Tesla Model S und Model X – Rückruf-Aktion

Der amerikanische Elektro-Auto-Hersteller Tesla ruft rund 53.000 Fahrzeuge der Baureihen Model S und Model X zurück, die zwischen Februar und Oktober 2016 produziert worden. Es gibt ein Problem mit der Feststellbremse. Diese könnte sich unter Umständen nicht mehr lösen. Grund zur Sorge gäbe es allerdings keinen, Unfälle würden durch das Problem nicht verursacht. Der Rückruf ist freiwillig, Tesla geht davon aus, dass lediglich fünf Prozent der Autos tatsächlich von dem Problem betroffen sind. (Max Friedhoff/SP-X)

Tesla Model S – Der Kleine fällt weg

Tesla wird sein erst vor einem Jahr eingeführtes Basismodell 60 der Baureihe Model S wieder vom Markt nehmen. Die Einstiegsversion ist noch bis zum 16. April 2017 bestellbar. Laut Tesla haben sich Kunden in der Mehrzahl für die reichweitenstärkere Version 75 entschieden. Nunmehr wolle man den Bestellprozess für die Kunden vereinfachen.

Der besondere Clou beim 60er-Modell war ein Nettopreis von unter 60.000 Euro, was es Kunden erlaubte, die Elektroautoförderung bei der Bafa zu beantragen. Diese Möglichkeit haben in den vergangenen Monaten immerhin 268 Kunden (Stand 2/2017) genutzt. In Hinblick auf die Batteriehardware ist der Basis-Tesla ohnehin mit der 75er-Version identisch. Deshalb können Käufer des Model S mit 60 kWh-Batterie dieses später auch per „Over the Air“-Upgrade zu einem 75 kWh-Modell aufrüsten. Künftig liegt das Basismodell des Model S 75 mit einem Bruttopreis von 86.620 Euro wieder deutlich über der Nettopreisgrenze von 60.000 Euro liegen, ab der die E-Auto-Prämie gewährt wird. (Mario Hommen/SP-X)

Tesla Model S als Leichenwagen – Emissionsfrei ans Grab

Ein Leichenwagen mit wild bollerndem Ferrari-V12? Ein unvorstellbarer Gedanke, denn der Totentransport ist eben doch ein äußerst diskretes Geschäft. Insofern scheint es nur konsequent, wenn sich ein Bestattungsfahrzeug rein elektrisch und also nahezu geräuschlos bewegt. Die holländischen Stretch-Limo-Experten von Remetzcar sind den eigentlich logischen Schritt gegangen und haben einen Tesla Model S zum Leichenwagen mit Glaskasten-Kombiheck umgebaut.

Remetzcar hat dem Tesla ein hochbauendes Kombiheck mit großen Glasflächen verpasst
Remetzcar hat dem Tesla ein hochbauendes Kombiheck mit großen Glasflächen verpasst

Das Resultat kann sich sehen lassen. Mit dem gläsernen, hochbauenden Kombiheck wirkt der Wagen geschmackvoll und zudem besonders repräsentativ. Angesichts der heute vielerorts üblichen fensterlosen Kleintransporter, die für eine maximal kosteneffiziente und zudem anonyme Leichenentsorgung stehen, setzt dieser Tesla-Umbau ein Ausrufezeichen für die deutlich stilvollere jedoch aussterbende Tradition des Leichentransports im klassischen Nobel-Kombi.

Der Umbau von Remetzcar macht aus dem Vier- einen Zweitürer mit nur noch zwei Sitzplätzen
Der Umbau von Remetzcar macht aus dem Vier- einen Zweitürer mit nur noch zwei Sitzplätzen

Den Tesla Model S auf die Streckbank zu legen, war für die Stretch-Spezialisten eine besondere Herausforderung. Auf 5,78 Meter wurde das Bestattungsauto verlängert, was den Transport von bis zu 2,17 Meter langen Särgen erlaubt. Hierfür wurde das Fahrzeug einmal durchgeschnitten und ein gut 80 Zentimeter langer Mittelteil eingesetzt. Ein Problem bei dieser Arbeit war die den Unterboden weitgehend ausfüllende Hochvoltbatterie, die für die Verlängerung ausgebaut und an anderer Stelle neu eingesetzt werden musste. Laut Remetzcar kommt der 70-kWh-Stromspeicher zum Einsatz, der einen Radius von 350 Kilometer erlauben soll.

