Porsche 911 GTS Facelift – Mehr Spaß in der Nische

Wem der 911 als Carrera S zu schwach und der GT3 zu stark ist, könnte am GTS seine besondere Freude finden. Und davon sogar mehr denn je, denn zum Frühjahr 2017 ersetzt Porsche auch in dieser Elfer-Variante den traditionellen Saug- durch einen neuen Turbomotor. Trotz Hubraumverkleinerung von 3,8 auf 3,0 Liter steigt im Gegenzug die Leistung um 20 PS au…

Honda Civic Type R – Verkürzte Halbwertszeit

Auf dem aktuellen Auto Salon in Paris, den man noch bis zum 16. Oktober besuchen kann, haben wir in diesem Jahr vieles sehen können, das vor allem unter dem Stern der Elektromobilität steht. Zukunftsmusik – zumindest bei vielen Herstellern. Honda zeigt indes den neuen Honda Civic und den dazugehörigen Type R. „Schon wieder?“, werden sich viele fragen. Ja, es stimmt: Das aktuelle Modell wurde erst im letzten Jahr als Prototyp auf dem Genfer Automobilsalon gezeigt und nun steht schon der Nachfolger in den Startlöchern. Die Wachablösung folgt in der zweiten Jahreshälfte 2017.

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Die 20-Zoll-Alufelgen füllen die Radhäuser gut aus.

Die ersten Testberichte sind gerade durch, da befindet sich schon wieder ein neues Modell in der Pipeline. Die Rede ist vom Honda Civic Type R. Erst im März 2015 in Genf gezeigt, geben die Japaner aktuell in Paris einen Ausblick auf das neue Modell. Viel verrät Honda noch nicht, gibt aber einen detaillierten Ausblick auf das Design. Und wenn wir etwas von der in Genf gezeigten Studie mitnehmen, dann dass sie schon sehr nahe am Ausgangsprodukt dran ist.

Unauffällig ist auch der neue Honda Civic Type R nicht

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Die Außenhaut trägt eine Art Alu-Finish und gibt der dunklen Oberfläche Pfiff.

Das könnte auch beim neuen Honda Civic Type R der Fall sein. Grundsätzlich basiert der neue Kompaktsportler auf der fünftürigen Limousine und zeigt damit niedrige und breite Proportionen. Der äußere Auftritt zeigt sich damit nicht nur kraftvoll: Die sportlichen Anbauteile kommen auch die Aerodynamik zugute. Dafür sorgt etwa die Front mit ihrem markanten Stoßfänger, der um einen flügelförmigen Frontsplitter ergänzt wird. Zusätzliche Lufteinlässe sorgen nicht nur für die Kühlung der entsprechenden Aggregate, sondern auch für eine verbesserte Windschlüpfrigkeit.

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Der Heckspoiler macht klar: Understatement ist nicht die Sache des Honda Civic Type R.

Wie es sich mittlerweile für einen Honda Civic Type R gehört, fällt das Exterieur auf und polarisiert. Ausladende Flügel und die nicht eben gewöhnliche Karosserieform gefallen – oder eben nicht. Zum auffälligen Erscheinungsbild passt die Außenhaut in einer Art Aluminium-Finish deshalb bestens. Klassischerweise trägt der Kompakt-Sportler ein rotes H als Markenlogo, wie man es von allen Type R gewohnt ist. An der Front finden sich zudem rauchgraue Voll-LED-Scheinwerfer, Blinker und Seitenblinker. Damit wirkt der sportlichste aller Civic verrucht.

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Kanonenrohr: Das mittige Auspuffrohr bekam einen roten Anstrich.

Seitlich fallen die Seitenschweller in Carbon, trotz ihres roten Zierstreifens, weniger auf als das Räderwerk. Die Japaner installierten 20-Zoll-Felgen, bei denen sich die Frage stellt, wo der Größenwahn bei der Räderwahl noch hingehen soll. Nicht eben klein fällt auch der Heckspoiler aus: Er nimmt die nach hinten auslaufenden Dachbögen auf und thront auf dem Heckdeckel. Zwei Etagen tiefer findet sich schließlich ein Heckdiffusor aus Carbon wieder, der die Struktur der Seitenschweller aufnimmt. In seiner Mitte untergebracht: Drei voll funktionsfähige Auspuffrohre. Eines davon ist rot ausgeführt und nimmt den roten Nadelstreifen, den man an Front und Seite erblicken kann, gekonnt auf. Die Optik dürfte also geklärt sein. Fragt sich nur, was unter dem Blech schlummert.

 

News: Porsche 718 Boxster – Vier gewinnt

Das Downsizing bei Porsche geht weiter: Nach dem 911 erhält im April auch der Einstiegs-Roadster Boxster im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren. Während die Markenikone jedoch immerhin dem Sechszylinder treu bleibt, mutiert sein kleiner Verwandter zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark.

Dafür reichen dem Mittelmotor in Boxerbauweise zwei Liter Hubraum. Das alte Modell ohne Turbo benötigte für 195 kW/265 PS noch 2,7 Liter, verteilt auf sechs Brennkammern. Auch der stärkere Boxster S speckt ab: der Hubraum schrumpft von 3,4 auf 2,5 Litern, die Leistung steigt von 232 kW/315 PS auf 257 kW/350 PS. In beiden Fällen wächst auch das Drehmoment, nun stehen 380 Nm beziehungsweise 420 Nm zur Verfügung, jeweils bereits bei knapp unter 2.000 Touren.

Auch der Innenraum wurde überarbeitet
Auch der Innenraum wurde überarbeitet

Entsprechend schnell sprinten beide Modelle von null auf 100 km/h: Wer anstelle der manuellen Sechsgangschaltung das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe wählt erreicht den dreistelligen Tachobereich im Idealfall in 4,2 Sekunden. Das schwächere Modell benötigt ähnlich flotte 4,5 Sekunden – beide sind damit deutlich spurtstärker als ihre Vorgänger. Die – zumindest für das Unternehmen Porsche – wichtigste Änderung ist aber der gesunkene Normverbrauch: Theoretisch benötigt der Roadster nun nur noch 6,9 beziehungsweise 7,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Beim alten Sechszylinder-Modell lagen die Werte noch bei 8,4 und 9,0 Litern.

Der CO2-Ausstoß des offenen Zweisitzers sinkt somit erstmals unter die 160-Gramm-Marke. Und damit nimmt auch für den Hersteller die Gefahr hoher Strafzahlungen ab 2020 ab, wenn die strengen EU-Grenzwerte greifen. Letztlich dürfte das der mit Abstand wichtigste Grund für das Downsizing sein, auch wenn Leistungsplus und Gewichtsreduzierung für die Fahrleistung des Boxster und seines Coupébruders Cayman nicht von Nachteil sein werden. Kritische Kunden und Skeptiker der Motoraufladung dürften zudem seit dem weithin als gelungen betrachteten 911-Downsizing beruhigt sein – der Verzicht auf Saugmotoren muss kein Verzicht auf Charakter sein.

Für den Antrieb sorgt ein Vierzylinder
Für den Antrieb sorgt ein Vierzylinder

Um das Gefühl von Verzicht gar nicht erst aufkommen zu lassen, hat Porsche dem Boxster zudem einen Namenszusatz verpasst. Die Ziffer „718“ wird künftig dem Namen der beiden Modelle der Baureihe vorangestellt. Sie soll an den gleichnamigen Rennwagen aus den späten 50er-Jahren erinnern. Dazu gibt es einen saftigen Preisaufschlag: 53.646 Euro kostet der 718 Boxster zur Markteinführung, knapp 3.000 Euro mehr als das alte Modell. Den 718 Boxster S gibt es ab 66.141 Euro.

Zuletzt gab es Anfang der 90er-Jahre einen Porsche mit Vierzylindermotor. Beim 968 waren die Brennräume aber konventionell in Reihe geschaltet. Den letzten Vierzylinderboxermotor hatte in den 70er-Jahren der „Volksporsche“ 914 an Bord; das Triebwerk stammte damals aus dem VW-Regal. Der Rückgriff auf den Vierzylinder ist vor allem eine Reaktion auf die strenger werdenden Verbrauchsvorgaben, vor allem in Europa und den USA. Die neuen, hubraumkleineren Motoren dürften deutlich sparsamer ausfallen als die aktuellen Sechszylinder, die selbst in der genügsamsten Version laut Normwert 8,4 Liter schlucken (195 Gramm CO2/km).

Die Karosserie wirkt schärfer als zuletzt
Die Karosserie wirkt schärfer als zuletzt

Gedanken zum Porsche 718 – Dem neuen Boxster

Nun auch im Boxster, das Kleinmachen des Hubraums und das direkte Wiedergroßmachen der Leistung mittels Turbolader. Soweit, so klar, war es doch abzusehen, dass Porsche auch dem Kleinen die Lüftung schenken muss.

Turbo-Boxster – Das Turbo-Lüfterchen

mein-auto-blog Redakteur Fabian Mechtel macht sich Gedanken zum ersten Vierzylinder-Boxer-Turbo aus Zuffenhausen und was das für den 911er bedeutet.

Nicht klar war der Name. Aber dass es jetzt korrekt Porsche 718 Boxster (S) heißen muss, ist wohl ein Kunstgriff, über den sie in Zuffenhausen recht glücklich sind. Weil a) verkauft sich so der Vierzylinder besser, Renngeschichte zieht eh immer und b) färbt so ein bisschen der 918 ab – so sagen sie zumindest.

