Fahrbericht Škoda Superb 4×4

Wer das Vergnügen hat, hinter einem neuen Superb auf der Autobahn herzufahren, der kommt nicht umhin, die Arbeit des Škoda-Designers Kaban zu loben. Seriös im Auftritt, aber dennoch sexy auf der Straße. Im dunklen Farbton eines braunschwarz wird aus dem Superb eine wundervolle Fließheck-Limousine. Ich bin geneigt zu sagen: Der schönere Audi A5. Der elegantere A6. Der modernere A4. Der emotionalere VW Passat. Einfach ein schönes Auto, dieser Superb.

„Super B“

Test und Fahrbericht des Škoda Superb 4×4 TDI DSG  Laurent & Klement

MQB? Natürlich MQB. Der „modulare Querbaukasten“ des Volkswagen-Konzerns ist das Wundermittel im Fahrzeugbau. Alles geht. Vom Golf bis zum Superb, alles aus einer Tüte. Doch wer den Superb nun nur auf diesen „Baukasten“, der eigentlich nur eine Plattform ist, reduziert, hat den Sinn und Wert des großen Tschechen nicht verstanden. Sicher, alle Zutaten sind bekannt. Der 2.0 Liter Diesel in der zweithöchsten Ausbaustufe, das DSG, die Haldex-Kupplung, die Infotainment-Systeme. Alles alte Bekannte. Und dennoch, es sind eben nicht einfach nur die Zutaten, die ein Gericht genießbar machen, es ist der Koch, der es köstlich werden lässt. Und was man in Mlada Boleslav auf Basis des MQB kocht, schmeckt. Und sieht eben auch gut aus. Aber kann der Superb auch in der Business-Class überzeugen?

Firmenwagen-Fahrer, User-Chooser und Dienstwagenberechtigte, aufgewacht und aufgepasst. Der Superb als 190 PS Diesel mit DSG und 4×4 ist ein Underdog auf dem Firmenparkplatz, aber ein besonders schöner und als L&K (wie gefahren) ein ganz feiner.

Test skoda superb laurent klement 073 test 190 PS 4x4 dsg

Erste Disziplin: Dynamik

Als Limousine ist der Superb ja eigentlich gar keine Limousine, er ist ein Fließheck. Aber egal, beides in der Kombi-Nation Deutschland eher selten. Als Testwagen hat Škoda nicht nur das „seltene“ Fließheck gestellt, sondern auch gleich noch die wertige L&K-Ausstattung in dem dunklen Cappuccino-Farbton herausgerückt. Diese Farbe, die nach zu wenig Milch und zuviel Eleganz ausschaut, der Superb wird in dieser Kombination seinem Namen mehr als gerecht.

So elegant geparkt, will man den schnöden Dynamik-Anspruch den RS-Brüdern eine Stufe darunter überlassen. Doch die 4.8 Meter lange Limousine  Fließheck lässt sich, eben dank der jüngsten MQB-Basis und überschaubaren 1.615 kg Leergewicht nicht lange bitten. Der Harnstoff gereinigte Antriebsstrang bietet 190 PS und 400 Nm an. Das 6-stufige Doppelkupplungsgetriebe portioniert die Kraft binnen 7.6 Sekunden auf Tempo 100. Gefälliger noch als der reine Sprint, die geschmeidige Kooperation zwischen dem entfernt knurrenden Diesel und dem DSG-Getriebe. Okay – Baukasten eben. Aber, es funktioniert.

Per Drivemode-Taster lassen sich das Fahrwerk und alle die anderen Steuergeräte, von der Lenkung über die Gaspedal-Kennlinie bis hin zum adaptiven Tempomaten, auf das morgendliche Befinden hin adaptieren. Comfort mag ein wenig zu weich in der Dämpfer-Abstimmung sein. Sport passt wiederum nicht zum trendigen und eleganten Farbton. Finger weg – oder per Individualmode auf die eigenen Wünsche eingestellt. Effizienz ist eine ganz gute Wahl. Das Getriebe wird ruhig gestellt, die 400 Nm sollen aus dem Drehzahlkeller ziehen und auf der Bahn wird beim Rollen ausgekuppelt. Die coole und ruhige Gangart lässt genug Zeit, den Innenraum zu genießen.

Fakt: 0 auf 100 rennt er in 7,6 Sekunden, bei 229 km/h ist Schluss.

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Zweite Disziplin: Komfort

Selbst wenn der Comfort-Modus des „Drive-Mode“ ein wenig zu „weich ist – so ein wenig Couch-Feeling passt zum „großen Tschechen“ ganz gut. Derweil macht man sich breit in Reihe eins, genießt das gute Gestühl, freut sich über eine excellente Verarbeitung und schätzt die sehr gute Farb- und Materialwahl. Sicher, beiges Leder kauft bei uns vermutlich niemand. Zu schmutzempfindlich für den Alltag. Aber so jungfräulich wie im Testwagen wirken der sanfte Toffee braune (Magnetic-braun in Wahrheit!) Farbton und das helle Interieur einfach perfekt zusammen. Dazu der elegante kleine Leuchtstreifen quer durch das Cockpit.

Einmal die volle Punktzahl für Autos, die „noch bezahlbar“ sind.

Test skoda superb laurent klement 097 test 190 PS 4x4 dsg

Dritte Disziplin: Emotionen

Soverän ist auch eine Emotion. Oder? Der Superb vermittelt dieses Gefühl von souveränem Wohlstand, ohne deswegen gleich an die Sozialneid-Debatte zu erinnern. Sein Design ist wesentlich besser als alles andere, was aktuell aus dem VW-Konzern kommt. Modern, technisch und dennoch nicht kühl und auswechselbar. Dass man sich zudem an die Firmengründer Laurent & Klement erinnert, um die Top-Version auszustatten, es macht das ganze Fahrzeug so nahbar und bodenständig. Und wo wir hier doch über Platz und Raumfülle eines Audi A6 sprechen, nein, auf der Rückbank ist es eher ein A6L, den man sonst nur in China erhält. Dass der adaptive Tempomat gegen Aufpreis auch bis Tempo 210 arbeitet, senkt im übrigen den Ruhepuls der Dienstwagen-Piloten – wenn man mal wieder 1.000 km am Tag gerissen hat. Ist ja auch eine Emotion. Also, kein Stress.

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Was geht beim Thema Multimedia?

rSAP nennt sich die Mobilphone-Technik, mit der das Multimedia-System aufgerüstet werden kann und dann die Hoheit über die SIM-Karte des Mobiltelefons übernimmt. In Verbindung mit dem Infotainmentsystem Columbus gibt es dann einen 8-Zoll großen Touchscreen, mit Näherungssensor (okay, auch alles VW-Baukasten, aber eben gut!), mit WLAN-Hotspot und im Businesspaket „Columbus“ für 1.890 € dann auch mit der Verkehrsschild-Erkennung und dem Tablet-Halter für den Fond. Verkehrsschild-Erkennung und Tablet-Halter im Fond? Ja – manche Pakete muss man nicht verstehen. Umso mehr freut man sich in Reihe zwei über den unkomplizierten Weg, das „Plus-Smartphone, Phablet oder Tablet“ an der Kopfstütze des Beifahrersitzes montieren zu können, per WLAN im Auto online zu gehen und so zu tun, als wäre die Business-Class plötzlich zur Chauffeurs-Limousine aufgestiegen.

Mit der „Media Command App“ auf dem Tablet kann man dann auch von Reihe zwei aus über das Multimedia-System herrschen. Die 80 € Aufpreis sollte einem der Trick wert sein.

