Jeep-Sondermodell zum Sonderpreis – Rabatt auf Superhelden-SUV

Jeep senkt den Preis für das Renegade-Sondermodell „Dawn of Justice Special Edition“. Das anlässlich des Superheldenfilms „Batman vs. Superman“ aufgelegte Mini-SUV kostet bis Ende November 17.900 Euro statt der ursprünglichen 21.900 Euro. Zur Ausstattung des komplett in Schwarz gehaltenen Modells zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, Lederlenkrad und Parksensoren am Heck. Für den Antrieb sorgt ein 81 kW/110 PS starker 1,6-Liter-Benziner. Das Angebot gilt ausschließlich für sofort lieferbare Neuwagen. (Holger Holzer/SP-X)

Test: Jeep Renegade 2.0 Limited

Der Renegade ist so ein Auto, bei dem sich der Auto-Blogger in mir mal mächtig getäuscht hat. Als der kleine Renegade 2014 in Genf der Welt-Öffentlichkeit auf dem Automobil-Salon präsentiert wurde, da war ein klar ablehnendes Kopfschütteln das Ergebnis. Ein Jeep auf einer Plattform, die ursprünglich bereits dem Opel Corsa und dem Opel Karl diente. Angepasst für 4×4-Antriebe, zurechtgezimmert für den FIAT 500x und nun für eben diesen Jeep. Nein, ein treuer Petrolhead muss so etwas ablehnen. Ein Jeep muss archaisch sein. Muss er?

Test: Jeep Renegade 2.0 Limited 4×4

Mamas Matschmobil

Der erste Kontakt in der freien Wildbahn, also dem Parkdeck eines Einkaufszentrums, verläuft immer nach dem gleichen Muster: Erstaunen über die Größe. Denn der Renegade wirkt auf Fotos kleiner als er ist. Für einen B-Segment SUV in den Reihen von Nissan Juke und Renault Capture ist der 4.23 Meter lange Renegade ordentlich groß geraten. Das liegt an den Ecken, an den Kanten und den spitzen Winkeln. Eine steil stehende Windschutzscheibe, ein steiles Heck, steile Seitenscheiben. So richtig klassisch. Dazu passt der farblich abgesetzte Jeep-Kühlergrill mit den runden Scheinwerfern. In freier Wildbahn verfallen neun von zehn Test-Probanden dem Renegade sofort.

Test Fahrbericht027 Jeep Renegade 2.0 Limited

Sei wie du bist

Kernige Optik, moderne Technik. Eine überzeugende Mischung, die erfolgreich sein wird und es bereits ist. Der Renegade ist innerhalb kürzester Zeit zum meistverkauften Jeep avanciert. Dabei haben sich die Produkt-Verantwortlichen nicht in einer Billig-Preis-Strategie verlaufen. Der Renegade ist selbstbewusst eingepreist. Der Start für den kleinen „Abtrünnigen“ liegt mit 19.900 € für das Basis-Modell noch im Rahmen. Aber wer will schon das geile Design mit Frontantrieb und 5-Gang Getriebe kombinieren und dann einen 110 PS Motor schuften lassen, wenn es doch auch so feine Varianten wie den von uns gefahrenen Limited mit 2.0 Liter MultiJet-Diesel, 4×4-Antrieb und famoser 9-Gang Automatik gibt? Eben.

Test Fahrbericht039 Jeep Renegade 2.0 Limited

36.320 € Spaßwürfel

jeep active drive 1 erklärt

Es ist in diesem Segment der „kleinen“ SUVs eine immer wiederkehrende Diskussion: „Braucht man den Allradantrieb wirklich – oder reicht nicht auch der Frontantrieb?“ 

Die Frage ist eigentlich simpel zu beantworten: „Wollen Sie im Winter am Berg auf der Schnee bedeckten Fahrbahn steckenbleiben wie Ihre Nachbarn, die alten Knauserer, die eben so einen Kompakt-SUV nur mit Frontantrieb geordert haben? Sehen Sie. Ein SUV immer mit Allradantrieb. Immer. Und beim kleinen Renegade erst recht, denn ein Jeep ist ein Jeep und muss ein Jeep bleiben. Ignorieren Sie die Versuchung, Geld zu sparen. Ignorieren Sie sie wirklich. Denn bei Jeep hat man nicht einfach nur einen simplen Allradantrieb untergebracht, sondern sich ein wenig Mühe gemacht. Selbst wer nicht zur „Trailhawk“ Variante greift, bekommt mit dem „Active Drive“ einen wirkungsvollen Allradantrieb geliefert!

