Einer der ältesten Autohersteller auf der Techno Classica – Skoda

Ja, es stimmt: Skoda baut schon seit über 100 Jahren Fahrzeuge aller Art und zeigt dies stolz auf der Techno Classica in Essen. Die Tschechen stellen 16 Exponate, die einen bunten Querschnitt durch die Firmenhistorie bieten, aus und feiern gleichzeitig vier Jubiläen.115 Jahre Motorsport, 50 Jahren Skoda 1000 MBX, 40 Jahre Skoda 105/220 und 25 Jahre Zugehörigkeit zu Volkswagen sind eine Erwähnung wert. So passt im Endeffekt auch das Motto von Skoda für die Techno Classica – „Bewegte Geschichte“. Read more

News: WRC 2015 – Der Hattrick in Trier

Der Rallye-Weltmeisterschaftslauf in Trier stand ganz im Zeichen der Zahl drei. Volkswagen gewann im dritten Anlauf die Rallye Deutschland und füllte dabei alle drei Plätze auf dem Podium. Sébastien Ogier ließ seine Teamkollegen Jari-Matti Latvala mit 23 Sekunden Rückstand und Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (+ 1:56,6) hinter sich.

So eng wie an diesem Wochenende – vor mehr als 200 000 Besuchern in den Weinbergen an der Mosel – ging es selten an der Spitze des Fahrerfeldes zu. Wenn man sich beim Blick auf die WRC-Ergebnisse nur mit den VW Polos beschäftigt. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala lieferten sich gleich zu Beginn am Freitag ein messerscharfes Duell auf den engen Asphalt-Pisten. Nach den vier ersten Wertungsprüfungen (WP) und rund 70 Kilometern trennte Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala nur eine zehntel Sekunde – ein Wimpernschlag. Der Rest der WRC-Teilnehmer folgte mit Respekt-Abstand. Im weiteren Verlauf setzte sich der amtierende Weltmeister aus Frankreich zwar etwas ab, doch der Finne blieb stets auf Schlagdistanz. Das Ergebnis des ersten Rallye-Tages rundete Volkswagen Nummer drei Andreas Mikkelsen ab, der dem Team aus Wolfsburg eine Dreifachführung bescherte.

Das Highlight der Rallye wartete am Samstag auf dem Truppenübungsplatz Baumholder auf die Teilnehmer. Die Wertungsprüfung „Panzerplatte“ ist berüchtigt unter den Fahrern und ein spektakulärer Anziehungspunkt für rund 50 000 Zuschauer, nur auf dieser Wertungsprüfung. Dreimal wurde eine Kurz-WP gefahren und zweimal die längste Prüfung der Rallye über 45,61 Kilometer – ein Spektakel für die Fans, begleitet von gleißendem Sonnenschein. Während sich die drei Volkswagen-Crews untereinander duellierten, kapitulierte die Konkurrenz vor dem Wolfsburger Tempo. Der Vorsprung der Polo R WRC am Sonnabendabend auf den Rest des Feldes: mehr als zwei Minuten.

Ungewöhnlich viel für eine Asphalt-Rallye.

Der Bann, der für VW auf der Rallye Deutschland liegt, war endlich gebrochen. In Australien steht damit die Tür für die Titelverteidigung von Weltmeister Sébastien Ogier weit offen. Außerdem steht nun fest, dass der Titelt ausschließlich unter den Volkswagen-Fahrern ausgetragen wird.
Für die Konkurrenz von Volkswagen gab es dieses Jahr in Deutschland nicht viel zu holen. Dani Sordo im besten Hyundai hatte rund zweieinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze. Ford und Citroen waren gar rund drei Minuten zurück.

 

 

 

(ampnet/tw) Von Tim Westermann

Toyota gibt Motorsportaktivitäten bekannt

Toyota hat seine Pläne für das Motorsportjahr 2015 und darüber hinaus bekanntgegeben. So wird das Unternehmen 2017 nach fast zwei Jahrzehnten Abstinenz in die Rallye-Weltmeisterschaft zurückkehren. Das Wettbewerbsfahrzeug auf Basis des Kleinwagens Yaris wird von der in Köln ansässigen Toyota Motorsport GmbH entwickelt und getestet.

