VLN 2015: Die Groneck-Brüder sind Meister!

Es war ein typischer Herbsttag in der Eifel. Den Rahmen für diesen letzten, spannenden VLN-Lauf bildete vor allem Nebel und die nicht ganz unbedeutende Frage nach dem Meister. Die Groneck-Brüder oder der Belgier Campenhout? Nebel zum Training – Sichtweiten unterhalb einer GT3-Flügelbreite und die logische Konsequenz: Training verschoben.

Nebel war aber nicht nur für den verspäteten Start verantwortlich, Nebel war auch der Grund für das frühe Rennende. Das ohnehin verkürzte Rennen wurde nach 165 Minuten mit der roten Flagge abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt dominierten beide Teams in ihren Klassen das Rennen. Wie das Jahr über bereits zu beobachten.

18 Starter in der SP3, 13 Starter in der V4

Von Anfang an war klar, wenn der Clio der Gronecks im Feld mit dem Plus an Startern gewinnt, dann werden die Brüder VLN-Meister 2015. 2013 waren die beiden Brüder bereits VLN-Meister.

Der Vorsprung von Campenhout betrug 0.07 Punkte – mit dem Klassensieg der Groneck-Brüder drehte sich das nun auf einen Rückstand von 0.03 Punkte!

0.03 Punkte!

Die VLN-Saison 2015 hat einen neuen Meister: Herzlichen Glückwunsch Dirk und Tim Groneck!

 

 

 

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN 2015 – 0.07 Punkte Unterschied vor dem letzten Lauf!

Die Spannung in der VLN rührt nicht nur von den Rennen auf der Strecke her. Auch das Punktesystem der VLN spielt eine große Rolle. Je mehr Teilnehmer eine Fahrzeugklasse hat, desto mehr Punkte gibt es für den Sieger. Und so spielen am Jahresende nicht die „Big Toys“ aus der SP9 (GT3) die Hauptrolle, sondern die „echten Tourenwagen“. In der Saison 2015 wird die Entscheidung um den Meistertitel der VLN wieder im letzten Rennen fallen.

VLN 2015 – Spannender wird es nicht mehr!

In der VLN-Saison 2015 werden 6 Titel ausgefahren. Die Produktionswagen-Trophäe, die Junior-Trophäe, die Speed-Trophäe und die beiden Cup-Wertungen für den Opel Astra Cup und den TMG GT86 Cup. Und on Top kommt die gesondert gewertete BMW M235i Cup-Klasse.

Im Gesamtergebnis sieht es vor dem letzten VLN-Lauf so aus:

vln 2015 letzter lauf tabelle

Der Belgier Van Campenhoudt (hat die Produktionswagen-Trophäe bereits sicher!) führt mit 0.07 Punkten vor den Groneck-Brüdern und den VLN-Gewinnern von 2013. Die beiden Brüder starten auf einem Renault Clio in der Klasse SP3. Der Belgier Van Campenhoudt fährt einen BMW 325i in der Klasse V4.

VLN 2015 285 Startnummer

Die stärker besetzte Klasse V4 sorgte hierbei für den Ausschlag. Denn, je mehr Teilnehmer, desto mehr Punkte gibt es für den Sieg in der Klasse. Beide Teams, sowohl der Belgier auf seinem BMW als auch die beiden Brüder auf dem Clio, sind überragende Rennen in diesem Jahr gefahren. Klassensiege in Serie führten zu dem engen Ergebnis. Jetzt wird es beim letzten VLN-Lauf richtig spannend. Denn nicht nur die Frage, wer in seiner Klasse gewinnt, ist wichtig, sondern auch die Frage, wer wie viele Mitbewerber in seiner Klasse besiegen konnte. Je größer die Anzahl der Mitbewerber, desto mehr Punkte gibt es für den Sieg. Das ist das Geheimnis der VLN.

VLN 2015 534 Startnummer

GT86-Cup = Sieger steht fest!