Jeep hat dem Renegade mit dem Active Drive System einen Hang-On Allradantrieb spendiert, der aufwendiger als andere „Hang-On“ Systeme ausfällt. Eine „Power Transfer Unit“ an der Vorderachse kann die nach hinten führende Kardanwelle abkoppeln, der Jeep fährt dann nur mit Frontantrieb. Das senkt die Reibung und reduziert so den Verbrauch. Im Bedarfsfall wird die Hinterachse im Millisekundenbereich angekoppelt. Der Unterschied zu vielen Mitbewerbern liegt jedoch am Hinterachs-Antriebsmodul. Hier sitzen eine Ölpumpe und eine zusätzliche Lamellen-Kupplung. Dieser Aufbau lässt eine vorkonfigurierte Drehmoment-Verteilung je nach Antriebssituation zu. Über den Terrain-Selec Drehschalter bestimmt man die Kraftverteilung. Im Auto-Modus fährt der Jeep primär als Frontantriebler. Im „Snow-Mode“ werden 60% der Kraft für die Vorderachse und 40% die Hinterachse eingestellt. Im „Sport-Mode dreht sich die Verteilung und 60% der Kraft gelangt an die Hinterachse. Im Sand und Mud-Modus wird die Kraftverteilung ständig variabel gehalten mit der Option, bis zu 100% nach hinten zu verteilen.

Zudem verfügt der Renegeda über eine Bergabfahr-Hilfe und die Möglichkeit, per „Lock-Modus“ den Allradantrieb im 50/50 Modus zu fixieren.

Der Testwagen besaß zudem die „Low-Variante“ des Active-Drivesystems.Hier unterstützt ein zusätzliches Untersetzungsverhältnis (20:1) die Krabbelei im Standgas über Stock und Stein.

Test Fahrbericht061 Jeep Renegade 2.0 Limited

Echter SUV

Im Segment der „kleinen SUVs“ ist der Renegade der Offroad-Champ. Selbst ohne Trailhawk-Paket, bei dem die Bodenfreiheit auf 21 Zentimeter (vs. 19.8cm  im Limited) anwächst und zudem das Terrain-Selec-System noch den Fahrmodus „Rock“ anbietet.

Ganz ohne den Rubicon-Trail bezwingen zu wollen, ist auch im Alltag zwischen Zuhause, Schule und Arbeitsplatz der 2 Liter Diesel mit 140 PS eine sinnvolle Motorenwahl. Kombiniert mit dem 9-Stufen Automatikgetriebe von ZF und der Limited-Ausstattung steigt der Einstiegspreis für den kleinen SUV damit jedoch auf knackige 31.100 €. Noch das große Panoramadach und das UConnect-Navisystem und schneller als man den Allrad aktiviert hat, stehen über 35.000 € auf dem Wunschzettel.

Das ist dann auch für einen Jeep schon eine ordentliche Ansage. Immerhin befinden wir uns noch immer in der Klasse der „kleinen SUVs“. Ein Jeep Cherokee mit ähnlichem Technikpaket und dem neuen 170 PS starken 2.2 Liter Diesel kommt auf 45.900 €.

Test Fahrbericht129 Jeep Renegade 2.0 Limited

Allerdings bietet der kleine Renegade nicht nur viel Technik für das Geld. Auch die Platzverhältnisse sind bei weitem nicht so beengt, wie der Begriff „kleines SUV“ vermuten lassen könnte. Im Gegenteil, die steil stehende Windschutzscheibe und die steil stehenden Seitenscheiben schenken viel Platz im Innenraum. Das Raumgefühl ist mit dem, was man früher mal als „Mittelklasse“ beschrieben hat, fair umrissen.

Dazu gesellen sich die bequemen Sitze, das gut und weit verstellbare Lenkrad und ein Kofferraum, der für vier Personen ausreicht. Natürlich ist der Knieraum hinter einem Sitzriesen in Reihe eins eingeschränkt – aber das darf bei einer Gesamtlänge unter 4.5 Meter nicht verwundern.

Test Fahrbericht122 Jeep Renegade 2.0 Limited

Und fährt sich wie ein Großer

Der 2.0 Liter Diesel mit den 140 PS und 350 Nm knurrt heftig, die Schalldämmung im kleinen Renegade ist zwischen Motorraum und Kabine dann doch geringer ausgefallen als im großen Bruder Cherokee. Allerdings bemüht sich die von ZF stammende und nun von den Italienern in Lizenz gefertigte Neunstufenautomatik um ein angenehmes Geräuschniveau. Drehzahl senkend vertraut sie auf die Kraft aus dem Keller, zappt unmerklich die Gänge von 2 bis 9 durch das Programm, verhält sich ansonsten mustergültig und bleibt als emsiger Gangwechsel-Experte im Hintergrund.

