VLN: M235i Cup: Scheid Motorsport gewinnt den zweiten Saisonlauf

Nachdem der erste VLN-Lauf wegen des tragischen Unfalls abgebrochen werden musste, gilt dieser zweite VLN-Lauf als „erster“ Wertungslauf für die BMW M235i Cup-Klasse.

Und der Sieg in diesem zweiten VLN-Rennen ging in der BMW M235i Racing Cup Klasse an den „Eifelblitz“ vom Team Scheid Motorsport. Die Fahrer Uwe Ebertz (DE), Michael Schrey (DE) und Jörg Weidinger (DE) verwiesen im Fahrzeug mit der Startnummer 666 die Teams Adrenalin Motorsport und MPB Racing auf die Plätze zwei und drei. Das Teilnehmerfeld umfasste 21 BMW M235i Racing. Insgesamt fuhren BMW Fahrer beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen sechs Klassensiege ein.

„Das war ein optimaler erster Wertungslauf für uns. Wir haben in diesem Jahr sehr starke Konkurrenz in der BMW M235i Racing Cup Klasse. Ich denke, es gibt mindestens fünf Teams, die in dieser Saison Rennen gewinnen können. Deshalb kann man nicht davon ausgehen, einen Durchmarsch hinlegen zu können. Umso wichtiger war dieser Sieg zum Auftakt. Wir haben als Team einen fehlerfreien Job gemacht – und hatten das nötige Quäntchen Glück, das man bei diesem typischen Eifel-Wetter braucht.“

 

VLN: Premierensieg für den neuen Audi R8 auf der Nordschleife

Das Audi Sport Team WRT feierte den weltweit ersten Sieg mit dem in diesem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellten Audi R8 LMS – der neusten GT3-Version Ingolstädter Sportwagens. Christopher Mies (Heiligenhaus) und Nico Müller (Schweiz) überquerten nach 4:05:04,851 Stunden auf Platz eins die Ziellinie. Für das belgische Team gab es gleich doppelt Grund zur Freude, denn mit Pierre Kaffer (Schweiz) und Laurens Vanthoor (Belgien) auf Platz zwei feierte die Mannschaft einen Doppelsieg. Das Podium komplettierten Klaus Graf (Dornhan), Christian Hohenadel (Illingen), Nico Bastian (Frankfurt) und Thomas Jäger (München) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING. Bei wechselhaften Wetterbedingungen fuhren am Ende 139 von 180 gestarteten Teams in Wertung. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 2. Mai um 15:30 Uhr.

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Der dritte Platz ging an den Mercedes-Benz SLS vom Team ROWE
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Doppelter Erfolg für den neuen Audi R8 GT3

Die Nürburgring Nordschleife war am Morgen noch Neuland für DTM-Fahrer Nico Müller, doch bei seinem ersten Rennen sicherte er sich auf Anhieb den Sieg. Damit tritt der Schweizer in einen exklusiven Kreis ein, denn nur wenigen Fahrern vor ihm gelang dieses Kunststück. Einer von Müllers Vorgängern: Bernd Schneider. 1990 triumphierte auch er bei seinem ersten VLN-Einsatz auf Anhieb. Später erarbeitete er sich als Rekordsieger und -champion den Titel ‚Mr. DTM’. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Müller. „Nach Pech im Qualifying aufgrund des Wetters konnten wir uns im Rennen gut nach vorne arbeiten.“ Teamgefährte Mies ergänzte: „Unsere Taktik war perfekt und wir hatten bei abwechselnd regennasser und abtrocknender Strecke fast immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. So war es uns möglich, von Startplatz 14 aus an die Spitze zu fahren.“ Das Duo im Schwesterfahrzeug klagte über einen Reifenschaden im Rennen. „Wir haben dadurch viel Zeit verloren“, sagte Kaffer. „Alles in allem ein gutes Ergebnis, denn das Wichtigste war drei Wochen vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring, den Wagen heile ins Ziel zu bringen.“ Zufrieden mit Platz drei war auch Nico Bastian, denn ROWE RACING konzentrierte sich ebenfalls auf die Vorbereitung zum Langstreckenklassiker. „Wir waren das einzige Team, das heute bereits vier Fahrer auf einem Auto eingesetzt hat“, sagte er. „Das ist besonders bei feuchter Strecke ein großer Nachteil, denn wir haben nach einem zusätzlichen Boxenstopp einmal mehr einen neuen Fahrer im Auto, der sich in seiner ersten Runde zunächst auf die Bedingungen auf der Nordschleife einstellen muss.“