Toyota wird sein Engagement in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) fortsetzen. Zudem werden Teams unterstützt, die in der NASCAR-Serie, der japanischen Super Formula und bei der Rallye Dakar antreten. Lexus Racing wird sein Engagement in der Super GT auch in 2015 mit einem Lexus RC F fortsetzen.

In der Langstrecken-WM soll der Titel verteidigt werden. Im vergangenen Jahr hatte Toyota Fahrer- und Konstrukteurswertung der Rennserie gewonnen. In diesem Jahr will sich das Team zudem den Sieg bei den legendären 24 Stunden von Le Mans holen, die am 13. und 14. Juni stattfinden. Insgesamt stehen acht Rennen im Kalender der kommenden Saison.

Mit Gazoo Racing ist die Marke Mitte Mai erneut beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring dabei – wie in den Vorjahren mit einem Team von Toyota Mitarbeitern, die Rennluft schnuppern und die einzigartige Atmosphäre auf dem legendären Eifelkurs kennenlernen möchten.

 

 

 

(ampnet/nic)

Zu ersteigern: Fahrt im Polo R WRC und „Poldi“-Helm

„Poldi“ stürmt den Polo R WRC – Fußballprofi Lukas Podolski kam, sah und wurde mächtig durchgeschüttelt. Der Fußball-Nationalspieler wechselte für einen Nachmittag die Sportart und nahm Platz neben Rallye-Ass und dem Zweiten der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), Volkswagen Werkspilot Jari-Matti Latvala (FIN). Jetzt können Fans diese eigentlich unbezahlbare Erfahrung ersteigern, eine Taxi-Fahrt im World Rally Car aus Wolfsburg sowie einen von „Poldi“ signierten Helm – und dabei etwas für den guten Zweck tun.

Nach der rasanten Taxifahrt über insgesamt 18 Kilometer im 315 PS starken Volkswagen Polo R WRC wirkte Lukas Podolski, Spieler vom FC Arsenal, überraschend entspannt: „Ich liebe die Geschwindigkeit, Angst habe ich deshalb keine gehabt. Du wirst durchgeschüttelt wie in der Waschtrommel – rechts, links, hoch, runter. Das ist absoluter Hochleistungssport, davor habe ich großen Respekt.“

Ein Helm, wie ihn Lukas Podolski getragen hat, ein Peltor Pro Rally Helmet G78, wird nun handsigniert für einen guten Zweck versteigert. Doch das ist nicht alles: Der Höchstbietende ersteigert zusätzlich eine Fahrt als Beifahrer im Volkswagen Polo R WRC. Der Erlös aus der Auktion geht an die Lukas Podolski Stiftung. Die Stiftung fördert Kinder und Jugendliche mit Hilfe von Sport- und Bildungsprojekten. Die Projekte verfolgen integrative Ziele und unterstützen sozialbenachteiligte Kinder in Deutschland und Polen. Die Fahrt im Polo R WRC kann seit Donnerstag im Online-Auktionshaus eBay ersteigert werden.

Der Link zur Auktion
www.bit.ly/fly-like-poldi

Mikkelsen/Markkula müssen Start bei Rallye Deutschland absagen

RALLYE DEUTSCHLAND Mikkelsen/Markkula müssen Start bei Rallye Deutschland absagen

Andreas Mikkelsen und Mikko Markkula (N/FIN) müssen aus gesundheitlichen Gründen auf die Rallye Deutschland verzichten. Beifahrer Mikko Markkula hatte sich vermutlich bei der Rallye Finnland vor knapp drei Wochen eine Fraktur des siebten sowie teilweise des achten Brustwirbels zugezogen, die erst unmittelbar vor der Rallye Deutschland diagnostiziert wurde. Daraufhin zog Volkswagen Motorsport die Nennung von Mikkelsen/Markkula aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen zurück. Bereits bei der Rallye Finnland hatte Mikko Markkula über Rückenbeschwerden geklagt, die nach der Rallye nachließen. Bei den „Recce“-Fahrten am Montag in Deutschland kehrten die Schmerzen jedoch zurück. Das Team entschloss sich zu einer MRT-Untersuchung, die letztendlich die Gewissheit brachte, auf einen Start aus gesundheitlichen Gründen zu verzichten.

