Land in Sicht – Das dramatische Finale der N24-Stunden 2017

  • Erfolgreicher Konter mit Reifen-Poker nach bitterem Rückschlag
  • Audi Sport Team WRT rutscht der Sieg wieder aus der Hand
  • Rowe Racing schnappt sich im Finale noch Rang zwei

Erst tief betrübt, dann im Land der Träume: Dank eines geistesgegenwärtigen Pokers beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss erkämpften sich Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde, Christopher Mies und Connor de Phillippi doch noch den Sieg beim 45. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring, der eigentlich schon verloren schien. 90 Minuten vor Schluss hatte ein defekter Sensor am Audi R8 LMS mit der #29 das Team von Wolfgang Land noch nach vielen Stunden an der Spitze die Führung gekostet und den Traum vom Sieg scheinbar hatte platzen lassen. Als zwei Runden vor Schluss aber plötzlich Regen einsetzte, zog das Team beim eigentlich schon verpatzten Boxenstopp in letzter Sekunde noch Regenreifen auf und holte die schon enteilten Konkurrenten doch wieder ein. Dem zu dieser Zeit führenden WRT-Audi #9 rutschte der greifbar nahe Sieg auf profillosen Slicks noch durch die Finger. Schlussfahrer René Rast musste sogar noch Rang zwei an Nick Catsburg im BMW M6 GT3 #98 von Rowe Racing abgeben, nachdem beide für die letzte Runde auch auf Regenreifen gewechselt hatten.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, für mich war das Rennen eigentlich schon verloren“, sagte ein fast sprachloser Markus Winkelhock nach seinem insgesamt dritten Nürburgring-Triumph nach 2012 und 2014, den 205.000 Zuschauer am gesamten Wochenende miterlebten. Für Christopher Mies war es der zweite Erfolg am Ring nach 2015, Kelvin van der Linde, Connor de Philippi und Teamchef Wolfgang Land kletterten zum ersten Mal ganz oben auf das Podest.

Hitchcock-Krimi in den letzten Minuten

„Jetzt habe ich endlich verstanden, warum der Nürburgring ‚Grüne Hölle‘ heißt“, meinte de Phillippi. „Ich habe nur noch über Funk das Kommando bekommen: Push, push, push“, verriet Schlussfahrer van der Linde. „Das war ein echter Hitchcock-Krimi. Ich bin erleichtert und riesig stolz auf meine Truppe, die nie aufgegeben und immer gesagt hat: Das Rennen ist erst bei der schwarz-weiß-karierten Flagge zu Ende. Jetzt wird nur noch gefeiert“, sagte Wolfgang Land.

Der dreimalige Le-Mans-Sieger Marcel Fässler, der sich die #9 neben Rast mit Nico Müller und Robin Frijns geteilt hatte, ging auch am Tag nach seinem 41. Geburtstag in der Eifel wieder leer aus. Trotz aller Enttäuschung gönnte der Schweizer den Erfolg den Markenkollegen, „die den Sieg verdient haben“. Riesenjubel herrschte dagegen bei Rowe Racing. „Das war absolutes Chaos. Man hat nur noch nach Gefühl entschieden. Der zweite Platz ist für alle ein Gewinn. Die Show war gigantisch. Das war Motorsport der Extraklasse“, sagte Teamchef Hans-Peter Naundorf nach der bislang besten Platzierung seiner Mannschaft am Ring, die Catsburg mit Markus Palttala, Alexander Sims und Richard Westbrook erkämpfte.

„Das war im sprichwörtlichen Sinne ein heißes Rennwochenende! Unglaublich tolles Wetter, harte Positionskämpfe bis zur letzten Minute und Fans, die eine Riesenparty gefeiert haben: Das 24h-Rennen war ein echtes Motorsportfest”, sagte Rennleiter Wolfgang Hornung, der nach 23 ¾ Stunden mit Eifel-untypischem Sonnenschein noch ein spektakuläres Finale im Regen erlebte. Denn ein Wolkenbruch in den letzten Minuten stellte den Rennverlauf noch einmal auf den Kopf. Während Rast und Catsburg in der vorletzten Runde mit profillosen Slicks fast hilflos im Schneckentempo über die Nordschleife rutschten, kämpfte sich van der Linde im Land-Audi mit seinen Regenreifen doch wieder an die Spitze zurück.

Bester Mercedes-AMG war der Vorjahressieger von Black Falcon mit der #1 auf dem fünften Platz direkt vor dem Frikadelli-Porsche #31 auf Rang sechs. Der Wochenspiegel-Ferrari #22 erkämpfte sich Position sieben, bester Bentley war die #37 von Abt auf dem 16. Platz.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Vorschau Lauf 9: die neue Herbstkollektion

Die Teilnehmerliste des neunten Laufs zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016 wartet mit einer Vielzahl an Neuigkeiten auf. Der neue Porsche 911 GT3 Cup und der KTM X-Bow GT4 geben ihr Debüt auf der Nordschleife, dort feiert auch BMW-DTM-Pilot Bruno Spengler seine Premiere, Marco Seefried und Felipe Fernández Laser starten für Manthey-Racing im Porsche, das Schnitzer-Team feiert genauso ein Comeback in der VLN wie die Brüder Ferdinand und Johannes Stuck, und Falken Motorsports setzt neben dem Porsche 911 GT3 R erstmals auch einen BMW M6 GT3 ein.

Vergangene Woche wurde er auf dem Autosalon in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt, nur wenige Tage später debütiert der neue Porsche 911 GT3 Cup auf der Nordschleife: Beim vorletzten Lauf der VLN erlebt der neue Cup-Rennwagen in der Klasse SP-X seine Feuertaufe im Renneinsatz. Lars Kern und Marco Seefried sollen in Diensten von Manthey-Racing mit dem in vielen Details verbesserten Cup-Elfer erste Daten sammeln.

Gleiches gilt für den KTM X-Bow in der geschlossenen GT4-Version. Der mit seinem kuppelartigen Glasdach futuristisch anmutende Sportwagen wird beim DMV 250-Meilen-Rennen von den Teams True Racing und Isert Racing eingesetzt. Die Fahrer sind Ferdinand und Johannes Stuck, die nach drei Jahren Abstinenz ihr Comeback auf der Nordschleife feiern, sowie Christopher Haase und Arne Hoffmeister.

Seine Nordschleifen-Premiere im Renneinsatz absolviert Bruno Spengler. Der BMW-DTM-Werksfahrer aus Kanada, Champion von 2012, geht mit seinem Landsmann Kuno Wittmer für das BMW Team RMG an den Start. Auch für die Mannschaft rund um den erfolgreichen Teamchef Stefan Reinhold ist es die VLN-Premiere mit BMW. „An diesem Wochenende ist für mich so ziemlich alles neu“, sagt Spengler. „Ich war noch nie in einem Rennauto auf der Nordschleife unterwegs. Zudem bin ich ganz selten in einem vergleichsweise langsamen Rennwagen wie dem BMW M235i Racing Cup unterwegs, in dem ich immer in den Rückspiegel schauen muss, um niemanden aufzuhalten. Daran muss ich mich auch erst gewöhnen. Das Wochenende wird eine große Herausforderung für mich, auf die ich mich aber unheimlich freue.“

Marco Seefried hat in den vergangenen Jahren fast alle GT3-Fahrzeuge auf der Nürburgring Nordschleife bewegt: Audi, Bentley, Ferrari, Mercedes-AMG und Porsche. Sein Start mit Manthey-Racing ist der erste Porsche-Einsatz des Langstrecken-Spezialisten in der laufenden VLN-Saison. Einer seiner Teamgefährten für den neunten Lauf schlägt nun die gleiche Richtung ein: Felipe Fernández Laser. Er startet zusammen mit „G. Tonic“ im SP7-Porsche 911 von Manthey-Racing – nach Einsätzen im SCG 003 der Scuderia Cameron Glickenhaus und im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop immerhin das dritte Fabrikat in einem Jahr.

Der BMW M6 GT3 ist beim DMV 250-Meilen-Rennen zahlenmäßig überdurchschnittlich gut vertreten. Neben den Teams Walkenhorst Motorsport und ROWE Racing stoßen zwei neue Teams hinzu, die den GT3 aus München an den Start bringen: das BMW Team Schnitzer und Falken Motorsports. Während Schnitzer mit BMW-Junior Nico Menzel und dem erfahrenen Jens Klingmann nach fünf Jahren Nordschleifen-Abstinenz in die VLN-Familie zurückkehrt, betritt die Falken-Mannschaft Neuland. Der M6 GT3 wird von dem Team erstmals eingesetzt und dabei von Alexandre Imperatori und Philipp Eng pilotiert. Parallel geht auch der Porsche 911 GT3 R in den Farben des japanischen Reifenherstellers ins Rennen; hier wechseln sich Wolf Henzler und Frederik Makowiecki am Volant ab.

Christopher Mies und Connor De Phillippi reisen mit Land-Motorsport als frisch gebackene Champions im ADAC GT Masters zum Nürburgring und visieren ihren dritten VLN-Sieg in dieser Saison an.

Ein Modellwechsel steht bei dem langjährigen VLN-Teilnehmer Heinz Schmersal ins Haus. Nach Jahren im eigenen Audi TTRS 2.0 in der Klasse SP3T setzt der Wuppertaler im neunten Lauf erstmals einen Porsche Cayman GT4 Clubsport MR in der GT4-Klasse ein. Mit diesem Auto hatte das Team bereits beim 24h-Rennen in Barcelona erste Erfahrungen gesammelt. Das Cockpit des seriennahen Mittelmotor-Renners teilt sich Schmersal mit Markus Oestreich und Thomas Schmid.

Auch wenn die Meisterschaft praktisch entschieden ist – Alexander Mies und Michael Schrey reichte beim achten Lauf ein dritter Rang in der BMW-Cup-Klasse, um in der Tabelle uneinholbar zu sein – und auch im BMW M235i Racing Cup und im Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing bereits die Meister feststehen, bieten die verbleibenden beiden Saisonrennen in der VLN noch jede Menge Spannung. So ist die VLN-Produktionswagen- und die VLN-Speed-Trophäe ebenso offen wie die beiden Markenpokale von Opel und TMG.

 

 

Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Erster DTM-Sieg für Lucas Auer – Wickens neuer Tabellenführer

Sternstunde in der Lausitz: Zum ersten Mal in seiner Karriere gewinnt Mercedes-AMG-DTM-Pilot Lucas Auer ein DTM-Rennen. Im Sonntagsrennen beim Motorsportfestival auf dem Lausitzring fuhr er, von der Pole-Position gestartet, in seinem 23. DTM-Rennen zum ersten großen Erfolg in der populärsten internationalen Tourenwagenserie – dem ersten Sieg eines österreichischen Fahrers in der Geschichte der DTM. Vor 67.500 Zuschauern sah der 21-Jährige nach 46 Runden mit einem Vorsprung von 3,763 Sekunden vor Audi-Pilot Mattias Ekström die Zielflagge. Ekström war von Platz neun in das Rennen gestartet.

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„Ich habe vom Sieg in meiner zweiten DTM-Saison nur geträumt, hätte aber nicht gedacht, dass es wirklich klappt. Ich bin überglücklich“, sagte der Tiroler bei der Siegerehrung. „Wichtig waren ein guter Start und die erste Runde – das habe ich hinbekommen“, fasst er sein Erfolgsrezept für den Sieg zusammen. Platz drei im sechsten DTM-Saisonrennen belegte Auers Markenkollege Robert Wickens, der damit auch die Führung in der DTM-Fahrerwertung übernimmt. Bester BMW-Pilot war Marco Wittmann auf Platz sechs.

In der DTM-Fahrerwertung führt nach sechs von 18 Saisonrennen Robert Wickens mit 58 Punkten vor Marco Wittmann (55 Punkte). Mattias Ekström (46 Punkte) hat sich mit seinem zweiten Platz auf Rang drei verbessert. Jamie Green (45 Punkte), Edoardo Mortara (44 Punkte) und Paul Di Resta (43 Punkte) liegen dicht dahinter auf den Positionen vier bis sechs.

[notification type=“notification_info“ ]In knapp drei Wochen, vom 24. bis 26. Juni 2016, startet die DTM auf dem Nürnberger Norisring – dem einzigen Stadtkurs im Kalender – zu den Saisonrennen sieben und acht.[/notification]

SUBARU erfolgreich beim 24h-Rennen am Nürburgring

Subaru meistert die „grüne Hölle“: Trotz wechselnder Witterung hat das Motorsport-Team STI (Subaru Tecnica International) seinen Vorjahreserfolg wiederholt und einen weiteren Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gefeiert. Nach 121 Runden landete der Subaru WRX STI „NBR Challenge 2016“ mit der Startnummer 106 auf dem ersten Platz in der Turbobenziner-Klasse SP3T. Mit dem erneuten Erfolg sichert sich Subaru bereits den vierten Sieg innerhalb von sechs Jahren: Schon 2011, 2012 und 2015 konnte das Team auf der Nordschleife gewinnen.

Die 44. Auflage des Langstreckenklassikers in der Eifel war von tückischen Wetterwechseln und teils chaotischen Zuständen geprägt. Kurz nach dem Start musste das Rennen zeitweise unterbrochen werden, weil Starkregen und Hagel einzelne Streckenabschnitte unpassierbar machten und rund die Hälfte der gestarteten Fahrzeuge geborgen werden musste.

Hideki Yamauchi (Japan), Carlo van Dam (Niederlande) und die beiden deutschen Fahrer Marcel Lasée und Tim Schrick profitierten von ihrer Erfahrung. Das Fahrer-Quartett war bereits im vergangenen Jahr für Subaru gestartet und meisterte in der nochmals verbesserten Rennversion des bekannten Subaru-Sportwagens WRX STI die anspruchsvollste und gefährlichste Rennstrecke der Welt mit Bravour. Nach exakt 23 Stunden, 58 Minuten und 27,533 Sekunden überquerte ihr Fahrzeug die Ziellinie – und sicherte sich neben dem Klassensieg auch einen starken 20. Platz im Gesamtranking.

24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 28.05.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

N24h: 4.800 Dunlop-Rennreifen für das härteste Rennen der Welt

Das 24h-Rennen ist das größte Rennen der Welt. Rund 160 Teams stellen sich am letzten Mai-Wochenende (26. – 29. Mai) auf der legendären Nordschleife der größten Herausforderung für Mensch und Material im Motorsport. Dunlop rüstet in der „Grünen Hölle“ zahlreiche Teams im Kampf um die prestigeträchtige Langstreckenkrone aus. Mit insgesamt 13 Lkw, darunter elf Vierzigtonner, kommt Dunlop zu den 24 Stunden. Knapp 4.800 Rennreifen werden zu dem einzigartigen Langstreckenrennen in der Eifel transportiert. Dunlop hat neben 3.500 Slicks auch 1.300 Regenreifen im Gepäck. Hinzu kommen zwei weitere Auflieger mit voll ausgestatteten Arbeitsplätzen für die Ingenieure und Techniker.

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Bei der 44. Auflage des Langstreckenklassikers gehen Rennwagen wie der Aston Martin V12 Vantage GT3, der Audi R8 LMS, der BMW Z4 GT3, der brandneue BMW M6 GT3 und die drei Individual-Sportprototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus auf Dunlop ins Rennen. Neben den Profiteams vertrauen auf der Nordschleife aber auch zahlreiche ambitionierte Privatiers im Kampf um den Klassensieg auf Rennreifen, die in Hanau produziert werden. Und so unterschiedlich wie die Fahrzeugtypen sind auch die Dunlop-Reifen, die an dem Mega-Wochenende im Einsatz sein werden. Es wird ein breites Spektrum unterschiedlicher Reifendimensionen zur Verfügung gestellt: Von der kleinsten Dimension 205/60 R17 für einen Renault Clio bis zum großen Hinterreifen eines GT3-Boliden der Dimension 310/710 R18 reicht das Angebot. Während der kleine profillose Clio-Reifen acht Kilogramm wiegt, bringt ein bulliger GT3-Slick etwa 12 Kilogramm auf die Waage.

Doch nicht nur der materielle Aufwand für den Motorsport-Marathon ist enorm. Das größte Rennen des Jahres ist auch für die Dunlop-Mannschaft eine ganz besondere Herausforderung. Zum Team gehören mehr als 30 Ingenieure, Fachmonteure und Servicepersonal, die beim 24h-Rennen im Fahrerlager am Nürburgring in mehreren Schichten rund um die Uhr arbeiten. Um für die Dunlop-Teams einen technischen Service auf höchstem Niveau zu bieten, werden gleich drei Montagebänder in der „Dunlop-City“ aufgebaut.

Die Nürburgring-Nordschleife ist die härteste und längste Rennstrecke der Welt. Der Reifen wird extrem belastet. Die Nordschleife bietet insgesamt 73 Kurven (davon 33 links und 40 rechts). Hier und da räubern die Piloten über die Kerbs. Hinzu kommen Passagen mit ausgeprägter Kompression. Wenn Federwege am Anschlag sind, dann muss der Reifen die Dämpfungsarbeit übernehmen. Auch die extremen Vollgaspassagen geben keine Zeit zum Verschnaufen. In einer Runde legt ein Reifen auf der Nordschleife 40.000 Umdrehungen zurück – ein weltweit einzigartiger Wert.

