BMW 740e iPerformance – Sparen ohne Verzicht

…gut ok, von Sparen kann aufgrund eines Basispreises von rund 92.000 nicht die Rede sein. Dennoch gibt sich der neue BMW 740e iPerformance zurückhaltend – zumindest, was seinen Antrieb anbelangt. So werkeln unter seiner gewölbten Haube nun vier Zylinder, die eine Kooperation mit einem E-Motor eingehen. Das Ergebnis sind aber gar nicht so sparsame 326 PS, was den Verzicht wieder erträglich erscheinen lässt. Hier kommen ein paar Details zum Einstiegs-Hybriden in die bayerische Oberklasse. Read more

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid – PHEV

Hat Mitsubishi jetzt den innovativsten Plug-in-Hybriden? In Form eines praktischen SUV?

Die Antwort muss wohl "ja" lauten, denn was Mitsubishi mit dem Outlander PHEV vorstellt, das übertrifft alle anderen bisher bekannten Lösungen um Längen. Der neue Outlander PHEV ist nicht einfach nur ein SUV der mit einem Hybridantrieb ausgerüstet wurde. Er ist auch kein Hybrid-SUV der nachträglich mit der Plugin-Techni…

Mitsubishi Outlander Plugin Hybrid PHEV – Technische Daten

Update: Zum Fahrbericht bitte hier klicken!

Update II: Die technischen Daten wurden aktualisiert.

old: Der Mitsubishi Outlander mit dem Plugin Hybrid Antrieb wird auf der IAA seine Premiere feiern, die wichtigsten Informationen sind im Artikel aufgeführt - hier die technischen Details im Überblick:
PHEV-FahrzeugMitsubishi Outlander PHEV
Markteinführung2014 Ab Mai bei den Händlern.…

Vorgestellt: Lexus IS 300h

Es gibt Premium-Marken in Deutschland, die verlieren gerade das Vertrauen ihrer Fans in die Kernkompetenzen der Marke. Wie immer im Leben ist aber sofort ein Mitbewerber zur Stelle, der diese frei werdenden Fahrspaß-Ansprüche übernimmt.  In diesem Fall sind die Ähnlichkeiten zwischen den Philosophien der Marken-Kompetenz beider Hersteller auch für weniger involvierte Autofans deutlich sichtbar.

Klassisches Limousinen-Design mit sportlicher Linienführung. Betont dynamische Auslegung eines klassischen Antriebslayouts mit dem Motor vorne längs und dem Antrieb über die Hinterachse. Wo der Münchner Kandidat derzeit auf die Suche geht nach einer völlig neuen Nachhaltigkeit, hat der andere das Kapitel „Effizienz“ und Wahrung der Ressourcen bereits seit vielen Jahren für sich belegt.

Lexus IS 300h Fahrbericht

Vorstellung LEXUS IS 300h

Die Premium-Marke des größten Automobil-Herstellers der Welt (nach Absatz-Zahlen) ist in Deutschland nicht so präsent wie man es angesichts der Modellvielfalt erwarten könnte. Vor allem die IS-Baureihe, ein direkter Mitbewerber zu BMW 3er, Mercedes C-Klasse und Audi A4 ist in Deutschland zuletzt nur noch in homöopathischen Dosen verkauft worden. Nicht weiter schlimm sagt man sich bei Lexus Deutschland. Lexus wird immer eine kleine, aber feine Alternative zu den großen Marken sein.

Ich bin mir da, nach einer ersten Testfahrt im neuen IS 300h, gar nicht so sicher. Die Qualitäten des neuen IS sind beeindruckend. Der Fahrspaß, das Handling, der Federungskomfort, der erste Eindruck vom Innenraum und die Möglichkeit einen Hybriden in dieser Klasse zu kaufen, dass alles sind gute Argumente für die frische IS-Baureihe und auch für einen steigenden Absatz.

