Fiat-Markenstrategie – Eine wachsende Familie

Eine Autofamilie war Fiat schon immer. Als mächtigster Konzern in Italien adoptierte der Gigant fast alle Firmen, die im Süden Europas Fahrzeuge bauen. Natürlich Ferrari, aber auch Maserati, Alfa Romeo, Lancia, Abarth oder Autobianchi. Als die große Krise kam, geriet der Riese ins Wanken, vertraute Marken wie eben Lancia wurden beerdigt. „Jetzt sind wir wieder eine Familie“, sagt Deutschland-Chef Giorgio Gorelli, „eine, die gut zusammenpasst und sich perfekt ergänzt“.

Das Erfolgsgeheimnis des nunmehr internationalen Konzerns, der sich vor gerade mal drei Jahre den zuvor insolventen US-Konzern Chrysler komplett einverleibt hatte? „Auf jeden Fall ein wichtiges Element auch für uns in Deutschland“, analysiert Giorgio Gorelli und meint damit vor allem die Kultmarke Jeep, die den Italienern beim Chrysler-Deal gleichsam in den Schoß gefallen war. „Wir haben im letzten Jahr fast 15.000 Jeep verkauft“, berichtet er. Derzeit allerdings zeigen die Kunden der US-Ikone etwas Zurückhaltung, warten wohl auch auf das neue Kompakt-SUV Compass, das aber erst Ende des Jahres auch in Deutschland zu haben sein wird.

Also muss es die Stammmarke Fiat richten. „Der Start in diesem Jahr war prächtig“, freut sich Gorelli und nennt ein Plus von 25 Prozent. „Das letzte Jahr war mit einer Steigerung um fast 10 Prozent bereits der Wendepunkt. Unser Fiat-Modellprogramm ist durch den neuen Tipo so komplett wie seit Jahren nicht mehr.“ Der italienische Golf-Rivale ist derzeit das größte Fiat-Modell und stemmt zusammen mit den Kleinwagen Panda und den drei Varianten des Retromobils 500 den Hauptteil der Verkäufe. Offenbart sich damit nicht auch eine Schwäche, weil Fiat nicht mehr in der für die Firmenkasse so wichtigen Mittelklasse vertreten ist? Der Chef widerspricht vehement: „Nein, wir müssen uns schließlich als Markenfamilie sehen, die nicht nur aus Fiat besteht“.

Damit bringt Gorelli den Namen Alfa-Romeo ins Spiel, die Marke war jahrelang eher als Mauerblümchen unterwegs und wagt gerade mit der neuen Sportlimousine Giulia und dem SUV Stelvio einen Neuanfang. „Die Reaktion auf die beiden Modelle war überwältigend“, berichtet er und prophezeit Alfa eine prächtige Zukunft. „Natürlich müssen wir Geduld haben, aber die Marke wird jetzt wieder wahrgenommen. Die meisten Interessenten kommen von anderen Fabrikaten, zumeist von deutschen Premiumherstellern“.

Ist mit dem neuen Stevio von Alfa das Thema SUV für Fiat erledigt? „Wir haben schließlich den Panda Cross und den 500X“, weicht Gorelli aus und verweist auf die Verkaufserfolge der kleinen Allrad-Modelle. Von einem Einstieg in die Klasse der mittleren SUV, die anderswo allerorten zu haben ist, will der deutsche FCA-Chef nichts wissen. „Mit dem Alfa Romeo Stelvio und den US-Modellen sind wir bei den SUV perfekt aufgestellt, haben mit Jeep die beste Allradmarke der Welt“. Derzeit also keine Pläne für ein größeres Modell dieser Art mit Fiat-Logo, aber Gorelli ringt sich mit einem verschmitzten Lächeln dann doch noch zu einer Binsenweisheit durch: „Sag niemals nie“.