Auf Platz 3 in der Meisterschaft liegen Hoffmeister und Arne, beide starten auf einem Toyota GT86 und neben dem GT86 Cup, den die beiden bereits gewonnen haben – wollen sie mit dem Cup-Toyota um den Gesamtsieg mitreden. Allerdings ist die Frage, wie viele Fahrzeuge am Samstag in der GT86-Cupklasse an den Start gehen werden. Die V4 und SP3 sind üblicherweise besser – deutlich besser – besetzt.

VLN 2015 345 Startnummer

OPC-Cup = offen!

Ebenfalls noch offen ist der Opel Astra OPC-Cup! Hier spielt die Teilnehmer-Zahl keine Rolle, dafür gibt es Punkte für Pole-Position und schnellste Renn-Runden. An der Spitze des OPC-Cup stehen derzeit Bohr und Hannonen auf dem Lubner Opel Astra mit der Startnummer 345. Noch ist der Gewinn der Meisterschaft jedoch nicht in trockenen Tüchern.

VLN 2015 687 Startnummer

BMW M235i Cup = offen!

Im BMW M235i Racing Cup geht es ebenfalls eng zu. Nach ihrem vierten Saisonsieg sicherten sich Michele Di Martino und Moritz Oberheim im vergangen Lauf die VLN-Junior-Trophäe und zogen in der Cup-Wertung mit Ralf Schall und Mario Merten nach Punkten gleich.

Renn-Samstag = Es wird spannend!

Wer am Ende der VLN-Meister 2015 wird, wer den OPC-Cup für sich entscheiden kann und wer sich im BMW M235i Cup durchsetzen kann, das alles wird am Samstag in der Eifel ausgetragen! Ein spannender Renn-Samstag steht uns bevor!

 

 

VLN 6: Sternenkrieger im Siegesrausch

VLN – Lauf 6: 38.RCM DMV Grenzlandrennen: Krieg der Sterne

Der Anfang des sechsten Saison-Laufes war klar dominiert vom Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Gleich drei Teams, gleich drei der V8-Boliden standen ganz vorne, nach dem Training am sonnigen Samstagfrüh nur durch Sekunden getrennt. Die schnellste Runde legte dabei der ROWE SLS hin, der jetzt „ROWE Marketing GmbH“ genannt werden möchte. Am Steuer Klaus Graf und Christian Hohenadel. Auch wenn sich die Zeit des wuchtigen SLS GT3 so langsam dem Ende zu neigt – dieser sechste Lauf war Mercedes-Land!

Motorsport ist eine heiße Sache

Fragen Sie mal Uwe Alzen nach diesem Rennen. Er dürfte auch jetzt, viele Stunden nach seinem Ausfall, noch kochen vor Wut. In der Startphase duellierte er sich, von zwei startenden, mit dem Startfahrer des von drei startenden SLS des Teams Black Falcon. Auch wenn Adam Christodoulou jede Verantwortung von sich wies – am Ende dürfte es die Berührung in der Startrunde gewesen sein, die zum Ausfall des Haribo-SLS führte. Nach dem die Alzen-Brüder vor kurzem noch für Start-Ziel-Sieg Fourore sorgten, kam Uwe dieses Mal nicht weiter als bis zum Abschnitt Hatzenbach. Sein Abflug und Einschlag dort dürfte die Folge der Berührung zwischen dem Haribo-SLS und dem Black Falcon SLS gewesen sein.

111/ 38. RCM DMV Grenzlandrennen, EUROPA, Deutschland, Rheinland-Pfalz, Adenau, Nuerburgring, Nordschleife, 22.08.2015 12:34:37: Copyright by Robert Kah / imagetrust
38. RCM DMV Grenzlandrennen | #8 Der Haribo-Porsche. Frühes aus!

