Land in Sicht – Das dramatische Finale der N24-Stunden 2017

  • Erfolgreicher Konter mit Reifen-Poker nach bitterem Rückschlag
  • Audi Sport Team WRT rutscht der Sieg wieder aus der Hand
  • Rowe Racing schnappt sich im Finale noch Rang zwei

Erst tief betrübt, dann im Land der Träume: Dank eines geistesgegenwärtigen Pokers beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss erkämpften sich Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde, Christopher Mies und Connor de Phillippi doch noch den Sieg beim 45. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring, der eigentlich schon verloren schien. 90 Minuten vor Schluss hatte ein defekter Sensor am Audi R8 LMS mit der #29 das Team von Wolfgang Land noch nach vielen Stunden an der Spitze die Führung gekostet und den Traum vom Sieg scheinbar hatte platzen lassen. Als zwei Runden vor Schluss aber plötzlich Regen einsetzte, zog das Team beim eigentlich schon verpatzten Boxenstopp in letzter Sekunde noch Regenreifen auf und holte die schon enteilten Konkurrenten doch wieder ein. Dem zu dieser Zeit führenden WRT-Audi #9 rutschte der greifbar nahe Sieg auf profillosen Slicks noch durch die Finger. Schlussfahrer René Rast musste sogar noch Rang zwei an Nick Catsburg im BMW M6 GT3 #98 von Rowe Racing abgeben, nachdem beide für die letzte Runde auch auf Regenreifen gewechselt hatten.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, für mich war das Rennen eigentlich schon verloren“, sagte ein fast sprachloser Markus Winkelhock nach seinem insgesamt dritten Nürburgring-Triumph nach 2012 und 2014, den 205.000 Zuschauer am gesamten Wochenende miterlebten. Für Christopher Mies war es der zweite Erfolg am Ring nach 2015, Kelvin van der Linde, Connor de Philippi und Teamchef Wolfgang Land kletterten zum ersten Mal ganz oben auf das Podest.

Hitchcock-Krimi in den letzten Minuten

„Jetzt habe ich endlich verstanden, warum der Nürburgring ‚Grüne Hölle‘ heißt“, meinte de Phillippi. „Ich habe nur noch über Funk das Kommando bekommen: Push, push, push“, verriet Schlussfahrer van der Linde. „Das war ein echter Hitchcock-Krimi. Ich bin erleichtert und riesig stolz auf meine Truppe, die nie aufgegeben und immer gesagt hat: Das Rennen ist erst bei der schwarz-weiß-karierten Flagge zu Ende. Jetzt wird nur noch gefeiert“, sagte Wolfgang Land.

Der dreimalige Le-Mans-Sieger Marcel Fässler, der sich die #9 neben Rast mit Nico Müller und Robin Frijns geteilt hatte, ging auch am Tag nach seinem 41. Geburtstag in der Eifel wieder leer aus. Trotz aller Enttäuschung gönnte der Schweizer den Erfolg den Markenkollegen, „die den Sieg verdient haben“. Riesenjubel herrschte dagegen bei Rowe Racing. „Das war absolutes Chaos. Man hat nur noch nach Gefühl entschieden. Der zweite Platz ist für alle ein Gewinn. Die Show war gigantisch. Das war Motorsport der Extraklasse“, sagte Teamchef Hans-Peter Naundorf nach der bislang besten Platzierung seiner Mannschaft am Ring, die Catsburg mit Markus Palttala, Alexander Sims und Richard Westbrook erkämpfte.

„Das war im sprichwörtlichen Sinne ein heißes Rennwochenende! Unglaublich tolles Wetter, harte Positionskämpfe bis zur letzten Minute und Fans, die eine Riesenparty gefeiert haben: Das 24h-Rennen war ein echtes Motorsportfest”, sagte Rennleiter Wolfgang Hornung, der nach 23 ¾ Stunden mit Eifel-untypischem Sonnenschein noch ein spektakuläres Finale im Regen erlebte. Denn ein Wolkenbruch in den letzten Minuten stellte den Rennverlauf noch einmal auf den Kopf. Während Rast und Catsburg in der vorletzten Runde mit profillosen Slicks fast hilflos im Schneckentempo über die Nordschleife rutschten, kämpfte sich van der Linde im Land-Audi mit seinen Regenreifen doch wieder an die Spitze zurück.

Bester Mercedes-AMG war der Vorjahressieger von Black Falcon mit der #1 auf dem fünften Platz direkt vor dem Frikadelli-Porsche #31 auf Rang sechs. Der Wochenspiegel-Ferrari #22 erkämpfte sich Position sieben, bester Bentley war die #37 von Abt auf dem 16. Platz.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

SUBARU erfolgreich beim 24h-Rennen am Nürburgring

Subaru meistert die „grüne Hölle“: Trotz wechselnder Witterung hat das Motorsport-Team STI (Subaru Tecnica International) seinen Vorjahreserfolg wiederholt und einen weiteren Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gefeiert. Nach 121 Runden landete der Subaru WRX STI „NBR Challenge 2016“ mit der Startnummer 106 auf dem ersten Platz in der Turbobenziner-Klasse SP3T. Mit dem erneuten Erfolg sichert sich Subaru bereits den vierten Sieg innerhalb von sechs Jahren: Schon 2011, 2012 und 2015 konnte das Team auf der Nordschleife gewinnen.

Die 44. Auflage des Langstreckenklassikers in der Eifel war von tückischen Wetterwechseln und teils chaotischen Zuständen geprägt. Kurz nach dem Start musste das Rennen zeitweise unterbrochen werden, weil Starkregen und Hagel einzelne Streckenabschnitte unpassierbar machten und rund die Hälfte der gestarteten Fahrzeuge geborgen werden musste.

Hideki Yamauchi (Japan), Carlo van Dam (Niederlande) und die beiden deutschen Fahrer Marcel Lasée und Tim Schrick profitierten von ihrer Erfahrung. Das Fahrer-Quartett war bereits im vergangenen Jahr für Subaru gestartet und meisterte in der nochmals verbesserten Rennversion des bekannten Subaru-Sportwagens WRX STI die anspruchsvollste und gefährlichste Rennstrecke der Welt mit Bravour. Nach exakt 23 Stunden, 58 Minuten und 27,533 Sekunden überquerte ihr Fahrzeug die Ziellinie – und sicherte sich neben dem Klassensieg auch einen starken 20. Platz im Gesamtranking.

24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 28.05.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

 

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N24h: 4.800 Dunlop-Rennreifen für das härteste Rennen der Welt

Das 24h-Rennen ist das größte Rennen der Welt. Rund 160 Teams stellen sich am letzten Mai-Wochenende (26. – 29. Mai) auf der legendären Nordschleife der größten Herausforderung für Mensch und Material im Motorsport. Dunlop rüstet in der „Grünen Hölle“ zahlreiche Teams im Kampf um die prestigeträchtige Langstreckenkrone aus. Mit insgesamt 13 Lkw, darunter elf Vierzigtonner, kommt Dunlop zu den 24 Stunden. Knapp 4.800 Rennreifen werden zu dem einzigartigen Langstreckenrennen in der Eifel transportiert. Dunlop hat neben 3.500 Slicks auch 1.300 Regenreifen im Gepäck. Hinzu kommen zwei weitere Auflieger mit voll ausgestatteten Arbeitsplätzen für die Ingenieure und Techniker.

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Bei der 44. Auflage des Langstreckenklassikers gehen Rennwagen wie der Aston Martin V12 Vantage GT3, der Audi R8 LMS, der BMW Z4 GT3, der brandneue BMW M6 GT3 und die drei Individual-Sportprototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus auf Dunlop ins Rennen. Neben den Profiteams vertrauen auf der Nordschleife aber auch zahlreiche ambitionierte Privatiers im Kampf um den Klassensieg auf Rennreifen, die in Hanau produziert werden. Und so unterschiedlich wie die Fahrzeugtypen sind auch die Dunlop-Reifen, die an dem Mega-Wochenende im Einsatz sein werden. Es wird ein breites Spektrum unterschiedlicher Reifendimensionen zur Verfügung gestellt: Von der kleinsten Dimension 205/60 R17 für einen Renault Clio bis zum großen Hinterreifen eines GT3-Boliden der Dimension 310/710 R18 reicht das Angebot. Während der kleine profillose Clio-Reifen acht Kilogramm wiegt, bringt ein bulliger GT3-Slick etwa 12 Kilogramm auf die Waage.

Doch nicht nur der materielle Aufwand für den Motorsport-Marathon ist enorm. Das größte Rennen des Jahres ist auch für die Dunlop-Mannschaft eine ganz besondere Herausforderung. Zum Team gehören mehr als 30 Ingenieure, Fachmonteure und Servicepersonal, die beim 24h-Rennen im Fahrerlager am Nürburgring in mehreren Schichten rund um die Uhr arbeiten. Um für die Dunlop-Teams einen technischen Service auf höchstem Niveau zu bieten, werden gleich drei Montagebänder in der „Dunlop-City“ aufgebaut.

Die Nürburgring-Nordschleife ist die härteste und längste Rennstrecke der Welt. Der Reifen wird extrem belastet. Die Nordschleife bietet insgesamt 73 Kurven (davon 33 links und 40 rechts). Hier und da räubern die Piloten über die Kerbs. Hinzu kommen Passagen mit ausgeprägter Kompression. Wenn Federwege am Anschlag sind, dann muss der Reifen die Dämpfungsarbeit übernehmen. Auch die extremen Vollgaspassagen geben keine Zeit zum Verschnaufen. In einer Runde legt ein Reifen auf der Nordschleife 40.000 Umdrehungen zurück – ein weltweit einzigartiger Wert.

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DTM: BMW-Festspielwochen in Österreich

Souverän hat Marco Wittmann das DTM-Samstagsrennen im österreichischen Spielberg gewonnen: Von der Pole-Position in das Rennen gestartet sah der DTM-Champion von 2014 nach 30 Runden bei strahlendem Sonnenschein als Sieger die Ziellinie. Für Wittmann ist es der sechste Sieg in seiner DTM-Karriere. Er gewann auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring vor seinem BMW-Markenkollegen Tom Blomqvist, der im dritten DTM-Saisonrennen Zweiter wurde. Das Podium in Spielberg komplettierte Edoardo Mortara im Audi RS 5 DTM als Dritter.

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #48 Edoardo Mortara, Audi RS5 DTM
#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #48 Edoardo Mortara, Audi RS5 DTM

Den BMW-Erfolg in Spielberg haben Timo Glock, Martin Tomczyk und Maxime Martin auf den Positionen vier bis sechs perfekt gemacht. Als bester Mercedes-Benz-Pilot beendete Paul Di Resta das Rennen am Samstag. Der Schotte wurde Siebter, verteidigte damit aber die Führung in der Gesamtwertung. Die führt Di Resta nach drei von 18 Saisonrennen mit 43 Punkten vor Edoardo Mortara (40 Punkte) und Marco Wittmann (29 Punkte) an.

Für Mattias Ekström war das Rennen gelaufen bevor es richtig losging: In Kurve eins nach dem Start kollidierte der Schwede mit Maxime Martin und António Félix Da Costa und fiel an das Ende des Feldes zurück. Im Audi RS5 konnte er zwar noch einige Positionen aufholen, beendete das Rennen am Ende auf Position 16. Ein kleiner Trost: Ekström fuhr die schnellste Rennrunde in 1:23,442 Minuten und stellte so einen neuen Red-Bull-Ring-Rundenrekord auf, den sein Markengefährte Mike Rockenfeller seit 2013 innehatte.

#16 Timo Glock, BMW M4 DTM
#16 Timo Glock, BMW M4 DTM
Und BMW zum Dritten:

Timo Glock gewinnt Sonntagsrennen in Spielberg

Zum dritten Mal in seiner Karriere jubelte Timo Glock ganz oben auf dem Siegerehrungspodest: Beim zweiten DTM-Rennen im österreichischen Spielberg fuhr der BMW-Pilot bei sommerlichen Temperaturen am Sonntag zum Sieg. Er gewann nach 42 Runden auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring vor den beiden Audi-Piloten Mattias Ekström und Jamie Green auf den Plätzen zwei und drei. Bestplatzierter Mercedes-Benz-Pilot in der Steiermark war Daniel Juncadella als Zwölfter.

Für Glock lief es von Beginn an gut: Bereits in Runde zwei übernahm er die Führung von Green und musste diese nur nach dem Boxenstopp kurzzeitig abgeben. Eine tolle Aufholjagd zeigte Mattias Ekström. Er war vom elften Platz in das Rennen gestartet und steuerte als letzter aller Fahrer die Box zum Reifenwechsel an. Mit einer guten Rennstrategie seines Teams und mit schnellen Rundenzeiten kämpfte sich der zweifache DTM-Champion auf Platz zwei vor. Wie Ekström konnte sich auch Gary Paffett nach vorne kämpfen: Von Platz 21 arbeitete er sich auf Position elf vor, eine Platzierung in den Punkten im Visier. Seine Aufholjagd blieb unbelohnt: In der letzten Runde setzte er zum Überholversuch gegen Timo Scheider an, musste auf die Wiese ausweichen und fiel auf Platz 13 zurück.

In der Fahrerwertung führt nach vier von 18 Saisonrennen weiterhin der Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta (43 Punkte), der im Sonntagsrennen als 15. die Zielflagge sah. Zweiter in der Fahrerwertung ist Edoardo Mortara mit 40 Punkten vor Sieger Timo Glock und Maxime Martin (beide 37 Punkte). Mortara schied nach einer Kollision mit António Félix da Costa im Kampf um Platz drei in Runde 25 frühzeitig aus.

#5 Mattias Ekström, Audi RS5 DTM
#5 Mattias Ekström, Audi RS5 DTM

Festival des GT-Sports in der Eifel: BMW Teams sind bereit für die 24 Stunden auf dem Nürburgring

Am kommenden Wochenende schlägt das Herz des Motorsports in der Eifel: Bei der 44. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring (DE) treffen die besten Fahrer, Teams und Fahrzeuge, die der GT-Sport zu bieten hat, auf der wohl anspruchsvollsten Strecke der Welt aufeinander. Seit 1970 hat die Veranstaltung auf der legendären Nordschleife ihren festen Platz im Rennkalender und begeistert Fans auf der ganzen Welt. BMW ist mit 19 Gesamtsiegen die bis dato erfolgreichste Marke bei diesem Langstreckenklassiker und geht auch 2016 mit einem starken Aufgebot an den Start.
Nicht weniger als 40 BMW Rennwagen finden sich in der vorläufigen Teilnehmerliste für das Rennen, das auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Teilen der Grand-Prix-Strecke ausgetragen wird. Sechs davon treten in der SP9-Klasse an, in der die leistungsstarken GT3-Fahrzeuge zusammengefasst sind: Auf dem neu entwickelten BMW M6 GT3 ruhen die Hoffnungen der BMW Teams von Schubert Motorsport, ROWE Racing und Walkenhorst Motorsport, die jeweils zwei Fahrzeuge an den Start bringen. Hinzu kommen 13 BMW M235i Racing, dem erfolgreichen Einsteigermodell in der Produktpalette von BMW Motorsport, sowie zahlreiche weitere BMW Rennwagen, die von privaten Teams mit viel Leidenschaft eingesetzt werden.
Der BMW M6 GT3 feiert seine Premiere bei einem 24-Stunden-Rennen in Europa und tritt in große Fußstapfen: Sowohl 2013 als auch 2015 erreichte das Vorgängermodell BMW Z4 GT3 jeweils den zweiten Platz auf dem Nürburgring. Der bis dato letzte Sieg war Augusto Farfus (BR), Jörg Müller (DE), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) im Jahr 2010 mit dem BMW M3 GT gelungen. Beim 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps (BE) errang der BMW Z4 GT3 in der vergangenen Saison einen viel umjubelten Sieg. Nun soll der BMW M6 GT3, der mit einem Sieg bei der Generalprobe in der VLN Langstreckenmeisterschaft am 14. Mai für Furore sorgte, diese Erfolgsgeschichte fortschreiben.
Die BMW Teams schicken dabei einige der besten und erfolgreichsten Fahrer ins Rennen, die sich jemals der „Grünen Hölle“ gestellt haben. Drei Piloten im BMW M6 GT3 konnten die 24 Stunden auf dem Nürburgring bereits für sich entscheiden: Müller (2 Siege), Farfus (1 Sieg) und Lucas Luhr (DE, 2 Siege), der genau zehn Jahre nach seinem ersten Triumph bei diesem Rennen wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte. Fünf Piloten aus dem aktuellen DTM-Fahreraufgebot von BMW Motorsport wagen zudem einen Abstecher auf die Nordschleife. Timo Glock (DE) sitzt am Wochenende zwar nicht selbst am Steuer, begleitet jedoch seine Teamkollegen als TV-Experte einmal aus einer ganz anderen Perspektive durch das Wochenende. RTL und RTL NITRO berichten ausführlich über das Highlight der GT-Saison 2016.
Nicht nur die Zuschauer am Fernseher sondern auch die Fans vor Ort an der Strecke können sich auf ein Motorsport-Spektakel der Extraklasse freuen. Anhänger von BMW Motorsport und von BMW M sind wie schon in den vergangenen Jahren beim M Festival bestens aufgehoben. Bereits zum sechsten Mal können die Besucher das Geschehen aus Areas direkt an der Grand-Prix Strecke oder in der „Fan Base“ im Herzen der „Grünen Hölle“ aus nächster Nähe mitverfolgen. Die BMW M Hospitality ist für drei Tage die Heimat der stetig wachsenden M Community aus aller Welt.
Ein erster Höhepunkt des Wochenendes ist das Top-30-Qualifying am Freitag ab 19.50 Uhr. Vier BMW M6 GT3 haben ihre Startplätze für dieses Einzelzeitfahren bereits sicher. Das Rennen beginnt dann am Samstag um 15.30 Uhr.
Ausgewählte Stimmen vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring:
 
