Ssangyong Korando – Nicht mehr wiederzuerkennen

In über 35 Jahren blickt der Ssangyong Korando auf eine wechselvolle Geschichte mit vielen Brüchen zurück. Auch die jetzt anstehende Neuauflage ist mehr Re- statt Evolution.

Mit jeder Neuauflage hat sich der Ssangyong Korando dramatisch verändert. Das ist auch bei der nunmehr sechsten Auflage der Fall, die auf dem Genfer Autosalon (bis 17. März) Premiere feiert. Anders als der von vielen Rundungen geprägte Vorgänger ist die neue Außenhaut scharfkantig und charaktervoll durchgestylt. Darüber hinaus bietet das außen wie innen leicht gewachsene Kompakt-SUV eine Reihe technischer Neuheiten. 

Zunächst stehen für den Ssangyong Korando in Deutschland ein Benziner und ein Diesel zur Wahl

Dank des um fünf Zentimeter auf 2,65 Meter gewachsenen Radstands versprechen die Koreaner unter anderem für den Fond gute Platzverhältnisse. Der Kofferraum kann 551 Liter aufnehmen, bei umgeklappter Rückbank wächst er auf 1.248 Liter. Weiter vorne bietet der Koreaner einen schicken und modern eingerichteten Arbeitsplatz. Der Handbremshebel hat dank elektrischer Feststellbremse ausgedient. Statt aus analogen Rundanzeigen besteht das Kombiinstrument aus einem 10,25-Zoll-Display. In der Mittelkonsole gibt es als Anzeige- und Bedieneinheit einen 8-Zoll-Touchscreen für das Audiosystem. Wird eine TomTom-Navigation bestellt, wächst die Bildschirm-Diagonale um einen Zoll. Das Infotainmentsystem erlaubt dank Apple Carplay und Android Auto auch die Integration von Smartphone-Funktionen. 

Die moderne Blechhaut zeichnet sich durch viele Charakterlinien aus

Zu den Neuerungen des Korando gehören den Schweller überdeckende Einstiegstüren, was schmutzige Waden beim Aussteigen verhindert. Außerdem ist die Heckklappe elektrisch. Zudem gibt es eine Reihe neuer Assistenzsysteme wie etwa einen kamera- und sensorbasierten Kollisionsverhinderer, Abstandstempomat sowie Spurverlassens-, Abstands-, Müdigkeits- und Querverkehrswarner. Letzterer leitet bei drohender Kollision eine Notbremsung ein. Außerdem sind noch Spurhalte-, Fernlicht- und Totwinkelassistent verfügbar. 

In seiner Mitte 2019 startenden Neuauflage schlägt der Korando optisch eine radikal neue Richtung ein

Zunächst geht der Korando mit zwei Verbrennern an den Start. Der völlig neue 1,5-Liter-Turbo-Benzindirekteinspritzer leistet 120 kW/163 PS und 280 Newtonmeter Drehmoment. Der Verbrauch dürfte bei rund 6,3 Liter liegen. Alternativ gibt es einen 1,6-Liter-Diesel mit 100 kW/136 PS und 324 Newtonmeter Drehmoment, der um 4,3 Liter verbrauchen wird. Beide Vierzylinder sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Sechsstufen-Automatik sowie wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich. Die Versionen mit Zweiradantrieb sind mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Später will Ssangyong den Korando mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt bringen.

Der Arbeitsplatz ist aufgeräumt und modern

Marktstart ist Mitte 2019. Preise wurden noch nicht genannt, doch dürften sich diese am Niveau des Vorgängers orientieren, der derzeit ab rund 20.000 Euro zu haben ist.

Porsche auf dem Genfer Autosalon 2019 – Offen ins Frühjahr

Porsche stehen spannende Zeiten ins Haus: SUV-Coupé und E-Modell sollen noch dieses Jahr kommen. In Genf aber putzt der Autobauer seine klassische Sportwagen-Seite heraus. 

Porsche stehen spannende Zeiten ins Haus: Zukünftig will auch Porsche mit einem Cayenne-Coupé im Segment der schnittigen SUV mitmischen und später im Jahr soll der vollelektrische Taycan nicht weniger als eine Zeitenwende in Zuffenhausen einläuten; Strom wurde bislang nur zur Unterstützung des Verbrenners eingesetzt. Doch: Die beiden wichtigen Neuheiten zieren sich etwas und trauen sich noch nicht ins Rampenlicht. Auf dem Genfer Autosalon beschränkt sich der Sportwagenhersteller deshalb einerseits darauf, in Erinnerung zu schwelgen. Schließlich hat sich die damals junge Marke hier vor 70 Jahren der Öffentlichkeit vorgestellt. Andererseits demonstriert Porsche auf dem diesjährigen Salon seine ursprüngliche Kernkompetenz: klassische Sportwagen. Der 911 ist gerade erst rundum erneuert an den Start gegangen und jetzt fängt der Autobauer an, den üblicher Variantenfächer auszubreiten. Erster Ableger und Star des Porsche-Messestandes: Das Cabriolet. 

Star des Porsche-Messestandes in Genf: Das 911 Cabriolet

Bilder davon hat Porsche schon vor einiger Zeit veröffentlicht, doch auch ohne dieses Appetithäppchen wäre die Überraschung am Lac Léman keine große gewesen. Wie gehabt, hat das Design-Team um Michael Mauer die Open-Air-Version so nahe wie möglich an das Coupé angelehnt. Und natürlich sind die Ingenieure der Stoffmütze treu geblieben: Ein offener Elfer mit Stahldach, das passt einfach nicht. Die Haube mit Magensium-Flächenspriegel verschwindet auf Tastendruck in zwölf Sekunden hinter den Sitzen und lässt sich ebenso schnell wieder über die Passagierköpfe spannen. Größter Vorteil des Cabrios – abgesehen vom Wind um die Nase und etwas Farbe im Gesicht: Der kraftvoll röhrende Boxer im Heck dringt noch besser bis ans Ohr vor. Zwar mussten auch die Porsche-Triebwerke Federn lassen und klingen nicht zuletzt seit der Umstellung auf Turbo-Technik nicht mehr ganz so herzzerreißend. Doch eine ähnliche Zäsur haben die Porsche-Jünger schon beim Abschied vom luftgekühlten Motor durchmachen müssen, und wie diese, werden sie auch den jüngsten Klangwechsel verkraften.

Sound- und Kraftquelle ist ein 3,0-Liter-Sechszylinder, der zunächst einzig in der S-Version mit 331 kW/450 PS zu haben ist. Bestimmen können Kunden derzeit nur die Antriebsart – heckgetrieben startet der offene Elfer bei 134.400 Euro, das Allrad-Modell 4S kostet knapp 8.000 Euro mehr. Ab Werk fahren alle 911 Cabrios mit dem superschnellen neuen Doppelkupplungsgetriebe vor, das so präzise wie kaum ein anderes auf dem Markt mit den acht Übersetzungsstufen jongliert. Im schnellsten Fall spurtet das Cabrio in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und damit ein Zehntel langsamer als das Coupé; die Vmax liegt bei 306 km/h. Neu: Zum ersten Mal ist auch das Cabrio mit Sportfahrwerk und adaptiven Dämpfern erhältlich. 

Für knapp die Hälfte des Cabrio-Tarifs ist die zweite Neuheit zu haben, die Porsche in Genf ausstellt. Brandheiß sind 718 Cayman und Boxster in der T-Ausführung allerdings nicht mehr, schließlich standen die beiden Touring-Modelle schon zur ersten Ausfahrt bereit. Das Prinzip dahinter: Maximaler Fahrspaß mit dem Basis-Motor. Während unter der Haube des Mittelmotorsportler also nur der 220 kW/300 PS starke Vierzylinder-Boxer werkelt, sorgen das sonst für die Einstiegsversion nicht erhältliche Sportfahrwerk mit adaptivem Dämpfern und Sport-Chrono-Paket, Torque Vectoring an der angetriebenen Hinterachse und aktive Getriebelager für gesteigerte Querdynamik und ein Plus an Fahrfreude. Um die 20 Mehr-Kilogramm der Extras zu kompensieren, werden ab Werk die Türgriffe durch leichte Schlaufen ersetzt und das Infotainmentsystem nebst Lautsprechern fehlt – letzteres kann aber aufpreisfrei wieder dazu bestellt werden, wovon die meisten Käufer gebraucht machen werden. Die gesparten zehn Pfund fallen schließlich wahrlich nicht ins Gewicht.    

GFG Style Kangaroo – Der Sportwagen fürs Grobe

SUV mit supersportlichen Fahreigenschaften gibt es bereits einige auf dem Markt. Doch ein echter Supersportler mit SUV-Kompetenz ist neu.

Die 2015 von Giorgio und Fabrizio Giugiaro gegründete Designfirma GFG Style präsentiert auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) mit der Studie Kangaroo ein sogenanntes Hyper-SUV. Im Kern handelt es sich um einen knackig proportionierten Elektro-Sportwagen, der unter anderem dank Allradantrieb auch Ausflüge in unwegsames Gelände nicht scheuen muss. Chancen auf eine Serienfertigung dürfte das Designerauto kaum haben.

Eindeutig ein Sportwagen, aber kein SUV: der GFG Style Kangaroo

Von der neuen Kategorisierung sollte man sich nicht täuschen lassen: Sieht man von der leicht erhöhten Bodenfreiheit und den großzügig geschnittenen Radhäusern einmal ab, weist der Kangaroo keine Ähnlichkeit zu einem SUV auf. Vielmehr handelt es sich um einen keilförmigen Flachbau, der optisch wie ein Mittelmotor-Sportwagen wirkt. Die maximal 1,29 Meter hohe Karosserie schmiegt sich eng über die 22 Zoll großen Sporträder. Zwischen den Achsen befindet sich eine gläserne Kanzel, die Platz für zwei Passagiere hat. Eine Besonderheit sind die zweiteiligen Türen: Während ein Glasteil nach oben wegklappt, öffnet sich der untere Teil der Tür nach vorne und oben. 

Der Kangaroo ist nur 1,29 Meter flach

Der Innenraum des Kangaroo ist mit viel rotem Leder ausgekleidet. Durch das nach oben offene Lenkrad blickt der Fahrer auf ein mittelgroßes Display für fahrrelevante Informationen. Darüber befindet sich ein schmales und sehr breites Display, das Bilder der virtuellen Außenspiegel zeigt. Zudem gibt es ein vertikal angeordnetes Riesendisplay in der Mittelkonsole, das als Anzeige- und Bedienelement für diverse Fahrzeugfunktionen und das Infotainmentsystem dient. 

