Fetter Luxus – Fahrbericht: Mercedes GLE

Modellwechsel bei dem meistverkauften Mercedes-SUV: Der 2015 von der M-Klasse zum GLE umgetaufte Luxus-Offroader mit Stern startet wieder mit einigen Innovationen in die vierte Generation. Und die haben vor allem das Ziel, den Fahr- und Bedienkomfort weiter zu verbessern.

Mercedes-Benz reklamiert für sich, 1997 mit der Einführung der M-Klasse einen Trend gesetzt zu haben. Den Trend zum Luxus-SUV. Tatsächlich war der Hochbeiner mit Stern, der damals als erstes Modell im neuen US-Werk in Tuscaloosa/Alabama vom Band lief, der Vorreiter für ein Wachstums-Segment, dem viele Nachahmer vom Porsche Cayenne und VW Touareg bis zum Volvo XC90 folgten. Über 20 Jahre und rund zwei Millionen verkaufter Exemplare später – aus der M-Klasse ist 2015 der GLE geworden – soll die vierte Generation des Geländegängers den Ruf als Trendsetter untermauern. Und so erwartet die Kundschaft ab Ende Januar, wenn die Auslieferung des noblen Hochbeiners mit einem Einstiegstarif von 65.807 Euro beginnt, wieder einige Innovationen, die in keinem anderen aktuellen SUV am Markt, egal ob groß oder klein, zu finden sind.

Die Rückleuchten und eine doppelzackige Leuchtgrafik sind ebenfalls neu

Das Outfit wirkt, von einigen Sicken und Kanten befreit, etwas rundlicher. Die Frontpartie trägt das neue Markengesicht. Die Rückleuchten und eine doppelzackige Leuchtgrafik sind ebenfalls neu, aber das Gesamtbild bleibt allein schon wegen der markanten, breiten C-Säule erhalten: Unverkennbar ein Mercedes GLE.

Der Innenraum präsentiert sich dagegen komplett neu. Das aus der A-Klasse bekannte Multimedia-System MBUX (Mercedes-Benz User eXperience) hält im GLE Einzug und erfordert mit seinen beiden hochauflösenden 12,3-Zoll-Displays, die in Breitband-Optik zu einem durchgängigen Bildschirm verbunden sind, ein neues Cockpit-Layout. Das wirkt dennoch irgendwie vertraut und dürfte sich Mercedes-Kunden intuitiv erschließen. Wobei die stilvolle, scheinbar schwebende Instrumententafel mit einer wuchtigen Mittelkonsole kontrastiert, deren Robustheit durch zwei dominante Haltegriffe unterstrichen wird.

Spürbar verbessert haben sich die Platzverhältnisse, besonders für die Passagiere in der zweiten Reihe. Denn der Längenzuwachs der Karosserie um 10,5 Zentimeter auf 4,92 Meter und der um acht Zentimeter vergrößerte Radstand (3,00 Meter) kommen hauptsächlich den Hinterbänklern zugute. Die können sich nun auf einen Meter Beinfreiheit freuen, und selbst groß gewachsenen Zeitgenossen fällt nicht der Himmel auf den Kopf. Als Besonderheit kann eine sechsfach vollelektrisch verstellbare zweite Sitzreihe mit einer Längsverstellung um bis zu 10 Zentimeter geordert werden. Und neben ausreichenden USB-Anschlüssen steht dort sogar eine 230-Volt-Steckdose für Laptops oder ähnliche Gerätschaften optional zur Verfügung.

Die neue Generation ist größer geworden

Das Gepäckvolumen hinter den Rücklehnen ist allerdings auf 630 Liter geschrumpft – ohne verstellbare Rücksitze. Mit dieser Option fasst der verlängerte Laderaum schon mal 825 Liter, und bei umgelegten Rücklehnen, was ebenfalls vollelektrisch vom Kofferraum aus funktioniert, sind es so oder so stattliche 2055 Liter. Alternativ verwandeln zwei auf Wunsch bestellbare, zusätzliche Sitze in der dritten Reihe den GLE auch in einen Siebensitzer. Die Anhängelast liegt bei 2.700 Kilogramm, kann mit Luftfederung aber auf 3,5 Tonnen wie bisher erhöht werden.

So, nun aber hinters Steuer gesetzt und auf Entdeckungstour gehen. Das beginnt bei einer völlig neuen Motoren-Palette mit Acht- und Sechszylinder-Benzinern sowie Vier- und Sechszylinder-Dieseln, von denen zum Marktstart zunächst aber nur zwei Varianten angeboten werden: der Selbstzünder GLE 300d 4Matic mit 180 kW/245 PS, der für 65.807 Euro aktuell das Einstiegsmodell darstellt, und als vorläufig einzige-Variante mit Ottomotor der Reihensechszylinder GLE 450 4Matic mit 270 kW/367 PS zu Preisen ab 72.650 Euro.

Beide Triebwerke beeindrucken mit bester Laufruhe und geringer Geräuschentwicklung, wobei der Vierzylinder-Diesel gar nicht so weit von dem seidenweich laufenden Benziner-Sixpack entfernt ist, wie man das vielleicht erwarten würde. Das 2,0-Liter-Aggregat spurtet in 7,2 Sekunden auf Tempo 100, schafft maximal 225 km/h und besitzt mit 500 Nm schon bei 1600 Touren ausreichend Durchzug, so dass es für ein flottes Vorankommen an nichts mangelt. Natürlich glänzt der die Euro-6d-temp-Norm erfüllende Motor vor allem beim Verbrauch. Dem kaum erreichbaren Normwert (nach NEFZ) von 6,1 l/100 km Diesel stand bei ersten Testrunden rund um San Antonio/Texas immerhin ein Wert deutlich unter acht Litern gegenüber.

Der Innenraum präsentiert sich komplett neu

Technisch interessanter ist zweifellos der GLE 450 4Matic, dessen Sechszylinder-Triebwerk mit einem 48-Volt-Bordnetz elektrifiziert ist. Der Mercedes-Offroader wird damit zum „Mild-Hybrid“, bei dem ein Integrierter Starter-Generator Hybridfunktionen wie Boosten oder Rekuperieren übernimmt. Im ersten Fall bedeutet dies, dass das mit 270 kW/367 PS und 500 Nm Drehmoment bereits ordentlich bestückte Power-Sixpack noch einmal zusätzliche 16 kW/22 PS und weitere 250 Nm Drehmoment abrufen kann, im anderen Fall reduziert dies den Verbrauch. Die Normwerte liegen zwischen 8,3 und 9,4 Liter Super, unser Bordcomputer zeigte einen Wert knapp über 10 Liter an.

Auf der 48-Bord-Technologie baut auch eine der beiden Weltneuheiten im GLE auf: das elektrohydraulische Fahrwerk E-Active Body Control (E-ABC), das 7.735 Euro Aufpreis kostet und zwingend mit der ebenfalls optionalen Luftfederung (Airmatic) kombiniert werden muss. Als einziges System am Markt vermag es mittels einer elektrischen Hydraulikpumpe die Feder- und Dämpferkräfte an jedem einzelnen Rad individuell zu regeln. In Verbindung mit einem Oberflächenscanner (Road Surface Scan) und der Kurvenneigefunktion „Curve“ wird der ohnehin schon hohe Fahrkomfort damit ein weiteres Quäntchen verbessert. Seitenneigung in Kurven ist kaum mehr wahrnehmbar, und Nick- und Hubbewegungen versucht das Fahrwerk mit Hilfe des Scanners weitgehend auszubügeln. Auf langen Bodenwellen Funktioniert das besser als bei kurzen Fahrbahnstößen.

Doch das E-ABC sorgt nicht nur verbesserten Onroad-Komfort, sondern auch für ausgezeichnete Gelände-Qualitäten. Besonders spektakulär dabei – in Verbindung mit dem Offroad-Paket Plus – der sogenannte Freifahrmodus, mit dem sich der GLE selbst aus schwierigsten Situationen befreien kann. Wer etwa mit allen vier Rädern tief im Sand steckt, wird durch ein „hüpfendes“ Fahrwerk Stück für Stück wieder in die Freiheit befördert.

Zwei Motoren stehen zum Start zur Wahl

Das Multimedia-System MBUX wird im GLE um den „Interieur Assist“ erweitert. Eine Kamera in der Dachbedieneinheit dient als Annäherungssensor, der bei Handbewegungen die Absicht des Fahrers oder Beifahrers erkennt, Anzeigen im Media-Display ändert, Menüpunkte auf dem Touchscreen hervorhebt oder automatisch die Leseleuchte anschaltet, wenn der Fahrer nach einem Gegenstand rechts auf dem unbesetzten Beifahrerplatz greift. Angeboten wird der Assistent aber ausschließlich im MBUX-Gesamtpaket für 1.722 Euro extra.

Der Stau-Assistent erkennt bei dank Echtzeit-Verkehrsinformationen schon vor dem Fahrer, wo der Verkehr stockt, und reduziert schon mal vorsorglich die Geschwindigkeit, um auf ein Abbremsen vorbereitet zu sein. Und der aktive Lenk-Assistent weiß, wo sich das Fahrzeug auf mehrspurigen Autobahnen befindet und orientiert sich beim Stau rettungsgassengemäß an den vorhandenen Spurmarkierungen. Der Anhängerrangier-Assistent erleichtert bei Bedarf ungeübten Gespannfahrern das Rückwärtsmanovrieren.

Über Sinn und Unsinn eines „Energizing Coaches“, der auf den Fahrer zugeschnittene, persönliche Wohlfühlprogramme bis hin zu speziellen Einstellungen der Massagesitze empfiehlt, mag man ja zu Recht streiten. Das noch höher auflösende Head-Up-Display, das ein auf 45×15 Zentimeter vergrößertes, vollfarbiges Bild in die Frontscheibe einblendet, ist ein echter Gewinn.

Herzlich unvernünftig: Der Mercedes C43 4matic im Test

Herzlich unvernünftig

Mercedes-Benz C43 4matic im Test mit Habby

Schnell mal die richtige C-Klasse finden? Gar nicht so einfach. Limousine, Kombi, Cabriolet und Coupé buhlen ebenso um die Gunst wie zahlreiche moderne Triebwerke und Antriebsformen. Mit dem „Mopf“ sind diese dann auch endgültig zertifiziert für die Zukunft! Partikelfilter nun auch bei den Benzinern und damit frei von Bedenken. Doch was wählen? Vernunft? Herz? Sinnhaftigkeit oder launenhaften Triebtäter? Die Wahl ist nicht einfach. Nach einer ersten Fahrt im C43 klärt sich das Problem dann aber schnell auf eine angenehme Art und Weise auf.

Habby hat sich entschieden. Es ist Zeit, noch einmal unvernünftig zu bleiben.

Dass hier ein neues Modell vor dem Hotel auf die Testfahrt wartet, ist kaum zu erkennen. Wer sich nicht ständig bei Mercedes-Benz im Showroom die Beine platt steht, wird die sanften Veränderungen nicht erkennen. Spricht für ein gutes Design, bereits ab dem Start der W205 Baureihe. Augenfällig ist beim C43 vor allem das Heck. Hier protzen plötzlich vier runde Auspuffrohre im schwarzen Lackkleid um die Wette. Von den Details rund um die Stoßfänger oder die neuen Multibeam-LED Leuchten bleibt kaum was übrig in der Wahrnehmung.

Eventuell grübelt man eine Sekunde über den neuen Twin-Blade Kühlergrill in der Front, den hat man doch schon einmal irgendwo gesehen. Hat man doch, oder? Nun – AMG-Design ist AMG-Design und es bleibt auffällig!

Lass es rocken – V6 Bi-Turbo

Auffällig ist auch, wie ungezogen der drei Liter V6 im Kaltstart die ersten Umdrehungen in Geräusche wandelt. Seine Klappenauspuffanlage lässt die ersten Sekunden niemanden darüber im Unklaren, wofür man sich entschieden hat. Sollen doch die anderen vernünftig sein.

Mit 390 PS ist der V6 nun, dank größerer Turbolader und 1.1 bar Ladedruck, 23 PS stärker als die Vor-Mopf Variante und bringt zwischen 2.500 und 5.000 Umdrehungen 520 Newtonmeter Kraft mit. Dass der C43 aber bereits seit 2015 den ehemals eisernen Grundsatz „one man, one engine“ bricht, mag für die Käufer kein Hindernis sein, für Petrol-Nerds aber ein Detail, über das man wenigstens eine Sekunde nachdenken sollte. Der Faszination tut dies jedoch keinen Abbruch, das ist 4.8 Sekunden später klar. So lange braucht der Bi-turbo V6, um den praktischen Kombi unter Einsatz des 9-Gang Automaten und des heckbetonten Allradantriebes auf Tempo 100 zu katapultieren. Glückwunsch – so einfach kann es sein, sich als „Held der Geschwindigkeit“ zu fühlen.  Der „kleine AMG“ spielt dabei nicht ganz die Raffinessen der V8-Modelle aus. So vertraut der C43 auf einen Wandlerautomaten, während die „großen AMGs“ den 9-Gang Automaten und eine Anfahrkuppplung besitzen.

Während man sich an den Temporausch gewöhnt, ist die Verwandlung des Wesens auf Knopfdruck doch immer wieder überraschend. AMG DYNAMIC SELECT nennt sich die Möglichkeit, per Tastendruck den Charakter zu ändern. Von Komfort zu Sport, Sport+ und Individuell lässt sich der Basis-AMG umschalten und jedes Mal erntet man, dank angepasster Dämpfung, Lenkrad- und Antriebskennlinien, ein neues Fahrgefühl. Der Spagat zwischen „Comfort“ und „Sport+“ ist immens groß. Auf der einen Seite der Langstrecken-Pampersbomber, auf der anderen Seite der verkappte Nordschleifen-Held.

Um den eigenen Helden-Status auch per Zahlen zu manifestieren, bekommt der C43 den AMG-RACE Timer, der per GPS-Hilfe die Startlinie am Nürburgring erkennt und auf Knopfdruck die BTG-Zeit stoppt.

BTG im C-Klasse Kombi? AMG meint es ernst. AMG-Track Pace und Engine-Livedata an Board des neuen C43

Damit sich der C43 trotz der Sicherheit seines 4matic Allradantriebes nicht langweilig fährt, hat AMG die Kraftverteilung betont hecklastig ausgelegt. 69 Prozent wandern in Richtung Heck. Während die „normalen“ Kollegen der Baureihe, das ist einzigartig im Segment, auch per Luftfederung erhältlich sind, vertrauen die Affalterbacher auf die Kombination elektronisch geregelter Dämpfer mit Stahlfedern. Die Vierlenker-Vorderachse und die Raumlenkerhinterachse wurden von AMG mit einer eigenen Kinematik versehen, mehr Sturz lässt die Kurvenfahrt dynamisch stabiler werden.