Test skoda superb laurent klement 037 test 190 PS 4x4 dsg

Das bietet er zum Thema Sicherheits- und Assistenzsysteme:

Mercedes-Benz nennt es „Pre-Safe“, bei Skoda spricht man von einem „proaktiven Insassenschutz“. Leider berechnet Škoda hierfür weitere 150 € Aufpreis, in Verbindung mit den hinteren Seiten-Airbags sind es 290 €. Der „proaktive Insassenschutz“ erkennt einen unvermeidbaren Unfall und wird bereits zuvor bei kritischen Fahrsituationen aktiv. Er schließt die Fensterscheiben, stellt die Rückenlehnen gerade und die Gurte werden gestrafft. Das dient einem maximalen Insassenschutz. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte man auch beim Thema „dynamischer Lichtassistent“ und Spurwechsel-Assistent den 990 € teuren Haken setzen. Gerade der Auspark-Assistent kann beim rückwärtigem Herausfahren aus Parklücken vor kritischen Situationen schützen!

Dass man den übersichtlichen Superb zudem mit einem Parklenk-Assistenten erhält, nun, wir schieben es auf die „modernen Zeiten“. Denn notwendig hat es die Fließheck-Limousine nicht.

Die Preisliste:

Bei Škoda lernt man von den Besten der Premiumklasse. Das machen nicht nur die Autos deutlich. Auch die Preisliste ist inzwischen lang und unübersichtlich geworden. Dass man sogar ein banales USB auf Lightning-Adapter Kabel anbietet und 42 € daran schreibt, nun – wir lassen es unkommentiert.

Mit einem Gesamtpreis von über 50.000 € hat sich der Basispreis des „günstigsten Superb“ von 24.890 € mehr als verdoppelt. Dass 50.000 € früher mal 100.000 DM waren, wir sparen es uns. Damals war ein Skoda ja auch kein L&K Superb.

Fazit:

Die ideale Business-Class Limousine? Was wäre, wenn ich Ihnen sage, sie müssen in Tschechien suchen und nicht in Ingolstadt, Stuttgart, München oder gar Wolfsburg? Würden Sie mir einen Vogel zeigen? Ja?

Wie wäre es, wenn Sie den „Super B“ erst einmal fahren … ?

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[notification type=“notification_info“ ]

„Business-Class mit mehr Beinfreiheit!“

Alternative zu: VW Passat, Audi A4, Mercedes E-Klasse
Passt zu: Firmenwagenfahrern und bescheidenen Genießern
Das überzeugt: Fahr- und Raumgefühl [/notification]

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Škoda

Superb 190 PS 4×4 Laurent & Klement

Motor R4, Diesel, Turbo, Direkteinspritzer
Hubraum 1.968 ccm³
Leistung 190 PS @ 3.500 – 4.000 U/min
Kraft 400  Nm @ 1.750-3.250 U/min
Getriebe 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Haldex5, Hang-On Allradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.861, 1.864, 1.453   mm
Radstand 2.841 mm
Leergewicht 1.615 kg
Wendekreis 11,7 m
Höchstgeschwindigkeit 229 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,6 sec
Normverbrauch 5.0 – 4,9 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.3 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 5.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 8.5 l / 100km
 Mehr zum Thema Verbrauch:  So messen wir auf m-a-b

Test, Text und Fotos: Bjoern Habegger

[/toggle]

News: Der Skoda Superb gewinnt die Leserwahl zum „Auto der Vernunft 2016“

Das Verbrauchermagazin „Guter Rat“ und die Publikumszeitschrift „SUPERillu“ haben den Skoda Superb zum „Auto der Vernunft 2016“ gewählt. Die Kategorie, in der der Tscheche verschiedene Kriterien erfüllen musste, war die der Limousinen. So wurde neben der Sparsamkeit und der Sicherheit vor allem auf die Umweltverträglichkeit und ein gutes Preis-/Wertverhältnis geachtet. In fast allen Kategorien konnte sich die große Limousine von ihren 25 getesteten Konkurrenten absetzen. Read more

Simply Chic – Der Škoda Superb Combi

Die Zeiten ändern sich. Das gilt nicht nur für die Digitalisierung der Medien, auch Traditionelles verändert sich. Qualität und Design kamen über Jahrzehnte in Tschechien überwiegend in Form des berühmten Rosaporzellans aus Chodov in der Nähe von Karlsbad.

Im September, nach seiner Weltpremiere auf der Frankfurter IAA,  gelten diese Attribute auch für ein automobiles Produkt aus Tschechien, den neuen Skoda Superb Combi. Nachdem die Limousine vor kurzer Zeit erfolgreich in den Markt eingeführt und nicht nur wegen ihres Designs gefeiert wurde, folgt nun die hierzulande wichtige Kombiversion.

Doch wird der neue Skoda, wird das neue Image, was mit dem ebenso stylisch gezeichneten Fabia begann, auch so wahrgenommen? Ist Skoda mit einem Fuß auf der Schwelle zum Premiumbereich? Wir probieren es aus und fahren vorab den neuen Skoda Superb Combi in einer Region, in der es sonst nur so von Premiumfahrzeugen wimmelt. Vom Münchner Flughafen aus führt uns die Route in das mondäne Umland des Tegernsees.

„Noch nie war Drive & Style in der Kombi-Klasse so sexy“

skoda superb combi lifestyle testfahrt (6)

Der neue Skoda Superb Combi startet bei 25.590 Euro, somit muss man 1.000 Euro mehr als für die Limousine auf den Tisch des Skoda-Händlers legen. Für unseren StyleCheck bewegen wir allerdings das Spitzenmodell in der L&K (Laurin&Klement) Ausstattungsvariante. Preislich orientiert sich die mit 36.550 Euro schon mal am Premiumsegment. Den Einstieg in den Raumriesen aus Tschechien bietet die Version „Active“. Hierbei sind viele aktuelle Features bereits Serie, unter anderem der Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion, die elektronische Stabilisierungskontrolle ESC einschließlich Multikollisionsbremse, die elektronische Differenzialsperre XDS+, eine manuelle Klimaanlage, getönte Scheiben, elektromechanische Handbremse, elektrische Fensterheber vorne und hinten, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung im Schlüssel, das Musiksystem Swing mit 5-Zoll-Touchdisplay sowie die Multifunktionsanzeige mit Maxi-Dot-Display.

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31 „Simply Clever“-Lösungen, davon hat der neue Skoda Superb Combi ganze 21 neue an Bord, sind teilweise auch bei „Active“ schon dabei. An Bord sind dann 1,5-l-Flaschenhalter in allen vier Türen, Warnwestenhalterungen in den vorderen Türen, Becherhalter vorne, Ablagetaschen an den Vordersitzen, vier klappbare Taschenhaken im Kofferraum, die halbautomatisch einroll- sowie herausnehmbare Kofferraumabdeckung, eine abnehmbare LED-Akkutaschenlampe mit Magnetfuß im Kofferraum, der Eiskratzer im Tankdeckel sowie die Motorhaube mit Gasfeder.

Über die Linien „Ambition“ und „Style“ geht es zur Spitzenversion Laurin & Klement. Die Bezeichnung erfolgt in Anlehnung an Václav Laurin und Václav Klement, die beiden Gründerväter des tschechischen Herstellers. So finden wir in unserem Testwagen eine exklusive Lederausstattung, Dekorleisten in Piano-Schwarz und eine LED-Innenraumbeleuchtung.

