Mazda MX-5 – Für Dracula ist nichts zu holen

Auf der Transfogaraschen Hochstraße in Rumänien ist der MX-5 in seinem Element.

Mit dem MX-5 schreibt Mazda eine gleichermaßen erfolgreiche Geschichte wie Bram Stoker sie schrieb mit seinem „Dracula“, dem wohl berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte. Über eine Million des japanischen Roadsters wurden weltweit schon verkauft. Das Update der vierten Generation – dem leichtesten MX-5 seit seinem Debüt im Jahr 1989 – bleibt optisch dem preisgekrönten Designstil treu. Mit erstarkten Motoren, die die Abgasnorm Euro 6d-Temp ohne Einsatz eines Partikelfilters erfüllen, lässt es sich agil und kontrolliert durch die Kurven zirkeln. Den Beweis lieferte der attraktive Dauerbrenner auf einer Fahrt über eine der schönsten Straßen der Welt: Der Transfagarasan, die auf 151 Kilometern Transsilvanien mit der Walachei verbindet. Autohub war dabei.  

Knoblauch soll bekanntlich vor Vampiren schützen. Doch wohin nur mit den zumindest für menschliche Nasen aromatisch duftenden Zehen. In dem Mazda MX-5 RT, der uns durch Graf Draculas Heimat hinauf auf den 2014 Meter hohen Pass in den rumänischen Karpaten bringen soll, ist kein Platz für derlei nicht gerade alltägliche Accessoires. Auch die aufgefrischte 4. Generation des japanischen Roadsters bietet für Fahrer und Beifahrer weiterhin bewusst spartanische Ablagemöglichkeiten. Angesehen davon, dass der Knoblauch in einem verschlossenen Handschuhfach ohnehin seine Wirkung verfehlen würde, verzichtet Mazda ebenso wie auf Ablagen in den Türen immer noch auf dieses Detail. In den beiden Getränkehaltern finden hier und heute nicht etwas Blutkonserven, sondern die obligatorischen Wasserflaschen für den Durst unterwegs Platz und hinter der Klappe auf der Mittelkonsole schreien der Fahrzeugschlüssel, ein Lippenstift und ein Smartphone „besetzt“.

Um die Kurve geht es bei exzellenter Fahrdynamik richtig gut.

Mehr Sportwagen denn je mit bis zu 184 PS

Aber wer braucht schon Knoblauch, wenn man sich einem Vampirangriff auf ganz andere Weise entziehen kann. Wie zuvor wird der MX-5 ausschließlich mit zwei Benzinmotoren angeboten, doch die Japaner haben bei beiden das Blut mit ein paar PS zusätzlich aufgefrischt. Unter der Haube des Zweiliter Benziners arbeiten jetzt 184 PS und damit 24 PS mehr als vorher, bei dem kleinen Benziner sind es 132 anstelle vorher 131 PS. Beide Aggregate schaffen auch ohne Partikelfilter die Abgasnorm Euro 6d-temp. Mit dem großen Benziner, der sich jetzt auf Knopfdruck vernehmlich räuspert, erledigt der Roadster den Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden. Bei so viel Dampf und einer Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h hat jeder Vampir das Nachsehen.

Der MX-5 geht mit stärkeren und saubereren Motoren sowie mit zusätzlichen Assistenzsystemen an Bord in das neue Modelljahr.

Das angenehm kleine sportliche Lenkrad lässt sich jetzt auch in der Tiefe verstellen

Über den kleinen Kippschalter in der Mittelkonsole entfaltet sich die elegante Dachkonstruktion des Turmalinblau metallic farbenen Mazda MX-5 RF. Die Abkürzung RF steht für Retractable Fastback, was so viel bedeutet wie einziehbares Fließheck. Binnen 13 Sekunden mutiert das Coupé zu einer eine Art Targa. In dem engen Cockpit sitzen zumindest Menschen normaler Größe auf passgenauen und straffen Sportsitzen ordentlich, dem Fahrer kommt jetzt neuerdings ein nicht nur in der Neigung, sondern auch in der Tiefe verstellbares kleines Lenkrad entgegen. Zudem unterstützen ihn neue Assistenten wie eine Ausparkhilfe, ein Spurwechselassistent, dynamisches Kurvenlicht und ein City-Notbremsassistent. Smartphones lassen sich jetzt über Apple Car Play oder Android Auto ins Auto einbinden.

Das Topmodell Mazda MX-5 RF startet immer mit schwarzem beheizbaren Leder, 17 Zöllern in schwarz, Klimaautomatik, Spurhalteassistenten, MZD-Connect und Voll-LED-Scheinwerfern.

 

Zum neuen Modelljahr gibt es den 2,0 Liter Benzindirekteinspritzer mit jetzt 184 PS und den 1,5 Liter mit 132 PS.

 

Wie gemacht fürs Autofahren : Haarnadelkurven wechseln sich ab mit weitläufigen Kurven, steile Anstiege mit Gefällen und unzählige Tunnel und Viadukte.

 

Für Fahrzeuge mit MZD Connect steht jetzt eine Smartphone-Intergration per Apple CarPlay und Android Auto zur Verfügung. (Foto : Mazda)

Das Fahrwerk bügelt selbst tiefere Schlaglöcher ohne unangenehme Stöße weg

Der 7-Zoll Bildschirm auf der Mittelkonsole gibt jetzt gestochen scharf den Straßenverlauf der 150 Meter langen Gebirgsstraße Transfagarasan wieder, die Transsilvanien mit der Wallachei verbindet. Willig packt der große Benziner in der langen Geraden zu, im Team mit der knackigen Sechsgangschaltung und ihren kurzen Wegen und der feinfühligen Lenkung zirkelt der Roadster mühelos durch die Kurven. Zugegeben, in manchen verdammt engen Haarnadelkurven, die ihrem Namen alle Ehre machen, wirft er schon mal das Heck herum. Aber das ESP spricht zuverlässig und nicht zu früh ein Machtwort. Über den zum Teil angestrengten Zustand der Straße durch Tunnel, Felsendurchbrüche, über Brücken und Viadukte geben Lenkrad und Popometer Rückmeldung, aber das Fahrwerk bügelt selbst tiefere Schlaglöcher glatt, ohne unangenehme Stöße zu verteilen.

Gebaut wurde die Transfagarasan von 1970 bis 1974 auf Anordnung des Diktators Ceausescu – sie sollte dem Militär eine schnelle Überquerung des Gebirges ermöglichen.

 

Der schicke Roadster wurde zum Tagesgespräch in den Dörfern links und rechts der Transfagarasan.

 

Bei den Preisen hat sich nicht viel verändert. Ab dem 14. September steht der aufgefrischte Mazda in Deutschland bei den Händlern. Das Basismodell mit Stoffdach, Handschaltung und 132 PS ist nach wie vor zum Preis ab 22 990 Euro zu haben. Die 184 PS starke Hard-Top-Version, für die es, und nur für sie, jetzt auch eine Sechsstufen-Automatik gibt, kostet ab 34 490 Euro.

Text und Fotos : Solveig Grewe

Fahrbericht: Fiat 124 Spider eröffnet Cabrio-Saison 2018

Like ice in the sunshine – Kaum ist der Frühling erwacht, eröffnet Fiat die Cabrio-Saison und packt dafür seine neuen 124 Spider Cabriolets aus. Ziel des fröhlichen Testens: der Starnberger See. Doch die erste Tour des Tages ging in einem limitierten Fiat 500 Abart 695 los. Der Traum aller Kleinwagen-Liebhaberinnen mit dem Hang zum Bleifuß. Das Herz lachte und der Mitfahrer bremste beherzt vom Beifahrersitz mit. Während das Adrenalin noch fröhlich in den Adern pochte, tauchten am Starnberger See auch schon die ersten schnittigen Fiat 124 Spider Cabriolets auf. Noch vom letzten Jahr waren mir die schicken Flitzer gut in Erinnerung geblieben. Doch nun hat der italienische Autohersteller die Baureihen um zwei neue Modelle erweitert, da der erwartete Absatz „noch“ nicht zufriedenstellend war. Mutig, wo doch jeder eigentlich auf die neuesten SUVs aus sind.

Scharf und schärfer – Fiat 124 Spider S-Design und Abarth 124 GT

Mit zwei unterschiedlichen Ausprägungen desselben Fahrzeugkonzeptes versucht Fiat nun das Ruder herumzureissen und die Liebe zu „Oben ohne“ zu bestärken. Dank Hinterradantrieb und leistungsstarken Motoren präsentieren sich beide Cabriolets nun mit interessanten Unterschieden: Der eine mit elegant-sportlicher Note als stilistische Hommage an den 1966 präsentierten historischen Fiat 124 Sport Spider. Der andere tritt betont dynamisch auf mit Fahrleistungen, die im Segment Maßstäbe setzen – so wie es stets die Strategie der Marke Abarth war. Pünktlich zum Start der Cabrio-Saison 2018 schickt Fiat nun also den neuen Fiat 124 Spider S-Design und seinen grimmigen Bruder, den Fiat 124 Spider Abarth 124 GT, ins Rennen.

Basierend auf der Ausstattungsvariante Lusso, zeichnet sich der neue Fiat 124 Spider S-Design durch eine erweiterte Serienausstattung sowie zahlreiche exklusive Exterieurdetails aus. Zur erweiterten Serienausstattung gehören unter anderem LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht-Technologie, Infotainmentsystem Fiat Connect mit 7,0 Zoll Bildschirmdiagonale (17,8 Zentimeter), Soundanlage von Bose®, Lederlenkrad sowie Sportsitze, die mit einer Kombination aus Leder und hochwertiger Ledernachbildung bezogen sind. Was den Motor betrifft, so pocht unter der Motorhaube ein starker 1,4-Liter-Turbo-Benziner, der 103 kW (140 PS) leistet. Ob Vierzylinder-Triebwerk mit Sechsgang-Handschaltung oder Automatikgetriebe: Der italienische Roadster beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden (7,6). 

Aussen Hui, unter der Motorhaube noch mehr Hui

Der Fiat 124 Spider Abarth GT kommt mit etwas mehr Dampf daher. Der Vierzylinder-Turbomotor produziert aus 1,4 Litern Hubraum starke 125 kW (170 PS). Das Triebwerk kann kombiniert werden mit Sechsgang-Handschaltung oder Sechsstufen-Sportautomatik, die auch manuelle Gangwechsel zulässt. Der Abarth 124 GT beschleunigt mit Handschaltung in nur 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. Wer ein noch ein bisschen mehr in die Sitze gedrückt werden will, darf sich gern die leistungsstärkere Variante im Programm – den Abarth 124 R-GT – zu Gemüte führen. Das von einem 1,8-Liter-Turbomotor mit rund 220 kW (300 PS) Leistung angetriebene Coupé ist nach den internationalen Regeln der Kategorie FIA R-GT aufgebaut und damit bei allen Rallyes bis zur Weltmeisterschaft startberechtigt. Ebenfalls mit einem Hardtop ausgerüstet wird das Fahrzeug rennfertig ausgeliefert, inklusive Sicherheitszelle, Schalensitzen, Hosenträgergurten und weiteren Komponenten, die im Rallyesport unverzichtbar sind.

Die besondere Lackierung „Alpi Orientali Grau“, die 17-Zoll-Leichtmetallräder von OZ, die Dual-Mode-Abgasanlage „Record Monza“ sowie Frontspoiler und Außenspiegelkappen in Grau sorgen für ein markantes Auftreten. Auf Wunsch ist die Motorhaube mattschwarz lackiert – genau wie bei der Rallyesportikone Fiat 124 Abarth. Für das entspannte Cabrio-Wetter um den Starnberger See genehmigten wir uns einen Fiat 124 Spider S-Design in „Italia Blau“. La dolce Vita in Bayern. So lässt sich leben. Die kurze Tour „oben ohne“ verschaffte mir auch einen sonnengeküssten Teint. Teilweise fiel der Kuss aber etwas kräftiger aus, was sich erst am nächsten Tag bemerkbar machte. So kurz nach den winterlichen Ostertagen packt man nicht unbedingt die Sonnencreme LSF 30 aus. Ein kleiner Fehler, wie sich herausstellte.