Im Zeittraining hatte Bentley Motorsport das Zepter noch in der Hand. Nordschleifen-Routinier Lance David Arnold (Duisburg) sicherte dem britischen Traditionsrennstall die erste Pole-Position in der Langstreckenmeisterschaft. Zusammen mit Christian Menzel (Kelberg) und Guy Smith (Großbritannien) fuhr das Trio im Continental GT3 im Rennen auf Platz vier. Auf den Positionen fünf und sechs wurden die beiden BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Marc VDS gewertet. Den schnellsten Porsche brachte das Wochenspiegel Team Manthey auf Rang sieben ins Ziel, gefolgt von dem Black Falcon SLS AMG GT3. Am Steuer des Flügeltürers: Bernd Schneider, Tim Scheerbarth (Dormagen) und Adam Christodoulou (Großbritannien).

Ein Parforceritt gelang den drei Norwegern Hakon Schjaerin, Atle Gulbrandsen und Kenneth Ostvold. Das Trio fuhr im frontgetriebenen Audi TTRS 2.0 bis in die Spitzengruppe vor und beendete das Rennen – mit einem deutlich leistungsschwächeren Fahrzeug als die GT3-Boliden und Cup-Porsche – auf dem 15. Rang. Dass sie mit dieser kleinen Sensation am Ende auch in ihrer Klasse bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo (SP3T) die Nase vorne hatten – Ehrensache.

In der Klasse Cup 1 (Opel Astra OPC Cup) setzten sich die beiden Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) zusammen mit Hannu Luostarinen (Finnland) durch. Den Sieg im TMG GT86 Cup holten sich Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) für das Team Dörr Motorsport und im BMW M235i Racing Cup triumphierten Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrey (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach). Das Trio ist für das Team Scheid-Honert Motorsport am Start.

Weil sie beim ersten gewerteten Rennen des Jahres in der am stärksten besetzten Klasse (SP9, GT3-Fahrzeuge) unterwegs waren, sind Müller und Mies auch die ersten Tabellenführer in der Saison 2015. Gemäß des bewährten Punktesystems der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, erhält das Team die meisten Punkte, das die meisten Gegner in der Klasse hinter sich lässt.

Für eine Vielzahl der VLN-Teams steht in drei Wochen (14. bis 17. Mai 2015) das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Programm. Der dritte VLN-Lauf findet am 20. Juni 2015 statt. Der 57. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN Lauf 2 2015 – GT86 Cup – Ausblick

Der zweite Lauf des TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN-Langstreckenmeisterschaft findet am 25. April am Nürburgring statt, allerdings mit einigen Änderungen: Der DMSB hat aus Sicherheitsgründen Maßnahmen an der Nordschleife des Nürburgrings ergriffen, unter anderem wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf maximal 200 Stundenkilometer in einigen Streckenabschnitten eingeführt. Grund dafür ist ein Unfall, der sich während des ersten Laufs in der VLN ereignet hat.

Das wird auch die Starter im TMG GT86 Cup betreffen. „Bei der Anfahrt zum Bereich Schwedenkreuz fahren wir rund 220 km/h. Je nachdem, wo dort das Speedlimit beginnt, kann es sein, dass auch wir vom Gas gehen müssen. Darauf müssen wir uns natürlich einstellen“, erklärt Wolfgang Hönscheid, Fahrer und Teamchef bei WH Motorsport.

