Lamborghini Aventador Fahrbericht

Es ist dieser eine Augenblick, in dem Du denkst, jetzt hast du ihn unter Kontrolle. Es ist diese eine Sekunde in der Du denkst, deine Reflexe wären schnell genug für das Biest. Es ist diese eine Sekunde in der du dich zu sicher fühlst und du dir eingebildet hast, ihr wärt jetzt die besten Freunde. In dieser Sekunde, gerade als Du denkst du hättest sein volles Vertrauen.  Das ist der Moment in dem das Tier zuschlägt und alle deine Lenkradartistik hämisch auslacht.

Lamborghini Aventador in der Seitenansicht

Knapp 700 PS im Corsa Modus, von der Leine der elektronischen Sicherheitsnetze gelassen, ausgebrochen aus einem 6.5 Liter großen V12. Der Motor brüllt direkt hinter den Sinneshärchen deines Mittelohres und die entfesselte Kraft übertrumpft alle deine Visionen vom sportlichen Auto fahren. Plötzlich erscheinen die eigenen Lenkradfähigkeiten in einem gänzlich neuen Licht. Wie ein überdimensioniertes Kart hämmert der Mittelmotor Sportwagen durch die Emilia Romana und Du siehst dich in einer Linie mit Namen wie Fangio, Senna und Prost. Gnadenlos und frei von den Kontrollen einer eingreifenden Elektronik wuchtet der ekstatisch kreischende Zwölfzylinder seine Kraft auf beide Achsen, die mehr als 3o Zentimeter breiten Pirelli P Zero auf der Hinterachse kleben auf dem Asphalt wie Kaugummi in einem Flokati. Und dennoch, wenn der auf 7.000 Umdrehungen zustürmende V12 über das schwarze Rund herfällt, kennt er keine Gnade und das die Kraft auf vier Räder verteilt werden – das ist der schieren Wucht des Antriebsstranges ebenso egal.

 

Dein linkes Bein stemmt sich fest gegen die Aluminium-Fußstütze, die Finger der rechten Hand suchen die Nähe zu den filigranen Schaltpaddel. Deine Hand zuckt – das sequentielle Getriebe serviert mit der Eleganz eines auf einen Amboss nieder schlagenden Hammers, binnen 50 Millisekunden,  den nächsten Gang. Der Aventador sprintet am Rande deiner persönlichen Reaktionsfähigkeiten über die Landstraßen. Fanfaren jubilieren und singen dir das hohe Lied der geilen Enthebung von Naturgesetzen.

Hier wird nicht mehr gefahren – hier wird extrem tief geflogen.

Eine Gerade verwandelt sich unter dem tosenden Applaus der zwölf, sich in Ekstase schreienden Zylinder zu Momenten zwischen zwei Bremspunkten. Die Landschaft zoomt im Eiltempo in Deinen Augenwinkeln vorbei.

Von Null auf Einhundert? Eine lächerliche Frage für den Fahrer des Aventador. Am Steuer eines Zwölfzylinder-Lamborghini suchst Du die Antwort auf Deine eigenen Leidensfähigkeit. Unter 4 Sekunden auf 100 beschleunigen, das machst Du nebenbei.  Aber du musst wach sein, aufpassen. Nur einen Wimpernschlag zu lange auf dem Gas und du katapultierst dich in Kurvengeschwindigkeiten die andere, bereits auf der Autobahn ausgefahren, als grob fahrlässig bezeichnen würden.

Eine Bodenwellen in der Kurve, zu aggressiver Leistungsabruf, vollständig geöffnete Drosselklappen und plötzlich siehst Du das Ende deines eigenen Talents ganz nah vor deinen Augen.

Lamborghini 12 Zylinder Heck

Es ist der richtige Augenblick zurück in den Modus „Strada“ zu wechseln, den eigenen Puls zu überprüfen, zurück von Schnappatmung auf ruhige und tiefe Atemzüge zu wechseln.  Der Gasfuß wechselt in eine Position in der er nur noch wenig Druck auf das Gaspedal ausübt. So schnell wie der Zauber kam, verschwindet er auch wieder. Binnen Augenblicken wechselt das Getriebe in den siebten Gang und mit der Drehzahl fällt auch dein eigener Puls auf ein weniger ekstatisches Niveau.  In diesem Zustand verzeihst Du den Lamborghini-Leuten dann auch die arg pathetische Entscheidung den Startknopf unter eine rote Plastikabdeckung zu packen.

Aventador geparkt

Ich bin nicht alleine unterwegs, im Rückspiegel sehe ich einen gelben Gallardo näher kommen und Sekunden nachdem ich den roten Aventador geparkt habe und mich aus dem Innenraum geschält habe, kommen auch die Kollegen im güldenen Bentley Cabriolet. Zeit die Lenkräder zu tauschen – doch zuvor muss ich mein völlig verschwitztes Hemd trocknen. Der Aventador hat für diese Fälle einen 690 Newtonmeter starken Heizkörper im Heck – die verglaste Abdeckung nach oben – das Hemd über die Luftsammler des V12 gelegt.  Strahlend blauer Himmel, eine gnadenlose Sonne, Donnerstag-Nachmittag bei 36° in der Emilia Romagna und Dein Hemd wird von der Hitze des 12 Zylinder Lambos getrocknet – die Welt ist schön.

Lamborghini Aventador Heckansicht

Zur Galerie – die Fotos vom Fotoshooting mit dem Lamborghini Aventador – hier lang [klick]

 

Hemd wird vom Zwölfzylinder getrocknet

Es gibt Momente im Leben, die erfordern besondere Entscheidungen und neue Ideen – zum Beispiel dann, wenn Dein Hemd nach einer Probefahrt so durchgeschwitzt ist, das Du denkst Du würdest einen nassen Schwamm auf Deiner Haut spazieren tragen.

Nach der Fahrt im Aventador ging es mir so – die Sonne über der Emilia Romagna war gnadenlos, das Thermometer zeigte weit über 30° im Schatten an. Und der Zwölfzylinder-Lamborghini tat sein übriges. Also – Haube auf, Hemd ausgebreitet und binnen weniger Minuten, es waren vermutlich wirklich nicht mehr als zwei, war das Hemd wieder trocken.