Fazit: Der verschönerte Fiat 124 Spider als auch der leistungsstärkere Fiat 124 Spider Abarth versprechen Sportlichkeit und gepflegten Fahrspaß kombiniert mit klassisch-schönem Retro-Design und Funktionalität. Hier bekommt man jede Menge Roadster-Fun für wenig Geld. DasFahrverhalten hat sich zu letztem Jahr nicht verändert: sowohl bei einem flotteren Fahrstil als auch beim entspannten cruisen zeigt sich der Fiat 124 Spider souverän und komfortabel. Einzig die Pedale sind eher was für den schmalen Fuß.

Fahrbericht McLaren 570s Spider: Der Haarfön

Es ist schon eines der beruflichen Highlights, wenn man einen McLaren fahren darf. Natürlich sind die so genannten „Brot-und-Butter-Autos“ – nichts für ungut – das, was das Leben ausmacht. Dennoch sind es Fahrzeuge, wie der McLaren 570s Spider, die einem das automobile Leben versüßen. Die anfänglichen Kopfschmerzen, einen offenen Supersportwagen im britischen November zu fahren, wurden angenehmerweise schnell zerstreut. Fahrbericht der technoiden Bodenrakete. Read more

Test: Mazda MX-5

Die fünfte Generation des japanischen Roadster Klassikers bewirbt sich bereits seit 2015, weiter der meist verkaufte Zweisitzer zu sein. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert setzt der MX-5 die Philosophie des japanischen Automobilherstellers um, das Streben nach dem Gleichklang von Fahrer und Fahrzeug zu perfektionieren. „Jinba Ittai“ nennen die Japaner das Gefühl dieser Symbiose. Den nach seiner Modellpflege Ende 2016 aufgefrischten Roadster konnten wir auf „Herz und Nieren“ mit dem 131 PS starken SKYACTIVE-G Benziner für vierzehn Tage testen. Seinen Einstieg findet die Ikone mit der Basisausstattung „Prime-Line“ bei runden 23.000 Euro.

Testbericht: Mazda MX-5 SKYACTIV-G

Nimmermüder Samurai
Elegant auch in der Bergwelt.

Kam die 1. Generation 1989 des MX-5 vom Konzept als Evolution der kleinen britischen und italienischen Sportwagen der 60iger Jahre – z.B. Triumph Spitfire, MG, Fiat 124 Spider – daher, revolutionierte er die Roadster Community und startete durch als meist verkaufter Roadster der Welt. Die aggressiv kleinen nach innen gezogenen Frontscheinwerfer rahmen den tief sitzenden Kühlergrill ein, der ganz prominent das Markenlogo zur Schau trägt. Am Heck machen die schmalen Leuchten dem relativ großen Kofferraumdeckel Platz. Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Japan dem MX-5 trotz seines kleinen Chassis dennoch bieten. Wichtig sind die geraden Träger und eine möglichst durchgängige Rahmenstruktur, der es speziell bei Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb bedarf, wie es der MX-5 ist.

Enge Kurven sind ein Kinderspiel.

131 PS Vollspaß Motor

Von Anfang an hielt Mazda die Motorenpalette des MX-5 übersichtlich und so kommen in der 5. Generation wieder zwei Benziner zum Einsatz. Der von uns getestete SKYACTIVE-G 1,5 Liter Benziner bringt 96 kW (131 PS) bei 7.000/min auf die Kurbelwelle und hängt mit seinem gut abgestimmten Sechs-Gang-Schaltgetriebe immer agil und drehfreudig am Gas. Durch den für einen Roadster typischen tiefen Schwerpunkt ist er zudem sehr wendig, gerade in engen Kurven.

Baugleich mit Fiat 124 Spider

Beim MX-5 steigen wir wie schon wie dem baugleichen Fiat 124 Spider in ein äußerst enges und dennoch angenehmes Ambiente ein. Die große Frontscheibe leitet den Fahrtwind beim Fahren mit offenem Verdeck gekonnt ab. Der Zweisitzer verfügt außerdem für beide Fahrgäste über sportliche Sitze, die uns auch beim Cruisen fest im Griff haben. Das „Gepäckraumvolumen“ des MX-5 ist mit 130 Litern schon fast üppig bemessen für einen Roadster. Die Kofferraumbreite macht es möglich, auch Gepäck mit bis zu 1,10 m Breite einzuladen.

Roadster mit üppigem Kofferraum.

Voll ausgestatteter Roadster für unter 30.000 Euro

Mit der von uns getesteten Ausstattungsvariante „Sport-Line“ bietet Mazda das „Rundum-Sorglos-Paket“. Außer den bereits ab der Basisversion serienmäßigen Features wie LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung, einer Klimaanlage und einem Multi-Informations-Display mit Touring-Computer finden sich im Lieferumfang ein SD-Navigationssystem mit 3D-Kartendarstellung und kostenlosem Kartenupdate für 3 Jahre, ein auf den MX-5 zugeschnittenes BOSE® Sound-System mit neun Lautsprechern inklusive Lautsprechern in den Kopfstützen und Lederausstattung in schwarz. Der Listenpreis für das Testfahrzeug beträgt insgesamt 27.890 Euro

Erfolg in der 5. Generation.

Fazit: Auch mit der fünften Generation des Erfolgsmodells von Mazda schreibt der japanische Automobilhersteller seine Erfolgsgeschichte in Punkto Roadster weiter fort. Die Neuauflage verbindet in gekonnter Art und Weise die Tugenden eines puristischen Zweisitzers mit den sicherheitstechnischen Anforderungen eines modernen Fahrzeugs, ohne den Fahrspaß außer Acht zu lassen.

Motor und Getriebe

Mazda

MX-5 Skyactiv-G 131 Sports-Line

Motor Benzin
Hubraum 1.496 ccm³
Leistung 131 PS @ 7.000 U/min
Kraft 150 Nm @ 4.800 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 3.915, 1.735, 1.225   mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.050 kg
Wendekreis 10,4 m
Höchstgeschwindigkeit 204 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 8,3 sec
Normverbrauch 6.0 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.9 l / 100 km
Öko-Experte 6.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 7.2 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (Mazda Motors (Deutschland) GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (Mazda Motors (Deutschland) GmbH)

Mazda MX-5 RF – das Beste aus zwei Welten?

Dass der MX-5 schon immer ein großer Wurf war, zeigt seine eigene Statistik: der meistverkaufte Roadster der Welt. Keiner macht ihm da etwas vor. Er ist der für all diejenigen, die etwas Leichtes, Frisches, Knackiges wollen – ohne dabei gleich das Bankkonto leer räumen zu müssen. Was, wenn sie ihm nun plötzlich ein festes Dach aufsetzen, ihn komfortabler machen und von mehr Kultiviertheit sprechen?

Den Zahlen nach nichts Schlimmes: das Gewicht bleibt mit 1120 kg wunderbar im Rahmen (45 kg mehr gegenüber dem Stoff-MX-5), die Balance findet er wie gehabt 50:50 und auch an Leistung, Getriebe und Chassislayout wurde nichts geändert. Soll heißen, dass der bis 7500 Touren drehende Skyactiv-Zweiliter weiterhin 160 PS spendiert, die von einem der besten manuellen Getriebe dieser Tage zu verwalten sind. Dazu bleiben die Doppelquerlenker an der Front sowie das Sperrdifferenzial und die Mehrlenkerachse im Heck.

Doch es gibt auch Änderungen. Einen größeren Stabilisator an der Vorderachse etwa, dazu ein Versteifungskreuz am Vorderwagen. Feder- und Dämpferraten wurden ebenfalls auf das Mehrgewicht angepasst. Dazu kommt ein Mehr an Dämmmaterial, etwa im Getriebetunnel, am Dach und sogar in Form von dickerem Teppich im Innenraum. Die elektrische Servolenkung soll nun aus der Mittellage mehr Unterstützung bekommen, dafür weniger bei starkem Einschlag – insgesamt zielt Mazda mit dem RF in Richtung GT, weniger in Richtung Rasiermesser, so scheint es.

Natürlich machen die Änderungen kein S-Klasse Cabriolet aus dem MX-5 RF, ja noch nicht mal einen Audi TT Roadster, doch genau darum geht es ja auch gar nicht. Es geht ums Fahren. Die Freude daran. Die Leichtigkeit des Seins.

Und so erfreut dann die Erkenntnis, dass es keine zigfach verstellbaren Dämpfer braucht, wenn man von vorneherein wenig Gewicht balancieren muss. Dass auch eine elektrisch assistierte Servolenkung wenig stört, wenn sie an ein paar dürren Reifchen dreht und dass 160 PS völlig ausreichen.

Mit den Fingerspitzen kannst du am zarten Sportlenkrad dirigieren, spürst die feinsten Nuancen der turbofreien-Gasannahme und freust dich über die ultra-präzise Schaltung. Dazu kommt, dass der Skyaktiv-Vierzylinder mit seiner beinahe utopischen 14:1-Verdichtung eine kleine Sau ist. Ein bisschen knorrig untenrum, so wie es bei den geilen Motoren eben ist; knackig in der Mitte, mit einem schönen Punch und am Ende der Drehzahlskala tatsächlich fordernd. Und wehe du bist unsauber beim Schalten – mit der kleinen Schwungmasse schießt du den Drehzahlmesser ruck-zuck in die Umlaufbahn!

Dort findest du dich auch, wenn du im kleinen RF richtig am Kabel ziehst. Wenn sich die Reifen massiv in den Asphalt verbeißen und du nach allen Regeln der (Fahrdynamik-)Kunst an Abflug entlangrasierst. Plötzlich lehnt er sich auf, neigt sich massiv der Trägheit nach und wirkt weder ums Eck noch auf der Bremse so kontrolliert wie sein ganz offener Bruder.

Genau das soll er aber auch nicht sein. Er ist nicht das Auto für die eine Bestzeit im Jahr, er ist das Auto für jede Zeit im Jahr.

Doch hier beißt sich der RF in seinen eigenen Schwanz. Dem Leichtbau verschrieben ist er weder wirklich luxuriös, noch wirklich komfortabel – und auf der anderen Seite ist er trotzdem nicht so herzerwärmend zu fahren wie der „klassische“ MX-5. Der RF bleibt ein bisschen zwischen den Stühlen sitzen.

Was nicht heißt, dass er ein schlechtes Auto ist. Er ist nur nicht so unglaublich gut wie sein Bruder. Und wenn sie sich für einen MX-5 interessieren, dann kaufen sie ihn einfach. Denn die kleinen Nachteile des Stoffdaches haben sie früh sonntags auf einer herrlichen Landstraße auf dem Weg zum ersten Kaffee ganz schnell wieder vergessen!

 

Abarth 124 Spider – Kleines Herz, große Töne!

Ein klassischer Roadster: Lange Haube, kurzes Heck, spartanische Ausstattung, ein knochentrockenes Fahrwerk und vor allem eines Heckantrieb! Dazu eine knackige Handschaltung und ein Sound, der sofort klarmacht, dass es sich hierbei um ein richtiges Spaßmobil handelt. Nun, der Abart 124 Spider erfüllt nahezu alle dieser Attribute. Nur mit der knackigen Handschaltung ist es nicht weit her: Zwar kommt der kleine Italienische Roadster in Kriegsbemalung serienmäßig mit einer tollen Handschaltbox, doch der Testwagen verfügte über eine Automatik. „FAIL!“, werden viele schreien. Aber ist dem in Zeiten des beliebten DSG und nahezu perfekt arbeitender Automaten wirklich so? Read more

Test: Fiat Spider 124

Mit dem 124 Spider bietet Fiat seit Mitte 2016 seine offen zu fahrende Ikone nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wieder zum Kauf an. Allerdings sparen sich die Autobauer aus Italien die Hälfte der Entwicklungs- und Produktionskosten und lassen ihren Roadster zusammen mit dem neuen Mazda MX5 in Hiroshima (Japan) bauen. Mit kleinen, aber feinen kosmetischen Korrekturen repräsentiert der offene Fiat nun die Marke weltweit als eleganten, aber sportlich agilen Roadster. Dass die Korrekturen nur minimal ausgefallen sind, verdankt der Lifestyle Zweisitzer seiner Fan- und Kundengemeinde. Dafür startet der Offene mit dem Fahrzeug angepassten Komfortfeatures, einem manuell zu öffnenden und schließenden Stoffverdeck mit acht verschiedenen Außenfarben und drei verschiedenen Lederbezügen. Um der Sommersonne entgegen zu fahren, haben die Italiener eine übersichtliche Palette aus Motoren- und Antriebsvarianten geschnürt. Den Einstieg findet die Stil-Ikone bei € 24.990

Testbericht: Fiat Spider 124 Lusso

Wiedergeburt einer Frischluft Ikone
Nach drei Jahrzehnten wieder auf dem Markt.