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die nächste große Bewährungsprobe für unseren neuen BMW M6 GT3 – und natürlich einer der absoluten Höhepunkte unserer GT-Saison. Dass wir liebend gern ein Top-Ergebnis erzielen würden, steht außer Frage. Allerdings lässt sich ein Erfolg beim Eifel-Marathon nicht planen. Das gilt umso mehr, wenn man wie wir mit einem brandneuen Auto an den Start geht. Bei der Generalprobe in der VLN haben wir gesehen, dass der BMW M6 GT3 auf dem Papier konkurrenzfähig zu sein scheint. Allerdings können wir nur für unsere eigene Leistungsfähigkeit sprechen – nicht dafür, was die Konkurrenz schon gezeigt oder nicht gezeigt hat. So oder so gilt: Unsere Fahrer gehören zu den Besten der Besten auf der Nordschleife. Zudem haben wir in Schubert Motorsport und ROWE Racing zwei erfolgshungrige Teams in unseren Reihen, dazu kommt in Walkenhorst Motorsport ein bärenstarkes Privatteam in der SP9-Klasse. Und natürlich schauen wir nicht nur auf die BMW M6 GT3 im Feld sondern auch auf die unzähligen privaten BMW Teams und Fahrer, die in den verschiedenen Klassen um Top-Platzierungen kämpfen. In Kombination mit dem M Festival, das wie schon in den vergangenen Jahren zeitgleich stattfindet, werden die 24 Stunden auf dem Nürburgring damit auch in dieser Saison wieder ein echtes Fest für die Fans von BMW Motorsport und BMW M – und das passend zum Jahr des 100-jährigen Jubiläums von BMW.“
Jörg Müller (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Ich bin schon jetzt voller Vorfreude. Wir hatten eine tolle Vorbereitung und sind gut für das Wochenende am Nürburgring gerüstet. Am wichtigsten ist, dass das Auto die 24 Stunden gut übersteht. Das Rennen ist einfach einmalig. Auch das Wetter darf man nicht außer Acht lassen, denn am Nürburgring folgt es seinen eigenen Gesetzen. Die besondere Herausforderung für die Teams ist, den richtigen Fahrer zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Set-up auf der Strecke zu haben.“
 
Marco Wittmann (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Unser Sieg beim vergangenen VLN-Lauf hilft natürlich bei der Motivation des Teams und auch von uns Fahrern. Man geht mit einem viel besseren Gefühl in das 24-Stunden-Rennen. Wenn man mit BMW auf der Nordschleife antritt, dann will man immer gewinnen. Es gibt auf dieser Strecke aber viele Tücken, man muss immer konzentriert sein, auch wegen der langsameren Fahrzeuge. Das ganze Flair ist toll, und die Fans sind einzigartig.“
Augusto Farfus (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Das wird ein großartiges Wochenende. Wir haben ein gutes Team beisammen. Ich hoffe, wir haben gutes Wetter und eine Menge Spaß. Die Fans, die zum Nürburgring kommen, sind echte Fans. Natürlich sind sie Anhänger von BMW oder anderen Herstellern, aber sie kommen in erster Linie wegen der Show und wollen wirklich alle Autos sehen. Das ist so speziell.“
Martin Tomczyk (Schubert Motorsport, #100 BMW M6 GT3):
„Es ist immer wieder sensationell, zum 24-Stunden-Rennen zu kommen. Das ist einer der absoluten Höhepunkte des Jahres. Es wird spannend zu sehen, wie sich unser neues Auto schlägt und wie die Performance letztlich sein wird. Wir sind eigentlich guter Dinge, aber beim 24-Stunden-Rennen kann immer so viel passieren, da muss man auch das Glück auf seiner Seite haben. Unsere Fahrerpaarungen sind sehr, sehr gut. Wir sind gut vorbereitet, wie der dritte VLN-Lauf gezeigt hat.“
Lucas Luhr (Schubert Motorsport, #100 BMW M6 GT3):
„Das Besondere an diesem Rennen ist natürlich vor allem die Strecke. Die Nordschleife ist absolut einzigartig in der Welt. Zusammen mit der Atmosphäre und den tollen Fans ist man durch sie als Fahrer noch einmal zusätzlich motiviert. Das Rennen wird aber mit Sicherheit nicht einfach, die Konkurrenz ist extrem stark. Aber wir haben auch ein gutes Gesamtpaket. Natürlich darf man nicht vergessen, dass unser Auto neu ist und immer etwas schiefgehen kann. Wir sind in Sachen Fahrerbesetzung super besetzt.“
 
Maxime Martin (ROWE Racing, #23 BMW M6 GT3):
„Das ist ein wirklich wichtiges Rennen für BMW. Für das erste Jahr mit dem neuen Auto läuft es gut, und ich freue mich auf das erste 24-Stunden-Rennen mit dem BMW M6 GT3 auf der Nordschleife. Ein solcher Marathon hat seine ganz eigenen Gesetze. Um vorne dabei zu sein, musst du erst einmal ins Ziel kommen. Ich denke, dass wir uns durchaus etwas ausrechnen dürfen.“
Dirk Werner (ROWE Racing, #23 BMW M6 GT3):
„Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind einzigartig – und entsprechend ist man als Fahrer auch besonders motiviert. Mit der IWSC sind wir in Nordamerika auf vielen unglaublichen Rennstrecken mit langer Tradition unterwegs. Aber die Nordschleife spielt in einer ganz eigenen Liga. Mit der Mannschaft von ROWE Racing und dem neuen BMW M6 GT3 sind wir gut aufgestellt. Jetzt stellen wir uns top-motiviert der Herausforderung ‚Grüne Hölle‘.“
Klaus Graf (ROWE Racing, #22 BMW M6 GT3):
„Das GT3-Feld liegt in diesem Jahr extrem eng beieinander, aber mit dem neuen BMW M6 GT3 sind wir gut unterwegs. Das 24-Stunden-Rennen ist das größte Motorsport-Ereignis, das es in Deutschland gibt. Und die Strecke ist schon eine Herausforderung. Für uns bei ROWE Racing ist das Rennen mit BMW Motorsport als neuem Partner in jedem Fall ein ganz besonderes Event.“
Richard Westbrook (ROWE Racing, #22 BMW M6 GT3):
„Im vorigen Jahr hatte ich meinen ersten Start beim 24-Stunden-Rennen mit BMW – und bin Zweiter geworden. Wenn wir diesmal einen Platz besser wären, dann hätte ich sicher nichts dagegen. Der BMW M6 GT3 ist ein brandneues Auto, aber bis jetzt sieht alles gut aus. Aber dieses Rennen ist schwer vorhersagbar. Das ist ein Sprint über 24 Stunden.“
Tom Blomqvist (Walkenhorst Motorsport, #999 BMW M6 GT3):
„Ich freue mich sehr auf das Rennen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, ich kenne die Strecke, das Auto und mein Team. Und für dieses Rennen braucht man eine gute Vorbereitung. Ich bin noch nie ein 24-Stunden-Rennen gefahren, das wird eine große Herausforderung für mich. Ich werde einfach meinen Job machen, es so gut wie möglich genießen, lernen und alle Erfahrungen, die ich sammeln kann, für die Zukunft mitnehmen.“
Die Besetzungen der sechs BMW M6 GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring:
 
#18 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport
Augusto Farfus (BR), Jesse Krohn (FI), Jörg Müller (DE), Marco Wittmann (DE)
 
#22 BMW M6 GT3, ROWE Racing
Klaus Graf (DE), Richard Westbrook (GB), Nicky Catsburg (NL), Markus Palttala (FI)
#23 BMW M6 GT3, ROWE Racing
Alexander Sims (GB), Philipp Eng (AT), Maxime Martin (BE), Dirk Werner (DE)
#100 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport
John Edwards (US), Jens Klingmann (DE), Lucas Luhr (DE), Martin Tomczyk (DE)
#101 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
Matias Henkola (FI), Kazunori Yamauchi (JP), Max Sandritter (DE), George Richardson (GB)
#999 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
Victor Bouveng (SE), Tom Blomqvist (GB), Christian Krognes (NO), Michele di Martino (DE
Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Dunlop meldet sich beim 24h-Rennen zurück

– 44. ADAC 24h-Rennen Nürburgring vom 26. bis 29. Mai
– Dunlop rüstet nach Produktionsverlagerung wieder Top-Teams aus
– Walkenhorst-BMW M6 GT3 als Dunlop Art Car ein echter Hingucker

Dunlop geht sehr gut vorbereitet in das 24h-Rennen am Nürburgring (26. – 29. Mai). Nach der erfolgreichen Verlagerung der Reifenproduktion für den Automobilsport nach Hanau meldet sich die Premiummarke bei der 44. Auflage des härtesten Rennens der Welt zurück: Mehrere Teams aus der GT3-Klasse vertrauen auf der anspruchsvollsten und längsten Rennstrecke der Welt auf Dunlop. „Der Start in die Nordschleifen-Saison war mit zwei VLN-Siegen sehr erfolgreich“, sagt Alexander Kühn, Dunlop Manager Motorsport. „Jetzt gehen wir bestens gerüstet in das Rennen des Jahres. Aber die Konkurrenz im Kampf um den Gesamtsieg ist in diesem Jahr extrem stark. Trotzdem haben die Dunlop-Teams beim Eifel-Marathon sehr gute Chancen auf einen Podestplatz – zumal das 24h-Rennen ja bekanntlich auch seine eigenen Gesetze hat.“ Dunlop ist in der GT3-Klasse wieder breit aufgestellt und stellt Rennreifen für verschiedene Fahrzeugkonzepte zur Verfügung. Neben den Aston Martin V12 Vantage GT3 der britischen Werkmannschaft gehen auch Sportwagen wie Audi R8 LMS, der neue BMW M6 GT3, BMW Z4 GT3 sowie die spektakulären Sportprototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus auf Dunlop ins Rennen.

2016-05-24 Dunlop Phoenix-Audi R8 LMS

Zwei Siege für Phoenix Racing in der 24h-Vorbereitung
Mit zwei VLN-Siegen auf dem Konto kommt Phoenix Racing zum 24h-Rennen. Frank Stippler und Anders Fjordbach aus Dänemark setzten sich souverän im Dunlop-bereiften Audi R8 LMS durch und dürfen nach ihrer eindrucksvollen Performance zum Kreis der Favoriten gezählt werden. „Wir haben mit Dunlop in diesem Jahr einen neuen Partner. Die Reifen haben auf Anhieb sehr gut auf der Nordschleife funktioniert“, sagte Phoenix-Fahrer Frank Stippler. „Ich bin mit dem Auto bei den VLN-Rennen überglücklich gewesen. Ich hoffe, dass wir an diese Performance auch beim 24h-Rennen anknüpfen können. Die Konkurrenz ist sehr stark. Es gibt sicherlich einen unerbittlichen Kampf um den Sieg.“ Auch der Audi R8 LMS mit der #33 von Car Collection Motorsport geht auf Dunlop ins Rennen.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke

Dunlop ist technischer Partner von Aston Martin
Aston Martin Racing hat bei dem Langstreckenklassiker eine Top-Platzierung im Visier. Die Briten bringen zwei Aston Martin V12 Vantage GT3 in die Eifel. Dunlop ist technischer Partner des Werksteams in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Die technische Partnerschaft gilt auch für das 24h-Rennen. „Die Zusammenarbeit mit den Dunlop-Ingenieuren ist sehr angenehm“, sagt Werksfahrer Nicki Thiim. „Einige von den Jungs, die hier auf der Nordschleife im Einsatz sind, kenne ich ja schon aus der WEC. Das ist quasi wie eine kleine Familie. 2013 habe ich das 24h-Rennen mit Dunlop gewonnen. Jetzt würde ich gerne mit Aston Martin ganz oben auf dem Podium stehen.“ Thiim geht auf der #7 gemeinsam mit Darren Turner (Großbritannien), Marco Sorensen (Dänemark) und Pedro Lamy (Portugal) an den Start. Das Schwesterfahrzeug mit der #27 ist mit Jonny Adam (Großbritannien), Fernando Rees (Brasilien), Mathias Lauda (Österreich) und Richie Stanaway (Neuseeland) besetzt.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke

Neues Reifenkonzept für den BMW M6 GT3
Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop setzt zwei neue BMW M6 GT3 ein. „Mit dem stark besetzten Dunlop Art Car wollen wir unter die ersten Drei fahren und das andere Auto in den Top 10 platzieren“, sagt Teamchef Henry Walkenhorst, der selbst ins Lenkrad eines BMW Z4 GT3 greift. Das spektakuläre Design in den Dunlop-Farben Schwarz und Gelb für den M6 mit der #999 hat TV-Moderator und Tuning-Experte Jean Pierre Krämer entworfen. „Die Kombination BMW M6 GT3 und Dunlop funktioniert aber nicht nur optisch sehr gut“, sagt Walkenhorst. „Beim M6 setzen wir auf ein neues Konzept, das sehr gut funktioniert.“ Während beim Z4 GT3 noch mit einer Mischbereifung gefahren wurde, kommen nun beim M6 GT3 zum ersten Mal an beiden Achsen ähnlich dimensionierte Reifen zum Einsatz. „Das Auto hat eine sehr gute Balance. Die gute Testarbeit zusammen mit Dunlop im Vorfeld der Saison hat sich ausgezahlt“, sagte Christian Krognes, der beim dritten VLN-Lauf mit seinem Teamkollegen den Sprung auf das Siegerpodium schaffte. „Wir haben eine gute Ausgangsbasis für die 24h.“ Des Weiteren liefert Dunlop als technischer Partner von BMW Motorsport die Rennreifen für alle Fahrzeuge des BMW M235i Racing Cup. Die Serie ist mit mehr als einem Dutzend gemeldeten Fahrzeugen der teilnehmerstärkste Markenpokal im Feld des 24h-Rennens.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke

Glickenhaus-Sportprototypen greifen nach Spitzenplatzierung
Dunlop rüstete zudem die spektakulären Rennwagen der Scuderia Cameron Glickenhaus aus. Das Team um den US-Amerikaner James Glickenhaus setzt zwei Individual-Sportwagen SCG003C sowie einen P4/5 Competizione ein. Die Rennwagen, die optisch und technisch einem Le-Mans-Prototypen ähneln, gehören zu den Publikumslieblingen entlang der Nordschleife und haben das Potenzial für eine Spitzenplatzierung. Auch in der Klasse AT (Alternative Treibstoffe) gibt es zwei Dunlop-Teams: So unterstützt Dunlop den Einsatz des Teams Care for Climate. Musiker Smudo, Texter und Rapper der Hip-Hop-Band „Die Fantastischen Vier“, und seine Team-Kollegen setzen einen Cayman GT4 ein. Auch der Audi A4 quattro der Tuning Akademie, im vergangenen Jahr Sieger des FIA Alternative Energies Cup, ist auf Dunlop unterwegs. Der Volkswagen Golf GTI TCR mit der #204 von racing one kämpft ebenso auf Dunlop um den Klassensieg wie die beiden Lexus ISF CCS-R mit der #52 und der #53 von Ring Racing.

N24h: AMG-Team HTP Motorsport mit drei Mercedes-AMG GT3 am Start

Mit der 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens am Nürburgring, steht diese Woche die härteste Herausforderung für Mensch und Maschine an. Nach der langen Vorbereitungsphase, freut sich das AMG-Team HTP Motorsport auf die Teilnahme mit drei Mercedes-AMG GT3 auf der wohl berühmtesten Rennstrecke der Welt.

Mit 160 Teams und über 600 Piloten wird das 24h-Rennen auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Rennen. Dass mit den Autos von AMG-Team HTP Motorsport beim Rennen in der legendären „Grüne Hölle“ zu rechnen ist, bewies das Team aus Altendiez bereits beim 6-Stunden-Qualifikationsrennen. Dort holten sich die Fahrer Maximilian Buhk, Dominik Baumann, Christian Vietoris und Thomas Jäger einen hervorragenden Sieg. Mit dem tollen Ergebnis und weiteren guten Resultaten bei den VLN-Läufen, haben sich die Fahrzeuge mit den Nummern 29 und 30 bereits für das Top-30 Zeittraining vorzeitig qualifiziert.

