I´ll be back! Der VR6 lebt im Volkswagen Arteon R

Es könnte so viele schöne Wortspiele zum Thema geben. „I´ll be back“, „Nummer 6 lebt”, “Totgesagte leben länger” und was weiß ich. Schwamm drüber, denn wie es scheint, passen sie alle: Der VR6-Motor – eine Legende im VAG-Geflecht – scheint allen Unkenrufen zum Trotz wieder da zu sein. Manche liebten ihn, manche hassten ihn, sagten ihm Sauf-Attribute zu, doch der Drang der Unvernunft siegte: Im Volkswagn Arteon R soll der verblichene VR6-Motor zum turbogeladenen Muskelprotz werden. Wäre ja auch zu schade um die dynamische Form, wenn das Wolfsburger Flaggschiff nicht auch einen adäquaten Antrieb bekäme.

Der legendäre VR6 für das Topmodell

Die Kollegen vom britischen „Drivetribe“ wollen es von ihren gaskranken Freunden von „Car Throttle“ wissen: Der Volkswagen Arteon soll als R kommen und einen aufgeladenen VR6-Motor unter seiner profilierten Haube tragen. All we know: He´s called… äh, nein, das war etwas anderes.

Bereits jetzt wirkt der Volkswagen Arteon dynamisch. Kann der VR6 Turbo auch die passenden Fahrleistungen bieten?

Wie der VW Arteon Produkt Manager Martin Haube bestätigt, soll die Kraft des Limousinen-Coupés in der R-Variante aus einem Sechszylinder-Motor in VR-Anordnung stammen. Der besonders kleine Winkel des V6 macht ihn dabei nahezu zu einem Reihen-Motor und ist für den unnachahmlichen Klang verantwortlich. Die Fangemeinde weiß, was gemeint ist.

Der Audi A7 des kleinen Mannes?

Zunächst, nachdem der VR6 aus dem Golf R und anderen Modellen verbannt wurde, glaubte man an das finale Ende des nahezu historischen Antriebs. Zu dominant waren (und sind) die Elektrifizierungswelle und das Downsizing mitsamt Turbo- und Kompressor-Doping, als dass man einen trinkreudigen Hubraumriesen im Portfolio hätte behalten können. 3,6 Liter Hubraum in der letzten Ausbaustufe und eine Leistungsausbeute von rund 300 PS, die sich linear entfalteten, waren einfach nicht mehr en vogue genug. Aktuell ist das letzte frei atmende Pendant noch im VW Atlas zu finden, der für den chinesischen Markt vorgesehen ist.

Zum Glück – für alle PS-Liebhaber – besann sich Volkswagen: Der verschriene VR6 wird anscheinend in den Motorraum des Volkswagen Arteon R verpflanzt, allerdings nicht ohne ein paar entscheidende Modifikationen spendiert zu bekommen. Wie Car Throttle wissen will, soll das Aggregat kein reiner Sauger sein, sondern dank Turboaufladung auf 400+ PS kommen. Die Kraftübertragung soll ein DSG-Getriebe besorgen und die Power an alle Viere schicken. Damit dürfte Vortrieb in nahezu jeder Lebenslage garantiert sein.

Seine eigene Interpretation eines Volkswagen Arteon R zeigt Veredler „Abt“

Ob der Arteon damit aber tatsächlich zum Audi RS7 des kleinen Mannes wird, ist fraglich. Immerhin ist das aktuelle Topmodell, der Volkswagen Arteon 2.0 TSI 4Motion, schon nicht günstig und kostet mehr als 50.000 Euro. Können der Klang und der Turboschub des neuen Volkswagen Arteon R dies vergessen lassen? Oder werden wir Zeugen des letzten Aufbäumens eines Relikts aus der „guten, alten Zeit“?

Quelle: Drivetribe
Fotos: Jens Stratmann

Der neue Mercedes-Benz CLS – Der Vorreiter

2003 rollte er zum ersten Mal auf unsere Straßen und verband die Eleganz und Dynamik eines Coupés mit der Funktionalität einer Limousine. Die Rede kann nur von einem Fahrzeug sein, dem Mercedes-Benz CLS! Nun kommt das neue Modell, also die dritte Generation, und will als Vorreiter gelten. Alles neu macht also nicht der Mai, sondern Mercedes mit dem CLS, da der hübsche Stuttgarter eine komplett neue Design-Sprache implizieren möchte. Geprägt ist sie von klaren Formen und reduzierten Linien – sinnliche Klarheit at it´s best also. Hinzu kommen eine nach unten öffnende Grillkontur, die nach vorn ansteigende Front sowie breite, niedrige Scheinwerfer. Vorhang auf für das neue Modell!