Um ein sportlich elegantes Design noch attraktiver zu gestalten, bedarf es Feinheiten, dachte man sich bei den Designern von Centro Stile in Turin. Aufgabenstellung war es, Elemente des Vorgängers von 1966 mit den Bedürfnissen der heutigen Kunden zu verbinden. Dass dies mit einem Chassis gelungen ist, das zeitlos, aber doch mit viel Präsenz daherkommt, darüber sind wir uns einig beim ersten Rundgang um den neuen Testwagen. Dabei sind es nicht nur die Merkmale der Front mit dem oberen Hexagon-Kühlergrill und dem Grillmuster sowie die Hutzen (Powerdoms) an der Fronthaube, es sind die Seitenführungen des Wagens, die uns ins Schwärmen bringen. Die Änderungen zum Urahn gestatten dem Fahrzeug, in Gänze breit und flach auf der Straße zu stehen. Nicht sichtbare Modifikationen bei der Verstärkung der Karosserie für den Fall eines Unfalls sind selbstverständlich. Wichtig waren die geraden Träger und eine möglichst durchgängige Rahmenstruktur, der es speziell bei Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb bedarf, wie es der Spider ist. Im Falle eines Frontalaufpralls verteilt die von Fiat entwickelte „Multi-Load-Path“-Struktur der Karosserie die Aufprallenergie in zwei Richtungen. Die Energie wird entlang der Seitenschweller, B-Säulen und des Tunnelabschnitts abgeleitet, um das Risiko einer Deformation der Fahrgastzelle zu reduzieren.

Auch für die Fahrt zum Picknick allzeit bereit. 

Auf Sound wird nicht verzichtet

Fahrer- und Beifahrersitz sind klassisch manuell einzustellen, bieten aber dennoch einen komfortablen Seitenhalt. Für Beinfreiheit ist ausreichend gesorgt, was ein entspanntes Cruisen zu zweit möglich macht. Instrumenteneinheit und Bedienung sind bereits beim ersten Eindruck selbsterklärend, wirken nicht überladen, doch sehr informativ. Das optionale Infotainment-System präsentiert ein 7-Zoll Touchscreen-Display in der Mitte des Armaturenbretts als Blickfang. Lieferumfang des Systems sind AM/FM-Radio, HD-Radio, MP3-Player, zwei USB-Anschlüsse, AUX-Eingang, sechs Lautsprecher, Multimedia-Steuerung, Bluetooth-Verbindung, Rückfahrkamera und ein 3D-Navigationssystem. Die Spracherkennung macht es uns möglich, das Mobiltelefon, Musik und Navigationssystem durch Freisprechen zu bedienen. Das Versenden von Sprachnachrichten (Voice Text Reply) ist gemäß der italienischen Ingenieure mit einem kompatiblem Mobiltelefon selbstverständlich. Für eine ausgezeichnete Klangqualität, auch bei offenem Verdeck, sorgt das Bose® Premium Sound-System mit neun Lautsprechern, einschließlich zweifacher Kopfstützenlautsprecher pro Sitz sowie einem Subwoofer, was uns als semiprofessionelle Musiker natürlich freut. Das Manövrieren beim Parken und schnellem Lastwechsel des etwa vier Metern langen Fahrzeuges ist über die direkte und präzisen Lenkung sehr leicht, auch wenn der Blick über die Motorhaube ein langer ist. Darüber hinaus erhalten wir eine gute Rückmeldung auf Geraden und in langgezogenen Kurven gleichermaßen. So macht der 124 Spider nicht nur beim Geradeauslauf eine sehr gute Figur.

Der Spider kann auch im urbanen Verkehr überzeugen. 

Spritsparen durch Cruisen

Auf dem Fahrersitz Platz genommen und den Startschalter des Spider gedrückt, hört man den 1.4 Liter turbogeladenen MultiAir Vierzylinder mit seinen 103 kW (140 PS) knurrig brummen. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe bringt den etwas mehr als 1.100 Kilogramm wiegenden Roadster mit sehr viel Kraft in Bewegung. Das gut abgestimmte Fahrwerk mit der Doppelquerlenkerachse (mit Stabilisatoren) vorn und der Mehrlenkerachse (mit Stabilisatoren) hinten beweist ein um das andere Mal seine Leistungsfähigkeit beim Neutralisieren von Straßenunebenheiten gerade im urbanen Verkehr. Die Settings des Spider geben uns die Möglichkeit, das Fahrzeug agil und zielsicher durch den Verkehr zu manövrieren. Der Roadster zeigt bei schnellerer Fahrt merklich mehr Stabilität bei Lastwechseln. Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 6,4 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis in jedem Fall zu schaffen, denn beim Cruisen ist das Einsparen von Kraftstoff immer möglich. Wir meinen: für dieses Fahrzeug: ein bemerkenswert kleiner Schluck aus der Benzinflasche. Der Antrieb des in Japan produzierten Cabrios liefert dagegen magere 240 Newtonmeter Drehmoment bei 2.250 Umdrehungen pro Minute. Die Kraftentfaltung lässt den Spider in 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind gemäß Hersteller bis zu 217 km/h drin.

Markantes zeitloses Äußeres mit 140 PS Benziner.

Roadster mit kleinen Helferlein

Die Turiner arbeiteten bei der Neuauflage des 124 Spider nicht nur an der Performance des Fahrzeuges. Es wurden die bereits zum Standard eines Mittelklasse Fahrzeuges üblichen Komfortfeatures gleichermaßen überarbeitet und optimiert. Das Paket umfasst Adaptive Frontscheinwerfer AFLS, eine Aktive Motorhaube, eine Automatische Leuchtweitenregelung, Tagfahrlicht, Elektronische Überschlagsvermeidung (ERM), eine Elektronische Fahrzeuginformationszentrale (EVIC), ein Schlüsselloses Enter’n-Go-System, eine Mechanische Feststellbremse, ein ParkSense-Rückparkassistent-System, eine ParkView-Rückfahrkamera sowie Scheibenwischer mit Regensensoren. Geschlossene Fahrten bis zur Höchstgeschwindigkeit sind akustisch absolut machbar. Beim Öffnen des Verdecks faltet sich das Softtop klein zusammen und legt sich auf der Karosserie ab, dient so zugleich als Persenning.

Ausstattung, einfach aber komfortabel.

Puristischer Preis

Der 124 Spider, den Fiat mit nur einer Benzin Motorisierung anbietet, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bieten die Italiener einen 1.4-Liter Benziner mit 140 PS und Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Zur Basis Ausstattung setzt Fiat noch ein Upgrade, die Ausstattung „Lusso“ ein. Der Aufpreis von 2.000 Euro beinhaltet unter anderem Ledersitze, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen Überrollbügel in Aluminium Optik sowie elektrisch verstellbare Außenspiegel. In der zweiten Ausstattung kann der Roadster zudem mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden.

Legenden aus unterschiedlichen Zeitaltern.

Fazit: Der 124 Spider Roadster von Fiat steht für Emotion, Lifestyle und sportliche Eleganz. Auf die gewohnte italienische filigrane Verarbeitung der Materialien muss im offenem Zweisitzer nicht verzichtet werden. So erhält der Kunde das Rundum-Sorglos-Frischluft-Feeling einer Stil-Ikone.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Fiat

Spider 124 Lusso

Motor R4, Super Benzin
Hubraum 1.368 ccm³
Leistung 140 PS @ 5.000 U/min
Kraft 240  Nm @ 2.250 U/min
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Hinterradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.075, 1.740, 1.230   mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.125 kg
Wendekreis 9,4 m
Höchstgeschwindigkeit 217 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,5 sec
Normverbrauch 6.4 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.3 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.6 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG) – Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)[/notification]

[/toggle]

Mercedes-AMG GT C Roadster – Mad Max arrived

Natürlich, ja, man könnte so einen Fahrbericht über den neuen Mercedes-AMG GT C Roadster nach Schema F abarbeiten. Die Pressemappe neben das Macbook legen, von sinnlicher Klarheit beim Design schreiben, famose Beschleunigungswerte feiern, fabulöse Superlative aus den Fingern saugen, um auch nur annähernd zu vermitteln, wie er sich fährt. Und dennoch, man würde schlicht versagen. Ein Jedermann-Artikel wäre es. Einfach zu schade für die Zeit, die ich mit dem neuen Mercedes-AMG GT C Roadster verbringen konnte. Es sollte doch einen Sinn haben, wenn man seine Lebenszeit in Flugzeugen, Flughäfen und Shuttle-Fahrzeugen verplempert, nur damit man sich unter der Sonne Arizonas den Kopf vom 557 PS Roadster verdrehen lässt. Ein paar Stunden Endorphine-Training per Tastendruck in dröge Worte in das Endlosarchiv des Webs tippen? Das wäre wie den Mad Max Hauptdarsteller in kurzen Hosen und Turnschuhen zum nächsten In’N’Out Burgerladen zu schicken. Verschenkt.

My Weapon of Choice: Mercedes-AMG GT C Roadster

Einmal mit alles, bitte!

AMG GT C Roadster: V8. 557 PS. Kein Dach und eine Allradlenkung obendrein. Danke schön.

Damit man versteht, welche Meinung ich vom Mercedes-AMG GT habe, muss man zwei Jahre zurückgehen. Damals feierte der Mercedes-AMG GT als Coupé seine Weltpremiere. Die erste Testfahrt führte dann auch noch, als wäre ein echter Sportwagen mit Mercedes-Stern nicht Partyanlass genug, gleich einmal nach Laguna Seca. Eine Rennstrecke mit Charme. Mit Geschichte und dieser einen legendären Kurve. Als Instruktor hatte man, damit man beim „einmal mit alles“ nur nichts verpasst, auch gleich noch den Mr. DTM, Bernd Schneider, eingeflogen. Insgesamt wurden es 14 Runden mit dem AMG GT auf der Rennstrecke von Laguna Seca. Bis zu einem Level, auf dem dann der DTM-Instruktor sein Funkgerät aus der Hand legte und anfing die Grenzen der Haftreibung zu eruieren. Fabelhaft. Für einen Petrolhead wie mich war das damals der Höhepunkt. Der Climax einer ewigen Faszination für alles. was „brumm“ macht. Was danach kam, musste sich ewig an diesen Runden im neuen GT messen lassen.

Zwei Jahre später wartet nun die Wiedergeburt des Sportwagens, plötzlich ohne Dach, auf eine Testfahrt unter der Sonne Arizonas. Und obwohl Mercedes-AMG nicht nur den „einmal mit alles“ nun auch noch mit Sahnehäubchen und Kirsche darüber anbietet, zudem bei der Leistung noch einmal draufsattelt, liegt bei dem High-Performance-Sportwagen im Roadster-Kleid der Fokus nun dieses Mal nicht auf dem Ausloten der physikalischen Grenzen. Es geht um Stil. Um Style. Um das Erleben der Elemente. Scherzkekse müssen da in Affalterbach sitzen. Bringen dich über den Teich, setzen dir die maximale Vollfettstufe der Automobil-Lust vor die Nase und sagen dann, vor dem ersten Ritt:

Beachtet bitte die Speedlimits in Arizona. Die Cops sind nicht kompromissfähig.

Danke auch.

Einmal „alles“, ohne Dach!