Im Innenraum spendiert er sogar sein Lenkrad. Dazu gibt es neue Lüftungsdüsen und einen frischen Touchscreen-Monitor. Der ist sogar serienmäßig, nur kann man dann dort bloß seinen Radiosender umstellen – Navi und andere Funktionsumfänge lassen sie sich, natürlich, fürstlich bezahlen. Außen erkennt ebenfalls nur das geschulte Auge den neuen Boxster.

Die Front ist ein wenig gestrafft, die Scheinwerfer werkeln mit Xenon-Licht oder wahlweise voller Dioden. An der Seite hat der Türgriff nun keine Schalen mehr und der Lufteinlass zwei Lamellen. Am Heck wird es dann gröber: der Spoiler wächst, trägt er doch einen Luftauslass an der Hinterseite und gleich auch noch einen fetten Porsche Schriftzug. Darunter dann in vollster verchromter Breite: 718 Boxster (S). Dazu Lampen, die aussehen, als hätte man sie aus dem Zubehör montiert. Haben wir diese geschwärzten Dinger schon am alten GTS nicht gemocht, so kommt man ihnen im Neuen wohl gar nimmer los.

Sei es drum, es geht ja dann doch mehr ums Fahren bei einem Porsche, zumindest sollte es das. Entsprechende Freude soll der neue Motor besorgen. Im Prinzip ist es der aus dem Elfer bekannte 3.0 Liter Sechszylinder-Biturbo. Nur haben sie mit der Säge kurz zwei Zylinder runtergehauen und auch am Krümmer einen Lader entfernt. Es bleibt also ein einzeln aufgeladener Zweiliter-Vierzylinder. Die Leistung: 300PS und 380Nm Drehmoment. Das ist schon ein deutlicher Vorsprung, schaffte es der zahme alte 2.7er doch bloß auf derer 265PS/280Nm.

Spannend: die Motoren sind wirklich sehr identisch, das Bohrung/Hub-Verhältnis kennt man mit 91mm zu 76.4mm aus dem Elfer und doch ist der kleine Boxster wesentlich potenter. Denn der Elfer holt aus seinem doppelt geladenen 3.0 Liter in der kleinen Variante nur 370PS. Mit der Literleistung des neuen 718 Boxster müsste er es eigentlich auf 450PS bringen (was sogar noch 20PS mehr wären, als Porsche dem Carrera S spendiert). Und dabei muss es beim Boxster ein Turbo alleine richten.

Es bleibt Luft nach oben

Was wir damit sagen wollen? Es ist noch Luft nach oben. Also, beim Elfer. Und das freut uns. Ebenfalls freut uns, dass es noch nicht die letzte gute Nachricht aus der Pressemeldung zum neuen Boxster ist. Denn es gibt ja noch den S. Und dieser muss zwar auch auf zwei Zylinder verzichten, darf dafür aus 2.5 Litern schöpfen und bekommt einen (!) VTG-Lader. Nach dem 911 turbo-turbo ist also der 718 Boxster S der zweite Serienbenziner mit einem verstellbaren Turboeinlauf. Leistung: 350PS gehen mit 420Nm Hand in Hand.

Freunde des Rechenschiebers haben die frohe Botschaft aber nicht in der Leistung entdeckt, sondern: 3.8! Dreikommaacht. Zumindest aufgerundet, denn wenn man aus dem 2.5er Vierzylinder einen Sechsender macht, dann kommt man bei 3.75 Litern Hubraum heraus.

Sehen wir also bald doch wieder einen großen Carrera? Einen 3.8er GTS vielleicht? Mit weit jenseits der 500PS, weil wir ja gelernt haben, dass selbst der normale Carrera-Motor schon 450PS bringen müsste? Dumm nur, dass sie beim jüngst präsentierten 911 turbo-turbo so konservativ mit der Leistung waren…

Man hätte sich bei Ferrari ein Beispiel nehmen sollen, schließlich scheint die Welt bereit für Leistungen um 700PS.

Also Porsche, machen! Die Ladedruckschraube ist noch nicht am Anschlag.

718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S
718 Boxster S

Erste Fahrt: Der neue Subaru Levorg

Kinderwagen oder Bollerwagen?

Erster Test des neuen SUBARU Levorg

Das ist doch ein WRX STi. Ganz klar, erkennt man an der Lufthutze. Dieses Gesicht. Seit Sommer 2014 hat der üblicherweise mit grobem Leitwerk auftauchende Limousinen-Sportler dieses neue Gesicht. Aber – das Heck? Im Falle des Levorg kein Flügelwerk, stattdessen Laderaum für Kinderwagen, Bollerwagen oder das Familien-Gepäck. Richtig verwirrend wird es, wenn man sich bewusst wird, dass hier nicht der 2.5 Liter Boxermotor mit 300 PS anschiebt. Unter der hutzigen Motorhaube arbeitet stattdessen ein 1.6 Liter-Turbo. Ganz neu – aber natürlich ein Boxer. 170 PS müssen für den „WRX-Kombi“ ausreichen.

Subaru Levorg 002 erste Fahrt Test fahrbericht

Fahrbericht: Der neue 1.6 Liter Turbo-Boxer im Levorg

Bereits nach dem Starten des vollständig neu entwickelten 1.6 Liter Vierzylinder-Boxermotors ist es klar. Hier trägt einer zwar das WRX-Gesicht, das Kombiheck hat aber nach Vernunft unter der Motorhaube gerufen. Und die ist eingezogen. Ein solches Triebwerk hat Subaru bislang gefehlt. 1.6 Liter groß, mit Turboaufladung 170 PS und 250 Nm stark. Da stimmt dann auch der CO2-Ausstoß und der Verbrauch sollte im Rahmen bleiben.

Levorg?

Der Levorg trägt eindeutig WRX-STi Gene.Bis zur B-Säule ist er prinzipiell baugleich zum Sports-Bruder, nur mit mehr Dämmung für die Ruhe im Innenraum. Der Levorg ersetzt den Legacy und soll bieten, wonach es SUBARU-Fahrern so verlangt: Non-Konformität und das bei aller Praktikabilität. Der Boxermotor gehört zur kleinen, aber charakterstarken Marke Subaru wie der permanente Allradantrieb. Selbstredend verfügt auch der Levorg über die Kraft der vier Räder. Aber auch über das stufenlose Automatikgetriebe CVT.

Vermutlich kann die CVT-Abstimmung mittlerweile niemand besser als SUBARU. Für den Europäer ist die stufenlose Automatik trotz der simulierten Schaltsprünge wegen dem unnötigen Rucken der größte Hemmschuh. Wer sich aber locker treiben lässt, der kann die CVT schätzen lernen.

Im I-Modus bleibt sie schüchterner bei den Drehzahlen, lädt Fahrer und Fahrzeug zum entspannten Gleiten ein. Der 1.6 Liter Turbo bleibt derweil akustisch extrem im Hintergrund. Typisch Boxermotor spürt man auch keine Vibrationen. Der Komfort ist, das darf man ruhig anmerken, für ein Auto dieser Klasse – das Wort Premium würde SUBARU ja nie in den Mund nehmen – aber genau auf dieser „Premium-Ebene“.

Surrend durch die Berge

Doch die nahe am WRX liegende Wurzel des Levorg bedeutet auch, ein exzellentes Fahrwerk zu besitzen. Die Vorderachse bietet unfassbar viel Grip – die 250 Nm des Turbo-Boxers werden zudem immer permanent an alle Räder verteilt. Da hat die Lenkung viel Verantwortung bekommen. Feinfühlig, mit guten Feedback lässt sich der Levorg durch Berg-Etappen kurven. Wieder einmal Barcelona als erstes Ziel. Wieder einmal ging es früh am Tag raus in das Hinterland. Dass der Levorg in der Basis wenigstens 1.5 Tonnen mitschleppen muss, man spürt es weder in der Lenkung noch bei den Bremsen.

Nur beim Antrieb. War der 1.6 Liter Turbo in der Stadt vor allem eines, nämlich unhörbar, muss das stufenlose Getriebe bei der ersten sportlich genommenen Kurve den kleinen Direkteinspritzer heftig in Richtung Drehzahllimit jagen.

Turbomotoren sind nicht für überragenden Auspuffsound bekannt. Die Turbine im Abgasstrom raubt dem Verbrennungsmotor üblicherweise seine Akustik. Beim Levorg hatte wohl auch niemand Lust, dieses Thema anzugehen.

Es ist ein wenig widersprüchlich, was der Levorg auf den schmalen, extrem kurvigen Landstraßen vollführt. Die Lenkung? Sehr gut. Traktion? Ohne Diskussion. Straßenlage und Eigenlenkverhalten? Sehr, sehr gut! Aber Motor und Getriebe passen überhaupt nicht zu dieser Vorstellung. Der 1.6 Liter Turbo-Boxer surrt weltfremd vor sich hin, während ihn das stufenlose Getriebe bei harter Fahrt am liebsten nahe des Drehzahlbegrenzers festnagelt.

Eventuell ist das auch der Grund, weswegen der Levorg in seinem Heimatland auch mit einem 300 PS-Turbomotor erhältlich ist. Ein WRX STi-Kombi sozusagen.

