Mercedes-Benz S-Klasse – Wie riecht maximales Wohlbefinden?

Es liegt in der Natur der Sache das ein Top-Modell einer Premium-Marke eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen hat. Wer „Mercedes-Benz“ sagt, der meint eine Mischung aus Komfort, Wertigkeit, Qualität und Sicherheit. Wer „Mercedes-Benz S-Klasse“ sagt, der meint damit die pure Form dieser vier Faktoren – die Essenz der Automobilen Oberklasse, die Spitze des Automobilbaus.  Der Markteintritt einer neuen Mercedes-Benz S-Klasse ist für die automobile Fachwelt immer ein besonderes Ereignis und seit „der Daimler“ den Schlachtruf: „Das Beste oder Nichts“ ausgegeben hat – wird jeder Schritt und jedes Modell mit besonderer Argwöhn beurteilt. Und der Generationen-Wechsel der S-Klasse macht hier keine Ausnahme – im Gegenteil.

Mercedes-Benz S-Klasse | Für alle Sinne

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Im Netz schwirren die ersten enttarnten Fotos der neuen S-Klasse umher, doch noch halten sich die Stuttgarter bedeckt mit Informationen, wann und wo das neue Luxus-Modell der Schwaben öffentlich präsentiert wird.

Im November des letzten Jahres konnte ich mir bereits einen Eindruck über die neuen Assistenzsysteme der kommenden S-Klasse W222 verschaffen. Zum Teil sind diese Systeme  bereits mit dem Facelift der E-Klasse in der Businesswagen-Liga unterhalb des Luxusdampfers „S“ angekommen, aber ich vermute man hat in Stuttgart noch nicht alle Karten aufgedeckt – und warte daher gespannt auf die Premiere des neuen Schwaben-Flaggschiffes.

Bis es soweit ist, präsentieren die Mercedes-Mannen ein paar ausgewählte Features der neuen S-Klasse, vor einer begrenzten Anzahl von Journalisten.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Eine frische Brise

Wikipedia weiß zu berichten, dass der Mensch bis zu 10.000 Gerüche unterscheiden kann und für uns bedeutet dies, viel mehr als die Möglichkeit auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt den besten Glühweinstand zu finden. Der Mensch verbindet dutzende von unbewussten Ereignissen mit Gerüchen und ohne darüber nachzudenken werden wir beeinflusst von Erinnerungen an wohl riechende oder weniger gut riechende Ereignisse. Der Geruch einer Arztpraxis oder süßliches Parfum der ersten Freundin – wir verknüpfen Gerüche mit betont vielen Emotionen.

Was Mercedes-Benz für die neue S-Klasse präsentiert, geht über die simple Idee eines Duftbaumes hinaus. Auch das simple hinzustellen eines Parfum-Flacons ist für die Tüftler in Stuttgart nicht genug gewesen. Ein emotionaler Moment, dank ausgewählter, persönlicher, Düfte sollte geschaffen werden und dies am liebsten über einen langen Zeitraum.

Um diese besondere Form der emotionalen Erinnerungen zu wecken und ein Klima des „wohlfühlens“ zu gestalten, hat man im Handschuhfach der neuen S-Klasse einen Platz geschaffen, an dem der Besitzer einen speziellen Duft-Flakon platzieren kann.  Von hier wird sich die Beduftungs-Anlage (optional!) in Intervallen am Duftvorrat bedienen.

Zum Start weg wird es vier Düfte geben.   Aber auch leere Flakons, so das der Kunde seine eigenen Düfte ebenso verwenden kann.  Die Duftspender von Mercedes sollen jeweils für 12 Monate ausreichen.

Die Namen der vier Erstlings-Düfte mit dem Daimler-Stern sind: Nightlife Mood, Sports Mood, Downtown Mood und Freeside Moode. Ich würde gerne konkret beschreiben, wie diese Gerüche auf mich wirken, aber ich betreibe ja keinen Parfum-Blog, dafür gibt es andere: http://www.alzd.de/ – Doch soviel kann ich verraten: Von einer fruchtig, indischen Brise die den Hauch einer verwunschenen Waldlichtung transportiert, bis hin zu einer Welt aus Zitrusfrüchten, Metall und Neuwagenleder mit fast schon steril wirkender Techniknote reicht das aktuelle Angebot der Daimler-Düfte 🙂 Geile Sache, das.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Ein stiller Moment

