Zweiter Sieg für Dunlop und Phoenix Racing in der VLN 2016

• Phoenix-Audi R8 LMS bestätigt beim 2. VLN-Lauf den Auftaktsieg
• Wechselhafte Wetterbedingungen in der rauen Eifel
• Erster Start für Aston Martin Racing und Dunlop auf der Nordschleife

Sensationeller Erfolg auf der Nordschleife: Dunlop und Phoenix Racing feiern den zweiten Sieg in Folge in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Nach einem packenden Vier-Stunden-Rennen fuhr der Dunlop-bereifte Audi R8 LMS von Frank Stippler und Anders Fjordbach (Dänemark) als Sieger über die Ziellinie. Bei wechselhaften Wetterbedingungen konnte Phoenix Racing den Auftaktsieg wiederholen. Nach 28 Runden über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten 57,839 Sekunden. Zugleich fuhr das deutsch-dänische Duo in 8:05.695 Minuten die schnellste Rennrunde.
„Wir sind sehr glücklich über den zweiten Sieg“, sagte Stippler. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute sicherlich neben einer tollen Balance des Autos, dass wir mit zwei Fahrern nur zwei Mal gestoppt haben, während die Konkurrenz mit vier Fahrern einen Boxenstopp mehr einlegen musste.“ Egal, ob nasser oder trockener Asphalt: Dunlop stellte stets den geeigneten Rennreifen zur Verfügung. „Wir waren in den teilweise nassen Passagen besser in der Lage, den Dunlop-Slick auf Temperatur zu halten, während die Konkurrenz stärker mit dem Reifenmaterial kämpfen musste“, erklärte Fjordbach. „Großes Lob an Dunlop. Insbesondere im Trockenen waren wir heute konkurrenzfähig und konnten das Rennen sehr gut kontrollieren“, ergänzte Phoenix-Teamchef Ernst Moser. Der Phoenix-Audi R8 LMS markierte in dem extrem stark besetzten Teilnehmerfeld die schnellste Rennrunde. Doch in der Schlussphase musste die Mannschaft aus der Eifel noch einmal zittern. Plötzlich einsetzender, starker Regen sorgte für zusätzliche Spannung. „Die zentrale Frage war in dieser Phase natürlich, wie viel Risiko geht man auf Slicks ein, um den Reifen im Temperaturfenster zu halten“, erklärte Stippler. „Man muss einerseits pushen, darf anderseits aber nicht den Bogen überspannen.“ Doch der Nordschleifen-Spezialist fand das richtige Maß und machte den zweiten Sieg in Folge perfekt.

„Bereits im Qualifying lagen fünf Dunlop-Teams mit vier verschiedenen Fahrzeugkonzepten auf den ersten sieben Startpositionen. Und dann der zweite Sieg im zweiten Rennen – einfach klasse“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Das Rennen war eine optimale Vorbereitung auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring Ende Mai, bei dem sicherlich ähnliche Wetterkapriolen wie bei diesem VLN-Lauf zu erwarten sind.“

Erster Start für Aston Martin Racing auf der Nordschleife
Zum ersten Mal in diesem Jahr war auch das Team Aston Martin Racing auf der Nordschleife am Start. Die beiden Aston Martin Vantage GT3 der Werksmannschaft aus Großbritannien belegten die Plätze vier und acht. Darren Turner (Großbritannien) und Nicki Thiim verpassten als Vierte knapp den Sprung auf das Podium. Matthias Lauda (Spanien) und Richie Stanaway (Neuseeland) fuhren auf Rang acht. Der BMW M6 GT3 mit der #35 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop sammelte in der turbulenten Anfangsphase des Rennens Führungskilometer. Zum Schluss belegten Matias Henklola (Finnland), Michele Di Martino und Kazunori Yamauchi (Japan) den 13. Platz. Die Teamkollegen Christian Krognes (Norwegen), Victor Bouveng (Schweden) und DTM-Fahrer Tom Blomqvist (Großbritannien) wurden als Elfter abgewinkt. Damit waren sie zugleich der beste BMW im 180 Fahrzeuge umfassenden Feld.