Also nicht Neues bei der Stammmarke Fiat im neuen Jahr? „Wir haben das Glück zwei Modelle mit langer Tradition im Angebot zu haben, mit denen wir die Emotionen unserer Kunden ansprechen“, erklärt Giorgio Gorelli. „Der Fiat 500 feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und der Fiat 124 Spider ist das ideale Auto für den Frühling“. Der zweisitzige Roadster auf Basis des Mazda MX 5 kam im letzten Jahr für die Freiluftsaison zu spät und soll jetzt punkten. „Vor allem aber werden wir uns um unser Kerngeschäft kümmern“, sagt der Italiener. Damit meint er vor allem die Steigerung der Kundenzufriedenheit, den Ausbau des lukrativen Geschäfts mit den Flottenkunden und die weitere Verbesserung des Händlernetzes. „Da haben wir in den letzten Monaten schon große Fortschritte gemacht, haben aber noch ein gutes Stück Arbeit vor uns“. (Peter Maahn/SP-X)

Seite 2 – Lancia Thema V6 Diesel im Fahrbericht

Seite 2 des Lancia Thema V6 Diesel Fahrberichts: [Zum Anfang]
Wuchtig und präsent auf der Straße; die optische Wirkung des Thema wirkt für Freunde des eleganten Fahrzeugbaus vermutlich dramatisch überzogen, wer sich jedoch für eine repräsentativen Limousine begeistern kann – wird glücklich beseelt einsteigen.

Besonders überrascht hat mich dann die Souveränität, mit der der Italo-Amerikaner über deutsche Straßen gleitet. Ja es gibt Fahrzeuge die noch weniger über die Frostaufbrüche auf Landstraßen der zweiten Gattung erzählen, aber diese Ruhe und Coolness, mit der man im neuen Thema zum cruisen animiert wird – die habe ich ihm nicht zugetraut. Er sieht nicht nur solide aus, er wirkt auch während jeder Fahrsituation so.

Die bequemen Leder-Sessel (völlig frei vom Wunsch nach pseudo-sportlichen Seitenhalt) lassen sich elektrisch einstellen und auch das Lenkrad ist per Elektromotor in die richtige Position zu bringen. Völlig unüblich, aber der wirklich perfekten Sitzposition zuträglich: Die Pedale im Fußraum lassen sich per Knöpfchen elektrisch verstellen. Das müssen andere in dieser Preisklasse erst einmal nachmachen.

Umrahmt von Cupholdern die sich kühlen oder beheizen lassen, mit einem dicken Lederlankrad (ebenso beheizbar) in den Händen, prägt der Thema in bester Manier den „American Way of Drive“. In diesem besonderen Fall des Automobil-Kulturellen Schmelztiegels spricht er im Bezug auf den Fahrkomfort den deutschen Akzent der aufwendigen Multilenker-Hinterachse und lässt im Innenraum dem sonnigen Lebensgefühl Italiens, geprägt durch das Cappuccinofarbene Leder in Hülle und Fülle, seinen Lauf.

Nie zuvor war ein Lancia so „perfetto“!

[one_third last=“no“]3.0 V6 Diesel:

Der Lancia Thema fährt mit einem VM-Motori Diesel aus Italien vor, dessen Kennzahlen sich verblüffend ähnlich lesen, wie die des aktuellen Mercedes-V6 Diesel.  239 PS aus exakt 2.987 Kubikzentimetern. 550 Nm Drehmoment bei 1.800 Umdrehungen.

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Lancia Thema Motor CRD V6

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Aufgeräumt, dank Touchscreen.

Lancia Thema Mittelkonsole

Der Lancia Thema besticht im Cockpit mit einer perfekten Reduktion der Bedienelemente. Ein schneller Griff zum Drehregler für die Lautstärke, die Lüftung und die Temperatur. Viel mehr braucht man im Alltag nicht. Lancia hat dem Thema einen großen Touchscreen verpasst, dessen Benutzerführung ausgeprägt gut funktioniert. Dank einer Kategoriewahl zu den Bereichen: Radio, Spieler, Komfort, Klima, Navi, Telefon und Einstellungen, sind die vielen Funktion die man über dieses Panel auswählen kann – kinderleicht zu finden.

Das soll italienisch sein? Da fliegen die Vorurteile gleich reihenweise von Board. Das viele Leder, das offene Holz und diese überzeugende Integration des Entertainment- und Multimediasystems, das würde ich mir von jedem deutschen Premium-Hersteller wünschen.