„Sicherheit geht vor, vor allem aber die persönliche Gesundheit von Mikko Markkula“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Die Brustwirbel-Fraktur war nicht leicht zu diagnostizieren, weswegen wir bis zur letzten Minute sicher gehen wollten, die richtige Entscheidung zu treffen. Es wäre zudem zu risikoreich gewesen, einen anderen Beifahrer an die Seite von Andreas Mikkelsen zu setzen, mit dem er vor der Rallye keinen Meter gefahren ist und der an der ‚Recce‘ nicht teilgenommen hatte. Andreas hat in dieser Saison seine Art des Aufschriebs verändert und Mikko ist der einzige Beifahrer, der damit vertraut ist. Leider müssen beide auf einen Start bei der Rallye Deutschland verzichten und sind sehr enttäuscht. Im Team drücken alle für die schnelle Genesung von Mikko die Daumen.“

Mikko Markkula, Polo R WRC #9
„Bei der Rallye Finnland habe ich am Sonntag starke Rückenschmerzen bekommen. Wir hatten eine muskuläre Verspannung vermutet. Nach der Rallye gingen die Schmerzen zurück, wie es die Ärzte vorhergesagt hatten. Doch in den vergangenen Tagen sind die Schmerzen zurückgekommen und ich habe mich bei Dr. Johannes Peil am Dienstagabend einer genaueren Untersuchung im MRT unterzogen. Dort wurden dann die Brüche der beiden Wirbel festgestellt. Damit hätte niemand gerechnet und es war natürlich ein Schock, weil wir deshalb unseren Start kurzfristig absagen mussten. Die Enttäuschung ist riesig. Es tut mir auch Leid für das Team, dem wir beim Heimspiel ein gutes Resultat bescheren wollten. Nun hoffe ich schnellstmöglich wieder fit zu werden.“

Andreas Mikkelsen, Polo R WRC #9
„Ich hatte mich sehr auf die Rallye Deutschland gefreut und bin enttäuscht, dass wir beim Heimspiel für unser Team nicht starten können. Doch die Gesundheit meines Beifahrers Mikko Markkula geht natürlich vor. Ich wünsche ihm, dass die beiden Wirbelbrüche schnell wieder verheilen und wir bald wieder gemeinsam in der Rallye-Weltmeisterschaft starten. Mit ihm zusammen habe ich in dieser Saison ein für mich völlig neues System des Aufschriebs ausgearbeitet, das nur ihm vertraut ist. Ersatz zu finden, war so kurz vor der Rallye nicht mehr möglich. Ich versuche jetzt, das Team auf andere Weise bestmöglich zu unterstützen. Immerhin haben wir die ‚Recce‘ abgeschlossen und können in den kommenden Jahren darauf zurückgreifen.“

Faszination Rallyesport

Motorsport ist die leidenschaftlichste Form im Umgang mit der zweitschönsten Sache der Welt, dem Auto. Und wer der Argumentation folgen will, dass man in der höchsten Motorsportklasse der Welt – der „Formel 1“, ja doch nur im Kreis fährt, der interessiert sich vermutlich für die „wilden Kerle“ der Rallye-Szene.

Faszination Rallye

Die Königsklasse im Rallyesport ist die WRC – die World Rallye Championship“ oder auf deutsch: „Die Rallye-Weltmeisterschaft“ und ähnlich wie in der Formel 1, der Königsdisziplin auf Rundstrecken, ist auch die WRC ein Betätigungsfeld für Werke und Hersteller die mit enormer Manpower, Cleverness und auch mit einem ordentlichen Budget gesegnet sein müssen.