Eigentlich sieht der Kangaroo wie eine typischer Mittelmotor-Sportwagen aus

Angetrieben wird der Kangaroo von einem Elektromotor-Duo, das zusammen 360 kW/490 PS und 680 Newtonmeter Drehmoment leistet. Der Allradantrieb erlaubt eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in unter vier Sekunden, maximal sind 250 km/h möglich. Eine 90-kWh-Batterie soll für mehr als 450 Kilometer Reichweite sorgen. Der allradgelenkte Kangaroo bietet drei Fahrmodi, bei denen sich die Parameter für Bodenfreiheit und Radsturz ändern. So erhöht sich im Offroad-Modus die Bodenfreiheit auf 26 Zentimeter, während sie im Race-Modus auf 14 Zentimeter sinkt.

Pininfarina Battista – Eleganz in der Megawattklasse

Vierstellige Leistungsangaben lassen bei Sportwagen auch heute noch aufhorchen. Vor allem, wenn es sich dabei um reizvoll verpackte Kilowatt handelt.

Stark-Stromer: Der Pininfarina Battista leistet 1.900 PS

Pininfarina will künftig auch als Automarke in Erscheinung treten. Als Erstlingswerk stellen die Italiener auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) ein Elektro-Hypercar namens Battista vor, das mit elegantem Design und einem extrem starken Rimac-Antrieb beeindruckt. Ab 2020 soll geliefert werden. Geplant sind lediglich 150 Fahrzeuge. Der Stückpreis soll bei rund bei zwei Millionen Euro liegen.

Eigentlich wirkt der Pininfarina wie ein Supersportler mit kraftvollem Benziner hinter der Fahrgastzelle. Tatsächlich aber treiben die Flunder vier Elektromotoren an

Das Designhandwerk haben die Italiener seit der Übernahme durch den indischen Mahindra-Konzern nicht verlernt, wie der sehenswerte Battista eindrucksvoll belegt. Bei der Antriebstechnik hat man sich Kompetenz aus Kroatien eingekauft, sie stammt vom E-Auto-Spezialisten Rimac. Wie der Balkan-Bolide Rimac C_Two wuchert auch das Italo-Pendant mit Leistung von gleich vier Motoren. 1.397 kW/1.900 PS und 2.300 Newtonmeter Drehmoment wirft die auf einzigartig designte 21-Zoll-Räder gestellte Flunder in den Vortrieb. Das reicht für eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in weniger als zwei Sekunden, zehn Sekunden später fallen bereits die 300 km/h. Schluss ist erst jenseits von 400 km/h. Dank der mächtigen 120-kWh-Batterie fällt auch die Reichweite von bis zu 450 Kilometer ordentlich aus.

Sehenswert sind die 21-Zoll-Räder mit Zentralverschluss

Der Preisklasse entsprechend bietet der Battista einige feine Lösungen. Dazu gehören ein einstellbares Fahrwerk, großzügig dimensionierte Carbon-Keramik-Bremsen und eine Aerodynamik-Bremse in Form eines aktiven Heckflügels.

150 Exemplare will Pininfarina vom Battista bauen

Der Innenraum mit stark fahrerzentriertem Arbeitsplatz wirkt edel und aufgeräumt. Hinter dem rechteckigen Lenkrad gibt es gleich drei Displays. Das kleine in der Mitte zeigt fahrrelevante Informationen. Die großen Bildschirme links und rechts dienen als Anzeige für weitere Bordinformationen und als Bedieneinheit fürs Infotainmentsystem und andere Fahrzeugfunktionen. 

Honda-Pläne – Ab 2025 nur noch Hybride und E-Autos

Reine Benzin- und Diesel-Modelle soll es bei Honda in sechs Jahren nicht mehr zu kaufen geben. Stattdessen setzen die Japaner auf Elektrifizierung.

Der japanische Automobilhersteller Honda will in Europa ab 2025 nur noch elektrifizierte Neuwagen anbieten. Das hat das Unternehmen nun auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) angekündigt. Bislang lag die vorgesehene E-Quote bei 75 Prozent. Neben einem für 2020 erwarteten reinen E-Kleinwagen, der als Prototyp auf der Messe Premiere feiert, sollen auch Hybridmodelle zur Erfüllung des Ziels beitragen. Aktuell bietet die Marke das Kompakt-SUV CR-V mit einer Antriebskombination aus Benziner und Elektromotor an.

Kleinwagen auf dem Genfer Salon Klein, aber pfiffig

SUV, Elektrofahrzeuge, gerne auch in Kombination, und Supersportwagen: Auf dem Genfer Salon wird geklotzt. Es gibt aber auch ganz normale Fahrzeuge und sogar Kleinwagen sind da – manche auch mit E-Motor.

Größer, schneller, weiter. Auch wenn auf dem diesjährigen Genfer Autosalon (bis 17. März) viele Aussteller wieder nach diesem Motto agieren, heißt es diesmal auch oft einfach: kleiner, flotter und nicht ganz so weit. Neue Kleinwagenmodelle und -studien zeigen, dass diese Gattung trotz aller SUVisierung noch nicht ausstirbt.

Mittlerweile in der fünften Generation tritt der Renault Clio an. Der französische Bestseller, der im Herbst in Deutschland auf den Markt kommt, versucht den Spagat zwischen Tradition und Neuerung

Zwei französische Hersteller nutzen die Aufmerksamkeit der Messe und rücken ihre neuen Kleinwagen ins Rampenlicht. Mittlerweile in der fünften Generation tritt der Renault Clio an. Der französische Bestseller, der im Herbst in Deutschland auf den Markt kommt, versucht den Spagat zwischen Tradition und Neuerung. Das Außendesign wurde nur behutsam weiterentwickelt, Clio-Kunden sollen nicht verschreckt werden. Statt betulichem Kunststoff-Ambiente gibt es jetzt ein schickes Interieur. Viele Fahrerassistenzsysteme, Konnektivität, digitales Cockpit und viel Platz sowie ein großer Kofferraum sollen die Kundschaft von den Vorzügen des 4,05 Meter langen Kleinwagens überzeugen. Abschiednehmen heißt es dagegen von der Kombivariante sowie von Dieselmotoren. Zunächst gibt es daher nur vier Benziner; die Leistungsspanne reicht von 65 bis 130 PS. 2020 folgt eine Hybridversion. Eine batterieelektrische Version wird es nicht geben. Beim Thema Elektroantrieb in dieser Klasse setzen die Franzosen weiterhin auf ihr Modell Zoe. 

Der nur 3,85 Meter lange, rein batterieelektrische Honda soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und setzt optisch auf die Niedlichkeitskarte

Bei Peugeot geht man einen anderen Weg. Die kommende Generation des 208 baut auf einer neuen Plattform auf, diese kann mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren kombiniert werden. Für den konventionellen Antrieb stehen Dreizylinder-Benziner von 55 kW/75 PS bis zu 96 kW/130 PS zur Wahl. Das Toptriebwerk ist serienmäßig an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Peugeot offeriert noch einen Diesel, der 74 kW/100 PS leistet. Die E-Version, die kurz nach dem 208-Debüt im Herbst folgen wird, kommt auf 100 kW/136 PS und verfügt über eine Batterie mit 50 kWh Kapazität. Als Reichweite für den e-208 gibt Peugeot 340 Kilometer an. Da die Batterie im Fahrzeugboden platziert ist, gibt es keine Einschränkung beim Kofferraumvolumen. Es beträgt bei allen Varianten 270 Liter. Natürlich kommt der kleine Löwe mit vielen Assistenten vorgefahren. Für Konnektiviät ist ebenfalls gesorgt. Optisch passt sich der 208 mit klaren Linien außen wie innen den Design-Vorgaben des größeren 508 an. 

Mit der Studie Centoventi gibt Fiat einen Ausblick auf einen Nachfolger des Panda

Gar nicht auf groß macht der noch namenlose Honda-Winzling. Der nur 3,85 Meter lange rein batterieelektrische Mini soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und setzt optisch auf die Niedlichkeitskarte. Die runden Scheinwerfer und die eckige Grundform machen den Viersitzer auf Anhieb sympathisch. Im Innenraum geht es bunt und fröhlich zu. Vier Türen erleichtern den Ein- und Ausstieg. Der als Stadtauto konzipierte Japaner mit Hinterradantrieb soll eine Reichweite von 200 Kilometern haben. Zu teuer für die Serienproduktion dürften die bei der Studie noch vorhandenen seitlichen Kameras sein, die statt Außenspiegel montiert sind. Der Verzicht auf eine höhere Batteriekapazität, die längere Strecken ermöglichen, sollte einen vergleichsweisen günstigen Einstiegspreis für den elektrischen Zwerg gestatten. Süß und preislich attraktiv: Das könnte die Verkaufszahlen ankurbeln.

Vor keinen großen Umsetzungsproblemen dürfte das ID. Junior Concept stehen

Süß war lange die passende Beschreibung des Fiat 500. Bevor der Knuddel 2020 in Genf auf einer modifizierten Plattform als batterieelektrische Version seine Premiere feiert, zeigt das italienische Traditionsunternehmen, dass noch Lebenswillen in ihm steckt. Statt der x-ten Spielart des Cinquecento geben die Italiener mit der Studie Centoventi einen Ausblick auf einen Nachfolger des Panda. Dieser zählt zu den Urgesteinen im Portfolio und bedarf wie der 500 dringend eines Nachfolgers. Und wie der Panda bei seinem Debüt 1980 durch seine unkonventionelle Art begeisterte, will die Centoventi an diese alten Fiat-Tugenden anknüpfen. Die Fiat-Kreativen dürfen zumindest am Anfang daher noch ein wenig verrückt sein. Das modular aufgebaute Konzeptauto soll preiswert, witzig und voller Ideen sein. So können die Besitzer ihr Fahrzeug ganz individuell mittels Beklebungen, Stoßfängertypen und Dachmodulen gestalten. Auf Wunsch ist sogar ein Stoffverdeck zu haben, das den Kleinwagen zum Cabrio macht. Der Antrieb des 3,70 Meter langen Stadtautos erfolgt elektrisch. Die Reichweite lässt sich von 100 Kilometern durch bis zu vier weitere Batteriemodule jederzeit auf bis zu 500 Kilometer erweitern. Man kann nur hoffen, dass Fiat sich wieder auf sein Kernkompetenz besinnt und klassische „Volkswagen“ mit pfiffigen Ideen baut. 

Die kommende Generation des Peugeot 208 baut auf einer neuen Plattform auf, diese kann mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren kombiniert werden

Vor keinen großen Umsetzungsproblemen dürfte das ID. Junior Concept stehen. Schick sieht es aus, greift Designelemente der großen ID.-Studien auf und bringt Licht ins Rutscheauto für die Kleinsten. Elektroantrieb ist aber eher nicht vorgesehen, es bleibt beim bewährten Zweifußantrieb mit der umweltfreundlichen Abstoßernergieumwandlung. Vielleicht gibt es für die Umwelt noch Flüsterreifen.