Ein heißes Rennen von Anfang bis Ende. Fragen Sie mal das Manthey-Team. Deren Porsche mit der Startnummer #12 hatte hinten rechts einen Reifenschaden. Das zurückfahren zur Box führte zu einem Folgeschaden der sich dummerweise kurz vor der Grand Prix-Strecke zu einem veritablen Brand entwickelte. Rauchend kam der von 19 gestartete Porsche 911 GT3 R auf Start-und-Ziel zurück, bei der Einfahrt in die Boxengasse stand das Heck dann bereits mächtig in Flammen.  Ein beherzter Einsatz vom Frikadelli-Teamchef Lynn am Feuerlöscher sorgte für Abkühlung am Heck. Der restliche Brand wurde von der Marshal-Truppe umgehend gelöscht. Das Rennen für den SP9-Porsche damit natürlich beendet.

Oder fragen Sie mal die Zuschauer – denn an diesem Samstag zeigte sich die Eifel von ihrer Sonnenbrand-Gefahr!

Abflug für Tiefflieger

Wenig Glück auch für die Falken-Truppe. Von Platz 4 in das Rennen gestartet, gab es auch hier ein höchst spektakuläres Rennen für die Zuschauer zu sehen. Nachdem sich der Haribo-SLS mit Uwe Alzen in der Hatzenbach abgelegt hatte, war man zwischenzeitlich auf P2 und fightete in engen Positionskämpfen um die Spitzenplätze. Einen sicher geglaubten dritten Platz musste man dann allerdings eine halbe Stunde vor Rennende abschreiben. Ein Reifenschaden am Falken-Porsche sorgte für „langsame“ Fahrt und so konnte das Frikadelli-Team den dritten Rank einfahren. Dort war man von 5 gestartet, haderte aber mit dem Rennen an sich. Zwischenzeitlich drohte die „rasende Frikadelle“ aus den Top 10-Platzierungen zu rutschen, einen echten Fehler oder ein Problem konnte man jedoch nicht beobachten.  Einen sauberen Abflug demonstrierte auch das Team „Nedschroef / structure-bau“ mit der Startnummer #168. Auf dem Fahrzeug unterwegs: Peter Terting, Czyborra und Hüttenrauch – und Rauch dürfte in der Hütte nach dem Abflug im Bereich Bergwerk erst einmal gewesen sein!

Feinster Motorsport

Den gab es wie immer innerhalb der Cup-Klassen zu sehen. BMW M235i und Opel Astra Cup faszinieren mit knallharten, zu meist aber sehr fairen Duellen auf der Strecke.  Im Training war der schnellste M235i (Powered by Dunlop) wieder einmal mehr die #666 mit Weidinger, Ebertz und Schrey am Steuer. Und der schnellste M235i am Ende des Rennens? Auch wieder der #666? Nein. Dieses Mal hat es im BMW-Cup für den schnellen Scheid-BMW nicht gereicht. Ein Unfall sorgte für einen längeren Boxenstopp, doch alles Panzertape konnte nicht mehr helfen – nach 18 Runden war Schluss. Der Sieg in der Cup 5 ging im sechsten Lauf an den „racing one“ M235 mit der Startnummer 696.

Am Ende siegte der „gute Stern“ der Nordschleife

Vier Stunden nach dem Start, kreuzten zwei Mercedes-Benz SLS mit nicht ganz 1.5 Minuten Abstand die Ziellinie und demonstrierten damit wieder einmal: Der Mercedes-Benz AMG SLS GT3 gehört noch lange nicht zum „Alten Eisen“ – auch wenn der neue AMG GT bereits zum ersten Rennen an der Nordschleife auftauchte! Für eine Handvoll Porsche reicht es am Ring dann, dank exzellenter Fahrbarkeit und der Stabilität eines Panzers, dann noch immer! 😉 Bis zum nächsten Lauf, in einer Woche – und dann fahren wir „sechs Stunden“!

211/ VLN Saison 2015, 38. RCM DMV Grenlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 22.08.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.

