Audi R8 Spyder – Raus aus dem Alltag

Es ist einer dieser Tag: Die Tropfen prasseln gegen die Scheibe, die Wolken wollen und wollen nicht aufreißen und die Sonne durchdringen lassen und die Heizung läuft mittlerweile auch schon auf Stufe vier. Es ist Herbst, die Laune weitestgehend dem Wetter entsprechend und das Stimmungshoch durch den späten Sommer längst verfolgen. Vor allem dann, wenn vor einem der Alltag mit seiner Langeweile wartet: Rechnungen, Amtsgänge und am Samstagabend Günther Jauch – nix für ungut, Günni! Wie schön wäre jetzt eine Fahrt mit einem Cabrio im Warmen? Mit viel PS und einem Sound, der einem den Herbst-Blues aus der Hirnrinde bläst.

Hannover, 10 Uhr: Regen. Hannover, 13 Uhr: Regen. Hannover, 19 Uhr: Regen. Der Tag will und will nicht vorbeiziehen und die Ansicht sich vor allem nicht verändern. Grau in Grau, einfach zum Einschlafen. Und so kommt es schließlich auch, dass ich wegnicke, mitten bei der Arbeit. Aber das Nickerchen hat auch sein Gutes: Ich träume etwas Fantastisches, das mir die miese Stimmung geradezu mit einem Beil abhackt.

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Wie man den Audi R8 Spyder am besten genießt: Bei Sonne und ohne Dach.

Herbst-Blues? Da hilft nur V10-Musik

In meinem Traum befinde ich mich plötzlich in einem Straßencafé und vor mir ein Audi R8 Spyder – ein Traum in Blau. Per Fernbedienung lasse ich das Dach im langgezogenen Spyder-Heck verschwinden und bestaune die Mittelmotor-Formensprache. Die kurze Nase geht in einen prägnanten Alu-Scheibenrahmen über und leitet den Blick in Richtung des Hecks. Hier schlummert ein kleiner Rebell, der mit Hubraum-Kastration, Aufladung und Knaben-Chor-Tönen nichts zu tun haben will. Seine reichlich vorhandene Hitze führt er über zehn, teils mit Alu und Carbon verkleidete, Luftauslässe ab. Am Heck schließlich eine kleine Abrisskante, die mit dem etwas unpassenden Leitwerk des V10 Plus in geschlossener Variante nichts gemein hat. Emotion pur – und das in einem Ingolstädter, der sonst eher im grauen Einreiher daherkommt, also im Brioni-Feinzwirn.

Ich schwinge mich hinter das Volant, starte das Aggregat am roten Startknopf, der sich unmittelbar unterhalb des Pralltopfs befindet, und bekomme prompt stramm stehende Nackenhaare. Was im Traum alles möglich ist… Der Anlasser des Audi R8 Spyder orgelt kurz und erweckt die zehn Brennräume zum lautstarken Leben. Die 5,2 Liter Hubraum füllen sich explosionsartig mit feinem SuperPlus und reißen mich fast auf meinem Power-Nap. Noch schlimmer wird es, als ich die Taste für die Auspuffklappensteuerung finde: Hier brüllt das frei atmende Aggregat aggressiv durch die vier Endrohre und bettelt geradezu danach, die Sporen verabreicht zu bekommen.

Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen, gönne dem Sportler aber seine Aufwärmphase. Vorbei an einigen Straßencafés erntet man mit dem offenen Ingolstädter viele hochgestreckte Daumen und fast schon Beifall – mein Traum wird mich kaum ins neidische Deutschland geführt haben. Das Ortsausgangsschild nähert sich und damit endet auch die Aufwärmphase: Feuer frei!

Gesegnet mit vielen Fähigkeiten, sticht besonders ein Talent heraus: Der Sound!

Ich wecke die Automatik mit zweifachem Zupfen an der linken Schaltwippe und aktiviere den manuellen Modus des Doppelkupplungsgetriebes. Dabei bellt der Zehnzylinder das Lied der Drehzahl und zeigt sich bereit loszulegen. Also los: Das Gaspedal auf Anschlag mit dem Bodenblech und die Freudentränen rinnen horizontal in Richtung Kopfstütze. Der Schub des Audi R8 Spyder reißt den Boliden aus dem Stand in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und anschließend weiter bis auf 316 km/h Höchstgeschwindigkeit. Doch anständig, wie man es im Traum eben ist, zügle ich mich und probiere diese Geschwindigkeitsbereiche nicht aus.

Was viel mehr Spaß bereitet, sind die immer wiederkehrenden Tunnel auf meiner Strecke, die mir mein Traum beschert. Und so schalte ich vor jeder Durchfahrt mindestens zwei Gänge herunter, bis der – je nach Wunsch – mittige Drehzahlmesser 5.000 Umdrehungen anzeigt. Und erneut: Vollgas! Das Klangspektakel riecht von brutal bollernd bei niedrigen Drehzahlen, über auffordernd rau im mittleren Bereich bis hin zu infernalisch kreischend bei 8.200 Umdrehungen kurz vor dem hart einsetzenden Drehzahlbegrenzer. Ein Spiel, das ich immer und immer wieder durchspiele, bis ich plötzlich jäh geweckt werde.

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Die Keramik-Stopper haben mit den 1,8 Tonnen wenig Mühe.

„Aufwachen! Wir fahren weiter!“ Was? Wie? Wo? Eisenbahn? Nein, Audi R8 Spyder! Der Traum war nur eine kleine Verschnaufpause zum Mittag und die Fahrt Realität. Mein Copilot weckt mich nachdrücklich, schließlich fährt man nicht alle Tag einen solchen Boliden. Zumal er so etwas wie ein Relikt aus den guten Tagen des Motorenbaus darstellt, als man noch der alten Weisheit „Hubraum ist durch nichts zu ersetzten, als durch noch mehr Hubraum“ gehorchte. Heute stapelt man tief – auch im Hause Audi – beraubt die Brennräume ihres Volumens, jagt Zylinder in die ewigen Jagdgründe des Verbrauchs und erzieht selbst Sportwagen das Start-Stopp-Schweigen an der Ampel an. Ja, alles richtig: Wir haben nur eine Welt, sie ist nur von unseren Kindern geerbt und die Rohstoffe sind knapp – zumal blutig umkämpft. Warum aber streichen die Ingolstädter, vor diesem Hintergrund, den Audi R8 e-tron?

Bevorzugtes Terrain des Audi R8 Spyder: Die winklige Serpentinen-Piste

Sei´s drum, würde der Bayer jetzt sagen. Also schwingen wir uns wieder ins Carbon-Monocoque des Cabrios, lüften die Stoff-Mütze und geben uns wieder dem Sog des V10 hin. Was auffällt, ist das stark reduzierte Cockpit, das geradezu Rennsport-artig wirkt. Ein großer Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts fehlt ebenso wie eine Flut an Tasten und Knöpfchen. Was der Optik gut tut, schadet ein wenig der Bedienung. Wäre nur die Klimaautomatik in der Fahrzeugmitte untergebracht, würde die Steuerung des Infotainments, das über die digitalen Instrumente realisiert wird, recht schwierig von der Hand gehen. Zum Glück gibt es aber den MMI-Controller samt zugehöriger Menü-Tasten in der Mittelkonsole, der die Bedienung zum Kinderspiel macht.