Die auf dem Fahrzeug montierten Nokian-Winterreifen in 18-Zoll (225/55) darf man getrost nach der ersten Saison gegen ein paar Winterreifen mit mehr Geräuschkomfort eintauschen. Rauschend und dröhnend machen sie ab Landstraßen-Tempo auf sich aufmerksam.

Dass die steile Windschutzscheibe, der steile Kühlergrill und das ganze Auto an sich zudem nicht wirklich den Gesetzen der Aerodynamik folgen, auch das lässt sich akustisch nicht ganz verheimlichen.

Auf der Straße überzeugt der kleine Jeep Renegade dennoch in allen Disziplinen. Dass er zudem im Gelände zu den Großen gehört – eine echte Aussage! Denn das ein so lifestyliges Auto wie der kleine SUV nicht nur auf dem Supermarktplatz und vor Schulen eine gute Figur macht, sondern auch beim Wühlen im Matsch, ist eher die Ausnahme denn die Regel.

Archaisch

Manchmal sind es nur die Schubladen in unseren Köpfen, die wirklich archaisch sind. Der kleine Renegade, der gar nicht so klein ist, gehört zum Besten, was man derzeit im Segment der SUVs für Geld kaufen kann. Alleine dieses Charakter-Gesicht verdient 5-Sterne! Dass man bei Jeep zudem an fast jeder Stelle mit dem Mythos der Marke gespielt hat, es verdient wiederum Sympathie. Rechts der kleine Willys-Jeep in der Windschutzscheibe, im Tankdeckel eine Spinne und eine „No Step-Prägung“ auf den Schweller-Verkleidungen. Der kleine Renegade wirkt stimmig.

Test Fahrbericht007 Jeep Renegade 2.0 Limited

Er ist wie er ist und er ist gut

Auch wenn er nicht in den USA produziert wird, sondern zusammen mit seinem Zwilling Fiat 500X in Italien vom Band läuft, der Renegade ist der coolste Jeep seit dem Original-Willys Jeep. Ein Eye-Catcher und ein Charakter-Kopf mit überzeugenden inneren Werten. Und wer sich den Trailhawk sichert, der kann damit ganz sicher auch allen anderen Jeeps im Gelände folgen. Das ist mal eine Ansage für so einen „Lifestyle-SUV“.

Wer sich nun seinen ganz eigenen Jeep zusammenstellen möchte,  der kann das mit der Preisliste von Jeep Deutschland tun. Aber denken Sie daran: Einen Jeep ordert man mit Allradantrieb! 

Test Fahrbericht085 Jeep Renegade 2.0 Limited

[notification type=“notification_info“ ]Tl;dr?

„Wenn Mama auf Schlamm-Catchen steht!“

Alternative zu: Nissan Juke, Opel Mokka, Skoda Yeti
Passt zu: Menschen mit Charakter und Allradlust
Das überzeugt: Neungang-Automat und der Allradantrieb[/notification]

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Jeep

Renegade 2.0 Limited (LOW)

Motor R4, Diesel, Turbo, Direkteinspritzer
Hubraum 1.956 ccm³
Leistung 140 PS @ 3.750 U/min
Kraft 350  Nm @ 1.750 U/min
Getriebe 9-Gangautomatik Wandler
Antriebsachse Selec-Terrain, Hang-On Allradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.255, 1.805, 1,697   mm
Radstand 2.570 mm
Leergewicht 1.605 kg
Wendekreis 11,1 m
Höchstgeschwindigkeit 182 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,0 sec
Normverbrauch 5.6 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.5 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 6.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 9.7 l / 100km
 Mehr zum Thema Verbrauch:  So messen wir auf m-a-b

Test, Text und Fotos: Bjoern Habegger

[/toggle]

Kleiner Jeep Renegade, ganz tapfer!

Go anywhere, do anything!

Tapfer kämpft sich der kleine Renegade durch das Unterholz. Immer wieder setzt Staub die Frontscheibe des kleinsten der Jeep Famile zu. Kein Wunder, vor ihm zeigt der stämmige Bruder Wrangler gerade, was es heißt, mal richtig im Gelände unterwegs zu sein. Immerhin stammt er in direkter Linie von dem legendären Willis MB ab. „Go anywhere, do anything“, lautet die Devise von Jeep, die seit fast 75 Jahren ausschließlich Geländewagen und SUV bauen. Nun sind wir nicht am Rubicon in Montana, jenem mörderischen TestTrail, den jeder Jeep, der etwas auf sich hält, gemeistert haben muss. Doch auch das Testgelände hier im Maintal ist mit seinen Geröllstrecken und unübersichtlichen Schlammlöchern durchaus anspruchsvoll.