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DTM: BMW-Festspielwochen in Österreich

Souverän hat Marco Wittmann das DTM-Samstagsrennen im österreichischen Spielberg gewonnen: Von der Pole-Position in das Rennen gestartet sah der DTM-Champion von 2014 nach 30 Runden bei strahlendem Sonnenschein als Sieger die Ziellinie. Für Wittmann ist es der sechste Sieg in seiner DTM-Karriere. Er gewann auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring vor seinem BMW-Markenkollegen Tom Blomqvist, der im dritten DTM-Saisonrennen Zweiter wurde. Das Podium in Spielberg komplettierte Edoardo Mortara im Audi RS 5 DTM als Dritter.

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #48 Edoardo Mortara, Audi RS5 DTM
#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #48 Edoardo Mortara, Audi RS5 DTM

Den BMW-Erfolg in Spielberg haben Timo Glock, Martin Tomczyk und Maxime Martin auf den Positionen vier bis sechs perfekt gemacht. Als bester Mercedes-Benz-Pilot beendete Paul Di Resta das Rennen am Samstag. Der Schotte wurde Siebter, verteidigte damit aber die Führung in der Gesamtwertung. Die führt Di Resta nach drei von 18 Saisonrennen mit 43 Punkten vor Edoardo Mortara (40 Punkte) und Marco Wittmann (29 Punkte) an.

Für Mattias Ekström war das Rennen gelaufen bevor es richtig losging: In Kurve eins nach dem Start kollidierte der Schwede mit Maxime Martin und António Félix Da Costa und fiel an das Ende des Feldes zurück. Im Audi RS5 konnte er zwar noch einige Positionen aufholen, beendete das Rennen am Ende auf Position 16. Ein kleiner Trost: Ekström fuhr die schnellste Rennrunde in 1:23,442 Minuten und stellte so einen neuen Red-Bull-Ring-Rundenrekord auf, den sein Markengefährte Mike Rockenfeller seit 2013 innehatte.

#16 Timo Glock, BMW M4 DTM
#16 Timo Glock, BMW M4 DTM
Und BMW zum Dritten:

Timo Glock gewinnt Sonntagsrennen in Spielberg

Zum dritten Mal in seiner Karriere jubelte Timo Glock ganz oben auf dem Siegerehrungspodest: Beim zweiten DTM-Rennen im österreichischen Spielberg fuhr der BMW-Pilot bei sommerlichen Temperaturen am Sonntag zum Sieg. Er gewann nach 42 Runden auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring vor den beiden Audi-Piloten Mattias Ekström und Jamie Green auf den Plätzen zwei und drei. Bestplatzierter Mercedes-Benz-Pilot in der Steiermark war Daniel Juncadella als Zwölfter.

Für Glock lief es von Beginn an gut: Bereits in Runde zwei übernahm er die Führung von Green und musste diese nur nach dem Boxenstopp kurzzeitig abgeben. Eine tolle Aufholjagd zeigte Mattias Ekström. Er war vom elften Platz in das Rennen gestartet und steuerte als letzter aller Fahrer die Box zum Reifenwechsel an. Mit einer guten Rennstrategie seines Teams und mit schnellen Rundenzeiten kämpfte sich der zweifache DTM-Champion auf Platz zwei vor. Wie Ekström konnte sich auch Gary Paffett nach vorne kämpfen: Von Platz 21 arbeitete er sich auf Position elf vor, eine Platzierung in den Punkten im Visier. Seine Aufholjagd blieb unbelohnt: In der letzten Runde setzte er zum Überholversuch gegen Timo Scheider an, musste auf die Wiese ausweichen und fiel auf Platz 13 zurück.

In der Fahrerwertung führt nach vier von 18 Saisonrennen weiterhin der Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta (43 Punkte), der im Sonntagsrennen als 15. die Zielflagge sah. Zweiter in der Fahrerwertung ist Edoardo Mortara mit 40 Punkten vor Sieger Timo Glock und Maxime Martin (beide 37 Punkte). Mortara schied nach einer Kollision mit António Félix da Costa im Kampf um Platz drei in Runde 25 frühzeitig aus.

#5 Mattias Ekström, Audi RS5 DTM
#5 Mattias Ekström, Audi RS5 DTM

Festival des GT-Sports in der Eifel: BMW Teams sind bereit für die 24 Stunden auf dem Nürburgring

Am kommenden Wochenende schlägt das Herz des Motorsports in der Eifel: Bei der 44. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring (DE) treffen die besten Fahrer, Teams und Fahrzeuge, die der GT-Sport zu bieten hat, auf der wohl anspruchsvollsten Strecke der Welt aufeinander. Seit 1970 hat die Veranstaltung auf der legendären Nordschleife ihren festen Platz im Rennkalender und begeistert Fans auf der ganzen Welt. BMW ist mit 19 Gesamtsiegen die bis dato erfolgreichste Marke bei diesem Langstreckenklassiker und geht auch 2016 mit einem starken Aufgebot an den Start.
Nicht weniger als 40 BMW Rennwagen finden sich in der vorläufigen Teilnehmerliste für das Rennen, das auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Teilen der Grand-Prix-Strecke ausgetragen wird. Sechs davon treten in der SP9-Klasse an, in der die leistungsstarken GT3-Fahrzeuge zusammengefasst sind: Auf dem neu entwickelten BMW M6 GT3 ruhen die Hoffnungen der BMW Teams von Schubert Motorsport, ROWE Racing und Walkenhorst Motorsport, die jeweils zwei Fahrzeuge an den Start bringen. Hinzu kommen 13 BMW M235i Racing, dem erfolgreichen Einsteigermodell in der Produktpalette von BMW Motorsport, sowie zahlreiche weitere BMW Rennwagen, die von privaten Teams mit viel Leidenschaft eingesetzt werden.
Der BMW M6 GT3 feiert seine Premiere bei einem 24-Stunden-Rennen in Europa und tritt in große Fußstapfen: Sowohl 2013 als auch 2015 erreichte das Vorgängermodell BMW Z4 GT3 jeweils den zweiten Platz auf dem Nürburgring. Der bis dato letzte Sieg war Augusto Farfus (BR), Jörg Müller (DE), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) im Jahr 2010 mit dem BMW M3 GT gelungen. Beim 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps (BE) errang der BMW Z4 GT3 in der vergangenen Saison einen viel umjubelten Sieg. Nun soll der BMW M6 GT3, der mit einem Sieg bei der Generalprobe in der VLN Langstreckenmeisterschaft am 14. Mai für Furore sorgte, diese Erfolgsgeschichte fortschreiben.
Die BMW Teams schicken dabei einige der besten und erfolgreichsten Fahrer ins Rennen, die sich jemals der „Grünen Hölle“ gestellt haben. Drei Piloten im BMW M6 GT3 konnten die 24 Stunden auf dem Nürburgring bereits für sich entscheiden: Müller (2 Siege), Farfus (1 Sieg) und Lucas Luhr (DE, 2 Siege), der genau zehn Jahre nach seinem ersten Triumph bei diesem Rennen wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte. Fünf Piloten aus dem aktuellen DTM-Fahreraufgebot von BMW Motorsport wagen zudem einen Abstecher auf die Nordschleife. Timo Glock (DE) sitzt am Wochenende zwar nicht selbst am Steuer, begleitet jedoch seine Teamkollegen als TV-Experte einmal aus einer ganz anderen Perspektive durch das Wochenende. RTL und RTL NITRO berichten ausführlich über das Highlight der GT-Saison 2016.
Nicht nur die Zuschauer am Fernseher sondern auch die Fans vor Ort an der Strecke können sich auf ein Motorsport-Spektakel der Extraklasse freuen. Anhänger von BMW Motorsport und von BMW M sind wie schon in den vergangenen Jahren beim M Festival bestens aufgehoben. Bereits zum sechsten Mal können die Besucher das Geschehen aus Areas direkt an der Grand-Prix Strecke oder in der „Fan Base“ im Herzen der „Grünen Hölle“ aus nächster Nähe mitverfolgen. Die BMW M Hospitality ist für drei Tage die Heimat der stetig wachsenden M Community aus aller Welt.
Ein erster Höhepunkt des Wochenendes ist das Top-30-Qualifying am Freitag ab 19.50 Uhr. Vier BMW M6 GT3 haben ihre Startplätze für dieses Einzelzeitfahren bereits sicher. Das Rennen beginnt dann am Samstag um 15.30 Uhr.
Ausgewählte Stimmen vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring:
 
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die nächste große Bewährungsprobe für unseren neuen BMW M6 GT3 – und natürlich einer der absoluten Höhepunkte unserer GT-Saison. Dass wir liebend gern ein Top-Ergebnis erzielen würden, steht außer Frage. Allerdings lässt sich ein Erfolg beim Eifel-Marathon nicht planen. Das gilt umso mehr, wenn man wie wir mit einem brandneuen Auto an den Start geht. Bei der Generalprobe in der VLN haben wir gesehen, dass der BMW M6 GT3 auf dem Papier konkurrenzfähig zu sein scheint. Allerdings können wir nur für unsere eigene Leistungsfähigkeit sprechen – nicht dafür, was die Konkurrenz schon gezeigt oder nicht gezeigt hat. So oder so gilt: Unsere Fahrer gehören zu den Besten der Besten auf der Nordschleife. Zudem haben wir in Schubert Motorsport und ROWE Racing zwei erfolgshungrige Teams in unseren Reihen, dazu kommt in Walkenhorst Motorsport ein bärenstarkes Privatteam in der SP9-Klasse. Und natürlich schauen wir nicht nur auf die BMW M6 GT3 im Feld sondern auch auf die unzähligen privaten BMW Teams und Fahrer, die in den verschiedenen Klassen um Top-Platzierungen kämpfen. In Kombination mit dem M Festival, das wie schon in den vergangenen Jahren zeitgleich stattfindet, werden die 24 Stunden auf dem Nürburgring damit auch in dieser Saison wieder ein echtes Fest für die Fans von BMW Motorsport und BMW M – und das passend zum Jahr des 100-jährigen Jubiläums von BMW.“
Jörg Müller (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Ich bin schon jetzt voller Vorfreude. Wir hatten eine tolle Vorbereitung und sind gut für das Wochenende am Nürburgring gerüstet. Am wichtigsten ist, dass das Auto die 24 Stunden gut übersteht. Das Rennen ist einfach einmalig. Auch das Wetter darf man nicht außer Acht lassen, denn am Nürburgring folgt es seinen eigenen Gesetzen. Die besondere Herausforderung für die Teams ist, den richtigen Fahrer zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Set-up auf der Strecke zu haben.“
 
Marco Wittmann (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Unser Sieg beim vergangenen VLN-Lauf hilft natürlich bei der Motivation des Teams und auch von uns Fahrern. Man geht mit einem viel besseren Gefühl in das 24-Stunden-Rennen. Wenn man mit BMW auf der Nordschleife antritt, dann will man immer gewinnen. Es gibt auf dieser Strecke aber viele Tücken, man muss immer konzentriert sein, auch wegen der langsameren Fahrzeuge. Das ganze Flair ist toll, und die Fans sind einzigartig.“
Augusto Farfus (Schubert Motorsport, #18 BMW M6 GT3):
„Das wird ein großartiges Wochenende. Wir haben ein gutes Team beisammen. Ich hoffe, wir haben gutes Wetter und eine Menge Spaß. Die Fans, die zum Nürburgring kommen, sind echte Fans. Natürlich sind sie Anhänger von BMW oder anderen Herstellern, aber sie kommen in erster Linie wegen der Show und wollen wirklich alle Autos sehen. Das ist so speziell.“
Martin Tomczyk (Schubert Motorsport, #100 BMW M6 GT3):
„Es ist immer wieder sensationell, zum 24-Stunden-Rennen zu kommen. Das ist einer der absoluten Höhepunkte des Jahres. Es wird spannend zu sehen, wie sich unser neues Auto schlägt und wie die Performance letztlich sein wird. Wir sind eigentlich guter Dinge, aber beim 24-Stunden-Rennen kann immer so viel passieren, da muss man auch das Glück auf seiner Seite haben. Unsere Fahrerpaarungen sind sehr, sehr gut. Wir sind gut vorbereitet, wie der dritte VLN-Lauf gezeigt hat.“
Lucas Luhr (Schubert Motorsport, #100 BMW M6 GT3):
„Das Besondere an diesem Rennen ist natürlich vor allem die Strecke. Die Nordschleife ist absolut einzigartig in der Welt. Zusammen mit der Atmosphäre und den tollen Fans ist man durch sie als Fahrer noch einmal zusätzlich motiviert. Das Rennen wird aber mit Sicherheit nicht einfach, die Konkurrenz ist extrem stark. Aber wir haben auch ein gutes Gesamtpaket. Natürlich darf man nicht vergessen, dass unser Auto neu ist und immer etwas schiefgehen kann. Wir sind in Sachen Fahrerbesetzung super besetzt.“
 
Maxime Martin (ROWE Racing, #23 BMW M6 GT3):
„Das ist ein wirklich wichtiges Rennen für BMW. Für das erste Jahr mit dem neuen Auto läuft es gut, und ich freue mich auf das erste 24-Stunden-Rennen mit dem BMW M6 GT3 auf der Nordschleife. Ein solcher Marathon hat seine ganz eigenen Gesetze. Um vorne dabei zu sein, musst du erst einmal ins Ziel kommen. Ich denke, dass wir uns durchaus etwas ausrechnen dürfen.“
Dirk Werner (ROWE Racing, #23 BMW M6 GT3):
„Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind einzigartig – und entsprechend ist man als Fahrer auch besonders motiviert. Mit der IWSC sind wir in Nordamerika auf vielen unglaublichen Rennstrecken mit langer Tradition unterwegs. Aber die Nordschleife spielt in einer ganz eigenen Liga. Mit der Mannschaft von ROWE Racing und dem neuen BMW M6 GT3 sind wir gut aufgestellt. Jetzt stellen wir uns top-motiviert der Herausforderung ‚Grüne Hölle‘.“
Klaus Graf (ROWE Racing, #22 BMW M6 GT3):
„Das GT3-Feld liegt in diesem Jahr extrem eng beieinander, aber mit dem neuen BMW M6 GT3 sind wir gut unterwegs. Das 24-Stunden-Rennen ist das größte Motorsport-Ereignis, das es in Deutschland gibt. Und die Strecke ist schon eine Herausforderung. Für uns bei ROWE Racing ist das Rennen mit BMW Motorsport als neuem Partner in jedem Fall ein ganz besonderes Event.“
Richard Westbrook (ROWE Racing, #22 BMW M6 GT3):
„Im vorigen Jahr hatte ich meinen ersten Start beim 24-Stunden-Rennen mit BMW – und bin Zweiter geworden. Wenn wir diesmal einen Platz besser wären, dann hätte ich sicher nichts dagegen. Der BMW M6 GT3 ist ein brandneues Auto, aber bis jetzt sieht alles gut aus. Aber dieses Rennen ist schwer vorhersagbar. Das ist ein Sprint über 24 Stunden.“
Tom Blomqvist (Walkenhorst Motorsport, #999 BMW M6 GT3):
„Ich freue mich sehr auf das Rennen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, ich kenne die Strecke, das Auto und mein Team. Und für dieses Rennen braucht man eine gute Vorbereitung. Ich bin noch nie ein 24-Stunden-Rennen gefahren, das wird eine große Herausforderung für mich. Ich werde einfach meinen Job machen, es so gut wie möglich genießen, lernen und alle Erfahrungen, die ich sammeln kann, für die Zukunft mitnehmen.“
Die Besetzungen der sechs BMW M6 GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring:
 
#18 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport
Augusto Farfus (BR), Jesse Krohn (FI), Jörg Müller (DE), Marco Wittmann (DE)
 
#22 BMW M6 GT3, ROWE Racing
Klaus Graf (DE), Richard Westbrook (GB), Nicky Catsburg (NL), Markus Palttala (FI)
#23 BMW M6 GT3, ROWE Racing
Alexander Sims (GB), Philipp Eng (AT), Maxime Martin (BE), Dirk Werner (DE)
#100 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport
John Edwards (US), Jens Klingmann (DE), Lucas Luhr (DE), Martin Tomczyk (DE)
#101 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
Matias Henkola (FI), Kazunori Yamauchi (JP), Max Sandritter (DE), George Richardson (GB)
#999 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
Victor Bouveng (SE), Tom Blomqvist (GB), Christian Krognes (NO), Michele di Martino (DE
Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Dunlop meldet sich beim 24h-Rennen zurück

– 44. ADAC 24h-Rennen Nürburgring vom 26. bis 29. Mai
– Dunlop rüstet nach Produktionsverlagerung wieder Top-Teams aus
– Walkenhorst-BMW M6 GT3 als Dunlop Art Car ein echter Hingucker

Dunlop geht sehr gut vorbereitet in das 24h-Rennen am Nürburgring (26. – 29. Mai). Nach der erfolgreichen Verlagerung der Reifenproduktion für den Automobilsport nach Hanau meldet sich die Premiummarke bei der 44. Auflage des härtesten Rennens der Welt zurück: Mehrere Teams aus der GT3-Klasse vertrauen auf der anspruchsvollsten und längsten Rennstrecke der Welt auf Dunlop. „Der Start in die Nordschleifen-Saison war mit zwei VLN-Siegen sehr erfolgreich“, sagt Alexander Kühn, Dunlop Manager Motorsport. „Jetzt gehen wir bestens gerüstet in das Rennen des Jahres. Aber die Konkurrenz im Kampf um den Gesamtsieg ist in diesem Jahr extrem stark. Trotzdem haben die Dunlop-Teams beim Eifel-Marathon sehr gute Chancen auf einen Podestplatz – zumal das 24h-Rennen ja bekanntlich auch seine eigenen Gesetze hat.“ Dunlop ist in der GT3-Klasse wieder breit aufgestellt und stellt Rennreifen für verschiedene Fahrzeugkonzepte zur Verfügung. Neben den Aston Martin V12 Vantage GT3 der britischen Werkmannschaft gehen auch Sportwagen wie Audi R8 LMS, der neue BMW M6 GT3, BMW Z4 GT3 sowie die spektakulären Sportprototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus auf Dunlop ins Rennen.