In den letzten 9 Jahren hat ein Namen diese Szene beherrscht wie kein anderer: Sebastian Loeb. Der Franzose hat von 2004 bis 2012 neun Weltmeister-Titel in der WRC gewonnen und alle Rennen auf Citroën beschritten. Was Michael Schumacher in seinem Ferrari für die Formel 1 war, war Sebastian Loeb mit Citroën in der Rallye-Weltmeisterschaft.

Seit diesem Jahr und nach 27 Jahren Pause ist allerdings auch wieder ein deutscher Hersteller auf den oft unbefestigten Pfaden der WRC unterwegs: VOLKSWAGEN.

VW Polo WRC

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Leistung:

315 PS

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Kraft:

425 Nm

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0-100 km/h:

3.9 s

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Zu den technischen Daten [link]

Optisch erinnert der VW Polo R WRC durchaus noch an seinen wilden Serienbruder, den Polo R WRC der auch in begrenzter Stückzahl verkauft wurde, aber unter seinem Kleid steckt die modernste Rallye-Technik die sich gewiefte Ingenieure derzeit ausdenken können.

Die Beschleunigung von 3.9 Sekunden auf Tempo 100 setzt der Allradangetriebene WRC-Polo übrigens auf nahezu jedem Untergrund um – nicht nur mit Slickreifen auf Asphalt.  Ein Federweg von bis zu 27.5 Zentimeter (auf Schotter-Rallyes) sorgt dafür, dass der wilde Hannoveraner auch nach 50 Meter weiten Sprüngen nicht aufsetzt.

 WRC Saison 2013

Es ist die erste Saison für den Volkswagen-Rallye Polo und nach 8 von 13 Weltmeisterschaftsläufen scheint das Ergebnis klar zu sein. Der Polo WRC wird 2013 – in seinem ersten Jahr – die Siegesserie der Franzosen und dem WRC-Meisterschafts-Dauerkandidaten Loeb beenden.

Die Saison begann mit einem zweiten Platz bei der Rallye Monte Carlo und bereits nach den ersten Sonderprüfungen war klar; Dieser Polo WRC ist schnell, verflucht schnell.  Bereits das zweite Rennen der Saison, der WM-Lauf in Schweden war mit einem Podiumsplatz ganz oben gekrönt. Sieg in Schweden.  Sieg in Mexiko beim dritten Lauf. Spätestens jetzt war klar: Volkswagen hatte nicht nur Glück beim Auftakt. Der Polo WRC ist der aktuelle Maßstab in der Rallye-WM und mit Sebastien Ogier am Steuer, flog der WRC-Polo auch bei der vierten Rallye der Saison – der Rallye-Portugal – auf Platz 1.

In Argentinien war ein zweiter Platz auf dem Podium fällig – doch bereits in Griechenland siegte erneut ein VW Polo. Dieses Mal war es aber nicht das Duo aus Ogier und Ingrassia, sondern der POLO R WRC mit der Startnummer 7 und Jari-Matti Latvala am Steuer und Miikka Anttila auf dem heißen Co-Pilotenstuhl.

Die Rallye Italien gewann erneut Sebastian Ogier und Latvala wurde Dritter. Und jetzt erst vor einigen Tagen, der 8.te Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft – die Rallye Finnland. Eine Rallye die für den Zuschauer nur allzu oft in der Luft statt findet. So lang und weit springen die Boliden der WRC sonst nirgendwo. In den Wäldern und um die Seen Finnlands herum, jagen die Profis mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über Waldwege die kaum breiter sind als die Fahrzeuge. Blinde Sprungkuppen und Sprünge die gerne 50 Meter und Weiter gehen. Das gibt es nur in Finnland.

