Dodge Durango SRT – Rennriese

„Think Big“ scheint in den USA wieder en vogue zu sein. Zumindest die Autoindustrie zeigt in den USA gerade gerne Muskeln, wie etwa Dodge auf der im April stattfindenden Chicago Auto Show mit dem neuen Durango SRT.

Die sportlich-luxusiöse Kommandozentrale des Dodge Durango SRT

SRT steht im Chrysler-Konzern für Straßen- und Renntechnologie. Und von dieser Technik hat Dodge nun auch einiges in den Allradler Durango gestopft. Dank eines 6,4-Liter-V8-Motors wird aus dem Familienauto ein 482 PS und 637 Newtonmeter starkes Performance-Fahrzeug. Dadurch verkürzt sich die Sprintzeit des 2,5-Tonners aus dem Stand auf Tempo 100 auf rund viereinhalb Sekunden. Das sind rund drei Sekunden weniger als bei der bisher stärksten Variante des Durango. Zudem sollen beim Durango ein aktives Mittendifferenzial, adaptive Dämpfer, ein strafferes Fahrwerk, Stabilisatoren und mächtige Brembo-Stopper auch für eine bessere Beherrschbarkeit in Kurven sorgen.

Der Dodge Durango SRT steht auf mächtigen 20-Zoll-Rädern

Ein paar zusätzliche Luftöffnungen in der Außenhaut, 20-Zoll-Räder, Kotflügelverbreiterungen und großvolumige Auspuffendrohre verleihen dem Durango SRT außerdem noch die nötige Macho-Aura. Innen gibt es unter anderem mit rotem Leder bezogene Sportsitze. Was der Spaß kosten wird, ist noch nicht bekannt. Ende 2017 soll der dynamische Durango in den USA auf den Markt kommen. (Mario Hommen/SP-X)

Sechs mit rotem Leder bezogene Sitze bietet der Innenraum des Dodge Durango SRT

Ram Trucks geben ihr internationales Debüt in Hannover – Der Rammbock drängt in neue Märkte

Während die Vision des ehemaligen Daimler-Chefs Jürgen Schrempp, im Zusammenschluss mit der amerikanischen Marke Chrysler unter schwäbischer Führung eine „Welt AG“ zu erschaffen, jämmerlich gescheitert ist, hat sich die Fiat-Chrysler-Allianz zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. Speziell die nach wie vor boomende Marke Jeep hat den Italienern schon ein ums andere Mal die Bilanz gerettet.

Zum Inventar des übernommenen US-Konzerns gehört aber auch noch der nach einem Rammbock benannte Hersteller Ram Trucks, der seine Produkte bisher ausschließlich auf dem nordamerikanischen Markt verkauft hat. Die Nutzfahrzeug-IAA in Hannover nutzten die US-Boys nun, um ihr Debüt auf dem internationalen Parkett zu verkünden. Der Chrysler-Ableger, dessen mächtige Pickups bis zum Fiat-Einstieg 2009 noch unter dem Label Dodge liefen, wurde unter italienischem Dach als eigenständige Nutzfahrzeug-Marke von den Dodge-Pkw abgetrennt und hat sich seitdem prächtig entwickelt.

Absatzsteigerungen gingen allerdings nicht allein auf das Konto der halbstarken US-Pritschenwagen, die mit großvolumigen V8-Hemi-Motoren ja schon Kultstatus besitzen. Vielmehr legten die Zulassungen auch deshalb signifikant zu, weil die italienische Konzern-mutter diverse Fiat-Nutzfahrzeuge in den Staaten unter dem Ram-Label mit dem markanten Widderkopf verkaufte und damit für eine deutliche Ausweitung der Modellpalette sorgte. So wird der Ducato in den USA als Ram ProMaster und der Doblo Cargo als Ram ProMaster City angeboten.

Bob Hegbloom, der Leiter von Ram Truck International bei Fiat Chrysler Automobiles (FCA) – so der offizielle Konzernname nach der 100-prozentigen Fiat-Übernahme im Januar 2014 -, sieht „die Zeit für eine Ausweitung des Geschäfts auf neue Märkte gekommen und die wich-tigste Messe in der Welt der Nutzfahrzeuge als perfekten Einstieg dazu“. Die Fans des V8-Pickups sollten sich allerdings nicht zu früh freuen. An eine baldige Präsenz auf dem deut-schen und europäischen Markt ist vorerst nicht gedacht.

Wirtschaftlich würde die Einführung einer neuen eigenständigen Marke keinen Sinn machen, solange die lediglich aus einem einzigen Nischenmodell besteht. Die restlichen Ram-Produkte sind hierzulande schließlich als Fiat-Modelle etabliert. Hegbloom denkt eher an den asiatischen Raum. „Der Mittlere Osten, Indien und vor allem China“, nennt der Amerikaner die Länder, in denen er großes Potenzial sieht. Diese Länder sind für die Nutzfahrzeug-Sparte Fiat Professional noch weiße Flecken auf der Landkarte. Über Ram Trucks könnte hier also auch Fiat neue Absatzmärkte erschließen.

Ach ja, das erste Ausstellungsfahrzeug in Hannover ist – natürlich – ein Ram 1500 Quad Cab Sport, der einen 385 PS starken 5,7-Liter-V8-Motor unter der gigantischen Haube mit einem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert. Der Benzinmotor des in Bright White lackierten Ram ist aber für den Betrieb mit Flüssiggas (LPG) umgebaut und bietet damit einen etwas günstigeren Verbrauch und eine größere Reichweite im Vergleich zur Benzinversion, denn das System arbeitet sowohl mit LPG als auch mit Benzin. Hierzulande müssen sich die Fans dieses US-Rammbocks den martialisch aussehenden Pickup weiterhin auf dem etwas um-ständlicheren Weg über den Hamburger Importeur A.I.C. besorgen. (Michael Lennartz)

Fiat-Chrysler-Pläne – SUV statt Limousinen

Fiat-Chrysler stärkt die SUV- und Pick-up-Produktion auf Kosten der klassischen Pkw. Der Konzern will laut amerikanischen Medienberichten die Limousinen-Produktion bis 2020 massiv herunterfahren, die frei werdenden Produktionskapazitäten sollen dann für den Bau von Jeep-Geländewagen und Pick-ups der Marke Ram genutzt werden. Zu den prominentesten Opfern der neuen Modellpolitik zählen der erst 2012 vorgestellte Dodge Dart, ein entfernter Verwandter der Alfa Giulietta, sowie der Chrysler 200. Dessen Carbio-Variante wurde in Deutschland kurzzeitig als Lancia Flavia angeboten.

Die Produktionsverlagerung vom klassischen Pkw zum SUV ist kein reines Fiat-Chrysler-Phänomen. Weltweit wird dem Crossover-Segment weiteres Wachstum prognostiziert. In Europa etwa dürfte die Produktion entsprechender Modelle nach Berechnungen der Beratungsagentur PwC von derzeit 3,5 Millionen bis 2018 auf rund 4,8 Millionen Einheiten wachsen. Allein bei den deutschen Herstellern soll sich die Zahl der SUV-Modelle von derzeit 22 auf 42 Baureihen nahezu verdoppeln.

Marchionne verhöhnt Tesla

Wie man aus einer guten Idee die schlechtesten Optionen zieht. Fiat-Chrysler Boss Marchionne demonstriert es.

(Basierend auf einem fortune.com Artikel vom 15.4.2016)

Das TESLA Model III wird nie kostendeckend sein – und wenn doch, dann kopieren wir die Idee und bringen binnen 12 Monaten einen Wettbewerber.

So lautet das frei übersetzte Credo mit dem FCA-Boss Sergio Marchionne über die Vorstösse von Elektroauto-Pionier Tesla. Und wäre die Einstellung nicht so grob fahrlässig, man könnte sich einfach mit einer Tüte Popcorn zurückziehen und den Worthülsen alternder Automobilbosse zuhören, während auf der anderen Seite des Atlantiks, drüben in der neuen Welt, die Uhren der automobilen Zeitrechnung gerade auf Null gestellt werden.