Der Sound der Alpine-Anlage ist im übrigen mit einem Wort umschrieben: „Hammergeil!“

Die vielen Gesichter des Multimedia-Systems. Alle Fotos in der Galerie in großer Ansicht
Die vielen Gesichter des Multimedia-Systems. Alle Fotos in der Galerie in großer Ansicht

Fahrgefühl:

Der 550 Nm starke Diesel-V6 hat Druck in jeder Lebenslage und kommt akustisch kaum bei den Passagieren an. Was man vom Motor merkt, ist primär der Schub den er erzeugt und die Kraft mit der die immerhin zwei Tonnen schwere Limousine nach vorne drückt.  Auf der einen Seite wird der V6 durch das altertümliche fünf Stufen Automatikgetriebe gebremst in seinem Tatendrang – auf der anderen Seite wurde der Wandlerautomat mit schwäbischen Wurzeln so abgestimmt, dass er hektische Schaltmanöver völlig vermeidet und viel mehr die kaum enden wollenden Kraftvorräte des drei Liter Turbodiesel nutzt.

Versteckt hinter der zu wenig sensibel wirkenden Lenkung und den Winterrädern mit großem Reifenquerschnitt (235/55-18), kommt man nicht umhin, die allgemein sehr gute Fahrwerksabstimmung zu entdecken. Das aufwendige Fahrwerk und eine gelungen Abstimmung des großen Gleiters sorgen für Fahrfreude im Italo-Amerikaner.

Parken und Wenden in kleinen Dörfern ist dagegen nicht die Welt des 5.07 Meter langen Thema – so bleiben Reiseausflüge in die pittoresken Altstädte Nord-Italiens besser außen vor.  Eine wonnige Wucht dagegen: Die  lange Reise auf Autobahnen. Dampf und Durchzug in allen Lagen.

Lancia Thema Fahrbericht

Meine persönliche Empfehlung:

Gold, Platinum und Executive stehen zur Auswahl. Das klingt nach Kreditkarten-Varianten, beschreibt aber im Falle des Lancia Thema nur die Ausstattungslinien. Erfreulich der Gesamtkurs, zu dem der Thema angeboten wird – ein „Executive-Kredit“ wird da schon einmal nicht benötigt.

Der 239 PS starke V6 Diesel steht nur als „Platinum und Executive“ in der Preisliste und mit 50.900 € für den Executive wird die Schallmauer der 50.000 € Marke zwar theoretisch geknackt – defacto stehen die Modelle jedoch weiter unter diesem Listenpreis vor dem Haus des  Kunden.

Die Marke Lancia kämpft mit historischem Heritage-Glanz und schmerzhaften Qualitäts-Leistungen – der neue Thema kann hierfür gar nichts – das habe ich bereits behandelt.

Wer den Mut hat, Alternative-Wege neben den Klassikern aus München, Stuttgart und Ingolstadt zu gehen, der wird im Falle des neuen Thema überrascht sein – selten gab es es so viel Luxus und Wohlfühl-Atmosphäre zu einem derart fairen Kurs. Und da sollte man nicht lange über „Platinum“ und „Executive“ nachdenken und die Hütte einfach voll machen.

Ein klitzekleiner Auszug aus der Ausstattungsliste – sobald man das Kreuzchen bei Platinum gesetzt hat:

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  • 20 Zoll Leichtmetallfelgen
  • Premium Nappa-Leder
  • Mittelkonsole in Holz

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  • Tempomat
  • Lenksäule elektr. verstellbar mit Memory
  • Regensensor

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  • Keyless-Go
  • Alpine Hi-Fi System mit 9 Lautsprechern
  • Fahrerassistenzsystem

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Lancia Thema Foto Frankfurt

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Fahrbericht von Jens Stratmann  |  Fahrbericht von Sebastian Bauer

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Lancia Thema Diesel 3.0 V6

Dekadenz. Als ich den Lancia Thema Testwagen anforderte, da war mir eigentlich klar: An dieser „Italo-Amerikanischen Schüssel“ kann ich mich zum Thema Badge-Engineering und Vergewaltigung von Marken-Heritage mal so richtig abarbeiten.  Dumm alleine nur, bereits 100 Meter nachdem ich zum ersten Mal im Thema fuhr, waren meine Vorurteile bereits in Frage gestellt.