VLN Lauf 2 – 2016: Masse und Klassen

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring geht in die zweite Runde. Ein Blick auf die Spitze und in die Tiefe des imposanten Teilnehmerfeldes verspricht: viel Action und Spannung. Mehr als 190 Fahrzeuge sind für das 41. DMV 4-Stunden-Rennen, den zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016, genannt – gut 20 mehr als beim Saisonstart vor vier Wochen. Die Sieger des Auftaktrennens, Frank Stippler und Anders Fjordbach im Phoenix-Audi R8 LMS, müssen sich wieder gegen eine große Konkurrenz durchsetzen, wollen sie ihren Erfolg wiederholen: In der SP9 werden rund 25 GT3-Team an den Start gehen und den Gesamtsieg ins Visier nehmen.

VLN 1 2016 Fotos vom Rennen 06 SB-Medien

Wenn im Anschluss an das Zeittraining (8:30 Uhr bis 10 Uhr) um Punkt 12 Uhr die Startampel erlischt, stürzen sich aber auch in den kleineren Klassen eine Vielzahl von Teams in den Kampf im Positionen und Punkte. Allen voran im BMW M235i Racing Cup, der mit über 20 Teilnehmern die zweitstärkste Klasse des Samstags sein dürfte und schon beim Saisonauftakt für hochklassige Renn-Action sorgte.

Blick in die Klassen

Neben der V5 sind es erneut die Cup-Klassen, die einen Großteil des Teilnehmerfeldes ausmachen. Wie eng es dort zugeht, zeigte die Münchner Klassen-Fahrt schon beim Saisonauftakt. Die Protagonisten des ersten Laufes werden auch diesmal um den Klassensieg fahren. Und der könnte in dieser Saison doppelt wertvoll sein, sofern es ein Team schafft, sich als Seriensieger durchzusetzen, um so ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um den VLN-Meistertitel mitreden zu können.

Ein Ziel, dem das Duo Alexander Mies und Michael Schrey von Bonk Motorsport nach dem ersten Lauf am nächsten zu sein schient. Den Auftaktsieg zu wiederholen, wird jedoch alles andere als leicht. Einzelkämpfer Stefan van Campenhoudt (Team Schirmer) zeigte bereits in der Vorsaison mit sieben V4-Klassensiegen, aus welchem Holz er geschnitzt ist; der Belgier verpasste im ersten Saisonrennen den Cup 5-Sieg nur um etwas mehr als zehn Sekunden. Ein weiterer Top-Favorit dieser Klasse ist das Team Scheid-Honert Motorsport mit Thomas Jäger und Rudi Adams; Youngster Jäger und Routinier Adams glitt beim Auftakt der Sieg nur wegen einer Zeitstrafe durch die Finger.

Wie zu erwarten, steigen derweil in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing die Starterzahlen: Waren es bei der Premiere des neuen Cups Anfang April noch zehn Autos, werden es beim zweiten Rennen wohl schon 13 sein. Mehr Konkurrenz also für die beiden Auftaktsieger Marc Hennerici und Moritz Oberheim (Raceunion Teichmann Racing), die sich unter anderem mit ihren härtesten Konkurrenten, Kai Riemer und Arndt Meier von Arkenau Motorsport, auseinanderzusetzen haben werden.

Großer Andrang herrscht ebenfalls wieder in der Klasse V5: 15 Teams treten dort im Kampf um den Klassensieg an. Allen voran Dominik Thiemann, Hajo Müller und Jens Riemer, die im BMW E36 den Erfolg vom Auftakt wiederholen möchten. Neben den bekannten Widersachern wie Christian Büllesbach, Andreas Schettler und Daniel Zils (Pixum Team Adrenalin Motorsport) bekommt es das Trio in der V5 mit einem namhaften Profi zu tun: DTM-Pilot Edoardo Mortara startet im Porsche Cayman des Team Prosport-Performance, gemeinsam mit Robin Frijns und Thomas Bolz.