Profit erwirtschaften

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Dgtmedia / CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4343301

Automobil-Unternehmen sind keine Ferienparks. Und am Ende muss nicht die schwarze Null stehen, sondern ein Profit. Fiat-Boss Sergio Marchionne ging einen – zurückblickend – ebenso riskanten Weg. Er kaufte Chrysler. Und aus zwei maladen Automobil-Herstellern sollte ein Konzern entstehen, vor dem man in Toyoda-City und Wolfsburg zittert. Bislang ist der Erfolg überschaubar. Da ist es vermutlich eine klassische Taktik, abzulenken von den eigenen Problemen und auf andere zeigen. Und dabei noch klug und weise klingen. Zumal die Anspielung von Marchionne auf den Lieferverzug des Tesla Model S:

„…but you have then to build and deliver them..“

bei einem Unternehmen, dessen Pläne sich ebenso im Jahrestakt verschieben, völlig unangebracht erscheinen.

Denn während TESLA voran geht und neben einer Vision auch ein E-Auto auf den Markt bringt und dazu auch gleich noch das Ladenetz, verzettelte man sich bei FCA in einer Strategie neuer Modelle und einem Marken-Revival. Die von Marchionne vorhergesagte Wiederbelebung der Kultmarke Alfa Romeo lässt noch auf sich warten. Und das Ziel, die Marke Lancia vor dem Untergang zu retten, in dem man Chrysler-Modelle umlabelte, nun, auch das ging leider massiv in die Hose. Man sollte also nicht auf die „Lieferprobleme“ anderer zeigen, wenn man es selbst nicht besser kann.

Dass man bei FCA die Türen noch nicht zuschließen musste, früher ein Ferrari-Erfolg, mittlerweile ausgerechnet ein Erfolg der US-Tochter. Die sich auf einem, nach der Rezession wieder erstarkten US-Markt, mit klassischen Pick-Ups der Marke Dodge und dem Jeep-Portfolio behaupten konnte.

Sicher – mittlerweile tragen auch die Kooperationen und geforderten Synergien der Marken-Zusammenlegung erste Früchte. Allen voran die kompakten SUV-Modelle, die mittlerweile über alle Marken produziert werden.

Hochmut kommt vor dem Fall

If (Musk) “can show me that the car will be profitable at that price, I will copy the formula, add the Italian design flair and get it to the market within 12 months,” Marchionne

und

Asked if he thinks FCA is late in the race to electrification, Marchionne replied: “better late than sorry.”

Quelle: autonews.com

Diese Form des Hochmuts mag in den letzten 100 Jahren der Automobil-Industrie funktioniert haben. Doch die Zeiten, in denen man Techniken flink kopieren konnte, gehen zu Ende. Heute muss man Visionen haben und diese verwirklichen. Davon ist FCA so weit entfernt, wie Lancia von einer Renaissance. Und ob einem das gefällt oder nicht, ist egal. Den Vorsprung, den sich TESLA heute erarbeitet, wird man mit einer „me too Taktik“ nicht aufholen. Da ist „better late than sorry“ eben ein Grundsatz, der nicht mehr zum Erfolg führen wird.

Die Halbherzigkeit, mit der man bei FCA an die Transformation der Mobilität für morgen herangeht, ist erschreckend. Im Augenblick der aktuell günstigen Spritpreise und der noch relativ straffreien CO2-Emissionen retten Marchionne die Chrysler-Pick-UPs den „Ertrag“ für FCA. Zu glauben, er könne später binnen 12 Monate den E-Auto „turn-around“ schaffen, dürfte eine tragische Fehl-Einschätzung sein.

Die „Fiat-Eigenen“ E-Auto Bemühungen waren im übrigen so erfolgreich, dass der in Kleinserie verkaufte E-FIAT 500 seinen Weg nur nach Kalifornien fand und Sergio Marchionne für die Interessenten einen „guten Tipp“ hatte: „Kaufen Sie ihn nicht“. Was alleine daran lag, dass der E-Fiat 500 das Unternehmen Geld kostet, das er nicht einspielen kann. Immerhin ist Sergio Marchionne konsequent …

News: Alfa will in die Formel 1

Der Fiat Chrysler Boss Sergio Marchionne möchte, dass Alfa Romeo sein eigenes Formel 1 Team bekommt. Das ist natürlich eine stramme Ansage, wenn man bedenkt, dass die Marke stark marode ist und nur noch ein Schattendasein fristet. Zwar steht es um die italienische Traditionsmarke nicht so schlimm, wie um Lancia, aber Massen an Alfas werden nicht gerade abgesetzt. Vielleicht ändert sich das ja mit der neuen Giulietta?

Das soll an dieser Stelle aber gar nicht der Diskussionspunkt sein. Der Fiat Chrysler CEO denkt, dass ein eigenständiges Formel 1 Team das Beste für Alfa Romeos Image wäre, so zumindest äußerte sich der Italiener den Kollegen von Motorsport.com gegenüber. Um den traditionellen Namen und das dazu passende „Cuore Sportivo“ wieder aufzubügeln, müsse man in Betracht ziehen, in die Formel 1 zurückzukehren. Dabei schiele Marchionne auch zu Ferrari herüber, mit denen er eine Zusammenarbeit anstreben würde.

Einst hatte er den Plan Red Bull mit Motoren und Antrieben auszustatten, was jedoch anders ablief. Die Österreicher haben ein Renault Energy Aggregat in ihrem Renner. Aber dem italienischen CEO des Großkonzerns reichen Alfa-Antriebe alleine in der F1 nicht aus, Marchionne will ein eigenes Rennteam mit dem Namen Alfa Romeo. Dennoch spielt Geld natürlich eine große und entscheidende Rolle. Alfa könne sein Chassis nicht selbst anfertigen und und gleichzeitig noch Motoren konzipieren. Trotzdem wolle man unbedingt in den größten Rennsport-Zirkus überhaupt zurück. Das wird wahrscheinlich nur klappen, wenn man auf Ferrari-Aggregate zurückgreift.

Ganz gleich, wie die Details ausgestaltet werden, wichtig ist, dass neue Hersteller in die F1 kommen – vor allem mehr konkurrenzfähige Hersteller, damit das Spektakel weiter belebt wird. Denn letztendlich ist die Spannung etwas verloren gegangen, weshalb sich die Veranstalter immer neue Challenges ausdenken müssen. Außerdem gibt es doch nur drei wirklich interessante Teams, wenn man ehrlich ist. Der Kampf um das Träppchen wird nur noch von Renault bzw. Red Bull, Mercedes-Benz oder Ferrari gekämpft.

Andere Rennsportserien gefallen dem CEO Marchionne nicht so, er wolle Alfa Romeo am liebsten in der Formel 1 haben. Das wäre toll, schließlich sind die Italiener seit den späten 80er Jahren nicht mehr in der Königsklasse vertreten gewesen. Ob wir also demnächst wieder ein weiteres italienisches Team in der obersten Rennliga sehen, steht noch etwas in den Sternen. Interessant wäre es. Dennoch wäre es vielleicht angebrachter, das Geld lieber in konkurrenzfähige Straßenfahrzeuge zu investieren, als in einem teuren Sport zu verpulvern.

 

Sicherheitsrisiko in zahlreichen Fiat-Chrysler-Modellen!

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn und plötzlich stellt sich die Lüftung auf maximale Stärke ein, die Musik brüllt Ihnen ebenso mit maximaler Lautstärke entgegen, die Wischer starten und die Wisch-Wasch-Anlage läuft Amok. Und plötzlich wird das Fahrzeug langsamer. Science-Fiction aus einem Hollywood-Movie? Nein – ein ganz aktuelles Sicherheits-Risiko bei zahlreichen Fahrzeugen aus dem Fiat-Chrysler-Konzern!

