Der Renault Kangoo

Der will doch nur spielen? Nein, der kann so richtig mithelfen!

Renault Kangoo, der Familienfreund aus Frankreich

Test- und Kaufberatung des französischen Van-Urgesteins

Wer erinnert sich noch an diese wundervolle Renault-Werbung zum Start des Renault Kangoo? Na, Sie wissen schon, diese Werbung, in der ein Nashorn den Kangoo als idealen Lebenspartner identifizierte. Jetzt? Okay, hier ist der Link (klick).

Test Fahrbericht 35 Renault Kangoo

Gewinnt Herzen, keine Schönheitswettbewerbe

Das Design und der Innenraum des Renault Kangoo

Der Renault Kango ist eine Mischung aus Van und Kombi.  Und zudem hat er das Segment der „wirklich“ praktischen Familien-Vans mitgegründet. Seine Optik macht keinen Hehl daraus, wer so einen Kangoo fährt, der trägt auch weiße hohe Socken in Sandalen und kurze Hose. Hemden auch mal ungebügelt und beim Jacket kann es gerne auch Kord sein. Oder einfach mal einen Blaumann. Pragmatisch ist der Oberbegriff, nicht nur für das Auto. Auch für den Kleidungsstil.

Der hohe Innenraum im Kangoo wird ernsthaft sinnvoll genutzt. Ablagefächer ohne Ende, eine Etage über den Köpfen von Reihe eins wird ergänzt von einer weiteren Ablage-Batterie in Reihe zwei, auch dort üben den Köpfen und dort sogar mit Klappen zum Verschließen. Eine weitere „Ladebox“ gibt es zudem zwischen den Vordersitzen.  Davor der Handbremshebel im Design eines „Flugzeug-Schubhebels“. An der Front bleibt der Kangoo rundlich und freundlich im Blick – allerdings weiterhin ohne Lifestyle-ChiChi und beleuchtet wird die Straße nur mit H4-Scheinwerfern.

Am Heck trägt der Renault Kangoo zwei große Flügeltüren, allerdings gegen Aufpreis, wobei diese 150 € teuren asymmetrischen Hecktüren im Alltag praktischer sein dürften als die Scheunentor große Heckklappe der Serien-Variante.

Zwei Schiebetüren verschaffen dem Kangoo den notwendigen Platz in Reihe zwei. Der Kangoo ist in zwei Größen erhältlich, unser Testwagen war der „kurze“ Kangoo mit einer Länge von 4.282 mm, darüber rangiert der „Grand Kangoo“ mit einer Gesamtlänge von 4.688 mm. Die zusätzliche Länge wird unter anderem durch einen verlängerten Radstand gewonnen (von 2.697 mm auf 3.081 mm) und macht aus dem Kangoo endgültig einen Laderaum-Meister.

Der ist halt vor allem eines: Praktisch. Und das sieht man.

Test Fahrbericht 64 Renault Kangoo

Der Komfort

Die ganze Familie findet ausreichend Platz auf bequemen, ausreichend großen und gut gepolsterten Sitzen. In der zweiten Reihe hat der Kangoo eine Rücksitzbank, die man 1/3 zu 2/3 umklappen kann. Fünf Erwachsene und deren Gepäck haben mehr als genug Platz. Wobei Platz aber eben vor Komfort oder gar Premium-Allüren geht. Der Nutzen ist hier das Kaufkriterium. Wer Luxus und Komfort möchte, sollte sich in anderen Fahrzeugkategorien umsehen. Dafür kann man den Kangoo dann ruhig mit Umzugskisten, Blumentöpfen, Trikots, Sportgeräten und Altpapier beladen. Mit der über eine halbe Tonne Zuladung und den großen Türen bleibt der Kangoo ein Lademeister.

Was den Geräuschpegel angeht, so bleibt der Diesel des Testwagens immer prägnant im Vordergrund – aber nicht störend. Nicht, wenn man sich nicht an Sandalen mit Socken stört.

Die Basisversion des Renault Kangoo nennt sich Authentique und besitzt eigentlich alles, was man zum Überleben im Alltag so braucht. Besonders pragmatische Gesellen finden bestimmt auch Gefallen an den unlackierten Stoßfängern. Wer nach Gehör fährt, wird sie lieben.

Allen anderen, den Papas und den Familien-Chauffeuren empfehlen wir die „Limited Deluxe“ Version. Hier sind dann so praktische Dinge wie Licht- und Regensensor ebenso inklusive wie die Reifendruckkontrolle, Seitenairbags und die Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Eine Einparkhilfe hinten schont die dann lackierten Stoßfänger, eine Klimaautomatik hält den Innenraum im Sommer kühl.

Test Fahrbericht 66 Renault Kangoo

Der Antrieb

Renault bietet drei Dieselmotoren und einen Benziner für den Kangoo an. Bei den Selbstzündern reicht die Palette von 75 PS bis 110 PS, der Benziner hat 115 PS. Alle Dieselmotoren basieren auf dem als 1.5 dCi bekannten Triebwerk mit 1.461 ccm³. Der Motor-Code der Triebwerke lautet K9K und als 110 PS-Variante hat es der Diesel sogar bis zu den Premium-Kollegen aus Stuttgart geschafft. Nicht nur im Baureihen-Zwilling Citan von Mercedes tut dieses Triebwerk seinen Dienst, sondern auch in den Frontantriebs-Modellen der A-, B-, und CLA-Baureihen. Muss es der „große“ Diesel für den Kangoo sein? Nein, eher nicht. Unsere Empfehlung: Greifen Sie zum dCi90. Dessen 220 Nm reichen für den Alltag völlig aus. Einzig die damit einhergehende Beschränkung auf fünf Gänge ist nicht nachvollziehbar.

Der dCi110 kommt dann auch mit einem aktuellen manuellen Sechsganggetriebe.

Test Fahrbericht 13 Renault Kangoo

Der Renault Kangoo Kauftipp von mein-auto-blog:

Wir wählen den Kangoo „Limited Deluxe“, ein aktuelles Sondermodell, kombinieren dieses mit dem 90 PS Dieselmotor und ordern folgende Extras:

– Asymmetrische Hecktüren
– Windowbags, durchgehend
– R-Link Navigationspaket mit Kartenmaterial für ganz Europa

und dank der „Limited Deluxe“ Variante ist alles andere bereits inklusive. Der Gesamtpreis beläuft sich laut Liste dann auf 21.240 €.
Ein mehr als fairer Preis für einen derart „sinnvollen“ Familien-Van.

Ratgeber: Die besten Tipps für den Gebrauchtwagenverkauf

Wer sein Auto verkaufen möchte, hat viele Möglichkeiten. Über die klassischen Anzeigen in Lokalzeitungen hinaus haben sich dabei vor allem große Online-Portale etabliert, über die man mit geringem Aufwand viele potenzielle Käufer erreicht. Der Verkauf im Internet bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich, über die man sich im Vorfeld klar sein sollte.

Den Fahrzeugwert bestimmen und die geeignete Verkaufsmethode finden

Ehe man sein Auto zum Verkauf anbietet, muss man sich über dessen Preis im Klaren sein. Hier empfiehlt sich ein Blick in die Schwacke-Liste (schwacke.de). Hier gibt man in eine Suchmaske ein, welchen Fahrzeugtyp man fährt und wann das Auto gebaut wurde. Man erhält dann eine umfangreiche Fahrzeugbewertung, mit der man seine Preisvorstellungen im Verkaufsgespräch begründen kann. Danach überlegt man sich, welche Verkaufsplattform am besten geeignet ist. Wir haben die verschiedene Möglichkeiten aufgeführt und Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Internetportal:

Vorteile Nachteile
  • hohe Reichweite·         Kaufinteressenten wissen schon sehr genau, was sie suchen
  • bei der Besichtigung geht es nur noch um den Fahrzeugzustand, Rest kann vorab geklärt werden
  • preiswert
  •  schnell und unkompliziert
  • möglicherweise sehr viele Interessenten, sehr viele Anrufe·         mitunter sehr große Entfernung zwischen Anbieter und Nachfrager, vor allem bei klassischen und exotischen Fahrzeugen

Örtliche Tageszeitung:

Vorteile Nachteile
  • potenzielle Abnehmer kommen aus der unmittelbaren Umgebung
  • bei Kaufabsicht schneller Vertragsschluss möglich
  • persönlicherer Kontakt
  • Reichweite begrenzt
  • vor allem bei exotischen und klassischen Fahrzeugen nur wenige Abnehmer
  • Inserate weit weniger lang sichtbar als auf einer Online-Plattform

Gebrauchtwagenhändler:

Vorteile Nachteile
  • unkomplizierte Abwicklung·         Händler kümmert sich um den Verkauf
  • Preisvorschlag des Händlers lässt sich leicht nachprüfen
  • größere Seriosität bei größeren Anbietern
  •  man bekommt möglicherweise nicht den optimalen Preis angeboten
  • kein Einfluss auf die Auswahl des Käufers

 

Fazit: Wer es unkompliziert mag, verkauft sein Auto über einen Gebrauchtwagenhändler. Hier muss man sich um gar nichts kümmern. Wer den besten Preis für sein Fahrzeug haben will, sollte es online anbieten. Hier muss man allerdings genug Zeit für Gespräche mit potenziellen Abnehmern einplanen.

 

Der Verkauf von Raritäten – Wie man auch für Exoten Abnehmer findet

Heute haben sich Autoportale längst nicht mehr nur auf aktuelle Modelle beschränkt. Es gibt verschiedenste Special-Interest-Plattformen, auf denen man Old- und Youngtimer findet. Möchten Sie ein Fahrzeug mit historischem Wert im Internet anbieten, können Sie eine Plattform wie classic-trader.com nutzen. Hier registrieren Sie sich kostenlos, erstellen einen Account und warten auf die Kontaktanfragen Ihrer Kunden. Der Vorteil spezialisierter Verkaufsplattformen besteht darin, dass man bis zu 100 hochauflösende Bilder einstellen und direkt auf TÜV-Gutachten und Zertifikate verweisen kann. Das erhöht die Chancen auf einen schnellen Verkauf.