AMG-Team HTP Motorsport tritt mit drei Mercedes-AMG GT3 wie folgt an:

#29    Christian Vietoris (D), Marco Seefried (D), Christian Hohenadel (D), Renger Van der Zande (NDL)
#30    Dominik Baumann (A), Stefan Mücke (D), Maximilian Buhk (D), Thomas Jäger (D)
#31    Christian Vietoris (D), Christian Hohenadel (D), Renger Van der Zande (NDL)

„Wir freuen uns schon sehr auf das 24h-Rennen in diesem Jahr“, sagt Norbert Brückner, Teamchef AMG-Team HTP Motorsport. „Das Rennen auf der Nordschleife ist immer ein ganz besonderes Saisonhighlight und in diesem Jahr wird es ein sehr konkurrenzstarkes Rennen, da die meisten Hersteller mit ihren neuen Rennautos antreten. Wir sind mit unseren Mercedes-AMG GT3 gut vorbereitet, wir haben starke Fahrerkombinationen, ein tolles Paket, das Team arbeitet bestens zusammen – wir sind bereit für die Herausforderung.“

Zakspeed-Nissan voll motiviert für das 24h-Rennen 2016

160 Rennboliden, über 600 Fahrer – die 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens verheißt viel Spannung und Aktion! Am kommenden Wochenende debütiert das Team ZAKSPEED mit dem neuen Nissan GT-R NISMO GT3. Bei den vorhergegangenen Testläufen der VLN sowie im Qualifikationsrennen konnte man das Potenzial bereits sehen.

Die 24-Stunden auf der Nordschleife stellen Teams, Fahrer und die Rennfahrzeuge jedes Jahr aufs Neue Prüfstand. Der ZAKSPEED-Nissan zeigte zuletzt eine aufstrebende Performance, auch wenn kleine technische Probleme ein besseres Abschneiden in den VLN-Läufen verhinderten. Doch die starke Fahrerkombination von „Altmeister“ Tom Coronel, den beiden deutschen GT Academy Siegern Florian Strauß sowie Marc Gasser, und Henrik Still werden bei dem traditionsreichen Rennen ihr Bestes geben.

Ernst wird es für die Mannschaft von Peter Zakowski bereits am Donnerstag, 26. Mai 2016, mit dem Freien Training um 15:45 Uhr. Das erste Qualifying folgt am gleichen Abend, mit dem zweiten Teil am Freitag um 09:30 Uhr. Dann entscheidet sich die Teilnahme am Top-30 Qualifying.

„Wir haben leider bei zwei VLN Veranstaltungen um gerade mal einen Platz die automatische Qualifizierung für das Top-30 Zeittraining verpasst, was sehr schade ist, denn die Zeiten waren sehr knapp“, sagt Peter Zakowski, Teamchef Team ZAKSPEED. „Dennoch sind wir zuversichtlich und freuen uns ganz besonders auf das Rennen. 24 Stunden sind sehr lange, da kann alles passieren. Wir haben eine tolle Mannschaft mit hervorragende Unterstützung von Nissan Deutschland. Alles ist möglich.“

 

 

Foto: Stefan Baldauf, SB-Medien, Guido ten Brink

VLN 3 2016: Wer folgt Stippler/Fjordbach auf den Thron?

Zum dritten Mal in eineinhalb Monaten kämpfen die Teams und Fahrer der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring um Positionen und Punkte. Gleichzeitig ist der 58. ADAC ACAS H&R-Cup die Generalprobe für das 24h-Rennen. Erstmals in dieser Saison wird nicht die SP9, die Klasse der schnellen GT3-Rennwagen, die meisten Starter aufweisen, sondern der BMW M235i Racing Cup. Und noch eines ist vor dem Start am Samstag, dem 15. Mai 2016, um 12:00 Uhr gewiss: Nach dem vierstündigen Rennen wird es einen neuen VLN-Tabellenführer geben.

Hoffnungsvolle Kandidaten

Weil Frank Stippler und Anders Fjordbach, nach zwei Gesamtsiegen die aktuellen Leader in der VLN, diesmal im Audi R8 LMS von Phoenix Racing nicht am Start sind, ist der Weg frei für die Verfolger. In erster Linie werden sich Alexander Mies und Michael Schrey im BMW M235i Racing Cup Hoffnungen auf die Führung in der Meisterschaft machen. Die Bonk-Piloten zeigten den Kontrahenten in der quantitativ und qualitativ hochwertigen Cup5-Klasse zweimal die Rücklichter. Sollten Schrey und Mies der Hattrick gelingen, wäre ihnen der erste Platz in der Tabellenführung sicher.

Auf einen Patzer der beiden hoffen Hajo Müller, Jens Riemer und Dominik Thiemann in der V5. Auch sie haben mit ihrem BMW E36 beide Rennen in ihrer Klasse beherrscht und treten am Samstag gegen elf Kontrahenten an. Weitere aussichtsreiche Kandidaten für die Spitzenposition in der Tabelle gehen in der SP7 an den Start: Tim Scheerbarth und Alexander Toril Boqoui haben im Porsche 991 Cup ebenfalls die beiden ersten Läufe als Klassensieger beendet und bekommen es diesmal mit acht Kontrahenten zu tun.

Nordschleifen-Debüt für Weltmeister-Team

Besonderes Augenmerk gilt beim dritten VLN-Lauf der Startnummer #386. Mit dieser Nummer dreht erstmals ein Peugeot 308 Racing Cup seine Runden auf der Nordschleife. Verantwortlich für den Einsatz dieses Autos zeichnet kein geringerer als der neunfache Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb verantwortlich, der allerdings nicht selbst fahren wird. Sébastien Loeb Racing setzt auf die Fähigkeiten der erfahrenen Nordschleifen-Routiniers Michael Bohrer und Jürgen Nett, die mit dem Franzosen Grégoire Demoustier in der SP2T an den Start gehen.

Einzelkämpfer

Mit der Marke Peugeot kennt sich Jürgen Nett zumindest schon mal bestens aus. Im Peugeot 306 S16 ging er bislang regelmäßig gemeinsam mit seinem Bruder Joachim in der V3 auf Punktejagd, auch in den beiden ersten VLN-Läufen 2016. Nun aber trennen sich die Wege der Brüder, und aus Joachim Nett wird beim 58. ADAC ACAS H&R-Cup ein Einzelkämpfer.

Joachim Nett wird nicht der einzige Teilnehmer sein, der sich das vierstündige Rennen im Alleingang zutraut. Max Langenegger wird den Citroen Saxo VTS vom Team Rallye Top ebenfalls alleine über die Nordschleife pilotieren. Gleiches gilt für Stefan Vancampenhoudt, für den dies jedoch absolut nichts Neues ist. So bestritt der Belgier für das Team Schirmer bereits 2015 die komplette Saison (bis auf das 6h-Rennen) als Solist im BMW 325i, beherrschte die Klasse V4 beinahe nach Belieben und kämpfte bis zum letzten Rennen mit um den Titel. In diesem Jahr wechselten Schirmer und Vancampenhoudt in den BMW M235i Racing Cup und versuchen dort, an die Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen.

Kampf um den Gesamtsieg

Solisten gibt es in den großen Klassen nicht mehr. Gerade im Vorfeld zum 24h-Rennen gehen viele Teams meist mit drei oder vier Fahrern an den Start. Ein Trio gibt im Mercedes-AMG GT3 von Team Mann Filter Zakspeed beim dritten Lauf seine VLN-Premiere: die Söhne der berühmten Rennfahrer Roland Asch, Klaus Ludwig und Hans Heyer – Sebastian, Luca und Kenneth. Das Team Zakspeed setzt in der SP9 zudem erneut den Nissan GT-R Nismo GT3 mit Marc Gassner, Florian Strauß und Tom Coronel ein.

Im Kampf um den Tagessieg mischen erneut die Spitzenteams von BMW, Audi, Porsche, Bentley, Lexus und Mercedes-Benz mit. Besonders die Mercedes-Teams sind nach insgesamt drei Podiumsplätzen im Jahr 2016 heiß auf den ersten Gesamtsieg.

Für Porsche wird Manthey Racing mit drei 911 GT3 R ebenfalls endlich ganz vorne mitmischen wollen. Die Werksautos pilotieren Richard Lietz und Patrick Pilet, Earl Bamber und Nick Tandy sowie Michael Christensen und Fred Makowiecki.

Einen Porsche wird man beim dritten VLN-Lauf jedoch vermissen. Frikadelli-Racing zog am Dienstag seine Nennung zurück. Hintergrund ist die neue Einstufung des Porsche 911 GT3 R in der so genannten „Balance of Performance“ (BoP).

Nichtsdestotrotz wird die einmalige Markenvielfalt die Zuschauer an der Nordschleife erneut in ihren Bann ziehen. Bestes Beispiel für den bunten Mix ist übrigens die Klasse SP8: Hier gehen sechs verschiedene Autos von fünf Herstellern an den Start – ein Aston Martin Vantage GT8, ein Lexus ISF CCS-R, ein Ford Mustang GT, ein Porsche 991 GT3 Cup AW, ein Aston Martin V12 Vantage S und ein Ferrari 458.

Der Ferrari hat die ersten beiden Läufe in seiner Klasse für sich entschieden. Somit haben auch Mike Jäger, Christian Kohlhaas und Stephan Köhler, derzeit Fünfte in der Tabelle, die Chance, die Führung in der Meisterschaft zu übernehmen.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf / Guido ten Brink

Souveräner Sieg von Paul di Resta in Hockenheim

Souverän und ungefährdet hat Paul Di Resta das DTM-Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gewonnen. In seinem Mercedes-AMG C63 DTM überquerte der Schotte nach 37 Runden mit einem Vorsprung von 13,024 Sekunden die Ziellinie. Für Di Resta ist es der siebte Sieg in der DTM. Zuletzt war der Schotte 2010 ebenfalls in Hockenheim siegreich. Hinter dem Mercedes-Benz-Piloten wurden die beiden BMW-Fahrer Timo Glock und Augusto Farfus auf den Positionen zwei und drei abgewinkt. Eine großartige Leistung zeigte Gary Paffett, der hinter Maxime Martin auf Platz fünf gewertet wurde. Der Brite lag lange Zeit hinter Sieger Di Resta auf dem zweiten Platz, fiel nach einer Durchfahrtsstrafe aber auf Rang elf zurück und kämpfte sich im weiteren Rennverlauf wieder bis auf Platz fünf vor. Nico Müller, der am Samstag mit Rang drei seinen ersten Podiumsplatz feierte, beendete das Sonntagsrennen als bester Audi-Pilot auf dem achten Platz.

DTM 2016 001Rennwochenende eins Hockenheim Sonntag

Vor allem in der Anfangsphase zeigte das Rennen einige Parallelen zum Samstag: Kontaktbetonte Tür-an-Tür-Duelle, die nicht immer ohne Schaden blieben. Mit Bruno Spengler, Mattias Ekström und Timo Scheider mussten gleich drei ehemalige DTM-Champions ihre Fahrzeuge nach Kollisionen frühzeitig abstellen. Nach seinem erfolgreichen Auftritt im Rahmen der Rallycross-Weltmeisterschaft – vor dem DTM-Rennen gewann Ekström dort das Finale – hatte der Schwede auf ein ebenso gutes Ergebnis im DTM-Rennen gehofft.

In der DTM-Fahrerwertung führt nach zwei von 18 Saisonrennen Paul Di Resta mit 37 Punkten vor seinem Markenkollegen Robert Wickens (26 Punkte) und Edoardo Mortara (25 Punkte). Nach seinem zweiten Platz am Samstag wurde Wickens heute Sechster. In der Hersteller-Wertung übernimmt Mercedes-Benz (83 Punkte) die Führung vor BMW (72 Punkte) und Audi (47 Punkte).

78.500 Zuschauer besuchten das DTM-Auftaktwochenende auf dem Hockenheimring, rund fünf Prozent mehr als im letzten Jahr. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde ihnen ein abwechslungsreiches Programm mit spektakulärem Motorsport geboten, ergänzt durch Live-Auftritte von Christina Stürmer, Finn Martin und DJ Antoine. Bereits in zwei Wochen, am 21. und 22. Mai, steht das nächste DTM-Wochenende im österreichischen Spielberg auf dem Programm.

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Zweiter Sieg für Dunlop und Phoenix Racing in der VLN 2016

• Phoenix-Audi R8 LMS bestätigt beim 2. VLN-Lauf den Auftaktsieg
• Wechselhafte Wetterbedingungen in der rauen Eifel
• Erster Start für Aston Martin Racing und Dunlop auf der Nordschleife

Sensationeller Erfolg auf der Nordschleife: Dunlop und Phoenix Racing feiern den zweiten Sieg in Folge in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Nach einem packenden Vier-Stunden-Rennen fuhr der Dunlop-bereifte Audi R8 LMS von Frank Stippler und Anders Fjordbach (Dänemark) als Sieger über die Ziellinie. Bei wechselhaften Wetterbedingungen konnte Phoenix Racing den Auftaktsieg wiederholen. Nach 28 Runden über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten 57,839 Sekunden. Zugleich fuhr das deutsch-dänische Duo in 8:05.695 Minuten die schnellste Rennrunde.
„Wir sind sehr glücklich über den zweiten Sieg“, sagte Stippler. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute sicherlich neben einer tollen Balance des Autos, dass wir mit zwei Fahrern nur zwei Mal gestoppt haben, während die Konkurrenz mit vier Fahrern einen Boxenstopp mehr einlegen musste.“ Egal, ob nasser oder trockener Asphalt: Dunlop stellte stets den geeigneten Rennreifen zur Verfügung. „Wir waren in den teilweise nassen Passagen besser in der Lage, den Dunlop-Slick auf Temperatur zu halten, während die Konkurrenz stärker mit dem Reifenmaterial kämpfen musste“, erklärte Fjordbach. „Großes Lob an Dunlop. Insbesondere im Trockenen waren wir heute konkurrenzfähig und konnten das Rennen sehr gut kontrollieren“, ergänzte Phoenix-Teamchef Ernst Moser. Der Phoenix-Audi R8 LMS markierte in dem extrem stark besetzten Teilnehmerfeld die schnellste Rennrunde. Doch in der Schlussphase musste die Mannschaft aus der Eifel noch einmal zittern. Plötzlich einsetzender, starker Regen sorgte für zusätzliche Spannung. „Die zentrale Frage war in dieser Phase natürlich, wie viel Risiko geht man auf Slicks ein, um den Reifen im Temperaturfenster zu halten“, erklärte Stippler. „Man muss einerseits pushen, darf anderseits aber nicht den Bogen überspannen.“ Doch der Nordschleifen-Spezialist fand das richtige Maß und machte den zweiten Sieg in Folge perfekt.

„Bereits im Qualifying lagen fünf Dunlop-Teams mit vier verschiedenen Fahrzeugkonzepten auf den ersten sieben Startpositionen. Und dann der zweite Sieg im zweiten Rennen – einfach klasse“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Das Rennen war eine optimale Vorbereitung auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring Ende Mai, bei dem sicherlich ähnliche Wetterkapriolen wie bei diesem VLN-Lauf zu erwarten sind.“

Erster Start für Aston Martin Racing auf der Nordschleife
Zum ersten Mal in diesem Jahr war auch das Team Aston Martin Racing auf der Nordschleife am Start. Die beiden Aston Martin Vantage GT3 der Werksmannschaft aus Großbritannien belegten die Plätze vier und acht. Darren Turner (Großbritannien) und Nicki Thiim verpassten als Vierte knapp den Sprung auf das Podium. Matthias Lauda (Spanien) und Richie Stanaway (Neuseeland) fuhren auf Rang acht. Der BMW M6 GT3 mit der #35 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop sammelte in der turbulenten Anfangsphase des Rennens Führungskilometer. Zum Schluss belegten Matias Henklola (Finnland), Michele Di Martino und Kazunori Yamauchi (Japan) den 13. Platz. Die Teamkollegen Christian Krognes (Norwegen), Victor Bouveng (Schweden) und DTM-Fahrer Tom Blomqvist (Großbritannien) wurden als Elfter abgewinkt. Damit waren sie zugleich der beste BMW im 180 Fahrzeuge umfassenden Feld.