Für Deutschland hätte sich der Autor den 2.0D Boxerdiesel gewünscht. Auch wenn andere beim 1.6 Liter Turbodiesel angekommen sind. Der 1.6 Liter Turbo-Boxer ist kein schlechtes Triebwerk, aber zu schwach für das, was das Fahrwerk verträgt. Und zu durstig für die flotte Fahrt. Der Diesel wäre da die logische Alternative gewesen.

Subaru Levorg006 herstellerfotos erste Fahrt Test fahrbericht

Kein Diesel, keine 300 PS!

Vorerst wird es jedoch weder den Diesel noch den Power-Boxer für den deutschen Markt geben. Was es gibt, ist ein Auto für Menschen, die das Besondere suchen. Aber bitte – lasst das „Besondere“ praktisch sein.

Der Levorg kann praktisch sein! Mit seinen bis zu 1.446 Litern Kofferraumvolumen überzeugt er als Familienkombi. Der permanente Allradantrieb verpasst ihm das Sicherheits- und Traktionsplus, speziell für Gebirgsregionen.

Mit 4.69 Metern ist der Levorg überschaubar groß. Und was man SUBARU zudem zugestehen muss: Mit jeder Modellgeneration wird das Niveau der Materialien im Innenraum und deren Verarbeitung besser!

Dennoch bleibt SUBARU eine Marke für Individualisten und Querköpfe. Anders sein gehört dazu. Die große Hutze auf der Motorhaube hat einen praktischen Nutzen: sie führt Kühlluft auf den Ladeluftkühler. Ihre Optik wirkt jedoch – nun sagen wir es so: Wer vorne eine Hutze spazieren fährt, der sollte hinten das Leitwerk montiert haben. Für einen derart sinnvollen Antrieb – ja – sinnvoll, denn auf dem Papier sollen kombiniert um die 7.0 Liter machbar sein, wirkt die sportliche Hutze leider deplatziert.

Bei den Assistenzsystemen ist SUBARU leider sparsam. Ein aktiver Spurhalte-Assistent fehlt, ein Notbrems-Assistent ebenso. Und noch merkwürdiger: Sogar einen adaptiven Tempomaten kann man nicht ordern. Dafür bietet SUBARU einen Totwinkel-Warner und einen Querverkehr-Warner an. Beides funktionierte bei der ersten Fahrt überzeugend.

Subaru Levorg003 herstellerfotos erste Fahrt Test fahrbericht

Alles bleibt anders: SUBARU Levorg

Ein Bollerwagen ist am Levorg nicht verloren gegangen. Zu friedfertig sein Antrieb. Für die Familie, auch als Kinderwagen, ist er gut geeignet!

Mehr Mut kann man eigentlich nicht haben. Permanenter Allradantrieb, immer, und Motoren, die man vollständig selbst entwickelt. SUBARU ist in der Automobil-Industrie so etwas wie die „Gallier“ unter den Römern. Kooperationen sind minimiert, man ist überzeugend von der eigenen Technik. Das hat Charakter und lässt auch den Levorg zu einer Wahl für Menschen werden, die alles wollen, nur kein 08/15.

Dennoch würde sich der Autor noch mehr Mut wünschen. Den Mut, mehr Getriebe-Varianten und mehr Motoren-Versionen auf dem Markt anzubieten. In den USA verkauft SUBARU mehr Autos als Volkswagen – es gibt also keinen rationalen Grund, eine Nischenmarke bleiben zu wollen.

Fazit: Die Marke mit den Charakter-Autos

Der Name Levorg steht im übrigen für: „LEgacy reVOlution touRinG — 😉 Alles klar?

 

Der Fahrzeugschein für den SUBARU Levorg 1.6 DIT „Sport“ | Zur Galerie

Verkaufsstart:  26. September
Basispreis:  Ab 34.900 € (28.900 € – Trend | 31.400 € Comfort)
 Motorleistung:  170 PS
Antrieb und Getriebe:  CVT – Stufenloses Getriebe
Beschleunigung:  8,9 Sekunden für 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  7,1 Liter / 100 km NEFZ-Norm (CO2: 164g/km | C)
Höchstgeschwindigkeit:  210 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.690, 1.780, 1.490, 2.650 mm

 

Erste Fahrt: Der neue Ford Focus

Etwas Gutes noch besser machen, dass ist keine ganz leichte Aufgabe. Anerkennung verdienen die, die sich daran wagen, und Lob verdienen die, die dabei erfolgreich waren. Der Ford Focus gehört zu den Dauerläufern der Marke und im Reigen der Kompaktfahrzeuge zu den ewigen Konkurrenten des VW Golf. Jetzt hat Ford den Focus überarbeitet und will dabei vieles neu, einiges anders, aber primär alles besser als zuvor gemacht haben. Okay, solche Behauptungen höre ich von allen Auto-Herstellern, bei jedem neuen Modell und jedem Facelift.  Galt nun die Fragen zu klären, ob Ford jetzt nur Anerkennung oder gar ein Lob verdient.

Ford Focus 1.5 EcoBoost

Faktencheck am neuen Ford Focus 1.5 EcoBoost

Mit guten 30 Mitbewerbern ist das C-Segment, auch gerne als die „Golf-Klasse“ bezeichnet, die härteste Fahrzeugklasse. Nirgendwo sonst ist der Wettbewerb zwischen den Herstellern härter. Der Focus ist im übrigen – weltweit gesehen – die Nummer 1 in diesem Segment. Doch in Deutschland musst er sich bislang immer dem ewigen Bestseller Golf geschlagen geben.

Es gibt einen Erfolgsdruck im Segment, Ford antwortet mit einer ganz eigenen „Drucksache“.

Fahrbericht Ford Focus 2015 02 Ford Focus MCA

 

Alles neu?

Bereits im Februar hat uns Ford mit Fotos vom „neuen“ Ford Focus gelockt. Doch bis jetzt in den September hinein hat es gedauert, bis der neue Focus zu einer ersten Testfahrt zur Verfügung stand. Dabei ist eben nicht alles neu. Der Focus des Modelljahres 2015 ist ein Facelift-Modell.

Straffere Gesichtszüge, klarer ausgeformter Kühlergrill, der zudem so ein wenig „Aston-Martin-Feelings“ aufkommen lässt und am Heck wurden die Rückleuchten neu gezeichnet. Deren völlig nutzlosen, spitzen, Ausformung in die Seitenlinie hinein wurde jedoch kein Einhalt geboten.

Die wichtigsten Neuheiten sind unter der Haube und vor der Nase des Fahrers versteckt. Unter der Motorhaube ist es der neue 1.5 Liter Vierzylinder-Turbomotor mit bis zu 182 PS. Er übernimmt sein Grundprinzip von den erfolgreichen Dreizylinder-EcoBoost Motoren, und will Leistung und Effizienz in eine neue Leistungsklasse heben. Zudem wird er in zwei Leistungsstufen angeboten. Zusammen mit der kleineren, und nur 150 PS starken Version, löst dieser neue EcoBoost-Vierzylinder die 1.6 Liter Motoren-Familie des Vorgängers ab.

Nicht weniger wichtig sind die Veränderung im Innenraum. Dort hat in der Mittelkonsole nun endlich das Knöpfchen-Armageddon ein Ende gefunden und ein ausreichend großer  Touchscreen mit 8 Zoll Diagonale nimmt einen Teil des gewonnen Platzes ein. Das Multimediasystem dahinter nennt Ford „SYNC2“ und verspricht die pure Verständigung. Temperatur-Änderungen der Klimaanlage? Einfach sagen. Telefonieren? Einfach sagen. Navigieren? Sie ahnen es, einfach sagen. Das neue SYNC2 will auf dem Fahrer aufs Wort hören. Sag ich ja.

Lobenswert auch die umfassenden Arbeiten an der Karosserie. Der Vorderwagen soll versteift worden sein, die Karosse im gesamten, nun noch steifer, das Fahrwerk dafür ein wenig komfortabler und dennoch nicht minder agil. Zudem soll die Geräuschdämmung wirkungsvoller sein, dickere Fensterscheiben in den vorderen Türen sollen den Lärmpegel senken.

Fahrbericht Ford Focus 2015 06 Ford Focus MCA

Alles besser?

Der Focus war früher bereits der Agilitäts-König im Segment. Jetzt wurde er nicht schlechter. Im Gegenteil. Auf kurvigen Landstraßen im Hinterland von Malaga wurde die erste Ausfahrt zum ganz großen Kino. Unterwegs in einem Focus Titanium mit 182 PS Turbo-Benziner, machten die vielen unterschiedlichen Kurven enorm Spaß. Der Focus legt zackig ein, wird dabei unterstützt von einem Torque-Vectoring System und vermeidet nerviges untersteuern. Wer Lastwechsel provoziert, bekommt selbst den Nicht-ST (ein ST stand noch nicht zur Verfügung) zu einer dynamischen Vorstellung auf der Landstraße. Steif wie ein Walfisch-Penis der unter einer Überdosis-Viagra leidet, wirft sich die Karosse des Focus von Biegung zu Biegung. Dennoch bleibt genug Federungskomfort erhalten. Das ist beeindruckend. Die Lenkung fühlt sich präzise an, obwohl keine Sport-Reifen und maximale Rädergrößen montiert sind. Das ist richtig gut. Das ist noch besser als früher.