Design – Der Mercedes CLS ist nicht nur sinnlich…

… sondern auch klar, womit man von einem Design sprechen kann, das dem Stuttgarter eine zeitlose Ausstrahlung verpasst. Das war bereits beim Ur-Modell, dem Mercedes-Benz CLS der ersten Generation so. Das viertürige Coupé war einst der Begründer eines neuen Segments. Und obwohl andere Hersteller bis heute längst nachgezogen haben ist die echte Design-Ikone dennoch allein der CLS.

Der neue Mercedes-Benz CLS erinnert mit seiner Linienführung an die erste Generation

Wirkte die zweite Generation limousinenhafter als das Ur-Modell, knüpft der neue Mercedes-Benz CLS an die Anfänge an und offeriert einen adretten Coupé-Charme. Das unterstützen die flache Seitenscheiben, das geduckte Greenhouse sowie die gestreckten Proportionen. Sieht man sich die Gestaltung genau an, wird man eine Reduzierung der Sicken und Kanten feststellen, worin sich die gekonnte Weiterentwicklung der sinnlichen Klarheit widerspiegelt. Hinzu kommen markante Details an der Front, wie der Diamantgrill mit einer Lamelle oder die Grill-Silhouette selbst, die sich nach unten hin öffnet und den Panamericana-Grill des Mercedes-AMG GT erinnert. Doch nicht nur das Design per se gewann, sondern auch die Aerodynamik: Der neue Mercedes-Benz CLS bietet einen Cw-Wert von gerade einmal 0,26

Interieur – Vom Exterieur abgeleitet

Im Inneren des Beaus erwartet die Passagiere natürlich Luxus pur. Dieser spiegelt sich nicht in überbordenden Schnörkeln wider, sondern in seiner klaren Grundform, die vom Exterieur abgeleitet wurde und sich sinnlich-fließend darbietet. Dabei fanden natürlich nur hochwertige Materialien Verwendung und wurden penibel verarbeitet.

Fließende Linien: Innen wie außen. Die Ambiente-Beleuchtung kennt 64 Farbtöne

Um ein großzügiges Raumgefühl zu erzeugen spendierte man dem Mercedes-Benz CLS ein bereitenbetontes Cockpit. Eine Extra Portion an Charme bringt darüber hinaus die Ambiente-Beleuchtung, die in 64 Farben Club-Atmosphäre schafft. Sie erstreckt sich bis in die illuminierten, an Flugzeugturbinen angelehnten Luftausströmer, die wir bereits im neuen A-Klasse Cockpit gesehen haben. Je nach Einstellung der Temperatur wechselt die Lichtfarbe der Ambiente-Beleuchtung zu einem warmen oder kalten Farbton.

Natürlich kommt kein modernes Automobil heutzutage ohne hochauflösendes Displays aus. Entsprechend bietet der Mercedes-Benz CLS ein Widescreen-Cockpit mit zwei 12,3 Zoll großen Bildschirmen, die ein gemeinsames, durchgängiges Deckglas verbindet. Dabei ist das volldigitale Cockpit frei konfigurierbar – je nach persönlichen Gusto.

Der Kreis zur ersten Generation schließt sich auch bei der Wahl des Holzes: Man kann eine hochglänzende oder eine offenporige Mittelkonsolenverkleidung wählen – sehr edel. Neben dem gesteigerten Nutzwert – der Mercedes-Benz CLS ist erstmals als Fünftürer konzipiert und lässt seien Lehnen im Verhältnis 20/40/20 fallen – will das viertürige Coupé vor allem den Komfort steigern. Dazu steht die ENERGIZING Komfortsteuerung bereit. Sie vernetzt verschiedene Komfortsysteme miteinander, wie etwa die Klimaanlage inklusive der Beduftung, die Sitze mit ihrer Heizung, Belüftung und Massage, sowie die Flächen- und Lenkradheizung mit der Licht- und Musikstimmung. Je nach Bedürfnis der Passagiere lässt sich in verschiedenen Programmen ein echtes Wellness-Setup für den Mercedes-Benz CLS kreieren.