Blick auf die Spitze

Masse und Klasse auch in den leistungsstärksten Klassen, der SP9 und der SPX, in denen, zusammengerechnet, über 30 Fahrzeuge am Start sein werden. So will Phoenix Racing erneut ganz vorne im Gesamtklassement mitmischen. Doch allein die markeninterne Konkurrenz ist schon groß: Das belgische Team WRT setzt unter anderem auf René Rast, Pierre Kaffer und Nico Müller, den letztjährigen Sieger des 24h-Rennens. Und natürlich sind die Busch-Zwillinge Dennis und Marc, zusammen mit Christian Mamerow, im neuen Audi R8 LMS mit von der Partie.

Wie das Twin Busch Team gehört auch Frikadelli Racing zu den VLN-Stammkunden. Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huismann und Norbert Siedler wollen endlich einmal das volle Potenzial ihres neuen Porsche 911 GT3 R auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Kurzanbindung unter Beweis stellen. Genau so wie Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg, die das Auftaktrennen vergessen machen wollen, in dem der Porsche 911 GT3 R des Wochenspiegel Team Manthey nach einem Unfall sehr früh ausschied. Probleme im ersten Lauf hatte auch Manthey Racing: Reifenschäden an beiden Werks-911 verhinderten eine Top-Platzierung. In den zweiten Lauf schickt der Rennstall aus Meuspath drei neue GT3-Porsche. Im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports will das Trio Peter Dumbreck, Wolf Henzler und Alexandre Imperatori deutlich besser abschneiden als auf 18 Rang im ersten Lauf.

Den Audi und Porsche steht eine Mercedes-AMG GT3-Flotte im Kampf um den Gesamtsieg gegenüber. Allen voran die Autos von Black Falcon und Team Haribo Racing. Das Black-Falcon-Quartett Bernd Schneider, Maro Engel, Adam Christodoulou und Manuel Metzger lieferte sich beim Auftakt der VLN mit dem Haribo-Quartett Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Jan Seyffarth ein sehenswertes Duell bis zur letzten Runde und sicherte sich schließlich den dritten Rang.

Auch die BMW-Teams wollen ihre Performance auf der Nordschleife deutlich verbessern. Für Rowe Racing gehen Klaus Graf und Maxime Martin sowie Alexander Sims und Philipp Eng in den neuen BMW M6 GT3 an den Start. Walkenhorst Motorsports setzt, unter anderem, auf die Paarung Matias Henkola und Michele di Martino, die mit dem siebten Platz beim Saisonauftakt das beste BMW-Resultat erzielten.

Während Jürgen Alzen und Philipp Wlazik in ihrem Ford GT – genau wie die beiden Exoten der Scuderia Cameron Glickenhaus – für Aufsehen sorgen wollen, sammelt Aston Martin beim zweiten Saisonrennen die ersten VLN-Kilometer des Jahres. Matthias Lauda und Richie Stanaway sowie Darren Turner und Nicki Thiim debütieren in den neuen Aston Martin Vantage GT3 auf der Nordschleife.

 

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Lexus startet mit zwei RC F GT3 beim zweiten VLN-Rennen

Lexus startet beim 41. DMV 4-Stunden-Rennen, dem zweiten Meisterschaftslauf der VLN 2016, erstmals in dieser Saison mit zwei RC F GT3. Neben Farnbacher Racing, die bei VLN 1 eine gute Leistung zeigten, greift die Schweizer Mannschaft von Emil Frey Racing ins Geschehen ein. 

