Herzlich unvernünftig: Der Mercedes C43 4matic im Test

Herzlich unvernünftig

Mercedes-Benz C43 4matic im Test mit Habby

Schnell mal die richtige C-Klasse finden? Gar nicht so einfach. Limousine, Kombi, Cabriolet und Coupé buhlen ebenso um die Gunst wie zahlreiche moderne Triebwerke und Antriebsformen. Mit dem „Mopf“ sind diese dann auch endgültig zertifiziert für die Zukunft! Partikelfilter nun auch bei den Benzinern und damit frei von Bedenken. Doch was wählen? Vernunft? Herz? Sinnhaftigkeit oder launenhaften Triebtäter? Die Wahl ist nicht einfach. Nach einer ersten Fahrt im C43 klärt sich das Problem dann aber schnell auf eine angenehme Art und Weise auf.

Habby hat sich entschieden. Es ist Zeit, noch einmal unvernünftig zu bleiben.

Dass hier ein neues Modell vor dem Hotel auf die Testfahrt wartet, ist kaum zu erkennen. Wer sich nicht ständig bei Mercedes-Benz im Showroom die Beine platt steht, wird die sanften Veränderungen nicht erkennen. Spricht für ein gutes Design, bereits ab dem Start der W205 Baureihe. Augenfällig ist beim C43 vor allem das Heck. Hier protzen plötzlich vier runde Auspuffrohre im schwarzen Lackkleid um die Wette. Von den Details rund um die Stoßfänger oder die neuen Multibeam-LED Leuchten bleibt kaum was übrig in der Wahrnehmung.

Eventuell grübelt man eine Sekunde über den neuen Twin-Blade Kühlergrill in der Front, den hat man doch schon einmal irgendwo gesehen. Hat man doch, oder? Nun – AMG-Design ist AMG-Design und es bleibt auffällig!

Lass es rocken – V6 Bi-Turbo

Auffällig ist auch, wie ungezogen der drei Liter V6 im Kaltstart die ersten Umdrehungen in Geräusche wandelt. Seine Klappenauspuffanlage lässt die ersten Sekunden niemanden darüber im Unklaren, wofür man sich entschieden hat. Sollen doch die anderen vernünftig sein.

Mit 390 PS ist der V6 nun, dank größerer Turbolader und 1.1 bar Ladedruck, 23 PS stärker als die Vor-Mopf Variante und bringt zwischen 2.500 und 5.000 Umdrehungen 520 Newtonmeter Kraft mit. Dass der C43 aber bereits seit 2015 den ehemals eisernen Grundsatz „one man, one engine“ bricht, mag für die Käufer kein Hindernis sein, für Petrol-Nerds aber ein Detail, über das man wenigstens eine Sekunde nachdenken sollte. Der Faszination tut dies jedoch keinen Abbruch, das ist 4.8 Sekunden später klar. So lange braucht der Bi-turbo V6, um den praktischen Kombi unter Einsatz des 9-Gang Automaten und des heckbetonten Allradantriebes auf Tempo 100 zu katapultieren. Glückwunsch – so einfach kann es sein, sich als „Held der Geschwindigkeit“ zu fühlen.  Der „kleine AMG“ spielt dabei nicht ganz die Raffinessen der V8-Modelle aus. So vertraut der C43 auf einen Wandlerautomaten, während die „großen AMGs“ den 9-Gang Automaten und eine Anfahrkuppplung besitzen.

Während man sich an den Temporausch gewöhnt, ist die Verwandlung des Wesens auf Knopfdruck doch immer wieder überraschend. AMG DYNAMIC SELECT nennt sich die Möglichkeit, per Tastendruck den Charakter zu ändern. Von Komfort zu Sport, Sport+ und Individuell lässt sich der Basis-AMG umschalten und jedes Mal erntet man, dank angepasster Dämpfung, Lenkrad- und Antriebskennlinien, ein neues Fahrgefühl. Der Spagat zwischen „Comfort“ und „Sport+“ ist immens groß. Auf der einen Seite der Langstrecken-Pampersbomber, auf der anderen Seite der verkappte Nordschleifen-Held.

Um den eigenen Helden-Status auch per Zahlen zu manifestieren, bekommt der C43 den AMG-RACE Timer, der per GPS-Hilfe die Startlinie am Nürburgring erkennt und auf Knopfdruck die BTG-Zeit stoppt.

BTG im C-Klasse Kombi? AMG meint es ernst. AMG-Track Pace und Engine-Livedata an Board des neuen C43

Damit sich der C43 trotz der Sicherheit seines 4matic Allradantriebes nicht langweilig fährt, hat AMG die Kraftverteilung betont hecklastig ausgelegt. 69 Prozent wandern in Richtung Heck. Während die „normalen“ Kollegen der Baureihe, das ist einzigartig im Segment, auch per Luftfederung erhältlich sind, vertrauen die Affalterbacher auf die Kombination elektronisch geregelter Dämpfer mit Stahlfedern. Die Vierlenker-Vorderachse und die Raumlenkerhinterachse wurden von AMG mit einer eigenen Kinematik versehen, mehr Sturz lässt die Kurvenfahrt dynamisch stabiler werden.

Dominant dynamisch – Kollegial kommunikativ

Im Innenraum erwarten den Fahrer das neue Lenkrad, bekannt aus E-Klasse und S-Klasse MOPF, dank „Wisch-drück-Tasten“ auf beiden Seiten wird man dem Anzeigen und Informations-Overkill im Cockpit Herr. Das zentrale Media-Display wurde, optional, noch größer und klebt als 16:9 Widescreen ein wenig tiefer über dem Rand des Armaturenträgers – damit fügt es sich angenehmer in die Umgebung. Mittlerweile wirkt die Tablet-Integration stimmig. Hinter dem Lenkrad wird aus dem Armaturenträger, ebenso optional, ein Monitorgehäuse in Breitbauform. Das neue Kombiinstrument ist 12.3 Zoll groß und lässt sich in drei unterschiedlichen Grafik-Stilen benutzen. Klassisch, sportlich oder im Supersport-Design.

Von Apples-CarPlay und AndroidAuto geht es nun auch zur Microsofts Office-Suite, wenn man nur genug Häkchen im Aufpreis-Katalog bei der Neuwagen-Konfiguration macht. Dass die C-Klasse neben den Assistenz-Systemen auf S-Klasse Niveau nun auch ein „billiges“ „High-Tech LED-Licht“ besitzt, optional auch mit 84 LED Multibeam-Scheinwerfern erhältlich ist und wie gewohnt, den Fahrer im Alltag durch Spur- und Abstandhalter aktiv unterstützt, wäre glatt einen eigenen Artikel wert.

Dabei fehlt die Antwort auf die Frage, wofür man sich entscheiden soll, beim Angebot der C-Klasse. Soll es vernünftig sein? Oder herzlich? Oder beides? Als T-Modell sind 390 PS doch irgendwie auch vernünftig, oder?

Fazit: Sportlicher Heldenmut, digitales Zeitalter und Kraft aus dem Keller – der C43 spielt die Rolle der AMG-Einstiegsdroge in überzeugender Form!

(Keine Fotos vom gefahrenen Fahrzeug? Ja. Leider hat Mercedes-Benz alle Fahrzeuge fotografiert, aber nicht den Testwagen, mit dem AUTOHUB unterwegs war.)  🙁

Technische Daten

Typ

Mittelklasse-Kombi

Motor 1

V6 Bi-turbo

Leistung

390 PS bei 6.100 Umdrehungen

520 Nm bei 2.500 bis 5.000 Umdrehungen

Antrieb

9-Gang Wandlerautomat

Allradantrieb, Heckbentont zu 69%

Normverbrauch EU-Zyklus

9,3 – 9,6 l/100km

Emissionen EU-Zyklus

219 – 214 g/km

0 – 100 km/h

4,8 Sekunden

Bereifung / Serie

VA: 225/45-18    HA: 245/40-18

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

Abmessungen

L/B/H: 4717, 1810, 1440 – Radstand: 2840

Leergewicht

1735 kg (EG)

1660 kg (DIN)

Testwagenpreis

Offen

RaceChip C43 – Kombi mit Rennwagenflair

Die Crew von RaceChip hat ein neues Spielzeug und das hört auf den Namen Mercedes-Benz AMG C43. Der schwäbische Kombi, der ab Werk schon nicht gerade müde ist, dient dem Baden-Württemberger Tuner als neues Showcar und wurde erst kürzlich werbewirksam auf Teneriffa bewegt. Mit dem RaceChip C43 wollen die Göppinger zeigen, wie Fahrspaß, Leistung und Alltagsnutzen kombiniert werden können, dass aber dennoch Raum für eine Leistungssteigerung bleibt. Statt der serienmäßigen 367 PS push der Chiptuner das T-Modell auf 435 PS und 634 Nm. Wir schauen uns den optimierten Stuttgarter genauer an.