 

Achtung!       Einige Grundsätze gelten modellübergreifend für den Verkauf von alten und neuen Fahrzeugen. Ein kurzer Überblick:

  • Reinigen Sie Ihr Fahrzeug vor dem Verkauf gründlich von innen und außen. Je gepflegter es aussieht, desto mehr Geld bekommen Sie letztendlich dafür.
  • Lassen Sie Ihr Fahrzeug vor dem Verkauf vom TÜV untersuchen. Mit gültiger Plakette und gültiger Abgasuntersuchung können Sie einen deutlich höheren Betrag verlangen.
  • Seien Sie von Anfang an ehrlich zu Ihren Käufern. Das gilt besonders bei Unfallschäden. Verschweigen Sie sicherheitsrelevante Beeinträchtigungen, machen Sie sich strafbar und der Käufer kann das Fahrzeug zurückgeben.
  • Händigen Sie dem Käufer alle notwendigen Papiere und Schlüssel aus
  • Erstellen Sie einen schriftlichen Kaufvertrag. Vordrucke hierzu finden Sie im Internet.

 

Umgekehrt sollten Sie auf diese Dinge auch achten, wenn Sie ein Auto kaufen. So können Sie sich sicher sein, dass Sie später keine bösen Überraschungen erleben. Weiterführende Informationen zum Thema Autokauf finden Sie in unserer Kategorie Kaufberatung. Hier finden Sie nicht nur modellspezifische Kauftipps für Fahrzeuge wie den Citroen Berlingo oder den Mitsubishi Outlander, sondern auch Hinweise zum Kauf von ehemaligen Mietwagen und anderen Fahrzeug-Sondertypen.

Fahrbericht: Forester XT (240PS)

Einen Boxermotor verwenden, weil das den Schwerpunkt senkt? Gleichzeitig die größte Bodenfreiheit (22 cm!) in der Klasse der Crossover und SUV-Kollegen? Klingt widersprüchlich, ist aber ein Sinnbild für die technische Leidenschaft eines Automobil-Herstellers, der scheinbar völlig ohne Marketing und Lifestyle-Department auskommt. Eine Wohltat für Autotechnik-Freunde.

Weil robuster einfach besser ist.

Im 240 PS starken Forester durch die Welt

Ja – der Innenraum wirkt, als könnte man das harte und schwarze Plastik mit dem Dampfstrahler reinigen, aber das ist gut so. Es lenkt nicht ab. Es lässt dem Fahrer die Möglichkeit, die technische Extravaganz des Forester XT zu sortieren, zu verstehen. Unter der hohen Haube, jenseits der steil stehenden Scheibenrahmen, brummt ein Turbo-Vierzylinder im Boxerformat vor sich hin. Die stärkste Variante, den 240 PS-Turbo, verkuppelt SUBARU ausschließlich mit einem stufenlosen Getriebe. Eine Getriebevariante, die kaum Verwendung findet und – eigentlich auch zu Recht – ausgestorben scheint. Die Kraft des Boxers landet nach der “Lineartronic” an einem echten Allradantrieb. Keine verkrüppelte Hang-On Lösung. Zentraldifferential und eine elektrische Drehmomentverteilung sorgen für eine zuverlässige Verteilung der Kraft.

Wer sich vom hochbeinigen Forester über Land schaukeln lässt, treibt Boxermotor und stufenlose Automatik zum Perfektions-Patt aus Drehmomentwoge und beruhigend niedriger Drehzahl an. Faszinierend, wie weit die Entwicklung des CVT-Getriebes getrieben wurde. Der Forester XT  drückt mit 350 Nm in die Schaltbox und diese versteht es tatsächlich, den Alltag immer mit der geringstmöglichen Drehzahl zu garnieren. Stufenlos bedeutet dann auch: Rucklos. Da unterbricht nichts den Vorwärtsdrang, gediegen schiebt der Boxermotor durch das variable Übersetzungsverhältnis.

[one_half] [notification type=“notification_mark“ ]Die Basics:[/notification]
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  • 2 Wochen im Test
  • 1.661 Testkilometer 
  • Basispreis: 43.000 €
  • Testwagenpreis: 43.560 €

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[one_half last=last] [notification type=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:[/notification]
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Aufjaulen der Drehzahl? Nur, wenn man das Pedal stumpf in Richtung Asphalt drückt. Animierend wirkt  die Sport und Sport-Sharp Stellung des SUBARU Intelligent Drive. Wo andere den Tempomat-Taster unterbringen, überlässt SUBARU den XT-Fahrern das Gamepad für eine angeschärften Motor- und Getriebesteuerung. Mehr Druck gleich mehr Agilität. Im „sport-sharp“ simuliert das stufenlose Getriebe zudem: Schiebt man den Schalthebel in die manuelle Gasse mit 8 anstelle von sonst nur 6/7 virtuellen Gängen, bringt es sogar Schaltrucke mit ein. Sie und die Schaltstufen lassen sich auch per Schaltpedal steuern. Wer es mag. Auf der Autobahn kann es helfen, die Drehzahl zu halten, vor allem, wenn man zügig unterwegs ist. Ansonsten ist die CVT so gut abgestimmt, das man durchaus dem Automaten die Arbeit überlassen kann. Dass ich so etwas mal über eine stufenlose Automatik schreibe, hätte ich auch nicht erwartet.

Subaru046 Galerie Neuer forester

Förster-Mobil

Interessant wird es,  wenn man den Forester von der Landstraße abbiegen lässt. Dass man die Marke SUBARU oft im Wald sieht, hat einen guten Grund. Der permanente Allradantrieb ist ein echter und wirkungsvoller Allradantrieb. Die Kraft wird über ein perfekt symmetrisch aufgebautes Antriebslayout permanent an alle vier Räder verteilt und reagiert dank cleverer Regel-Elektronik schnell und flexibel. Der Forester lässt sich mit Wonne durch Wasserdurchfahrten jagen, bei denen andere Lifestyle-SUV vor lauter Schreck ihr Make-Up verlieren würden. Doch der Forester XT verzichtet auf optische Reize, bei ihm folgt die Form der Funktion. Er ist ein Arbeiter, ein Kletterfreund, ein echter Naturbursche und auch ein jovialer Trink-Kumpane.

Subaru028 Galerie Neuer forester

Durst hat er

Bei 240 PS aus einem Turbo-Benziner mit der Aerodynamik eines in Eiche rustikal ausgeführten Wohnzimmerschrankes bleibt der Durst nicht lange unterdrückt. Man kann mit 7.3 Liter auf 100 Kilometer auskommen, dann darf man vom lüsternen Drehmoment des Boxers nicht mal nippen. Da hält man sich besser von allen Drehzahlen jenseits der 2.000 U/min fern und rollt mit dem Wind. In der Ökorunde hatte mich jedoch der Ehrgeiz gepackt – für den Alltag sind gute 9.3 Liter zu kalkulieren.

Im weltfremden NEFZ-Drittelmix gibt SUBARU einen Normverbrauch von 8.5 Liter auf 100 Kilometer an. Das immer zu treffen, dürfte schwer werden.

Wer sich jedoch an den 240 PS des Turbos fröhlich tut, den Forester XT auf die Jagd nach Diesel-SUV auf die linke Spur der Autobahn stellt und dabei dem nachfolgenden Verkehr den Windschatten seines Lebens spendiert – der erlebt nicht nur, wie unfassbar stabil der Hochsitz über die Autobahn zu jagen ist, sondern auch Verbrauchswerte aus einer längst verloren geglaubten Welt. Vor-Ölkrisenfähige 16 Liter im Q5/X3/GLK-Jagdmodus? Kein Problem!

Der Forester XT unterwirft sich auf schnellen Autobahnkurven der Schwerkraft wie die Costa Concordia ihrem Kapitän Schettino, jedoch ohne Schiffbruch zu erleiden und mit einem soliden Gefühl von: „Das geht hier alles gut.“

Trotz großer Bodenfreiheit, komfortabler Dämpferabstimmung und breiten Geländereifen spurtet der XT gerne auch flott über lange Strecken. An die Seitenneigung gewöhnt man sich. Der Rest ist purer Spaß. Der Kick des Turbo-Benziners muss an der Tankstelle bezahlt werden, kann jedoch süchtig machen.

Subaru IMG_4582 Der neue Forester Fahrbericht

Auf der Jagd

Selbst wenn der Forester XT der Liebling der Förster ist, auch Familien werden glücklich. Die nüchterne Grundform, die steilen Scheiben, das praktische Kombiheck. Der Forester bietet ordentlich Platz. Fünf Mitfahrer und deren Urlaubsgepäck? Kein Thema. Auf nur 4.60 Metern bringt der Forester XT eine Menge praktische Tugenden mit. Der 505 Liter große Kofferraum lässt sich auf 1.547 Liter erweitern und wer die Anhänger-Kupplung nutzt, der kann bis zu 2 Tonnen an den Haken nehmen.

Fazit:

Ein pragmatischeres Automobil für 99% aller Situationen im Alltag habe ich nicht erlebt. SUBARU ist der letzte Automobil-Hersteller, bei dem man sich als Auto-Tester wirklich zum “Auto testen” animiert fühlt. Marketing-Sprüche? So genanntens Premium-ChiChi? Alles Bullshit. Ein SUBARU wird aus grundsoliden Ideen und dem Anspruch, einen Sinn, einen Zweck, eine Funktion zu erfüllen, gebaut. Das gefällt. Ist aber nichts für Menschen, die einen SUV auch mit Frontantrieb fahren würden.

 

Der Fahrzeugschein:
Hersteller: Subaru
Typ: Forester 2.0 XT Platinum
Klasse: SUV
Motor: B4
Getriebe: CVT
Antrieb: Allrad permanent
Hubraum: 1.998 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 240 PS / –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 350 Nm / –
Gewicht Fahrfertig: 1.636 kg
Von 0 auf 100: 7.5 s
Höchstgeschw.: 221 km/h
Verbrauch (NEFZ): 8.5 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 197 g/km
Emissionsklasse: EU 5
Effizienzklasse: E
cW-Wert: 0.33
Kommentar:

 

Hinweis: Die Fotos stammen von der Fahrveranstaltung zur Deutschland-Premiere des SUBARU Forester. Ich hätte  gerne eigene vom Testwagen gemacht, aber leider kam ein Parkplatz-Rempler (Fahrerflucht) dazwischen. 
Daher - mitten im August, die Fotos mit Schnee ;)

 

Alu- und Stahlfelgen im Vergleich

Alu- und Stahlfelgen im Vergleich: Eine Frage der eigenen Ansprüche

Räder und Felgen sind nicht nur aus funktioneller Sicht essenzieller Bestandteil eines Autos – sie leisten über ihr Erscheinungsbild zudem einen wichtigen Beitrag zu der Gesamtoptik und dem Charakter des Fahrzeugs. Die Frage nach der Reifengröße und dem passenden Profil ist dabei genauso alt wie die Frage nach dem richtigen Felgenmaterial. Doch was eignet sich eigentlich besser für die eigenen Ansprüche und Nutzungsgewohnheiten – Alu- oder doch eher Stahlfelgen?

