sichersten und sportlichsten Autos aller Zeiten vorgestellt.
Der Erfolg und die Geschichte des Nürburgrings hat aber auch die dunklen Gestalten angezogen – unfähige Politiker und wahnsinnige Entscheidungen mussten hier in der Eifel ertragen werden. Aktuell ist es besonders dramatisch geworden. Dies alles spielt zusammen, will man verstehen, was die „Rennstrecke in der Eifel“ ausmacht.

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Die Fans
Sie kommen bereits eine Woche vor Rennstart an den Ring. Sie ertragen alle Unwägbarkeiten und fiesen Wetter-Attacken. Vom Hagelschauer bis hin zum Sonnenbrand, ein echter N24h-Fan kommt mir massiven Blessuren vom Rennwochenende zurück. Damit meine ich nicht den Kater nach den durchzechten Nächten vor dem Zelt.
Großartige Fan-Aufbauten rund um die Strecke, Lagerfeuer-Romantik zwischen dem Duft von heißem Gummi und noch heißeren Bremsbelägen. Während auf der Strecke für 24-Stunden die Motoren brüllen, kämpfen auf den Camping-Plätzen die Boxentürme mit lauter Musik gegen Fahrzeuge an.
200.000 Fans – das ist eher normal und nicht die Ausnahme. Ein grandioses und riesengroßes Volksfest.

Die Hauptdarsteller
180 Rennwagen und 650 Rennfahrer – das gibt es nirgendwo sonst. Diese Vielfalt, diese Emotionen, dieser Pathos – ein Volksfest mit mehr als 200.000 Zuschauern und einer größeren Anzahl an aktiven Motorsportlern hat kein anderes Motorsport-Event der Welt zu bieten!
Le Mans? Formel 1 in Monaco?`Indy500? Gegen die 24-Stunden-Vollgas-Party in der Eifel ist das alles „Kindergarten“!

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