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In der Offroad-Variante Trailhawk mit Allradantrieb und diversen Fahrprogrammen hat der Renegade, der als erster Jeep nach der Liason von Chrysler mit Fiat nicht in Amerika, sondern in Italien gebaut wird, nicht viel Mühe mit der Strecke. Wie es sich für einen Jeep gehört. Auch für einen, der sich zwar jetzt mit einem Fiat 500 X eine Plattform teilt, dessen kantiges Äußeres aber mehr von seinen amerikanischen Genen zeugt. Im Innenraum sorgen trotz viel Jeep typischem Plastik farblich abgesetzte Umrandungen, das große Farbdisplay in der Mitte und die geschäumte Oberfläche der Armaturentafel für eine eher italienisch anmutende erfreulich freundliche  Atmosphäre. Vorne wie hinten gibt es für ein Auto dieser Klasse ordentlich Platz.

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Auf der Strecke fordern spitze Steinkanten jetzt einen äußerst gefühlvollen Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse. Doch vor dem Schlimmsten bewahren spezielle Unterfahrschutz-Planken, die Jeep dem jüngsten Sprössling mit auf den Weg gegeben hat. Zwar unterstützt den Renegade Trailhawk mit dem 170 PS starken Vierzylinder Diesel keine Geländeuntersetzung, dafür eine im Vergleich zu den anderen Modellen kürzere Achsübersetzung, was gemeinsam mit dem kurzen ersten Gang der Neunstufen-Automatik zu überraschenden Offroadtalenten führt. Jetzt eröffnet sich vor uns ein Bild, das den Atem stocken lässt. Der Wrangler streckt ein Hinterrad in die Höhe und droht, den Hang hinunterzupurzeln. Unbeirrbar senkt sich das Urgestein von Jeep langsam ab und setzt seinen Weg fort. Die Sorge, dass der kleine Renegade hier nun doch noch scheitern könnte, lässt uns an Umkehr denken. Doch leider schiebt sich gerade der für alle Jeep typische siebenstrebige Kühlergrill eines uns folgenden Cherokee in den Rückspiegel. Wir lassen es langsam angehen. Die Traktionskontrolle kümmert sich um den Vortrieb und in Zentimeterarbeit kippen wir ab. Am Ende zeigt sich, dass die Technik eines Jeep Renegade Trailhawk mehr kann als jeder noch so geübte Offroad-Artist.

 

Im Test: Der neue Jeep Renegade

Mit dem neuen Renegade will Jeep neue Wege gehen und sich mit auf die Stufe vom Opel Mokka oder dem Nissan Juke stellen. Schon bei der Vorstellung auf dem Fiat-Gelände in Balocco bestätigt sich, dass der Jeep eine neue Nische erobern will. Jünger und weiblicher als die anderen Jeeps soll er sein und damit ins Ziel treffen.Soweit das Konzept. Dann schauen wir uns den kleinen Ami mit Fiat-Genen mal genauer an. Schon auf den ersten Blick wird klar, der neue Jeep Renegade ist alles andere als weiblich. Kantig und maskulin steht er da. 

Der im italienischen Melfi produzierte Offroad-Knirps basiert zu Teilen auf der Fiat 500 L-Familie und das sieht man am besten im Profil. Der kleine Kompakte soll die Marke Jeep weltweit erstmals ins Segment der kleinen SUV erweitern und Kraftstoffeffizienz und dynamische Fahreigenschaften auf befestigten Straßen mit den klassenbesten Offroad-Fähigkeiten eines Jeep kombinieren.

Der neue Jeep Renegade, die kleine Dosis Anabolika für den Alltag?

In vier Modellvarianten wird der Jeep Renegade gebaut, wobei wir uns besonders die Limited und TrailHawk-Variante angeschaut haben. Letzterer zeigte schon bei der Präsentation, dass er alles andere als zart besaitet ist und gerne auch die härteren Wege abseits der Straße in Angriff nimmt. Mein erstes Testfahrzeug war der Jeep Limited mit einem 140 PS starken 1,4-Liter MultiAir Benziner unter der Haube und   in Carbon Black. Der knuffige Junior-Jeep wirkt beeindruckender als gedacht, wie er da so vor einem steht. Damit könnte man die Stadt in Angriff nehmen und anderen zeigen, wo der Hammer hängt, so scheint es. Mit einer Länge von 4,25 Meter und einer Breite von 1,80 Meter gibt er sich nicht viel zierlicher als andere Jeep-Familienmitglieder, auch wenn man die italienischen Handschrift erkennen kann. Ein „Detroit-Rom-Patrone“ also.