UConnect – Uhacked!

Es ist ein Alptraum für den Autofahrer – denn neben den eher kleineren Problemen mit einer ferngesteuerten Funktion von Radio oder Klima – haben es die beiden Hacker aus den USA auch geschafft, einen Jeep Cherokee (unser Fahrbericht) per Laptop fernzusteuern. Der wired-Senior-Redakteur Andy Greenberg konnte sich auf einem abgesperrten Gelände persönlich davon überzeugen. Der Jeep Cherokee mit dem aktuellen UConnect-Multimedia-System entzog sich seiner Kontrolle und wurde von den beiden Hackern in den Graben gefahren.

Multimedia, Wireless, Remote, nahtlose Schnittstellen und die Verbindung der „Hardware“ Auto mit der „Software“ des Webs – eine wundervolle neue Welt, auch für uns von autohub.de. Wir sind überzeugt von den Chancen und Möglichkeiten, die uns das Internet und die Vernetzung von Auto und Web offenbart. Allerdings zeigt das aktuelle Beispiel aus den USA, wie weit entfernt Automobil-Hersteller von den notwendigen Sicherheitsansprüchen sind.

Das Hacker das eigene Fahrzeug „fremd“ steuern, war schon immer ein Totschlag-Argument gegen moderne Multimedia-Systeme im Auto. Wobei es hier nicht um eine Grundsatz-Diskussion geht, sondern um ein Versagen der Entwickler im FCA-Konzern.

Das UConnect-System wird im gesamten FIAT-Chrysler-Konzern genutzt und der gezeigte Jeep Cherokee steht nur exemplarisch für die Möglichkeit des „Remote-Angriffs“

Die gleichen Probleme in Deutschland?

Nach Informationen des „Vogel-Verlages“ sind die Fahrzeuge in Deutschland von dieser „Sicherheitslücke“ nicht betroffen. Zudem wurde der FCA-Konzern von der Hack-Aktion frühzeitig informiert und hat auf die Sicherheitslücke mit einem Update reagiert. Nun wurden in den USA die Besitzer eines Cherokee aufgefordert, das Update in einer JEEP-Werkstatt aufspielen zu lassen.

ANGST vor dem „Hacking“ des eigenen Autos?

Wie steht es bei Ihnen? Haben Sie ein ungutes Gefühl bei der neuen Technik? Schreiben Sie uns eine eMail oder kommentieren Sie diesen Artikel. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Was erwarten Sie in der Zukunft für Probleme zwischen der Verbindung von „Web“ und „Auto“?

UPDATE:

Chrysler ruft nach dieser Sicherheitslücke nun 1.4 Millionen Autos zurück! 

 

 

 

Quellen: Danke an WIRED für den Artikel! | Danke an den Vogel-Verlag für die Rücksprache mit JEEP Deutschland und das Statement von JEEP Deutschland.

News: Fünf Designsünden der Autohersteller – Warum habt ihr uns das angetan?

Cola-Bottle-Design in den 60ern, Keilform in den 70ern und heute bulliger Auftritt mit aufrechtem Kühlergrill und ausgestellten Radhäusern – jede Zeit hat ihr Design. Und immer wieder versuchen die Autohersteller, einen außergewöhnlichen Glanzpunkt zu setzen. Manchmal bedeutet „besonders“ aber auch „besonders hässlich“. Fünf Designsünden aus den letzten Jahren:

Bei der Wahl zum hässlichsten Auto der Welt liegt der Pontiac Aztek regelmäßig weit vorn. Die Mischung aus SUV-Coupé und Van, die der amerikanische Hersteller 2001 auf den Markt gebracht hat, wirkt vollkommen disharmonisch zusammen gestückelt. Die Front sieht aufgrund der übereinander angeordneten Lufteinlässe und Scheinwerfer seltsam zerklüftet aus, von der Seite ist der Aztek unelegant flächig und das riesige Heck wirkt wie lieblos angeklatscht. Immerhin: Ein optionales Zelt, das an das unschöne Hinterteil angeschlossen werden konnte, verdeckte einiges. Der Aztek kam in Deutschland nie auf den Markt, in den USA blieb er hinter den Verkaufserwartungen zurück – nachträgliche Berühmtheit erlangte das Modell als Fahrzeug des Anti-Helden Walter White in der Serie „Breaking Bad“.

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Gehört die Gattung Van ohnehin nicht zu den elegantesten, zeichnet sich die erste Generation des Ssangyong Rodius (ab 2004) auch noch durch einen Buckel aus: Durch das weit nach hinten gezogene Dach mit der eckigen Heckscheibe haben die Fond-Passagiere im Siebensitzer zwar jede Menge Kopffreiheit. Allerdings bekommt der Familien-Transporter dadurch etwas von einem Leichenwagen. In der zweiten Generation (ab 2013) ist die Rückansicht etwas abgemildert, die großzügigen Platzverhältnisse bleiben dafür erhalten.

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Mit einem Widerstreit der Disziplinen viel Platz und geschmackvolles Design lässt sich der Totalausfall beim Fiat Multipla (ab 1999) allerdings nicht erklären: Die Fahrzeugfront ist geradezu irritierend hässlich. Das liegt daran, dass in einem Wulst direkt unter der Frontscheibe zunächst die runden Fernlicht-Scheinwerfer angebracht sind. Dort, wo man sie vermuten würde – nämlich am vorderen Ende der Motorhaube -, folgen dann die eigentlichen, ebenfalls runden Leuchten. Sieht man den Multipla von vorn, hat man den Eindruck, doppelt glubschäugig angestarrt zu werden. Vielleicht darf man allen Spöttern aber auch den Vorwurf machen, sie seien Kunstbanausen: Immerhin wurde der Italiener im New Yorker „Museum of Modern Art“ ausgestellt.

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Mehr italienische Kunst als Serienmodell war auch das Coupé-SUV Opera des toskanischen Kleinserienhersteller Vygor. Prinzipiell folgt der Zweitürer der klassischen Coupélinie, setzt das schnittige Blech aber auf einen hochbeinigen Unterbau im SUV-Stil. Die riesige Front und das wuchtige Heck wirken nicht gerade ausbalanciert. Womöglich ist die Disharmonie auch anderen Autoliebhabern aufgefallen, denn die Macher der Oper des schlechten Geschmacks (Stückpreis etwa 170.000 Euro) versuchten zwischenzeitlich über eine Crowdfundig-Plattform Geld für die Realisierung des Projekts zu sammeln.

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Nicht nur einen Platz in der TÜV-Statistik der unzuverlässigsten Autos hat der Chrysler PT Cruiser regelmäßig sicher, auch bei der Wahl zum hässlichsten fahrbaren Untersatz hat der Amerikaner im Retro-Design einen zweifelhaften Spitzenplatz – zumindest als Cabrioversion. Denn während das 30er-Jahre-Gangsterlimousinen-Design des Van-Kombis durchaus Fans hat, ist die Version mit Stoffdach einfach nur verboten furchtbar. Die ohnehin schon recht plump wirkende Karosserie wird ohne Dach durch den breiten Überrollbügel noch unförmiger. Und das Heck mit der weit nach unten gezogenen Klappe, das in der Normal-Version vielleicht gerade noch als eleganter Abschluss durchgehen kann, ist in der Freiluft-Variante ein kastiger Anhang – als hätte man an dem Gangster-Auto einen Koffer festgezurrt – gruselig!