Beim zweiten Lauf des TMG GT86 Cup geht, wie schon zwei Mal im vergangenen Jahr, das Toyota Team Thailand wieder ins Rennen. Erneut wird das Cup-Auto für die asiatischen Rennfahrer vom Team Leipert Motorsport vorbereitet und eingesetzt. Teamchef Ingo Leipert freut sich schon auf „seine“ Schützlinge aus Südostasien. „Rennen fahren können die Jungs auf jeden Fall, es sind alles keine Anfänger mehr. Mit den Anforderungen der Nordschleife kommen sie mittlerweile auch sehr gut zurecht“, lobt der erfahrene Teamchef. Vor allem die gute Kommunikation mit seinen Schützlingen freut Leipert. „Alle sprechen perfekt englisch, die Zusammenarbeit an der Rennstrecke ist also gar kein Problem.“ Leipert Motorsport setzt neben dem flotten Sportcoupé TMG GT86 CS-V3 noch zwei Toyota Corolla ein, die in der VLN-Klasse V3 starten werden. Insgesamt acht Fahrer, machen sich deshalb aus Thailand auf den langen Weg in die Eifel. „Die genaue Besetzung der drei Cockpits legen wir erst kurzfristig fest“, erklärt Leipert. Zwei Fahrer waren bereits im vergangenen Jahr im TMG GT86 Cup am Start, für ihre Kollegen wäre es ein Cup-Debüt.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Wir freuen uns sehr, dass unsere thailändischen Gäste so viel Spaß an unserer Serie gefunden haben und wieder mit dabei sind. Nach dem Unfall beim Saisonstart Ende März hoffe ich auf ein reguläres Rennen für alle Starter und damit auf den Motorsport, den wir uns alle wünschen.“

[=“ “ ]Interessierte Teams und Fahrer finden detaillierte Informationen rund um den TMG GT86 Cup, darunter auch das aktuelle Reglement für 2015, auf der Homepage der Rennserie unter www.gt86-cup.com. Lizenzfreie, hochauflösende Bilder über die TOYOTA Motorsport GmbH und den TMG GT86 Cup erhalten Sie unter folgendem Link:www.toyota-motorsport-photos.com

VLN Lauf 2 2015 – Der Ausblick

Stars und Hochkaräter beim zweiten VLN-Lauf

Frohlocken bei der Renngemeinschaft Düren e.V. im DMV: Mehr als 190 Fahrzeuge kündigen sich für das 40. DMV 4-Stunden-Rennen an. Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am kommenden Samstag, 25. April 2015, führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Mit von der Partie ist die Crème de la Crème der europäischen Langstrecken-Szene. Hier treffen DTM-Stars, Sportwagen-Spezialisten und Tourenwagen-Asse auf hoffnungsvolle Nachwuchstalente und alte Hasen ‚vom Ring’ – eine Mischung, die die Herzen der eingefleischten Motorsport-Fans höher schlagen lässt. Das Rennen startet pünktlich um 12 Uhr, zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze herausgefahren. Der Eintritt rund um die Nordschleife ist kostenlos. Für einen Besuch im Fahrerlager – inklusive Pitwalk in der Pause zwischen Training und Rennen – der Startaufstellung und Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind einmalig pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren haben freien Eintritt.

Laut vorläufiger Teilnehmerliste ist die Spitzengruppe mit 24 GT3-Boliden, 18 Fahrzeugen bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum (SP7), sechs Cup-Elfern von Porsche und zwei SP-PRO-Rennern beim zweiten Lauf breit aufgestellt. Mehr als ein Viertel der rund 190 Fahrzeuge sind von den technischen Daten her für einen Podestplatz gut.

Nur eine Woche vor dem DTM-Auftakt in Hockenheim geben sich einige aktuelle DTM-Piloten am Nürburgring ein Stelldichein. Maxime Martin (Belgien) und Augusto Farfus (Brasilien) in Diensten von BMW und Audi-Pilot Nico Müller (Schweiz) starten am Samstag in der VLN. In der GT3-Klasse müssen sich alle drei gegen eine Reihe ehemaliger DTM-Fahrer beweisen, angeführt von dem mittlerweile dreifachen Le-Mans-Sieger Marcel Fässler (Schweiz), der für Audi ins Lenkrad greift und DTM-Rekordchampion Bernd Schneider (Bottighofen), der für das Black-Falcon-Team im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 am Start ist. Gefahr für Schneider droht aus dem eigenen Lager, denn ROWE RACING und das Haribo Racing Team sind mit den gleichen GT3-Rennern und jeweils einem Top-Fahreraufgebot bärenstark aufgestellt. Auch die Porsche-Fraktion, unter anderem mit den Teams Manthey- und Frikadelli-Racing, ist nicht zu unterschätzen und rundet das Sportwagen-Quartett aus deutschen Landen ab. Die Konkurrenz kommt vor allem aus Großbritannien – Aston Martin und Bentley – sowie aus Asien mit Fahrzeugen von Lexus und Nissan. Nicht vergessen darf man natürlich die italienischen Supersportler aus dem Hause Ferrari, deren Logo mit dem springenden Pferd das südländische Temperament symbolisiert.