Alufelgen punkten doch nur bei der Optik, oder?

SR-diamantgedreht_06_seitlich_hg-w-lrDer größte Vorteil von Alufelgen gegenüber Stahlfelgen liegt in der Optik der Felgen. Das denken viele, aber es gibt einen wesentlich wichtigeren Aspekt: Aluminium ist leichter als Stahl.  In vielen Fällen wird der Gewichtsvorteil der Leichtmetallräder jedoch durch die Wahl eines größeren Rades wieder aufgebraucht. Hier sollte der Käufer zwischen Optik und Gewicht abwiegen. Neben den leichteren Aluminiumfelgen spielt der Reifen in der Gesamtbetrachtung eine große Rolle. Wer Premium-Sportreifen montiert und hier auf breitere Reifen wechselt, der verspielt den Gewichtsvorteil ebenso wie der, der vor allem ein großes Stück vom edlen Aluminium-Rund im Radhaus haben will. Egal ob kompakt und dezent, glatt poliert oder matt gebürstet: Alufelgen werden gerne mit Reifen kombiniert, die einen besonders niedrigen Querschnitt besitzen und lassen die Räderkombination dann ausgesprochen sportlich wirken.

Stahlfelgen werden hingegen mithilfe von Radkappen aus Kunststoff optisch aufgewertet und sind daher in der Anschaffung deutlich kostengünstiger. Neben dem Aspekt der Ästhetik  gibt es einen weiteren Nachteil für die Radkappen. Diese können verloren gehen oder geklaut werden.

Stahlfelgen überzeugen durch eine enorme Robustheit

Ein Fahrzeug mit breiten Reifen und Alufelgen garantiert vor allem im Frühjahr und Sommer gesteigerten Fahrspaß. Die leichteren Felgen, die Reifen mir dünnem Querschnitt, das sorgt für Fahrspaß bei einer entsprechenden Optik.  Im Vergleich zu robusten Stahlfelgen sind Felgen aus Aluminium deutlich stoßempfindlicher und nutzen sich bei Winterwetter mit aufgewirbeltem Streusalz und Matsch entsprechend schnell ab. Korrosionsschäden wie Kratzer und Risse in der Aluminiumoberfläche verschlechtern nicht nur die Optik, sondern können auch zu einer eingeschränkten Funktionalität führen. Schlaglöcher können beschädigte Alufelgen sogar komplett außer Gefecht setzen. Stahlfelgen überzeugen daher vor allem im Winter durch eine enorme Robustheit bei einer deutlich kostengünstigeren Anschaffung.

Der Kauf von neuen Alufelgen sollte über einen Fachmann laufen. Die richtige Größe, der Lochabstand und die Lochanzahl des jeweiligen Fahrzeugmodells müssen ebenso beachtet werden, wie die Belastbarkeit. Als grobes Beispiel dient die Montage von Alufelgen auf einem Transporter. Aber auch Geländewagen stellen andere Ansprüche an die neuen Felgen, als sportliche Kompaktfahrzeuge. Auf jeden Fall müssen die Räder für das eigene Fahrzeug zugelassen sein. Unter Umständen muss eine Eintragung der Räder beim TÜV erfolgen.  Unabhängig vom Material lohnt sich vor dem Kauf neuer Felgen auf jeden Fall der Preisvergleich im Internet (z.B. bei Toroleo.de) – auf diese Weise können komfortabel die passenden Reifen für das eigene Fahrzeug zum besten Preis gefunden werden.

Das Gute von Alu- und Stahlfelgen kombinieren

Die Frage nach den „richtigen“ Felgen lässt sich pauschal nicht beantworten, da hierbei in erster Linie das eigene Budget und die Frage nach den Prioritäten beantwortet werden müssen. Sportliche Optik? Oder Preis? Besonders große Räder, oder doch lieber nur ein Ersatz für hässliche Stahlfelgen? Üblicherweise bekommen im Winter dennoch die deutlich preiswerteren und robusteren Stahlfelgen den Vorzug gegenüber Alufelgen. Wer im Sommer auf Alu- und im Winter auf Stahlfelgen setzt, kann das Beste aus beiden Materialien kombinieren.

Fahrbericht: Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D

200 PS im Geländewagen-Urgestein

Der große kantige Fünftürer gehört zu den Klassikern der Geländewagen-Welt. Im Prinzip gibt es den Pajero nun seit über 30 Jahren. Und bei Mitsubishi hat man viel dafür getan, um dieses Modell jung zu halten. Trotz der vielen Einsätze in den Wüsten dieser Welt.

Fahrbericht des 200 PS starken Ur-Gesteins mit Automatik.

Vier Generationen Pajero

Vier Generationen Zuverlässigkeit und der Willen, auch wildes Gelände ohne Probleme zu durchqueren. Wer die Wüste besiegen will, der langt gerne zum großen Mitsubishi. Von 2001 bis 2007 gab es auf der Wüsten-Rallye von Paris nach Dakar nur einen Gewinner, den Mitsubishi Pajero.  Auch wenn es so langsam in Vergessenheit gerät, Mitsubishi ist – mit  insgesamt 12 Siegen – die erfolgreichste Automobilmarke auf dieser geschichtsträchtigen Rallye. Und auch wenn Mitsubishi in den letzten 30 Jahren mit vier Generationen des Pajero um die Gunst der Offroad-Kundschaft buhlte, einen Pajero erkennt man sofort wieder. Das Design wurde über die Jahre nur sanft weiter entwickelt.

Mitsubishi Pajero - hoch das Rad

Der gefahrene Testwagen stellt die Oberklasse des Mitsubishi Modell-Programms dar. Als Pajero 5-Türer mit 200 PS Diesel und Automatik gibt es ihn derzeit in der Edition 30 zum Listenpreis von 49.990 ,– €

Grönland-Weiß

Weder der Perleffekt-Lack in Grönland-Weiß noch das  dunkle Leder-Interieur können jedoch darüber hinweg täuschen, der Pajero ist als Arbeitstier geboren. Flanieren und vor der Eisdiele einen guten Eindruck machen – das überlässt er den Boulevard-SUVs. Für den großen Allradler von Mitsubishi gibt es wichtigere Aufgaben. Ein Ausflug an die Westküste von Grönland wäre da nur der Anfang. Die groben Formen, die klaren Linien, die großen Fensterflächen und die steilen Kanten verhöhnen den Fahrtwind. Aerodynamik-Wunder? Dafür sind andere verantwortlich. Der Pajero bietet seinem Fahrer dafür etwas, was man heute fast vergessen hat: Übersichtlichkeit ohne 360° Kameras. Sicher – hippe Lifestyle-SUV aus dem Süden Deutschlands können in Punkto Sitzposition, Gefühl und Seitenhalt alles besser. Aber der Pajero will keine falsche Gemütlichkeit aufkommen lassen. Er ist für die ernsten Dinge des Offroad-Lebens gerüstet. Und das lässt er seinen Fahrer spüren. Lifestyle-Attitüden überlässt er denen, die im Gelände bei der ersten Bodenwelle verschreckt mit der Ölwanne aufsetzen.

Mitsubishi Pajero einsteigen und los fahren

Fahrbericht Mitsubishi Pajero – Arbeiter und Kumpel

Im Cockpit des Pajero stehen alle Zeichen auf Konzentration. Ein paar silberne Kunststoff-Applikationen und das Leder auf Sitzen und den Türverkleidungen wollen vom Alltag ablenken, aber Nutzen und Funktion des Pajero dringen immer wieder in das Bewusstsein des Fahrers. Massive Haltegriffe an den Säulen erinnern an den möglichen Neigungswinkel von bis zu 45°. Zwei Wählhebel für die Kraftübertragung manifestieren die Möglichkeiten des Allradantriebes und das prägnante Wummern des Diesels lassen keine Zweifel an der vorhandenen Kraft aufkommen.

Mitsubishi Pajero Fahrbericht cockpit

Ein authentischer Bulle für den Offroad-Einsatz

Der Pajero bietet einen aufwändigen Allradantrieb an. Theoretisch lässt er sich über einen kleinen Knauf neben dem massiven Schalthebel auch im reinen 2WD (Heckantrieb) fahren. Wer den Knauf von 2H auf 4H stellt, fährt mit einem variablen Allradantrieb.  Dabei gelangen im Normalfall 33 % der Kraft an die Vorderachse. Die variable Kraftverteilung kann die Kraft  im 4H-Betrieb aber auch zu 50% auf beide Achsen verteilen. Vollvariabel – gerade so, wie es benötigt wird. Anstelle der Variabilität lässt sich der Allradantrieb auch in den Modus „4HLc“ stellen. Jetzt wird das Mittendifferential gesperrt und die Kraft gelangt zu gleichen Teilen auf die Vorder- wie die Hinterachse.  Was den Pajero von den SUVs der Neuzeit unterscheidet, ist die Möglichkeit, nun auch noch die Untersetzung einzuschalten. Im Fahrmodus „4LLc“ werden die Gangübersetzungen im Gesamten kürzer. Im Falle des Pajero lässt sich dann auch noch das Hinterachsdifferential sperren. 4LLc und Hinterachsdifferential gesperrt? Der Pajero kriecht nun über Stock und Stein und lässt sich auch von steilsten Bergfahrten nicht abschrecken. Dank einer Anhängelast von bis zu 3.5 Tonnen ist der Pajero jedoch nicht nur für die grobe Geländefahrt ideal, sondern auch für den Alltag als Zugfahrzeug. Und wenn es mit dem Pferde-Anhänger über eine morastige Wiese oder mit dem Boots-Anhänger über eine geschotterte Rampe zum kühlen Nass geht, dann zeigt sich der Vorteil eines echten Allradantriebes.