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Autonews – Der Wochenrückblick KW 29

1. Dodge Challenger SRT zeigt Muskeln

Bei Dodge wird geklotzt statt gekleckert. Die Chrysler-Tochter rüstet sein Musclecar Challenger auf und setzt zum ersten Mal bei dem neuen 6,2-Lier-Hemi-Achtzylinder eine Kompressoraufladung ein. Das Ergebnis kann sich sowohl sehen als auch hören lassen. Saftige 707 PS und ein maximales Drehmoment von 880 Newtonmetern spuckt der Dodge Challenger SRT Hellcat nun aus. Eine wahre Höllenkatze wird da auf die Straßen losgelassen. Sie schafft die 400 Meter aus dem Stand in nur 11,2 Sekunden und ist bei der Fahrt durch das Ziel sogar 201 km/h schnell. Mit den richtigen Krallen wie etwa den Pirelli P257/40 ZR 20 P Zero-Reifen sind es sogar nur 10,8 Sekunden. Grrrrr!

2015 Dodge Challenger SRT Hellcat

2015 Dodge Challenger SRT Hellcat

2. Sondermodell zum TDI-Jubiläum von Audi

25 Jahre hat die TDI-Technologie nun auf dem Buckel. Das wird natürlich gebührend gefeiert. Das Editionsmodell Audi A7 Sportback 3.0 TDI Competition liefert satte 326 PS auf die Räder und beschleunigt in nur 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Modifikationen an der Aufladung und an den Nockenwellen steigern die Leistung des 3,0-Liter-Turbodiesels gegenüber dem Serienmodell. Bei Vollgas kommen kurzzeitig über eine Boostfunktion weitere PS dazu. Geschaltet wird mittels der Acht-Stufen-Tiptronic. Das Sondermodell verfügt über das S-Line-Sportpaket mit einer Tieferlegung der Karosserie um 20 Millimeter, 20-Zoll-Räder im Fünf‑Speichen‑W‑Design mit schwarz lackierten Flanken, rote Bremssättel, schwarzes Interieur, Sportsitze in Valcona Leder und edlen Metall-/Holz-Dekoreinlagen. Der Audi A7 Sportback 3.0 TDI Competition ist ab einem Grundpreis von 72 000 Euro im August bestellbar.

Audi A7 Sportback 3.0 TDI competition

3. Hyundai ix35 Fuel Cell: Er fährt und fährt und fährt.

Der ix35 Fuel Cell hat einen neuen Rekord für Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb aufgestellt. Mit den norwegischen Umweltschützern Marius Bornstein und Arnt G. Hartvig am Steuer legte der weltweit erste in Serie produzierte Fahrzeug mit der umweltfreundlichen Antriebstechnik mit nur einer Tankfüllung satte 700 Kilometer zurück. Von Oslo über Göteborg und Kopenhagen ging es am Ende nach Malmö. Die zehnstündige Fahrt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 76 km/h übertraf die Reichweiten-Werksangabe von 594 Kilometern deutlich. Am Ende der Reise zeigte der Bordcomputer sogar noch zehn Kilometer Restreichweite an. Stark im Zeichen der Umwelt.

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4. BMW 2er Active Tourer füllt die Lücke

BMW hat es mal wieder geschafft einen Nischenplatz auszufüllen. In dem kompakten Van von 4,34 Meter Länge geht es deutlich geräumig zu. Der BMW 2er Active Tourer bietet deutlich mehr Innen- und Gepäckraum sowie erheblich mehr Variabilität als der sechs Zentimeter längere BMW X1. Voraussetzung: Frontantrieb mit quer eingebautem Frontmotor. Nicht üblich bei den sonst für die Heckantriebsmotoren bekannten Münchner. Die üblichen typischen Merkmale von BMW sind aber geblieben. Mit dem Modell bringen sie auch ihren neuen Motorbaukasten mit jeweils 500-ccm-Zylindern ins Spiel und zwar als Drei- und Vierzylinder-Benziner und Vier-Zylinder-Diesel. Ab 27 200 Euro steht der BMW 2er Active Tourer vom 27. September bei den Händlern in Deutschland.

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5. Klein aber Oho: Der Peugeot 108.

Mit seinen Abmessungen macht der 3,47 Meter lange und 1,62 Meter breite Cityflitzer die Stadt zu seinem Spielplatz. Ein Wendekreis von nur 9,60 Metern ermöglicht das Umkehren in engen Verhältnissen. Perfekt für den oft wuseligen Stadtverkehr. Der Kofferraum bietet mit 196 Litern ausreichend Platz für den Shopping-Trip und durch die geteilt umklappbare Rückbank lässt sich das Laderaumvolumen sogar auf bis zu 780 Liter erhöhen. Für den Antrieb des 108 stehen zwei Aggregate zur Wahl. Der 1.0 e-VTi 68 STOP & START mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe und 69 PS und der 1.2 Pure-Tech 82 mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe und 82 PS. Die Preise für den 1,0 68 VTi 5-Gang Schaltgetriebe beginnen bei 8890 Euro.

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6. VW Scirocco wird sportlicher

Volkswagen hat seinem Scirocco eine Frischekur gegönnt und besonders die sportliche Note überarbeitet. Mit neuen Aggregaten, die alle die Euro-6-Norm erfüllen, dynamischer und kraftvoller auf die Straßen losgelassen. Ein Sportfahrwerk, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Blinkleuchten in den Außenspiegelkappen, vordere Lufteinlässe in Wabenstruktur, ein Dachkantenspoiler, Kennzeichenbeleuchtung in LED-Technik, Doppelendrohre und grüne Wärmeschutzverglasung unterstreichen seine Sportlichkeit. Die Steigerung von sportlich heißt beim Scirocco „R“ und enthält traditionell eigenständige Designelemente. Für den Antrieb stehen vier Benzin- und zwei Dieselmotoren zur Auswahl, die alle zwischen 125 PS und 250 PS rangieren. Die Preise für den Sportler aus Wolfsburg starten bei 23 900 Euro für den 1.4 TSI mit Blue-Motion-Technologie.

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7. Jeep Renegade wird erschwinglich

Das Einstiegsmodell Renegade Sport, das von einem 81 kW / 110 PS starken 1,6-Liter-Bnzinmotor mit Fünf-Gang-Getriebe und Vorderradantrieb bewegt wird, kommt im Oktober zum Basispreis von 19.900 Euro auf den Markt. Als Topmodell der ersten kleinen SUV-Baureihe von Jeep ist besonders geländetauglich und bietet jede Menge Fahrspaß zum kleinen Preis an. Ab der Grundversion gibt es eine Klimaanlage, das Uconnect-Multimedia-System VP2 mit Touchscreen, Bluetooth, AUX-, SD- und USB Eingang und eine Berganfahrhilfe. Dazu kommen sechs Airbags und eine Stabilitätskontrolle mit Überschlagsvermeidung. Je nach Wunsch kann man die Ausstattungsversion mit dem Auffahrwarnsystem Forward Collision Warning Plus, der adaptive Cruise Control mit Abstandssensor, dem Totwinkel-Assistent mit hinterer Querbewegungserkennung und einer Einparkautomatik inkl. Spurhalteassistent aufwerten.

2015 Jeep Renegade Latitude and Trailhawk Models

8. Neuer japanischer SUV Nissan X-Trail

Auch die Japaner kommen mit einem neuen SUV auf den Markt. Nissan bringt noch diesen Monat den neuen X-Trail in den Handel, der erstmals auch mit einer dritten Sitzreihe lieferbar ist. In der Basisversion rollt der kompakte mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, einer elektronischen Parkbremse, Einparkhilfe vorne und hinten, Klimaanlage sowie mit dem modularen Verstausystem Flexi-Board im Kofferraum vom Band. Neben einem Fahrassistenz-Paket ist auch die Chassis-Control-Technologie mit aktiver Fahrkomfortregelung an Bord. Die Preise für das komplett neu entwickelte SUV in den drei bekannten Ausstattungslinien Visia, Acenta und Tekna beginnen bei 26 790 Euro.