Lamborghini Aventador als Hemdtrockner:

IMG_20130620_141619

Mehr über den Roadtrip #iThunder unter diesem Link

Fotogalerie: Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Zum Fahrbericht |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

Zum Fahrbericht |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Technische Daten – Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Zum Fahrbericht |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

Mercedes-Benz CLS 63 AMG SB
Verkaufsstart: 2012
Motortyp: Achtzylinder V-Motor, Bi-Turbo Aufladung, 4-Ventil-Technik, Variable Ventilsteuerung, Direkteinspritzer
Hubraum in ccm³: 5.461
max. Leistung bei min-1: 386 kW / 525  PS bei 5.250 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 700 Nm bei 1.700 U/min
Elektro-Motor kW
Elektro-Motor Nm
Antriebsart, serienmäßig: Heckantrieb
Antriebsart, optional: 4matic als S-Modell
Getriebeart, serienmäßig: 7-Gang AMG Speedshift Automatik
Getriebeart, optional:
Leergewicht: 1.955 kg
maximale Zuladung: 585 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 4,4 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 250 km/h
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung: 256 km/h
Tankvolumen 66 Liter
CO2-Emission, kombiniert: 235 g/km
Abgasnorm EU 6
Effizienzklasse: F
cW-Wert: 0,29
Stirnfläche: 2,3m²
Normverbrauch innerorts  14 l / 100km
Normverbrauch außerorts  7,8 l / 100km
Normverbrauch kombiniert  10,1 l / 100km
km-Stand Testbeginn:  18.200
km-Stand Testende:  20.500
Bereifung: Sommerräder VA: 255/35-19 HA: 285/30-19
Garantie: 3 Jahre – 100.000 KM
Basispreis: 117.512,50 €

Mercedes-Benz 54 CLS 63 AMG Shooting Brake

… zur Galerie… >>>

Start |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake – Fahrbericht Fazit

Vorteile & Nachteile – Fazit:

Seite 2 des CLS 63 AMG Shooting Brake Fahrbericht: [zum Anfang]
Mercedes-Benz mag derzeit nicht alles richtig machen. Der Citan zum Beispiel ist eine üble Hütte. Der CLA ein schönes Auto, aber leider zu teuer ausgepreist. Die neue S-Klasse wiederum macht alles richtig.

Und der CLS Shooting Brake?

Als Variante mit mit dem famosen Bi-Turbo Vierzylinder Diesel kostet der außergewöhnliche Mix aus Kombi und Coupé 61.761 € und ist damit der günstigste Einstieg in die Welt des viertürigen Coupés mit Kombiheck. Einzig der brutale Drehmoment-Hammer und die süchtig machende Soundkulisse fehlt. Optisch lässt sich auch der 250 CDI fast dem AMG-Original anpassen.

CLS Brenner Pass

[one_half last=“no“]

Vorteile:

[crosslist]

  • Unglaublich potenter Motor
  • Beeindruckende Fahrwerksbalance
  • Unfassbarer Langstreckenkomfort

[/crosslist]

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Nachteile:

[badlist]

  • Durstiger Motor
  • Heftiger Kaufpreis
  • Macht süchtig

[/badlist]

[/one_half]

[arrowlist]

Der Verbrauch:

  • Alltagsfahrer ohne Sparfuß: 13.5 Liter auf 100 KM
  • Öko-Experte mit grünem Zeh:  11.9 Liter auf 100 KM
  • Außendienstler mit Vollgas-Lust: 21.8 Liter auf 100 KM

[/arrowlist]

[checklist]

Dafür liebt man den CLS 63 AMG Shooting Brake:

  • Das außergewöhnliche Design und den potenten Motor.

[/checklist]

[badlist]

CLS 63 Gegenlicht Foto

Das habe ich am CLS 63 AMG Shooting Brake vermisst:

  • Ich habe nichts an ihm vermisst, ich vermisse ihn an sich.

Schaltwippe CLS AMG

Bewertung:

[one_half last=“no“]

Komfort – 23 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Federung leer:  5 von 5 Punkten
  • Federung beladen:  5 von 5 Punkten
  • Fahrgeräusche innen: 5 von 5 Punkten
  • Serien-Ausstattung: 4 von 5 Punkten
  • Assistenzsysteme: 4 von 5 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Fahrverhalten – 23 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Kurvenhandling: 5 von 6 Punkten
  • Stabilität V/Max:  6 von 6 Punkten
  • Fahrspaß subjektiv: 3 von 3 Punkten
  • Beschleunigung: 4 von 4 Punkten
  • Grenzbereich: 5 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

[one_half last=“no“]

Kosten – 12 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Grundpreis: 3 von 6 Punkten
  • Aufpreisliste:  3 von 6 Punkten
  • Verbrauch: 3 von 6 Punkten
  • Wartung: 1 von 3 Punkten
  • Wertverlust: 2 von 4 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Antrieb – 23 von 25 Punkten 

[arrowlist]

  • Laufkultur des Motors: 6 von 6 Punkten
  • Beschleunigung: 5 von 5 Punkten
  • Höchstgeschwindigkeit: 4 von 4 Punkten
  • Getriebe: 3 von 4 Punkten
  • Traktion: 5 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

Fakten:

[one_half last=“no“]
[arrowlist]

  • Modellbezeichnung: CLS Shooting Brake
  • Ausstattung:  AMG
  • Testwagenpreis: 161.721 €
  • Kilometerstand:  20.000 km

[/arrowlist]

[/one_half][one_half last=“yes“]

[arrowlist]

  • Hubraum: 5.461 ccm³
  • Bauart: 8-ZylinderV-Motor
  • Leistung:  386 kW – 5.250 Umdrehungen
  • Antrieb: 7-Gang Speedshift Automatik – Heck

[/arrowlist]

[/one_half]

CLS Shooting Pagani

Punktzahl gesamt: 81 / 100 Punkten

CLS 63 AMG Shooting Brake –  Das Fazit:

Ich hatte dem Testzeitraum entgegen gefiebert und auch wenn mich der CLS 63 zu solch wundervollen Fahrzeugen wie einem Ferrari FF, Pagani Zonda oder den beiden Lamborghinis gebracht hat. Der CLS 63 hat auch beim Umstieg zurück, nie das Gefühl des Verzichts aufkommen lassen. 525 PS in einer praktischen und dennoch wunderschönen Karosserie.

Das schöne an meinem Job ist die Möglichkeit, so ein wundervolles Auto fahren zu können, das schlimmste an meinem Job ist der Tag, an dem so ein Traumauto abgeholt wird.