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Mercedes-AMG E63 4Matic T – Die Wuchtbrumme

Die E-Klasse ist seit jeher das, was man als wahres Raumschiff bezeichnen würde, wenn es um geräumige Kombis der oberen Mittelklasse geht. Das kann aber auch das normale T-Modell der E-Klasse, das jüngst vorgestellt wurde. Raum und Eleganz mit ausufernder Leistung zu verknüpfen, kann hingegen nur einer: Der Mercedes-AMG E63 4Matic T. Dieser Kombi bietet dank eines 4.0 Liter V8 und Biturbo-Aufladung die markentypische Performance, die bei 612 PS gipfelt. Mit dem voll variablen Allradantrieb, der 4MATIC+, verpufft die Leistung aber nicht einfach, sondern wird in schier unglaubliche Fahrleistungen umgemünzt, die denen eines AMG GT würdig sind. Wir blicken auf den neuen Spitzensportler in der geräumigen oberen Mittelklasse. Read more

Weltpremiere für die „much class“! Die E-Klasse All-Terrain

Die Nase vom Offroader, stabile Planken unter der Stoßstange vorne und hinten und rustikale Kotflügel-Verbreiterungen, die E-Klasse kann jetzt auch martialisch. Martialisch aussehen und ein wenig mehr Offroad als bislang. Luftfederung und einem Plus an Bodenfreiheit sei Dank, gibt es jetzt in Stuttgart auch einen SUV unter den Kombis.

Weltpremiere MercedesBenz E-Klasse, T-Modell, All-Terrain

Der Kombi für Landwirte und Freizeit-Helden? „Much class on every Terrain?“

Stand das T für Touristik und Transport, steht das All-Terrain nun für Feldweg, Familie und Freizeit. Und ist eine logische Konsequenz. Der Drang zum SUV, er macht auch vor dem seriösen T-Modell der Stuttgarter nicht Halt. Freilich, es gäbe einen GLC und einen GLE, oder gar einen GLS und natürlich das tapfere G. Aber dem Baukasten der modernen Fahrzeug-Architektur sei Dank, jetzt gibt es auch den Familien-Kombi mit mehr Bodenfreiheit und rustikalen Look. Mag man. Oder nicht.

SUV-Stil mit Kombinationskraftwagen-Heck

Den Anfang macht der E220d mit 194 PS starken Dieseltriebwerk und moderner 9-Stufenautomatik , ein weiteres Dieseltriebwerk folgt kurz darauf. Die Kraft wird in jedem Fall an das Mercedes-Benz Allradsystem 4MATIC verteilt. Die Fahrwerte für den E220d All-Terrain klingen, trotz Vierzylinder-Triebwerk und rustikaler Optik, spannend. 232 km/h Top-Speed und eine Beschleunigung von 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der 400 Nm starke Diesel soll dabei auf Verbrauchswerte zwischen 5.1 und 5.2 Liter kommen.

Serienmäßig an Board sind fünf Fahrprogramme die sich über den Schalter für „Dynamic Select“ abrufen lassen. Der All-Terrain Modus ist dabei völlig neu und hat seinen Ursprung bei den Fahrdynamik-Regelungen der Offroad-Modelle. Durch die Anwahl des Fahrprogramms All-Terrain über den Fahrprogramm-Schalter wird das Fahrwerk in Verbindung mit der serienmäßigen AIR BODY CONTROL um +20 mm bei einer Geschwindigkeit bis 35 km/h angehoben. Die Schwellen für ESP bzw. die Giermomentenregelung und die Antriebsschlupfregelung (ASR) sind entsprechend angepasst. Das All-Terrain Fahrprogramm bietet eine spezielle Anzeige im Fahrzeugdisplay. Angezeigt werden dort unter anderem der Lenkwinkel, das Fahrzeugniveau (Stellung der Luftfederung), der Steigungs- und Neigungswinkel, Stellung von Gas/Bremse und ein Kompass.

Die Luftfederung des All-Terrain hebt die E-Klasse um 15 mm höher an, als die Serie, die großen Räder mit dem höheren Reifenquerschnitt erhöhen die Bodenfreiheit um weitere 14 mm. Damit steht der All Terrain um fast 3 Zentimeter höher, als das normale T-Modell. Weitere 20 mm lassen sich bis Tempo 35 herausholen. Damit ist der All Terrain ein Kombi mit bis zu 15.6 Zentimetern.

Preise hat Mercedes-Benz bislang nicht genannt.

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Mercedes E-Klasse T-Modell – Aufmerksamer Luxus-Laster

Der Kombi ist ja eher ein europäisches Phänomen. Mag der automobile Lastesel auf den großen Absatzmärkten in China und den USA nur eine unbedeutende Nebenrolle spielen, auf dem Alten Kontinent, und hier speziell in Deutschland, wird er heiß und innig geliebt. Kein Wunder, dass Mercedes ein halbes Jahr nach der Limousine Ende Oktober auch das T-Modell der neuen E-Klasse ins Rennen geschickt.

Dabei haben jetzt auch die Stuttgarter erkannt, dass ein Edel-Laster nicht allein mit den praktischen Vorzügen eines großen Frachtabteils punkten muss, sondern auch der sportliche Charakter nicht zu kurz kommen darf. So steht der neue Kombi der Baureihe 213, der trotz tiefer gezogener Dachlinie die Kopf- und Ellbogenfreiheit der Fondpassagiere nicht beeinträchtigt, deutlich dynamischer auf den Rädern. Dass er zu Preisen ab 48.665 Euro ohnehin nicht auf eine Klientel abzielt, die Farbeimer oder Werkzeugkisten transportiert, ist eh klar.

Wer in dem fast fünf Meter langen Sternen-Kombi, der in den bisherigen fünf Generationen seit 1996 über eine Million Mal produziert wurde, erst einmal Platz genommen hat, merkt sofort, dass dieser Luxus-Liner in einer anderen Liga spielt
Wer in dem fast fünf Meter langen Sternen-Kombi, der in den bisherigen fünf Generationen seit 1996 über eine Million Mal produziert wurde, erst einmal Platz genommen hat, merkt sofort, dass dieser Luxus-Liner in einer anderen Liga spielt

Zugegeben, wer bisher seine Mercedes E-Klasse für die Fahrt in den Urlaub mit Sack und Pack bis in die letzte Dachritze vollgestopft hat, der wird sich über die Neuauflage des Premium-Kombis aus dem Sternenimperium vielleicht ärgern. Denn tatsächlich ist das Kofferraumvolumen des neuen Edel-Frachters geschrumpft. Um 55 Liter unterhalb der Laderaumabdeckung, um immerhin schon 120 Liter bei umgeklappten Rücksitzen bis unters Dachjuche.

Aber mal ehrlich, wer reizt die Ladekapazität denn schon wirklich bis auf den letzten Kubikmillimeter aus. Und vor allem, was ist die Alternative? Ein Volumen von 640 Liter bis zur Fensterunterkante, das bei steiler stehenden Rücksitzlehnen („Cargo-Stellung“) noch weitere 30 Liter aufnimmt oder dank der im Verhältnis 40:20:40 umklappbaren Rücklehnen sehr flexibel gar auf bis zu 1.860 Liter erweitert werden kann, reicht im Extremfall für 19 Mineralwasser-Kisten als Grundlage für die hochsommerliche Gartenparty oder auch für 12.000 Tennisbälle, um die Ballmaschinen fürs nächste Gruppen-Intensivtraining zu bestücken. Sofern der Platz natürlich nicht für die lieben Kleinen gebraucht wird, für die optional wieder eine dritte Rücksitzbank mit zwei Vorrichtungen für Reboundkindersitze der Klasse 2 und 3 angeboten wird.

