Zurück zu neuer Stärke: Die neue Mercedes-Benz A-Klasse

Ja, man kann auf den ersten Blick sagen, dass auch das neue Modell eine Mercedes-Benz A-Klasse ist. Das gänzlich neue Kompaktmodell der Stuttgarter gibt sich auch weiterhin jung und dynamisch – genau wie die Vorgänger-Generation. Doch etwas ist anders: Der jüngste Spross der Mercedes-Familie wirkt im Gegensatz zu seinem Vorgänger erwachsener und weniger pummelig. Hinzu kommt, dass die Schwaben zu ihrer alten Stärke gefunden haben wollen und die A-Klasse so „komfortabel, wie noch nie zuvor“ gemacht haben, hallt es aus Stuttgart. Ein Augenmerk wurde auch auf den grundlegend neuen Innenraum sowie MBUX gelegt – neudeutsch für Mercedes-Benz User Experience. Was sich unter anderem hinter diesem Feature verbirgt, sollen die folgenden Zeilen klären.

Design – Etwas Botox gefällig?

Grimmig wie eh und je. Dabei wirkt die neue Mercedes-Benz A-Klasse aber angenehm frisch und klar

Gorden Wagener, seines Zeichens Chief Design Officer der Daimler AG, sieht die Gestaltung der neuen Mercedes-Ben A-Klasse als nächsten Schritt der Design-Philosophie „Sinnliche Klarheit“. Das passt: Klare Formen, treffen auf „sinnliche“ Flächen und nehmen fast schon den technoiden Charme der Fahrzeugschmiede aus Ingolstadt auf. Dennoch schafft es der Stuttgarter dabei emotional zu wirken – und das, obwohl Sicken und Linien stark reduziert wurden.

Prägnant ist darüber hinaus, dass der Neuling sofort als A-Klasse auszumachen ist, nur irgendwie anders. Aber was ist es, das ihn vom Vorgänger differenziert? Es wirkt fast so, als wäre eben jener mit reichlich Botox beglückt worden und zeigt sich damit glattflächig, wie nie. Anders als bei den allermeisten Menschen schadet das dem Design aber nicht – ganz im Gegenteil. Hier kommen auch die leicht optimierten Abmessungen und Proportionen ins Spiel, wie etwa der um 30 mm gewachsene Radstand. Das streckt natürlich und gibt der Formensprache eine gewisse Sportlichkeit bereits im Stand. Die tiefgezogene Motorhaube und die flachen Multibeam LED-Scheinwerfer verschärfen diesen Charakter. Neu ist außerdem der Sternengrill, der eine Neuinterpretation des bisher bekannten Markengrills, der sich nach unten hin öffnet, darbietet.

Für eine sattere Optik des Profils sorgen neben der gestreckten Konturlinie vor allem die größeren Räder von 16 bis 19 Zoll. Zudem ist die Seitenlinie entscheidend für das optisch breit wirkende Heck: Ein starker Einzug des Greenhouses und die daraus entstehende Schulterpartie machen die neue Mercedes-Benz A-Klasse muskulös. Frisch wirkt darüber hinaus die Gestaltung der nun zweigeteilten, schmalen Rückleuchten.

Interieur – Die A-Klasse will nach ganz oben aufschließen

Bei „Zoll“ hat man früher an Felgen gedacht. Heute bieten zwei (optionale) 10,25-Zoll-Displays maximales Innenraum-Vergnügen

Als Vorbild soll die Mercedes-Benz S-Klasse gegolten haben – das zumindest möchte man mit dem modernen Luxus ausdrücken, den das Einstiegsmodell optional bietet. Luxus beginnt natürlich bereits bei den Platzverhältnissen, die bislang nicht gerade ein Steckenpferd des kleinen Schwaben waren. Doch das neue Modell soll ein deutliches Plus an Schulter-, Ellenbogen- und Kopffreiheit sowie einen leichteren Einstieg in den Fond bieten. Hinzu kommt ein auf 370 Liter gewachsener Kofferraum mit einer breiteren Laderaumöffnung. Außerdem gibt es ein paar Tricks und Kniffe, um das Ladevolumen besser nutzbar zu machen. Aber machen wir uns nichts vor: Die A-Klasse ist auch in dieser Generation kein Speditionsfahrzeug. Dafür gefällt das neue Modell mit einer Vielzahl an neuen, größeren Ablagen und einer verbesserten Rundumsicht, da die Säulenverkleidungen um rund 10 Prozent verkleinert wurden.

Und der Luxus der S-Klasse? Den möchte das Kompaktmodell mit seinen optionalen Features, wie der Sitzheizung und -klimatisierung sowie dem Multikontursitz mit Massagefunktion bieten. Überhaupt besteht bei diesem Thema die Qual der Wahl, da drei verschiedene Sitzarten bereitstehen: Neben den Basissitzen kann man sich für das Komfortgestühl oder die sportlichen Integralsitze entscheiden.