Sollte ich mich so sehr getäuscht haben?

Etwa zur Mitte des Testzeitraums von zwei Wochen, habe ich mich dann darauf eingelassen – diesem dekadent großen Schiff, mit den vielen Wurzeln und der bewegten Historie, einen weniger vorbelasteten Fahrbericht zu widmen.

Im Fahrbericht:

Lancia Thema V6 Diesel

Der Mercedes-Chrysler-Fiat-ich-soll-jetzt-ein-Lancia-sein-Fahrbericht.

Was wäre, wenn der aktuelle Lancia Thema nicht als Produkt einer längst gescheiterten Beziehung von Chrysler und Mercedes-Benz geboren worden wäre? Und man beim Anblick des Thema nicht ständig mit den Hintergedanken an eine etwas krude Gender-OP vom maskulinen Chrysler hin, zu einem femininen Lancia konfrontiert werden würde?

„Stelle Dir doch mal vor – er wäre ein waschechter Lancia!“

Es dauerte ein paar Tage und dann fuhr ich diesen Lancia mit den Daimler-Genen, immer wieder mit dem Gedanken: „Was wäre wenn..“?

In der Linienführung deutlich mehr Lancia  – als erwartet.

Lancia Thema Fahrbericht Foto Album

Eine moderne Interpretation des Lancia Thema 8.32

Die Geschichte des Thema:

Viele Väter:  Geboren wurde der aktuelle Thema als Chrysler 300C und war ein Kind der gescheiterten Beziehung von Mercedes-Benz und dem US-Autobauer Chrysler.  2004 vorgestellt, basierte der 300 C – der für die Märkte außerhalb der USA im übrigen bei Magna-Steyr in Graz gefertigt wurde, auf der Mercedes-Benz Plattform der Baureihe W210.  Der W210 – wurde bei Mercedes-Benz bereits 1995 auf den Markt gebracht. Man kann an dieser Historie bereits erkennen, welchen enormen Zeitsprung der jetzt aktuelle Thema verkraften muss. 

Heckantrieb: Als gemeinschaftliches Projekt von Chrysler und Daimler geboren, basierend auf dem Mercedes W210, bekam der Chrysler 300 C, anders als seine Vorgänger, den Daimlerischen-Heckantrieb und dazu eine aufwendige Multilenker-Hinterachse. Chrysler nennt diese Plattform nun „LX“ und bis heute werden unter anderem der Dodge Charger und die US-Varianten des Thema – der 300er gefertigt. Bis zum Refresh gab es vom 300 C auch eine Kombi-Variante, seit der Verbindung von Chrysler und Fiat scheint diese Form des 300 C jedoch Geschichte zu sein.

Technik:  Steigt man in den Thema ein, spürt man die Daimler-Vergangenheit und die gemeinsame Plattform zur alten E-Klasse. Von der Fußfeststellbremse bis zum Multifunktions-Wischer-Blinkerhebel und dem Lichtschalter. Hier spürt man noch sehr klar, den Stuttgarter-Automobilbau-Geist. Schlecht ist das nicht!

Der Lancia Thema ist geradezu unverschämt groß. Zu diesem Eindruck trägt natürlich auch bei, das er in seiner Formgebung keinen Hehl aus seinen Absichten macht. Riesige Räder, ein steil stehender Kühlergrill und eine Limousinen-Form, die nicht klassischer ausgeprägt sein könnte. Eine zierliche A-Säule, die schwarze B-Säule und die massive C-Säule prägen neben den großen glatten Flächen, die Seitenlinie des Lancia Thema.  Die Kritiker des neuen Thema sprechen von einer ungehörigen Verwandlung. Sie vermissen die grazile Linienführung, die Extravaganz der Lancia-Formensprache. Doch dabei vergessen die Heritage-Verliebten, gerade der letzte Thema (gebaut von 1984-1994) besaß eine ganz ähnliche Formensprache.