Dominant dynamisch – Kollegial kommunikativ

Im Innenraum erwarten den Fahrer das neue Lenkrad, bekannt aus E-Klasse und S-Klasse MOPF, dank „Wisch-drück-Tasten“ auf beiden Seiten wird man dem Anzeigen und Informations-Overkill im Cockpit Herr. Das zentrale Media-Display wurde, optional, noch größer und klebt als 16:9 Widescreen ein wenig tiefer über dem Rand des Armaturenträgers – damit fügt es sich angenehmer in die Umgebung. Mittlerweile wirkt die Tablet-Integration stimmig. Hinter dem Lenkrad wird aus dem Armaturenträger, ebenso optional, ein Monitorgehäuse in Breitbauform. Das neue Kombiinstrument ist 12.3 Zoll groß und lässt sich in drei unterschiedlichen Grafik-Stilen benutzen. Klassisch, sportlich oder im Supersport-Design.

Von Apples-CarPlay und AndroidAuto geht es nun auch zur Microsofts Office-Suite, wenn man nur genug Häkchen im Aufpreis-Katalog bei der Neuwagen-Konfiguration macht. Dass die C-Klasse neben den Assistenz-Systemen auf S-Klasse Niveau nun auch ein „billiges“ „High-Tech LED-Licht“ besitzt, optional auch mit 84 LED Multibeam-Scheinwerfern erhältlich ist und wie gewohnt, den Fahrer im Alltag durch Spur- und Abstandhalter aktiv unterstützt, wäre glatt einen eigenen Artikel wert.

Dabei fehlt die Antwort auf die Frage, wofür man sich entscheiden soll, beim Angebot der C-Klasse. Soll es vernünftig sein? Oder herzlich? Oder beides? Als T-Modell sind 390 PS doch irgendwie auch vernünftig, oder?

Fazit: Sportlicher Heldenmut, digitales Zeitalter und Kraft aus dem Keller – der C43 spielt die Rolle der AMG-Einstiegsdroge in überzeugender Form!

(Keine Fotos vom gefahrenen Fahrzeug? Ja. Leider hat Mercedes-Benz alle Fahrzeuge fotografiert, aber nicht den Testwagen, mit dem AUTOHUB unterwegs war.)  🙁

Technische Daten

Typ

Mittelklasse-Kombi

Motor 1

V6 Bi-turbo

Leistung

390 PS bei 6.100 Umdrehungen

520 Nm bei 2.500 bis 5.000 Umdrehungen

Antrieb

9-Gang Wandlerautomat

Allradantrieb, Heckbentont zu 69%

Normverbrauch EU-Zyklus

9,3 – 9,6 l/100km

Emissionen EU-Zyklus

219 – 214 g/km

0 – 100 km/h

4,8 Sekunden

Bereifung / Serie

VA: 225/45-18    HA: 245/40-18

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

Abmessungen

L/B/H: 4717, 1810, 1440 – Radstand: 2840

Leergewicht

1735 kg (EG)

1660 kg (DIN)

Testwagenpreis

Offen

IAA 2017 – Mercedes-Benz elektrisiert jetzt auch die Kompaktklasse

Bis 2022 will Mercedes-Benz Cars mehr als zehn vollelektrische Fahrzeuge auf dem Markt haben. Das erste im Kompaktsegment wird EQA heißen und als Concept Car auf der IAA 2017 zu sehen sein.

EQ steht für intelligente Elektromobilität. Unter dieser Marke wird Mercedes-Benz ein umfassendes elektromobiles System aus Elektrofahrzeugen, Wallboxes und Ladeservices bis hin zum Home Energiespeicher anbieten. Das erste Serienmodell der neuen Produktmarke EQ, der EQC, wird ab 2019 im Mercedes-Benz Werk Bremen produziert. Es basiert auf dem letzten Jahr in Paris gezeigten Concept EQ. Das Concept EQA zeigt die konsequente Weiterentwicklung der neuen Designsprache: Sicken sowie Linien sind deutlich reduziert. Die spiralförmigen Leuchteinheiten sollen an die Kupferwicklungen eines Elektromotors erinnern und in der Animation elektrische Impulse visualisiert.

Je ein Elektromotor an der Vorder – und Hinterachse erbringen eine Systemleistung von über 200 kW (270 PS). Über eine front- oder hecklastige Momentenverteilung des permanenten Allradantriebs lässt sich die Fahrcharakteristik verändern. Welches Fahrprogramm gewählt wurde, zeigt das Concept EQA der Außenwelt als Gimmick über einen virtuellen Grill. Im Fahrprogramm „Sport“ bildet er einen glimmenden Flügel im Horizontalformat ab, bei „Sport Plus“ erscheinen vertikale Streben im Stil eines Panamericana-Grills. Je nach installierter Batteriekapazität soll der EQA eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer realisieren.

Die Lithium-Ionen Batterien liefert die Daimler-Tochter Deutsche Accumotive. Sie lassen sich via Induktion oder Wallbox aufladen und sind auch für das Schnellladen vorbereitet. Vision beim Aufladen an öffentlichen Ladesäulen ist „seamless charging“: Dieser Mercedes me-basierte Service ermöglicht es dem Kunden, unkompliziert an den unterschiedlichsten Ladestationen Strom zu laden und zu bezahlen.

 

Mercedes-Benz E Cabrio – Der Stoff, aus dem die Träume sind

Mal ehrlich: Die ganzen Klappdach-Cabrios der letzten Jahre mögen vielleicht praktisch sein, aber eines sind die wenigsten – hübsch anzusehen. Und zu einem klassischen Cabrio gehört nun mal ein Stoff-Verdeck. Das war beim Mercedes-Benz E-Cabrio zum Glück nie anders und so kommt auch das neue Modell mit einem Textil-Käppchen. Was der Schwabe noch zu bieten hat, wollen wir uns einmal genauer ansehen. Read more

Der Mercedes-AMG GLA 45 AMG 4Matic im Jungbrunnen

Neu? Wirklich? Ja, tatsächlich, der Mercedes-AMG GLA 45 AMG 4Matic erhielt ein Facelift – oder MoPf, wie es in Stuttgart genannt wird. Die unscheinbare Modellpflege bringt dem Komakt-SUV eine optische wie auch technische Aufwertung. Die vorsichtigen Optimierungen führen zu einer intelligenten Aerodynamik, die unter anderem durch eine neue Frontschürze und einen entsprechenden Dachkantenspoiler zu einer verbesserten Fahrstabilität führen soll. Zeitgleich verbessert sich der Luftwiderstand auf einen cW-Wert von 0,33. Hier kommen die Details.

Die Modellpflege am Mercedes-AMG GLA 45 AMG fiel „vorsichtig“ aus

Es ist ein typisches Facelift: Eine neue Frontgestaltung, neue Lufteinlassgitter, etwas Lack hier und da und fertig. Beim GLA 45 Facelift hat das alles aber auch einen Sinn und Zweck. So bewirkten die optisch kaum wahrnehmbaren Änderungen eine verbesserte Leitung der Kühlluftströme.

Ein Facelift, das man erst auf den zweiten Blick erkennt

Neben der Aerodynamik wurde auch die Serienausstattung des Mercedes-AMG GLA 45 aufgewertet. So finden sich nun LED-Scheinwerfer auf der Seite der Ausstattungsdetails, die frei Haus kommen. Optional sind hingegen die attraktiven 20-Zoll-Felgen im Vielspeichen-Design, die dem Kompaktsportler ausgezeichnet stehen.

Dezente Verfeinerungen auch im Interieur des Kompakt-SUV.

Auch innen legten die Affalterbacher – hier hat AMG seinen Hauptsitz – Hand an. So ist die Instrumententafel nun serienmäßig mit Kunstleder bezogen. Ergänzt wird die Interieur-Aufwertung durch rote Kontrastnähte, Zierteile in matt bedruckter Grundstruktur und durch AMG-Schriftzüge. Zudem erhielt das Kombi-Instrument ein neues Zifferndesign und überrascht mit einer Tachoeinteilung in 30er Schritten.

Wie es bei einer Modellpflege üblich ist, kommen natürlich auch neue Ausstattungen hinzu. So kann man den GLA 45 AMG nun mit einer 360 Grad-Kamera ausrüsten, die auf vier vernetzte Kameras zurückgreift. Damit erhält man beim Parken und Rangieren einen realistischen Rundumblick aus der Vogelperspektive. Interessanter, vor allem für diejenigen, die den Kompaktsportler gerne artgerecht bewegen, ist da sicherlich das mechanische Vorderachs-Sperrdifferential. Es hält zusammen mit optionalem AMG Dynamic Plus Paket unter dem Blech Einzug. So sollte in Kurven jederzeit genügend Grip zur Verfügung stehen. Und für das letzte Quäntchen Sportsgeist sorgt das AMG Ride Control Sportfahrwerk, das um das Fahrprogramm „Race“ ergänzt wurde.

Fitness-Studio: Der GLA 45 AMG leistet 381 Turbo-aufgeladene PS.

GLA 45 AMG mit einer Literleistung von 191 PS

Geblieben ist der agile 2.0 Liter Turbomotor. Er leistet beeindruckende 381 PS. Damit hält er eine beeindruckende Literleistung von 191 PS parat – Rekordniveau bei Vierzylindern. Die Ausbeute sind kräftig drückende 475 Nm. So gerüstet, sprintet der Mercedes-AMG GLA 45 AMG in 4,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und lässt es erst bei abgeriegelten 250 km/h gut sein.

Geblieben ist aber nicht nur das Aggregat, das man aus dem Bruder A 45 AMG kennt, sondern auch seine Attribute. So gefällt der Turbo-Vierzylinder mit einem spontanen Ansprechverhalten und hoher Durchzugskraft. Gleichzeitig ist er aber auch drehfreudig und rotzt aus seinem Auspuff, dass es nur so kracht – eine wahre Freude. Wem das zu viel des Guten ist, darf beruhigt sein: Serienmäßig kommt das Kompakt-SUV von AMG mit einer Klappen-Abgasanlage, die je nach Fahrprogramm schaltet. Reißt man sich hingegen zusammen, soll sich der GLA 45 AMG genügsam geben und im Drittelmix nur 7,4 Litern konsumieren. Dieser Wert dürfte aber dennoch eher theoretischer Natur sein, schließlich ist ein AMG für die zügige Gangart gebaut. Und genau darauf wurde auch das 7-Gang-DCT ausgelegt. Die Fahrstufen drei bis sieben wurden kürzer übersetzt, sodass die Beschleunigung nun noch emotionaler wirkt und sich das Ansprechverhalten verbessert.

Die Dortmund-Edition

Zum Marktstart wird der Mercedes-AMG GLA 45 AMG – genauso, wie seine Brüder, die auf der A-Klasse-Basis aufbauen – als Yellow Night Edition erhältlich sein. Mit den ausschließlich in Nacht- oder Cosmosschwarz erhältlichen Modellen feiert AMG sich und seine Erfolge. Warum auch nicht, schließlich kann man den Affalterbachern nicht gerade vorwerfen, sich auf ihren Loorberen auszuruhen.

Beflügelt: Durch den gelben Anstrich sticht das Leitwerk richtig heraus.

So kommt die Yellow Night Edition mit graphitgrau-matten und gelbe Flächen daher, die sich am gesamten Fahrzeug wiederfinden. Neben den Leichtmetallfelgen trägt natürlich auch das Interieur den schwarz-gelben Anstrich. Ob das Sondermodell damit zum Dienstwagen für die Spieler von Borussia Dortmund wird?

Gewinnspiel: Mit Zero Touch zum Traumcabrio

Der Mercedes-Benz SL: Der Inbegriff von Luxus und Eleganz. Egal ob der SL 190 von 1955 oder die aktuelle Generation – was sie eint sind klassische Roadster-Proportionen, bei gleichzeitigem Verzicht auf die Abstriche eines knorrigen Sportwagens. Es ist immer etwas Besonderes gewesen, den komfortablen Stuttgarter sein Eigen zu nennen. Schließlich stellt er ein wichtiges Stück automobiler Zeitgeschichte dar. So wie das Mercedes-Benz SL vom Typ R107.

Einmal wie Bobby Ewing in der Kultserie der 1980er Jahre mit einem SL durch die Lande ziehen: Dallas. Ein dicker V8 unter der filigran-langen Motorhaube, das Geblubber des V8 im Rücken und die Freiheit, die einem in Form des Fahrtwinds durch die Mähne weht. Herrlich! Und unbezahlbar. Gute Exemplare kosten heute gerne 40.000 Euro – wenn nicht sogar mehr. Und wenn man dann bedenkt, dass man einen solchen Schatz nicht unbedingt als Daily Driver halten kann – das kann schon zu Magenverstimmungen führen.

zero-touch-infos
Hier geht es zum Gewinnspiel
Mercedes-Benz Typ 380 SL (1980 bis 1985), Baureihe 107. Insgesamt wurde die Baureihe von 1971 bis 1989 gebaut. ; Mercedes-Benz type 380 SL (1980 – 1985) of the 107 series. Overall, the series was built from 1971 to 1989.;
Der Mercedes-Benz SL vom Typ R107 – Dank seiner zeitlosen Linienführung ein begehrter Klassiker

Das muss gar nicht sein: Logitech verlost bei seinem Gewinnspiel zum Zero Touch System einen der 80er-Jahre-Klassiker – und der braucht sich nicht zu verstecken. Der Mercedes-Benz SL vom Typ R107 kommt in einem Top Zustand und zieht sofort die Blicke auf sich. Die kultige Farbkombination Rauchsilber in Verbindung mit der braunen Volllederausstattung zeugt ebenso von Stil, wie der sahnige Lauf des 3,8 Liter Achtzylinders unter der Haube. Für souveränes Vorankommen sorgen dabei die 218 Pferdchen unter der Haube des Luxus-Cabriolets. Wie es sich gehört, wird so ein Prachtstück mit einem filigranen Holzlenkrad gesteuert.

Zugelassen wurde der Klassiker um Juli 1986 und ist damit bereit für das begehrte Histoy-Kennzeichen. Das belegt auch das Oldtimer Wertgutachten, das natürlich inklusive ist. Hier ist auch der unglaublich niedrige Original-Kilometerstand vermerkt: Lediglich 50.000 Kilometer hat das Traum-Cabrio während seines 30 jährigen Lebens gesammelt. Wenn man sich einmal vorstellt, dass das nicht mal 1.700 Kilometer pro Jahr sind, darf man sich auf ein besonders gut erhaltenes Exemplar freuen.

Mercedes-Benz SL der Baureihe 107 (1971 bis 1989). ; Mercedes-Benz SL of the 107 series (1971 – 1989).;
Ein Hard Top ist beim Gewinn-SL natürlich mit dabei – aber für echte Schneefahrten ist er doch viel zu schade, oder?

Nicht gegeizt hat Logitech auch bei der zusätzlichen Ausstattung: Mit dabei ist unter anderem auch ein Hard Top. Das braucht man zwar für den Winter, aber solch einen Schatz bewegt man doch nicht mehr auf stark gestreuten Straßen, oder? Wie dem auch sei: Das bleibt einem glücklichen Gewinner überlassen. Bis zum 30. September kann man noch teilnehmen und sich die Chance auf den SL vom Typ R107 sichern.

Für den nötigen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen hat Logitech natürlich sein Zero Touch System ebenfalls im Gewinn-SL 380 installiert. So kann man das Beste aus zwei Welten kombinieren: Die klassische Formgebung und den unvergleichlichen Stil des Klassikers mit der modernen Technik des Smartphones. Einfach auf die Lüftungsdüsen stecken, die App installieren und das Handy wie Bluetooth auf dem Zero Touch ablegen. Hier hält es via Magnet und bietet zahlreiche Möglichkeiten: Musik-Streaming, Navigation, Telefonieren oder eine WhatsApp-Nachricht verschicken – alles ganz einfach per Spracheingabe. Wenn das Bobby Ewing damals gewusst hätte – er hätte sicherlich vom Öl abgelassen! Howdy Cowboys!