 

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf / Robert Kah

VLN 2015: Uwe Alzen und Dominik Schwager siegen im Ford GT

Den fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird so schnell niemand vergessen. Bei strahlendem Sonnenschein boten die Fahrerinnen und Fahrer in der ‚Grünen Hölle’ Motorsport vom Allerfeinsten: Drei Marken auf dem Podium und Fahrzeuge aus vier unterschiedlichen Klassen innerhalb der Top 6 – das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Zudem brachte auch Lauf fünf neue Sieger hervor: Uwe Alzen (Betzdorf) und Dominik Schwager (München) entschieden den 47. ADAC Barbarossapreis im Ford GT für sich. Bei seinem ersten Einsatz in der laufenden Saison war der schwarze Supersportwagen von Jürgen Alzen Motorsport unter der Bewerbung H&R Spezialfedern das Maß der Dinge. Bereits bei seinem letzten Nordschleifen-Einsatz, dem Finale 2014, war der Ford GT nicht zu schlagen. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Dominik (Ansbach) und Mario Farnbacher (Lichtenau) 14,592 Sekunden. Das Brüderpaar errang beim erst zweiten Einsatz des neuen Lexus RC-F GT3 den ersten Podestrang. Dass sie keine Eintagsfliege sind, stellten Michela Cerruti (Italien), Jesse Krohn (Finnland) und Felipe Fernándes Laser (Leipzig) unter Beweis. Das Trio im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop wurde auf Platz drei abgewinkt. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 8. August um 17:00 Uhr.

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Der Sieger von VLN 2- 2015 | Foto: SB-Medien Stefan Baldauf

Von der Pole-Position aus gestartet setzte sich Nordschleifen-Spezialist Uwe Alzen an die Spitze des Feldes. Insgesamt führten er und Schwager 17 von 28 Runden das Klassement an. Die Führung wechselte über die Distanz von vier Stunden sechs Mal. Der Sieg geriet auf der Strecke zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dass es am Ende doch noch einmal richtig eng wurde, dafür sorgten zwei Strafen, die die Rennleitung verhängte. Aufgrund der Unterschreitung der Mindeststandzeit beim ersten Boxenstopp erhielt Alzen eine Stop-and-Go-Strafe; wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in einer Slow Zone wurden am Ende 95 Sekunden auf die Fahrzeit addiert. Der komfortable Vorsprung des Ford-Duos war so gleich doppelt wichtig, denn Schwager ging mit einem Doppelstint an seine Grenzen. Im Ziel musste sich der Münchner einige Minuten setzen, um durchzuatmen. „Im Auto ging es noch“, sagte er. „Aber ich war schon glücklich, dass ich nicht in einen Zweikampf verwickelt war und das Rennen verhältnismäßig einfach nach Hause fahren konnte.“ Zufrieden über seinen elften Sieg war Uwe Alzen: „Damit hat sicherlich niemand gerechnet – wir sind absolut happy.“

Das Farnbacher-Team errang einen großartigen Erfolg – den ersten Podestplatz eines asiatischen Automobilherstellers seit dem Saisonfinale 1979. „Wir sind selber etwas überrascht, aber sehr glücklich“, sagte Mario Farnbacher. „Nach der Premiere beim vergangenen Rennen haben wir Lexus umfangreiches Feedback gegeben und die Techniker haben alle unsere Wünsche umgesetzt. Wir fahren auch die verbleibenden fünf VLN-Rennen – vielleicht geht da sogar noch ein bisschen mehr.“

Nach ihrem Premierensieg beim vierten Rennen war das Walkenhorst-Team glücklich über einen erneuten Podestrang. „Wir hatten gegen den Ford GT heute keine Chance“, räumte Laser ein. „Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kesselchen war ich in der Schlussphase mit einer beschädigten Frontpartie unterwegs und konnte den Lexus vor uns nicht voll attackieren. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Wir haben ein sehr gutes Setup erarbeitet und unsere Tendenz zeigt weiter nach oben.“

Hinter dem Führungstrio belegten Dominik Baumann (Österreich), Anders Burchardt (Norwegen) und Maximilian Sandritter (Raublingen) in einem weiteren BMW Z4 GT3, eingesetzt von dem BMW Sports Trophy Team Schubert, Rang vier. Fünfte wurden Christoph Breuer (Nettersheim) und Le-Mans-Sieger Nick Tandy (Großbritannien) in einem SP7-Porsche von Manthey-Racing, vor dem Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey mit den Fahrern Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Mayen) und Jochen Krumbach (Eschweiler). Die ersten sechs Positionen des Gesamtklassements gingen also an Fahrzeuge der Klassen SP-X, SP9, SP7 und SP-PRO.