Der 1.5 Liter EcoBoost büffelt sich unter der mächtigen Ladedruck-Ägide stehend durch das Drehzahlband. Untenherum hört man ihn fauchend Luft holen, oben herum dreht er frei und spontan. Sparsamer soll er sein. Bis zu 19% weniger Verbrauch und CO²-Emissionen. Sehr löblich. Die Ladeluft-Wasserkühlung, der Turbo der nah am Zylinderkopf in den Abgas-Krümmer integriert wurde, Voll-Aluminium und verstellbare Nockenwellen. Der 1.5 Liter Motor beeindruckt nicht durch Hubraum, sondern durch Fahrbarkeit und Durchzug. Ob der Verbrauch wirklich so weit sank? Die Strecke die ich durch die Berge Süd-Spaniens nahm, dürfte kaum eine Aussagekraft für den Alltag haben. Im Drittelmix gibt Ford 5.6 Liter an. Ob das machbar ist, wird ein späterer Test zeigen müssen.

Hurra und Halleluja. Ob SYNC2 wirklich alle Kommandos versteht? Habe ich nicht ausprobiert. Eine Anpassung der Klima-Temperatur habe ich noch hinbekommen, für weitere Tests hat mir schlicht die Zeit gefehlt. Aber – das neue Konzept mit deutlich weniger Knöpfchen im Innenraum und dem großen 8-Zoll Touchscreen ist der „big winner“ im Paket des ganzen Facelift. Was waren die vielen Knöpfchen und das kleine Display zuvor nervig. Wunderbar und um Welten besser das neue Multimedia-System. Die Bedienlogik des Systems, um zwischen Navi, Telefon, Medien und Klima zu wählen, wurde in vier große farbige Kacheln unterteilt. Wer mit Windows 8 zurecht kommt, der wird mit dem SYNC2 keine Probleme haben. Leider erkennt das System noch keine ANDROID-Handys per USB-Kabel, via Bluetooth klappte die Wiedergabe von Musik allerdings problemlos.

Angeblich erkennt das System auch Kommandos wie: „Ich habe Hunger“ und wirft dann eine List von Restaurants in der Nähe aus.  Das SYNC 2 hört also aufs Wort und hierbei soll man sich nicht einmal an spezielle Kommandos halten müssen, man spricht einfach drauf los.

Wann geht es los?

Ab Ende September kommt der neue Focus auf den Markt, die Preise bleiben die gleichen. Mit fünf Türen geht es also weiterhin bei 16.450 € los. Neben dem neuen 1.5 Liter EcoBoost stehen noch noch drei weitere Benziner, darunter der bekannte 1.0 Liter EcoBoost Dreizylinder und sechs Dieselmotoren zur Verfügung.

Fahrbericht Ford Focus 2015 07 Ford Focus MCA

Bleibt das Fazit:

Ein ganz klares Lob und ein großes Lob dazu. Das Facelift des Focus hat die richtigen Schwachstellen aufgegriffen, hat sich dabei als erfolgreich erwiesen und mit dem neuen 1.5 Liter Turbomotor hat man zudem auch noch ein wenig Motoren-Zukunft für den Alltag geschaffen. Das der neue Focus noch besser fährt als der „alte“ Focus ist zudem eine Überraschung! Dieses Facelift hat aus dem „Guten“ Focus einen „noch besseren“ Focus gemacht! Glückwunsch Ford! 

 

Fakten zum neuen Ford Focus 1.5 EcoBoost

Verkaufsstart: September 2014
Basispreis:  25.120 €
Motorleistung:  182 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.358 / 1.823 / 1.484 / 2.648
Normverbrauch:  5.6 Liter / 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  224 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  0-100 km/h: 8.7 Sekunden

Gefahren: Ford Fiesta Ecoboost Powershift

Still und heimlich hat sich der Ford Fiesta zum meistverkauften Kleinwagen der Welt gemausert. Zu verdanken hat man diesen Erfolg bei FORD natürlich auch der „One Ford“ Strategie, wonach die Fahrzeuge einer Modellreihe, in ähnlicher Ausstattung und Motorisierung, überall auf der Welt angeboten werden. In Deutschland schlägt sich der kleine Kölner trotz der starken Mitbewerber Polo, Corsa und Fabia wacker und belegt einen Top-5 Platz in den Hitlisten der Zulassungsstatistik.

Schnellschalter unter Druck

Ford Fiesta 1.0 EcoBoost mit Doppelkupplungsgetriebe

Guten Gewissens kann man die Kombination aus EcoBoost-Dreizylinder-Turbo, PowerShift-Getriebe und dem Fiesta als „Gewinner-Kombination“ beschreiben. Packt man doch alle erfolgreichen Zutaten des Kölner Automobilherstellers in den erfolgreichen Kleinwagen. Der 1.0 Liter EcoBoost-Turbomotor ist mehrfach ausgezeichnet worden und verbindet die Kraft von 100 PS mit der Effizienz eines aufgeladenen Dreizylinder-Turbos. In der Kombination mit dem 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe (Hersteller: Getrag) läuft der EcoBoost zu Höchstform auf.

Motorleistung:

100 PS

Beschleunigung 0 bis 100:

10,8 Sek.

Vmax:

180 km/h

So fährt sich der Dreizylinder-Turbo mit dem Powershift-Getriebe

Leise erwacht der 100 PS Turbo zum leben, Bremse gedrückt, Schalthebel auf D und ruckfrei zieht es den kleinen Fiesta aus den Startlöchern. Fahren kann so einfach sein. Der Vorteil von Doppelkupplungsgetrieben sollte sich mittlerweile herum gesprochen haben. Keine Schaltrucke, keine Zugkraftunterbrechung und zackige Schaltvorgänge (wobei das GETRAG-Getriebe hier nicht die rühmliche Rolle des „Best in Class“ spielt). Kombiniert man das ganze mit einem Motor der, dank Turboaufladung, ordentlich Druck mitbringt – im Falles des 1.0 EcoBoost sind es 170 Nm zwischen 1.400 und 4.000 Umdrehungen –  lässt es sich wunderbar entspannt cruisen. Fords Powershift-Getriebe arbeitet, wie das heute üblich ist, mit einer adaptiven Steuerung.  Sprich: Je hektischer der Gasfuß, desto hektischer (a.k.a. sportlicher) wird die Schaltstrategie des Getriebes. Wer es jedoch mit Gefühl angeht, der erlebt eine wunderbar beruhigende Wirkung des Powershift-Getriebes. Denn zusammen mit dem breit anliegenden Drehmoment des Turbomotors lässt es sich niedertourig durch die Landschaft cruisen, nur um bei Bedarf mal eben flott einen oder auch zwei Gänge herunter zu schalten und ordentlich Tempo in die Kiste zu bringen.  Das Gänge geschaltet wurden, erkennt man dennoch oft nur am zucken der Drehzahlmesser-Nadel, nicht aber am rucken im Fahrzeug. Per Wipp-Taster am Schaltknauf könnte man Einfluss nehmen auf die Gangwahl des Getriebes, doch das erscheint bereits nach wenigen Kilometern als sinnlose Spielerei. Der Automat beherrscht die Gangwahl selbst perfekt. Die nun elektrisch arbeitende Servolenkung mag in erster Linie wegen der Effizienz den Weg in den Fiesta gefunden haben, kann aber auch in ihrer Wirkung überzeugen. Die knapp über eine Tonne Leergewicht des kleinen Ford spürt man, bzw. man spürt sie eben nicht. Handlich und ohne träge Reaktionen spult man Landstraßen-Kilometer ab und freut sich dabei über die gut zusammenpassende Kombination von Powershift-Getriebe und EcoBoost-Motor.

Ford Fiesta Ecoboost 12 Powershift

Da bleibt nur die Frage: Warum hat es so lange gedauert, bis FORD diese Kombination in das Angebot aufnahm? 

 

Die Preisfrage

Das könnte natürlich am Preis liegen. In Verbindung mit dem EcoBoost-Turbomotor und dem Doppelkupplungsgetriebe fällt beim Fiesta die die Basis-Ausstattung Ambiente aus der möglichen Wahl und übrig bleiben: „Trend“, „Sync-Edition“, „Titanium“ und „Individual“. Die gefahrene Titanium-Ausstattung fängt bei 17.900 € an und bietet bereits eine faire Ausstattung die zum Beispiel den Regensensor und die automatische Lichtsteuerung umfasst.  Wie immer bleibt allerdings noch ein wenig Luft nach oben. Ford packt einige Ausstattungs-Features in Pakete zusammen, wobei das Cool & Sound Paket II, das Easy-Driver-Paket II und auch das Winter-Paket besonders empfehlenswert erscheinen.  So ausgestattet verfügt der Fiesta dann zum Beispiel über den City-Bremsassistenten (im Easy Driver Paket II), eine Klima-Automatik (Cool & Sound Paket) und über beheizbare Sitze in der ersten Reihe (Winter-Paket). Am Ende summiert sich der Kaufpreis dann allerdings auch auf 20.025,– €

Ford Fiesta Ecoboost 09 Powershift

Kritikpunkte

Ford hat keine Start-Stopp-Automatik im Fiesta mit Powershift umgesetzt – da fragt man sich schon, woran das liegen mag. Und noch fehlt die Euro 6-Einstufung des Antriebs. Freilich bleibt noch ein wenig Zeit, bis der Gesetzgeber die Euro 6-Einstufung für Neuwagen vorschreibt, aber so wird dieser Punkt zu einer der wenigen Kritikpunkte am neuen Ford Fiesta 1.0 EcoBoost Powershift.