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Test: Mercedes-Benz B-Klasse ED

Einen Mercedes-Benz bewirbt man nicht mit Rabatten und Nachlässen. Nein. Dabei hat die Bundesregierung gerade eine Summe von 4.000 € vom durchaus schmerzlichen Preisschild der B-Klasse 250e abgezogen. Damit geworben wird nicht. Eventuell auch, weil man eh 50% der E-Mobilitätsförderung selbst tragen muss – und weil ein stolzer Preis ja auch von einer beeindruckenden Wertigkeit zeugen kann. Doch ist es wirklich richtig, dass die B-Klasse als „electric drive“ die teuerste B-Variante darstellt? Teurer als ein 211 PS starker B250 mit 4matic-System? Und fast 3.000 € teurer als die annähernd gleich starke Dieselvariante B220d? Wir finden es heraus.

electric reif

Test und Fahrbericht der Mercedes-Benz B-Klasse ED

B 250e und das B steht für Baby-Tesla? Ähm. Nein. Die B-Klasse ist zwar seit 2014 auf dem Markt und wurde mit der Hilfe von TESLA geboren – immerhin stammt der Antriebsstrang von TESLA – aber die B-Klasse steht für eine bekannte Fahrzeuggröße bei Mercedes-Benz. Mit dem kleinen „e“ im Namen wird aus dem Altherren-Taxi jedoch eine spannende Alternative für den Alltag.

Die Vorteile der B-Klasse – aufrecht sitzen, gute Kopffreiheit und eine Übersichtlichkeit, wie man sie heute kaum noch bekommt – bleiben auch mit der Elektrifizierung des Antriebsstranges erhalten. Dass der von TESLA stammende 132 kw starke E-Motor unter die vordere Haube passt, war eh klar. Aber auch die Batterien werden in der B-Klasse ordentlich untergebracht. Das 28 kWh-Batteriepaket kommt fast vollständig im doppelten Boden der B-Klasse unter. Das wirkt ganz so, als hätte da jemand richtig mitgedacht.

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Test Fahrbericht 037 Mercedes B-Klasse ED

Weil 132 kW mehr sind als 180 PS

Okay, natürlich sind 132 kW genau 179,52 PS – aber das Drehmoment eines Elektromotors ist eben einfach sofort da. Die Kraft, die man spürt, 340 Nm, stellt sich weder nach einer Turbo-Gedenksekunde ein, noch sind Drehzahl-Eskapaden notwendig. Und auch der richtige Gang muss nicht erst gesucht werden. 340 Nm sind immer da. Und geschaltet wird auch nicht. Die bis zu 9.900 Umdrehungen des E-Motors reichen aus, um bis Tempo 160 zu beschleunigen.

Um sich aus dem Stand auf Tempo 100 zu zoomen, sind 7.9 Sekunden notwendig. Allerdings zählt das im Alltag nichts. Denn mit dem E-Mobil wird man lockerer. Unverkrampft lässt es sich durch die Landschaft gleiten. Stop & Go-Verkehr wird zur Partyzone des E-Motors. Völlig frei von Zugkraftunterbrechungen geht es über Land und hier ist es vor allem der Sprintwert von 60 auf 100 km/h, also die klassische Disziplin des LKW Überholens, die so richtig beeindruckt. 60 auf 100 km/h, ohne die Gänge zu sortieren, auf Ladedruck zu warten oder Drehzahlleitern zu erklimmen, binnen 3.9 Sekunden abgehakt.

Über Landstraßen zu gleiten, ist neben dem Stop & Go in der Stadt die Königsdisziplin der B-Klasse ED. So um die 100 km/h das Frontrader nutzen, um frühzeitig zu rekuperieren, anstatt hinter einem voraus Fahrenden zu bremsen. Die elektrische B-Klasse nutzt den Radarsensor im Kühlergrill, um effizienter zu bremsen. Leider hat man bei Mercedes jedoch vergessen, diesen Sensor auch gleich für den Tempomaten zu nutzen, denn dieser kommt leider ohne jede adaptive Funktion. Merkwürdige Entscheidung.

Alt-Herren Gehhilfe oder Vorbote einer besseren Zeit?

Test Fahrbericht 057 Mercedes B-Klasse ED

Mehr Reichweite, auf Knopfdruck

Der elektrische Antrieb und das Lithium-Ionen Paket schlagen beim Leergewicht natürlich heftig ins Kontor. Mit 1.73 Tonnen ist die B-Klasse leicht als adipös zu bezeichnen. Auf der anderen Seite verleiht ihr dieses Gewicht, das zudem glücklicherweise tief unten sitzt und damit den Schwerpunkt senkt, eine gewisse Reife auf der Landstraße. Die B-Klasse wirkt nicht schwerfällig oder überladen, sondern gereift und erwachsen. Handlich ist etwas anderes, von Behäbigkeit jedoch keine Spur. Es ist eher das satte Fahrgefühl einer großen Limousine. Dass man dabei aufrecht im Innenraum Platz findet, die A-Säule einem nicht den Scheitel neu setzen will, das alles sind Zusatzpunkte des guten Fahrgefühls.

Und wie weit kommt man damit? Es ist die absolute Standardfrage. Und es ist immer noch ein K.o.-Kriterium für viele. Von bis zu 200 km spricht Mercedes-Benz, mit Range Plus noch einmal 30 Kilometer weiter. Die Reichweitenangabe basiert jedoch auf den – wie immer- üblichen Laborwerten und muss relativiert werden. Je nach Fahrmodi gibt der Bordcomputer eine Reichweite aus, die auf den zuvor erreichten Stromverbrauchswerten basiert. Da kann im S-Modus (volle Leistung, spontan und kraftvoller Antritt), trotz des vollen Akkus, der Wert von 128 km im Bordcomputer auftauchen. Wer auf E oder E+ stellt, überzeugt die Anzeige dann zu einem „um die 140  bis 155 km“. Allerdings ist das noch immer das größte Problem. 155 km? Selbst wenn die Reichweite ausreicht für den Alltag von 99% aller Autofahrer, man fährt mit einem E-Auto aktuell noch nicht mit einem guten Gefühl auf die 0 km Reichweite zu. Ein Sicherheitspolster von 20 km würde ich als normal betrachten. Bleiben 100 bis 130 km in der realen Welt.

Weiter mit RANGE PLUS

Gegen Aufpreis bietet Mercedes-Benz den „Range Plus“-Taster an. Wer diesen auf der Fahrt drückt, der vergrößert den Wirkungshub und das Ladefenster der Batterie und damit die Reichweite. Ein Plus von bis zu 30 km gibt Mercedes-Benz an. Zieht man die üblichen Prozente aus dem Normverbrauchsthema ab, dürften 20 km realistisch sein. Range Plus kostet Aufpreis und geht theoretisch zu Lasten des 28 kWh-Akkus. Da die 28 kWh jedoch nur die Nenn-Kapazität sind und der gesamte Akku eher im Bereich von rund 32-34 kWh liegen dürfte, arbeitet man bei Mercedes-Benz hier mit einem cleveren Lademanagement der Batterie. Die Technik an sich stammt von TESLA. Die Nutzung von RANGE PLUS nimmt keinen Einfluss auf die 8-Jahre Garantie, die man von Mercedes-Benz auf die Batterie gibt.

Test Fahrbericht 055 Mercedes B-Klasse ED

Mercedes.me

Ausgesperrt und schlecht informiert?

Digitalisierung ist das Schlagwort. Konnektivität spielt eine Hauptrolle. Auch bei Mercedes-Benz und deswegen gibt es Mercedes Me. Ein Portal, eine digitale Schnittstelle zwischen Nutzer und Auto, zu bedienen über das Web oder per App auf dem Smartphone. Der Test mit der ED-Version der B-Klasse zeigt jedoch die Mängel der aktuellen Mercedes Me-Generation. Mängel? Ja.

Wie voll ist eigentlich der Akku? Es ist die schlichtweg wichtigste Information, die man bei einem E-Fahrzeug benötigt. Wie voll ist der Akku? Eine App, die einem auf dem Smartphone den Ladezustand des Auto anzeigt, ist also mehr als sinnvoll. Die Digitalisierung des Automobils schreitet voran, Konnektivität zieht in die Autos ein – die B-Klasse ED verrät über die Mercedes-ME App jedoch nichts vom Ladestand der Batterien, über Restlade-Zeit oder mögliche Reichweiten. Merkwürdig.

Mach mal das Auto zu! „Das Fahrzeug ist nicht verschlossen.“ Wer seinen Mercedes verlässt und das Fahrzeug nicht verschließt, den erinnert Mercedes.Me per App. Soweit die App installiert und das Fahrzeug in der App hinterlegt ist. Praktische Funktion. Denn die App bietet zugleich an, das Fahrzeug nun Remote zu verschließen. Sehr praktisch. Bis zu dem Punkt, an dem sich das Fahrzeug nicht mehr entriegeln lässt. Der Schlüssel lag im Fahrzeug, das Fahrzeug per App verriegelt und dann – vor dem Auto stehend, ließ es sich nicht mehr entriegeln. So etwas passiert natürlich an einem Samstag, die Mercedes.Me-Hotline arbeitet samstags jedoch nicht. Der Mercedes-Pannendienst ist hilflos. Das Fahrzeug abschleppen, einen Ersatzwagen erhalten zu erhalten, lautete das Angebot.

Noch während ich auf den Abschlepper wartete, entriegelte sich das Fahrzeug wieder … Sachen gibt es. Merkwürdig allemal!

Test Fahrbericht 077 Mercedes B-Klasse ED

Elektrischer Fahrspaß und Laden mit Weile

Auch wenn die gesamte Akku-Technik, der E-Motor und die Steuerungseinheiten von TESLA kommen, so richtig „schnell Laden“ hat Mercedes-Benz der B-Klasse nicht gegönnt. Gerade mal 11 kW lassen sich nachfüttern, da dauert das Vollladen dann über 2.5 Stunden. Warum man sich bei Mercedes-Benz so entschieden hat? Wir wissen es nicht. Aber wie genial wäre es gewesen, hätte sich Mercedes-Benz auf eine Kooperation mit TESLA und deren Supercharger-Netz eingelassen. Die Reichweite wäre ein noch kleineres Thema gewesen. Die Ladezeiten herzhaft verkürzt. So bleibt einem, will man die maximalen Reichweiten erreichen und nicht frühzeitig durch die Akku-Reichweitenanzeige in Panik versetzt werden, nur das Reduzieren der Leistung. Im E-Modus bleiben 98 kW und im E+-Modus wird sogar auf 65 kW begrenzt. Alles mehr als ausreichend im Alltag – aber hey, wenn 180 PS da sind, dann will man die auch nutzen.

Wer sich eine 400 Volt (16A) Wallbox leistet, der lädt die B-Klasse ED also in rund 2.5 bis 3 Stunden vollständig auf. Wir haben das Fahrzeug an unserer mobilen Wallbox (22kW) aufgeladen – einen Vorteil hat das nicht. Das Aufladen an der normalen 230 Volt-Steckdose dauert gute 9 Stunden!

Test Fahrbericht 012 Mercedes B-Klasse ED

Effizienz-Messung

623 Tassen Kaffee kochen oder eine Runde auf unserer Verbrauchsmessstrecke fahren. Mit 8.9 kWh für 42 Kilometern zeigt sich: Einfach mal so billiger fahren als mit einem „kleinen“ Diesel kann man auch mit einem E-Auto nicht. Es sind schon zwei Schritte auf einmal notwendig. Selbst gezapfter Strom zum Nulltarif verändert jedoch die gesamte Rechnung. Wer sich für die Effizienz-Messung der B-Klasse ED und unsere Gedanken zum Energiewandel interessiert, der liest hier den ganzen Artikel.

Test Fahrbericht 007 Mercedes B-Klasse ED

Merkwürdige Zeiten

Es sind merkwürdige Zeiten. Zeiten, in denen man sich über manches wundert, sich vieles verändert. Für den Otto-Durchschnittsfahrer sind über 140 km elektrische Reichweite mehr als ausreichend. Gespräche mit B-Klasse Fahrern während des Tests haben gezeigt: Interessiert an der e-Mobilität sind sie alle, das tolle Raumgefühl der B-Klasse ist für die Käufer immer ein Hauptgrund gewesen – aber nicht einmal 200 km Reichweite in der Realität? Ein Grund, zum Diesel zu greifen. Fragt man nach den Jahresfahrleistungen, bekommt man 12.000 km genannt. Am Tag? Selten mehr als 60 km. Eigentlich ideale Bedingungen für die E-Mobilität. Nur die Sache mit der „Veränderung“, die ist vielen dann doch unangenehm. Merkwürdig, oder?

Test Fahrbericht 018 Mercedes B-Klasse ED

Premium-Elektromobilität

Basispreis: 39.151 € sind eine Ansage. Und wer sich die üblichen Verdächtigen auf der Aufpreisliste aussucht, also elektrische Sitze mit Memory, das Range Plus Paket, Sitzheizung, Surround-Soundsystem, das Comand-System, Parkpilot und Rückfahrkamera, Sidebags im Fond und Pre-Safe, Keyless-Go und das Mode 2 Kabel für die Wallbox sowie den Fernlicht-Assistenten und das Intelligent Light-System ordert – der hat am Ende 52.633,70 € auf der Preisliste stehen. Da sind die 4.000 € Förderung der Bundesregierung nur ein Milli-Amperchen auf der Starkstromleitung.

Test Fahrbericht 036 Mercedes B-Klasse ED

Fazit:

Die Zeit ist drive. Electric Drive.

Ja, E-Autos sind teuer. Und ein Premium-Fahrzeug ist immer noch ein wenig teurer. Die Zeit ist jedoch reif. Und auch wenn Mercedes-Benz nicht mit der Prämie wirbt, die 4.000 € (von denen 50% eh der Hersteller tragen muss) sind nur der Anfang für die Preis-Diskussion mit dem Händler. Wer sich für ein E-Auto interessiert, dessen Extravaganz sich auf dem Level von Hildegard Knef bewegt und nicht auf dem Niveau von Amy Winehouse, der landet entweder beim e-Golf oder bei der B-Klasse von Mercedes-Benz. Und das ist gar nicht merkwürdig.