Die beiden Fahrer aus der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, Tiago Monteiro (Portugal) und Gabriele Tarquini (Italien), setzen im vorderen Mittelfeld ihre Vorbereitung auf den Lauf zur Tourenwagen-WM im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennens fort. Das Duo startet im Audi TTRS von Rotek Racing unter der Bewerbung des VLN-Gesellschafters MSC Adenau. Um den Gesamtsieg werden sie damit nicht mitreden, vielmehr geht es darum, sich weiter optimal auf die Nordschleife einzuschießen. Beide Piloten haben sich bislang gewissenhaft vorbereitet und hoffen auf einen Erfahrungsvorsprung für die beiden WTCC-Rennen im Mai. Dann wird übrigens auch Sabine Schmitz (Barweiler), VLN-Meisterin aus dem Jahr 1998, einen Gaststart absolvieren und versuchen, den sonst ausschließlich männlichen Mitstreitern in der Weltmeisterschaft Paroli zu bieten und ihre Streckenkenntnisse zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Auch wenn die Langstreckenmeisterschaft nicht den Status einer Weltmeisterschafts hat: das Teilnehmerfeld wäre von der Internationalität her glatt einer WM würdig. Fahrer aus Australien, China, Japan, Malaysia, Neuseeland, Saudi-Arabien, Thailand, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind genauso vertreten wie Piloten aus dem gesamten europäischen Raum. Statistisch zusammengefasst: Über 480 Fahrer – darunter 14 Fahrerinnen – aus 31 Nationen bilden mit Fahrzeugen von 22 unterschiedlichen Automobilherstellern den bunten Mix beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen. Das ist weltweit einmalig.

Neben dem Kampf um den Gesamtsieg, wird in der VLN Langstreckenmeisterschaft packender Motorsport auf breiter Front geboten. Aus den Cup-Klassen sticht in diesem Jahr vor allem der BMW M235i Racing Cup hervor. Mehr als 20 Kompaktsportler aus Bayern starten in der Klasse Cup 1, in denen sich erfahrene Langstreckenspezialisten zusammengefunden haben, den Besten unter sich zu küren. Eine Renaissance erlebt aktuell die Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Nach mageren Jahren mit nur wenigen Startern, zählt die Meisterklasse von 2010 – damals machten Mario Merten und ‚Wolf Silvester’ das Rennen – heute wieder zu den stärksten. Mit jeweils 13 Fahrzeugen im vorläufigen Nennergebnis gibt es für die VLN-Teilnehmer auch in der Opel Astra OPC Cup-Klasse sowie bei den VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum (V4) viele Punkte zu ergattern. In letztgenannter Klasse sind unter anderem die amtierenden Meister Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) beheimatet, die auf ihrem BMW 325i 2015 voller Stolz die Startnummer eins präsentieren.

VLN: 2. Lauf TMG GT86 Cup: Dörr Motorsport auf der Nordschleife erfolgreich

Dramatik beim zweiten Saisonlauf der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring (VLN), in dessen Rahmen auch der TMG GT86 Cup sein zweites Rennen 2014 veranstaltete. 49 Minuten nach Start des 39. DMV Vier-Stunden-Rennens musste der Lauf nach einem schweren Unfall im Bereich Pflanzgarten, der für die beteiligten Piloten eines VW Scirocco und eines Porsche glimpflich ausging, unterbrochen werden. Erst nach einer fast vierstündigen Pause, in der rund 80 Meter Streckenbegrenzung repariert wurden, erfolgte dann um 16.48 Uhr der Re-Start.