Für uns interessant ist das serienmäßige Infotainment-System „Bolero“, das ein CANTON Soundsystem mit zwölf Lautsprechern beinhaltet. Mit 610 Watt Ausgangsleistung und chilliger Loungemusik gleiten wir im „Komfort-Modus“ des elektrisch verstellbaren Fahrwerks rund um den Tegernsee und die bayrische Bergwelt.

Vorne steht den Passagieren ein 6,5 Zoll großes Touchscreen-Display zur Verfügung, über den sich die neuesten Funktionen auf Basis des „MIB – modularer Infotainment-Baukasten“ des Volkswagen Konzerns steuern lassen. Erstmals können im Skoda Superb Combi via SmartLink (MirrorLink™/Apple CarPlay/Android Auto) bequem mit dem Smartphone verbunden werden. Die Bedienung ist bekannt von anderen Volkswagenprodukten und fällt daher einfach aus. Ebenso einfach wie das verwendete Plastik der Schalter. Dieses ist in der Haptik nicht so schön wie der Rest im Interieur und lässt das sonst im Superb so angenehme „Premium-Touch-Feeling“ vermissen.

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In der von uns gefahrenen Version ist die Verarbeitungsqualität der Materialien sehr gut. Selbst nach drei Testtagen und eifrigem Suchen können wir keine negativen Punkte erkennen.

Das gilt nicht nur für vorne, sondern auch explizit für die Fondpassagiere. Unsere Lifestyle-Expertin Katharina verschlägt es gleich mal nach hinten. Warum? Nicht nur, weil man dort während der Fahrt Info- und Entertainment auf einem Tablet genießen kann. Per Halter am Vordersitz fixiert, bietet es nicht nur normale Unterhaltung mittels W-Lan, sondern auch Zugriff auf das Infosystem des Fahrzeuges. Nur die „Skoda Media Command“ –APP downloaden und schon kann auch der Fondpassagier die Musikauswahl im Fahrzeug ändern, die Lautstärke und andere Parameter.

„Die wahre Größe zeigt der Skoda Superb Combi hinten“

Früher saß ich immer gerne vorne links, hinter dem Lenkrad. Im Skoda Superb Combi scheint der beste Platz allerdings im Fond zu sein. 157 mm Beinfreiheit bedeuten im Segment die Bestmarke. Das ist so viel, wie man anderenorts nur in der Langversion findet. Reisen wird zum Genuss und am Gepäck muss deshalb nicht gespart werden. Der Kofferraum fast mit 660 Liter mehr als zuvor und bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.950 Liter. Das ist auch ein Bestwert im Marktsegment. Der Kofferraum ist mit der Heckklappenöffnung von 1.075 mm in der Breite und 1.902 mm in der Höhe so gut zugänglich, dass man wie Katharina diesen auch mal spontan als Sonnendeck nutzen kann.

Werner Eichhorn, ŠKODA Vorstand Vertrieb und Marketing:

„Mit seinen herausragenden Qualitäten hat sich unser Flaggschiff in den letzten Jahren sehr gut im Markt etabliert. Diesen Erfolg wollen wir ausbauen und auch neue Kunden begeistern. Dafür haben wir den neuen Superb und den neuen Superb Combi in allen Dimensionen noch besser gemacht.“

Es sind weniger der VW Passat als eher der Ford Mondeo Turnier und die Kombi’s der Importmarken, die der neue Skoda Superb Combi im Visier seiner Bi-Xenon-Scheinwerfer hat. Dazu zahlreiche Alltags-Lösungen, wie die Verstaufächer für zwei Regenschirme in den Türen. Das ist nicht nur praktisch, sondern hat auch einen gewissen Lifestyle. Passend zur dynamischen und stylischen Erscheinung der Karosserie.

Innen groß und praktisch, außen sexy. Der neue Skoda Superb Combi bekommt auf dem Style-Barometer volle Punktzahl!

 

Text: Bernd Schweickard |  © Foto: Skoda, Bernd Schweickard

Erster Test: Škoda Superb Combi

Tegernsee – Erster Test

Es sind erst zwei Monate vergangen, da hatten wir hier an gleicher Stelle die neue große Škoda Limousine vorgestellt. Das erste Fazit? Eindeutig. In diesem Segment, in der Klasse, gibt es kaum einen, der die wichtigsten Talente eines Autos besser unter eine formschöne Hülle bekommt als der Škoda Superb. Nun sind wir den Combi gefahren, die Erwartungshaltung war klar!

Papas Lieblingskombi

Erste Testfahrt im neuen Škoda Superb

Stehen nicht auf der Ausstattungsliste. Leider.
Stehen nicht auf der Ausstattungsliste. Leider.

Der steckt die anderen in die Tasche

Laderaum, Variabilität, nützliche Extras und ein wenig Spaß beim Auto fahren, so riesig sind unsere Ansprüche ja gar nicht. Und dennoch, irgendwo patzt dann jedes Auto. Der neue Superb will in seiner Combi-Version alle Ansprüche erfüllen.

Er fängt beim Thema Laderaum an. Mit fast 2.000 Litern (1.950) bei umgeklappter Rücksitzbank kommt echtes Transport-Feeling auf. Wer die Rücksitzbank besetzt, der behält noch immer einen Kofferraum von über 660 Litern. Das reicht locker, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren. Überhaupt, die Familie.

Bei Škoda spielen mittlerweile die Details eine große Rolle, man konzentriert sich nicht nur auf die Verarbeitung, auch die praktische Seite wird herausgeputzt. Der iPad-Halter in Reihe zwei ist so ein Detail. Für 39 € beim Škoda-Händler bestellt, fixiert er das Tablet entweder in der Mittelkonsole der Rücksitzbank oder an den Kopfstützen der Vordersitze. Es sind eben die Kleinigkeiten, die ein Auto nicht nur gut, sondern sympathisch werden lassen.

Zwei Regenschirme? Check. Jeweils einer in den Türen links und rechts. Eine kleine Taschenlampe mit Akku im Kofferraum? Praktisch. Richtig praktisch: Die kleine Taschenlampe hat sogar einen Magneten, mit dem man sie am Fahrzeugblech anheften kann. Wer mal einen Radwechsel in der Dunkelheit vor sich hatte, der weiß, wie sinnvoll diese Idee ist.

Unendliche Weiten, in die ein Konkurrent bislang … usw .. 

8+5 ergibt Platz

8 Zentimeter mehr Radstand, dazu 5 Zentimeter mehr Breite. Aber nur wenige Millimeter in der Gesamtlänge. Der Škoda Superb Combi ist mit seinen Talenten gewachsen, mag man meinen. Die Gleichteile-Strategie im Mutterkonzern beschert dem Tschechen die gleiche Basis, die auch den VW Golf so solide wirken lässt. MQB nennt sich der Baukasten und die Tschechen holen das Maximum heraus.

Und so lassen sich in Reihe zwei bequem die Beine übereinander schlagen, selbst wenn in Reihe eins bereits ein Sitzriese Platz genommen hat.

Pack weg!

Fahrbericht08 skoda superb combi

Reisefreudig

Der Superb ist die solide Kombination, die man sich für die Langstrecke wünscht. Bequeme Sitze, eine perfekte Sitzposition hinter dem Lenkrad und eine gute Geräuschdämmung lassen den Kombi zum idealen Autobahn-Kollegen werden. Unter der Haube pochen bis zu 280 PS aus einem Benziner-Turbo. Der stand für den Ausflug rund um den Tegernsee leider nicht zur Verfügung, doch auch die 220 PS Version kann begeistern. Sparsam und Spaß bekommt der 2.0 Liter TSI unter eine Haube. Mit 350 Nm und dem Sechsgang-DSG lässt es sich hervorragend niedertourig dahin gleiten, bis zu dem Augenblick, in dem einen der Hafer sticht. Zackig knallt das DSG zwei Stufen runter, der TSI raunt sich die Drehzahlleiter hoch und zieht den Tschechen effektvoll über die Autobahn.

