Abenteuer 24h-Rennen am Nürburgring 2016

Es soll Menschen geben, die waren noch nie am Nürburgring. Und es gibt Menschen die waren schon einmal am Nürburgring, aber noch nie beim 24-Stunden. Ich verstehe beide Sorten von Menschen nicht. Das Motorsport-Mekka Nürburgring ist eine gänzlich eigene Kulturstätte. Für mich seit über 20 Jahren ein Pilgerpunkt. Nicht nur jährlich zum 24-Stundenrennen. Für mich ist der Nürburgring und vor allem seine Nordschleife ein Magnet der mich immer wieder anzieht. Ganz egal wie schlecht das Wetter auch sein mag. Sonnenbrand unter dem Regenmantel und am Tag drauf mit Sonnenstich und Erkältung im Bett. Der Nürburgring verwöhnt nicht immer mit „prima Klima“. Vor allem aber ist das Klima am Ring nicht mehr das Beste. Der Wahnsinn der Expansion, die Träume vom großen Geld, der Bankrott, der Verkauf. Wäre da nicht ganz nebenbei noch ein Autorennen, man müsste den Ring einfach ignorieren. So traurig ist vieles was dort passiert ist. Doch. Es ist eben die Nordschleife. Und mit dem 24h-Rennen ist dort zudem das größte Motorsport-Event das wir in Deutschland haben erwachsen.

N24h – Es gibt viel zu entdecken!

Jens Stratmann von rad-ab.com ist so einer. Er war schonmal am Ring. Aber das 24h-Rennen kennt er nicht. Dieses Jahr war es dann soweit – er konnte sich nicht mehr drücken. Jens und ich haben uns dann auch vor und hinter der Kamera abgewechselt um unsere Eindrücke in „bewegte Bilder“ zu packen.

Teil 1: Nissan Race Camp 24-Stunden Rennen

Jens nimmt Euch mit in das Nissan Racecamp. Er zeigt Euch sogar seine Schlafkabine. Mit dem Nissan Racecamp gehört der Japanische Hersteller mittlerweile zu den „festen Größen“ am Ring. Das Camp setzt sich aus Schlafmöglichkeiten und einem Event-Zelt zusammen. Hatte man die letzten Jahre noch auf Zelte gesetzt, hat das oftmals garstige Eifelwetter dafür gesorgt, dass man bei NISSAN jetzt die Container aufstellt.

Teil 2: Der schnelle Benny und sein TCR-Golf


Benjamin Leuchter ist der Rekordhalter für die schnellste Runde eines Serienfahrzeuges mit Frontantrieb auf der Nürburgring-Nordschleife. Benny hat uns vor kurzem am Bilster Berg den Golf GTI Clubsport erklärt, hier beim 24h-Rennen fährt er sein übliches Einsatzgerät. Einen Golf GTI nach TCR-Reglement. Benjamin nimmt Euch mit in das Servicezelt seines Teams „racing.one“ und erklärt sein Einsatzfahrzeug.

Teil 3: Der Walkenhorst BMW M6 GT3, powered by Dunlop


Das Design des WalkenhorstBMW M6 GT3 hat JP, also Jean-Pierre Kramer zu verantworten. Und als Entertainer, PS-Profi und Vollblut-Tuningfan ist JP bei seinen Fans bekannt. Was passiert, wenn man JP am Nürburgring zu einem Termin mit dem dem M6 von Walkenhorst bittet, seht ihr unter anderem in diesem Video. Dabei haben wir JP nicht einmal gesprochen, sondern waren nur für den Walkenhorst BMW M6 GT3 vor Ort. Aber die kreischenden Fans im Hintergrund, die wollten JP. Jens hat sich bei seinem „Hintergrundgespräch“ nicht einmal von den weiblichen Hostessen ablenken lassen. Ein ganzer Kerl, dieser Jens!

Teil 4: Rennabbruch und das Gespräch mit Bernd Schneider.


Nach nur 50 Minuten musste das Rennen aufgrund der üblen Wetterkapriolen abgebrochen werden. Zeit für mich, dem Jens das Mikro wegzunehmen und mich mit Bernd Schneider, Mister DTM, über das Rennen zu unterhalten. Zuvor war ich in der Box unterwegs und habe mit Thomas Jäger, dem Koordinator für den Kundensport bei Mercedes-AMG über die aktuelle Situation gesprochen.

Teil 5+6: Jens präsentiert Euch den Nissan NISMO GT-R (ich auch)


Für Nissan war das 24h-Rennen auch der richtige Anlass um den jüngsten NISMO vorzustellen. Godzilla 2017 – die NISMO-Variante des neuen Nissan GT-R. Jens fand ein paar Worte 😉 .. und ich auch:

Teil 7: Jens und sein erstes Mal 24h-Rennen

In diesem Teil blickt Jens auf „sein erstes Mal“ zurück. Sein erstes 24h-Rennen am Nürburgring. Ich denke, es hat ihm ganz gut gefallen. Und ich glaube auch, für 2017 sollten wir darüber nachdenken, was wir noch alles zeigen können. Oder?