2016-05-24 Dunlop Phoenix-Audi R8 LMS

Zwei Siege für Phoenix Racing in der 24h-Vorbereitung
Mit zwei VLN-Siegen auf dem Konto kommt Phoenix Racing zum 24h-Rennen. Frank Stippler und Anders Fjordbach aus Dänemark setzten sich souverän im Dunlop-bereiften Audi R8 LMS durch und dürfen nach ihrer eindrucksvollen Performance zum Kreis der Favoriten gezählt werden. „Wir haben mit Dunlop in diesem Jahr einen neuen Partner. Die Reifen haben auf Anhieb sehr gut auf der Nordschleife funktioniert“, sagte Phoenix-Fahrer Frank Stippler. „Ich bin mit dem Auto bei den VLN-Rennen überglücklich gewesen. Ich hoffe, dass wir an diese Performance auch beim 24h-Rennen anknüpfen können. Die Konkurrenz ist sehr stark. Es gibt sicherlich einen unerbittlichen Kampf um den Sieg.“ Auch der Audi R8 LMS mit der #33 von Car Collection Motorsport geht auf Dunlop ins Rennen.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke

Dunlop ist technischer Partner von Aston Martin
Aston Martin Racing hat bei dem Langstreckenklassiker eine Top-Platzierung im Visier. Die Briten bringen zwei Aston Martin V12 Vantage GT3 in die Eifel. Dunlop ist technischer Partner des Werksteams in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Die technische Partnerschaft gilt auch für das 24h-Rennen. „Die Zusammenarbeit mit den Dunlop-Ingenieuren ist sehr angenehm“, sagt Werksfahrer Nicki Thiim. „Einige von den Jungs, die hier auf der Nordschleife im Einsatz sind, kenne ich ja schon aus der WEC. Das ist quasi wie eine kleine Familie. 2013 habe ich das 24h-Rennen mit Dunlop gewonnen. Jetzt würde ich gerne mit Aston Martin ganz oben auf dem Podium stehen.“ Thiim geht auf der #7 gemeinsam mit Darren Turner (Großbritannien), Marco Sorensen (Dänemark) und Pedro Lamy (Portugal) an den Start. Das Schwesterfahrzeug mit der #27 ist mit Jonny Adam (Großbritannien), Fernando Rees (Brasilien), Mathias Lauda (Österreich) und Richie Stanaway (Neuseeland) besetzt.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke

Neues Reifenkonzept für den BMW M6 GT3
Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop setzt zwei neue BMW M6 GT3 ein. „Mit dem stark besetzten Dunlop Art Car wollen wir unter die ersten Drei fahren und das andere Auto in den Top 10 platzieren“, sagt Teamchef Henry Walkenhorst, der selbst ins Lenkrad eines BMW Z4 GT3 greift. Das spektakuläre Design in den Dunlop-Farben Schwarz und Gelb für den M6 mit der #999 hat TV-Moderator und Tuning-Experte Jean Pierre Krämer entworfen. „Die Kombination BMW M6 GT3 und Dunlop funktioniert aber nicht nur optisch sehr gut“, sagt Walkenhorst. „Beim M6 setzen wir auf ein neues Konzept, das sehr gut funktioniert.“ Während beim Z4 GT3 noch mit einer Mischbereifung gefahren wurde, kommen nun beim M6 GT3 zum ersten Mal an beiden Achsen ähnlich dimensionierte Reifen zum Einsatz. „Das Auto hat eine sehr gute Balance. Die gute Testarbeit zusammen mit Dunlop im Vorfeld der Saison hat sich ausgezahlt“, sagte Christian Krognes, der beim dritten VLN-Lauf mit seinem Teamkollegen den Sprung auf das Siegerpodium schaffte. „Wir haben eine gute Ausgangsbasis für die 24h.“ Des Weiteren liefert Dunlop als technischer Partner von BMW Motorsport die Rennreifen für alle Fahrzeuge des BMW M235i Racing Cup. Die Serie ist mit mehr als einem Dutzend gemeldeten Fahrzeugen der teilnehmerstärkste Markenpokal im Feld des 24h-Rennens.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2016, 41. DMV 4-Stunden-Rennen (2016-04-30): Foto: Jan Brucke

Glickenhaus-Sportprototypen greifen nach Spitzenplatzierung
Dunlop rüstete zudem die spektakulären Rennwagen der Scuderia Cameron Glickenhaus aus. Das Team um den US-Amerikaner James Glickenhaus setzt zwei Individual-Sportwagen SCG003C sowie einen P4/5 Competizione ein. Die Rennwagen, die optisch und technisch einem Le-Mans-Prototypen ähneln, gehören zu den Publikumslieblingen entlang der Nordschleife und haben das Potenzial für eine Spitzenplatzierung. Auch in der Klasse AT (Alternative Treibstoffe) gibt es zwei Dunlop-Teams: So unterstützt Dunlop den Einsatz des Teams Care for Climate. Musiker Smudo, Texter und Rapper der Hip-Hop-Band „Die Fantastischen Vier“, und seine Team-Kollegen setzen einen Cayman GT4 ein. Auch der Audi A4 quattro der Tuning Akademie, im vergangenen Jahr Sieger des FIA Alternative Energies Cup, ist auf Dunlop unterwegs. Der Volkswagen Golf GTI TCR mit der #204 von racing one kämpft ebenso auf Dunlop um den Klassensieg wie die beiden Lexus ISF CCS-R mit der #52 und der #53 von Ring Racing.

N24h: AMG-Team HTP Motorsport mit drei Mercedes-AMG GT3 am Start

Mit der 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens am Nürburgring, steht diese Woche die härteste Herausforderung für Mensch und Maschine an. Nach der langen Vorbereitungsphase, freut sich das AMG-Team HTP Motorsport auf die Teilnahme mit drei Mercedes-AMG GT3 auf der wohl berühmtesten Rennstrecke der Welt.

Mit 160 Teams und über 600 Piloten wird das 24h-Rennen auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Rennen. Dass mit den Autos von AMG-Team HTP Motorsport beim Rennen in der legendären „Grüne Hölle“ zu rechnen ist, bewies das Team aus Altendiez bereits beim 6-Stunden-Qualifikationsrennen. Dort holten sich die Fahrer Maximilian Buhk, Dominik Baumann, Christian Vietoris und Thomas Jäger einen hervorragenden Sieg. Mit dem tollen Ergebnis und weiteren guten Resultaten bei den VLN-Läufen, haben sich die Fahrzeuge mit den Nummern 29 und 30 bereits für das Top-30 Zeittraining vorzeitig qualifiziert.

AMG-Team HTP Motorsport tritt mit drei Mercedes-AMG GT3 wie folgt an:

#29    Christian Vietoris (D), Marco Seefried (D), Christian Hohenadel (D), Renger Van der Zande (NDL)
#30    Dominik Baumann (A), Stefan Mücke (D), Maximilian Buhk (D), Thomas Jäger (D)
#31    Christian Vietoris (D), Christian Hohenadel (D), Renger Van der Zande (NDL)

„Wir freuen uns schon sehr auf das 24h-Rennen in diesem Jahr“, sagt Norbert Brückner, Teamchef AMG-Team HTP Motorsport. „Das Rennen auf der Nordschleife ist immer ein ganz besonderes Saisonhighlight und in diesem Jahr wird es ein sehr konkurrenzstarkes Rennen, da die meisten Hersteller mit ihren neuen Rennautos antreten. Wir sind mit unseren Mercedes-AMG GT3 gut vorbereitet, wir haben starke Fahrerkombinationen, ein tolles Paket, das Team arbeitet bestens zusammen – wir sind bereit für die Herausforderung.“

Zakspeed-Nissan voll motiviert für das 24h-Rennen 2016

160 Rennboliden, über 600 Fahrer – die 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens verheißt viel Spannung und Aktion! Am kommenden Wochenende debütiert das Team ZAKSPEED mit dem neuen Nissan GT-R NISMO GT3. Bei den vorhergegangenen Testläufen der VLN sowie im Qualifikationsrennen konnte man das Potenzial bereits sehen.

Die 24-Stunden auf der Nordschleife stellen Teams, Fahrer und die Rennfahrzeuge jedes Jahr aufs Neue Prüfstand. Der ZAKSPEED-Nissan zeigte zuletzt eine aufstrebende Performance, auch wenn kleine technische Probleme ein besseres Abschneiden in den VLN-Läufen verhinderten. Doch die starke Fahrerkombination von „Altmeister“ Tom Coronel, den beiden deutschen GT Academy Siegern Florian Strauß sowie Marc Gasser, und Henrik Still werden bei dem traditionsreichen Rennen ihr Bestes geben.

Ernst wird es für die Mannschaft von Peter Zakowski bereits am Donnerstag, 26. Mai 2016, mit dem Freien Training um 15:45 Uhr. Das erste Qualifying folgt am gleichen Abend, mit dem zweiten Teil am Freitag um 09:30 Uhr. Dann entscheidet sich die Teilnahme am Top-30 Qualifying.

„Wir haben leider bei zwei VLN Veranstaltungen um gerade mal einen Platz die automatische Qualifizierung für das Top-30 Zeittraining verpasst, was sehr schade ist, denn die Zeiten waren sehr knapp“, sagt Peter Zakowski, Teamchef Team ZAKSPEED. „Dennoch sind wir zuversichtlich und freuen uns ganz besonders auf das Rennen. 24 Stunden sind sehr lange, da kann alles passieren. Wir haben eine tolle Mannschaft mit hervorragende Unterstützung von Nissan Deutschland. Alles ist möglich.“

 

 

Foto: Stefan Baldauf, SB-Medien, Guido ten Brink

VLN 3 2016: Wer folgt Stippler/Fjordbach auf den Thron?

Zum dritten Mal in eineinhalb Monaten kämpfen die Teams und Fahrer der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring um Positionen und Punkte. Gleichzeitig ist der 58. ADAC ACAS H&R-Cup die Generalprobe für das 24h-Rennen. Erstmals in dieser Saison wird nicht die SP9, die Klasse der schnellen GT3-Rennwagen, die meisten Starter aufweisen, sondern der BMW M235i Racing Cup. Und noch eines ist vor dem Start am Samstag, dem 15. Mai 2016, um 12:00 Uhr gewiss: Nach dem vierstündigen Rennen wird es einen neuen VLN-Tabellenführer geben.

Hoffnungsvolle Kandidaten

Weil Frank Stippler und Anders Fjordbach, nach zwei Gesamtsiegen die aktuellen Leader in der VLN, diesmal im Audi R8 LMS von Phoenix Racing nicht am Start sind, ist der Weg frei für die Verfolger. In erster Linie werden sich Alexander Mies und Michael Schrey im BMW M235i Racing Cup Hoffnungen auf die Führung in der Meisterschaft machen. Die Bonk-Piloten zeigten den Kontrahenten in der quantitativ und qualitativ hochwertigen Cup5-Klasse zweimal die Rücklichter. Sollten Schrey und Mies der Hattrick gelingen, wäre ihnen der erste Platz in der Tabellenführung sicher.

Auf einen Patzer der beiden hoffen Hajo Müller, Jens Riemer und Dominik Thiemann in der V5. Auch sie haben mit ihrem BMW E36 beide Rennen in ihrer Klasse beherrscht und treten am Samstag gegen elf Kontrahenten an. Weitere aussichtsreiche Kandidaten für die Spitzenposition in der Tabelle gehen in der SP7 an den Start: Tim Scheerbarth und Alexander Toril Boqoui haben im Porsche 991 Cup ebenfalls die beiden ersten Läufe als Klassensieger beendet und bekommen es diesmal mit acht Kontrahenten zu tun.

Nordschleifen-Debüt für Weltmeister-Team

Besonderes Augenmerk gilt beim dritten VLN-Lauf der Startnummer #386. Mit dieser Nummer dreht erstmals ein Peugeot 308 Racing Cup seine Runden auf der Nordschleife. Verantwortlich für den Einsatz dieses Autos zeichnet kein geringerer als der neunfache Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb verantwortlich, der allerdings nicht selbst fahren wird. Sébastien Loeb Racing setzt auf die Fähigkeiten der erfahrenen Nordschleifen-Routiniers Michael Bohrer und Jürgen Nett, die mit dem Franzosen Grégoire Demoustier in der SP2T an den Start gehen.

Einzelkämpfer

Mit der Marke Peugeot kennt sich Jürgen Nett zumindest schon mal bestens aus. Im Peugeot 306 S16 ging er bislang regelmäßig gemeinsam mit seinem Bruder Joachim in der V3 auf Punktejagd, auch in den beiden ersten VLN-Läufen 2016. Nun aber trennen sich die Wege der Brüder, und aus Joachim Nett wird beim 58. ADAC ACAS H&R-Cup ein Einzelkämpfer.

Joachim Nett wird nicht der einzige Teilnehmer sein, der sich das vierstündige Rennen im Alleingang zutraut. Max Langenegger wird den Citroen Saxo VTS vom Team Rallye Top ebenfalls alleine über die Nordschleife pilotieren. Gleiches gilt für Stefan Vancampenhoudt, für den dies jedoch absolut nichts Neues ist. So bestritt der Belgier für das Team Schirmer bereits 2015 die komplette Saison (bis auf das 6h-Rennen) als Solist im BMW 325i, beherrschte die Klasse V4 beinahe nach Belieben und kämpfte bis zum letzten Rennen mit um den Titel. In diesem Jahr wechselten Schirmer und Vancampenhoudt in den BMW M235i Racing Cup und versuchen dort, an die Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen.

Kampf um den Gesamtsieg

Solisten gibt es in den großen Klassen nicht mehr. Gerade im Vorfeld zum 24h-Rennen gehen viele Teams meist mit drei oder vier Fahrern an den Start. Ein Trio gibt im Mercedes-AMG GT3 von Team Mann Filter Zakspeed beim dritten Lauf seine VLN-Premiere: die Söhne der berühmten Rennfahrer Roland Asch, Klaus Ludwig und Hans Heyer – Sebastian, Luca und Kenneth. Das Team Zakspeed setzt in der SP9 zudem erneut den Nissan GT-R Nismo GT3 mit Marc Gassner, Florian Strauß und Tom Coronel ein.

Im Kampf um den Tagessieg mischen erneut die Spitzenteams von BMW, Audi, Porsche, Bentley, Lexus und Mercedes-Benz mit. Besonders die Mercedes-Teams sind nach insgesamt drei Podiumsplätzen im Jahr 2016 heiß auf den ersten Gesamtsieg.

Für Porsche wird Manthey Racing mit drei 911 GT3 R ebenfalls endlich ganz vorne mitmischen wollen. Die Werksautos pilotieren Richard Lietz und Patrick Pilet, Earl Bamber und Nick Tandy sowie Michael Christensen und Fred Makowiecki.

Einen Porsche wird man beim dritten VLN-Lauf jedoch vermissen. Frikadelli-Racing zog am Dienstag seine Nennung zurück. Hintergrund ist die neue Einstufung des Porsche 911 GT3 R in der so genannten „Balance of Performance“ (BoP).

Nichtsdestotrotz wird die einmalige Markenvielfalt die Zuschauer an der Nordschleife erneut in ihren Bann ziehen. Bestes Beispiel für den bunten Mix ist übrigens die Klasse SP8: Hier gehen sechs verschiedene Autos von fünf Herstellern an den Start – ein Aston Martin Vantage GT8, ein Lexus ISF CCS-R, ein Ford Mustang GT, ein Porsche 991 GT3 Cup AW, ein Aston Martin V12 Vantage S und ein Ferrari 458.

Der Ferrari hat die ersten beiden Läufe in seiner Klasse für sich entschieden. Somit haben auch Mike Jäger, Christian Kohlhaas und Stephan Köhler, derzeit Fünfte in der Tabelle, die Chance, die Führung in der Meisterschaft zu übernehmen.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf / Guido ten Brink

Souveräner Sieg von Paul di Resta in Hockenheim

Souverän und ungefährdet hat Paul Di Resta das DTM-Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gewonnen. In seinem Mercedes-AMG C63 DTM überquerte der Schotte nach 37 Runden mit einem Vorsprung von 13,024 Sekunden die Ziellinie. Für Di Resta ist es der siebte Sieg in der DTM. Zuletzt war der Schotte 2010 ebenfalls in Hockenheim siegreich. Hinter dem Mercedes-Benz-Piloten wurden die beiden BMW-Fahrer Timo Glock und Augusto Farfus auf den Positionen zwei und drei abgewinkt. Eine großartige Leistung zeigte Gary Paffett, der hinter Maxime Martin auf Platz fünf gewertet wurde. Der Brite lag lange Zeit hinter Sieger Di Resta auf dem zweiten Platz, fiel nach einer Durchfahrtsstrafe aber auf Rang elf zurück und kämpfte sich im weiteren Rennverlauf wieder bis auf Platz fünf vor. Nico Müller, der am Samstag mit Rang drei seinen ersten Podiumsplatz feierte, beendete das Sonntagsrennen als bester Audi-Pilot auf dem achten Platz.

