Renault Zoe, erster Kontakt mit Renaults kleinem E-Mobil

Ein Auto wie ein Wäschetrockner. Nein, ich mache mich nicht lustig über das Design des ZOE und es ist auch nicht abwertend gemeint. Im Gegenteil. Das Stichwort für die Ähnlichkeit von Renault ZOE und einem Wäschetrockner lautet: Wärmepumpe.

Renault Zoe: Luftpumpe oder E-Auto Zukunft?

Schaut man sich die Preisspanne bei den Wäschetrocknern an, dann fällt auf, dass erst die „teuren“ Wäschetrockner mit einer „Wärmepumpe“ arbeiten. Und? Was bedeutet dies für das Elektroauto? In meinen Augen ist es vor allem ein Zeichen für Ernsthaftigkeit. Während andere Hersteller in Ermangelung eines Wärme produzierenden Benzinmotors bei den E-Motoren die Wärme für die Heizung per „Tauchsieder“ bereit stellen und so indirekt die Reichweite des eigenen E-Mobils verknappen – führt die aufwendige Technik der Wärmepumpe zu mehr Effizienz. Was bei Wäschetrocknern für einen geringen Stromverbrauch verantwortlich ist, sorgt im E-Automobil für mehr Reichweite.

Renault ZOE 18 E-Mobil vorgestellt

Wärmepumpe auf Rädern

Anders als bei den Wäschetrocknern mit Wärmepumpe, gehört der ZOE bei den E-Autos jedoch nicht zum gehobenen Preissegment – im Gegenteil, mit einem Kaufpreis ab 21.700 € ist der ZOE sogar besonders günstig in der Anschaffung.

Wie kommt das und was kann der kleine Franzose? Eine erste Ausfahrt mit dem knuffigen Renault soll ein wenig von der Spannung rüberbringen, mit der die individuelle Mobilität in der Zukunft ohne Benzin und Diesel auskommt.

Renault ZOE 13 E-Mobil vorgestellt

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E-Motor Power:

88 PS

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Reichweite:

210 KM

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Kaufpreis, ab:

21,700 

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Putzig und trotzig

Der Blick des ZOE wirkt zuerst vor allem putzig, je länger man die zu einem Schmollmund aufgepumpte vordere Stoßstange anblickt, desto mehr bekommt man jedoch auch den Eindruck, die schmalen DE-Scheinwerfer und die dicke Oberlippe würden ein wenig trotzig schauen. So als würde die ganze Last der kommenden Energiewende in der Mobilität, auf den straff ausgeformten Schultern des kleinen Franzosen lasten und er müsse nun beweisen, dass e-Mobilität nicht nur ein Spielball der Öko-Automobilisten ist.

In der Seitenlinie wirkt der knapp über vier Meter lange Kompakte völlig normal, keine abgedrehten Experimente wie bei seinem Rhombus-Elektrobruder Twizy.  Wie als wolle man die zusätzlichen Mitfahrer kurz vor den übersichtlichen Platzverhältnissen warnen, hat Renault die Türgriffe für die hinteren Türen versteckt. Zudem sind die Türgriffe umständlich zu handhaben. Also am besten vorne eingestiegen und sich über das aufgeräumte Cockpit gefreut.

Ein breites Digitaldisplay informiert den Piloten über Ladezustand, Geschwindigkeit und aktuellen Betrieb des Franzosen. In  der Mitte thront das neue R-Link getaufte Multimedia-System der Franzosen, darunter die Klima-Bedienung. Womit ich wieder bei der Wärmepumpe angelangt wäre.

Vor allem in der kalten Jahreszeit raubt der Betrieb der Heizung im Innenraum einen großen Teil der Energie – will man also die maximale Reichweite ausloten, bedarf es einer effizienten Klimatechnik. Über die genaue Funktionsweise der Wärmepumpe klärt Wikipedia auf. Ich finde es nur höchst bemerkenwert, dass Renault diese aufwendige Technik in Serie verbaut – bei der BMW Kopie des Audi A2, dem i3, kostet diese Technik, wie gewohnt, einen Aufpreis.

Renault ZOE 02 E-Mobil vorgestellt

210 Kilometer Reichweite

Dank der konsequent umgesetzten Effizienz, soll der kleine ZOE mit einer Batteriefüllung bis zu 210 Kilometer weit kommen. Meine erste Testfahrt mit dem kleinen Franzosen war leider bedeutend kürzer, so dass ich an dieser Stelle keine Aussage über die „echte Reichweite“ machen kann.

Wie gewohnt bei E-Mobilen ist es primär diese wundervolle Ruhe die man genießt, wenn man leicht surrend auf Tour geht. Eine 400 Volt Lithium-Ionen Batterie mit 22 kWh Energiefülle sorgt für den Antrieb des bis zu 88 PS starken Elektromotors. Binnen 4 Sekunden summt sich der ZOE auf Tempo 50. Bei 135 km/h hat Renault den elektrischen Riegel vorgeschoben.

Lange Touren über Autobahnen bleiben auch beim günstigen ZOE vermutlich eher die große Ausnahme. Es ist das Versprechen einer lokal Emissions freien Mobilität, die man sich zu einem attraktiven Preis erfüllen kann.  Allerdings ist der Kaufpreis „ab“ 21.700 € nur ein Teil der Kosten – denn Renault realisiert den günstigen Anschaffungspreis auch über den Weg der Batteriemiete.