Ford Fiesta Ecoboost 06 Powershift

Der treue Partner

Und das der kleine Fiesta als treuer Partner für den Alltag durchgeht, zeigte jüngst der 100.000 Kilometer Dauertest der „auto, motor und sport“. Hier fuhr der kleine Kölner über die gesamte Testdistanz Pannenfrei, eine Leistung die oftmals nicht einmal von teureren Modellen erreicht wird!

Fazit

Auch gute und bereits erfolgreiche Autos lassen sich verbessern, zum Beispiel dann, wenn der Dauerläufer Fiesta den „Engine-of-the-Year“ EcoBoost-Motor zusammen mit dem Doppelkupplungsgetriebe unter die kurze Motorhaube gepresst bekommt. Dann wird aus einem „kleinen Fiesta“ ein ordentliches Auto.

Und wenn FORD dann bald die Euro 6-Norm und Start-Stopp für diese Kombination nachschieben, dann bekommt der „kleine Ford“ endgültig das Prädikat: „Sehr sinnvoll“. 

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger

Neues Giulietta Topmodell

Alfa Romeo adelt die im letzten September neu vorgestellte zweite Generation der avantgardistischen Giulietta zum Frühjahr mit einer neuen Quadrifoglio Verde Version. Das „Grüne Kleeblatt“ gebührt traditionell dem jeweils sportlichsten Modell einer Alfa Romeo Baureihe – die neue Giulietta Quadrifoglio Verde TCT dürfte diesen Anspruch erfüllen.

Der Motor ist eng verwandt mit der Antriebseinheit aus Alfas neuem Sportler, dem Alfa Romeo 4C.

Mit den 240 PS des aufgeladenen 1.8 TBi 16V und einem flott agierenden 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe erreicht die Giulietta sportliche Fahrleistungen. So reichen 6.6 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h und 244 km/h Höchstgeschwindigkeit sind auch eine Ansage.

140304_Giulietta_07

Limitierte QV Launch Edition in „Rosso Alfa“ mit dunklen Applikationen

Als Zugabe für besonders sportlich orientierte Giulietta Kunden bietet Alfa Romeo darüber hinaus eine in Deutschland auf 130 Einheiten limitierte Launch Edition des Quadrifoglio Verde an. Zu den optischen Highlights des motorseitig identischen QV-Modells zählen Karbon-Elemente für Außenspiegelkappen und Heckspoiler, Frontgrill und Türgriffe in glänzend dunkler Optik sowie ein an Motorsport-Vorbilder erinnernder Heckdiffusor. Aber auch individuelle 18-Zoll-Leichtmetallfelgen in dunklem Finish, Bi-Xenon-Scheinwerfer und ein Bose-Soundsystem verleihen diesem europaweit auf 500 Exemplare limitierten Modell einen Sonderstatus. Lackiert ist es in der traditionellen Alfa Romeo Rennfarbe: „Rosso Alfa“ – Rot.

Vierzylinder-Turbobenziner mit 240 PS aus 1750 cm3 Hubraum

1.750 ccm Hubraum, Vierzylinder und Benzin-Direkteinspritzung mit Turboaufladung. Das maximale Drehmoment beträgt 340 Nm. Der Motor wurde vollständig aus Aluminium gefertigt und arbeitet auch im Alfa Romeo 4C.

140304_Giulietta_03

ALFA ROMEO TCT – Doppelkupplungsgetriebe

Die ideale Verbindung zwischen sportlichem Turbomotor und Antriebsachse übernimmt das Doppelkupplungsgetriebe von Alfa Romeo.  Die Gänge können hierbei per Schaltwippen am Lenkrad bedient werden.

 

Das Serienmodell – die Giulietta Quadrifoglio Verde im Detail

Die neue Quadrifoglio Verde Version der Giulietta unterstreicht optisch durch ihr Sportfahrwerk und ein edles Dark Chrome-Paket ihren Sonderstatus; dunkel glänzend lackiert sind dabei die Einfassungen der Haupt- und Nebelscheinwerfer sowie der Kühlergrill, die Außenspiegelkappen und die Türgriffe. Zwei im Durchmesser von 80 auf 92 Millimeter vergrößerte Auspuffendrohe, die vorn wie hinten rot lackierten Bremssättel von Brembo und dezente Quadrifoglio Verde Embleme auf den vorderen Kotflügeln setzen zusätzliche Akzente. Ab Werk steht die Giulietta Quadrifoglio Verde auf 17-Zoll-Leichtmetall¬rädern im Doppelspeichen-Design und Reifen der Dimension 225/45. Optional hat Alfa Romeo noch fünf weitere Felgen im Angebot – darunter ein mattiertes 18-Zoll-Turbinenrad im Finish „Mercury-Grey“ und Reifen der Größe 225/40.

Analog zum dezent veredelten Exterieur präsentiert sich auch das Interieur der Giulietta Quadrifoglio Verde TCT: stilvoll und sportlich-elegant. Neue Halbschalen-Sportsitze mit Leder/Alcantara-Bezügen, Kopfstützenverschalungen in Alu-Optik inklusive Giulietta Schriftzügen und in die Lehne eingeprägte Alfa Romeo Logos sind die signifikanten Neuheiten im Cockpit.

Alternativ und (aufpreisfrei) sind die von der Ausstattungslinie Giulietta Turismo bekannten Sitze mit Exklusiv-Leder „Venere“ wählbar – je nach Gusto in den Farbtönen „Nero“, „Tabacco“ oder „Rosso“. Aus der Wahl des Bezugsstoffes ergibt sich die Farbe der Kontrastnähte am Lenkrad: Weiß in Verbindung mit den neuen Halbschalensitzen, Rot in Kombination mit dem Venere-Leder.  Farblich sorgfältig auf das übrige Interieur abgestimmt, hat Alfa Romeo auch die speziellen Fußmatten; durch eine weiß-grüne Absteppung passen sie sich stimmig an die Kontrastnähte im Bereich des Handbremshebels und der Schalthebelverkleidung an. Ein neues und trotz seiner geringen Größe sehr schmückendes Detail findet sich oberhalb des Multifunktionsdisplays im Kombiinstrument: ein mittig platziertes grünes QV-Logo auf dreieckigem, weißen Grund.

140304_Giulietta_05

Einführungsofferte als Hommage an Ugo Sivocci und die Targa von 1923

Als Hommage an den Rennfahrer Ugo Sivocci – er trug bei der Targa Florio von 1923 auf seinem Alfa Romeo RL mit Startnummer 13 erstmals das grüne Kleeblatt als Glücksbringer – unterbreitet Alfa Romeo allen Kunden einer neuen Giulietta Quadrifoglio Verde TCT bis Ende April ein attraktives Einführungsangebot: Statt für regulär 1.500 Euro Aufpreis erhalten sie das neue Highend-Infotainmentsystem Uconnect inklusive 6,5-Zoll-Navigationseinheit und digitalem DAB-Radioempfang für nur 13 Euro – ein rein symbolischer Preis.

Im Preis des Gesamtfahrzeugs enthalten sind ansonsten alle Seriendetails der bereits umfangreich ausgestatteten Linie Turismo. Darunter eine Zweizonen-Klimaautomatik, Cruise Control, elektrische Fensterheber, Nebelscheinwerfer, Multifunktionsdisplay im Kombiinstrument, ein kühlbares Hand¬schuhfach und die Grundversion des Infotainment-Systems Uconnect mit 5-Zoll-Touchscreen sowie Radio und CD/MP3-Player. Zur weiteren Ausstattung gehören sechs Airbags, die Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A., die dynamische Fahrstabilitätskontrolle VDC (Vehicle Dynamic Control), das LED-Tagfahrlicht und Reifenrucksensoren.

Giulietta Quadrifoglio Verde: die Launch Edition der im Detail

Die in Deutschland auf 130 und europaweit auf 500 Exemplare limitierte Launch Edition hebt sich mit einigen ganz speziellen Ausstattungshighlights nochmals deutlich von der Serienversion ab. Für 39.950 Euro bietet sie bei unveränderten Performance-Werten eine noch offensivere Optik: Die Basis der Individualisierung bildet hier das „Zender“-Kit des gleichnamigen Veredelungsspezialsten und Alfa Romeo Partners. Es besteht aus Karbon-Elementen für die Außenspiegelkappen und den Heckspoiler, einem größeren Frontspoiler, breiteren Seitenschwellern und einem von den zwei verchromten Auspuffendrohren flankierten Heckdiffusor. Zusammen mit dem Dark Chrome-Paket, den roten Bremssätteln, schwarzen Seitenscheibenrahmen und 18-Zoll-Alufelgen in dunklem Finish macht das rot lackierte Fahrzeug aus seinen sportlichen Talenten kein Geheimnis.

Fahrer und Beifahrer der Giulietta Quadrifoglio Verde-Launch Edition nehmen auf den neuen – hier serienmäßig beheizbaren – Halbschalen-Sportsitzen mit manuell verstellbarer Lordosenstütze Platz. Eine oberhalb der Audio-Eingänge und des D.N.A.-Fahrdynamikschalters angebrachte Plakette mit individueller Seriennummer dokumentiert den Exklusiv-Charakter des Modells.