Je leiser ein Auto im Alltag wirkt, desto edler wirkt es auch. Ein Fahrzeug das seine Insassen vor nervigen Geräuschen bewahrt, wirkt ebenso entspannend. Für Mercedes-Benz war es daher Ziel, die Quellen und Ursachen für Eigengeräusche der neuen Luxus-S-Klasse schon bei der Konstruktion auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Auto leise zu bekommen, indem man es mit Dämmstoffen zustopft ist nicht schwierig. Sorgt aber für massives Übergewicht des Fahrzeuges. Auch eine Möglichkeit ist die Verwendung von Gegenschall-Systemen auf Basis von HiFi-Hightech und Lautsprechern. Mercedes-Benz wollte aber nicht gegen die Geräusche arbeiten, sondern zielte in der Konstruktion darauf, bewusst Geräuschquellen von Anfang zu eliminieren.  In Zeiten der CO² Diskussion und steter Verbrauchsoptimierung macht dieser Weg mehr Sinn, anstelle Lärmquellen wegzudämmen oder mit Hightech zu beschallen.

Im Falle der S-Klasse hat man sich daher auf zwei Konzeptionelle Punkte konzentriert:

Schwingungen und Aerodynamik.

In aufwendigen Computer-Simulationen hat man mögliche Störquellen entdeckt und Lösungen dagegen gefunden. Vor allem im Bereich Aerodynamik will man extrem große Fortschritte gemacht haben. Denn wo sich der Wind nicht lange aufhalten muss, da entstehen erst gar keine Geräusche. Die neue S-Klasse soll mit einem famosen cW-Wert glänzen – leider wurde noch keine fixe Zahl genannt.

Ein aufregende Zeit

Während auf der einen Seite die störenden Schallquellen, mechanische-  und Windgeräusche minimiert wurden, hat man auf der anderen Seite für noch mehr Klang gesorgt. Ein Ballsaal auf vier Rädern – das soll die neue S-Klasse werden, für die Kunden, die ihre neue S-Klasse mit der optionalen Burmester-Soundanlage ausrüsten.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

24 Lautsprecher – 1.540 Watt Leistung – 3 Prozessoren für den optimalen Klang und ein Frontbass-System, dass wie im neuen SL, Teile der Karosserie-Struktur für eine optimierte Klangentwicklung nutzt.

Die Demonstration dieser Soundanlage war umwerfend. Ein gnadenloses Beispiel dafür, wie man aus schnöden Schallwellen einen Konzertsaal imitiert. Dazu ein Kickbass der – ist man nicht darauf vorbereitet – akute Herzinfarkt-Gefahr auslösen kann. Zumindest wenn die Käufer der S-Klasse weiterhin so alt sind, wie ich dies derzeit erwarte.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Emotionen

Die S-Klasse war für viele Besitzer vermutlich auch bisher schon eine Art drittes Zuhause, mit der neuen Version wollen die Stuttgarter dieses Zuhause noch emotionaler, noch wertiger, noch liebevoller gestalten.

Die Details dich ich bislang erleben konnte, vermitteln mir das Gefühl – dieses Ziel könnte erreicht werden.

Ob die neue S-Klasse deshalb auch wieder zum „besten Auto der Welt“ wird, nun – da werden wir warten müssen, bis man in Stuttgart die Schleier endgültig lüftet. Aber die erste Duftmarke ist gesetzt!

 

Porsche Nennung für Le Mans von Veranstalter bestätigt

Die Porsche AG setzt in diesem Jahr zwei neue 911 RSR auf Basis der Modellgeneration 991 bei den 24 Stunden von Le Mans und in der Sportwagen-Weltmeisterschaft (World Endurance Championship) ein. Die Nennung der beiden neu entwickelten Fahrzeuge mit den Startnummer 91 und 92 für die GTE-Klasse wurde heute in Paris von den Organisatoren ACO und FIA bestätigt. Eingesetzt werden die 911 RSR von der Werksmannschaft „Porsche AG Team Manthey“.