Der Sieger in Finnland? Richtig. Sebastian Ogier. Sein fünfter Sieg in dieser Saison und die Punkteverteilung in der WM scheint eindeutig:

Platz Fahrer Punkte
1. Sébastien Ogier                                                           .. 181
2. Jari-Matti Latvala 91
3. Thierry Neuville 91
4. Mikko Hirvonen 73
5. Dani Sordo 69
6. Sébastien Loeb 68
7. Mads Østberg 65
8. Evgeny Novikov 39
9. Martin Prokop 37
10. Nasser Al-Attiyah 30

Ebenso deutlich sieht es in der Hersteller-Wertung aus:

Platz Team Punkte
1. Volkswagen Motorsport                                                        .. 251
2. Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team 196
3. Qatar M-Sport World Rally Team 112
4. Qatar World Rally Team 107
5. Jipocar Czech National Team 39
6. Abu Dhabi Citroën Total World Rally Team 33
7. Volkswagen Motorsport 2 26
8. Lotos WRC Team 20

Wer selbst einmal bei einer Rallye dabei sein will, der sollte sich den 22. bis 25. August merken! Denn dann startet die Rallye Deutschland und auf 16 Wertungsprüfungen wird der schnellste Rallye-Pilot in Deutschland gesucht.

In den Weinbergen der Mosel und auf der „Panzerplatte“ werden die Wertungsprüfungen heraus gefahren – Karten und weitere Informationen für den eigenen Besuch bei der einzigen Station der Rallye-WM in Deutschland gibt es unter anderem beim Veranstalter, dem ADAC [klick].

Und wer die Emotionen einer Rallye-WM in einem wirklich guten Clip erleben will, schaut sich diesen Clip an:

Alle Fotos: Volkswagen Motorsport

POLO R WRC

Das World Rally Car.

Das seit 2011 geltende technische Reglement der FIA World Rally Championship schreibt 1,6-Liter-Turbomotoren mit Direkteinspritzung vor und folgt damit dem Trend zum Downsizing.

Allerdings nicht bei der Leistung: 315 PS sind mindestens da!

Motor
Bauweise Reihen-Vierzylinder-Motor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung, quer vor der Vorderachse angeordnet
Hubraum 1.600 cm3
Leistung 232 kW (315 PS) bei 6.250 1/min
Drehmoment 425 Nm bei 5.000 1/min
Bohrung / Hub 83,0 mm / 73,8 mm
Luftmengenbegrenzer 33 mm (FIA-Reglement)
Motormanagement Bosch
Kraftübertragung
Getriebe Sequenzielles Sechsgang-Renngetriebe, quer angeordnet
Achsantrieb Permanenter Allradantrieb mit starrem Durchtrieb zwischen Vorder- und Hinterachse, Lamellensperrdifferenziale an Vorder- und Hinterachse
Kupplung Hydraulisch betätigte Zweischeiben-Sintermetall-Kupplung von ZF
Fahrwerk
Vorder-/Hinterachse McPherson-Federbeine, Dämpfer von ZF
Federweg ca. 180 mm bei Asphalt, ca. 275 mm bei Schotter
Lenkung Zahnstangenlenkung mit Servo-Unterstützung
Bremsanlage Rundum innenbelüftete Scheibenbremsen (Durchmesser 355 mm bei Asphalt vorn
Felgen Größe 8 x 18 Zoll für Asphalt, 7 x 15 Zoll für Schotter
Reifen Wettbewerbsreifen von Michelin
Chassis/Karosserie
Aufbau Nach FIA-Reglement verstärkte Serien-Stahlkarosserie
Maße und Gewicht
Länge / Breite / Höhe 3.976 / 1.820 / 1.356 mm
Spurweite 1.610 mm
Radstand 2.480 mm
Mindestgewicht 1.200 kg
Fahrleistungen
Beschleunigung 0 – 100 km/h in ca. 3,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit Bis ca. 200 km/h (je nach Getriebe-Übersetzung)

Sébastien Ogier gewinnt im Volkswagen Polo WRC die Rallye Schweden

Viel Eis, noch mehr Schnee und ganz große Sprünge. Mit dieser kurzen Auflistung lässt sich die Rallye Schweden beschreiben. Fast 1.600 Kilometer durch tief verschneite Winterlandschaften rund um Karlstad drifteten und sprangen am zurückliegenden Wochenende die Piloten der Rallye-Weltmeisterschaft. Von Anfang an an der Spitze Sébastien Ogier und Julien Ingrassia mit dem Polo R WRC. Bereits vor gut drei Wochen bei der Rallye Monte Carlo hatten die Volkswagen-Werkspiloten das Potenzial des Polo mit einem zweiten Platz angedeutet. Doch dass die Franzosen mit dem Wolfsburger Kleinwagen in Schweden schließlich schon beim zweiten WM-Auftritt überlegen zum Sieg fahren konnten, das überraschte schließlich auch die Experten.