Der neue Kombi der Baureihe 213, der trotz tiefer gezogener Dachlinie die Kopf- und Ellbogenfreiheit der Fondpassagiere nicht beeinträchtigt, steht nun deutlich dynamischer auf den Rädern
Der neue Kombi der Baureihe 213, der trotz tiefer gezogener Dachlinie die Kopf- und Ellbogenfreiheit der Fondpassagiere nicht beeinträchtigt, steht nun deutlich dynamischer auf den Rädern

In jedem Fall lässt das T-Modell auch mit der etwas schräger stehenden Heckscheibe immer noch alle Konkurrenten alt aussehen. Auch die in der Premium-Klasse. Hier liegen der Audi A6 Avant (565 bis 1.675 Liter) und der BMW 5er touring.(560 bis 1.670 Liter) ebenso wie der taufrische Volvo V90 (560 bis 1.526 Liter) nach wie vor um Längen zurück. Einzig der Raum-Weltmeister Skoda Superb Combi (615 bis 1.950 Liter) übertrumpft den Mercedes-Laster zumindest beim Maximalwert.

Aber wer in dem fast fünf Meter langen Sternen-Kombi, der in den bisherigen fünf Generationen seit 1996 über eine Million Mal produziert wurde, erst einmal Platz genommen hat, merkt sofort, dass dieser Luxus-Liner in einer anderen Liga spielt. Von der in allen Regenbogenfarben selbst wählbaren Ambiente-Beleuchtung über edle Materialien, egal ob Nappaleder, feine Magnolienhölzer oder Klavierlack, und aufwendige Massagesitze bis hin zu einem Cockpit mit üppigen, hoch auflösenden Displays quasi in Breitwand-Cinemascope – das ist wirklich großes Kino.

Ob man generell von einem „intelligenten Fahrzeug“ sprechen kann, wie dies der Noch-Vertriebsvorstand und künftige Entwicklungschef (ab Januar 2017) Ola Källenius und seine Mannschaft gerne tun, sei einmal dahin gestellt. Technologisch sieht der Schwede, der schon als Nachfolger des Konzernchefs Dieter Zetsche gehandelt wird, den E-Kombi jedenfalls zu Recht an der Spitze, überholt der Mittelklässler in dieser Beziehung sogar die S-Klasse.

Denn wie die Limousine verfügt nun auch das T-Modell der E-Baureihe über den „Drive Pilot“, der teilautonomes Fahren ermöglicht und den Sternen-Laster in ein „sehr aufmerksames Fahrzeug“ verwandelt. Es hält den Abstand zum Vordermann, den Wagen in der Spur und vollzieht beim Überholvorgang sogar sicher die Spurwechsel, ohne dass der Fahrer selbst zum Lenkrad greifen müsste. Er muss nur vorher durch das Setzen des Blinkers seinen Wunsch kundtun. Der Drive Pilot erinnert den Fahrer, die Hände nicht allzu lange vom Lenkrad zu lassen. Und bei unübersichtlichen Verkehrslagen wie etwa an Baustellen gibt er sofort an den Piloten aus Fleisch und Blut ab. Zudem hilft der „Remote Park-Pilot“ per Fernsteuerung beim Ein- und Ausparken aus der Garage oder in engen Parkbuchten.

Die sechste Generation des Lademeisters will aber mehr sein als ein reiner Lastesel und nimmt dafür auch räumliche Einbußen in Kauf
Die sechste Generation des Lademeisters will aber mehr sein als ein reiner Lastesel und nimmt dafür auch räumliche Einbußen in Kauf

Zum Marktstart stehen für das E-Klasse T-Modell zunächst zwei Vierzylinder-Benziner als E 200 mit 135 kW/184 PS und als E 250 mit 155 kW/211 PS sowie der E 220d mit dem völlig neu entwickelten, 143 kW/194 PS starken Vierzylinder-Diesel zur Verfügung, die bisher als einzige preislich mit einer Spannen von 48.665 bis 50.753 Euro fixiert sind. Auf ersten Testrunden durch die Holsteinische Schweiz erwies sich der Selbstzünder als harmonischer Antriebspartner für den Edel-Laster, der mit dem Fokus auf komfortables Reisen dank eines üppigen Drehmoments von 400 Nm schon ab 1.600 Touren für nahezu alle Lebenslagen bestens gerüstet scheint. An der Tanke übt er sich bei einem Normverbrauch von 4,2 Litern auf 100 Kilometern in größter Zurückhaltung, auch wenn am Ende der realen Ausfahrt knapp unter sechs Litern zu Buche standen.

Noch in diesem Jahr soll die Palette um die beiden Diesel-Aggregate im E 200d mit 110 kW/150 PS und im E 350d mit 190 kW/258 PS sowie dem E 400 4MATIC mit 245 kW/333PS ergänzt werden, wobei der 3,5-Liter-Benziner ebenso wie der stärkste Selbstzünder ein Sixpack unter der Motorhaube haben. Sämtliche Modelle sind bei der Markteinführung mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe 9G‑TRONIC ausgerüstet.

Bis dahin wird auch die erste Performance-Stufe des neuen Nobelkombis erhältlich ein. Das AMG-T-Modell E 43 4MATIC soll mit dem 295 kW/401 PS starken 3,0‑Liter-V6-Biturbo, dem Neungang-Automat mit verkürzten Schaltzeiten, Allradantrieb und eigenständigem Sportfahrwerk noch mehr Fahrdynamik und Agilität bieten und dürfte bei knapp unter 80.000 Euro ohne Extras.

Und genau das ist generell das einzige Problem beim E-Klasse T-Modell. Der edle Sternen-Frachter ist zweifellos ein Kombi auf absolutem Top-Niveau – das gilt aber auch für die Preise, denn das ganze Arsenal an Sicherheits- und Assistenzsystemen bis hin zum „Drive Pilot“ ist größtenteils aufpreispflichtig. Und bei den Mehrkosten geht es dabei nicht um Tausende, eher schon um Zehntausende. (Michael Lennartz)

Mercedes E-Klasse T-Modell – Schöne, große Klappe

Mit gefälligerem Design und leicht erhöhten Preisen bringt Mercedes nach der E-Klasse Limousine nun auch die neue Generation des Kombis auf den Markt. In der Basisversion wird das sogenannte T-Modell von einem 2,0-Liter-Turbobenziner mit 135 kW/184 PS (E 200) angetrieben und kostet dann 48.670 Euro.

Zugunsten einer durchgestylten Heckpartie verzichtet der Lademeister der Oberen Mittelklasse auf etwas Kofferraumvolumen. Bei in etwa gleicher Länge von 4,93 Metern (plus 2,5 cm) beträgt das Kofferraumvolumen nun immer noch beachtliche 670 bis 1.820 Liter. Aufgrund der nun nach hinten abfallenden Dachlinie sind das allerdings 55 beziehungsweise 130 Liter weniger als zuvor. Die Grundfläche hat sich nicht verkleinert, es passt weiterhin eine Europalette in den Laderaum.

Die Optik des größten Mercedes-Kombi hat deutlich gewonnen: Bis zu B-Säule gleicht er der Limousine, die modisch nach hinten abfallende Dachlinie und die stärker geneigte Heckscheibe tragen zu schnittiger Dynamik bei. Das Heck mit den breiten Schultern und horizontalen Akzenten wie den schmalen Rückleuchten oder der verchromten Griffleiste ist jetzt um einiges präsenter als zuvor. Die breite, elektrische Heckklappe kann auf Wunsch per Fußkick unter das Auto bedient werden. Darüber hinaus ist die Anhängerkupplung nun vollelektrisch ein- und ausfahrbar und trägt nun vier Fahrräder (100 Kilo).

Neben der Basismotorisierung werden zum Start zwei Alternativen angeboten: Die Ausführung mit 155 kW/211 PS (E 250) des 2,0-Liter-Turbobenziners zu Preisen ab 50.750 Euro und ein 143 kW/194 PS (E 220d) starker 2,0-Liter-Vierzylinder für 50.490 Euro. Als Getriebe kommt jeweils eine Neungangautomatik zum Einsatz. Zur Serienausstattung des Business-Kombis zählen Zweizonen-Klimaautomatik, elektrische Heckklappe und Luftfederung für die Hinterachse.

