VW Touran – Zwei neue Top-Motoren

VW rundet das Motorenangebot für den Touran nach oben ab. Ab sofort gibt es den Kompakt-Van auch mit einem 132 kW/180 PS starken 1,8-Liter-Turbobenziner sowie einem 2,0-Liter-Diesel mit 140 kW/190 PS. Für die Kraftübertragung sorgt jeweils ein Doppelkupplungsgetriebe, den Verbrauch gibt der Hersteller mit 6,2 Litern für den Benziner und 4,6 Litern für den Diesel an. Beide Motoren sind an die höchste Ausstattungsstufe „Highline“ gekoppelt, die Benzinversion kostet 34.250 Euro, der Diesel 37.150 Euro.

Bislang endet das Leistungsangebot für den fünf- bis siebensitzigen Touran bei 110 kW/150 PS. Sowohl bei den Benzinern als auch bei den Dieseln.

News: VW Touran – Es muss nicht immer SUV sein

Platz in Hülle und Fülle, echte Sitzvariabilität und dazu eine erhabene Sitzposition für den Fahrer: Für diese Vorzüge bedarf es keines SUV. Ein gewöhnlicher Van tut es auch, zumal wenn man sowieso auf Allradantrieb verzichten will. Wir baten den erfolgreichsten Van auf deutschen Straßen, den VW Touran, mit dem 110 kW/150 starken TSI zum Alltagstest. Was allerdings kein günstiges Vergnügen ist, denn in der höchsten Ausstattungsstufe und mit der DSG-Automatik werden so ohne weitere Extras schon 32.650 Euro fällig.

Das Fahrzeug, der sich mittlerweile auf eine Länge von 4,53 Metern streckt und sich so ziemlich genau zwischen Caddy und VW Multivan einordnet, vermittelt wie gehabt einen grundsoliden Eindruck.
Das Fahrzeug, der sich mittlerweile auf eine Länge von 4,53 Metern streckt und sich so ziemlich genau zwischen Caddy und VW Multivan einordnet, vermittelt wie gehabt einen grundsoliden Eindruck.

Der VW Touran, seit September 2015 in der der zweiten Generation erhältlich, macht da weiter, wo sein Vorgänger aufhörte: Er führt die Van-Verkaufsstatistik an. Ein Grund für seinen Erfolg liegt sicherlich in seinem wenig polarisierenden Design. Das Fahrzeug, der sich mittlerweile auf eine Länge von 4,53 Metern streckt und sich so ziemlich genau zwischen Caddy und VW Multivan einordnet, vermittelt wie gehabt einen grundsoliden Eindruck. Zwar wirkt der Neue mit seinem schärfer konturierten Blech optisch etwas weniger belanglos als die Modelle der vorigen Generation, aber richtig aufregend sieht er immer noch nicht aus. Muss er auch nicht. Bei diesem Familienbegleiter zählen tatsächlich noch die inneren, sprich praktischen Werte.

Bei diesem Familienbegleiter zählen tatsächlich noch die inneren, sprich praktischen Werte.
Bei diesem Familienbegleiter zählen tatsächlich noch die inneren, sprich praktischen Werte.

Und davon bietet der von uns gefahrene Fünfsitzer (Siebensitzer: 640 Euro Aufpreis) eine ganze Menge, wie zum Beispiel Variabilität. Die zweite Reihe besteht aus drei Einzelsitzen. Diese lassen sich zugunsten von mehr Knie- oder Stauraum in Längsrichtung verschieben. Steht Gepäckraumvolumenmaximierung an, können die Rückenlehnen einfach umgeklappt werden. Dann entsteht ein ebener Kofferraumboden. Knapp 2.000 Liter Ladevolumen kommen so zustande, ein sehr ordentliches Ergebnis. Normal bestuhlt, fasst das Gepäckteil immer noch 834 Liter und somit dürfte das Urlaubsgepäck einer Familie keine Probleme haben, mit auf die weite Reise genommen zu werden. Die Zuladung beträgt übrigens knapp 700 Kilogramm, ebenfalls ein guter Wert. Leichtes Transportgut kann mittels eines elastischen und variabel einstellbaren Sicherheitsnetzes zudem einfach gesichert werden oder verschwindet im Unterbodenfach.

Apropos Verschwinden: Natürlich sind die vantypischen vielen Ablagen erst einmal richtig praktisch. Alles Wichtige und weniger Bedeutende findet sein Plätzchen im Auto, nichts muss rumliegen oder -rutschen. Bleibt nur die Frage, ob man wenn es drauf ankommt immer weiß, welches Familienmitglied, wo was verstaut hat? Andererseits könnte das gemeinsame Durchsuchen aller „Verstecke“ sicherlich als familieninterne, teambildende Maßnahme gestaltet werden.