Peugeot 208 – Neuer Löwe, alter Name

Peugeot legt seinen Kleinwagen 208 neu auf, bleibt der bisherigen Bezeichnung aber treu. Fortschritt gibt’s unter der Haube: Der Neue ist von Anfang an auch als E-Modell erhältlich.

Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) präsentiert Peugeot die Neuauflage des 208. Während der Name des Kleinwagens bleibt, ist technisch alles neu. Und wenn der Kleinwagen im Herbst beim Händler aufschlägt, haben Kunden gleich die Wahl zwischen klassischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb.

Insgesamt sieht die Neuauflage deutlich sportlicher aus, was vor allem an der etwas längeren Motorhaube liegt

Möglich macht dies die neue Plattform CMP, die mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren gleichermaßen kombiniert werden kann. Dass das funktioniert, hat Citroëns feine Schwester DS bereits bewiesen, der DS3 Crossback nutzt den gleichen Unterbau und ist ebenfalls seit vergangenem Jahr in einer Elektro-Version erhältlich. An deren technischen Daten orientiert sich auch der e-208: Die Energie steckt in einer Batterie mit 50 kWh Kapazität, den Antrieb übernimmt ein E-Motor mit 100 kW/136 PS und stattlichen 260 Newtonmetern Drehmoment. Damit soll der kleine Stromer in 8,1 Sekunden auf Tempo 100 flitzen und im Idealfall 340 Kilometer (nach WLTP) zurücklegen können. Geladen wird der Akku in 16,5 Stunden an der Haushaltssteckdose, an einer Wallbox mit 11 kW Ladeleistung dauert es gut fünf Stunden. Vorbildlich: Wer unterwegs an einer 100-kW-Schnellladesäule stoppt, kann den Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent auffüllen.

Innen wartet der 208 mit der neuesten Generation des mittlerweile Peugeot-typischen i-Cockpits auf.

Da der Strom im Fahrzeugboden lagert, stehen beim e-208 ebenso 270 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung wie bei den Verbrenner-Varianten. Von denen unterscheidet er sich auch optisch kaum: Nur wer genau hinschaut, entdeckt, dass der Kühlergrill hier in Wagenfarbe lackiert ist und das Löwen-Logo je nach Blickwinkel die Farbe ändert. Insgesamt sieht die Neuauflage deutlich sportlicher aus, was vor allem an der etwas längeren Motorhaube liegt. Dass der ein oder andere den 208 mit dem Audi A1 verwechseln könnte, dürfen die Peugeot-Designer als Kompliment verstehen. Markentypisch sind die drei LED-Krallen als Tagfahrlicht und die schwarze Blende zwischen den ebenfalls dreiteiligen Heckleuchten, die sich der Kleinwagen bei seinen größeren Brüdern abgeschaut hat. Wer mag, kann auch das Dach in Schwarz ordern und so einen Kontrast zur restlichen Karosserie schaffen. 

Technisch ist alles neu, und wenn der Kleinwagen im Herbst 2019 beim Händler aufschlägt, haben Kunden gleich die Wahl zwischen klassischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb

Innen wartet der 208 mit der neuesten Generation des mittlerweile Peugeot-typischen i-Cockpits auf. Geblieben ist das kleine, handliche Lenkrad. Das Kombiinstrument aber rutscht beim 208 etwas höher und arbeitet mit 3D-Technik: So lassen sich wichtige Hinweise optisch näher am Fahrer anzeigen, während andere Anzeigen etwas in den Hintergrund treten. Peugeot will herausgefunden haben, dass alleine durch diese Anordnung die Reaktionszeit um bis zu eine halbe Sekunde steigt. Je nach Ausstattung hält Peugeot drei Touchscreens bereit, die sich mit fünf, sieben oder zehn Zoll Bildschirmdiagonale in der Mittelkonsole breit machen; darunter gibt es aber immer noch ein paar richtige Tasten für die wichtigsten Funktionen. Smartphones können im 208 per Mirrorlink, Android Auto oder Apple Carplay angeschlossen und in der optionalen, induktiven Ladeschale aufgetankt werden. Außerdem stehen bis zu vier USB-Anschlüsse bereit, davon einer nach dem neuesten USB-C-Standard.

Peugeot legt seinen Kleinwagen 208 neu auf, bleibt der bisherigen Bezeichnung aber treu

Obwohl der 208 um sieben Zentimeter auf knapp über vier Meter gewachsen ist, geht es innen immer noch recht eng zu. Vor allem die Rückbank des nur als Fünftürer erhältlichen Franzosen nutzt man besser als Ablage denn für den Passagier-Transport. Vorn dagegen sitzen auch große Fahrer bequem, vorausgesetzt, sie schaffen es, sich um das auch in der obersten Arretierung relativ tief angebrachte Lenkrad zu schlängeln. Ein sinnvolles Extra: Der Einparkassistent, der lenkt, Gas gibt und bremst – die Sicht nach hinten ist wie bei vielen dynamisch gezeichneten Autos nämlich auch im 208 ziemlich stark eingeschränkt. Neben dem Parksystem stehen zahlreiche weitere Assistenten für den Kleinwagen bereit, vom Abstandstempomat bis zum Spurhalteassistent, von der Notbremsfunktion bis zur Verkehrsschilderkennung. Serie dürfte davon allerdings kaum etwas sein. 

Zu den Preisen selbst sagt Peugeot noch nichts, allerdings wird der e-208, der zusammen mit dem konventionellen Modell in der Slowakei gefertigt wird, wohl kaum unter 25.000 Euro zu haben sein. Die Benzin-Einstiegsversion wird wie derzeit voraussichtlich bei rund 16.000 Euro anfangen. Die genaue Motorenpalette ist ebenfalls noch nicht bekannt, allerdings dürften alle Verbrenner zur Verfügung stehen, die auch im DS3 Crossback erhältlich sind. Dort hat man die Wahl zwischen drei Dreizylinder-Otto-Versionen (74 kW/100 PS bis 114 kW/155 PS) und einem Diesel mit vier Zylindern und 74 kW/100 PS oder 96 kW/130 PS. Dass es den Selbstzünder auch im 208 geben wird, steht fest, und auch die Achtgang-Wandlerautomatik für die stärkeren Motoren ist gesetzt. 

Elektroautos auf dem Genfer Autosalon 2019 – Es stromert gewaltig

Elektrifizierung gehört mittlerweile zum guten Ton. Die meisten Hersteller auf dem Genfer Autosalon setzen ihre Fahrzeuge inzwischen zumindest teilweise unter Strom.  

Die Elektromobilität ist in der Normalität angekommen, das beweisen die  zahlreichen (Teilzeit-) Stromer auf dem Genfer Autosalon (bis 17. März), die sich ganz selbstverständlich unters automobile Volk mischen und nicht mehr nur als exotische Leuchtturm-Projekte à la Pininfarina Battista oder Piëch Mark Zero ihre Runden auf dem Drehtellern drehen. Exemplarisch dafür steht der neue Peugeot 208, der zum Start im Herbst nicht nur mit Benzinern und Dieseln erhältlich ist, sondern auch als e-208. Dann schlummert im Bauch ein 50-kWh-Akku, der genug Energie für 340 Kilometer vorhalten soll. Mit voraussichtlich rund 25.000 Euro ist der e-208 zwar deutlich teurer als die Verbrenner-Versionen, aber immer noch relativ günstig eingepreist. 

Der neue Peugeot 208 ist zum Start im Herbst nicht nur mit Benzinern und Dieseln erhältlich, sondern auch als e-208

Gut 15.000 Euro mehr sollte man für den Polestar 2 einplanen. Noch ehe der 1er, ein schnittiges Coupé, überhaupt in Produktion gegangen ist, schiebt die junge Volvo-Tochter eine kompakte Limousine nach, die mit rund 500 Kilometern Reichweite dem Tesla Model 3 die Stirn bieten soll. Geplant ist ein Marktstart Anfang 2020, erhältlich sein soll der klassisch-skandinavisch gezeichnete Viertürer nur online. 

Der neue Kia e-Soul in Genf

Auf solche Verkaufsexperimente lässt sich Audi nicht ein: Das wohl rund 50.000 Euro teure Kompakt-SUV Q4 E-Tron wird Ende kommenden Jahres ganz klassisch beim Händler aufwarten und sich dabei optisch stark an dem offiziell noch als Studie deklarierten Genf-Exponat orientieren. Auch die technischen Daten klingen serienreif: 82-kWh-Akku, zwei Motoren mit zusammen 225 kW/306 PS Leistung und eine Reichweite von 450 Kilometern (nach WLTP). Als Basis nutzt der Q4 den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) aus dem Volkswagen-Konzern, auf dem auch die Seat Studie El-Born aufbaut. 

Fiat zeigt mit dem Concept Centoventi einen knuffigen Retro-Kleinwagen mit Strom für 100 Kilometer

Das Leon-ähnliche Showcar gibt Ausblick auf den ersten spanischen Stromer und nimmt mit seinem luftigen, reduzierten Cockpit auch den Innenraum des VW-Geschwisterchens I.D. Neo vorweg. Deutlicher weiter weg von der Realität sind dagegen die VW-Studie I.D. Buggy, die an den offenen Strandflitzer aus den 60er Jahren erinnert und der Skoda Vision iV, der als Crossover wie ein geschrumpftes Tesla Model X daher kommt.

Die junge Volvo-Tochter Polestar stellt in Genf eine kompakte Limousine vor, die mit rund 500 Kilometern Reichweite dem Tesla Model 3 die Stirn bieten soll. Geplant ist ein Marktstart Anfang 2020

Noch immer etwas schwer tut sich BMW mit rein elektrischen Modellen. Einst Vorreiter mit dem i3, ist es im Vierzylinder zuletzt ruhig geworden an der Stromer-Front. Noch dieses Jahr soll es jetzt mit dem Mini Electric weitergehen, 2020 folgt der elektrische BMW X3. In Genf beschränken sich die Münchner dagegen auf neue und verbesserte Plug-in-Modelle. Schließlich greift seit Januar eine neue Dienstwagenregelung, die Teilzeitstromer besser stellt: bei privater Nutzung muss nur noch ein halbes Prozent des Listenpreises monatlich versteuert werden – vorausgesetzt sie schaffen mindestens 40 Kilometer rein elektrisch. Dafür hat BMW bei 530e und 225xe Active Tourer die Batterie vergrößert und gleichzeitig neue Plug-ins vorgestellt: Zum ersten Mal erhältlich ist der X3 xDrive30e der bis zu 50 Kilometer schaffen soll, ohne einen Tropfen Benzin zu verbrauchen. Deutlich weiter als bisher kommen auch die Neuauflagen des 330e (60 Kilometer), X5 xDrive45e (80 Kilometer) sowie der zusammen mit dem 7er-Facelift vorgestellte 745e (über 50 Kilometer).   