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Also: Roten Startknopf gedrückt, und Feuer frei. Dieses Mal geht es über eine Serpentinen-Straße ins Gebirge und wieder herunter – das wahre Zuhause des Audi R8 Spyder. In extrem engen Kehren spürt man zwar etwas das nicht eben geringe Gewicht von rund 1,8 Tonnen, das vom recht großen Wendekreis ergänzt wird, doch sonst hat der Spyder hier seinen Spielplatz gefunden. Die Lenkung gibt sich satt und direkt, ermöglicht es, Kurven sauber anzupeilen und zu durcheilen. Der permanente, hecklastig ausgelegte Allradantrieb verkeilt das Cabriolet pattex-artig mit dem Asphalt und gibt dem Fahrer damit viel Sicherheit. Soviel sogar, dass der Finger schon mal auf den Race-Modus-Taster rutscht, um dem Spiel etwas mehr Adrenalin einzuverleiben. Und siehe da, er kann auch giftig werden.

Behände in Kurven gelegt, schiebt der Audi R8 Spyder über die Vorderräder nach außen und gibt sich fromm. Wehe aber, man meint es zu gut mit der Geschwindigkeit und wirft ihn mit Überdruss ins Geschlängel: Das Heck keilt freudig aus, untermalt vom gelben Blinken der Regelsysteme sowie vom brachialen Trompeten der Auspuffanlage. Soll es zurück auf Kurs gehen, legt man das Gas wieder an und lässt den quattro-Antrieb die Fuhre wieder gerade ziehen. Ein Heidenspass, der aber gekonnt sein will.

Fazit – Potential zum Daily Driver

audi-r8-spyder-v10-cabrio-2016-mein-auto-blog-9Ja, ein Lambo oder Porsche Turbo S sind schneller. Ja, ein SL 63 ist komfortabler. Nein, keiner verbindet die Tugenden eines reinen Sportwagens so gut mit brauchbarem Flanier-Komfort wie der Audi R8 Spyder. Er drückt einen in die Sitze, dass es eine Pracht ist, seziert Kurven bei Bedarf wie auf Schienen, haut einem auf dem Boulevard aber nicht die Bandscheiben um die Ohren. Damit ist er zwar viel zu schade als Shopping-Begleiter beim Einkauf durch die Nobel-Boutiquen von St. Tropez oder ähnlichen Orten, könnte aber so enden. 179.000 sind kein Pappenstiel – zumal das der Basispreis ist. Hier sind Nettigkeiten, wie etwas das Bang&Olufsen Soundsystem, das zwei Boxen in den Kopfstützen mitbringt, noch nicht in begriffen. Aber eine Tatsache vereitelt das Potential zum Shopping-Racer: In den Kofferraum passen allerhöchstens ein Helm und ein Rennoverall hinein. Ganz gleich, wo er letztendlich enden wird – ich versuche wieder zu träumen. Hier zählt der Basispreis nicht, sondern nur das immer wiederkehrende Soundspektakel des V10 im Heck und die durch ihn hervorgerufene Beschleunigungsorgie. Gut Nacht!

Fotos: Florian Roser

Audi bringt R8-Sondermodell – Zur Feier der Rennsporterfolge

Zur Feier seiner Erfolge bei den Langstreckenrennen des vergangenen Jahres bietet Audi den Sportwagen R8 nun als Sondermodell „Selection 24h“ an. Die Spezialauflage basiert auf dem 449 kW/610 PS starken Top-Coupé V10 Plus und verfügt zusätzlich unter anderem über adaptive Dämpfer, Laserlicht und Dynamiklenkung. Äußeres Erkennungszeichen ist eine Dreifarblackierung in Grau-Schwarz-Rot, ein Heckflügel und ein Diffusor aus glanzlackiertem Carbon sowie Sideblades mit „R8 24h-Schriftzug“. Bestellbar ist das Sondermodell ab sofort zum Preis von 229.000 Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Serienmodell bedeutet das einen Aufschlag von rund 40.000 Euro.

Das R8 Coupé V10 Plus Selection 24 h soll nicht nur an die Erfolge der Marke beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans und bei anderen Langstreckenrennen erinnern, sondern auch auf die neuen Individualisierungsmöglichkeiten in der Baureihe aufmerksam machen. Kunden können in Zukunft gegen Bezahlung ihre Autos laut Hersteller mit nahezu frei wählbaren Schriftzügen und Logos personalisieren.

Audi R8 V10 plus „selection 24h“

Kaum da, schon weg!

Das erste Sondermodell der aktuellen R8 Baureihe gibt es nur 24 mal

Beginnen wir mit der Berichterstattung über ein Auto, das wohl ausverkauft sein wird, bevor alle geschätzten Leser diese Zeilen studieren konnten.

Audi legt ein Sondermodell des R8 Coupé V10 plus namens „selection 24h“ auf. Mit dem Sonder-R8 möchte man den Geist von Audis Rennsporterfolgen, auch bei diversen 24-Stunden-Rennen, auf die Straße bringen. Oder in Sammlergaragen, denn es werden gerade mal 24 Exemplare gebaut.

Am Antrieb bleibt der R8 V10 plus, was er ist. Gnadenlos stark, gnadenlos schnell. 449 kW / 610 PS lässt der 5,2 Liter große Zehnzylinder-Mittelmotor auf die vier angetriebenen Räder los. Die drehen sich bei Bedarf so schnell, dass nach 3,2 Sekunden vom Start der beliebte Wert Null-bis-Hundert eingesackt ist und am Ende 330 Sachen ins Fahrer-Tagebuch gekritzelt werden können.

Der homöopathisch limitierte „selection 24h“ bringt als erweiterte Serienausstattung die Dynamiklenkung (variable Lenkübersetzung), die adaptive Dämpferregelung namens magnetic ride und die LED-Scheinwerfer mit Laserlicht (der Laser schaltet sich ab 60 km/h auf das LED-Fernlicht auf) mit.

Pokale in der Vitrine, Spiegelwand: Der R8 für Egozentriker?
Pokale in der Vitrine, Spiegelwand: Der R8 für Egozentriker?

Außen gibt es die Sideblades in Schwarz und rote Akzente an der Karosserie. Die wurde in eine der lässigsten Autofarben dieser Tage getaucht, das helle Suzuka Grau aus Audis Speziallackschatulle. Bodenkontakt geben schwarze 20-Zoll-Leichtmetallfelgen.