140304_Giulietta_02

Bi-Xenon-Licht, BOSE®-Soundsystem und Highend-Infotainment

Die Ausstattung wird darüber hinaus durch eine Reihe von im regulären Alfa Romeo Giulietta Quadrifoglio Verde TCT als Extras angebotene Details ange-reichert – es sind Features wie das Sichtpaket (Innenspiegel automatisch ab-blendend, anklappbare Außenspiegel, Regen- und Lichtsensor), Bi-Xenonscheinwerfer, ein BOSE®-Soundsystem (mit zehn Lautsprechern inklusive Subwoofer) sowie die große Uconnect-Navigationseinheit (mit 6,5″-Touchscreen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB- und AUX-IN-Anschlüssen sowie DAB-Digitalradio).

Alfa Romeo Giulietta Quadrifoglio Verde
1.8 TB 16V: 177 kW (240 PS) / 7,0 l/100 km / 162 g/km CO2 / 32.500 Euro

Pressemeldung

Vorstellung: Mercedes-Benz GLA 45 AMG

Malaga/Spanien Er grollt wütend aus dem Auspuff, sprintet beherzt von Kurve zu Kurve und setzt den Fahrer einem echten Persönlichkeits-Check aus. Auf die Bremse, angehalten im spanischen Hinterland, ausgestiegen und noch einmal durch den Kopf gehen lassen, was hier eigentlich gerade passiert.

Vor mir steht ein kompakter SUV. Allerdings nicht einer von vielen, denn was da so effektvoll knackend die Hitze der vorangegangenen Bergpassagen in eine neue Energieform bringt, ist die heiße Bremsanlage des sportlichsten GLA von Mercedes-Benz. In der derben AMG-Version. Mit dem GLA kommt Mercedes-Benz recht spät in das Segment der kompakten SUVs. Doch dafür setzen die Stuttgarter mit der sportlichsten Version GLA 45 AMG gleich mal eine besonders durchdringende Duftmarke. Der Schwabe an sich ist nicht bekannt für „halbe Lösungen“ – wenn man etwas macht, dann will man das richtig machen. Vermutlich hat es deswegen ein wenig länger gedauert mit dem GLA. Und während man sonst bei Daimler von “ das beste oder nichts“ spricht, faucht der GLA 45 AMG zum Motorstart ein: „Und jetzt erst recht“  durch die armdicken Endrohre. Und nach getaner Bergetappe lassen sich die 350 mm großen Bremsen dann zu einem neuerlichen Statement in Bezug auf Newtons drittes Gesetz  hinreißen.

Schwabe mit Nachschlag – Der Rebell in der SUV-Klasse?

Mercedes GLA 45 AMG

Da kommt der kompakte SUV-Schwabe erst zu spät und nun auch noch politisch unkorrekt. Der Mercedes-Benz GLA 45 AMG trägt dick auf. Und wer die Edition 1 wählt, stolziert vermutlich auch mit dem Federschmuck einer Travestie-Königin auf den Wiener Opernball. Über Geschmack kann man nicht diskutieren – über Abtriebswerte schon.  Massives Räderwerk, üppige Schweller und ein Flügel, der eigentlich auf die Rennstrecke gehört. Wie dieses ganze Paket durch den Geschmacks-TÜV kam? Es bleibt mir ein Rätsel. Ebenso wie dieses brachiale Anstürmen der nächsten Biegung. Der GLA 45 AMG Edition 1 profitiert natürlich vom Allradantrieb 4matic, der die Verantwortung dafür übernimmt, die Kraft auch in Vortrieb zu verwandeln. Unter seiner Haube tobt das gleiche 360 PS starke Herz, das man auch beim  A45 AMG und CLA 45AMG findet. Und diese Kombination trifft direkt in den Magen empfindlicher Beifahrer. Der GLA 45 setzt Newtons erstes Gesetz mit einer für diese Klasse bis dato unbekannten Vehemenz durch.  In der Klasse der sportlichen SUVs ist das auf jeden Fall eine ganz neue Erfahrung.  Während der Q3 in seiner sportlichsten Form immerhin 310 PS mitbringt, muss sich der vermeintlich sportliche BMW X1 mit nur 245 PS begnügen. Da spielt der GLA 45 AMG mit seinen 360 PS in einer völlig anderen Liga. Und das trifft auch für die Fahrzeugklasse zu. Während der normale GLA in Verbindung mit dem optionalen Offroad-Paket durchaus als „Kompakt-SUV“ durchgeht und den Wettbewerb mit dem Musterschüler Tiguan sucht, liegt der GLA 45 AMG Edition 1 drei Zentimeter tiefer und ist damit nur wenige Millimeter vom Niveau der A-Klasse entfernt. Die AMG-Offenbarung in der sportlichen Klasse der „kompakten SUV“ ist kaum als solche zu akzeptieren.

Der Testwagen:

  • Modellbezeichnung: GLA 45 AMG Edition 1
  • Fahrzeugklasse: Kompakt-SUV
  • Auslieferung: Juli 2014
  • Leistung: 360 PS

  

Basispreis:

55.9 k € 

Mercedes-Benz GLA 45 AMG 50 Edition 1 Fahrbericht

Die bessere A-Klasse

Ja, der Pilot sitzt prächtig hinter dem sportlichen Dreispeichen-Lenkrad, das Gestühl mit der integrierten Kopfstütze kennt man aus den anderen Modellen der A-Baureihe und selbst an das Navi-Display in der exponierten Lage hat man sich inzwischen gewohnt. Dennoch, für einen SUV, selbst einen in kompakter Größe, sitzt man recht tief. Der Kopf findet sich im Straßenverkehr auf der Höhe von Fiat 500 Abarth-Piloten, zu anderen SUVs blickt man auf.  Der GLA bietet kaum mehr Platz als sein Plattform-Bruder, die A-Klasse.  Das ist kein Tippfehler. Der GLA ist im Innenraum exakt so groß wie die A-Klasse, mit Ausnahme des Kofferraums und der Höhe zwischen Dach und Rücksitzbank.

Die Ausschnitte der Türen wirken nicht nur gleich groß, sie sind es auch, doch die Sitzhöhe ist weniger sportlich tief. Wer zwischen A45 AMG und GLA 45 AMG schwankt, der wird die Entscheidung auf Basis seiner eigenen Bandscheibe fällen müssen.

Fahrdynamisch spielt die AMG-Version des GLA in einer völlig neuen Dimension, würde man den Maßstab der „Kompakt-SUVs“ anlegen. Allerdings behilft sich Mercedes-Benz hierbei eines Tricks.  Der normale GLA ist 4 Zentimeter höher als die A-Klasse. Der AMG-Spross sinkt wiederum drei Zentimeter in Richtung Asphalt.  Damit schrumpft die Offroad-Lust auf ein Minimum. Konsequent auf sportliches Handling „on the road“ ausgelegt und somit fernab der „kompakten SUV-Klasse“.

Und auch wenn der Kofferraum nun eine vernünftige Größe erreicht hat, die Vernunft muss beim GLA 45 AMG draußen bleiben. Schuld ist dieser unverschämt geile Zweiliter-Motor.

Mercedes-Benz GLA 45 AMG 33 Edition 1 Fahrbericht

 

Voller Unvernunft – Das Aggregat

Wenn nur zwei Liter Hubraum zur Verfügung stehen, wird einiges an Magie notwendig, um dem Vierzylinder dennoch ein derart kraftvolles Leben einzuhauchen. Damit der stärkste Zweiliter-Serienmotor dazu auch noch lange lebt, bekam er eine Wasserkühlung verpasst, die den thermisch hoch belasteten Turbo auch nach dem Ausstellen des Triebwerks noch mit kühlenden Wasser versorgt. Der Block besteht aus Aluminium, die Kurbelwelle wurde wie bei einem Rennmotor geschmiedet. Der Druck in den vier Brennräumen kommt von einem schnell agierenden TwinScroll-Turbolader mit Ladeluftkühlern im Format einer Einbauküche. Das Ergebnis sind protzig freche 450 Nm, die der starke Zweiliter-Turbo auf die Doppelkupplung des Siebengang-Getriebes drückt.

Wer den Launch-Start aktiviert, lässt den GLA 45 AMG, untermalt von einem dreisten Auspuffsound mit pubertären Zwischentönen, nach vorne hechten. Die Doppelkupplung gönnt den Getriebewellen dabei kaum Zeit zum Verschnaufen und bringt das perfekt abgestimmte Steuergerät zum Schwitzen. Aus dem Stand mit Vollgas beschleunigt, gerät das Getriebe mächtig unter Stress. Kein Wunder: Vorne drückt der 360 PS starke AMG-Triebtäter, die vier Reifen verzahnen sich dank des dynamisch abgestimmten Allradantriebs effektvoll mit der Straße, hierbei wird die Kraft im besten Fall zu 50% paritätisch auf die Achsen verteilt.  Da bleiben nur 4.8 Sekunden bis zur Tempo 100 Marke. Eine Zeit, die man in der restlichen Kompakt-SUV-Klasse für das Ausparken vor dem Supermarkt einrechnet. Doch auch hier der Einwurf: Die Klasse der bisherigen Kompakt-SUVs ist irgendwie anders, der GLA 45 AMG definiert eine neue Klasse. Sebastian Bauer nannte diese noch in der ersten Stunde unserer gemeinsame Testfahrt: CrossHatch. Und er hat Recht. Kaum eine Umschreibung für diese neue Nische passt besser.

