Opel Crossland X – Frankophiler Rüsselsheimer

Crossover: Ein Wort, an das wir uns mittlerweile gewöhnt haben. Fahrzeugklassen verschwimmen immer mehr und gehören eigentlich der Vergangenheit an. Gebaut wird das, von dem man glaubt, dass es dem Käufer schmecken wird, Schubladen bleiben einfach geschlossen. Der Opel Crossland X pfeift auf sie genauso, wie sein Plattform-Bruder, der Peugeot 2008. Neben dem Opel Mokka X, der als erstes Modell ein X im Namen trägt, betritt nun der Crossland die Bühne und soll dem Grandland X den Weg ebnen. Wir schauen auf die Details des frankophilen Rüsselsheimers. Read more

News: Mitsubishi SUV-Stars – Neue Sondermodelle

Kaum ist der Automobilsalon in Genf vorrüber, da kommt Mitsubishi mit neuen Sondermodellen um die Ecke. Das gesamte SUV-Programm der Japaner kann als „SUV-Star“ oder „SUV-Star+“ geordert werden und soll einen Preisvorteil von bis zu 6.000 Euro bieten. Wir beleuchten kurz und knackig, was die Editionen beinhalten und zeigen die modellspezifischen Unterschiede. Allen gemein ist eine Garantie, die sich über fünf Jahre oder 100.000 km erstreckt. Eines ist aber von vorn herein klar: Die Mitsubishi Geoseek-Modelle lassen noch auf sich warten.

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Opel Corsa OPC: Das nehme ich persönlich!

Natürlich kann man einen Kleinwagen ordentlich pimpen. Das kann durchaus sinnvoll sein. Zum Beispiel mit fetten Rädern, einer lauten Auspuffanlage, Schalensitzen und dazu ein wenig Lack für den Bremssattel. Klingt nach Bastelbude und Samstag-Abend vor dem McDrive.

Oder man schaut sich an, was Opel aus dem braven Corsa gemacht hat. Mit der Hilfe von Koni-Dämpfern, Brembo-Bremsanlage, Remus-Auspuffanlage und Recaro-Sitzen. Das wichtigste bei der Auflistung ist aber ein Name, der da noch fehlte: Strycek. Volker Strycek.

Opel Corsa OPC – Persönliche Prüfung!

Das Socialmedia-Team von Opel hat sich für die Gilde der „scheinbar“ „Nicht-Profis“ im Journalismus, den Bloggern, eine ganz eigene Veranstaltung einfallen lassen. Während wir die Fahrberichte von der Vorstellung der Rüsselsheimer-Rennkugel bereits seit Wochen im Blog haben (Erster Test: Opel Corsa OPC) – durfte nun eine muntere und durchaus lustige Ansammlung von „Online-Multiplikatoren“ in Dudenhofen ein Treffen mit dem Rennzwerg erleben, das es durchaus in sich hatte.

Opel Corsa OPC 10 Dudenhofen

Erste Prüfung: Bremsen mit Brembo.

Damit man die Wirkung der Brembo-Bremsanlage vollends genießen und beurteilen kann, hatte sich das Team rund um den Ex-Rennfahrer Sascha Bert eine besondere „Prüfung“ einfallen lassen: Ziel bremsen. Dabei ging es aus Tempo 80 heraus darum, möglichst knapp vor einer Hütchen-Linie stehen zu bleiben. Beim ersten Versuch (Training 1) fehlten 2 Meter, beim letzten Versuch (Training 2) fehlten 25 Zentimeter. Beim Wertungslauf, nun nicht mehr aus Tempo 80, sondern aus Tempo 100 und mit „Aufpasser“ an Bord – habe ich die Prüfung dann vollständig versemmelt. Unfassbare zwei Meter über das Ziel hinaus – eine Tragödie persönlichen Versagens. Die „Kollegen“, die das ganze Elend beobachten konnten, waren dann auch „hilfreich“ und „verständnisvoll“.  Wie diese Fotos gut zeigen:

arschlöcher auf der rennstrecke teil 2

An dieser Stelle schiebt der Fahrer keine Schuld auf das Auto. Der kleine Corsa OPC hat in der Tat ein vorbildliches Gefühl auf der Bremse vorzuweisen. Ein klar definierter Druckpunkt und eine Bremsanlage, die sich erstaunlich erwachsen gibt. Nein, dass es hier gnadenlos über das Ziel hinaus ging, liegt- lag- am Fahrer. 🙁

Brembo, Koni und Volker:

Dass man bei Opel die Komponenten so prominent in den Vordergrund schiebt, ist für einen dt. Automobilhersteller eher ungewöhnlich, dürfte aber auch der Zielgruppe des Opel Corsa OPC geschuldet sein. Ein Fahrwerk von KONI, eine Bremsanlage von Brembo und eine Auspuffanlage von Remus. Das klingt eigentlich nach dem Zubehör-Katalog von D&W oder aber nach einer sehr sinnvollen und ordentlichen Auswahl. Die wichtigste Marke für das Ergebnis, das Gesamtprodukt des Opel Corsa OPC ist jedoch: Strycek – Volker Strycek.

Der Mann hat die DTM gewonnen (1984), er hat das 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen (2003) und zudem ist er seit 1998 der Sportchef des Hauses Opel. Und er fährt heute noch Rennen auf der Nordschleife. Volker Strycek gilt unter Opel-Fans als Idol, als Macher und als Kopf hinter dem Opel Astra OPC Cup (Nordschleife). Der Mann ist eine fahrerische Legende und ein Experte, wenn es darum geht, ein Auto für die Herausforderung Nordschleife zu entwickeln. Und wenn der Mann sagt, wir brauchen im Opel Corsa OPC die Koni-Dämpfer, wir wollen die Drexler-Vorderachssperre, wir wollen den Remus-Sound und die Recaro-Sitze, dann bekommt er das. Und das Ergebnis?