… zu den technischen Daten… >>>

Start |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Fahrbericht von der CLS Shooting Brake Präsentation

Meinungen zum CLS 63 AMG Shooting Brake – passion:driving, veight.de und dem Basis Shooting Brake auf fanaticar.de

___________________________________ 

Vielen Dank an den Automobil-Hersteller Mercedes-Benz für die Bereitstellung des Testfahrzeuges!
Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2013 |  by-nc-nd

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Fahrbericht

Es ist vermutlich so etwas wie meine Pflicht, gleich zu Beginn dieses Fahrberichtes darauf hinzuweisen, dass ich diesem Auto gegenüber absolut null Objektivität aufbringen konnte. Ganz egal wie sehr ich es versucht habe – eine objektive Sicht auf dieses „Fahrzeug“ war mir vollkommen verwehrt.

Disclaimer: Ich finde den CLS 63 AMG Shooting Brake einfach gnadenlos geil!

Es waren die ersten Zeichnungen des Shootings Brakes, bereits Skizzen haben damals ausgereicht um mich für diese Mischung aus Kombi und Coupé anzufixen. Shooting Brake. Nach dem viertürigen Coupé „CLS“ haben es die Stuttgarter und allen voran ihr Designer Gordon Wagoner wieder getan, sie haben wieder eine neue Fahrzeugklasse erfunden.

Kombiniert mit einem Bullen von Motor, dem Bi-Turbo V8 von der Tuning-Tochter AMG, wird aus dem extravaganten Coupé, die vermutlich eleganteste und kraftvollste Möglichkeit die Kinder zur Schule, den Aktenkoffer auf die Arbeit zu fahren oder einfach nur Gummi in Rauch zu verwandeln.

Ich konnte meinen ganz persönlichen Traumwagen für 14 Tage testen und er hat mir unter anderem als Produktionsfahrzeug für das Projekt „iThunder“ gedient.

CLS 63 AMG Drift

Im Fahrbericht:

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Performance für die Sinne.

161.721 € – Der Preis der Lust.

Um das auch noch vorneweg zu nehmen, der CLS 63 AMG Shooting Brake kam in einer opulenten Ausstattung zum Test und alleine die Sonderausstattung hatte den Gegenwert eines Premium-Kompaktwagen. Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen kann, eine solche Wuchtbrumme zu kaufen, der dürfte aus dem „gröbsten“ heraus sein. 161.721 € Listenpreis sind einfach eine Hausnummer. Wortwörtlich, denn für diese Summe kaufen sich andere ein Haus.

Doch welches Haus besitzt schon einen 525 PS starken Soundgenerator? Belüftetet Sitze und Bremsen im Format von Kompaktwagen-Felgen die zudem aus Keramik hergestellt wurden?

Eben.

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Albumfoto CLS 63 Shooting AMG

Der andere Kombi

Es ist die in Chrom eingefasste Fensterlinie, die in der Seitenansicht am stärksten beeindruckt. Eine schmale, Coupé ähnliche Linienführung. Aufsitzend auf einer vor Kraft strotzenden und stämmigen Blechschulter. Darunter die 19 Zoll großen Schmiederäder.  Die oft zitierte Raubkatze, geduckt, zum Sprung bereit auf der Jagd nach Beute. Der CLS Shooting Brake lässt schon rein äußerlich keine Fragen offen.

form follows function

Nicht hier. Eine ungewöhnliche Eleganz, eine Linienführung zum niederknien gehört zum ganzheitlichen Konzept des außergewöhnlichen Kombis. Zur Idee des Coupés mit dem großen Kofferraum. In der AMG-Variante wird das ganze Konzept auf die Spitze getrieben.

Mehr Spurbreite. Mehr Schweller. Mehr Lufteinlässe. Eine Vierfach-Auspuffanlage. Die Optik lässt keine Zweifler zurück. Vor mir steht eine Testosteron gefüllte Fahrspaß-Haubitze im Kleid eines ungewöhnlichen Fahrzeugkonzeptes. Frage beantwortet?

AMG Cockpit CLS

Nur wenn es richtig brummt, ist es richtig gut.  Zugegeben, die schmale und früh flach verlaufende A-Säule lässt Menschen mit Bauchansatz beim einsteigen in den Shooting Brake nicht besonders elegant aussehen.  Wer jedoch einmal auf den Aktiv-Multikontur-Sitzen seinen Platz gefunden hat, der will auch nicht wieder aussteigen. Fahren bis zum Horizont und wenn die Welt dort enden sollte, dann eben umdrehen und die ganze Strecke noch einmal gefahren.

Im Rahmen des Italien-Roadtrips bin ich im CLS mehr als 1.000 Kilometer am Stück gefahren und habe mich danach besser gefühlt als je zuvor. Es mag an der berauschenden Wirkung der Gesamtkomposition liegen. Es mag dieser sonore Klang des Kraftwerks unter der langen Haube sein, oder einfach nur der extrem gute Sitzkomfort und die ausgelebte Perfektion im Bedienkonzept des gesamten Fahrzeuges.

1.000 km CLS 63 AMG wirken ähnlich einer Opiaten-Druckbetankung. 

Das faszinierende am AMG CLS ist nicht die sportliche Leistungsfähigkeit. Auch nicht der süchtig machende Klang. Es ist seine Fahrkultur, der Spagat der Notwendig ist um die gegensätzlichen Welten unter ein Dach zu vereinen. Sportliche Höchstleistungen und entspanntes  Reisen auf der Langstrecke. Und immer mit dabei, der sonore Klang der motorischen Potenz. Niemals aufdringlich. Niemals unangenehm, aber immer präsent und stimulierend für Körper und Geist.

AMG CLS 63 Motor one man one engine

5.5 Liter V8  Bi-Turbo – Mehr wäre zuviel.

Faszinierend ist Ambivalenz des CLS 63 AMG unter seiner Motorhaube. Dort ruht im Stillstand ein motorisches Meisterwerk, dessen Erweckung keine Zweifel an der Leistungsfähigkeit lässt. Der Start wird beantwortet mit dem heißeren bellen der acht, im Durchmesser knapp 10 Zentimeter großen Brennkammern. Nach wenigen Sekunden des warm laufens beruhigt sich das Schauspiel und die acht Töpfe blubbern tief entspannt vor sich hin. Kurze zucker des rechten Fuß beantwortet der durch zwei Turbolader beatmete 5.5 Liter V8 mit energischem erklimmen der Drehzahlleiter. Turbo-Aufladung sorgt für Atempausen beim Antritt? Nicht in diesem Fall. Ansatzlos stürmt der V8 los.