Da steht er nun, inmitten einer unwirklichen Szenerie. Nicht lange zuvor wurde auf genau diesem Schrottplatz „DESERT VALLEY AUTO PARTS“ noch Transformers gedreht. Nun steht der in mattem Magnograu metallic lackierte Mercedes-AMG GT C Roadster vor dir. Eine Szene aus MAD Max würde nicht weniger realistisch wirken. 557 PS, Allradlenkung, 680 Nm, V8, Front-Mittelmotor und Transaxle-Getriebe. Binnen eines Augenblinzelns bringt er dich hier hinter die Stahlstreben des örtlichen Sheriff-Büros. Also dann eben doch nur die 11 Sekunden nachgezählt, die er braucht, um das Stoffverdeck zu öffnen. Knapp geschnitten wie der Bikini von Penelope Cruz spannt sich dieses vom knackigen Arsch zur weit nach hinten gesetzten Frontscheibe. Eine Alibi-Funktion für die schlechten Tage. Eigentlich. Aber ernsthaft. Nur Touristen fahren in Arizona ein Cabriolet im geöffneten Zustand. Das Dach dämmt dank drei Lagen excellent, die Z-Faltung lässt ein wenig Kofferraum übrig und dank einer Magnesium-, Stahl-, Aluminium-Konstruktion ist das ganze Gerippe auch ordentlich leicht – und es schützt dich vor der Sonne.

Konzentration auf das Wesentliche: Klimaanlage an, man könnte sich alternativ bei Tempo 316 einen feinen Sonnenbrand holen, bevor man wegen „reckless driving“ seine drivers license verliert.  Dann doch lieber der Spielverderber sein, der einen nagelneuen Roadster nur auf dem Parkplatz mit offenem Verdeck fährt und an der ersten Ampel dann die umstehenden Pick-Up Driver durch 11-Sekunden Reverse-Striptease davon abhält, das Innere der jüngsten Bestätigung für gesundes Selbstbewusstsein made in Affalterbach zu verwehren. Das hilft bei der Konzentration auf die völlig unhumoristischen Speed-Limits. Dass man jetzt vermutlich genauso schnell in Laguna Seca die 305er Michelin-Sportsocken in den Asphalt massieren könnte wie damals im geschlossenen Sportler, man glaubt es dem GT C Roadster. Auch bei aktiver Distronic und 65 Meilen Cruising-Tempo. Denn er hat, neben Sonnenbrand-Garantie auch den „Leistungs-Dürfschein“ erhalten. Und breitere Backen. Das Heck, ja, alleine dieses Heck.

Wer sich nicht in Arizona wähnt, der wird sich über Airscarf und Windschott freuen. Ein Ausflug in die herbstlichen See-Alpen? Dürfte dem Roadster und seiner kompromisslosen Fahrwerksauslegung inklusive Sperrdifferential ebenso gut gefallen.

Zurück zum bloggen:

Für das Erfahren eines Benchmark-Automobils bleibt einem im ersten Rundumschlag kaum mehr Zeit als man sonst auch hat, um den jüngsten japanischen Kleinwagen zu „testen“. Willkommen in der „professionellen Welt“ der Auto-Journalisten und Livestyle-Welt-Trendsetter. Mit zu viel Benzin im Blut kann das auch zu Frustration führen. Es ist wie Ringelpiez mit einer Auswahl von Victoria-Secret-Models, aber ohne Anfassen. Es ist der Koitus Interruptus, wenn du ein offenes 557 PS Hardcore-Performance-Spielzeug nur dafür nutzen sollst, bei Tempo 65 einen Sonnenbrand zu kassieren. Ich glaube dem Affalterbacher-Baby seine Talente. Es wird Beverly-Hills, Santa Monica und das Schwabenland genauso schnell für sich gewinnen, wie sein geschlossener Bruder damals mein Herz in Laguna Seca gewann.

Extra-Danke:

Mein Dank geht deswegen vor allen an Mercedes-Benz. Dort hat man früh das Thema der digitalen Medien ernst genommen, nur deswegen kann ich heute überhaupt über solche Autos schreiben. Und ich habe die Professionalität schätzen gelernt, mit der man dort und auch im Umfeld arbeitet. Ein explizites Dankeschön geht dieses Mal daher an die Menschen hinter den Kulissen. Dirk Weyhenmeyer ist einer der Fotografen, die Mercedes-Benz engagiert, um den Journalisten individuelle Erinnerungen und hoch-professionelle Fotos zu ermöglichen. Anstatt auf die Sonnenbrand-Roadtrip-Tour zu gehen, hatte ich mich daher dafür entschieden, die Fahrt mit dem Kollegen und dem „Knipser“ zu unternehmen. Entstanden sind diese außerordentlich famosen Fotos auf einem die Endzeit-Phantasie stimulierenden „Schrottplatz“. Mitten zwischen den verendeten Helden der Historie sticht der  dunkelrot bedachte Roadster heraus wie der Terminator im Seniorenwohnheim.

Mercedes-AMG GT C Roaster oder der Terminator im Seniorenwohnheim

Die Verschmelzung klassischer „ich will aber nicht bescheiden sein“ Ansprüche mit einem der schärfsten Werkzeuge der Sportwagen-Szene hat eine „einmal mit alles, aber doppelt bitte“ Variante erschaffen. Nach wenigen Stunden mit dem neuen Mercedes-AMG GT C Roadster ist klar: Sollte eines Tagen das jüngste Gericht hereinbrechen, sollte Mad Max einen neuen Dienstwagen benötigen oder sich alle Träume erfüllen, ist dieser magno metalic mattgraue AMG GT C Roadster mein „Weapon of Choice„.

Alternativ bleibt ja noch die „Nicht C-Version“ mit dem Basismotor und „nur“ 477 PS. Dann auch ohne die Performance-Hardcore-Zutaten erhältlich. So eine Art Selbstkasteiung auf dem höchsten denkbaren Level. Da spart man sich dann auch den RACE-Modus und vermutlich wäre man in Arizona nicht langsamer unterwegs zum nächsten Sonnenbrand.

Lotus Elise Sprint – Magerkur für Hungerhaken

Wenn es ein Auto gibt, das eigentlich keine Diät bräuchte, ist das der englische Sport-Roadster Elise. Doch Lotus hat einmal mehr an der Gewichtschraube gedreht, und mit der Version Sprint die 800-Kilo-Schallmauer unterboten. Auf 798 Kilogramm ist das neue Trockengewicht gesunken.

Nur 4,5 Sekunden braucht das Leichtgewicht Elise Sprint 220 für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100

Eingespart wurde gleich an mehreren Stellen. Größter Posten mit 9 Kilogramm ist eine Lithium-Ionen-Batterie als Ersatz für den klassischen Bleiakku. Carbon-Rennschalen sparen 6 Kilogramm, geschmiedete Aluräder 5 Kilogramm, die neuen Bremsen 4 Kilogramm. Das Polycarbonat-Heckfenster und einige Carbonbauteile lassen ebenfalls die Pfunde schmelzen. Sehenswert im Innenraum ist zudem die zu den Seiten offene Leichtbau-Verkleidung für den Schalthebel, dank der sich ein Teil der Mechanik freiliegend präsentiert.

Unter anderem dank neuer Schmiederäder konnte Lotus an Gewicht bei der Elise einsparen

Angeboten wird die Version Sprint in den beiden verfügbaren Motorvarianten mit 100 kW/136 beziehungsweise 162 kW/220 PS. Dank der Gewichtsreduzierung sollen jeweils kürzere Sprintzeiten drin sein. Die schwächere Elise sprintet aus dem Stand auf 100 km/h in 6,3 Sekunden, die stärkere Version namens braucht dafür 4,5 Sekunden. Für die bessere Performance der bereits bestellbaren Varianten muss man auch tiefer in die Tasche greifen: Rund 47.000 respektive 56.000 Euro kosten die Leichtbau-Elisen. (Mario Hommen/SP-X)

Sehenswert: Die offene Verkleidung in der Mittelkonsole, die den Blick auf die Schalthebelmechanik freigibt

5x Cabrios für den Sommer – Auf geht’s

Der Cabrio-Boom der letzten Jahre hat zwar etwas nachgelassen, dennoch rollt auch dieses Jahr wieder ein spektakuläres Häuflein heißer Oben-ohne-Flitzer auf uns zu. Ob Vernunft-Roadster, offenes Hypercar oder Luxus-Gefährt für Staatsoberhäupter – dieses Mal ist für wirklich jeden was dabei.

Mit dem Maybach G 650 Landaulet bietet Mercedes ein extrem luxuriöses Riesen-Cabriolet

Mercedes-Maybach G 650 Landaulet heißt ein reichlich überkandidelter Allrad-Riese, der es seinen vermutlich sehr wichtigen Fondinsassen erlaubt, sich auf First-Class-Sitzen dem Frischluft-Vergnügen hinzugeben. Und falls sie Lust dazu verspüren, können sie sich auch hinstellen und winken. Angetrieben wird das 5,35 Meter lange Dickschiff von einem 463 kW/630 PS starken V12-Motor. Angesichts dieser Muskeln mag eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h enttäuschen, doch geht es bei diesem Landaulet ums Zurschaustellen von VIPs. Rund 500.000 Euro kostet der Spaß.

Ein Schnäppchen eigentlich, wenn man den Offen-Maybach mit einem anderen V12-Hochkaräter vergleicht, der erstmalig Anfang März auf dem Genfer Autosalon die Hüllen fallen lässt: Pagani Huayra Roadster heißt der Supersportler, der mit seinen 562 kW/764 PS exakt doppelt so schnell wie der zuvor erwähnte Landaulet fahren kann. Dafür muss man auch mehr als das Fünffache zahlen. Wer jetzt erst zuschlagen will, kommt allerdings zu spät, denn die lediglich 100 geplanten Exemplare sollen bereits vergeben sein.

Eine interessante Variante vom MX-5 hat Mazda frisch in den Markt gebracht. Das RF genannte Modell ist Sportcoupé und Roadster in einem

Im Cabriolet-Alltag sind ohnehin meist andere Werte gefragt als das absurde Dynamik-Potential eines Huayra. Im Vergleich dazu bietet die Neuauflage des offenen Audi A5 gediegene Gemütlichkeit reinsten Wassers. Ab 44.000 Euro geht es los. Dafür bekommt man einen alltagstauglichen Viersitzer mit vollelektrischem Akustikstoffverdeck, ordentlichem Kofferraum und einer Menge Annehmlichkeiten, für die Audi allerdings auch stolze Preise abruft. Deftig kann auch der Vortrieb sein, denn zumindest im S5 geht es mit 260 KW/354 PS ziemlich spritzig zur Sache. Alternativ sind noch eine Reihe vernünftiger Diesel- und Benzinmotoren im Programm.

Ebenfalls dieses Jahr geht die Neuauflage des Mercedes E-Klasse Cabriolet an den Start

So ziemlich in die gleiche Kerbe wie der A5 schlägt auch die offene E-Klasse, die sich ebenfalls vor allem als geschmeidiger Komfortcruiser für den Alltag und Familie empfiehlt. Der im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsene Benz kann jetzt sogar Fondgästen ausreichend viel Beinfreiheit bieten. Ein vollelektrisches, dreilagiges Akustikverdeck versteht sich fast von selbst. Und damit die Insassen die Frischluft-Freuden auch bei kälteren Außentemperaturen entspannt genießen können, sind Extras wie das ausfahrbare Windschott hinter den Rücksitzen, ein Aircap-Spoiler über der Frontschiebe oder die Nackenheizung Airscarf bestellbar. Mit der Zahl der Extras steigt auch der Preis des in der Basis gut 50.000 Euro teuren E-Klasse Cabriolets deutlich in die Höhe.