Der Testwagen:

Modellbezeichnung: Lexus IS300h F Sport
Fahrzeugklasse: Premium-Limousine Mittelklasse
Verkaufsstart: Ab 29.Juni
Leistung: 223 PS

Basispreis:

45.9k € 

Lexus IS 300 h schräg hinten

Was mir auffiel

Mein Testwagen war ein Lexus IS 300h der Ausstattungsvariante F-Sport und zu diesem Modell gehört eine nochmals geschärfte Formensprache an der Front. Den einprägsamen Kühlergrill nennt Lexus „Diabolo“ und beim „F Sport“ wird eine Gitternetz-Optik anstelle der Lamellen verbaut. Zudem schärft eine ausgeprägte Chromspange um den Grill herum das Design weiter an.

Neben dem Grill besticht die Stoßstange mit imposanten Kühlluftöffnungen und bereits im Stand ist die Aussage des „F Sport“ klar: „Platz für den Dynamiker im Lexus-Sortiment!

Das Heck des IS wird geprägt durch die Rückleuchten, die spitz zulaufend in die Seitenline eintauchen und im Bereich des Heckdeckels schmaler werden. Der Rücken des IS wirk dadurch sportlich und durchtrainiert. Auch hier spricht das Design der neuen IS-Baureihe (vor allem als F Sport) eine klare Sprache: Dynamisch und durchtrainiert.

Lexus IS 300h Motorraum

Hybrid in der Mittelklasse

Mit dem IS 300h ist Lexus nun der erste Automobil-Hersteller (weltweit!) der in jeder Baureihe ein Modell mit Hybridantrieb anbietet. Im Falles des 300h kombiniert Lexus einen längs eingebauten Vierzylindermotor mit einem Elektromotor und dem stufenlosen Antrieb über ein verzweigtes Planetenradgetriebe. Mit einer Systemleistung von 223 PS steht der 300h zu Recht in einer „F Sport Variante“ in der Preisliste.

Leistung Benziner:

181  PS

Leistung E-Motor:

143  PS

Sprint 0-100 km/h:

8.3 sek.

Nur im Alltag da versagt der Anspruch an die Längs-Dynamik des Fahrzeuges vollkommen.

Lexus IS300h Typenschild

Was nicht geht

Hybridantrieb und sportliches, sprich dynamisches fahren. Das bleibt auch in der Hülle des betont progressiv gezeichneten IS (F-Sport) ein Widerspruch. Der Hybridantrieb mag im Alltag die cleverste Lösung sein. Sobald ich jedoch im „F Sport“ den Schalter von ECO auf Sport oder Sport+ drehe, erwarte ich mehr als das vermutlich beste Fahrwerk seiner Klasse. Ich erwarte mehr als eine extrem gute Reaktion auf meine Lenkbefehle. Der Antriebsstrang in einem Hybridfahrzeug (und ich spreche hier bereits vom dynamischsten Hybriden!) ist nicht in der Lage, die notwendigen Lastwechselmomente zu erzeugen, auf die man als Fahrer einer sportlichen Limousine wartet. Selbst die in einer Alibi-Funktion vorhandenen Schaltpaddel hinter dem griffigen und in der Größe ordentlich dimensionierten Dreispeichen-Lederlenkrad sind nur unnötiger Ballast. Wer mit dem IS 300h F Sport über die kurzweiligen  Landstraßen der Eifel kurvt, will nach dem anbremsen eine direkte Reaktion des Antriebs, auf den an das Gaspedal ausgesprochenen Wunsch, nach Druck an der Kette spüren. Vollversagen des Hybridantriebs. 

Wer nach dem stempeln des Gaspedals gen Bodenblech auf Druck an der Hinterachse wartet, der wird auch enttäuscht, wenn er per „Flappy-Paddels“ vergeblich durch die Gänge huscht. Virtuelle Gangräder. Virtuelle Schaltbox. An der schmerzlich empfunden Realität des auf Nachhaltigkeit setzenden „Sport-Limousinenfahrer“ ändern die sich wechselnden Zahlen im schön animierten Digital-Cockpit nichts.

Zurück in den „Normal“ oder ECO-Modus“ lautet die traurige Empfehlung.