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Fotonachweis: Hersteller

Gefahren: Der neue Jeep Cherokee

Zwischen dem luxuriösen Jeep Grand Cherokee und dem rustikalen Jeep Wrangler klaffte die letzten Jahre eine Lücke. Gerade im Segment der aktuell besonders erfolgreichen SUV gab es bei der Traditionsmarke Jeep kein echtes Angebot. Nachdem der nicht besonders erfolgreiche Liberty vom deutschen Markt verschwunden war, hatte der Kunde nur die Wahl zwischen „rustikaler Tradition (Wrangler)“ und „großem Luxus (Grand Cherokee)“. Das ändert sich jetzt mit der jüngsten Jeep Cherokee-Generation.

Staubpisten und Shopping-Mall Parkplätze aufgepasst, hier kommt der neue Jeep Cherokee.

Stock, Stein & Shopping

Der neue Jeep Cherokee im Fahrbericht

Während des Auto-Salon in Genf konnte ich bereits den Fahrersitz des Cherokee erklimmen und den jüngsten US-SUV über einen zum Teil anspruchsvollen Offroad-Kurs lenken.  20 Minuten Fahrzeit sind jedoch eindeutig zu wenig und der erste Fahrbericht zum Jeep Cherokee war entsprechend überschaubar.

Auf dem Testgelände von FIAT in Balocco war nun mehr Zeit, um den Cherokee ein wenig näher kennen zu lernen. 

Dass aus den Boxen der Boss „Bruce Springsteen“ tönte und nicht Eros Ramazotti, war auffällig. Auch wenn die Chrysler-Tochter Jeep nun zum FIAT-Konzern gehört, der Cherokee bleibt ein US-Boy. Okay, die Botschaft ist damit angekommen.

Born in the U.S.A

Er mag sich die Plattform mit der Giulietta von Alfa Romeo teilen, aber er ist dennoch ein Jeep. Die Ansage der Verantwortlichen von Jeep ist klar formuliert: „Auch der jüngste Jeep Cherokee ist ein echter Jeep“. Um diesen Spagat und die Spreizung zwischen Offroad-Talenten und Onroad-Fahrspaß zu schaffen, ging man bei Jeep einen technisch sinnvollen Weg. Wenn auch die Entscheidung, ein „entweder / oder“ vor die Kaufentscheidung des Kunden zu setzen, für Diskussionen sorgen wird.

Jeep Cherokee Kühlergrill

Entweder / Oder

Der Markt für SUVs ist derzeit der noch immer am schnellsten wachsende. Die Kunden stehen auf SUVs und das, obwohl Unkraut am Randstein und Blumenkübel vor den Spielstraßen oftmals die heftigste Begegnung abseits des Asphaltbandes sein wird, die viele der „4×4-Talente“ jemals haben werden. Was liegt da näher, als SUVs gleichermaßen für die Landstraße und Autobahn fit zu machen, anstatt Offroad-Talente zu pflegen? Der Mercedes GLA hat dies bereits vor kurzem in vergleichbarer Form präsentiert.

Jeep geht einen ähnlichen Weg und bietet den neuen Cherokee in zwei Versionen an: Eine Varianz, die vor allem „on the road“ überzeugen soll und eine Version, die „off the road“ den Jeep-Namensvettern in nichts nachstehen soll.

Für den Kunden bedeutet dies aber auch eine Entscheidung, die er VOR DEM KAUF treffen muss. Einen „echten Jeep“ – oder einen „echten SUV“ kaufen? Auch bei der Traditionsmarke aus den USA geht nicht beides auf einmal.

Jeep Trailhawk

Der Trailhawk ist die Version, die ich in Genf über den Beton-Muffin herum fahren durfte. Mit einem mechanischen Sperr-Differential an der Hinterachse und einer Gelände-Untersetzung für das Getriebe (2,92:1), ist der Trailhawk der Cherokee für Menschen mit Offroad-Sehnsüchten. JEEP bietet ihn jedoch nur mit einer Motorisierung an: Der große 3.2 Liter V6-Benziner mit 272 PS und 315 Nm Drehmoment soll es im Gelände richten. Auf dem FIAT-Testgelände in Balocco zeigte er dann, was in ihm steckt. In seiner Klasse dürfte der Cherokee Trailhawk nicht nur über die größten Böschungswinkel verfügen, 29.9° vorne und 32.1° hinten, auch die Bodenfreiheit kann sich – mit mehr als 22 Zentimetern – mehr als sehen lassen.  Und dank Untersetzung genug Kraft in allen Lebenslagen. Bei 70% Steigung anhalten und wieder los fahren? Kein Problem für den Cherokee Trailhawk.

Limitiert oder koordiniert? Die Motorenfrage.

Wer dem Benzindurst des V6-Pentastar nicht traut und lieber den Drehmomenten aus sparsamen Dieselmotoren vertraut, der wird vor die Wahl gestellt: 140 PS oder 170 PS aus dem zwei Liter großen Multijet Dieselmotor. Beide Motoren bringen 350 Nm Kraft für den Alltag mit,  werden aber nur als „Limited“ oder „Longitude“ angeboten. Der Basis-Diesel ist zudem als Variante mit reinem Frontantrieb erhältlich. Verzichten muss man dann allerdings auf die neue ZF 9-Stufen Automatik, die man bei Chrysler in Lizenz selbst fertigt. Der 140 PS Diesel ist als 6-Gang Handschalter mit Frontantrieb in der Longitude-Ausstattung der Einstieg in die Cherokee-Welt und kostet 34.800–€.

In dieser Fahrzeugklasse gehört das „schalten lassen“ (imho) zum guten Ton, weswegen der sinnvollste Basis-Cherokee aus meiner Sicht der 170 PS Diesel mit der 9-Gang Automatik und Allradantrieb ist. Als Longitude überschreitet man hier jedoch bereits ganz selbstbewusst die 40.000,– € Marke. Der ernsthaft gut ausgestattete Limited kostet so bereits 45.500,– €.

Nein, ein Schnäppchen ist der Jeep Cherokee nicht. Dafür sind alle Varianten extrem gut ausgestattet.

Den für unseren Markt eher uninteressanten V6-Benziner bekommt man immer mit der neuen 9-Stufen-Automatik und Allradantrieb. Ob man die „Stadt-Cruiser-Version“ Limited wählt oder die Freiheit abseits der Zivilisation im Trailhawk sucht – beide Varianten kosten 48.000,- €

liebevolles detail jeep cherokee

Schönes Detail – schwache Verarbeitung

Eine Liebe zum Detail, die mich überrascht hat. Der Cherokee zeigt in der Windschutzscheibe am unteren Rand, knapp oberhalb des Armaturenträgers, die kleine schwarze Silhouette  eines „Willys-Jeep“, der über einen Erdhügel fährt. Ähnlich viel Detail-Liebe hätte ich mir beim Rest des Innenraums gewünscht, der zum Teil doch arg viel Platz für Verbesserungen bereit hält. Knarzende Kunststoffe sollten in der Premium-SUV-Klasse kein Thema mehr sein!

Jeep Cherokee Spiegelung im Scheinwerfer

Die Optik bleibt ein Gesprächsthema

Sieht er nun nach der Jeep-Interpretation des seligen FIAT Multipla aus oder hat man bei Jeep einfach nur das Thema SUV mit frischen Details wiederbelebt? Ich habe mich damals bereits mehrfach und vor allem deutlich zum Design des Jeep Cherokee ausgelassen und will deswegen an dieser Stelle nur noch sagen: In echt wirkt er besser.

Jeep Cherokee fahrbericht probefahrt

 

Und wie fährt er sich denn nun?

Während der Trailhawk im Gelände zu überraschen weiß, liefern Longitude und Limited auf der Straße eine solide Vorstellung ab. Eine straffe Lenkung lässt genug Rückmeldung von der Straße übrig, ohne verheimlichen zu können, dass man hier im SUV-Segment unterwegs ist. Die Federung ist verbindlich straff, unterbindet so aber auch übermäßige Seitenneigung.

Die von ZF entwickelte 9-Gang Automatik sorgt für eine große Spreizung der Gänge und lässt sowohl Diesel als auch V6 jederzeit im idealen Drehzahlbereich rotieren.