Mitsubishi Pajero im Fahrbericht Kühlergrill

Diesel-Bulle mit Hang zur Lautmalerei

Wer den Pajero – ausnahmsweise – nicht von Paris nach Dakar lenkt, wer mal ohne Pferde-Hänger oder Boots-Trailer und auf einer simplen trockenen Autobahn unterwegs ist – der kann den Allradantrieb deaktivieren (von 4H auf 2H) und den 3.2 Liter Vierzylinderdiesel auf eine Spritspar-Runde einladen. Doch mit einem Leergewicht von knapp 2.4 Tonnen, dem massiven Aufbau und der träge agierenden Fünfgang-Automatik lassen sich bei dieser Tour keine neue Rekorde vermelden. Gute 9 Liter sind der Alltag und 11 Liter auf 100 km auch kein Problem. Nur vier Kolben arbeiten unter der Motorhaube, dafür sind diese aber mehr als faustgroß. Der 200 PS Vierzylinder Turbodiesel wurde über die Jahre kräftig überarbeitet und war nie stärker als heute. 441 Nm bei 2.000 Umdrehungen sorgen für Kraft in allen Lebenslagen. Nur die Umstände (Größe und Gewicht des Pajero) sorgen für eine eher gemütliche Gangart. Wobei der 16-Ventil Diesel vor allem beim Kaltstart sein ungeschöntes – und lautes – Lied der Selbstzündung brummt. Kernig und mit ordentlich Druck geht der große Diesel an die Arbeit, aber weit jenseits eines ausufernden Temperaments. Der Dieselmotor und die Fünfgang-Automatik spielen vor allem dann gut zusammen, wenn man den Pajero „rollen“ lässt. Ohne Hektik. Gerne mit etwas Überzeugung auch bei üblen Pisten – aber bitte ohne gesteigerte Ambitionen bei der Kurvenhatz.
[one_half] [notification type=“notification_mark“ ]Die Basics:[/notification]
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  • Vierzylinder Turbodiesel
  • 200 PS und 441 Nm 
  • 3.5 Tonnen Anhängelast
  • Testwagenpreis: 49.990 €

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[one_half last=last] [notification type=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:[/notification]
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Mitsubishi Pajero LAderaum

Der steckt was weg

Der lange Pajero mit seinen 5-Türen lässt sich zu einem Siebensitzer umrüsten. Im Boden versenkt, versteckt sich die dritte Sitzreihe. Mit ein paar Handgriffen wird aus dem riesigen Kofferraum ein Platz für fünf Passagiere. Die letzte Sitzreihe ist natürlich nicht so bequem wie die mittlere – aber für den Notfall oder eine kurze Etappe reichen die sonst vollständig versenkten Sitzplätze allemal. Der riesengroße Gepäckraum gehört zu den Talenten des langen Pajero. Ein Ladevolumen von bis zu 1.789 Litern bieten nur wenige.  Im Falle des Pajero lässt sich dieser Raum auch ordentlich nutzen – eine Zuladung von bis zu 645 Kilogramm gilt als ordentlich. Auch unter den Arbeitstieren.

Fahrbericht-Fazit:

Der Mitsubishi Pajero ist Mehrwert auf Rädern.

Ja – 49.990 € sind eine stolze Summe. Aber der Pajero bietet, was andere Siebensitzer nicht bieten:  Die Aura eines Dakar-Gewinners. Zudem den Platz, die sieben Sitzplätze auch wirklich zu nutzen und die Möglichkeit, 3.5 Tonnen anzuhängen

So ein Pajero mag auf den ersten Blick nach einem Geländewagen für Abenteurer aussehen – aber er ist vor allem auch ein echtes Talent für die vielen Aufgaben, die man als Familienvater zu meistern hat. Vor allem, wenn aufwändige Hobbys den Alltag bereichern.  Oder der nächste Urlaub nicht zum Camping an den Lido führt, sondern in die Wüste.

 Zum Mitsubishi Konfigurator  | Download: Testfahrzeug-Bewertung Mitsubishi Pajero

Galerie:

Technische Daten:
Markteinführung am: Modell seit 2006 / Markteinführung 1983
Motortyp: Vierzylinder-Reihenmotor, Gusseisen-legiert, 16 Ventil-Kopf, Turboaufladung mit variabler Turbinen-Geometrie
Hubraum in ccm³: 3.200
max. Leistung bei min-1: 147 kW / 200 PS bei 3.800 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 441 Nm bei 2.000 U/min
Länge, Breite, Höhe, Radstand in mm: 4.900 x 1.875 x 1.860 x 2.780
Leergewicht: 2.385 kg
Vorderer Böschungswinkel: 34.5°
Hinterer Böschungswinkel: 24.5°
Bodenfreiheit unbeladen: 210 mm
Watt-Tiefe in mm: 500 (maximal 700)
Wendekreis: 11.4 m
Bremsen: VA: –, HA: —
Allradantrieb / System: Variabler Allradantrieb, zuschaltbar, mit Mitten-Diff-Sperre, Hi.-Achse Sperre und Untersetzung.
Getriebe: 5-Gang Wandlerautomatikgetriebe
Differentialsperren: Hinterachse manuell sperrbar
Tankvolumen 88 Liter
CO2-Emission, kombiniert: 224 g/km
Abgasnorm EU 5
Effizienzklasse: C
cW-Wert:
Stirnfläche:  –
Normverbrauch innerorts 10.1 l / 100km
Normverbrauch außerorts 7.5 l / 100km
Normverbrauch kombiniert 8.5  l / 100km
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 11.1 Sekunden
Basispreis: Mitsubishi Pajero 5-Türer, ab 35.990 €   [inkl. MwSt.]
Garantie: 36 Monate
Stand 01/2014

Motor-Talk bringt den ultimativen Kaufberater

Motor-Talk.de ist Deutschlands größte Auto-Community. Davon kann man halten was man will. Ich selbst treibe mich in diesen Foren nicht mehr rum. Zu häufig trifft man auf Marken-Fetischisten, so genannte treue Fans einer Automobil-Marke, oder auch nur eines Modells. Diskutieren macht da keinen Spaß. Aber – es gibt Millionen andere deutsche Autofreaks, die treiben sich jeden Tag auf Motor-Talk herum. Viel wichtiger aber, was die letzten zwei Jahre auf Motor-Talk passiert ist. Aus einer Motor-Community wurde ganz „nebenbei“ ein sehr respektable Auto-News und Magazine-Webseite.

Motor-Talk – die machen was!

Und neben einer sehr respektablen Motor-Redaktion, hat das Team rund um die Gründer von Motor-Talk, Tom Kedor und Bert Schulzki, sowie der Chef-Redakteur Timo Friedmann, nun auch noch einen stylischen Autokauf-Berater entwickelt und heute gestartet:

Motor-Talk präsentiert, der MOTORAGENT.de

Motoragent

Der MotorAgent fragt nach Deinen Auto-Wünschen und findet die Modelle, die am besten zu Deinen Vorstellungen passen. Du erhältst Vorschläge für infrage kommende Autos und konkrete Angebote zu Neu- und/oder Gebrauchtwagen.

Zitat von der Webseite

 

Mit der Hilfe von mobile.de und spritmonitor.de hat Motor-Talk einen eleganten Kaufberater auf den Weg gebracht.  Mit der Hilfe von 10 Punkten, darunter die Anzahl der Sitzplätze, dem Alter, der Laufleistung, der Antriebsart oder eben auch so sinnvollen Fragen, wie nach dem Streckenprofil, findet der Motor-Agent derzeit unter 1.249 hinterlegten Modellen genau das Auto, dass für den Käufer interessant erscheint. Auf Basis von harten Fakten.

Was der MOTORAGENT nicht kann, ist das emotionale Thema behandeln. Geschmack beurteilen oder Autos nach dem Style aussuchen. Aber das wird vermutlich so schnell keine künstliche Intelligenz bieten können.

Aufgrund der Zusammenarbeit mit mobile.de, kann der Motor-Agent jedoch nicht nur Neuwagen auswählen, eine Budget-Frage klärt recht schnell, ob der eigene Fahrzeugwunsch nicht im Showroom des Neuwagen-Händlers endet, sondern eher in der Second-Hand-Ecke.

Mein Fahrzeug wäre laut „Agenten“ im übrigen ein:  Mitsubishi Outlander. Oder ein Fiat Doblo. Nun, da scheint noch Optimierungsbedarf 😉

Der Motor-Agent ist ein guter Anfang, soviel steht fest.

 

Top 10 der besten Familienautos 2013

Windelbomber und Kindergarten-Kutschen:

Das ist die Top 10 der besten Familienautos 2013

Ein Familienauto braucht viele Talente. Es muss robust sein, die Keks-Krümel der Kleinsten müssen sich leicht entfernen lassen. Man braucht Platz für die Kinder, den Kinderwagen, eventuell für einen Hund und wenn man auf Reisen geht, dann brauchen die Kleinen in der zweiten Reihe nicht nur Platz, nein, sie freuen sich auch über Rear-Seat-Entertainment Angebote. Oder sie wollen wenigstens gut aus dem Fenster schauen können, damit das alte „ich sehe was, was Du nicht siehst“ Spiel auch bis zum Zielort unterhaltsam bleibt. Kurzum, ein perfektes Familienauto muss nicht nur Papa hinter dem Steuer glücklich machen, Stichwort Fahrfreude. Mama gefallen (Stichwort Optik und Design) und den Kindern die Freiheit geben auf der langen Reise nicht in Langeweile zu verfallen (Stichwort Platzangebot). Zugleich muss das beste Familienauto aber auch günstig in der Anschaffung sein. Steuer und Versicherung dürfen nicht über den Kopf der Familie wachsen. Es gibt vieles zu beachten und noch mehr Wünsche die erfüllt werden müssen.

2013 bin ich viele Testwagen gefahren, die Top 10 der Familienautos habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

Die Reihenfolge der Nennungen ist keine Wertung. Alle 10 erwähnten Fahrzeuge sind tolle Familien-Autos.

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Nissan Note

Nissan Note 04 80 PS Basis-Benziner
Der Nissan Note ist der Experte für die Stadt. Ein hochragender Mini-Van mit überraschend viel Platz in der zweiten Reihe. Zudem bietet er viel Sicherheit in Form von modernen Assistenzsystemen. Der Note ist ganz klar eines der 10 besten Familienautos 2013.