Lancia Thema Kühlergrill

Ist es demnach nur konsequent? Der neue Thema erinnert mich persönlich massiv an den Thema 8.32 – einen Lancia der mit V8-Power von Ferrari auf die Straße geschickt wurde. Was haben wir nicht alle lamentiert und uns über diesen „Verrat“ an der Marke Lancia aufgeregt? Ich persönlich fand dieses Badge-Engineering pietätlos und unwürdig. Hätte man die erfolglose Marke Lancia doch in Ruhe sterben lassen sollen, anstatt diesen Schwiegersohn aus den USA in das viel zu enge und viel zu weibliche Korsett des Thema zu zwängen.

Lancia Thema Kombinationsbild Innenraum

Der Innenraum kann überzeugen!

Doch weit gefehlt – Der neue Thema ist vermutlich das Beste, was der Marke Lancia in den letzten 20 Jahren passiert ist!

Dekadenz die Zweite. Neben der fast schon unverschämten Raumfülle, sorgt der neue Thema mit einer für italienische Verhältnisse, dekadent guten Verarbeitung und Materialwahl, für ein echtes Aha-Erlebnis im Innenraum. Besonders punkten kann hierbei das Bedienkonzept des Thema. Erfreulich wenige Schalter durchtrennen das Holz der Armaturenbrett-Verkleidung und nur die wichtigsten Regler wurden in der Mittelkonsole platziert.  Das sorgt für einen ausgeprägt aufgeräumten Eindruck und hilft dem Neuling im Thema-Cockpit bei der Konzentration auf wichtigen Dinge.

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fanaticar über den Lancia Thema

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linkschau-blogger-rundschau

Blogger-Rundschau

Es ist mal wieder Zeit für eine „Rundschau“ – ganz unter uns, so viele gute Beiträge wie in den letzten Wochen, das gab es nicht immer. Vor allem freue ich mich über 2 weitere Beiträge von meinem Blog-Kollegen Marco – der hat auf motor-inside.com gleich 2 interessante Artikel online gestellt:

Renault 5 – der kleine Freund wird 40 » Renault » Motor-inside.com

Renault 5 – der kleine Freund wird 40 » Renault » Motor-inside.comhttp://motor-inside.com/2012/11/05/renault-5-der-kleine-freund-wird-40/Bereits 1972 erblickte der damals als sehr modern geltende Renault 5 das Licht der Welt. Vor 40 Jahren also mischte “der kleine Freund”, wie er so schön beworben…

Gefahren: 2008 Lancia Delta 1.4 T-Jet 16V » Lancia » Motor-inside.com

Gefahren: 2008 Lancia Delta 1.4 T-Jet 16V » Lancia » Motor-inside.comhttp://motor-inside.com/2012/11/05/gefahren-2008-lancia-delta-1-4-t-jet-16v/In meinem Beitrag zum (mittlerweile scheinbar dementierten) Ende von Lancia hatte ich es schon angedeutet, dass ich 2008 im damals neuen Lancia Delta der dritten Generation ein…

Der eine Artikel behandelt eine legendäre Turbo-Box und der andere ist ein Fahrbericht über die Marke die derzeit in aller Munde ist: Lancia. Beide Artikel sind für sich lesenswert!

Der dritte Artikel in dieser Rundschau kommt vom Kollegen Jan – von auto-geil.de, der hatte die Gelegenheit den großen Škoda Superb Combi zu testen und hat seine Erfahrungen mit dem 2.0TDI DSG Edel-Kombi aus Tschechien in seinem Blog zusammen gefasst:

Für Smartshopper: 2012 Škoda Superb Combi Elegance 2.0 TDI DSG ›

Für Smartshopper: 2012 Škoda Superb Combi Elegance 2.0 TDI DSG › „Auto .. geil“http://auto-geil.de/2012/11/04/fur-smartshopper-2012-skoda-superb-combi-elegance-2-0-tdi-dsg/Der Škoda Superb Combi ist nicht unbedingt ein Auto, was bei mir durch seine äußere Form Emotionen weckt. In dem Testzeitraum von 2 Wochen hat mich der Tscheche aber mit seinen…
lancia-delta-integrale-lancia-legends

*UPDATE* Ruhe in Frieden, Lancia.

