Video: Audi A5/S5 Cabriolet – Zwischen Säuseln und Brüllen

Video: Audi A5/S5 Cabriolet – Zwischen Säuseln und Brüllen

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Audi steigt mit seinem A5 in die Frischluft-Saison ein und trägt den allgemeinen Fortschritt dieser Baureihe jetzt auch in die offenen Varianten. Zu sehen ist der aber erst auf den zweiten Blick.

SP-X/Cádiz/Spanien. Im März zieht frischer Wind in Audis A5-Familie ein: Dann ergänzt das Cabriolet das bisher aus dem Coupé und der Fließhecklimousine „Sportback“ bestehende Programm. Das Angebot reicht vom 44.000 Euro teuren Vernunftmodell mit Vierzylinderbenziner bis zum bärenstarken Sechszylinder-S5 für 67.800 Euro.

Technisch und optisch entspricht das A5 Cabriolet weitgehend dem Coupé. Mit einer offensichtlichen Ausnahme: Statt des Blechs spannt sich hier Stoff über die vier Sitzplätze im Innenraum. Bei allen Ausführungen ist das sogenannte Akustik-Verdeck mit betont üppiger Dämmung Serie, die Außengeräusche bei geschlossener Fahrt wirkungsvoll wegdämpft. Öffnen und schließen lässt sich das Dach bis Tempo 50 per Knopfdruck. Weitere Cabrio-Besonderheiten sind ein Gurtmikro, das beim Freisprechen für gute Sprachqualität sorgen soll und die dreistufige Nackenheizung, die die vorderen Insassen bei kälteren Temperaturen wärmt. Generell ist der Komfort bei offener Fahrt hoch, die Windgeräusche halten sich im Rahmen. Für hartgesottene Cabrio-Fans dürfte es im A5 fast noch einen Tick stürmischer zugehen.

Bei den Antrieben hat der Kunde die Wahl zwischen Benziner- und Dieselaggregaten mit vier und sechs Zylindern. Für die Standardmodelle stehen ein 2,0-Liter-Turbobenziner wahlweise mit 140 kW/190 PS oder 185 kW/252 PS sowie ein gleich großer Diesel mit 140 kW/190 PS und schließlich ein 160 kW/218 PS starker 3,0-Liter-Selbstzünder zur Wahl. Darüber hinaus bietet Audi den sportlichen S5 mit einem 260 kW/354 PS leistenden V6-TFSI. Während beim S5 eine Automatik zur Serienausstattung gehört, ist diese bei den anderen Aggregaten optional bestellbar.

Für die Testfahrt widmen wir uns zunächst dem Basis-Selbstzünder. Audi hat ihn als 51.700 Euro teures Allradmodell mitgebraucht. Mit 400 Nm Drehmoment im Rücken und einer Tourenzahl, die die 2.300er-Marke im Alltag selten überschreitet, kommt Lässigkeit auf. Überholen geht souverän, ohne das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe zurückschalten zu lassen. Das Fahrwerk entschärft Bodenwellen hinreichend wirkungsvoll. Motorengeräusche sind bei gelassener Gangart Nebensache.

Mehr zu hören ist naturgemäß beim 260 kW/354 PS starken Sportmodell S5. Der Turbobenziner arbeitet mit sechs Zylindern und bietet damit eine gewisse Sound-Grundversorgung. Zu dem geschmeidigen Dreiliter gesellt sich eine nicht minder sanfte Achtgang-Wandlerautomatik. Stramm marschiert der S5 so gerüstet nach vorn, nähert sich flugs hohem Tempo, während aus dem Vierrohr-Auspuff bei jedem Schaltvorgang ein Zischer entweicht, den auch der Hintermann noch vernehmen kann. Um auch in Kurven beste Traktion zu erzielen, lässt sich die Hinterachse mit einem Sport-Differenzial ausrüsten – ein komplexes Gebilde mit elektronisch-hydraulisch gesteuerter Lamellenkupplung, die nahezu einhundert Prozent des Momentes entweder ausschließlich an das rechte oder linke Rad umleiten kann. Und natürlich trägt die jetzt noch torsionssteifere Karosse dazu bei, dass das Cabrio schneller durch die Kehre könnte, als die meisten Kunden wohl fahren werden. Etwas pragmatischer ist der 210 kW/286 PS starke Dreiliter-Diesel. Weniger drehzahlgierig, dafür aber mit 620 Nm urgewaltig schiebt dieser V6-Selbstzünder bereits knapp über Standgas kräftig nach vorn. Zackig und zugleich behutsam stellt der Achtgang-Automat eine Fahrstufe nach der anderen zur Verfügung, um an Geschwindigkeit zuzulegen.

In Sachen Technik-Ausstattung ist Audi beim A5 Cabriolet besonders auf das neue Car-to-x-System stolz, das die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Umgebung ermöglicht. So meldet der eigene Wagen potenziell gefährliche Ereignisse an nachfolgende Fahrzeuge, um deren Fahrer zu warnen. Etwa, wenn der Regensensor starken Niederschlag ausmacht, der Warnblinker infolge starken Bremsens eingeschaltet wird oder das ESP Glatteis identifizieren konnte.

Allerdings können diese Meldungen derzeit lediglich von Audi-Modellen empfangen werden, die auf dem modularen Längsbaukasten der Evo-Generation basieren – also derzeit A4, A5 und Q7. Richtig sinnvoll nutzbar wird dieses Connectivity-Tool erst mit Ansteigen der relevanten Fahrzeugmenge. Dass das passieren wird, dessen ist sich Audi sicher. Das A5 Cabrio zumindest hat das Zeug, die Flotte künftig spürbar wachsen zu lassen. (Patrick Broich/SP-X)

Audi bringt im Frühjahr das A5 Cabrio

Der Innenraum ist bestens verarbeitet

Hinten gibt es zwei Doppelendrohre

Nette Idee: Eine bepflanzte Fensterbank sorgt für eine besonders wohnliche Lounge-Atmosphäre im VW Sedric

Neben den A5 gibt es wieder einen S5

Die Sportversion blickt böser als das Standardmodell

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