Innen übernimmt das T-Modell das Design und die Ausstattung der Limousine, zum Beispiel mit den zwei breiten Displays mit je 12,3 Zoll Bilddiagonale als „Widescreen-Cockpit“. Gesteuert werden die Funktionen mit berührungssensitiven Flächen am Lenkrad, dem bekannten Touchpad mit Controller in der Mittelkonsole oder die Sprachsteuerung. Auch die Innovationen der E-Klasse Limousine sind an Bord, serienmäßig beispielsweise der aktive Bremsassistent, der autonom bremst und auch Fußgänger erkennt. Darüber hinaus sind die teilautonome Funktion „Drive Pilot“ und das automatische Einparken von außen per Smartphone-App auf Wunsch an Bord.

(Hanne Schweitzer/SP-X)

Mercedes E-Klasse T-Modell: Ich packe meinen Koffer

Knapp 50.000 € beträgt der aktuelle Einstiegspreis für den praktischen Kombi. Touristik und Transport waren mal der Namensgeber für das „T-Modell“. Doch für den Transport von Schweinehälfte, Farbeimern und um die Groß-Familie in den Urlaub zu bringen, ist die E-Klasse längst nicht mehr alleine auf dem Markt. Und wer will schon das feine Polster und Leder von Daimlers „oberer Mittelklasse“ mit Lasten bepacken? Das T-Modell ist längst Oberklassen-würdig, wie es der Einstiegspreis vermittelt. Zur ersten Testfahrt habe ich meine eigenen Koffer gepackt.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Erster Test des neuen E-Klasse T-Modells

Die Fakten sind schnell aufgezählt: Neungang-Automatik ist zum Start immer Serie, bei den Motoren kann man wählen zwischen zwei Benzinern mit 184 (E 200) oder 211 PS (E 250) oder dem neuen Diesel-Triebwerk im E220d mit 194 PS. Zeitnah wird man den E200d mit 150 PS, den E350d und den E 400 Benziner 4MATIC mit 333 PS nachschieben. Und auch ein erstes AMG-Modell wird sich in Kürze beim Mercedes-Händler finden lassen. Der E43 AMG 4MATIC fährt mit einem 401 PS starken V6-Turbo an. Ein gesonderter Fahrbericht findet sich in Kürze hier.

Der größte Unterschied zur Limousine? Der Kofferraum mit bis zu 1.820 Litern Laderaumvolumen.

mercedes-benz-e-klasse-004-kombi-t-modell-test-fahrbericht

Intelligenz in Blech verpackt

Es ist kein Alleinstellungsmerkmal des Kombis. Bereits die Premiere der Limousine brachte uns zwei riesige 12,3-TFT-Bildschirme, Grafiken, die man einem „Daimler“ nicht zugetraut hätte und Assistenzsysteme, die uns einen ersten Eindruck dessen vermitteln, was in der Zukunft auf uns wartet. Dass es ausgerechnet „der Daimler“ ist, der mit einer solchen Vehemenz in die Digitalisierung voran fährt, es überrascht auch im T-Modell wieder. Und das Öffnen des Fahrzeuges per Handy? Nicht über eine App, sondern mit einem Smartphone als „digitalem Fahrzeugschlüssel“ dank der NFC-Technik. Das ist so aktuell – dass man diese Funktion derzeit nicht einmal mit jedem Smartphone umsetzen kann.

Bis zur B-Säule sind Limousine und T-Modell identisch, aber dann wandelt sich der Charakter der E-Klasse. Ist als Limousine vor allem der Business-Charakter vorherrschend, kann der Kombi mit Pragmatismus punkten.

Kombinierend wird es mit der wohligen Fahrdynamik der Oberklasse. Dass man sich – um an Dynamik und Intelligenz laben zu können, nicht auf die Basis-Ausstattung stürzen darf, ist leider auch ein Fakt. Die Aufpreisliste hält viele Versuchungen bereit und erst mit den richtigen Haken wird aus dem „T-Modell“ der clevere Business-Laster, für den man ihn seit Generationen hält.

Dass man sich heute im Stau zum Teil automatisiert hinter dem Vordermann halten kann, dass man sich in Kürze den eigenen Kalender in die großflächigen Anzeigen des Cockpits einblenden lassen kann, dass im Navigationssystem die aktuellen Tankstellenpreise der nächsten Tankstelle eingeblendet werden – das alles macht aus einem „praktischen“ Auto ein cleveres Auto. Vor allem aber auch ein komfortables Auto. Aber auch hier ist der Griff zur Aufpreis pflichtigen „Air Body Control“ sinnvoll. Erst mit der Luftfederung wird aus dem T-Modell der Gleiter, den man sich in der Preisklasse wünscht. Mercedes bietet umfangreiche Optionen auch darunter an. So gehört zum Beispiel die Luftfederung an der Hinterachse zur Serienausstattung und danach muss man sich entscheiden, ob man die Dämpfer variabel und verstellbar in der Wirkung haben möchte, oder ob man rundherum die Luftfederung wählt.

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Ich packe meine Koffer, …

Die Königsdisziplin für Kombis. Egal, wie gut sie aussehen oder wie clever sie sein mögen. Am Ende ist wichtig, was „hinten heraus kommt“, das wusste ja auch schon ein Ex-Bundeskanzler zu berichten. Das Kinderspiel:“ Ich packe meinen Koffer … “ ist gut geeignet, um die Lademeister-Qualitäten zu sondieren. Mit den drei Koffern aus dem Foto ist die E-Klasse erst einmal gelangweilt. Ein Kühlschrank wäre eine Aufgabe. Und zwar ein großer, so ein moderner „Side-by-Side“. Dank einer Laderaumbreite von 110 Zentimetern lässt sich auch das ungeliebte Umzugsgut im T-Modell einpacken. Eine Rücksitzlehne, die im Verhältnis 40-20-40 umklappbar ist, hilft bei der Variabilität zwischen Kofferraum und Insassen. Sie lässt sich zudem um 10° in der Neigung verändern. So schafft man mehr Platz für den Kofferraum.

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Fazit: Da können andere einpacken

Der Geräuschkomfort des T-Modells ist phänomenal. In Verbindung mit dem neuen Dieselmotor im 220d und der 9-Stufen Automatik sind lange Autobahn-Etappen eine echte Pause vom Alltag. Das vorne ein Selbstzünder nagelt, lässt sich auf den ersten Metern nicht leugnen, sobald Reisegeschwindigkeit anliegt, geht das Motorengeräusch jedoch völlig unter.

Das T-Modell kombiniert die Cleverness und den Fortschritt der Digitalisierung, den man bei Mercedes-Benz mit der Premiere der E-Klasse manifestiert hatte, mit der Praktikabilität des Kombis. Ein großer und gut nutzbarer Kofferraum, eine Heckklappe, die weit aufschwingt und der phänomenale Langstreckenkomfort. Dass sich der 220d auf den ersten Testrunden dann zudem eher an Verbrauchswerten unter 6 Liter orientiert hat, es passt zum Bild des cleveren Kombis.

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Große Galerie des Testwagens: Mercedes-Benz E220d T in Hyacinth-rot .. 

News: Mercedes-AMG E 43 4Matic – Mit 401 PS die vorläufige Spitze

Erst zeigten uns die Stuttgarter den Innenraum des neuen Business-Modells, dann wurden Exterieur-Fotos präsentiert, kürzlich folgte die Premiere der neuen E-Klasse: Sukzessive gab man mehr bekannt. Umso mehr verwundert es, dass das Topmodell der Baureihe nicht allzu lange auf sich warten ließ und nun in Form des Mercedes-AMG E 43 4Matic vorgestellt wird. Zumindest vorerst, denn wir alles wissen, dass sich die Stuttgarter nicht mit 401 PS zufrieden geben – vor allem angesichts der erfolgreichen Konkurrenz vom Schlage eines BMW M5 oder Audi RS6. Jetzt aber beleuchten wir das vorläufige Topmodell. Read more

Test: Mercedes-Benz C400 4Matic

Kennen Sie dieses Spiel? Euro-Beträge in DM umrechnen und dann in der Erinnerung schwelgen, in der ja früher alles besser war – und billiger? Ja – dann rechnen Sie doch mal 54.055,75 € um. Das war mal „eine S-Klasse“, nicht wahr? Heute steht die C-Klasse mit dieser Summe in der Preisliste und ist nicht einmal die Top-Motorisierung. Nein, weit entfernt vom Top-Brenner C63 mit seinen 86k (immer als „T-Modell“). Und? War früher alles besser? Alles billiger? Schauen wir mal nach! 