Die besondere Linienführung erschafft ein einzigartiges Seitenprofil, das man mögen kann oder auch nicht. Die Prämisse, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, hat Jeep aber hinbekommen.

E.T. lässt grüßen

Besonders im Gedächtnis blieb die Beschreibung der Belüftungsschlitze im Interieur mitten auf dem Armaturenbrett. Diese wären nach dem Vorbild von E.T. entstanden und nun sehe ich immer außerirdische Köpfe, wenn ich in den Jeep Renegade einsteige. Ziel erreicht, würde ich sagen. Die Designer haben sich aber auch jede Menge Mühe gegeben, dem Renegade ein individuelles Aussehen zu verpassen. Allein 10 Farben und sieben verschiedene Raddesigns stehen zur Individualisierung zur Verfügung, mal ganz zu schweigen von den ganzen Extras, die der Zulieferer Mopar noch speziell für den Renegade entwickelt hat. Vom Ami-Stern bis hin zum Fahrradträger bleibt kein Wunsch offen. Für alle, die es authentisch lieben.

Das gesamte Design zeigt die traditionellen Markenwerte wie beispielsweise die unverzichtbaren und typischen Schlitze in der Front. Genauso die Rundscheinwerfer und Rücklichter, die an den Ur-Jeep erinnern sollen. Der erste Jeep aus 1941 zieht sich durch den ganzen Renegade in kleinen Details wie z.B. in Form des Benzintanks, der sich in stilisierter Form immer wieder findet. Das ist ein bisschen wie ein kleines Suchspiel, das sich von außen nach innen fortsetzt. Hier findet sich in der Limited Version eine recht hochwertige Einrichtung. Bequeme Ledersitze halten den Fahrer und Beifahrer an Ort und Stelle und insgesamt herrscht ein angenehmes Ambiente. Was jedoch fehlt, sind Ablageflächen. Die sucht man vergebens und das, was vorhanden ist, reicht gerade mal für ein Handy und ein paar Schlüssel.

Sobald der Fahrer etwas längere Beine hat, haben es Mitfahrer im Fond nicht leicht. Schiebt er den Fahrersitz dementsprechend weit nach hinten, wird es deutlich eng. Davon einmal abgesehen, haben Sitzriesen aber jede Menge Kopffreiheit, die gerade im TrailHawk bei unwegsamem Gelände  vor unliebsamen Kopfschmerzszenarien schützt. Weiter hinten sieht das Platzangebot aber wieder anders aus. Der Kofferraum bietet ohne zurückgeklappte Rückbank nur 351 Liter Volumen, das sich aber auf 1,297 Liter ausweiten lässt. Eine recht schwer zu schließende Heckklappe ohne Griff hinterlässt Spuren an den Fingern.

Quadratisch, praktisch, gemütlich

Zweckmäßige Details wie ein Haltegriff für den Beifahrer über dem weit aufklappbaren Handschuhfach unterstreichen den Jeep-Charakter, entbehren jedoch jeglicher weiblicher Note. Gerade hier hätte man ein wenig mehr auf ein „weiblich“ angehauchtes Design Wert legen können, ohne die Jeep-Persönlichkeit zu verlieren. Details am Tacho zeigen das abenteuerliche Offroad-Wesen des Renegade genauso wie das doch recht grobe Multifunktions-Lenkrad, das jedoch wiederum sehr bequem in der Hand liegt. Der Motor zeigt sich, dank guter Dämmung, von seiner leisen Seite und ist wirklich kaum zu hören. Von den 140 PS spürt man jedoch beim Durchdrücken des Gaspedal nicht viel. Das mag vielleicht auch an der recht bulligen Front des Renegade liegen, die nicht besonders aerodynamisch anmutet. Er muss aber auch nicht sportlich-flott unterwegs sein. Das ist nun einmal ein Jeep, der muss eben quadratisch, praktisch und gut sein. Und das ist er, zweifelsohne. Mit drei Benzinern, die zwischen 120 und 170 PS leisten und vier Diesel-Motoren, die ebenfalls zwischen 120 und 170 PS liegen, zeigt der kleine Kraftzwerg seine Stärken auch in der Stadt, wo das Abenteuer beginnt, wenn andere zurück bleiben. Trotz kompaktem Auftreten ist er dank seines kleinen Wendekreises und guter Manövrierfähigkeit einfach zu handhaben. Das mit viel Gefühl abgestimmte Fahrwerk sorgt für eine angenehme Fahrt, wozu auch das leichtgängige Sechsganggetriebe beiträgt. Auch einer gemütlichen Tour über Land steht mit dem Jeep Renegade Limited nichts im Wege.