„Es ist schön, wieder auf der Nürburgring-Nordschleife zurück zu sein“, freut sich Pilot Lorenz Frey (CH), der sich das Cockpit des Emil Frey Racing Lexus RC F GT3 mit dem Monegassen Stéphane Ortelli teilen wird. „Die Nordschleife ist immer wieder eine tolle Herausforderung. Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf das Vierstundenrennen.“

Alle Rennen der zehn Läufe umfassenden VLN-Langstreckenmeisterschaft werden auf der 24,358 Kilometer langen Strecke ausgetragen. Auch heute, 89 Jahren nach der ersten Veranstaltung, hat die „Grüne Hölle“ nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Die besonderen Anforderungen an Mensch und Material bieten daher eine ideale Grundlage für das umfangreiche Entwicklungsprogramm des GT3-Rennwagens.

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg ist der richtige Reifenpartner. Das Team von Emil Frey Racing, die bei VLN 1 lediglich ein Shakedown absolviert haben, arbeitet ab sofort eng mit Dunlop zusammen. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und glauben an die Produkte und den technischen Support von Dunlop“, sagt Lorenz Frey. „Gerade auf der anspruchsvollen Nordschleife ist ein erfahrener und engagierter Reifenpartner extrem wichtig.“

Der zweite Lexus RC F GT3 wird wie gewohnt von Dominik und Mario Farnbacher gefahren, die beim Auftakt mit einer sehenswerten Aufholjagd und vielversprechenden Rundenzeiten überzeugten. Das Ziel ist für beide Teams eine erneute Zielankunft und eine bestmögliche Platzierung.

Das Rennen startet am Samstag, den 30. April um 12:00 Uhr. Davor findet von 8:30 bis 10:00 Uhr das Zeittraining statt, welches über die Startpositionen entscheidet.

 

Titelfoto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

FALKEN Porsche startet im „X-Men Apocalypse“ Design

Am Samstag findet der zweiten Wertungslauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring statt. FALKEN Motorsports startet mit dem neuen Porsche 911 GT3 R und wirbt im aufregenden Design für den Blockbusters „X-Men Apocalypse“.

In Kooperation mit Marvel/20th Century Fox bietet FALKEN ein Gewinnspiel zum Kinostart des Action-Blockbusters „X-Men Apocalypse“ mit Chancen auf attraktive Preise. Unter anderem wird auf der Microsite x-men.falkenreifen.de ein spektakulärer Motorkunstflug verlost.

Auch auf der Rennstrecke wird die Aktion optisch dargestellt. Dafür wurde das Design des FALKEN Porsche einmalig für das 41. DMV 4-Stunden-Rennen, dem zweiten Wertungslauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, umgestaltet.

Unverändert hingegen präsentiert sich das Fahrer-Linup. Am Steuer sitzen Peter Dumbreck, Alexandre Imperatori und Wolf Henzler. Der vierte Stammfahrer, Martin Ragginger, wird beim ADAC 24h-Rennen (26. – 29.Mai 2016) ebenfalls wieder mit von der Partie sein.

Besonders Wolf Henzler fiebert seinem ersten Renneinsatz für FALKEN Motorsports in der noch jungen Saison entgegen: „Ein Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife ist immer eine besondere Herausforderung, weil die Strecke sehr anspruchsvoll ist. Da eine Runde ca. acht Minuten dauert, fährt man nur wenige Runden vor dem eigentlichen Rennen. Ich benötige meistens einen Rennstint bis ich mich auf die Strecke wieder eingeschossen habe, besonders, wenn mein letztes Event dort ein halbes Jahr zurückliegt. Mein Ziel für den VLN Lauf am kommenden Wochenende ist ganz klar das Podium.“

Das Rennen über eine Distanz von vier Stunden startet am Samstag um 12:00 Uhr. Davor findet von 8:30 bis 10:00 Uhr das Zeittraining statt, welches über die Startreihenfolge entscheidet.

 

 

Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN: M235i Cup: Scheid Motorsport gewinnt den zweiten Saisonlauf

Nachdem der erste VLN-Lauf wegen des tragischen Unfalls abgebrochen werden musste, gilt dieser zweite VLN-Lauf als „erster“ Wertungslauf für die BMW M235i Cup-Klasse.