Im Porsche 911 RSR mit Startnummer 92 gehen die Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Richard Lietz (Österreich) an den Start, die sich bereits 2012 das Cockpit in der WEC geteilt haben. Bei den ersten beiden Saisonrennen in Silverstone (14.4.) und Spa (4.5.) sowie beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans (22.6.) werden sie von Werksfahrerkollege Romain Dumas (Frankreich) unterstützt. Auch das Schwesterauto mit der Nummer 91 ist mit Werksfahrern besetzt. Hier bilden Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Pilet (Frankreich) ein Team. In Silverstone, Spa und Le Mans ergänzt Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) das Duo.

Einen Startplatz in der WEC und in Le Mans erhielten darüber hinaus die Kundenteams IMSA Performance Matmut und Felbermayr Proton, die das Vorgängermodell Porsche 911 GT3 RSR in der GTE-Am Kategorie einsetzen. Im Elfer von IMSA Matmut geht gemeinsam mit Raymond Narac (Frankreich) der von der Porsche AG im Porsche Mobil 1 Supercup geförderte Jean-Karl Vernay (Frankreich) an den Start. Vernay ist der amtierende Meister des Porsche Carrera Cup Frankreich.

Über eine Zulassung für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans darf sich auch das Kundenteam Dempsey Racing-Proton freuen. Hollywoodstar Patrick Dempsey, der vor allem auch durch seine Rolle als „McDreamy“ in der erfolgreichen Fernsehserie Grey’s Anatomy bekannt ist, war bereits im Jahr 2009 in Le Mans am Start und klettert auch 2013 wieder selbst ins Cockpit.

„Wir freuen uns sehr, dass seit 1998 zum ersten Mal wieder ein Werksteam von Porsche in Le Mans am Start ist“, sagt Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Der neue 911 RSR hat bei den bisherigen Testfahrten eine gute Figur gemacht und dreht bereits äußerst zuverlässig seine Runden. Die sechs Piloten haben zusammen bereits acht Klassensiege in Le Mans eingefahren und verfügen über jede Menge Erfahrung mit den unterschiedlichsten Renn-Elfern. Auch unsere Kundenteams in der GTE-Am Klasse sind für die Saison 2013 bestens aufgestellt.“

Quelle & Foto: Porsche Presse

Boxster E-Prototypen ziehen viele Interessenten an

 

Porsche auf der Michelin Challenge Bibendum in Berlin

Porsche auf der Michelin Challenge Bibendum in Berlin

Als wahre Publikumsmagnete erwiesen sich die beiden Boxster E-Prototypen, die Porsche auf der Michelin Challenge Bibendum vergangene Woche in Berlin ausgestellt hat. Bei diesem Forum für nachhaltige Mobilität, das in diesem Jahr zum elften Mal stattfand, diskutierten Vertreter aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Forschung über umweltfreundliche Mobilitäts- und Fahrzeugkonzepte der Zukunft. Besonders gefragt beim Fachpublikum waren die Mitfahrten in den beiden Elektro-Boxstern, die unter anderem auf einem sportlich angelegten Rundkurs zeigten, dass auch ein Boxster mit Elektro-Antrieb in Sachen Fahrdynamik ein echter Porsche ist und bleibt. Nach GT3 R Hybrid, 918 Spyder und 918 RSR ist der Boxster E ein weiteres Sportwagenkonzept, das Forschung und Fahrspaß markentypisch miteinander verbindet.

Der Boxster E mit je einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse fährt rein elektrisch mit Vierradantrieb und liegt in puncto Fahrdynamik auf dem Niveau eines Boxster S. Der Prototyp dient gemeinsam mit zwei weiteren Boxster E, bei denen jeweils ein Elektromotor die Hinterräder antreibt, der Erforschung von Alltagstauglichkeit und Nutzerverhalten von reinen Elektrofahrzeugen insbesondere beim Fahren und Laden. Daraus wollen die Forscher Erkenntnisse über Anforderungen an künftige Produkte, die Weiterentwicklung der Porsche Intelligent Performance sowie über die Einbindung von Elektrofahrzeugen in die Infrastruktur gewinnen.