Kein vRS Superb

Den mit 280 PS stärksten Superb konnten wir noch nicht fahren, aber wir glauben es gerne, der macht schon richtig Spaß. Denn bereits der „kleine“ 220 PS’ler passt wunderbar in den Superb. Doch wie immer dürfte es ruhig noch ein wenig mehr sein. Das wissen wir, das wünschen wir uns auch. Aber: Škoda wird wohl „nur“ eine „Sport-Ausstattung“ des Superb auflegen, kein RS-Modell. Da hat wohl irgendjemand in der Zentrale in Mlada Boleslav schlecht geschlafen, als die Frage diskutiert wurde: Superb vRS ja, oder nein? Herauskam also wohl ein „Nein“. Schlechte Nachrichten für alle Familien-Papas mit „Linke-Spur-Syndrom“ und Außendienstler im User-Chooser-Segment, die gerne die Langstrecke auch mal gegen die Rennstrecke tauschen würden. Kein Superb RS

Zumal der Superb mit dem neuen DCC-Fahrwerk einige Talente besitzt, um den Spagat zwischen Alltag und Fitness-Studio zu überbrücken. Das DCC schaltet auf Knopfdruck die Dämpfer härter oder weicher und damit wird der Superb sportlicher oder bleibt komfortabel. Wobei uns auch beim Combi, ähnlich wie bei der Limousine, die Unterschiede etwas zu grob sind. Eine feinere Abstufung wäre schön. Oder eine Sport 1 und Sport 2-Einstellung.

Wobei dies nun Gemecker auf höchster Ebene ist.

So fährt sich der Škoda Superb

Einfach mal den Artikel zur Škoda Superb Limousine aufrufen. Der Combi fährt sich genauso und damit einfach gut. Oder Sie probieren es ab dem 26.September selbst aus, dann kommen die Combi Superb zu den Škoda Händlern.

Fahrbericht28foto habby skoda superb combi

Fazit

Er war einmal ein Underdog

Der kam aus Tschechien und war auf Gedeih und Verderb der guten Laune aus Wolfsburg ausgeliefert. Doch damit ist es vorbei. Der Octavia war bereits eine Ansage, der Fabia und der Yeti sind noch immer Dauerbrenner im Portfolio und auch der Superb, gerade als Combi, wird den anhaltenden Aufwärtstrend der „Importeurs-Marke“ stärken. Keine Frage.

Mit dem extrem guten Design ist der neue Superb ganz klar eine Alternative zum arg nüchternen Passat, aber auch für den Audi A4 Avant dürfte es eng werden. Der Superb bietet die gleichen Techniken, bei einem besseren Design und einer ganzen Welt mehr Platz! Damit wäre dann auch die Erwartungshaltung an den Combi – nach der Fahrt mit der Limousine – mehr als erfüllt!

Ach so: Den neuen Superb Combi gibt es ab 25.590 € , der gefahrene 220 PS TSI kostet in der Style-Ausstattung 37.750 €.

Linktipp: Fahrberichte der Kollegen erscheinen in Kürze und werden dann verlinkt! 

 

Erste Fahrt im neuen Škoda Superb

Italien – Erster Test

Man läuft im Testalltag nach dem mittlerweile tausendsten Artikel zu einem neuen Auto schnell Gefahr, das allseits beliebte Motor-Journalisten Bingo Spiel zu spielen. Gerade bei der Marke Škoda und dem neuen Superb war diese Gefahr wieder so richtig groß. Mein Kollege Sebastian Bauer saß mit mir in Italien im neuen Superb und wir waren uns einig, mit einem „simply clever“ Bingo-Bogen würde man aus den kommenden Fahrberichten zum neuen Škoda Superb ein unterhaltsames Spiel gestalten. Die Aufgabe, nun den neuen Superb zu beschreiben, ohne selbst in die Buzzword-Fallen zu tappen, war keine leichte.

Bemannte Raumfahrt

Erste Testfahrt im neuen Škoda Superb

testfahrt skoda superb

Aufgabe: Vermeiden Sie die Worte simply clever, Raumangebot und Volkswagen Passat, beschreiben Sie dennoch den Charakter des neuen Superb.

Um nicht gleich zum Start in die Buzzword-Falle zu tappen, erst einmal ein Detail von der Rücksitzbank. Man könnte natürlich sagen: So einen universalen iPad-Halter anzubieten, ja, Smartphones passen auch, wäre ganz schön clever, aber das ist zu nah am „simply clever“ Slogan von Škoda. Und natürlich könnte man dann sagen, aufgrund des Raumangebotes (möööp!) stellt man sich selbst ein Bein – denn, ein Tablet, montiert an der Kopfstütze des Beifahrersitzes, lässt sich von der Rücksitzbank aus kaum noch bedienen. Eben weil so viel Platz in Reihe zwei vorhanden ist. Škoda bietet also nicht nur den modularen iPad-Halter für die Kopfstütze an, sondern gleich auch noch die Möglichkeit, das Pad/Smarthpone im gleichen Halter nicht mehr an der Kopfstütze zu montieren, sondern in einer passenden Buchse in der hinteren Mittelarmlehne.

Einfach clever! (ups)

testfahrt superb

125 bis 280 PS – Superbes Angebot an Motoren

Der Erfolg der Marke Škoda (aktuell übertrumpft man sich von Quartal zu Quartal mit neuen Verkaufsrekorden) basiert schlicht auf guten Produkten. Kombiniert mit einem guten Design. Sachlich, aber nicht langweilig. Wer das Vergnügen hat, hinter einem neuen Superb auf der Autobahn herzufahren, der kommt nicht umhin, die Arbeit des Škoda-Designers Kaban zu loben. Seriös im Auftritt, aber dennoch sexy auf der Straße. Im dunklen Farbton eines Braunschwarz wird aus dem Superb eine wundervolle Fließheck-Limousine. Ich bin geneigt zu sagen: Der schönere Audi A5. Der elegantere A6. Der modernere A4. Der emotionalere VW Passat.

Wertig, ohne plump zu wirken

detailfoto skoda superb testfahrt

Das ordentliche Motorenangebot aus fünf Benzinern und drei Dieselmotoren mit einer Leistungsspanne von 125 bis 280 PS verleiht jedem Superb einen ganz eigenen Charakter. Der gefahrene 150 PS Diesel (2.0l TDI) und der ebenso gefahrene 220 PS Benziner (kennt man ähnlich aus dem VW Golf GTI) passen beide extrem gut zum Superb. Beide eint ein lockeres, geradezu leichtfüßiges Fahrverhalten. Der Superb wirkt auf jeder Ebene seiner neuen Modellgeneration wertig. Natürlich gibt sich der Innenraum keinen Schwächen bei Material oder Verarbeitung hin. Nichts wirkt nach „Low-Budget-Lösungen“. Dennoch, es fehlt irgendwie die „wohlige Schwere“ von Luxus-Limousinen.

Ein Blick in das Datenblatt klärt auf.

