VW Passat – Mittelmaß ohne Mittelmäßigkeit

Jeans oder Maßanzug? Chart-Hits oder Zwölftonmusik? Mallorca oder Trekkingtour im Himalaya? Es gibt so viele Möglichkeiten, sich von der Masse zu abzusetzen – da muss man das nicht auch noch mit seinem Auto tun. Denkt man. Und kauft sich einen VW Passat. Falsch macht man damit nichts.

Fast 60.000 Passat-Neuwagen sind im laufenden Jahr allein in Deutschland bereits zugelassen worden. Eines von 40 neuen Autos entstammt damit der Mittelklassebaureihe aus Wolfsburg beziehungsweise Emden. Nur der Golf kommt auf eine höhere Quote. Einen Originalitätspreis gewinnt man als Passat-Käufer also nicht. Vor allem nicht, wenn man auch noch den – Dieselskandal hin oder her – wohl gängigsten Motor wählt, den 2,0 Liter großen Vierzylinderdiesel in der Version mit 110 kW/150 PS.

Der Selbstzünder ist wie der ganze Wagen: In allen Belangen gut, ohne irgendwo wirklich Spitze zu sein. Ausgewogen halt. Allerdings durchaus auf hohem Niveau, wie der Passat bei jeder Gelegenheit klarmacht. Die in diesem Fall getestete Limousine wirkt mit ihrem zurückhaltend-elegant geschnittenen Blech und den mittlerweile 4,77 Metern Länge noch mehr als seine Vorgänger wie ein kleiner Phaeton. Von biederem Handelsvertreter-Flair ist nichts mehr zu spüren, mit ihm könnte selbst die Geschäftsführung ohne Gesichtsverlust vorfahren.

Am Motor fällt zunächst vor allem seine Unauffälligkeit auf, besonders die akustische
Am Motor fällt zunächst vor allem seine Unauffälligkeit auf, besonders die akustische

Der Innenraum kann sich gleichfalls sehen und anfassen lassen: Materialauswahl und Verarbeitung setzen immer noch den Klassenstandard diesseits der echten Premiumhersteller. Allerdings unterscheidet sich das Ambiente kaum von anderen Modellen der Marke. Und Originelles, Überraschendes oder gar einen echten Blickfänger sucht man vergebens. Die absichtlich anachronistische Analoguhr im Armaturenbrett wirkt da eher als etwas bemühter Versuch, dem Cockpit Oberklasseflair im Phaeton-Stil einzuhauchen. Jenseits von Geschmacksurteilen muss man dem Passat-Innenraum dennoch Respekt zollen. Das Platzangebot vorne wie hinten ist sehr gut, die Sitze ebenso. Ablagen sind in ausreichender Zahl vorhanden, die Bedienung ist einfach und durchdacht.

Ähnlich unaufgeregt fährt der Passat auch. Schon allein der lange Radstand sorgt für komfortables Gleiten, sämtliche Unbill des Straßenbaus steckt die Limousine klaglos weg. Ob lange Wellen, kurze Schläge oder schlechter Asphalt – wirklich irritieren lässt sich der VW nicht. Die große Tour beherrscht er also aus dem Effeff. Und auch kurvige Landstraßen oder stockenden Stadtverkehr kann er – auch wenn das insgesamt überzeugend sanfte Doppelkupplungsgetriebe die bauarttypisch leichte Bockigkeiten beim Langsamfahren und Rangieren noch nicht ganz abgelegt hat. Am Motor fällt zunächst vor allem seine Unauffälligkeit auf, besonders die akustische. Sobald er warm ist, lässt der gut gekapselte Vierzylinderdiesel kaum mehr etwas von sich hören. Außer man fordert ihn zum Überholen auf; das erledigt er souverän ohne nervige Turboverzögerung. Auch beim Anfahren kommt er ausreichend schnell in Tritt. Der Durchschnittsverbrauch von fünf bis sechs Litern auf 100 Kilometern geht ebenfalls in Ordnung. So gibt es zwar durchzugskräftigere, leisere oder sparsamer Motoren, in der Summe seiner Eigenschaften passt der Euro-6-Selbstzünder aber perfekt zum generell ausgewogenen Passat.

Einziger Wermutstropfen ist wie so oft bei VW der Preis. Mindestens 30.875 Euro werden für die Diesel-Limousine fällig, mit der zur Not verzichtbaren Automatik sind es 33.125 Euro. Wer den praktischeren Kombi in der gleichen Motorvariante wählt, zahlt 33.175 Euro beziehungsweise 35.425 Euro. Dazu kommt noch das Geld für die Ausstattung, denn das Basismodell hat zwar das Nötigste wie Klimaanlage und Radio an Bord, Vielfahrer würden sich aber auch über Extras wie Freisprechanlage, Tempomat oder die sehr rückenfreundlichen Ergositze freuen, so dass die Rechnung sich schnell in Richtung 40.000-Euro-Marke addiert.