Gestreckte Proportionen und reduzierte Linien: Die neue A-Klasse gibt sich schnörkellos

Luxus zeigt sich aber nicht nur in den Optionen – hier sind längst noch nicht alle erwähnt – sondern in der Gestaltung des Interieurs. Jenes wirkt avantgardistisch, indem es ohne Hutze über den Anzeigen vorfährt und ein glattflächiges, vollkommen freistehendes Widescreen-Display bietet. Zumindest dann, wenn man ein paar Euro in die Hand nimmt, da die Mercedes-Benz A-Klasse ab Werk mit zwei 7-Zoll-Displays vorfährt. Netter wirkt da schon die Mischung aus einem 7- und 10,25-Zoll-Display, wobei erst die Wahl von zwei 10,25-Zoll-Displays das Cockpit zum echten Highlight werden lässt. Dazu zählen auch die Lüftungsdüsen in Turbinenoptik, die von der Ambiente-Beleuchtung eingefasst werden. Ansonsten schafft es jene einen schwebenden Eindruck des Armaturenbretts zu bieten. Wählen kann man übrigens aus 64 Farben, die in zehn Farbwelten inszeniert werden und stimmungsvolle Farbwechsel bieten sollen. Wann wohl die Lichtorgel-App für die neue A-Klasse kommt?

MBUX – Der Zungenbrecher gibt sein Stelldichein

Besondere Bedeutung findet bei Mercedes der Begriff MBUX. Das ist nicht etwa ein neuer norddeutscher Begriff für ein stoffgewordenes Beinkleid. Nein, hier geht es um ein neues Multimedia-System, das den Menschen im Mittelpunkt der Betrachtung sieht und sein Leben einfacher machen möchte. Es kombiniert eine intuitive und natürliche Bedienung mit einer lernenden Software, die zudem über eine künstliche Intelligenz verfügt. Sie ist an jeden Fahrer anpassbar und stellt sich auf jenen ein. So soll eine emotionale Bindung zwischen Fahrzeug und Passagieren entstehen. Mehr zu all dem zeigt der detaillierte Blick auf das Cockpit.

Motoren – Wenn nur das halbe Team antritt…

Das Profil der neuen Mercedes-Benz A-Klasse zeigt sich geprägt von der „Sinnlichen Klarheit“

…auch dann ist immer noch ordentlich Musik im Zelt. Um die Formulierung aufzudröseln: Es geht um den neuen A 200 mit 120 kW/163 PS und 250 Nm maximalem Drehmoment. Das Aggregat holt seine Leistung aus 1.4 Litern Hubraum und verfügt über eine kraftstoffsparende Zylinderabschaltung – jedoch nur in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Dann soll sich ein kombinierter Verbrauch von 5,1 Litern einstellen, während es mit dem Sechsgangschaltgetriebe rund ein halber Liter mehr sein soll. Bei den Fahrleistungen braucht sich das geschrumpfte Aggregat ebenfalls nicht zu verstecken: Mit Doppelkupplungsgetriebe vergehen exakt 8,0 Sekunden bis 100 km/h, der Handschalter benötigt zwei Zehntel mehr. Einigkeit herrscht bei der Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.

Als nächststärkerer Antrieb steht der A 250 auf dem Programm, der ausschließlich als Doppelkuppler erhältlich ist. Er bietet mit 165 kW/224 PS ein Leistungsniveau, das vor nicht allzu langer Zeit noch großen Sechszylinder-Dieseln vorbehalten war. Der A250 braucht jedoch nur 2,0 Liter Hubraum und generiert hieraus – Turboaufladung sei Dank – nachdrückliche 350 Nm Drehmoment. Damit ist man – lässt man den rechten Fuß baumstammartig gen Bodenblech fallen – binnen 6,2 Sekunden auf 100 km/h und maximal 250 km/h schnell. Den kombinierten Normverbrauch von exakt sechs Litern erreicht man so jedoch nicht.

Als aktuell einzigen Diesel stellen die Stuttgarter die neue Merdes-Benz A-Klasse als A 180d vor. Der Hubraum beschränkt sich auf 1.5 Liter – Renault lässt grüßen – und lässt eine Leistung von 85 kW/116 PS und 260 Nm zu. Wer nun Böses hinsichtlich der Fahrleistungen befürchtet, gerade in Anbetracht dessen, dass dieser Antrieb ebenfalls nur mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich ist, wird sich über die kräftige Papierform freuen. 10,5 Sekunden vergehen bis 100 km/h und das maximale Tempo ist mit 202 km/h angegeben – nicht schlecht für diese Basis. Das lässt sich ebenfalls vom Verbrauch sagen, den die Schwaben mit 4,1 Liter im Durchschnitt ermittelt haben wollen. Und damit die Abgase auch schön sauber sind, verfügt der A 180d über eine AdBlue-Reinigung.