Die CUP-Klassen in der VLN im Überblick

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring besticht durch einen einzigartigen Mix aus Fahrzeugmarken, -Kategorien und -Modellen. Nichtsdestotrotz erfreuen sich auch jene Klassen großer Beliebtheit, in denen die Kontrahenten mit identischen Fahrzeugen gegeneinander antreten: die Cup-Klassen. Von ihnen sind die Zuschauer am Nürburgring mittlerweile ebenso fasziniert wie von den High-Speed-Klassen SP9 (GT3), SP-X und SP-Pro. 2016 wird mit der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing eine neue Cup-Klasse erwartet. Um die 20 Teams haben sich in dieser bereits angemeldet – das Cup-interne Kräftemessen der Porsche Cayman verspricht eine echte Attraktion auf der Nordschleife zu werden. Eine perfekte Ergänzung zu den drei weiteren Cups, dem BMW 235i Racing Cup, dem Opel Astra OPC Cup und dem TMG GT86-Cup, die auch in der neuen Saison wieder für Spannung bis zum letzten VLN-Rennen sorgen dürften.

Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing
„Ich bin froh, dass es nun endlich losgeht. Wir sind sehr gut aufgestellt und hoffen auf eine optimale Saison“, sagt der Cayman GT4 Trophy-Verantwortliche Thomas Raquet. Die Voraussetzungen sind vielversprechend: Über 15 der 385 PS starken Fahrzeuge werden zum Saisonauftakt erwartet. Nahezu alle Fahrzeuge wurden bereits an die Teams ausgeliefert. Mit circa 200 eingebauten Rennteilen wurde das Serienmodell in einen Cayman GT4 Clubsport umgewandelt – ein gelungener Mix aus Serien- und Rennfahrzeug. Raquet: „Wir sind sehr gespannt. In der Trophy treffen viele Fahrer aufeinander, die zuvor in den unterschiedlichsten VLN-Klassen unterwegs waren. Das Teilnehmerfeld hat es in sich und verspricht packende Rennen.“

Durch die hohe Meldezahl erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass der VLN-Meister des Jahres 2016 aus der Cayman-Trophy kommen könnte. Schließlich kassieren Fahrer und Mannschaft umso mehr Punkte in der Gesamtwertung, je mehr Konkurrenten sie in ihrer Klasse hinter sich lassen. Wer folglich die Trophy dominiert, könnte sich gleichzeitig zum Topfavoriten für den VLN-Titel machen.

BMW 235i Racing Cup
Diese Voraussetzungen gelten auch im BMW 235i Racing Cup, der seit seinem Debüt im Jahr 2014 eine feste Größe in der VLN darstellt. Stets wartete der Cup mit hohen Teilnehmerzahlen auf, im vergangenen Jahr waren bei allen VLN-Läufen durchschnittlich 17 Autos am Start. Und auch 2016 scheint der BMW-Cup die am besten besetzte Klasse zu werden. „Wir rechnen mit mehr als 20 Autos in der Startaufstellung“, bestätigt Jens Marquardt, der BMW-Motorsport-Direktor. „Sie werden den VLN-Fans wieder erstklassiges Racing bieten.“

Den Teilnehmern stehen in der kommenden Saison Upgrade-Teile für den 333 PS-starken Kompaktsportler aus München zur Verfügung: Ein Heckflügel und eine modifizierte Radaufhängung sollen für eine „ruhigere“ Hinterachse sorgen. Die Bremsanlage wurde so überarbeitet, dass die laufenden Kosten gesenkt werden. Im BMW 235i Racing Cup messen sich im erhöhten Maße junge Talente mit erfahrenen Nordschleifen-Hasen. So lieferten sich in der vergangenen Saison Michele Di Martino und Moritz Oberheim – der als 18-Jähriger seine erste VLN-Saison bestritt – einen erbitterten Schlagabtausch mit den Nürburgring-Veteranen Mario Merten und Ralf Schall. Am Ende holten die Junioren den Cup-Titel.

TMG GT86-Cup
Hochklassigen Wettbewerb liefert auch der TMG GT86-Cup, der in seine vierte VLN-Saison geht. Das belegt unter anderem die Tatsache, dass die letztjährigen Cup-Sieger Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz lange die VLN-Wertung anführten, sich nach dem Finale aber mit dem dritten Meisterschaftsrang zufrieden geben mussten.

Auch der TMG GT86 wird in dieser Saison einer Frischzellenkur unterzogen. Das umfangreiche Paket umfasst unter anderem ein neues Bodykit, bestehend aus Frontsplitter, Seitenschweller und Heckflügel, sowie ein neues Lufteinlasssystem, mit dem der Motor dann 210 anstatt 200 PS leistet. Daneben wurde das Getriebe verbessert und Bremse und Kupplung wurden verstärkt. Gewichtsoptimierte Türen und eine neue Batterie sorgen für eine Gewichtsersparnis. „Zum vierten VLN-Lauf werden wir entsprechende Pakete an unsere Kunden ausliefern“, sagt der Cup-Verantwortliche Nico Ehlert. „Diese Upgrades werden die Wettbewerbsdichte erhöhen und das Leistungsniveau steigern.“ Einem spannenden Kräftemessen der Toyota-Cup-Piloten steht somit auch im Jahr 2016 nichts im Wege. Ehlert: „Die vierte Saison in Folge zeigt, dass wir uns im Umfeld der VLN sehr wohl fühlen, und wir hoffen, dass ein weiteres spannendes Jahr vor uns liegt.“

Opel Astra OPC-Cup
Auch der Opel Astra OPC Cup geht 2016 in seine vierte Saison. Seit seinem Debüt 2013 hat sich der Markenpokal zu einem echten Highlight in der VLN entwickelt. Die Rennen verliefen stets eng und spannend, der Champion wurde jeweils erst beim Saisonfinale gekürt. Daher entschlossen sich die Verantwortlichen bei Opel Motorsport, den Cup für eine weitere Saison auszuschreiben. Die 320 PS starken Opel GTC OPC gehen in unveränderter technischer Spezifikation an den Start. „Wir entsprechen damit den Wünschen unserer Teams, die ihr Rennfahrzeug weiterhin auf dem Nürburgring einsetzen wollen. Und wir wissen auch, wie beliebt der Cup bei den vielen Fans rund um die Nordschleife ist“, betont Opel-Motorsport-Direktor Jörg Schrott. „Die Nordschleife hat für Opel Motorsport stets einen besonderen Stellenwert gehabt. Daher strebt Opel eine mittel- und langfristige Präsenz auf der schönsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt an.“

Mit dem Porsche Carrera Cup gibt es noch eine fünfte Cup-Klasse in der VLN. Sie verfügt jedoch über keine eigene Cup-Wertung, sondern dient als „Auffangbecken“ für all jene Teams und Fahrer, die ihre Porsche Carrera Cup-Modelle aus den unterschiedlichen Rennserien, wie aus zum Beispiel aus dem Porsche Supercup oder den nationalen Carrera-Cups, auch auf der Nordschleife einsetzen möchten.

In der kommenden Woche liefern wir unter anderem Informationen zur neuen Doppelt-Gelb-Regelung.

VLN 2015: Black Falcon holt eiskalt den zweiten Saisonsieg

Temperaturen im einstellig-positiven Bereich prägten den neunten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Als mindestens ebenso cool erwiesen sich Hubert Haupt, Manuel Metzger, Yelmer Buurman und Adam Christodoulou. Das Quartett im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon errang im Zeittraining mit einer neuen Jahresbestzeit (8:01,443 Minuten) die Pole-Position, fuhr die schnellste Rennrunde (8:02,786 Minuten) und setzte sich im vierstündigen, spannenden Rennen gegen die Konkurrenz durch. Hinter den Siegern des ROWE DMV 250-Meilen-Rennens wurden die Gewinner des vorherigen Laufs, Dennis und Marc Busch zusammen mit Marc Basseng, als Zweite abgewinkt. Das Team rund um das Zwillingspaar aus Bensheim bestritt den ersten privaten Einsatz des in diesem Jahr vorgestellten neuen Audi R8 LMS. Das Podium komplettierten Le-Mans-Sieger und Porsche-Werksfahrer Nick Tandy aus Großbritannien und der Franzose Fred Makowiecki, die den neuen Porsche 911 GT3 R bei seiner Weltpremiere über den Nürburgring pilotierten. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 24. Oktober um 19 Uhr.

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien

Das hatte sich Manuel Metzger – VLN-Champion des Jahres 2011, schon damals in Diensten des Team Black Falcon –wohl nicht träumen lassen. Bei seinem zweiten Rennen im bulligen Flügeltürer feierte er seinen ersten VLN-Sieg. „Einfach überragend!“, waren die ersten Worte nach der Zieldurchfahrt. „Beim vergangenen Rennen sind wir kurz vor Ende ausgefallen, als wir um den Sieg mitgekämpft haben. Heute wurden wir entschädigt.“ Die letzten Runden waren für den 29-Jährigen eine Zitterpartie. Im Zweikampf mit dem SLS AMG GT3 von ROWE RACING – mit den Piloten Klaus Graf und Christian Hohenadel – war der Sieg in Gefahr. „Yelmer war gut unterwegs, trotzdem haben wir gemerkt, dass der ROWE-SLS minimal flotter war“, sagte Metzger. Nach 21 Runden steuerte das Fahrzeug des Veranstaltungs-Namensgebers jedoch mit einem technischen Defekt unplanmäßig die Box an und schied aus. „Wir haben so einen Rückschlag auch schon am eigenen Leib erlebt – das ist ganz schön bitter. Aber am Ende hatten wir ein sehr gutes Paket und haben verdient gewonnen. Das Team hat mit schnellen Stopps überzeugt und alle vier Fahrer blieben absolut fehlerfrei.“

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien – [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste – Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.[/caption] 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN 2015: Erster Testeinsatz des neuen Porsche 911 GT3 R

Der neue Porsche 911 GT3 R, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert, startet am 17. Oktober auf der Nürburgring-Nordschleife beim 9. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Dabei kommt das erste zur Langlauferprobung von Fahrwerk und Bremse gebaute Testfahrzeug zum Einsatz. Der bei dem Testeinsatz verwendete Motor ist das bewährte Triebwerk aus den Vorgängermodellen. Die neue Motorengenration mit Benzindirekteinspritzung ist für die anlaufende Produktion und weitere Tests in den USA sowie auf dem Motorenprüfstand in Weissach verplant.

Der erste Einsatz des neuen Kundensportrenners von Porsche Motorsport unter Wettbewerbsbedingungen dient darüber hinaus der Erprobung von Fahrwerks- und Karosseriekomponenten. Außerdem soll das Einsatz- und Entwicklungsteam Manthey Racing die Gelegenheit bekommen, sich frühzeitig mit dem Fahrzeug und seinem Handling vertraut zu machen.

„Es hat sich bislang immer ausgezahlt, im Rahmen der Entwicklung eines neuen Rennfahrzeuges frühzeitig unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Die anspruchsvolle Nürburgring Nordschleife bietet hierzu beste Voraussetzungen“, sagt Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser. „Während unser neuer Motor gleichzeitig ein Testprogramm unter warmen Bedingungen in den USA abspult, erproben wir auf der Nürburgring-Nordschleife mit ihrer außergewöhnlichen Topographie primär Fahrwerks- und Karosseriekomponenten.“

Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (6) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (5) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (4) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (3) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (2) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (8)

 

Alle Fotos: Stefan Baldauf / SB-Medien

VLN 2015: Lauf 8 – Amateure schlagen Profis

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring entschied sich erst auf den letzten Metern. Vier Runden vor Schluss trennten die Top-3-Teams weniger als zwei Sekunden – dann überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem packenden Showdown feierte Dennis und Marc Busch im privat eingesetzten Audi R8 LMS ultra ihren zweiten VLN-Sieg. Das Brüderpaar aus Bensheim konnte sich den finalen Angriff sparen, nachdem das bis dato führende Mercedes-AMG-Test-Team mit den Piloten Thomas Jäger, Jan Seyffarth und Yelmer Buurman im brandneuen Mercedes-AMG GT3 aufgrund eines Geschwindigkeitsverstoßes eine Zeitstrafe kassierte. Platz drei ging an das Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Michela Cerruti, Jesse Krohn und Felipe Fernándes Laser feierten mit dem BMW Z4 GT3 ihren dritten Podestplatz in der laufenden Saison. Bei Kaiserwetter rund um den Nürburgring am ‚Tag der Deutschen Einheit’ war bereits das Zeittraining am Morgen an Spannung kaum zu überbieten. Die Top-10-Teams trennten am Ende gerade einmal 6,497 Sekunden. Zudem erzielte Jäger im AMG GT3 mit einer Zeit von 8:01,881 Minuten eine neue Jahresbestzeit. Für Begeisterung bei den kleinen und großen Zuschauern sorgte die Maus des WDR, die im Rahmen des ‚Türöffner Tags’ vor Ort war. In Kooperation mit dem Nürburgring bot die VLN 15 begeisterten Kindern einen Einblick hinter die Kulissen der Rennveranstaltung und -strecke. Der Sender Sport 1 zeigt am 10. Oktober eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens.

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„Endlich unser zweiter Sieg“, freute sich Marc Busch. „Wir sind aktuell sehr gut aufgestellt und es läuft bei uns wie am Schnürchen.“ Sein Bruder Dennis ergänzte: „Nach den Plätzen sechs und drei bei den vergangenen beiden Rennen, haben wir jetzt noch einmal nachgelegt.“ Neben ihrem hohen Speed – die beiden Amateurrennfahrer ließen souverän eine Reihe von namhaften Sportwagenprofis hinter sich – war auch die Strategie des Teams entscheidend. „Wir haben unseren ersten Boxenstopp vorgezogen, weil wir im Verkehr festhingen“, erklärte Marc Busch. „Danach hatten wir freie Fahrt und konnten mit schnellen Rundenzeiten punkten.“ Auch wenn der Sieg zum Greifen nah war, hielt sich ob des großartigen Erfolgs die Enttäuschung bei Jäger in Grenzen. „Wir haben Platz zwei gewonnen und nicht Platz eins verloren“, sagte der Wahlmünchner. „Schon das Qualifying lief bei uns fantastisch – die Rundenzeit war top und am absoluten Limit.“ Die Entwicklung, die der Vorgänger SLS AMG GT3 in den letzten fünf Jahren gemacht hat, ist komplett in den neuen GT3-Boliden von Mercedes-AMG eingeflossen. „Wir sind am Optimum unterwegs“, so Jäger. Für das Walkenhorst-Trio war Platz drei ein zufriedenstellendes Ergebnis. Laser gab dennoch eine Kampfansage aus: „Wir freuen uns, erneut auf dem Podium zu sein. Viel mehr geht mit dem Z4 nicht. Ich habe mich über weite Strecken an dem AMG GT orientiert und versucht, dran zu bleiben. Das ist mir gelungen, unsere Pace stimmt also. Es stehen noch zwei Rennen auf dem Programm und wir wollen definitiv noch einen weiteren Sieg.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Uwe Alzen und Mike Stursberg im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 auf Rang vier. Auf Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Patrick Huisman im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing folgte das Fahrertrio im SLS AMG GT3 von Car Collection – Kenneth Heyer, Lance David Arnold und Tim Scheerbarth – mit Platz sechs. Auf Position sieben wurden Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey abgewinkt. Für Unternehmer Weiss aus Monschau endete so sein 100. Renneinsatz in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit einem achtbaren Ergebnis.

Neben dem Kampf um den Gesamtsieg waren am Ende gleich mehrere Klassen hart umkämpft. Nachdem sie die Porsche-Cup-Klasse bei den vergangenen fünf Rennen für sich entscheiden konnten, endete beim achten Lauf die Siegesserie von Marc Hennerici und Christian Menzel. Das raceunion Teichmann Racing-Duo überquerte eingangs der letzten Runde nur wenige Tausendstelsekunden hinter Adam Osieka und Steve Jans von GetSpeed Performance die Ziellinie. Über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife hatten sie dann aber doch das Nachsehen und büßten 27,660 Sekunden ein. Zu einem wahren Fotofinish kam es in der Klasse V6. Claudius Karch und Ivan Jacoma retteten im Porsche Cayman S von Mathol-Racing 0,585 Sekunden Vorsprung vor den Zweitplatzierten Yannick Fübrich und Stein Tveten mit dem Porsche 911 von aesthetic racing ins Ziel.

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Mit ihrem siebten Klassensieg verteidigten Dirk und Tim Groneck im Renault Clio die Tabellenführung. Aufgrund der geringeren Anzahl an Gegnern in der SP3 – in der VLN erhält das Team die meisten Punkte, das die meisten Teilnehmer in seiner Klasse hinter sich lässt – ist der Vorsprung auf Stefan van Campenhoudt im BMW 325i des Team Schirmer allerdings geschrumpft. Der Belgier feierte seinerseits sechs Klassensiege. Die V4 ist im Schnitt besser besetzt, so dass seine Chancen gut stehen, die Meisterschaft für sich zu entscheiden, sobald am Ende das eine Streichresultat zum Tragen kommt.

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen, findet bereits in zwei Wochen, am 17. Oktober, statt. Die Renndistanz beträgt wie gewohnt vier Stunden.