Test Fahrbericht 042 Mercedes B-Klasse ED

[notification type=“notification_info“ ]

„E wie einfach“

Alternative zu: e-Golf, Nissan Leaf
Passt zu: Premium fahren, aber keine Emission emittieren.
Das überzeugt: Die Optik und das Raumgefühl[/notification]

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Bewegtbild: Das Video von Jan zum B250e (ausfahrt.tv)

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[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mercedes-Benz

B-Klasse ED 250e

Motor Flüssigkeitgekühlter E-Motor von TESLA
Hubraum entfällt
Leistung 132 kW
Kraft  340 Nm
Getriebe entfällt
Antriebsachse Vorderachse

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.393, 1.786, 1.557 mm
Radstand nn mm
Leergewicht 1.726 kg
Wendekreis
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,9 sec
Durchzug 60-100km/h 3,9 sec

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[toggle title=“Verbrauchswerte“]

m-a-b Minimalrunde  21.2 kWh / 100 km
Normwerte nach NEFZ 16,6 kWh / 100 km

Test, Text und Fotos: Bjoern Habegger

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News: Mercedes-AMG GLC 43 4Matic – Stärkste Ausbaustufe

Audi hat den SQ5, BMW den X4 M40 i und nun kommt Mercedes-AMG mit dem GLC 43 4Matic. Der Stuttgarter, der in der Mittelklasse der SUV angesiedelt ist, erhält das doppelt aufgeladene Aggregat aus dem C 43 und rangiert damit leistungsmäßig über den Premium-Konkurrenten. 367 PS holen die Schwaben aus dem Sechszylinder und zeigen damit einen Vorstoß in Richtung Sportlichkeit. Sofern man mit einem SUV überhaupt richtig sportlich sein kann. Read more

News: Mercedes-AMG E 43 4Matic – Mit 401 PS die vorläufige Spitze

Erst zeigten uns die Stuttgarter den Innenraum des neuen Business-Modells, dann wurden Exterieur-Fotos präsentiert, kürzlich folgte die Premiere der neuen E-Klasse: Sukzessive gab man mehr bekannt. Umso mehr verwundert es, dass das Topmodell der Baureihe nicht allzu lange auf sich warten ließ und nun in Form des Mercedes-AMG E 43 4Matic vorgestellt wird. Zumindest vorerst, denn wir alles wissen, dass sich die Stuttgarter nicht mit 401 PS zufrieden geben – vor allem angesichts der erfolgreichen Konkurrenz vom Schlage eines BMW M5 oder Audi RS6. Jetzt aber beleuchten wir das vorläufige Topmodell. Read more

News: Brabus C63 S – Der Business Express

Die Leistungdaten lesen sich wie die eines flachen Supersportwagen:  650 PS, 820 Nm und 320 km/h Topspeed – das klingt verdächtig nach Ferrari, Lamborghini und Co. Weit gefehlt, wir sprechen hier von einer viertürigen Mittelklasse-Limousine. Die Rede ist aber nicht von irgendeiner Limousine, sondern vom Brabus C63 S. Wer die Bottroper Edelschmiede kennt, weiß, dass die Mercedes, die Bodo Buschmanns heilige Hallen verlassen, alles andere als langsame Massenware sind. Wir sehen uns den Boliden mal genauer an.

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16 Auto-Geburtstage in 2016

1.) 1886 (130 Jahre): Der Mannheimer Unternehmer Carl Benz erhält am 29. Januar ein Patent für ein „Fahrzeug mit Gasmotorenantrieb“. Am 4. Juni erscheinen erste Zeitungsberichte über den Motorwagen. Erste Testfahrten der Daimler Motorkutsche. Auf dem Neckar wird ein Motorboot mit Daimler-Aggregat erprobt. Das französische Unternehmen De Dion-Bouton bietet Fahrzeuge mit Dampfantrieb an. Der amerikanische Unternehmer William Durant kaufte eine Kutschenfabrik in Coldwater und gründet die Flint Road Cart Company. Die Vorboten des 1908 von Durant gegründeten Konzerns General Motors

2.) 1891 (125 Jahre): Der Amerikaner William Morrison erprobt in Des Moines (Iowa) Elektrofahrzeuge, die 1893 zur Attraktion der Weltausstellung in Chicago werden und ein erster Schritt zur Elektromobilität sind. Bis 1912 werden mehr Elektrofahrzeuge als Verbrenner gebaut. Peugeot startet sein Motorsportengagement, zunächst außer Konkurrenz mit einem Begleitfahrzeug bei der Fahrradfernfahrt Paris-Brest-Paris. Der französische Hersteller Panhard & Levassor präsentiert den sogenannten Standardantrieb, der aus Frontmotor und Hinterradantrieb besteht und allgemein übernommen wird. Assar Gabrielsson, einer der beiden Volvo-Gründungsväter, wird am 13. August im schwedischen Korsberga geboren

3.) 1896 (120 Jahre): Der erste von Peugeot für Pkw entwickelte Motor debütiert. Henry Ford baut sein erstes Quadricycle und verkauft davon vier Einheiten

4.) 1906 (110 Jahre): Rolls-Royce wird eingetragen. Am 27. Juni erzielt Fred Marriot mit einem Stanley-Dampfwagen (damals ein verbreitetes Motorenkonzept) am Strand von Ormond Beach (Florida, USA) eine Geschwindigkeit von 195,652 km/h über einen Kilometer und 206,448 km/h über die Distanz einer Meile. Es ist der vorläufig letzte Weltrekord für ein Dampfauto. Als erster Peugeot ist der Typ 80 schneller als 100 km/h. In Deutschland wird die Kfz-Steuer nach sogenannten Steuer-PS eingeführt. Die dazu angewendete Formel berücksichtigt die Zylinderzahl, Bohrung und Hub. Das deutsche Unternehmen AEG stellt einen elektrischen Zigarrenanzünder für Autofahrer vor, bei dem auf Tastendruck ein Platindraht durch Batteriestrom erhitzt wird. Carl Benz schenkt dem Deutschen Museum in München den ersten von ihm gebauten Motorwagen aus dem Jahr 1886

5.) 1916 (100 Jahre): Die Bayerischen Motoren Werke (BMW) werden am 20. Juni gegründet. Am 12. August wird das erste Pikes Peak Bergrennen ausgetragen. Das erste Rennen wird von einem Auto mit Achtzylinder-Flugmotor gewonnen. Beginn der Kriegsführung mit Panzern als britische Truppen in der Schlacht an der Somme Tanks einsetzen. Opel stellt den ersten Sechszylindermotor mit 4,7 Liter Hubraum in dem 18/50 PS Modell vor. Ferruccio Lamborghini, italienischer Automobilkonstrukteur, wird geboren

6.) 1921 (95 Jahre): Rumpler präsentiert seinen stromlinienförmigen Tropfenwagen, der in Serie geht

7.) 1926 (90 Jahre): Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Daimler und Benz zu Mercedes-Benz. Erste Mercedes-Benz-Baureihen sind die Typen 8/38 PS und 12/55 PS. Henry Ford führt in seinen Werken den Achtstunden-Arbeitstag und die Fünf-Tage-Woche ein. Citroën B15 debütiert aufPariser Salon als erstes französisches Nfz mit geschlossener Kabine. Citroën ist größter Autobauer Europas, 31.000 Mitarbeiter produzieren täglich 400 Autos. Der Opel „Laubfrosch“ wird durch immer neue Preissenkungen für breite Bevölkerungskreise erschwinglich. Das Fließbandauto kostet statt ursprünglich 4.500 Mark nur noch 2.980 und später 1.990 Mark. Bei Ford beginnt die Produktion des Modell T in Berlin. Außerdem werden in Berlin Verkehrsampeln mit der Lichtzeichenfolge Rot-Gelb-Grün eingeführt. Der Autobahnbau-Verein Hafraba zur Vorbereitung der Autostraße Hamburg-Frankfurt-Basel wird in Frankfurt gegründet

8.) 1936 (80 Jahre): Morgan 4/4 als Ahnherr der bis heute in Produktion befindlichen Roadsterreihe wird vorgestellt und eingeführt. Marktstart des Peugeot 302, Kompaktklasse im Stromliniendesign. Der Peugeot 402 B Diesel geht in Produktion. Peugeot lanciert ein Automatikgetriebe von Fleischel und das elektromagnetische Getriebe von Cotal, das in zehn Prozent aller Peugeot eingebaut wird. Mit dem 402 Andreau (Année 1940) führt Peugeot das Stromliniendesign zu einem Höhepunkt, überdies ist der 402 eines der ersten europäischen Concept Cars und Dreamcars. Das Vorgängerunternehmen der heutigen Peugeot Deutschland GmbH, die Saarbrücker Firma Kochte & Rech, wird mit dem Vertrieb und Service von Peugeot für Deutschland beauftragt. Der Volvo PV51 wird eingeführt. Diese vom Volvo PV36 Carioca abgeleitete Baureihe gilt als erstes erschwingliches und erfolgreiches Volvo Familienfahrzeug.Erster Prototyp des späteren Volkswagen Käfer Cabriolets von Karmann. BMW präsentiert den Sportwagen 328 und Mercedes-Benz den Typ 170 V als neues Einstiegsmodell. Der Fiat 500 Topolino debütiert als kleinste Baureihe in Massenproduktion. Citroen führt den Typ Rosalie 11 UD mit Dieselmotor ein. Opel Kadett A und Super 6 gehen in Serie. Mit einer Jahresproduktion von 120.293 Fahrzeugen ist Opel größter Autobauer Europas. Toyota AA geht als erster Pkw der Marke in Serie. Bugatti Atalante Type 57 wird eingeführt. Bei einer Verkehrszählung wird die heutige A3 im Abschnitt Köln-Düsseldorf als meistbefahrene europäische Fernstraße ermittelt mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von 3.000 bis 3.500 Fahrzeugen

9.) 1941 (75 Jahre): Am 6. Juni stirbt der amerikanische Automobilkonstrukteur und Rennfahrer Louis Chevrolet. Die Tankstellen der Reichsautobahnen halten neben Benzin auch Holz für Generatoren-Automobile bereit. Gleichzeitig werden in Deutschland alle Privatfahrzeuge für den Kriegseinsatz beschlagnahmt, ausgenommen sind allerdings Zweitakter, Frontantriebsmodelle und Fahrzeuge mit weniger als 1,0-Liter Hubraum. Das Elektrofahrzeug Peugeot VLV geht in Serienproduktion

10.) 1946 (70 Jahre): Erstes Volkswagen-Jubiläum als die Belegschaft im März die Auslieferung des 1.000sten Käfers seit Beginn der Serienfertigung feiert. Auf dem Pariser Salon debütiert der Renault 4 CV als französisches Volksfahrzeug. Der englische Jowett Javelin gilt dank Einzelradaufhängung und Stromliniendesign als Trendsetter für Kleinwagen. Produktionsbeginn des Volvo PV60 als für lange Zeit letztes Volvo Luxusmodell (erst mit dem Volvo 164 nahm Volvo diese Tradition wieder auf). Bau des ersten Nachkriegs-Opel, des Opel Blitz 1,5 Tonnen. Gründung der Designschmiede Carozzeria Alfredo Vignale in Turin, heute liegen die Vignale-Markenrechte bei Ford

11.) 1956 (60 Jahre): Debüt der Renault Dauphine, die sogar in den USA Exporterfolge erzielt und als erstes Renault-Modell in mehr als zwei Millionen Einheiten produziert wird. Peugeot 403 Cabriolet (Dienstfahrzeug von TV-Inspector Columbo) geht in Serie. Ebenfalls neu sind Mercedes-Benz 190, 220 S und 219. Lincoln Capri, eine neue Generation des Opel Kapitän und der Volvo Amazon P120 werden enthüllt. Deutscher Marktstart von Citroen DS 19 und Peugeot 403. Erstes polnisches Volksfahrzeug ist der bis 1982 gebaute FSO Syrena mit Zweizylinder-Zweitaktmotor aus Warschauer Produktion. Die sowjetische Eigenentwicklung Moskwitsch 402 ersetzt den bisher unter Moskwitsch-Logo gebauten Vorkriegs-Opel Kadett. Dessen Produktionsanlagen waren in Rüsselsheim demontiert worden und als Reparationsleistungen in die Sowjetunion gebracht worden. Markteinführung des Toyota RK23, erster erfolgreicher Pickup und Vorläufer des Toyota HiLux.Der Standort Hannover-Stöcken übernimmt die Produktion des VW-Transporters – erster Spross der späteren Nutzfahrzeugfamilie im Konzern. Marktstart der Kleinstwagen Victoria Spatz und Heinkel Kabinenroller.Bosch präsentiert das asymmetrische Abblendlicht, das den rechten Fahrbahnrand weiter ausleuchtet. In Belgien wird die Führerscheinpflicht eingeführt, allerdings ohne Fahrprüfung für alle über 21-jährigen Autobesitzer. Am 11. Oktober beschließt der Bundestag die Einführung einer sogenannten Verkehrssünderkartei beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Die Mineralölkonzerne erhöhen in der Folge der Suezkrise die Benzinpreise auf 64 bis 68 Pfennig pro Liter. Die Jahres-Automobilproduktion in der Bundesrepublik überschreitet zum ersten Mal die Millionenmarke, davon werden 484.000 Kraftfahrzeuge exportiert. Porsche feiert am 16. März die Auslieferung des 10.000sten Sportwagens vom Typ 356. Debüt des Volvo PV444 auf der New York Motorshow. Dort unterschreiben sofort 100 begeisterte neue US-Vertriebspartner einen Händlervertrag, der Beginn für die Volvo Erfolgsgeschichte in den USA. Die Bugatti-Fabrik im elsässischen Molsheim wird aufgelöst und der Industrielle Fritz Schlumpf kauft die Restbestände als Grundlage seiner weltgrößten Bugatti-Samnmlung

12.) 1961 (55 Jahre): Der Jaguar E-Type und Peugeot 404 Coupé und Cabriolet werden präsentiert. Peugeot gründet das erste internationale Tochterunternehmen zur Fahrzeugmontage in Argentinien (IAFA). Der Citroën Ami 6 wird am 24. April in ganz Europa gleichzeitig vorgestellt. IAA-Debüt von MG Midget, Renault 4 und Volkswagen 1500 Stufenhecklimousine (Typ 3), BMW 3200 CS und BMW 1500 (Neue Klasse). Der Bremer Autobauer Borgward muss Konkurs anmelden. Der fünfmillionste VW Käfer läuft vom Band. Japan öffnet sich und erlaubt den Import von Fahrzeugen für Privatpersonen. Toyota Publica 700 Kleinwagen geht in Großserie. Serienanlauf des deutschen Amphicar 770. Ab dem 1. Juli gilt in Deutschland ein Gesetz, dass Diebstahlsicherungen für Neuwagen vorschreibt. Mit 1,9 Millionen produzierten Fahrzeugen ist Deutschland größter europäischer Autohersteller und die Nummer zwei in der Welt hinter den USA.