Lexus IS 300h Cockpit

Die Werksangaben für den IS300h sind beeindruckend:

Emissionen:

99 g/km CO²

Verbrauch:

4.3  l/100km

Effizienz-Einstufung:

A+ 

(Alle Daten sind die Minimal-Angaben für den IS 300h)

Innenraum Lexus IS300h

Was mir gut gefiel

In jeder anderen Disziplin ist der IS 300h eine Wucht. Selten hat eine Limousine aus Japan derart dynamisch eingelenkt, das Fahrwerk ist würzig direkt, aber nie zu hart oder gar unkomfortabel abgestimmt. Lastwechselreaktionen sind dem Premium-Öko-Sportler fremd.

Die Ausstattung als F Sport ist so gut wie komplett, einzig ein aktiver Spurhalte-Assistent fehlt, den gibt es jedoch auch nicht gegen Aufpreis. Lexus bietet nur einen Warnfunktion beim verlassen der Fahrspur an. Bi-Xenon mit Fernlicht-Assistent, Tempomat mit Abstandsradar, ein verflixt fein animiertes Navigations- und Entertainment-System und auch belüftete Ledersitze. Alles im F Sport-Paket inklusive.

Lenkrad Lexus IS

 

Fazit:

Was man in München nicht mehr kann, können andere dafür umso besser: Einzigartige Limousinen konstruieren, die sowohl das dynamisches Kurven wedeln beherrschen, als auch ökologische Ansprüche erfüllen.  Wer die ganze Dynamik der neuen IS-Baureihe spüren will, der greift jedoch lieber zum IS 250 und seinem klassischen 208 Ps starken V6-Motor. Diesen bekommt man mit einer Sechsstufen-Automatik.

Wer die volle Technik-Ladung wünscht und dann mit weniger als 7 Liter (Testrunde, Normverbrauch 4,7l/100km) durch den Alltag bewegen will, der findet im 300h eine faszinierende und sympathische Alternative im sonst so langweiligen Einerlei der Premium-Mittelklasse.

Lexus IS 300h
Verkaufsstart: Juni 2013
Motortyp: Vierzylinder-Reihenmotor, 16 Ventile (DOHC), Nockenwelle per Kette, Saugrohr und Direkteinspritzung
Hubraum in ccm³: 2.490
max. Leistung bei min-1: 133 kW / 181  PS – 6.000 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 221 Nm bei 4.200 bis 5.400 U/min
Elektro-Motor kW 105
Elektro-Motor Nm 300
Antriebsart, serienmäßig: Heckantrieb
Antriebsart, optional:
Getriebeart, serienmäßig: eCVT Planetenradgetriebe
Getriebeart, optional:
Leergewicht: 1.695 – 1.755 kg
maximale Zuladung: 450 – 510 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 8.3 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 200 km/h – abgeregelt
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung:
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert): 4,3 bis 4,7l / 100 km Super bleifrei E10 (95 ROZ) – Nach NEFZ
CO2-Emission, kombiniert: 99 – 109 g/km
Abgasnorm EU 5
Effizienzklasse: A+
cW-Wert: 0,25 / 0,26
Länge: 4,66 Meter
Verbrauchsangaben Euro-NEFZ Herstellerwerte
Städtisch 4,4 bis 4,9 l / 100km
Außerstädtisch 4,5 bis 4,9 l / 100km
 –
Gefahrene Testkilometer  ~ 200 km
Bereifung: vorne: 225/40-18 hinten: 255/35-18
Wartung: alle 2 Jahre / 30.000 km – Ölwechsel alle 15.000 km
Basispreis: 45.900 € als F Sport – Basis IS 250 34.200€
Alle Fotos: Bjoern Habegger
Mitsubishi Outlander PHEV

Plugin Hybrid Outlander in Paris

Ich verzichte auf einen Besuch der Pariser Motorshow. Zum einen sind bereits genug junge Kollegen vor Ort und zum anderen halte ich diese Art der Automobilen Messen für überbewertet. Eine große alle 2 Jahre - wie die IAA - die tue ich mir an. Aber ansonsten gibt es genug Möglichkeiten die neuen Modelle zu sehen und dann auch zu erfahren…