 

 

 

Alle Fotos: Stefan Baldauf | SB-Medien

Optimismus bei Lexus für das nächste VLN-Rennen

Das ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 3. Oktober ist der achte Wertungslauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2015. Erneut am Start stehen die beiden weiterentwickelten Lexus RC F GT3 von Emil Frey Racing/Ring Racing und Farnbacher Racing.

Die 24,358 Kilometer lange Kombination aus der Sprintstrecke des Nürburgring Grand-Prix-Kurses und der altehrwürdigen Nordschleife gilt als anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. Nicht nur ihre in die Landschaft eingebettete Streckenführung ist eine Herausforderung, auch die spezifischen Belastungen ans Auto machen die „Grüne Hölle“ besonders. Daher stellt sich für die Verantwortlichen von Lexus Motorsport auch nicht die Frage, ob, sondern nur wie viele Rennen in der Eifel gefahren werden. Als Testlabor für die Entwicklung des Lexus RC F GT3 dienen folgerichtig die zehn Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft, die allesamt auf der Nürburgring-Nordschleife stattfinden.

Lexus ist mit dem RC F GT3 Rennwagen seit dem vierten Wertungslauf mit von der Partie und kann bereits heute auf erfolgreiche Einsätze zurückblicken. Bereits beim Debüt konnten beide Fahrzeuge ins Ziel gebracht werden, Farnbacher Racing sicherte sich sogar den Klassensieg. Noch besser lief es bei VLN5: Zweiter Gesamtrang und damit das erste Podium eines asiatischen Automobilherstellers seit dem Saisonfinale 1979. Mit der ersten Pole Position eines japanischen Herstellers in der VLN Langstreckenmeisterschaft brillierte schließlich Lexus beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen und überzeugte mit Speed und Zuverlässigkeit.

„Der RC F GT3 hat beim VLN Saisonhöhepunkt, dem 6h-Rennen, durch die Pole Position einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Rückschläge, wie der vorzeitige Ausfall des Farnbacher-Autos beim letzten Rennen, gehören dazu und werfen uns nicht zurück. Wir sind nach wie vor in der Testphase und gut im Zeitplan“, sagt Hannes Gautschi von Lexus Schweiz.

Dominik Farnbacher, Pilot bei Farnbacher Racing, ergänzt: „In der Pause nach dem 6h-Rennen haben wir das Fahrzeug komplett zerlegt und auf Schwachstellen untersucht. Unser Ziel ist, das Auto in Sachen Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern. Die folgenden drei VLN-Läufe im Oktober werden spannend, da diese meist unter erschwerten Bedingungen stattfinden.“ Damit spielt Farnbacher auf das berühmt-berüchtigte Eifelwetter an, welches durch unberechenbare Regenschauer bereits das ein oder andere Rennen entschieden hat. Eine falsche Entscheidung bezüglich der Reifenwahl führt schnell zu einem zusätzlichen Boxenstopp und einem Rückstand, der selbst bei einer Renndauer von vier Stunden nicht mehr aufzuholen ist.

Dominik Farnbacher (Lichtenau) teilt sich das Cockpit wie beim 6h-Rennen mit dem Japaner Hiroki Yoshimoto. Emil Frey Racing/Ring Racing startet erneut mit Lorenz Frey (Schweiz), Markus Oestreich (Petersberg) und Jordan Tresson (Frankreich) und möchte am Erfolg des letzten Rennens, dem zweiten Platz in der Klasse SPX und dem 13. Gesamtrang, anknüpfen.

Das ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen über eine Distanz von vier Stunden findet am 3. Oktober statt und startet um 12:00 Uhr. Davor, von 8:30 Uhr bis 10:00 Uhr, wird im Zeittraining über die Startreihenfolge entschieden.

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN-Fans feiern den Tag der Deutschen Einheit

Auf dem Nürburgring reiht sich Highlight an Highlight. Nach den mitreißenden Ereignissen des 6h-Rennens und des DTM-Wochenendes dürfen sich die Motorsportfans nun auf das 55. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen freuen. Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft wird für alle Besucher ein Feiertag am Feiertag. Am 3. Oktober jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 25. Mal und die VLN präsentiert sich an diesem Tage im passenden Gewand. Selten standen in der Saison 2015 so viele hochklassige Boliden, besetzt mit namhaften Piloten, in den Startlöchern. Bei so viel Glanz möchte sich scheinbar auch der Wettergott nicht lumpen lassen – die Vorhersage prophezeit angenehme 18 Grad bei Sonnenschein, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei Null Prozent. Wenn die Motoren von Porsche, Bentley, Mercedes-Benz, BMW, Audi, Opel, Toyota, Lexus und vielen weiteren Herstellern in der Eifel dröhnen, ist auf der 24,358 Kilometer langen Nordschleife elektrisierende Renn-Action vorprogrammiert. Der achte VLN-Lauf des Jahres bildet den schillernden Auftakt eines Goldenen Herbstes auf der schönsten und längsten Rennstrecke der Welt, den sich kein Motorsport-Enthusiast entgehen lassen sollte. Die Teilnehmer biegen auf die Saisonzielgerade ein: am 17. und 31. Oktober folgen nur noch zwei Rennen, ehe die Pokale verteilt werden.

Beim drittletzten Termin des Jahres geben sich besonders in den hochmotorisierten Klassen schillernde Teilnehmer die Ehre. So wird sich beispielsweise der Bentley Continental GT3 wieder in des Abenteuer ‚Grüne Hölle’ stürzen. Der englische Rennbolide machte bereits beim ersten gewerteten VLN-Lauf am 25. April von sich reden und belegte damals in einem extrem starken Feld den vierten Gesamtrang. Gut sechseinhalb Monate später möchten die Briten Steven Kane und Guy Smith am 3. Oktober ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden. Dabei werden sie es mit den Siegern des vergangenen 6h-Rennens zu tun bekommen. Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal, Adam Christodoulou und Manuel Metzger werden im Mercedes-Benz SLS AMG von Black Falcon alles geben, um ihren Erfolg vom siebten VLN-Lauf zu wiederholen.

Eine zunächst erfolgreiche Welt-Premiere feierte der Mercedes-AMG GT3 am 4. Juli. Das Auto ging beim dritten gewerteten VLN-Rennen erstmals in der Öffentlichkeit auf eine Rennstrecke und holte auf Anhieb die Pole-Position. Im Rennen bremste die Pole-Sitter jedoch ein technischer Defekt aus und verhinderte eine Platzierung in der Spitzengruppe. Thomas Jäger, Jan Seyffarth und Yelmer Buurman hoffen nun, dass sie von derlei Schwierigkeiten verschont bleiben, wenn sie das neue GT3-Geschoss beim zweiten Test über die Nordschleife pilotieren. Das gilt auch für ein weiteres Stuttgarter Fabrikat, das sich am 3. Oktober Chancen auf den Sieg ausrechnet. Das Team Car Collection schickt am Tag der Deutschen Einheit ein völlig neues Fahrertrio im Cockpit des Mercedes-AMG SLS GT3 ins Rennen: Kenneth Heyer, Sohn der Rennsport-Legende Hans Heyer, Lance David Arnold, ein echter GT3-Allrounder, und Tim Scheerbarth, VLN-Champion 2011, haben in vielen Rennserien und Marken ihre Klasse hinlänglich unter Beweis gestellt. Drei Top-Piloten, die für den Gesamtsieg mit Sicherheit in Frage kommen. Arnold: „Das Podium sollte für uns auf jeden Fall möglich sein. Und wenn man so etwas sagt, dann schielt man ja meist auch nach ganz oben.“

Auf den obersten Podestrang schielte Philipp Eng im Porsche Carrera-Cup Deutschland in diesem Jahr eigentlich in jedem Rennen. Dabei blieb es nicht. Der Österreicher holte in 15 Läufen acht Siege und krönte sich vier Rennen vor dem Saisonende zum Meister. Als erstem Fahrer überhaupt gelang ihm die Titelverteidigung im schnellen Markenpokal. Doch satt ist Eng noch lange nicht. Nun will es der Champion auch auf der Nordschleife wissen. Gemeinsam mit ‚Gerwin’ teilt er sich das Cockpit des Black-Falcon-Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse SP7. Connor de Philippi gehört wie Matteo Cairoli zu den Kontrahenten Engs. Sie mischten das Feld der erfahrenen Piloten im Carrera Cup als Porsche-Junioren teils gehörig durcheinander. Beide versuchen sich beim achten Lauf zum dritten Mal in der Klasse SP7 an den Herausforderungen der ‚Grünen Hölle’. Cairoli fährt gemeinsam mit Michael Christensen und Christoph Breuer im Porsche 911 GT3 Cup MR von Manthey Racing, de Philippi geht im Frikadelli Porsche 911 GT Cup America mit Frank Kräling an den Start.

Wenn am Tag der Deutschen Einheit der achte VLN-Lauf um 8:30 Uhr mit dem Zeittraining gestartet wird, werden sich mehr als 15 Fahrzeug-Crews Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. Neben den bereits genannten Titelanwärtern gehören sicherlich auch der Frikadelli Porsche GT3 R (Schmitz/Abbelen/Huismann) der Walkenhorst BMW Z4 GT3 (Cerruti/Krohn/Laser), der Falken Porsche 911 GT3 R (Dumbreck/Ragginger), die beiden Audi R8 LMS ultra der Busch-Brüder und Phoenix-Racing sowie die neuentwickelten Lexus RC F GT3 mit den Teams Farnbacher/Yoshimoto und Oestreich/Frey/Tresson zum Favoritenkreis. Wenn um 12 Uhr die Startampel auf dem Nürburgring erlischt, wird ein rasanter Kampf um den Tagessieg entfesselt werden. Ein Highlight für jeden Motorsport-Fan – ein Feiertag am Feiertag.

VLN: Mercedes will in die Sieger-Riege

Neben faszinierenden Boliden und mitreißender Rennaktion auf der schönsten Rennstrecke der Welt ist vor allem die Vielfalt ein herausstechendes Prädikat der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Fahrer aus unterschiedlichsten Nationen steuern einen mannigfaltigen Fabrikat-Mix verschiedenster Hersteller durch die ‚Grüne Hölle’. Eine bunte Mischung, die sich auch auf dem Podium in der Saison 2015 widerspiegelt. In den bisher vier gewerteten Rennen standen dort Audi, Porsche, BMW und Ford jeweils einmal ganz oben. Beim sechsten VLN Lauf möchte sich nun auch der verbleibende große deutsche Hersteller einen Gesamtsieg sichern: Vier Fahrerteams rechnen sich im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 besonders gute Chancen aus. Doch die Konkurrenz ist auch am Samstag, dem 22. August, groß, wenn um 12 Uhr das 38. RCM DMV Grenzlandrennen gestartet wird. Dann wird sich in dem vierstündigen Wettkampf auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und legendärer Nordschleife zeigen, ob sich ein weiteres Siegerteam in den Annalen der VLN-Saison 2015 verewigt oder es einen Wiederholungstäter geben wird.

So werden vor allem Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huismann im Frikadelli-Porsche sowie Michela Cerruti, Felipe Fernández Laser und Jesse Krohn im Walkenhorst BMW versuchen, Mercedes-Benz in die Suppe zu spucken und den zweiten Saisonsieg zu ergattern. Der Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport gewann den vierten Lauf und untermauerte seine Ambitionen mit dem dritten Platz im fünften. Der 911 GT3 R von Frikadelli-Racing feierte beim dritten Lauf den 200. VLN-Sieg eines Zuffenhauseners und ist immer auf Angriff gepolt. Den von ‚H&R Spezialfedern’ beworbenen Ford GT muss die Konkurrenz spätestens seit dem vergangenen VLN-Rennen mit auf der Rechnung haben. Dominik Schwager und Uwe Alzen pilotierten die Eigenkonstruktion von Alzens Bruder Jürgen zum Sieg. Das Erfolgsduo geht im Grenzlandrennen jedoch getrennte Wege. Während Schwager mit Robert Renauer – der Porsche-Fahrer wird erstmals in einem Ford Platz nehmen – einen neuen Teamkollegen zur Seite hat, versucht sich Alzen diesmal im Mercedes-Benz SLS von Haribo Racing. Somit hat der 48-Jährige die Möglichkeit, sich in zwei aufeinanderfolgenden Rennen, in zwei unterschiedlichen Fabrikaten den zweiten Sieg zu holen. Das Cockpit Alzen, Marco Holzer und Mike Stursburg ist eines der heißen Eisen im Kampf um den ersten Mercedes-Benz-Gesamtsieg in dieser Saison.

Ein weiteres ist der SLS von Rowe Racing. Klaus Graf und Christian Hohenadel freuten sich bereits im zweiten VLN-Lauf über den dritten Platz und wollen nun ganz oben stehen. Zumal der Start bei der vierten Ausgabe aufgrund eines Unfalls im Qualifying nicht zustande kam. Rowe-Teamchef Hans Peter Naundorf: „Deshalb sind wir jetzt umso motivierter. Wir haben in dieser Saison immer wieder sehr gute Leistungen gezeigt, konnten uns aber nicht mit dem entsprechenden Ergebnis belohnen. Das wollen wir ändern und mit Klaus und Christian um den Gesamtsieg mitfahren.“ Chancen rechnen sich zudem der Ex-DTM-Pilot Renger van der Zande, Johannes Siegler und Peter Schmidt im Car Collection SLS aus. Das vierte Team im Bunde der hoffnungsvollen Mercedes-Benz-Starter kommt aus Meuspath: Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Andreas Simonsen wollen für Black Falcon ganz vorne mitmischen.

Dieses Ziel verfolgen die regelmäßigen VLN-Starter Martin Ragginger und Alexandre Imperatori im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports ebenfalls. Beide haben ein potentes Auto, landeten schon häufiger auf dem Podium, warten aber immer noch auf den ersten Sieg. Auf diesen schielen auch die beiden Crews der Audi R8 LMS ultra. Die Brüder Dennis und Marc Busch mit Marc Basseng sowie das Phoenix-Cockpit Christian Mamerow, Nikolaus Mayr-Melnhof und Frank Stippler gehören beim Grenzlandrennen zum engeren Favoritenkreis. Gute Karten hat mit Sicherheit auch der Lexus RC-F GT3 von Farnbacher-Racing. Bei der zweiten VLN-Teilnahme überhaupt startete das neue Kundenprojekt der Japaner gleich mal richtig durch: Dominik und Mario Farnbacher fuhren im vergangenen Rennen auf den unerwarteten zweiten Rang. Am 22. August muss Dominik jedoch ohne seinen Bruder auskommen. Für Mario wird der Japaner Akira Iida ins Volant greifen.

Das Kräftemessen in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. So gingen in der Saison 2015 bereits 704 Starter aus 37 Nationen an den Start und stürzten sich unter anderem Motorsportler aus Tansania, Israel, Thailand, dem Tschad, Neuseeland, Ecuador, China und Malaysia in das Abenteuer der ‚Grünen Hölle’. Die Besucher erleben bei den Rennen zudem ein extrem breites Marken-Spektrum. Fahrzeuge von 20 Herstellern waren in diesem Jahr bereits auf dem anspruchsvollen Eifelkurs vertreten.

Die derzeit erfolgreichsten Teilnehmer der VLN-Saison 2015 kommen allesamt aus Deutschland und sind in einem französischen beziehungsweise japanischen Auto unterwegs. Nach vier gewerteten Läufen führen Dirk und Tim Gronek die VLN-Gesamtwertung an. Die beiden Piloten aus Melle starten in ihrem Renault Clio in der gut besetzten Klasse SP3 und sind dort das Maß aller Dinge. Nach jedem Lauf standen die Brüder ganz oben auf dem Podium und haben bereits 37,69 Punkte gesammelt. Ihnen auf den Fersen – mit 37,04 Zählern – sind Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz. Auch sie dominieren ihre Klasse bisher nach Belieben. Für Dörr Motorsport holten beide in ihrem Toyota GT 86 bei jedem VLN-Lauf den Sieg der TMG GT 86 Cup-Klasse. Das letzte Wort ist bei vier ausstehenden Rennen in dieser Beziehung aber noch lange nicht gesprochen. Es geht eng zu in der VLN – in den unterschiedlichen Klassen und dem Gesamttableau. So wird auch das 38. RCM DMV Grenzlandrennen am 22. August mit knallhart geführten Duellen, einigen Überraschungen, strahlenden Siegern und vor allem einer Vielfalt aufwarten, die den Besuchern der Langstrecken Meisterschaft Nürburgring erstklassige Motorsport-Unterhaltung bietet.