Dank integrierter Rollen im Teakboden lassen sich Särge elegant und mühelos einladen
Dank integrierter Rollen im Teakboden lassen sich Särge elegant und mühelos einladen

Eine weitere Herausforderung war es, den hinteren Bereich der ursprünglichen Stufenhecklimousine zum Kombiheck auszubauen. Hier hat sich Remetzcar für eine filigrane Konstruktion mit maximal großen Glasflächen entschlossen. Dieses Glasheck muss zudem die für Leichenwagen üblichen Anforderungen an Hygiene und Funktionalität erfüllen. So gibt es einen mit Rollen bestückten ausziehbaren Teakboden, der ein leichtes Einladen von Särgen erlaubt. (Mario Hommen/SP-X)

Tesla Model S und X P100D – Schnell macht teuer

152.000 Euro verlangt Tesla Deutschland für das Model S P100D. Damit ist das neue Flaggschiff über 20.000 Euro teurer als das bisherige Topmodell P90D, das weiterhin für rund 130.000 Euro angeboten wird. Im Vergleich zum P90D bietet die Version P100D dank der größeren Batterie eine Steigerung der Reichweite von 509 auf 613 Kilometer und eine Verkürzung der Sprintzeit um 0,5 auf 2,7 Sekunden. Darüber hinaus verfügt das neue Topmodell über die aufpreispflichtige Smart-Air-Luftfederung, die bei anderen Modellen für 2.800 Euro angeboten wird.

Ebenfalls in der P100D-Version erhältlich ist das Tesla-SUV Model X. Der hochbauende Flügeltürer erlaubt mit dem großen Batteriepaket eine Reichweite von 542 Kilometer und eine Sprintzeit von 3,1 Sekunden. Neben der Luftfederung bietet das Model X P100D einen aktiven Heckspoiler. Der Preis liegt bei 153.100 Euro, was 22.000 Euro über dem bisherigen Topmodell P90D liegt.

Beide P100D-Varianten sind bereits bestellbar. Während das Model S als P100D ab November verfügbar ist, wird das Model X mit der großen Batterie ab Februar 2017 zu haben sein. (Mario Hommen/SP-X)

Lifting für Tesla Model S – Weg mit dem Kühlergrill

Tesla spendiert dem Model S ein Facelift. Die elektrisch angetriebene Oberklasselimousine trägt ab Juni eine neue Front mit kleinerem Kühlergrill und LED-Leuchten im Stil des Model X. Auch das Heck wird leicht modifiziert. Dank der verbesserten Aerodynamik steigt die theoretische Reichweite bei einzelnen Modellversionen leicht an.

Neu auf der Optionsliste findet sich das ebenfalls vom Model X bekannte Hochstrom-Ladegerät. Dank einer Leistung von 16,5 kW soll es rund 50 Prozent schneller laden als das Standard-Ladegerät mit 11 kW. Der Aufpreis beträgt 1.700 Euro. Darüber hinaus ist nun eine Klimaanlage mit Luftkohlefilter und „Biowaffen-Schutzmodus“ bestellbar. Sie kommt im Pakete mit LED-Blinkern, elektrischer Heckklappe und Nappaleder-Armaturenbrett für 3.300 Euro.

Parallel zur Überarbeitung steigen die Preise. Kostete das Einstiegsmodell S 70 mit Hinterradantrieb bislang 78.000 Euro, sind es nun 82.700 Euro. Das Topmodell P90D startet bei 124.300 Euro.