13.) 1966 (50 Jahre): BMW übernimmt den bayerischen Konkurrenten Glas. Jaguar wird Teil der British Motor Corporation (BMC), die zur British Motor Holding umfirmiert. Fiat 124 wird vorgestellt und als Lada designiertes sowjetisches Volksauto (Fiat errichtete von 1966 bis 1970 in Toljatti ein Werk). Serienstart der ersten Generation des Toyota Corolla.Gleich 13 Geschwindigkeitsweltrekorde stellt imOktober Japans erster Supersportwagen auf, der Toyota 2000GT. Darunter auch die Rekorde über 15.000 Kilometer und10.000 Meilen.Jensen FF erster moderner Seriensportwagen mit Allradantrieb. Premiere für Alfa Romeo 1600 Spider (Duetto), Alfa Romeo GT 1300 Junior, Audi 80, Audi Super 90, BMW 1600-02 bzw. BMW 02-serie,  BMW 2000, Chevrolet Camaro, Daf 44 (mit wegweisender Michelotti-Karosserie, die noch dem Volvo 66 die Konturen gab), De Tomaso Mangusta (Vorserienauto), Ferrari 275 GTB/4, Ferrari 330 GTC, Fiat 124 Coupé und Sport Spider, Ford 12 M/15 M (P6), Glas 2600 V8 (Serienanlauf), Honda N 360, Jeepster Commando, Jensen Interceptor, Lamborghini Miura, Lotus Europa (Kunststoffkarosserie), Maserati Ghibli 4700, Mercedes-Benz 250 SL, Nissan Silvia, Opel Rallye Kadett, Opel Rekord C, Peugeot 204 Coupé und Cabrio, Porsche 911 S, Subaru Fronte (erster Subaru mit Boxermotor), Triumph GT6, VW 1500, Volvo 144. Der einmillionste Opel Kadett rollt in Bochum vom Band. Am 27. Februar 1966 stirbt Alfred P. Sloan, legendärer Präsident von General Motors, Erfinder von Markenhierarchien, Plattformstrategien und des ersten Designzentrums für Concept Cars in einem Autokonzern. Battista „Pinin“ Farina, italienischer Karossier und Automobildesigner stirbt am 4. April. Wunibald Kamm, einer der wichtigsten Kraftfahrzeug-Aerodynamiker, stirbt am 11. Oktober. Elliott Handler, Mitbegründer des Spielwarenunternehmens Mattel entwickelt die Idee der Hot-Wheels-Modellautos, der wichtigsten US-Wettbewerber zu den englischen Matchboxautos. In „Batman – The Movie“ wird das bereits fast zehn Jahre alte Concept Car Lincoln Futura automobiler Hauptdarsteller

14.) 1976 (40 Jahre): Marktstart von Alfasud Sprint, Audi 100 (erstmals mit Fünzylinder-Benziner), BMW 6er, Citroën CX Prestige, Citroën LN, Ferrari 512 BB, Ford Fiesta, Honda Accord (erstes Mittelklassemodell), Innocenti De Tomaso, Lada Niva, Lancia Gamma, Lotus Esprit, Maserati Kyalami, Renault 14, Rover 3500 SD1, Seat 1200 Sport Bocanegra, Triumph TR 7, Volvo 343, VW Golf Diesel. In Wolfsburg läuft der einmillionste Golf vom Band. Einführung des Toyota Corolla Liftback als modischer Shooting Brake.Seit Jahresbeginn gilt in Deutschland die Gurtpflicht, außerdem wird die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h gesetzlich eingeführt (vorher versuchsweise), Kinder unter zwölf Jahren dürfen nicht mehr auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und der zulässige Bleigehalt im Benzin wird reduziert von 0,4 g pro Liter auf 0,15 g je Liter. Als Weltneuheit präsentiert Volvo in Kalifornien den ersten Dreiwege-Katalysator mit Lambdasonde.Die National Highway Traffic Safety Administration in den USA kauft eine Serie von insgesamt 24 Volvo 240. Diese dienen als Referenzfahrzeuge in Sicherheitsstandards für alle Neuwagen auf dem US-Markt. Porsche gewährt auf die feuerverzinkte Karosserie des 911 sechs Jahre Garantie gegen Durchrostung, in Deutschland ein Novum in der Pkw-Geschichte. Ford eröffnet in Valencia (Spanien) ein neues Werk, das für 1,2 Milliarden Mark errichtet wurde und in dem zunächst der Fiesta gefertigt wird

15.) 1986 (30 Jahre): Auf dem Genfer Salon feiert der Toyota Supra Europa-Premiere. Deutschlandstart des bis dahin leistungsstärksten Toyota im September.Verkaufsstart für das Peugeot 205 Cabriolet. Der seit 1982 für die französischen Streitkräfte gebaute Peugeot P4(Lizenz vom Mercedes-Benz G-Modell) ist auch in einer Zivilversion bestellbar. Neu sind außerdem Audi 80, Bentley Turbo R, BMW 7er, Ferrari Mondial 3.2, Honda Prelude (mit Allradlenkung), Jaguar XJ6, Lancia Thema 8.32 (Ferrari), Mazda RX-7, Mercedes-Benz 560 SEL, Opel Omega (löst nach über 30 Jahren die Baureihe Rekord ab), Opel Kadett Cabrio, Rover 800, Suzuki Swift GTI, VW Golf Syncro und Golf GTI 16V, Volvo 480 (erster Volvo mit Vorderradantrieb). Untergang der Marke Talbot (vormals Simca, Chrysler, Matra und die englischen Marken der Rootes-Gruppe). Am 31.12. läuft in Brasilien der letzte VW Käfer vom Band. Der Volkswagen-Aufsichtsrat erteilt am 21.2. seine Zustimmung zur Mehrheitsbeteiligung am spanischen Seat-Konzern. Bei der Fußball-WM in Mexiko stellt VW 150 Passat für Sportler und Medien bereit, bei der Bandenwerbung ist Opel Sponsor. Die Produktion des Ford Capri wird eingestellt. Die Prototypen des erst 1989 vorgestellten Lexus LS 400 werden auf deutschen Autobahnen erprobt

16.) 1991 (25 Jahre): Neu vorgestellt werden BMW 3er Coupé, Bugatti EB 110, Fiat Cinquecento, Mazda MX-3 V6, Mazda MX-6, Opel Astra, Opel Frontera,  Peugeot 106, Porsche 968, Renault Alpine A610, Seat Toledo, Toyota Celica Turbo 4WD, Toyota Celica Cabriolet, Volkswagen Golf III und Volvo 850. Dazu gibt es das deutscheZwölfzylinderduell BMW 750iL vs. Mercedes 600 SEL. Vor 25 Jahren startete Hyundai auf dem deutschen Markt. Produktionseinstellung bei Wartburg und Trabant (März/April). Lexus erweitert sein Modellprogramm um den SC400 und ist mit 71.206 Zulassungen erfolgreichster Oberklasse-Anbieter in den USA. Mit der Übernahme der tschechischen Marke Skoda als vierter Volkswagen Konzernmarke wird das Skoda-Fahrzeugwerk in Vrchlabi, Tschechien, 25. Produktionsstandort im Konzern

 

 

Autor: Wolfram Nickel/SP-X

Test: Mercedes-Benz C400 4Matic

Kennen Sie dieses Spiel? Euro-Beträge in DM umrechnen und dann in der Erinnerung schwelgen, in der ja früher alles besser war – und billiger? Ja – dann rechnen Sie doch mal 54.055,75 € um. Das war mal „eine S-Klasse“, nicht wahr? Heute steht die C-Klasse mit dieser Summe in der Preisliste und ist nicht einmal die Top-Motorisierung. Nein, weit entfernt vom Top-Brenner C63 mit seinen 86k (immer als „T-Modell“). Und? War früher alles besser? Alles billiger? Schauen wir mal nach! 

Für Aufsteiger

Test Mercedes-Benz C400T 4matic

Test Fahrbericht 63 Mercedes-Benz C400 T-Modell 2

Der Motor würde gierig am Gas hängen und das Fahrwerk sei eine „Wucht“ – kurzum, der neue C400 der beste „Dreier“, den man in Stuttgart je gebaut hat. So schrieb es der mein-auto-blog Redakteur Axel, als er von den Testfahrten in Marseille zurück kam. Das weckte die Neugierde! Da muss der C400 noch einmal ran. Zum Test!

Vierhunderter, Viermatic!

Dass man in Stuttgart bei der C-Klasse alles richtig gemacht hatte, man konnte es am ersten Feedback aus der Presse und bei den Kollegen herauslesen. Zum ersten Mal gibt es eine optionale Luftfederung in diesem Segment. Das muss man erst einmal umsetzen. Weil die C-Klasse sich viele Teile mit der im Frühjahr kommenden E-Klasse teilt, kann man aber eben nun auch in dieser Liga mit „feinen“ Ausstattungsdetails punkten. Im nun gefahrenen C400 T-Modell kam eben diese Luftfederung zum Einsatz und der von Redakteur Axel so gelobte V6-Turbo-Benziner. Kombiniert zudem mit der Mercedes-Allradtechnik 4 matic.  Dass man in der C-Klasse noch immer auf den 9-Gang Automaten verzichten muss, ist bei 480 Nm zu verkraften.Test Fahrbericht 87 Mercedes-Benz C400 T-Modell 1

Hans hat Dampf! 

Früher hatten Dieselmotoren Druck, Benziner die Drehfreude. Beides zu kombinieren war wagemutig und führte zu durstigen Turbo-Benzinern. Daher hatten große Mercedes einen ordentlichen V8 mit Hubraum. Heute sind für 333 PS nur Dreiliter-Motoren notwendig und dank Turboaufladung mit Schichtladungs-Prinzip lassen sich 480 Nm und 7.4 Liter Normverbrauch kombinieren. Dass der V6 dazu noch hoch dreht, als wäre die Turboaufladung nicht mit Staudruck-Effekten und Turbinen, die auf Drehzahlen jenseits der 100.000 gebracht werden müssen, verbunden, grenzt an Magie im Motorenbau.

Mercedes-Benz gönnt dem C400 zudem ein sattes, nie aufdringliches, unter Last aber durchaus erotisches Motorengeräusch. Singend, unter Druck nach Luft holend klingend, summt sich der V6 in die Herzen der Insassen.

Fahr Vergnügen

Es ist die Handlichkeit, die verblüfft. Klar, ist ja auch ein „Baby-Benz“. Wie respektlos. Diese Blasphemie. Den C400 einen Baby-Benz zu nennen, nur weil oberhalb des C mittlerweile so viele weitere hochpreisige Baureihen kommen. Nein, Baby-Benz wird weder dem C400 an sich noch der Kaufsumme, die man dafür abdrücken musste, gerecht. Der C400 ist bereits oberhalb der meisten Leasing-Listen, die man in den Personalabteilungen austeilt. Der C400 ist als T und 4matic eher was für den Freiberufler, der seinen Erfolg nicht auf den ersten Blick offenbaren will. Klar, da ginge mehr – aber C, als Kombi, sieht so bodenständig aus. Was der C400 T 4matic auf der Straße zaubert, ist von bodenständig jedoch so weit entfernt wie die S-Klasse von der Bezeichnung Baby-Benz.

Die Luftfederung spielt eine große Rolle, der fulminante V6 ebenso. Dass man nur 7 anstelle der möglichen 9-Gänge bekommt, sei es drum, dafür hat man ja die 480 Nm weit über das Drehzahlband verteilt.

[one_half] [notification type=“notification_mark“ ]Die Basics:[/notification]
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  • 2 Wochen im Test
  • 1.897 Testkilometer 
  • Basispreis: 54.055,75 €
  • Testwagenpreis: 80k+ €

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[one_half last=last] [notification type=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:[/notification]
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Der aktuell beste Dreier kommt vom Daimler. Stimmt.

Agiles Einlenken, sportliches Hetzen über Landstraßen jeder Art, heftig schnelle Etappen über die Autobahn und die Langstrecke. Der C400 gönnt sich keine Schwächen. Selten hat ein Auto in diesem Segment einen so überzeugenden Spagat aus Komfort und Sport unter einer Hülle vereinen können. Die Lenkung könnte bei ganz fieser Kurven-Attacke noch ein wenig schwergängiger sein, aber das ist Kritik auf höchsten Niveau.

Wer sich ausgetobt hat, nutzt die Assistenzsysteme des C400 – es lässt sich optional alles einpacken, was heute nützlich ist. Ein Tempomat mit Abstandskontrolle und der Staufolge-Assistent sollten auf jeden Fall an Bord sein. Das Head-Up Display ist ebenso empfehlenswert.

5-Sterne-Auto, aber nur einer im Kühlergrill

An das Command-System mit viel zu großen Einfassung, steil stehend über der Mittelkonsole, man hat sich schnell daran gewöhnt. Der Drehdrücksteller passt gut in die Hand, die Bedienung passt. An dem merkwürdigen Touchfeld war auch nach zwei Wochen noch keine Freude zu vermelden. Mal reagiert es, mal nicht. Mal genauer, mal ungenauer. Nein – dann lieber gleich einen Touchscreen.

Wer sich den V6 und den Allrad im C-Kombi gönnt, der darf auch das Kreuz beim Burmester-Soundsystem, der Sitzbelüftung und den komplett elektrisch zu bedienenden Sitzen machen. Test Fahrbericht 75 Mercedes-Benz C400 T-Modell 2

Fazit:

Mit jedem Häkchen in der Aufpreisliste verändert sich der Charakter der C-Klasse. Vom schnöden Dienstwagen zum luxuriösen Langstrecken-Gleiter. Dass man sich dabei noch einmal auf einen fulminanten V6 als Motorisierung festlegen kann, verdankt man dem überschaubaren Durst des Bi-Turbo V6. Wer reist, statt zu rasen, der drückt den Verbrauch leicht unter die 9 Liter Marke. Wer sich ein wenig in Zurückhaltung übt, schafft auch eine 7 vor dem Komma.

Nein – früher war eben nicht alles besser. Die Motoren waren durstiger, hatten aber weniger Drehmoment. Luftfederung war ein Privileg der Luxusklasse und das Niveau, auf dem sich ein Kombi in dieser Klasse bewegte, das war schlicht unterirdisch. Der C400 T 4matic ist teuer – aber jeden Cent wert.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mercedes-Benz 

C 400 T 4 matic

Bauart V6, Bi-Turbo, Schichtladung
Hubraum 2.996 ccm³
Leistung 333 PS / 5.250 U/min
Kraft 480 Nm / 1.60000 U/min
Getriebe 7-Gangautomatik
Antriebsachse Allradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.702, 1.810, 1.457 mm
Radstand 2.840 mm
Leergewicht 1.730 kg
 Wendekreis 11.22 m
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 5.2 sec
Normverbrauch 7.4 l/100 km

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Fotos im Artikel und Titelbild: Bjoern Habegger

Weltpremiere des Mercedes-Benz GLC | Livestream

Am kommenden Mittwoch (17.Juni) wird Mercedes-Benz die Facelift-Version des Mercedes-Benz GLK präsentieren. (Nachtrag: Wir kennen die technischen Daten des GLC (Radstand, Spurweite etc.) des GLC noch nicht und gehen daher im Augenblick eher von einem umfangreichen Facelift aus denn von einer völligen Neu-Konstruktion) Neben dem umfangreichen kosmetischen Make-Up und vermutlich einer Menge an neuen Assistenzsystemen (bekannt aus der C-Klasse, S-Klasse, E-Klasse) tauscht Mercedes-Benz mit der „großen Mopf“ auch den Namen aus. GLK wandert auf das Abstellgleis der Automobil-Historie und mit GLC zeigt man dem Kunden die Zugehörigkeit der Fahrzeugklasse in die Modellpalette der „C-Klassen“ an. So wie der GLE vor kurzen den ML abgelöst hat und mit dem „E“ am Ende die Klassenzugehörigkeit zur E-Klasse demonstriert wird.

Und raten Sie mal, wie der GL im Herbst genannt wird?