Kraft in seiner akustisch geilsten Form

Unter 2.000 Touren, im siebten Gang über die Autobahn cruisen? Kein Problem. Die Siebengang-Speedshift Automatik ist lang genug übersetzt und der V8 hat genug Power um auch in dieser Kombination nicht zum Hindernis zu werden.  Drei Gänge herunter schalten, der V8 bellt sich die Tonleiter hinauf, rotzig frech drückt er den Kombi über die 200 km/h Marke. Bis Tacho 260 vergehen nur wenige Augenblicke, dann läuft der außergewöhnliche Kombi in eine imaginäre Mauer. Abgeriegelt bei 250 (Serie) – ein jammer für den Motor. Ein surreales Spektakel für den Fahrer.

Für 3.213 € kann sich der geneigte AMG-Käufer das AMG Drivers Package gönnen, ein eintägiges Fahrertraining in der AMG Driving Academy rundet dann die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h ab.

Für Freunde der langen Etappe auch eine Empfehlung, der auf 80 Liter vergrößerte Tank. Als Extra-Option für schmale 119 € in der Aufpreisliste hinterlegt.

Klar ist – wer 525 PS engagiert, der muss für das Futter aufkommen. 13 Liter im Schnitt sind normal. 17 Liter kein Problem. Wer den AMG mit 11 Litern bewegt, der erlebt zwar das sonore brummeln des V8 bei Leerlaufdrehzahlen wird aber auf die famosen Zwischengas-Salven im Sportmodus verzichten müssen.

Die wichtigsten Zahlen:

Leistung:

525 PS

Kraft:

700 Nm

Leistungsgewicht:

3,7 kg/PS

CLS Lenkrad AMG

Alltagsflucht

Wer schön sein will, muss leiden. „Leistung im Überfluss und Laderaum, das lässt sich nicht vermeiden.“ Vergiss diese Vorurteile. Der CLS 63 AMG Shooting Brake zeigt wie es geht. Schönheit und Praxistauglichkeit gepaart mit einem absolut dekadenten Leistungsangebot.

Das erste was meine Frau mit dem Shooting Brake gemacht hatte, war ein Besuch beim Getränke-Händler. Per Mail bekam ich das Beweisfoto geschickt. Mag ja sein das der 5.5 Liter V8 bei schnellen Etappen 15 Liter und mehr schluckt, der Kofferraum aber packt noch mehr ein!

CLS Kofferraum

Damit war das Thema „Sinn und Rechtfertigung“ für mich dann auch beendet. Der CLS Shooting Brake ist die edelste Variante einen Kombinationskraftwagen zu fahren und als AMG auch noch die potenteste.

Mercedes CLS 63 AMG

Vorteile – Nachteile – Fazit .. auf der nächsten Seite geht es weiter.

… weiter lesen … >>

Start |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Die Prämiere des Shooting Brake fand in Florenz statt .. 

___________________________________

Ferrari FF Fahrbericht

Italien im Juni, es ist heiß – das Thermometer lässt die 30° Marke hinter sich, die Sonne brutzelt die Bitumenschichten weich. Auf einem Plastik-Campingstuhl im Schatten vor einer kleinen Osteria sitzend, lasse ich die Eindrücke der letzten halben Stunde auf mich wirken. Ein Espresso und ein Glas mit kühlem Aqua naturale helfen dabei, meinen Puls wieder zu beruhigen.

30 Minuten die meine Einschätzungen über italienische Sportwagen mächtig auf den Kopf gestellt haben. Doch ich bin nicht alleine unterwegs und wir haben beschlossen, die Erfahrung „FF“ soll jeder für sich machen dürfen.

Ferrari FF Italien Roadtrip

Es ist Tag 2 des #iThunder Roadtrips und dieser Tag steht vollkommen im Zeichen des Cavallino Rampante.

Ferrari  FF  – Momentaufnahmen

Ob wir zu Besuch kommen könnten? Si. Ob wir die Ferrari Fabrik besichtigen könnten? Si. Ob wir auch ein wenig Ferrari fahren dürften? Si, si.  Ein Kindheits-Traum geht in Erfüllung. Ferrari, die rote Göttin aus Italien.

Vor dem Werk steht ein Ferrari FF für uns bereit. Ein roter Sportwagen-Traum mit 660 PS aus einem vorne längs montierten, 6.2 Liter großen V12. Der FF ist vermutlich der untypischste Ferrari aller Zeiten und zugleich ein grandioses Sinnbild für die Entwicklung, die der Marke Ferrari in den letzten 20 Jahren zuteil geworden ist.

Ferrari V12 FF Blog Fahrbericht#

Ein Ferrari für vier? Ein Ferrari mit Allradantrieb? Ein Ferrari der easy zwei Golfbags auf Tempo 335 km/h beschleunigt!

Ferrari fahren, in Italien – Glücksmomente für die Ewigkeit

In Italien ist „bella macchina“ der Begriff für schöne Autos und an jeder Straßenecke winkt ein Lächeln. Neid? CO²-Debatte? Der Italiener an sich diskutiert bei „bella macchina“ nicht über diese Themen, er erfreut sich am Design, am Klangbild, am sein.

Diese Freude geht im gleichen Augenblick auf den Fahrer über. Erleben was Auto fahren bedeutet, Glückshormone in der Großabnehmer-Packung einkassieren. Sobald der Finger den Knopf mit der Aufschrift „Engine Start“ gedrückt hat, öffnen sich die Schleusen der Glückseligkeit. Schnöde Physik geht in Kunst über.  Während sich der 660 PS Motor warm läuft, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Das muss der Himmel für Automobil-Liebhaber sein – willkommen am Ziel.

Der Ferrari FF vereint alle für die Bedienung notwendigen Knöpfchen, sauber sortiert, auf seinem Lenkrad. Allen voran das Manettino, dieser kleine Drehhebel der auf Wunsch den Berserker im Sportwagenkleid loslässt. Als ich vom Ferrari-Hof rolle, ist meine Ehrfurcht noch so groß, dass ich gar nicht daran denke, etwas anderes als den „Comfort“ Modus und seine gezügelten Regelmechanismen für Motor, Getriebe und ESP einzuschalten.

