N24h – Interview mit Bernd Schneider

Wenn Motorsport-Fans von Legenden des Tourenwagen-Sports sprechen, dann ist nicht selten die Rede vom 5-fachen DTM-Sieger Bernd Schneider. Wir haben mit Mr. DTM im Vorfeld zum 24h-Rennen 2015 gesprochen.

Das Gespräch findet in der AMG-Lounge statt, hoch über den Boxen am Nürburgring, mit einem grandiosen Blick auf die Rennstrecke. Im Hintergrund die Mercedes-Arena. Pünktlich zum Interview-Termin suchen die Augen von Bernd Schneider die Monitore in der Lounge, unter uns, auf der Traditions-Rennstrecke des Nürburgrings haben die WTCC-Piloten gerade ihre Einführungsrunde zum ersten WTCC-Lauf auf der Nordschleife gestartet. Bernd ist ein Racer, Bernd bleibt ein Racer und so verschieben wir die ersten Fragen.

Auch wenn Bernd selbst einen der faszinierendsten Rennwagen auf dieser Strecke über die 24h-Distanz pilotieren wird, er sitzt am Steuer des Black Falcon SLS mit der Startnummer 2, kann er den Blick über den Motorsportlichen-Tellerrand nicht widerstehen.

bernd schneider im gespräch

Im Gespräch mit Bernd Schneider

mab: Bernd, die üblichen Fragen gleich zu Beginn: Wie ist es, auf der Nordschleife unterwegs zu sein, was ist hier anders als auf den „normalen“ Rennstrecken?

Bernd:  Vor der Nordschleife musst Du immer ganz großen Respekt haben. Aber rein mental ist die Vorbereitung vor jedem Rennen ähnlich.

 

mab: Bernd, Sie betreiben seit 35 Jahren Motorsport. Können Sie sich vorstellen, den Helm bald an den Nagel zu hängen? Wie ist das mit der „Furcht“ vor dieser Rennstrecke?

Bernd: Respekt muss man vor dieser Rennstrecke immer haben, aber ganz generell muss man sich natürlich irgendwann die Frage stellen, ob man nicht schlicht zu alt wird für den Motorsport und ob man genug Spaß daran hat.

 

mab: Mit Ihrem SLS stehen Sie für das Rennen nun auf Platz 2 im Grid. Das Top 30-Qualifying wurde von ihrem Teamkollegen Adam Christodoulou gefahren, mit einer 8:18,341 hat er ein Ausrufezeichen in den Asphalt gebrannt. Vergleichen Sie sich noch mit Ihren jüngeren Team-Kollegen, so als 5-facher DTM-Meister muss man sich doch eigentlich mehr mit anderen vergleichen, oder? Oder denkt man sich, vor 10 Jahren hätte ich das auch gemacht?

Bernd: Das würde ich heute noch immer tun. Und natürlich vergleiche ich mich mit den Kollegen. Man schaut immer auch auf den Zeitenmonitor und vergleicht die Sektorenzeiten mit den anderen!

Aber Adam war schon richtig schnell, das war eine sehr gute Runde! Und ich muss auch sagen, ich lerne immer gerne von den jüngeren Kollegen. Da muss man einfach auch offen sein.

 

mab: Und was lernen Sie von den jungen Kollegen?

Bernd: Man kann von jedem etwas lernen. Zum Beispiel eine neue Linie auf der Rennstrecke – am Ende heißt es aber immer: Helm auf, Gedanken beiseite und Rennen fahren.

 

mab: Es treten an diesem Wochenende 32 Piloten auf acht SLS GT3 an, wie fühlt man sich da? Vergleicht man sich da ständig mit den Kollegen?

Bernd: Nein, eigentlich kann man sich nur mit den Kollegen auf dem eigenen Auto vergleichen. Bei anderen Teams fährt man andere Reifen, andere Abstimmung, andere Strategien …

 

mab: Andere Reifen sind ein gutes Stichwort. Der AMG SLS GT3 des Team Car Collection (Startnummer 31) hat gestern, vor dem zweiten Qualifying, die Reifenmarke gewechselt. Von Michelin ist man dort auf Dunlop umgestiegen. Wie geht man als Rennfahrer mit so einem Wechsel um? Muss man sich umgewöhnen? Bringt das Probleme mit sich?

Bernd: Das wusste ich noch nicht, aber eigentlich ist es egal, was auf dem Rad draufsteht: Wenn der Reifen gut ist, dann fühlt man sich als Fahrer wohl. Und darauf kommt es an. Man muss Vertrauen in den Reifen aufbauen, dann klappt alles.

 

mab: Sich wohlfühlen, auch ein gutes Stichwort: Wie „wohl fühlen“ Sie sich denn mit Speedlimits auf einer Rennstrecke?

Bernd: Es ist kein Problem. Ich war überrascht, wie gut das funktioniert. Und jetzt nutzen wir einen Speedlimiter, vierter Gang, 200 km/h und das funktioniert sehr gut.

 

mab: Und die Strafen für Tempovergehen? Sind die nicht zu hart?

Bernd: Nein. Dann halten sich auch alle daran. Und klar war auch, nach dem Unfall musste etwas passieren!

 

mab: Wo sehe ich Sie am Sonntag um 16h wieder?

Bernd: Na, hoffentlich in der Box.

 

mab: Nicht auf dem Siegertreppchen? Sehen Sie sich jetzt nicht, nach P2 im Quali, als Favoriten?

Bernd: Ach Quatsch. Ich glaube so wichtig ist die Startaufstellung jetzt nicht. Wir haben hier ganz andere heiße Kandidaten. Bentley, Aston Martin, BMW und natürlich die Audi, die vermutlich im Quali noch nicht mit vollen Speed unterwegs waren.