Eine 207 PS starke Rennkugel auf schicken 18-Zoll Felgen, so steht der neue OPC-Corsa vor uns. Als es zur Slalom-Prüfung geht, ist mein Fehler in der ersten Disziplin nicht vergessen, aber die Konzentration gilt nun dem „Hütchen-Spiel“.

Opel Corsa OPC 16 Dudenhofen

Hütchen-Spieler im Performance-Mode

Was bislang in der Aufzählung der „Performance-Bausteine“ fehlte, war der Sportreifen, den Opel dem Corsa OPC ab Werk gönnt. Französischer Gummi in der Sportmischung. Die Koni-Dämpfer mit „FSD-Technik“ sollen eine adaptive Dämpferverstellung unnötig machen und dennoch sowohl Alltag als auch Sport-Einsatz können.  Ob sie das können? Keine Ahnung. Auf dem Testgelände in Dudenhofen musste der kleine Corsa OPC mit seiner prägnanten Stoßstange immer hart an den Hütchen schnüffeln. Ob der OPC Corsa auch Alltag kann? Vermutlich. Das Performance-Paket beinhaltet zudem eine mechanischen Sperre vom Experten Drexsler. Damit lässt sich der kleinste OPC-Kandidat trotz Vorderradantrieb hart um die Kurve heben. 207 PS sind das eine, die 245 Nm Drehmoment das andere. Im Overboost lässt sich der Motor kurzzeitig zu 280 Nm überreden. Knackig ist vermutlich die beste Beschreibung für das Thema „Hütchen-Spiel“ im OPC Corsa. Lenkung? Knackig! Dämpfung? Knackig. Vorderachse? Lässt sich nahe am Leistungs-Maximum bewegen und gibt dabei genug Feedback. Das Ergebnis? Bestzeit im Slalom. Nicht nur für den OPC-Corsa, auch für mein-auto-blog.

Opel Corsa OPC 09 Dudenhofen

Der Opel Corsa OPC macht Laune – bis Opel den VLN-Cup Astra auspackt!

Man darf es ruhig auch als Mann und Autoblogger zugeben: Der kleinste OPC-Kandidat macht durchaus Laune. Seine gut dosierbare Bremse, die knackige Lenkung und das überzeugende Fahrwerk sind auf dem Punkt. Mit den 207 PS zieht der 1.6 Liter Turbomotor im Rüsselsheimer Dress auch locker an den Mitbewerbern von VW, Ford und Renault vorbei. Das ganze Paket wirkt stimmig, was jedoch nicht verwundert, denn nicht Remus, Recaro, Brembo und Drexler sollten im Vordergrund stehen, sondern der „Daddy“ der OPC-Fahrzeuge von Opel: Volker Strycek.

Der Spaß hört aber ganz plötzlich auf, wenn der Cup Opel Astra die Bühne betritt. Ein Hütchen-Kurs von nicht einmal 1 km soll der Spielplatz werden. Laut rasselnd rockt sich der Original VLN-Cup Astra in den Vordergrund der versammelten Medienmeute.

Opel Corsa OPC 17 Dudenhofen

Kurzweil aus Rüsselsheim: OPEL ASTRA Cup

Nun vermögen Worte nur schwerlich zu beschreiben, was in einem vorgeht, wenn man den Original Cup-Astra fahren darf. 320 PS dürfen es sein aus dem 2-Liter Turbo-Vierzylinder im Bug. Die 400 Nm fallen dann, wie im Serienfahrzeug, rein über die Vorderachse her. Abgefahrene Renn-Regenreifen von Hankook vermitteln Traktion und Grip, auch das Rennfahrzeug vertraut auf eine Differentialsperre vom Experten Drexler. Anstelle von Koni dämpft im Renn-Astra ein System von Bilstein und die Vorderachse bekam das „HiperStrut-Layout“ zur Entkopplung von Antriebseinflüssen auf die Lenkung. Entsprechend gesittet geht der Renn-Astra zu Werke.

Die größte Herausforderung im Umgang mit dem 320 PS Boliden? Der Einstieg.

Opel Corsa OPC 19 Dudenhofen

1.280 vs. 128 kg

Der Renn-Astra kommt auf 1.280 kg, trotz massigem Einsatz von Carbon. Auf der anderen Seite kommen Überrollkäfig und eine aufwändige Seitencrashbox zum Einsatz. Die Recaro-Competition-Sitze fassen einen unsittlich nah an. Presspassung zwischen Hüfte und Gestühl sind angesagt. Der Fünfpunktgurt macht sich der Belästigung der Kronjuwelen schuldig – am Ende zählt aber nur eines: Gang rein und ab geht das Ding!

Anfahren im Cup-Astra ist nicht schwieriger als im OPC-Corsa und dafür, dass der Cup-Astra mit einer ganzen Schippe mehr Leistung antritt, ist die Traktion der geschrubbten Hankook-Reifen faszinierend gut!

Sicher, man sieht eigentlich nicht wirklich viel. Tief sitzend, baut sich der Kompaktwagen mit seiner Haube vor einem auf. Hütchen umzirkeln? Damit? Und dennoch – wenn man sich an den Lärm gewöhnt, dann lässt man den Zweiliter-Turbo bis zum Schaltblitz ausbrüllen – der Cup-Astra belohnt den Einsatz mit überraschender Friedfertigkeit. Sicher, der Berserker brüllt die Nachbarschaft wach und die Hütchen hüpfen ehrfürchtig aus dem Weg, aber der Cup-Astra belohnt mit ehrlicher Reaktion und sportlicher Härte! Beides ist unfassbar gut!

