Was für ein Krimi! Der VLN Lauf Nummer 8 am Nürburgring 2016

Filmreifes Finish: Haribo-Racing feiert zweiten Saisonsieg

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war gleich in mehrfacher Hinsicht filmreif. Handlungsstrang Nummer eins: In einem packenden Finish setzten sich Kevin Estre und Earl Bamber im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,371 Sekunden gegen Uwe Alzen und Lance David Arnold im Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams durch. Die Freude über den Sieg währte aber nur kurz, denn gegen das Manthey-Duo wurde nach dem Rennen eine 35-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge verhängt. So blieb ihnen nur Platz zwei vor Peter Dumbreck und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports. Handlungsstrang Nummer zwei war der Kampf um die Meisterschaft. Alexander Mies und Michael Schrey fuhren nach sieben Klassensiegen in Folge beim 48. ADAC Barbarossapreis im BMW M235i Racing Cup nur auf Rang drei. Die erbeuteten Punkte reichen den beiden Piloten von Bonk-Motorsport jedoch, um ihre überlegene Spitzenposition in der Tabelle zu verteidigen. Unter normalen Umständen ist Mies und Schrey der Titel nicht mehr zu nehmen, die Chancen der Konkurrenten sind rein theoretischer Natur.

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Christian Krognes hatte im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop im Zeittraining mit einer Rundenzeit von 7:53,375 Minuten die Pole-Position errungen. Teampartner Jesse Krohn übernahm nach dem Start die Führung und verteidigte sie gegen den Haribo-Mercedes-AMG GT3, den Manthey-Porsche 911 GT3 R und den Lexus RC F GT von Dominik und Mario Farnbacher. Der Dritte im Walkenhorst-Fahrerteam, der Schwede Victor Bouveng, kam wegen eines Unfalls in Runde zwölf nicht mehr zum Einsatz. Der Farnbacher-Lexus, der für einen Umlauf die Führung übernahm, schied nach 14 Runden vorzeitig aus, als das Fahrzeug beim Boxenstopp Feuer fing. Dabei wurde ein Mechaniker verletzt, der mit Verbrennungen an den Händen im Krankenhaus stationär behandelt wird.

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Führungskilometer sammelten ebenfalls der Frikadelli-Porsche (Klaus Abbelen, Patrick Huisman, Norbert Siedler und Sabine Schmitz wurden am Ende Sechste) und der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon, mit dem Manuel Metzger allerdings in Runde 18 in der Hohenrain-Schikane wegen Flüssigkeit auf der Strecke (nach einem vorangegangenen Unfall) in die Streckenbegrenzung flog.

„Die letzten Runden in der Box zu verfolgen, war für mich die Höchststrafe“, gestand Uwe Alzen. „Das war ein unglaubliches Finish.“ Teamkollege Lance David Arnold ergänzte: „Wir hatten heute keine Zeit zum Verschnaufen, mussten jede Runde am Limit fahren.“ Nach seinem Sieg beim sechsten Lauf feierte das Haribo Racing Team nicht nur den zweiten Saisonsieg, sondern auch den dritten Podestrang in Folge. „Das ist vor allem für unser Team ein großartiger Erfolg“, bilanzierte Alzen. „Wir haben lange dafür gearbeitet und in den letzten zwei Jahren auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. Umso schöner, dass es aktuell für uns so gut läuft.“

Auch wenn es am Ende nicht den Sieg zu feiern gab, zeigte sich Kevin Estre erleichtert. „Ich bin nach meinem Crash beim 24h-Rennen zum ersten Mal wieder auf der Nordschleife gefahren“, sagte der Franzose. „Von daher fühlt es sich sehr gut an, das Rennen erfolgreich beendet zu haben.“ Mit der Performance des 911 GT3 R war auch der Drittplatzierte Peter Dumbreck zufrieden: „Unser Team hat den Porsche sehr gut weiterentwickelt, und wir haben einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

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Ein neuer Rundenrekord gelang Nico Verdonck im Ford GT von H&R Spezialfedern. Im zweiten Umlauf umrundete der Belgier die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife in 7:58,558 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Bestzeit von Jens Klingmann, der 2014 mit einer Zeit von 7:59,045 Minuten als erster Fahrer die 8-Minuten-Marke geknackt hatte.