Renault ZOE 16 E-Mobil vorgestellt

Miet mich

Die Batterie-Miete ist abhängig von zwei Faktoren: Der Laufzeit der Miete und der jährlichen Fahrleistung. Überblick:

Preis der Batteriemiete  Fahrleistung bis   zu  Kilometer  pro Jahr
Laufzeit 12.500 km 15.000 km 20.000 km 25.000 km 30.000 km
12 Monate 99 € 106 € 122 € 142 € 162 €
24 Monate 89 € 96 € 112 € 132 € 152 €
36 Monate 79 € 86 € 102 € 122 € 142 €
48 Monate 79 € 86 € 102 € 122 € 142 €

Diese Lösung bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile. Zum einen bleibt aktuell die Frage offen, welche Konditionen die Käufer von Gebrauchtwagen bei Renault erhalten werden, auf der anderen Seite ist gerade die Batterie – das derzeit noch schwächste Glied in der Kette der neuen Technik – durch diese Lösung abgesichert. Es bleibt eine Entscheidung, die vermutlich auch durch die persönlichen Vorlieben getroffen wird.

Renault ZOE 20 E-Mobil vorgestellt

FAZIT:

Für mich steht fest, der ZOE macht deutlich mehr Sinn als das Design-Experiment der Münchner, dass derzeit sehr zeitnah auf der IAA das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Denn anders als bei dem ähnlich großen BMW i3, kann der ZOE mit einem gefälligen Design glänzen, ist um viele Ecken günstiger in der Anschaffung (für die Differenz von ~14.000€ mietet man sich ein Jahrzehnt lang die Batterien des ZOE!!) und bietet einen vernünftigen Kofferraum mit bis zu 1.225 Liter Ladevolumen.

Nein – spannend war die erste Ausfahrt mit dem kleinen Franzosen nicht, eher ernüchternd. Denn der ZOE zeigt: E-Mobilität muss, auch wenn diese in der Form eines „fast normalen“ Autos auf den Parkplatz fährt, nicht mehr teuer sein! Cool. Und deutlich sichtbarer für die Nachbarn, als mein teurer Wärmepumpen-Wäschetrockner im Keller!

Sobald die Möglichkeit bestand den kleinen Franzosen ordentlich zu testen, werde ich einen ausführlicheren Fahrbericht online stellen .. stay tuned..

 

Foto-Galerie | Technische Daten

 

 

 

Mercedes-Benz CLA – Die Fakten

Nachdem ich mir im anderen Beitrag bereits Gedanken darüber gemacht habe, wie wohl der Baby-Benz mit seinem Weltrekord cW-Wert und dem Frontantrieb bei den Kunden ankommen wird – hier nun die harten Fakten zum neuen Limousinen-Coupé aus Stuttgart:

Die Motoren des CLA

Alle folgenden Motoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung und alle Motoren erfüllen bereits die EU6 von 2014.  Den Anfang in der Motoren-Palette machen die folgenden Triebwerke:

  • CLA 180 mit 122 PS – Benzin –  126 bis 130 g/km CO² – 1.6 Liter Triebwerk aus der Kooperation mit Nissan/Renault!
  • CLA 200 mit 156 PS – Benzin –  127 bis 131 g/km CO² – 1.6 Liter Triebwerk aus der Kooperation mit Nissan/Renault!
  • CLA 250 mit 211 PS – Benzin –  142 bis 144 g/km CO²
  • CLA 200 CDI mit 136 PS – Diesel  – noch offen – 
  • CLA 220 CDI mit 170 PS – Diesel ( im Herbst)  – 109 bis 117 g/km CO2

Die Motoren kombiniert Mercedes-Benz immer mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe und bei den aktuell stärksten Benziner (CLA 250) und Diesel (CLA 220) mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Die Preise des CLA

Selbstbewusst geht Mercedes-Benz mit den Preisen des stylischen und Viertürigen Coupés an den Markt heran. Bedenkt man, dass hier die erste Mittelklasse der Stuttgarter kommt, die im Prinzip auf einem Kompaktwagen mit Frontantrieb basiert, sind die Einstiegspreise als selbstbewusst zu bezeichnen.

Den aktuellen Einstieg wird der CLA 180 mit 122 PS bilden, für diesen werden 28.977 € fällig.  Danach wird bereits in der Grundausführung die 30.000 € Hürde übersprungen. Der CLA 200 wird 31.862 € kosten und das aktuelle Top-Modell mit dem 211 PS Turbo-Benziner und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe steht mit 38.675 € in der Preisliste.

Den Einstiegs-Diesel CLA 200 CDI konnte Mercedes-Benz noch nicht auspreisen – klar ist, der CLA 220 CDI mit 170 PS und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kommt auf 37.991 €.

Die Fotos

Detroit Leak: Sind das die ersten CLA-Pressefotos?

autoblog.com hat die ersten vermeintlichen Presse-Fotos veröffentlicht. Sind das die ersten offiziellen Fotos vom neuen viertürigen Kompakt-Coupé? Dann würde der kleine CLA ja doch besser aussehen, als ich zuletzt befürchtet habe!

Diese Bilder sind erst einmal „Wow“.

 

Quelle: http://www.autoblog.com/photos/mercedes-benz-cla-press-shots/#photo-5517086/

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