Motoren – In Reih und Glied!

Im neuen Mercedes-Benz CLS bieten die Schwaben eine komplett neue Motorenpalette an, die zum Marktstart drei Sechszylinder bereithält. Los geht es mit dem CLS 350 d 4MATIC, der bereits sehr dynamische 286 PS und stämmige 600 Nm generiert. Mit ihm soll es binnen 5,7 Sekunden auf 100 km/h gehen, während der Verbrauch mit 5,6 Litern der schwäbischen Tradition des Sparens mehr als gerecht wird. Darüber rangiert der CLS 400 d 4MATIC, der ebenfalls mit Allradantrieb und gleichem Spatzendrust vorfährt. Sein Output sind aber nochmals kräftigere 340 PS und äußerst nachdrückliche 700 Nm an maximalem Drehmoment. Die 100 km/h-Marke lässt dieser Mercedes-Benz CLS in 5,0 Sekunden hinter sich.

Der Stuttgarter ist nicht nur elegant, sondern bei Bedarf auch richtig sportlich

Der neue Reihensechszylinder ist der Mercedes-Benz CLS 450 4MATIC. Das Aggregat erfährt seine Unterstützung durch einen EQ Boost – also einen integrierten E-Motor – woraus bärenstarke Leistungsdaten entstehen. Auf dem Papier bedeutet dies 367 PS aus dem Ottomotor, die von 22 Zusatz-PS des EQ Boost ergänzt werden. Auf der Straße spürt man dies anhand einer Beschleunigung auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Dass der EQ Boost aber nicht nur das sportliche Potential, sondern auch das Sparen fördert, zeigt der Verbrauch von 7,5 Litern im Mix.

Fahren – Sicher, komfortabel, assistiert

Sicherheit wird beim Mercedes-Benz CLS großgeschrieben. Das zeigt sich bereits darin, dass die jüngste Fahrassistenzsystem-Generation teilweise serienmäßig an Bord ist. Auf einen aktiven Bremsassistenten, einen Spurhalte- und Aufmerksamkeitsassistenten sowie auf den Speedlimit-Assistenten muss man ebenso wenig verzichten, wie auf das Insassenschutzsystem PRE-SAFE. Optional steht das Fahrassistenz-Paket bereit, das einen aktiven Abstandsassistenten, einen Bremsassistenten mit Kreuzungsfunktion und einen Ausweich-Lenkassistenten mitbringt. Jener passt die Geschwindigkeit vor Kurven an, sodass man wie auf Schienen fährt. Zudem bietet das System einen aktiven Totwinkel-Warner, einen aktiven Spurhalte-Assistenten und PRE-SAFE Plus. Erhältlich ist auch ein neuer Stau-Assistent für Autobahnen und ähnlichen Straßen, der Stopps bis zu 30 Sekunden erlaubt. Da Sicherheit – besonders in der dunkeln Jahreszeit – auch mit Sicht zu tun hat, kann man den Mercedes-Benz CLS mit einem Ultrarange-Fernlicht für die Multibeam LED-Scheinwerfer aufrüsten, die eine maximal zulässige Lichtstärke bieten.

Die neuen Multibeam LED-Scheinwerfer erhöhen die Sicherheit bei Dunkelheit enorm

Der CLS ist grundsätzlich ein Komfort-orientiertes Fahrzeug. Dennoch lässt er dem Fahrer die Wahl zwischen drei Fahrwerken. Grundsätzlich baut das viertürige Coupé auf einer Vierlenker-Vorderachse und Fünflenker-Hinterachse auf und verbindet im Serien-Trimm eine Stahlfederung mit diesen Komponenten. Optional kann man die Dynamik Body Control wählen, die eine sportliche Abstimmung darstellt und auf eine kontinuierliche Verstelldämpfung vertraut. Es stehen die Fahrprogramme Sport und Sport+ sowie Comfort bereit. Daneben kann man in der Aufpreisliste noch ein Kreuz beim Luftfahrwerk, der Air Body Control, setzen, das besonders fein regelbare und adaptive Dämpfer mitbringt.