Die „Teamchefs“ auf den vorderen Plätzen erfreuen sich dank der dezent erhöhten Sitzpositionen an der guten Sicht aufs Verkehrsgeschehen und begegnen den Kompakt-SUV-Fahrern auf Augenhöhe.

Steht Gepäckraumvolumenmaximierung an, können die Rückenlehnen einfach umgeklappt werden. Dann entsteht ein ebener Kofferraumboden. Knapp 2.000 Liter Ladevolumen kommen so zustande
Steht Gepäckraumvolumenmaximierung an, können die Rückenlehnen einfach umgeklappt werden. Dann entsteht ein ebener Kofferraumboden. Knapp 2.000 Liter Ladevolumen kommen so zustande

Überhaupt kommt mit dem 1,4-Liter-TSI kein Unterlegenheitsgefühl auf, und er zeigt, es muss nicht immer ein Diesel sein. Die 150 PS reichen, den knapp 1,5 Tonnen schweren Touran flüssig in Bewegung zu setzen. Mit 250 Nm fehlt es im Vergleich zum gleichstarken Diesel (340 Nm) zwar ein wenig an Durchzugskraft, aber das Siebengang-DSG überspielt das kleine Manko souverän. Schließlich will man mit einem Van weder den Ampelstart gewinnen, noch mit Bleifuß auf der linken Autobahnspur unterwegs sein. Obwohl – beides könnte man ruhig versuchen, sofern man alleine reist. Allerdings ist das Fahrwerk vangerecht mehr auf Komfort als auf Sportlichkeit ausgelegt. Die hinteren Passagiere dürften sowieso eine entspannte Fahrweise zu schätzen wissen. Diese kommt auch dem Verbrauch zugute. Durchschnittlich flossen bei einem großen Anteil an Kurzstrecke 7,6 Liter durch die Leitungen. Damit verfehlten wir zwar den Normwert von 5,4 Litern deutlich, aber für einen großen Van geht der Verbrauch letztlich noch in Ordnung.

Wer sich für einen Touran interessiert, sollte seine Finanzen in Ordnung haben. Schon für das Einstiegsmodell mit dem 81 kW/110 PS starken Benziner ruft VW mindestens 23.350 Euro auf. Der 150 PS-TSI startet erst in Verbindung mit der zweiten Ausstattungsstufe „Comfortline“ ab 28.200 Euro, das DSG kostet 1.875 Euro Aufpreis. In der dritten Variante „Highline“ gibt es unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer, Drei-Zonen-Klimaautomatik, Geschwindigkeitsbegrenzer und beheizbare Vordersitze. Nicht ganz überraschend ist aber auch hier für die Individualisierung noch Luft nach oben. Neben vielen Assistenten wie Verkehrszeichenerkennung oder automatisches Einparken hat VW noch andere praktische Helfer im optionalen Angebot. Bei winterlichen Temperarturen sorgt zum Beispiel das beheizbare Dreispeichen-Lenkrad für warme Hände. Wer sich das Recken und Strecken für das Eiskratzen der großen Frontscheibe nach gefrierendem Regen sparen möchte, investiert in die beheizbare Frontscheibe oder gleich in eine Standheizung. Ein paar tausend Euro kommen so schnell zusammen. Aber das kennt man als Autofahrer ja inzwischen und hat uns den Alltagsspaß an diesem ausgereiften Van nicht verleidet.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

News: VW Touran – Evolutionär verbessert

Als unangefochtener Bestseller unter den Kompaktvans ist sich der VW Touran in seiner Neuauflage natürlich treu geblieben. Geräumiger, leichter und minimal verteuert kommt die neue Generation im September zu den Händlern. Sie ist ab 23.350 Euro bestellbar, 100 Euro mehr als die Basisversion bisher kostete. Motorisiert ist der Kompaktvan dann mit einem 81 kW/110 PS starken Benziner.

Der mit fünf oder sieben Sitzplätzen bestellbare Fünftürer entsteht aus dem Modularen Querbaukasten von VW und wird dadurch je nach Ausführung bis zu 62 Kilogramm leichter. Und das, obwohl die zweite Generation in der Länge um 13 Zentimeter auf 4,53 Meter wächst. 11,3 Zentimeter mehr Radstand kommen Passagieren und Gepäck zugute. Dabei bleibt der Touran ein klassischer Van mit kurzer Motorhaube und kastenförmiger Karosserie.