DTM 2016 001Rennwochenende eins Hockenheim Sonntag

Vor allem in der Anfangsphase zeigte das Rennen einige Parallelen zum Samstag: Kontaktbetonte Tür-an-Tür-Duelle, die nicht immer ohne Schaden blieben. Mit Bruno Spengler, Mattias Ekström und Timo Scheider mussten gleich drei ehemalige DTM-Champions ihre Fahrzeuge nach Kollisionen frühzeitig abstellen. Nach seinem erfolgreichen Auftritt im Rahmen der Rallycross-Weltmeisterschaft – vor dem DTM-Rennen gewann Ekström dort das Finale – hatte der Schwede auf ein ebenso gutes Ergebnis im DTM-Rennen gehofft.

In der DTM-Fahrerwertung führt nach zwei von 18 Saisonrennen Paul Di Resta mit 37 Punkten vor seinem Markenkollegen Robert Wickens (26 Punkte) und Edoardo Mortara (25 Punkte). Nach seinem zweiten Platz am Samstag wurde Wickens heute Sechster. In der Hersteller-Wertung übernimmt Mercedes-Benz (83 Punkte) die Führung vor BMW (72 Punkte) und Audi (47 Punkte).

78.500 Zuschauer besuchten das DTM-Auftaktwochenende auf dem Hockenheimring, rund fünf Prozent mehr als im letzten Jahr. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde ihnen ein abwechslungsreiches Programm mit spektakulärem Motorsport geboten, ergänzt durch Live-Auftritte von Christina Stürmer, Finn Martin und DJ Antoine. Bereits in zwei Wochen, am 21. und 22. Mai, steht das nächste DTM-Wochenende im österreichischen Spielberg auf dem Programm.

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Zweiter Sieg für Dunlop und Phoenix Racing in der VLN 2016

• Phoenix-Audi R8 LMS bestätigt beim 2. VLN-Lauf den Auftaktsieg
• Wechselhafte Wetterbedingungen in der rauen Eifel
• Erster Start für Aston Martin Racing und Dunlop auf der Nordschleife

Sensationeller Erfolg auf der Nordschleife: Dunlop und Phoenix Racing feiern den zweiten Sieg in Folge in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Nach einem packenden Vier-Stunden-Rennen fuhr der Dunlop-bereifte Audi R8 LMS von Frank Stippler und Anders Fjordbach (Dänemark) als Sieger über die Ziellinie. Bei wechselhaften Wetterbedingungen konnte Phoenix Racing den Auftaktsieg wiederholen. Nach 28 Runden über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten 57,839 Sekunden. Zugleich fuhr das deutsch-dänische Duo in 8:05.695 Minuten die schnellste Rennrunde.
„Wir sind sehr glücklich über den zweiten Sieg“, sagte Stippler. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute sicherlich neben einer tollen Balance des Autos, dass wir mit zwei Fahrern nur zwei Mal gestoppt haben, während die Konkurrenz mit vier Fahrern einen Boxenstopp mehr einlegen musste.“ Egal, ob nasser oder trockener Asphalt: Dunlop stellte stets den geeigneten Rennreifen zur Verfügung. „Wir waren in den teilweise nassen Passagen besser in der Lage, den Dunlop-Slick auf Temperatur zu halten, während die Konkurrenz stärker mit dem Reifenmaterial kämpfen musste“, erklärte Fjordbach. „Großes Lob an Dunlop. Insbesondere im Trockenen waren wir heute konkurrenzfähig und konnten das Rennen sehr gut kontrollieren“, ergänzte Phoenix-Teamchef Ernst Moser. Der Phoenix-Audi R8 LMS markierte in dem extrem stark besetzten Teilnehmerfeld die schnellste Rennrunde. Doch in der Schlussphase musste die Mannschaft aus der Eifel noch einmal zittern. Plötzlich einsetzender, starker Regen sorgte für zusätzliche Spannung. „Die zentrale Frage war in dieser Phase natürlich, wie viel Risiko geht man auf Slicks ein, um den Reifen im Temperaturfenster zu halten“, erklärte Stippler. „Man muss einerseits pushen, darf anderseits aber nicht den Bogen überspannen.“ Doch der Nordschleifen-Spezialist fand das richtige Maß und machte den zweiten Sieg in Folge perfekt.

„Bereits im Qualifying lagen fünf Dunlop-Teams mit vier verschiedenen Fahrzeugkonzepten auf den ersten sieben Startpositionen. Und dann der zweite Sieg im zweiten Rennen – einfach klasse“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Das Rennen war eine optimale Vorbereitung auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring Ende Mai, bei dem sicherlich ähnliche Wetterkapriolen wie bei diesem VLN-Lauf zu erwarten sind.“

Erster Start für Aston Martin Racing auf der Nordschleife
Zum ersten Mal in diesem Jahr war auch das Team Aston Martin Racing auf der Nordschleife am Start. Die beiden Aston Martin Vantage GT3 der Werksmannschaft aus Großbritannien belegten die Plätze vier und acht. Darren Turner (Großbritannien) und Nicki Thiim verpassten als Vierte knapp den Sprung auf das Podium. Matthias Lauda (Spanien) und Richie Stanaway (Neuseeland) fuhren auf Rang acht. Der BMW M6 GT3 mit der #35 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop sammelte in der turbulenten Anfangsphase des Rennens Führungskilometer. Zum Schluss belegten Matias Henklola (Finnland), Michele Di Martino und Kazunori Yamauchi (Japan) den 13. Platz. Die Teamkollegen Christian Krognes (Norwegen), Victor Bouveng (Schweden) und DTM-Fahrer Tom Blomqvist (Großbritannien) wurden als Elfter abgewinkt. Damit waren sie zugleich der beste BMW im 180 Fahrzeuge umfassenden Feld.

N24h 2016: Porsche schickt Weltmeister-Team ins Rennen

  • Manthey Racing setzt zwei Porsche 911 GT3 R im Werksauftrag ein

  • Amtierendes Weltmeisterteam der GT-Klasse in der FIA-Sportwagen-WM

  • Die Mannschaft aus Meuspath gehört zu den erfolgreichsten 24h-Teams

Grau mellierter Bart, konzentrierter Blick, die „Mickey Mouse“ genannten Kopfhörer immer auf dem Kopf: So kennen Fans Nordschleifen-Ikone Olaf Manthey, der mit seinem Team das Geschehen auf der Nordschleife über Jahre prägte. Auch wenn der geborene Bonner Rennstall und Tuning-Betrieb mittlerweile in jüngere Hände weitergegeben hat, so treibt doch sein Spirit das Team an. Es ist der Geist des Erfolges: Fünf Gesamtsiege holte Manthey im Laufe seiner Karriere beim 24h- Rennen. Im vergangenen Jahr gelang zudem ein ganz großer Coup, als sich das Team in der GT-Klasse der FIA Langstrecken-WM den Meistertitel sicherte. Nun wählte Porsche das Team aus Meuspath für den Werkseinsatz beim ADAC Zurich 24h-Rennen 2016 aus. Zwei nagelneue Porsche 911 GT3 R mit jeweils mit vier Werkspiloten schickt Manthey Racing ins Rennen.

„Es macht mich sehr stolz, dass das geklappt hat“, freut sich Olaf Manthey. „Wenn mir vor zehn Jahren jemand gesagt hätte, dass mein Name einmal auf den Werksautos und den Werks-Lkw stehen wird, hätte ich ihn in eine Zwangsjacke stecken lassen“. Die Ernennung zum einzigen Porsche-Werksteam beim diesjährigen 24h-Rennen bestätigt für ihn, „dass wir in der Vergangenheit wohl einen recht guten Job gemacht haben und für Porsche einiges geleistet haben – und ich hoffe, in der Zukunft auch noch leisten werden“. Bislang war das Team mit Werksunterstützung am Start, wurde erst in diesem Jahr zum ersten Mal offizielles Porsche-Werksteam auf der Nordschleife. Dabei fungiert Olaf Manthey allerdings nicht mehr wie bisher als Teamchef. Seine Nachfolge tritt Nikolas „Nikki“ Raeder an. „Die beiden Raeder-Brüder Nikolas und Martin sind seit drei Jahren unsere Geschäftsführer und sollen meine Nachfolge übernehmen“, sagt Olaf Manthey. „Deshalb trete ich mehr und mehr in den Hintergrund, stehe aber nach wie vor weiterhin in beratender Tätigkeit zur Verfügung“. Manthey selbst wird sich ab der Saison 2016 nur noch um die zahlreichen Kunden-Teams kümmern.

Beide Lager, Manthey Racing und Porsche, haben den Anspruch die „Grüne Hölle“ nach 24 Stunden als Sieger zu verlassen. „Das ist ganz klar unser Auftrag“, sagt Nikolas Raeder. Als „Kind der Eifel“ habe man natürlich auch den Fans gegenüber eine Verpflichtung, so Raeder. Doch für den Sieg seien zunächst zwei Dinge Voraussetzung: „Eine gute Einstufung unserer Autos in der Balance of Performance und ein guter Job unseres Teams“. So unterschiedlich wie die neuen GT3-Sportwagen von Audi, BMW und Mercedes sind, so unterschiedlich sind auch deren Konzepte. So fährt Porsche als einziger Hersteller mit Heckmotor und anders dimensionierten Vorderrädern. „Die GT3- Fahrzeuge haben alle die gleiche Reifengröße, nur Porsche hat ein etwas kleineres Vorderrad“, erklärt Raeder. Mit dem Vierliter-Saugmotor hat der 911er zudem den kleinsten Hubraum der vier Klassenkonkurrenten. „Im Drehmomentverlauf und in der Spitzenleistung haben wir ein kleines Manko“, so der Teamchef. „Deshalb sind wir beim Herausbeschleunigen aus den Ecken und beim Topspeed langsamer, als die anderen“.

Erfolgversprechende Performance beim 24h-Qualirennen

Dennoch: Die Performance des Porsche 911 GT3-R auf der Nordschleife war beim 24h- Qualifikationsrennen Mitte April vielversprechend. Das Team Jörg Bergmeister / Matteo Cairoli fuhr lange auf Podiumskurs. Nur eine Zeitstrafe verhinderte letztlich den Erfolg. „Trotz des fehlenden Happy-Ends bin ich mit dem Rennverlauf ganz zufrieden“, sagt Jörg Bergmeister. „Das Auto lief problemlos, und wir haben aus unser Sicht das Optimum herausgeholt“. Allerdings habe sich wie schon beim ersten VLN-Lauf erneut gezeigt, „dass wir die Pace der Top-Autos noch nicht ganz gehen können – besonders die Mercedes scheinen sehr stark zu sein“. Bergmeister ist trotzdem zuversichtlich beim 24h- Rennen um den Sieg mitfahren zu können: „Unser Auto ist durch die bisherigen Einsätze beim 24h-Rennen von Daytona und dem 12h-Rennen von Sebring ausgereift und zuverlässig. Wenn Fahrer und Team keine Fehler machen, hoffe ich ganz vorne mit dabei sein zu können“. Und da dabei immer auch ein Quäntchen Glück im Spiel ist, hat sich das Team für den Start zwei besondere Glückszahlen ausgesucht: Die beiden 911er sind nicht nur am auffälligen Werks-Design zu identifizieren, sondern auch an ihren eindeutigen Startnummern #911 und #912.

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Die CUP-Klassen in der VLN im Überblick

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring besticht durch einen einzigartigen Mix aus Fahrzeugmarken, -Kategorien und -Modellen. Nichtsdestotrotz erfreuen sich auch jene Klassen großer Beliebtheit, in denen die Kontrahenten mit identischen Fahrzeugen gegeneinander antreten: die Cup-Klassen. Von ihnen sind die Zuschauer am Nürburgring mittlerweile ebenso fasziniert wie von den High-Speed-Klassen SP9 (GT3), SP-X und SP-Pro. 2016 wird mit der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing eine neue Cup-Klasse erwartet. Um die 20 Teams haben sich in dieser bereits angemeldet – das Cup-interne Kräftemessen der Porsche Cayman verspricht eine echte Attraktion auf der Nordschleife zu werden. Eine perfekte Ergänzung zu den drei weiteren Cups, dem BMW 235i Racing Cup, dem Opel Astra OPC Cup und dem TMG GT86-Cup, die auch in der neuen Saison wieder für Spannung bis zum letzten VLN-Rennen sorgen dürften.

Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing
„Ich bin froh, dass es nun endlich losgeht. Wir sind sehr gut aufgestellt und hoffen auf eine optimale Saison“, sagt der Cayman GT4 Trophy-Verantwortliche Thomas Raquet. Die Voraussetzungen sind vielversprechend: Über 15 der 385 PS starken Fahrzeuge werden zum Saisonauftakt erwartet. Nahezu alle Fahrzeuge wurden bereits an die Teams ausgeliefert. Mit circa 200 eingebauten Rennteilen wurde das Serienmodell in einen Cayman GT4 Clubsport umgewandelt – ein gelungener Mix aus Serien- und Rennfahrzeug. Raquet: „Wir sind sehr gespannt. In der Trophy treffen viele Fahrer aufeinander, die zuvor in den unterschiedlichsten VLN-Klassen unterwegs waren. Das Teilnehmerfeld hat es in sich und verspricht packende Rennen.“

Durch die hohe Meldezahl erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass der VLN-Meister des Jahres 2016 aus der Cayman-Trophy kommen könnte. Schließlich kassieren Fahrer und Mannschaft umso mehr Punkte in der Gesamtwertung, je mehr Konkurrenten sie in ihrer Klasse hinter sich lassen. Wer folglich die Trophy dominiert, könnte sich gleichzeitig zum Topfavoriten für den VLN-Titel machen.

BMW 235i Racing Cup
Diese Voraussetzungen gelten auch im BMW 235i Racing Cup, der seit seinem Debüt im Jahr 2014 eine feste Größe in der VLN darstellt. Stets wartete der Cup mit hohen Teilnehmerzahlen auf, im vergangenen Jahr waren bei allen VLN-Läufen durchschnittlich 17 Autos am Start. Und auch 2016 scheint der BMW-Cup die am besten besetzte Klasse zu werden. „Wir rechnen mit mehr als 20 Autos in der Startaufstellung“, bestätigt Jens Marquardt, der BMW-Motorsport-Direktor. „Sie werden den VLN-Fans wieder erstklassiges Racing bieten.“

Den Teilnehmern stehen in der kommenden Saison Upgrade-Teile für den 333 PS-starken Kompaktsportler aus München zur Verfügung: Ein Heckflügel und eine modifizierte Radaufhängung sollen für eine „ruhigere“ Hinterachse sorgen. Die Bremsanlage wurde so überarbeitet, dass die laufenden Kosten gesenkt werden. Im BMW 235i Racing Cup messen sich im erhöhten Maße junge Talente mit erfahrenen Nordschleifen-Hasen. So lieferten sich in der vergangenen Saison Michele Di Martino und Moritz Oberheim – der als 18-Jähriger seine erste VLN-Saison bestritt – einen erbitterten Schlagabtausch mit den Nürburgring-Veteranen Mario Merten und Ralf Schall. Am Ende holten die Junioren den Cup-Titel.

TMG GT86-Cup
Hochklassigen Wettbewerb liefert auch der TMG GT86-Cup, der in seine vierte VLN-Saison geht. Das belegt unter anderem die Tatsache, dass die letztjährigen Cup-Sieger Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz lange die VLN-Wertung anführten, sich nach dem Finale aber mit dem dritten Meisterschaftsrang zufrieden geben mussten.

Auch der TMG GT86 wird in dieser Saison einer Frischzellenkur unterzogen. Das umfangreiche Paket umfasst unter anderem ein neues Bodykit, bestehend aus Frontsplitter, Seitenschweller und Heckflügel, sowie ein neues Lufteinlasssystem, mit dem der Motor dann 210 anstatt 200 PS leistet. Daneben wurde das Getriebe verbessert und Bremse und Kupplung wurden verstärkt. Gewichtsoptimierte Türen und eine neue Batterie sorgen für eine Gewichtsersparnis. „Zum vierten VLN-Lauf werden wir entsprechende Pakete an unsere Kunden ausliefern“, sagt der Cup-Verantwortliche Nico Ehlert. „Diese Upgrades werden die Wettbewerbsdichte erhöhen und das Leistungsniveau steigern.“ Einem spannenden Kräftemessen der Toyota-Cup-Piloten steht somit auch im Jahr 2016 nichts im Wege. Ehlert: „Die vierte Saison in Folge zeigt, dass wir uns im Umfeld der VLN sehr wohl fühlen, und wir hoffen, dass ein weiteres spannendes Jahr vor uns liegt.“

Opel Astra OPC-Cup
Auch der Opel Astra OPC Cup geht 2016 in seine vierte Saison. Seit seinem Debüt 2013 hat sich der Markenpokal zu einem echten Highlight in der VLN entwickelt. Die Rennen verliefen stets eng und spannend, der Champion wurde jeweils erst beim Saisonfinale gekürt. Daher entschlossen sich die Verantwortlichen bei Opel Motorsport, den Cup für eine weitere Saison auszuschreiben. Die 320 PS starken Opel GTC OPC gehen in unveränderter technischer Spezifikation an den Start. „Wir entsprechen damit den Wünschen unserer Teams, die ihr Rennfahrzeug weiterhin auf dem Nürburgring einsetzen wollen. Und wir wissen auch, wie beliebt der Cup bei den vielen Fans rund um die Nordschleife ist“, betont Opel-Motorsport-Direktor Jörg Schrott. „Die Nordschleife hat für Opel Motorsport stets einen besonderen Stellenwert gehabt. Daher strebt Opel eine mittel- und langfristige Präsenz auf der schönsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt an.“

Mit dem Porsche Carrera Cup gibt es noch eine fünfte Cup-Klasse in der VLN. Sie verfügt jedoch über keine eigene Cup-Wertung, sondern dient als „Auffangbecken“ für all jene Teams und Fahrer, die ihre Porsche Carrera Cup-Modelle aus den unterschiedlichen Rennserien, wie aus zum Beispiel aus dem Porsche Supercup oder den nationalen Carrera-Cups, auch auf der Nordschleife einsetzen möchten.