Da man in der heutigen Zeit „always on“ ist und ständig und überall arbeitet, lässt sich aus dem Mercedes-Benz CLS sogar ein In-Car-Office – also ein mobiles Büro – machen. Das ermöglich der Mercedes me Dienst, der die Ortsangabe von Kalendereinträgen in das Navigationssystem übernimmt und eine lästige Eingabe überflüssig macht. Auch in Telefonkonferenzen kann man sich über einen entsprechenden Kalendereintrag automatisch einwählen lassen – sogar mit der eventuell notwendigen PIN, die automatisch erkannt wird.

Für „Early Adopters“ – Die Edition 1

Das AMG-Paket trägt am CLS etwas dick auf

Rund ein Jahr lang steht ab Marktstart der Mercedes-Benz CLS als Edition 1 bereit. Entscheidet man sich für diese Version, steht ein spezielles Interieurkonzept mit „Leder Nappa“ und kupferfarbene Akzenten bereit. Eine Analoguhr im ICW-Design steigert den Luxus-Touch des Stuttgarters. Von außen erkennt man das limitierte Modell am einzigartigen Diamantgrill, sowie an der AMG Line und den Multibeam LED-Scheinwerfern. Als Räderwerk dienen 20-Zoll-AMG-Felgen. Damit wäre sicherlich auch Hollywood-Raubein Ray Donovan gern bei seinen anspruchsvollen Klienten vorgefahren.

Volkswagen Arteon – Der Klassen-Patient

#läuft – ein Hashtag, der bei Volkswagen nicht immer passend scheint. Der Volkswagen Phaeton? Ein Prestige-Objekt, ein tolles Auto, aber dennoch ein Flop. Der Volkswagen Passat CC bzw. nur „CC“ – wie er später hieß? Auch nicht gerade das, was man einen Kassenschlager nennen würde. Die Diesel-Thematik wollen wir jetzt nicht auch noch hervorkramen. Und dennoch: Volkswagen ist einer de…

VW Arteon –  mehr als nur ein Passat Coupé

Weltpremiere in Genf: Der VW Arteon. Die Wolfsburger bringen einen fünftürigen Gran Turismo mit in die Schweiz, der oberhalb des Passat angesiedelt wird. Der Fünfsitzer soll Designelemente eines Sportwagens mit der Eleganz und dem Raum eines Fastbacks – also einem Fließheck – vereinen. Mit seinen serienmäßigen LED-Scheinwerfern und weiteren neuen Elementen ergibt sich eine völlig neue Frontpartie. Damit es im Inneren luftig zugeht, bietet der Wolfsburger einen langen Radstand sowie eine große Heckklappe, hinter der sich mindestens 563 Liter Kofferraumvolumen verbergen. Wir schauen uns den neuen VW Arteon genauer an. Read more

Peugeot 308 – Viertüriges Coupe geplant?

Get es nach dem UK-Car-Magazin carsuk.net, dann plant Peugeot ein viertüriges Coupé vom Peugeot 308. Was – wenn man darüber nachdenkt – gar keine dumme Idee ist. Der Peugeot 308 wurde von mir, nicht nur, wegen seines unspektakulären Designs gelobt. Unaufgeregt, clean und endlich ohne diese furchtbar dicke Lippe des Vorgängers.

Der neue 308 fährt sich souverän, verzichtet auf Design-Experimente, orientiert sich an der Qualität des Wolfsburger-Klassenprimus und das Ergebnis ist ein Golf-Gegner .. Zitat aus dem Fahrbericht zum Peugeot 308.

Nach der Pflicht, der Brot & Butter Version, könnte man sich nun an einem neuen viertürigen Coupé versuchen. Diese Bauart erlebt gerade, neben den kompakten  SUVs, den größten Run. Ein gutes Beispiel ist der Mercedes CLA. Eine schnittig gezeichnete A-Klasse, mit vier Türen, aber einem Coupéförmigen-Dachbogen. Weniger Platz – mehr Style.  Aber gerade deswegen so erfolgreich.