229.000 Euro kostet das Sondermodell. Wenn man die für den regulären R8 V10 plus auch bestellbaren Optionen zum Grundpreis addiert, kostet der spezial lackierte R8: 201.180 Euro. Bleiben also 27.820 Euro Aufpreis für ein paar weitere optische Gimmicks wie die Projektion eines R8 Logos auf die Straße, Innenraumdetails aus glänzendem CFK und den Traum schlafloser Nächte: beleuchtete Carbon-Einstiegsleisten. Zumindest tragen die die Seriennummer von 1 bis 24. Und nachdem das teure Acht- oder Neuntauto eh nur in der klimatisierten Garage parkt, kann die Türen ja dann offen lassen. Vielleicht sollte Audi über eine externe Stromzufuhr für die Einstiegsleisten nachdenken.

 

Genf 2015: Audi R8 ist in 3,2 Sekunden auf 100

Audi stellt auf dem Autosalon in Genf (3. – 15.3.2015) die zweite Generation seines Supersportwagens R8 vor. Der V10-Motor wird in den beiden Leistungsstufen 540 PS und 610 PS verfügbar sein. Die Topversion beschleunigt in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 330 km/h. Der R8 ist bis zu 50 Kilogramm leichter als das vorherige Modell. Auf Wunsch liefert Audi einen Laserspot, der die Reichweite des Fernlichts auf 600 Meter verdoppelt, und das dynamische Blinklicht vorn, das am Heck Serie ist. Als Kleinserie will Audi auch den R8 E-Tron anbieten, dessen Vorgänger ein Prototyp blieb. Die Reichweite soll sich mit 450 Kilometern mehr als verdoppelt haben.

 

(ampnet/jri)

Weltpremiere: Audi R8 – die zweite Generation

Die AutoBild hat heute früh den Anfang gemacht, dort wurde ein Twitter/Instagram-Foto eines spanischen Online-Magazins verlinkt. Dann ging alles ganz schnell, vermutlich auch völlig ungeplant – plötzlich war die Pressemeldung zum neuen Audi R8 ganz offiziell draußen. Die ersten Fotos in der Audi-Pressedatenbank verfügbar.
Also – so ähnlich wie verfügbar.Der Audi-Server ächzt derzeit unter den Zugriffen, das alles wirkt reichlich überstürzt. Die auto-motor-und-sport.de hat online flott nachgezogen und die offiziellen Fotos veröffentlicht. Bei der Auto-Zeitung in Köln war man vom ganzen dann wohl überrascht. Bis eben (10:24) war noch nichts zum neuen Audi R8 online.

Die ganze Geschichte zeigt wieder einmal, wie absurd das „Motornews“ Geschäft geworden ist. Ein einziger Leak online, sofort von einem der BigPlayer aufgegriffen und *zack* die Lawine kommt ins rollen.

Auf Facebook habe ich die Fakten zum R8 kurz angeteasert, die ersten Kommentare abgewartet und nun – nun doch etwas zum R8 in seiner zweiten Generation hier im Blog veröffentlicht. Obwohl es mir unsinnig erscheint.
News raushauen, nur damit die Klickzahlen stimmen.
Das kann nicht die Taktik für die Zukunft sein.

Bislang haben die großen Automobil-Hersteller mit den drei großen News-Mächten (ams, ab, az) im Automotive-Bereich in Deutschland fein zusammengearbeitet. Da wird mal hier bevorzugt, mal dort. Aber alle bekommen rechtzeitig das richtige Material, damit die „Big 3“ mit Wissensvorsprung in den News-Kampf ziehen können. Wir, die kleinen Onliner, die freien Motor-Journalisten und die, die unabhängig sind, die hecheln hinterher. Sollen sich dann die Brocken von überlasteten Servern abholen und haben den Kampf um den News-Charakter einer Meldung schon verloren, bevor man mit dem „tippen“ angefangen hat.

Das ist Bullshit. Das ist nicht die Zukunft von autohub.de

Natürlich braucht es die News, aber so lange die Industrie mit unfairen Mitteln das Wissen für die News zuteilt, so lange hecheln wir hinterher. Das man im Internet dann keine Freunde findet, Sperrfristen gebrochen werden und jeder „Leak“ sofort genutzt wird – sollte eigentlich nicht wundern.

Aber am Ende schlagen die Verlage die Onliner mit Ihrer stupid-mächtigen Marktposition. Und den besseren Kontakten in die Industrie.

autohub.de nimmt die aktuelle Geschichte zum Anlass um sich von diesem „News-Gehampel“ zu verabschieden. Für Pressemeldungen haben wir einen eigenen Bereich:
http://autohub.de/category/pressemeldungen/
Hier veröffentlichen wir seit Beginn des Jahres die zugekauften Tagesmeldungen aus der Branche. Die Startseite, das Gesicht von autohub.de wird jedoch in der Zukunft wieder mehr „Meinung“, mehr „Erfahrung“, mehr „Geschichten“ bringen.

N24h – Interview mit Christopher Haase

Christopher Haase stand am Samstag, kurz vor dem Rennstart für ein kurzes Interview zur Verfügung. Mit den „alten Hasen“ und dem „jungen Hüpfer“ hat Audi mehrere Höhepunkte für dieses Rennwochenende gesetzt, noch bevor es in die 24-Stunden Hatz ging.

Auf der Nordschleife kannst du nur gewinnen, wenn das Teamwork stimmt!

Interview mit Christopher Haase. Die grüne Hölle, das 24h-Rennen und mögliche Sieger!

Christopher, lass uns über das bevorstehende 24h-Rennen reden. Es ist das sechste 24h-Rennen für den gebürtigen Kulmbacher.  (Und damit zählt Christopher Haase zu den „alten Haasen“ in diesem größten Wagenrennen seit Ben Hur.)

Wie bereitest Du dich auf so ein Rennen vor?

Christopher Haase: Die Vorbereitung beginnt bereits im Winter, mental und körperlich bereitet man sich mit längeren Trainingseinheiten vor. 5-6 Stunden Rad fahren, das ist bereits für Körper und Geist ungeheuer wichtig. Wenn ich 6 Stunden auf dem Fahrrad trainiere, dann hilft mir das auch beim “Kopftraining”, bei der Konzentration.

Auch wenn es dein sechstes 24h-Rennen ist und Du die Nordschleife als Profi kennst und beherrschst, in diesem Jahr wurden einige Streckenabschnitte neu asphaltiert, ist das für einen Profi eine Herausforderung?

Christopher Haase: Die Nordschleife ist immer eine Herausforderung. Am Donnerstagabend, beim Nachttraining, war es kurz nach dem Regenschauer neblig, dazu die vielen Lichter und Lagerfeuer rund um die Strecke, die Fans, neue Asphaltstücke – da musst Du dich auch als Profi dran gewöhnen. Du musst schauen wo jetzt der beste Grip ist. Pflanzgarten 1 zum Beispiel, da bist Du früher komplett offline gefahren, heute fährst Du dort eine neue Linie.

Stellt der Nürburgring für den Profi-Rennfahrer eine besondere Herausforderung dar? Ist es härter als an anderen Rennstrecken dieser Welt?