In der kommenden Woche liefern wir unter anderem Informationen zur neuen Doppelt-Gelb-Regelung.

CES 2016: Bosch macht das vernetzte Auto zum persönlichen Begleiter

  • CES-Veranstalter zeichnet haptischen Touchscreen von Bosch aus
  • Bosch präsentiert neue Lösungen für das automatisierte Fahren und Parken
  • Messestand bietet Innovationen zum Anfassen
  • Im Showcar wird das ganze Dashboard zum Display

Das Internet im Auto ist mehr als eine komfortable Zugabe für den Autofahrer. Es macht das Fahren noch effizienter und sicherer. Das zeigt Bosch auf derCES 2016 in Las Vegas mit einer Reihe vernetzter Funktionen und Assistenzsysteme. Wie sich diese leicht bedienen lassen, um die Ablenkung des Fahrers zu minimieren, ist ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts. Neuestes Beispiel von Bosch ist ein vom CES-Veranstalter preisgekrönter Touchscreen, der mit haptischen Rückmeldungen das Gefühl einer Knopf-Tastatur erzeugt. Live zum Anfassen präsentiert Bosch in Las Vegas zudem eine Vorschau auf das automatisierte Fahren und die smarte Fahrzeugvernetzung.

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Das Auto: der ganz persönliche Begleiter des Fahrers
Einen Ausblick in die automobile Zukunft zeigt Bosch in der North Hall. Hier erleben die Besucher im Bosch-Showcar eine neue Art der Kommunikation zwischen Mensch und Technik. „Die richtige Information zur richtigen Zeit minimiert die Ablenkung des Fahrers“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner auf der Pressekonferenz des Unternehmens bei der CES 2016 in Las Vegas. Armaturenbrett und Mittelkonsole sind im Showcar in einem rein elektronischen Display vereint. Dessen Inhalte passen sich beispielsweise an die aktuelle Umgebung des Fahrzeugs an. Kommt ein Fußgänger von rechts, so warnt eine entsprechende Lichtgestaltung. Aber auch der Terminkalender und die persönlichen Vorlieben des Fahrers werden berücksichtigt. Fällt beispielsweise ein Termin aus, zeigt das Auto künftig automatisch die Route zum nächsten Ziel im Kalender an. Ist der Autopilot aktiviert, gewinnt der Fahrer noch mehr freie Zeit und kommt entspannter ans Ziel.

Das vernetzte Auto der Zukunft kann aber noch mehr. Es ist mit dem Smart Home verbunden, so dass sich Funktionen im Haus wie die Heizung oder die Sicherheitstechnik jederzeit steuern lassen. Steht beispielsweise ein Paketbote vor der Tür, genügt ein Fingertipp am automobilen Display, um den Boten kurz einzulassen und den Empfang eines Paketes zu quittieren. So komfortabel, vielseitig und sicher kann die Interaktion mit der Technik sein. Das vernetzte Infotainment navigiert den Fahrer nicht nur durch den Verkehr, vielmehr auch durch den Alltag. Es ermöglicht den Zugriff auf Online-Dienste und Smartphone-Apps – und nicht zuletzt lässt es sich mittels Gesten und Sprache steuern, wie in einer Unterhaltung mit dem Beifahrer. Das Auto wird zum ganz persönlichen Begleiter des Fahrers.

Ein Touchscreen, der so tut, als hätte er mechanische Knöpfe
Bereits im Vorfeld der Messe ist Bosch für einen neuen Touchscreen mit dem CES 2016 Innovation Award in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Das Gerät kann unterschiedliche Oberflächenstrukturen erzeugen, so dass sich auf dem Display Elemente erfühlen lassen. Dank dieser haptischen Rückmeldung lassen sich Infotainment-Anwendungen wie Navigation, Radio oder Smartphone-Funktionen einfacher bedienen. So können Fahrer die Bildschirminhalte oftmals steuern, ohne hinzusehen. Ihr Blick bleibt auf der Straße. Auf dem Display stehen raue, glatte oder gemusterte Oberflächen für unterschiedliche Knöpfe und Funktionen, erst bei festerem Druck wird tatsächlich ein Befehl ausgelöst. Das Besondere: Äußerlich unterscheidet sich der Touchscreen nicht von einem normalen Display, doch vermittelt er dem Nutzer das Gefühl, mechanische Knöpfe zu drücken.

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Keine Angst vor Geisterfahrern, der Schutzengel kommt aus der Cloud
Dank Vernetzung werden die Fahrerinformationen aktueller denn je. Besonders wichtig ist dies beispielsweise bei Geisterfahrern. In der Regel gehen die Warnungen der Radiostationen erst nach mehreren Minuten über den Äther, während jede dritte Geisterfahrt schon nach 500 Metern endet. Bosch entwickelt derzeit eine neue cloudbasierte Falschfahrerwarnung, die Autofahrer künftig bereits nach gut zehn Sekunden auf die Gefahr aufmerksam machen soll. Als reines Software-Modul kann sie günstig in Smartphone-Apps wie myDriveAssist von Bosch oder bestehende Infotainment-Systeme integriert werden. Um das Fahren in falscher Richtung zu erkennen, vergleicht die cloudbasierte Funktion die tatsächliche, anonymisierte Fahrzeugbewegung auf Autobahnauffahrten mit erlaubten Bewegungsrichtungen. Bei Abweichungen erhält der Fahrer in Sekundenschnelle einen Hinweis auf seinen Fehler. Zugleich werden entgegenkommende Autos im nahen Umkreis gewarnt. Von 2016 an wird die neue Funktion als Cloud-Dienst verfügbar sein.

Der Autobahnpilot kommt ab 2020 und macht die Straßen sicherer
Noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr bringt das hochautomatisierte Fahren. Auf Autobahnen wird dies ab 2020 möglich. Nach einer Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen deutlich senken – allein in Deutschland um bis zu ein Drittel. Welche Systeme und Sensoren für automatisierte Fahrten nötig sind, zeigt Bosch auf der CES 2016 anhand eines weiteren Fahrzeugmodells in der Sands Expo. Zudem erfahren die Besucher, wie etwa der Autobahnpilot arbeitet – ein hoch automatisiertes System, das auf Highways komplett die Aufgaben und die Verantwortung des Fahrers übernimmt. Praxistests dieser Technik im öffentlichen Straßenverkehr laufen bereits. Bosch erprobt das automatisierte Fahren auf Autobahnen nicht nur in Deutschland und den USA, sondern seit Kurzem auch in Japan.

sourceimage (3)Damit das Auto künftig auch um die Kurve sehen und mögliche Gefahrenstellen erkennen kann, liefern Daten aus dem Internet eine aktuelle Vorausschau auf Stauenden, Bau- und Unfallstellen. Daraus entsteht ein vernetzter elektronischer Fahrzeughorizont – der „Connected Horizon“. Das Auto ist dadurch noch vorausschauender unterwegs – Sicherheit und Effizienz steigen weiter.

Nicht der Fahrer, sondern das Auto sucht den Parkplatz
Nach jeder Fahrt folgt das Parken. Dazu entwickelt Bosch eine neue Funktion, das Automated Valet Parking. Eine Lösung, die Autofahrern im Parkhaus nicht nur die Suche nach einem Parkplatz abnimmt, vielmehr das Auto gleich selbstständig parken lässt. Es genügt, das Fahrzeug vor der Einfahrt eines Parkhauses abzustellen. Per Smartphone-App gibt der Fahrer ihm dann den Befehl, sich selber einen Stellplatz zu suchen. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Möglich wird das vollautomatisierte Parken mit einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur und der Bord-Sensorik des Fahrzeugs – sowie der Vernetzung von beidem. Belegungssensoren melden zum Beispiel genau und aktuell, wo welche Stellplätze frei sind, damit sich das Auto dorthin bewegt. Auch für das vollautomatische Parken entwickelt Bosch neben der Funktion alle nötigen Komponenten im eigenen Haus.

VLN: Spannendes Finale 2015!

Am 31. Oktober steigt der letzte von zehn Akten der VLN Langstreckenmeisterschaft 2015. Der Nürburgring öffnet seine Pforten zum großen Finale. Auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Kurzanbindung geht es noch einmal um die Wurst – vielmehr um den Schinken. So ist es bereits Tradition, dass der Veranstalter des 40. DMV Münsterlandpokals für die Klassen- und Gesamtsieger neben den sonst üblichen Pokalen auch einen herzhaften Schinken als Trophäe überreicht. Für einige ein besonderer Anreiz, für diejenigen, die noch ein konkretes Ziel vor Augen haben, eine nette Zugabe. Von der letzteren Kategorie gibt es beim VLN-Finale noch eine ganze Reihe. Schließlich ist weder der BMW M235i Racing Cup, noch der Opel Astra GTC OPC Cup, noch die VLN-Meisterschaft entschieden. Spannende Duelle und rasante Renn-Action sind garantiert, wenn die Ringkämpfer ihren Arbeitsgeräten in der ‚Grünen Hölle’ alles abverlangen werden. Mit von der Partie sind dann auch Christian Menzel und Jeroen Bleekemolen, die die Scuderia Cameron Glickenhaus unterstützen.

Beim Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring steht eine Premiere ins Haus. So wird beim 40. DMV Münsterlandpokal erstmals ein TCR-Auto an den Start gehen. Das TCR-Reglement entstand aus dem Seat-Cup und befindet sich mit der TCR International Series 2015 in seiner ersten, weltweit ausgetragenen Saison. Dem TCR-Reglement wird ein ähnlicher Erfolg wie dem GT3-Reglement vorausgesagt und verspricht spektakulären und bezahlbaren Motorsport. VLN-Generalbevollmächtigter Karl Mauer: „Ich bin sehr erfreut, dass wir das erste TCR-Fahrzeug auf dem Nürburgring begrüßen dürfen. Diese Fahrzeugklasse wird in Zukunft für die VLN wichtig werden.“ Die Premierenfahrt des Seat Leon Cup Racers durch die ‚Grüne Hölle’ wird ein doppeltes Vater-Sohn-Gespann bestreiten: Michael und Sandro Marsani sowie Axel und Max Friedhoff. Besonders die Väter, Axel und Michael, verfügen über jede Mange Nordschleifen-Erfahrung und zählen zu den VLN-Routiniers.

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Und auch im Kampf um den Gesamtsieg wird es mächtig zur Sache gehen. Für die Farnbacher-Brüder, Dominik und Mario, wäre es der erste im Lexus RC-F GT3. Ein Rennen pausierten sie in der VLN, nachdem sie zuvor bereits einige Achtungserfolge mit der Neuentwicklung der Japaner erzielen konnte – eine Pole-Position und einen zweiten Rang. Für Lexus und Farnbacher-Racing somit eine unerwartet erfolgreiche Saison, der ein Sieg beim Finale die Krone aufgesetzt würde. Diese würde  auch nur zu gerne James Glickenhaus endlich einmal in Empfang nehmen. Er schickt wieder einmal seine beiden Eigenkonstruktionen, die SCG003C, auf den Nürburgring. Die beiden extravaganten Geschosse sollen diesmal nicht nur durch ihr Design bestechen, weshalb die Scuderia Cameron Glickenhaus namhafte Piloten für ihre Cockpits verpflichtet hat. So wird GT-Spezialist Jeroen Bleekemolen seine Premiere im SCG003C geben und gemeinsam mit Manuel Lauck und Frank Mailleux auf Zeitenjagd gehen. Im Schwesterauto nehmen die alten Nordschleifen-Hasen Thomas Mutsch und Christian Menzel zusammen mit Jeff Westphal Platz. Menzel war bereits 2011 für das Glickenhaus-Team im Einsatz. Beim Saisonfinale 2011 pilotierte er den N.Technology P4/5 Competizione.

211/ VLN Saison 2015, Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
211/ VLN Saison 2015, Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien – [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste – Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
Während der niederländische Ex-DTM-Pilot Renger van der Zande im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Car Collection Motorsport gemeinsam mit Kenneth Heyer und Indy Dontje ebenfalls ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden möchte, hat ein weiterer Racer aus den Benelux-Ländern im BMW 325i ein ganz anderes Ziel vor Augen. Der Belgier Stefan van Campenhoudt möchte seine Führung im Meisterschaftsklassement verteidigen und sich zum ersten internationalen VLN-Champion krönen. Die ärgsten Verfolger, Dirk und Tim Groneck im Renault Clio, haben nur 0,07 Punkte Rückstand und werden ihrerseits alles unternehmen, nach 2013 erneut die Meisterschaft zu ergattern.

Wenn nach dem Zeittraining (8:30 Uhr bis 10 Uhr) um 12 Uhr das große Finale gestartet wird, ist auch im Opel Astra OPC Cup jeder Meter Asphalt hart umkämpft. Neben den Tabellenführern Jari Nuoramo / Juha Hannonen / Daniel Bohr haben noch drei weitere Teams Aussichten auf den Cup-Sieg. Im BMW M235i Racing Cup liegen Michele Di Martino / Moritz Oberheim und Ralf Schall / Mario Merten in der Cup-Wertung mit der gleichen Punktzahl an der Spitze.

Das VLN-Finale 2015 trägt seinen Namen somit völlig zu Recht. Viele ausstehende, enge Entscheidungen geben den Zuschauern am 31. Oktober reichlich Möglichkeit, mit den Piloten auf der Strecke mitzufiebern.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN 2015: Black Falcon holt eiskalt den zweiten Saisonsieg

Temperaturen im einstellig-positiven Bereich prägten den neunten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Als mindestens ebenso cool erwiesen sich Hubert Haupt, Manuel Metzger, Yelmer Buurman und Adam Christodoulou. Das Quartett im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon errang im Zeittraining mit einer neuen Jahresbestzeit (8:01,443 Minuten) die Pole-Position, fuhr die schnellste Rennrunde (8:02,786 Minuten) und setzte sich im vierstündigen, spannenden Rennen gegen die Konkurrenz durch. Hinter den Siegern des ROWE DMV 250-Meilen-Rennens wurden die Gewinner des vorherigen Laufs, Dennis und Marc Busch zusammen mit Marc Basseng, als Zweite abgewinkt. Das Team rund um das Zwillingspaar aus Bensheim bestritt den ersten privaten Einsatz des in diesem Jahr vorgestellten neuen Audi R8 LMS. Das Podium komplettierten Le-Mans-Sieger und Porsche-Werksfahrer Nick Tandy aus Großbritannien und der Franzose Fred Makowiecki, die den neuen Porsche 911 GT3 R bei seiner Weltpremiere über den Nürburgring pilotierten. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 24. Oktober um 19 Uhr.

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien

Das hatte sich Manuel Metzger – VLN-Champion des Jahres 2011, schon damals in Diensten des Team Black Falcon –wohl nicht träumen lassen. Bei seinem zweiten Rennen im bulligen Flügeltürer feierte er seinen ersten VLN-Sieg. „Einfach überragend!“, waren die ersten Worte nach der Zieldurchfahrt. „Beim vergangenen Rennen sind wir kurz vor Ende ausgefallen, als wir um den Sieg mitgekämpft haben. Heute wurden wir entschädigt.“ Die letzten Runden waren für den 29-Jährigen eine Zitterpartie. Im Zweikampf mit dem SLS AMG GT3 von ROWE RACING – mit den Piloten Klaus Graf und Christian Hohenadel – war der Sieg in Gefahr. „Yelmer war gut unterwegs, trotzdem haben wir gemerkt, dass der ROWE-SLS minimal flotter war“, sagte Metzger. Nach 21 Runden steuerte das Fahrzeug des Veranstaltungs-Namensgebers jedoch mit einem technischen Defekt unplanmäßig die Box an und schied aus. „Wir haben so einen Rückschlag auch schon am eigenen Leib erlebt – das ist ganz schön bitter. Aber am Ende hatten wir ein sehr gutes Paket und haben verdient gewonnen. Das Team hat mit schnellen Stopps überzeugt und alle vier Fahrer blieben absolut fehlerfrei.“

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.