Der Praxistest mit den drei Boxster E findet im Rahmen des Großversuchs „Modellregion Elektromobilität Region Stuttgart“ statt. Die Modellregion Stuttgart wird im Rahmen des Bundesprogramms „Elektromobilität in Modellregionen“ gefördert. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stellt für bundesweit acht Modellregionen rund 130 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes zur Verfügung. Koordiniert wird das Programm von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Der Porsche Boxster bietet durch sein Konzept als Mittelmotor-Sportwagen die ideale Fahrzeugbasis für die alltagsnahe Erprobung des Elektroantriebes. Der offene Zweisitzer ist sehr leicht und ermöglicht es, die neuen Komponenten E-Maschine, Batterie und Hochvolttechnik crashsicher im Fahrzeug unterzubringen. Zusammen mit dem niedrigen Luftwiderstand ergeben sich geringe Fahrwiderstände für optimale Reichweite. Ebenfalls wichtig für einen Porsche-Sportwagen, selbst wenn er elektrisch angetrieben ist, ist das hohe Fahrdynamikpotenzial, das sich nicht zuletzt aus der dem Mittelmotorkonzept eigenen, ausgeglichenen Achslastverteilung ergibt.

Der Boxster E ist ein reines Elektrofahrzeug ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor an Bord. Den Antrieb übernehmen zwei unabhängig von einander arbeitende Elektromotoren mit Permanentübersetzungsgetriebe, die auf Vorder- und Hinterachse wirken. Die hintere Antriebseinheit aus Motor und Getriebe ist zusammen mit der Leistungselektronik zur Steuerung des Elektromotors dort untergebracht, wo beim konventionellen Boxster das Schaltgetriebe und die Abgasanlage montiert sind. Im Vorderwagen wird der durch den Entfall des 64 Liter fassenden Kraftstofftanks freigewordene Platz durch die zweite Antriebseinheit neu besetzt. Im benachbarten Kofferraum arbeitet die Leistungselektronik für den Vorderachs-Elektromotor. Damit verfügt der Boxster E über einen Allradantrieb ohne mechanischen Durchtrieb zwischen den beiden Achsen. Für maximale Fahrstabilität und Traktion übernimmt eine zentrale elektrische Steuereinheit die Synchronisierung der zwei E-Motoren und regelt die Antriebsmomente auf Vorder- und Hinterachse.

Die beiden Elektromotoren entwickeln eine Gesamtleistung von 180 kW und ein maximales Gesamtantriebsmoment von 540 Nm bei einer maximalen Drehzahl von rund 12.000/min. Damit liefern die beiden E-Maschinen zusammen eine Antriebsleistung, die deutlich über dem Leistungsangebot der E-Antriebe heutiger Hybridfahrzeuge liegt. Der vollelektrische Antrieb des Boxster E ist nicht nur emissionsfrei – er bietet auch eine völlig neue Form von Fahrspaß. Das maximale Drehmoment des Elektroantriebs liegt praktisch ab der ersten Umdrehung an. Der Boxster E bewegt sich nahezu lautlos und entwickelt gleichzeitig schon ab dem ersten Meter kraftvollen Vortrieb. Die beiden Motoren versetzen den Zweisitzer in die Lage, in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu spurten. Seine Höchstgeschwindigkeit, die auf 200 km/h begrenzt ist, erreicht er ganz ohne Gangwechsel – weder automatische noch manuelle. Die hohe Leistung der beiden Maschinen birgt noch einen zweiten Vorteil: Gleichzeitig steht dadurch auch eine höhere Rekuperationsleistung zur Verfügung, beim Bremsen kann mehr Energie zurück gewonnen werden. Damit steigt die Effizienz des Antriebs.

Bei den beiden anderen Boxstern E mit Hinterradantrieb entfällt der vordere Elektromotor, sie bieten also eine Leistung von 90 kW und ein Nenndrehmoment von 270 Nm. Den Sprint von Null auf 100 km/h erledigen sie in 9,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit erreichen sie bei 150 km/h. Weil sich alle Boxster E vergleichsweise leise fortbewegen, haben die Porsche-Ingenieure ein aktives Sound-Design entworfen, das dem Fahrer eine akustische Rückmeldung gibt und gegebenenfalls Passanten warnt.