Mercedes-Benz GLA 45 AMG 15 Edition 1 Fahrbericht

 

Die Benchmark

In dieser neuen Nische markiert der GLA 45 AMG eine Benchmark, die nicht zu erreichen sein wird, wenn andere Hersteller den Offroad-Gedanken von SUVs nicht ebenso konsequent ignorieren wie die Längsdynamiker aus Affalterbach. Wobei der GLA 45 AMG eben, dank seiner für Kompakt-SUV-Verhältnisse unterdurchschnittlichen Bodenfreiheit, die 360 PS seines Triebwerks nicht nur für Lehrstunden im Thema Längsdynamik nutzt. Der GLA 45 AMG fährt sich mit beeindruckender Neutralität. Er zickt nicht herum. Er überspielt die Lächerlichkeit seines Federschmucks (Edition 1) mit der Professionalität seines Antriebsstranges.

 

Mercedes-Benz GLA 45 AMG 47 Edition 1 Fahrbericht

Vom SUV zum CrossHatch

Die Frage, wer sich diesen GLA 45 AMG denn überhaupt kaufen soll, stellt sich nicht. Beim GLA 45 AMG stellt sich nur die Frage: Mit oder ohne Kriegsbemalung? Meiner Meinung nach kann man sich die auffällige Bemalung des 63.248,50 € teuren Edition 1 ebenso sparen, wie den sinnlosen Heckspoiler. Der „normale“ GLA 45 AMG fällt auch so auf.

Finanzprobleme dürften die Interessenten für den GLA 45 AMG nicht kennen. Der Basispreis von 55.000 € sorgt hier für eine natürliche Auslese.  Am Ende werden dennoch genug Kunden übrig bleiben. Und davon werden nur wenige den Wiener Opernball besuchen und wenn, dann tragen Sie den ihnen eigenen Federschmuck mit der nötigen Selbstsicherheit.

Fakten:

Hersteller: Mercedes-Benz | Daimler AG
Modellname: GLA 45 AMG Edition 1
Karosserievariante: Viertürige Kompakter Sport-SUV
Motor: R4 – Turbobenziner mit Direkteinspritzung, 16V, DOHC, Ventilverstellung AVS,
Getriebe: 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Antrieb: 4matic – Allradantrieb
Hubraum: 1.991 ccm
Leistung: 360 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment: 450 Nm von 2.250 bis 5.000 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 4.8 Sekunden
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch nach Norm: 7.5 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 175 g/km
Testverbrauch: +20 l/100km
Räder:  –
Leergewicht: 1.510 kg
Länge, Breite, Höhe, Radstand: 4.445 / 1.804 / 1.479 / 2.699 mm
Lustfaktor / max 10 Punkte:  9 von 10 Punkten
Preis: ab 55.871,– EUR

Audi S3 Limousine – Vorgestellt

Ein Auto für Menschen die auf klassische Limousinen stehen, auf Hosenträger aber verzichten können. Audis neuer Sportler im Limousinen-Outfit in einem ersten Fahrbericht.

Audi S3 Testfahrt Monaco Nizza

Audi S3 Limousine

Nizza/Monaco. Wenn es um die Präsentation von neuen Automobilen geht, dann steht die Region zwischen Cannes und Monaco hoch im Kurs der deutschen Automobil-Hersteller. Während bei uns das nasskalte Herbst-Wetter Einzug hält, bedeutet der Herbst an der französischen Riviera zwar auch längere Röcke, hochgeklappte Kragen und den ein oder anderen Seidenschal um den Hals – aber eben auch weiterhin milde Temperaturen, viel Sonne und beste Testbedingungen.

Das Leben an den Uferpromenaden von Nizza wird indes ein wenig ruhiger. Jogger, Radfahrer, Kinderwagen und Rollatoren reihen sich nicht mehr im kollektiven Stau vor dem nächsten „Kiosque“ ein. Das Leben scheint sich, der wechselnden Jahreszeit angepasst, zu verlangsamen. Die Sorge vor Schneematsch bleibt jedoch gering. Alleine die Sonnenstunden werden weniger.

Doch die Region an der Côte d’Azur hat mehr zu bieten als überrante Uferpromenaden, überteuerte Hotels, pittoreske, nach Fischsuppe stinkende Seitengassen und Ankerplätze für die Yachten russischer Oligarchen. Fährt man in den Norden, dann findet man einsame Landstraßen, Kurven in verschiedenen Dramatik-Stufen und die berühmten Pässe der See-Alpen. Monte Carlo. Die Erinnerungen an „Die Nacht der langen Messer“ und der Col de Turini lassen seit Generationen die Herzen von Motorjournalisten schneller schlagen.

Glücklich darf sich schätzen wer dort nicht in einer ökologisch korrekten Spaßbremse unterwegs ist – sondern in einer 300 PS starken Allrad-Limousine.

SAMSUNG CSC

Der Testwagen:

  • Modellbezeichnung: Audi S3 Limousine
  • Fahrzeugklasse: Kompakte Sportlimousine
  • Auslieferung: Februar 2014
  • Leistung: 300 PS

  

Basispreis:

40.4 k € 

Gegenüber der Audi A3 Limousine bekam die S3 Limousine einen edlen Jogginganzug verpasst. Der Grill erhielt die S-typischen Doppel-Chromstreben, die Luftnüster in der Stoßstange wurden aufgeweitet und mit einer Chromspange zugleich in ihrer Wirkung entschärft. Der Schweller wurde kräftiger ausgeformt, die Räder in den Radhäusern sind mindestens 18 Zoll groß und optional auch mit 19-Zoll und 235er Breitreifen gefüllt und am Heck thront auf dem Kofferraumdeckel eine putzig kleine Abrißkante. Weniger dezent die vier Endrohre mit verchromter Optik, von denen je zwei links und rechts den angedeuteten Diffusor einrahmen.

Audi S3 Limousine Testfahrt

Einsteigen. Wohlfühlen. Ab in die See-Alpen.

Wer sich auf den Recaro-Sportsitzen niedergelassen, das Lenkrad in die richtige Position gebracht und den Gurt über die Schultern gezogen hat, der ist bereit für den ersten Ausflug mit der Re-Inkarnation des Audi S2.  Vor allem die Audi S2 Limousine (bis 1995) war ein ähnlicher Schafspelz für einen echten Landstraßen-Wolf. Auch wenn es nur eine nicht bestätigte Legende ist, dass man bei Audi die Limousinen damals noch in Serie mit fleischfarbenen Hosenträgern auslieferte – Audi-Limousinen waren damals neben der innovativen Vollverzinkung vor allem eines: Spießig.

Die S3 Limousine mag einem bei uns weniger beachteten Fahrzeug-Segment zugehörig sein, aber spießig ist sie bestimmt nicht.

Audi S3 Limousine erster fahrbericht

300 PS.  Sechs Gänge und der Klappenauspuff

Der Zweiliter Vierzylindermotor brummt nach dem Druck auf den Startknopf sonor los. Turbolader, Vierventiltechnik, Direkteinspritzung und eine kontinuierliche Verstellung der Ein- und Auslassnockenwelle lassen den Benziner auf 300 PS erstarken.  Zwischen 1.800 und 5.500 Newtonmeter stehen zudem immer auch 380 Nm Kraft zur Verfügung. Um den Parkplatz am Hafen von Monaco zu verlassen, würde deutlich weniger ausreichen. Aber am Horizont sieht man bereits die See-Alpen. Da soll es hinauf gehen – ohne Zeitverlust. Da kann ein wenig Leistung nicht hinderlich sein.

Audi bietet die S3 Limousine sowohl mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe an, als auch mit dem bekannten Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Handschalter überzeugt mit trockenen, präzisen Gangwechsel und einer irgendwie „klassisch“ wirkenden Verbindung zwischen Maschine, Mensch und Bergtour. Dem DSG lässt sich nichts vorwerfen. Es schaltet schneller als dies der Mensch könnte, es schaltet sowohl komfortabel, als auch sportlich zackig. Es kann per „Audi Drive Select“ auf Effizientes fahren abgestimmt werden und per „Dynamic-Modus“ auf die grobe Etappe zwischen Col de Turini und Col de Braus mitgenommen werden.

Die Akustik-Wertung gewinnt allerdings ganz klar die DSG-Variante. Ein kurzes „Ploop“ und der nächste Gang ist drinnen, während dem Motor kaum die Zeit blieb den Drehzahlsprung in eine thermodynamische Lautäußerung (vulgo: Auspuffsound) zu verpacken.

Audi S3 Limousine 300 PS Motor

Col de Braus

Knöchelhohe Steinmauern sollen den Motoristen vor dem Abflug in die Tiefe schützen. Ich bleibe skeptisch und vertraue lieber auf die vier großen Bremsscheiben, ABS und dem Grip des quattro-Antriebes. Am Berghang entlang zieht sich das wechselhafte Asphaltband gen Himmel. Augen auf, hinter jeder Serpentinen-Kurve könnte ein Rotwein gedopter Radfahrer seine persönlichen Grenzen suchen. Die Grenzen der S3 Limousine lassen sich hier jedoch nicht finden. Erste Gang Kurven lassen die Haftungs-Reserven des Quattro-Antriebes in weite Ferne rücken. Die Zahnstangenlenkung liefert vor allem im Dynamik-Modus eine überzeugende Vorstellung ab. Direkt, mit viel Feedback und dank eines Leergewichtes von 1.430 Kilogramm lässt sich die energiegeladene S3-Limousine schwungvoll und einer Ballerina gleich, im Tanz, auf die Passhöhen treiben.