Der Livestream zur Präsentation:

Mit dem neuen GLC stellt Mercedes-Benz am 17. Juni in Metzingen die zweite Generation seines Mittelklasse-SUV vor. Die Geländeeigenschaften des Mid Size SUV sind nach wie vor überragend, optisch setzt sich der GLC aber deutlich von der Formensprache seines Vorgängers ab. Aber nicht nur im Hinblick auf das Design gibt es Unterschiede: Auch Komfort und Agilität werden auf ein neues Niveau gehoben. Dafür sorgt die in diesem Segment einzigartige Mehrkammer-Luftfederung AIR BODY CONTROL in Kombination mit dem Fahrdynamikprogramm DYNAMIC SELECT und dem permanenten Allradantrieb 4MATIC. Modernste Assistenzsysteme und eine hervorragende Energieeffizienz komplettieren den Anspruch des GLC, einen Maßstab in seinem Segment zu setzen. Im Vergleich zum Vorgänger konnte der Verbrauch um bis zu 19% gesenkt werden.

Mercedes baut einen Pick-Up

Es gibt keine Tabus mehr und eine einzigartige Daimler-DNA dürfte man bald auch als Geschichte betrachten. Nachdem der smart mit Renault entwickelt wurde, die GLA-Gene demnächst als Infiniti Kompakt-SUV durch die Lande tingeln und selbst der kompakte Stadtlieferwagen nur ein spärlich verkleidetet Kangoo ist, kommt nun der Mercedes-Benz Pick-Up.

Mercedes-Benz GLL?

Zusammen mit Renault-Nissan wird Mercedes-Benz einen Pick-Up entwickeln, dessen Plattform auf dem japanischen Navara (oder Frontier) basiert. Damit wird die Klasse rund um den VW Amarok, Ford Ranger und Mitsubishi L200 zu den Mitbewerbern gehören. Ein Leiterrahmen, Starrachse hinten mit Blattfedern und rustikale Triebwerke dürfen als gesetzt angesehen werden.

Der Mercedes-Benz Pick-Up mit noch unbekannten Namen wird vor allem für die Märkte in Süd-Amerika, Afrika und Australien entwickelt – wobei man derzeit auch davon spricht, den europäischen Markt in Angriff zu nehmen.

Aktuelle Quellen sprechen von einem Markteintritt des Mercedes Pick-Up in den nächsten zwei Jahren – dafür spricht auch die Kooperation mit Renault-Nissan. Deren Navara ist bereits in der aktuellen Generation auf den Markt gekommen.

Wir haben uns mal Pinsel und Papier (ja, ja, rein virtuell) genommen und einen eigenen Entwurf des „1.0 Tonnen“ Pick-Ups erstellt. Darin enthalten sind mehr Details als in der Skizze, die Mercedes-Benz in der letzten Woche über Instagram veröffentlichte.

Erste Fahrt: Mercedes-Benz CLA Shooting Brake

Frankfurt am Main – Erster Test

Ein Shooting Brake ist ja eigentlich ein Coupé mit einem Steilheck. Und ein Coupé ist ja eigentlich nicht viertürig. Bis Mercedes-Benz kam und aus der E-Klasse einen CLS formte. Seitdem setzt sich diese elegante und dabei gerade noch praktische Karosserieform durch. Kombiniert man beides, das Steilheck-Coupé mit dem viertürigen Coupé, erhält man die Mercedes-Benz Variante des „Shooting-Brake“. Die „irgendwie“ Kombi-Version eines viertürigen Coupés. Klingt kompliziert und sinnlos. Sieht aber in der Realität richtig gut aus und ist nicht einmal so unpraktisch, wie man denken könnte.

Schön. Kompakt! Praktisch?

Erste Testfahrt im neuen CLA Shooting Brake

erster fahrbericht 07 mercedes-benz cla shooting brake

Zwischen Spessart und Taunus dem CLA Shooting Brake unter die Heckklappe geschaut 

Nachdem man bei Mercedes mit dem letzten Modellwechsel die A-Klasse vom Rentnerstuhl zum schnittigen Golf-Gegner zurecht geschliffen hatte, gab es Stimmen, die sich über das Platzangebot mokierten. Zu Recht. Gerade in Reihe zwei mangelt es an Kopffreiheit und auch das Hineinkrabbeln war dem Premium-Status eher unwürdig. Mit dem CLA, der ein klassischer kompakter Stufenheck-Vertreter geworden wäre, hätte man ihm nicht so viele CLS-Gene mitgegeben, wurde das auch nicht besser. Jetzt hatte man zwar einen ordentlichen Kofferraum, aber die Sache mit der Kopffreiheit, nun, die blieb überschaubar.

Jetzt also der Shooting-Brake. Nach A, B, GLA und CLA die fünfte Baureihe auf der Daimlerischen Frontantriebs-Plattform. War der CLA bereits eher dem wertigen Lifestyle-Segment zuzuordnen, muss man sich auch bei angedachter, fliehender Kombikarosse nicht auf einen Nutzwertriesen einstellen. Der Shooting Brake CLA ist vielmehr die praktischste A-Klasse von allen. Noch immer kompakt. Noch immer stylisch gelungen – aber nun mit einem Alibi-Kofferraum, in dem mehr als nur die Prada-Handtasche unterkommt. Und der dank dem nicht so steil auslaufenden Dach sogar mit mehr Kopffreiheit gesegnet als der Cross-Hatch GLA.

Wobei gerade für einen „irgendwie-so-Kombi-look-a-like“ der Kofferraum ein wenig unzugänglich gestaltet wurde. Die flott geschwungene Heckklappe presst sich zwischen die beiden breiten Rückleuchten und erlaubt nur durch eine schmale Luke Zugang zum Koffer-Departement. Einen Sechserträger packt man da lässig rein, eine Kiste Dom Perignon wird schon schwieriger. Dahinter wartet eine weit nach unten gezogene Ladefläche, so richtig lustig dürfte die Beladung aus den letzten Shopping-Siegeszügen nur sein, wenn es sich um Tütchen handelt und nicht um ganze Möbel.

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Das volle Programm bei den Motoren

Es hat natürlich echte Vorteile, wenn man die letzte Karosserie-Variante einer Plattform ist. So bekam der CLA Shooting-Brake vom Start weg das volle Programm an Motoren und Getrieben verpasst. Da ist für jeden etwas dabei. Bei den Benzinern fängt man mit dem CLA 180 mit 122 PS an und packt sich so ein Aggregat unter die schnittige Haube, dessen Wurzeln in Frankreich bei Renault liegen. Muss man dazu sagen. Denn für „diesen Blog“ ist ein Mercedes nur ein Mercedes, wenn der Antrieb auch von den Mannen mit dem Stern auf der Brust kommt. Überspringt man mit dem CLA 250 dann die 1.595 ccm³ Hubraumgrenze und landet beim 2 Liter Turbo-Benziner, dann findet man das Stuttgarter-Vielzweck Aggregat unter der Haube. Eine mehr als ordentliche Motorisierung mit 211 PS und einem feinen Drehmomentangebot von 350 Nm zwischen 1.200 und 4.000 Umdrehungen. Diesen Vierzylinder-Turbo bekommt man dann auch mit dem Mercedes-Benz Allradantrieb 4matic geliefert.

Auch wenn die Dieselmotoren bei Daimler im Kompakt-Segment immer mit einem vernehmlichen Nageln an die Arbeit gehen, so ein CLA 220 d dürfte für viele Käufer zur Top-Motorisierung zählen. Mit 177 PS ist der 2.2 Liter Diesel ein potenter Begleiter für den Alltag und lässt auch bei Tempo 200 auf der Autobahn keine Souveränität vermissen. Seine 350 Nm sorgen für ordentlichen Durchzug und wer den Antrieb im Alltag genussvoll laufen lässt, der dürfte sich im kombinierten Verbrauch auf Werte unter 6 Liter freuen. Das ist weit weg vom NEFZ-Normverbrauch von 4.0-4.3 Litern, aber so ist das eben.

Mercedes Connect.me

Das mitten in den Raum gestellte Display – ohne Touch – kann man mögen. Muss man aber nicht. Mich stört es nicht. Ich finde die exponierte Lage gut, das lenkt nicht ab und lässt für die Zukunft weitere und noch größere Displays erwarten.

Wer sich im Zubehör-Programm bedient, der kann sich Mercedes connect.me in das Auto holen und dann viele Funktionen zum einen über das Smartphone bedienen und zum anderen über eine Ferndiagnose mit dem Servicebetrieb in Kontakt treten.

Bluetooth-Streaming und die Bedienung des Comand-Systems erfolgt über den Drehdrück-Steller in Reichweite der Mittelkonsole und die gesamte Bedienlogik lässt sich flink erlernen.

 

Wenn schön auch praktisch sein will

Natürlich ist das Plus an Kopffreiheit in Reihe zwei spürbar und auch die 495 Liter Kofferraum-Volumen sind vernünftig. Und die Heckklappe, trotz schmalen Schnitts, lässt eine praktische Beladung zu. Praktischer als CLA, A und GLA. Aber die Schönheit hat einen Preis. Der schlägt sich nicht nur im Innenraum nieder, auch im Geldbeutel. Der Shooting Brake kostet gegenüber dem CLA kaum mehr, wer sich jedoch für eine biedere B-Klasse entscheidet, der spart gleich richtig und kauft zudem ein wesentlich praktischer veranlagtes Auto.

Doch alleine für die Türen mit den rahmenfreien Seitenscheiben muss man den CLA Shooting Brake einfach mögen.

erster test 64 mercedes-benz cla shooting brake

Es geht auch zackiger!

Natürlich gibt es den Shooting Brake auch mit dem 360 PS starken Zweiliter-Turbobenziner. Noch immer der stärkste Benziner in seiner Klasse und auch im Alibi-Kombi an das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe gebunden, vollführt er die 180° Wendung im CLA Shooting Brake. Aus dem Lifestyle-Lasterchen wird ein Brummkreisel mit Kofferraum. Während die derbe Lust zum Bolzen beim CLA und der A-Klasse noch an GTI-Killer denken lässt, wirkt die sportliche Lust im Blechkleid des Shooting Brake deplatziert. Irgendwie too much. Lieber wieder in den 177 PS Diesel gestiegen, die Ruhe und Souveränität des dieseltypischen Antriebes genossen und dann über das Heck sinniert. Doch genau dieses Nachdenken geht jetzt im Tiefflug durch den Spessart gerade nicht. Da muss man den CLA 45 AMG Shooting Brake knallhart am Traktionslimit der Vorderachse zirkeln … der Stress passt nicht zum Style-Kombi.

Fazit

Mercedes fächert die eigenen Baureihen erfolgreich auf. Für jeden Geschmack gibt es ein eigenes Modell und auch bei den Baureihen selbst wird noch einmal fleißig Hand angelegt. So präsentieren die Schwaben mit dem CLA Shooting Brake nicht nur eine völlig neue Fahrzeug-Gattung, sondern bringen vom stylischen Sondermodell „Orange Art“ mit peppiger Farbgestaltung bis hin zum sportlichen AMG-Modell eine breite Angebotspalette in die Showrooms.

Ganz. Schön. Praktisch.

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen CLA Shooting Brake[/notification]

Hersteller: Mercedes
Typ: CLA 220 CDI Shooting Brake
Karosserie: Kombi
Motor: Vierzylinder-Commonrail-Diesel
Getriebe u. Antrieb: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, VA
Motorleistung: 177 PS / 350 Nm
Hubraum: 2.143 ccm
cW-Wert: ab 0.26
Von 0 auf 100: 8,3 s
Höchstgeschwindigkeit.: 228 km/h
Verbrauch (NEFZ): ab 4,0 Liter
CO2-Ausstoß: ab 105 g/km
Kofferraum min.: 495 Liter VDA
Kofferraum max.: 1.354 Liter VDA
Leergewicht: 1.555 kg
Länge, Breite, Höhe, Radstand: 4630, 1777, 1435,  in mm
Preis: 39.062 EUR
 Fotos: Mercedes-Benz / Bjoern Habegger

Video: Final Testdrive AMG GT

Am 9. September eröffnet Mercedes-Benz ganz offiziell die Jagd auf den Porsche 911. Mit der Präsentation des neuen AMG GT und AMG GT-S wird morgen der „kleine“ Sportler aus Affalterbach seine Premiere feiern und es soll die bislang heftigste Attacke im Stadt-Derby der Schwaben werden.

Die offizielle Weltpremiere wird der neue AMG GT dann auf dem Automobil-Salon in Paris feiern! 

Wer sich die Enthüllung des neuen AMG GT live anschauen will, der sollte sich diesen Artikel für morgen Abend bookmarken: AMG GT- LIVE

 

Eindrücke: Mercedes-Benz S65 AMG L – V222

S65 amg von hinten burg

Die Fakten alleine, können einen irre machen: 630 PS, 1.000 Nm und das ganze gute 235.000 € teuer. Während andere zum gleichen Preis ein Zwei-Familienhaus bauen, stellt Mercedes-Edeltochter AMG hierfür die absolute Über-S-Klasse auf die Räder.

Mercedes-Benz S 65 AMG L – Eindrücke

set 1 burg (7)

Ein wenig unwohl wird einem schon. Da bringt jemand ein Auto, für dessen Kaufpreis andere ein Haus bauen. Inklusive Grundstück.  234.906,00 € der – für Otto-Normalfahrer – unvorstellbare Basis-Preis dieser außergewöhnlichen Limousine.

Hier sind die Schlüssel, viel Spaß.

Du steigst ein, spürst dieses weiche Leder, Nappa nußbraun. Du atmest den Duft, den nur Neuwagen besitzen. Teure Neuwagen. Leder, Alcantara, Holz, Aluminium. Ein neues Auto riecht wohlig, beruhigend und dennoch aphrodisierend.

Mercedes-Benz mag früher Sofas und Alt-Herren-Wohnzimmer-Sessel verbaut haben, heute stellt die S-Klasse die absolute Benchmark im Bereich des Sitzkomforts. Hier findet jeder die richtige Position. Wohlstandsgenährt? Kein Problem. Fetter Arsch? Schmale Schultern? Alles kein Problem. Hätte Mercedes nicht bereits die Mimik der Sitzverstellung in den Türen untergebracht, kein anderer hat diese Bedienung so perfektioniert, müsste es erfunden werden. Die Sitzfläche verlängern, ich mag es wenn die Sitzfläche bis zu den Kniekehlen reicht, leise surrend dehnt sich die Sitzfläche nach vorne aus. Die Kopfstütze mit diesem weichen Kopfkissen noch ein wenig nach oben, ein wenig an den Kopf heran – nur leicht soll sie stützen, nicht drücken. Die Sitzwangen eingestellt, ein wenig enger darf es im S65 AMG sein. Diese S-Klasse will nicht nur cruisen, diese S-Klasse will dir zeigen, wie ein Wal das fliegen lernt. Dazu schadet es nicht, wenn die Sitze eng anliegen. Elektrische Lenkradverstellung? Natürlich. Ein wenig Knöpfe drücken, Hebel ziehen und Du sitzt nicht mehr auf einem Kutschbock, nicht im Fahrzeug, du bist integraler Bestandteil. Dreh den Schlüssel. Los! Dreh den Schlüssel.