Materialauswahl und Verarbeitung setzen immer noch den Klassenstandard diesseits der echten Premiumhersteller
Materialauswahl und Verarbeitung setzen immer noch den Klassenstandard diesseits der echten Premiumhersteller

Für Dienstwagenberechtigte ist das wohl eher zweitrangig, sie brauchen den Passat als schnelles, bequemes und nicht zu extrovertiertes Langstreckenauto. Doch auch wer die Limousine privat kauft und es individualistischer mag, wird heute bei VW nicht mehr komplett alleingelassen. Neben den auffälligen Lacktönen „Sand Gold“ und „Crimson Red“ gibt es schließlich zumindest den Kombi als „Alltrack“-Modell im Offroad-Stil. Ein bisschen von der Masse absetzen kann man sich also sogar mit einem VW Passat. (Holger Holzer/SP-X)

Galerie: ABT Sportsline auf der Essen Motorshow 2015

Drei Modelle stehen im Scheinwerferlicht der Kemptener auf der Motorshow in Essen 2015

Der Volkswagen Passat, als „Vertreters feuchter Traum„, eine grell folierte RS3-Variante mit mehr Dampf als erlaubt und ein Golf mit zwei Türen. Stopp. Ein Audi TT mit Druck, meine ich natürlich.

ABT Sportsline Passat

Alles zum derben Volkswagen Passat findet ihr in unserem Artikel zum Vertreter-Traum aus Genf“ – einfach nach dem klick! Motorshow Essen 2015 017 Abt Sportsline  Motorshow Essen 2015 019 Abt Sportsline Motorshow Essen 2015 020 Abt Sportsline  Motorshow Essen 2015 022 Abt Sportsline Motorshow Essen 2015 023 Abt Sportsline Motorshow Essen 2015 024 Abt Sportsline

ABT RS3 – 450 PS!

450 PS und 550 Nm presst der Kemptener Tuner aus dem 5-Zylinder Triebwerk.

Nach einem Termin bei ABT  im Allgäu bringt der ehedem eher inkognito auftretende RS3 nun auch eine maßgeschneiderte Optik an den Start.

Bei der Außenfolierung dominiert ein mattes Rot mit samt glänzenden Perleffekten und einem schwarz abgesetzten Heckbereich. Dazu setzt das Interieur, das großzügig mit schwarzem Alcantara überarbeitet wurde, spannende Kontrastpunkte. In Silber gehaltene Nähte und farblich korrespondierende Teile in Carbon-Optik, die in dieser Umgebung eine optimale visuelle Wirkung entfalten – als wären sie Exponate einer Kunstausstellung – agieren als sportliche Akzente. Die Komponenten erstrecken sich dabei auf Türeinstiegs- und Zierleisten, Sitzverkleidungen, Mittelkonsole und Sitzschalen, die überdies alle auch das ABT-Logo tragen.

Bei den Rädern macht ABT seiner Historie als ehemalige Schmiede alle Ehre. Die 19 Zoll große ER-F ist nämlich ein echtes „Forged Wheel“. Vorteile der Schmiedefelge im Vergleich zur Gusstechnik: ein besonders dichtes Materialgefüge, das deutlich stabilere und damit auch leichtere Felgen ermöglicht. Dazu passend trägt der durch ABT Power S auf rund 450 PS/ 331 kW erstarkte RS3 450 Individual traktionsstarke Reifen der Größe 235/35 ZR19 aus dem Hause Continental. Federn sorgen für rund 30 Millimeter mehr Tiefgang an der Vorder- und 25 Millimeter mehr Tiefgang an der Hinterachse, zusammen bedeutet dies eine deutlich verbesserte Fahrdynamik. Neben dem eigens entwickelten Steuergerät ABT Engine Control kommen als flankierende Performance-Maßnahmen übrigens ein großer Ladeluftkühler und eine Sportabgasanlage mit vier, schwarz verchromten Endrohren und einem Durchmesser von 102 Millimetern zum Einsatz.

Und sollten all diese Superlative dem einen oder anderen Kunden noch nicht einzigartig genug sein, bietet das 2015 gestartete Programm von ABT Individual eine Fülle von wirklich einzigartigen Optionen. So wird der RS3 endgültig einer wie keiner.

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400 PS im Edel-Golf-Coupé

Leistungshungrige, denen selbst die 310 PS / 228 kW im neuen Audi TTS nicht reichen könnten, ist ab sofort genussreich zu helfen. Die Äbte zeigen Erbarmen mit den vermeintlich Schwachen und helfen mit einer XL-Leistungsspritze auf 370 PS/ 272 kW oder gar 400 PS/ 294 kW aus. „Gleichzeitig erhöhen wir das maximale Drehmoment von 380 auf bis zu 480 Nm“, erläutert CEO Hans-Jürgen Abt begeistert. Den passenden Gegenspieler in Form einer 6-Kolben-Sportbremsanlage für die Vorderachse haben die Allgäuer gleich mit entwickelt. Sollte im TT nur das Basistriebwerk mit 230 PS / 169 kW installiert sein, ist das auch kein Problem: Hier schenkt ABT Power 310 PS / 228 kW und ein Drehmoment von 440 statt 370 Nm ein.