Mama: 4 sterne
Papa: 2 sterne
Kinder: 3 sterne
Preis: 5 sterne

Zum Nissan Note Fahrbericht

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Toyota RAV4

Toyota RAV4 Allrad IADS
Der RAV4 hat die Klasse der kompakten SUV vor knapp 20 Jahren begründet. In der aktuellen Generation bietet der RAV4 vor allem ein gesteigertes Platzangebot. Raum und Motorenangebot sind gewachsen und die Qualitäten des Japaners stoppen nicht am erst besten Waldweg.

Mama: 3 sterne
Papa: 4 sterne
Kinder: 2 sterne
Preis: 3 sterne

Zur Kaufberatung des Toyota TAV4

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Ford Kuga

Ford Kuga 18 One ford 2013 suv

Der kompakte SUV aus Köln überzeugt mit einem großen Angebot an Motoren und Assistenzsystemen und auch der Gedanke „always on“ wird im schicken Kuga ausgelebt.  Im Fahrbericht musste sich der 140 PS Diesel zusammen mit dem Doppelkupplungsgetriebe beweisen.

Mama: 4 sterne
Papa: 4 sterne
Kinder: 3 sterne
Preis: 2 sterne

Zum Fahrbericht des Ford Kuga

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Peugeot 308

Peugeot 308 Premiere24 iaa 2013
Der neue Löwe im Kompaktsegment. Für mich persönlich die Überraschung des Jahres. Nie zuvor war ein Kompakter von Peugeot so nah am Wolfsburger-Spitzenreiter. Wer bislang nur Golf fuhr, aus gutem Grund, der sollte sich den Kompakten-Löwen anschauen. Eine Testfahrt könnte interessante Erkenntnisse bringen.

Mama: 2 sterne
Papa: 5 sterne
Kinder: 2 sterne
Preis: 4 sterne

Zum Nissan Note Fahrbericht

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Toyota Auris Touring Sport

Toyota Auris 10 Galerie Touring sports
Einen Kompakten Kombi mit Hybrid-Antrieb. Die Hybrid-Experten von Toyota sind für den einzigen Hybriden in meiner Top 10 der besten Familienautos verantwortlich. Es wurde aber auch Zeit. Der Auris ist als Kombi (Sports-Tourer) extrem gut gelungen und dank Hybrid-Antrieb, eine Alternative zum klassischen Dieselmotor in dieser Klasse.

Mama: 3 sterne
Papa: 2 sterne
Kinder: 3 sterne
Preis: 5 sterne

Vorstellung des Toyota Auris Touring Sport

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Citroën C4 Picasso

Citroen C4 Picasso 38 Kaufberatung
Wie der Peugeot 308, so basiert auch der neue C4 Picasso auf einer völlig neuen Plattform des PSA-Konzerns. Und auch im Falle des C4 Picasso konnte diese neue Plattform auf Anhieb überzeugen. Der C4 Picasso bietet indes in seiner Mini-Van-Variante mehr Platz im Innenraum. Typisch französisch bleiben einige Details der Bedienung, was im Falle des C4 Picasso allerdings irgendwie auch schön ist.

Mama: 4 sterne
Papa: 4 sterne
Kinder: 4 sterne
Preis: 4 sterne

Zum Nissan Note Fahrbericht

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Ford Turneo Connect

Ford Tourneo 05 Connect Van 2014
Auf der Basis des Ford Focus basiert der neue Tourneo. Ein Mini-Van mit maximalen Platz-Verhältnissen. In zwei Radstand-Versionen und mit zwei Schiebetüren ist der Ford vor allem eines: So richtig praktisch. Und mit dem 1.0l EcoBoost Dreizylinder auch noch ein sparsamer Familien-Van

Mama: 1 stern
Papa: 2 sterne
Kinder: 4 sterne
Preis: 4 sterne

Vorgestellt: Der Ford Tourneo Connect

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Alfa Romeo Giulietta

Alfa Romeo 03 Giulietta 2014
Sie ist die italienische Alternative zum VW Golf. Die „Schöne“ von Alfa besticht durch Fahrdynamik und zauberhaftes Design. Im Paket der 10 besten Familienautos übernimmt die Giulietta die Rolle der feingeistigen Schönheit. Mit Abstrichen beim Raumkomfort. Aber so lange die Kinder klein sind ;).

Mama: 5 sterne
Papa: 4 sterne
Kinder: 3 sterne
Preis: 4 sterne

Zur Alfa Romeo Giulietta

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Fiat 500 L Trekking

FIAT 08 500 L Trekking Kaufberatung

Eine Überraschung aus Italien. Der Fiat 500 L hat mit dem knuffigen 500 nur die Optik an der Front gemein, ansonsten teilt er sich die Plattform mit dem größeren Fiat Punto. Als Trekking bekam der 500 L die Optik eines Raubeins verpasst, bleibt aber ganz der freundliche Italiener.

Mama: 5 sterne
Papa: 2 sterne
Kinder: 4 sterne
Preis: 3 sterne

Zur Fiat 500 L Trekking Kaufberatung

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Mitsubishi ASX

Mitsubishi ASX 04 2.2 DI-D 4WD Automatik
Ganz klar mein Top-Favorit in der Klasse der kompakten SUVs. Aber auch als Familienauto ein ganz heißer Tipp. Seit kurzem gibt es den ASX auch mit dem 2.2 Liter 150 PS und der Sechsstufenautomatik. Damit wird dann auch Papa hinter dem Lenkrad so richtig glücklich!

Mama: 4 sterne
Papa: 5 sterne
Kinder: 2 sterne
Preis: 4 sterne

Zum Fahrbericht des ASX Automatik 4×4

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Die Top 10 der Familienautos wird in 2014 eine Fortsetzung finden. Aber ebenso wird es natürlich eine Top Ten Liste der besten Sportwagen unter 35.000 €, der sportlichsten Cabrios und anderer Fahrzeugklassen geben.  Anfang des kommenden Jahres werfe ich einen Blick auf die Top 10 der 4×4-Klasse.

Innerhalb der Liste gibt es keine eigene Wertung, die Fahrzeuge sind alle unter den Top 10 der betreffenden Kategorie gelandet. Die Unterschiede, die Vor- und Nachteile der einzelnen Fahrzeuge werden dann schnell im subjektiven Blick der Kauf-Interessenten austauschbar. So ist diese Liste vor allem eines: Eine Hilfe zur Orientierung.

Erklärung zu den Sternen: Je mehr Sterne, desto besser. Fünf Sterne bei Mama bedeuten: Den findet Mama besonders gut. 5 Sterne bei Papa, den findet Papa besonders gut. Mama steht für das Design, Papa für den Fahrspaß, die Kinder für den Praxisnutzen und der Preis, na der steht natürlich für das Verhältnis aus Preis und Leistung!

Kia Sportage Fahrbericht Blog

Fahrbericht: Kia Sportage

Mein erster Koreaner. Auch als jemand der wirklich versucht ausgesprochen subjektiv zu bleiben, weiß ich um die Vorteile von „objektiven“ Sichtweisen.  Und trotzdem waren „die Koreaner“ für mich immer eine Nation, die im Bereich der Automobil-Fertigung doch am Ende nur eines fertig bekommen haben: Extrem farblose und geschmacksneutrale Fließband-Autos ohne tiefer gehenden Sinn für Gestaltung und Geschmack.

Soul aus Seoul. Am Ende meiner 14 Tage im neuen KIA Sportage war mir jedoch klar, dass die Koreaner noch schneller als die Japaner, in den zwanzig Jahren zuvor, gelernt haben den Geschmack der Mittel-Europäer zu treffen und Fahrzeuge mit beeindruckender Wertigkeit zu fabrizieren. Und um mich besonders weit aus dem Fenster zu lehnen: Ich glaube – KIA hat bereits mehr als einen japanischen Hersteller überholt. Warum ich das so sehe – das zeigt mein Fahrbericht:

Die rasante Aufholjagd der Koreaner am Beispiel des neuen KIA Sportage:

Ein Wagen für das Volk – der KIA Sportage!

Kia Sportage Foto front schräg

Kompakte SUV: Die Klasse der kompakten SUV ist Klassenlos geworden und man kann heute nicht mehr sagen, wer sich hinter dem Steuer eines solchen Teilzeit-Feldwege-Helden befindet. Und um die Klassenlosigkeit zu unterstreichen, spielen auch alle Hersteller mit und haben eigene Interpretationen der weich gespülten Offroader im Programm.

Diesel und Allrad:  KIA hat in der Konzeption des Sportage alles richtig gemacht und bietet gleich 3 unterschiedlich starke Diesel-Motoren an. Zudem lassen sich die Motoren mit reinem Frontantrieb, Allradantrieb und auch mit einer modernen Automatik kombinieren.  Die Spannweite der Leistung geht hierbei von 115PS bis hoch zu 184PS und man gibt dem verwöhnten deutschen Autokäufer das Gefühl der Auswahl.

Design für das Volk: Waren die Koreanischen Modelle früher Autos ohne Stil und Gesicht, die nur allzu schnell in der grauen Masse des Marktes untergingen, darf sich KIA heute mit einem Design schmücken, dass allgemeine Zustimmung findet. Dafür verantwortlich ist der Ex-Volkswagen Designer Peter Schreyer. Und mit diesem Mann am Design-Brett wurde aus der grauen Maus KIA ein gefährlicher Global-Player für das Automobile Establishment in Europa. Ich kann an dieser Stelle bereits zugeben: Mir persönlich gefällt die Designlinie des Peter Schreyer und es verwundert daher nicht – wenn man als Freund des „cleanen VW-Style“ auch Gefallen an der neuen Formensprache von KIA hat.

Doch was taugt dieser kompakte SUV denn nun? Geht Design über Qualität? Bleiben neben dem Blendwerk auch überzeugende Fakten übrig? Mein Fahrbericht über den Koreaner soll für Aufklärung sorgen:

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  • Modellbezeichnung: KIA Sportage Spirit
  • Ausstattung:  Spirit
  • Testwagenpreis: 31.750€
  • Grundpreis Baureihe: 19.950€  (135PS Benziner)

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  • Hubraum: 1.995 ccm³
  • Leistung: 136 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h
  • Beschleunigung: 0-100: 12,1  Sekunden

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KIA Sportage Happy Face

Zur großen KIA Sportage Galerie

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Das will er sein:

Ein Sportler unter den kompakten SUVs

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Das kann er:

Alte Vorurteile in Wohlgefallen auflösen
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Das kann er nicht:

Offroad überzeugen. Der Sportage ist ein Supermarkt-SUV.
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Kia Heck Banderole

Design Außen: Design für das Volk

Dynamisch, kraftvoll und dennoch sachlich im Design. Das ist eine Design-Sprache die man so schnell nicht selbst entwickeln kann. Die Handschrift des Ex- VW Designers Schreyer zeigt sich nahezu in jedem Winkel des adretten Sportage. Die Kühlermaske geht fliesend in das Styling der Scheinwerfer über, die Seitenline ist geprägt von athletisch geformten Radhäusern. Mit stämmiger Erscheinung prägt der Sportage seine Außenwirkung.  Dabei wirkt er behände und dynamisch – im Styling haben die Koreaner alles richtig gemacht.