Zwei-Fahrwerks-Gesellschaft

Federn und federn lassen: Im Heck stecken – je nach Antrieb – zwei verschiedene Achsen

Beim Fahrwerk gehen die Stuttgarter nun einen Weg, den wir bereits vom Golf oder den aktuellen Opel Astra kennen. So verfügen der A 250 sowie die 4Matic-Varianten über eine Multilenker-Hinterachse, die weniger Vibrationen und Geräusche an die Passagiere übertragen soll. Die Einstiegsmodelle werden hingegen mit einer Verbundlenker-Hinterachse ausgeliefert. Selbst bestimmen – unabhängig von der Motorisierung – kann man bei der Wahl des Komfortfahrwerks mit Stahlfederung oder der aktiven Dämpferverstellung, die ein frei wählbares Dämpferverhalten zulässt. Dynamik Select ist hingegen serienmäßig und ermöglicht ein individuelles Fahrerlebnis per Knopfdruck.

Assistenten – Auch in der A-Klasse gilt „Safety first“

Eines der Kernthemen bei Mercedes-Benz ist seit jeher die Sicherheit. Im Fall der neuen A-Klasse sollen Funktionsumfänge der Oberklasse, wie eben das teilautomatisierte Fahren, auch im Kompaktmodell erhältlich sein. So überwachen Kamera- und Radarsysteme das Umfeld und können bis zu 500 m vorausschauen. Genutzt werden dafür auch die Karten- und Navi-Daten, sodass die Distronic in einer Vielzahl von Situationen streckenbasierend unterstützt wird und die Geschwindigkeit anpasst. Darüber hinaus stehen ein aktiver Nothalt- und Spurwechsel-Assistent parat – natürlich alles optional. Serienmäßig gibt es einen aktiven Bremsassistenten, während das Pre-Safe Plus, das selbst eine drohende Heckkollision erkennen können soll, auf der Optionsliste zu finden ist. Aber in diesem Fall gilt wohl die alte Weisheit: „Haben ist besser als brauchen“.

Die flachen Rückleuchten nehmen die Form der Frontscheinwerfer auf

BMW 2er Active Tourer Facelift: Behutsam weiterentwickelt

Wie war das noch mit der Mutter der Porzellankiste? Ach ja, sie will mit Vorsicht behandelt werden. So ähnlich scheinen es die Münchner mit der Modellpflege des BMW 2er Active Tourer und seinem gestreckten Bruder, dem BMW 2er Gran Tourer, verstanden zu haben. Man muss nämlich genau hinsehen, um die Unterschiede zum Vorgänger ausfindig zu machen. Ein paar neue Lackfarben hier, neue Felgen da und fertig ist das Facelift? Ist es wirklich so einfach oder steckt mehr hinter der Modellpflege?

Über 380.000 Exemplare des gar nicht typischen BMW sollen seit seinem Marktstart im Jahr 2014 verkauft worden sein. Ein Van von BMW? Da war der Aufschrei seinerzeit groß, doch die Verkaufszahlen geben den Bayern Recht. Wobei nicht alles eitel Sonnenschein beim BMW 2er Active Tourer ist: Die Hauptlager der Dreizylinder-Motoren machten schlapp, sodass ein Motorschaden das Resultat war – oftmals sogar schon nach geringer Laufleistung. Die Besserwisser, die nur die seidigen Reihensechszylindermotoren als wahren Antrieb für einen BMW sehen, werden sich bestätigt fühlen. Nun steht aber das Facelift auf dem Plan und möchte es besser machen. „Schau´n mer mal!“, würde der Bayer sagen.

Optik – Sehr dezente Retuschen

Schau mir in die Nieren, Kleines: Die Optik des 2er Active Tourer wurde nur dezent verfeinert.

Die Münchner sagen zwar, dass der 2er Active Tourer eine neue Frontpartie erhalten hat, doch hier muss man zweimal hinschauen, um sie zu erkennen. So ziert den Bug nun ein breiter, durchgehender Lufteinlass im unteren Bereich. Außerdem trägt der Van nun eine präsentere Niere und soll so einen sportlichen, aber für einen Van eleganten Auftritt beherrschen. Nun, er ist und bleibt ein Kompaktvan…

Die neuen LED-Scheinwerfer ziert nun eine hexagonale Grafik.

Neu ist zudem das Leuchtendesign für die optionalen LED- und adaptiven LED-Scheinwerfer, die mit einem blendfreien Fernlicht aufwarten. Die Doppelrundscheinwerfer sind nun hexagonal ausgeführt und damit etwas präsenter. Außerdem schließt BMW mit dieser Gestaltung zu den restlichen Modellen des Portfolios auf. Ach ja, noch etwas: Die Nebelscheinwerfer wurden ebenfalls neu gestaltet und sind in LED-Technik ausgeführt. Nicht verblüfft? Ok, ich auch nicht.

Gleiches gilt für das Heck des bayerischen Raumschiffs, das eine neue Heckschürze spendiert bekommen hat, die die Breite betonen soll. Vergrößerte Endrohre – bei den Dreizylindermotoren nur mit einem Endrohr – sollen den dynamischen Charakter des 2er Active Tourer weiter hervorheben. Bei den Vierzylindern dürfen immerhin aus zwei Flöten die Abgase herausprusten, sodass man tatsächlich von Dynamik sprechen kann. Noch eins drauf setzt der Active Tourer mit dem optionalen M Sportpaket und wirkt mit dem Facelift noch etwas bulliger und breiter.