Christopher Haase: *lächelt* Normal bist du hier zumindest von der Temperatur im Cockpit nicht so gefordert. Zum Beispiel in Spa im letzten Jahr, da war es extrem heiß, hier am Ring haben wir oft angenehmere Temperaturen im Cockpit. Da bist Du rein körperlich nicht so gefordert. Der Nürburgring und eben die Nordschleife an sich bieten andere Herausforderungen, die Kompressionen in der Senke, lange schnelle Kurven, der Nacken muss gut trainiert sein und dann ist natürlich der Verkehr. Die Konzentration um – trotz vieler langsameren Fahrzeuge – schnell zu sein, fordert den Körper anders.

#4 Audi R8 LMS ultra, Phoenix Racing - Bild: © S. Baldauf/R. Kah
#4 Audi R8 LMS ultra, Phoenix Racing –  Bild: © S. Baldauf/R. Kah

 

Hat der Audi R8 lms ultra hier auf der Nordschleife besondere Vorteile? Was sind die Stärken des Audi R8 hier in der Eifel?

Christopher Haase: Mittelschnelle und schnelle Kurven, da liegt unser R8 besonder satt. Und auf der Bremse. Meiner Meinung nach ist unser R8 extrem gut beim anbremsen und du kannst gut und gerne eine Attacke auf die Gegner beim anbremsen fahren. Und natürlich bietet dieses gute Brems-Performance auch Sicherheit. Gerade im Verkehr, da sieht dich mal einer nicht, dann stauchst Du deinen R8 eben noch einen ticken härter zusammen.

Hat man auf der Nordschleife mehr Respekt vor der Geschwindigkeit? Die Auslaufzonen sind an vielen Stellen eher übersichtlich. Geht man da mit gebremsten Elan an die Sache?

Christopher Haase: Ganz generell versucht man beim 24h-Rennen schon eher auf der sicheren Seite zu sein. Ich persönlich glaube, auf der Nordschleife kannst Du nie 100 Prozent fahren. Das geht im Top30 Qualifying für eine Runde, aber selbst da glaube ich nicht, dass wirklich jeder 100 % geht! Vor dem McLaren im Top 30 Quali muss ich allerdings den Hut ziehen.

Wir sind mittlerweile bei einer 8:10 im top-Quali angekommen. Muss man darüber nachdenken ob die GT3-Fahrzeuge irgendwann zu schnell werden für die Nordschleife?

Christopher Haase:  Was heißt schon zu schnell? Du musst bedenken, die Reifen (Audi fährt mit Michelin-Reifen) werden immer besser, wir werden sicher noch schneller werden, aber zu schnell? Das sehe ich im Augenblick noch nicht.

Ist es ein besonderer Druck, wenn man mit drei weiteren Fahrern auf einem Fahrzeug fährt? Wenn man im Rennen das Fahrzeug wegwirft, dann muss man sich nicht nur bei sich selbst entschuldigen, dann muss man auch noch bei drei weiteren Rennfahrern eine Entschuldigung finden. Wie geht man damit um?

Christopher Haase: Auf der Nordschleife kannst du nur gewinnen, wenn das Teamwork stimmt!  Und wenn sich vier Fahrer ein Auto teilen, dann ist der Team-Gedanke besonders wichtig. Das Feeling im Team. Wenn man als Fahrer einen Fehler macht, dann ist das Auto üblicherweise kaputt, aber das ist allen Rennfahrern bewusst und natürlich sprechen wir vor einem Rennen auch darüber, wie viel Risiko wir eingehen. Wie wir uns verhalten wenn es ein wenig tricky wird. Und manchmal geht es einfach so schnell, da kannst Du nichts mehr machen. Und dann steht man im Team auch zueinander. Da kommt keiner her und es gibt keine Schuldzuweisungen.

In meinen Augen kann am Wochenende nur ein Audi gewinnen. Audi tritt immerhin mit 8 Fahrzeugen an. Was ist denn Euer Ziel?

Christopher Haase: Mein Ziel ist ganz klar der Sieg, ich will gewinnen!

Siehst Du Euch in der Rolle als möglichen Gesamtsieger?

Christopher Haase: Ich sehe viele Teams in dieser Rolle 🙂 – locker 20 Fahrzeuge an diesem Wochenende.

 

Vielen Dank Christopher für das Gespräch!

Info: Christopher Haase ging auf dem Audi R8 mit der Startnummer 4 in das Rennen und dieses Team dominierte lange Phasen des Rennens. Kopf-an-Kopf Fights mit dem Vorjahres-Sieger, Duelle mit den BMWs von Schubert und MarcVDS. Ob das Team das Rennen für sich entscheidet, zeigt sich um 16 Uhr!

Update: Und wenn ein Profi etwas will, dann schafft er es! Herzlichen Glückwunsch an Christopher Haase! 

 

N24h – Das Comeback des Einfach-Stints

Felix Baumgartner ist schon wieder aus dem Auto ausgestiegen! Während bei anderen Teams Standard ist, dass die Piloten Mehrfach-Stints fahren, hat der Österreicher den Audi R8 bereits nach einer knappen Stunde wieder an einen seiner Teamkollegen übergeben. Auf der Strecke war Baumgartner mit Zeiten knapp über 9 Minuten unterwegs. Zu wenig für die Spitzengruppe. Das hat dann zwei Plätze gekostet. Nachdem der Hobbypilot das Auto auf Platz sechs übernahm, gab er es jetzt auf Platz acht zurück.

The Pluses on Tour

Roadtrips sind für mich ja die Vollendung des automobilen Lebenstraums. Egal wohin. Hauptsache unterwegs, freie Fahrt – die Landschaft genießen, Motorenkraft fühlen, Traktion spüren, Querbeschleunigung erfahren. Roadtrips sind nicht einfach eine feine Beschäftigung für die Freizeit, Roadtrips sind die Erfüllung des Alltags.

Nachdem ich im letzten Jahr zwei Roadtrips organisiert hatte, dieses Jahr für mich mit einem Wahnsinns-Trip von Los Angeles nach Detroit startet und ich vor ein paar Tagen erst vom PS-Trip des Jahres (#iThunder) zurück kam – waren am letzten Wochenende zwei andere Auto-Blogger „on the road“.

Sebastian von passiondriving.de war im letzten Jahr auch beim Porsche Roadtrip mit dabei, zusammen mit Can Struck von bycan.de ging es wiederum in die Alpine Landschaft Österreichs. Doch dieses mal sollte die Kraft der beteiligten Fahrzeuge über alle vier Räder auf den Boden gebracht werden und der Kühlergrill mit vier Ringen geschmückt sein.

The Pluses on Tour

Mit einem Audi R8 V10 plus und dem kleinen Bruder davon, dem Audi TT RS plus haben sich die zwei auf den Weg gemacht.  Über den Roadtrip der beiden könnt ihr bereits einiges erfahren, wenn ihr auf Twitter und instagram nach dem Hashtag sucht: #thepluses

Weiteres – da bin ich mir sicher, werdet ihr bald auf den Blogs der zwei finden.