Im Frühjahr 2017 startet auch die zweite Auflage des Audi A5 Cabriolet

Wem die deutschen Komfort-Cabrios zu teuer sind, sollte alternativ einen Blick auf den gut 30.000 Euro teuren Mazda MX-5 RF werfen. Die Basis, der Roadster MX-5, ist bereits hinlänglich bekannt, doch mit dem RF ist eine spannende Alternative zum Stoffdach frisch in den Markt gestartet. Das Kürzel steht für Retractable Fastback, also „einziehbares Fließheck“. Hierbei fährt das hintere Dachteil ein wenig zurück und die beiden oberen Stücke der dreigeteilten Hardtop-Haube legen sich samt Heckscheibe hinter den Rücksitzen unter einer Abdeckung ab. Ist der MX-5 RF geschlossen, sieht er aus wie ein Sportcoupé. Und so fährt sich der kleine Kurvenfeger dann auch. (Mario Hommen/SP-X)

Pagani Huayra Roadster – Ciao, Flügeltüren

2011 sorgte Pagani auf dem Genfer Autosalon mit der Präsentation des Flügeltürers Huayra für Aufsehen. Exakt sechs Jahre später kommt nun die Roadster-Version an den Lac Léman. Die bietet für knapp 2,7 Millionen Euro ein Höchstmaß an Exklusivität, atemberaubende Performance und zwei abnehmbare Dächer. Denen fielen allerdings die Flügeltüren zum Opfer.

Mit spektakulären Flügeltüren ist es beim Huayra Roadster vorbei

Die beim Huayra Roadster konventionell angeschlagenen Portale bieten allerdings auch Vorteile, denn in Tiefgaragen drohen die Türen nicht mehr an die Decke zu stoßen. Außerdem spart die offene Konstruktion Gewicht ein, denn mit 1.280 Kilogramm unterbietet der Oben-ohne-Flitzer das Coupé gleich um 80 Kilogramm.

Nur 1.280 Kilogramm soll der offene V12-Renner auf die Waage bringen

Entsprechend leichtes Spiel wird das V12-Biturbo-Triebwerk von Mercedes-AMG haben, das 562 kW/764 PS und 1.000 Newtonmeter über eine Siebengang-Automatik und ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial auf die mächtigen 21-Zoll-Pirellis an der Hinterachse loslässt. Fahrwerte nennt Pagani noch nicht, doch dürfte der Roadster ähnlich schnell wie der geschlossene Huayra sein. Die Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h wird also knapp über drei Sekunden betragen, die Höchstgeschwindigkeit bei mindestens 360 km/h liegen.

764 PS und 1.000 Newtonmeter Drehmoment dürften die 21-Zoll-Räder an der Hinterachse mächtig unter Druck setzen

Offen wird man sich allerdings wohl kaum in solche Geschwindigkeitsregionen vorwagen. Um sich vor dem Fahrtwind zu schützen, bietet der Huayra Roadster gleich zwei Dachvarianten. Neben einem im Fahrzeug verstaubarem Notstoffdach gibt es auch ein Carbon-Hardtop mit Glaseinsatz, welches man allerdings demontiert nicht im Fahrzeug unterbringen kann.

Beim Hardtop handelt es sich um eine Carbon-Konstruktion mit großflächigem Glaseinsatz

Doch bei Pagani legt man weniger Wert auf längsdynamische Rekordmarken, als vielmehr auf Kurvenperformance. Diese sollen unter anderem speziell abgestimmte Pirelli-Reifen garantieren, die bis zu 1,8 g Querkräfte aufbauen können. Zudem gibt es Carbon-Keramik-Stopper mit 380er-Scheiben vorne und hinten. Darüber hinaus verfügt die Carbon-Titan-Flunder über ein Fahrdynamiksystem, bei dem sich wahlweise die fünf Modi Regen, Komfort, Sport, Rennen und „ESC aus“ einstellen lassen.

100 Huarya Roadster wird Pagani in seiner kleinen Manufaktur im norditalienischen San Cesario sul Panaro bauen. Die Auflage soll bereits ausverkauft sein. (Mario Hommen/SP-X)

Jannarelly Design-1 mit Hardtop – Kuriose Dachkonstruktion

Ende 2015 hat die neue Sportwagenschmiede Jannarelly mit dem Design-1 einen besonders puristischen Mittelmotor-Roadster mit sehenswerter Retro-Optik vorgestellt. Bislang wurde nur eine offene Version vorgestellt, bei der die Insassen weitgehend schutzlos den Elementen ausgesetzt sind. Jetzt zeigt Jannarelly außerdem eine Hardtop-Variante mit großer Windschutzscheibe.

Jannarelly will seinen Roadster Design-1 auch mit Hardtop anbieten

Wie das gesamte Fahrzeug ist auch diese Dachkonstruktion etwas eigenwillig geraten. Die Carbon-Haube besteht aus A-Säulen, Seitenfenstern und dem Dach. Angeschlagen ist das Teil jeweils links und rechts neben der Windschutzscheibe und als Ganzes nach vorne und oben klappbar. Beim Öffnen bleibt die Windschutzscheibe stehen, zusätzlich gibt es flache Seitentüren, die sich öffnen lassen. Dennoch sieht es so aus, als müssten sich Passagiere beim Einsteigen etwas klein machen und zudem vorsichtig sein.

Optisch macht der Jannarelly Deisgn-1 auch mit Hardtop einiges her

Im geschlossenen Zustand fügt sich das Double-Bubble-Dach schick in das kurvenreiche Design des Jannarelly-Roadsters ein. Auch die Hardtopversion versprüht dabei viel 60er-Jahre-Flair und sieht zudem ziemlich schnell aus. Schnell ist der Design-1 jedenfalls, denn sein 3,5-Liter-V6-Benzinmotor ermöglicht mit seinen rund 300 PS eine Sprintzeit in knapp 4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. In der Hardtop-Version dürfte man diese Geschwindigkeit auch tatsächlich nutzen können.

Der Jannarelly versprüht viel 60er-Jahre-Flair

Produziert wird der Design-1 wohl in Dubai und für rund 77.000 Euro auch in Europa angeboten. (Mario Hommen/SP-X)

Den Jannarelly wird man auch mit einer großen Frontscheibe bekommen

Mercedes Sondermodelle für SL und SLC – Fesch in den Frühling

Seine Roadster-Modelle bietet Mercedes ab sofort auch in den Ausstattungen Red Art (SLC) und Designo Edition (SL) an. Die in Hinblick auf Optik und Ausstattung aufgewerteten Varianten starten bei rund 39.000 respektive 117.000 Euro.

Als Sondermodell Designo Edition bietet der Mercedes SL im Innenraum einige Akzente in Weiß

Für den kleineren Roadster SLC hat Mercedes das Ausstattungspaket Red Art Edition aufgelegt, dass unter anderem einen Hauch mehr Dynamik in die Außenoptik bringt. Es stehen acht Außenfarben zur Wahl. Exklusiv ist eine Dsigno-Lackierung in Mattsilber bestellbar. Speziell für den SLC 43 AMG ist zusätzlich ein grauer Designo-Mattlack erhältlich. Alle Red-Art-Edition-Modelle zeichnen sich durch Rotakzente in der Außenhaut aus. Die Kontrastfarbe findet sich unter anderem bei Frontsplitter, Kühlergrill oder einer Zierleiste im Heckdiffusor wieder.

Außerdem gibt es den Mercedes SLC als Sondermodell Red Art Edition

Hinzu kommen 18-Zoll-Räder im Doppelspeichendesign sowie größere und gelochte Bremsscheiben vorne. Im Innenraum gibt es eine exklusive Lederausstattung in Schwarz mit roten Ziernähten, zudem sind Sitz- sowie die Kopfraumheizung Airscarf an Bord. Grundsätzlich ist die Red Art Edition auch mit dem Ausstattungspaket AMG-Line kombinierbar, was einen noch sportlicheren Auftritt erlaubt. In der Basismotorisierung SLC 180 kostet die Red Art Edition rund 39.000 Euro, für die Topversion SLC 43 AMG werden rund 62.000 Euro aufgerufen.

Neben dem Außendesign hat Mercedes auch den Innenraum des SLC Red Art Edition mit Rotakzenten aufwertet

Gut 55.000 beziehungsweise 75.000 Euro mehr muss man für die Modelle SL 400 respektive SL 500 in der Designo Edition bezahlen. Das Sondermodell bietet eine Außenlackierung in Metallicblau, AMG-Schmiederäder (19 oder 20 Zoll) sowie einige farbliche Sonderakzente im Innenraum, wie etwa Sicherheitsgurte und Zierelemente in Weiß. Zudem gehören zum Designo-Paket Komfortdetails wie etwa der Multikontursitz mit Klimatisierung und Massagefunktion, Airscarf sowie das Fahrassistenz-Paket, das unter anderem Abstandstempomat sowie Spurhalte- und Totwinkel-Assistent bietet. (Mario Hommen/SP-X)

Mazda MX-5 RF – Der Roadster wird zum Targa

Mazda stellt seinem Stoffdach-Roadster MX-5 eine Version mit faltbarem Hardtop zur Seite. Die neue Allwetter-Variante mit dem Namenskürzel RF (Retractable Fastback) startet im Februar zu Preisen ab rund 30.000 Euro.

Auch in der Vorgängergeneration gab es bereits einen MX-5 mit festem Klappdach. Doch dort hatten die Designer lediglich die Stoffhaube durch eine feste Mütze ersetzt, nun kreierten sie fast schon ein eigenständiges Fahrzeug: Der MX-5 RF geht eher als Targa durch denn als Roadster. Gleitet der Mittelteil des Daches hinter die Sitze, bleiben die B-Säulen stehen, was für eine eigenständige Silhouette sorgt.

Der Vorteil dieser Konstruktion: Anders als bei vielen Klappdach-Cabrios bleibt das Kofferraumvolumen beim Öffnen unverändert. Der RF schluckt, wie das Soft-Dach-Modell, 130 Liter Gepäck. Nur beim Gewicht hat der Neue das Nachsehen, 40 Kilogramm muss er mehr schleppen als die klassische Variante. Fahrwerk und Lenkung würden für das neue Modell daher ein wenig angepasst.

Während es für den Stoffdach-Roadster zwei Motoren zur Wahl gibt, bietet Mazda den Klappdach-MX-5 in Deutschland ausschließlich mit dem stärkeren 2,0-Liter-Benziner an, der 118 kW/160 PS zur Verfügung stellt. Für mehr Komfort kann beim RF das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe durch eine sechsstufige Automatik ersetzt werden.

(Holger Holzer/SP-X)

NAIAS 2017: Erweiterung des Mercedes-AMG GT Programms

„Let´s go to Detroit“, heißt es in einem meiner Lieblingsfilme – „Out of Sight“. Man mag über den Streifen sagen was man will, aber der Satz stimmt in diesem Jahr, wie selten. Neben der Modellpflege des Kompakt-SUV Mercedes-Benz GLA zeigen die Stuttgarter auf der NAIAS 2017 in Detroit die Auffrischung des Mercedes-AMG GT. Und sich diesen Boliden aus der Nähe anzusehen lohnt sich wirklich, schließlich sprechen wir hier von mehr als ein reines Facelift: Der Parade-Sportler wird um den Mercedes-AMG GT C ergänzt, der zwischen AMG GT S und AMG GT R positioniert wird. Zu viel Buchstaben-Wirrwarr? Wir bringen Licht ins Dunkel! Read more

Abarth 124 Spider – Im Winter kaufen, im Sommer zahlen

Mit speziellen Finanzierungskonditionen will Fiat im Winter den Verkauf des Roadster Abarth 124 ankurbeln. Bis Ende Januar gibt es den Zweisitzer mit Stoffverdeck ohne Anzahlung und mit sechs Monaten Ratenfreiheit. Der effektive Jahreszins beträgt knapp fünf Prozent, die erste Rate liegt bei 630 Euro, anschließend werden 40 Mal 600 Euro fällig. Wer sein Altauto in Zahlung gibt, erhält außerdem einen Rabatt in Höhe von 2.250 Euro. Der Listenpreis für den Abarth 124 – der Sportversion des Fiat 124 – startet bei 40.000 Euro. Für den Antrieb sorgt ein 125 kW/170 PS starker 1,4-Liter-Turbomotor. (Holger Holzer/SP-X)

10 Freie Radikale – Diese Autos bieten puren Spaß

Autos werden sich immer ähnlicher, fahren fast schon von selbst und schirmen die Insassen zunehmend von der Außenwelt ab. Fahrspaß, vor allem der puristische, bleibt da zunehmend auf der Strecke. Wohl auch deshalb ist das Angebot an radikal reduzierten Fahrmaschinen, die oft nur Motor, Fahrwerk, Lenkrad und einen Sitz bieten, stark gestiegen. Die Auswahl extremer Renner mit Straßenzulassung ist jedenfalls größer denn je.