Die neue Heckschürze mit integrierten Abgasrohren kündet vom Facelift.

Typisch Facelift: Neue Außenfarben. Wird das „Juraco Beige“ wohl eher einer älteren Klientel gerecht, kann man das neue, mutige „Sunset Orange“ wohl öfter auf den offiziellen Fotos denn auf den zugelassenen Autos zu sehen bekommen. Ebenfalls ein klassisches Mittel für eine Modellpflege sind neue Leichtmetallräder, die im Format 17 bis 19 Zoll zur Wahl stehen.

Innenraum – Bekanntes mit leichter Auffrischung

Feinere Materialien, neue Infotainment-Generationen und neue Polster zeugen vom Facelift.

Was direkt auffällt, sind die neuen, hochwertigeren Materialien im Innenraum sowie die neuen Sitzbezüge im BMW 2er Active Tourer und Gran Tourer. Sie sind nun mit einer Mischung aus „Stoff Sensatec“ und Leder bezogen und hinterlassen einen angenehmen Eindruck. Verändert wurde ebenfalls der Schaltknauf der Steptronic, der nun als rein elektronischer Gangwahlhebel ausgeführt ist. Machen wir an dieser Stelle direkt einen kleinen Abstecher in die Technik-Schublade: Erhältlich ist der geliftete BMW 2er Active Tourer mit drei Getrieben. Zur Wahl stehen eine Sechsgang-Handschaltung, eine 7-Gang Steptronic sowie eine 8-Gang-Steptronic. Ist letztere einzig den Modellen 220d und 225i xDrive vorbehalten, versteckt sich hinter der 7-Gang Steptronic ein Doppelkupplungsgetriebe.

Neuer, elektronischer Wahlhebel für die Steptronic-Getriebe.

Aber zurück zum Interieur: Für die zweite Lebenshälfte kommt nun das iDrive-System der neuesten Generation zum Zuge, dessen optionale Navigationssysteme mit 6,5 und 8,8 Zoll Bildschirmdiagonale ausgerüstet sind. Die Bedienung erfolgt nicht nur mit dem iDrive-Controller mit Touchfunktoin, sondern auch über den Touchscreen und eine Sprachsteuerung. Zudem ist der 2er Active Tourer hoch vernetzt und bietet die BMW ConnectedDrive Services – natürlich nur gegen deutliche Aufpreise. Wer es sich leisten möchte, fährt mit Real Time Traffic Informationen oder der Time-to-Leave-Funktion auf dem Zahn der Zeit. Zudem lassen sich Destinationen über eine App, das Web oder den Kalender teilen. Natürlich steht die mittlerweile übliche Smartphone-Integration über Apple CarPlay ebenfalls zur Verfügung. Je nach entsprechendem mobilem Endgerät kann dieses induktiv geladen werden. Und wie es sich für einen BMW gehört, bietet auch der 2er Active Tourer zahlreiche Assistenten. Darunter etwa die Active Cruise Control mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung oder einen Stauassistenten.

Motoren – Der 2er Active Tourer bleibt dem Dreizylinder treu

Die neuen Dieselmotoren verfügen nun unter anderem über TwinTurbo-Lader.

Ja, die Dreizylinder-Motoren hatten ihre Probleme. Doch mit der nun verbauten neuesten Generation sollen diese der Vergangenheit angehören. So wurden alle Benzinmotoren mit umfangreichen Modifikationen versehen, darunter etwa eine neue Kurbelwelle, ein optimiertes Wärmemanagement, der Ventiltrieb sowie die Aufladung. Als Dreizylinder-Modelle stehen der 216i mit 109 PS und der 218i mit 140 PS parat, die jeweils über die bekannten 1.5 Liter Hubraum verfügen. Die Vierzylinder starten mit dem 220i mit 192 PS, einem 2.0 Liter Vierzylinder, und finden ihren Meister im 225i xDrive mit nachdrücklichen 231 PS. Eine Besonderheit stellt nach wie vor der Plug-In Hybrid 225xe iPerformance dar. Seine elektrische Reichweite beträgt 45 km, die Systemleistung liegt bei 224 PS, während der kombinierte Verbrauch auf 100 km lediglich 2,3 bis 2,5 Liter betragen soll.

Den Start in die Dieselwelt des Active Tourer unternimmt man mit dem 216d mit 116 PS, der auf 1.5 Liter Hubraum aus drei Brennräumen zurückgreift. Sein Verbrauch soll bei zurückhaltenden 4,3 Litern im Drittelmix liegen. Der 218d, der auch mit xDrive erhältlich ist, holt seine Kraft – ausreichende 150 PS – aus 2.0 Litern und vier Brennkammern. Topdiesel ist der 220d, ebenfalls optional mit xDrive erhältlich, mit 190 PS und 2.0 Litern Hubraum. Dieser greift, wie nun alle anderen Diesel auch, auf einen Dieselpartikelfilter, NoX-Speicherkat und ein SCR-System zurück. Unter Letzterem versteht man eine Harnstoffeinspritzung, die Stickoxide im Abgas verringert. Darüber hinaus sollen TwinTurbo-Lader für ein besseres Ansprechverhalten der Selbstzünder sorgen. Bei all den Maßnahmen kann man also annehmen, dass die Bayern die motorischen Schwierigkeiten in den Griff bekommen haben. Die ewig Gestrigen werden aber wohl weiterhin auf die Reihensechszylinder schwören werden und dem Fortschritt abschwören.