Fazit:

Auch mit zwei Rädern in der Luft – der Jeep lässt seinen Fahrer nicht hängen. Dass man selbst auf einer gemeinsamen Plattform mit der Alfa Romeo Giulietta einen echten Geländewagen fertigen kann – der Cherokee hat es auf dem Offroad-Parcours bewiesen. Ob der Kunde den Zwang zum großen Motor akzeptiert, um dieses „echte Jeep-Feeling“ zu erhalten, wird jedoch die Zukunft zeigen müssen.

[=“ “ ]Fakten zum neuen Jeep Cherokee

Verkaufsstart:  5. April 2014
Basispreis:  34.800 – 48.000 €
Motorleistung:  2.0 Turbdiesel 140 / 170 PS, 3.2 V6 272 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, 9-Gang Automatik
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.626, 1.904, 1.722, 2.719 (Trailhwak)
Normverbrauch:  5,3 – 10,0l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  187 -206 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  8,1 – 12,0 Sekunden

Chrysler 200 Cabrio – Designstudie

Da hat Chrysler in Detroit noch nicht einmal das Tuch vom neuen Chrysler 200 gezogen, da hat Theo schon eine Idee, wie das Cabrio des 200 aussehen könnte.

Und? Es sieht gut aus. Allerdings wäre ein 200er Chrysler Cabrio eine zweite Plattform im neuen, großen FIAT / Chrysler Haus. Denn der nächste Alfa Spider wird zusammen mit dem Mazda MX-5 kommen. Da bleibt vermutlich keine Zeit und vor allem kein Geld für ein Cabrio des 200 übrig. Denn dieser basiert ja, wie bereits in der Vorstellung des Chrysler 200 erwähnt, auf der FIAT Compact Plattform.

Dennoch – diese Version des 200 sieht perfekt aus! Danke Theo für diese tolle Idee!

Detroit 2014 – Fiat goes MOPAR

MOPAR ist die Abkürzung für MOtorPARts und stand zuletzt nicht nur für Ersatzteile, sondern vor allem für Tuning und Motorsport. MOPAR steht vor allem aber für die Marke Chrysler. Mit dem Kauf durch FIAT, dehnt sich MOPAR nun auch über die FIAT-Modellpalette aus.

In den USA verkauft FIAT allerdings nur die Modelle der Baureihe 500 und so gibt es auch nur FIAT 500 MOPAR-Modelle. Sowohl den 500, als auch den 500 L konnte man in Detroit auf der NAIAS in speziellen „Tuning-Versionen“ bestaunen. Ob dabei alles durch den Geschmacks-Zoll nach Europa kommen würde, bleibt als Frage unbeantwortet.

Eine Galerie ist es auf jeden Fall wert, vor allem der Fiat 500 L in der MOPAR-Version als „Surfer-Mobil“:

Lancia Thema Diesel 3.0 V6

Dekadenz. Als ich den Lancia Thema Testwagen anforderte, da war mir eigentlich klar: An dieser „Italo-Amerikanischen Schüssel“ kann ich mich zum Thema Badge-Engineering und Vergewaltigung von Marken-Heritage mal so richtig abarbeiten.  Dumm alleine nur, bereits 100 Meter nachdem ich zum ersten Mal im Thema fuhr, waren meine Vorurteile bereits in Frage gestellt.

Sollte ich mich so sehr getäuscht haben?

Etwa zur Mitte des Testzeitraums von zwei Wochen, habe ich mich dann darauf eingelassen – diesem dekadent großen Schiff, mit den vielen Wurzeln und der bewegten Historie, einen weniger vorbelasteten Fahrbericht zu widmen.

Im Fahrbericht:

Lancia Thema V6 Diesel

Der Mercedes-Chrysler-Fiat-ich-soll-jetzt-ein-Lancia-sein-Fahrbericht.

Was wäre, wenn der aktuelle Lancia Thema nicht als Produkt einer längst gescheiterten Beziehung von Chrysler und Mercedes-Benz geboren worden wäre? Und man beim Anblick des Thema nicht ständig mit den Hintergedanken an eine etwas krude Gender-OP vom maskulinen Chrysler hin, zu einem femininen Lancia konfrontiert werden würde?

„Stelle Dir doch mal vor – er wäre ein waschechter Lancia!“

Es dauerte ein paar Tage und dann fuhr ich diesen Lancia mit den Daimler-Genen, immer wieder mit dem Gedanken: „Was wäre wenn..“?

In der Linienführung deutlich mehr Lancia  – als erwartet.

Lancia Thema Fahrbericht Foto Album

Eine moderne Interpretation des Lancia Thema 8.32

Die Geschichte des Thema:

Viele Väter:  Geboren wurde der aktuelle Thema als Chrysler 300C und war ein Kind der gescheiterten Beziehung von Mercedes-Benz und dem US-Autobauer Chrysler.  2004 vorgestellt, basierte der 300 C – der für die Märkte außerhalb der USA im übrigen bei Magna-Steyr in Graz gefertigt wurde, auf der Mercedes-Benz Plattform der Baureihe W210.  Der W210 – wurde bei Mercedes-Benz bereits 1995 auf den Markt gebracht. Man kann an dieser Historie bereits erkennen, welchen enormen Zeitsprung der jetzt aktuelle Thema verkraften muss. 

Heckantrieb: Als gemeinschaftliches Projekt von Chrysler und Daimler geboren, basierend auf dem Mercedes W210, bekam der Chrysler 300 C, anders als seine Vorgänger, den Daimlerischen-Heckantrieb und dazu eine aufwendige Multilenker-Hinterachse. Chrysler nennt diese Plattform nun „LX“ und bis heute werden unter anderem der Dodge Charger und die US-Varianten des Thema – der 300er gefertigt. Bis zum Refresh gab es vom 300 C auch eine Kombi-Variante, seit der Verbindung von Chrysler und Fiat scheint diese Form des 300 C jedoch Geschichte zu sein.

Technik:  Steigt man in den Thema ein, spürt man die Daimler-Vergangenheit und die gemeinsame Plattform zur alten E-Klasse. Von der Fußfeststellbremse bis zum Multifunktions-Wischer-Blinkerhebel und dem Lichtschalter. Hier spürt man noch sehr klar, den Stuttgarter-Automobilbau-Geist. Schlecht ist das nicht!

Der Lancia Thema ist geradezu unverschämt groß. Zu diesem Eindruck trägt natürlich auch bei, das er in seiner Formgebung keinen Hehl aus seinen Absichten macht. Riesige Räder, ein steil stehender Kühlergrill und eine Limousinen-Form, die nicht klassischer ausgeprägt sein könnte. Eine zierliche A-Säule, die schwarze B-Säule und die massive C-Säule prägen neben den großen glatten Flächen, die Seitenlinie des Lancia Thema.  Die Kritiker des neuen Thema sprechen von einer ungehörigen Verwandlung. Sie vermissen die grazile Linienführung, die Extravaganz der Lancia-Formensprache. Doch dabei vergessen die Heritage-Verliebten, gerade der letzte Thema (gebaut von 1984-1994) besaß eine ganz ähnliche Formensprache.

Lancia Thema Kühlergrill

Ist es demnach nur konsequent? Der neue Thema erinnert mich persönlich massiv an den Thema 8.32 – einen Lancia der mit V8-Power von Ferrari auf die Straße geschickt wurde. Was haben wir nicht alle lamentiert und uns über diesen „Verrat“ an der Marke Lancia aufgeregt? Ich persönlich fand dieses Badge-Engineering pietätlos und unwürdig. Hätte man die erfolglose Marke Lancia doch in Ruhe sterben lassen sollen, anstatt diesen Schwiegersohn aus den USA in das viel zu enge und viel zu weibliche Korsett des Thema zu zwängen.

Lancia Thema Kombinationsbild Innenraum

Der Innenraum kann überzeugen!