Trotz Wachstum in der Länge (+3 cm), in der Breite (+5cm) und beim Radstand (+8cm) ist der Superb je nach Motorisierung und Ausstattung ein echter Leichtfuß. Mit 1.485 kg wiegt der 110 PS Diesel kaum mehr als ein modernes Fahrzeug aus dem Kompaktwagen-Segment, obwohl man mit dem neuen Superb ein bis eventuell zwei Fahrzeugklassen darüber rangiert.

MQB

Der Superb basiert auf der jüngsten Ausbaustufe des Wolfsburger-Konzernbaukastens mit dem Namen: MQB. (Bingo?) Und teilt sich damit, wie der VW Passat (Bingo?) die gleiche Plattform, die auch der Volkswagen Golf besitzt. Allerdings dürfte mit dem Superb damit nun die maximale Ausbaustufe dieser Plattform erreicht sein.

Mehr als Pflicht

Das Raumangebot ist in dieser Klasse – Bingo – wieder einmal der Maßstab. Der Kofferraum will mit 625 Litern bereits in der Fließheck-Version vielen Kombis in diesem Segment das Fürchten lehren. Umgeklappt entsteht ein 1.760 Liter großes Abteil. Dank der großen Heckklappe lässt sich der so entstandene Laderaum zudem locker beladen.

So fährt sich der Škoda Superb

Handlich. Und im Falle des 220 PS starken Benziners richtig dynamisch. Dazu trägt auch das erstmalig angebotene aktive Fahrwerk bei. In fünf Stufen lassen sich die Dämpfer nun einstellen. Von eco bis sport, die hinterlegten Parameter der DCC getauften (dynamic chassis control) Fahrdynamikkontrolle sorgen für einen Charakterwechsel, der spürbar ist. Fiese Frostaufbrüche pariert der Superb am souveränsten im Comfort-Modus. Wer weniger Seitenneigung beim Auskosten der Querdynamik wünscht, der schaltet auf Sport.

Der 220 PS Turbo-Benziner wird mit dem 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe geliefert, trotzdem wiegt der Superb kaum mehr als 1.500 Kilogramm. Er nimmt es eben leicht. Das führt zu einem fröhlichen Handling.

Erstmalig bietet Škoda den 1.4 Turbo-Benziner mit Zylinderabschaltung an. Aus dem Vierzylindermotor wird so bei geringer Motorlast ein Zweizylinder. Mit einem kombinierten Normverbrauch von 4.8 Litern hinterfragt der 150 PS-Benziner die Notwendigkeit der Dieselmotoren.

skoda superb in fahrt

Fazit

Hightech-Fahrspaß

Das kann man vergessen. Man kommt einfach nicht umhin, die Schlagworte des „simply clever Bingos“ zu verwenden. Nicht wegen des obligatorischen Eiskratzers im Tankdeckel. Auch nicht, weil der Superb mehr Platz bietet als der Passat. Auch nicht, weil er der vermutlich der effizienteste MQB-Vertreter ist. Eher noch, weil der neue Superb eben auch der erste Vertreter aus dem VW-Konzern ist, dessen Multimedia-Einheit sowohl Android-Auto als auch Apple Carplay und Mirror-Link unter einer Oberfläche anbietet und zudem einen LTE-Router offeriert. Weil er eben mehr offeriert, als man erwartet.

Und von der Armada an Assistenz- und Sicherheitssystemen habe ich auch noch nichts gesagt. Einparken und Ausparken per Assistent? Natürlich.

Wie will man das alles denn anders umschreiben? Clever, einfach clever trifft es eben.

Der Superb wird es den Konzernbrüdern ordentlich schwer machen. Denn ganz egal, worauf man Wert legt, der Škoda Superb kann es. Er glänzt bei der Verarbeitung, beim Design, bei der Ausstattung und beim Angebot der Multimedia- und Assistenzsysteme. Einzig das LED-Licht wurde dem großen Tschechen vorenthalten.

Billig waren die Tschechen nie, aber mit dem Erfolg zieht auch der Preis an. Der Grundpreis von 24.950 € ist attraktiv – wer sich jedoch in der umfangreichen Preisliste bedient, der landet schnell in der Region oberhalb von 40.000 €.

 

 Linktipp: Autoblogger Jens Stratmann hat auch eine Meinung zum Škoda Superb. Bei Sebastian findet man das „Skoda-Bing“ zum Superb. Im Autohaus Wolfsburg ist Jens noch einmal zu Werke gegangen. Und das Auto-Journalisten-Bingo fand seinen Weg auch in die Autorevue.at. Und nicht verpassen sollte man Fabians Meinung zum neuen Superb

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Škoda Superb

2.0 TDI 6-Gang manuell

Bauart 4-Zyl Reihenmotor, Turbo, Direkteinspritzer
Hubraum 1.968 ccm³
Leistung 150 PS / 3.500 – 4.000 U/min
Kraft 340 Nm / 1.750 – 3.000 U/min
Getriebe 6-Gang manuell
Antriebsachse Vorderachse

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.861, 1.864, 1.468
Radstand 2.841
Leergewicht 1.485
 Wendekreis  11.1 m
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 8,8 sec
Normverbrauch  4.0 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Kosten“]

Basispreis 28.190 €
Testwagenpreis
Versicherung
KFZ-Steuer  –
Rabatt-Chance gering
Wiederverkaufswert hoch

KFZ-Versicherungsrechner

[/toggle]

[notification type=“notification_warning“ ]Foto-Galerie[/notification]

[notification type=“notification_info“ ] Die Fotos in den kleinen Galerien stammen von Škoda, die restlichen Foto von mir. Disclosure: Škoda hat mich zum Event nach Florenz eingeladen und die Reisekosten übernommen. [/notification]

News: Skoda fährt die Stars zum „Echo“

Skoda fährt am 26. März 2015 die Stars zum deutschen Musikpreis „Echo 2015“ in Berlin. Der tschechische Autohersteller, der die Veranstaltung zum zweiten Mal mit dem Shuttle-Service unterstützt, stellt 90 Fahrzeuge zur Verfügung, darunter auch kurz nach der Weltpremiere in Genf den neuen Superb. Eine weitere Besonderheit in der VIP-Flotte stellt der Skoda 645 dar. Anlässlich des 120-jährigen Firmenbestehens ist der Oldtimer aus dem Jahr 1931 als Shuttle im Einsatz. Der Typ 645 ist ein Sechszylinder mit einem 2,5-Liter-Motor, der seinerzeit in die Kategorie Luxuswagen gehörte.

Im Mittelpunkt der Live-Show stehen 110 Nominierte in 22 Kategorien: von internationalen Stars wie James Blunt, Ed Sheeran und Pharrell Williams bis hin zu Newcomern wie Lorde, Andreas Kümmert und Sam Smith. Skoda ermöglicht mit Mitmach-Aktionen im Vorfeld der Preisverleihung auch einigen Gewinnern, die „Echo“-Gala live vor Ort mitzuverfolgen.

 

 

 

(ampnet/jri)

News: Skoda startet Produktion des neuen Superb

Im tschechischen Werk Kvasiny ist heute der erste Skoda Superb der dritten Generation vom Band gerollt. Es handelte sich um ein Fahrzeug in „Business Grey“. Markteinführung des neuen Modells in Deutschland ist im Juni.

Für die Fertigung des Superb investierte Skoda in Kvasiny in neue Produktionstechnologien, Montage und Logistikflächen. Allein in den neuen Karosseriebau flossen insgesamt 1,7 Milliarden Tschechische Kronen (rund 62,3 Millionen Euro). In den kommenden Jahren plant der tschechische Autohersteller den weiteren Ausbau des Werks.