Totgesagte leben länger?

Die deutsche Presse-Abteilung von Lancia dementiert heftigst die zuletzt durch die Presse gegangenen – und auch von mir kommentierten – Pläne zur „Stilllegung“ der Marke Lancia.

Man kann in diesem Dementi die professionelle Arbeit einer PR-Abteilung sehen, um die Marke vor weiteren Umsatzeinbußen zu retten – wie dies zweifellos der Fall wäre, denn niemand will ein Auto kaufen, dass es demnächst nicht mehr gibt.

Ich will heute vor allem eines darin sehen: Eine voreilige -Fehl-Interpretation der Nachrichten aus der letzten Woche und stattdessen eine strategischen Neu-Ausrichtung der Marke Lancia – und ich hoffe wirklich – man trifft  in der Turiner Zentrale die richtigen und  vor allem für die Fans der Marke Lancia –  passenden Modell-Entscheidungen.

Ein dahin dümpeln als Chrysler-Verwertungsgesellschaft würde der Marke nicht gerecht werden.

Status also heute: Kommando erst einmal zurück – LANCIA wird nicht eingestellt.

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106 Jahre nach der Geburt in Turin, wird Lancia nun von seinen Eigentümern abgewickelt. Lancia – war, was vermutlich heute kaum jemand weiß, die Marke die zuerst eine selbsttragende Karosserie vorstellte. 1922 wurde auf dem Pariser Automobil-Salon der Lancia Lambda vorgestellt – ein wunderschönes Auto aus einer Zeit, als man bei Lancia noch mit wundervoller und einzigartiger Technik von sich reden machte.

Lange vorbei die Zeiten in denen man die Fahrzeuge der Marke Lancia als „großbürgerlichen Geltungsdrang“ bezeichnen konnte – denn das tat die „Die Zeit“ 1969 – einem Jahr in dem sich der damalige Eigentümer Italcementi von der Automobil-Marke trennen wollten. Damals kamen unter anderem BMW und Mercedes als Käufer in Frage. Besonders bei BMW war man erpicht auf die Marke Lancia, die in den Jahrzehnten zuvor immer wieder durch besondere technische Lösungen und innovatives Design auf sich aufmerksam gemacht hatte.

1969 – Lancia geht an FIAT

Bei FIAT machte man damals vieles richtig. Man senkte die Preise der aktuellen Modelle und durch den Verkauf der Lancia-LKW-Sparte an Iveco brachte man Geld in die Kassen und fokussierte sich auf die Fertigung von Automobilen.

1971 präsentierte man den legendären Lancia Stratos und nachdem Lancia 15 Jahre zuvor, nach dem Unfall-Tod von Ascari (Formel 1), aus dem Motorsport ausgestiegen war kehrte man ’72 wieder zum Profi-Motorsport (Rallye) zurück. Nach dem Stratos kam später noch das Gruppe B-Rallye Ungetüm 037.

Im Motorsport ersetze der spätere Lancia Delta (Lancia Delta HF Integrale im Foto!) den 037 und führte auch hier zu zahlreichen Erfolgen im Rallyesport. Es war die vermutlich goldene Zeit der Marke Lancia.

Lancia war zu dieser Zeit ganz klar das sportliche Aushängeschild des FIAT Konzerns.  Bis 1986 – denn da musste Lancia im FIAT-Konzern Platz machen für die hinzugekaufte Marke Alfa Romeo und im gleichen Atemzug – schaut man sich die Entwicklungen heute an- begann der Abstieg der Marke Lancia.

Alfa Romeo übernahm die sportlichen Aufgaben im Konzern und Lancia wollte man als Marke für besonders extravagantes Design nutzen.

Doch Design alleine – reicht nicht.

Lancia war fortan das wenig gepflegte Stiefkind im Konzern. Immer wieder wurden neue Kooperationen mit Gleichteile-Konzepten entwickelt, doch in keinem der neuen Lancia pochte mehr das Herz der Innovation.

Den ultimativen Dolchstoß verpasste man der Marke Lancia, als 2009 die Zusammenarbeit zwischen FIAT und Chrysler bekannt gegeben wurde. Von da an war die Marke Lancia nur noch eine Marketing-Hülle.