…und der Skoda Vision iV, der als Crossover wie ein geschrumpftes Tesla Model X daher kommt

In die gleiche Kerbe schlägt Audi, die neben dem Q4 E-Tron ausschließlich elektrifizierte Modell am Stand ausstellen. Neu sind die Plug-in-Versionen von Q5, A6, A7 und A8, die alle jeweils in zwei Leistungsstufen erhältlich sein werden. Trugen die Steckdosen-Stromer bislang auch den Beinamen E-Tron, hat sich Audi jetzt für die Bezeichnung TFSIe entschieden. Die Reichweite liegt bei allen Modellen jenseits der Steuer-kritischen 40-Kilometer-Marke. 

Das Leon-ähnliche Showcar Seat El-Born gibt Ausblick auf den ersten spanischen Stromer

Mit sogar 50 Kilometern Reichweite wuchert Jeep, ab 2020 bittet die Fiat-Tochter Renegade und Compass an die Steckdose. Mutterkonzern Fiat, der um das Thema Elektrifizierung bislang einen großen Bogen gemacht hat, zeigt mit dem Concept Centoventi einen knuffigen Retro-Kleinwagen mit Strom für 100 Kilometer. Wem das nicht reicht, der kann bis zu vier weitere Akkus dazu mieten oder kaufen, die ihrerseits nochmal jeweils 100 Kilometer mehr Reichweite ermöglichen. Diese Option gibt es beim fast serienreifen Honda e nicht: Die weiterentwickelte Urban-EV-Studie von der IAA 2017 schafft nur rund 200 Kilometer und soll in knapp einem Jahr beim Händler stehen. 

Deutlicher weiter weg von der Realität sind dagegen die VW-Studie I.D. Buggy, die an den offenen Strandflitzer aus den 60er Jahren erinnert…

Fast doppelt so weit kommt der neue Kia E-Soul, der am Stand der Koreaner ebenfalls nur von elektrifizierten Modellen umgeben ist. Neben dem Niro Hybrid, der sich mit einem kleinen Facelift optisch an seinen rein elektrischen Bruder anpasst, zeigt die Studie Imagine, wo die Reise hingehen könnte. Allerdings ist der E-Crossover mit 21 Bildschirmen auf dem Armaturenbrett noch weit von einer möglichen Serienfertigung entfernt.

Mercedes stellt eine Strom-Studie der V-Klasse namens EQV aus

Weit entfernt von einer Elektro-Show ist Mercedes: Klar, das demnächst kommende SUV EQC gehört zum Pflichtprogramm in Genf. Ansonsten aber stellen die Stuttgarter lediglich eine Strom-Studie der V-Klasse namens EQV aus, die dem mit der Einführung des T6-Facelifts erhältlichen E-Bulli von Volkswagen ideell Konkurrenz machen soll; die Serienversion soll schließlich auf der IAA debütieren. Ob der Stromer-Reigen dort genauso groß ausfällt wie in Genf, bleibt abzuwarten – immerhin haben bereits fast 20 Marken ihre Teilnahme in Frankfurt abgesagt. 

Einzigartiger-Test des neuen Jaguar I-Pace

Okay. Gleich einmal zu Beginn des Artikels müssen wir zurückrudern. Ein richtiger Test war das nicht. Der Jaguar I-Pace wurde vor dem Start des Automobil-Salons in Genf zwar einigen Journalisten vorgestellt, und irgendwie saßen wir auch alle darin, wer aber unser Video gesehen hat, der versteht, ein Test war es dennoch nicht:

Jaguar I-Pace – Die Elektro-Insel-Lösung?

Rein optisch ist der I-Pace nicht zwingend ein Stromer. Das der große Kühlergrill nicht für die Transformation von Abwärme eines Verbrenners zuständig ist, das sieht man erst, wenn man mit der Nase die Krallen an der Tatze der Katze im Jaguar-Logo stößt. Und auch sonst ist das Design nicht ungewöhnlich, eine hippige Mischung aus Coupé und SUV ist derzeit stark im Trend und der I-Pace erfüllt genau diese Vorgaben. Ein sportliches SUV, so viel soll auf den ersten Blick verstanden werden.

Die beste News am neuen I-Pace? Für E-Auto Fans, dass er bereits verkauft wird, ab 77.850 €, mit viel Luft nach oben. So stehen über 101k Euro in der Liste für die umfangreich ausgestattete „First Edition“. Und die beste News für Jaguar-Fans die bislang mit Elektro nichts am Hut hatten? Nun, der I-Pace gehört vermutlich zum dynamischsten was man im SUV-Segment in dieser Größe aktuell ordern kann. Damit spielen die Briten die Drehmoment-Vorteile des Konzeptes geschickt aus. Und natürlich hat der I-Pace einen Allradantrieb. Zwei E-Motoren sind für eine Systemleistung von 400 PS verantwortlich. Und mit fast 700 Nm System-Drehmoment, ab Drehzahl Null, tut sich der 2.2 Tonnen SUV leicht beim Infight mit den Gesetzen der Physik.

4.8 Sekunden von Null auf 100 sollen vergehen, 200 km/h sind machbar. Das sind Werte die zur Klasse des Fahrzeuges passen und durchaus sinnvoll erscheinen. Das man im WLTP-Zyklus zudem 480 km weit kommt, spricht für eine sinnvolle Reichweite im Alltag, nach alter NEFZ-Norm wären es sogar 545 Kilometer gewesen. Der Akku bekam zum Start weg eine Kapazität mit der es sich leben lässt. 90 kWh sind nicht das Maximum, wenn man in TESLA-Welten denkt, aber für ein Serien-SUV-Crossover mit dem Anspruch den Alltag zu meistern, ausreichend. Nachgeladen kann man den I-Pace zum Beispiel über seinen 100 kW-Schnelllader – damit sind in rund 40 Minuten um die 80% Reichweite aufgetankt. Für Zuhause hat sich Jaguar leider erst einmal auf ein 7kW-Lader beschränkt, wer Dreisatz beherrscht, der erkennt selbst, ein 90 kWh-Akku braucht damit locker 13 Stunden um sich vollständig zu laden.

Die Plattform des I-Pace ist eine völlig neue im Jaguar-LandRover Konzern. Die TATA-Tochter hat bislang keine weiteren Modelle bestätigt, aber im Gespräch mit dem Technik-Chef von JLR, Wolfgang Ziebart, wird klar – das Chassis wird sicher nicht nur für dieses eine Modell gefertigt. Und auch wenn der Bauraum für die Akkus mit aktuell 90 kWh ausgereizt sind, ein noch größerer Akku ist nicht möglich, muss es nicht bei der Kapazität bleiben. Die Entwicklungen der Batterie-Technik sind überwältigend. Ein Land Rover rein elektrisch? Warum nicht? Der I-Pace sogar als Basis für einen neuen E-Defender? Wir werden es sehen.

Und wie fährt er sich?

E-Autos wissen zu gefallen. Auch wenn man eigentlich nur ein Freund von großen und starken Autos ist. Das adhoc-Drehmoment und die daraus entstehende Dynamik, es sind Dinge die einen faszinieren. Vor allem, wenn man sich für nur drei Minuten auf wild blinkende Hütchen konzentriert. Power und Traktion sind ebenso vordergründig gewesen, wie die Agilität des I-Pace. Mehr gibt es erst einmal nicht zu berichten – mehr gibt es, wenn wir den I-Pace ausführlich fahren konnten!

smart wird EQ

Auf dem Automobil-Salon in Genf hat smart ein klares Bekenntnis abgegeben. Ab 2020 wird die Daimler-Tochter ihre Kleinwagen nur noch mit einem reinen E-Antrieb anbieten. Egal ob smart fortwo, forfour oder Cabriolet. Damit wird die gesamte Marke smart zu einem Teil der EQ-Familie von Mercedes-Benz.

EQ und 22-kW-Lader!

Zudem bekommt der smart den von vielen ersehnten 22-kW-Schnelllader. Damit lässt sich der elektrische Stadtflitzer in weniger als 40 Minuten auf mehr als 80% Batterieladestand aufladen. Zudem soll es in diesem Jahr noch die „smart EQ Control APP“ geben, ein weiterer Schritt zur Vernetzung. Die Fahrzeugklimatisierung wird sich damit ebenso steuern lassen, wie auch die jederzeit mögliche Kontrolle des Fahrzeugzustandes. Natürlich soll einen die App auch bei der Suche nach der nächsten Ladestation unterstützen.

Ready to share

Und mit der App „Ready to share“ will smart den eigenen Kunden eine individuelle Car-Sharing App-Lösung anbieten. Im Prinzip wird hier das aus den Car2Go bekannten Hard- und Software-Kit als zusätzliche Option im Fahrzeug ordern und der Besitzer kann dann den nächsten Schritt in der Mobilität der Zukunft machen und auch das eigene Fahrzeug „vermieten“.

 

Testfahrt: smart electric drive Cabriolet: Frischluft im Quadrat

Die Idee ist so simpel wie verführerisch: Wenn man sich schon selbst an die frische Luft setzt, sollte man dann die Luft nicht auch „rein halten“? Was liegt da näher, als einem Cabriolet einen Elektroantrieb zu verpassen? Stimmt. Für mein-auto-blog bin ich deswegen das neue smart Cabriolet mit E-Antrieb gefahren.

Test: SMART ELECTRIC DRIVE Cabriolet

Frischluft im Quadrat

Mit nur drei Modellen im Portfolio fällt es smart derzeit leicht, auch „alle Modelle“ mit E-Antrieb anbieten zu können. Was aber wirklich verlockend klingt. E-Antrieb oder Benziner, der Kunde hat sowohl beim Zweisitzer ForTwo als auch beim 4+1 Viersitzer „ForFour“ die ökologische Wahl. Wobei es eigentlich gar keine echte Wahl ist. Denn der smart gewinnt als „Elektroauto“ in allen Bereichen. Und das war bereits beim Vorgänger so.

Lautlos schnurrend zieht er tapfer beschleunigend von der Ampel los. Sein 60 kW-Motor drückt mit überzeugenden 160 Nm auf die Hinterachse, für die Stadt ist das mehr als ausreichend. Warum für die Präsentation des feschen „Elektro-oben-offen-Zweisitzers-mit-Grinse-Garantie“ jedoch ausgerechnet Genf ausgewählt wurde – man kann es nicht einmal erahnen. Genf ist die Hölle der individuellen Mobilität. Fies-kurze Grün-Phasen an der Ampel, rüpelige Diplomaten-Limousinen, laut dröhnende Supersize-SUVs, Amok fahrende Roller und Motorradfahrer und ein ewiger Verkehrsstau. Die Verkehrsplaner von Genf scheinen Autofahrer schlicht zu hassen. Und mitten drin das neue smart Cabriolet, dessen E-Variante ab 25.200 € erhältlich ist. Und ich.