Doch weit gefehlt – Der neue Thema ist vermutlich das Beste, was der Marke Lancia in den letzten 20 Jahren passiert ist!

Dekadenz die Zweite. Neben der fast schon unverschämten Raumfülle, sorgt der neue Thema mit einer für italienische Verhältnisse, dekadent guten Verarbeitung und Materialwahl, für ein echtes Aha-Erlebnis im Innenraum. Besonders punkten kann hierbei das Bedienkonzept des Thema. Erfreulich wenige Schalter durchtrennen das Holz der Armaturenbrett-Verkleidung und nur die wichtigsten Regler wurden in der Mittelkonsole platziert.  Das sorgt für einen ausgeprägt aufgeräumten Eindruck und hilft dem Neuling im Thema-Cockpit bei der Konzentration auf wichtigen Dinge.

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fanaticar über den Lancia Thema

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JEEP Wrangler jetzt mit 3.6 Liter Motor

Mit einem Update präsentieren sich Jeep® Wrangler und Jeep Wrangler Unlimited zum Modelljahr 2012.

Technisches Highlight ist der neu entwickelte, mit einem adaptiven Fünfstufen-Automatikgetriebe kombinierte 3,6 Liter Pentastar-V6-Benzinmotor. Er ersetzt die frühere 3,8 Liter-Motorvariante und bietet Fortschritt auf der ganzen Linie: 209 kW/284 PS (bei 6.350 Umdrehungen pro Minute) stellen jederzeit mehr und kultiviertere Antriebskraft zur Verfügung, während ein maximales Drehmoment von 342 Newtonmetern (bei 4.300 Umdrehungen pro Minute) souveränen Durchzug garantiert – auf- und abseits der Straße.

Dazu kommt höhere Effizienz, erkennbar an dem für diese Leistungs- und Fahrzeugklasse niedrigen Kraftstoff-Normverbrauch von 11,3 Litern pro 100 Kilometer (kombiniert).

Der bewährte 2,8 Liter große Turbodieselmotor mit 147 kW/200 PS ist natürlich weiterhin lieferbar, auf Wunsch mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder adaptiver Fünfgang-Automatik.

Auch bei Komfort und Funktionalität legt die amerikanische Offroad-Ikone noch einmal zu. In der Ausstattung Sahara ergänzt die markante Innenraum-Farbkombination Black/Saddle Brown das Programm, bei Sahara und Rubicon kommt darüber hinaus auf Wunsch das moderne Multimediasystem „uconnect 431″ zum Einsatz – mit 6,5 Zoll-Touchscreen, 30 GB-Festplattenspeicher, Radio, MP3-fähigem CD/DVD-Laufwerk, USB- und MP3-Player-Anschluss sowie sechs Lautsprechern. Neu sind auch die interessanten Lackierungen Crush, Gecko und Deep Cherry Red.

Die Modellaufwertung umfasst außerdem das Fahrer-Informationssystem EVIC: Es ist ab sofort in allen Modellvarianten Serienstandard – ebenso wie eine Klimaautomatik.

Je nach Radstand und Motorisierung kann der Jeep Wrangler Anhängelasten von bis zu 2.500 Kilogramm ziehen.

Die Preise (unverbindliche Preisempfehlung; inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer)

 

Wrangler Wrangler Unlimited
Sport 2.8 CRD Schaltgetriebe 29.550 € 32.750 €
Sport 2.8 CRD Automatikgetriebe 34.675 €
Sport 3.6 V6 Automatikgetriebe 31.700 €
Sahara 2.8 CRD Automatikgetriebe 32.750 € 35.950 €
Sahara 3.6 V6 Automatikgetriebe 35.950 €
Rubicon 2.8 CRD Schaltgetriebe 37.300 €
Rubicon 2.8 CRD Automatikgetriebe 35.300 € 38.500 €
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*UPDATE* Ruhe in Frieden, Lancia.

Totgesagte leben länger?

Die deutsche Presse-Abteilung von Lancia dementiert heftigst die zuletzt durch die Presse gegangenen – und auch von mir kommentierten – Pläne zur „Stilllegung“ der Marke Lancia.

Man kann in diesem Dementi die professionelle Arbeit einer PR-Abteilung sehen, um die Marke vor weiteren Umsatzeinbußen zu retten – wie dies zweifellos der Fall wäre, denn niemand will ein Auto kaufen, dass es demnächst nicht mehr gibt.

Ich will heute vor allem eines darin sehen: Eine voreilige -Fehl-Interpretation der Nachrichten aus der letzten Woche und stattdessen eine strategischen Neu-Ausrichtung der Marke Lancia – und ich hoffe wirklich – man trifft  in der Turiner Zentrale die richtigen und  vor allem für die Fans der Marke Lancia –  passenden Modell-Entscheidungen.

Ein dahin dümpeln als Chrysler-Verwertungsgesellschaft würde der Marke nicht gerecht werden.

Status also heute: Kommando erst einmal zurück – LANCIA wird nicht eingestellt.

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106 Jahre nach der Geburt in Turin, wird Lancia nun von seinen Eigentümern abgewickelt. Lancia – war, was vermutlich heute kaum jemand weiß, die Marke die zuerst eine selbsttragende Karosserie vorstellte. 1922 wurde auf dem Pariser Automobil-Salon der Lancia Lambda vorgestellt – ein wunderschönes Auto aus einer Zeit, als man bei Lancia noch mit wundervoller und einzigartiger Technik von sich reden machte.

Lange vorbei die Zeiten in denen man die Fahrzeuge der Marke Lancia als „großbürgerlichen Geltungsdrang“ bezeichnen konnte – denn das tat die „Die Zeit“ 1969 – einem Jahr in dem sich der damalige Eigentümer Italcementi von der Automobil-Marke trennen wollten. Damals kamen unter anderem BMW und Mercedes als Käufer in Frage. Besonders bei BMW war man erpicht auf die Marke Lancia, die in den Jahrzehnten zuvor immer wieder durch besondere technische Lösungen und innovatives Design auf sich aufmerksam gemacht hatte.

1969 – Lancia geht an FIAT

Bei FIAT machte man damals vieles richtig. Man senkte die Preise der aktuellen Modelle und durch den Verkauf der Lancia-LKW-Sparte an Iveco brachte man Geld in die Kassen und fokussierte sich auf die Fertigung von Automobilen.

1971 präsentierte man den legendären Lancia Stratos und nachdem Lancia 15 Jahre zuvor, nach dem Unfall-Tod von Ascari (Formel 1), aus dem Motorsport ausgestiegen war kehrte man ’72 wieder zum Profi-Motorsport (Rallye) zurück. Nach dem Stratos kam später noch das Gruppe B-Rallye Ungetüm 037.

Im Motorsport ersetze der spätere Lancia Delta (Lancia Delta HF Integrale im Foto!) den 037 und führte auch hier zu zahlreichen Erfolgen im Rallyesport. Es war die vermutlich goldene Zeit der Marke Lancia.

Lancia war zu dieser Zeit ganz klar das sportliche Aushängeschild des FIAT Konzerns.  Bis 1986 – denn da musste Lancia im FIAT-Konzern Platz machen für die hinzugekaufte Marke Alfa Romeo und im gleichen Atemzug – schaut man sich die Entwicklungen heute an- begann der Abstieg der Marke Lancia.

Alfa Romeo übernahm die sportlichen Aufgaben im Konzern und Lancia wollte man als Marke für besonders extravagantes Design nutzen.

Doch Design alleine – reicht nicht.

Lancia war fortan das wenig gepflegte Stiefkind im Konzern. Immer wieder wurden neue Kooperationen mit Gleichteile-Konzepten entwickelt, doch in keinem der neuen Lancia pochte mehr das Herz der Innovation.

Den ultimativen Dolchstoß verpasste man der Marke Lancia, als 2009 die Zusammenarbeit zwischen FIAT und Chrysler bekannt gegeben wurde. Von da an war die Marke Lancia nur noch eine Marketing-Hülle.