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So fühlen sich Stars, Sternchen und Fußball-Profis

Während sich  die 12 Kolben im Aluminiumgehäuse, vom singenden Anlassergeräusch begleitet, in Bewegung setzen, bauen die beiden Turbolader Druck auf. Zwölf Doppelzündspulen bereiten sich auf ihren Einsatz vor. 6 Liter Hubraum zu fluten dauert einen Augenblick – dann schmettert der Gesang der elitären Omnipotenz durch die doppelflutige Auspuffanlage. Das Ergebnis des Verbrennungsvorganges erschlägt die Erwartungen. Die ersten Momente laufen die verbrannten Gemischreste, des 98 Oktan Superplus,  wohlig ungedämpft in die Zuschauermengen.

Zuschauer

Einen 5.25 Meter langen AMG fährt man nicht unentdeckt durch die Welt. Wo immer man parkt, die Zuschauer sind schon da. Zu auffällig ist die Kriegsbemalung des AMG. Die mächtigen Lufteinlässe an der Front, deren chromigen Schutzgitter. Dezent ist auf jeden Fall anders.

Mit dem S65 AMG in die profane Welt des Alltags abzutauchen, beim Getränkehändler die Bierkiste zu kaufen, vor dem Supermarkt einen passenden Parkplatz zu finden oder nur mal schnell zur Post-Filiale zu fahren, fühlt sich an, als würde man mit einem Blau-Wal als Haustier zur Gassi-Runde aufbrechen. Es ist immer ein wenig too much. Aber nur äußerlich.

Glossy Chrome, die üppigen 20 Zoll Schmiederäder und die schiere Größe – von innen bleibt davon nichts übrig. Von innen wirkt der volle Charme des nußbraunen Nappas, der opulenten Platzverhältnisse, der Einfachkeit in der Bedienung. Sicher hat der S65 AMG alles an technischen Gadgets an Board, was der Markt derzeit so hergibt – aber nichts davon muss man nutzen. Man kann sich langsam auf die Reise begeben. Ihn langsam kennen lernen, ihn schätzen lernen. Die vielen Fähigkeiten langsam erforschen. Während man einfach nur dahin fliegt.

Fahren ist ein Genuss. 1.000 Nm drücken dich durch die 7 Fahrstufen der Automatik, als wäre das Leergewicht von 2.250 Kilogramm nur eine Fabel. Er zoomt dich durch diese Parallelwelt da draußen. Er beschützt dich vor dem Lärm der anderen, den Gerüchen der Welt, dem poppeligen Lifestyle der 8.999 € City-Möhren. Womit man andernorts ganze Neuwagen auspreist, damit behängt man im S65 AMG L (V222) nur eine Ausstattungsoption. Während die fulminante Burmester-Anlage in Serie geliefert wird, darf der glückliche Kunde eines S65AMG wenigstens 8.270,50 € (Komma fünfzig cent!!) für die AMG Keramik Bremsanlage ausgeben. Was wäre ein S65-1000-Nm Blauwal ohne Keramik-Bremse? Richtig. Halbgar. Die 360° Kamera kostet weitere 1.023,40 € und ist dringend empfehlenswert. Nicht in der freien Wildbahn, aber in Parkhäusern. Da sind dann 3.17 Meter Radstand durchaus eine Aufgabe.

Alles in diesem S65 AMG strahlt diese elitäre Souveränität aus, die man besitzt, wenn das Bankkonto nur so vor Spielgeld überläuft.

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 Surreale Welt und das abrupte Ende bei 258 km/h

Eine freie Autobahn. Obwohl. So frei muss die Autobahn gar nicht sein. Man kann nicht schnell fahren? Das mag sein, wenn man bei 8.999 € zugegriffen hat. Wer sich das Triebwerk eines US-Flugzeugträgers unter die schnittige Schnauze der neuen S-Klasse packen lässt, der lächelt über diese Standard-Floskel nur müde. Mit 630 PS und 1.000 Nm kann man schnell fahren. Wann immer man will.

Tempomat 130 km/h – Kickdown. Die Ziffern im Head-Up Display überschlagen sich. Der V12 brüllt auf. Gedämpft durch zwei Turbos. Gedämpft durch den wohligen Wohlstands-Speck des blauen Wals. Aber er brüllt. Man kann es besser hören, wenn man die Fenster leicht geöffnet hat. Die Doppelverglasung sperrt sonst die triste Außenwelt, das Klangfiasko von Vierzylinder-Dieseln, aus.

Zweimal mit den Augenlidern gezuckt, im Head-Up-Display fallen die Zahlen wie im Ein-Armigen Banditen in Vegas durch das Raster. 250 – plötzlich fährt man gegen eine unsichtbare Wand. Eben noch Schub, im nächsten Augenblick, Windstille. 258 km/h.

Unfassbar. Der Motor summt nur noch vor sich hin.

Die schwachsinnige Selbstbeschränkung der dt. Automobil-Industrie lässt grüßen. Für den überschaubaren Aderlass von € 892,50 (Komma fünfzich!!) fällt auch diese Einschränkung. Ein AMG Fahrer-Training ist dann inklusive und die 300 km/h bekommt man als Bonbon obendrauf. Leider hat irgendjemand beim konfigurieren des Testwagen vergessen, genau diesen Haken in der Aufpreisliste zu setzen.

amg s65 l burgfotos

Dann eben parken.

258 km/h mag einigen verweichlichten Ex-Spontis als unverantwortlich vorkommen. Sinnloses verblasen von wertvollen Ressourcen. Gemeingefährliches Rasen auf Gemeingut. Ich mag ihnen – während ich bei 258 km/h über die freiwillige Selbstbeschränkung sinniere – nur zurufen:

Fic*t Euch doch ins Knie! 

Versaut Geld die eigene Moral? Kann sein.

Verliert man den Überblick über die Verhältnismäßigkeit? Kann auch sein.

Am Steuer des fliegenden Blauwals interessiert einen diese Fragestellung jedoch nicht mehr.

Der S65 AMG gibt mir für einige Tage einen neuen Horizont. Was erwarten Menschen die für über 3.000 € im Monat eine 630 PS starke Limousine leasen? Es ist eine andere Welt. Es ist nicht meine Welt. Aber ich finde die Eindrücke faszinierend.

Die 800 km die ich in den Tagen mit dem S65 AMG gefahren bin, haben mich nachhaltig beeindruckt. Würde ich mir jemals für soviel Geld ein Auto kaufen? Vermutlich nicht. Die einzelnen Faktoren, die aus einer S-Klasse einen S65 AMG machen, sind tief beeindruckend. Der Bi-Turbo V12 ist eine Wucht von Aggregat. Der lange Radstand, die Chauffeurs-Sitze, der Business-Class-Freiraum auf der Rücksitzbank, der Konzert-Saal Charakter der Burmester-Anlage – dies alles ist für sich genommen bereits Luxus. Kombiniert man diese Bausteine, erhält man eine Dimension von Luxus, die für Otto-Normalo nicht mehr verständlich ist.

250.000 € Kaufpreis stehen am Ende auf dem Wunschzettel, wenn der S65 AMG L so ausgestattet wird, wie der Testwagen. Ja – natürlich zzgl. der weiteren 892,50 € (Komma fuffzich!!) für das „freie Fahren“ bis Tempo 300. Unfassbar viel Geld – für ein einziges Auto.

Auch in S-Klasse-Maßstäben!

Ein S400 Hybrid kostet 92.225 €, ein S350 BlueTEC sogar „nur“ 86.453,50 €. Und auch die 12-Zylinder bekommt man schon „für nur“ 164.279,50 €.  Für sich alleine ist das viel Geld. Aber man sollte sich bewusst machen, zwischen S600 und S65 AMG steht noch einmal eine gut ausgestattete E-Klasse. So rein preislich. Das nur um die Verhältnisse noch einmal ins richtige Licht zu rücken!

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S65 aMG Powerlimousine

S65 AMG L – V222

Man mag glauben, der Abschied von einem solchen Testwagen würde schwer fallen.

Tut er. Kurz. Aber im Hirn setzt schnell eine art Selbstschutz ein, ähnlich wie man dies beim Verlust eines geliebten Haustieres erlebt. Man findet Argumentationen, weswegen es ja auch gar nicht so schlimm ist. Man bastelt sich Erklärungen, dass nun alles auch wieder besser wird. So beeindruckend war das ja alles nicht. Und überhaupt – soviel Geld, für nur ein Auto.

Man belügt sich selbst. Aus Selbstschutz-Gründen.

Tief im inneren jedoch weiß ich:

Dieser S65 AMG L war einfach geil und die Zeit war wunderbar! 

 

 

Mehr Fakten zum S65 AMG L – in den restlichen Bildern versteckt 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mercedes S-Klasse Cabrio – Photoshop

Dass es vom neuen S-Klasse Coupe eine Cabriolet-Version geben wird, dürfte beschlossene Sache sein. Stellt sich nur die Frage, wann genau kommt die luxuriöseste Frischluft-Version der neuen S-Klasse? Und wo – auf welcher Automobil-Messe – werden wir die ersten Studien gezeigt bekommen?

Fragen über Fragen zum neuen S-Klasse Cabrio

Das S-Klasse Cabrio dürfte Frischluft-Luxus für bis zu vier Insassen bieten und mit der gleichen Fahrwerkstechnik an den Start gehen, wie das neue S-Klasse Coupe.

Stoffverdeck beim S-Klasse Cabrio

Mercedes-Benz Museum: Trickfilme schauen und kinderleicht selbst gestalten

Für Kinder, die Trickfilme nicht nur auf der Leinwand schauen wollen, bietet das Mercedes-Benz Museum in der zweiten Osterferienwoche an, bei den „Tricks for Kids“-Workshops selbst Filmemacher zu werden. Vom 23. bis 27. April finden Filmvorführungen und Workshops des Kinderfilm-Festivals des ITFS (Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart) statt.

Das Mercedes-Benz Museum ist in diesem Jahr erneut Spielort des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart, eines der wichtigsten Festivals des Animationsfilms weltweit. Im Campus 1 des Mercedes-Benz Museums läuft ein „Best of Tricks for Kids“ der vergangenen drei Jahre: Gezeigt wird eine Auswahl der schönsten Animationsfilme für Kinder ab 6 Jahren. Von Donnerstag, 24. April bis Sonntag, 27. April, spielen auf der Leinwand unter anderem eine Prinzessin mit ihrem Drachen, Trolle und tierische Darsteller wie der Biber, eine kleine Krake und quietschfidele Affen die Hauptrolle.

Alles im Kasten? Bei den „Tricks for Kids“-Workshops spielen die Kinder und ihre Heldengeschichten die Hauptrolle. Egal ob eine Comic-Figur mit Superkräften oder ein von Sieg zu Sieg rasender Rennfahrer: Unter Anleitung von Trickfilmexperten entsteht mit einem eigenen Drehbuch, der passenden Kulisse und verschiedenen Filmtechniken ein eigener kurzer Animationsfilm. Von Mittwoch, 23. April bis Sonntag, 27. April sind die jungen Kinofans selbst kreativ.

„Tricks for Kids“-Osterferienprogramm im Mercedes-Benz Museum

Best-of-Filmprogramm & Mitmach-Angebot mit Profis

  • Mittwoch, 23. April 2014,
  • 09.30 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 6 Jahren)
  • 16.00 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 8 Jahren)
  • Donnerstag, 24. April 2014,
  • 09.30 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 6 Jahren)
  • 15.00 Uhr: Filmprogramm Best of Tricks for Kids 1
  • 16.00 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 8 Jahren)
  • Freitag, 25. April 2014,
  • 09.30 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 6 Jahren)
  • 15.00 Uhr: Filmprogramm Best of Tricks for Kids 2
  • 16.00 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 8 Jahren)
  • Samstag, 26. April 2014,
  • 09.30 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 6 Jahren)
  • 13.00 Uhr: Filmprogramm Best of Tricks for Kids 1
  • 15.00 Uhr: Filmprogramm Best of Tricks for Kids 2
  • 16.00 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 8 Jahren)
  • Sonntag, 27. April 2014,
  • 09.30 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 6 Jahren)
  • 13.00 Uhr: Filmprogramm Best of Tricks for Kids 1
  • 15.00 Uhr: Filmprogramm Best of Tricks for Kids 2
  • 16.00 Uhr: Trickfilm-Workshop „Heldengeschichten“ (ab 8 Jahren)

 

Die Anmeldung zu den „Tricks for Kids“-Workshops sowie die Kartenreservierung zum Filmprogramm erfolgt über kartenreservierung@festival-gmbh.de oder unter: 0711- 9 25 46 123. Das Mitmach-Angebot kostet 6 Euro und findet in Kooperation mit der vhs stuttgart – Treffpunkt Kinder statt. Der Preis für die Filmvorführungen beträgt für Kinder bis 14 Jahre 4,50 Euro und Jugendliche und Erwachsene 7 Euro. Familien mit Kindern (ab 3 Personen) erhalten 20 Prozent Ermäßigung.

Im Rahmen des „ANIMATED COM AWARD 2014“, einem Wettbewerb für angewandte Animation in den Bereichen Werbung, Kommunikation im Raum und Technologie, hat die Daimler AG den Sonderpreis „Zukunft braucht Herkunft – Individuelle Mobilität“ ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet am 25. April im Mercedes-Benz Museum statt.

Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist immer 17 Uhr.

Anmeldung, Reservierung und aktuelle Informationen: Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 0711-17 30 000, per E-Mail classic@daimler.com oder online unterwww.mercedes-benz-classic.com/museum

Video

Genf 2014: Mercedes-Benz Livestream

Mercedes-Benz Livestream vom Automobilsalon in Genf!

Mercedes-Benz hat in Genf einen großen Auftritt. Neben dem neuen S-Klasse Coupé, wird auch der neue kompakte „SUV“ auf Basis der A-Klasse gezeigt. Den Fahrbericht zum schärfsten GLA, dem AMG 45 mit 360 PS starken Vierzylinder-Turbo konnte ich bereits online stellen. Und wie nicht anders zu erwarten, der GLA 45 AMG rockt den Asphalt.

Live-Programm im Livestream:
  • Montag, den 3. März 2014 ab 18:30, der Livestream von der Mercedes-Benz Media Night. Mit ersten frischen Ausblicken auf die neuen Modelle. Ein einschalten lohnt sich.
  • Dienstag, den 4. März 2014 ab 10:30, der Livestream direkt aus Genf. Von der Mercedes-Benz Presse-Konferenz.
  • Um 14:15 dann der Mercedes-Benz „Experten-Talk“ zur neuen Mercedes-Benz S-Klasse
  • Um 14:45 gibt es einen „Experten-Talk“ zur Zukunft der Mobilität.

Ein volles Programm und gute Gründe um sich den Livestream nach Hause, oder ins Büro auf den Bildschirm zu holen!

Premiere: Die neue V-Klasse von Mercedes-Benz

Wer mit mehr als der Norm-Familie unterwegs ist, der wählt gerne einen VW Bus, oder einen Multivan. Bei Mercedes-Benz gibt es seit Jahren den Viano aus dem Nutzfahrzeug-Segment, aber so richtig als Mercedes verstanden, wurde dieses Modell bislang nicht. Das soll sich nun ändern: Mercedes-Benz präsentiert heute in München die neue V-Klasse, den Mercedes-Benz unter den Großraum-Limousinen. 