Der Computer-Grafiker Theopilus hat seine Variante der viertürigen 308-Version online gestellt:Peugeot 308 Viertüriges Coupe 408 Gt

Eine erste Fingerübung, aber für meinen Geschmack noch zu nah an einer klassischen Stufenheck-Limousine.  Wenn der Dachbogen noch ein wenig flacher ausfällt, das Geck ein wenig Extravaganz erhält, dann könnte der Peugeot zum Mitbewerber von CLA, 2er BMW und Volkswagen CC werden.

Laut carsuk.net will man diese Version 408 GT nennen. Auf den Markt könnte der 408 GT im Frühjahr 2016 kommen.

 

 

CLA 45 AMG – Fahrbericht

Schnelle Sterne gibt es einige und üblicherweise tragen diese dann die Plakette der Edelschmiede AMG. Bislang war der Einstieg in diese elitäre Klasse der sportlichen Sternen-Modelle die C-Klasse mit dem fulminanten 6.2 Liter V8 Saugmotor. Seit diesem Jahr gibt es einen neuen Einstieg in die sportliche Klasse der AMG-Liga. Den A45 AMG und die viertürige Coupé-Variante der A-Klasse, den CLA 45 AMG.

CLA 45 AMG – Vier Türen, vier Zylinder, ein Turbo!

Über meine Erfahrungen mit dem A45 AMG auf der Rennstrecke „Bilster Berg“ habe ich bereits geschrieben und auch wenn der CLA 45 AMG unter dem Blechkleid die gleiche Technik zur Verfügung gestellt bekam, so ändert sich der Charakter des Paketes mit der Karosserie. Klingt merkwürdig – ist aber so. Warum? Das will ich versuchen in diesem Artikel über den CLA 45 AMG zu erklären.

Mercedes-Benz CLA 14 45 AMG Beauty unter Drogen

Vierzylinder 360 PS im viertürigen Coupé

Während der A45 AMG direkt in der Fahrzeugklasse des Kompaktwagen Volkswagen Golf wildert, dort allerdings derzeit völlig ohne Mitbewerber, die Spitze der Leistungsgesellschaft alleine bildet, ist ein CLA von Haus aus in einer ganz andere Sphäre zu Hause. Auch wenn der Innenraum furchtbar klein ist. Die Kopffreiheit in der zweiten Reihe eigentlich eine Frechheit ist. Und auch wenn man sich bewusst wird, dass man hier zum Preis einer guten Mittelklasse, nur einen Vertreter des Segments darunter bekommt. Doch dies alles, die Bedenken, die Kritik und die Tadel wischt der CLA mit der Sympathie seiner gelungenen Form hinweg. Das wundervolle kleine Kuppeldach, die eleganten Schultern, der schöne Hintern. Der CLA spielt die Karte des „Beauty-Modells“ aus.  Und hier trifft dann der stärkste Motor seiner Klasse auf ein Supermodell. Power trifft Eleganz und das ergibt eine andere Erwartungshaltung als beim Über-GTI, dem A45 AMG.

Mercedes-Benz CLA 04 45 AMG Beauty unter Drogen

Motorleistung:

360 PS

Beschleunigung 0 bis 100:

4,6 Sek.

Vmax:

250 km/h

Die Kraft bleibt gleich, das Ergebnis ist ein anderes

Auch im CLA 45 AMG trifft der beeindruckende Vierzylinder-Turboprotz auf den 4matic Allradantrieb und bekommt als Getriebepartner die 7-Gang Doppelkupplung mit dem Daimlerischen-Zusatz: Speedshift zur Kraftverwaltung an die Seite gestellt. Und dennoch: Beruhigt durch das elegante äußere will man lieber flanieren, anstatt den Zweiliter-Motor auszuquetschen. In 4.6 Sekunden auf 100 km/h? Das ist möglich, aber lass uns doch lieber flanieren. 

Subjektiv ist der Sound des CLA45 bei weitem nicht so obszön, wie das bratzeln des A45-Auspuffs. Hier spielt die Karosse mit dem geschlossenen Kofferraumabteil die Rolle des zusätzlichen Geräuschdämpfers.