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Das VLN-Feld in seiner Vielfalt, in nur einem Foto! | Foto: SB-Medien Stefan Baldauf

Der inoffizielle Titel des Halbzeitmeisters geht an Dirk und Tim Groneck (beide Melle), die Meister der Saison 2013. Mit ihrem Renault Clio feierten sie den vierten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden), die in der TMG-Cup-Klasse ebenfalls zum vierten Mal triumphierten, beträgt 0,65 Punkte. Trotz mehr Teilnehmern in der Klasse – in der Langstreckenmeisterschaft erhalten die Fahrer die meisten Punkte, die die meisten Fahrer unter Ihresgleichen hinter sich lassen – konnte das Toyota-Duo die Spitzenposition nicht einnehmen. Die VLN-Junior-Trophäe führt Timo Hilgert (Rheinböllen) an, der zusammen mit Christian Büllesbach (Königswinter) und Andreas Schettler (Baden-Baden) im BMW Z4 des Pixum Team Adrenalin Motorsport in der Klasse V5 auf Platz zwei fuhr. In der VLN-Produktionswagen-Trophäe liegt der Niederländer Stefan van Campenhoudt, der als Solist in der Klasse V4 seinen dritten Sieg feierte.

Der sechste Lauf des Jahres, das 38. RCM DMV Grenzlandrennen, findet am 22. August statt.

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Titelbild: SB-Medien, Stefan Baldauf

VLN 2015 – Lauf 3 – Jetzt geht die Saison erst richtig los

Das 24h-Rennen am Nürburgring gehört der Vergangenheit an. Triumphe sind gefeiert und Niederlagen inzwischen längst verdaut worden. Höchste Zeit, dass die Motorsportfans wieder Rennsport-Action vom Feinsten geboten bekommen. Und die liefern die Teilnehmer der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Am kommenden Samstag, 20. Juni, wird die ‚Grüne Hölle’ wieder beben, wenn um Punkt 12 Uhr der dritte Lauf gestartet wird. Nach knapp zweimonatiger Pause können es die meisten Piloten kaum noch erwarten, endlich wieder in ihre Boliden zu steigen, um die vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und legendärer Nordschleife zu absolvieren. „Es wird höchste Zeit, dass es weitergeht“, trifft VLN-Urgestein Jürgen Fritzsche, der mit Zwillingsbruder Heinz-Otto (beide Hückeswagen) im Opel Astra OPC Cup um den Sieg fährt, den Nagel auf den Kopf. Wenn sich die Piloten beim 57. ADAC ACAS H&R-Cup in das Abenteuer Nürburgring stürzen, werden die Fans wieder voll auf ihre Kosten kommen. In der VLN geht es jetzt erst richtig zur Sache – acht von insgesamt zehn Rennen stehen noch im Terminkalender. Zudem kann am kommenden Samstag eine historische Marke geknackt werden: der 200. VLN-Sieg eines Porsches. Größer als beim dritten Lauf der Saison 2015 waren die Chancen wohl nie zuvor.