Und weil das Chaos auf den Straßen von Genf nicht frustrierend genug erscheint, muss man sich auch noch mit dem Navigationssystem des smart ärgern. Seine französischen Wurzeln scheinen dem gesamten Info- und Entertainmentsystem dauerhaft die Deutsch-Französische Freundschaft ausreden zu wollen. Wie kann man als Automobil-Hersteller so eine fiese Kombination aus unterirdischer Hard- und unausgegorener Software als Serienstand verkaufen? Ernsthaft. Während sich das Navi ständig in der Straßenschlucht von Genf verrechnet, mag man als Fahrer einfach nur noch am Jet D’Eau aussteigen und sich vom nächsten Rollerfahrer erlösen lassen.

Also raus aus der Stadt. Dem angeblich idealen Lebensraum des smart electric drive. Dass sich das Dach binnen Sekunden öffnet, kann man vor der Eisdiele erleben – wer bei gut über 30° im Schatten jedoch seinen Scheitel in die Sonne hält, der findet vermutlich auch das Navigationssystem ganz „okay“. Ich nicht. Also – die dank Glas-Rückscheibe für alle Jahreszeiten sinnvolle Dachlösung wieder fix geschlossen, sich ärgern, nicht per App die Innenraumkühlung bereits vor Ort gestartet zu haben – und dem Rauschen der frischen und kühlen Luft zugehört. Denn das ist so eine Erkenntnis: Wenn man den Motor nicht mehr hört, erscheint alles andere plötzlich viel präsenter.

Auf Landstraßen zoomt sich der E-Smart locker über die 100 km/h-Marke, theoretisch wären 130 km/h machbar, doch ausgerechnet der kleine smart verkörpert die Form der genußvollen Entschleunigung. Dass der E-Zwerg binnen 4.9  aus dem Stand auf Tempo 60 sprintet, dient dem Ego am Stammtisch mindestens so gut wie dem innerstädtischen Dauerduell mit dem Amok-Zweiradfahrern.

Von den gut über 1.1 Tonnen Leergewicht des E-Smart merkt man nichts. Die Lenkung bleibt indirekt, die Federung ganz passabel, verglichen mit vorherigen Generationen jedoch geradezu fantastisch. Es ist eben immer eine Frage des Maßstabs. Dass der Kofferraum wirklich winzig ist, mag man verkraften – etwas anderes hatte ich erst gar nicht erwartet. Dass man jedoch nach Papieren gerade mal 205 Kilogramm Zuladung offeriert, verunsichert den „nicht mageren Habby“ dann doch.

Mit dem 17.6 kWh leistenden Akku soll das putzige Elektro-Cabriolet bis zu 160 km weit kommen. Realistisch erscheinen 90 bis 120 km. Und das wiederum domestiziert den lautlosen Elektro-Floh eben nicht für die Großstadt alleine. Denn nicht nur Genf ist an sich eine – doofe – Großstadt. Von daher, ganz wichtig die Anmerkung vom Autor dieser Zeilen: „Mit 90 Kilometern fährt man auch als Landbewohner locker eine Woche durch“. Und wir auf dem Land, wir haben zumindest einen Parkplatz mit Steckdose und so sind die 3.5 Stunden Ladezeit für uns kein Schrecken. Noch nicht einmal die 6-Stunden an der 230Volt-Haushaltssteckdose.

Nein – der smart als electric drive sollte nicht als Stadtbewohner alleine verstanden werden – er ist der liebenswerte Null-Emissionen-Floh, der die persönliche Mobilität mit einem guten Gewissen verbindet. Dass man dabei am besten eine profunde Ortskenntnis besitzen sollte und man das vom Kooperationspartner gelieferte Martyrium (aka Navi-, Multimediasystem) am besten ignoriert – darf man nicht vergessen. Ebenso wie die Idee: Wenn man sich schon an die frische Luft setzt, sollte man diese auch „rein halten“.

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[tab title=“Technik“]Hersteller: Smart
Typ: Elektroauto
Motor: Fremderregter Drehstrom-Synchronmotor
Leistung: 60 kW (82 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Getriebe: Stufenlos
Antrieb: Heckantrieb
Akkutyp: Lithium-Ionen
Akkukapazität: 17,6
Reichweite elektrisch: 155 km
Verbrauch: 13 kWh/100 km laut NEFZ
Lademöglichkeit an Haushaltssteckdose: Ja
Lademöglichkeiten und Steckerarten: Haushaltssteckdose (Schuko); Typ 2-Stecker (Wallbox oder Ladesäule); Schnellladung (ab Frühjahr 2018)
Ladezeit: Haushaltssteckodse: Ca. 6 Stunden; Wallbox: Ca. 3,5 Stunden
Kaufpreis: 25.200 Euro
Batterie im Preis enthalten: Ja[/tab]
[/tabgroup]

Eadon Green Black Cuillin – Kennen wir uns nicht von irgendwoher?

Zwischen 2007 und 2010 baute Morgan mit dem Aeromax ein bildhübsches Coupé mit 30er-Jahre-Flair. Eine 2016 neu gegründete Firma namens Eadon Green hat sich wohl an das barocke Design erinnert und zeigt nun auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) mit dem Black Cuillin einen dem Aeromax verblüffend ähnlichen Retro-Renner.

Mit Eadon Green hat sich eine neue Marke auf den Genfer Autosalon auf die Bühne der Autobauer gewagt

Jetzt beziehen sich die Macher allerdings auf ältere Vorbilder, allen voran die heute sündhaft teure 30er-Jahre-Ikone Alfa Romeo 8C 2900. Der Black Cuillin, benannt nach einem Berg auf der Isle of Skye, soll erschwinglicher sein. Billig dürfte er indes auch nicht werden, denn immerhin steckt ein potenter Sechsliter-V12-Motor unter der langen Haube. Welche Fahrleistungen damit möglich sind, verrät das Unternehmen nicht. Lediglich ein Foto vom Cockpit zeigt einen Tacho, der bis 170 mph reicht (274 km/h), sowie einen Drehzahlmesser, dessen roter Bereich ab 7.000 U/min beginnt.

Der erste Entwurf der Engländer, der Black Cuillin, weckt Erinnerungen an gewisse ältere Autos

Ansonsten spricht die in Coventry beheimatete Firma Eadon Green von höchster Handwerkskunst und moderner Technik und davon, die Publikumsreaktionen in Genf abwarten zu wollen. Sollte der Black Cuillin dort einige zahlungskräftige Autofans begeistern, könnte er möglicherweise in Serie gehen. (Mario Hommen/SP-X)

Das Heck erinnert an Autos der 30er-Jahre

Sollte der Black Cuillin in Genf zahlungskräftige Autofans begeistern, könnte er möglicherweise in Serie gehen

Den Antrieb übernimmt ein V12

Leistungsdaten zum Antrieb gibt es noch nicht

Das Cockpit ist auf dem neuesten Stand der Technik

WTF ist „proruptiv“?

Eine CEO eines kleines Automobil-Herstellers sagte mir mal: „Wichtig ist nicht, wogegen man ist, sondern wofür“. Und sie hat recht damit. Seitdem überlege ich mir oft „Wofür bin ich?“ – und halte mich weniger damit auf, „wogegen“ ich bin. Es ist einfach eine Sache der Sichtweise. Halten wir uns damit auf, wogegen wir sind, oder beschäftigen wir uns mit den Dingen, für die wir sind?

PRORUPTIVE

Pro-Bitte was?

Wer mein-auto-blog aufmerksam verfolgt, der kennt meine ganz eigene, meine persönliche Vorliebe für den Blick hinter die Kulissen. Hinter den Vorhang von „show & shine“ und beim Thema auto bedeutet das eben, einen Blick für die Zulieferer zu haben. Denn die wahren Motivationstreiber in der Automobiltechnik sind oft nicht die großen Marken, mit den größten Werbe-Budgets, sondern die Zulieferer-Industrie. Für mich also auch klar, dass ich über „proruptive“ stolpern musste. Nein, dieses Wort steht nicht im Duden, dieses Wort trifft man beim Zulieferer EDAG aus Wiesbaden – oder auf dem Automobilsalon in Genf. Und nun auch auf autohub.de

Proruptive – Die Lust an der Veränderung

In der Automobil-Welt geht die Angst vor der „disruption“ um. Veränderungen, die technologische Veränderungen einleiten, die gängige Prozesse und Weltbilder zum Teil schlagartig ändern und damit zur wirtschaftlichen Gefahr werden. Die Angst, zum Nokia der Automobilhersteller zu werden, geht um. Disruption war deswegen auch schon das „Wirtschaftswort“ des Jahres 2015. Derartig getrieben, stehen Manager vor der Zukunft wie die Lämmer vor der Schlachtbank und wissen sehr gut, wogegen sie sind, aber nur zu selten, wofür!

Wie EDAG die Zukunft umarmt

Mit einer sehr simplen Analogie demonstriert der Automobil-Zulieferer EDAG die Wortschöpfung „proruptive“ im Zusammenhang mit der Welt der Entwickler und Zulieferer im Automobilbau. Eine restaurierte Mercedes-Benz Pagode steht neben einem Future-Konzeptfahrzeug. Während das eine für den Glanz der vergangenen Tage steht, demonstriert das für BOSCH designte und realisierte Showcar für die Ansprüche der Zukunft an unsere individuelle Mobilität. Vernetzt, always on, autonom unterwegs, dazu emissionsfrei von A nach B. Man kann vor diesen Veränderungen Angst haben, die disruptive Gewalt fürchten oder ein eigenes Konzept entwickeln. Demonstrieren und leben, wofür man steht. EDAG hat dies für den Automobil-Salon in Genf ausgerechnet mit einem Traumwagen aus dem Jahre 1968 demonstriert. So wurde die Pagode nicht einfach nur restauriert, sondern ist de facto besser als neu. Moderne Technik ist dabei nur ein Teil:

Die Ersatzteilbeschaffung ist bei der Restaurierung von Oldtimern oft eine große Herausforderung und mitunter schlicht nicht mehr möglich. „Wenn Bauteile nicht mehr verfügbar sind, dann erschaffen wir sie maßgenau mit dem Einsatz digitaler Werkzeuge neu.“, so Jörg Ohlsen. So wurde u.a. der vorhandene Kofferraumdeckel, der sich in einem nicht befriedigenden Zustand befand, digitalisiert und mit den Originalzeichnungen verglichen. Auf dieser Basis entstand nach 49 Jahren erstmals ein digitaler Datensatz des Bauteils, um anschließend entsprechende Werkzeuge konstruieren und herstellen zu können.