Opel Corsa OPC 17 Dudenhofen

OPC – Drei Buchstaben, ein Ziel

Das Rüsselsheimer-Sportabzeichen mit den drei Buchstaben bestimmte einen unterhaltsamen Tag. Da es ein „Non-Journalist-Day“ war, erfolgt die Berichterstattung dann auch auf mein-auto-blog mal wieder im „Blog-Style“. Emotionen statt nüchterner Fakten. Unterhaltung statt Objektivität. 

Es soll Journalisten geben, die dem Opel Corsa OPC in der jüngsten Version mangelnde Emotionen vorwerfen. Das ist Blödsinn. Dass man den Tag mit dem Corsa OPC als Challenge ausformte, brachte ungewohnten Unterhaltungswert. Und ermöglichte eine völlig neue, unverkrampfte Betrachtungsweise des Corsa OPC. Preis? Ausstattung? Sollen das doch bitte die Journalisten erledigen – ich träume derweilen von den 90 Sekunden im Opel Astra VLN-Cup … und specke ein paar Kilos ab, damit ich das Ding demnächst mal auf der Nordschleife bewegen kann …

Bilder vom Tag (alle vom Opel-Fotografen)

 

[notification type=“notification_info“ ]Linktipps: Die lieben Kollegen. Jens Stratmann  von rad-ab.com, drive-blog, kennzeichen-blog.de, R+V Drive-Check auf YT, Jens im VLN-Cup Astra, Fabian von autophorie.de usw. folgen .. [/notification]

Premiere: Der neue Opel Astra

Aus die Maus, die Krisen sind vorbei. Zumindest in Rüsselsheim. Bei Opel dampft man mit Vollgas voraus, es geht wieder vorwärts – Kopf hoch! Das Ergebnis der guten Stimmung in Rüsselsheim ist ein Opel Astra, der in seiner jüngsten Generation näher am Segments-König dran ist als je zuvor  – oder ist der neue ASTRA gar der bessere Wagen für das Volk?

Schlägt Rüsselsheim jetzt endlich Wolfsburg?

Der neue Astra, der beste Golf aller Zeiten?

Die fünfte Opel Astra Generation, der fünfte Anlauf, den Volkswagen Golf vom Sockel zu stoßen. Aber nicht, wenn es nach Opel selbst geht, da will man sich nur auf dem Podium der „3 besten Kompakten“ wiederfinden. Wir haben uns den neuen Astra genauer angeschaut und haben Talente und Fähigkeiten gefunden, die für eine Zeitenwende sprechen. Der neue Astra könnte der beste Golf aller Zeiten werden.

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Das Design – den kürzeren gezogen?

Design kann man schön schreiben und man kann es schlecht reden. Fakt ist, der neue Astra läutet auch einen Philosophie-Wechsel ein. Er ist kleiner als sein Vorgänger, in der Länge fehlen fünf Zentimeter, in der Höhe fehlen zwei Zentimeter und im ganzen wirkt er deutlich straffer. Fast würde man dem Designer das Wort „sehnig“ nachplappern.

Dass der neue Astra nicht mehr die Plattform für ein Cabrio (Cascada) und auch nicht für einen Van (Zafira) spielen muss, lässt sich auf der Waage ablesen – nicht nur beim „empfundenen Design“.

Von vorne wirken die optional erhältlichen Matrix-Led Scheinwerfer extrem edel und wertig, die Chromspange des Kühlergrills verbindet beide Leuchten und lässt die Front drahtig wirken. Beim Dach wollten die Designer in Rüsselsheim die neue Leuchtigkeit des Fahrzeuges darstellen. Eine flüchtig verlaufende Chromleiste lässt das Dach oben schweben und sorgt für eine neue Dynamik. An der C-Säule verleiht eine schwarze Blende den Eindruck eines fliegendes Dachs. Der neue Astra wirkt geduckt, er wirkt sportlich. Dynamisch. Ziel erreicht.

Dass dabei ein wenig Hyundai, ein wenig Kia, ein wenig BMW, ein wenig „irgendwas“ mitschwingt, geschenkt!

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Platz genommen

Der erste Eindruck zählt und der ist gut. Bei der Gestaltung des Innenraums ist den Opel-Mannen ein großer Sprung gelungen. Klar und aufgeräumt, gar richtig funktional wirkt das Cockpit. Vorbei das Knöpfchen-Massaker rund um Radio und Mittelkonsole und auch die Königsfuge wirkt nun wie aus einem Guss. Königsfuge? Nie gehört? Es beschreibt den Bereich zwischen Armaturenträger und Türverkleidung. Der Vorgänger konnte sich in diesem Bereich nicht entscheiden, was er sein wollte, Sägezahn-Tiger oder Riesen-Schlucht. Das ist nun Geschichte. Gut gemacht, Opel.

Das Cockpit bekam eine schicke Blende über die gesamte Breite verpasst, ein gern genutztes Instrument im Bereich Innenraum-Design, um die Breite zu betonen und den Raum luftiger wirken zu lassen. Im Falle des neuen Opel Astra kommt noch eine zierliche, leicht geschwungene Chromleiste hinzu. Das sieht nicht nur gut aus, es wirkt auch gut!

Das moderne Multimedia-Display verbindet sich dank Apple Car Play und Android Auto fast nahtlos mit dem eigenen Smartphone und die hohe Platzierung im Cockpit sorgt für wenig Ablenkung beim Blick darauf.

Schalter haben die Rüsselsheimer nur noch fein dosiert über das Cockpit verteilt und dabei clever sortiert. So lässt es sich auf den optionalen „AGR-Sitzen“ (Sitze entwickelt, um den Rücken ideal zu stützen) aushalten. Nichts verwirrt. Alles fühlt sich eine Klasse besser als bisher an! Selbst das noch immer verwendete Hartplastik wirkt weniger billig. Muss man auch erst einmal hinbekommen.