Für mich persönlich startet am Freitag früh auch so etwas wie „mein persönlicher Plus-Roadtrip“. Dieses mal nicht von mir organisiert, nur als Teilnehmer 😉 – Aber 3 Audis und ein Volkswagen spielen die Hauptrolle und ein Land, in dem man auf der falschen Straßenseite fährt.

Mehr über die Fahrzeuge und den Trip am Wochenende, dann morgen im Blog 😉

ABT auf dem legendären Goodwood Festival of Speed

Was verbindet Charles Gordon-Lennox, den Earl of March and Kinrara, mit Hans-Jürgen Abt, CEO von ABT Sportsline? Beide Männer sind Auto- und Motorsport-begeistert und beide stammen aus Familien, die traditionell ein Faible für schnelle und schöne Fahrzeuge haben. Bei Abt reicht diese Liebe fast 100 Jahre zurück, bei den Lords of March begann alles in den 1920er Jahren: In England pflegt man hochwertigen Motorsport seit den frühen Tagen des Automobilbaus. So war Frederick Gordon-Lennox, der Großvater des heutigen Earl, ein erfolgreicher Rennfahrer. Auf seinem Grund veranstaltete Gordon-Lennox 1936 erstmals das Goodwood Festival of Speed. In einem an Traditionen reichen Land wurde die Veranstaltung zur Institution und selbst zur Ikone für Auto-Fans, die von überall her nach Chichester strömen.

Zentraler Bestandteil des Events ist eine Bergstrecke nahe Goodwood House. Dort kann man Renn- und Sportautos, schnelle Motorräder, Formel-1-Boliden und automobile Schätze aus praktisch allen Epochen bewundern. Mittendrin im Geschehen ist auch ABT Sportsline: Der weltgrößte Veredler von Fahrzeugen des VW-Konzerns präsentiert sich in diesem würdigen Rahmen unter anderem mit dem 620 PS starken ABT R8 GTR – und zwei weiteren aktuellen Highlights. Beim Goodwood Festival of Speed zeigt ABT die Leidenschaft und die Kompetenz, die das Familienunternehmen aus Bayern seit jeher auszeichnet. Man darf gespannt sein, was Publikum und Hausherr zu diesen besonderen Autos sagen werden.

Das legendäre Goodwood Festival of Speed findet vom 11. bis 14. Juli 2013 statt, weitere Infos zur Veranstaltung gibt’s unter www.goodwood.co.uk. Nach dem Festival finden Sie selbstverständlich auch unter www.abt-sportsline.de eine umfangreiche Bildergalerie.

 

Soweit die Presse-Meldung von Abt-Sportsline. Wer sich nun fragt, wie er die Wartezeit überbrücken soll, der liest sich einfach meine bisherigen Artikel zu „Abt sportsline“ durch.

Vor allem aber den Fahrbericht zum Abt R8 GTS sollte man gelesen haben. Womit wir uns auf den Weg nach Goodwood machen und was es vor Ort alles zu entdecken gibt, dazu dann schon bald mehr.

 

Abt Audi R8 GTS Spyder – Emotionen in Fahrt.

Einen Audi R8 Spyder zu „verbessern“ stellt sich als schwere und unglaublich undankbare Aufgabe dar.

Ein beinah legendärer Tuner aus dem Allgäu lässt sich hiervon jedoch nicht einschüchtern und so hat man bei Abt getan, was man besonders gut kann: Aus einem eigentlich perfekten Fahrzeug ein Unikat in Serie herzustellen. Unikat? Serie? Nun, das man Unikate in Serie herstellen kann, muss kein Widerspruch sein, es ist in diesem Fall eine sehr überschaubare Serie die unter anderem durch den Kaufpreis eine fast natürliche Einschränkung erfährt.  Zum anderen sind die Ohren der Äbte weit offen für individuelle Kundenwünsche – als extrem gelungene Visitenkarte dieser Arbeitsmoral darf man den Testwagen verstehen, den ich für einige zügige Kilometer durch die wunderschöne Landschaft des Allgäu lenken durfte:

Abt Audi R8 GTS Spyder

 

Bereits beim Serienfahrzeug, dem Audi R8 Spyder mit V10 Motor dürfte dem durchschnittlichen Autofahrer der Atem stocken, erlebt er zum ersten Mal die wundervolle Verschiebung des Zeit-/Raum-Kontinuum. Mit Hilfe der 525PS im Rücken des Fahrers, der von jedem Mitleid um empfindliche Mägen befreiten Beschleunigung dank Allradantrieb und dem sagenhaften Engels-Chor, komponiert von 10 bestens motivierten und  Faustgroßen Kolben nur wenige Zentimeter hinter dem Kopf des Piloten.

Wer beim beschleunigen eines R8 V10 keine Gänsehaut bekommt, sollte dringend den eigenen Hausarzt aufsuchen.
Bei Abt wird aus dem 525PS starken R8 Spyder ein 620PS starker Supersportwagen mit der klaren Ambition den anderen Verkehrsteilnehmern die Köpfe zu verdrehen und den eigenen Fahrer durch die reine Freude aus der Lust an brüllenden Motoren zu einem ehrfürchtigen Anhänger der Religion von der „Heiligen Mutter Maria der gesegneten Beschleunigung“, werden zu lassen.

620PS – eine Abt-Sportauspuffanlage – Sonnenschein und der grenzenlose vom Schalldruck des vom eigenen Triebwerk  durchzogene Himmel über den Köpfen der Insassen. Der Abt R8 GTS ist ein klarer Fall für den Drogenschutzbeauftragten der Bundesregierung. 100% Suchtpotential ist gewährleistet.

Den Motor als „Triebwerk“ zu bezeichnen, können jedoch nur Pragmatiker. In meinen Augen ist der von Abt „frisierte“ 5.2 Liter V10 die Eintrittskarte für die Aufführung des ersten Höllenchor aus 10 Tenören mit einem ausgeprägten Oktanfetisch. 

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Zu den Fakten des Abt’schen Inferno mit quattro-Antrieb:

Man mag es kaum für möglich halten, doch die Leistungssteigerung des 5,2 Liter großen V10 Sportmotors von Audi erfolgt fast nur über eine veränderte Motor-Steuerung. In den heiligen Hallen der Äbte in Kempten werden so dann aus den gewiss nicht unpotenten 525PS, beeindruckende 620PS. Ganz nach dem Vorbild echter Sportmotoren ist der V10 ein Saugmotor, der mit fast magischer Verbindung an das Lustzentrum des Fahrer-Hirns gekoppelt wird. Was bei genauer Betrachtung als profanes Gaspedal erkannt wird, ist in Wahrheit eine Art „Jeanny in the Bottle“ und noch bevor der rechte große Fußzeh die erste Zuckung in Richtung Bodenblech vollführt, explodiert im Rücken die erste der 10 Brennkammern mit gesteigertem Luft-Gasgemisch und bildet den dramatischen Auftakt einer Drehzahl-Explosion.