 

Das 24h-Rennen 2016 – eine Angelegenheit die einen nicht unberührt lässt.

Führerlos? Mercedes schickt den Truck auf die autonome Reise!

Das Tempo der Demokratie ist das „Schneckentempo“ – so sagte es einmal Helmut Schmidt – und so zitierte es Winfried Kretschmann nun bei der Premiere des ersten „autonom fahrenden“ LKWs auf einer deutschen Autobahn.

Highway Pilot – Autonom fahrender Mercedes-Benz Truck auf der A8

Während die Politik, frei nach Helmut Schmidt, noch diskutiert – sind die Automobil-Hersteller deutlich weiter. Mercedes-Benz hat heute (2. Oktober 2015) den ersten autonom fahrenden LKW auf einer deutschen Autobahn präsentiert. Auf der A8 zwischen Denkendorf und Stuttgart fuhr der, für den Bereich „Trucks and Busses“ zuständige Vorstand der Daimler AG, Dr. Wolfgang Bernhard zusammen mit dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, den ersten Truck, der autonom fahren kann.

Mercedes-Benz nennt das System „Highway Pilot“. Dieses System soll eine maximale Erleichterung für den Fahrer im Trucker-Alltag bringen. Basierend auf einer Kombination aus Frontradar und Stereo-Kamera in der Windschutzscheibe, ist das System in der Lage, den LKW selbstständig in der Spur zu halten. Die Kombination mit den bereits bekannten Assistenzsystemen wie dem Tempomaten und seiner „adaptive cruise control“ – ermöglicht schon heute ein teil-autonomes Fahren im täglichen Straßenverkehr.

Wenngleich die Politik und die Entscheidungen zur Umsetzung der voll-autonomen Fahrt noch im Schnecken-Tempo unterwegs ist, der Serien-Actros, der heute live in den Straßenverkehr auf der A8 gestartet ist, kann deutlich flinker unterwegs sein! Aber nein, er startet nicht in Serie, nicht jeden Tag auf die A8. Noch ist das ganze Schauspiel eine Demonstration des Machbaren, ein Start in einen Testbetrieb.

Bis 80 km/h „teil-autonom“

Der heute präsentiere Truck ist ein „Versuchsfahrzeug“ der Daimler AG, basierend auf einem Serien-Truck der Baureihe Actros.

Der Daimler’ische-Pioniergeist steckt an diesem Tag auch in diesem LKW. Mit der Premiere und Zulassung eines „teil-autonom“ fahrenden Trucks sind die Stuttgarter die Ersten, die damit in den öffentlichen Straßenverkehr fahren. Dabei wird der Test-Truck immer einen Fahrer an Bord haben. Noch – so sagt es auch die Schnecken-Geschwindigkeit der Politik aus – sitzt ein Fahrer immer mit an Bord. Dieser hat die Verantwortung, dieser kann jederzeit eingreifen.

Doch die Zukunft wird sichtbar, erkennbar. Denn dieser Truck ist mehr als eine Studie, mehr als nur ein „Experiment“. Die „teil-Autonomie“ erhält der Truck über Module, wie man diese auch aus der S-Klasse des Konzerns kennt. Und wenn im Frühjahr die neue E-Klasse auf den Markt kommt, dann wird man den Highway-Piloten vermutlich auch dort finden … die Zukunft ist nah …

Zwei Videos für das Wochenende

Drive & Fun ist eine Firma die Fahrspaß-Ideen in die Realität umsetzt. Egal ob es die Querdynamik geht, ums driften, um Fahrsicherheit oder einfach nur um den puren Spaß. Bei Drive&Fun Events finde die Liebhaber motorischer Spielarten ein großes Angebot an Leistungen und Ideen.

Drive&Fun Fahrertrainings from Alok Paleri on Vimeo.

Um die maximal Querbeschleunigung auszutesten benötigt es allerdings noch eine Nummer mehr Power und einen Testfahrer mit dem richtigen Namen: Davide Testi am Steuer des Pagani Huayra. Mehr geht nicht. Maximum Attack.

Ich konnte in diesem Jahr selbst mit Signore Testi mitfahren, nie zuvor habe ich auf dem Beifahrerplatz soviel Spass erlebt. Wer die Bilder und Artikel zu diesem Event sucht, der sollte im Blog nach #iThunder suchen! Aber jetzt erst einmal viel Spaß, wenn Davide Testi den Huayra über die Rennstrecke von Monza fliegen lässt.