Für Aufsteiger

Test Mercedes-Benz C400T 4matic

Test Fahrbericht 63 Mercedes-Benz C400 T-Modell 2

Der Motor würde gierig am Gas hängen und das Fahrwerk sei eine „Wucht“ – kurzum, der neue C400 der beste „Dreier“, den man in Stuttgart je gebaut hat. So schrieb es der mein-auto-blog Redakteur Axel, als er von den Testfahrten in Marseille zurück kam. Das weckte die Neugierde! Da muss der C400 noch einmal ran. Zum Test!

Vierhunderter, Viermatic!

Dass man in Stuttgart bei der C-Klasse alles richtig gemacht hatte, man konnte es am ersten Feedback aus der Presse und bei den Kollegen herauslesen. Zum ersten Mal gibt es eine optionale Luftfederung in diesem Segment. Das muss man erst einmal umsetzen. Weil die C-Klasse sich viele Teile mit der im Frühjahr kommenden E-Klasse teilt, kann man aber eben nun auch in dieser Liga mit „feinen“ Ausstattungsdetails punkten. Im nun gefahrenen C400 T-Modell kam eben diese Luftfederung zum Einsatz und der von Redakteur Axel so gelobte V6-Turbo-Benziner. Kombiniert zudem mit der Mercedes-Allradtechnik 4 matic.  Dass man in der C-Klasse noch immer auf den 9-Gang Automaten verzichten muss, ist bei 480 Nm zu verkraften.Test Fahrbericht 87 Mercedes-Benz C400 T-Modell 1

Hans hat Dampf! 

Früher hatten Dieselmotoren Druck, Benziner die Drehfreude. Beides zu kombinieren war wagemutig und führte zu durstigen Turbo-Benzinern. Daher hatten große Mercedes einen ordentlichen V8 mit Hubraum. Heute sind für 333 PS nur Dreiliter-Motoren notwendig und dank Turboaufladung mit Schichtladungs-Prinzip lassen sich 480 Nm und 7.4 Liter Normverbrauch kombinieren. Dass der V6 dazu noch hoch dreht, als wäre die Turboaufladung nicht mit Staudruck-Effekten und Turbinen, die auf Drehzahlen jenseits der 100.000 gebracht werden müssen, verbunden, grenzt an Magie im Motorenbau.

Mercedes-Benz gönnt dem C400 zudem ein sattes, nie aufdringliches, unter Last aber durchaus erotisches Motorengeräusch. Singend, unter Druck nach Luft holend klingend, summt sich der V6 in die Herzen der Insassen.

Fahr Vergnügen

Es ist die Handlichkeit, die verblüfft. Klar, ist ja auch ein „Baby-Benz“. Wie respektlos. Diese Blasphemie. Den C400 einen Baby-Benz zu nennen, nur weil oberhalb des C mittlerweile so viele weitere hochpreisige Baureihen kommen. Nein, Baby-Benz wird weder dem C400 an sich noch der Kaufsumme, die man dafür abdrücken musste, gerecht. Der C400 ist bereits oberhalb der meisten Leasing-Listen, die man in den Personalabteilungen austeilt. Der C400 ist als T und 4matic eher was für den Freiberufler, der seinen Erfolg nicht auf den ersten Blick offenbaren will. Klar, da ginge mehr – aber C, als Kombi, sieht so bodenständig aus. Was der C400 T 4matic auf der Straße zaubert, ist von bodenständig jedoch so weit entfernt wie die S-Klasse von der Bezeichnung Baby-Benz.

Die Luftfederung spielt eine große Rolle, der fulminante V6 ebenso. Dass man nur 7 anstelle der möglichen 9-Gänge bekommt, sei es drum, dafür hat man ja die 480 Nm weit über das Drehzahlband verteilt.

[one_half] [=“notification_mark“ ]Die Basics:
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  • 2 Wochen im Test
  • 1.897 Testkilometer 
  • Basispreis: 54.055,75 €
  • Testwagenpreis: 80k+ €

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[one_half last=last] [=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:
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Der aktuell beste Dreier kommt vom Daimler. Stimmt.

Agiles Einlenken, sportliches Hetzen über Landstraßen jeder Art, heftig schnelle Etappen über die Autobahn und die Langstrecke. Der C400 gönnt sich keine Schwächen. Selten hat ein Auto in diesem Segment einen so überzeugenden Spagat aus Komfort und Sport unter einer Hülle vereinen können. Die Lenkung könnte bei ganz fieser Kurven-Attacke noch ein wenig schwergängiger sein, aber das ist Kritik auf höchsten Niveau.

Wer sich ausgetobt hat, nutzt die Assistenzsysteme des C400 – es lässt sich optional alles einpacken, was heute nützlich ist. Ein Tempomat mit Abstandskontrolle und der Staufolge-Assistent sollten auf jeden Fall an Bord sein. Das Head-Up Display ist ebenso empfehlenswert.

5-Sterne-Auto, aber nur einer im Kühlergrill

An das Command-System mit viel zu großen Einfassung, steil stehend über der Mittelkonsole, man hat sich schnell daran gewöhnt. Der Drehdrücksteller passt gut in die Hand, die Bedienung passt. An dem merkwürdigen Touchfeld war auch nach zwei Wochen noch keine Freude zu vermelden. Mal reagiert es, mal nicht. Mal genauer, mal ungenauer. Nein – dann lieber gleich einen Touchscreen.

Wer sich den V6 und den Allrad im C-Kombi gönnt, der darf auch das Kreuz beim Burmester-Soundsystem, der Sitzbelüftung und den komplett elektrisch zu bedienenden Sitzen machen. Test Fahrbericht 75 Mercedes-Benz C400 T-Modell 2

Fazit:

Mit jedem Häkchen in der Aufpreisliste verändert sich der Charakter der C-Klasse. Vom schnöden Dienstwagen zum luxuriösen Langstrecken-Gleiter. Dass man sich dabei noch einmal auf einen fulminanten V6 als Motorisierung festlegen kann, verdankt man dem überschaubaren Durst des Bi-Turbo V6. Wer reist, statt zu rasen, der drückt den Verbrauch leicht unter die 9 Liter Marke. Wer sich ein wenig in Zurückhaltung übt, schafft auch eine 7 vor dem Komma.

Nein – früher war eben nicht alles besser. Die Motoren waren durstiger, hatten aber weniger Drehmoment. Luftfederung war ein Privileg der Luxusklasse und das Niveau, auf dem sich ein Kombi in dieser Klasse bewegte, das war schlicht unterirdisch. Der C400 T 4matic ist teuer – aber jeden Cent wert.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mercedes-Benz 

C 400 T 4 matic

Bauart V6, Bi-Turbo, Schichtladung
Hubraum 2.996 ccm³
Leistung 333 PS / 5.250 U/min
Kraft 480 Nm / 1.60000 U/min
Getriebe 7-Gangautomatik
Antriebsachse Allradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.702, 1.810, 1.457 mm
Radstand 2.840 mm
Leergewicht 1.730 kg
 Wendekreis 11.22 m
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 5.2 sec
Normverbrauch 7.4 l/100 km

[/toggle]


Fotos im Artikel und Titelbild: Bjoern Habegger

News: Mercedes C 250 BlueTec 4Matic T-Modell – Bescheidenheit ist eine Zier

Ein attraktiver Kombi gehört in Deutschland zu den unverzichtbaren Modellvarianten für die Mittelklasse. Sind doch hier die Transportversionen bei den Kunden besonders beliebt. Kein Wunder also, dass Mercedes kurz nach der Vorstellung der neuen C-Klasse-Limousine im vergangenen Frühjahr bereits im Herbst das wichtige T-Modell nachschob. In Verbindung mit dem leistungsstarken 150 kW/204 Diesel sowie Allrad trat der Kombi nun zum Alltagstest an.