Und der Sieg in diesem zweiten VLN-Rennen ging in der BMW M235i Racing Cup Klasse an den „Eifelblitz“ vom Team Scheid Motorsport. Die Fahrer Uwe Ebertz (DE), Michael Schrey (DE) und Jörg Weidinger (DE) verwiesen im Fahrzeug mit der Startnummer 666 die Teams Adrenalin Motorsport und MPB Racing auf die Plätze zwei und drei. Das Teilnehmerfeld umfasste 21 BMW M235i Racing. Insgesamt fuhren BMW Fahrer beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen sechs Klassensiege ein.

„Das war ein optimaler erster Wertungslauf für uns. Wir haben in diesem Jahr sehr starke Konkurrenz in der BMW M235i Racing Cup Klasse. Ich denke, es gibt mindestens fünf Teams, die in dieser Saison Rennen gewinnen können. Deshalb kann man nicht davon ausgehen, einen Durchmarsch hinlegen zu können. Umso wichtiger war dieser Sieg zum Auftakt. Wir haben als Team einen fehlerfreien Job gemacht – und hatten das nötige Quäntchen Glück, das man bei diesem typischen Eifel-Wetter braucht.“

 

VLN: Premierensieg für den neuen Audi R8 auf der Nordschleife

Das Audi Sport Team WRT feierte den weltweit ersten Sieg mit dem in diesem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellten Audi R8 LMS – der neusten GT3-Version Ingolstädter Sportwagens. Christopher Mies (Heiligenhaus) und Nico Müller (Schweiz) überquerten nach 4:05:04,851 Stunden auf Platz eins die Ziellinie. Für das belgische Team gab es gleich doppelt Grund zur Freude, denn mit Pierre Kaffer (Schweiz) und Laurens Vanthoor (Belgien) auf Platz zwei feierte die Mannschaft einen Doppelsieg. Das Podium komplettierten Klaus Graf (Dornhan), Christian Hohenadel (Illingen), Nico Bastian (Frankfurt) und Thomas Jäger (München) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING. Bei wechselhaften Wetterbedingungen fuhren am Ende 139 von 180 gestarteten Teams in Wertung. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 2. Mai um 15:30 Uhr.

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Der dritte Platz ging an den Mercedes-Benz SLS vom Team ROWE
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Doppelter Erfolg für den neuen Audi R8 GT3

Die Nürburgring Nordschleife war am Morgen noch Neuland für DTM-Fahrer Nico Müller, doch bei seinem ersten Rennen sicherte er sich auf Anhieb den Sieg. Damit tritt der Schweizer in einen exklusiven Kreis ein, denn nur wenigen Fahrern vor ihm gelang dieses Kunststück. Einer von Müllers Vorgängern: Bernd Schneider. 1990 triumphierte auch er bei seinem ersten VLN-Einsatz auf Anhieb. Später erarbeitete er sich als Rekordsieger und -champion den Titel ‚Mr. DTM’. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Müller. „Nach Pech im Qualifying aufgrund des Wetters konnten wir uns im Rennen gut nach vorne arbeiten.“ Teamgefährte Mies ergänzte: „Unsere Taktik war perfekt und wir hatten bei abwechselnd regennasser und abtrocknender Strecke fast immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. So war es uns möglich, von Startplatz 14 aus an die Spitze zu fahren.“ Das Duo im Schwesterfahrzeug klagte über einen Reifenschaden im Rennen. „Wir haben dadurch viel Zeit verloren“, sagte Kaffer. „Alles in allem ein gutes Ergebnis, denn das Wichtigste war drei Wochen vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring, den Wagen heile ins Ziel zu bringen.“ Zufrieden mit Platz drei war auch Nico Bastian, denn ROWE RACING konzentrierte sich ebenfalls auf die Vorbereitung zum Langstreckenklassiker. „Wir waren das einzige Team, das heute bereits vier Fahrer auf einem Auto eingesetzt hat“, sagte er. „Das ist besonders bei feuchter Strecke ein großer Nachteil, denn wir haben nach einem zusätzlichen Boxenstopp einmal mehr einen neuen Fahrer im Auto, der sich in seiner ersten Runde zunächst auf die Bedingungen auf der Nordschleife einstellen muss.“