Den mit 6,0 Liter angegebenen Verbrauch schafften wir nicht ganz.  

Erfreulich ist der Preis für die Jeep Renegade Basisversion. Hier startet der amerikanische Traum bereits unter 20.000 Euro und erfreut sich bereits vieler Vorbestellungen. Wer ein bisschen mehr Spaß haben möchte, muss dementsprechend tiefer in die Tasche greifen. Ganz schnelle dürfen sich an der Opening Edition erfreuen, die weitaus mehr Ausstattungsmerkmale mit sich bringen wird als die spätere Basisversion. Wer also schon jetzt mit dem kleinen Mucki-SUV liebäugelt, sollte ihn sich gleich zum Marktstart sichern.

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Fazit:
Praktisch, quadratisch, gut. Der kleine Jeep Renegade zeigt sich von seiner besten Seite und erlaubt entspanntes, sicheres Fahren. Nicht zuletzt auch wegen der Unmengen an Sicherheitssystemen. Sein einzigartiges Design macht ihn zu einem Eye-Catcher und bietet einen hohen Wiedererkennungswert, nicht zuletzt dank der vielen Individualisierungsmöglichkeiten. Und auch wenn er zeitweise ein wenig wirkt wie ein Fiat auf Anabolika, mögen wir ihn so maskulin und muskelbepackt. So gehört es sich für einen Jeep von Hause aus. Kantig und anders wollen wir ihn auch gar nicht haben. Wenn jedoch die Ansage kommt, einen weiblicheren Markt erobern zu wollen, dann sollte hier und da noch etwas am Design gefeilt werden und sei es nur ein Hauch im Interieur, dann aber bitte nicht mit der Nagelfeile.

leser-hinweis
Wenn es für den großen Jeep nicht reicht, wie wäre es dann mit einem Modellauto?
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Jeep Wrangler Hard Top

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Fotos: Simone Amores / Hersteller

Fahrbericht: Der Jeep Renegade

Mit dem neuen Renegade will Jeep neue Wege gehen und sich mit auf die Stufe vom Opel Mokka oder dem Nissan Juke stellen. Schon bei der Vorstellung auf dem Fiat-Gelände in Balocco bestätigt sich, dass der Jeep eine neue Nische erobern will. Jünger und weiblicher als die anderen Jeeps soll er sein und damit ins Ziel treffen.Soweit das Konzept. Dann schauen wir uns den kleinen Ami mit Fiat-Genen mal genauer an. Schon auf den ersten Blick wird klar, der neue Jeep Renegade ist alles andere als weiblich. Kantig und maskulin steht er da. 

Der im italienischen Melfi produzierte Offroad-Knirps basiert zu Teilen auf der Fiat 500 L-Familie und das sieht man am besten im Profil. Der kleine Kompakte soll die Marke Jeep weltweit erstmals ins Segment der kleinen SUV erweitern und Kraftstoffeffizienz und dynamische Fahreigenschaften auf befestigten Straßen mit den klassenbesten Offroad-Fähigkeiten eines Jeep kombinieren.

Der neue Jeep Renegade, die kleine Dosis Anabolika für den Alltag?

 

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In vier Modellvarianten wird der Jeep Renegade gebaut, wobei wir uns besonders die Limited und TrailHawk-Variante angeschaut haben. Letzterer zeigte schon bei der Präsentation, dass er alles andere als zart besaitet ist und gerne auch die härteren Wege abseits der Straße in Angriff nimmt. Mein erstes Testfahrzeug war der Jeep Limited mit einem 140 PS starken 1,4-Liter MultiAir Benziner unter der Haube und   in Carbon Black. Der knuffige Junior-Jeep wirkt beeindruckender als gedacht, wie er da so vor einem steht. Damit könnte man die Stadt in Angriff nehmen und anderen zeigen, wo der Hammer hängt, so scheint es. Mit einer Länge von 4,25 Meter und einer Breite von 1,80 Meter gibt er sich nicht viel zierlicher als andere Jeep-Familienmitglieder, auch wenn man die italienischen Handschrift erkennen kann. Ein „Detroit-Rom-Patrone“ also.