Die Produktion von Lancia-Modellen auslaufen zu lassen ist vermutlich der gnädigste Stoß mit dem Dolch in das Herzen einer legendären Marke – ein Gnadentod, nach einer langen Zeit des Leidens.

Ruhe in Frieden Lancia, ruhe in Frieden!

 

Constanze Rick fährt Lancia Ypsilon

Wer ist Constanze Rick und was ist daran die Nachricht?

Thema ist eine immer noch gern verwendete Marketing-Methode in der Automobil-Industrie, aber natürlich nicht nur dort – sondern überall wo auch heute noch „Traditionen“ gewährt und der Weg auf alten Trampelpfaden weiter gegangen wird.

Es geht um den „B-Promi als Markenbotschafter.“

An dieser Stelle tut es mir leid, wenn ich Fr. Rick als „B-Promi“ abstemple – ich kenne die Dame weder persönlich, noch kenne ich ihre Arbeit. Aber da es hier um „Marken-Botschafter“ geht und es anscheinend nicht möglich war, jemand wirklich Berühmtes zum Foto-Termin in den Lancia Ypsilon zu bekommen, liege ich mit meiner Kategorisierung vermutlich absolut richtig.

Auf Neu-Deutsch nennt man diese Art der Verknüpfung ein „Testimonial“ – im Prinzip geht es jedoch einfach nur um den Scheck den man einsteckt und um die Werbung die man dafür machen muss.

 

Was in der aktuellen Pressemeldung ein wenige außen vor bleibt, ist die Antwort auf die Frage ob Fr. Rick den Ypsilon jemals außerhalb der Brennweite einer TV-Kamera gefahren ist…

Aber das ist ja auch egal.

 

lancia-delta-integrale-lancia-legends

Legenden-Dämmerung bei Lancia

Erinnern Sie sich noch? Da gab es mal diese Marke aus Italien. Teil des FIAT-Konzerns. Und einige Jahre gab es auf den Rallye-Strecken dieser Welt nur eine Marke, die für die Siege in Frage kam:

Lancia Rallye- und Sportwagen

Es sind klingende Namen wie: Fulvia HF, Stratos, Rallye 037 und natürlich dem legendären Delta S4. Lancia produzierte einige Modelle wie den Delta auch sehr erfolgreich in Serie. Zahlreiche Versionen, bis hin zum Delta HF Integrale 16V gab es alleine von diesem kantigen Vertreter der Gattung: „Turbo-Allradler.“

1992 war dann Schluß mit Ladedruck und Rallyedreck.

Nachdem das letzte Jahr der Werks-Lancia Delta Integrale 1992 bereits in den Händen des „Jolly Clubs“ lag (erinnern Sie sich? Legendäre Martini-Lackierung!) wurde mit dem Ende der großen Rallye-Zeit und dem Verbot der „Gruppe B“ 6 Jahre zuvor, auch das Werks-Engagement von Lancia eingestampft.

Gab es nach 1993 noch Lancia-Modelle die die Fans von den Stühlen riss? Ich kann es gar nicht sagen. Was ich jedoch frei heraus sagen kann: Schön des es nun ein Revival der Legenden gibt!

Lancia Legends

Vom 21. September bis zum 23. September werden die legendären Modelle von Lancia wieder zusammen kommen und sich gemeinsam den Fans und den Enthusiasten zeigen.

Zu verdanken hat man diese Veranstaltung dem Automobil-Club Maikammer e.v..

Geplant sind zum Treffen im September 2012:

  • Die Legends Show
  • Demonstrationsfahrten
  • Gleichmäßigkeitsprüfungen im Schwarzwald und rund um den Kaiserstuhl
  • Lancia Parade

Als Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung dient der Europa-Park in Rust.