Fahrbericht McLaren 570s Spider: Der Haarfön

Es ist schon eines der beruflichen Highlights, wenn man einen McLaren fahren darf. Natürlich sind die so genannten „Brot-und-Butter-Autos“ – nichts für ungut – das, was das Leben ausmacht. Dennoch sind es Fahrzeuge, wie der McLaren 570s Spider, die einem das automobile Leben versüßen. Die anfänglichen Kopfschmerzen, einen offenen Supersportwagen im britischen November zu fahren, wurden angenehmerweise schnell zerstreut. Fahrbericht der technoiden Bodenrakete. Read more

Fahrbericht Volkswagen T-Roc: Crossover mit Identitätskrise

Was bin ich: Dieses ach so lustige Ratespiel, das Mitte der 1950er Jahre im TV startete und erste Ende der 1980er sein Ende fand. Passender könnte es im Falle des Volkswagen T-Roc kaum sein. Diesel-Thematik, Einsparmaßnahmen, Elektrifizierungswelle und der persistente Drang ein Premium-Hersteller sein zu wollen. Kein einfaches Pflaster für den Volkswagen T-Roc. Der SUV oder Crossover – das weiß man ja heutzutage nicht so genau – möchte aus dem etwas biederen Image, das die wahrlich nicht schlechten Modelle Golf, Passat und Co. geschaffen haben, ausbrechen und der Welt zeigen, dass man in Wolfsburg auch richtig hip und cool sein kann. Stellt sich allerdings die Frage: Ist die gewollte Coolness auch wirklich vorhanden?

Design – Same same but different

Irgendwie kommt er einem bekannt vor, der VW T-Roc. Ein bisschen Audi Q2 hier, was vor allem an der C-Säule auffällt, ein wenig Volkswagen-Identität hier und das Ganze garniert mit einem flotte, angesagten SUV-Look. Dazu eine Bi-Color-Optik mit andersfarbigem Dach und fertig ist der nächste MQB-Klon.

Ein „Servus“ nach Ingolstadt: Die Seitenlinie erinnert an den Audi Q2

Nun, ganz so einfach ist die Sache nicht. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, doch kann man zweifelsohne sagen, dass der Volkswagen T-Roc ein hübsches Kerlchen geworden ist. Vorausgesetzt man nimmt etwas Geld in die Hand und lässt die leider bieder wirkende Basis-Ausstattung außen vor. Denn nur wer zum Sport oder Style greift, darf auch das Dach und ein paar Anbauteile in einer Kontrastfarbe wählen – Lifestyle eben. Oder haben Sie schon mal einen günstigen Mini Cooper gesehen?

Glücklicherweise bringen die gehobenen Ausstattungen auch gleich viel fürs Auge mit. Da wäre etwa das Tagfahrlicht: Abgesetzt von den Hauptscheinwerfern übernimmt es bei Bedarf die Funktion des Blinkers und ist in seiner rechteckigen Form  eine gekonnte Abwechslung. Auch, wenn die Blinkmuffel auf unseren Straßen mittlerweile ein unerträgliches Maß angenommen haben. Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, dass sich Audi das Lauflicht hat einfallen lassen? Etwas Neues? Das muss man doch ausprobieren! Aber wir driften vom Thema ab.

Das Heck wirkt zurückhaltend. Bei den Auspuffrohren ist der T-Roc ein Blender

Zurück zum T-Roc: Mit kräftigen Radhäusern, dezenter Kunststoff-Beplankung und angedeutetem Unterfahrschutz vorn wie hinten macht er es sich bequem in der SUV-Schublade. Dabei bleibt der Wolfsburger mit einer Außenlänge von 4,32 m angenehm kompakt und überfordert nicht im Großstadtdschungel. Schließlich werden hier die meisten SUV eingesetzt. Hinzu kommen – je nach Geldbeutel, 16- bis 19-Zoll große Leichtmetallräder, farblich abgesetzte Elemente, wie das Dach oder die Außenspiegel und die stark „AUDI“ schreiende C-Säule. Die MQB-Verwandtschaft zeigt sich in diesem Detail deutlich, was in Anbetracht der hübschen Optik aber kein Makel ist. Am Heck hat die Designer der Mut hingegen verlassen: Auffälligkeiten oder herausragende Elemente sucht man hier vergebens. Einzig die Chromblende, die so tut, als würde sie zwei Auspuffrohre einrahmen, ist ein Blender.

Innenraum – Klopf, klopf!

Der Volkswagen T-Roc möchte also ein Lifestyler sein, wie es so schön heißt. Eine junge, urbane Klientel soll mit dem SUV angesprochen werden, der ein Tiguan zu groß ist, die aber den Gelände-Look schätzt. Diese Kundschaft vermag jedoch zu wissen, was Premium ist und hier kommt der Neuling etwas ins Straucheln.