Im Ergebnis wurde die Voraussetzung für eine moderne und schnelle Bauteilproduktion für die zukünftige Restaurierung weiterer Modelle dieser Baureihe geschaffen. Bei kleineren Bauteilen im Exterieur wie im Interieur kann heute der Einsatz der generativen Fertigung (3D-Druck) große Vorteile mit sich bringen. Gerade bei Restaurierungen, für die nur ein Einzelteil benötigt wird, ist das werkzeuglose Herstellen bzw. Drucken von Teilen eine interessante, schnelle und vor allem kostengünstige Lösung. Diese Beispiele zeigen, dass mit moderner Technik nicht nur automobile Schätze für die Zukunft restauriert und konserviert werden können, sondern ganz nebenbei neue Geschäftsmodelle entstehen.

Das ist für EDAG proruptives Denken.

Ich denke es wird Zeit, EDAG zu besuchen, den restaurierten Pagoden-Benz zu fahren und am Fahrzeug die „Proruptive Entwicklung“ zu bestaunen.

 

Alpina B5 Biturbo – M5 auf Schwäbisch

Eine edle Alternative zum nächsten BMW M5: Alpina hat auf dem Genfer Salon (bis 19. März) den neuen B5 Biturbo als Kombi und Limousine vorgestellt. Die im Allgeäu gebauten Power-Modelle auf Basis des BMW 5er schöpfen aus ihrem 4,4 Liter großen V8-Triebwerk 447 kW/608 PS und 800 Nm, die Kraft wird auf alle vier Räder verteilt. In Zusammenarbeit mit einer Achtgangautomatik soll der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 in 3,5 Sekunden absolviert sein, die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller bei der Limousine mit 330 km/h an. Da kann dann wohl auch der für Ende des Jahres erwartete BMW M5 nicht mehr locker mithalten.

Der Innenraum wird aufgewertet

Ausgestattet ist der B5 mit aller Fahrwerkstechnik, die für den Serien-5er zu haben ist, darunter auch Hinterachslenkung und Wankstabilisierung. Neben einem Sportmodus bietet das adaptive Fahrwerk auch einen dezidiert komfortablen Modus, der den B5 langstreckentauglich machen soll. Darüber hinaus zählen Vierzonen-Klimaanlage, 20-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer und Komfortsitze zur Ausstattung. Die Preise starten bei 112.000 Euro für die Limousine, der Kombi kostet 115.300 Euro. Der aktuell stärkste BMW 5er (M550i, 340 kW/462 PS) startet bei 82.700 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Auch hinten sitzt es sich kommod

Lamborghini Huracan Performante – Flügelstürmer

Lamborghini stellt den Huracan auf dem Genfer Autosalon (bis 19. März 2017) in einer scharf gemachten Version namens Performante vor. Für die rennstreckenoptimierte Version haben die Italiener das Gewicht gesenkt und die Leistung angehoben. Im Sommer werden die ersten Exemplare des rund 232.000 Euro teuren Sportwagens in Kundenhand übergeben.

Auf dem Genfer Autosalon 2017 feiert der Lamborghini Huracan Performante Premiere

40 Kilogramm haben die Italiener unter anderem dank des Einsatzes von Kohlefaserlaminat-Bauteilen eingespart. Damit soll der Zweisitzer 1.382 statt bisher 1.422 Kilogramm leer auf die Waage bringen. Im Gegenzug ist die Leistung des 5,2-Liter-V10-Motors von 449 kW/610 PS auf 470 kW/640 PS sowie 560 auf 600 Newtonmeter Drehmoment angestiegen. Der Standardsprint auf 100 km/h dauert 2,9 Sekunden, bis 200 km/h vergehen 8,9 Sekunden, maximal sind 325 km/h drin. Um dem sportlichen Anspruch gerecht zu werden, hat Lamborghini außerdem das Fahrwerk versteift, die Lenkung überarbeitet und die Aerodynamik verbessert.

Eindrucksvoll: Das Spoilerwerk des Huracan Performante

Letzteres wirkt sich auch auf das Design aus. Zu den optischen Erkennungsmerkmalen gehören ein neuer Frontsplitter, ein Riesenspoiler am Heck, ein neues Diffusordesign sowie bronzefarbene 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, die den Blick auf Carbon-Keramik-Stopper freigeben. Eine Besonderheit ist das aktive Aerodynamiksystem ALA. Unter anderem sorgen per Elektromotor verstellbare Klappen am Frontspoiler für eine Optimierung der aerodynamischen Last in Abhängigkeit zur Fahrsituation. Der Heckspoiler erlaubt zudem bei Kurvenfahrten eine Erhöhung des Anpressdrucks für die jeweils kurveninneren Räder.

In 2,9 Sekunden kann der Huracan Performante aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen

Der Innenraum des Performante trägt unter anderem mit dunklem Alcantara dem sportlichen Ansinnen Rechnung. Ein neues digitales Kombiinstrument gibt Auskunft über die Arbeitsweise des aktiven Aerodynamiksystems ALA und zeigt die klassischen fahrrelevanten Daten an. (Mario Hommen/SP-X)

Im Innenraum des Lamborghini Huracan Performante gibt es reichlich dunkles Alcantara

Spyker C8 Preliator Spyder – Thors echter Hammer

Victor Muller liebt den großen Auftritt und trifft auf dem Genfer Autosalon alle Jahre wieder als CEO von Spyker mit der Vorstellung seiner jüngsten Kreationen auf ein besonders begeisterungsfähiges Publikum. 2017 hat der Automanager das den C8 Preliator Spyder präsentiert. Dessen Genf-Premiere markiert gleich noch die neue Motorenkooperation mit Koenigsegg.

Von der Offen-Version des Preliator sollen lediglich 100 Exemplare entstehen

Koenisegg? Richtig gelesen, denn statt auf Audi-Motoren setzt man bei Spyker künftig auf Aggregate der schwedischen Sportwagenmanufaktur. Dabei kommt im Fall des Preliator Spyder ein Fünfliter-V8 ohne Aufladung zum Einsatz: Der wuchtet mit seinen 441 kW/600 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment die knapp 1,4 Tonnen wiegende Leichtbau-Konstruktion über ein manuelles Sechsgang-Getriebe in 3,6 Sekunden die 100er-Marke und macht sie bis zu 322 km/h schnell.

Viel Metall und viel Leder: Der nach oben offene Innenraum des Spyker Preliator Spyder

Neben dem Motor zeigt Spyker im Preliator Spyder noch ein paar weitere Innovationen. So kommt eine neues Infotainmentsystem mit Gestensteuerung zum Einsatz, es gibt ein Head-up-Display und außerdem wird der Kunde fortan Carbon-Keramik-Stopper ordern können. Der Einstiegspreis liegt bei rund 400.000 Euro. Ein Stoffdach mit vollelektrischem Öffnungsmechanismus ist stets an Bord des Roadsters, von dem lediglich 100 Exemplare entstehen sollen. Bis man eines bekommen kann, muss man sich allerdings noch bis Mitte 2018 gedulden. (Mario Hommen/SP-X)

Traditioneller Weise gestaltet Spyker die Innenräume seiner Modelle mit vielen klassischen Elementen im edlen Retro-Look

Nissan Qashqai – Bald auch teilautonom unterwegs

Mit aufgefrischtem Design geht der Nissan Qashqai im Juli in seine zweite Lebenshälfte. Premiere feiert das geliftete Kompakt-SUV auf dem Genfer Salon (bis 19. März). Neben einer modifizierten Frontgestaltung mit neuem Kühlergrill, besserer Geräuschdämmung und optimiertem Fahrwerk hält auch Technik für das autonome Fahren Einzug – allerdings wohl erst im kommenden Jahr. Spätestens im März 2018 soll der Crossover auf der Autobahn zeitweise selbstständig die Spur halten, bremsen und Gas geben können. Ähnliche Systeme bieten bislang nur wenige Hersteller an, die meisten davon sind im Premiumsegment zu finden.

Unter andere verspricht Nissan bessere Geräuschdämmung und ein komfortableres Fahrverhalten

Unverändert bleibt die Motorenpalette. Als Basistriebwerk fungiert ein 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner mit 85 kW/115 PS, darüber rangiert ein 120 kW/163 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder. Auf Dieselseite stehen zwei Motoren mit 1,5 und 1,6 Litern Hubraum sowie 81 kW/110 PS beziehungsweise 96 kW/130 PS zur Wahl. Letzterer wird wohl wieder mit Allradantrieb zu haben sein. Preise nennt der Hersteller noch nicht. Aktuell startet die Preisliste bei 20.000 Euro. Für Anfang 2019 wird bereits die dritte Generation von Nissans Erfolgsmodell erwartet.
(Holger Holzer/SP-X)

Auch der Innenraum wurde aufgewertet

VW Arteon – Edel-Ableger ab 35.000 Euro

Für den gerade auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) vorgestellten VW Arteon hat der Verkauf begonnen. Bestellbar sind die beiden Topmotorisierungen. Das Basismodell, der 34.475 Euro teure 1.5 TSI mit 110 kW/150 PS, kommt erst im Sommer in den Handel.

Aktuell hat man die Wahl zwischen dem 2.0 TSI mit 206 kW/280 PS sowie dem 2.0 TDI mit 176 kW/240 PS. Beide Motorisierungen werden serienmäßig mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe bestückt. Die Preise starten ab 49.325 beziehungsweise 51.600 Euro. Die Basisausstattung steht für die beiden Topmotorisierung nicht zur Wahl. Vorläufig kann sich Kunde deshalb nur zwischen den Ausstattungslinien Elegance und der sportlich akzentuierten R-Line (rund 600 Euro Aufpreis) entscheiden. Zudem ist der coupéhafte Passat-Ableger unter anderem noch mit Massagesitzen, Lenkradheizung, Panorama-Ausstell-/Schiebedach oder Drei-Zonen-Klima aufwertbar. (Mario Hommen/SP-X)

Toyota i-Tril Concept – Neigung zu Kleinstadt-Müttern

Nicht viel breiter als ein Motorroller, aber geräumig wie ein Kleinstwagen: Das elektrische Mini-Mobil i-Tril könnte in Zukunft den Innenstadtverkehr revolutionieren. Zumindest, wenn es nach Autohersteller Toyota geht, der das schmale Vierrad als Studie zum Verkehr der Zukunft auf dem Genfer Autosalon (bis 19. März) vorgestellt hat.

Das Micromobil ist mit 2,83 Metern von Bug bis Heck nur wenig länger als der Zweisitzer Smart Fortwo – allerdings deutlich schmaler. Vorne misst die Spurbreite 1,20 Meter, so dass zwischen den Rädern immerhin Platz für den Fahrer und zwei seitlich dahinter versetzte Passagiere ist. Alle drei steigen durch zwei große seitliche Flügeltüren ein. Die Hinterachse kommt mit der halben Länge aus. Damit das schmale und hohe Vierrad nicht umkippt, legt es sich dank eines aktiven Fahrwerks wie ein Motorrad in die Kurve.