Besitzer eines Mercedes C-Klasse T-Modells fahren oft jobbedingt viel durch die Lande. Der Stern ist dabei Ausdruck des beruflichen Erfolgs beziehungsweise des Dienstwagenstatus, das „C“ signalisiert aber gleichzeitig eine gewisse Bescheidenheit, die bei Nachbarn und Kundenbesuchen meist gut ankommt. Dieses Understatement nach außen fällt mit der neuen C-Klasse nun noch leichter. Ist doch die C-Klasse in ihrer Neuauflage noch einen Hauch schicker und moderner geworden, ohne gleich modisch zu wirken. Das trifft auch auf den 4,70 Meter langen Kombi zu, der durch seine langgestreckte Motorhaube, der wohlgeformten Seitenlinie sowie dem prägnanten Heck überzeugen kann.

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Wie schön der Hang zur Bescheidenheit außerdem sein kann, zeigt das Interieur des Kombis. Hier haben sich die Mercedes-Designer mächtig ins Zeug gelegt und drehen den Kollegen aus Ingolstadt, München und Wolfsburg eine ganz schön lange Nase. Vorbild für die ansprechende Innenraumgestaltung waren weder A4 Avant, 3er BMW oder VW Passat, sondern eher die Designhandschrift der hauseigenen S-Klasse. Natürlich bleibt der Abstand vom S zum C gewahrt, also alles nicht so edel und teuer wie im Luxusprodukt aus Stuttgart, aber die verwendeten Materialien können sich sehen und fühlen lassen. Sprich: Der Fahrer samt Begleitung können sich am gelungenem Ambiente, den langstreckentauglichen Sitzen sowie an den vielen technischen Helferlein erfreuen. Zu den letzteren gehört unter anderem der neue zentrale Sieben-Zoll-Monitor der an ein quergestelltes iPad erinnert und via dem bekannten Touchpad in der Mittelkonsole bedient wird. Klima, Navigation, Sitzheizung, Audiosystem können darüber gesteuert und individuell konfiguriert werden. Ganz neu ist das optionale Head-up-Display das Vielfahrer zu schätzen wissen.

Hinter dem Kürzel 250 BlueTec verbirgt sich – ganz im Trend der bescheidenen Attitüde – ein 2,1-Liter-Vierzylinder Diesel. Zugegeben: Mit seinen 150 kW/204 PS markiert er abgesehen vom 300 BlueTec Hybrid mit 231 PS das Toptriebwerk unter den Dieselaggregaten. Und er ist der einzige Selbstzünder, der in Verbindung mit Allradantrieb offeriert wird. Der Motor hat keine Probleme, den doch immerhin 1,7 Tonnen schweren Mercedes in Schwung zu bringen, liegen doch reichliche 500 Newtonmeter Drehmoment schon knapp über Leerlaufniveau an.
Die Kraft wird in dieser Version über sieben Gänge an alle vier Räder verteilt. Das System ist aus der E- wie aus der M-Klasse bekannt. Die nur hinterradgetriebenen Varianten haben schon das neue Neungang-Getriebe, die Allradversion muss noch mit sieben Stufen auskommen. Das ist ein kleiner Nachteil, der sich am ehestens beim Verbrauch bemerkbar macht. 7,6 Liter genehmigte sich unser Kombi im Schnitt und verfehlte damit den Normwert von glatten fünf Litern deutlich, ohne deswegen ein Säufer zu sein.

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Wir bewegten das Fahrzeug bei winterlichen Bedingungen und mitunter durchaus sportlich. Letzteres bietet sich an, weil Mercedes es bei der C-Klasse geschafft hat, das Fahrwerk gleichermaßen auf Dynamik wie auf Komfort zu trimmen. Einerseits werden die allermeisten Folgen von unterlassener Hilfeleistung in Sachen Straßenbau weggefiltert, andererseits lenkt der Kombi exakt und willig ein und lässt sich auch dank Allradantrieb sehr agil aus engen Kehren herausbeschleunigen. Besonders günstig ist das Fahrvergnügen, mercedestypisch eher nicht. Mit mindestens 48.076 Euro für diese Antriebs- und Getriebekombination sollte der dienstliche Verfügungsrahmen recht üppig positioniert sein. Mit den üblichen Annehmlichkeiten sowie technischen Helferlein wie Abstandsregel-Tempomat, Totwinkel-, Lenk-, Spurhalte- und Kreuzungsassistenten oder Pre-Safe-Bremse mit Fußgängererkennung werden daraus sehr schnell mehr als 60.000 Euro, was dann nicht mehr so bescheiden ist.

Das Kofferraumvolumen mit 490 bis 1.510 Litern geht in Ordnung, damit zählt der Mercedes aber nicht zu den Transportwundern. Die Rücksitzlehnen klappen auf Knopfdruck zu einer ebenen Fläche um, ohne dass man die Sitzfläche bewegen muss. Das geht leicht. Ebenso leicht fühlen sich die Türen an. An der Stelle fehlt uns ein bisschen das satte „Plopp“, mit dem Mercedes-Türen in der Regel schließen, wenn sie nicht elektrisch zugezogen werden. Die auf Gewichtsreduzierung getrimmten Exemplare fallen von alleine einfach nicht so schön und schließen deshalb auch nur dann, wenn man einen gewissen Nachdruck walten lässt. So viel Dynamik darf man den Eignern in dieser Dienstwagenklasse aber zumuten.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

Autonews – Der Wochenrückblick KW 35

1. Strom-Sportler spricht Holländisch

Schon lange haben die Holländer was den Fahrzeugbau anging, auf sich warten lassen. Nun hat das Start-up Carice ein Elektro-Mobil auf die Strasse geworfen: das Carice MKI. Mit einem Gewicht von nur 350 Kilogramm, ist der kompakte und sportliche Roadster ein wahres Fliegengewicht. Der Hersteller verspricht durch die Gewichtsreduzierung leichteres Handling und einen geringeren Energieverbrauch. Doch nicht genug. Der kleine Elektro-Stromer wird speziell nach Kundenwünschen gebaut, was jeden Carice MKI zu einem Einzelstück macht. Der Verkauft startet erstmal nur in den Niederlanden und zwar ab einem Preis von 22.000 Euro. Die können also doch mehr als nur Wohnwagen.

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2. T-Time für Business-Pakete

Mercedes-Benz packt neue Pakete für Businesskunden aus, die eine C-Klasse T-Modell bald ihr Eigen nennen. Für das Ende September geplante sind bereits zwei Business-Pakete bestellbar und beinhalten standardmäßig das Audio-System 20 CD mit Bluetooth. Ebenfalls fester Bestandteil der Packages ist der aktive Park-Assistent inklusive Parktronic. Dieser hilft beim Suchen einer passenden Parklücke und warnt beim Rangieren vor Hindernissen. Zudem ist er mit aktiver Lenk- und Bremsfunktion zum Längs- und Quereinparken ausgestattet und parkt auf Wunsch das Fahrzeug halbautomatisch ein. Sitzheizung und Scheibenwischer mit Regensensor sorgen für weiteren Komfort. Zur Geschäftskundenausstattung gehört ebenfalls ein größerer Tank mit 66 Litern Volumen.

C-Class-T-Modell Pressdrive Deidesheim/Germany July 2014

3. Sondershow Automobildesign auf der Essen 2014

Auf der diesjährigen Motor-Show in Essen wird in einer Sondershow das Automobildesign gefeiert. Es werden dabei die jüngsten Entwürfe verschiedenster Autohersteller gezeigt unter anderem von Giugiaro, Hyundai, IED, Peugeot, Rinspeed, Sbarro und Zenvo, die um die 20 Studien zeigen werden. Rinspeed zegt seine vollelektrische Stuide Xchange, die das autonome Fahren ermöglicht. Das Fahrzeug nutzt ein Bedien- und Anzeigekonzept mit Entertainment-, Sicherheits- und Servicefunktionen, sodass es sich während der autonomen Fahrt bequem arbeiten oder entspannen lässt. Der schweizerische Designer Franco Sbarro rollt mit seiner Luxuslimousine Bugatti Sbarro Royale an. Wie sein Vorbild aus den 1930er Jahren, ist auch dieses Modell mit enormen Ausmaßen versehen: 6,80 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Ein 7,1-Liter-16-Zylinder-Motor mit 400 PS treibt den Luxusliner an. Weiterhin werden auch ganz zukunftsträchtige Fahrzeuge anwesend sein. Einfach überraschen lassen.