Radikalster unter den Radikalen und bereits ein Klassiker ist der Ariel Atom, der vor allem durchs Weglassen jeglicher Verkleidung auffällt. Wie auf einem Motorrad ist hier der Fahrer den Elementen ausgesetzt, wie Jeremy Clarkson einst auf einer Testfahrt mit entgleitenden Gesichtszügen eindrucksvoll demonstrierte. In ihrer gut zehnjährigen Geschichte hat die kleine englische Manufaktur schon eine Reihe von Antrieben verwendet. Derzeit sorgt im Standardmodell ein Zweiliter-Benziner von Honda mit 183 kW/248 PS für einen mehr als souveränen Vortrieb. Knapp über drei Sekunden dauert der Standardsprint mit 500 Kilogramm leichten Federgewicht. Über 230 km/h sind möglich, wenn man sich traut. Einen Preis gibt es nur auf Anfrage, doch für ein neues Fahrzeug sollte man rund 50.000 Euro einplanen.

Ein absoluter Klassiker der Radikalen ist der Caterham Seven. Nächstes Jahr feiert die Konstruktion ihren 60igsten Geburtstag. In den 1950er-Jahren ging es los als Lotus Seven, seit 1973 hat Caterham Cars offiziell die Rechte an der legendären Chapman-Konstruktion. Mittlerweile bieten die Briten mit dem 165 einen überaus günstigen Einstieg ist die Seven-Welt: 24.000 Euro kostet das 81 PS starke Basismodell, das eine Sprintzeit auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden erlaubt. Es geht aber auch schneller und teurer: Der 620 R leistet über 300 PS und kostet knapp 60.000 Euro.

Bereits seit mehr als 30 Jahren im Geschäft: Die holländische Sportwagenschmiede Donkervoort
Bereits seit mehr als 30 Jahren im Geschäft: Die holländische Sportwagenschmiede Donkervoort

Neben Caterham gibt es noch eine Reihe weiterer kleiner Hersteller, die den Seven in ähnlicher Form nachbauen. Einen sehr aufwändigen und besonders brutalen Ansatz verfolgt hierbei seit über 30 Jahren die holländische Firma Donkervoort. Jüngste Eskalationsstufe ist der D8 GTO, dessen 280 kW/380 PS starker 2,5-Liter-Benziner von Audi eine Sprintzeit von 2,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h erlaubt. Ähnlich hoch wie die Fahrleistungen sind die Preise: Hier sollte man mit mindestens 140.000 Euro rechnen.

Es geht übrigens noch klassischer und selbstredend noch englischer: Mit dem Threewheeler hat Morgan eine bereits über 100 Jahre alte Grundkonstruktion im Jahr 2012 wiederbelebt und mit moderner Technik zurück auf die Straße gebracht. Optisch wirkt das dreirädrige Leichtbautorpedo tatsächlich wie ein Oldtimer, doch dank des 60 kW/82 PS starken V2 vom Harley-Zulieferer S&S kommt das 500-Kilo-Gefährt so schnell wie ein moderner Sportwagen voran: Nur sechs Sekunden dauert der 100-km/h-Sprint, maximal sind 185 km/h möglich. Preis: rund 45.000 Euro.

Vor zehn Jahren begann bei KTM mit dem X-Bow die Ära des Autobaus
Vor zehn Jahren begann bei KTM mit dem X-Bow die Ära des Autobaus

Sehr radikal und sehr modern kommt der X-Bow von KTM daher. Die österreichische Motorradschmiede entwickelte vor zehn Jahren die Idee, ein Ready-to-Race-Auto in Kooperation mit dem Formel-Fahrzeugbauer Dallara auf die Straße zu bringen. Dort sieht man den X-Bow allerdings selten, da er sich vor allem auf Rennstrecken tummelt. Für den Track-Einsatz ist der X-Bow jedenfalls gut gerüstet. In seiner schärfsten Version, 200 kW/300 PS stark, ist der Standardsprint in unter vier Sekunden abgehakt, maximal sind 231 km/h möglich. Rund 85.000 Euro muss man allerdings für den Carbon-Feger erübrigen können.

Die Grundkonstruktion des Morgan Threewheeler ist schon über 100 Jahre alt. Seit 2012 wird das Dreirad wieder gebaut
Die Grundkonstruktion des Morgan Threewheeler ist schon über 100 Jahre alt. Seit 2012 wird das Dreirad wieder gebaut

An KTM finanziell beteiligt ist übrigens der kanadische Schneemobil-Spezialist Polaris, die seit 2015 mit dem Slingshot einen höchst interessanten Staubaufwirbler im Programm hat. Wie beim Morgan Threewheeler handelt es sich beim Slingshot um ein Dreirad – vorne mit zwei, hinten mit einem Rad. Angesichts der 760 Kilogramm hat der 2,4-Liter-Benziner mit seinen 129 kW/175 PS leichtes Spiel. 5,9 Sekunden soll der Sprint dauern, maximal sind 190 km/h drin. Doch vor allem der Preis ist heiß: Rund 30.000 Euro soll ein Neufahrzeug kosten, das zudem noch so lobenswerte Errungenschaften wie ABS und ESP bieten kann.

Kostet keine 30.000 Euro: Der Slingshot von Polaris
Kostet keine 30.000 Euro: Der Slingshot von Polaris

Die britische Firma BAC bietet mit dem Mono seit kurzem ein Formel-Feger mit Straßenzulassung an. Der nur 580 Kilogramm leichte Einsitzer wird von einer gut 310 PS starken 2,5-Liter-Maschine in weniger als drei Sekunden auf Tempo 100 katapultiert und fährt bis zu 273 km/h schnell. Dafür werden allerdings auch fast 180.000 Euro fällig. Ein Vorteil der Konstruktion des Mono: Der Käufer muss sich nicht mit einem klassischen Problem britischer Importe herumärgern, denn es gibt ihn weder als Links- noch als Rechtslenker, da sich das Volant in der Mitte befindet.

Immerhin zwei Sitze bietet ein ebenfalls knusperleichtes und nach oben offenes Lustmobil aus Mexiko namens Vuhl 05. Der Roadster bringt es dank Aluminium-Chassis und CFK-Karosserie auf schlappe 725 Kilogramm. Ein Zweiliter-Benziner von Ford wirft gut 290 PS in den Vortrieb, was eine Sprintzeit von 3,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h ermöglicht. Preis: rund 90.000 Euro.

Extrem stark, extrem leicht: Der Rp1 von Elemental wiegt unter 600 Kilo und leistet über 300 PS
Extrem stark, extrem leicht: Der Rp1 von Elemental wiegt unter 600 Kilo und leistet über 300 PS

Leicht und schnell sind immer auch steigerungsfähige Adjektive, wie die junge englische Sportwagenmanufaktur Elemental mit dem Rp1 beweist. Der superflache Zweisitzer soll gerade einmal 580 Kilogramm auf die Waage bringen und dank 324 PS in lediglich 2,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und 265 km/h schnell werden. Preis: rund 90.000 Euro.

Ein Klassiker der radikalen Spaßmobile mit Straßenzulassung: Ariel Atom
Ein Klassiker der radikalen Spaßmobile mit Straßenzulassung: Ariel Atom

Mit dem Radical SR3 SL kommt eine weitere Leichtbau-Superflunder aus England. Eigentlich handelt es sich um einen Rennwagen, der als reines Track-Toy gedacht war, den man mittlerweile aber auch mit Straßenzulassung bekommen kann. In dieser Version sorgt ein 179 kW/243 PS starker Zweiliter-Benziner von Ford für Vortrieb, der einen Sprint in 3,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 erlaubt. Maximal sind 266 km/h möglich. Preis: rund 85.000 Euro.

Viel PS, wenig Gewicht: Der nur 900 Kilogramm leichte Lotus 3-Eleven kann mit seiner V6-Maschine über 400 PS in den Vortrieb werfen
Viel PS, wenig Gewicht: Der nur 900 Kilogramm leichte Lotus 3-Eleven kann mit seiner V6-Maschine über 400 PS in den Vortrieb werfen

Last but not least: Der Lotus 3-Eleven, dem seine britischen Konstrukteure einen mächtigen 3,5-Liter-V6-Motor mit 416 PS eingepflanzt haben. Damit soll der rund 900 Kilogramm schwere Einsitzer den Sprint auf 100 km/h in 3,4 Sekunden ermöglichen und bis zu 280 km/h schnell werden. Preis rund 110.000 Euro. Lotus bietet auch eine reine Rennversion an, die weniger wiegt und mit 466 PS deutlich mehr leistet und damit sogar 290 km/h fahren kann. (Mario Hommen/SP-X)

Rezvani Beast Alpha – Turbokracher mit tollkühnen Türen

Seit 2015 bietet die noch junge amerikanische Sportwagen-Manufaktur Rezvani mit dem Beast einen spektakulären Roadster an. Jetzt hat Rezvani sein Angebot um eine Coupé-Variante namens Beast Alpha erweitert, die als schrullige Besonderheit sogenannte Sidewinder-Türen bietet.

Als Besonderheit bietet der Rezvani Beast Alpha sogenannte Sidewinder-Türen
Als Besonderheit bietet der Rezvani Beast Alpha sogenannte Sidewinder-Türen

Die Türen sind nicht unbedingt praktisch, dafür sehen sie in jedem Fall spektakulär aus
Die Türen sind nicht unbedingt praktisch, dafür sehen sie in jedem Fall spektakulär aus

Was man den spektakulär gezeichneten Rezvani-Modellen nicht ansieht, ist ihre technische Basis: Unter der dramatisch inszenierten, scharfkantigen Kunststoffhaut steckt nämlich ein Ariel Atom. Mit dem Alpha will Rezvani komfortorientierte Kunden locken, denn der bisherige Roadster ist fast so puristisch wie seine technische Basis. Das neue Modell bietet ein abnehmbares Targadach, Ledersitze, eine Klimaanlage, Airbags und bereits erwähnte Sidewinder-Türen. Letztere zeichnen sich durch einen ungewöhnlichen Mechanismus aus: Will man einsteigen, muss man die Portale zunächst seitlich herausziehen und anschließend nach vorne schieben.

Mit dem Beast Alpha bietet Rezvani nun auch ein Modell mit Dach
Mit dem Beast Alpha bietet Rezvani nun auch ein Modell mit Dach
Im Vergleich zum offenen Beast bietet das Rezvani-Coupé Alpha einen komfortablen Innenraum
Im Vergleich zum offenen Beast bietet das Rezvani-Coupé Alpha einen komfortablen Innenraum
Angetrieben wird der Rezvani Beast Alpha von einem 500 PS starken Honda-Motor
Angetrieben wird der Rezvani Beast Alpha von einem 500 PS starken Honda-Motor

Antriebstechnisch sind Alpha und der offene Roadster identisch. Auch in der Coupéversion steckt ein 2,4-Liter-Benzinmotor von Honda, der es dank Turboaufladung auf 368 kW/500 PS bringen soll. Da der Zweisitzer nur 884 Kilogramm auf die Waage bringt, kann er in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 96 km/h sprinten. Für solche Fahrleistungen muss man etwas tiefer in die Tasche greifen: 200.000 US-Dollar kostet der Alpha, was umgerechnet rund 190.000 Euro entspricht. (Mario Hommen/SP-X)

Mazda MX-5 RF – Zum Start ein Sondermodell

Wie schon beim alten MX-5 wird Mazda von der neuen Generation des Roadsters eine Version mit faltbarem Hardtop namens RF (Retractable Fastback) anbieten. Vor der offiziellen Markteinführung im Februar 2017 startet am 1. Dezember 2016 der Vorverkauf. Neben der Möglichkeit, beim Händler eine Vorbestellung abzugeben, kann außerdem optional ein auf 250 Stück limitiertes Sondermodell namens Ignition reserviert werden – allerdings ausschließlich übers Internet.