Viel Hartplastik, aber hübsch verpackt: Das Interieur des Volkswagen T-Roc

Der Grifftest bringt schließlich zu Tage, dass sich im Interieur fast ausschließlich Hartplastik befindet. Der obere Teil des Armaturenbretts? Hart. Die Mittelkonsole? Hart. Die Türverkleidungen? Hart. Das wird manch einer monieren und den Premium-Preis des Wolfsburgers entgegenhalten. Andererseits muss man sich aber auch fragen, wie oft man den oberen Teil des Armaturenbretts wirklich berührt. Wenn man ehrlich ist… nie! Dafür bekam der T-Roc großflächige Blenden spendiert, die man nach Lust und Laune in verschiedenen Farben – passend zum Außenlack – kolorieren lassen kann. Schade nur, dass das Finish zumeist matt ausfällt und nicht in Hochglanz ausgeführt ist.

Und sonst? Nichts zu meckern! Die bisherigen Nörgeleien sind ohnehin so hochgestochen, dass sie wenig ins Gewicht fallen. Schließlich steht hier ein richtig gutes Auto. Die Bedienbarkeit? Bestens! Das Infotainment mit 8-Zoll-Display verzichtet angenehmerweise nicht auf seine Drehregler und ist in kürzester Zeit verstanden. Außerdem ist es angenehm hoch angebracht. Und noch etwas bringt der VW T-Roc mit: Digitale Instrumente, die sich frei konfigurieren lassen. Das macht Laune und passt zum Styler-Charakter des Niedersachsen.

Ohne Fehl und Tadel: Die Bedienung des 8-Zoll-Infotainments gelingt kinderleicht

Selbst beim Platz muss der T-Roc, trotz seiner 25 Minder-Zentimeter zum Tiguan, kaum federn lassen. Vorn sitzt es sich bestens und alle notwenigen Elemente lassen sich großzügig justieren. Sind die Passagiere in Reihe eins zudem keine Riesen, lässt es sich auch in Reihe zwei gut aushalten. Zumal man – natürlich optional – auf hübschen, mehrfarbigen Polstern platznimmt. Der Kofferraum passt ebenfalls zum Format und zum Lifestyle-Cluster: Je nachdem, ob man eine Variante mit oder ohne Allradantrieb 4Motion bestellt, beläuft sich das Basisvolumen auf 392 bis 445 Liter. Umgeklappt bietet der Wolfsburger bis zu 1.290 Liter bei dachhoher Beladung. Das sind keine Fabelwerte, gehen aber in Ordnung.

Fahrgefühl – Ein echter Volkswagen

Es war zu erwarten: Der Volkswagen T-Roc fährt sich bestens und tendiert in keinerlei Extrem. Weder gibt er sich über-sportlich, noch sofa-weich. Der Crossover ist einer, der beim Fahren viel Talente miteinander verbindet. Sogar die Motorenwahl ist so aufgestellt, dass man sich niemals so vorkommt, als hätte man auf irgendetwas verzichten müssen. So bietet das Einstiegsaggregat zwar nur drei Zylinder und 999 ccm Hubraum, doch ist das Output von 115 PS durchaus passabel. Zumal die Fahrleistungen mit 10,1 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und 187 km/h Topspeed absolut ausreichend sind.

Mehr Spaß bringt dennoch der 2.0 TDI mit seinen 150 PS. Zwar wird aus dem – bei diesem Motor stets serienmäßig allradgetriebenen – T-Roc kein Racer, doch bringt das Drehmoment von 340 Nm gute Laune. Leider schaltet das 7-Gang-DSG etwas verhalten und reagiert müde auf spontane Gasbefehle. Auch im Stop-And-Go-Verkehr neigt es dann und wann dazu, sich zu verschlucken. Die Empfehlung geht also zur 6-Gang-Handschaltung.

Der 2.0 TDI ist kräftig und sparsam. Mehr Spaß macht aber klar der 2.0 TSI mit 190 PS

Wenn man aber unbedingt auf das Selbstschalten verzichten mag, dann sollte man sich auch gleich den Top-Motor, den 2.0 TSI mit 190 PS gönnen. Der Vortrieb passt erst hier so richtig zur dynamischen Optik und lässt sich auch auf dem Datenblatt gut lesen. Nach 7,2 Sekunden liegen 100 km/h an und ein Ende ist erst bei 216 Sachen angesagt. Durchaus sportlich.

Und so lässt sich der VW T-Roc auch gerne von links nach rechts scheuchen, gefällt mit seiner zielgenauen Lenkung und dem fein ansprechenden Fahrwerkt. Grundsätzlich dynamisch ausgeprägt, lässt es nie auch nur die Idee aufkommen, unkomfortabel zu sein. Criusen mit mäßiger Geschwindigkeit? Easy! Und das sogar ohne verstellbare Dämpfer, Chapeau!