Ferrari FF Innenraum

Spielerisch leicht lässt sich der 660 PS Sportwagen auf die Hauptstraße einfädeln. Star-Allüren sind ihm fremd.

Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet im „Comfort-Modus“ mit der Nachsicht einer feinen Reise-Limousine. Der V12 dreht kaum mehr als 2.000 Touren und binnen eines Wimpernschlages liegt die Stadtgrenze hinter uns. Den Moment genießen, ich versuche mich immer wieder zu konzentrieren – ich will den Moment genießen doch in mir tobt ein Kampf. Je langsamer ich fahre, desto länger sitze ich auf diesen wundervollen Sportsitzen, lasse mich beeindrucken vom weichen Leder im Innenraum und träume vom Alltag in einem V12-Ferrari. Meine Benzin-Seele jedoch schreit um Vollgas, lass doch endlich die Symphonie der 12-Zylinder beginnen, höre auf zu träumen und inhaliere die volle Packung der automobilen Wollust. Jetzt und bis 8.000 Touren.

Zaghaft – der verantwortungsbewusste Teil in mir warnt vor der Unvernunft – lasse ich den Spieltrieb zu. Dritter Gang bis 5.000, ein zaghafter Zug am rechten, in kühlem Alu gefertigten, Schaltpeddal – der V12 mit dem Hubraum von 6 Fiat 500 springt durch die Drehzahlleiter und wirft den knapp 1.900 kg schweren Zweitürer erneut mit Wucht nach vorne. Vierter Gang 6.500 Umdrehungen.  Es bedarf keiner weiteren Beschreibung. Mit dem FF ist man immer und überall zu schnell unterwegs.

Ferrari FF Kurvenfahrt

Zu meinem Glück bin ich unterwegs im Heimatland der „bella macchina“ und so empfangen mich beim einfliegen in die kleinen Dörfer keine grimmigen Gesichter Tempo verdrossener Spießbürger, sondern ein von Faszination geprägtes Lächeln – mit diesem schauen einem die Menschen hinterher. Sie gönnen dem Fahrer seine elegant in Aluminium gehüllte Automobile-Schönheit.

Italien du bist zu beneiden um diese Kultur.

Meine Roadtrip-Kollegen folgen mir im Bentley GTC, in ihren Augen kann ich die Sehnsucht ablesen, die Sehnsucht diesen Zwölfzylinder-Sportwagen selbst zu fahren. Ich entscheide mich für eine akustische Dusche. Das Manettino auf Sport, am linken Paddel einen Gang hinunter geschaltet, Vollgas. Im zweiten Gang sieht sich mein Mittelohr ganz neuen Herausforderungen gegenüber. Wenn 660 PS auf welligen Asphalt treffen, sollte dann nicht wenigstens das Gefühl von vollständigem und nicht zu bändigendem Leistungsüberfluss einsetzen?

Nicht im FF. Beeindruckender als die einem Berserker gleiche Beschleunigung in 11 Sekunden auf Tempo 200 ist die Traktion des Grand Coupé.

Allradantrieb in einem Ferrari. Und dazu mit einem Transaxle-Getriebe? Ferrari ging bei der Entwicklung des FF besondere Wege. Damit von dem, an der Hinterachse montierten Getriebe keine zweite Kardanwelle wieder nach vorne gehen muss und der idealen Platzierung des Schwerpunkts, eines  tief und hinter der Vorderachse versenkten V12 Motors nichts entgegen steht (53% des Gewichtes liegen auf der Hinterachse) – hat der Ferrari FF ein zweites Getriebe an der Stirnseite des V12 Motors. Stirnrunzeln bei mir.

Diese von Ferrari entwickelte und patentierte Lösung umfasst ein Getriebe mit zwei Gängen, das bei Bedarf und gesteuert durch eine aufwendige F1 Regel-Elektronik, den einzelnen Vorderrädern genau so viel Kraft zuleitet wie benötigt. Das Ergebnis ist ein Allrad-Ferrari der auch aus engen Kehren heraus mit einer Traktion besticht, die man für unreal hält. Zugleich fährt sich der FF nicht wie ein Allradler. Die mit Pirelli P Zero bereifte Vorderachse greift sich jedes Asphalt-Atom einzeln, das Wort „untersteuern“ kommt in der italienischen Übersetzung nicht vor. Die mit 295er Pirelli bereifte Hinterachse pflügt eher knapp 30 Zentimeter breite Furchen in den Asphalt anstatt auch nur einmal unkontrolliert auszukeilen.

Ferrari FF Seitenlinie

Nie zuvor waren 660 PS so kontrolliert zu verwalten. Power ohne Ende. Traktion im Überfluss und dabei bleibt der Viersitzer spielerisch kontrollierbar. Das Ganze schien den Ferrari-Technikern so unspektakulär, dass Ferrari für die zweite Reihe sogar ein „Rear-Seat-Entertainment“ anbietet. Monitore für ein digitales Unterhaltungsprogramm? Der FF ist so völlig anders als ich das erwartet hatte.

Während ich beim Espresso dem Motorensound der davon stürmenden Kollegen lausche, die ihrerseits alleine, die Erfahrung „FF“ machen dürfen, lasse ich mir die Worte von Matteo Torre (Pressesprecher Ferrari Italia) noch einmal durch den Kopf gehen:

Der FF bietet im Kofferraum genug Platz für einen Kinderwagen. Oder für zwei vollständige Taucherausrüstungen.

Ferrari FF Kofferraum

Ich muss schmunzeln. Wie die Bedienung der Osteria als der nächste Kollege viel zu schnell über die Landstraße in die Ortschaft hinein geflogen kommt.

Ach Italien, du hast es gut!