VLN 2015: Uwe Alzen und Dominik Schwager siegen im Ford GT

Den fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird so schnell niemand vergessen. Bei strahlendem Sonnenschein boten die Fahrerinnen und Fahrer in der ‚Grünen Hölle’ Motorsport vom Allerfeinsten: Drei Marken auf dem Podium und Fahrzeuge aus vier unterschiedlichen Klassen innerhalb der Top 6 – das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Zudem brachte auch Lauf fünf neue Sieger hervor: Uwe Alzen (Betzdorf) und Dominik Schwager (München) entschieden den 47. ADAC Barbarossapreis im Ford GT für sich. Bei seinem ersten Einsatz in der laufenden Saison war der schwarze Supersportwagen von Jürgen Alzen Motorsport unter der Bewerbung H&R Spezialfedern das Maß der Dinge. Bereits bei seinem letzten Nordschleifen-Einsatz, dem Finale 2014, war der Ford GT nicht zu schlagen. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Dominik (Ansbach) und Mario Farnbacher (Lichtenau) 14,592 Sekunden. Das Brüderpaar errang beim erst zweiten Einsatz des neuen Lexus RC-F GT3 den ersten Podestrang. Dass sie keine Eintagsfliege sind, stellten Michela Cerruti (Italien), Jesse Krohn (Finnland) und Felipe Fernándes Laser (Leipzig) unter Beweis. Das Trio im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop wurde auf Platz drei abgewinkt. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 8. August um 17:00 Uhr.

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Der Sieger von VLN 2- 2015 | Foto: SB-Medien Stefan Baldauf

Von der Pole-Position aus gestartet setzte sich Nordschleifen-Spezialist Uwe Alzen an die Spitze des Feldes. Insgesamt führten er und Schwager 17 von 28 Runden das Klassement an. Die Führung wechselte über die Distanz von vier Stunden sechs Mal. Der Sieg geriet auf der Strecke zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dass es am Ende doch noch einmal richtig eng wurde, dafür sorgten zwei Strafen, die die Rennleitung verhängte. Aufgrund der Unterschreitung der Mindeststandzeit beim ersten Boxenstopp erhielt Alzen eine Stop-and-Go-Strafe; wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in einer Slow Zone wurden am Ende 95 Sekunden auf die Fahrzeit addiert. Der komfortable Vorsprung des Ford-Duos war so gleich doppelt wichtig, denn Schwager ging mit einem Doppelstint an seine Grenzen. Im Ziel musste sich der Münchner einige Minuten setzen, um durchzuatmen. „Im Auto ging es noch“, sagte er. „Aber ich war schon glücklich, dass ich nicht in einen Zweikampf verwickelt war und das Rennen verhältnismäßig einfach nach Hause fahren konnte.“ Zufrieden über seinen elften Sieg war Uwe Alzen: „Damit hat sicherlich niemand gerechnet – wir sind absolut happy.“

Das Farnbacher-Team errang einen großartigen Erfolg – den ersten Podestplatz eines asiatischen Automobilherstellers seit dem Saisonfinale 1979. „Wir sind selber etwas überrascht, aber sehr glücklich“, sagte Mario Farnbacher. „Nach der Premiere beim vergangenen Rennen haben wir Lexus umfangreiches Feedback gegeben und die Techniker haben alle unsere Wünsche umgesetzt. Wir fahren auch die verbleibenden fünf VLN-Rennen – vielleicht geht da sogar noch ein bisschen mehr.“

Nach ihrem Premierensieg beim vierten Rennen war das Walkenhorst-Team glücklich über einen erneuten Podestrang. „Wir hatten gegen den Ford GT heute keine Chance“, räumte Laser ein. „Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kesselchen war ich in der Schlussphase mit einer beschädigten Frontpartie unterwegs und konnte den Lexus vor uns nicht voll attackieren. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Wir haben ein sehr gutes Setup erarbeitet und unsere Tendenz zeigt weiter nach oben.“

Hinter dem Führungstrio belegten Dominik Baumann (Österreich), Anders Burchardt (Norwegen) und Maximilian Sandritter (Raublingen) in einem weiteren BMW Z4 GT3, eingesetzt von dem BMW Sports Trophy Team Schubert, Rang vier. Fünfte wurden Christoph Breuer (Nettersheim) und Le-Mans-Sieger Nick Tandy (Großbritannien) in einem SP7-Porsche von Manthey-Racing, vor dem Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey mit den Fahrern Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Mayen) und Jochen Krumbach (Eschweiler). Die ersten sechs Positionen des Gesamtklassements gingen also an Fahrzeuge der Klassen SP-X, SP9, SP7 und SP-PRO.

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Das VLN-Feld in seiner Vielfalt, in nur einem Foto! | Foto: SB-Medien Stefan Baldauf

Der inoffizielle Titel des Halbzeitmeisters geht an Dirk und Tim Groneck (beide Melle), die Meister der Saison 2013. Mit ihrem Renault Clio feierten sie den vierten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden), die in der TMG-Cup-Klasse ebenfalls zum vierten Mal triumphierten, beträgt 0,65 Punkte. Trotz mehr Teilnehmern in der Klasse – in der Langstreckenmeisterschaft erhalten die Fahrer die meisten Punkte, die die meisten Fahrer unter Ihresgleichen hinter sich lassen – konnte das Toyota-Duo die Spitzenposition nicht einnehmen. Die VLN-Junior-Trophäe führt Timo Hilgert (Rheinböllen) an, der zusammen mit Christian Büllesbach (Königswinter) und Andreas Schettler (Baden-Baden) im BMW Z4 des Pixum Team Adrenalin Motorsport in der Klasse V5 auf Platz zwei fuhr. In der VLN-Produktionswagen-Trophäe liegt der Niederländer Stefan van Campenhoudt, der als Solist in der Klasse V4 seinen dritten Sieg feierte.

Der sechste Lauf des Jahres, das 38. RCM DMV Grenzlandrennen, findet am 22. August statt.

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Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf

Lauf 5: Wer wird VLN-Halbzeitmeister 2015?

Nach gut einmonatiger Pause geht es am Nürburgring wieder ordentlich zur Sache. Am Samstag, den 1. August, stürzen sich die Fahrer der VLN in das rasante Abenteuer ‚Grüne Hölle’. In 25 Klassen wird um jeden Meter Asphalt gekämpft, um auf der schönsten Rennstrecke der Welt Top-Resultate zu erzielen. Zum 47. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig geht es beim fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am Samstag ab 12 Uhr für das hochkarätige Teilnehmerfeld ans Eingemachte. Wer sichert sich den inoffiziellen Titel des ‚Halbzeit-Meisters’? Die Piloten geben in dem vierstündigen Rennen auf der 24,358 Kilometer langen Nordschleife die Antwort. Die heißesten Anwärter sitzen im Renault Clio, im Porsche Cayman S und im Toyota GT 86 – nur ein Indiz, welches die breite Palette der Markenvielfalt in der VLN widerspiegelt. Schließlich haben in der Langstreckenmeisterschaft nicht nur die am stärksten motorisierten Fahrzeuge eine Chance auf den Gesamtsieg. Ein weiteres Plus der Serie: Immer wieder geben echte Größen des Motorsports auf dem Nürburgring eine Kostprobe ihres Könnens zum Besten.

Und nicht immer setzen die sich ins Auto mit dem stärksten Motor an Bord. So wie der Brite Nick Tandy. Der feierte im Juni mit Nico Hülkenberg und Earl Bamber im Porsche 919 Hybrid den Sieg beim prestigeträchtigen 24h-Rennen von Le Mans. Am 1. August geht Tandy in der Klasse SP7 im Porsche 911 GT3 Cup MR (Manthey Racing) an den Start. Ein Auto, das bei weitem nicht chancenlos, aber eher ein Kandidat für die weiteren Podestplätze als für den Tagessieg ist. Bei seinem ersten VLN-Lauf 2015 wird sich Tandy das Cockpit mit Christoph Breuer teilen. Der Nettersheimer ist, im Gegensatz zum Briten, in der VLN zu Hause, absolvierte bereits im Jahr 2006 im ersten VLN-Junior-Team seine Runden in der Meisterschaft. Mit Spannung darf erwartet werden, ob beide nicht nur im Kampf um den Klassensieg eingreifen können sondern auch ein Wörtchen um den Tagessieg können.

In Sachen Klassensiege macht in der aktuellen Saison drei Teams keiner was vor. Tim und Dirk Groneck (beide Melle) haben im Cockpit ihres Renault Clio (Ravenol Team) alle Läufe in der SP3 für sich entschieden und führen die VLN-Gesamtwertung an. Mit der gleichen Bilanz warten ihre Verfolger Claudius Karch (Mannheim) und Ivan Jacoma (Schweiz) im Porsche Cayman S (Mathol Racing) in der Klasse V6 sowie Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) im Toyota GT 86 (Dörr Motorsport) in der Cup4-Klasse auf. Alle drei haben vor dem fünften Lauf in ihren gut besetzten Klassen noch eine weiße Weste und sind die aussichtsreichsten Kandidaten auf den Titel des ‚Halbzeit-Meisters’. Dass die Gebrüder Groneck dabei in der Verlosung sind, ist nicht sonderlich überraschend. Beide holten bereits 2013 den VLN-Titel und kennen sich bestens mit ihrem Auto und in der ‚Grünen Hölle’ aus. Für den derzeit drittplatzierten Arne Hoffmeister ist die Gesamtwertung vorerst lediglich ein schöner Nebeneffekt: „Natürlich ist es interessant und auch sehr schön, in der Gesamtwertung der VLN vorne mitzumischen. Aber es ist noch sehr früh in der Saison und es gibt Klassen, in denen mehr Fahrzeuge als bei uns am Start sind. Nur haben deren Top-Fahrer bisher nicht so konstant punkten können wie wir. Unser Fokus liegt aber weiterhin primär auf der Gesamtwertung im TMG GT86 Cup.“

Absolutes Neuland beschreitet am Samstag Uwe Alzen. Natürlich ist dem Betzdorfer die Nordschleife bestens bekannt, feierte Alzen doch schon zahlreiche legendäre Erfolge und hatte über lange Zeit den Rundenrekord inne. Beim fünften VLN-Lauf wird er jedoch – nach Erfahrungen in Porsche und BMW – erstmals mit einem Ford auf Tuchfühlung gehen. Zusammen mit Dominik Schwager (München) teilt er sich das Cockpit des Ford GT seines Bruders Jürgen in der Klasse SPX. Dass dieses Auto unter der Bewerbung ‚H&R Spezialfedern’ für einen Tageserfolg gut ist, zeigte der Sieg beim VLN-Saisonfinale des vergangenen Jahres. Auf den Tagessieg dürften jedoch auch die Brüder Dennis und Marc Busch (Bensheim) schielen. Beide sind in ihrem Audi R8 LMS Ultra in dieser Saison erstmals am Start und haben sich in der GT3-Klasse die Unterstützung von einem wahren Langstreckenspezialisten gesichert: der Rosenbacher Marc Basseng. Seine Bilanz spricht für sich. Schon 26-mal stand der 36-Jährige ganz oben auf dem VLN-Podest und hat beim Barbarossapreis gute Karten, einen weiteren folgen zu lassen.

Sich bei diesem Vorhaben in den Weg stellen werden sich unter anderem die Teams ‚Frikadelli Racing’ und ‚Walkenhorst Motorsport’. Besonders letztere haben nach dem VLN-Premieren-Sieg von Michela Cerruti (Italien), Jesse Krohn (Norwegen) und Felipe Fernándes Laser (Leipzig) im BMW Z4 GT3 beim vorangegangenen VLN-Lauf gehörig Blut geleckt: „Wir werden wieder angreifen. Das Team ist hochmotiviert und die Autos perfekt vorbereitet“, sagt Teamchef Henry Walkenhorst (Melle). „Unser Ziel ist, wieder vorne mit dabei zu sein. Wer einmal auf der obersten Stufe des Siegerpodestes gestanden hat wird dieses Gefühl nie wieder vergessen.“ Eine Kampfansage, die für Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huismann (Niederlande) im Frikadelli-Porsche 911 GT3 R zum Standard-Repertoire gehört.

Wer sich am Samstag, den 1. August, letztlich den Tagessieg sichert, ist nur schwer vorherzusehen. Die Leistungsdichte der VLN ist extrem dicht und die einzigartige Strecke des Nürburgrings kennt auch mit den erfahrensten Piloten so manches Mal kein Erbarmen. Nach vier Stunden packender Rennaction wird sich zeigen, wer ganz oben auf dem Podium jubeln darf und wer sich den inoffiziellen Titel des ‚Halbzeit-Meisters’ ans Revers heften kann.

VLN 4: Erster Sieg für Walkenhorst Motorsport

Die 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy wird als eines der heißesten Rennen in die Geschichte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring eingehen. Temperaturen von deutlich über 30°C brachten in der an sich schon anspruchsvollen ‚Grünen Hölle’ Mensch und Material an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und auch die Sieger vom Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop werden ihren Weg in die Analen finden. Der private Rennstall aus Melle im Kreis Osnabrück feierte mit dem Fahrertrio Michela Cerruti (Italien), Felipe Fernándes Laser (Leipzig) und Jesse Krohn (Finnland) seinen ersten Sieg. Zudem ist Cerruti erst die zweite Frau, die in der 39-jährigen Geschichte der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie die oberste Stufe des Siegerpodestes erklimmen konnte. Hinter dem BMW Z4 GT3 fuhren Peter Dumbreck (Großbritannien) und Alexandre Imperatori (China) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports auf Rang zwei. Das Podium komplettierten Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) im GT3-Elfer von Frikadelli Racing, die nach dem 200. Porsche-Sieg beim letzten Rennen nun erneut ein Top-Ergebnis feierten. Der Sender Sport1 zeigt am 11. Juli um 12:35 Uhr eine 30-minütige Zusammenfassung vom vierten VLN-Lauf.

VLN lauf 45D2_9651 Copyright Stefan Baldauf SB-Medien  Rennbericht

„Wir können unser Glück noch gar nicht fassen – ein Wahnsinnsgefühl“, freute sich Teamchef Walkenhorst, der im Schwesterfahrzeug der Sieger auf Position neun ins Ziel kam. „Wir sind seit vielen Jahren in der VLN beheimatet und feiern heute unseren ersten Sieg. Ein Moment, an den wir uns noch lange erinnern werden.“ Das Siegerteam überzeugte im Rennen über die Distanz von vier Stunden vor allem durch konstant schnelle Rundenzeiten, eine gelungene Taktik und einen tadellos laufenden BMW Z4 GT3. Für das Sport-Coupé aus München war es der fünfte VLN-Sieg. „Unser Fahrzeug ist eine bekannte Größe und gerade bei diesen Temperaturen funktionieren unsere Reifen perfekt“, sagte Laser. „Zudem sind wir ein sehr homogenes Fahrertrio – schnell und immer mit einem Auge auf dem Verbrauch.“ Die 28-jährige Italienerin Cerruti ergänzte: „Ich bin sehr stolz, dass ich nach Sabine Schmitz nun die zweite Frau bin, die ein VLN-Rennen gewinnen konnte. Persönlich hatte ich nicht so früh mit unserem ersten Sieg gerechnet. Aber jetzt wissen wir ja, wie es geht und ich hoffe, dass wir auch weiterhin erfolgreich sein werden.“

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Für die gelungene Premiere auf dem Podium erntete Cerruti viel Lob von der unangefochtenen ‚First Lady’ des Nürburgrings, Sabine Schmitz: „Ich freue mich sehr für Michela. Je mehr Mädels in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Podium stehen, desto besser.“ Zu ihrem eigenen Rennen sagte die Lokalmatadorin: „Das war heute eine sehr anstrengende Nummer. Umso wichtiger war es, dass unser Porsche heute sehr komfortabel zu fahren war, was bei diesen Bedingungen eine große Rolle gespielt hat. Platz drei ist ein tolles Ergebnis.“ Mit den hochsommerlichen Temperaturen zu kämpfen hatten auch die Zweitplatzierten. Und nach einem Unfall im Zeittraining klagte Dumbreck über Schmerzen im Handgelenk. „Das hat mich aber im Rennen nicht gestört – da war die Hitze viel, viel schlimmer. Es war einfach anstrengend.“ Mit dem hervorragenden zweiten Platz knüpfte das Team Falken Motorsports an den Podestplatz beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an. „Das war sehr wichtig und ich hoffe, dass es bald mit unserem ersten Sieg klappt. Den hat vor allem das Team endlich mal verdient.“

VLN lauf 45D2_9671 Copyright Stefan Baldauf SB-Medien  Rennbericht

Hinter den drei bestplatzierten Teams fuhren Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Kottenheim) im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey auf Rang vier, gefolgt vom Christoph Breuer (Nettersheim), Michael Christensen (Dänemark) und Richard Lietz (Österreich) in einem weiteren Manthey-Porsche. Auf Position sechs pilotierten Christian Mamerow (Waltrop) und Ferdinand Stuck (Österreich) den schnellsten Audi R8 LMS ultra.

