News: Nissan Navara – Vom alten Schlag

Pick-ups bilden eine kleine, aber wachsende Nische im Pkw-Markt. Rund 17.000 Einheiten wurden zuletzt in Deutschland zugelassen, fast doppelt so viele wie noch vor vier Jahren. Neuester Vertreter in der Pritschenwagen-Klasse ist der ab sofort erhältliche Nissan Navara. Die Basisversion mit 2+2-sitziger King-Cab-Kabine gibt es inklusive Allradantrieb ab 27.395 Euro, die geräumige Double-Cab-Ausführung startet bei 29.295 Euro.

Für den Antrieb steht ein 2,3-Liter-Dieselmotor mit 120 kW/160 PS oder – als Biturbo – mit 140 kW/190 PS zur Wahl. Die Kraftübertragung läuft über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe, für den stärkeren Diesel ist alternativ eine Siebengangautomatik zu haben. Der manuell zuschaltbare Allradantrieb ist wie auch eine Bergfahr-Automatik und ein Sperrdifferenzial am Heck Serie, lediglich das wenig relevante King-Cab-Basismodell (ab 25.095 Euro) muss mit Heckantrieb und ohne die Geländehelfer auskommen.

Hauptzielgruppe im Pick-up-Geschäft sind Gewerbekunden, die das Auto als Arbeitsmittel nutzen. Doch neben Landwirten, Gartenbauern und Montan-Industrie sollen die bulligen Offroader nach Willen der Hersteller zunehmen auch Privatpersonen ansprechen, denen die modernen SUV zu weichgespült sind. Locken will der Navara diese Klientel vor allem mit seinen manierlichen Fahreigenschaften auf Asphalt. Dank einer neuen Hinterachs-Konstruktion mit Schrauben statt Blattfedern liegt der Nissan besser auf der Straße als viele Konkurrenten. Hinzu kommen ein wohnlich gestaltetes Cockpit im Stil des Crossover-Modells X-Trail und eine gut gefüllte Optionsliste mit Notbremsassistent, LED-Licht und Ledersitzen.

Trotzdem bleibt der Navara vor allem eines: nützlich. Der Allrader nimmt bis zu 3.500 Kilogramm an den Haken, erlaubt rund eine Tonne Zuladung und kommt auch in schwerem Gelände weiter als die meisten Allrad-SUV, die er zudem bei den Preisen unterbietet. Nicht zuletzt, weil die Technik aus dem Nutzfahrzeugregal bewährt, aber verglichen mit der von Pkw eher simpel ist. Auch für die Hersteller sind Pick-ups daher ein gutes Geschäft. Entsprechend stark ist die Konkurrenz selbst in der Nische. Neben den Bestsellern Ford Ranger und VW Amarok droht dem Navara daher sogar von zwei Konzernkollegen Konkurrenz. Denn auf gleicher technischer Basis wollen auch die Kooperationspartner Renault und Mercedes ein Pick-up-Modell entwickeln.

News: Mitsubishi L200 – Dem ist nichts zu schwer

Die neue Generation des Mitsubishi L200 ist größer, sparsamer und will zudem mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis locken. Ab 26.290 Euro starten die Preise für die 113 kW/154 PS starke Basisversion des Pickups.

Wer die 133 kW/181 PS-Version bevorzugt, muss gleich 6.600 Euro mehr, also 32.890 Euro auf den Tisch legen, was mit der verbesserten Ausstattung zusammenhängt. Not leiden hingegen auch die Basis-Kunden nicht – eine Klimaanlage ist zum Beispiel stets an Bord. Ebenso übrigens der Allradantrieb, so gehört sich das schließlich für ein Arbeitsgerät wie den L200. Und so kommt der Pickup betont rustikal daher, worüber auch die aerodynamisch optimierte Front nicht hinwegtäuschen kann.

Die simpel gehaltene, aber solide verarbeitete Architektur passt zu einem solchen Charakter, dessen Aufgabengebiet ganz klar die Verrichtung von anstrengender Arbeit ist. So schufteten viele der ausgelieferten Exemplare beispielsweise in Forstbetrieben oder im Garten- und Landschaftsbau. Interessant kann der L200 auch für Menschen mit viel Transportbedarf sein, denn sämtliche Ausführungen ziehen durchweg über drei Tonnen.

Im Innenraum haben die Verantwortlichen das Platzangebot vergrößert. Kommode Stühle versprechen auch bei längeren Reisen einen bequemen Aufenthalt – der L200 ist in der Tat eine Allzweckwaffe mit einer gewissen Reisefähigkeit. Mit der Doppelkabine gibt es sogar in der zweiten Reihe ordentliche Raumverhältnisse – dann passen auch fünf Personen in den Allrounder. Die Grundvariante „Club Cab“ bietet immerhin Raum für zwei weitere Fahrgäste.

Man kann den L200 auch luxuriös genießen. In der Top-Variante (ab 38.490 Euro) rollt der Mitsubishi mit Digitalradio, Bildschirm-Navi, beheizten und elektrisch verstellbaren Ledersitzen, schlüssellosem Schließsystem sowie Xenonlicht an. Bei den Assistenten ist das mobile Arbeitstier auch ganz ordentlich gerüstet: Je nach Ausstattung fahren Rückfahrkamera und Spurhalte-Warner mit.

Dass der Japaner im Grunde seines Herzens ein echter Lastesel ist, wird auch am Fahrwerk deutlich. So bewahrt er sich seine blattgefederte Starrachse hinten und kraxelt stoisch über Stock und Stein, wenn es denn sein muss. Sämtliche Varianten sind mit einer Geländeuntersetzung ausgerüstet. Die stärker motorisierten Modelle verfügen über permanenten Allrad samt Mitteldifferenzial mit Planetenradsatz und Viskosteuerung.