Zufrieden mit Platz zwei war das Twin-Busch-Team. „Ein Podestplatz nach einem problemlosen Rennen – das zeigt, dass das Fahrzeug auch in Kundenhand sehr viel Potenzial hat“, sagte Basseng. „Die Busch-Zwillinge haben erneut einen perfekten Job gemacht.“ Diese waren ihrerseits vom neuen Gefährt begeistert. „Der neue R8 ist einfach traumhaft zu fahren“, sagte Dennis Busch. „Man braucht viel weniger Kraft, um das Fahrzeug am Limit zu bewegen.“ Im Team laufen nun bereits die Vorbereitungen für die kommende Saison. „Wir sind bereits voll in der Planung für 2016“, sagte Marc Busch. „Und natürlich würden wir gerne mit dem neuen R8 an den Start gehen. Es schaut ganz gut aus.“

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.

Nachdem er den Pokal für Platz drei in die Höhe strecken durfte, zeigte der diesjährige Le-Mans-Sieger Tandy sein breitestes Grinsen. „Auf Anhieb einen Podestplatz einzufahren, das haben wir nicht erwartet“, sagte er. „Wir sind ein sauberes Rennen gefahren. Der neue Porsche ist im jetzigen Stadium noch nicht am Maximum seines Leistungsvermögens angelangt. Wir haben viele Runden absolviert und wertvolle Erkenntnisse gesammelt.“ Vor allem das Abenteuer Nordschleife war für den 30-jährigen Briten, der erst sein siebtes Rennen in der ‚Grünen Hölle’ bestritt, erneut ein Highlight. „Ich habe längst verstanden, wieso jeder sagt, dass die Nürburgring Nordschleife die beste Rennstrecke der Welt ist!“

Hinter dem Spitzentrio fuhr das Wochenspiegel Team Manthey mit Platz vier im Porsche 911 GT3 RSR erneut ein Top-Ergebnis ein, gefolgt von Frikadelli-Racing, die mit ihrem GT3-Porsche am Ende Fünfte wurden. Rang sechs ging an das zweite ROWE RACING Fahrzeug mit den Piloten Kenneth Heyer, Lance David Arnold und dem Niederländer Stef Dusseldorp.

Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen brachte Bewegung in die Meisterschaftswertung. Die bisherigen VLN-Tabellenführer leisteten sich mit Platz zwei in der Klasse SP3 ihren ersten Ausrutscher. Dirk und Tim Groneck mussten sich mit ihrem Renault Clio den Honda-Civic-Piloten Uwe Wächtler und Dominik Fugel geschlagen geben. Ein weitaus größeres Drama spielte sich rund um den bis dato zweitplatzierten Stefan van Campenhoudt ab. Sein BMW 325 erlitt im Zeittraining einen Getriebeschaden und das Team Schirmer wechselte in Rekordzeit das defekte Bauteil. Der Belgier verfehlte den Weg in die Startaufstellung nur knapp und musste so dem Feld aus der Box gestartet hinterherfahren. Zudem kassierte er die dafür übliche Zeitstrafe von einer Minute. Im Rennen fuhr er dann wie entfesselt und kämpfte sich bis auf Platz zwei nach vorne. Der Sieg ging an die Vorjahresmeister Rolf Derscheid und Michael Flehmer. Nach sechs Siegen war es für van Campenhoudt zum zweiten Mal nicht die volle Punkteausbeute. Und auch den Drittplatzierten war das Glück nicht hold. Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz wurden in der TMG GT86 Cup-Klasse nur Vierte und büßten Punkte ein. So führt nach neun Rennen van Campenhoudt vor den Groneck-Brüdern und dem Dörr-Motorsport-Duo. Die Meisterschaft wird erst beim Finale entschieden. Der 40. DMV Münsterlandpokal findet am 31. Oktober statt und führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
VLN Saison 2015, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 17.10.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien – [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste – Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
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VLN 2015: Erster Testeinsatz des neuen Porsche 911 GT3 R

Der neue Porsche 911 GT3 R, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert, startet am 17. Oktober auf der Nürburgring-Nordschleife beim 9. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Dabei kommt das erste zur Langlauferprobung von Fahrwerk und Bremse gebaute Testfahrzeug zum Einsatz. Der bei dem Testeinsatz verwendete Motor ist das bewährte Triebwerk aus den Vorgängermodellen. Die neue Motorengenration mit Benzindirekteinspritzung ist für die anlaufende Produktion und weitere Tests in den USA sowie auf dem Motorenprüfstand in Weissach verplant.

Der erste Einsatz des neuen Kundensportrenners von Porsche Motorsport unter Wettbewerbsbedingungen dient darüber hinaus der Erprobung von Fahrwerks- und Karosseriekomponenten. Außerdem soll das Einsatz- und Entwicklungsteam Manthey Racing die Gelegenheit bekommen, sich frühzeitig mit dem Fahrzeug und seinem Handling vertraut zu machen.

„Es hat sich bislang immer ausgezahlt, im Rahmen der Entwicklung eines neuen Rennfahrzeuges frühzeitig unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Die anspruchsvolle Nürburgring Nordschleife bietet hierzu beste Voraussetzungen“, sagt Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser. „Während unser neuer Motor gleichzeitig ein Testprogramm unter warmen Bedingungen in den USA abspult, erproben wir auf der Nürburgring-Nordschleife mit ihrer außergewöhnlichen Topographie primär Fahrwerks- und Karosseriekomponenten.“

Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (6) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (5) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (4) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (3) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (2) Porsche 991 GT3 R Nuerburgring VLN 2015 Lauf 8 058 Foto Stefan Baldauf SBMedien (8)

 

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VLN 2015: Lauf 8 – Amateure schlagen Profis

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring entschied sich erst auf den letzten Metern. Vier Runden vor Schluss trennten die Top-3-Teams weniger als zwei Sekunden – dann überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem packenden Showdown feierte Dennis und Marc Busch im privat eingesetzten Audi R8 LMS ultra ihren zweiten VLN-Sieg. Das Brüderpaar aus Bensheim konnte sich den finalen Angriff sparen, nachdem das bis dato führende Mercedes-AMG-Test-Team mit den Piloten Thomas Jäger, Jan Seyffarth und Yelmer Buurman im brandneuen Mercedes-AMG GT3 aufgrund eines Geschwindigkeitsverstoßes eine Zeitstrafe kassierte. Platz drei ging an das Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Michela Cerruti, Jesse Krohn und Felipe Fernándes Laser feierten mit dem BMW Z4 GT3 ihren dritten Podestplatz in der laufenden Saison. Bei Kaiserwetter rund um den Nürburgring am ‚Tag der Deutschen Einheit’ war bereits das Zeittraining am Morgen an Spannung kaum zu überbieten. Die Top-10-Teams trennten am Ende gerade einmal 6,497 Sekunden. Zudem erzielte Jäger im AMG GT3 mit einer Zeit von 8:01,881 Minuten eine neue Jahresbestzeit. Für Begeisterung bei den kleinen und großen Zuschauern sorgte die Maus des WDR, die im Rahmen des ‚Türöffner Tags’ vor Ort war. In Kooperation mit dem Nürburgring bot die VLN 15 begeisterten Kindern einen Einblick hinter die Kulissen der Rennveranstaltung und -strecke. Der Sender Sport 1 zeigt am 10. Oktober eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens.

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„Endlich unser zweiter Sieg“, freute sich Marc Busch. „Wir sind aktuell sehr gut aufgestellt und es läuft bei uns wie am Schnürchen.“ Sein Bruder Dennis ergänzte: „Nach den Plätzen sechs und drei bei den vergangenen beiden Rennen, haben wir jetzt noch einmal nachgelegt.“ Neben ihrem hohen Speed – die beiden Amateurrennfahrer ließen souverän eine Reihe von namhaften Sportwagenprofis hinter sich – war auch die Strategie des Teams entscheidend. „Wir haben unseren ersten Boxenstopp vorgezogen, weil wir im Verkehr festhingen“, erklärte Marc Busch. „Danach hatten wir freie Fahrt und konnten mit schnellen Rundenzeiten punkten.“ Auch wenn der Sieg zum Greifen nah war, hielt sich ob des großartigen Erfolgs die Enttäuschung bei Jäger in Grenzen. „Wir haben Platz zwei gewonnen und nicht Platz eins verloren“, sagte der Wahlmünchner. „Schon das Qualifying lief bei uns fantastisch – die Rundenzeit war top und am absoluten Limit.“ Die Entwicklung, die der Vorgänger SLS AMG GT3 in den letzten fünf Jahren gemacht hat, ist komplett in den neuen GT3-Boliden von Mercedes-AMG eingeflossen. „Wir sind am Optimum unterwegs“, so Jäger. Für das Walkenhorst-Trio war Platz drei ein zufriedenstellendes Ergebnis. Laser gab dennoch eine Kampfansage aus: „Wir freuen uns, erneut auf dem Podium zu sein. Viel mehr geht mit dem Z4 nicht. Ich habe mich über weite Strecken an dem AMG GT orientiert und versucht, dran zu bleiben. Das ist mir gelungen, unsere Pace stimmt also. Es stehen noch zwei Rennen auf dem Programm und wir wollen definitiv noch einen weiteren Sieg.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Uwe Alzen und Mike Stursberg im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 auf Rang vier. Auf Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Patrick Huisman im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing folgte das Fahrertrio im SLS AMG GT3 von Car Collection – Kenneth Heyer, Lance David Arnold und Tim Scheerbarth – mit Platz sechs. Auf Position sieben wurden Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey abgewinkt. Für Unternehmer Weiss aus Monschau endete so sein 100. Renneinsatz in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit einem achtbaren Ergebnis.

Neben dem Kampf um den Gesamtsieg waren am Ende gleich mehrere Klassen hart umkämpft. Nachdem sie die Porsche-Cup-Klasse bei den vergangenen fünf Rennen für sich entscheiden konnten, endete beim achten Lauf die Siegesserie von Marc Hennerici und Christian Menzel. Das raceunion Teichmann Racing-Duo überquerte eingangs der letzten Runde nur wenige Tausendstelsekunden hinter Adam Osieka und Steve Jans von GetSpeed Performance die Ziellinie. Über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife hatten sie dann aber doch das Nachsehen und büßten 27,660 Sekunden ein. Zu einem wahren Fotofinish kam es in der Klasse V6. Claudius Karch und Ivan Jacoma retteten im Porsche Cayman S von Mathol-Racing 0,585 Sekunden Vorsprung vor den Zweitplatzierten Yannick Fübrich und Stein Tveten mit dem Porsche 911 von aesthetic racing ins Ziel.

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Mit ihrem siebten Klassensieg verteidigten Dirk und Tim Groneck im Renault Clio die Tabellenführung. Aufgrund der geringeren Anzahl an Gegnern in der SP3 – in der VLN erhält das Team die meisten Punkte, das die meisten Teilnehmer in seiner Klasse hinter sich lässt – ist der Vorsprung auf Stefan van Campenhoudt im BMW 325i des Team Schirmer allerdings geschrumpft. Der Belgier feierte seinerseits sechs Klassensiege. Die V4 ist im Schnitt besser besetzt, so dass seine Chancen gut stehen, die Meisterschaft für sich zu entscheiden, sobald am Ende das eine Streichresultat zum Tragen kommt.

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen, findet bereits in zwei Wochen, am 17. Oktober, statt. Die Renndistanz beträgt wie gewohnt vier Stunden.

 

 

 

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Optimismus bei Lexus für das nächste VLN-Rennen

Das ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 3. Oktober ist der achte Wertungslauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2015. Erneut am Start stehen die beiden weiterentwickelten Lexus RC F GT3 von Emil Frey Racing/Ring Racing und Farnbacher Racing.

Die 24,358 Kilometer lange Kombination aus der Sprintstrecke des Nürburgring Grand-Prix-Kurses und der altehrwürdigen Nordschleife gilt als anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. Nicht nur ihre in die Landschaft eingebettete Streckenführung ist eine Herausforderung, auch die spezifischen Belastungen ans Auto machen die „Grüne Hölle“ besonders. Daher stellt sich für die Verantwortlichen von Lexus Motorsport auch nicht die Frage, ob, sondern nur wie viele Rennen in der Eifel gefahren werden. Als Testlabor für die Entwicklung des Lexus RC F GT3 dienen folgerichtig die zehn Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft, die allesamt auf der Nürburgring-Nordschleife stattfinden.

Lexus ist mit dem RC F GT3 Rennwagen seit dem vierten Wertungslauf mit von der Partie und kann bereits heute auf erfolgreiche Einsätze zurückblicken. Bereits beim Debüt konnten beide Fahrzeuge ins Ziel gebracht werden, Farnbacher Racing sicherte sich sogar den Klassensieg. Noch besser lief es bei VLN5: Zweiter Gesamtrang und damit das erste Podium eines asiatischen Automobilherstellers seit dem Saisonfinale 1979. Mit der ersten Pole Position eines japanischen Herstellers in der VLN Langstreckenmeisterschaft brillierte schließlich Lexus beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen und überzeugte mit Speed und Zuverlässigkeit.

„Der RC F GT3 hat beim VLN Saisonhöhepunkt, dem 6h-Rennen, durch die Pole Position einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Rückschläge, wie der vorzeitige Ausfall des Farnbacher-Autos beim letzten Rennen, gehören dazu und werfen uns nicht zurück. Wir sind nach wie vor in der Testphase und gut im Zeitplan“, sagt Hannes Gautschi von Lexus Schweiz.

Dominik Farnbacher, Pilot bei Farnbacher Racing, ergänzt: „In der Pause nach dem 6h-Rennen haben wir das Fahrzeug komplett zerlegt und auf Schwachstellen untersucht. Unser Ziel ist, das Auto in Sachen Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern. Die folgenden drei VLN-Läufe im Oktober werden spannend, da diese meist unter erschwerten Bedingungen stattfinden.“ Damit spielt Farnbacher auf das berühmt-berüchtigte Eifelwetter an, welches durch unberechenbare Regenschauer bereits das ein oder andere Rennen entschieden hat. Eine falsche Entscheidung bezüglich der Reifenwahl führt schnell zu einem zusätzlichen Boxenstopp und einem Rückstand, der selbst bei einer Renndauer von vier Stunden nicht mehr aufzuholen ist.

Dominik Farnbacher (Lichtenau) teilt sich das Cockpit wie beim 6h-Rennen mit dem Japaner Hiroki Yoshimoto. Emil Frey Racing/Ring Racing startet erneut mit Lorenz Frey (Schweiz), Markus Oestreich (Petersberg) und Jordan Tresson (Frankreich) und möchte am Erfolg des letzten Rennens, dem zweiten Platz in der Klasse SPX und dem 13. Gesamtrang, anknüpfen.

Das ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen über eine Distanz von vier Stunden findet am 3. Oktober statt und startet um 12:00 Uhr. Davor, von 8:30 Uhr bis 10:00 Uhr, wird im Zeittraining über die Startreihenfolge entschieden.

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN-Fans feiern den Tag der Deutschen Einheit

Auf dem Nürburgring reiht sich Highlight an Highlight. Nach den mitreißenden Ereignissen des 6h-Rennens und des DTM-Wochenendes dürfen sich die Motorsportfans nun auf das 55. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen freuen. Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft wird für alle Besucher ein Feiertag am Feiertag. Am 3. Oktober jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 25. Mal und die VLN präsentiert sich an diesem Tage im passenden Gewand. Selten standen in der Saison 2015 so viele hochklassige Boliden, besetzt mit namhaften Piloten, in den Startlöchern. Bei so viel Glanz möchte sich scheinbar auch der Wettergott nicht lumpen lassen – die Vorhersage prophezeit angenehme 18 Grad bei Sonnenschein, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei Null Prozent. Wenn die Motoren von Porsche, Bentley, Mercedes-Benz, BMW, Audi, Opel, Toyota, Lexus und vielen weiteren Herstellern in der Eifel dröhnen, ist auf der 24,358 Kilometer langen Nordschleife elektrisierende Renn-Action vorprogrammiert. Der achte VLN-Lauf des Jahres bildet den schillernden Auftakt eines Goldenen Herbstes auf der schönsten und längsten Rennstrecke der Welt, den sich kein Motorsport-Enthusiast entgehen lassen sollte. Die Teilnehmer biegen auf die Saisonzielgerade ein: am 17. und 31. Oktober folgen nur noch zwei Rennen, ehe die Pokale verteilt werden.

Beim drittletzten Termin des Jahres geben sich besonders in den hochmotorisierten Klassen schillernde Teilnehmer die Ehre. So wird sich beispielsweise der Bentley Continental GT3 wieder in des Abenteuer ‚Grüne Hölle’ stürzen. Der englische Rennbolide machte bereits beim ersten gewerteten VLN-Lauf am 25. April von sich reden und belegte damals in einem extrem starken Feld den vierten Gesamtrang. Gut sechseinhalb Monate später möchten die Briten Steven Kane und Guy Smith am 3. Oktober ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden. Dabei werden sie es mit den Siegern des vergangenen 6h-Rennens zu tun bekommen. Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal, Adam Christodoulou und Manuel Metzger werden im Mercedes-Benz SLS AMG von Black Falcon alles geben, um ihren Erfolg vom siebten VLN-Lauf zu wiederholen.