Die Ladeluke hinten ist breit, die Ladekante jedoch ein wenig zu hoch – gefühlt – und auch der Laderaumboden zu tief. Da dürften Wasserkästen im Auto liegen bleiben – vermutlich fehlte beim ersten Presse-Fahrzeug jedoch ein Einlegeboden, am Rande der Verkleidung sah es so aus, als wäre dort Platz für eine „Zwischenebene“ gewesen. (Bei den sommerlichen Temperaturen während der Präsentation haben wir das vergessen zu klären!)

Moderne Zeiten – Moderne Technik

Der Opel Astra wird der erste Opel sein, der in Serie mit dem neuen Assistenzsystem „Opel OnStar“ ausgeliefert wird. Er wird zudem der erste Kompakte sein, der mit einem hochmodernen Matrix-LED Licht erhältlich ist. Mit dieser Lichttechnik spielt Opel im Segment der Kompakten eine Führungsrolle. Zum ersten Mal gibt es überhaupt ein Matrix-LED-Licht für diese Fahrzeugklasse.

Und dazu gesellen sich moderne Motoren unter der Haube. Vom Flüsterdiesel bis zum Turbo-Benziner, mal mit drei, mal mit vier Zylindern. Insgesamt sieben Leistungsstufen stehen vom Start weg im Angebot.

Bei den alternativen Antrieben, Hybrid, Plug-In oder gar Elektro schweigt Opel im Augenblick noch, hier bleibt aber zu erwarten, dass erst einmal nichts passiert. Dazu sind die Rüsselsheimer zu sehr auf Kosten und Nutzen getrimmt.

Effizienz ist ein gutes Stichwort für den neuen Astra. Mit einem sehr guten cW-Wert von 0.27 lässt sich der neue Astra auch auf der Langstrecke sparsam durch den Wind schieben, die sparsamste Variante belässt es bei 90 Gramm CO² je Kilometer.

Fehlt uns:

Das adaptive Fahrwerk steht derzeit nicht in den Aufpreislisten, bleibt abzuwarten, ob diese Dämpfertechnik später nachgereicht wird. Auch ein Hybrid wäre eine zusätzliche Botschaft in Richtung Zukunft und dass man bei Opel einem Wandlerautomaten in dieser Klasse den Vorzug gibt, verwundert. Aber hier wird eine erste Testfahrt nach der IAA für Klarheit sorgen!  Dann fehlen die „Aha-Momente“ im Motorenbereich. Ja, aktuelle Triebwerke, aber wo bleiben die Emotionen? Denkt noch jemand an GSI und OPC?

Opel OnStar - Nur echt mit "german angst button" ...
Opel OnStar – Nur echt mit „german angst button“ …
Fazit:

Der neue Astra wirkt „solide“ und „deutsch“. Pragmatisch und sinnvoll, im Innenraum überzeugt er durch Sachlichkeit und Konzentration auf das Wesentliche. Das sind typische Golf-Werte. Erstmalig wirkt der neue Astra bei der Präsentation auf der „Höhe“ der Golfzeit – allerdings wird man in Rüsselsheim schnell nachlegen müssen, mit nur einem Überaschungs-Treffer wird man nicht die ganze Schlacht entscheiden!

 

Fahrbericht: Opel Astra GTC 1.6 CDTI

Auf die Knöpfe, fertig, los!

Testbericht des Opel Astra GTC 1.6 CDTI

Was hellt einen verregneten Nachmittag in Rüsselsheim so richtig auf? Richtig, ein Fahrtest mit dem Opel Astra 1.6 CDTI. Nach sechsstündiger Fahrt im Opel Adam Rocks in die heiligen Hallen der Rüsselsheimer brauchen meine alten Knochen dringend einen Tapetenwechsel. Was gibt es da Schöneres als in einem bequemen Coupé wieder nach Hause zu fahren? Roadtrip! Wenn es zudem noch einer der sparsamsten Diesel auf dem Markt ist, lacht sogar das Portemonnaie. Der Opel Astra GTC ist ein paar Zentimeter breiter und duckt sich flacher auf deutlich größeren Rädern auf die Strasse, was sich besonders beim Einstieg bemerkbar macht. Dann liegt man förmlich hinter dem Steuerrad. Gemütlich, aber nicht ganz „fahrtauglich“. Dank der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ist die richtige Fahrposition aber schnell gefunden. Die Sitze geben guten Seitenhalt, was besonders bei längeren Fahrten den Komfort erhöht. Allerdings ist bei der Cockpit-Gestaltung noch Luft nach oben. Im Fond geht es vergleichsweise eng zu – und das, obwohl der Astra mit 4,42 Metern Länge zu den längsten Kompaktmodellen auf dem Markt gehört. Und die Sicht nach hinten fällt eher schlecht aus. Auch ein Blick auf die Mittelkonsole lässt ein wenig verzweifeln. Wer hat sich denn dieses Sammelsurium an Knöpfen ausgedacht? Als Frau ist man da ja schnell überfordert und auch wenn ich technisch recht versiert bin und auch gern auf Tasten herumdrücke, bin ich doch ein wenig ratlos im Anblick der unerschöpflichen Anzahl der ganzen Knöpfe. Auch nach ein wenig herumprobieren waren nicht alle Funktionen wirklich eingängig. Besonderes die Bedienung von Navi und Co. bleibt sowohl im Stand als auch beim Fahren schwierig.