Die „Vamilien-Klasse“

Mercedes-Benz V-Klasse – Weltpremiere in München

Dem Mitbewerber aus Wolfsburg konnte der Viano bislang nichts anhaben. Während der VW Bus locker 30.000 mal im Jahr verkauft wurde, führte der Viano in Stuttgart mit knapp 8.000 Einheiten ein Nischenleben. Damit soll nun Schluss sein, der neue „V“ wird als Mercedes-Benz unter den Großraum-Limousinen präsentiert. Auf dem Weg zum „echten Benz“ lag eine vollständige Neuentwicklung der V-Klasse.

Die neue V-Klasse im Detail

Großraum-Limousinen-Talente sind die Pflicht, eine weniger steife Nutzfahrzeug-Optik die Kür. Und so trägt die neue V-Klasse das Gesicht der Limousinen-Modelle. Ein großer Kühlergrill prägt die Front, mehrdimensional in der Optik, er wird flankiert von den – optional in LED-Ausführung erhältlichen – Scheinwerfern die in der Formensprache an die neue C-Klasse erinnern . Wer die LED-Version ordert, erhält 34 LEDs die nicht nur für ein unverwechselbares Erscheinungsbild der V-Klasse bei Nacht sorgen, sondern auch für das Abblendlicht, das Fern- und Abbiegelicht zuständig sind.

Neue V-Klasse 12 Mercedes-Benz

Klare Sinnlichkeit

Mercedes-Designer Kai Sieber spricht bei seiner Mercedes-Designsprache von einer „sinnlichen Klarheit“ – eine mächtige Aufgabe dies auf ein Fahrzeug zu transportieren, welches im Alltag dem Transport an sich zugewandt ist. Gibt es per Nutzungs-Definition doch nur eine Form, die dafür sinnvoll erscheint: Der Kubus, der Quader – ein Seefracht-Container auf Rädern.

Doch die neue V-Klasse ist keine weitere Interpreation eines „Seefracht-Container“. Vielmehr wird die Idee des Vans neu interpretiert. Näher an der Limousine, weiter weg von Kohlenpott und Maler-Montur. Und so stellt sich Mercedes-Benz die V-Klasse auch viel mehr im Besitz von Menschen vor, die zwar Funktionalität und Platzangebot für bis zu 8 Personen schätzen, damit aber eher vor 5-Sterne Hotels parken, oder zum nächsten Business-Meeting eilen.  Da passt es auch gut ins Programm, dass Mercedes die neue V-Klasse in der Avantgarde-Version in Serie mit großen Schiebetüren auf beiden Seiten ausliefert. So wird aus dem Freizeit-Transporter ein VIP-Shuttle.

V-Klasse, V-Klasse Avantgarde und dazu ein Sport-Paket und ein Design-Paket. Das ganze wiederum kombinierbar mit zwei unterschiedlichen Radständen und drei unterschiedlichen Fahrzeuglängen.  Die Auswahl der zukünftigen V-Versionen scheint gelungen.

Neue V-Klasse 21 Mercedes-Benz

Wohlfühlatmosphäre

So wertig sich die V-Klasse von außen zeigt, so wertig will sie im Innenraum sein. Ein Stil der nicht an Nutzfahrzeuge erinnert und Materialien die man als „Mercedes-Benz like“ einstuft. Auch der Innenraum der neuen V-Klasse wirkt wie ausgewechselt.

Neben der Ambientebeleuchtung empfangen den V-Klasse-Fahrer in Zukunft auch die Sicherheits- und Assistenzsysteme die man bereits aus E-Klasse, S-Klasse und C-Klasse kennt. Plus ein paar Ideen, die in einem Fahrzeug mit so großer Silhouette sinnvoll erscheinen.  Die V-Klasse lässt sich sowohl mit den üblichen Assistenten für die große Reise ausrüsten, wie dem adaptiven Tempomaten und dem Spurhalte-Assistenten. Erstmal in dieser Klasse lässt sich eine solche Großraum-Limousine allerdings auch mit einem Park-Assistenten ausstatten. Dieser funktioniert sowohl in Längs- als auch in Querrichtung.  Für die Großraum-Limousine wichtig: Der Seitenwind-Assistent der ab 80 km/h aktiv ist und dabei hilft, die Wirkung von starken Böen auf Autobahnbrücken und ähnlichem zu mildern.

Dem Komfort des Fahrers zuträglich sind Ausstattungsmöglichkeiten wie die Sitzbelüftung und die 4-Wege-Lordosestütze. Wie in den Personenwagen, lässt sich auch in der neuen V-Klasse die Klimatisierungsautomatik zur Thermotronic hochrüsten und dann stehen unterschiedliche Belüftungseinstellungen zur Verfügung.

Für den richtigen Sound sorgt eine Burmester Surround-Soundanlage die man ebenfalls zum ersten Mal in diesem Segment antrifft. Mit der Hilfe von 16 Hochleistungslautsprechern,einem 10-Kanal Soundprozessor und 640 Watt Verstärkerleistung, wird aus der V-Klasse ein rollender Konzertsaal – doch anders als bei den Luxuslimousinen, könnte man in der neuen V-Klasse wirklich tanzen.

Wobei die vier Einzelsitze die in Serie geliefert werden, einem Tango-Ausfallschritt im Weg stehen dürften. Wer lieber Bänke nutzt, die dann auch als Schlafbank umgeklappt werden können, der kann dies optional ordern. Praktisch sind die zusätzlichen Staufächer unter den Bänken allemal.

Neue V-Klasse 09 Mercedes-Benz

Praktisch auch, die neue zweigeteilte Heckklappe. Wer nur schnell eine Kleinigkeit in den Kofferraum werfen will, der muss nicht die ganze Heckklappe öffnen. Die lässt sich nun übrigens auch elektrisch öffnen und schließen. Vom Elektromotor der Heckklappe, zum Motorenangebot unter der neuen, gestreckten, Haube der V-Klasse.

 

Die Motoren der neuen V-Klasse im Überblick  [klick]

Mercedes bietet zum Start der V-Klasse drei Leistungsstufen an. Alle drei Stufen basieren auf dem 2.1 Liter Doppel-Turbodieselmotor der bereits in anderen Baureihen zum Einsatz kommt. Von 136 PS bis 190 PS reicht das aktuelle Angebot. Mehr zu den Motoren hier [klick].

Neue V-Klasse 17 Mercedes-Benz

Wer Platz braucht, der wählt in Zukunft den bis zu 5.37 Meter langen Großraum-Mercedes. Für alle die auch mit weniger zurecht kommen, bleibt eine 4. 89 Meter lange V-Klasse als Basis zur Verfügung.

Preise und der genaue Marktstart folgen in einem gesonderten Artikel.

Zur vollständigen V-Klasse Galerie! [klick]

Mehr Antworten, auf die noch offenen Fragen, gibt der Experten-Talk zur neuen V-Klasse. Das Video von der Premierenfeier in München kommt am 31.1. Januar in den Blog!

Mercedes-Benz in Detroit 2014

Das zweite Jahr in Folge war ich auf der NAIAS und wieder einmal bin ich erschrocken von der Stadt, die einst das pochende Herz der US-Automobil-Industrie war. Seit dem Herbst 2013 ist Detroit ganz offiziell Pleite. Und was einmal eine blühende Arbeiter-Metropole zwischen dem Detroit River und dem Lake St. Clair,  in Rufweite zu Kanada war, ist heute vor allem eine Ansiedlung von leer stehenden Hochhäusern. Straßen in furchtbaren Zustand, verlassenen Geschäften und Obdachlosen die auch in diesem strengen Winter, durch die Straßen ziehen. Auf der Fahrt vom Flughafen durchquert man die Vororte von Detroit. 8 Mile Street und Co schrecken den Kurzzeit-Besucher ab. Leere Häuser, abgebrannte Haus-Ruinen, man will nur möglichst schnell ins Zentrum von Detroit. Sobald man die Hallen der Cobo-Hall betreten hat, sobald man eintaucht in das Gewusel der „North American Internation Auto Show„, verschwinden die Eindrücke vom morbiden Detroit.

Detroit 2014 – Mercedes rockt die NAIAS 2014

Konzernvorstand Dr. Dieter Zetsche hat allen Grund zum strahlen. Das Jahr 2013 mit seinen Auf- und Ab-Tendenzen liegt hinter ihm. Der Start der neuen S-Klasse hätte besser nicht sein können. Der CLA verkauft sich nicht nur in den USA bestens, auch bei uns in Europa ist die sportive Limousine der A-Klassen Familie mit vorne dabei. Dazu kommen nun in 2014 noch der SUV-Bruder der A-Klasse, der GLA und schon bald das S-Klasse Coupe.

Mercedes-Benz 11 NAIAS 2014

Da kann man es auf der Bühne zur Präsentation der neuen C-KlasseDetroit war der gewählte Rahmen für die offizielle Weltpremiere – schon einmal richtig krachen lassen. Und das Tat US-R&B-Sängerin Kelly Rowland auch.  „Get it on“ und Mercedes nimmt es wörtlich. Denn die USA sind nicht nur enorm wichtig für den „kleinen Benz“ nein, man wird ihn auch dort fertigen. Im US-Werk in Tuscaloosa wird die C-Klasse vom Band laufen. Wobei die dort gefertigten Modelle auch nur für den Markt in Nord-Amerika bestimmt sind. Die Europäischen Modellen laufen weiterhin in Sindelfingen vom Band.

Die neue C-Klasse

Mercedes-Benz 21 NAIAS 2014

 

Von mir wurde die neue kleine Limousine der Stuttgarter bereits mehrfach gewürdigt. Hier auf dem Blog gab es sogar ein C-Klasse Spezial, als die ersten Fotos und Daten zum „feschen C“ bekannt gegeben wurden. Auch die Galerie mit den ganz eigenen Fotos von der neuen C-Klasse wurde mittlerweile mehrere hundert male geklickt.

Und in der Tat – mit dem Gewichtsverlust von 100 kg, dem ersten Luftfederfahrwerk im Segment und auch mit den vielen neuen Assistenzsystemen wird der neuen C-Klasse plötzlich die Führungsrolle im Trio der drei Premium-Marken zuteil. Ob sie dies erfüllen kann – das wird freilich ein Fahrbericht zeigen müssen.

Mercedes-Benz 01 NAIAS 2014

S-Class Coupe Concept

In Detroit zum letzten mal auf der Bühne, das große Coupe. Schon bald wird sich der Schleier des „Konzeptfahrzeuges“ lüften und Mercedes wird die S-Klasse in der zweitürigen Variante präsentieren. Das große Coupe hat bei den Stuttgartern eine lange Tradition. Und auch mit der neuesten Auflage wird man wieder die Träume der Schönen und Reichen und der ganz schön reichen erfüllen. So die Strategie.

Mercedes-Benz 02 NAIAS 2014

Wenn 8 nicht genug sind – Der V12

Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Da passt der Zwölfzylinder, der auf alle Downsizing-Experimente mit dem Hubraum von 6 Milchflaschen antwortet, doch bestens hin. Der Großteil der Käuferschicht dürfte indes in den Emiraten und China zu finden sein.

Mehr zum S600 gibt es hier zu finden. [klick]

 

Mehr Bilder von der Mercedes-Benz Pressekonferenz:

Wer am Abend von der Messe zurück ins Hotel fährt, der steht erneut vor den heftigen Eindrücken, die diese Stadt derzeit vermittelt.

Doch: Detroit is coming back

Wann immer ich die Gelegenheit bekam, mit Menschen zu sprechen, die aus Detroit stammen – tat ich dies auch. Die Überzeugung der Menschen, die noch in oder um Detroit herum leben ist klar: DETROIT kommt zurück. Nun muss man wissen – die Stadt Detroit leidet seit Jahren unter einer Entvölkerung. Von ehedem 1.6 Millionen Menschen, leben heute noch 700.000 in Detroit. Das hinterlässt Lücken, das schwächt die ganze Stadt – gibt aber auch die Chance für einen Neuanfang. Und wer den Amerikaner kennt, der kennt auch seinen unschlagbaren Optimismus.

Detroit 2015 – ich bin gespannt auf Dich!

[notification type=“notification_mark“ ]Wer die andere Seite von Detroit kennen lernen will, wer sich nicht so sehr für Autos und Autoshows interessiert, der sollte sich den ersten Artikel von Heike anschauen – DETROIT – Hinter den Kulissen! [/notification]

[notification type=“notification_error“ ]Die Fotos auf dieser Seite stammen von Mercedes-Benz.[/notification]

Mercedes-Benz C-Klasse W205 – Weltpremiere Detroit

Beim traditionellen Neujahres-Empfang von Mercedes-Benz in Detroit, am Vorabend der North American International Auto Show, gab es auch die erste Weltpremiere des neuen Jahres.

Die neue Mercedes C-Klasse

Alle wichtigen Informationen zur neuen C-Klasse findet man im Spezial – Live vom Vorabend, nur neue Fotos:

Vergesst nicht: Eure Fragen – zur neuen C-Klasse – könnt ihr mir schicken! Der Experten-Talk läuft morgen um 21h Ortszeit in Deutschland im Web. Bis 18h deutscher Zeit klappt es noch, dass ich auch Eure Fragen mit in den Talk nehme! Alles Infos zum Experten-Talk — klick hier — ! 

Detroit 2014 – Premiere Mercedes Benz S600

Wie der neue Mercedes S600 aussieht? Wie die anderen S-Klassen auch, würde ich sagen. Sieht man von den eckigen Auspuffrohren im AMG-Stil mal ab, dann dürften kommende Zwölfzylinder-Fahrer den Genuss des Understatements vollkommen ausleben.

Mercedes-Benz S600

Noch bevor das Tuch vom Zwölfzylinder-Oberhaupt der S-Klassen-Familie gezogen wird, sind wieder einmal die Prospektfotos im Internet aufgetaucht.

Mit 530 PS und 830 NM liegt der Zwölfzylinder in der Leistungsabgabe kurz unterhalb der AMG-Modelle mit V8 und V12. Aber anders als die sportlichen Brüder, will der S600 das ultimative Luxus-Modell der Baureihe sein.

Mehr Fotos, dann live von der Messe in Detroit.

Mercedes-S600-3[3]

 

Das wird ein Fest – Mercedes C-Klasse W205

Vor uns liegt die besinnliche Jahreszeit. Eine Zeit mit vielen Überraschungen, mit großen und kleinen und Geschenken. Die schönste Überraschung zum Ende des Jahres ist jedoch schon allzu lange keine Überraschung mehr.

Mercedes wird schon bald die neueste Generation der C-Klasse (Modellreihe W205) vorstellen. In Detroit am Anfang des kommenden Jahres wird es soweit sein. Mit völlig neuen Ansprüchen an Qualität, Architektur und Design will man die Kunden überraschen. Ob das gelingt? Es wird spannend sein zu sehen, wie die klassischen Mercedes-Kunden auf den, in meinen Augen großen Sprung, der neuen C-Klasse reagieren werden.

Bis es soweit ist, muss ein weiteres Teaser-Bild herhalten 😉 (selbst geschossen mit einer Canon 1Dx)

Natürlich kann man sich auch die bekannten Fotos der Erlkönig-Jäger anschauen >> Mercedes W205 – eine neue Klasse