Die besondere Linienführung erschafft ein einzigartiges Seitenprofil, das man mögen kann oder auch nicht. Die Prämisse, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, hat Jeep aber hinbekommen.

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E.T. lässt grüßen

Besonders im Gedächtnis blieb die Beschreibung der Belüftungsschlitze im Interieur mitten auf dem Armaturenbrett. Diese wären nach dem Vorbild von E.T. entstanden und nun sehe ich immer außerirdische Köpfe, wenn ich in den Jeep Renegade einsteige. Ziel erreicht, würde ich sagen. Die Designer haben sich aber auch jede Menge Mühe gegeben, dem Renegade ein individuelles Aussehen zu verpassen. Allein 10 Farben und sieben verschiedene Raddesigns stehen zur Individualisierung zur Verfügung, mal ganz zu schweigen von den ganzen Extras, die der Zulieferer Mopar noch speziell für den Renegade entwickelt hat. Vom Ami-Stern bis hin zum Fahrradträger bleibt kein Wunsch offen. Für alle, die es authentisch lieben.

Das gesamte Design zeigt die traditionellen Markenwerte wie beispielsweise die unverzichtbaren und typischen Schlitze in der Front. Genauso die Rundscheinwerfer und Rücklichter, die an den Ur-Jeep erinnern sollen. Der erste Jeep aus 1941 zieht sich durch den ganzen Renegade in kleinen Details wie z.B. in Form des Benzintanks, der sich in stilisierter Form immer wieder findet. Das ist ein bisschen wie ein kleines Suchspiel, das sich von außen nach innen fortsetzt. Hier findet sich in der Limited Version eine recht hochwertige Einrichtung. Bequeme Ledersitze halten den Fahrer und Beifahrer an Ort und Stelle und insgesamt herrscht ein angenehmes Ambiente. Was jedoch fehlt, sind Ablageflächen. Die sucht man vergebens und das, was vorhanden ist, reicht gerade mal für ein Handy und ein paar Schlüssel.

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Sobald der Fahrer etwas längere Beine hat, haben es Mitfahrer im Fond nicht leicht. Schiebt er den Fahrersitz dementsprechend weit nach hinten, wird es deutlich eng. Davon einmal abgesehen, haben Sitzriesen aber jede Menge Kopffreiheit, die gerade im TrailHawk bei unwegsamem Gelände  vor unliebsamen Kopfschmerzszenarien schützt. Weiter hinten sieht das Platzangebot aber wieder anders aus. Der Kofferraum bietet ohne zurückgeklappte Rückbank nur 351 Liter Volumen, das sich aber auf 1,297 Liter ausweiten lässt. Eine recht schwer zu schließende Heckklappe ohne Griff hinterlässt Spuren an den Fingern.

Quadratisch, praktisch, gemütlich

Zweckmäßige Details wie ein Haltegriff für den Beifahrer über dem weit aufklappbaren Handschuhfach unterstreichen den Jeep-Charakter, entbehren jedoch jeglicher weiblicher Note. Gerade hier hätte man ein wenig mehr auf ein „weiblich“ angehauchtes Design Wert legen können, ohne die Jeep-Persönlichkeit zu verlieren. Details am Tacho zeigen das abenteuerliche Offroad-Wesen des Renegade genauso wie das doch recht grobe Multifunktions-Lenkrad, das jedoch wiederum sehr bequem in der Hand liegt. Der Motor zeigt sich, dank guter Dämmung, von seiner leisen Seite und ist wirklich kaum zu hören. Von den 140 PS spürt man jedoch beim Durchdrücken des Gaspedal nicht viel. Das mag vielleicht auch an der recht bulligen Front des Renegade liegen, die nicht besonders aerodynamisch anmutet. Er muss aber auch nicht sportlich-flott unterwegs sein. Das ist nun einmal ein Jeep, der muss eben quadratisch, praktisch und gut sein. Und das ist er, zweifelsohne. Mit drei Benzinern, die zwischen 120 und 170 PS leisten und vier Diesel-Motoren, die ebenfalls zwischen 120 und 170 PS liegen, zeigt der kleine Kraftzwerg seine Stärken auch in der Stadt, wo das Abenteuer beginnt, wenn andere zurück bleiben. Trotz kompaktem Auftreten ist er dank seines kleinen Wendekreises und guter Manövrierfähigkeit einfach zu handhaben. Das mit viel Gefühl abgestimmte Fahrwerk sorgt für eine angenehme Fahrt, wozu auch das leichtgängige Sechsganggetriebe beiträgt. Auch einer gemütlichen Tour über Land steht mit dem Jeep Renegade Limited nichts im Wege.