Wer nun also Lust bekommt, die alten aber oftmals in liebevoller Pflege von Experten erhaltenen Schätze aus der Geschichte der Automobil-Marke Lancia, zu bewundern – oder wer gar einen eigenen Lancia zu Hause stehen hat, der sollte sich diesen Termin gut merken und sich am Besten gleich auf der Webseite des Veranstalters anmelden:

http://lancia-legends.com/index.html 

Lancia Voyager

Edelmetall für den Italo-Westernbus

„Luigi man bescheißt seine Familie nicht“

Fans alter Lancia-Modelle werden sich noch nicht mit dem Voyager angefreundet haben, das liegt vermutlich jedoch nur an der Tatsache das der FIAT Konzern für seine Edeltochter Lancia ein Produkt aus der bestehenden Chrysler Familie als Van ausgesucht hat, anstatt eine völlig eigene Lancia-Entwicklung vorzustellen.

Damit der Lancia unter den Chrysler-Vans attraktiver wird, hat man bei Lancia nun weiter an der Ausstattungs-Schraube gedreht und stellt mit „Silver und Platinum“ zwei neue Ausstattungsvarianten vor. Silver ist die Basis-Version und Platinum die neue Luxus-Version.

Zusätzlich bietet Lancia mit den stolz klingenden Namen  „Dolce Vita“ und „Platinum Plus“ 2 neue Ausstattungspakete an.

Silver, Gold und Platinum sind somit die verfügbaren Ausstattungsvarianten, wobei die silberne Basis bereits mit Sieben Sitzplätzen, Dreizonen-Klimaautomatik, 17 Zoll Alufelgen und einer Leder-Innenausstattung beeindrucken kann. Ebenso bereits in der Basis enthalten ist der Reifen-Luftdruckwarner, die Geschwindkeitsregelanlage, ein Multifunktionslenkrad und elektrische Fensterheber an allen Türen.

Die Gold-Version bietet zu den Details der Silver-Ausstattung so angenehme Extras wie: Elektrisch betriebene Schiebetüren und Hecklappe, eine Einparkhilfe, elektrisch verstellbare Sitze in der ersten Reihe, eine Sitzheizung für die erste und zweite Sitzreihe, ein beheizbares Lederlenkrad, elektrisch verstellbare Pedalerie und eine Bluetooth Freisprecheinlage die zusätzlich mit einem USB-Anschluss und Audio-Streaming vom Handy aufwarten kann.

Zum luxuriösen Großraum-Gleiter wird der Lancia Voyager endgültig wenn man die Platinum-Version wählt. Dann ist die Innenausstattung aus Nappaleder und Alcantara und an der Front leuchten Xenon-Scheinwerfer. Zusätzlich sind die elektrisch verstellbaren Sitzen für Fahrer und Beifahrer dann mit einer Memory-Funktion ausgerüstet.  Die Hinterachse erhält eine automatische Niveauregulierung und der Fahrer einen „Keyless-Go“ Schlüssel der für die Fahrt in der Tasche bleiben kann.

Wer es bei der Innenausstattung noch mehr „krachen“ lassen will, der greift zu den optionalen Ausstattungspaketen:

„Dolce Vita“ und „Platinum Plus“. Beide verfügen über ein Doppel-DVD-System mit zwei ausklappbaren und  jeweils getrennt nutzbaren LCD-Bildschirmen in der Dachkonsole für die zweite sowie  dritte Sitzreihe, zwei Audio-/Video-Anschlüsse für externe Geräte wie Videokameras oder Spielekonsolen sowie zwei kabellose Infrarot-Kopfhörersets und eine Fernbedie-nung.  Im Paket „Platinum Plus“ für die Version Platinum bietet über die Entertainment-Elemente hinaus die Sicherheitssysteme Totwinkel-Assistent (Blind Spot Monitoring), eine Rückraum-Bewegungserkennung (Rear Cross-Path Detection) mit Objektmel-dung sowie Außenspiegel in Chrom-Optik.

Als Motoren stehen der 283PS starke  3.6l V6 Pentastar aus dem US-Regal von Chrysler/Jeep zur Verfügung und der 2.8l Multijet 16V Diesel Motor mit 163Ps.

 

Beide Motoren werden zu identischen Preisen angeboten. In der Gold-Version startet die Reise im Lancia Van für 37.990€.  Die Gold-Variante kostet 40.990€ und die Platinum-Version wird mit 45.990€ berechnet.