Bereits bei der knapp vier Kilometer kurzen Show-Prüfung am Donnerstagabend, wo jeweils zwei Piloten im direkten Vergleich gegeneinander antreten, deuteten die Volkswagen-Piloten an, dass mit ihnen bei dieser Schweden-Rallye zu rechnen sei. Doch angesprochen auf die Ziele, spielte Sébastien Ogier die eigenen Ambitionen am Donnerstagabend noch runter. Er habe das Ziel einen Podestplatz zu erreichen, erklärte der Franzose den wartenden Journalisten. Im Gespräch wies Ogier dann aber daraufhin, dass die Bestzeit in der Qualifikationsprüfung gerade in Schweden ein großer Vorteil sei:

„Hier in Schweden ist es wichtig, seinen Startplatz taktisch klug zu wählen. Als Bester im Qualifying habe ich jetzt freie Wahl, was ein kleiner Vorteil ist.“

Ein Vorteil, weil in Schweden die Straßen oftmals tief verschneit sind. Wer da zu früh in die Wertungsprüfungen starten muss – bei der diesjährigen Ausgabe der Schweden-Rallye waren 22 Prüfungen mit insgesamt 338,91 Kilometern auf Zeit zu absolvieren – der spielt für den Rest des Feldes nur den Schneepflug und verspielt gleichzeitig jede Chance auf ein gutes Ergebnis. Zumal am Freitag gleich absolute Klassiker der Rallye-Weltmeisterschaft auf dem Programm standen.

Besonders die legendäre „Vargåsen“ mit Sprunghügeln, wie dem nach dem früheren Weltmeister Colin McRae benannten „Colin’s Crest“, beschreibt, wie es in Schweden zu geht. Fast 40 Meter segeln die Autos hier durch die Luft. Und als besondere Gemeinheit müssen die Piloten die Sprunghügel zum Teil leicht schräg vom äußeren Rand der Fahrbahn her anfahren, um überhaupt eine Chance zu haben, die folgende Kurve sauber durchfahren zu können.

Ogier wählte seine 17. Startposition offensichtlich mit Bedacht. Denn als am Abend zusammengezählt wurde, hatte der Franzose nicht weniger als fünf von bis dahin insgesamt acht möglichen Bestzeiten herausgefahren. Mit einem Zeitpolster von 31,4 Sekunden lag Ogier damit vor Weltmeister und Monte Carlo-Gewinner Sébastien Loeb (Citroën) in Front. Mit diesem Vorsprung ausgerüstet, konnten Sébastien Ogier und sein Beifahrer Julien Ingrassia gelassen in den Samstag starten.

Doch von einer Reduzierung des Tempos war wenig zu spüren. Auf den Wertungsprüfungen in den Wäldern Mittelschwedens fuhren die Franzosen mit ihrem Polo weitere vier Bestzeiten heraus und schlossen den Tag erneut mit gut einer halben Minute Vorsprung als Führende der Gesamtwertung ab. Dazu trug auch bei, dass die Konkurrenz an diesem Wochenende einfach nicht fehlerfrei durch die typischen „Schweden“-Verhältnisse driften konnte. Immer wieder strandeten Piloten in den Schneewänden.

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Mikko Hirvonen beispielsweise verlor im Citroën DS3 WRC bereits früh satte 24 Minuten nach einem Ausritt. Und auch der neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb sollte schließlich nicht frei von Fehlern bleiben.