Mies und Schrey: uneinholbar in Führung, aber eben noch keine Meister
Das Saisonrennen Nummer acht war für Alexander Mies und Michael Schrey eine Zitterpartie. Nach sieben souveränen Klassensiegen im BMW M235i Racing Cup riss die Glückssträhne. Im Training kam Mies von der Strecke ab und beschädigte sein Auto. „Sieben Rennen lang hat unser BMW keinen Kratzer abbekommen und jetzt das“, ärgerte sich Mies. Die Bonk-Mannschaft leistete Großes und brachte den M235i rechtzeitig an den Start. Von Position drei aus gestartet, fiel das Duo in der Anfangsphase ans Ende des Feldes zurück: Mies musste auf der Strecke anhalten, um seinen Sitz neu zu justieren. Danach starteten er und sein Kollege eine fulminante Aufholjagd, die sie bis auf Rang drei in der mit 20 Fahrzeugen erneut stark besetzten Cup-Klasse nach vorne brachte. Damit liegen Schrey und Mies nach acht Rennen in der Meisterschaft praktisch uneinholbar in Führung. Zwar wäre es den Verfolgern rein rechnerisch möglich, den beiden den Titel noch streitig zu machen; bei den bisherigen Durchschnittszahlen in den in Frage kommenden Klassen ist dies jedoch nur theoretischer Natur, so dass für Bonk-Motorsport am Ende der Saison der vierte VLN-Titel zu Buche stehen wird.

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Der Sieg in der BMW-Cup-Klasse ging an Heiko Eichenberg, der als Solist im M235i des Teams Securtal Sorg Rennsport seinen zweiten VLN-Klassensieg feierte. Die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing entschieden Marc Hennerici und Moritz Oberheim erneut für sich. Ihr sechster Klassensieg bedeutet gleichzeitig den vorzeitige Titelgewinn der in diesem Jahr neu eingeführten Cayman-Trophy. Derweil haben Manuel Amweg und Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team mit ihrem vierten Klassensieg 2016 die Tabellenführung im TMG GT86 Cup ausgebaut.

Der neunte Saisonlauf findet bereits in zwei Wochen am 8. Oktober statt. Das DMV 250-Meilen-Rennen – Ausrichter ist der MSC Adenau – führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN 8 – Die Dunlop „Best of“ Galerie

Was ein spannendes Rennen. Was ein dramatisches Ende. Zusammen mit DUNLOP präsentiert mein-auto-blog die „besten Fotos“ des Rennens!

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

Lexus RC F GT Prototype startet bei VLN8 auf leisen Sohlen

Nach dem Überschreiten der maximalen Laufstärke und dem daraus resultierendem Ausschluss beim letzten Rennen startet Farnbacher Racing beim 48. ADAC Barbarossapreis, dem achten Wertungslauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, mit einem modifizierten Abgassystem am Lexus RC F GT Prototype. Das Fahrzeug von Emil Frey Racing wird nicht am Start stehen.

Seit dem letzten Rennen vor knapp drei Wochen sind bei Farnbacher Racing die Werkstattlichter nur selten ausgegangen. Das Team aus Lichtenau war gefordert, innerhalb kürzester Zeit eine neue Auspuffanlage zu konstruieren. „Unser Hauptaugenmerk in der Pause zwischen VLN7 und dem kommenden Rennen war, die Lautstärke des Lexus zu reduzieren. Wir haben einige Modifikation zusammen mit Industriepartnern, sowie mit TRD unternommen und werden diese am Freitag testen“, erklärt Teamchef Horst Farnbacher. Ins Lenkrad des Farnbacher Lexus mit der #55 greifen wie gewohnt Dominik und Mario Farnbacher.