Die Produktion von Lancia-Modellen auslaufen zu lassen ist vermutlich der gnädigste Stoß mit dem Dolch in das Herzen einer legendären Marke – ein Gnadentod, nach einer langen Zeit des Leidens.

Ruhe in Frieden Lancia, ruhe in Frieden!

 

Erbarmen, die Amis kommen…

Die Nürburgring-Nordschleife der heimliche und unheimliche Benchmark für eine ganze Industrie war Schauplatz eines neuen Rundenrekords – dieses mal aufgestellt von einer Nation die eigentlich nicht dafür berüchtigt ist, die Kurvenperformance als oberstes Speed-Kriterium erfunden zu haben: Die „Amis“ – genauer gesagt, Dodge – mit einer 2010er Viper. Am Steuer saß N-Ring Experte und Profi-Rennfahrer Dominik Farnbacher.

Schönes Video 🙂

Lancia Voyager

Edelmetall für den Italo-Westernbus

„Luigi man bescheißt seine Familie nicht“

Fans alter Lancia-Modelle werden sich noch nicht mit dem Voyager angefreundet haben, das liegt vermutlich jedoch nur an der Tatsache das der FIAT Konzern für seine Edeltochter Lancia ein Produkt aus der bestehenden Chrysler Familie als Van ausgesucht hat, anstatt eine völlig eigene Lancia-Entwicklung vorzustellen.

Damit der Lancia unter den Chrysler-Vans attraktiver wird, hat man bei Lancia nun weiter an der Ausstattungs-Schraube gedreht und stellt mit „Silver und Platinum“ zwei neue Ausstattungsvarianten vor. Silver ist die Basis-Version und Platinum die neue Luxus-Version.

Zusätzlich bietet Lancia mit den stolz klingenden Namen  „Dolce Vita“ und „Platinum Plus“ 2 neue Ausstattungspakete an.

Silver, Gold und Platinum sind somit die verfügbaren Ausstattungsvarianten, wobei die silberne Basis bereits mit Sieben Sitzplätzen, Dreizonen-Klimaautomatik, 17 Zoll Alufelgen und einer Leder-Innenausstattung beeindrucken kann. Ebenso bereits in der Basis enthalten ist der Reifen-Luftdruckwarner, die Geschwindkeitsregelanlage, ein Multifunktionslenkrad und elektrische Fensterheber an allen Türen.

Die Gold-Version bietet zu den Details der Silver-Ausstattung so angenehme Extras wie: Elektrisch betriebene Schiebetüren und Hecklappe, eine Einparkhilfe, elektrisch verstellbare Sitze in der ersten Reihe, eine Sitzheizung für die erste und zweite Sitzreihe, ein beheizbares Lederlenkrad, elektrisch verstellbare Pedalerie und eine Bluetooth Freisprecheinlage die zusätzlich mit einem USB-Anschluss und Audio-Streaming vom Handy aufwarten kann.

Zum luxuriösen Großraum-Gleiter wird der Lancia Voyager endgültig wenn man die Platinum-Version wählt. Dann ist die Innenausstattung aus Nappaleder und Alcantara und an der Front leuchten Xenon-Scheinwerfer. Zusätzlich sind die elektrisch verstellbaren Sitzen für Fahrer und Beifahrer dann mit einer Memory-Funktion ausgerüstet.  Die Hinterachse erhält eine automatische Niveauregulierung und der Fahrer einen „Keyless-Go“ Schlüssel der für die Fahrt in der Tasche bleiben kann.

Wer es bei der Innenausstattung noch mehr „krachen“ lassen will, der greift zu den optionalen Ausstattungspaketen:

„Dolce Vita“ und „Platinum Plus“. Beide verfügen über ein Doppel-DVD-System mit zwei ausklappbaren und  jeweils getrennt nutzbaren LCD-Bildschirmen in der Dachkonsole für die zweite sowie  dritte Sitzreihe, zwei Audio-/Video-Anschlüsse für externe Geräte wie Videokameras oder Spielekonsolen sowie zwei kabellose Infrarot-Kopfhörersets und eine Fernbedie-nung.  Im Paket „Platinum Plus“ für die Version Platinum bietet über die Entertainment-Elemente hinaus die Sicherheitssysteme Totwinkel-Assistent (Blind Spot Monitoring), eine Rückraum-Bewegungserkennung (Rear Cross-Path Detection) mit Objektmel-dung sowie Außenspiegel in Chrom-Optik.

Als Motoren stehen der 283PS starke  3.6l V6 Pentastar aus dem US-Regal von Chrysler/Jeep zur Verfügung und der 2.8l Multijet 16V Diesel Motor mit 163Ps.

 

Beide Motoren werden zu identischen Preisen angeboten. In der Gold-Version startet die Reise im Lancia Van für 37.990€.  Die Gold-Variante kostet 40.990€ und die Platinum-Version wird mit 45.990€ berechnet.

Lancia Flavia Cabrio - Foto Lancia

Austauschschüler – Lancia Flavia

Lancia wird auf dem Genfer Automobilsalon im nächsten Monat (8.-18.3.2012) unter anderem das Lancia Flavia Cabriolet und den Lancia Thema in einer Allradvariante auf seinem Stand präsentieren.  Dabei ist das Flavia Cabrio zum ersten mal in seiner finalen Ausführung zu sehen. Das 4 Sitzige Cabrio basiert auf dem Chrysler 200 und wird in den USA gefertigt. Als Antriebsquelle kommt ein von Chrysler stammender 2.4 Liter 4 Zylinder mit 175PS zum Einsatz. Der Hubraumstarke Benziner gibt seine Kraft an eine 6-Gang Automatik weiter. Mit einer Länge von 4,90m ist der Flavia vor allem offen ein eleganter und langgezogener Italiener mit stark ausgeprägten Amerikanischen Wurzeln.

Lancia Flavia Cabrio Cockpit - Foto Lancia

Der Lancia Thema wird in Genf in einer Allradvariante vorgestellt. Wie der Flavia, so wird auch der Thema von einem Motor aus dem Chrysler Regal angetrieben. Der Allradantrieb ist nur in besonderen Fahrsituationen aktiv. Im Normalfall gehen 100% der Kraft an die Hinterachse, erst wenn dort Schlupf festgestellt wird, wird auch Leistung an die Vorderräder geschickt. Geschickt gelöst ist die Aktivierung des Allradantriebes durch den Regensensor. Stellt der Sensor in der Windschutzscheibe Regen fest, aktiviert dies den Allradantrieb noch bevor eine heikle Fahrsituation eintreten kann.

 

 

Alfa Romeo Freccetta

Reverse Badge-Engineering *update*

Eines meiner Lieblingsthemen in den letzten Monaten ist das „Badge-Engineering“ in der Automobilbranche. Also der negative Teil der Plattformtechniken. Besonders unbeliebt von mir, dort wo Marken- und Konzerngrenzen überschritten werden. Read more

Maserati Kubang

BigBang, dieser Kubang

Große SUV sind noch immer in Mode. Da will die Ferrari-Tochter Maserati nicht hinten anstehen. Zumal der FIAT-Konzern nun seit einigen Monaten sehr gute Beziehungen über den großen Teich hat. Und um den großen Bang zu landen, benötigt man die richtige Plattform.

Maserati Kubang

FIAT ist an Chrysler beteiligt. Jeep gehört zum Chrysler Konzern, warum also nicht einen Jeep-SUV mit italienischem Design verfeinern und als modischen SUV aus Nord-Italien vermarkten? So – oder ähnlich dachten es sich vermutlich auch die Entscheider im FIAT-Konzern, herausgekommen ist der „KUBANG“.

Seine Prämiere feierte der große Familien-SUV mit dem Dreizack im vergangenen Herbst auf der IAA – jetzt zeigt Maserati das noch als „Concept-Fahrzeug bezeichnete Modell auf der DETROIT Auto-Show.