Downsizing? Turboaufladung? CO2-Einsparung? Peak Oil?    „Drauf geschissen!„, mag die politisch unkorrekte Antwort auf Gedanken dieser Art lauten.

Für den Besitz eines Abt R8 GTS muss man jedoch nicht den Faust’schen Deal eingehen und Mephisto seine Seele verkaufen – obwohl es hilfreich sein könnte  – es reicht bereits die überschaubare Summe von 289.000€ an die Äbte zu überweisen.

289.000€ – wohlgemerkt, Netto. Wenn Sie jetzt ein wenig träumen möchten, von Ihrem ganz eigenen Deal mit dem Teufel, zu Gunsten eines Abt’schen Raum-Zeit-Beschleunigers und vermutlich in Deutschland Mehrwertsteuer-Pflichtig sind, dann wird man von einem Kaufpreis von 343.910,–€ ausgehen müssen.

 

 

Im Überblick:

[toggle title=“Abt Motortechnik“]Abt Power – 620PS und 550Nm – Motormanagment optimiert[/toggle]

[toggle title=“Abt Aerodynamik“]

  • ABT CFK Frontschürze – Gewichtsoptimiert
  • ABT CFK Fronthaube – Gewichtsoptimiert
  • ABT Frontplatte – Verstellbar
  • ABT Seitenschweller – Gewichtsoptimiert
  • ABT CFK Heckflügel – Gewichtsoptimiert
  • ABT CFK Heckschürze – Gewichtsoptimiert
  • ABT CFK Lufthutzen – Gewichtsoptimiert
  • ABT CFK Außenspiegel – Gewichtsoptimiert
  • ABT Scheinbenrahmenverkleidung CFK
  • ABT Motor- und Verdeckabdeckung mit CFK-Inlays
  • ABT Karbonverkleidungen der Türen
  • ABT Chromfolierung „rot“

[/toggle]

[toggle title=“Sportfelgen“]Abt Sportfelge BR, tiefschwarz mit rotem Felgenring. VA: 9×20, HA: 11×20 Zoll[/toggle]

[toggle title=“Auspuffanlage“]Abt Sportauspuffanlage – Edelstahll[/toggle]

[toggle title=“Fahrwerk“]Abt Gewindefahrwerk – Einstellbare Dämpfer (Zug- und Druckstufe)[/toggle]

[toggle title=“Innenraum“]

  • ABT CFK Sportlenkrad
  • ABT Ledersitze
  • ABT Mittelkonsole mit rotem Sichtcarbon und Belederung
  • ABT Schalteinheit, rotes Sichtcarbon und Gravur
  • ABT Armaturenbrett mit Belederung
  • ABT Türverkleidungen aus rotem Sichtvarbon und Belederung
  • ABT Einstiegsleisten beleuchtet
  • ABT Fußmatten
  • ABT Sicherheitsgurte in rot
  • Item #3

[/toggle]

 

Fazit:

Wer meint, er könne ein einfaches Fazit zu diesem Fahrzeug lesen, den muss ich an dieser Stelle nun enttäuschen. Über die Fahrdynamik, die Straßenlage oder den Benzinverbrauch auch nur ein Wort zu verlieren, würde bedeuteten, die kurze Darstellung des Abt R8 Spyder in der falschen Sprache geschrieben zu haben.

Sportwagen vom Schlage eines R8 mit bereits 525 Serienleistung entziehen sich rationalen Beurteilungen. Entweder man hat als Fahrer den passenden Adapter zwischen Sportwagen und dem eigenen Nervensystem – oder man versteht mit keiner Silbe worum es in der Faszination „Leistungs-Explosion auf geteertem Asphaltband“ eigentlich geht.  Dann muss man auch nicht traurig sein, nicht zum Erlauchten Kreise derer zu gehören, die den Künsten der Allgäuer Abt-Mannschaft erliegen darf.

Kopf hoch!

Abt R8 GTS im Fahrbericht

Der Allgäuer Tuner Abt ist bekannt für seine besonderen Fahrzeug-Umbauten. Fahrer von Volkswagen und Audi-Modellen finden im Angebot der Kemptener-Tuningexperten viele Lösungen für das eigene Auto, deren Ziel vor allem eines ist: Mehr Leistung, mehr Individualität.

Abt-Sportsline hat Online Journalisten die Möglichkeit gegeben, einen Einblick, einen Überblick und vor allem viele Eindrücke von den, von Abt veredelten Fahrzeugen zu gewinnen. Heraus gekommen sind viele gute Fotos, besondere Fahrberichte und auch Videos.

Bevor wir die Lösungen für den Alltag beleuchten, halten wir uns nicht lange auf und gehen gleich in die Vollen, mit dem:

Abt R8 GTS

Es sind aberwitzige Leistungsdaten die im Datenblatt des von Abt umfangreich aufgewerteten R8 Spyder stehen. Über 600PS Leistung und Carbon so weit das Auge reicht, die gesammelten Eindrücke über den Abt R8 GTS haben wir hier zusammengefasst:

 

Ich steige ein, mache mir den Sitz zurecht und drehe den Zündschlüssel um. Hinter mir ertönt das angestrengte Wiehern eines Anlassers, der gerade 10 Kolben mit einem Durchmesser von über 8 Zentimetern in Bewegung bringt. Unmittelbar darauf erklingt eine metallene Symphonie aus 5,2 Litern und holt zum “ohrgasmischen” Betörungsspiel aus.

Zitat: passiondriving.de

 

Mit dem Roadster spart man sich zudem den Friseurtermin, denn bei über 280 Sachen (und auch schon vorher) bekommt man von ganz alleine einen neuen Haarstyle verpasst. Ein wenig Eingewöhnung verlangt dagegen der Saugmotor, denn der braucht Drehzahlen und will bis in den roten Bereich, der knapp oberhalb der 8.500 U/min liegt, gedreht werden

Zitat: veight.de

 

Einen Audi R8 Spyder zu “verbessern” stellt sich als schwere und unglaublich undankbare Aufgabe dar.

Zitat: Die-Testfahrer.de 

 

Damit das Erlebnis für die Augen und Ohren nicht zu kurz kommt, ein kurzer Clip von den veight.de, über den Abt R8 GTS.

Vorfreude auf den R8 Fahrbericht für englische Leser: http://www.the-car-addict.com/2012/04/at-abt-sportsline-in-kempten.html

Eine umfangreiche Fotogalerie zum Abt R8 GTS findet sich auf unserer Facebook-Seite…

 

Audi R Leichtbautechnologie

Der Audi R8 mit Audi ultra Leichtbautechnologie

Leichter, agiler, dynamischer – einfache Schlagworte um einen erfolgreichen Sportwagen zu bauen. Aber hinter diesen Begriffen steckt die wahre Ingenieurskunst. Denn im Fahrzeugbau ist es leicht, noch leichter zu bauen, ist agil nicht agil genug und Dynamik muss immer wieder auf das Neue faszinieren.

AUDI R8 – Ultra

Der Audi R8 mit Audi ultra Leichtbautechnologie.