Daraus resultierte wie in vielen anderen Klassen, auch im TMG GT86 Cup eine besondere Spannung, denn die Zeiten der beiden Rennabschnitte wurden zu einem Gesamtergebnis addiert. Glücklicher Sieger war letztlich das Team Dörr Motorsport mit dem TMG GT 86 CS-V3 mit der Startnummer 534 und den Fahrern Maciej Dreszer (PL), Arne Hoffmeister (D) sowie Fabian Wrabetz (D).

Schon bei Abbruch des Rennens lag die Mannschaft um Team-Manager Uwe Isert in Führung. Obwohl das beim Saisonauftakt Anfang April erfolgreiche Team von Leutheuser Racing&Events den zweiten Abschnitt des Rennens für sich entscheiden konnte, verteidigte Dörr Motorsport in der Addition beider Teilergebnisse seinen Vorsprung bis ins Ziel. Da die vom VLN-Reglement bei einem Vier-Stunden-Rennen vorgeschriebene Minimalfahrzeit von insgesamt 160 Minuten knapp überschritten wurde, gibt es trotz der Rennunterbrechung auch für den zweiten Lauf dieser Saison die volle Punktzahl.

VLN zweiter lauf 02 toyota gt 86 cup

„Wir waren am Ende sehr überrascht aber natürlich auch glücklich, dass es für uns zum Sieg gereicht hat“, kommentierte Arne Hoffmeister den Erfolg. „Wir wussten gar nicht genau, wie viel Vorsprung wir im ersten Abschnitt herausgefahren hatten und waren deshalb nicht sicher, ob unser zweiter Platz im zweiten Teil des Rennens gut genug für für Laufsieg sein würde. Deshalb war die Freude natürlich groß, als klar war, dass es für uns gereicht hat.“ Knapp geschlagen geben musste sich in der Tages-Wertung des TMG GT86 Cup das zweitplatzierte Toyota Swiss Racing Team. Rang drei sicherte sich die Mannschaft von Leutheuser Racing&Events.

Ein gutes Debüt auf der Nordschleife gab die erstmals im TMG GT86 Cup gestartete und vom Team Leipert Motorsport betreute Mannschaft vom Toyota Team Thailand. Die Fahrer Nattavude Charoensukhawatana, Nattapong Hortongkam und Smittachartch Suttipong fanden sich in der so anspruchsvollen „Grünen Hölle“ gut zurecht, überzeugten mit einer fehlerfreien Fahrt und brachten ihr Auto sicher auf Platz acht in der Klasse Cup vier ins Ziel. Es war das erste Mal überhaupt, dass ein Team aus Thailand in der VLN am Start stand.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motosport: „Das knappe Ergebnis im Cup-Klassement beim zweiten Lauf des TMG GT86 Cup zeigt erneut die hohe Leistungsdichte in unserem Markenpokal. Es war heute sogar bis über die Zieldurchfahrt hinaus spannend, weil wir erst nach der Addition der Zeiten einen Sieger küren konnten. Der zur Rennunterbrechung führende Unfall hat wieder deutlich gemacht, dass bei allen Bemühungen um die Sicherheit, auf der wir auch bei der Entwicklung unseres Rennautos sehr viel Wert gelegt haben, ein Restrisiko im Motorsport nie ausgeschlossen werden kann. Deshalb ist die beste Nachricht heute, dass es den beiden beteiligten Fahrern den Umständen entsprechend gut geht.“

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VLN: Erster Saisonsieg für Frikadelli-Racing

Der Jubel in der Boxengasse war groß, als Patrick Pilet (Frankreich) im Porsche 911 GT3 R des Frikadelli Racing Team die Ziellinie als Sieger überquerte. Zusammen mit Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huismann (Niederlande) holte das Quartett beim 39. DMV 4-Stunden-Rennen den ersten Porsche-Sieg des Jahres. Für die Lokalmatadore war es der zweite Triumph in der Teamgeschichte. Marcel Fässler (Schweiz) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) wurden im Audi R8 LMS ultra auf Platz zwei gewertet. Rang drei ging an Martin Ragginger (Österreich) und Alexandre Imperatori (Hongkong) mit einem weiteren Porsche 911 GT3 R, eingesetzt vom Team Falken Motorsports. Eine 30-minütige Zusammenfassung zeigt der Sender Sport1 am 19. April um 16:30 Uhr. Danach werden Wiederholungen der Reportage auf dem Pay-TV-Sender Sport1+ ausgestrahlt.