Audi S3 Kühlergrill

Leistung:

300 PS

Drehmoment:

380  Nm

Sprint 0-100 km/h:

5.3 sek.

Ballerina aus dem Fitness-Studio.

Waren S-Modell einst Wölfe die ihren Schafspelz mit dem Hosenträger trugen, so steht die neue S3-Limousine als Ballerina vor uns. Wunderschön klar und seriös in der der Formensprache. Aber dennoch mit dieser deutlichen optischen Botschaft, die von vielen Stunden im Fitness-Studio erzält.

Doch anstelle zum geistlosen Kraftprotz zu verkommen, hat sich Audi in einer, der Marke wohltuenden Konzentrationsphase, auf die wichtigsten Eigenschaften eines Sportlers konzentriert. Mit 1.430 Kilogramm ist die S3 Limousine (lt. Technischen Daten!)  zudem 155 Kilogramm leichter als der Mitbewerber aus Stuttgart. Und auch wenn der CLA 45 AMG mit dem stärksten Serien-Zweiliter-Turbomotor und 360 PS glänzen kann, dieser Fitness-Vorteil für das jüngste Mitglied aus dem Kader der Ingolstädter-Sport-Talente ist ein nicht zu unterschätzender Trumpf.

Rechnerisch stehen nun also 4.4 Kilogramm je PS in Stuttgart, den 4.7 Kilogramm je PS aus Ingolstadt gegenüber.

Audi S3 Limousine Vorstellung

Während ich im Kopf noch einmal nachrechne, schalte ich den Audi Drive Select Schalter auf „Comfort“, lasse meinen Blick über die Uferpromenade gleiten – hinaus auf das Meer.  Es hat milde 18° hier in Nizza. Zuhause warten Regen, Herbststürme und Winterreifen-Wetter auf mich.

Noch einen Augenblick bleibe ich hier – am Strand. Führe in Gedanken ein Strichliste für die Anzahl der munter dahin trabenden Jogger und nehme mir vor, sobald ich den ersten Hosenträger sehe, komme ich sofort zurück!

Versprochen.

Technische Daten:

Hersteller: Audi AG
Modellname: S3
Karosserievariante: Viertürige Limousine
Motor: R4 – Turbobenziner mit Direkteinspritzung, 16V, DOHC, Ventilverstellung AVS,
Getriebe: 6-Gang Getriebe manuell
Antrieb: Quattro
Hubraum: 1.984 ccm
Leistung: 300 PS bei 5.500 bis 6.200 U/min
Drehmoment: 380 Nm von 1.800 bis 5.550 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 5,3 Sekunden
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch nach Norm: 7.0 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 162 g/km
Testverbrauch: 16.9 l/100km
Räder: VA: 235-35/19 –  HA: 235-35/19
Leergewicht: 1.430 kg
Länge, Breite, Höhe, Radstand: 4.469 / 1.796 / 1.392 / 2.631 mm
Lustfaktor / max 10 Punkte:  8 von 10
Preis: ab 40.400,– EUR

 

Golf R – das neue Flaggschiff

Nach dem neue Golf GTI, dem Golf GTD, dem Golf Variant und dem Golf TDI BlueMotion präsentiert Volkswagen heute sein neues Flaggschiff der Baureihe:

Den neuen Golf R.

Angetrieben wird der Sportwagen von einem 300-PS-TSI (221 kW), der 30 PS stärker aber bis zu 18 Prozent sparsamer als der Vorgänger sein soll. Wie alle drei Golf R zuvor, bringt auch das neue Modell die Kraft des Turbomotors über einen permanenten Allradantrieb auf die Straße. In diesem Fall ist es die neueste Version des 4MOTION-Systems mit einer Haldexkupplung der fünften Generation.

Für mehr Dynamik sorgen zudem ein neu ausgelegtes Sportfahrwerk (20 mm abgesenkt), die neue Progressivlenkung und das – für den Einsatz auf der Rennstrecke – erstmals komplett deaktivierbare „ESC Sport“. Zu den optionalen Highlights gehört indes die weiterentwickelte adaptive Fahrwerksregelung DCC samt Fahrprofilauswahl mit neuem Race-Modus.

Nach nur 5,1 Sekunden ist der manuell geschaltete Golf R 100 km/h schnell (Vorgänger: 5,7 s); mit automatischem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) legt der Sportwagen den klassischen Sprint sogar in 4,9 Sekunden zurück. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Trotz der sportlichen Fahrleistungen und einer um 30 PS gesteigerten Leistung konnte der Verbrauch des Golf R gegenüber dem Vorgänger von 8,5 auf nun 7,1 l/100 km gesenkt werden. Die CO2-Emissionen verbesserten sich damit analog von 199 auf 165 g/km.

Noch sparsamer ist der generell mit einem Start-Stopp-System und Rekuperationsfunktion ausgerüstete Golf R unterwegs, wenn er per optionalem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) geschaltet wird. In diesem Fall liegt der Normverbrauch bei 6,9 l/100 km (159 g/km CO2). Im Vergleich zum Vorgänger mit DSG (8,4 l/100 km) ergibt sich eine Einsparung von 1,5 l/100 km, respektive eine Verbesserung um besagte 18 Prozent.

Ausgestattet ist der neue Golf R mit einer ganzen Palette individualisierter und exklusiver Features. Neben eigens designten Stoßfängern, Seitenschwellern und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen sind es Details wie die serienmäßigen Bi-Xenonscheinwerfer mit einem neu konzipierten LED-Tagfahrlicht (im Doppel-U-Design), die dunkelroten LED-Rückleuchten oder die zweiflutige Abgasanlage mit vier verchromten Endrohren, die den Golf R auch optisch anschärfen. Im Interieur setzt sich das Golf Flaggschiff mit Sportsitzen im Materialmix „Stoff-Alcantara“, einem Dreispeichen-Ledersportlenkrad, einer Ambientebeleuchtung, Klimaautomatik und einem Radio-CD-System mit Touchscreen in Szene.

VW Golf R 01 Neuvorstellung VW Motorsport 2013

Auf den Markt kommt der stärkste und sparsamste Golf R aller Zeiten als Zwei- und Viertürer im vierten Quartal diesen Jahres.

Der Preis in Deutschland: ab 38.325 Euro.

HONDA Civic WTCC

Das Projekt rund um den neuen Honda Civic, für das WTCC Werks-Engagement in 2013, geht jetzt in die heiße Phase. Noch in diesem Jahr wird man einige Rennstrecken-Tests durchführen. Eine wichtige Rolle übernimmt hierbei der neue Werksfahrer für das, vom italienischen JAS-Team verantwortete, Werks-Engagement der japanischen Traditionsmarke. Mit Gabriele Tarquini konnten die Japaner einen erfolgreichen und erfahrenen WTCC-Piloten unter Vertrag nehmen.

Der WTCC-Honda Civic soll in diesem Jahr noch 3 WTCC-Läufe als „Generalprobe“ fahren. Geplant sind Suzuka im Oktober, sowie Shanghai und Macao im November.

Die endgültige Form des 2012er WTCC-Civic wurde in der letzten Woche vorgestellt. Auffallend sind die Veränderungen im Bereich der Stoßfänger.  Diesen Veränderungen sind umfangreiche Windkanal-Tests voraus gegangen.   Die größte Entwicklung der Japaner liegt jedoch unter dem Blech und betrifft den neuen 1.6 Liter Vierzylinder-Turbomotor. Hierbei handelt es sich um eine Reglements-Vorgabe.

2013 wird das Rennteam unter der Nennung „HONDA Racing Team JAS“ alle WTCC-Läufe mitfahren. Am Steuer des zweiten Renn-Honda wird dann neben dem alten Experten Gabriele Tarquini, noch der Portugiese Tiago Monteiro sitzen.

Nissan Juke Fahrbericht Front

Nissan Juke 1.6T – Aufnahmeprüfung bei den anonymen Schluckern

Meine Erfahrungen mit den Nissan Juke hatte ich im letzten Jahr verbloggt.  Wer sich von der Außenwirkung des  Design-Experimentes der Nissan-Designer nicht abschrecken und sich statt dessen auf eine Erfahrungs-Tour mit dem kompakten Crossover einlässt – kann ein interessantes Auto erleben.

Für mich war vor allem der 1,6 Liter Turbo-Vierzylinder eine herbe Frustrationsquelle. Schlicht ein Motor der bereits bei halbwegs unterhaltsamen Touren zum Säufer wird. Entschädigen kann auf der anderen Seite der Antriebsstrang des kleinen Japaners. In der 4×4 Version kommt man in den Genuss eine besondere Technik an der Hinterachse zu erleben.

Das Torque-Vectoring System sorgt für ein Kraftverteilung auf das jeweilige Kurven-Außenrad und damit für ein „eindrehen“ in die Kurven. So wird der Juke zu einem Landstraßen-Räuber. Spaßig, aber durstig.

Sebastian von passiondriving.de kam zu einem ähnlichen Ergebnis – lest selbst: „Rollende Ambivalenz“.