Eine zunächst erfolgreiche Welt-Premiere feierte der Mercedes-AMG GT3 am 4. Juli. Das Auto ging beim dritten gewerteten VLN-Rennen erstmals in der Öffentlichkeit auf eine Rennstrecke und holte auf Anhieb die Pole-Position. Im Rennen bremste die Pole-Sitter jedoch ein technischer Defekt aus und verhinderte eine Platzierung in der Spitzengruppe. Thomas Jäger, Jan Seyffarth und Yelmer Buurman hoffen nun, dass sie von derlei Schwierigkeiten verschont bleiben, wenn sie das neue GT3-Geschoss beim zweiten Test über die Nordschleife pilotieren. Das gilt auch für ein weiteres Stuttgarter Fabrikat, das sich am 3. Oktober Chancen auf den Sieg ausrechnet. Das Team Car Collection schickt am Tag der Deutschen Einheit ein völlig neues Fahrertrio im Cockpit des Mercedes-AMG SLS GT3 ins Rennen: Kenneth Heyer, Sohn der Rennsport-Legende Hans Heyer, Lance David Arnold, ein echter GT3-Allrounder, und Tim Scheerbarth, VLN-Champion 2011, haben in vielen Rennserien und Marken ihre Klasse hinlänglich unter Beweis gestellt. Drei Top-Piloten, die für den Gesamtsieg mit Sicherheit in Frage kommen. Arnold: „Das Podium sollte für uns auf jeden Fall möglich sein. Und wenn man so etwas sagt, dann schielt man ja meist auch nach ganz oben.“

Auf den obersten Podestrang schielte Philipp Eng im Porsche Carrera-Cup Deutschland in diesem Jahr eigentlich in jedem Rennen. Dabei blieb es nicht. Der Österreicher holte in 15 Läufen acht Siege und krönte sich vier Rennen vor dem Saisonende zum Meister. Als erstem Fahrer überhaupt gelang ihm die Titelverteidigung im schnellen Markenpokal. Doch satt ist Eng noch lange nicht. Nun will es der Champion auch auf der Nordschleife wissen. Gemeinsam mit ‚Gerwin’ teilt er sich das Cockpit des Black-Falcon-Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse SP7. Connor de Philippi gehört wie Matteo Cairoli zu den Kontrahenten Engs. Sie mischten das Feld der erfahrenen Piloten im Carrera Cup als Porsche-Junioren teils gehörig durcheinander. Beide versuchen sich beim achten Lauf zum dritten Mal in der Klasse SP7 an den Herausforderungen der ‚Grünen Hölle’. Cairoli fährt gemeinsam mit Michael Christensen und Christoph Breuer im Porsche 911 GT3 Cup MR von Manthey Racing, de Philippi geht im Frikadelli Porsche 911 GT Cup America mit Frank Kräling an den Start.

Wenn am Tag der Deutschen Einheit der achte VLN-Lauf um 8:30 Uhr mit dem Zeittraining gestartet wird, werden sich mehr als 15 Fahrzeug-Crews Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. Neben den bereits genannten Titelanwärtern gehören sicherlich auch der Frikadelli Porsche GT3 R (Schmitz/Abbelen/Huismann) der Walkenhorst BMW Z4 GT3 (Cerruti/Krohn/Laser), der Falken Porsche 911 GT3 R (Dumbreck/Ragginger), die beiden Audi R8 LMS ultra der Busch-Brüder und Phoenix-Racing sowie die neuentwickelten Lexus RC F GT3 mit den Teams Farnbacher/Yoshimoto und Oestreich/Frey/Tresson zum Favoritenkreis. Wenn um 12 Uhr die Startampel auf dem Nürburgring erlischt, wird ein rasanter Kampf um den Tagessieg entfesselt werden. Ein Highlight für jeden Motorsport-Fan – ein Feiertag am Feiertag.

VLN 2015: 7. Lauf TMG GT86 Cup: Hoffmeister/Wrabetz auf Titelkurs

Von Platz zwei, hinter den Pole-Settern WH-Motorsport, ins Rennen gegangen übernahm Arne Hoffmeister als Startfahrer schon in der ersten Runde das Kommando. „Wir haben uns trotz des Regens entschlossen, auf Trockenreifen ins Rennen zu gehen. Das war auch richtig so. Arne Hoffmeister hatte zwar in den ersten zwei Runden viel Arbeit damit, das Auto auf der Strecke zu halten, aber dann wurde es immer trockener und unser Rennen lief eigentlich planmäßig“, fasst Dörr-Team-Manager Uwe Isert die Ereignisse zusammen. Nur eine Schrecksekunde hatte das Team zu überstehen. „Mitte des Rennens hat bei einem planmäßigen Boxenstopp unsere Zapfsäule aus unerklärlichen Gründen zugemacht und wir haben nicht genug Benzin ins Auto bekommen. Deshalb sind wir aus unserem planmäßigen Boxenstoppfenster gefallen und mussten einen zusätzlichen kurzen Tankstopp einlegen“, so Isert.

Hinter den souveränen Cup-Spitzenreitern entwickelte sich auf dem Nürburgring ein sehenswertes Duell um Platz zwei. Über die gesamte Sechs-Stunden-Distanz rasten die Toyota GT86 CS-V3 mit den Startnummern 538 (WH-Motorsport) und 532 (Pit Lane) in Schlagdistanz um den Eifelkurs, in den letzten Runden sogar im direkten Duell. Mehrfach tauschten beide Autos ihre Positionen. „Ich hatte mit Olivier Muytjens einen tollen und jederzeit fairen Zweikampf. Das hat richtig Spaß gemacht“ berichtete Kevin Hönscheid im Ziel. „In der letzten Runde gelang mir aus dem Windschatten am Ende der Döttinger Höhe das entscheidende Überholmanöver. Ich glaube, im Ziel hatte ich höchstens einen Meter Vorsprung.“ Nach 34 Runden, also mehr als 830 absolvierten Kilometern im Renntempo, trennten beide Autos im Ziel gerade einmal 0,298 Sekunden!

Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Spitzenreiter Hoffmeister/Wrabetz wahrten mit diesem weiteren Erfolg auch ihre Titelchance in der VLN-Gesamtwertung. Dort liegt das Dörr-Duo drei Rennen vor Saisonende nur 1,01 Punkte hinter den Tabellenführern Dirk und Tim Groneck auf Rang drei.

Unmittelbar vor dem siebten Saisonlauf hatte die TOYOTA Motorsport GmbH bekannt gegeben, dass der TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN auch 2016 fortgesetzt wird. Der TMG GT86 Cup hat sich seit seinem Debüt 2013 zu einem beliebten Wettbewerb innerhalb der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring etabliert. Zu einem einzigartigen Preis-Leistungsverhältnis bietet der Cup seinen Teilnehmern ein perfekt auf die Bedürfnisse der Nordschleife abgestimmtes Rennauto, das hochklassigen Motorsport zu überschaubaren Kosten möglich macht und den Cup-Startern, wie diese Saison beweist, sogar die Chance gibt, um die Gesamtmeisterschaft der VLN mitzufahren. Weitere Einzelheiten bezüglich Preisgelder, Meldegebühren und mehr werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Vor allem auf Betreiben unserer Kunden haben wir frühzeitig beschlossen, unseren attraktiven Markenpokal auch in der kommenden Saison fortzuführen. Damit haben bestehende Teams und Fahrer Planungssicherheit. Das war uns wichtig. Viele unserer Starter haben bereits signalisiert, dass sie auch im kommenden Jahr bei uns an den Start gehen wollen.“

VLN 2015: Black Falcon feiert souveränen Sieg beim Saisonhöhepunkt

Eine perfekte Strategie, eine fehlerfreie Fahrt und nicht zuletzt beherzt schnelle Rundenzeiten – das waren die Komponenten, die am Ende zum Triumph von Black Falcon beim Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen führten. Hubert Haupt, Abdulaziz Bin Turki Al Faisal, Adam Christodoulou und Yelmer Buurman überquerten nach 6:03:37,322 Stunden im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 als Sieger des siebten VLN-Laufs die Ziellinie. Das international besetzte Quartett mit Fahrern aus Deutschland, Saudi-Arabien, Großbritannien und den Niederlanden fuhr 41 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife und verfehlte mit einer zurückgelegten Distanz von 998,678 Kilometern die magische 1000-Kilometer-Marke nur knapp. Mitverantwortlich dafür, dass am Ende der Distanzrekord aus dem Jahr 2010 (42 Runden = 1023,50 Kilometer) nicht fiel: Der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war von wechselhaften Wetterbedingungen geprägt. Im Ziel betrug der Vorsprung der Sieger auf den zweitplatzierten Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports mit den Piloten Wolf Henzler und Alexandre Imperatori 1:28,870 Minuten. Dritte wurden Marc Basseng, Dennis und Marc Busch im Audi R8 LMS ultra. Eine 30-minütige Zusammenfassung des siebten VLN-Laufs zeigt der Sender Sport 1 am 12. September um 17:15 Uhr.

211/ VLN Saison 2015, Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen – SB-Medien
Vor allem die erste Stunde des Rennens hatte es in sich. Ein kurzer Regenschauer rund 30 Minuten vor dem Start machte die Wahl der richtigen Reifen zum Pokerspiel und die Platzierungen wurden in Anfangsphase ordentlich durcheinander gewürfelt. Das Farnbacher-Team, das mit den Fahrern Hiroki Yoshimoto, Dominik und Mario Farnbacher im Zeittraining die erste Pole-Position für den Lexus RC-F GT3 errungen hatte, setzte auf geschnittene Slickreifen. Damit verwachste das Trio genauso wie weitere Teams, die ein ähnliches Risiko eingingen. Zunächst fiel das Team weit zurück, in Runde 25 folgte dann das vorzeitige Aus.

Zwar trocknete die Strecke schnell ab, der Rückstand, den sich die betroffenen Teams auf den ersten Kilometern einhandelten war selbst über die um 50 Prozent längere Renndistanz nicht zu kompensieren. Die Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE-Racing und Black Falcon setzten sich an die Spitze und wechselten zum richtigen Zeitpunkt nach zwei Umläufen auf Slicks. In Runde fünf wurden beide dann schließlich auf den Positionen eins und zwei geführt und duellierten sich zum Teil im Abstand von weniger als einer Sekunde bis zur Rennmitte. Der zuletzt siegreiche ROWE-SLS von Klaus Graf und Christian Hohenadel blieb nach einem Aufhängungsschaden in Runde 23 auf der Strecke. Kontrolliert fuhr Black Falcon den Sieg nach Hause. „Auch wenn es von außen vielleicht souverän ausgesehen hat, war es ein ganz schön hartes Rennen“, gab Haupt zu. „In meinem Stint habe ich mich rundenlang mit dem ROWE-SLS duelliert. Das war sehr spannend und hat eine Menge Spaß gemacht. Über meinen ersten VLN-Sieg freue ich mich riesig.“

Auch die Falken-Mannschaft zählte zu den Verlierern der ersten Runden, war dann aber mit Platz zwei am Ende alles andere als unzufrieden. „Der SLS ist uns in der Anfangsphase enteilt“, sagte Henzler. „Die ersten Runden waren extrem rutschig. Dann merkte ich, dass die Reifen langsam Temperatur aufnahmen und konnte pushen. Unsere Aufholjagd war erfolgreich und wir freuen uns über Platz zwei.“ Auch die Busch-Zwillinge – die sich das Cockpit ihres privat eingesetzten Audi R8 LMS ultra zusammen mit dem 26-fachen VLN-Sieger Basseng teilten – zeigten sich zufrieden. „Nach Startplatz 16 und dieser verkorksten Anfangsphase ist Platz drei aller Ehren wert“, sagte Dennis Busch. „Ein tolles Gefühl, endlich mal wieder auf dem Podium zu stehen.“

Hinter dem Siegertrio wurden Nico Bastian und Maro Engel im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 als Vierte gewertet. Und auch Platz fünf ging an ein Team, das auf den bulligen Flügeltürer vertraut: Haribo Racing mit den Fahrern Uwe Alzen, Marco Holzer und Mike Stursberg. Auf den Plätzen sechs und sieben kamen Michela Cherruti, Felipe Fernández Laser, David Jahn und Victor Bouveng im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop und das Porsche-Duo Manuel Metzger und Pseudonymfahrer ‚Gerwin’ unter der Bewerbung Black Falcon Team TDM Friction ins Ziel. Die Porsche-Piloten Marc Hennerici und Christian Menzel für Raceunion Teichmann Racing belegten Rang acht. Platz neun, und damit der Sieg in der Klasse SPX, ging an die Scuderia Cameron Glickenhaus mit dem SCG003C. Pilotiert von Franck Mailleux, Andreas Simonsen, Doppelstarter Felipe Fernández Laser und Thomas Mutsch absolvierte die spektakuläre Eigenkonstruktion des automobilen Enthusiasten James Glickenhaus aus den USA 40 Runden.

Die Veranstaltung des MSC Ruhr-Blitz-Bochum stand ganz im Zeichen von Opel. Dementsprechend motiviert waren die Fahrer des OPC-Cups des Rüsselsheimer Automobilherstellers. Den Klassensieg errangen erneut Hannu Luostarinen, Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche, die mit ihrem vierten Erfolg 2015 die Tabellenführung im Markenpokal weiter ausbauten. Glücklich waren auch Olaf Beckmann, Peter Hass und Volker Strycek, die mit dem betagten Opel Manta einen weiteren Klassensieg feierten. Das Kult-Coupé war beim vorletzten Lauf durch einen unverschuldeten Unfall nachhaltig beschädigt, die Crew rund um Teamchef und Fahrer Beckmann setzte in den vergangenen Wochen alles daran, den Wagen rechtzeitig zum Saisonhighlight wieder an den Start zu bringen. Dieses Engagement wurde belohnt.

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring läutet am 3. Oktober das letzte Drittel der Saison 2015 ein. Das 55. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

 

 

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VLN 2015: XL-Paket auf dem Nürburgring: Sechs Stunden geballte Renn-Action

Der siebte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist für die Zuschauer ein XL-Motorsporterlebnis. Am 5. September steht das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen auf dem Programm. Für die Besucher an der Nordschleife stehen 50 Prozent mehr Renn-Action ins Haus. Wenn die bunte Mischung der zahlreichen Teams und unterschiedlichsten Rennboliden um 12 Uhr in das sechsstündige Rennen starten, ist eines nahezu Gewiss: Nach Siegen von Audi, Porsche, BMW, Ford und zuletzt Mercedes-Benz wird es über die lange Distanz einen Wiederholungstäter auf der obersten Stufe des Siegerpodestes geben. Es sei denn, einer der zahlreichen Träume von James Glickenhaus geht in Erfüllung: Der Teameigner der Scuderia Cameron Glickenhaus schickt zum zweiten Mal in dieser Saison seine Eigenkonstruktionen, die SCG003C, ins Rennen. Sollten die außergewöhnlichen Fahrzeuge, die in der Spezialklasse X an den Start gehen werden, tatsächlich die Überraschung schaffen, wäre das im sechsten gewerteten VLN-Lauf, der sechste Hersteller, der sich als Gesamtsieger in der ‚Grünen Hölle’ feiern lassen würde. Glickenhaus möchte zeigen, dass seine Konstruktionen mehr als nur Farbtupfer im Starterfeld sind.

Einer, dem die Ehre zuteil wird einen Glickenhaus-Boliden über den 24,358 Kilometer langen Eifelkurs zu pilotieren, ist Felipe Fernández Laser. Er wird sich bei seinem Debüt im SCG003C ein Cockpit mit Franck Mailleux und Andreas Simonsen teilen. Zugleich hat der 26-Jährige die Möglichkeit als erster Wiederholungstäter in die Statistik der VLN-Saison 2015 einzugehen. Denn Laser ist einer der Doppelstarter im Feld und will auch dafür sorgen, dass der BMW Z4 von Walkenhorst möglichst viele Runden in dem sechsstündigen Rennen dreht; zusammen mit Michela Cerruti, David Jahn und Victor Bouveng. Das Team erklomm bereits beim vierten VLN-Lauf die oberste Stufe des Siegerpodests. Der dritte und sechste Platz in den beiden darauffolgenden Rennen zeigen, dass sich der Walkenhorst BMW zu einem heißen Eisen im Kampf um den Tagessieg gemausert hat. Um diesen werden jedoch unter anderem auch die zahlreichen Audi im Starterfeld, beispielsweise der R8 LMS ultra von Marc und Dennis Busch sowie Marc Basseng, ein Wörtchen mitreden wollen. Gleiches gilt für den Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING mit dem Siegerduo des vergangenen Laufs, Klaus Graf und Christian Hohenadel. Und wie immer wird auch der Porsche 911 GT3 R von Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huisman schnell unterwegs sein. Zuletzt pilotierten sie den Frikadelli-Porsche auf den dritten Rang. Einen Rang davor überquerten Hubert Haupt und Adam Christodoulou mit ihrem Mercedes die Ziellinie. Statt Andreas Simonsen – der das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen im Glickenhaus SCG003C absolvieren wird – erhalten die beiden diesmal Verstärkung durch Abdulaziz Al Faizal und Yelmer Buurmann. Auch sie zählen zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg.