Die wahrscheinlich besten Aussichten auf diesen Jubiläumserfolg hat das Team Frikadelli Racing mit Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huismann (Niederlande). Ihr Porsche GT3 R zeichnet auch für den bislang letzten Sieg des Herstellers bei einem VLN-Rennen, im August 2014, verantwortlich. „Wir waren ja schon einmal kurz davor. Jetzt soll es endlich klappen. Wir fahren wie immer nach dem Motto Sekt oder Selters“, sagt Schmitz, die mit ihren Teamkollegen in einem komplett sanierten Fahrzeug an den Start gehen wird, entschlossen. Aufgrund von Unfällen und technischen Defekten war der 46-Jährigen in dieser Saison bisher nicht sehr viel Zeit hinter dem Steuer vergönnt. „Deshalb übernehme ich diesmal auch den Start.“

Hoffnungen auf den historischen Sieg können sich auch die beiden Teams aus der Klasse SP Pro machen. Sowohl Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Kottenheim) im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey als auch Eberhard Baunach (Köln), Wolfgang Kaufmann (Molsberg) und Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr-Ahrweiler) im Porsche 911 GT3 KR von Kremer Racing haben gute Karten, den dritten VLN-Lauf zu gewinnen. Sollte keines der bisher genannten Teams das nötige Glück auf seiner Seite haben, steht noch eine ganze Armada bereit, um für den Hersteller in die Bresche zu springen. In der Klasse SP7 gehen 17 Teilnehmer an den Start – allesamt im Porsche, allesamt mit dem Grundpotenzial, das Rennen zu gewinnen.

Mit von der Partie werden am Samstag auch weitere Fahrer sein, die beim 24h-Rennen am Nürburgring einen bleibenden Eindruck hinterließen. Zum einen ist da Adam Christodoulou (Großbritannien), der beim Eifelmarathon im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit der zweitbesten Zeit im Top-30-Qualifying auf sich aufmerksam machte. Dass Christodoulou nun mit Nico Verdonk (Belgien) für Prosport-Performance GmbH im Porsche Cayman in der Klasse V5 an den Start geht zeigt, dass er sich auch für leistungsschwächere Fahrzeuge längst nicht zu schade ist. Der Brite ist Rennfahrer mit Leib und Seele und steht somit sinnbildlich für die Leitmotive der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Gleiches gilt für das Team Scheid – Honert Motorsport, das nach einem Einschlag ihren BMW M235i Racing Cup unter widrigsten Bedingungen an der Strecke reparierte und ihn unter dem Jubel der Fans nach vier Stunden wieder ins 24h-Rennen schickte. Im gleichen Auto werden Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrey (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach) im BMW M235i Racing Cup gegen 16 Konkurrenten um den Sieg und Punkte für das Klassement kämpfen.

Es sind unter anderem die Marken-Wettbewerbe, die dem VLN-Rennen ihren besonderen Charme verleihen. So dürften die Motorsportfans den Entscheidungen zwischen den Toyota GT 86-Teams im TMG GT86 Cup genauso entgegenfiebern, wie denen im Opel Astra OPC Cup. Dort stellen die Zwillingsbrüder Fritzsche, Jürgen und Heinz-Otto, mit Bravour unter Beweis, dass Alter vor Erfolg nicht schützt. Beide holten im Vorjahr den Titel und setzten mit ihrem Teamkollegen Hannu Luostarinen (Finnland) mit dem ersten Platz beim zweiten VLN-Lauf eine weitere beeindruckende Duftmarke in der Saison 2015. Neben der Titelverteidigung im beliebten Opel-Markenpokal ist für Heinz-Otto Fritzsche ein weiteres Ziel zum Greifen nah. Vier Siege fehlen dem Hückeswagener, um die 81 Klassensiege von Ralf Schall (Dornstadt) zu übertrumpfen und sich damit auf den ersten Rang der erfolgreichsten Fahrer der VLN-Geschichte zu setzen.

Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, muss dafür nicht tief in die Tasche greifen. Familienfreundlichkeit wird in der populären Breitensportserie groß geschrieben. Tickets für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, den Besuch im Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung sind für 15 Euro an den Tageskassen erhältlich. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt für das Erlebnis ‚Grüne Hölle’ kostenlos.

Das Rennen über die Distanz von vier Stunden startet am Samstagmittag um 12 Uhr. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Positionen in der Startaufstellung ausgefahren.

VLN: M235i Cup: Scheid Motorsport gewinnt den zweiten Saisonlauf

Nachdem der erste VLN-Lauf wegen des tragischen Unfalls abgebrochen werden musste, gilt dieser zweite VLN-Lauf als „erster“ Wertungslauf für die BMW M235i Cup-Klasse.