Kvasiny ist einer von drei Fertigungsstandorten in Tschechien und zählt rund 4500 Beschäftigte. Damit ist das Werk einer der größten industriellen Arbeitgeber der Region Hradec Králové. Neben dem Superb laufen dort auch Roomster und Yeti vom Band. 2014 wurden in Kvasiny 166 200 Autos gebaut.

Der Superb steht seit dem Jahr 2001 an der Spitze der Skoda-Modellpalette. Bis heute lieferte der Autohersteller mehr als 700 000 Fahtzeuge der ersten und zweiten Generation aus.

Der neue Škoda Superb

 

 

 

 

(ampnet/jri)

News: Skoda Superb ab sofort bestellbar

Der neue Skoda Superb ist ab sofort bestellbar. Das Topmodell der Marke geht in den Ausstattungslinien Ambition, Style, L & K und mit drei Motoren an den Start: Neben dem 1,4 TSI ACT, der 110 kW / 150 PS leistet, sowie dem 2,0 TDI mit 110 kW / 150 PS steht auch der 140 kW / 190 PS starke 2,0 TDI mit Frontantrieb und Sechs-Gang-Direktschaltgetriebe (Doppelkupplung) zur Wahl. Die Preise für diese Modelle beginnen bei 28 290 Euro. Mit dem Modelljahreswechsel im April 2016 folgen der Superb Active zum Basispreis von 24 590 Euro und weitere Motorvarianten. Die Händlerpremiere des Superb findet Mitte Juni statt.

 

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News: Skoda Superb punktet auch mit seinem Aussehen

Seit der Designstudie Vision C aus dem vergangenen Jahr hätte man es wissen können: Der neue Skoda Superb punktet mit seinem Aussehen. Bisher lagen die Stärken des größten Skoda in der Größe seines Innenraums und dem Preis-Leistungsverhältnis. Die Optik nahmen viele deswegen in Kauf. Jetzt steht der Superb so ansehnlich da, dass sogar der Begriff „Flaggschiff“ mühelos in die Tasten fließt. Beim Raum hat er außerdem zugelegt, und der Preis passt auch. Er beginnt dort, wo auch schon beim Vorgänger der Einstiegspreis lag – bei unter 25 000.

Mit seiner gestreckten Silhouette, dem nach hinten versetzten Greenhouse und dem Stummelheck einer Limousine wirkt der Skoda Superb eher wie ein Mitglied der gehobenen Mittelklasse, jedenfalls größer als der Volkswagen Passat aus dem eigenen Konzern. Eher möchte man ihn vergleichen mit der klaren eleganten Linie, wie sie den Vorgängern des heutigen Audi A8 eigen war. Klar und markant gezeichnet und mit logisch verlaufenden, harmonischen Linien und ganz ohne Schnörkel steht der Superb jetzt bei seiner Premiere in Prag auf 19-Zoll-Rädern (Option), die ihm gut zum neuen Gesicht stehen.

Die Maße passen nicht zu einem Vergleich mit dem A6, aber sie übertreffen die des Bruders Passat. Der Superb wirkt deutlich länger als die zusätzlichen 2,3 Zentimeter im Vergleich zum Vorgänger erwarten lassen. Der um acht Zentimeter verlängerte Radstand wirkt sich eben nicht nur positiv auf den Innenraum, sondern auch auf die Optik aus, zumal mit den 2,84 Metern Radstand auch ein kürzerer Überhang vorn daherkommt.

Das Ergebnis der neuen Linie für den Innenraum: 15,7 Zentimeter Knieraum hinten, dort 2,5 Zentimeter mehr Kopffreiheit und fast sieben Zentimeter mehr Platz in Ellenbogenhöhe; der Kofferraum wuchs um 30 Liter auf 625 Liter und kann bis auf 1760 Liter vergrößert werden. Die Rücksitzlehne lässt sich dafür erstmals per Knopfdruck umklappen. Die maximale Zuladung beträgt 620 Kilogramm. Nur beim Gewicht hat der Skoda Superb nicht zugelegt. Je nach Modell nahm er bis zu 75 Kilogramm ab.

Die zurückhaltende Moderne des Äußeren setzt sich auch im Innenraum fort. Je nach der Ausstattungsvariante („Active“, „Ambition“, „Style“ und „Laurent & Klement“) verändert sich der Charakter des Superb vom nützlichen großen Auto für alle Tage in eine Limousine, die Premium-Gefühl aufkommen lässt und zusätzlich auch praktische Eigenschaften ausweist. Dazu tragen auch die vielen netten Kleinigkeiten wie die beiden Regenschirme in den vorderen Türen bei, mit denen Skoda seinen Slogan „symply clever“ untermauert.

An Assistenzsystemen kann man sich alles an Bord holen, was gut und gar nicht mehr so teuer ist: Adaptiver Tempomat, Totwinkel-Überwachung, aktiver Fahrspurassistent, Intelligent Light System, Fernlichtassistent, Rückfahrkamera, Kennzeichenerkennung, ein Pre-Crah-System zur Vorbereitung des Autos auf einen unvermeidlichen Aufprall, ein Parkassistent fürs Längs- und Quer-Einparken und eine Warnung vor Querverkehr beim Ausparken mit automatischer Bremsung.

Die Multikollisionsbremse und der Frontassist zur Vermeidung von Auffahrunfällen gehören zum Serien-Lieferumfang, ebenso wie das adaptive Fahrwerk mit fünf Fahrprofil-Einstellungen (Normal, Comfort, Sport, Eco und Individual) und die elektronische Differenzialsperre (EDS) mit der XDS+-Funktion für ein neutraleres Verhalten in Kurven. Auch das Infotainment befindet sich mit „Smart Link“ (Mirror Link, Apple Carplay, Android Auto) und „Smart Gate“ auf dem gehobenen Konzernniveau. Angeboten werden auch Service-Apps von Skoda

Motorisieren kann man den Skoda Superb mit Benzinern (1.4 TSI mit aktiver Zylinderabschaltung, 1.8 TSI und 2.0 TSI) in fünf Leistungsstufen von 92 kW / 125 PS bis 206 kW / 280 PS. Dieselfreunde haben die Wahl zwischen dem 1,6 TDI mit 88 kW / 120 PS und dem 2.0 TDI in den beiden Leistungsstufen 110 kW und 140 kW. Allradantrieb wird es für den großen Benziner mit 206 kW / 280 PS und die beiden 2.0 TDI geben. Alternativ zum manuellen Sechs-Gang-Getriebe stehen Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl: die Sechs-Gang-Variante für die drehmomentstärkeren 2.0 TSI und den TDI mit 140 kW / 190 PS. Als Verbrauchs-Musterknaben wird es wieder eine „Green Line“-Version geben mit einer Kohlendioxidemission von 95 Gramm pro Kilometer.

Ab Mitte Juli wird der Skoda Superb in Deutschland zu den ersten Kunden rollen. Dann wird er sich im Wettbewerb zum Opel Insignia, Ford Mondeo, Kia Optima und anderen in diesem Segment behaupten müssen. Die Chancen dabei sind groß, denn mit dieser Optik dürfte er auch bei den gewerblichen Kunden und bei den Flotten gut ankommen. Bei der IAA im September wird Skoda dann auch den Superb Kombi antreten lassen. Spätestens dann wird sich vermutlich auch das bewahrheiten, was uns ein Skoda-Manager in Prag sagte: „Da kann auch gern mal ein Premiumkunde kommen.“

 

 

 

(ampnet/Sm)

Premiere: Der neue Škoda Superb

Dschingis Khan trägt den Nerz nach innen!