Der zweite Lauf des Jahres musste infolge eines Unfalls nach 51 Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen werden. „Im Streckenabschnitt Pflanzgarten kam es zu einer Kollision zwischen dem Porsche mit der Startnummer 101 und dem Volkswagen Scoricco mit der 505“, erklärte Rennleiter Bernd Burkhard (Jülich). „Steve Jahns (Luxemburg) und Constantin Kletzer (Österreich) blieben bei dem Zwischenfall unverletzt; medizinische Nachuntersuchungen ergaben keine Befunde.“ Da die Leitplanken bei dem Unfall schwer beschädigt wurden, war eine Reparaturpause notwendig um die Streckenbegrenzung instand zu setzen. Der Restart erfolgte um 16:15 Uhr über die Distanz von zwei Stunden. Beide Rennabschnitte wurden einzeln gewertet, die Addition ergab das Endergebnis in der Entscheidung um den Tagessieg. Da in Summe 2:42:06.345 Stunden zurückgelegt wurden, geht das 39. DMV 4-Stunden-Rennen mit vollen Punkten in die Wertung der Langstreckenmeisterschaft ein.

Von Position fünf aus gestartet, übernahm Startfahrer Huisman noch in der ersten Runde die Führung und baute diese bis zum Zeitpunkt des Abbruchs auf mehr als 20 Sekunden aus. Im zweiten Rennabschnitt überquerte der Frikadelli-Porsche nur wenige Sekunden hinter den später Zweitplatzierten die Ziellinie. „Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt und als Team verdient gewonnen“, sagte Abbelen. „Bei uns sind alle Fahrer volles Rohr gefahren und wir haben sie nicht zurückgepfiffen. Politik ist für mich im Motorsport ein Fremdwort. Wir treten an, um zu gewinnen.“ Das Phoenix-Duo war vor allem mit der Leistung im zweiten Rennabschnitt zufrieden. „Im Zeittraining und Rennen waren wir noch nicht vorne mit dabei“, sagte Fässler. „Im zweiten Abschnitt haben wir dann vor allem von der guten Strategie der Phoenix-Truppe profitiert.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey auf Position vier. Den schnellsten BMW Z4 GT3 pilotierten Jörg Müller (Schweiz) und Maxime Martin (Belgien) auf Position fünf.

Der Wertungsgruppensieg in der Gruppe H ging an die erfahrene Opel-Manta-Mannschaft Olaf Beckmann (Oststeinbeck), Peter Hass (Lorsbach/Hofheim) und Volker Stryczek (Dehrn). Tags zuvor wurde dem bei den Fans sehr beliebten Trio ein Baum am Nürburgring gewidmet, ein gutes Omen für Rennen zwei. „Es ist für mich eine große Ehre, hier am Nürburgring einen Baum gewidmet zu bekommen“, sagte Stryczek, der zusammen mit Beckmann und Hass in bester Gesellschaft ist. In unmittelbarer Nähe ihrer Felsenbirke stehen die Bäume von Heinz-Harald Frentzen und Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen.

Der Sieg im Opel Astra OPC Cup ging an Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) und Thorsten Wolter (Berlin). In der Addition beider Läufe hatte das Trio 3,093 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierten Mario Merten (Kelberg) und Jürgen Nett (Mayen). Die Porsche Carrera Cup-Klasse gewannen Dominik Baumann (Dortmund), Felipe Laser (Hamburg) und Stefan Landmann (Österreich). Die amtierenden Meister, Dirk und Tim Groneck (Melle), entschieden souverän die Renault Clio Cup-Klasse für sich. Der Sieg im TMG GT86 Cup ging an Dörr-Motorsport mit dem Fahrertrio Maciej Dreszer (Polen), Arne Hoffmeister (Lutter) und Fabian Wrabetz (Bad Soden). Der erste Tagessieg im BMW M235i Racing Cup ging an Daniel Zils (Bendorf), Norbert Fischer (Köln) und Uwe Ebertz (Sinn Fleisbach). Das Trio von Adrenalin Motorsport setzte sich mit einem Vorsprung von 9,531 Sekunden gegen Max Partl (Pyrbaum) und Jörg Weidinger (Happurg) im neuen ‚Eifelblitz’ des Team Scheid-Partl Motorsport durch. Die Sieger des VLN-Auftaktrennens, Guido Wirtz (Köln), Christopher Rink (Frankfurt) und Oleg Kvitka (Russland) – ebenfalls in den Farben von Adrenalin Motorsport – komplettierten das Podium als Dritte.