Auf Knopfdruck lässt sich das faltbare Hardtop des Mazda MX-5 RF öffnen
Auf Knopfdruck lässt sich das faltbare Hardtop des Mazda MX-5 RF öffnen

Das Sondermodell Ignition zeichnet sich durch eine umfangreiche Ausstattung aus. Zu den Besonderheiten zählen unter anderem eine Metallic-Lackierung in Rubinrot oder Matrixgrau, schwarze 17-Zoll-Räder sowie Recaro-Sportsitze mit Leder-Alcantara-Bezügen. Einzig verfügbarer Antrieb für den RF ist ein Benziner mit 118 kW/160 PS, der im Fall des Ignition ausschließlich in Kombination mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten wird.

Wer sich einen dieser 250 Sonder-MX-5 im Targa-Format sichern will, kann sich ab 1. Dezember online dafür registrieren lassen. Anschließend muss der Kaufinteressent allerdings bei einem Mazda-Händler einen Kaufvertrag unterschreiben und eine Reservierungsgebühr von 1.000 Euro zahlen, die dann auf den Kaufpreis von rund 36.000 Euro angerechnet wird. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge soll ab Mai 2017 beginnen.

Das auf 250 Exemplare limitierte MX-5-Sondermodell RF Ignition bietet viel Alcantara im Innenraum. Kostenpunkt: 36.000 Euro
Das auf 250 Exemplare limitierte MX-5-Sondermodell RF Ignition bietet viel Alcantara im Innenraum. Kostenpunkt: 36.000 Euro

Wer es eiliger hat, kann alternativ eine unlimitierte Version des Mazda MX-5 RF ebenfalls ab 1. Dezember direkt beim Händler bestellen. Hier starten die Preise ab rund 30.000 Euro für die Variante mit der Basisausstattung Exclusive-Line. In der höheren Ausstattung Sports-Line kostet der RF 32.000 Euro. Allein dafür ist auch ein Automatikgetriebe verfügbar, das 1.900 Euro kostet. Die Auslieferung der MX-5 RF soll bereits im Februar 2017 beginnen. (Mario Hommen/SP-X)

Mazda MX-5 – Sportprogramm für den Roadster

Mazda hat ein Sport-Ausstattungspaket für den MX-5 geschnürt. Neben Leder-Alcantara-Sportsitzen von Recaro und Bilstein-Stoßdämpfern zählt zum Umfang eine Domstrebe im Motorraum, die die Karosseriesteifigkeit des Roadsters erhöht. Das 1.800 Euro teure Paket ist ausschließlich für die 118 kW/160 PS starke Variante in der Top-Ausstattungslinie „Sports Line“ zu haben, die für 26.400 Euro in der Preisliste steht.

Bei anderen Varianten des Zweisitzers gibt es zumindest etwas Neues. So ist ab der zweithöchsten Ausstattungslinie „Exclusive-Line“ nun ein Technik-Paket mit Spurwechselassistent, Einparkhilfe und dynamischem Kurvenlicht zu haben. Der Preis beläuft sich hier auf 750 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat 124 Spider America Limited Edition – Hommage an ein Geburtstagsgeschenk

Fiat legt den 124 Spider als Sondermodell „American Limited Edition“ auf. Der ausschließlich in Bronzebraun-Metallic lackierte Roadster tritt mit hellbraunen Ledersitzen, silbernen Außenspiegelkappen und einem goldfarbenen 124-Logo im Kühlergrill in die Fußstapfen des Fiat 2000 Spider Limited Edition, der 1980 als Sondermodell zum 50. Geburtstag des Designstudios Pininfarina gebaut wurde. Zur Ausstattung zählen unter anderem eine Bose-Audioanlage, Navigationssystem und Klimaautomatik, den Antrieb übernimmt ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS, der wahlweise mit Handschaltung oder Sechsgangautomatik zu haben ist. Die Preise starten bei 31.990 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Großes Kino: Mazda auf dem internationalen Filmfest in Rom

Bereits zum vierten Mal jährt sich die Kooperation von Mazda und dem internationalen Filmfest in Rom. Dort werden, in historischer Kulisse, neben herausragenden Filmen auch aktuelle Mazda Modelle zu finden sein. Allen voran der neuen Mazda MX-5 RF, der Fastback-Roadster. Zudem haben die Japaner ein Autokino für bis zu 100 MX5-Fans arrangiert, die aus aller Herren Ländern anreisen. Insgesamt finden bis zu 800 Personen Platz auf dem Filmfest und können großes Kino auf 30 Leinwänden erleben. Start ist am 13. Oktober in der ewigen Stadt.

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Detailfotos: Mercedes-AMG GT C Roadster

Das ist keine Sitzprobe, denn sowas bringt dem Leser überhaupt nichts. Sitzproben sind Zeitverschwendung. Wenn man wissen will, was ein Auto kann, dann fährt man es. Wenn man wissen will wie ein Auto aussieht, reichen Fotos. Ohne Autor, ohne Redakteur. Einfach nur das Produkt der Begierde. Und hier ist es. Der neue Mercedes-AMG GT C Roadster. Fotos von der offiziellen Weltpremiere aus Paris.

Mercedes-AMG GT C Roadster – Die Mega-Galerie

Gewinnspiel: Mit Zero Touch zum Traumcabrio

Der Mercedes-Benz SL: Der Inbegriff von Luxus und Eleganz. Egal ob der SL 190 von 1955 oder die aktuelle Generation – was sie eint sind klassische Roadster-Proportionen, bei gleichzeitigem Verzicht auf die Abstriche eines knorrigen Sportwagens. Es ist immer etwas Besonderes gewesen, den komfortablen Stuttgarter sein Eigen zu nennen. Schließlich stellt er ein wichtiges Stück automobiler Zeitgeschichte dar. So wie das Mercedes-Benz SL vom Typ R107.

Einmal wie Bobby Ewing in der Kultserie der 1980er Jahre mit einem SL durch die Lande ziehen: Dallas. Ein dicker V8 unter der filigran-langen Motorhaube, das Geblubber des V8 im Rücken und die Freiheit, die einem in Form des Fahrtwinds durch die Mähne weht. Herrlich! Und unbezahlbar. Gute Exemplare kosten heute gerne 40.000 Euro – wenn nicht sogar mehr. Und wenn man dann bedenkt, dass man einen solchen Schatz nicht unbedingt als Daily Driver halten kann – das kann schon zu Magenverstimmungen führen.

zero-touch-infos
Hier geht es zum Gewinnspiel
Mercedes-Benz Typ 380 SL (1980 bis 1985), Baureihe 107. Insgesamt wurde die Baureihe von 1971 bis 1989 gebaut. ; Mercedes-Benz type 380 SL (1980 – 1985) of the 107 series. Overall, the series was built from 1971 to 1989.;
Der Mercedes-Benz SL vom Typ R107 – Dank seiner zeitlosen Linienführung ein begehrter Klassiker

Das muss gar nicht sein: Logitech verlost bei seinem Gewinnspiel zum Zero Touch System einen der 80er-Jahre-Klassiker – und der braucht sich nicht zu verstecken. Der Mercedes-Benz SL vom Typ R107 kommt in einem Top Zustand und zieht sofort die Blicke auf sich. Die kultige Farbkombination Rauchsilber in Verbindung mit der braunen Volllederausstattung zeugt ebenso von Stil, wie der sahnige Lauf des 3,8 Liter Achtzylinders unter der Haube. Für souveränes Vorankommen sorgen dabei die 218 Pferdchen unter der Haube des Luxus-Cabriolets. Wie es sich gehört, wird so ein Prachtstück mit einem filigranen Holzlenkrad gesteuert.

Zugelassen wurde der Klassiker um Juli 1986 und ist damit bereit für das begehrte Histoy-Kennzeichen. Das belegt auch das Oldtimer Wertgutachten, das natürlich inklusive ist. Hier ist auch der unglaublich niedrige Original-Kilometerstand vermerkt: Lediglich 50.000 Kilometer hat das Traum-Cabrio während seines 30 jährigen Lebens gesammelt. Wenn man sich einmal vorstellt, dass das nicht mal 1.700 Kilometer pro Jahr sind, darf man sich auf ein besonders gut erhaltenes Exemplar freuen.

Mercedes-Benz SL der Baureihe 107 (1971 bis 1989). ; Mercedes-Benz SL of the 107 series (1971 – 1989).;
Ein Hard Top ist beim Gewinn-SL natürlich mit dabei – aber für echte Schneefahrten ist er doch viel zu schade, oder?

Nicht gegeizt hat Logitech auch bei der zusätzlichen Ausstattung: Mit dabei ist unter anderem auch ein Hard Top. Das braucht man zwar für den Winter, aber solch einen Schatz bewegt man doch nicht mehr auf stark gestreuten Straßen, oder? Wie dem auch sei: Das bleibt einem glücklichen Gewinner überlassen. Bis zum 30. September kann man noch teilnehmen und sich die Chance auf den SL vom Typ R107 sichern.

Für den nötigen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen hat Logitech natürlich sein Zero Touch System ebenfalls im Gewinn-SL 380 installiert. So kann man das Beste aus zwei Welten kombinieren: Die klassische Formgebung und den unvergleichlichen Stil des Klassikers mit der modernen Technik des Smartphones. Einfach auf die Lüftungsdüsen stecken, die App installieren und das Handy wie Bluetooth auf dem Zero Touch ablegen. Hier hält es via Magnet und bietet zahlreiche Möglichkeiten: Musik-Streaming, Navigation, Telefonieren oder eine WhatsApp-Nachricht verschicken – alles ganz einfach per Spracheingabe. Wenn das Bobby Ewing damals gewusst hätte – er hätte sicherlich vom Öl abgelassen! Howdy Cowboys!

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C, S oder R? Mit oder mit ohne Dach? Die AMG GT Familie

Paris, die Stadt der Liebe. Paris, die Stadt, in der in Kürze die Weltpremiere des Mercedes-AMG GT Roadsters gefeiert wird. Mercedes-AMG erweitert die potente Familie der Sportwagen dabei nicht nur um eine, zugegeben erwartete, Roadster-Variante, sondern auch um eine weitere Leistungsstufe. Zwischen S und R hat man noch ein C geschoben. Das macht die Sache nicht übersichtlicher, aber spannend!

Weltpremiere

Mercedes-AMG GT C Roadster (557 PS) und Mercedes-AMG GT Roadster (476 PS)

Die vier schnellen Brüder: Mercedes-AMG GT, GT S, GT C und GT R und zwei davon nun auch ohne Dach!

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Mercedes-AMGT GT Roadster (ohne C!).

Es ist eine Doppel-Premiere. Zum einen die erwartete Roadster-Variante des AMG GT. Ohne Dach wird aus dem Sportwagen ein Frischluft-Sportstudio mit dem Reiz der sexy Linienführung. Dass der Verlust eines festen Dachs den Basispreis anhebt, mag im Widerspruch zur Menge des verbauten Blechs stehen, gehört aber zum Spiel mit den Reizen. Als Mercedes-AMG GT Roadster ist der Affalterbacher Sportwagen nun endgültig zur Alternative für Käufer Zuffenhausener Sportwagenkultur erwachsen. Eine ganze AMG GT Familie ist da erwachsen. Ein weiteres Modell fehlt noch, aber dazu vermutlich in einigen Wochen ein wenig mehr.

Zwei Karosserievarianten, vier Motorisierungen. Von 476 PS bis 585 PS. Die AMG GT-Familie bietet die ultimativen Versuchungen. Während der vor kurzem präsentierte AMG GT R die derbste Ausprägung bietet, übernimmt der neue AMG GT C nun eher die Rolle des sportlichen Oberhauptes, ohne deswegen zu Exzessen zu neigen. Den GT R wird es nicht als Roadster geben, aber die AMG GT C Version ist (erst einmal) nur „oben offen“ erhältlich. So splittet sich das Modellprogramm in Kürzel auf, die auf den ersten Blick verwirren. Der fulminante 4.0 Liter V8 mit dem „Hot-V“ Bi-Turbo ist immer unter der Haube, im Roadster und im Coupe „ohne S und ohne C“ jedoch „nur“ 476 PS stark. Während es den 510 PS starken AMG GT S als Coupé gibt, ist die nächste Roadster-Stufe erst mit dem AMG GT C erreicht. Dann 557 PS stark. Diese Motorenvariante gibt es dann auch mit dem Stoffmützerl als Dach. Darüber rangiert „the green Beast“ mit 585 PS und nur als Coupé erhältlich.