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Aber es heißt ja: Besser zu viel als zu wenig. Besonders, was die Fahrassistenten betrifft. Bei einem 136 PS (100 kW) starken Turbodiesel mit 320 Newtonmetern maximalem Drehmoment braucht man auch das eine oder andere System, das einzugreifen weiß. Der Vierzylinder stammt aus einer neuen Generation von 1,6-Liter-Triebwerken und ersetzt in der Version mit 110 PS (81 kW) den gleich starken 1,7-Liter-Diesel. Dabei macht der Flüster-Diesel, der es in nur 10,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h schafft, besonderes auf der Langstrecke eine gute Figur. Laut Herstellernachweis verbraucht der Opel Astra GTC 1.6 kombiniert zwischen 4,3 und 4,2 Liter. Bei unserem Test kamen wir nicht ganz auf das Ergebnis, jedoch ist das schicke Coupé auch mit nur 6,1 Liter kombiniert immer noch einer der sparsamsten Diesel. Besonders im Hinblick darauf, dass man früher immer gesagt hat, dass Diesel für den Stadtverkehr nichts taugen. Jedoch mit Start-Stopp-System und dem generell geringen Verbrauch weiß der Opel Astra GTC auch hier zu überzeugen.

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Ausgeprägter Beschützerinstinkt

Zusätzlich zum sparsamen Verbrauch zeigt sich der Opel Astra auch von seiner Beschützerseite. Alle Assistenzsysteme sind auf jetzt auf Go und unterstützen den Fahrer in jeder erdenklichen Situation. Manchmal schon fast zu sehr. Besonders die Verkehrszeichenhilfe übertreibt es gerne, denn sie leuchtet gefühlt alle 50 Meter auf, sobald ein neues Schild auf der Straße auftaucht und überdeckt die anderen Anzeigen wie die digitale für Geschwindigkeit und Verbrauch. Ein kurzer Klick auf den Clear-Knopf verschafft Abhilfe, irritierend ist es dennoch. Besonders, wenn der Hinweis „80“ in einer 30-Zone erscheint. Auch beim Einparken ist so manche Hilfe wichtig, jedoch nicht, wenn es an jeder Ecke und Kante piepst, sogar beim langsamen Anfahren auf den Vordermann, der an einer Ampel steht. Zum Glück kann man einige Systeme einfach ausschalten.

Das Triebwerk regt zu einer entspannten Fahrweise an, was vom ausgewogenen Fahrwerk und der leichtgängigen, aber präzisen Lenkung unterstrichen wird. Im Sportmodus schaltet sich direkt sportlich-rotes Ambi-Light ein und man merkt das straffere Fahrwerk augenblicklich. Die Wechsel in der Sechsgangbox funktionieren gut und Lenkung und Gasannahme werden direkter. Hallo, Spaßtaste. Der Opel Astra GTC zieht sich förmlich durch Kurven, zerrt dabei nicht in der Lenkung und verlässt seinen vorgegebenen Kurs nur, wenn man es auch wirklich will. Unsere Tour zurück in die Hansestadt treibt uns durch verschiedenste Wetterzonen und auch hier fährt sich der Opel Astra trotz Schnee und Eis oder regennasser Strasse souverän und gelassen. Die automatische Wischanlage sorgt zuverlässig für freie Sicht und die Lenkradheizung für warme Fingerchen. Besser kann man nicht reisen. Für weiteren Komfort sorgen die praktischen Ablageflächen und besonders das kleine Geheimfach in der Mittelkonsole begeistert. Perfekt für den Fahrzeugbrief oder andere Kleinigkeiten, die nicht frei herumliegen sollen.

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Fazit:

Sparsam und flott kommt der Opel Astra GTC 1.6 CDTI daher. Was ihn aber besonderes attraktiv machen dürfte, ist vor allem sein Preis. Im Vergleich zu seinen deutschen Wettbewerbern erhält man schon ab 20.900 Euro ein sehr alltagstaugliches Vernunftsauto, dem an Ausstattung lediglich ein paar Luxus-Optionen fehlen. Diese kann man optional und individuell dazu bestellen, wenngleich man sorgfältig abwägen sollte, welche es sein sollen. Auf das eine oder andere Extra kann man sicherlich verzichten, denn der Opel Astra GTC hat auch so genug zu bieten, um exzellenten Fahrkomfort und Spaß miteinander zu kombinieren. Und wenn dabei das Portemonnaie noch aufatmen kann, kommt nicht nur der Opel Astra so richtig in Fahrt.

Fahrbericht: Simone Amores
Bilder: Simone Amores / Opel

Weitere Impressionen:

Premiere: Der neue Opel Karl

Sitzprobe im kleinen Rüsselsheimer

Opel Karl startet bei 9.500 €

Es geht wieder richtig rund in Rüsselsheim. Seitdem sich die Schwestermarke Chevrolet vom Markt zurückgezogen hat und die Konzernmutter GM verstanden hat, was Opel braucht – nämlich einen eigenen Weg – gibt man bei den Hessen nun wieder Gas.

Opel Karl – Der Mini-Van aus Fernost

Die Wurzeln des neuen Opel Karl liegen in Fernost, in Taiwan. Und eigentlich hätte der kleine Karl auch als Koreaner auf die Welt kommen können. Aber nun grinst der Chrom-Blitz im freundlichen Kühlergrill und der Karl füllt das Kleinwagen-Segment von Opel mit drei Kernstärken auf: „Sparsam, sicher und stark“. Und dazu auf 3.68 Metern genug Platz für fünf Insassen.

Opel Karl 22 Premiere

Sitzprobe im Opel Karl

Bequem genug  für diese Fahrzeugklasse. Will man sagen. Ein optisch gelungener Innenraum und selbst im Kofferraum bleibt noch Platz für den Einkauf am Wochenende. Das Dreispeichen-Lenkrad mit der Fernbedienung für Freisprech-Einrichtung und Tempomat liegt gut in der Hand. Das große Display des optional erhältlichen Multimediasystems wurde weit oben integriert. Darunter rangiert die Bedienung der Klimaanlage. Das Interieur wirkt bei der ersten Sitzprobe ordentlich durchdacht. Die Kopffreiheit ist natürlich bestens, was bei einem solchen Hochdach-Kompakten aber nicht weiter verwundern dürfte. Selbst der Einstieg in Reihe zwei ist auch für Erwachsene gut möglich. Dafür könnten die hinteren Türen jedoch noch ein wenig weiter öffnen – andere Mitbewerber können das!