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4. Neuer Nissan Pathfinder auf Abwegen in Moskau

Nissan präsentiert auf der Moskau Motor-Show seinen neuen Pathfinder und wählt damit den Ort des Debüts sehr bewusst. Der Nissan Pathfinder ist das in vierter Generation gebaute Fahrzeug der Baureihe und das erste in Russland produzierte Hybridfahrzeug. Zusätzlich zu einem 3,5-Liter-Benzinmotor wird der Pathfinder auch erstmalig mit einem Hybridantrieb bestehend aus Elektromotor und einem 2,5-Liter-Benziner angeboten. Neben dem Offroader wird auch zeitgleich der Nissan Sentra vorgestellt, eine 1,6-Liter-Benzinlimousine mit hoher Bodenfreiheit. Der Sentra wurde in enger Zusammenarbeit mit Lada entwickelt.

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5. Neuer GT-Flitzer von Renault

Sportlich geht es im Hause Renault zu. Mit dem Sport R.S. 01 präsentiert der französische Autohersteller auf dem Moskauer Automobilsalon einen neuen GT-Rennwagen mit über 500 PS Muskelkraft unter der Haube. Dem Boliden wurde ein Kohlefaserchassis verpasst, welches sein Gewicht auf weniger als 1100 Kilogramm drückt. Der Motor stammt aus dem Hause Nismo (Nissan Motorsport) und ist mit einem sequenziellen Sieben-Gang-Getriebe ausgestattet. Der 3,8-Liter-V6 mit Biturbo dem 1,16 Meter flachen Auto eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h und liefert mehr als 600 Newtonmeter Drehmoment auf die Nadel. Starker Flitzer.

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6. Noch mehr Sportlichkeit bei Opel

Weitere Sportlichkeit liefert auch Opel-Tuner Irmscher. Dieser bringt das auf 100 Stück limitierte Sondermodell Astra GTC Turbo i 1400 auf die Strasse. Die Leistung des Rüsselsheimers wird dabei von 140 PS auf 170 PS angehoben. 20-Zoll-Alufelgen und eine Tieferlegung um drei Zentimeter mit progressiver Federrate optimieren sein Fahrwerk nochmals zusätzlich. Weitere Sonderelemente sind ein Dachspoiler, ein Diffusoreinsatz und Seitenschweller, ein Kühlergrill mit Carbonleiste und eine integrierte Frontspoilerlippe. Der Astra GTC Turbo i 1400 kann für ca. 4000 Euro bei jedem Irmscher-Opel-Händler oder direkt beim Tuner bezogen werden.

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7. GT-R Spritze für den Nissan 370Z Nismo

Auch bei Nissan geht es sportlich zu. Zum Modelljahrgang 2015 wird es für den Nissan 370Z Nismo eine kräftige GT-R Spritze geben. Der 370Z wird von einer Reihe ursprünglich für den GT-R entwickelter Teile profitieren, die neben einer sportlicheren Optik und einem brandneuen Aerodynamik Paket auch ein neu abgestimmtes Sportfahrwerk, sicherere Recaro-Sitze und einen noch besser isolierten Innenraum beinhalten. Ein neuer Heckstoßfänger und ein verkleinerter Heckspoiler sind ebenfalls teil des neu entwickelten Aerodynamik-Pakets. Verkaufsstart des neuen Modelljahrgangs in Europa ist im September.

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8. Besonders: der Peugeot 2008 Castagna

Der erfolgreiche Franzose wurde vom Mailänder Carrossier Castagna zu einem besonders schmucken Einzelstück präpariert. In Rot, Blau und Weiß gestaltet, ist das Unikat ein wahrer Eyecatcher. Die Farben setzen sich auch im mit weichem Alcantara-Leder ausgestatteten Interieur fort. Das Armaturenbrett ist mit handgenähten weißen Kreuznähten verziert und das Panoramaglasdach ist mit einem Sternenhimmel-Effekt geschmückt. Im Kofferraum wurde edles Holz verlegt und durch eine speziell gewebte Matte geschützt, die auch als Picknickdecke verwendet werden kann. Passgenaue Ledertaschen mit Markenlogo kann man ebenfalls erweben. Bunt ist das Leben und Granatenstark, oder?

Peugeot 2008 Castagna

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Fotos: Hersteller

Weltpremiere: Das neue Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell

Deutschland einig Kombiland. Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen sieht man in den fünftürigen Lademeistern nicht nur das praktischere, sondern auch das deutlich schönere Auto. Dies lässt sich speziell in der Mittelklasse auch mit Zahlen belegen: Nicht selten liegt der Kombi Verkaufsanteil markenabhängig bei deutlich über 60%. Auch bei Mercedes-Benz. Dort werden Kombis seit dem S123 von 1978 schlicht T-Modell genannt und im Werk Bremen produziert. Damit die Erfolgsgeschichte der Kombis mit dem Stern weitergeschrieben werden kann, wurde am 21. Mai das Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell im Werk 067 (so das interne Kürzel des Bremer Standortes) der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Nach dem fulminanten Marktstart der neuen C-Klasse Limousine im März, ist dies also der nächste wichtige Paukenschlag der Schwaben auf dem Weg zur Spitze der Premium Hersteller. „T“ – das steht auch in der vierten Generation C-Klasse für „Touristik und Transport“ und spiegelt besser, als jemals zuvor den Charakter dieser Fahrzeuggattung wieder: Praktisch, geräumig, elegant und auf keinen Fall für den Transport gewerblicher Güter gedacht. Denn welcher Handwerker würde schon ein Burmester Soundsystem oder die erstmals in einem Mercedes-Benz erhältlichen online Services via „Mercedes connect me“ benötigen?

In Car Entertainment auf höchstem Niveau also, darüber dürfen sich in Baureihe S205 Fahrer und maximal vier weitere Passagiere freuen. Dazu gehören natürlich auch das bereits aus der Limousine bekannte Head-up-Display für den Fahrer, sowie das in der fließend gestalteten Mittelkonsole integrierte Touchpad, auf dem man – wie bei einem Smartphone – per Fingergeste alle im zentralen und bis zu 960 x 540 Bildpunkten großen Display angebotenen Funktionen steuern kann.

Doch das T-Modell brennt nicht nur ein Technik Feuerwerk im Innenraum ab, auch die Behaglichkeit steigt, denn das Längen- und Breitenwachstum im Vergleich zum Vorgängermodell kommt den Fondpassagieren und ein klein wenig dem Gepäckraum zu Gute. Mit maximal 1.510 Litern Ladevolumen übertrifft der neue Kombi die alte Baureihe S204 um zehn Liter. Das Laderaumvolumen hinter der im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rückbank wuchs um fünf Liter auf 490 Liter. Damit bewegt sich die C-Klasse auf dem Niveau von BMW 3er Touring (1.500l/490l) und Audi A4 Avant (1.430l/490l), hat aber optisch deutlich an Dynamik zugelegt.

Damit das Fahrverhalten hält, was das Design verspricht, musste auch die Rucksack C-Klasse eine Diät von 65kg über sich ergehen lassen und bekam zum Ausgleich die neue 4-Lenker-Vorderachse mit elektromechanischen Direktlenkung. Wem das nicht reicht, kann optional die für diese Klasse einmalige Luftfederung samt Agility Select Schalter für noch mehr Dynamik ordern. Den passenden Antrieb gibt es je nach eigenem Anspruch und Geldbeutel dazu. Die Benzinmotoren starten beim C180 mit 156PS und enden mit 333PS im C400. Sparsamer, aber kaum weniger dynamisch geht es mit den Dieselaggregaten vorwärts. Hier macht der C180 BlueTec mit 115PS den Anfang und der C300 BlueTEC HYBRID (inkl. 20 kW Elektromotor) bildet mit 231PS die Spitze der Selbstzünder.