Audi war der erste Automobil-Hersteller der ein Voll-Aluminiumfahrzeug in Großserie herstellte – und hierbei nicht nur die Luxusklasse neu definierte, sondern mit dem Audi A2 damals bereits seiner Zeit weit voraus war.

Was für Luxuslimousinen und ökologisch wertvolle Automobile gilt, ist für einen Sportwagen umso wichtiger, der Kampf um jedes Gramm. In Automobilen-Rennserien gibt es oftmals bereits ein Basisgewicht, welches man nicht unterschreiten darf – um jedoch einen Rennwagen perfekt aus zu balancieren, wollen Renn-Ingenieure ein Fahrzeug so leicht wie möglich bauen und dann per künstlichem Ballast einen Rennwagen auf das Mindestgewicht bringen, aber eben selbst bestimmen, an welchen Stellen der Ballast angebracht wird, damit man ein möglichst ausgewogenes Rennfahrzeug erhält.

Audi hat für die Technik mit der man in der Lage ist, besonders effiziente und agile Karosserien zu fertigen, einen eigenen Begriff kreiert: Der Audi Space Frame. Mit dieser Leichtbautechnologie ist man in Ingolstadt in der Lage, die Fahrdynamik des Audi Sportwagen R8 weiter zu steigern.

Es ist die Erfahrung aus dem Motorsport, die in Ingolstadt zur Entwicklung der Leichtbautechnologie auch für Straßen-Sportwagen geführt hat. Mit dem ASF wurde es möglich, die Ergebnisse der Rennsport-Forschung auf die Straße zu übertragen. Fahrdynamik und Sportlichkeit oberhalb der bekannten Grenzen.

Es ist die größte Herausforderung im Automobilbau, einen Sportwagen zu fertigen, der über die Grenzen des üblichen hinaus geht. Hier sind besondere Fähigkeiten gefragt. Bei Audi haben die Techniker, Entwickler und Designer das übliche Paket der Sportwagen-Entwicklung durch besondere Erfahrungen aus dem aktiven Motorsport ergänzt. Der gezeigte Gewinner des 24-Stunden Rennens am Nürburgring ist dafür das Beste Beispiel.

Bilstein Audi R8 Leichtbau ultra 24h rennen

Was im Motorsport funktioniert – funktioniert für einen Straßen-Sportwagen auch. Das Ergebnis ist der Audi R8 mit der Ultra Leichtbautechnologie!

Das Design des Audi R8 Coupé ist ein klares Statement: Muskulöse, klar strukturierte Seitenlinien unterstreichen seine Herkunft – den Rennsport. Seine aufregende Formensprache mit den charakteristischen sideblades gibt ein Versprechen – kraftvolle, unwiderstehliche Dynamik –, das der Wagen überzeugend einlöst.

 

Sponsored by Audi – Der Audi R8 mit Audi ultra Leichtbautechnologie

Weltrekord für den R8 e-tron

Einen Weltrekord aufstellen, noch bevor man mit dem Fahrzeug auf dem Markt ist. Immer wieder eine gern fabrizierte Marketing-Fingerübung.  Bei Audi hat man sich vermutlich auch überlegt was man wohl braucht um den Audi R8 e-Tron gegen Ende des Jahres mit ordentlichem Wirbel zu vermarkten.

Weltrekord auf der Nordschleife – 8:09,099 Minuten

Natürlich ist es ein wenig merkwürdig, wie man einen Weltrekord für Serienfahrzeuge fahren kann, obwohl das Auto noch nicht auf dem Markt ist, aber – sei es drum – es ist und bleibt beeindruckend. Wann immer es um die Nordschleife geht, steigt die Begeisterung. Und Audi hat die Nordschleife genutzt um zu zeigen was im 380 PS starken Elektro R8 steckt. Am Steuer saß der Gewinner des 24 Stunden Rennens am Nürburgring, Markus Winkelhock.

Audi R8 e-tron: Weltrekord auf der Nuerburgring Nordschleife am 26. Juni 2012
Audi R8 e-tron: Weltrekord auf der Nuerburgring Nordschleife am 26. Juni 2012

Audi R8 e-Tron

Mit dem R8 in Elektromobil-Ausführung will Audi demonstrieren, das der Verzicht auf einen Benzinmotor nicht bedeutet, auf Emotionen, Sportlichkeit und Fahrspaß zu verzichten.  Mit 2 Elektromotoren bestückt, beeindruckt der e-Tron R8 mit einer Leistung von 280 kW und einem Drehmoment von 820Nm.  Audi verspricht für den elektrischen Sportler eine Beschleunigung von Null auf 100 binnen 4.6 Sekunden. Die Topspeed wird mit Rücksicht auf die Akkus auf 200 km/h begrenzt.

Wenn man nicht gerade eine Rekordrunde auf der Nordschleife zurück legen will, dann reicht der 49 KWh Energiespeicher der Akkus für eine Distanz von bis zu 215km.  Der e-Tron wird gegen Ende des Jahres erhältlich sein.

 

24 Stunden Rennen am Nürburgring 2012

24 Stunden Rennen 2012 – Nürburgring Glanzlicht

Das 24-Stunden Rennen in diesem Jahr war wieder einmal (und vermutlich auch das kommende 2013er Rennen) ein besonderes Glanzlicht im Motorsport. Seit mehr als 15 Jahren komme ich im Prinzip jedes Jahr an den Ring und jedes Jahr wieder, fasziniert mich diese Darbietung der „Mutter des Motorsports“. Es gibt keinen Ort auf der Welt, der mehr Motorsport „lebt“, mehr Geschichten erzählen kann und so voll mit ruhmreichen Momenten und tragischen Wendungen ist, wie die Nordschleife des Nürburgrings.  So auch in diesem Jahr:

2012 – 24h Rennen Nürburgring Nordschleife

Zum ersten Mal in meiner Nürburgring-Geschichte wurde ich von einem Hersteller eingeladen, das wichtigste Event des Motorsport-Jahres in Deutschland, das Glanzlicht des dt. Motorsports, die Mutter aller emotionalen Motorsport-Veranstaltungen – das Rennen der Rennen –  auf der Strecke der Strecken, in einem komfortablen Rahmen zu genießen.

Der Hersteller lud natürlich nicht nur mich ein, sondern noch ein paar Kollegen, treue Kunden, begeisterte Mitarbeiter und ein paar Promis. Wobei jedoch der Promi-Faktor überschaubar blieb und am Ende doch in der Tat der Faktor: „Spaß am Motorsport – Leidenschaft für das Automobil“ im Vordergrund blieb.

Mein Gastgeber setzte selbst 3 Fahrzeuge auf dem Ring ein. 2 davon waren respektable Serien-Sportwagen, deren Einsatz bei den 24 Stunden in der Eifel vor allem die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge beweisen sollte. Der 2.te Wagen war ebenfalls nah an der Serie, wurde aber unter anderem von Menschen pilotiert, die zusätzlich den Job des Streckensprechers ausfüllten und so auch in der Tat, von der Strecke, während des Rennens, live auf Sendung waren.