KIA sportage Rücklicht

Punktabzug gibt es jedoch für die Rücklichter, deren Design in der Nacht eine hochwertige LED-Technik nur „vorspielen“.

Design & Haptik Innen: Best in class

Hatte man vor einigen Jahren noch gut eingespielte Kritikpunkte und immer wieder bewährte Vorurteile gegenüber der asiatischen Innenraum-Kultur, so kann der KIA Sportage im Innenraum nun als die Bechnmark der Asiatischen Kompakt-SUV-Bewegung gesehen werden.  Ein weitläufiges Armaturenbrett, frei von Schnörkeln und überzeugend in Technik und Verarbeitung. Ist das noch ein Koreaner?

Kia Sportage Fensterheber

Punktabzug gibt es für die Fensterheber-Schalter die eine vermeintliche Brücke in die Vergangenheit schlagen und die wenig solide wirkenden Türverkleidungen.

KIA Sportage Innenraum

Fahrleistungen & Fahrgefühl: Alles easy.

Typisch für die Klasse der kompakten SUV erfüllt der KIA den Wunsch nach leicht erhöhter Sitzposition. Der Mittlere der drei Dieselmotoren ist eine sinnvolle Kraftquelle und überzeugt durch einen geringen Lärmpegel und eine angenehme Laufruhe. Die Schaltung des Sportage wirkt gut übersetzt und der Kontakt zur Straße ist nicht unnötig entkoppelt.  Besonders wohl fühlt sich der 136PS starke Sportage auf der Landstraße. Auf der Autobahn ist das mitschwimmen im Verkehr Problemlos möglich.

KIA Sportage Fahrbericht Heck

Alltagsfaktor: Keep it simple

Das Platzangebot in der ersten Reihe kann vollständig überzeugen, in der zweiten Reihe wünscht man sich jedoch ein wenig mehr Beinfreiheit und durch die ansteigende Fensterlinie fühlt man sich  eingeengt. Die Laderaumkante des Sportage ist für einen SUV noch auf einer erstaunlich niedrigen Höhe und sorgt zusammen mit der großen Heckklappe für eine gute Nutzbarkeit des Kofferraums. Die Parkpiepser hinten helfen beim rangieren – nur vorne, da wünscht man sich entweder eine bessere Übersichtlichkeit – oder eben auch Parksensoren. Diese sind jedoch leider nicht erhältlich!

Wenn der KIA auch mit einem Allradantrieb im Test war – die überschaubare Bodenfreiheit und die auf Asphalt optimierten Reifen setzen dem Offroad-Drang eine frühes Ende. So bleibt vor allem der Traktionsvorteil auf nassen Straßen als Punkte-Bringer übrig.

Serien-Ausstattung: Full-House

6 Airbags sind immer mit an Bord, dazu zählen die obligatorischen Fahrer- und Beifahrer-Airbags, die Seitenairbags auf Höhe der Vordersitze und so genannte „Vorhang-Airbags“ für die Fensterbereiche. Ebenso in Serie sind ABS, ESP und eine Traktionskontrolle. Für SUVs sinnvoll sind die in Serie gelieferte Berg-Anfahrhilfe und die Berg-Abfahrhilfe.

In der Spirit-Ausstattung ebenso enthalten: 18 Zoll Aluminium-Felgen, Getönte Schreiben für die zweite Reihe, Sitzheizung vorne und hinten, KIA Navigations-System, Bluettooth-Freisprecheinrichtung, Xenon-Scheinwerfer, Keyless-Go mit einem Startknopf, Regensensor, 2-Zonen Klimaautomatik.

Kia Sportage Motor

 

Der Motor

Der Klassiker im aktuellen Motorenbau kommt auch im Sportage zum Einsatz: Ein zwei Liter großer Vierzylinder Turbodiesel mit Direkteinspritzung und Partikelfilter. Im Falle des Koreaners wird dieser Motor in zwei Leistungsstufen angeboten: Mit 136PS und 184PS. Im von mir gefahrenen 136PS Diesel empfindet man vor allem die gut gedämpfte Laufruhe und den kraftvollen Antritt bis knapp unter die 3.000 Umdrehungen als positiv erwähnenswert. Darüber hinaus wirkt der Motor eher zugeschnürt. Ein wenig enttäuscht war ich vom späten Antritt des 373 Nm starken Diesels. Hier bleibt eine spürbare Gedenkpause zu Beginn des Drehzahlbandes.  Wer den 136PS Diesel nicht mit dem 4WD System der Koreaner verbandelt, sondern statt dessen, dass weniger anspruchsvolle 2WD System wählt, der erhält auch nur 320Nm. Klingt komisch – ist aber so.

Getriebe: 6-Gang Manuell

KIA sportage 6-Gang Schaltknauf

Wer sich für die manuelle Variante des Sechsgang Getriebes entscheidet, der freut sich vermutlich über die gut abgestimmte Kupplungsbetätigung und ist weniger begeistert von den zu langen Schaltwegen. Auch an der Genauigkeit könnte man noch ein wenig feilen.  Gut gelungen ist hingegen die Abstufung des Getriebes. Auf langen Autobahn-Etappen sorgt ein relativ lang übersetzter sechster Gang für ein niedriges Drehzahl-Niveau und zugleich für angemessene Verbrauchswerte.

 

Kia Sportage Haube offen

Multimedia & Audio: Volltreffer

Voll und ganz überzeugen konnte mich das 7-Zoll große Navigations-System im Sportage. Sowohl in der logischen Benutzerführung, als auch in der Geschwindigkeit für die Routenberechnung und auch in der grafischen Darstellung. Großes Kino und mit Abstand das Beste was ich bislang in einem Asiatischen Kompakt-SUV nutzen durfte!

Der Sound des 4×50 Watt starken Systems überzeugte durch einen warmen und gut betonten Klang.  Schön dargestellt wird auch die Radiofunktion des Systems und wie man es sich wünscht, kann man fast alle Funktionen sowohl über den Touchscreen steuern, als auch über die akkurat an den Seiten platzierten Knöpfe. Logisch – flink und genial praktisch. Volle Punktzahl für dieses Navi-Entertainmentsystem.

 

KIA Sportage Navigation

Lifestyle: Was ist das?

„Ist das so ein KIA?“  Während des Test-Zeitraums wurde ich des öfteren von Passanten angesprochen, ob das „so ein KIA“ sei – oder ganz generell, was das denn für eine Marke sei. Es scheint, als wäre meine Empfindung zum aktuellen Design-Style der Koreaner nicht völlig verkehrt. Die Passanten waren durchweg positiv angetan vom Sportage. Und – was auch interessant ist – durch die Bank wurde der Kaufpreis des Sportage falsch geschätzt. Fast 10.000€ Differenz zu Gunsten des Sportage, was in den überwiegenden Fällen für weitere gute Beurteilungen sorgte.

„Einen auf dicke Hose machen“ – kann ich grundsätzlich nicht als positiv erachten, für den Sportage scheint es jedoch ein Pluspunkt zu sein. Ich selbst konnte mir vor einiger Zeit noch nicht vorstellen, dass ein Koreaner „wertiger“ eingeschätzt wird, als er ist. Volle Punktzahl in dieser Bewertung, weil man hier am Besten sehen kann, welchen „Sprung“ die Marke hingelegt hat!

 

KIA Sportage Rückansicht

Der Kostenfaktor:

Über 30.000 Euro für einen Koreaner? Und trotzdem ein Schnäppchen.

Vergleicht man den Sportage mit Volkswagen Tiguan und BMW X1 bis X3 – so darf man wie nie zuvor von einem interessanten Angebot sprechen. Denn nie zuvor war die Lücke zwischen deutschem Premium und Koreanischem Angebot so übersichtlich klein.

Dank des adretten Stylings, eines sparsamen Diesel-Motors und einer guten Neuwagen-Kalkulation steht der KIA Sportage ganz klar als „Schnäppchen“ im Programm.

Punktabzug gibt es hier nur für die typisch asiatisch mangelnde Kreativität in der Aufpreisliste. Wer Xenon-Licht möchte, muss mindestens die „VISION“ Ausstattung wählen und dann ein Paket aus Xenon-Licht, vollwertigem Reserverad (!!), automatisch abblendendem Innenspiegel, Lichtsensor und teil beheizbarer Frontscheibe wählen. Das Paket kostet extrem günstige 670€ – ist aber wie gesagt erst ab der VISION-Ausstattung erhältlich und somit summiert sich der Aufpreis auf  2.930€

 

Kiqa Sportage Leinwand 2

Kurz erwähnt:

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Konzept:

Ausnahmslos alle Hersteller schwimmen erfolgreich auf der Welle der „kompakten SUV“. Einer Fahrzeug-Gattung die im Prinzip nichts besser kann, als ein sinnvoller Familien-Kombi, aber durch weniger Offroad-Talente besitzt als ein echter Geländewagen. Sinnvoll sind diese Fahrzeuge nicht wirklich. Erfolgreich dafür umso mehr. KIA dürfte mit dem Sportage zum erfolgreichsten Asiaten in diesem paradoxen Segment werden!
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Verbrauch:

Bewegt man den Sportage mit angemessener Ruhe und primär über Land, lassen sich Verbrauchswerte von um die 6 Liter realisieren. Leider verzichtet KIA auf eine im Stadtverkehr den Verbrauch reduzierende Start-Stopp-Automatik. Wer mit dem Sportage gerne lange Strecken fährt und dann auch das gesamte Leistungspotential des 136PS Diesel anfordert – bleibt locker unter 10 Liter Grenze. Was ich als sparsam bezeichne!
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Haptik:

Nein – auch wenn der KIA erfolgreich im Designfeld der Volkswagen-Familie wildert, gänzlich auf dem Niveau von Audi oder Volkswagen ist auch dieser Sportage noch nicht angekommen. Aber und an dieser Stelle müssen in JAPAN die Alarmglocken schellen, kein Asiate zuvor hat mit derart großen Schritten und mit einer so überzeugenden Vorstellung den Abstand zur selbst definierten Premium-Qualität aufgeholt und eingeholt!
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Garantie:

„7 ist mehr als 2“. 7 Jahre Hersteller-Garantie (bzw. 150.000km). Das ist ein echtes Pfund beim Kauf eines Neuwagen – vor allem dann, wenn man sich privat nach einem neuen Auto umschaut. Deutsche Automobil-Hersteller blamieren sich hier bis auf die Knochen, gewährt man teilweise doch nur „2 Jahre gesetzliche Gewährleistung“. 7 Jahre Garantie, neben der soliden Vorstellung im Test und dem attraktivem Preis – ein echtes Argument, „pro KIA“!