Das Schweizer Schwesterauto mit der #54 von Emil Frey Racing wird dagegen nicht am Start stehen. Nach dem heftigen Unfall beim vorletzten Rennen war es trotz intensiver Bemühungen nicht möglich, dem Fahrzeug ein Rollout zu unterziehen. Dennoch ist das Team aus Safenwil im Einsatz und unterstützt die internationalen Marketingaktivitäten von Lexus mit der Präsentation des RC F GT Prototype im Rahmen des „Pan-European Lexus Dealership Meeting“.

Das Rennen über eine Distanz von vier Stunden startet am Samstag, den 24. September 2016 um 12:00 Uhr (CET). Davor findet von 08:30 – 10:00 Uhr das Zeittraining statt.

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

VLN 2014: Achter Lauf aufgrund von Nebel abgebrochen

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring konnte aufgrund von starkem Nebel nicht gestartet werden. Um 14:05 Uhr gab VLN-Geschäftsführer Karl Mauer (Üxheim) der Abbruch des 46. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig bekannt. „Die Witterungsbedingungen ließen heute keinen Start zu“, sagte Mauer und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck (Ellmau), der in die Entscheidung der Rennleitung involviert war, bestätigte: „Das macht so einfach keinen Sinn – und wir bitten alle Teilnehmer und Zuschauer um Verständnis.“

„Die Sicht war viel zu gering, als dass wir dem Start des Rennens hätten zustimmen können“, erläutert Rennleiter Peter Bröcher (Olpe), der in enger Abstimmung mit der Rennleitung, dem veranstaltenden MSC Sinzig und der VLN bis zum letztmöglichen Zeitpunkt abwartete, ehe er schlussendlich den Abbruch formulierte. „Neben der Beeinträchtigung der Sicht für die Teilnehmer war vor allem auch die Tatsache, dass der Rettungshubschrauber unter diesen Bedingungen nicht hätte starten können, für unsere Entscheidung ausschlaggebend. Zudem sagten unterschiedliche Wetterdienste keine Besserung voraus, so dass auch ein verkürztes Rennen keine Option war.“

Am Morgen war das VLN-Zeittraining aufgrund der Witterungsbedingungen mit leichter Verspätung aufgenommen worden. Die Protagonisten gingen zunächst unter Gelber Flagge rund um den Grand-Prix-Kurs auf die Strecke. Zu diesem Zeitpunkt war die Sicht auf der Nordschleife noch gut. Nach rund 50 Minuten sah sich die Rennleitung dann gezwungen, das Training vorzeitig mit der Roten Flagge abzubrechen. „Von diesem Zeitpunkt an, wurde der Nebel immer stärker“, sagte Bröcher.

Die Bestzeit sicherten sich Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Huisman (Niederlande) und Patrick Pilet (Frankreich) im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing mit einer Zeit von 8:05,714 Minuten. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Hubert Haupt (München), Andreas Simonsen (Schweden) und Yelmer Buurman (Niederlande) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon betrug 5,337 Sekunden. Auf den weiteren Positionen folgten Peter Dumbreck (Großbritannien) und Wolf Henzler (Nürtingen) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports, Rudi Adams (Ahütte), Kevin Estre (Österreich) und Arno Klasen (Karlshausen) im McLaren MP4 12C GT3 von Dörr Motorsport sowie der Haribo-Porsche mit den Fahrern Uwe Alzen (Betzdorf) und Mike Stursberg (Wermelskirchen).

Aufgrund des Abbruchs des 46. ADAC Barbarossapreis umfasst die Wertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014 voraussichtlich neun Rennen – es kommt am Ende der Saison dementsprechend nur ein Streichergebnis zur Anwendung.