Der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26. April 2014 statt. Der 56. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

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Alle Fotos: VLN-Presse

2. Lauf TMG GT86 Cup: Toyota Team Thailand gibt sein Debüt

Nach einem wechselvollen und spannenden Saisonauftakt steht am 12. April der zweite Lauf des TMG GT86 Cup im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring (VLN) auf dem Programm. Wie schon bei der 60. ADAC Westfalenfahrt geht es auch beim 39. DMV-Rennen wieder über die Distanz von vier Stunden.

Dabei debütiert eine neue Mannschaft im TMG GT86 Cup. Das Toyota Team Thailand hat sich in den attraktiven Markenpokal eingeschrieben. Damit wird in der langen Geschichte der VLN erstmals ein thailändisches Team am Start stehen. Der Herausforderung Nordschleife stellen sich die Fahrer Arto Suttipong Smittachartch (58), Kiki Sak Nana (39), Nattavude Charoensukhawatana (40) und Nattapong Hortongkam (33).

Smittachartch ist Präsident der Toyota Racing Development in Thailand und ein ambitionierter Amateur-Rennfahrer mit sehr viel Motorsporterfahrung. Der Name Kiki Sak Nana dürfte vielen Ring-Fans nicht so unbekannt sein. Der Renn-Profi aus Bangkok sammelte bereits beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im vergangenen Jahr erste Erfahrungen auf der Nordschleife. In seiner Heimat ist Nana vor allem ob seiner zahlreichen Erfolge in der ungemein populären Serie Formula Drift ein Superstar. Auf internationalen Rundstrecken zu Hause ist dagegen Nattavude Charoensukhawatana. Er sammelte in den vergangenen Jahren viel Erfahrung vor allem in diversen Sportwagen. Größter Erfolg ist sein Gesamtsieg in der Asiatischen Tourenwagen Meisterschaft 2001. 2004 war er Zweiter im Porsche Asia Cup. Durch seine Starts in der Le Mans Endurance Series sind ihm auch europäische Rennstrecken nicht unbekannt. Nattapong Hortongkam feierte seinen größten Erfolg im Formelsport. 1999 war er Champion der Formula Asia.

Nicht nur auf ihr neues Auto müssen sich die vier thailändischen Rennfahrer bei ihrem Debüt auf der Nordschleife einstellen, sondern auch auf das unberechenbare Wetter in der Eifel. Während in ihrer Heimat derzeit sommerliche Temperaturen von über 30 Grad herrschen, müssen sich die Piloten im deutlich kühleren deutschen Frühling im wahrsten Wortsinn warm anziehen.

Der TMG GT86 CS-V3 des Toyota Teams Thailand wird von der bekannten deutschen Mannschaft Leipert Motorsport eingesetzt, das damit nach jahrelanger Abstinenz ein Comeback in der VLN feiert. „Unser neues Projekt mit dem Toyota Team Thailand ist eine großartige Herausforderung, die wir gerne angenommen haben. Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung und unserer Erfolgsbilanzen im Touren- und Formelsport freuen wir uns auf eine produktive Zusammenarbeit mit dem Toyota Team Thailand sowie den Fahrern“, erklärt Teamchef Ingo Leipert.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Ich freue mich darüber, ein neues Team im TMG GT86 Cup begrüßen zu dürfen. Dass sich die Attraktivität unseres Markenpokals jetzt sogar schon bis nach Thailand herumgesprochen hat, macht uns natürlich stolz. Ich bin mir sicher, dass das Toyota Team Thailand und seine Fahrer unsere Serie bereichern werden.“