Zum Markstart sind die Basismotorisierungen erhältlich, hier leistet sowohl der kleinste Benziner als auch der Diesel 81 kW/110 PS, je 5 PS mehr als beim Vorgänger. Größerer Beliebtheit dürften sich die mittleren Motorisierungen erfreuen, der 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS oder der hubraum- und leistungsgleiche Benziner. Später folgen die Topmotorisierungen wie der aus dem Golf GTD bekannte Diesel mit 140 kW/190 PS oder der stärkste Benziner mit 132 kW/180 PS.

Erstmals kann man den Touran innen und außen mit sportlichen R-Paketen verzieren lassen. Zudem erhält der Bestseller ein modernes, onlinefähiges Infotainment-System, Assistenzsysteme aus der Golf-Familie, beispielsweise einen Spur- und einen Abstandshalter, Notbremsfunktion und Hilfen für das Ein- und Ausparken. Auch Voll-LED-Scheinwerfer sowie ein Head-up-Display sind (gegen Aufpreis) im Angebot.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: VW Touran – Fein gemachter Familienfreund

Der kompakte VW Touran trotzt dem Absatz-Abschwung im Van-Segment. Im September kommt zu Preisen ab 23.350 Euro die neue Generation des Kompaktvans. Dafür gibt es die Basisversion mit 81 kW/110 PS-Benziner – 100 Euro mehr als bisher. Radio, Klima oder Wärmeschutzglas inklusvie. Kontinuität offenbart der VW auch bei Bedienlogik, Top-Ergonomie, penibler Verarbeitung, hoher Praktikabilität und nüchterner Gestaltung.

Der Umstieg auf den Modularen Querbaukasten, auf dem jetzt alle VW dieser Klasse rollen, eröffnet bei Bedarf neue Welten. Es ist kaum zu spüren, dass der Touran immerhin 13 Zentimeter auf 4,53 Meter Länge zugelegt hat. Im Gegenteil: Der Wagen wirkt agiler und vermittelt viel Kontakt zum Geläuf. Das macht Spaß, besonders in Verbindung mit der Fahrdynamik-Wahl (1.035 Euro).

Auch der 1,6-Liter-Diesel weist 110 PS auf; er ist vollkommen ausreichend, um den Touran vollgepackt zügig zu bewegen – und das mit weniger als sechs Litern Verbrauch im Test-Schnitt. Dennoch dürfte der Zweiliter-Diesel mit 110 kW/150 PS wieder der Bestseller im Programm werden (30.975 Euro). Wer den Selbstzünder ganz gelassen nimmt, bekommt eine Fünf auf der Tankuhr als Belohnung. Auch der gleichstarke 1,4-Liter-Benziner (ab 30.075 Euro) ist ein Begleiter für alle Normalfälle. Für eilige Familien wird es im Herbst noch den Diesel mit 190 PS oder einen Benziner mit 180 PS geben – auf Wunsch in der Kriegsbemalung der R-Pakete.

Doch eigentlich ist ja ein Touran der automobilgewordene Friedensvertrag. Und da bietet Volkswagen Familien nun mehr Möglichkeiten. Zum Beispiel den, sich aus dem Weg zu gehen. 11,3 Zentimeter mehr Radstand ermöglichen nun erstmals auf Wunsch drei Sitzreihen.

Selbst im vollbesetzten Fünfsitzer stehen bis zu 1.040 Liter Gepäckraum bereit. Wer 1.980 Liter braucht, muss nun nach dem Umklappen der Rückbank auch nicht mehr die Einkäufe über eine Stufe wuchten. Die Ladefläche ist eben, bis zu 2,70 Meter langes Gut geht bei umgeklapptem Beifahrersitz rein – und wegen fast senkrechtem Heckabschluss auch kein Stauraum verloren.

Aus dem Passat kommt das optionale „Easy Open“-System (735 Euro), um die Heckklappe per Fußbewegung zu öffnen. Smartphones und Tablets werden dank der neuen Plattform jetzt eine viel größere Rolle im Familienvan spielen. Nahtlose Einbindung der Multimedia-Armada auf allen Plätzen ist garantiert, über bordeigenes W-Lan sogar die Fernbedienung von Navi oder Radio aus den hinteren Reihen.

Wichtig für den Familienfreund: Die volle Breite an Assistenzsystemen liegt nun auch im Touran vor – sofern mindestens die Variante Comfortline gewählt wird. Abstandsregel-Assistent (ab 270 Euro), Spurhalter, automatische Notbremse, und, und, und; im Gesamtpaket für 2.665 Euro. Auch Voll-LED-Scheinwerfer sowie Head-up-Display sind nun möglich, natürlich nur gegen Aufpreis.

Autor: Peter Weißenberg/SP-X