Zur Bildergalerie hier klicken

Die wichtigsten technischen Daten des V12-Frontmotor-Ferrari hier im Überblick:

Technische Daten Ferrari FF
Motor 65° V-Motor 12 Zylinder (front)
Hubraum 6262 ccm
Bohrung/Hub 94 mm x 75.2 mm
Leistung max. 660 PS bei 8000 U/min
Drehmoment max. 683 Nm bei 6000 U/min
Spezifische Leistung 105 PS/L
Drehzahl max. 8000 U/min
Gewicht 1880 Kg
Gewichtsverteilung 47% vorne, 53% hinten
Fassungsvermögen Kofferraum 450 Liter
Räder und Bereifung
Vorne 245/35 ZR 20 8,5 J x 20″
Hinten 295/35 ZR 20 10,5 J x 20″
Antrieb und Getriebe Ferrari Allradantrieb 4RM
7-Gang F1-Doppelkupplungsgetriebe
Fahrleistungen:
0-100 km/h 3,7 Sekunden
0-200 km/h 11 Sekunden
100-0 km/h 35 Meter
Höchstgeschwindigkeit 335 km/h
Verbrauch (Werksangabe) 15.4 L/100 km
CO2 Emissionen 360 g/km
Kaufpreis 258.000 Euro

iThunder – die italienischen Momente des Roadtrips

Einen „Roadtrip für PS-Suchtkranke hatte ich diesen einzigartigen Trip genannt und bereits auch einen ersten Einblick gegeben. Die Kollegen Ralf und Camillo hatten derweil ihren jeweils zweiten Artikel über diese ganz besondere Woche veröffentlicht.

Ralf schrieb in „Italienisch für Wahnsinnige“ über seine Ausfahrt im Ferrari FF und auch Camillo hatte, chronologisch korrekt: „rot gesehen“ und damit seine Sicht auf den Tag bei Ferrari und die Zeit im FF wieder gegeben.

Der erste Tag des Roadtrips war für das Team mit dem Bentley ein Erlebnis auf den Hoch-Alpenstraßen und für Fabian und mich im CLS, ein Besuch bei Pagani. Über diese Stätte der automobilen Kunst, Pagani, werde ich noch gesondert eingehen – von mir nun:

Tag 2 – #iThunder

Ferrari. Vermutlich gibt es auf der ganzen Welt keinen Automobil-Hersteller der mit einer größeren Aura gesegnet ist. Das liegt nicht nur an den roten Rennern aus Maranello, das liegt vor allem am Firmengründer Enzo Ferrari. Über ihn, sein Lebenswerk und das Geheimnis der lila Tinte, werde ich auch einen gesonderten Artikel veröffentlichen.

Ferrari – Formula Uomo

Im Museum in Modena wurde das alte Büro von Enzo Ferrari nachgebaut.
Im Museum in Modena wurde das alte Büro von Enzo Ferrari nachgebaut.

 

Ganz ehrlich? Wenn ich an eine italienische Automobil-Produktion denke, dann kann der Kontrast zu dem, was ich in den Werkshallen von Maranello gesehen habe, nicht größer sein.  Vermutlich war Ferrari nie perfekter aufgestellt, als heute. Vermutlich gibt es keinen zweiten Sportwagen-Hersteller der mit einem solch besonderem Anspruch, ein umfangreicheres Programm für die Work-Life Balance seiner Mitarbeiter aufgestellt hat – als Ferrari mit: „Formula Uomo“ 

Werkshalle Ferrari

Man kann die Konstruktion, die Fertigung und den gesamten Prozess hinter der Entstehung eines Super-Sportwagens als die Essenz der Philosophie verstehen, die die Seele eines Automobil-Herstellers ausmacht. Ferrari baute schon immer Sportwagen. Aber heute wird der Mensch als wichtiges Bindeglied, bereits bei der Fertigung gewürdigt und nicht nur als zahlende Kundschaft in Betracht gezogen. Ein Ferrari entsteht heute in einer der modernsten Fertigungsstätten der Welt und perfekten Arbeitsbedingungen. Das merkt man einem modernen Ferrari an!

Fertigung Ferrari

 

Ferraris waren schon immer die Blech gewordene Hülle automobiler Sportwagenträume.

Ferrari Superleggera

Doch seit 1997 stehen hinter der Idee des emotionalen Sportwagen, auch die Gedanken nach der Vollkommenheit im Kreislauf der Sportwagen-Produktion. Formula Uomo. Der Mensch wird zum Mittelpunkt der Philosophie. Das durch diese Verschiebung des Fokus in der Fertigung, das Produkt nicht schlechter wird, davon zeugen im vergangenen Jahr fast 8.000 neue Ferrari. Nie zuvor hat Ferrari so viele Fahrzeuge produziert und verkauft, wie in den letzten Jahren.

Werkshallen Ferrari Maranello

 

Rezession? Emotionslose Perfektion? Nicht bei den Modellen aus dem hochmodernen Ferrari-Werk in Maranello. Und nach den Einblicken in diese Wunderwelt der Produktion war es an der Zeit für uns, den Mythos Ferrari bei einer Ausfahrt des V12-Modells Ferrari FF zu erforschen.

FERRARI FF – 6.3 Liter konzentrierte Faszination

Ferrari FF faszination pur

Seit 2011 bietet Ferrari ein Fahrzeug an, das auf den ersten Blick völlig untypisch für einen Ferrari ist. Denn es ist nicht einfach nur bildschön, verbrennt seinen Kraftstoff durch zwölf Zylinder und zieht dem Asphalt bei Bedarf die Falten aus dem Gesicht – nein, es ist auch noch ein praktischer Viersitzer.

Ferrari FF - Foto

Den Fahrbericht und die Foto-Galerie zum Ferrari FF wird es in einem gesonderten Artikel geben. 

Für uns war die Fahrt im Ferrari FF aus vielerlei Gründen etwas besonderes. Bei unserer Tour von Modena in Richtung Abetone haben wir uns in einem kleinen Bergdorf nahe Serramazzoni einen Ausgangspunkt gesucht, der es jedem von uns ermöglichte, die Zeit mit dem FF alleine zu genießen.  Eine kleines Café in der hügeligen Landschaft der Emilia Romana war unser Ausgangspunkt.

Während jeder von uns die Gelegenheit bekam, das Wesen des Ferrari FF, alleine –  fast schon intim –  kennen lernen zu dürfen, saßen die anderen bei „Tagliatelle funghi“ und „mehreren Espressi“ beisammen und versuchten die Sprachlosigkeit der ersten Stunden zu überwinden.

Italien – das Land in  dem man dem Temposünder zuwinkt!

Es ist diese völlig von Neid befreite Freude die einem zuteil wird, wenn man in einem exclusiven Auto durch die kleinen Dörfer zwischen Toskana und Emilia Romana bläst. Das einem das Gros der pupertierenden Halbstarken, auf ihren frisierten Moppeds, mit hypnotisiertem Blick, Odysseus gerecht dem Bann der Motoren-Gesänge lauschend,  hinterherschaut – war zu erwarten.