Erste „Sitzprobe“ im neuen Škoda Superb

Den Nerz nach innen tragen. Ein Redewendung, die von der Bescheidenheit handelt. Wer mit seinem Wohlstand, seinem Luxus und seinem Niveau nicht protzt, der trägt den „Nerz nach innen“.

Der wirkliche Star des Abends.
Der wirkliche Star des Abends.

Und Dschingis Khan?

Moskau, Moskau, wirf die Gläser an die Wand … und? Gleich die richtige Melodie im Kopf? Man könnte es als zusätzliches Zeichen für das Selbstbewusstsein sehen, mit dem die Tschechen den neuen Superb präsentieren. Wenn Leslie Mandoki, der eigentlich als „Musical Director“ des Volkswagen Konzerns bislang für VW und Audi in Erscheinung trat, nun auch bei der Premiere des Flaggschiffes aus Mlada Boleslav die Bühne rockt, dann scheint sich das Ding mit der „Zurückhaltung“ nun endgültig erledigt zu haben. Ein Zeichen für die Qualität und den Anspruch des neuen Superb? Eventuell.

Ganz sicher ist: Der Škoda Superb war schon immer ein großes Auto. Jetzt ist er noch einmal gewachsen.

Der Superb nutzt den MQB des VW-Konzerns und ist unter dem Blech damit ein ganz enger Verwandter des neuen Volkswagen Passat. Und während dieser Vorzeige-Dienstwagen aus Wolfsburg schon nicht gerade klein ist, kann der Superb mit noch einmal 5 Zentimeter mehr Länge auftrumpfen. Das bekommen die Insassen zu spüren. Sein Schlagzeug hätte Leslie Mandoki bereits im Vorgänger unterbringen können. Aufgebaut im Fußraum von Sitzreihe 2. Locker. Der neue Superb gewinnt nochmal 8 Zentimeter hinzu und glänzt nun erst recht mit üppiger Raumfülle im Format XXL.

Das Fließheck des Superb sieht eher nach Stufenheck aus, aber Škoda wäre nicht die „praktische“ Schönheit aus Tschechien, wenn man nicht auf dem großen Heckdeckel bestanden hätte. Darunter ein Kofferraum mit 625 Liter Volumen. Dass die große Heckklappe auf Wunsch auch elektrisch aufschwingt – man hätte es sich denken können.

Der neue Superb fährt bei den Komfort-Features und den Assistenzsystemen das volle Konzern-Programm auf.  Adaptive Dämpfer? Gibt es. Dreizonen-Klima? Natürlich. LTE-Modem mit WLAN und Smart-Link Anschluss für Apple-Car Play und Android-Mirrorlink? Jawohl. Dazu clevere Ideen wie der verstellbare Tablet-Halter in der hinteren mittleren Armlehne.  Bei den Assistenzsystemen reicht das Paket vom Licht-Assistenten (inkl. Fernlicht-Maskierung) über Notbrems-Assistenten und Spurhalte-Assistenten bis hin zur Verkehrsschilderkennung.

Doch Škoda wäre nicht Škoda, würde man auf das Pflichtprogramm nicht noch die Kür aufsatteln: Der bereits obligatorische Eiskratzer im Tankdeckel? Logo. Aber wie wäre es mit einem Regenschirm in der Tür? Tropfsicher verstaut? Gute Idee? Dann wird es Ihnen gefallen, dass Škoda diese Idee gleich zweimal in den Superb gebracht hat. Was auch irgendwie logisch erscheint – ein so großes Auto? Das will man mit Freunden teilen – oder mit der Familie. Oder wenigstens mit der Sekretärin.

Prager Sitzprobe

Ja, ich saß im neuen Superb. Nein. Es gibt nur ein Bild, wie ich davor stehe. Der Andrang bei der Präsentation in der Heimat von Škoda war enorm. Und damit meine ich nicht einmal die Stars & Sternchen, die der Einladung gefolgt waren. Es waren die Journalisten und Automobil-Profis, die im Prinzip im Minuten-Takt durch die drei vorhandenen Superb geschleust wurden. Reinsetzen, anfingern, am großen Touchscreen des „Columbus“ Multimediasystems spielen, Tankdeckel auf, Tankdeckel zu, Kofferraum auf, Kofferraum zu.  Da blieb für ein „Shooting“ nicht wirklich Zeit.

Der erste Eindruck?

Dieser Superb wird es dem Passat richtig schwer machen. Aber nicht nur dem. Raumangebot und Verarbeitung könnten auch Audi A6-Fahrer schwach werden lassen. A4-Dienstwagenpiloten sowieso. Aber er kann sich auch als Konkurrent zum BMW 5er GT positionieren. Und wenn erst einmal der Kombi kommt, dann wird sich auch die Mercedes E-Klasse strecken müssen. Kurzum: Der neue Superb überzeugt in allen Belangen!

Komfortabel? Vermutlich. Großzügiges Platzangebot? Auf jeden Fall. Irgendwie schon Premium? Ja, irgendwie schon. Aber noch immer ein Škoda. Bescheidenheit nach außen, Luxus nach innen. Der neue Superb bleibt seinem Stil treu und trägt den Nerz nach innen.

premiere skoda prag03 flaggschiff neuer superb

Fakten: Markteinführung wird im Juni 2015 sein. Zum Start wird es 6 verschiedene Motoren geben. Dieselmotoren von 120 bis 190 PS und Benziner von 125 bis 280 PS. Einen Sechszylinder wird es nicht mehr geben, dafür sind 6-und 7-Gang-DSG sowie der 4×4-Antrieb früh erhältlich. Die Preise sind noch nicht bekannt. (Download technische Daten – klick !)

Schönstes Detail

Diese Motorhaubenfuge. Verläuft sie im Bereich des Scheinwerfers am Anfang noch vertikal – wie üblich – zieht sie sich in Richtung Windschutzscheibe in die Horizontale und lässt die Motorhaube damit plastischer wirken. Ein tolles Design-Element. Und es führt zu einer Motorhaube, die elegant nach oben und leicht nach vorne aufschwenkt. Toll!

premiere skoda prag 06 neuer superb
Wie hier die Motorhaubenfuge geführt wurde, wundervoll!

Kein so schönes Detail

Und das geht gar nicht: Im Bild die obere Halterung für die Sichtschutzrollos der hinteren Türen : Ein grobes Plastikdingens, frech vom Türrahmen weg stehend! Nicht schön!

premiere skoda prag02 flaggschiff 2 neuer superb
Hier soll das hintere Sonnenschutzrollo eingehakt werden.

 

Škoda – Noch immer ein Underdog? 

Bei der Marke Škoda kann man schon lange nicht mehr von einem „Underdog“ sprechen. Von einem sehr erfolgreichen Aufsteiger viel eher. Spätestens mit dem jüngsten Octavia und Fabia hat sich Škoda als dritte, wertige Konzernmarke etabliert und sich aus dem Schatten von Konzernmutter Volkswagen gestemmt.

Der Erfolg der Marke? Er rührt unter anderem daher, weil man mit einem Škoda die Qualität eines Volkswagen erhält, kombiniert mit dem sachlichen, unaufgeregten, aber technisch anspruchsvollen Design der Niedersachsen – und bei der Verarbeitung auf subtiler Schleichfahrt in Richtung Ingolstadt unterwegs ist. Und wer den neuen Superb erblickt, der könnte den Eindruck gewinnen, Škoda-Designchef Jozef Kaban habe das glücklichere Händchen im Konzern. Während man bei Audi krampfhaft technoiden-Premiumlook mit großen Kühlerschlunden kombiniert, zeigt der neue Superb, wie elegant ein Audi A6 ausschauen könnte, würde man den Tschechen das Design der Front überlassen.