Der neunte Lauf der Saison findet am 11. Oktober statt. Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen des MSC Monheim führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN 2014: ROWE Racing holt das Triple beim 6h-Rennen

Dieser Sieg war kein Geschenk, sondern harte Arbeit: ROWE Racing feierte nach 2012 und 2013 den dritten Sieg beim OPEL 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen in Folge. Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) und Thomas Jäger (München) überquerten im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nach 6:08:03,684 Stunden und einer zurückgelegten Distanz von 36 Runden als Sieger die Ziellinie. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Haribo Racing Team betrug 3:09,079 Minuten. Norbert Siedler (Österreich), Uwe Alzen (Betzdorf) und Mike Stursberg (Wermelskirchen) holten im Porsche 911 GT3 R mit dem berühmten Goldbären das beste Saisonergebnis für das Haribo Racing Team. Das schönste Geburtstagsgeschenk hat sich Oliver Kainz (Kottenheim) selber gemacht. Zusammen mit Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) pilotierte der erfahrene Langstreckenpilot den Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey auf Rang drei. Der Saisonhöhepunkt war von wechselnden Witterungsbedingungen in der ‚Grünen Hölle’ geprägt und eine Reihe von Favoriten blieben nach Unfällen auf der Strecke. Eine 30-minütige Zusammenfassung des siebten Laufs der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zeigt der Sender Sport1 am 30. August um 17 Uhr.

ROWE Racing hielt sich in der teils hektischen Anfangsphase zurück. Bei schwierigen Witterungsbedingungen übernahm das Duo erst in Runde 20 die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. „Das war der wertvollste Sieg, denn das Wetter war heute ein enormer Faktor im Rennen“, sagte Seyffarth, der an allen drei aufeinanderfolgenden Siegen für ROWE Racing beteiligt war. „Unsere Mannschaft hat heute alles richtig gemacht und hat immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. Besonders wichtig ist der Sieg für die Jungs in der Boxengasse, die nach vielen Rückschlägen nun endlich einen richtigen Grund zum Feiern haben.“

Auch wenn sie den 200. Porsche-Sieg in der VLN-Geschichte verpasst haben, waren die Fahrer des Haribo Racing Team zufrieden. „Wir haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, um die Performance des Porsche zu verbessern“, sagte Alzen. „Am Ende haben wir ein gutes Setup erarbeitet – trotzdem ist der Frikadelli-Porsche bei den 911ern im Moment das Maß der Dinge. Wir hatten eine gute Strategie – Patrick Huisman konnte ich in der Startphase trotzdem nicht halten.“ Alzen wird auch beim achten VLN-Lauf für das Haribo Racing Team an den Start gehen, nachdem sein BMW Z4 GT3 beim letzten Rennen nachhaltig beschädigt wurde. Im Oktober kommt dann voraussichtlich wieder das GT3-Coupé aus Bayern zum Einsatz.

„Toll endlich wieder auf dem Podium zu stehen“, freute sich Krumbach. „Wir haben uns in den letzten Rennen konstant gesteigert – Platz fünf beim sechsten Lauf war schon in Ordnung und Platz drei war heute das Maximum, das wir herausholen konnten. Trotzdem freuen wir uns, weil wir diesen tollen Erfolg im wahrsten Sinn erfahren haben.“