Häufig antreffen wird man den Pickup hierzulande natürlich nicht, aber Mitsubishi ist zuversichtlich, noch dieses Jahr eintausend Exemplare auf die Straße zu bringen. Seit Marktstart in Deutschland im Jahr 1993 haben sich 60.000 Kunden für den rustikalen Kraxler entschieden.

Autor: Patrick Broich/SP-X

News: Mitsubishi L200 – Der packt´s an

Im Sommer startet hierzulande die fünfte Generation des Mitsubishi L200. Der Pick-up ist nach wie vor mit viertüriger Club-Cab-Karosserie und als Double-Cab mit vier Türen und fünf Sitzplätzen lieferbar. Optisch orientiert sich der neue L200 am Design des Vorgängers, ist allerdings etwas kantiger. Das passt auch besser zu der robusten Technik mit Leiterrahmen, Starrachse und permanentem Allradantrieb mit Geländeuntersetzung.

Doch mehr als die frische Optik samt aggressiverer Frontpartie zählen bei solchen Fahrzeugen die praktischen Qualitäten und die Leistung. Unter der Haube arbeitet ein neu entwickelter 2,4-Liter-Diesel mit wahlweise 113 kW/154 PS oder 133 kW/181 PS, der in der effizientesten Variante mit etwas mehr als sechs Litern Kraftstoff auskommen soll. Das Vorgängermodell benötigte noch mindestens 8,9 Liter. Für die Kraftübertragung stehen ein manuelles Sechsganggetriebe und eine Fünfgang-Automatik zur Wahl.

Aufgerüstet haben die Japaner in Sachen Assistenzsysteme und Elektronik. So gibt es nun etwa einen Spurhalte-Helfer, Berganfahrhilfe, Geschwindigkeitsregelung und ein Anhänger-ESP. Dazu kommen Bi-Xenon-Scheinwerfer und Rückfahrkamera.

Preise nennt der Hersteller noch nicht. Aktuell kostet die Club-Cab-Variante mindestens 23.290 Euro. Zu den Wettbewerbern des L200 zählen in Deutschland der VW Amarok und der Ford Ranger.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Mercedes plant Pick-up – Der Premium-Pritschenwagen

Mercedes steigt in das Pick-up-Geschäft ein. Das mittelgroße Modell soll gegen Wettbewerber wie VW Amarok, Ford Ranger und Mitsubishi L200 antreten. Damit fällt er eine Klasse kleiner aus als etwa die US-Bestseller Ford F-150 und Chevrolet Silverado. Die Stuttgarter haben allerdings auch nicht den nordamerikanischen Markt im Visier, sondern zielen vor allem auf Lateinamerika, Südafrika und Australien, wo robuste Pritschenwagen gefragt sind. Auch eine Einführung in Europa ist vorgesehen. In den Handel könnte der Pickup wohl frühesten 2017 kommen.

Technische Details nennt der Hersteller noch nicht. Eine geeignete Plattform hat der Konzern nicht wirklich im Programm: die M-Klasse wäre wohl nicht robust genug, die G-Klasse zu teuer. Denkbar wäre daher auch eine Kooperation mit Renault-Nissan. Die französisch-japanische Allianz hat mit dem Nissan Navara bereits einen bewährten Pick-up im Programm, zudem arbeitet sie bereits unter anderem beim Kleinwagen-Duo Smart Fortwo/Renault Twingo und beim Lieferwagen Mercedes Citan/Renault Kangoo mit Daimler zusammen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Ford Ranger – Der Pick-up hört aufs Wort

Ford spendiert dem Pick-up Ranger ein Facelift. Der Deutschland-Bestseller im kleinen Pritschenwagen-Segment erhält ein aufgefrischtes Außen- und Innen-Design, überarbeitete Motoren und die neue Infotainment-Technik der Marke. Sein Debüt gibt der in Thailand gebaute Ranger aktuell auf der Bangkok Motor Show, Anfang 2016 soll er auch in Deutschland verfügbar sein.

Auffälligste Änderung ist der nun trapezförmige Chromkühlergrill mit den flankierenden breiten Scheinwerfern. Innen gibt es neue Materialien und ein neues Acht-Zoll-Farbdisplay. Passend dazu wird das Infotainment-System auf den neuesten Stand gebracht, beherrscht nun Sprachsteuerung und Handy-Anbindung. Aufgerüstet präsentiert sich die Liste an Assistenzsystemen, die nun Spurhaltehelfer, Auffahrwarnsystem und eine Rückfahrkamera aufführt.

Wie gehabt wird es den gelifteten Ranger wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb geben. Als Motoren stehen zwei 2,2-Liter-Vierzylinderdiesel mit 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS sowie ein 147 kW/200 PS starker 3,0-Liter-Sechszylinderdiesel zur Wahl. Gegenüber den Vorgängerversionen sind die Triebwerke stärker und sparsamer geworden. Als Aufbauvarianten stehen eine Einzelkabine, eine Einzelkabine mit Rückbank und eine Doppelkabine zur Verfügung. Nicht nach Deutschland kommt voraussichtlich die geschlossene Geländewagenversion des Ranger, die in Asien unter dem Namen Everest angeboten wird.

Preise nennt der Hersteller knapp ein Jahr vor Markteinführung noch nicht. Sie dürften aber auf dem Niveau des aktuellen Modells liegen, das ab 26.716 Euro zu haben ist. Zu den Konkurrenten zählen VW Amarok, Mitsubishi L200 und Nissan Navara.

Autor: Holger Holzer/SP-X