Natürlich steht besonders der siebte VLN-Lauf ganz im Zeichen des Herstellers mit dem Blitz. So wird einmal mehr der Fuchsschwanz am legendären Opel Manta durch die ‚Grüne Hölle’ wehen. Der Manta reiht sich nahtlos in die Riege der legendären Modelle an, die auf dem Eifelkurs für Aufsehen sorgten: der Kadett GSI 16V, der Omega 3000 24V, der Calibra V6, der Vectra STW oder das Siegerauto des 24-Stunden-Rennens 2003, das Astra V8 Coupé. Das Team hat alles in Bewegung gesetzt, um nach dem unverschuldeten Unfall im vorletzten VLN-Lauf beim 6h-Rennen auf ihrer Heimstrecke mit dem Manta an den Start gehen zu können. „Es war ein Haufen Arbeit, um den Manta wieder flott zu bekommen. Bei uns ging in den vergangenen Wochen in der Werkstatt nur selten das Licht aus“, erzählt Teamchef und Fahrer Olaf Beckmann. Beckmann strebt gemeinsam mit Peter Hass und Volker Strycek im Kultauto den Sieg in der Klasse H2 an. Der Manta und Strycek als Opel Direktor Performance Cars & Motorsport gehören zu Opel, wie die Marke auf den Nürburgring. Und natürlich wird dort auch wieder im beliebten Opel OPC Cup eine Menge los sein. Im spannenden Markenpokal haben momentan die alten Haudegen Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche die Nase vorn. Gemeinsam mit Hannu Luostarinen stehen die Zwillingsbrüder in ihrem Cup Astra des Ti-Tarvike racing-Teams nach fünf gewerteten Rennen an der Spitze des Klassements. Nach ihrem Sieg im vergangenen Rennen möchten sie nun als erste Mannschaft in dieser Saison zwei Rennen in Folge für sich entscheiden. Heinz-Otto Fritzsche hat zudem noch eine weitere Motivation: ihm fehlen noch zwei Klassensiege, um in der Statistik der Klassensiege mit Ralf Schall gleichzuziehen.

Bei noch vier ausstehenden VLN-Läufen spitzt sich auch der Kampf um den Gesamtsieg immer weiter zu. Nach fünf gewerteten Rennen stehen dort drei Teams in der Wertung ganz oben, die ihre Klassen bisher absolut dominierten. Allen voran die Gesamtsieger aus dem Jahr 2013: Tim und Dirk Groneck kommen in der Klasse SP3 gar nicht mehr aus dem Feiern heraus. Die Brüder pilotieren den Renault Clio des Ravenol-Teams von Sieg zu Sieg. Kein Mitstreiter konnte die beiden in der Saison 2015 bisher bezwingen – mit 47,07 Punkten sind die Gronecks auf dem besten Wege ihren Erfolg zu wiederholen. Entschieden ist jedoch noch lange nichts. Denn Fabian Wrabetz und Arne Hoffmeister bleiben den beiden auf den Fersen. Auch sie haben jedes gewertete Rennen im gut besetzten TMG GT 86 Cup gewonnen. Am Toyota GT 86 vom Team Dörr Motorsport beißt sich die Konkurrenz die Zähne aus. Mit 46,21 Punkten liegen die beiden auf dem zweiten Rang des Gesamtklassements. Nur 0,02 Zähler dahinter liegt Stefan van Campenhoudt der in der V4-Klasse ebenfalls das Maß der Dinge ist. Als Einzelkämpfer fährt der Belgier im BMW 325i E90 des Teams Schirmer allen anderen Teilnehmern in seiner Klasse davon. Er wird beim Opel ADAC 6h-Rennen alles dafür tun, um im erneut stark besetzten Feld ein weiteres Mal zu obsiegen. Da es für ein sechsstündiges Rennen jedoch zwei Starter pro Cockpit benötigt, erhält van Campenhoudt dieses Mal Unterstützung vom erfahrenen Tourenwagen-Fahrer Michael Funke.

Ob kraftstrotzende GT3-Boliden, faszinierende Eigenkonstruktionen oder legendäre Kultautos, das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 5. September bietet den Besuchern ein Motorsportspektakel der Extraklasse. Von 8:30 Uhr bis 10:00 Uhr messen sich die Teilnehmer im Zeittraining, um sich ab 11:20 Uhr in der ausgefahrenen Reihenfolge in die Startaufstellung zu begeben. Für die Zuschauer bietet sich zuvor auch die Gelegenheit, die Fahrzeuge beim Pitwalk in der Boxengasse aus nächster Nähe zu betrachten. Um 12:00 Uhr wird es dann ernst, wenn die Piloten in das sechsstündige Abenteuer auf der Nordschleife starten.

VLN 2015: Sechs Rennen, fünf Sieger – ROWE RACING triumphiert

Das war ein fulminanter Start in die zweite Saisonhälfte. Fünf gewertete Rennen – fünf unterschiedliche Sieger: Die Saison 2015 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist weiterhin von prickelnder Spannung geprägt. Klaus Graf und Christian Hohenadel wurden beim 38. RCM DMV Grenzlandrennen im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING nach 4:03:09,479 Stunden in Führung liegend abgewinkt. Bei den vier vorangegangenen Rennen waren Audi R8 LMS, Porsche 911 GT3 R, BMW Z4 GT4 sowie Ford GT erfolgreich. Für den spektakulären Flügeltürer von Mercedes-Benz war es seit 2010 der elfte VLN-Sieg. Und während Hohenadel seinen vierten Triumph feierte, freute sich Graf über seine Premiere auf der obersten Stufe des VLN-Podiums. Den Doppelsieg der ‚Sternfahrer’ machte bei strahlendem Sonnenschein das Team Black Falcon perfekt. Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Andreas Simonsen überquerten mit einem Rückstand von 1:11,682 Minuten als Zweite die Ziellinie. Platz drei eroberten Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing. Der Sender Sport 1 zeigt am 29. August um 16:25 Uhr eine 30-minütige Zusammenfassung des sechsten VLN-Laufs.

211/ VLN Saison 2015, 38. RCM DMV Grenzlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 22.08.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
VLN Saison 2015, 38. RCM DMV Grenlandrennen.
„Ich freue mich riesig über meinen ersten VLN-Sieg“, sagte Graf nach dem Rennen. Der erfahrene Langstreckenpilot hatte bereits im morgendlichen Zeittraining für Aufsehen gesorgt: Er fuhr in 8:02,804 Minuten die schnellste Runde und sicherte ROWE RACING die Pole-Position. Mit dieser Zeit war er 93 Hundertstelsekunden schneller als Bernd Schneider, der beim vierten VLN-Lauf und dem ersten Einsatz des SLS-Nachfolgers Mercedes-AMG GT3 die bis dahin schnellste Runde des Jahres absolvierte. „Unser Sieg ist ein Riesenerfolg für das ROWE-Team, das in diesem Jahr – vor allem beim 24h-Rennen in Spa Francorchamps, als der Sieg in greifbarer Nähe war – sehr viel Pech hatte. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf das 6h-Rennen in zwei Wochen.“ Die Grundlage für den Erfolg war vor allem die Fahrerpaarung selbst, die mit konstant schnellen Rundenzeiten überzeugte.

Das Black-Falcon-Team führte das Rennen in der Anfangsphase zunächst an, verlor dann aber nach dem ersten Stopp wertvolle Zeit. „Wir haben durch einige Gelbphasen rund eine Minute eingebüßt“, sagte Ex-DTM-Pilot Haupt. „Diese Zeit konnten wir über die Distanz nicht mehr aufholen.“ Eine Schrecksekunde erlebte der Münchner in der letzten Runde: „Unmittelbar vor mir gab es einen Unfall, an dem ich glücklicherweise unbeschadet vorbeikam.“

Auch wenn sie ihren Podestrang nicht aus eigener Kraft erringen konnten – der bis kurz vor Schluss drittplatzierte Falken-Porsche erlitt in der letzten Runde einen Reifenschaden – war die Freude im Frikadelli-Team trotzdem groß. „Ich habe den 911er im Bereich Wippermann passiert“, sagte Schmitz. „Für die Falken-Truppe tut es mir natürlich leid, trotzdem freuen wir uns über unseren eigenen Erfolg. Mehr war heute einfach nicht drin, die Konkurrenz war einfach zu stark.“

Der Falken-Porsche, pilotiert von Martin Ragginger und Alexandre Imperatori, errang am Ende Platz vier vor dem schnellsten Manthey-Porsche mit den Fahrern Christoph Breuer, Richard Lietz und Michael Christensen. Den schnellsten BMW Z4 GT3 pilotierten Michela Cerruti, Felipe Fernández Laser und Jesse Krohn auf Rang sechs. Im bestplatzierten Audi R8 LMS ultra wechselten sich Dennis und Marc Busch mit Marc Basseng ab.

Viele Klassensiege beim 38. RCM DMV Grenzlandrennen waren hart umkämpft. So betrug der Vorsprung des Porsche Cayman S von Mathol Racing auf den zweitplatzierten 911er von aesthetic racing in der Klasse V6 gerade einmal 3,326 Sekunden. Ähnlich eng ging es in der Klasse V3 zu, in der der von Bonk-Motorsport eingesetzte Peugeot 306 S16 nur 5,035 Sekunden vor den Verfolgern ins Ziel kam. Und auch die beiden Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche konnten sich zusammen mit dem Finnen Hannu Luostarinen nicht auf ihrem Vorsprung ausruhen. Das Trio unter der Bewerbung TI-Tarvike Racing wurde 6,229 Sekunden vor dem Cup-Kollegen von Lubner-Motorsport abgewinkt. Heinz-Otto Fritzsche fuhr so zu seinem 80. Klassensieg. Damit hat er in der Bestenliste seit 1990 VLN-Urgestein Andreas Schall eingeholt. Und dessen Sohn Ralf, der die Statistik anführt, hat seinerseits nur noch zwei Klassensiege Vorsprung.

Dirk und Tim Groneck verteidigten mit ihrem fünften Sieg mit dem Renault Clio in der Klasse SP3 die Führung in der Meisterschaft. Rang zwei haben weiterhin Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz inne, die im TMG GT86 Cup erneut Platz eins feierten. Der Niederländer Stefan van Campenhoudt belegt nach fünf gewerteten Rennen den dritten Rang und führt in der VLN-Produktionswagen-Trophäe.

Mit dem Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht am 5. September der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Das Rennen des veranstaltenden MSC Ruhrblitz Bochum führt als einziges im Kalender der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie über die Distanz von sechs Stunden und bietet Fahrern und Fans 50 Prozent mehr packenden Motorsport in der ‚Grünen Hölle’.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf / Robert Kah

VLN: Uwe Alzen, das Doppel im Visier

Nordschleifenurgestein Uwe Alzen feierte am 18. August seinen 48. Geburtstag und könnte sich nur vier Tage darauf mit einem Erfolg beim sechsten VLN-Lauf der Saison 2015 ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen. Es wäre der zweite Sieg in Folge, denn bereits vor drei Wochen konnte der Betzdorfer an der Seite von Dominik Schwager die oberste Stufe des Podests besteigen. Anfang August noch im Ford GT seines Bruders Jürgen Alzen unterwegs, nimmt er jetzt allerdings für Haribo Racing im Mercedes AMG SLS GT3 Platz. Damit könnte Alzen der erste Fahrer in der VLN sein, der in zwei aufeinanderfolgenden Läufen einer Saison mit zwei verschiedenen Fabrikaten gewinnt.

Du hast schon auf Porsche und BMW gewonnen – war der Triumph im Ford etwas Besonderes?
Zum einen war es etwas Besonderes, weil ich mich natürlich sehr für das Team meines Bruders Jürgen und für H&R gefreut habe, zum anderen aber auch, weil das Auto sehr schwierig zu fahren war. Man hat gesehen wie anstrengend es war, als mein Teamkollege Dominik Schwager aus dem Auto stieg. Der war völlig fertig und hatte Kreislaufprobleme.

Wie sehr musst du dich fahrerisch vom Ford auf den Mercedes umstellen?
Den SLS kannst du vergleichen mit einem gut sitzenden Schuh: Du gleitest rein, da passt die Pedalerie, da passt das Lenkrad, du kannst alles für den Fahrer individuell verstellen. Die Ergonomie was die Anordnung der Schalter angeht ist super, die Lenkung ist leichtgängig, die Bremse einfach zu betätigen – es ist ein Traum, dieses Auto zu fahren. Dabei hat der Motor ein bombiges Drehmoment, das Getriebe schaltet butterweich – einfach ein perfektes Rennauto. Der Wechsel dürfte also nicht allzu schwer fallen.

Welche Chancen rechnest du dir für das kommende Rennen aus?
Wir haben im SLS einige Renneinsätze für Haribo hinter uns und waren so oft kurz davor, zu gewinnen oder zumindest einen Platz auf dem Podium zu erreichen, haben aber leider ein ums andere Mal mit der Technik gehadert. Jetzt ist es hoffentlich endlich soweit, dass der Knoten platzt, weil das Team um Haribo Racing es wirklich verdient hat. Zudem hätte ich die Möglichkeit, in zwei aufeinanderfolgenden Rennen in zwei unterschiedlichen Fahrzeugen zu gewinnen und das muss die Zielsetzung sein. Das Auto ist gut, die Mannschaft ist gut, wir haben einen tollen Reifenpartner, zusammen also ein super Paket. Jetzt brauchen wir nur noch das nötige Quäntchen Glück und dürfen keine Fehler machen. Dann glaube ich, dass wir ein Wörtchen mitreden können wenn es um den Sieg geht.

Wie fühlt es sich an, jetzt gegen Dominik Schwager zu fahren, mit dem du dich beim vergangenen Lauf noch abgewechselt hast?
Das betrachte ich ganz nüchtern: Für mich heißt Rennfahren das Maximum zu geben. Ich schaue, was ich für ein Paket habe, ob ich mit stumpfen Waffen kämpfe oder die Chance habe, aufs Treppchen zu fahren. Und wenn ich diese Chance sehe, werde ich sie nutzen. Natürlich freue ich mich, wenn ich den Dominik irgendwo auf der Strecke sehe, in dem Auto, in dem ich selbst noch vor einigen Wochen gesessen habe. Aber letztendlich geht es darum, Rennen zu gewinnen.

Werden dich die VLN-Fans in diesem Jahr noch öfter auf der Eifelstrecke sehen?
Ich freue mich, in meinem Stammteam bei Haribo wieder Rennen zu bestreiten. Die VLN-Läufe sechs, sieben und acht sind geplant und da geht es für mich darum, Siege und Podiumsplätze einzufahren, ganz klar.

VLN: Girl-Power bei WS-Racing

Dabei geht es allerdings um mehr als bloße Einzelergebnisse, denn die Truppe aus dem rheinland-pfälzischen Pellingen verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Sie wollen die Männerdomäne Motorsport mit geballter Frauenpower aufmischen. Dazu bringt Teamchef Thorsten Willems mit Tina Annemüller, Tatjana Hanser und Sarah Ganser drei schnelle Ladies an den Nürburgring, die genau wissen, wie man ein Rennauto bewegt. Ihr Ziel: Das nächste 24h-Rennen als reine Damenmannschaft bestreiten. Der legendäre Eifelkurs ist aber natürlich keine Rennstrecke wie jede andere, die Racerinnen bereiten sich daher gründlich auf ihre Aufgabe vor.

Schnelle Frauen sind in der ‚Grünen Hölle‘ nichts Neues: Das Eifeler Urgestein Sabine Schmitz belehrt schon seit vielen Jahren all jene Herren, die dem schöneren Geschlecht das Fahrtalent absprechen wollen, eindrucksvoll eines Besseren. Dabei ist sie nicht alleine: In der aktuellen VLN-Saison hat mit Michela Cerruti außer Schmitz noch eine weitere Frau die oberste Stufe des Siegerpodests erklommen. Doch trotz dieser positiven Beispiele ist weiblicher Esprit hinterm Steuer im Motorsport immer noch die Ausnahme.

Willems erklärt: „Wir wollten schon länger mal ein reines Damenteam aufstellen, und jetzt ist es bald soweit. Mit Tina Annemüller, Sarah Ganser und Tatjana Hanser haben wir drei schnelle Mädels, mit denen wir 2016 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring starten wollen.“ Das Ganze soll aber keine bloße PR-Aktion werden – die Truppe bereitet sich mit vollem Einsatz auf ihre Mission vor: So bestreitet Tina nach einigen Jahren im Rallye-Sport ihre erste RCN-Saison, während Tatjana bereits seit vergangenem Jahr bei einzelnen VLN-Rennen mit von der Partie war. Und auch für Sarah ist die Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nach ihren RCN-Erfahrungen der logische nächste Schritt in ihrer Rennfahrerkarriere. Daher wird die Stolbergerin beim sechsten VLN-Lauf für WS-Racing ins Lenkrad greifen.

„Ich war schon einmal in einem reinen Ladies-Team unterwegs und es war spannend zu sehen, was wir Mädels ausrichten können“, erzählt Sarah. „Mit Männern gibt es einfach eher Konkurrenzdenken, wenn eine Frau schneller ist als sie. Daher freue ich mich besonders auf dieses Projekt. Das ist das Beste, was passieren kann.“

Die 20-Jährige Nachwuchspilotin träumt dabei schon länger von Einsätzen in der VLN: „Eine komplette Saison zu fahren ist ein großes Ziel von mir. Bis jetzt hatte ich leider immer Pech, wenn ich dort starten wollte, deshalb hoffe ich natürlich, dass es dieses Mal besser läuft.“ Der legendäre Eifelkurs hat es ihr besonders angetan: „Der Nürburgring hat etwas Magisches, was einem keine andere Strecke geben kann.“ Ihre zukünftige Teamkollegin Tatjana teilt diese Begeisterung: „Die Nordschleife ist immer wieder eine Herausforderung. Jede Kurve kommt doch anders als gedacht, wenn man auf den Verkehr reagieren muss – das bedeutet Spannung pur. “