Und der Sieg in diesem zweiten VLN-Rennen ging in der BMW M235i Racing Cup Klasse an den „Eifelblitz“ vom Team Scheid Motorsport. Die Fahrer Uwe Ebertz (DE), Michael Schrey (DE) und Jörg Weidinger (DE) verwiesen im Fahrzeug mit der Startnummer 666 die Teams Adrenalin Motorsport und MPB Racing auf die Plätze zwei und drei. Das Teilnehmerfeld umfasste 21 BMW M235i Racing. Insgesamt fuhren BMW Fahrer beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen sechs Klassensiege ein.

„Das war ein optimaler erster Wertungslauf für uns. Wir haben in diesem Jahr sehr starke Konkurrenz in der BMW M235i Racing Cup Klasse. Ich denke, es gibt mindestens fünf Teams, die in dieser Saison Rennen gewinnen können. Deshalb kann man nicht davon ausgehen, einen Durchmarsch hinlegen zu können. Umso wichtiger war dieser Sieg zum Auftakt. Wir haben als Team einen fehlerfreien Job gemacht – und hatten das nötige Quäntchen Glück, das man bei diesem typischen Eifel-Wetter braucht.“

 

VLN: Premierensieg für den neuen Audi R8 auf der Nordschleife

Das Audi Sport Team WRT feierte den weltweit ersten Sieg mit dem in diesem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellten Audi R8 LMS – der neusten GT3-Version Ingolstädter Sportwagens. Christopher Mies (Heiligenhaus) und Nico Müller (Schweiz) überquerten nach 4:05:04,851 Stunden auf Platz eins die Ziellinie. Für das belgische Team gab es gleich doppelt Grund zur Freude, denn mit Pierre Kaffer (Schweiz) und Laurens Vanthoor (Belgien) auf Platz zwei feierte die Mannschaft einen Doppelsieg. Das Podium komplettierten Klaus Graf (Dornhan), Christian Hohenadel (Illingen), Nico Bastian (Frankfurt) und Thomas Jäger (München) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING. Bei wechselhaften Wetterbedingungen fuhren am Ende 139 von 180 gestarteten Teams in Wertung. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 2. Mai um 15:30 Uhr.

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Der dritte Platz ging an den Mercedes-Benz SLS vom Team ROWE
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Doppelter Erfolg für den neuen Audi R8 GT3

Die Nürburgring Nordschleife war am Morgen noch Neuland für DTM-Fahrer Nico Müller, doch bei seinem ersten Rennen sicherte er sich auf Anhieb den Sieg. Damit tritt der Schweizer in einen exklusiven Kreis ein, denn nur wenigen Fahrern vor ihm gelang dieses Kunststück. Einer von Müllers Vorgängern: Bernd Schneider. 1990 triumphierte auch er bei seinem ersten VLN-Einsatz auf Anhieb. Später erarbeitete er sich als Rekordsieger und -champion den Titel ‚Mr. DTM’. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Müller. „Nach Pech im Qualifying aufgrund des Wetters konnten wir uns im Rennen gut nach vorne arbeiten.“ Teamgefährte Mies ergänzte: „Unsere Taktik war perfekt und wir hatten bei abwechselnd regennasser und abtrocknender Strecke fast immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. So war es uns möglich, von Startplatz 14 aus an die Spitze zu fahren.“ Das Duo im Schwesterfahrzeug klagte über einen Reifenschaden im Rennen. „Wir haben dadurch viel Zeit verloren“, sagte Kaffer. „Alles in allem ein gutes Ergebnis, denn das Wichtigste war drei Wochen vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring, den Wagen heile ins Ziel zu bringen.“ Zufrieden mit Platz drei war auch Nico Bastian, denn ROWE RACING konzentrierte sich ebenfalls auf die Vorbereitung zum Langstreckenklassiker. „Wir waren das einzige Team, das heute bereits vier Fahrer auf einem Auto eingesetzt hat“, sagte er. „Das ist besonders bei feuchter Strecke ein großer Nachteil, denn wir haben nach einem zusätzlichen Boxenstopp einmal mehr einen neuen Fahrer im Auto, der sich in seiner ersten Runde zunächst auf die Bedingungen auf der Nordschleife einstellen muss.“