Um das Ergebnis des Teams in das richtige Licht zu rücken: 

Wer die 24 Stunden am Nürburgring übersteht und am Ende in der Wertung ankommt, der ist ein Sieger. Egal auf welchem Platz er landet. Natürlich zählen Klassensiege doppelt und der Gesamtsieg in der „Grünen Hölle“ ist schlicht das Ruhmesblatt der Ruhmesblätter, auf dem Siegerkranz der Motorsport-Helden – dennoch, wie auch Hans-Joachim Stuck so gerne sagt: „To finish first, you have to finish first!“.

Die Gesamtsieger des 24 Stunden Rennens 2012 Nürburgring
Die Gesamtsieger des 24 Stunden Rennens 2012 Nürburgring

Der Gesamtsieg der 24 Stunden am Nürburgring ging in diesem Jahr an die Werks-Audi R8 GT3 (LMS ultra) mit der Startnummer: 3. Als Piloten auf diesem Fahrzeug durften sich im güldenen Licht der Sieger-Ehrung wähnen: Marc Basseng, Christopher Haase, Frank Stippler und Markus Winkelhock (ja, der Sohn des 1985 verunglückten Manfred Winkelhocks und der Neffe der Tourenwagen-Legende: Jockel Winkelhock!)

Auf Platz 2 der Audi R8 GT3 (LMS ultra) mit der Startnummer 26 und den Piloten: Christian Mamerow, Christian Abt, Michael Ammermüller und Tourenwagen-Legende Armin Hahne.

Gesamt-Zweite 24h Rennen 2012 nürburgring

Das Endergebnis der 24 Stunden gibt es natürlich als .pdf auf der Webseite des Veranstalters *update*

Das Team mit dem besten Rennspeed und der schnellsten Runde war allerdings, der BMW Z4 GT3 mit der Best-Besetzung aus den beiden BMW-Müllers, dem Nordschleifen-Crack Dirk Adorf und dem Tourenwagen-Urgestein: Uwe Alzen.  Der Renngott war diesem Team jedoch nicht vollständig gnädig und das Gesamtergebnis hatte für das Team leider nur einen Platz 7 übrig. Schade um die als Polesetter in das Rennen gestartete Mannschaft.

Eine absolute Glanzleistung und doch nur mit dem Platz 12 in der Gesamt-Wertung: Der P4/5 Competizione des US-Milliardärs „Glickenhaus“ – dahinter steckt der erst zweite Einsatz eines einmaligen Rennfahrzeuges. Basierend auf einer Idee und einer Rennwagen-Vorlage von Ferrari – sind Teilnahme und Ergebnis nur einem Automobil-Verrückten Milliardär zu verdanken. Leider geil 🙂 Das! 

Glickenhaus Ferrari P4/5

Mit Platz 15 immerhin ein Achtungserfolg: Der Lexus LFA von Gazoo-Racing. Dahinter steckt nicht nur das Engagement von Toyota beim legendären Eifel-Rennen, sondern auch eine kleine Belohnung für die vergangenen Jahre. Hatte doch die Toyota-Tochter Lexus, den LFA-Rennwagen bereits bei den 24 Stunden am Ring eingesetzt, als dieser noch gar nicht der Öffentlichkeit vorgestellt war. Lexus demonstriert damit auch die Zusammhänge zwischen Motorsport, Entwicklung und Straßen-Rennwagen. Und ganz nebenbei muss man den hoch drehenden V10 des LFA einfach mal durch das Dunkle Eifelrund von dannen röhren, hören ;).  Ein beeindruckende Soundkulisse.

Lexus LFA - 24h Rennen Nürburgring

Ein Platz 30 im Gesamt-Ergebnis ist vermutlich nichts, womit man die Massen vor den TV-Geräten begeistern kann. Sehr wohl jedoch die Fans der Marke.

nissan gt-r track pack 24 stunden nürburgring

Nissan hat mit einem fast in Serie gestarteten Nissan GT-R „Team GT Academy“ (Startnummer: 123) nicht nur die Herzen der Nissan-Fans erwärmt, sondern auch gezeigt, wie leistungsfähig und zuverlässig der 550PS starke GT-R ist. Die aktuelle Lösung für das Reglement der 24h in der Eifel hatte jedoch in der Startklasse SP8T keine weiteren Mitbewerber und bis ein Fahrzeug wie der Nissan GT-R mit dem „TrackPack“ ähnlich häufig eingesetzt wird, wie die Armada der Porsche GT3 in der Klasse SP7, dürfte vermutlich noch viel Reifengummi über die knapp 25 Kilometer der Nordschleife verteilt werden.

Bevor diese Tage noch ein paar Beiträge zu diversen Teams im Detail kommt und bevor ich alle Fotos vom 2012er Rennen online stellen kann – hier noch kurz die 3 wichtigsten Zahlen 2012: Gestartet: 169 Fahrzeuge. Im Ziel und gewertet: 111 Fahrzeuge. Die 24-Stunden-Hatz nicht in Wertung beendet: 58 Fahrzeuge. Zuschauer: Mindestens 2,5 Millionen. (Gefühlte Zahl!)

 

Nicht zu vergessen: Vielen Dank an Nissan Deutschland für die Einladung zum Event an den Nürburgring!

DER ABT R8 5.2 FSI

Der Freitag wird gut :)

Am morgigen Freitag machen 4 Blogger den Auto-Tuner Abt aus dem Allgäu unsicher! Es wird also eine Menge Fotos, Storys und Eindrücke in den nächsten Tagen geben, die sich nur um den Traditionsreichen VW/Audi (ja, auch Seat und Škoda) Tuner drehen.

Highlight dürfte der 600PS Audi R8 V10 werden 😉 … morgen früh geht es ordentlich früh (so um 6) auf die Piste in Richtung Allgäu.

 DER ABT R8 5.2 FSI
DER ABT R8 5.2 FSI

Behaltet den Twitter-Account von mir im Auge dieTestfahrer schaut natürlich bei den Kollegen auf deren Blogs mal vorbei, mit von der Partie (oder sollte ich Party schreiben?) sind:

..und, äh ich 😉

 

Audi R8 e-tron am Nürburgring

Audi testet den R8 e-tron am Nürburgring

Audi testet derzeit den Audi R8 e-tron, den ersten Voll-Elektrischen Sportwagen aus Deutschland.  Den ersten sagen wir deshalb, weil bisher weder der E-Artega, noch der BMW i8 mit einem Start-Termin fest stehen.

Audi hingegen will den R8 e-tron noch in diesem Jahr in einer Klein-Serie von 1.000 Stück auf den Markt bringen.  Der E-Tron R8 gehört zu den wenigen „Erlkönigen“ die am Ring eine deutliche Bezeichnung tragen und nicht durch „Auspuff-Lärm“ auffallen. Beeindruckend, wie wir meinen.

Weitere Fotos unter diesem Link. (Zgl. Nachrichten-Quelle!)

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