Fazit – Der VW T-Roc und die werten Mitstreiter

Erwachsener Auftritt eines Lifestylers. Aber hat er das Zeug zum Kassenschlager?

Die Wolfsburger wollen mit dem VW-Troc ein junges Publikum ansprechen, indem sie ihm ein hippes Äußeres verpassen, ohne jedoch auf ein Markengesicht zu verzichten. Angesichts der Preise, die bei 20.390 Euro starten und erst bei nahezu dem Doppelten enden (mit Vollausstattung), kann man das ein wenig in Frage stellen. Modern ist er ja, bietet eine ganze Armada an Assistenten (größtenteils gegen Aufpreis) und lässt sich nett ansehen. Aber ist er auch stark genug, um es mit der Konkurrenz aus den eigenen Reihen aufzunehmen? Der Audi Q2 ist längst zum Standard im Straßenbild geworden und der Seat Arona ist – weiß Gott – auch nicht von schlechten Eltern. Und so steckt der Volkswagen T-Roc vielleicht nicht in einer Identitätskrise, dürfte es aber auch nicht unbedingt leicht haben.

 

Erste Fahrten: 60 Jahre Fiat 500

Die Fiat 500 Familie im Fahrbericht

Alter schützt vor Lifestyle nicht

Will man die Charakteristik eines A-Segment-Fahrzeugs oder neudeutsch „City-Car“ beschreiben, gibt es hierfür nur ein Wort und eine Zahl: FIAT 500. Der bereits seit 1957 in den Bestellbüchern des Turiner Autobauers gelistete Kleinwagen beging am 04. Juli diesen Jahres sein historisches 60-jähriges Jubiläum. Immer wieder mit unterschiedlichen Antrieben und Konzepten modifiziert, machte Fiat 2007 einen Schnitt und vermarktet den Kleinen aus Italien als neuen Fiat 500. Als eines der „Weltfahrzeuge“ verkauft sich der 500er in über 100 Ländern dieser Erde und markierte bereits die 2.000.000 Marke der Verkaufszahlen. Nimmt man die verkauften Einheiten seiner älteren Modelle, kommt die Marke Fiat auf etwas mehr als 6 Million Fahrzeuge, die die unterschiedlichen Produktionsstätten verlassen haben. Hauptabnehmer in Europa ist der deutsche Markt. Hier verkaufte sich der neue Fiat Cinquecento seit 2007 inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L rund 200.000 mal. Mit einigen Sondermodellen, unter anderem beim großen 500L mit den Linien „Urban“, „Cross“ und „Wagon“, will Fiat diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Kleiner Lifestyler aus Italien mit und ohne Verdeck.

Generell stehen italienische Marken für Lifestyle und Dolce Vita. Der Italiener gilt als sehr modebewußt und detailverliebt. Demnach konzipierten und produzierten die Turiner Autobauer 1957 als Nachfolger eines ihrer von 1936 – 1955 verkauften Fahrzeuge, dem Fiat 500 „Topolino“, den Fiat 500 „Nuova“. Die viersitzige „Knutschkugel“ begeistert heute wie damals mit ihrem Charme der „Sixties“. So richtet sich auch die diesjährige Kampagne des Konzerns aus und verpackt dies in einen Werbefilm mit Adrian Brody, wie schon zum Sondermodell des 500 Riva. Der Oscar-Preisträger fühlt sich in die Zeit der 60iger Jahre zurückversetzt. An Details aus Chrom in Kombination mit Komfort Features der heutigen Zeit wird dort nicht gespart. So definiert sich der kleine Italiener seit seinem Produktionsstart. Aufgepeppt mit immer wieder neuen Accessoires und Farben für das Interieur und Exterieur. Nach dem „Reset“ im Jahr 2007 findet der Fiat 500 immer wieder neue Kooperationspartner aus der Mode oder anderer branchenfremder Industrie. Das waren in den vergangen Jahren unter anderem die Modelabel „Gucci“ und „Diesel“. Seit letztem Jahr bedient man sich der Designelemente aus dem Bootsbau. Mit dem „RIVA“ verbinden beide Firmen die Eleganz und die Sportlichkeit ihrer Unternehmen. Für einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten und natürlich einen Ausblick in die Zukunft sowie kurze Testfahrten lud der FCA Konzern in die bayrische Landeshauptstadt München ein.

Dolce Vita mit dem Fiat 500.

Fahrzeug mit Anpassungspotential

Wirken Exterieur und Interieur permanent erneuert, so passt man die Komfortpunkte wie Fahrerassiatenzsysteme oder Konnektivität über Apple CarPlay oder Android Auto dem Mainstream an. Für den Kunden ist optional das Fiat bekannte System UnconnectTM Link wählbar, das mittels eines Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuert wird. Dort sind die Smartphone Anbindungen für Apple und Android Gerät integriert. Das Navigationssystem kann dann weiter eingebunden werden. Die Sicherheitsfeatures beschränken sich auf das City-Notbremssystem, den Spurhalteassistenten mit aktiver Lenkunterstützung sowie den Totwinkel-Assistenten. Bei der Motorenpalette wird die Qual der Wahl nicht allzu groß, denn mit insgesamt drei Aggregaten stellt sich der kleine 500er puristisch auf. Zwei Benziner mit 1.2 Liter und 51 kW (68 PS) und 0,9 Liter mit 63 kW (84 PS) und 77 kW (105 PS) sowie der 1,3 Liter Diesel mit 70 kW (95 PS) stehen dem Jubilar sowohl in Verbindung mit einem Start&Stopp-System und Fünf-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Automatikgetriebe zur Verfügung. Bei so viel italienischem Lifestyle ist mehr Motor auch nicht nötig.