Doch der Reihe nach

Denn Sébastien Loeb gab sich in Schweden keinesfalls kampflos geschlagen. Bereits am Samstag zeigte der Franzose mit einer Bestzeit in der Schlussprüfung des Tages, dass die Messe für ihn noch nicht gelesen war. Am Finaltag rief Loeb dann zur Schlussoffensive, fuhr zu Beginn des Tages mit drei Bestzeiten in Folge immer dichter an seinen Landsmann heran. Ogier konnte es sich in dieser Phase der Rallye nicht erlauben, das eigene Tempo wesentlich zu reduzieren.

Die Aufholjagd funktionierte, denn Loeb reduzierte den Rückstand auf 20,7 Sekunden, bis Ogier drei Prüfungen vor dem Ende endlich ein Befreiungsschlag gelang. Mit einer Bestzeit in der 20. der insgesamt 22 Prüfungen konnte der Volkswagen-Pilot seinen Vorsprung wieder auf 24,6 Sekunden ausbauen. Loeb musste nun, bei nur noch zwei ausstehenden Prüfungen, volles Risiko gehen, wenn der Rekordweltmeister zum zweiten Mal in Schweden triumphieren wollte.

Doch dann kam die Entscheidung schneller als gedacht. Denn auf der vorletzten Prüfung knallte Loeb, bei einem seiner seltenen Fehler, den Citroën DS3 in eine Schneewand, verlor mehr als 10 Sekunden. Der daraus resultierende Rückstand von 35,4 Sekunden war in nur noch einer Wertungsprüfung – ohne Fehler von Ogier – nicht aufzuholen. Und Ogier dachte gar nicht daran, dem Rekordweltmeister diesen Gefallen zu tun. Im Gegenteil: mit einer Bestzeit auf der letzten Wertungsprüfung sicherte sich Ogier noch drei Bonuspunkte und übernahm so auch die Führung in der Weltmeisterschaftswertung.

Volkswagen Polo R WRC

Motorsport: Volkswagen Polo WRC

Jetzt aber ran halten 🙂 Der Vorverkauf des Volkswagen Polo R WRC hat begonnen.

Vermutlich wird – wenn überhaupt – kaum ein Leser meines Blogs in den Genuss kommen und wirklich einen Polo R WRC bestellen, aber schön zu wissen, dass man es nun könnte. Die zweijährige Warte- und Vorbereitungszeit ist vorbei, ab 2013 wird Volkswagen in der Rallye-WM angreifen und pünktlich zu diesem Start gibt es auch eine Straßenversion des Sportlers:

Polo R WRC

2.500 Stück werden maximal verkauft und der Kaufpreis für den sportlichsten aller Polos beträgt 33.900 €.  Was man hierfür bekommt ist mehr als ein Polo GTI im Design des Rallye-Sportlers. Es ist ein 220 PS starker Kompakt-Sportler der seine Kraft von einem zwei Liter großen Vierzylinder Turbo-Benzinmotor bekommt.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 243 km/h ist der Polo R WRC ein echter Autobahnschreck geworden. Dank seiner 350 Nm gelingt auch der Sprint von 0 auf 100 in einer beeindruckenden Zeit von 6.4 Sekunden.  Vermutlich wäre mehr drin, aber der Polo R WRC wird mit Frontantrieb ausgeliefert und muss beim Sprint vermutlich des öfteren mit durchdrehenden Rädern rechnen.

Ein manuelles Sechsganggetriebe übernimmt die Kraftübertragung zwischen Motor und Vorderrädern.

Der weiße Grundlack des WRC Polo wird mit blau-grauen Dekor-Streifen geschmückt und an der front trägt er einen Stoßfänger in WRC-Look. 18 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Reifen in der Dimension 215/35-18 sorgen für den Bodenkontakt und lassen den WRC Polo stämmig auf der Straße stehen.

Ebenso inklusive ist natürlich ein Sportfahrwerk und für die richtige Ausleuchtung bei Nacht, die Bi-Xenon-Scheinwerfer. Im Innenraum wird der Fahrer vom WRC-Rallye Flair empfangen, das durch spezielle Alcantare-Bezüge, Sportsitze und einen schwarzen Himmel ausgestrahlt wird.