Im Zeittraining hatte Bentley Motorsport das Zepter noch in der Hand. Nordschleifen-Routinier Lance David Arnold (Duisburg) sicherte dem britischen Traditionsrennstall die erste Pole-Position in der Langstreckenmeisterschaft. Zusammen mit Christian Menzel (Kelberg) und Guy Smith (Großbritannien) fuhr das Trio im Continental GT3 im Rennen auf Platz vier. Auf den Positionen fünf und sechs wurden die beiden BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Marc VDS gewertet. Den schnellsten Porsche brachte das Wochenspiegel Team Manthey auf Rang sieben ins Ziel, gefolgt von dem Black Falcon SLS AMG GT3. Am Steuer des Flügeltürers: Bernd Schneider, Tim Scheerbarth (Dormagen) und Adam Christodoulou (Großbritannien).

Ein Parforceritt gelang den drei Norwegern Hakon Schjaerin, Atle Gulbrandsen und Kenneth Ostvold. Das Trio fuhr im frontgetriebenen Audi TTRS 2.0 bis in die Spitzengruppe vor und beendete das Rennen – mit einem deutlich leistungsschwächeren Fahrzeug als die GT3-Boliden und Cup-Porsche – auf dem 15. Rang. Dass sie mit dieser kleinen Sensation am Ende auch in ihrer Klasse bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo (SP3T) die Nase vorne hatten – Ehrensache.

In der Klasse Cup 1 (Opel Astra OPC Cup) setzten sich die beiden Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) zusammen mit Hannu Luostarinen (Finnland) durch. Den Sieg im TMG GT86 Cup holten sich Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) für das Team Dörr Motorsport und im BMW M235i Racing Cup triumphierten Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrey (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach). Das Trio ist für das Team Scheid-Honert Motorsport am Start.

Weil sie beim ersten gewerteten Rennen des Jahres in der am stärksten besetzten Klasse (SP9, GT3-Fahrzeuge) unterwegs waren, sind Müller und Mies auch die ersten Tabellenführer in der Saison 2015. Gemäß des bewährten Punktesystems der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, erhält das Team die meisten Punkte, das die meisten Gegner in der Klasse hinter sich lässt.

Für eine Vielzahl der VLN-Teams steht in drei Wochen (14. bis 17. Mai 2015) das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Programm. Der dritte VLN-Lauf findet am 20. Juni 2015 statt. Der 57. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN Lauf 2 2015 – GT86 Cup – Ausblick

Der zweite Lauf des TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN-Langstreckenmeisterschaft findet am 25. April am Nürburgring statt, allerdings mit einigen Änderungen: Der DMSB hat aus Sicherheitsgründen Maßnahmen an der Nordschleife des Nürburgrings ergriffen, unter anderem wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf maximal 200 Stundenkilometer in einigen Streckenabschnitten eingeführt. Grund dafür ist ein Unfall, der sich während des ersten Laufs in der VLN ereignet hat.

Das wird auch die Starter im TMG GT86 Cup betreffen. „Bei der Anfahrt zum Bereich Schwedenkreuz fahren wir rund 220 km/h. Je nachdem, wo dort das Speedlimit beginnt, kann es sein, dass auch wir vom Gas gehen müssen. Darauf müssen wir uns natürlich einstellen“, erklärt Wolfgang Hönscheid, Fahrer und Teamchef bei WH Motorsport.