Das aber auch Greise, Mütter mit Kindern, junge Frauen, alte Männer und selbst der Padre ehrfürchtig am Zebrastreifen stehen bleiben und sich weigern – eher die Straße zu überqueren, bis man nicht dem Zwölfender die Seele aus dem Leib gepresst hat, das –

dass gibt es nur in Italien. In der Emilia Romana,   der Terra die Motori.

 

 

Ferrari FF in Fahrt

Logo_Pirelli

 

 

 

 

 

 

 

 

Roadtrip für PS-Suchtkranke

Völlig leere, aber das war zu erwarten. Seitdem ich wieder von diesem Roadtrip zurück bin, frage ich mich – was soll da noch kommen? Nach diesem Roadtrip kann einfach nichts mehr kommen. Das dieser Roadtrip alle Grenzen sprengen würde, dass war klar nachdem die Planung stand.

#iThunder

Wir wollten in zwei Teams los fahren, das eine von Hamburg, das andere von Frankfurt und geplant war die Anreise in das „Centro di motori“ am Montag. Für das Team aus Hamburg wäre das eine Strecke von 1.300 Kilometer gewesen – die Fahrzeugwahl für diesen Roadtrip innerhalb des Roadtrips auch entsprechend gelungen:

Bentley Continental GTC V8

Bentley GTC Roadtrip Start
Foto: Camillo Pfeil

Das zweite Team wollte direkt in Frankfurt starten, nachdem Team 1 aus Hamburg kommend bereits den ersten „Stint“ hinter sich gehabt hätte. Gemeinsam sollte es im schnellen Tiefflug über die deutschen Autobahnen in Richtung Nord-Italienische Hochebene gehen und hinab in die Po-Ebene rund um die Emilia Romana.

Das Reisemittel der Wahl für das zweite Team, wurde mit einem großen Stern versehen:

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

CLS 63 AMG Drift

Der Schöne und der Dynamische – der Brite und der Schwabe – das Cabrio und der Kombi. Egal wie man dieses Kombination von zwei außergewöhnlichen und extraordinären Fahrzeugen nennen will, alleine die Reise mit diesen zwei Benchmarks des Automobilbaus wäre eine besondere Geschichte wert gewesen. Doch auf dem Plan stand noch viel mehr:

Montag: Die Anreise. Dienstag der Besuch des Ferrari Werks, der Abteilung für klassische Ferrari und Testfahrten im Ferrari FF und dem California. Mittwoch: Besuch in der Manufaktur von Pagani und Testfahrt mit dem Huayra. Donnerstag: Besuch im Lamborghini Werk, dem Lamborghini Museum und Testfahrt mit den beiden aktuellen Modellen von Lamborghini, dem Aventador und dem Gallardo. Als i-Tüpfelchen, das schnüffeln am Vergasermix des allerersten Lamborghini Countach „ever“ – Dem Countach Numero Uno.  Am Freitag sollte es einfach nur – einfach schreibt sich schwer, nach dieser Planung, zurück nach Hause gehen.

Partner:

Ich hatte es in meiner Ankündigung zu diesem Trip bereits geschrieben, ohne Partner ist ein solcher 5-Tages Trip nicht durchführbar.  Besonderen dank gilt dem Reifen-Hersteller Pirelli, der meine Idee vom ersten bis zum letzten Tag der Planung unterstütze und für Rückfragen immer ein offenes Ohr hatte.  Später kamen noch hinzu: Der Mobilfunkprovider Vodafone der mich bereits bei den zwei Roadtrips mit Citroën und Porsche im letzten Jahr unterstützte und ganz neu, der Kraftstoff-Lieferant: Shell.

Die Partner des Roadtrips
Die Partner des Roadtrips

Planung auf italienisch

Wenige Stunden vor dem Trip war dann klar: Nicht alles ist planbar. Ein Anruf aus dem Hause Pagani lies die gesamte Planung über den Haufen purzeln. Der Huayra und Mr. Pagani himself waren am Mittwoch nicht mehr verfügbar – ein lakonisches: „Da ist etwas dazwischen gekommen„, führte mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs.  Hotels waren gebucht. Autos für den Trip organisiert. Und Fabian hatte sogar seine Freundin davon überzeugt, dass er an seinem Geburtstag nicht zu Hause würde sein.

Eine Terminverschiebung kam jedoch auch für Ferrari und Lamborghini nicht mehr in Frage und so suchten wir eine Lösung. Am Ende war klar, wir mussten bereits am Montag gegen 13h in Modena sein, wollten wir die Fabrik von Pagani besuchen und wenigstens einen Zonda C12 testen.

Die Nacht von Sonntag auf Montag endete für mich, wenige Stunden nachdem ich ins Bett gestiegen war und brachte nur wenig Schlaf zusammen. Zu groß war die Aufregung. Nachts um 1 den CLS 63 AMG zum Leben zu erwecken, ein Genuss den meine Nachbarn vermutlich zu diesem Zeitpunkt nicht teilen konnten. Zu pupertär und eindringlich rotzt der V8 seine Lebensfreude aus den vier Auspuffrohren um kurz darauf in einen brabbelnden Leerlauf zu verfallen.

CLS 63 Gotthard Pass

In 8 Stunden von Frankfurt nach Modena

Die kurzen Nachtstunden zwischen Frankfurt und der Schweizer Grenze verlieren ihren Reiz – der CLS lässt seinen V8 dezent grollend zwischen Vertreter-Kombis, Baustellen und Tempolimits nur für kurze Momente zum 557 PS Biest werden, das er ist. Was für ein Biest der CLS wirklich ist, das sollte er in den kommenden Tagen noch zeigen.

Der Sonnenaufgang innerhalb der Schweizer Landesgrenzen wird untermalt vom souveränen blubbern des mit Tempomat 120 dahin gleitenden Shooting Brake. Die Massage-Sitze kneten die Rückenmuskulatur durch und der Pilot am Volant verflucht das Tempolimit.

Montag 13h – Der Termin passt!

CLS vor dem Pagani Haus

Ganz easy und mit genug Zeitpuffer beginnt am Montagmittag um 13h bereits einer der Höhepunkte des Trips: PAGANI. Wer Pagani einen Automobil-Hersteller nennt, der sieht im BigMäc vermutlich auch die Krönung der frischen Küche.