Im Kopf die elegante Außenwirkung des CLA, der zwar die übliche AMG-Maskerade zur Schau trägt, aber aufgrund seiner flüssigeren Form einfach nicht so schamlos mit seiner Kraft in Erscheinung tritt. Hier fährt ein kraftvolles, ein dynamisches, ein voller Spannung, gezeichnetes Coupé (versehentlich mit vier Türen ausgeliefert).  Dazu eine weniger akustische Motivation an den Fahrer, doch bitte im manuellen Modus des DCT-Getriebes, die Gänge unter massivem Auspuff-Krawall in jedem Gang aus zu drehen.  Und schon ändert sich die gesamte Aura des Fahrzeuges.

Vom krawalligen A45 zum kraftvollen Schönling. 

Mercedes-Benz CLA 01 45 AMG Beauty unter Drogen

Druck machen
Allerdings sollte man sich nicht täuschen lassen. Sobald man es darauf ankommen lässt, drückt der CLA massiv durch das Tachoband. Zu jederzeit besteht die Möglichkeit den Kopf des Beifahrers an dessen, in die Sportsitze integrierten, Kopfstützen zu drücken. Dabei faucht der Turbo-Vierzylinder aggressiv den Sound eines massiv aufgeladenen Sportmotors. Der Auspuff frotzelt vor allem beim herunter schalten, aber eben weniger frech und vorlaut als im A45. Subjektiv.

Den CLA 45 konnte ich nicht auf der Rennstrecke bewegen – nur auf öffentlichen Straßen und da ich meinen Führerschein behalten will, muss ich mich auf die Eindrücke beschränken, die innerhalb der Speedlimits möglich sind. Um es mit einem Satz zu machen:

Der CLA 45 AMG fährt sich wie gedopt. Ein Modell mit Koks-Spuren unter der Nase.

Mercedes-Benz CLA 06 45 AMG Beauty unter Drogen

 Und wie fährt sich der Bruder des CLA mit dem steilen Heck?  Fahrbericht A45 AMG

BMW GranCoupé 640d: Tour Auto im GranCoupé

Man könnte auch fliegen.

Hamburg–Genf in ein paar Minuten. Eine Tasse Kaffee, eine Semmel mit Wurst und noch ein Plastikbecher Wasser, ohne Säure. Aussteigen, rüber in die Messehalle und am Abend ist man wieder zurück in Hamburg, die Tagesthemen schafft man vielleicht. Aber man verpasst was. Adieu Tristesse. Manchmal müssen Madame und Monsieur tapfer sein. Ein elegantes Coupé aus Bavièr…

Fahrbericht Mercedes-Benz CLA

Das der neue CLA seine Besitzer glücklichen machen wird, hoffen wir. Sicher macht der die Händler mit dem Stern auf dem Dach glücklich, denn das Auto dürfte eine gut betuchte Zielgruppe ansprechen. Coupés mit vier Türen sind grad im Trend. Allen voran der große Bruder des CLA, der CLS, ist erfolgreicher als man bei Mercedes angenommen hatte …

… Sehr kompakt also, der Benz. Kein Wunder, basiert der Viertürer doch auf der neuen A-Klasse von Daimler. Darum empfehlen wir die Lektüre des Test des A 250. Vom «kleinen» Bruder kommen entsprechend auch die Motoren. Will heißen, dass es den CLA mit Triebwerken von 122 bis 211 PS. Vorerst zumindest, denn bei der A-Klasse wird bald aufgerüstet. Der A 45 AMG mit 360 PS ist bereits startbereit …

Diese Text-Passagen stammen nicht von mir, sondern vom geschätzten radical-mag.com Magazin des nicht minder geschätzten „Kollegen“ Peter Ruch! Seine Arbeit und sein Magazin kann ich nur empfehlen und da er mit seiner „Erfahrung“ deutlich vor den Kollegen in Deutschland startet, ist der Link zu seiner Webseite kaum in Gold auf zu wiegen. Zumindest, wenn man Benzin im Blut hat und den neuen CLA ebenso sexy findet wie ich.

Wobei ich – ganz persönlich – auf den CLA 45 AMG warte – live konnte ich ihn bereits bewundern und mich an seinen Carbon-Ansätzen ergötzen. Fotomaterial gibt es indes noch keines 🙂 nur vom „normalen“ CLA

Mercedes-Benz CLA – frisch aus Genf:

Wie wird der CLA 45 AMG wohl aussehen? Jan spekuliert…