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KIA Sportage Frontmaske

Fazit:

Es war einmal…“ So fangen nicht nur alle Märchen an, so muss ich in der Zukunft auch über meine Vorurteile gegenüber den Koreaner sprechen. (ja, ich hab diese Formulierung bereits beim DS4 benutzt 🙂 – aber es trifft nun einmal auch hier zu!)

Kia Leinwand

Die Koreaner machen derzeit alles richtig. Attraktive Fahrzeuge mit einem Design, das voll und ganz den Geschmack der Kontinental-Europäer trifft. Ganz nebenbei wird der Sportage im übrigen auch in Europa gebaut (Slowakei).  Design und Verarbeitung sind die eine Sache, etwas anderes ist das Fahrgefühl – aber auch hier ist KIA mit großer Sorgfalt darauf bedacht, sich keine Blöße zu geben. Und in der Tat – der Sportage  vermittelt auch im Alltag ein Gefühl von besonderer Wertigkeit. Nichts an ihm wirkt billig. Und das man hinter dem eigenen Produkt steht, demonstriert auch die lange Hersteller-Garantie von 7 Jahren.

Der Kia Sportage ist ein extrem gut gelungenes Fahrzeug und das sagt dann auch die Gesamt-Punktzahl aus:

Mein Fazit:

Da gibt es keinen Spielraum  für Diskussionen:  Die Punkte ergeben ein Gesamt-Ranking und sind über alle Fahrzeugklassen vergleichbar – da direkt objektiv auf Modellklasse und Zielgruppe eingerichtet. Je mehr Punkte, desto besser ist das Fahrzeug. Ein Sportwagen kann keine 100 % erreichen, weil der Alltagsnutzen gering ausfällt. Ein Familien-Van fällt eventuell in der „Straight-Performance“ durch. Das Ranking ist natürlich ein völlig subjektives – es ist das mein-auto-blog Ranking. Bjoern Habegger

[toggle title=“Disclosure:“] Mein Testurteil ist  unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an KIA Deutschland  für das Testfahrzeug.[/toggle]

Text/Fotos: Bjoern Habegger | autohub.de | 2012

Subaru XV Testfahrt

Fahrbericht: Subaru XV 2.0D

Nur wenige Automobil-Hersteller sind dem Allradantrieb so verpflichtet wie die kleine japanische Marke Subaru. Als Teil des Fuji Heavy Industries Konzerns konzentriert man sich bei der Marke mit den Sternen im Logo vor allem um eher praktische und nützliche Fahrzeuge. Fern ab von Glamour und Scheinwelten.

Ignoriert man den jüngsten Spross aus der Zusammenarbeit mit Toyota, den BRZ, so haben Subaru-Fahrzeuge immer den Traktrionsvorteil von vier angetriebenen Rädern gehabt. Umso merkwürdiger, dass es gerade bei Subaru ein wenig länger gedauert hat, bis man dem Trend zum kompakten SUV gefolgt ist. So hatten Jäger, Förster und Rallye-Fahrer doch schon immer viel Spaß mit ihren Allradlern aus dem Hause Subaru. Und vor allem auch in der Welt des Motorsports waren SUBARU Modelle lange Zeit ein Garant für den Sieg. Doch jetzt gibt es den ersten Subaru der auch der hippen Großstadt-Frau gefallen will und bei mir musste er sich im Test beweisen:

Der Feldweg-Hopper

 

Subaru XV Rückansicht

SUBARU XV 2.0 DIESEL   Und wieder einmal ist es die typische Landschaft aus zu vielen Kunststoffen, zu wenig Feinschliff und haptischer Eleganz mit der man im Cockpit zuerst konfrontiert wird. Das konnten andere Japaner schon besser. Einen Lichtblick in der trostlosen Hartplastik-Wüste aus schwarzen Kunststoffen gewähren die drei runden Regler für die Klimatisierung. Klick-Klack auf dem Niveau einer Premium-Marke. Leider sind es nur diese 3 Regler die besonderen Spaß an der Benutzung aufkommen lassen.  Die deutlich öfter genutzten Fensterheber-Schalter sind vermutlich noch aus dem Teileregal der Achtziger-Jahre entnommen worden. Hoffentlich ist dieses Teile-Regal bald leer.

Diesel-Turbine im Waldmeistermobil

Der besondere Reiz des mit 4,45m kompakten SUV liegt in der Kombination aus einem einzigartigem Diesel-Motor und dem Allradantrieb der zu jederzeit aktiv ist. Dank des Boxer-Motor soll der Schwerpunkt des XV deutlich niedriger liegen, als bei anderen kompakten SUVs.  Die hieraus möglichen Vorteile in der Fahrdynamik machen zumindest auf dem Asphaltband, die eher für Schotterwege optimierten Yokohama Geolandar G95 wieder zunichte. Es war eben noch nie einfach, einen Spagat zwischen den Widersprüchen aus „Waldwege-Meister“ und „Asphaltband-Held“ zu finden.

Über das Design dürfen sich andere streiten. Mein Geschmack hat der XV nicht getroffen – dafür mochte ich seinen Boxer-Dieselmotor von der ersten Umdrehung an. So sämig und vibrationsfrei – das dürften andere Hersteller gerne auch einmal kopieren!

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  • Modellbezeichnung: Subaru XV 2.0D
  • Ausstattung:  Exclusive
  • Testwagenpreis: 33.100€
  • Grundpreis Baureihe: 22.100€  (114PS Benziner)

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  • Hubraum: 1.998 ccm³
  • Leistung: 147PS (kombiniert)
  • Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h
  • Beschleunigung: 0-100: 9,3 Sekunden

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Subaru XV  Foto 1
Subaru XV 2.0D

Zur großen Subaru XV 2.0D  Galerie

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Das will er sein:

Der Fahrdynamiker unter den kompakten SUVs.

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Das kann er:

Spaß an außergewöhnlichen Technik-Konzepten vermitteln.
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Daran hapert es:

Ernsthaft sparsam auf die lange Reise gehen!
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Subaru XV dieselboxer

Design Außen:

„wer bin ich“

Ein kompakter SUV der weniger nach SUV aussieht, sondern viel mehr nach einem Golf-Klassen-Vertreter auf Stelzen.  Es fehlt die Harmonie im Design. Zu viele Kanten und dazu ein wilder Mix aus  SUV-Design und Elementen von sportlichen Kompaktwagen. Es fehlt die Überzeugung, eines von beidem darstellen zu wollen.

Der erste kompakte SUV mit Boxer-Dieselmotor wandelt im Design noch untenschlossen zwischen den Welten.

 

Design & Haptik Innen: 

„Asia-Chic“

Es wäre mir eine große Freude, wenn ich nicht bei so vielen Japanischen Fahrzeugen in die stereotype Wiederholung der Haptik-Kritik einsteigen müsste.  Mit dem kleinen Multifunktions-Display in der Mitte des Armaturenbrettes hat man versucht verschiedene Informationen in einer grafisch nett aufbereiteten Form darzustellen. Am Ende fehlt aber auch hier, wie in vielen anderen Bereichen, der liebevolle Feinschliff.

Das geht schöner!
Das geht schöner!

Auf der Haben-Seite steht ganz klar das luftige Raumgefühl im XV. Er wirkt innen groß, wenn auch der Kofferraum mit weniger als 400 Liter nicht wirklich als Laderaum bezeichnet werden kann.

 

 

Subaru XV Dieselboxer rueck

Fahrleistungen & Fahrgefühl: „Boxst sich so durch“

Schnell wird einem bewusst, der XV will seinem Fahrer von den sportlichen Erfolgen der Marke im Rallye-Sport berichten. Das Fahrwerk ist für einen kompakten SUV  straff abgestimmt und das Gefühl am Lenkrad durch eine nicht zu weiche Abstimmung der Servo-Unterstützung betont sportlich.

Dank des permanenten Allradantriebes bekommt man sogar im  kurz untersetzen ersten Gang die 350Nm des Boxer-Diesels problemlos auf die Straße. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern in seiner Klasse, meint es der Subaru mit dem Allradantrieb durchaus ernst. Die Kraft des Motors wird per Mitten-Differential zuerst einmal paritätisch an beide Achsen geschickt.  Auf rutschigen Feldwegen oder Wiesen, sorgt das Steuergerät des Allradantriebes für eine variable Momenten-Verteilung und zudem sorgen Motorsteuergerät und Bremsen-Eingriff  für eine optimierte Verteilung der Kraft.

Auf der Straße sorgt die Bereifung mit den „Feldweg-Optimierten“ Yokohama Geolandar für eine rauschende akustische Untermalung und für frühen Haftverlust auf leicht feuchter Piste. Grundsätzlich untersteuert der XV harmlos und lässt sich mit leichten Lastwechseln nur zu einem harmlosen „in die Kurve eindrehen“ überreden.

Auf langen Autobahnetappen kann der XV-Diesel mit seinen 147PS durch Drehfreude und  harmonische Drehmoment-Entfaltung überzeugen. Aber leider auch mit großem Durst beeindrucken.

 

Subaru XV Cockpit

Alltagsfaktor: „Jeder Weg, jeden Tag“

Am Morgen noch schnell auf die Weide die Pferde versorgen? Am Nachmittag zu den Verwandten in die Berge und am Wochenende dann dem Nachwuchs beim Auszug helfen? Der XV kann mit ganz unterschiedlichen Talenten überzeugen.