Selbst durch Kurven lässt sich der ABT TT übrigens nur marginal abbremsen – wozu gibt es schließlich das ABT Sportstabilisatoren-Set. Spurverbreiterungen um 24 oder 30 mm setzen zusätzlich dynamische Akzente – auch optisch. In puncto „perfect look“ haben die Allgäuer jedoch noch weit mehr zu bieten. Ganz neu etwa Vollfolierungen in Glanz, Matt, Pearl oder Metallic. Außerdem verleiht ABT Sportsline dem kantigen „TT-Gesicht“ durch einen Frontschürzenaufsatz mit abgesetzter Spoilerlippe noch mehr Dramatik. Speziell designte Spiegelkappen komplettieren die Frontansicht. Wer den ABT TT im Rückspiegel sieht, kann meist wenig später auch dessen neu gestaltetes „Hinterteil“ bewundern. Durch den feststehenden Heckflügel und den Schürzeneinsatz mit abgesetztem Mittenbereich wirkt das Fahrzeug insgesamt deutlich „raciger“, was der ABT Endschalldämpfer mit seinen vier schwarz verchromten Endrohren zusätzlich unterstreicht. Zudem ist ein Hosenrohr mit Sportkat und ECE-Zulassung erhältlich.

An der perfekten Verbindung zwischen Asphalt und Fahrzeug arbeiten Leichtmetallfelgen im neuen ABT FR-Design oder wahlweise auch die Räder DR, ER-C und CR – je nach Modell in 18, 19 oder 20 Zoll mit Continental-Hochgeschwindigkeitsreifen.

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Alle Fotos: SB-Medien / Stefan Baldauf

Genf 2015: ABT Sportsline Passat

Des Vertreters feuchter Traum

Vom Vertreters-Traumwagen zum „feuchten Traum“ für Vertreter. Abt Sportsline aus Kempten im Allgäu macht dem jüngsten VW Passat Kombi ordentlich Beine. Und das gleich doppelt! 

Mit 21-Zoll großen Leichtmetall-Rädern im Radhaus und hauchdünnen Sportreifen in der Dimension 245/30-21 steht der VW Passat nach Kemptener Manier sportlich und dynamisch auf der Straße. So kann man sich dann auch im Vertreter-Kombi Nummer 1 beim nächsten VW-Treffen am Wörthersee sehen lassen. ABT sportsline zieht dem sonst so vom Spaß befreiten Business-Kombi die nüchterne Anzug-Hülle über den Kopf und trimmt ihn mit optischen Potenz-Verstärkern auf Krawall.  Das Bodykit fängt beim Frontspoiler an und zieht sich über Spiegelkappen und Schwelleraufsätzen bis nach hinten zum deftigen Heckspoiler.

Aus den 240 PS des bereits wirklich nicht kraftlosen Serien-Diesels pressen die Mannen um Hans-Jürgen Abt nun 280 PS. Damit passen martialische Optik und Leistungsfähigkeit nach der Kraftkur im Allgäu zusammen.

Wem die 21-Zoll Räder mit den zarten Gummi-Lippen im 30er-Querschnitt zu empfindlich für den Alltag erscheinen, der kann sich ja auch für das neue „ABT FR“ Leichtmetallrad in 20-Zoll entscheiden.

Ganz egal nun, ob 20 oder gleich 21-Zoll, gepimpt nach Allgäuer-Machart fällt der Dienstwagen auf dem Firmenwagen-Parkplatz auf jeden Fall auf.

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Fotos im Slider: S. Baldauf /R. Kah - Fotos im Artikel: Abt sportsline

 

Hyundai i40 Kombi 1.7 CRDI – Technische Daten

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Hyundai i40 Kombi 1.7 CRDI
Erhältlich seit: 2011
Motortyp: Vierzylinder Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Ladeluftkühlung und Partikelfilter.
Hubraum in ccm³: 1.685
max. Leistung bei min-1: 100 kW / 136  PS bei 4.000 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 330 Nm bei 2.000 bis 2.500 U/min
Elektro-Motor kW
Elektro-Motor Nm
Antriebsart, serienmäßig: Frontantrieb
Antriebsart, optional:
Getriebeart, serienmäßig: Manuelles 6-Gang Getriebe
Getriebeart, optional: 6-Gang Automatik
Leergewicht: 1.685 kg
maximale Zuladung: 395 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 10.6 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 201 km/h
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung: – km/h
Tankvolumen 70 Liter
CO2-Emission, kombiniert: 134 g/km (Premium mit 17″ Felgen)
Abgasnorm EU 5
Effizienzklasse: A
cW-Wert:  –
Stirnfläche:  –
Normverbrauch innerorts  5.9 l / 100km
Normverbrauch außerorts  4.6 l / 100km
Normverbrauch kombiniert  5.1 l / 100km
km-Stand Testbeginn:  12.500
km-Stand Testende:  13.500
Bereifung: Sommerräder VA: 215/50-17  HA:218/50-17 – Hankook
Garantie: 5 Jahre – ohne Kilometerbegrenzung!
Basispreis: 22.640 € 135 PS Benziner Comfort | 31.830 € 136 PS Diesel Premium

Hyundai i40 Kombi Front

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