Auch wenn die technischen Daten zum S205 keine wirkliche Überraschung darstellen, wenn man auf autohub.de die Berichte zur C-Limousine verfolgt hat, so ist es Mercedes-Benz trotzdem gelungen mit dem T-Modell die schönere C-Klasse auf die Räder zu stellen. Zusätzlich hat man dabei auch noch den Spagat zwischen gelungenem dynamischen Design und hohem Nutzwert geschafft. Es sind nämlich die überlegten Details, die den Kombi vom Viertürer abheben. Dazu gehören die clevere dreigeteilte Rückbank mit ihrer Fernentriegelung von der Ladeluke aus genauso dazu, wie der optional erhältliche „Hands Free Access“, um die Heckklappe mit einer Fußbewegung unter der Heckschürze vollautomatisch öffnen zu können.

Fehlt also nur noch der Preis für den schwäbischen Edellaster mit dem Geburtsort in Bremen. Hier hält sich Mercedes-Benz aber noch bis zur Markteinführung im September bedeckt, doch unter 37.000 Euro wird man kaum eine C-Klasse als T-Modell bekommen.

 

Weltpremiere: Mercedes präsentiert den Kombi der C-Klasse (S205)

Kombi, Touring, Avant? Bei Mercedes trägt die praktische Varianz einer Baureihe immer den Namen T-Modell. Und hier nun die ersten Fotos des T-Modells der neuen C-Klasse.

Wenn der W205 zum S205 wird, dann hat die Sache einen Haken!

W205 steht für die Baureihenbezeichnung der neuen C-Klasse. Sobald das große Kombiheck mit ins Spiel kommt, wird aus dem W ein S und der Experte kann nun daraus deuten: S205 ist das T-Modell der neuen C-Klasse. Gar nicht so schwierig.

Mercedes-Benz gab mir die Gelegenheit, bereits vor der Weltpremiere, einen Blick auf den neuen Star der Kombiklasse zu werfen und investigativ – wie ich nun einmal bin – habe ich auch gleich einen Haken am neuen T-Modell gefunden!

Doch nun – der Reihe nach:

Neben den 8 Zentimeter mehr Radstand, die auch die Limousine der C-Klasse bekam, wuchs das Kombimodell gegenüber dem Vorgänger um insgesamt 9.6 Zentimeter. Nicht nur länger, auch breiter und zwar um 4 Zentimeter. Fast das gesamte Längenwachstum kommt den Passagieren in Reihe zwei und dem Laderaum zu gute.  Damit bewegt sich der S205 (C-Klasse T-Modell) schon fast auf dem Niveau des alten E-Klasse Kombis. Platz und Variabilität sind Grundtugenden für eine Kombiversion bei Mercedes, das neue T-Modell der C-Klasse will da keine Ausnahme sein.

Die neue Rücksitzbank ist nun im Verhältnis 40:20:40 geteilt und bietet damit mehr Variabilität als die 60:40 Teilung des Vorgängers. Neben der Möglichkeit die Rücksitzlehnen auf Knopfdruck elektrisch flach zu legen, bekam das T-Modell der C-Klasse nun auch eine elektrische Heckklappe (optional) und auch eine Möglichkeit, die Heckklappe per „Fußtritt“ unterhalb des Stoßfängers zu öffnen (ebenso optional).

Bei den Motoren wird Mercedes die neue Kombiversion der C-Klasse mit drei Vierzylinder-Benzinern und einem Sechszylinder-Benziner anbieten. Die Leistung spannt sich hierbei von 156 PS bis 333 PS. Wer den Dieselmotor bevorzugt, der hat die Wahl zwischen dem 115 PS Diesel aus der Kooperation mit Renault und den überarbeiteten Doppel-Turbodiesel mit bis zu 204 PS, die eine astreine Mercedes-Entwicklung sind. Später folgen ein Diesel-Hybrid (204 PS Diesel und 27 PS E-Motor) und ein Benziner-Plugin-Hybrid mit 210 PS Turbo-Vierzylinder und 70 PS E-Motor. Als C 300 BlueTEC Hybrid (Diesel-Hybrid) kommt der C-Kombi auf einen Normverbrauch von 3.8 Litern auf 100 Kilometern, was einer CO²-Emission von 99 Gramm je Kilometer entspricht!

c-klasse kombi 01 s205 haken

Der Innenraum entspricht – mit Ausnahme des Ladeabteils – dem modernen Innenraum der neuen C-Klasse und hat wie diese auch, u.a. das neue Touchpad und die geschwungene Mittelkonsole zu bieten. Aber dennoch – die C-Klasse als T-Modell hat einen Haken – nein, sie hat sogar zwei Haken:

c-klasse kombi 03 s205 haken

Und an diese Haken – hängt man dann die Jacke.

Wenn jetzt jemand fragt, wofür man diese Haken gebrauchen kann, dann sei darauf hingewiesen: Die T-Modelle sind Autos für Menschen – die praktische Lösungen lieben. Als Beispiel sei erwähnt: Wer mit seinem Hund Gassi geht und die Regenjacke aufhängt, sich die Schuhe ausziehen will und nicht auf dem Jacket hocken will oder wer sich einfach nur vor einem Geschäftstermin nach langer Autofahrt noch einmal in Form bringen will – der hängt an diesen Haken seine Jacke auf.

Okay – ernsthaftere praktische Vorteile bieten diese beiden Haken nicht – eventuell ist das der Haken, an den Haken. Aber sie zeigen dennoch, bei Mercedes wird praktisch gedacht.

Zur Galerie des Mercedes C-Klasse T-Modells [klick]

 

Mercedes C-Klasse Kombi – Aus W205 wird S205

Auf dieses Fahrzeug warten viele Mercedes-Kunden. Gerade in Deutschland ist ein Kombimodell deutlich wichtiger als die Limousine aus der gleichen Baureihe. Nach dem erfolgreichen Start der neuen C-Klasse, die Presse und auch Blogger waren überzeugt vom neuen Baby-Benz, dürfte auch das T-Modell erfolgreich in den Markt starten.

Mercedes C-Klasse T-Modell (S205)

Photoshop-Künstler Theophilus hat die ersten Erlkönig-Fotos der Baureihe S205 enttarnt und präsentiert seinen Entwurf des zukünftigen Quoten-Königs aus Stuttgart.

Wenn man der autozeitung.de glauben darf, dann wird das T-Modell auf der AMI in Leipzig präsentiert. Der Rest aus dem Artikel der Autozeitung dürfte man als Spekulation verbuchen. Warten wir ab, wie viel Kofferraum, welche Gesamtlänge und wie die Rückleuchten am Ende genau aussehen.

Neue S-Klasse als T-Modell

Im Rest der Welt sind Pampers-Bomber, Estates, Avants, T-Modell und wie auch immer die praktischen Kombiversionen genannt werden, nicht so beliebt wie bei uns.

Dabei ist ein Kombi immer die praktischere Variante. Vermutlich weil Pragmatismus nicht sexy ist und wir Deutschen ja eh als Pragmatiker bekannt sind, deswegen sind Kombis nur bei uns beliebt. Mercedes hatte mit dem T-Modell des W123 den ersten durchschlagenden T-Modell-Kombi Erfolg und denke ich an den W124, dann war die Kombiversion nicht nur die praktischere Version, sondern auch eine besonders elegante Formvariante.

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S-Klasse T-Modell – Warum nicht?

Nur in der S-Klasse hat sich Mercedes bislang nicht zu einem Kombi (T-Modell) durchringen können. Aber warum eigentlich nicht? Wenn ich mir die Fotos von Theophiluschin anschaue, dann wäre ein W222 (V222, bzw. ein S222) Kombi –pardon – ein S222 eine extrem elegante Erscheinung.

Endlich könnte man zusammen mit seinen Freunden in den Golf-Club fahren und neben den vier Golf-Bags würde sogar der Hund noch Platz im Kofferraum finden.

Wie findet ihr den W222 T? (S222)

Auf jeden Fall hübscher als dieser Tuning-Unfall der neuen S-Klasse…[klick]..