PAGANI

Huayra

Über die Manufaktur, die Verbindung von Kunst, Kultur und Technik im Hause Pagani wird es einen gesonderten Artikel geben. Ebenso über die Testfahrt im Pagani Nummer 3 – einem Testträger mit mehr als 1 Millionen Kilometer auf der Carbon-Karosse. Am Steuer, kein Geringerer als der Pagani-Testfahrer: Testi. Teile des Videos aus dieser Testfahrt werden allerdings für immer im Archiv verschwinden. Besser ist das.

Pagani Testfahrer Testi

Wie sich ein 730 PS starker Zonda C12 ohne ABS und ESP fährt – werde ich ebenso in einem gesonderten Artikel beschreiben.

Zonda C12 Zapfsäule

 

Erfahrungen der besonderen Art

Man kann auf verschiedenen Routen von Norden aus in den Süden fahren. Während Fabian und ich sehr früh  in der Nacht die Route durch die Schweiz und den Gotthard-Pass gewählt hatten, fuhren Camillo und Ralf mit dem Bentley unter anderem über das Stilfser Joch. Mit dem offenen Briten und 507 PS durch diese malerische Landschaft zu gleiten – das war vermutlich ein halbwegs verdaulicher Ersatz für das Vollgas-Fest das Fabian und ich zu dieser Zeit bereits bei Pagani feierten.

Bentley an der Schneegrenze
Foto: Camillo Pfeil

Über den ersten Tag des Roadtrips der Bentley-Boys könnt ihr Euch auf den Seiten von Ralf und Camillo einen Eindruck verschaffen!

Während ich meine Eindrücke weiter sortiere und die passenden Bilder heraus suche, könnt ihr bei den drei Kollegen vorbei schauen und schon bald auch bei mir mehr lesen. Über den Ferrari FF. Über Lamborghinis Museum. Die Manufaktur von Pagani und und und und …

 

Aktuelle Artikel der Kollegen:

 

 

 

#iThunder – Der Roadtrip für Leistungshungrige

Eigentlich wollte ich ja „nur einmal im Leben“ einen Pagani fahren. Eines der Kunstwerke aus der Hand von Horacio Pagani.  So bin ich auf dem Genfer Automobil-Salon 2013 auf den Stand von Pagani gestiefelt und habe mir den Pressesprecher gesucht.

Pagani stellte in Genf den neuen Huayra vor – einen Supersportwagen mit 730 PS. Dementsprechend war dort auch die Hölle lös. Im Gewusel der Messe hatte ich kurz mit dem PR-Verantwortlichen gesprochen, der Wunsch wurde erhört – und ein wenig später hatte man sich auf einen Termin geeinigt.

PAGANI. Die Gedanken schwirrten in meinem Kopf. Italien. Lebensfreude. Handwerk. Kultur. Die versammelte Sportwagen-Leistungsklasse, alle Zuhause in Nord-Italien. Das musste einfach eine größere Geschichte werden.

Wenn man Pagani besuchen kann, dann sind Ferrari und Lamborghini die ideale Abrundung für einen Trip nach Italien, den man nur als „die Erfüllung von Automobilen Bubenträumen“ bezeichnen kann. Doch – als Blogger – ohne Verlagshaus im Rücken, ist so ein „Event“ nicht ohne Partner möglich.

PIRELLI, Shell und VODAFONE

Logo_Pirelli

Der italienische Reifen-Hersteller Pirelli ist die traumhafte Ideal-Besetzung als Premium-Partner für diesen Trip. Die Reifen-Experten mit Sitz in Mailand fertigen nicht nur besonders umweltbewusste Reifen mit geringem Rollwiderstand und damit einhergehendem Spritspar-Effekt, wie z.Bsp.  den Cinturato P7 Blue – sondern sind vor allem ausgewiesene Experten im Bereich der extrem sportlichen Reifen-Lösungen. Rund um die P Zero Familie finden sich Reifentypen für jeden Sportwagen.

Schlichter Zufall: Lamborghini und Pirelli feiern in diesem Jahr das 50. Jährige Jubiläum der Zusammenarbeit. Der richtige Zeitpunkt um aktuelle und klassische Lamborghini-Modelle zu testen! Das werden wir am Donnerstag tun.

Shell - V-Power Partner

Die Kraftstoffmarke Shell wird uns auf unserem Trip mit „der guten Suppe“ V-Power unterstützen. Unsere Reisemobile für diesen Männer-Urlaub sind äußerst potente Exemplare mit jeweils mehr als 500 PS Leistung. Die Kraft kommt bei beiden Autos von V8-Motoren mit Bi-Turbo-Aufladung. Hier ergibt eine Betankung mit Marken-Kraftstoff mehr als Sinn. Wir wollen ja jedes Pferdlein nutzen 😉

 

 

vodafone partner roamingVodafone – der große europäische Mobilfunkprovider unterstützt uns mit mobilen Hotspots, damit wir jederzeit mobil ins Internet gehen können. Das gibt uns die Möglichkeit Euch mit aktuellen Fotos, Eindrücken und Artikel von diesem Trip zu erzählen. Auch von unterwegs!

 

 

 

Drei große Partner – zwei faszinierende Fahrzeuge!

Über die Fahrzeuge im Detail und den Trip im Ganzen, werde ich die kommenden Tage noch einiges bringen – viel wichtiger ist doch die Frage:  Wer ist noch dabei und was müsst ihr tun, damit ihr nichts verpasst?

So bleibt ihr ständig informiert:

Aktuelles während und vor allem auch in den Tagen danach, bekommt ihr über die folgenden Seiten:

Auf  Twitter und Instagram sucht ihr nach: #iThunder

#iThunder ???

Und warum nun „iThunder“?  Der #Tag ist eine Kombination aus zwei Arbeitstiteln die ich diesem Roadtrip verpasst hatte: „Days of Thunder“ und „The Italien Job“.

Beide Headlines sind jedoch Filmtitel und bei unseren Partnern war man ob der Verwendung von derselben jedoch ein wenig kritisch. Nun habe ich – kurzfristig – 😉 – iThunder daraus gemacht. Das i steht demnach für Italien und Thunder für das grollen der Motoren in den nächsten Tagen!

 

 

 

 

*Verflixt, was bin ich mittlerweile nervös…