Wer nicht gerade plant die Wüste Gobi zu durchqueren, der wird keine Situation finden, in dem ihm der Allradantrieb des XV nicht weiter hilft. Der Innenraum wirkt luftig genug und dank geteilt umklappbarer Rücksitzlehne bietet der XV die gewohnte Variabilität aus der Kompaktwagen-Klasse.

Subaru bietet den XV derzeit in 3 Motorisierungen an. Den Part des Einsteiger-Motors übernimmt der 1.6i mit schlappen 114PS.  Zu wenig Dampf für einen 1.500kg schweren SUV. Der 150PS starke 2.0i kann wie der kleine Benziner sowohl mit einem manuellen Getriebe geordert werden, wie auch mit einem stufenlosen Getriebe. Wirklich sinnvoll für den Alltag erscheint mir jedoch nur der,  mit einem manuellen 6-Gang Getriebe lieferbare, 2.0D Boxer-Diesel.

Ist die Frage nach der Motorisierung geklärt, muss man sich für eine Ausstattungslinie entscheiden. Bei Subaru handelt es sich um die Active, Comfort oder Exclusive Varianten. Mehr hierzu dann im nächsten Abschnitt.

 

Serien-Ausstattung:

Während man den kleinen 1.6 Liter Benziner nur als Active oder Comfort bekommt, kann man bei den beiden 2 Liter Motoren auch noch eine „Exclusive-Variante“ auswählen.

Wer einen Tempomaten mit an Board haben will und anstelle von 4 Lautsprechern auf  ein Premium-Audio-System mit Sprachsteuerung, 6 Lautsprechern besteht und USB-Anschluss, für den kommen nur noch die Versionen Comfort und Exclusive in Frage.

Subaru Anhängerkupplung

Einen elektrischen Fahrersitz bekommt man hingegen nur noch in der Exclusive-Version geliefert, ebenso wie das Navigations-System und den zum Schlüsselfreien-Startsystem gehörenden Start/Stopp-Knopf.

Das alles sind Optionen über die man diskutieren kann – dass man das Xenon-Licht jedoch in den Varianten Active und Comfort nicht einmal für Geld und gute Worte bestellen kann, macht den Aufpreis von 2.900€ zwischen Comfort und Exclusive zu einem kleinen Ärgernis.

 

Subaru XV Diesel Kofferraum

Motor + Getriebe:

„Boxer“

Mit dem zwei Liter großen Vierzylinder-Boxer Dieselmotor macht Subaru alles anders als die gesamten Mitbewerber im Umfeld der kompakten SUV.  Der größte Vorteil des ersten Boxer-Dieselmotors von Subaru ist seine enorme Laufruhe und das spontane Ansprechverhalten verbunden mit einer auffallenden Drehfreude.  Drehmoment und Leistungsabgabe passen, der Verbrauch ist im direkten Vergleich jedoch mindestens 1 Liter zu hoch.

Die Führung des Schalthebels ist wenig genau und lässt notwendige Präzision vermissen. Verschalter vom 3.ten in den 5.ten Gang sind nicht selten. Der 6.te Gang ist für die Autobahn ausgelegt und nicht als viel zu langer Spargang übersetzt.  Das Kupplungspedal nervte manchmal mit einem metallischen „Klonk“ beim durchtreten.

Der drehfreudige Dieselmotor und die wunderbare Laufruhe des Boxer-Diesel sorgen am Ende für 5 Punkte.

 

 

Sicherheit: „safety first“

Fünf Sterne hat der Subaru XV beim EuroNCAP Crashtest erzielt und damit die Höchstpunktzahl. Wie erwartet bekommt man das Subaru eigene Schleuderschutz-Programm VDC-System in Serie geliefert und natürlich prüft auch der XV ob wirklich alle Insassen angeschnallt sind.

Airbags: Nicht nur im Lenkrad!
Airbags: Nicht nur im Lenkrad!

Fahrer-Airbag, Beifahrer-Airbag, Seitenairbags vorne und Kopfairbags für beide Sitzreihen und einen Knie-Airbag für den Fahrer. Der Subaru bringt somit ab Werk eine Armada von 7 Airbags mit.

 

Subaru XV Diesel-Motor

Entertainment-System: „Aufguß“

Auf dem Papier erhält man ein Premium-Audiosystem mit Bluetooth-Verbindung und iPod-Steuerung. Dazu einen Aux-Eingang und einen USB-Anschluss. Das Navigationssystem bekommt die Kartendaten von einer SD-Karte und verfügt über die Möglichkeit TMC-Informationen zu verarbeiten.

Und in der Praxis zeigt sich wieder einmal  das große Ärgernis von adaptierten Nachrüst-Lösungen. Weder der Bildschirm noch die Bedienung machen wirklich Spaß. Im Prinzip ist das Navigation jeder Smartphone-Lösung unterlegen und auch die Freisprecheinrichtung nicht wirklich ausgereift. Der Klang des Systems mit 6 Lautsprechern reicht für den Alltag aus.

Am Ende auch ein Punkt den man in der Kategorie: „mangelnde Detailarbeit im Innenraum“ verbuchen kann. Es wäre nicht nur für SUBARU ein echter Gewinn, würde man einen Partner finden, der anstelle von lauwarmen Entertainment-Aufgüssen mit echten In-Car-Entertainment-Lösungen zu beeindrucken weiß.

Subaru Klimabedienung

Allradantrieb: „richtig“

Kompakte SUVs werden in den häufigsten Fällen nur mit einem Allrad-Antrieb in einer Alibi-Version ausgeliefert. Bei Subaru – dem Marktführer für Allradantriebe – will man seinen Kunden eine „ordentliche Allradvariante“ anbieten und verbaut daher einen Allradantrieb der vorn Anfang an Teil des gesamten Fahrzeugkonzeptes ist.

Subaru bezeichnet das System als „Symatrical AWD“, weil der gesamte Aufbau des Systmes, angefangen bei der Motorlage, über das Getriebe bis hin zum hinteren Differential auf der Längsachse des Fahrzeuges liegen.  Und weil der Allradantrieb bei Subaru generell an einen Boxermotor montiert wird, ergibt sich ein niedriger Schwerpunkt im gesamten Fahrzeug und dank eines deutlich hinter der Vorderachse gelegenen Schaltgetriebes zugleich auch noch eine, weniger kopflastige Gewichtsverteilung.

Perfekte Grundlagen für ein betont dynamisches Fahrverhalten und im Gelände deutlich effektiver als alle anderen kompakten SUV-Mitbewerber!

Subaru XV Cockpit Detail

Der Kostenfaktor:„Schuld ist nur der Yen“

Als Benziner ein Schnäppchen – in der gefahrenen Diesel-Motorisierung und der hochwertigsten Ausstattung doch eher „betont selbstbewusst“ im Preis.   Dem gegenüber steht eine eher gute Wertstabilität. Überzeugen die Fahrzeuge von Subaru doch vor allem durch Zuverlässigkeit und Nutzwert. Das wissen auch die Käufer von Gebrauchtwagen und dürften auch dem XV einen guten Wiederverkaufswert bescheren.

subaru XV Galerie

Kurz zu:

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Reifen:

Subaru liefert den XV mit Reifen aus, die vor allem auf unbefestigtem Geläuf einen deutlich Vorteil gegenüber den Standard-Sparreifen haben. Diesen Vorteil erkauft man sich mit den üblichen Nachteilen im Alltag. Hier wäre ein konservativere Wahl der größere Erfolgsgarant.
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Verbrauch:

Der Boxer-Dieselmotor ist ein Exot. Ein wunderbares Stück Maschinenbau. Sämige Drehfreude, unbekannt für einen Diesel in Verbindung mit einer fast völlig von Vibrationen befreiten Laufruhe. Genial. Wenn da nur der Durst nicht wäre. Im Prinzip braucht der XV immer einen Liter zuviel!
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Licht:

Xenon-Scheinwerfer im Freiflächen-Reflektor. Auch hier wählt Subaru eine mittlerweile kaum noch genutzte Technik und  verschmäht die DE-Technik. Auch das ist nur die zweitbeste Lösung. Der XV besitzt zwar ein statisches Abbiegelicht – mit DE-Technik wären jedoch weitere Lösungen möglich!
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Getriebe:

Eine Enttäuschung in der Fahrerhand. Zu wenig Führung in den Schaltgassen. Als Wiedergutmachung versöhnt das Getriebe mit einer gelungenen Abstufung, die auch im sechsten Gang auf der Autobahn nicht zum Drehmoment-Verweigerer wird. Ungewohnt kurz übersetzt, die erste Gangstufe.

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Offroad optimierte Reifen

 

Fazit:

Mein Leben lang habe ich Subaru für extrem zuverlässige, aber auch betont langweilige Marke  gehalten. Im Falle des XV kann ich nach einem zweiwöchigen Test nichts über die Zuverlässigkeit berichten, dafür aber bestätigen, noch immer vom Design gelangweilt zu sein.

Anders als der Subaru BRZ, der Dramatik und Sportlichkeit, oder dem  WRX (leider nicht zum Test verfügbar!) der eine sportliche Aura in Serie liefert – ist der gefahrene XV nur eine Art „Pflichtprogramm-Erfüllung“. Ein kompakter SUV mit einem brillianten Stück Motortechnik unter der Haube und einem ernsthaften Allradantrieb. Unter den kompakten SUVs dürfte der XV daher die Rolle des bemühten Arbeiters ausfüllen.

Für den großen Auftritt vor den Kindergärten der Nation wird es in dieser ersten Version vermutlich noch nicht reichen.

 

Ranking: 61 von 100 Punkten

Da gibt es keinen Spielraum  für Diskussionen:  Die Punkte ergeben ein Gesamt-Ranking und sind über alle Fahrzeugklassen vergleichbar – da direkt objektiv auf Modellklasse und Zielgruppe eingerichtet. Je mehr Punkte, desto besser ist das Fahrzeug. Ein Sportwagen kann keine 100 Punkte erreichen, weil der Alltagsnutzen gering ausfällt. Ein Familien-Van fällt eventuell in der „Straight-Performance“ durch. Das Ranking ist natürlich ein völlig subjektives – es ist das mein-auto-blog Ranking. Bjoern Habegger

Subaru Boxer diesel

 

[toggle title=“Disclosure:“] Mein Testurteil ist  unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an Subaru für das Testfahrzeug.[/toggle]

Text/Fotos: Bjoern Habegger | autohub.de | 2012 |  by-nc-nd