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

copyright by robert kah
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VLN: Pech für ROWE RACING beim ersten Lauf

Die starke Vorstellung von ROWE RACING beim ersten VLN-Lauf der Saison 2014 blieb unbelohnt: Auf Podiumskurs liegend fing sich der SLS AMG GT3 von Michael Zehe, Thomas Jäger und Maro Engel zwei Reifenschäden in Folge ein. Nach dem zweiten unplanmäßigen Stopp entschied Teamchef Hans-Peter Naundorf, das Rennen aufgrund des aussichtslosen Rückstands vorzeitig zu beenden.

Dabei hatte es lange nach einem perfekten VLN-Auftakt für ROWE RACING ausgesehen: Thomas Jäger fuhr im Qualifying die siebtbeste Zeit der 170 teilnehmenden Fahrzeuge. Eine Vorlage, die Startfahrer Maro Engel auch im Rennen umsetzen konnte. Mit schnellen Runden etablierte er den Flügeltürer in der Spitzengruppe. In Runde 13 übernahm Thomas Jäger das Steuer und führte den ROWE SLS weiter bis auf den dritten Rang nach vorne.

In Runde 17 bremste schließlich ein defekter Reifen vorne rechts die bis dato souveräne Podiumsfahrt. Der ehemalige DTM-Pilot konnte den Flügeltürer noch in die Box lenken. Mit Rückstand auf die Spitze kehrte Jäger wieder auf die Strecke zurück, seine Aufholjagd währte jedoch nicht einmal zwei Runden. Ein erneuter Reifenschaden – wieder vorne rechts – bedeutete dann das endgültige Aus.

Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Das ist wirklich extrem schade, wir waren bis zum letzten Renndrittel sehr gut unterwegs und es „roch“ schon ein wenig nach Podium. Wir werden jetzt noch einmal genau die Ursachen für diesen doppelten Defekt untersuchen und uns dann aber auch wieder auf die nächsten Aufgaben konzentrieren.“

 

 

  • Quelle: ROWE Motorsport
  • Fotos: Bjoern Habegger und die Canon 6D

SLS AMG GT Final Edition

Die Final Edition des SLS AMG ist so etwas wie ein letzter Aufruf. Die letzte Chance für eine Lokalrunde, der Junggesellenabschied vor dem Tag der Trauung. Wer jetzt noch einmal die Party anschieben will, der bekommt eine letzte Chance.

Die Final Edition setzt dem SLS AMG GT noch einmal die Krone auf

Nur 350 Stück wird es geben und vermutlich verschwindet eine nicht zu unterschätzende Anzahl der Exemplare in klimatisierten Tiefgaragen im arabischen Raum.  Dabei wollen die 591 PS noch einmal zeigen, was der SLS AMG für die Marke mit dem Stern bedeutet.

Mercedes-Benz10 SLS AMG GT Final Edition

Aerodynamik-Elemente aus Sichtcarbon, eine Motorhaube aus dem gleichen, edlen und vor allem extrem leichten Material, AMG Schmiederäder in 19 Zoll vorne und 20 Zoll hinten. Bereift mit speziellen Cup-Reifen der Marke Dunlop.  Die Final Edition des SLS AMG GT steht für das ultimative Angebot auf extremen Fahrspaß. Dank der Dunlop Sport Maxx Race wartet die Rennstrecke, um dort die Leistung des V8-Frontmotor Sportlers vollständig auszureizen.

Mercedes-Benz05 SLS AMG GT Final Edition

In 3.7 Sekunden geht es von 0 km/h auf Tempo 100 und erst bei 320 km/h ist das Limit erreicht. Das AMG Speedshift 7-Gang Getriebe verfügt über vier Schaltprogramme und einen Rade-Start Modus für die maximale Performance.

Nicht nur Exterieur-Design und Technologie des SLS AMG GT FINAL EDITION wurde für die „Final Edition“ angepasst, auch das Interieur erlebt eine Verwandlung: Das hochwertige Ambiente wird vor allem von dem markanten Polster designo Leder Exklusiv im Rauten-Design auf den Sitz- und Türmittelfeldern bestimmt. Die Kontrastziernähte in Silber harmonieren perfekt mit den schwarzen Lederpolstern, den silbernen Sicherheitsgurten und den schwarzen Fußmatten mit silberner Ledereinfassung. Zierteile in Carbon sind serienmäßig.

Mercedes-Benz06 SLS AMG GT Final Edition

Ein besonders exklusives Detail ist die Plakette „AMG FINAL EDITION – 1 of 350“ auf der in Carbon ausgeführten Mittelkonsole. Optisch wie haptisch sehr hochwertig präsentiert sich die sogenannte „3D-Naht“: Ein feiner Alcantara®-Streifen auf dem Lederbezug der Instrumententafel zeigt die für Mercedes-AMG typische Liebe zum Detail. Kontrastziernähte in Silber vollenden die 3D-Naht handwerklich gekonnt und unterstreichen den Manufakturcharakter. Das AMG Performance-Lenkrad in Alcantara® rundum mit silberner 12-Uhr-Markierung und Hochglanz schwarzer Echtmetallspange korrespondiert mit den Hochglanz schwarzen Einfassungen der Belüftungsdüsen. Die Sportsitze verfügen über ein geprägtes AMG Wappen in der Kopfstütze.

Ausgeliefert wird die „Final Edition“ ab März 2014. Dabei wird das Coupé 225.505 € kosten und der Roadster 233.835 €.

VLN Galerie Rennen 3 – Saison 2013

Der dritte Lauf der Saison 2013 – war praktisch erst Lauf zwei. 🙂 Ich vermute, hier werde ich noch des öfteren über die Zählweise der Rennen stolpern – bin aber bestimmt nicht alleine dabei 😉

Fotos – Lauf 3- VLN 2013