Beim zweiten Lauf des TMG GT86 Cup geht, wie schon zwei Mal im vergangenen Jahr, das Toyota Team Thailand wieder ins Rennen. Erneut wird das Cup-Auto für die asiatischen Rennfahrer vom Team Leipert Motorsport vorbereitet und eingesetzt. Teamchef Ingo Leipert freut sich schon auf „seine“ Schützlinge aus Südostasien. „Rennen fahren können die Jungs auf jeden Fall, es sind alles keine Anfänger mehr. Mit den Anforderungen der Nordschleife kommen sie mittlerweile auch sehr gut zurecht“, lobt der erfahrene Teamchef. Vor allem die gute Kommunikation mit seinen Schützlingen freut Leipert. „Alle sprechen perfekt englisch, die Zusammenarbeit an der Rennstrecke ist also gar kein Problem.“ Leipert Motorsport setzt neben dem flotten Sportcoupé TMG GT86 CS-V3 noch zwei Toyota Corolla ein, die in der VLN-Klasse V3 starten werden. Insgesamt acht Fahrer, machen sich deshalb aus Thailand auf den langen Weg in die Eifel. „Die genaue Besetzung der drei Cockpits legen wir erst kurzfristig fest“, erklärt Leipert. Zwei Fahrer waren bereits im vergangenen Jahr im TMG GT86 Cup am Start, für ihre Kollegen wäre es ein Cup-Debüt.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Wir freuen uns sehr, dass unsere thailändischen Gäste so viel Spaß an unserer Serie gefunden haben und wieder mit dabei sind. Nach dem Unfall beim Saisonstart Ende März hoffe ich auf ein reguläres Rennen für alle Starter und damit auf den Motorsport, den wir uns alle wünschen.“

Interessierte Teams und Fahrer finden detaillierte Informationen rund um den TMG GT86 Cup, darunter auch das aktuelle Reglement für 2015, auf der Homepage der Rennserie unter www.gt86-cup.com. Lizenzfreie, hochauflösende Bilder über die TOYOTA Motorsport GmbH und den TMG GT86 Cup erhalten Sie unter folgendem Link:www.toyota-motorsport-photos.com

VLN Lauf 2 2015 – Der Ausblick

Stars und Hochkaräter beim zweiten VLN-Lauf

Frohlocken bei der Renngemeinschaft Düren e.V. im DMV: Mehr als 190 Fahrzeuge kündigen sich für das 40. DMV 4-Stunden-Rennen an. Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am kommenden Samstag, 25. April 2015, führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Mit von der Partie ist die Crème de la Crème der europäischen Langstrecken-Szene. Hier treffen DTM-Stars, Sportwagen-Spezialisten und Tourenwagen-Asse auf hoffnungsvolle Nachwuchstalente und alte Hasen ‚vom Ring’ – eine Mischung, die die Herzen der eingefleischten Motorsport-Fans höher schlagen lässt. Das Rennen startet pünktlich um 12 Uhr, zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze herausgefahren. Der Eintritt rund um die Nordschleife ist kostenlos. Für einen Besuch im Fahrerlager – inklusive Pitwalk in der Pause zwischen Training und Rennen – der Startaufstellung und Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind einmalig pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren haben freien Eintritt.

Laut vorläufiger Teilnehmerliste ist die Spitzengruppe mit 24 GT3-Boliden, 18 Fahrzeugen bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum (SP7), sechs Cup-Elfern von Porsche und zwei SP-PRO-Rennern beim zweiten Lauf breit aufgestellt. Mehr als ein Viertel der rund 190 Fahrzeuge sind von den technischen Daten her für einen Podestplatz gut.