VLN lauf 45D2_8957 Copyright Stefan Baldauf SB-Medien  Rennbericht

Für Aufsehen sorgte die Rennpremiere des Mercedes-AMG GT3. Bernd Schneider (Schweiz), der sich das Cockpit des brandneuen GT3-Boliden mit Thomas Jäger (München) und Jan Seyffarth (Leimbach) teilte, fuhr mit einer Bestzeit von 8:02,897 Minuten die Pole-Position heraus. In der Anfangsphase rangierten die Sternfahrer in der Spitzengruppe, wurden dann aber durch ein defektes Radlager zu einem unplanmäßigen Stopp gezwungen. Die verbleibende Distanz nutzte das Mercedes-AMG Test Team, um weitere Daten zu sammeln. „Ich bin sehr zufrieden und es wird nicht unser letzter Auftritt bei der VLN gewesen sein“, sagte Tobias Moers, CEO Mercedes-AMG, der persönlich an den Nürburgring gereist war, um die Rennpremiere vor Ort zu erleben. Ebenfalls zum ersten Mal in der Langstreckenmeisterschaft im Renneinsatz unterwegs waren die beiden neuen Lexus RC F GT3. Mit je 28 Runden spulten die beiden Boliden genau so viele Runden ab wie die Rennsieger und belegten am Ende die Plätze zehn und elf.

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Nach vier von zehn Rennen haben die Meister von 2013, Dirk und Tim Groneck (beide Melle), im Renault Clio die Tabellenführung in der Langstreckenmeisterschaft übernommen. Das Brüderpaar errang den dritten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum.

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Der fünfte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, der 47. ADAC Barbarossapreis, beschließt am 1. August die erste Saisonhälfte. Das Rennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife.

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Robert Kah.

VLN: Hitzeschlacht in der Grünen Hölle

Die Temperaturen steigen, die Sonne strahlt – der Sommer geht sprichwörtlich in die ‚heiße Phase’. Doch was den Fans rund um die Nordschleife den Renntag versüßt, könnte so manchem Fahrer beim vierten Lauf der VLN–Langstreckenmeisterschaft das Leben schwer machen: Die Hitze wird sowohl den Autos als auch den Piloten vermutlich ganz schön zusetzen. Und das, obwohl die ‚Grüne Hölle’ ihre Bezwinger doch auch ohne solare Hilfe spielend ins Schwitzen bringt. Trotzdem fiebern Fahrer, Teams und Motorsportfans gleichermaßen auf den 4. Juli hin, wenn das bunte Starterfeld bei der 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy auf der Kombination aus Grand-Prix-Strecke und der einzigartigen Nordschleife um Punkte und Pokale kämpft. Zahlreiche Klassen versprechen dabei durch die Bank spannende Duelle bis zur letzten Runde.

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Während an der Spitze des Feldes die etablierten Teams und Fahrzeuge um einen Platz auf dem Podium kämpfen, werden in der Klasse der VLN-Specials X die Siegerautos von morgen erprobt. Gleich auf zwei Weltpremieren dürfen sich die Zuschauer beim vierten Saisonlauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft freuen: Zum einen wird der neue Mercedes-AMG GT3 nach seiner Vorstellung auf dem Genfer Auto-Salon erstmals unter Rennbedingungen getestet. Dabei wechseln sich mit Bernd Schneider, Thomas Jäger (München) und Jan Seyffarth (Leimbach) drei erfahrene AMG Test- und Entwicklungsfahrer hinter dem Steuer ab. Zum anderen muss der neue Lexus RC F GT3 auf der Nordschleife sein Potenzial im harten Wettbewerb unter Beweis stellen. Damit läutet dieser Lauf den Einstieg des japanischen Herstellers in den GT3-Rennsport ein. Das erste Cockpit werden sich Markus Oestreich (Petersberg), Jordan Tresson (Frankreich) und Lorenz Frey (Schweiz) teilen, während in einem zweiten Auto die beiden Farnbacher-Brüder Mario und Dominik (Ansbach und Lichtenau) erstmalig gemeinsam ein Rennen bestreiten. Zwar geben die SP-X-Fahrzeuge erst ihr Debüt, doch das wird die Motivation der Teams und Fahrer nicht schmälern – und wer weiß, vielleicht kommt es ja zur Sensation und einer von ihnen holt gleich auf Anhieb den Sieg.

Das SP9-Starterfeld wird diesmal gut besetzt sein – und was die Fabrikate angeht, sind dabei wieder die üblichen Verdächtigen vertreten: Neben den beiden BMW Z4 GT3 des Walkenhorst-Teams sind dank Rowe Racing und der Car Collection-Mannschaft auch wieder zwei SLS-Flügeltürer mit von der Partie. Das Team Phoenix Racing hält indes mit seinem Audi R8 die Fahnen der Ingolstädter hoch. Komplettiert wird die GT3-Meute durch die Porsche 911er von Manthey und Falken Motorsports.

Spannende Duelle verspricht wie immer auch die mit 18 Fahrzeugen prall gefüllte SP7-Klasse. Im Haifischbecken der hier eingesetzten und modifizierten Cup-Porsche finden sich einige Fahrer, die in diesem Jahr bereits aufs Podium steigen durften und diese Leistung nur zu gerne wiederholen würden. In der Porsche-Cup-Klasse feiert unterdessen das Team Raceunion Teichmann Racing sein Heimspiel, schließlich starten sie für den MSC Adenau, der bei diesem Lauf gleichzeitig auch der Veranstalter ist. Im Auto mit der Startnummer 112 feiert der Neusser Niclas Kentenich neben Marc Hennerici (Adenau) und Christian Menzel (Kelberg) die Rückkehr aus seiner unfreiwilligen Rennpause. Beim Training zum ersten VLN-Lauf der Saison war der 26-Jährige verunfallt und in der Folge lange außer Gefecht. Gerade erst genesen, freut er sich aber bereits auf die Rückkehr in die Eifel: „Meine Verletzungen sind sehr gut verheilt, ich habe keine Schmerzen, ich fühle mich wohl und kann es kaum erwarten wieder Rennen zufahren“, teilte er seinen Fans bei Facebook mit.

Der dritte VLN-Lauf vor zwei Wochen hat es eindrücklich unter Beweis gestellt: Gerade in den Cup-Klassen wird erstklassiger Motorsport abgeliefert. Beim Versuch, alle Positionskämpfe und Überholmanöver einzufangen, kamen die Kameras kaum hinterher. Dass der kommende Rennsamstag in dieser Hinsicht wohl keine Ausnahme machen wird, verspricht alleine schon das Rekordstarterfeld von 22 Fahrzeugen im BMW M235i Racing Cup. Und auch der Opel Astra OPC Cup und der TMG GT 86 Cup schicken sich erneut an, mit engen Rad-an-Rad-Kämpfen die Herzen aller echten Motorsportfans höher schlagen zu lassen.

Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, muss dafür nicht tief in die Tasche greifen. Familienfreundlichkeit wird in der populären Breitensportserie groß geschrieben. Tickets für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, den Besuch im Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung sind für 15 Euro an den Tageskassen erhältlich. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt für das Erlebnis ‚Grüne Hölle’ kostenlos. Das Rennen über die Distanz von vier Stunden startet am Samstagmittag um 12 Uhr. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Positionen in der Startaufstellung ausgefahren.

Frikadelli-Racing holt den 200. Porsche-Sieg in der VLN

Grandioser Triumph für Frikadelli-Racing: Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) sicherten sich beim dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring einen historischen Erfolg, den 200. Porsche-Sieg in der Geschichte der beliebten Breitensportserie seit 1977. „Dieser Erfolg bedeutet uns sehr viel“, freute sich Schmitz. „Wir wollten heute unbedingt gewinnen und das ist uns auch in souveräner Manier gelungen.“ Das Statistik-Jubiläum wurden von zwei weiteren Porsche-Teams auf dem Podium des 57. ADAC ACAS H&R-Cup abgesichert. ‚Gerwin’ und Manuel Metzger (Schweiz) fuhren im Porsche 911 GT3 Cup des Black Falcon Team TDM Friction auf Platz zwei. Die neue Fahrerpaarung im Cup-Elfer von raceunion Teichmann Racing, Marc Hennerici (Mayen) und Christian Menzel (Kelberg), fuhr mit Platz drei auf Anhieb auf das Podium und sicherte sich zudem den Sieg in der Porsche-Cup-Klasse. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport 1 am 27. Juni um 21:15 Uhr.

In den ersten Runden entbrannte ein packendes Duell zwischen den späteren Siegern und dem Porsche von Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Kottenheim), die im Zeittraining die Plätze eins und zwei belegt hatten. Nach einer Kollision beim Überrunden musste das Wochenspiegel Team Manthey aber bereits nach drei Runden die Segel streichen. Die Enttäuschung war groß, die Tatsache, dass Kainz in 8:18,297 Minuten die schnellste Rennrunde fuhr, kein adäquater Trost. Der Weg war frei für Frikadelli-Racing. Das Trio fuhr zunächst ein kontrolliertes Rennen an der Spitze, musste dann aber 45 Minuten vor Schluss noch eine Schrecksekunde überstehen. Bei einem planmäßigen Boxenstopp fing das Heck des GT3-Boliden Feuer und musste gelöscht werden. „Beim Nachfüllen hat sich Öl am Motorblock entzündet“, sagte Abbelen. „Das war ärgerlich, denn in meinem Schlussturn litt das Fahrzeug, vermutlich aufgrund des Löschpulvers, unter mangelnder Motorleistung.“ Der erfahrene Nordschleifen-Routinier ließ sich davon nicht beirren und überquerte nach 27 Runden mit einem Vorsprung von 46,473 Sekunden als Sieger die Ziellinie. „Wenn sich bewahrheitet, dass der Motor hinüber ist, war das ein teurer Sieg.“ Seine Lebensgefährtin Schmitz warf jedoch prompt ein: „Vielleicht schenkt Porsche uns für den 200. Sieg ja ein neues Aggregat.“ Viel Lob seitens der Fahrer gab es für die Techniker von Frikadelli-Racing, die nach dem Unfall beim 24h-Rennen den GT3-Porsche von Grund auf neu aufgebaut hatten. „Der Wagen war einfach perfekt – unsere Jungs sind einfach fantastisch“, sagte Huisman.

VLN lauf 302 2015 Presse VLN

Das zweitplatzierte Black-Falcon-Duo lieferte sich über die komplette Distanz packende Duelle mit den Mitstreitern bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum. „Wir wussten, dass es heute weit nach vorne gehen könnte“, sagte Metzger. „Aber in unserer Klasse geht es immer sehr eng zu, die Konkurrenz ist groß. So hatten wir ein sehr unterhaltsames Rennen und am Ende ein Top-Ergebnis.“ Auf Platz drei liegend überquerten Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco) und Christopher Brück (Köln) im zweiten Frikadelli-Porsche die Ziellinie. Nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schlussphase des Zeittrainings kam allerdings noch eine Zeitstrafe zur Anwendung, die das Trio auf Platz vier zurückwarf. Am Ende fehlten 21,026 Sekunden auf Platz drei. Den Podestplatz erbten Hennerici und Menzel, die den Sieg in der Porsche-Cup-Klasse im Vordergrund sahen. „Die Leistungsdichte in unserer Klasse ist extrem hoch“, sagte Hennerici, der beim dritten VLN-Lauf die ersten Meter im Cup-Elfer der Baureihe 991 absolviert hatte. „In meinen ersten Rennrunden musste ich mich erst eingewöhnen, danach hat mich Christian per Funk angepeitscht – die perfekte Motivation.“ Hinter dem fünftplatzierten Porsche von GetSpeed Performance und dem Fahrerduo Adam Osieka (Meuspath) und Steve Jans (Luxemburg) pilotierten Anders Buchardt (Norwegen), Matias Henkola (Finnland) und David Schiwietz (Hückeswagen) den BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop auf Platz sechs – das bestplatzierte Fahrzeug ohne Porsche-Logo auf der Haube.

Nicht nur an der Spitze, auch in den unterschiedlichen Fahrzeugklassen wurde erstklassiger Motorsport geboten. Ein Garant für spannende Positionskämpfe sind vor allem die Cup-Klassen von BMW, Opel und TMG. Der Sieg im BMW M235i Racing Cup entschied sich erst in der letzten Runde und ging an das Team Scheid – Honert Motorsport mit den Fahrern Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrei (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach), die damit auch die Tabellenführung in der VLN-Fahrerwertung übernahmen. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Philipp Leisen (Irrel) und Thomas Jäger (Österreich) – Jäger war in Führung liegend in den letzten Umlauf gegangen – im Cup-Renner des Team Securitas Sorg Rennsport betrug gerade einmal 11,820 Sekunden. Den schnellsten Opel Astra OPC Cup pilotierten Robert Schröder (Oberkrämer), Marcel Hartl (Fellbach) und Roger Vögeli (Schweiz) für das Team Lubner Motorsport. Und der Sieg im TMG GT86 Cup ging zum zweiten Mal in Folge an Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden). Das Duo startet für das Team Dörr Motorsport.

Der vierte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, die 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy, führt am 4. Juli über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife.

VLN 2015 – Lauf 3 – Jetzt geht die Saison erst richtig los

Das 24h-Rennen am Nürburgring gehört der Vergangenheit an. Triumphe sind gefeiert und Niederlagen inzwischen längst verdaut worden. Höchste Zeit, dass die Motorsportfans wieder Rennsport-Action vom Feinsten geboten bekommen. Und die liefern die Teilnehmer der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Am kommenden Samstag, 20. Juni, wird die ‚Grüne Hölle’ wieder beben, wenn um Punkt 12 Uhr der dritte Lauf gestartet wird. Nach knapp zweimonatiger Pause können es die meisten Piloten kaum noch erwarten, endlich wieder in ihre Boliden zu steigen, um die vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und legendärer Nordschleife zu absolvieren. „Es wird höchste Zeit, dass es weitergeht“, trifft VLN-Urgestein Jürgen Fritzsche, der mit Zwillingsbruder Heinz-Otto (beide Hückeswagen) im Opel Astra OPC Cup um den Sieg fährt, den Nagel auf den Kopf. Wenn sich die Piloten beim 57. ADAC ACAS H&R-Cup in das Abenteuer Nürburgring stürzen, werden die Fans wieder voll auf ihre Kosten kommen. In der VLN geht es jetzt erst richtig zur Sache – acht von insgesamt zehn Rennen stehen noch im Terminkalender. Zudem kann am kommenden Samstag eine historische Marke geknackt werden: der 200. VLN-Sieg eines Porsches. Größer als beim dritten Lauf der Saison 2015 waren die Chancen wohl nie zuvor.

Die wahrscheinlich besten Aussichten auf diesen Jubiläumserfolg hat das Team Frikadelli Racing mit Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huismann (Niederlande). Ihr Porsche GT3 R zeichnet auch für den bislang letzten Sieg des Herstellers bei einem VLN-Rennen, im August 2014, verantwortlich. „Wir waren ja schon einmal kurz davor. Jetzt soll es endlich klappen. Wir fahren wie immer nach dem Motto Sekt oder Selters“, sagt Schmitz, die mit ihren Teamkollegen in einem komplett sanierten Fahrzeug an den Start gehen wird, entschlossen. Aufgrund von Unfällen und technischen Defekten war der 46-Jährigen in dieser Saison bisher nicht sehr viel Zeit hinter dem Steuer vergönnt. „Deshalb übernehme ich diesmal auch den Start.“

Hoffnungen auf den historischen Sieg können sich auch die beiden Teams aus der Klasse SP Pro machen. Sowohl Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Kottenheim) im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey als auch Eberhard Baunach (Köln), Wolfgang Kaufmann (Molsberg) und Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr-Ahrweiler) im Porsche 911 GT3 KR von Kremer Racing haben gute Karten, den dritten VLN-Lauf zu gewinnen. Sollte keines der bisher genannten Teams das nötige Glück auf seiner Seite haben, steht noch eine ganze Armada bereit, um für den Hersteller in die Bresche zu springen. In der Klasse SP7 gehen 17 Teilnehmer an den Start – allesamt im Porsche, allesamt mit dem Grundpotenzial, das Rennen zu gewinnen.

Mit von der Partie werden am Samstag auch weitere Fahrer sein, die beim 24h-Rennen am Nürburgring einen bleibenden Eindruck hinterließen. Zum einen ist da Adam Christodoulou (Großbritannien), der beim Eifelmarathon im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit der zweitbesten Zeit im Top-30-Qualifying auf sich aufmerksam machte. Dass Christodoulou nun mit Nico Verdonk (Belgien) für Prosport-Performance GmbH im Porsche Cayman in der Klasse V5 an den Start geht zeigt, dass er sich auch für leistungsschwächere Fahrzeuge längst nicht zu schade ist. Der Brite ist Rennfahrer mit Leib und Seele und steht somit sinnbildlich für die Leitmotive der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Gleiches gilt für das Team Scheid – Honert Motorsport, das nach einem Einschlag ihren BMW M235i Racing Cup unter widrigsten Bedingungen an der Strecke reparierte und ihn unter dem Jubel der Fans nach vier Stunden wieder ins 24h-Rennen schickte. Im gleichen Auto werden Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrey (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach) im BMW M235i Racing Cup gegen 16 Konkurrenten um den Sieg und Punkte für das Klassement kämpfen.