Sparsam – Der neue Karl

Sparsam soll er sein, der neue 1.0 Liter Ecotec-Dreizylinder. Gespart hat Opel beim 75 PS-Triebwerk allerdings auch an einer Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung. Egal – das Voll-Aluminium-Motörchen soll die 75 PS dennoch mit nur 4.3 Liter auf 100 Kilogramm produzieren. Damit landet der „kleine“ Karl bei kleinen 99 Gramm CO2 je Kilometer.

Sicher, preiswert – der neue Karl

Mit 9.500 € haben die Rüsselsheimer dem kleinen Karl einen attraktiven Preis angeheftet. Der Karl spricht natürlich weder die Kunden mit OPC-Gelüsten an, noch drängt es ihn zu höheren SUV-Weihen. Der Karl ist ein vernünftiges Auto geworden. Übersichtlich in der Größe. Dank dem hohen Dach dennoch mit genug Kopffreiheit und auch wenn Opel derzeit nur einen Motor anbietet: mit 75 PS kommt jeder zurecht. Und vermutlich braucht man im Alltag auch gar nicht mehr Leistung.

Opel Karl 37 Premiere

Schaut man sich die Preisliste des Opel Karl an, so fällt auf: Bereits in der Selection-Ausstattung besitzt der Karl alles , was man so für den Alltag als „Rutschkiste“ braucht. Darüber rangieren die Varianten „Edition“ und „Exclusiv“. Wer zum 12.900 € teuren Exclusiv greift, der bekommt schon fast die Optik des Fahrzeuges aus diesem Artikel. Schwarze B-Säulen, tief getönte Scheiben in Reihe 2 und schnittige 16″-Leichtmetallräder mit 195/45-16 Bereifung gibt es dann im Style-Paket.

Der Basispreis von 9.500 € wurde aber auch dadurch realisiert, dass dem Opel Karl in der „Selection“-Ausstattung die Klimaanlage fehlt. Die muss für 850 € zusammen mit dem Infotainment-Radio gekauft werden.

Wie sich der kleine Rüsselsheimer fährt, das prüfen wir noch in einem ausführlicheren Test! 

..mehr zum neuen Karl gibt es auch auf autophorie.de

 

 

 

 

 

 

Genf 2014: Opel schickt den Astra auf Diät

Den 136 PS starken 1.6 CDTI Diesel können Opel Astra Käufer bereits ordern.  Der als „Flüsterdiesel“ bekannt gewordene Motor wird in Genf jedoch noch einen besonders sparsamen Bruder bekommen.

Auf dem 84. Genfer Automobil-Salon stellt Opel den 110 PS starken Spar-Astra vor. Der sparsamste Opel Astra aller Zeiten soll trotz der 300 Nm Kraft mit nur 3.7 Liter Diesel auf 100 Kilometer auskommen. Das entspricht einer CO²-Emission von nur noch 97 Gramm je Kilometer.

Stark und sauber: Der äußerst effiziente, komplett neue 1.6 CDTI von Opel erfüllt als erstes Aggregat im Astra-Portfolio schon heute die Euro-6-Abgasnorm und ist so der sauberste Diesel, den Opel jemals gebaut hat.
Stark und sauber: Der äußerst effiziente, komplett neue 1.6 CDTI von Opel erfüllt als erstes Aggregat im Astra-Portfolio schon heute die Euro-6-Abgasnorm und ist so der sauberste Diesel, den Opel jemals gebaut hat.

Die 136 PS starke Variante des „leisen Diesels“ wird im Opel Astra mit einem verbesserten Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten. Hier stand bei der Weiterentwicklung vor allem der Schaltkomfort im Vordergrund.

Den 100 kW/136 PS starken Astra-Fünftürer 1.6 CDTI mit Start/Stop und Sechsgang-Schaltgetriebe gibt es ab 22.200 Euro, die Limousine ab 22.700 Euro und das Sports Tourer-Pendant startet bei 23.300 Euro (UPE inkl. MwSt. in Deutschland).

150 Jahre Opel

Opel im Bloglight

Es ist so etwas wie meine persönliche „Hybris“ – Opel ist das aktuelle Bloglight des Monats. Was soll ich hierzu nur schreiben?  Erst einmal:

Herzlichen Glückwunsch zum „November-Bloglight“ an Opel!

Aus gesicherter Quelle weiß ich, es gibt Menschen denen gefällt es gar nicht wenn die Einleitung im Bezug zu Opel mit „der gebeutelte Autobauer“ anfangen. Ich lasse es in diesem Falle also auch einfach mal weg 🙂

Opel hat aber auch und das darf ich an dieser Stelle sagen, vieles richtig gemacht. Zuletzt damit, dass man mich zur Opel ADAM Präsentation eingeladen hat. Es war kurzfristig, sehr kurzfristig – aber man hat mir die Möglichkeit gegeben, den neuen Lifestyle-Spross der Blitz-Marke kennen zu lernen. Das zeigt doch immerhin: Bei Opel hat man keine Angst vor „kritischen Autobloggern“ und wenn das alleine für das November-Bloglight stehen würde – dann wäre das bereits mehr als man anderen Herstellern nachsagen kann! Chapeau erst einmal hierfür!

Aber es gibt in der Tat noch 2 gute Gründe für das November-Bloglight:

Opel ist zurück im Motorsport!