 

Countdown: Der neue Škoda Superb

Am 17.Februar (morgen!!) stellt Škoda in Prag den neuen Superb vor. Das Flaggschiff der Tschechen wird, so darf man es erwarten, rein optisch viel von der Studie „Vision C“ haben. Der Innenraum dürfte, auch das darf man erwarten, die Grenzen des Segments wieder sprengen. Der Škoda Superb baut auf dem Volkswagen Passat auf, wird jedoch mit mehr Radstand in den Markt kommen.

Eleganter Tscheche

War der aktuelle Superb vor allem einer, der seinen Nerz nach innen trug, wird man dem neuen Superb ein wenig mehr „Noblesse“ gönnen. Vermutlich schon beim äußeren Auftritt.

Mit einem kleinen Videofilm will Škoda die Spannung auf die morgige Premiere weiter steigern. Details des neuen Flaggschiffs sind zu erkennen – das Gesamtbild folgt dann morgen.

Wir werden live aus Prag berichten.

 

Škoda Superb L & K: Das obere Ende der Fahnenstange

Der Superb aus dem Hause Škoda ist per se ein genügsamer und sehr geräumiger Viertürer, der wegen seiner ruhigen und bodenständigen Art bekannt und beliebt ist. Für Die Testfahrer hat sich Ralf Bernert in den Über-Superb, den L & K, gesetzt und erfahren, dass die Tschechen auch Premium können.

Peik v. Bestenbostel sitzt im Foyer des NH-Hotels am Wiener Airport und checkt seine Mails. Im Moment ist viel los, Škoda ist sehr aktiv. Die Baureihen wurden einem Facelift unterzogen, heute ist der Superb an der Reihe. Die Presse wartet am Counter und nimmt die Schlüssel entgegen. Limousinen und Kombis warten auf dem Parkplatz, nahezu jede erdenkliche Variante ist vor Ort. Für mich wurde ein 2,0 TSI L & K mit DSG und 200 PS ausgesucht. Die Limousine wird für 37.290,00 Euro angeboten und soll mich jetzt zum Neusiedler See bringen.

Autobahn – Landstraße – Kurven – Sonne – Regen – schöne Aussicht

Bis zur Autobahn sind es nur ein paar Ampeln; rechts ab Richtung Prag, Tempolimit 120. Der Monitor in der Mitte der Konsole zeigt typische Navi-Grafiken und oben rechts das kleine Verkehrsschild mit der Zahl in der Mitte. Das Getriebe schaltet wunderbar leicht und das Fahrwerk ist eher auf leichten Komfort eingestimmt. Der Wagen kann laut Datenblatt bis Tempo 240 beschleunigen. Die Hälfte ist erlaubt und bis dahin macht der Tscheche keinen Mucks. Leise, ruhig und ohne Anstrengung. Der Superb rollt unauffällig und genau das ist seine Bestimmung.

Superb-Kombi-1

Auf der Landstraße lässt sich das gute Fahrwerk in Zusammenarbeit mit der Elektronik recht einfach beurteilen: Der Wagen kann mit sportlichen Manövern souverän umgehen, die Bremsen packen kräftig zu, die Lenkung ist präzise, der Frontantrieb ist mit den 200 PS beim Anfahren ein wenig überfordert. Wer es an der Ampel etwas eilig hat, muss mit Verzögerungen rechnen. Natürlich kann das auch an den Reifen und dem Untergrund liegen, aber mit der grundsätzlichen Problematik „Frontantrieb – viel Kraft“ hat auch der Superb zu kämpfen.

Superb-LuK-2

Im Innenraum herrscht ebenfalls Ordnung und Ruhe. Alle Schalter, Knöpfe und Hebel sind gut erreichbar und ohne Mühe zu identifizieren. Der große Monitor liefert alle wichtigen Daten, aus den Lautsprechern lässt sich problemlos gute Stimmung ziehen, die Sitze sind bequem, ein wenig luxuriös und sehr gut vernäht. Das L & K-Programm kann begeistern, weil der Superb zum riesigen Innenraum noch eine Ausstattung bekommt, an die man sich schnell gewöhnen kann, und die aus einem guten Auto eine sehr gute Limousine macht. Das Image reicht sicher nicht ganz an hiesige Premium-Marken heran, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist allemal bemerkenswert gut.

Superb-LuK-4

Der Anzug des Tschechen wurde im Vergleich zum Vorgänger nur dezent überarbeitet. Das Layout der Limousine ist recht einfach gestrickt und spricht eine klare Sprache. Der Superb ist kein auffälliger Typ, den man vor der Eisdiele zwecks Begutachtung abstellt. Wer gern grelle Signale aussendet, sollte den Superb meiden. Die Limousine wie auch der Kombi sind ehrliche Autos mit einer klaren Nachricht: „Ich kann was, aber ich muss es nicht in die Welt hinaus schreien.“

Superb-Heck

Das Modell-Programm des Superb reicht vom 1,4 TSI mit 92 kW bis zum 3,6 FSI-Motor mit 191 kW bei den Benzinern und das Dieselprogramm deckt eine Leistungsspanne vom 1,6 TDI mit 77 kW bis zum 2,0 TDI mit 125 kW ab.

 

 

Die technischen Daten laut Hersteller:

Škoda Superb 2,0 TSI DSG Limousine

Motor: 4-Zylinder Reihe mit Turbolader

Treibstoff: Benzin

Hubtraum: 1.984 ccm

Leistung: 147 kW / 200 PS 5.100 – 6.000 U/min

Drehmoment: 280 Nm bei 1.700 – 5.000 U/min

Verbrauch kombiniert: 7,9 l/100 km

CO2: 178 g/km

Effiziensklasse: E

Antrieb: Front

Getriebe: 6-Gang DSG

Fahrleistungen:

Top Speed: 240 km/h

0-100 km/h: 7,7 Sekunden

 

Maße:

Länge: 4.833 mm

Breite: 1.817 mm

Höhe: 1.462 mm

Kofferraum: 595 bis 1.700 Liter

Radstand: 2.758 mm

Wendekreis: 11,52 m

Tank: 60 Liter

 

Leergewicht: 1.540 kg

Zuladung: 638 kg

 

Garantie:

2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung

3 Jahre auf Lack

12 Jahre auf Karosseriedurchrostung

Typenklassen: KH/VK/TK

 

Text: Ralf Bernert

Fotos: Hersteller

 

 

Škoda Superb Road-Trip

Ein Road-Trip ist ein Road-Trip, ist ein Road-Trip.  Und ein Road-Trip bedeutet unheimlich viele Kilometer abzuspulen. Nicht alles völlig genau vorgeplant zu haben. Ganz relaxed durch die Gegend cruisen und den Weg als das Ziel zu begreifen.

Einer der sowas im Anschluss an diesen Trip auch noch in Worte verpacken kann – so gut das man meint, selbst dabei gewesen zu sein, ist der Fabian Mechtel. Ein cleveres Kerlchen und sein Road-Trip mit einem Škoda Superb ist auf jeden Fall eine Lese-Empfehlung.

Während ich also noch in Afrika weile und einen Škoda Yeti durch die Namib-Wüste scheuche, könnt Ihr mal rüber klicken zu Fabian auf asphaltfrage!