Nur eine Woche vor dem DTM-Auftakt in Hockenheim geben sich einige aktuelle DTM-Piloten am Nürburgring ein Stelldichein. Maxime Martin (Belgien) und Augusto Farfus (Brasilien) in Diensten von BMW und Audi-Pilot Nico Müller (Schweiz) starten am Samstag in der VLN. In der GT3-Klasse müssen sich alle drei gegen eine Reihe ehemaliger DTM-Fahrer beweisen, angeführt von dem mittlerweile dreifachen Le-Mans-Sieger Marcel Fässler (Schweiz), der für Audi ins Lenkrad greift und DTM-Rekordchampion Bernd Schneider (Bottighofen), der für das Black-Falcon-Team im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 am Start ist. Gefahr für Schneider droht aus dem eigenen Lager, denn ROWE RACING und das Haribo Racing Team sind mit den gleichen GT3-Rennern und jeweils einem Top-Fahreraufgebot bärenstark aufgestellt. Auch die Porsche-Fraktion, unter anderem mit den Teams Manthey- und Frikadelli-Racing, ist nicht zu unterschätzen und rundet das Sportwagen-Quartett aus deutschen Landen ab. Die Konkurrenz kommt vor allem aus Großbritannien – Aston Martin und Bentley – sowie aus Asien mit Fahrzeugen von Lexus und Nissan. Nicht vergessen darf man natürlich die italienischen Supersportler aus dem Hause Ferrari, deren Logo mit dem springenden Pferd das südländische Temperament symbolisiert.

Die beiden Fahrer aus der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, Tiago Monteiro (Portugal) und Gabriele Tarquini (Italien), setzen im vorderen Mittelfeld ihre Vorbereitung auf den Lauf zur Tourenwagen-WM im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennens fort. Das Duo startet im Audi TTRS von Rotek Racing unter der Bewerbung des VLN-Gesellschafters MSC Adenau. Um den Gesamtsieg werden sie damit nicht mitreden, vielmehr geht es darum, sich weiter optimal auf die Nordschleife einzuschießen. Beide Piloten haben sich bislang gewissenhaft vorbereitet und hoffen auf einen Erfahrungsvorsprung für die beiden WTCC-Rennen im Mai. Dann wird übrigens auch Sabine Schmitz (Barweiler), VLN-Meisterin aus dem Jahr 1998, einen Gaststart absolvieren und versuchen, den sonst ausschließlich männlichen Mitstreitern in der Weltmeisterschaft Paroli zu bieten und ihre Streckenkenntnisse zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Auch wenn die Langstreckenmeisterschaft nicht den Status einer Weltmeisterschafts hat: das Teilnehmerfeld wäre von der Internationalität her glatt einer WM würdig. Fahrer aus Australien, China, Japan, Malaysia, Neuseeland, Saudi-Arabien, Thailand, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind genauso vertreten wie Piloten aus dem gesamten europäischen Raum. Statistisch zusammengefasst: Über 480 Fahrer – darunter 14 Fahrerinnen – aus 31 Nationen bilden mit Fahrzeugen von 22 unterschiedlichen Automobilherstellern den bunten Mix beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen. Das ist weltweit einmalig.

Neben dem Kampf um den Gesamtsieg, wird in der VLN Langstreckenmeisterschaft packender Motorsport auf breiter Front geboten. Aus den Cup-Klassen sticht in diesem Jahr vor allem der BMW M235i Racing Cup hervor. Mehr als 20 Kompaktsportler aus Bayern starten in der Klasse Cup 1, in denen sich erfahrene Langstreckenspezialisten zusammengefunden haben, den Besten unter sich zu küren. Eine Renaissance erlebt aktuell die Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Nach mageren Jahren mit nur wenigen Startern, zählt die Meisterklasse von 2010 – damals machten Mario Merten und ‚Wolf Silvester’ das Rennen – heute wieder zu den stärksten. Mit jeweils 13 Fahrzeugen im vorläufigen Nennergebnis gibt es für die VLN-Teilnehmer auch in der Opel Astra OPC Cup-Klasse sowie bei den VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum (V4) viele Punkte zu ergattern. In letztgenannter Klasse sind unter anderem die amtierenden Meister Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) beheimatet, die auf ihrem BMW 325i 2015 voller Stolz die Startnummer eins präsentieren.