2013 wird man sowohl mit einem Opel Astra Cup im Rahmen der VLN präsent sein, als auch mit einer Opel ADAM Rallye Nachwuchsserie auf den Schotterpisten der Republik präsent sein.  Fein – ein erster richtiger Schritt, der bei den vielen Opel-Fans da draußen ganz sicher mit der entsprechenden Begeisterung aufgenommen werden wird.

Opel kann Lifestyle!

Mich persönlich konnte der Opel „ÄDÄM“ noch nicht gänzlich überzeugen, nein – aber ich bin auch nicht der typische Lifestyle-Automobilkunde. Für mich sind Autos mehr als nur „Aushängeschilder“, mehr als Außenwirkung und Persönlichkeits-Megaphone. Für Opel ist dieser Schritt in eine von Premium-Anbietern umkämpftes Marktsegment jedoch eher ungewöhnlich – im Falles des neuen ADAM jedoch außergewöhnlich überzeugend.

Man muss also nicht immer nur vom „arg gebeutelten“ Automobilbauer aus Rüsselsheim sprechen, man kann auch echt positive Signale aufnehmen. Opel ist für mich keine Marke die mein Herz erfüllt oder gar meine Seele erwärmt, aber ich mag Opel für die Tatsache, dass man kämpft und respektiere die Leistungen der vergangenen Jahre. Und nicht zuletzt ist Opel für viele andere Autofahrer mehr als nur die „Lieblingsmarke“.

Auch das wird viele gute Gründe haben!  In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch nach Rüsselsheim!

Opel ADAM Beitragsfoto

Angefahren: Der neue Opel ADAM

Opel ADAM, wir l(i)eben Lifestyle

Ich mag kein Make-Up, vor allem wenn es mit der Maurer-Spachtel aufgetragen wurde und man die Kontur des Gesichtes darunter kaum noch erkennen kann. Ein wenig Wimperntusche, gerne – ein Lippenstift abseits von Dirnen-Rot – gerne, aber alles andere finde ich schlichtweg grotesk.

Ähnlich sehe ich das bei Automobilen. Sobald ein Automobil „Mehr Schein als Sein“ vermittelt, wende ich mich gelangweilt ab. Oberste Priorität hat der Nutzen und die technische Perfektion. In der automobilen Welt findet man die ehrliche ungeschminkte Wahrheit unter dem Blech und je größer der so getaufte „Lifestyle“ Faktor, desto stärker der Schminkfaktor. Schwierig für mich meine Abneigung hierfür zu verbergen.

Hin und wieder reizt es mich –  dann gebe ich mir die volle Ladung und lasse mich fallen von der Ernsthaftigkeit hinab in die Glitzerwelt und versorge mich dann auch gerne mit der Überdosis Marketing-Botschaften. Lost in Translation.

Opel Adam Twins

Make-Up Overkill oder Rettungsanker?

Er kommt spät, aber nun mit der Extra-Packung an Make-Up und Lifestyle Attitude. Bei Opel kann man nun auch den Wunsch nach „trendigem Lifestyle“ bedienen. Die Zielgruppe hat man in der „urbanen Atmosphäre“ gefunden. Jung, trendig, hipp und voller neuer Ideen – da will er sich wieder finden.

Die erste Ausfahrt mit dem kleinsten Opel habe ich rund um Lissabon unternommen. Und noch bevor ich im Fahrzeug sitze, spüre ich die schwere Last der späten Geburt und der vermeintlich allzu postmodernen Namensgebung, die auf den bis zu 18 Zoll großen Felgen des Opel ADAM ruht.

„ÄDÄM“ haben ihn die Rüsselsheimer getauft. Adams-Family kommt mir in den Sinn – und natürlich der Unternehmensgründer „Adam Opel“.

Egal wie viele Liebhaber der neue Kleinwagen von Opel durch das urbane Nachtleben kutschieren wird, es werden nie genug sein um als Rettungsanker zu dienen, aber eventuell als Impuls für eine neue Richtung. Wem das Make-Up der Lifestyle-Szene gefällt, der wird sich auch mit dem Konzept des „ÄDÄM“ anfreunden.

Ope ADAM Happy Face

Happy Face

Drollig schaut er drein von vorne – von hinten kommt einem hingegen sofort der Fiat 500 in den Sinn und würde die Seitenlinie nicht auch den Spannungsbogen der Opel-Formensprache wiedergeben, würde mich das „fliegende“ Dach und die effektvollen C-Säule an einen Mitbewerber aus Frankreich erinnern.

Eine große Spur und große Räder – wirklich ernst meint es der Opel ADAM mit dem sportlichen Anspruch des umgesetzten Fahrwerks-Layouts jedoch nicht. Wenn gleich die Vorderachse mit viel Elan den Kurven an der Portugiesischen Atlantikküste folgt, bleibt die Federung gefühlvoll eher dem Komfort als dem letzten Anspruch an die sportliche Kurvenjagd verpflichtet. Auf zur „Happy Tour durch die Stadt“.

Opel adam fliegendes dach

Wunsch und Wirklichkeit

Opel wünscht sich den Erfolg im Segment der besonders trendigen Sub-Kompakten und wagt den Wettbewerb mit Mini und Fiat 500, schielt aber auch in Richtung des Haptik-Primus Audi A1. Mir kommt der Gedanke in den Sinn: „Gewagt“. Aber eben auch mutig.

War Opel nicht gerade noch die Marke für Beamte, Arbeiter und Hutträger?

Nachdem auch das derzeit vorbei ist, traut sich der „ÄDÄM“ in eine Welt, die nie zuvor ein Opel betreten durfte. Ob der Markteintritt gelingt und wenn ja, ob ich von einer erfolgreichen Eroberung des vom Trendlife geprägten Segmentes der Stadtmobile berichten kann, bin ich mir noch unsicher nach diesem ersten Kontakt.