Es sind unter anderem die Marken-Wettbewerbe, die dem VLN-Rennen ihren besonderen Charme verleihen. So dürften die Motorsportfans den Entscheidungen zwischen den Toyota GT 86-Teams im TMG GT86 Cup genauso entgegenfiebern, wie denen im Opel Astra OPC Cup. Dort stellen die Zwillingsbrüder Fritzsche, Jürgen und Heinz-Otto, mit Bravour unter Beweis, dass Alter vor Erfolg nicht schützt. Beide holten im Vorjahr den Titel und setzten mit ihrem Teamkollegen Hannu Luostarinen (Finnland) mit dem ersten Platz beim zweiten VLN-Lauf eine weitere beeindruckende Duftmarke in der Saison 2015. Neben der Titelverteidigung im beliebten Opel-Markenpokal ist für Heinz-Otto Fritzsche ein weiteres Ziel zum Greifen nah. Vier Siege fehlen dem Hückeswagener, um die 81 Klassensiege von Ralf Schall (Dornstadt) zu übertrumpfen und sich damit auf den ersten Rang der erfolgreichsten Fahrer der VLN-Geschichte zu setzen.

Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, muss dafür nicht tief in die Tasche greifen. Familienfreundlichkeit wird in der populären Breitensportserie groß geschrieben. Tickets für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, den Besuch im Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung sind für 15 Euro an den Tageskassen erhältlich. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt für das Erlebnis ‚Grüne Hölle’ kostenlos.

Das Rennen über die Distanz von vier Stunden startet am Samstagmittag um 12 Uhr. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Positionen in der Startaufstellung ausgefahren.

VLN: M235i Cup: Scheid Motorsport gewinnt den zweiten Saisonlauf

Nachdem der erste VLN-Lauf wegen des tragischen Unfalls abgebrochen werden musste, gilt dieser zweite VLN-Lauf als „erster“ Wertungslauf für die BMW M235i Cup-Klasse.

Und der Sieg in diesem zweiten VLN-Rennen ging in der BMW M235i Racing Cup Klasse an den „Eifelblitz“ vom Team Scheid Motorsport. Die Fahrer Uwe Ebertz (DE), Michael Schrey (DE) und Jörg Weidinger (DE) verwiesen im Fahrzeug mit der Startnummer 666 die Teams Adrenalin Motorsport und MPB Racing auf die Plätze zwei und drei. Das Teilnehmerfeld umfasste 21 BMW M235i Racing. Insgesamt fuhren BMW Fahrer beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen sechs Klassensiege ein.

„Das war ein optimaler erster Wertungslauf für uns. Wir haben in diesem Jahr sehr starke Konkurrenz in der BMW M235i Racing Cup Klasse. Ich denke, es gibt mindestens fünf Teams, die in dieser Saison Rennen gewinnen können. Deshalb kann man nicht davon ausgehen, einen Durchmarsch hinlegen zu können. Umso wichtiger war dieser Sieg zum Auftakt. Wir haben als Team einen fehlerfreien Job gemacht – und hatten das nötige Quäntchen Glück, das man bei diesem typischen Eifel-Wetter braucht.“

 

VLN: Premierensieg für den neuen Audi R8 auf der Nordschleife

Das Audi Sport Team WRT feierte den weltweit ersten Sieg mit dem in diesem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellten Audi R8 LMS – der neusten GT3-Version Ingolstädter Sportwagens. Christopher Mies (Heiligenhaus) und Nico Müller (Schweiz) überquerten nach 4:05:04,851 Stunden auf Platz eins die Ziellinie. Für das belgische Team gab es gleich doppelt Grund zur Freude, denn mit Pierre Kaffer (Schweiz) und Laurens Vanthoor (Belgien) auf Platz zwei feierte die Mannschaft einen Doppelsieg. Das Podium komplettierten Klaus Graf (Dornhan), Christian Hohenadel (Illingen), Nico Bastian (Frankfurt) und Thomas Jäger (München) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING. Bei wechselhaften Wetterbedingungen fuhren am Ende 139 von 180 gestarteten Teams in Wertung. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 2. Mai um 15:30 Uhr.

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Der dritte Platz ging an den Mercedes-Benz SLS vom Team ROWE
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Doppelter Erfolg für den neuen Audi R8 GT3

Die Nürburgring Nordschleife war am Morgen noch Neuland für DTM-Fahrer Nico Müller, doch bei seinem ersten Rennen sicherte er sich auf Anhieb den Sieg. Damit tritt der Schweizer in einen exklusiven Kreis ein, denn nur wenigen Fahrern vor ihm gelang dieses Kunststück. Einer von Müllers Vorgängern: Bernd Schneider. 1990 triumphierte auch er bei seinem ersten VLN-Einsatz auf Anhieb. Später erarbeitete er sich als Rekordsieger und -champion den Titel ‚Mr. DTM’. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Müller. „Nach Pech im Qualifying aufgrund des Wetters konnten wir uns im Rennen gut nach vorne arbeiten.“ Teamgefährte Mies ergänzte: „Unsere Taktik war perfekt und wir hatten bei abwechselnd regennasser und abtrocknender Strecke fast immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. So war es uns möglich, von Startplatz 14 aus an die Spitze zu fahren.“ Das Duo im Schwesterfahrzeug klagte über einen Reifenschaden im Rennen. „Wir haben dadurch viel Zeit verloren“, sagte Kaffer. „Alles in allem ein gutes Ergebnis, denn das Wichtigste war drei Wochen vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring, den Wagen heile ins Ziel zu bringen.“ Zufrieden mit Platz drei war auch Nico Bastian, denn ROWE RACING konzentrierte sich ebenfalls auf die Vorbereitung zum Langstreckenklassiker. „Wir waren das einzige Team, das heute bereits vier Fahrer auf einem Auto eingesetzt hat“, sagte er. „Das ist besonders bei feuchter Strecke ein großer Nachteil, denn wir haben nach einem zusätzlichen Boxenstopp einmal mehr einen neuen Fahrer im Auto, der sich in seiner ersten Runde zunächst auf die Bedingungen auf der Nordschleife einstellen muss.“

Im Zeittraining hatte Bentley Motorsport das Zepter noch in der Hand. Nordschleifen-Routinier Lance David Arnold (Duisburg) sicherte dem britischen Traditionsrennstall die erste Pole-Position in der Langstreckenmeisterschaft. Zusammen mit Christian Menzel (Kelberg) und Guy Smith (Großbritannien) fuhr das Trio im Continental GT3 im Rennen auf Platz vier. Auf den Positionen fünf und sechs wurden die beiden BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Marc VDS gewertet. Den schnellsten Porsche brachte das Wochenspiegel Team Manthey auf Rang sieben ins Ziel, gefolgt von dem Black Falcon SLS AMG GT3. Am Steuer des Flügeltürers: Bernd Schneider, Tim Scheerbarth (Dormagen) und Adam Christodoulou (Großbritannien).

Ein Parforceritt gelang den drei Norwegern Hakon Schjaerin, Atle Gulbrandsen und Kenneth Ostvold. Das Trio fuhr im frontgetriebenen Audi TTRS 2.0 bis in die Spitzengruppe vor und beendete das Rennen – mit einem deutlich leistungsschwächeren Fahrzeug als die GT3-Boliden und Cup-Porsche – auf dem 15. Rang. Dass sie mit dieser kleinen Sensation am Ende auch in ihrer Klasse bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo (SP3T) die Nase vorne hatten – Ehrensache.

In der Klasse Cup 1 (Opel Astra OPC Cup) setzten sich die beiden Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) zusammen mit Hannu Luostarinen (Finnland) durch. Den Sieg im TMG GT86 Cup holten sich Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) für das Team Dörr Motorsport und im BMW M235i Racing Cup triumphierten Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrey (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach). Das Trio ist für das Team Scheid-Honert Motorsport am Start.

Weil sie beim ersten gewerteten Rennen des Jahres in der am stärksten besetzten Klasse (SP9, GT3-Fahrzeuge) unterwegs waren, sind Müller und Mies auch die ersten Tabellenführer in der Saison 2015. Gemäß des bewährten Punktesystems der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, erhält das Team die meisten Punkte, das die meisten Gegner in der Klasse hinter sich lässt.

Für eine Vielzahl der VLN-Teams steht in drei Wochen (14. bis 17. Mai 2015) das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Programm. Der dritte VLN-Lauf findet am 20. Juni 2015 statt. Der 57. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN Lauf 2 2015 – GT86 Cup – Ausblick

Der zweite Lauf des TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN-Langstreckenmeisterschaft findet am 25. April am Nürburgring statt, allerdings mit einigen Änderungen: Der DMSB hat aus Sicherheitsgründen Maßnahmen an der Nordschleife des Nürburgrings ergriffen, unter anderem wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf maximal 200 Stundenkilometer in einigen Streckenabschnitten eingeführt. Grund dafür ist ein Unfall, der sich während des ersten Laufs in der VLN ereignet hat.

Das wird auch die Starter im TMG GT86 Cup betreffen. „Bei der Anfahrt zum Bereich Schwedenkreuz fahren wir rund 220 km/h. Je nachdem, wo dort das Speedlimit beginnt, kann es sein, dass auch wir vom Gas gehen müssen. Darauf müssen wir uns natürlich einstellen“, erklärt Wolfgang Hönscheid, Fahrer und Teamchef bei WH Motorsport.

Beim zweiten Lauf des TMG GT86 Cup geht, wie schon zwei Mal im vergangenen Jahr, das Toyota Team Thailand wieder ins Rennen. Erneut wird das Cup-Auto für die asiatischen Rennfahrer vom Team Leipert Motorsport vorbereitet und eingesetzt. Teamchef Ingo Leipert freut sich schon auf „seine“ Schützlinge aus Südostasien. „Rennen fahren können die Jungs auf jeden Fall, es sind alles keine Anfänger mehr. Mit den Anforderungen der Nordschleife kommen sie mittlerweile auch sehr gut zurecht“, lobt der erfahrene Teamchef. Vor allem die gute Kommunikation mit seinen Schützlingen freut Leipert. „Alle sprechen perfekt englisch, die Zusammenarbeit an der Rennstrecke ist also gar kein Problem.“ Leipert Motorsport setzt neben dem flotten Sportcoupé TMG GT86 CS-V3 noch zwei Toyota Corolla ein, die in der VLN-Klasse V3 starten werden. Insgesamt acht Fahrer, machen sich deshalb aus Thailand auf den langen Weg in die Eifel. „Die genaue Besetzung der drei Cockpits legen wir erst kurzfristig fest“, erklärt Leipert. Zwei Fahrer waren bereits im vergangenen Jahr im TMG GT86 Cup am Start, für ihre Kollegen wäre es ein Cup-Debüt.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Wir freuen uns sehr, dass unsere thailändischen Gäste so viel Spaß an unserer Serie gefunden haben und wieder mit dabei sind. Nach dem Unfall beim Saisonstart Ende März hoffe ich auf ein reguläres Rennen für alle Starter und damit auf den Motorsport, den wir uns alle wünschen.“

Interessierte Teams und Fahrer finden detaillierte Informationen rund um den TMG GT86 Cup, darunter auch das aktuelle Reglement für 2015, auf der Homepage der Rennserie unter www.gt86-cup.com. Lizenzfreie, hochauflösende Bilder über die TOYOTA Motorsport GmbH und den TMG GT86 Cup erhalten Sie unter folgendem Link:www.toyota-motorsport-photos.com

VLN Lauf 2 2015 – Der Ausblick

Stars und Hochkaräter beim zweiten VLN-Lauf

Frohlocken bei der Renngemeinschaft Düren e.V. im DMV: Mehr als 190 Fahrzeuge kündigen sich für das 40. DMV 4-Stunden-Rennen an. Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am kommenden Samstag, 25. April 2015, führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Mit von der Partie ist die Crème de la Crème der europäischen Langstrecken-Szene. Hier treffen DTM-Stars, Sportwagen-Spezialisten und Tourenwagen-Asse auf hoffnungsvolle Nachwuchstalente und alte Hasen ‚vom Ring’ – eine Mischung, die die Herzen der eingefleischten Motorsport-Fans höher schlagen lässt. Das Rennen startet pünktlich um 12 Uhr, zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze herausgefahren. Der Eintritt rund um die Nordschleife ist kostenlos. Für einen Besuch im Fahrerlager – inklusive Pitwalk in der Pause zwischen Training und Rennen – der Startaufstellung und Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind einmalig pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren haben freien Eintritt.

Laut vorläufiger Teilnehmerliste ist die Spitzengruppe mit 24 GT3-Boliden, 18 Fahrzeugen bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum (SP7), sechs Cup-Elfern von Porsche und zwei SP-PRO-Rennern beim zweiten Lauf breit aufgestellt. Mehr als ein Viertel der rund 190 Fahrzeuge sind von den technischen Daten her für einen Podestplatz gut.

Nur eine Woche vor dem DTM-Auftakt in Hockenheim geben sich einige aktuelle DTM-Piloten am Nürburgring ein Stelldichein. Maxime Martin (Belgien) und Augusto Farfus (Brasilien) in Diensten von BMW und Audi-Pilot Nico Müller (Schweiz) starten am Samstag in der VLN. In der GT3-Klasse müssen sich alle drei gegen eine Reihe ehemaliger DTM-Fahrer beweisen, angeführt von dem mittlerweile dreifachen Le-Mans-Sieger Marcel Fässler (Schweiz), der für Audi ins Lenkrad greift und DTM-Rekordchampion Bernd Schneider (Bottighofen), der für das Black-Falcon-Team im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 am Start ist. Gefahr für Schneider droht aus dem eigenen Lager, denn ROWE RACING und das Haribo Racing Team sind mit den gleichen GT3-Rennern und jeweils einem Top-Fahreraufgebot bärenstark aufgestellt. Auch die Porsche-Fraktion, unter anderem mit den Teams Manthey- und Frikadelli-Racing, ist nicht zu unterschätzen und rundet das Sportwagen-Quartett aus deutschen Landen ab. Die Konkurrenz kommt vor allem aus Großbritannien – Aston Martin und Bentley – sowie aus Asien mit Fahrzeugen von Lexus und Nissan. Nicht vergessen darf man natürlich die italienischen Supersportler aus dem Hause Ferrari, deren Logo mit dem springenden Pferd das südländische Temperament symbolisiert.

Die beiden Fahrer aus der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, Tiago Monteiro (Portugal) und Gabriele Tarquini (Italien), setzen im vorderen Mittelfeld ihre Vorbereitung auf den Lauf zur Tourenwagen-WM im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennens fort. Das Duo startet im Audi TTRS von Rotek Racing unter der Bewerbung des VLN-Gesellschafters MSC Adenau. Um den Gesamtsieg werden sie damit nicht mitreden, vielmehr geht es darum, sich weiter optimal auf die Nordschleife einzuschießen. Beide Piloten haben sich bislang gewissenhaft vorbereitet und hoffen auf einen Erfahrungsvorsprung für die beiden WTCC-Rennen im Mai. Dann wird übrigens auch Sabine Schmitz (Barweiler), VLN-Meisterin aus dem Jahr 1998, einen Gaststart absolvieren und versuchen, den sonst ausschließlich männlichen Mitstreitern in der Weltmeisterschaft Paroli zu bieten und ihre Streckenkenntnisse zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Auch wenn die Langstreckenmeisterschaft nicht den Status einer Weltmeisterschafts hat: das Teilnehmerfeld wäre von der Internationalität her glatt einer WM würdig. Fahrer aus Australien, China, Japan, Malaysia, Neuseeland, Saudi-Arabien, Thailand, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind genauso vertreten wie Piloten aus dem gesamten europäischen Raum. Statistisch zusammengefasst: Über 480 Fahrer – darunter 14 Fahrerinnen – aus 31 Nationen bilden mit Fahrzeugen von 22 unterschiedlichen Automobilherstellern den bunten Mix beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen. Das ist weltweit einmalig.

Neben dem Kampf um den Gesamtsieg, wird in der VLN Langstreckenmeisterschaft packender Motorsport auf breiter Front geboten. Aus den Cup-Klassen sticht in diesem Jahr vor allem der BMW M235i Racing Cup hervor. Mehr als 20 Kompaktsportler aus Bayern starten in der Klasse Cup 1, in denen sich erfahrene Langstreckenspezialisten zusammengefunden haben, den Besten unter sich zu küren. Eine Renaissance erlebt aktuell die Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Nach mageren Jahren mit nur wenigen Startern, zählt die Meisterklasse von 2010 – damals machten Mario Merten und ‚Wolf Silvester’ das Rennen – heute wieder zu den stärksten. Mit jeweils 13 Fahrzeugen im vorläufigen Nennergebnis gibt es für die VLN-Teilnehmer auch in der Opel Astra OPC Cup-Klasse sowie bei den VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum (V4) viele Punkte zu ergattern. In letztgenannter Klasse sind unter anderem die amtierenden Meister Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) beheimatet, die auf ihrem BMW 325i 2015 voller Stolz die Startnummer eins präsentieren.