Zum Teil starke Regenfälle im mittleren Renndrittel führten zu einem Favoritensterben. Von Beginn an dominierte Frikadelli-Racing das Geschehen an der Spitze. Die dreifachen Saisonsieger schieden nach einem Unfall auf nasser Strecke in Runde 18 in der Eiskurve aus. Dieses Pech ereilte auch das Team Falken Motorsports – ebenfalls mit einem GT3-Porsche am Start. Peter Dumbreck (Großbritannien) und Alexandre Imperatori (China) fuhren im Zeittraining die schnellste Runde mit einer Zeit 8:15,379 Minuten und sicherten sich die Pole-Position. Im Rennen übernahm das Duo die Führung, nachdem sich das Frikadelli-Team bei einsetzendem Regen verpokerte und eine Runde zu spät die Box zum Reifenwechsel ansteuerte. Sieben Runde währte die Führung – das Aus nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kallenhard ereignete sich im 19. Umlauf. Nach starker Performance endete auch das Rennen von Stefan Mücke (Berlin) und Pedro Lamy (Portugal) im Aston Martin Vantage GT3 vorzeitig. Grund dafür war ebenfalls ein Unfall auf regennasser Fahrbahn in Runde zwölf. Während die drei vorgenannten Teams ohne Feindkontakt auf der Strecke blieben, wurde Sascha Bert (Ober-Ramstadt) mit dem McLaren MP4 12C in einen Unfall verwickelt. Der britische Supersportler traf eingangs der 22. Runde in Kurve eins ein zu überrundendes Fahrzeug. Starke Beschädigungen am McLaren verhinderten die Weiterfahrt der bis zum Unfall Sechstplatzierten Dörr-Mannschaft.

Hinter dem Spitzentrio brachten Harald Hennes (Eschweiler), Thomas Gerling (Uchte), Thomas Kappler (Bad Saulgau) und Peter Scharmach (Neuseeland) den schnellsten Cup-Porsche auf Position vier ins Ziel. Die Seriensieger in dieser Klasse, Adam Osieka (Meuspath), Christopher Mies (Heiligenhaus) und Steve Jans (Luxemburg), mussten sich in dieser Saison erstmalig geschlagen geben und wurden Fünfte. Platz sechs ging an Niclas Kentenich (Neuss), Henry Walkenhorst (Melle), Peter Posavac (Essen) und Anders Buchardt (Norwegen) im BW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Auf den Positionen sieben und acht kamen die beiden Audi TTRS2 von LMS Engineering ins Ziel – die bestplatzierten Fronttriebler.

WTCC-Stars Tarquini und Monteiro sammeln Nordschleifen-Erfahrung
Bei ihrem ersten Nordschleifen-Test mit Ausblick auf das Gastspiel der Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife in der Saison 2015 fuhren die beiden WTCC-Stars Gabriele Tarquini (Italien) und Tiago Monteiro (Portugal) 27 Runden im Honda Civic Type R. „Ich kannte die Nordschleife nur aus Videos und von Computerspielen“, sagte Tarquini. „Es war so für uns nicht einfach, uns gleichzeitig an die Strecke und den Verkehr zu gewöhnen – vor allem bei diesen erschwerten Bedingungen wie heute. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und haben viel gelernt. Ich bin sicher, wir werden bald wiederkommen.“

Fantastisches Jubiläum für den Opel Manta: Klassensieg beim 100. Einsatz
„Es ist einfach unglaublich, was dieses Auto zu leisten imstande ist“, sagte Olaf Beckmann (Oststeinbeck) mit sichtlicher Rührung. „Der Opel Manta auf der Nordschleife – das ist eine ganz, ganz große Liebe.“ Das immer-junge Sportcoupé aus Rüsselsheim absolvierte beim Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen seinen 100. Renneinsatz seit seinem Debüt im Jahr 1994. Zusammen mit seinen langjährigen Mitstreitern Peter Hass (Lorsbach) und Volker Strycek (Dehrn) fuhr Beckmann zum 39. Klassensieg. „Der Manta hat 71.302 Rennkilometer auf der anspruchsvollen Nordschleife auf dem Buckel“, sagte Strycek. „Das ist eine unglaubliche Leistung. Dem Team rund um Olaf gebührt großes Lob und Anerkennung.“

Nach dem Highlight biegt die Saison 2014 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Am 13. September steht mit dem 46. ADAC Barbarossapreis der achte Lauf des Jahres auf dem Programm. Das Rennen des MSC Sinzig führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.