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Mercedes-AMGT GT C Roadster.

Mercedes-AMG GT C – Steht das C für Competition?

Der Mercedes-AMG GT C erhält jedoch die aufgeblusterten Backen des GT R und auch dessen Hinterachslenkung, womit der GT C als GT R „light“ zu verstehen ist. Wofür das C steht? Mercedes-AMG wollte es in der Pressemeldung zum neuen Roadster nicht verraten. Fakt ist: Als Mercedes-AMG GT C Roadster steht der offene GT extrem massiv auf der Straße. Der Mercedes-AMG GT C Roadster orientiert sich bei der Fahrdynamik daher eher in Richtung Mercedes-AMG GT R. Dank seiner 577 PS und 680 Nm katapultiert er sich binnen 3.7 Sekunden auf Tempo 100 und wer es darauf anlegt, fliegt mit 316 km/h tief über die Asphaltdecke. Die „kleine“ Variante des Roadsters nimmt sich 0.3 Sekunden mehr Zeit für den Sprint und lässt es bei 302 km/h gut sein.

Egal, ob C oder nicht, beide Roadster erhalten die aktive Aerodynamik des AMG GT R. Senkrechte Lamellen in der Frontschürze, die sich öffnen und schließen lassen und so entweder mehr Kühlung oder eine bessere Aerodynamik ermöglichen.

Fahrdynamisch dürften die Unterschiede größer ausfallen, sobald es nicht mehr um die reine Längsdynamik geht. Der Mercedes-AMG GT C Roadster erbt die Hinterachslenkung des GT-R, steht auf einer breiteren Mischbereifung (265/35-19 vorne, 305/30-20 hinten), auch das aktive Hinterachs-Sperrdifferential ist im C in Serie an Bord. Die neue Leistungsstufe des Mercedes-AMG GT C Roadsters erhält auch ein angepasstes Doppelkupplungsgetriebe. Die Gesamtübersetzung ist kürzer, der siebte Gang ist kürzer, dafür ist der erste Gang länger.

Oben ohne in 11 Sekunden

Das dreilagige Stoff-Mützchen der Roadster-Varianten lässt sich bis Tempo 50 binnen 11 Sekunden öffnen. Damit sich die „Offenbarung“ des Mercedes-AMG GT nicht im Gewicht niederschlägt, bestehen Teile des Verdecks aus Aluminium und die Heckklappe wurde aus Carbon gefertigt.

Seine offizielle Premiere feiert der Mercedes-AMG GT Roadster auf dem Automobil-Salon in Paris, auf den Markt kommen wird er im Frühjahr 2017. Was die sündige Versuchung kostet? Nun, auch da orientiert sich der Affalterbacher stark in Richtung Zuffenhausen. Und suchen Sie da mal nach einem Porsche GT3 Cabriolet 😉

 

Technische Daten:

Modell GT Roadster GT C Roadster
Motor 4,0-Liter-V8, Biturbo 4,0-Liter-V8, Biturbo
Leistung 476 PS (350 kW) bei 6.000 U/min 557 PS (410 kW) bei 5.750-6.750 U/min
Drehmoment 630 Nm bei 1.700-5.000 U/min 680 Nm bei 1.900-5.750 U/min
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung, Hinterradantrieb 7-Gang-Doppelkupplung, Hinterradantrieb
0-100 km/h 4,0 s 3,7 s
Höchstgeschwindigkeit 302 km/h 316 km/h
Verbrauch 9,4 l/100 km 11,4 l/100 km
CO2-Ausstoß 219 g/km 259 g/km
Gewicht (EG) 1.670 kg 1.735 kg

 

BMW 507 – Mit prominentem Vorbesitz

Einer der legendärsten Roadster überhaupt? Klar, der BMW 507! Mit seiner betörenden Linienführung und den klassischen Roadster-Proportionen hat er seinerzeit auch einen ganz besonderen Mann um den Finger wickeln können: Elvis Presley. Kein geringerer als der King of Rock´n´Roll kaufte sich eines von insgesamt nur 254 gebauten Exemplaren während seiner Militär-Zeit in Deutschland. Lange galt das Cabrio als verschollen, doch bei einem typischen Scheunenfund tauchte der BMW 507 wieder auf. Zumindest das, was von ihm übrig war. Read more

Erste Fahrt: Fiat 124 Spider – Die Macht wird mit ihm sein

Genau 50 Jahre nach Vorstellung des ersten Fiat 124 Spider starten die Italiener das Comeback auf dem Automobilmarkt. In seinem ersten Zyklus von 1966 – 1985 fand der Roadster mit dem italienischen Dolce-Vita-Feeling weltweit ca. 197.000 Abnehmer. Davon allein in den U.S.A. über 170.000 Kunden. Der Urvater des Designs, Tom Tjaarda, kreierte damals ein zeitloses Außenkleid, das auch für die Neuauflage von 2016 Modell stand. Mit lang gezogener Motorhaube, kurzem Radstand und tief liegenden Scheinwerfern sowohl vorn als auch hinten unterstreicht er seine sportlichen Gene. Design mit Kult-Status trifft Technik der Moderne. Das war das Motto der aktuellen Designer Centro Stile aus Turin. Das Gesamtpaket bietet Fiat bereits seit Juni dieses Jahres seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist die Design- und Roadster-Ikone zu einem Basispreis von € 23.990.

Der neue Fiat 124 Spider im ersten Fahrbericht

Fiat ist zurück auf der Roadster Bühne

Seine Mitbewerber sucht er sowohl im asiatischen als auch auf dem deutschen Markt und kann ihnen selbstbewußt entgegentreten. Dort wird er nach den Loyalisten auch seine neue Kundschaft finden wollen. Markante Anleihen des historischen Vorgängers nahm man bewußt auf, um den Charakter des Spiders nicht zu verändern. Hierzu gehörten unter anderem die hexagonale Form des oberen und unteren Kühlergrills sowie die auf einer horizontalen Achse verlaufende Position der Heckleuchten. Der Blick seiner Front mit den sehr aggressiv wirkenden Front- und Nebelscheinwerfern lassen den Italiener sehr breit und bestimmend auf der Straße stehen. Dabei bleibt sein Gesamterscheinungsbild aerodynamisch und agil, was sich gerade in den Verbrauchswerten widerspiegelt. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Fiat für einen Tag ins beschauliche Rheingau ein. Dort konnten wir seine dynamischen Eigenschaften auf herrlichen Serpentinen durch die Weinberge testen.

Mediteranes Feeling mit dem 124 Spider
Mediteranes Feeling mit dem 124 Spider.

Puristisch eleganter Innenraum

Die Innenraumausstattung des Spiders ist mit hochwertigen Materialen bestückt und filigran gearbeitet. Sein Cockpit sehr puristisch, aber doch mit allen notwendigen Informationen angelegt wie dem Bordcomputer mit Durchschnittsverbrauch und Restweitenanzeige oder dem zentral sitzenden Drehzahlmesser. Alle Instrumente sind dem Fahrer zugeneigt. Highlight ist das optional erhältliche ausklappbare Navigationssystem, das sich über das  Multifunktionslenkrad bedienen lässt. Die Ledersitze nehmen Fahrer und Beifahrer sehr gut auf und geben zum sportlichen Fahren den nötigen Halt. Einzig die Beinfreiheit des Beifahrers wird durch eine verkleidete Stahlstrebe beeinträchtigt. Die Rundumsicht beim Fahren mit offenem Verdeck gibt uns das typische Roadster Gefühl. Zwar tief sitzend, aber visuell alles im Griff. Das Stoffverdeck ist manuell zu betätigen. Mit zwei einfachen Bewegungen ist es sogar in sitzender Position zu öffnen und zu schließen. Der „Kofferraum“ ist eines Roadsters würdig. Er ist ausreichend für kleinere Utensilien, aber mehr muss er auch nicht aufnehmen.

Filigran verarbeitetes Leder
Filigran verarbeitetes Leder.

Nur mit einer Motorisierung

Zum Verkaufsstart stellt der Automobilhersteller aus Turin bislang nur eine Motorisierung zur Verfügung. Den Antrieb bestreitet vorerst ein 1.4 Liter Vierzylinder MultiAir Turbomotor. Die Leistung beträgt 103 kW (140 PS), das maximale Drehmoment 240 Newtonmeter bei 2.250 Umdrehungen in der Minute. Das ergibt eine CO2-Emission von 148 Gramm. Diese Leistungsdaten beschleunigen den 124 Spider in 7,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Kombiniert wird der Euro-6 Motor mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem kompakten Hinterachsendifferenzial, das alle Kraft auf die hinten liegenden Antriebsräder leitet. Fiats Tuningpartner wird für den Herbst dieses Jahres eine Abarth Version bereitstellen, die mit einer Leistung um 170 PS aufwarten soll.

1.4 Liter MultiAir Turbomotor mit 103 kW und 140 PS
1.4 Liter MultiAir Turbomotor mit 103 kW und 140 PS.

Die Antriebskombination macht es

Das manuelle Schaltgetriebe, das wir ausreichend testen durften, macht sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend mit kurzen Schaltwegen, sportlich und agil, führt es uns quer durch die Gegend um Rüdesheim. Die von Fiat ausgesuchten Strecken meistert der Spider mit einer souveränen Leichtigkeit in Verbindung mit der elektrischen Servolenkung. Der tiefe Schwerpunkt lässt uns den Roadster ein wenig wie auf Schienen über die urbanen Straßen bewegen und wir erhalten immer wieder eine positive Rückmeldung. Der drehfreudige und zuweilen knurrige Motor trägt ebenso zum Fahrspaß bei und vermittelt uns mit seinen 240 Newtonmetern, dass immer ausreichend Kraft zur Verfügung steht. Der uns präsentierte Tiefst-Verbrauchswert von 6,4 Litern ist an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Sehr dynamische Performance
Sehr dynamische Performance.

Übersichtliche Preisliste

Den Einstieg ins neue Roadster Feeling bestreitet die Basisversion, der Fiat 124 Spider mit einem Listenpreis von € 23.990. Im Serienpaket enthalten liefern die Italiener Klimaanlage, Radio mit 3-Zoll-Display und 4 Lautsprecher, Duplex-Auspuffanlage, 16-Zoll-Leichtmetallbereifung, Lederlenkrad, Motor Start-Stopp-Knopf, Überrollbügel schwarz lackiert sowie Geschwindigkeitsregelanlage und elektrische Fensterheber. Zur Aufwertung bietet man nur noch eine Ausstattungsvariante „Lusso“ an. Für einen Preis von € 26.490 sind zusätzlich Ledersitze, Sitzheizung, 17-Zoll-Leichtmetallbereifung, Nebelscheinwerfer und Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar enthalten. Mit vier optionalen Ausstattungspaketen leistet Fiat eine Individualisierung des Spiders. Es können bestellt werden ein Radio-Paket (€ 1.000 – Fiat Connect 7’’ Touchscreen MP3 Radio mit Controller in der Mittelkonsole, Bluetooth, 2 USB Anschlüsse, Digitaler Audioempfang DAB), ein BOSE Soundsystem (€ 700 – Rundum Lautsprecher der Marke BOSE mit Verstärker), ein Premium-Paket (€ 1.000 – Rückfahrkamera, Keyless Entry & Go, Navigationssystem) und last but not least ein Sicht-Paket (€ 1.500 – LED-Frontscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, dynamisches Kurvenlicht, automatische Leuchtweitenregelung, Licht- und Regensensor, Scheinwerfer-Reinigungsanlage).

Faszination pur - Fiat 124 Spider
Faszination pur – Fiat 124 Spider.

Beim Fiat 124 Spider sind Design und Fahrspaß die ersten beiden Kaufgründe. Beim Roadster-Kauf ist der kleine Italiener die absolute Alternative

Text und Bild: Stefan Beckmann