Gesteuert wird das nur 600 Kilogramm schwere Fahrzeug mit einer Art Joystick. Lenkrad und Pedale gibt es nicht. Am Steuer sieht Toyota eine recht konkrete Zielgruppe: die technik-affine Frau zwischen 30 und 50, wohnhaft in einer kleinen bis mittelgroßen Stadt, gerne alleinerziehend. Sie soll das kleine Auto nutzen können, um die Kinder zur Schule zu bringen, Restaurants zu besuchen und Freunde zu treffen. (Holger Holzer/SP-X)

Subaru XV – Ganz neu. Wirklich

Wenn man es nicht besser wüsste, würde man auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) den neuen Subaru XV links liegen lassen, denn erst auf dem zweiten Blick offenbart sich, dass hier eine Neuauflage steht. Die kommt im November mit einem Strauß an Innovationen auch zu uns.

Wie bisher handelt es sich beim Subura XV um einen hochbeinigen Kompakten mit Robustheit suggerierender Plastikbeplankung

Optisch bleibt der neue XV dem Stil des 2012 gestarteten Vorgängers treu. Vor allem in der Seitenansicht bietet die zweite Generation die gleichen Proportionen, die gleiche Fenstergrafik und die gleiche Kunststoffbeplankung. Allerdings wurden derNeuauflage ein paar schwungvolle Charakterlinien in die Flanken gestanzt. Auch an Front und Heck wirkt das Crossover-Modell frischer. Die Frontschürze ist jetzt dreidimensionaler, die Scheinwerfer haben integrierte Tagfahrleuchten und die fette Chromspange im Kühlergrill wurde durch eine filigranere Variante ersetzt.

Neu sind die Scheinwerfer des Subaru XV, die ein schickes LED-Tagfahrlicht integrieren

Die Neuerungen im Innenraum sind augenscheinlicher. So gibt es ein neues Lenkrad, neu angeordnete Belüftungsdüsen, ein plastischer geformtes Armaturenbrett und eine aufgeräumte Mittelkonsole, die dank einer elektronischen Feststellbremse auf einen Bremshebel verzichtet. Auch das Infotainmentsystem mit Acht-Zoll-Touchscreen ist neu. Es erlaubt künftig auch die Einbindung von Smartphones. Zudem wird der XV das Assistenzpaket Eyesight verfügen, welches unter anderem Abstandstempomat, Kollisionsverhinderer und Spurhalteassistent umfasst.

Der Innenraum des Subaru XV wurde deutlich überarbeitet. Dank einer elektronischen Feststellbremse konnte auf einen Bremshebel in der Mittelkonsole verzichtet werden

Der kommende XV setzt auf Subarus neuer Global-Plattform auf, die nach Aussage der Japaner besseres Handling und höheren Fahrkomfort garantiert. Für ein agileres Fahrverhalten sollen außerdem eine direktere Lenkung sowie das serienmäßige Allradsystem mit dynamischer Momentenverteilung zwischen den Achsen sorgen.

Wie bisher bietet der Subaru XV einen familientauglichen, variablen Innenraum

Wie bisher setzt Subaru auch beim neuen XV auf einen Boxermotor, der umfangreich modernisiert wurde und künftig mehr Leistung mit weniger Verbrauch in Einklang bringen soll. Auch das stufenlose CVT-Getriebe Lineartronic wurde überarbeitet. Eine neue Übersetzung soll sich positiv auf Beschleunigung und Wirtschaftlichkeit auswirken.

Über Motorleistung, Fahrwerte, Verbrauch und Preise macht Subaru noch keine Angaben. Derzeit kostet das Einstiegsmodell rund 20.000 Euro.
(Mario Hommen/SP-X)

Ssangyong Korando Facelift – Öfter mal was Neues

Nach einem Facelift im Jahr 2013 hat der Ssangyong Korando jetzt ein nochmaliges Update bekommen. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das aufgefrischte SUV erstmalig vorgestellt, die ersten Fahrzeuge werden Ende des zweiten Quartals in Deutschland in den Handel kommen.

Mit seinem veränderten Frontdesign wirkt der Ssangyong Korando robuster als bisher

Vor allem die Facelift-Maßnahmen in der Front des Korando fallen auf. Die modifizierten Scheinwerfer integrieren jetzt ein markantes Tagfahrlicht aus 11 LED mit jeweils eigenen Linsen. Der leicht gewachsene Kühlergrill bildet mit den Scheinwerfern eine optische Einheit. Das zentrale Markenlogo steht nicht mehr frei, sondern wird von zwei geschwungenen Chromleisten getragen. In der unteren Frontschürze gibt es statt kleiner runder nun große sichelförmige Nebelleuchten.

Neu ist unter anderem ein in die Scheinwerfer integriertes Tagfahrlicht, das sich aus 11 LED-Punkten zusammensetzt

Der Innenraum des Korando wurde nur leicht überarbeitet. Neu ist ein ergonomischer geformtes Lenkrad mit neuer Bedientasten-Architektur. Außerdem hat SssangYong das Kombiinstrument überarbeitet. Statt der zwei kleinen Displays mittig in den beiden Rundinstrumenten gibt es jetzt ein großes Infodisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser. Außerdem ist es ein neues Infotainmentsystem mit Tomtom-Navi und Smartphone-Einbindung verfügbar. Auf dem Sieben-Zoll-Display werden auch die Bilder des neuen Kamera-Duos für Front- und Rückansicht angezeigt.

Im Innenraum des gelifteten Ssangyong Korando gibt es ein neues Lenkrad

Bei den Motoren hat der Kunde weiterhin die Wahl zwischen einem 2,2-Liter-Vierzylinderdiesel mit 131 kW/178 PS und einem Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit 110 kW/149 PS. Beide Aggregate sind wahlweise mit Front- oder Allradantrieb sowie mit sechsgängigen Hand- oder Automatikgetrieben kombinierbar. Preislich wird sich der geliftete Korando am Vorgänger orientieren. Derzeit kostet das Basismodell rund 20.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Renault Zoe E-Sport Concept – Der E-Mobilitäts-Beschleuniger

Mit 400 Kilometern elektrischer Reichweite hat der überarbeitete Renault Zoe kürzlich gegenüber der E-Auto-Konkurrenz ein Ausrufezeichen gesetzt. Was mit emissionsfreien Antrieben sonst noch möglich ist, zeigen die Franzosen auf dem Genfer Salon (bis 19. März) mit der Studie Zoe E-Sport Concept.

Renault zeigt die Studie einer Rennversion des Zoe

Das Schaustück ohne Chancen auf eine Serienumsetzung wird von zwei Elektromotoren mit zusammen 340 kW/462 PS angetrieben, die den über die Vorder- und Hinterräder angetriebenen Kleinwagen in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultieren können. Maximal sollen 210 km/h möglich sein, erreicht werden diese bereits nach zehn Sekunden.

Das Viereck-Lenkrad kennt man aus der Formel E

Um das Gewicht gering zu halten, wurde die Karosserie aus Karbon gefertigt. Darunter steckt ein Rohrrahmen-Chassis aus dem Rennsport. Trotzdem bringt der Kleinwagen noch 1.400 Kilogramm auf die Waage, rund ein Drittel davon entfällt allein auf die beiden Batterien mit einer Kapazität von 40 kWh. Zur Reichweite macht der Hersteller keine Angaben, die immense Motorleistung dürfte den Stromvorrat aber deutlich vor den 400 Kilometern des Straßenmodells leergesaugt haben.

Entwickelt wurde die Zoe-Studie gemeinsam mit Renaults Motorsportabteilung

Auch wenn das E-Concept technisch nur wenig mit dem normalen Zoe zu tun hat, orientiert es sich äußerlich deutlich an dem Kleinwagen. Die Karosserie ist blaumatt lackiert und wird von gelben Details an Frontschürze und Spiegeln geschmückt. Den Kontakt stellen 20-Zoll-Räder mit Slick-Reifen her. Innen entfernt sich die Studie stärker von der Serie, unter anderem gibt es ein eckiges Lenkrad im Formel-E-Stil.
(Holger Holzer/SP-X)

Aston Martin in Genf – Top-Versionen und Todesengel

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) gibt sich Aston Martin sportlicher denn je. Mit der Präsentation zweier Extrem-Varianten vom Rapide und Vantage führen die Briten das neue Sportlabel AMR ein. Außerdem hat das für 2019 geplante Hypercar AM-RB001 einen richtigen Namen bekommen.

Mit AMR nimmt Aston Martin ab sofort eine Submarke für künftige Performance-Modelle ins Programm. Fahrzeuge mit AMR-Kürzel markieren das leistungstechnisch obere Ende einer jeden Baureihe. Darüber hinaus gibt es das Label AMR Pro. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um extrem ausgelegte Varianten allein für den Rennstreckeneinsatz.

Das für 2019 angekündigte Hypercar von Aston Martin wird Valkyrie heißen

Beim ersten straßenzugelassenen Modell mit AMR-Kennung handelt es sich um den Viertürer Rapide. Sein 6,0-Liter-V12-Motor soll 441 kW/600 PS leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 338 km/h erlauben. Nach Aussage von Aston Martin handelt es sich damit um den schnellsten Viertürer der Welt. Zu den äußeren Erkennungsmerkmalen gehören unter anderem einige Farbakzente in Limettengrün, 21-Zoll-Räder, Frontsplitter, Heckdiffusor, eine Auspuffanlage mit vier Endrohren, Carbonapplikationen und eine kleine Spoilerlippe am Heckdeckel. Im Innenraum gibt es unter anderem Carbon-Sitze, schwarzes Alcantara sowie Akzente in Limettengrün. Vom Rapide AMR sollen 210 Fahrzeuge gebaut werden.

Parallel zeigt Aston Martin in Genf das erste AMR-Pro-Modell: einen Vantage, der für den Rennstreckeneinsatz optimiert wurde. Der Zweitürer trägt ein dramatisch wirkendes Aerodynamikkleid mit vielen Carbon-Anbauteilen. Auf auffälligsten ist der mächtige Heckflügel. Der Wagen steht auf 19-Zoll-Zentralverschlussrädern. Zudem ist das Fahrwerk mit einstellbarer Federung für den Rennstreckeneinsatz optimiert. Unter der stark geschlitzten Motorhaube arbeitet ein 373 kW/507 PS starker V8-Rennmotor, den Aston bereits im Rennfahrzeug GT4 einsetzt. Vom Vantage AMR Pro sollen maximal sieben Fahrzeuge entstehen.