Im Zeittraining hatte Bentley Motorsport das Zepter noch in der Hand. Nordschleifen-Routinier Lance David Arnold (Duisburg) sicherte dem britischen Traditionsrennstall die erste Pole-Position in der Langstreckenmeisterschaft. Zusammen mit Christian Menzel (Kelberg) und Guy Smith (Großbritannien) fuhr das Trio im Continental GT3 im Rennen auf Platz vier. Auf den Positionen fünf und sechs wurden die beiden BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Marc VDS gewertet. Den schnellsten Porsche brachte das Wochenspiegel Team Manthey auf Rang sieben ins Ziel, gefolgt von dem Black Falcon SLS AMG GT3. Am Steuer des Flügeltürers: Bernd Schneider, Tim Scheerbarth (Dormagen) und Adam Christodoulou (Großbritannien).

Ein Parforceritt gelang den drei Norwegern Hakon Schjaerin, Atle Gulbrandsen und Kenneth Ostvold. Das Trio fuhr im frontgetriebenen Audi TTRS 2.0 bis in die Spitzengruppe vor und beendete das Rennen – mit einem deutlich leistungsschwächeren Fahrzeug als die GT3-Boliden und Cup-Porsche – auf dem 15. Rang. Dass sie mit dieser kleinen Sensation am Ende auch in ihrer Klasse bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo (SP3T) die Nase vorne hatten – Ehrensache.

In der Klasse Cup 1 (Opel Astra OPC Cup) setzten sich die beiden Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) zusammen mit Hannu Luostarinen (Finnland) durch. Den Sieg im TMG GT86 Cup holten sich Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) für das Team Dörr Motorsport und im BMW M235i Racing Cup triumphierten Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrey (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach). Das Trio ist für das Team Scheid-Honert Motorsport am Start.

Weil sie beim ersten gewerteten Rennen des Jahres in der am stärksten besetzten Klasse (SP9, GT3-Fahrzeuge) unterwegs waren, sind Müller und Mies auch die ersten Tabellenführer in der Saison 2015. Gemäß des bewährten Punktesystems der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, erhält das Team die meisten Punkte, das die meisten Gegner in der Klasse hinter sich lässt.

Für eine Vielzahl der VLN-Teams steht in drei Wochen (14. bis 17. Mai 2015) das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Programm. Der dritte VLN-Lauf findet am 20. Juni 2015 statt. Der 57. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Formel 1 – Barcelona Tests

Ein langer Winter liegt hinter uns, aber so langsam können wir uns auf die Formel 1 Saison 2015 wieder einstimmen. Die Tests in der Formel 1 laufen bereits auf Hochtouren. Die aktuellen Zeiten vom Testtag (26.2.) in Barcelona lauten wie folgt:

  • Massa (Williams) laps 103 1’23”500 Soft
  • Ericsson (Sauber) 116 1’24”276 Supersoft
  • Hamilton (Mercedes) 48 1’24”881 Medium
  • Kvyat (Red Bull) 75 1’25”947 Medium
  • Grosjean (Lotus) 75 1’26”177 Soft
  • Raikkonen (Ferrari) 80 1’26”327 Medium
  • Sainz Jr (Toro Rosso) 86 1’26”962 Medium
  • Button (McLaren) 7 1’31”479 Medium

Die Temperaturen lagen bei 16 bis 18 Grad und von einem kleinen Schauer um die Mittagszeit abgesehen, war die Strecke trocken.

 

 

 

 

Foto: TEST F1/2015 - JEREZ (SPAGNA) 01/02/2015 - © FOTO STUDIO COLOMBO X PIRELLI