Herzstück des Boxster E ist in jeder Variante die Hochvolt-Batterie mit 363 Volt Spannung, die von den Porsche Ingenieuren selbst entwickelt wurde und auch bei Porsche hergestellt wird. Diese Traktionsbatterie auf Lithium-Eisen-Phosphat-Basis ist anstelle des Verbrennungsmotors montiert. Jede ihrer Zellen hat eine Einzelnennspannung von 3,3 Volt und eine Einzelkapazität von 20 Ah. Insgesamt 440 Einzelzellen bündeln ihre Energie für bis zu rund 170 Kilometer Fahrspaß mit dem fahrfertig nur 1.600 Kilogramm schweren Boxster E, gemessen nach NEFZ. Bei einem Gesamtgewicht von 341 Kilogramm verfügt die Batterie über 29 kWh Energieinhalt, von denen prinzipbedingt rund 26 kWh genutzt werden können – für eine Batterie ein hervorragender Wert. Ihre maximale Leistung liegt bei 240 kW, also noch mal 60 Kilowatt mehr als der Allrad-Boxster E bei Volllast abfordert. Die Batterie und die Antriebskomponenten sind an zwei Wasserkühlkreisläufe angeschlossen. Die Wärmetauscher sind wie beim konventionellen Antrieb hinter den Lufteinlässen im Bug untergebracht.

Die Batterie ist an den selben Punkten der Karosseriestruktur befestigt wie der Verbrennungsmotor beim Boxster S. Das hat viele Vorteile, besonders im Falle eines Crashs, denn durch die Nutzung gleicher Lastpfade wie im Boxster S ist die Batterie optimal im Fahrzeug angebunden und gleichzeitig wird sie durch ihre mittige Position im Fahrzeug von der umliegenden Karosseriestruktur vor Beschädigung geschützt. Wie der Verbrennungsmotor beim Serienfahrzeug wird die Traktionsbatterie von unten in den Boxster E eingebaut und kann im Bedarfsfall sehr schnell gewechselt werden. Dafür sorgen auch Spezialverschlüsse aus dem Rennsport, die das Abtrennen der Batterie vom Kühlkreislauf ermöglichen ohne dass Luft in das System eindringt.

Geladen wird die Traktionsbatterie per Ladekabel. Als Energiequelle eignet sich jede gewöhnliche Steckdose. Die Ladebuchse am Fahrzeug ist mit einem Leuchtring ausgestattet, getankt wird wie bei jedem Porsche Sportwagen vorn. Das Ladegerät ist vorn im Wagen untergebracht. Es richtet den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom um, so dass die Traktionsbatterie die elektrische Energie speichern kann. Seine Ladeleistung liegt bei maximal 3,3 Kilowatt, damit dauert eine komplette Vollladung rund neun Stunden. Dank einer Schnellladefunktion kann die Ladezeit aber auch verkürzt werden. Trotz der elektronischen Komponenten bleibt im vorderen Kofferraum noch genügend Platz für Gepäckstücke, der hintere Kofferraum des Boxster E ist unverändert.

Selbstverständlich bietet der Boxster E auch alle wichtigen Sicherheits- und Komfortfunktionen der Serienmodelle. Die neue Bremsanlage ermöglicht eine optimale Überblendung der generatorischen Bremsmomente der Elektromaschinen und der mechanischen Bremsanlage, einer Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB). Für Wohlfühltemperaturen im Innenraum sorgt der elektrisch angetriebene Klimakompressor, der im vorderen Kofferraum untergebracht ist.

Im Boxster E fehlen nicht nur Kupplungspedal und Schalthebel, es gibt auch keinen Drehzahlmesser. Stattdessen arbeitet an dessen Stelle ein spezielles E-Power-Meter in der zentralen Anzeige des Kombiinstruments. Der Ausschlag nach rechts zeigt den Leistungsabruf, nach links den Rekuperationsbetrieb an. Die Rekuperation – also die Energierückgewinnung durch die Nutzung der Elektromaschinen als Generatoren – kann über die Schiebetasten im Lenkrad variiert werden. Der Effekt: eine Art Motorbremse auf Wunsch. Ansonsten segelt der Boxster E, wenn der Fahrer den Fuß vom Pedal nimmt, einfach dahin und nutzt die Bewegungsenergie des rollenden Fahrzeugs. Das rechte TFT-Display des Kombiinstruments fungiert unter anderem als intelligenter Reichweiten-Manager und zeigt nützliche Fahrinformationen an: die Restreichweite oder wie viele Kilometer durch das Abschalten der Klimaanlage gewonnen werden können.

 

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