Der Aston Martin Rapide AMR leistet 600 PS und ist auf 210 Exemplare limitiert. Der Vantage AMR Pro ist ein reines Rennfahrzeug, von dem maximal 7 Fahrzeuge gebaut werden sollen

Außerdem hat Aston Martin in Genf den Namen seines mit Red Bull Advanced Technologies entwickelten Supersportlers verraten, der bisher unter dem Codenamen AM-RB001 firmierte. Valkyrie heißt der Exremsportler. Der Name kommt aus der nordischen Mythologie und steht für eine Art Todesengel. Angestrebt wird bei dem auf 150 Exemplare limitierten und angeblich bereits ausverkauften Flachmann ein Gewicht von 900 Kilogramm. Entsprechend leichtes Spiel wird der voraussichtlich 900 PS starke 6,5-Liter-V12-Motor haben, der zudem über ein Energierückgewinnungssystem verfügen soll. (Mario Hommen/SP-X)

Airbus-Studie Pop.up auf dem Genfer Auto Salon – Flieg, Auto, flieg!

Dass sie sich mit der Zukunft auskennt, hat die italienische Kreativ-Agentur Italdesign schon Anfang der 80er bewiesen: Aus Giugiaros Feder stammte der DeLorean DMC-12, der bekanntlich durch die Zeit reisen konnte. Zugegeben, der Flux-Kompensator hat es bislang nicht in die Serie geschafft, und wird wohl auch noch lange auf seine Erfindung warten müssen. Das heißt aber nicht, dass die Design-Schmiede nicht weiter an neuen Formen der Mobilität arbeitet. Zusammen mit Airbus hat die Audi-Tochter auf dem Genfer Auto Salon jetzt ein Flugauto vorgestellt.

Stärker könnte der Kontrast nicht sein: Auf der linken Seite des Italdesign-Stands feiern die Italiener die Weltpremiere des Zerouno, einem extrovertierten Sportwagen auf Lamborghini-Huracán-Basis, der nur fünf Mal gebaut werden soll und stellvertretend für die „alte Welt“ stehen könnte, in der Giugiaro Schönheiten wie den BMW M1, den Maserati Quattroporte oder VW Scirocco aus den 70ern entwarf. Rechts daneben steht die Zukunft: der Pop.up, der mit bisherigen Autos nicht mehr viel gemein hat. „Wenn man das städtische Fahrzeug der Zukunft entwickeln möchte, kann das herkömmliche Auto nicht mehr die alleinige Lösung für Metropolen sein“, erklärt Italdesign-Chef Jörg Astalosch.

Herzstück des neuen Mobilitätskonzepts ist eine Passagierkapsel, die optisch irgendwo zwischen Smart, Renault Twizzy und BMW i3 einzuordnen ist und Platz für zwei Reisegäste hat. Prinzipiell sitzt die rundum verglaste Kapsel auf einem Bodenmodul mit vier Rädern und Elektroantrieb, und rollt über die Straße. Allerdings ohne Lenkrad oder Pedale – das per App bestellte Fahrzeug holt seine Gäste alleine ab und bringt sie völlig autonom ans Ziel. Um dort möglichst schnell hinzukommen, bedient sich Pop.up aber nicht nur der Straße, sondern auch der dritten Dimension.

Heißt konkret: Wenn der Computer feststellt, dass der Weg durch die Luft die bessere Wahl ist – zum Beispiel, weil auf der Strecke ein Stau zu erwarten ist – ruft er eine überdimensionierte Drohne mit acht gegenläufigen Rotoren. Die aus Kohlefasern gefertigte Kapsel wird von der Bodeneinheit gelöst, an die Drohne angedockt und schon geht die Reise in einigen Metern Höhe weiter, natürlich auch hier völlig selbstpilotiert. Die beiden Fahr-Flug-Gäste können sich zurücklehnen, den Ausblick genießen oder sich auf der Windschutzscheibe Informationen zur Reiseroute und mehr einblenden lassen.

Boden- und Luftmodule, die ihre Arbeit verrichtet haben, kehren automatisch zurück zu einer Basisstation, wo sie ihre Akkus wieder aufladen, und auch die Kapseln werden, wenn die Passagiere ausgestiegen sind, wieder aufgeräumt. Denn: Selber besitzen wird zukünftig wohl kaum mehr jemand so ein Pop.up. Das Fahr-Flug-Mobil wird einfach bei Bedarf angefordert. Bei der Bestellung können gleich Sonderwünsche angegeben werden, wie zum Beispiel ein zusätzlicher Stopp zur Bildung einer Fahrgemeinschaft – der Computer berechnet stets die beste Route und entscheidet selbstständig, ob Pop.up den Weg über die Straße oder durch die Luft nehmen soll.

Ganz neu ist die Idee, dem Stau durch Ausnutzung der dritten Dimension zu entgehen, natürlich nicht. Schon seit den 80er Jahren basteln verschiedene Tüftler an einem Flugauto, Taxi-Konkurrent Uber hatte vor einiger Zeit, wenn auch nur auf dem Papier, ähnliche Ideen präsentiert und auch Google-Gründer Larry Page findet die Vorstellung, einfach abzuheben, ziemlich spannend. Zumindest investierte er 100 Millionen Dollar in ein Projekt, dass an so einer Boden-Luft-Lösung arbeitet. Mit Airbus und der Audi-Tochter Italdesign greifen nun allerdings keine Start-ups an, sondern zwei gestandene Unternehmen, die sich in der Mobilitätsbranche bestens auskennen. Und sie zeigen sich selbstsicher: Schon in sieben bis zehn Jahren könnte Pop.up auf die Straße gebracht werden – beziehungsweise in die Luft.
(Michael Gebhardt/SP-X)

Mercedes-AMG GTVier – Kommt er auch als Diesel?

Eben erst in Genf auf dem Automobil-Salon präsentiert, zeigt sich das neue Mercedes-AMG GT-Concept jetzt auf mein-auto-blog in einer digitalen Computerretusche, reif für die Straße. Mercedes-AMG GT4, der interne Projektname, der allerdings weniger eine Klassifizierung für den Motorsport darstellt, wie das GT3-Signet seiner Brüder, sondern vielmehr ein Hinweis auf die „pragmatischen“ Seiten des ersten reinen AMG-Sportwagens sein soll. 

Viersitzer AMG mit Dieselschub?

Mercedes-AMG GT-Concept „GTvier“

Politisch korrekt stellte Mercedes-AMG das Concept-Fahrzeug als „EQ Power+“ in Genf vor. Die vermutlich coolste Kombination derzeit. Eigenständiger AMG-Sportwagen mit Platz für bis zu vier Personen, aber mit einem hypermodernen Antrieb, der V8-Power mit lautloser E-Technik kombiniert. Bis zu 815 PS sind im Gespräch, wenn man bei Mercedes-AMG über den zukünftigen Gegner von Porsche Panamera und Audi A7 spricht. Das man die Marke EQ, die im Konzern für die saubere Technik der Zukunft steht, gleich einmal in Verbindung mit einem neuen Supersportler bringt, zeigt aber auch die Ernsthaftigkeit mit der man nun endgültig das Thema „neue Antriebstechniken“ angeht.

Das einem da vor lauter Öko-Correctness nicht der grüne Schauer am Rücken hinab läuft, dafür dürfte der Ausblick auf die Performance eines 800+ PS Sportlers mit Allradantrieb und, ganz sicher, auch Allradlenkung stehen. Allerdings wird damit auch ein Grundsatz von Tobias Moers, dem AMG-Chef mit dem Sportfahrer-Herzen in Frage gestellt. Denn für die richtige Skalierung eines völlig neuen AMG-Sportlers muss eine Bandbreite an Antrieben ermöglicht werden.

Und stehen A7, 6er Grand Coupe und Porsche Panamera im Fadenkreuz, dann muss es den AMG GTVier auch als Diesel geben. Was noch deutlich spektakulärer wäre, als der Viersitzer an sich. Ein R6-Diesel mit dreifach Ladung und – ganz easy – 400 PS?

Wir werden es erleben. Als V8 und Plug-in Hybrid wird man den viersitzigen „Pure AMG“ Sportler ganz sicher erleben, als Diesel? Ich würde da eine Wette eingehen … unser „graue“ Mercedes-AMG GTVier ist eine Computerretusche, aber so könnte er kommen.

 

Und hier die Fotos des Concept-Fahrzeuges:

 

Volvo XC60 – Von wegen alter Schwede

Zwar war der Volvo XC60 bislang klar als Volvo zu erkennen und auch immer noch attraktiv, doch sah man ihm mittlerweile an, dass er nicht mehr recht ins Design passt. Die mittlerweile typischen Proportionen und Design-Elemente fehlten ihm. Doch nun zeigen die Schweden die zweite Generation des Bestsellers in Genf und schlagen damit voll ein. Wir schauen uns an, ob der neue Volvo XC60 auch das Potential hat, zum Bestseller zu werden, wie es die erste Generation vorgemacht hat.

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Mercedes-Benz Cars Pressekonferenz – Genfer Automobilsalon

Im Mittelpunkt des Auftritts von Mercedes-Benz auf dem diesjährigen Automobilsalon in Genf steht die Weltpremiere des E-Klasse Cabriolets. Der offene Viersitzer ist das fünfte Mitglied der erfolgreichen Baureihe. Erstmals zu sehen ist auch eine neue, sehr außergewöhnliche Variante der legendären Offroad-Ikone G-Klasse.


Sein
Europa-Debüt feiert der neue GLA mit erweitertem Motorenangebot, einer gezielten optischen Akzentuierung im Innen- und Außendesign sowie aktualisierten Ausstattungsvarianten.
Zu den weiteren Neuheiten zählen
Sondermodelle, unter anderem von Mercedes SL und SLC sowie smart, und einige AMG Performance Modelle von Mercedes-AMG. Mit dem Concept X-CLASS gibt Mercedes-Benz Vans in Genf einen Ausblick auf seinen neuen Pickup, die X-Klasse.

LIVE: Verfolgen Sie die Mercedes-Benz Cars Pressekonferenz auf dem Genfer Automobilsalon am 7. März um 9:00 Uhr LIVE auf daimler.com/live.

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VW Arteon –  mehr als nur ein Passat Coupé

Weltpremiere in Genf: Der VW Arteon. Die Wolfsburger bringen einen fünftürigen Gran Turismo mit in die Schweiz, der oberhalb des Passat angesiedelt wird. Der Fünfsitzer soll Designelemente eines Sportwagens mit der Eleganz und dem Raum eines Fastbacks – also einem Fließheck – vereinen. Mit seinen serienmäßigen LED-Scheinwerfern und weiteren neuen Elementen ergibt sich eine völlig neue Frontpartie. Damit es im Inneren luftig zugeht, bietet der Wolfsburger einen langen Radstand sowie eine große Heckklappe, hinter der sich mindestens 563 Liter Kofferraumvolumen verbergen. Wir schauen uns den neuen VW Arteon genauer an. Read more