Selten habe ich eine Fahr-Präsentation eines „neuen Fahrzeuges“ derart unsicher in meiner Meinung verlassen, wie in diesem Fall.

opel adam in fahrt

Schein und Sein

Was kann er besser als seine Mitbewerber?

  • Den Kaufwilligen mit einer schier riesigen Anzahl an Individualisierungs-Optionen ratlos durch das Prospekt blättern lassen.
  • Das Intelli-Link getaufte System für die Kombination aus Smartphone, günstigem Entertainmentsystem-Touchscreen und App-Lösung ist ein echtes Highlight im kleinen Eisenacher. (Der ÄDÄM wird in Eisenach gefertigt!)
  • Infinity-Sound. Die aufpreispflichtige Sound-Lösung hinterlässt einen bleibendes Eindruck rund um mein Trommelfell. Satt, kraftvoll, knackig und brilliant. Für einen so kleinen Wagen ein verdammt großer Soundgenuß

Worin sind die Mitbewerber aktuell besser?

  • Die Ladekante ist viel zu hoch und der Kofferraum schrumpft von Einkaufstütengröße auf Handtaschengröße, wählt man als Soundfetischist die notwendige Infinity Audio-Lösung.
  • Die Kombination aus dem 87PS Saugmotor und dem 5-Gang Getriebe ist im Stadtverkehr fahrbar – Überland eine mühsame Kombination jenseits jedweder Faszination.
  • Dem Adam fehlen ein City-Notbremsassistent und clevere Lichtlösungen wie Kurvenlicht.

opel adam auf tour

Fakten & Fazit

Viel Make-Up auf einer kleinen Gesamtfläche. Für mich persönlich ist der Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch zu groß – das kann sich jedoch ändern wenn Opel zusammen mit einem 6-Gang Getriebe auch die neue Motorengeneration nachschiebt. Mit (vermutlich) 120PS (aus einem vermutlich 1.4 Liter großen Turbo-Benziner mit Benzindirekteinspritzung) und 6 gut zu sortierenden Gängen könnte ich auch auf den Geschmack kommen.

Die Basis-Version des ADAM wird mit dem Basis-Motor und 70 PS 11.500 Euro kosten – das aktuelle Vollsortiment des Make-Up-Koffers ist mit dem 100 PS ADAM SLAM für 16.085 Euro erreicht.

Wem meine Meinung zum neuen ADAM zu kritisch war, der findet eventuell die gewünschte Abwechslung bei meinen Kollegen 🙂 -> Jens von rad-ab.com, Mario-Roman auf Fanaticar.de, Dietmar Stanka auf neuwagen.de oder Lisa von the-car-addict.com

Faktencheck ADAM!

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Opel Astra OPC – Gefahren

Wer will schon Opel fahren? Okay, die Frage stellt sich mir ja nicht direkt – weil mich die Opel-Presseabteilung ja ignoriert. Ich kann es mir also erlauben, einfach mal so zu tun, als wollte ich gar keinen Opel fahren. Aber  zum Glück hat mein Kollege Jens einen guten Draht nach Rüsselsheim. Und so konnte er – und er wollte auch, den neuen Astra OPC fahren. Und ich komme in den Genuss seinen Fahrbericht lesen können.

😉

Wer also wissen will, wie sich der neue Opel Astra OPC so fährt, der sollte einfach rüber klicken zu „rad-ab.com“ – viel Spaß! 😉

Opel Astra OPC – der Sieg der Unvernunft! > Allgemein, Opel, Probefahrt, Sportwagen > Rad-ab.com

Opel Astra OPC – der Sieg der Unvernunft! > Allgemein, Opel, Probefahrt, Sportwagen > Rad-ab.comhttp://www.rad-ab.com/2012/09/05/opel-astra-opc-der-sieg-der-unvernunft/Sic itur ad astra! Na? Kein Latein gehabt oder den Leerstoff schon wieder vergessen? Frei übersetzt bedeutet das soviel wie: “So wird man Unsterblich!”. Das einzelne…

 

Opel Insignia BiTurbo Diesel

Opel Insignia Biturbo

Es gibt etwas neues aus Rüsselsheim.  Mit 195PS und 400Nm Leistung ist der neue 2 Liter Biturbo Diesel aus Rüsselsheim ein interessanter Motor mit ordentlich Kraft in allen Drehzahlbereichen.  Benötigte man vor einigen Jahren noch 3 Liter große Sechszylinder-Motoren für eine derartige Leistung, so braucht der 2l 4 Zylinder von Opel hierfür vor allem 2 Turbolader und ein wenig Ingenieurs-Knowhow.  Bi-Turbo Lösungen sind derzeit angesagt und auch bei Opel geht man den Weg der geteilten Arbeit. So sorgt ein kleiner Turbolader mit wenig Anlauf für die Kraft „unten herum“ und ein größer Turbolader mit mehr Ladedruck für die Leistung im oberen Drehzahlbereich.

2l BiTurbo Diesel mit 195PS und 400Nm

Im Falle des neuen Opel-Motors sind es um die 3.000 U/min bei denen sich die zwei Turbolader den Staffelstab des Ladedrucks weitergeben. Dank des kleinen Turbos ist ein Turboloch eine Geschichte aus den Anfangstagen des Turbomotors. Bereits bei 1.250 U/min liegen satte 320Nm Drehmoment am Getriebe an. Das absolute Maximum von 400Nm erreicht der neue Diesel bei ebenso überzeugenden 1.750 U/min.

Eine Start-Stopp Automatik sorgt dann zusammen mit dem effizienten Motor für einen Normverbrauch von 4,9l auf 100km.

Vom Ladermeister zum Lademeister. Den neuen Motor gibt es natürlich sowohl in der Limousinen als auch in der Kombiversion des Insignia.  Der Basispreis für den neuen Biturbo Diesel im Insignia Sports Tourer beträgt 35.075€.