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Den mit 6,0 Liter angegebenen Verbrauch schafften wir nicht ganz.  

Erfreulich ist der Preis für die Jeep Renegade Basisversion. Hier startet der amerikanische Traum bereits unter 20.000 Euro und erfreut sich bereits vieler Vorbestellungen. Wer ein bisschen mehr Spaß haben möchte, muss dementsprechend tiefer in die Tasche greifen. Ganz schnelle dürfen sich an der Opening Edition erfreuen, die weitaus mehr Ausstattungsmerkmale mit sich bringen wird als die spätere Basisversion. Wer also schon jetzt mit dem kleinen Mucki-SUV liebäugelt, sollte ihn sich gleich zum Marktstart sichern.

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Fazit:
Praktisch, quadratisch, gut. Der kleine Jeep Renegade zeigt sich von seiner besten Seite und erlaubt entspanntes, sicheres Fahren. Nicht zuletzt auch wegen der Unmengen an Sicherheitssystemen. Sein einzigartiges Design macht ihn zu einem Eye-Catcher und bietet einen hohen Wiedererkennungswert, nicht zuletzt dank der vielen Individualisierungsmöglichkeiten. Und auch wenn er zeitweise ein wenig wirkt wie ein Fiat auf Anabolika, mögen wir ihn so maskulin und muskelbepackt. So gehört es sich für einen Jeep von Hause aus. Kantig und anders wollen wir ihn auch gar nicht haben. Wenn jedoch die Ansage kommt, einen weiblicheren Markt erobern zu wollen, dann sollte hier und da noch etwas am Design gefeilt werden und sei es nur ein Hauch im Interieur, dann aber bitte nicht mit der Nagelfeile.

Weitere Impressionen:

Fotos: Simone Amores / Hersteller

Genf 2014: Fiat den Jeep geschrumpft

Man steht in Genf auf dem Automobilsalon, erblickt den neuen kleinen Jeep und denkt sich: Mensch, dieses Auto kenne ich doch irgendwoher.

Das ist kein Wunder, denn der kleinste Jeep aller Zeiten, sieht man mal vom Ur-Willys-Jeep ab, basiert doch in der Tat auf einem kleinen Fiat. Dem Fiat 500L.  Und das soll nun ein Jeep sein? Die kritische Frage muss gestattet sein.

FIAT hat den Jeep geschrumpft, das Ergebnis: Der Renegade

Genf 2014: Mit dem Renegade kommt der kleinste Jeep zur Welt!

Von der Herkunft als Fiat 500L, auch bekannt als Fiat Punto, ist nicht mehr viel übrig. Mit dem Renegade hat FIAT alles auf den Kopf gestellt und tief in der Trickkiste der Antriebstechniken gekramt. Insgesamt bietet der kleine Jeep 16 verschiedene Kombinationen aus Motor und Getriebe-Möglichkeiten an. Vier Benziner, zwei Turbodiesel und ein FlexFuel Motor (für E85-Treibstoff a.k.a. Ethanol), dazu kommen zwei manuelle Schaltgetriebe, ein Doppelkupplungsgetriebe und ein 9-Gang Automatikgetriebe von ZF.

Und weil der Jeep im Gelände auch als Jeep erfolgreich sein muss, gibt es auch beim Renegade, wie bereits beim Jeep Cherokee, eine Auswahl an Allradantriebs-Lösungen. Bis hin zur Trailhawk-Version mit Geländeuntersetzung, mehr Bodenfreiheit, mehr Federweg und mehr Böschungswinkel. Als Trailhawk bekommt der ehemals putzige 500L auch neue Dämpfer zum Spezialisten KONI. Diese arbeiten adaptiv und lassen sich für die konträren Bedürfnisse von Straßen- und Geländeeinsatz anpassen.  In der Trailhawk-Version soll auch der kleinste Jeep den Rubicon-Trail schaffen. „Das würde ich gerne erleben…“

Wer den Jeep Renegade (Projektname war Jeepster) nicht wegen seiner Offroad-Talente ordern will, sondern auf das Styling des kleinen SUV steht, der bekommt den 4.23 Meter langen Renegade auch mit Frontantrieb. Der Kofferraum schluckt zwischen 350 und 870 Litern.

Der Renegade wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 zu den Händlern kommen, bei den Preisen hüllt sich FIAT, pardon, Jeep noch in Schweigen.