Großer Bruder 500L.

Fiat 500 mit bis zu sieben Sitzen

Anders als der kleine Bruder kommt der große 500L daher. Fünf Jahren nach seiner Premiere wird er nun runderneuert auf den Markt geschickt. Gestreckt und gezogen bietet der 500L eine optimale Raumnutzung mit zweckmäßiger Funktionalität für kleine und große Familien. Im Vergleich zum Vorgänger wollen Fiats Ingenieure 40 Prozent aller Bauteile erneuert haben. Rein optisch reicht uns dies leider nur zu einem Facelift. Dennoch selektieren die Italiener ihren „Großen“ nun in drei Charakteristika mit den Zusätzen „Urban“, „Cross“ und „Wagon“. Der „Urban“ soll Kunden bedienen, die das Fahrzeug ausschließlich für den Verkehr in der Stadt nutzen wollen. Für Kunden, die auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen, kann der „Cross“ genutzt werden. Ausgestattet mit einem Unterfahrschutz vorne und hinten und Flankenschutz bei 25 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit ist er auch für die Schotterpiste bestens geeignet. Die Großfamilie mit bis zu sieben Mitgliedern würde dann gerade richtig passen für die letzte Variante des 500L, dem „Wagon“. Das eindeutige Plus aller drei Varianten liegt zweifelsohne in der Kapazität ihres Kofferraumes. Während „Urban“ und „Cross“ als ausschließliche Fünfsitzer bei voller Bestuhlung noch 455 Liter fassen, nimmt der „Wagon“ bis zur zweiten Sitzreihe sogar noch 638 Liter auf. Mit der dritten Sitzreihe sind es dennoch 415 Liter. Fallen die Rücksitze, laden die Fünftürer 1.480 Liter zu und der Siebensitzer satte 1.784 Liter. Wie seine Brüder der 500er Familie ist auch der 500L mit zeitgemäßen Konnektivitäts Systemen sowie den Fahrerassistenzsystemen ausgestattet.

Aus eins mach`drei – 500L Urban, Cross und Wagon.

Von Benzin bis Erdgas

Seine Motorenpalette spannt der 500L unter der Emissionsnorm Euro 6. Sie umfasst zwei Benziner mit drei Leistungsstufen sowie zwei Turbo Diesel mit je einer Leistungsstufe. Die Benziner stehen in der Liste mit einem 1.4 Liter Aggregat, das als Sauger 70 kW (95 PS) und als T-Jet 88 kW (120 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo produziert hingegen ganze 77 kW (105 PS). Das Dieselangebot rundet das Motorenportfolio mit dem 1,3 Liter MultiJet bei 70 kW (95 PS) und dem 1,6 Liter MultiJet bei 88 kW (120 PS) im vollen Maße ab. Optional kann der 1,3 Liter MultiJet mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe ausgestattet werden. Darüber hinaus ist ein bivalentes Triebwerk verfügbar. Der TwinAir-Zweizylinderturbo kann wahlweise mit Benzin und dem effizienten Erdgas (CNG) ausgerüstet werden. Im CNG-Betrieb beträgt die Gesamt-Leistung 59 kW (80 PS).

Der 500L kann auch abseits der Straße.

Start unter 13.000 Euro

Die Preisgestaltung aus Turin gestaltet sich generell sehr moderat. Startet der kleine 500 mit der Ausstattung „POP“ bei 12.590 Euro, bekommt man den sehr bullig wirkenden 500X mit der Variante „POP“ bereits bei 16.290 Euro. Den Start beim 500L macht die Variante „POPSTAR“ mit einem Einstieg bei 16.490 Euro. Die Basisversionen aller drei Varianten des 500er sind bereits ohne Kompromisse ausgerüstet. Über die mittlere Ausstattungslinie „POP STAR“, dessen Preise bei 13.490 Euro, 18.590 Euro (beim 500X) und 17.990 Euro (beim 500L) einige Features mehr auflistet, enden die Topvarianten mit einem Rund-um-Sorglos-Paket. Das resultiert beim 500 in der Linie „LOUNGE“ bei 15.100 Euro und 20.890 Euro beim 500X, sowie 18.490 Euro beim 500L.

Sieht gar nicht aus wie 60 Jahre.

Fazit: Die 500er Familie scheint mit ihren verschiedenen Derivaten jeden Kunden bedienen zu können. Dabei kommen sowohl Raumvolumen, Nutzwert und vor allen Dingen der italienische Lifestyle nicht zu kurz. Nach gut 60 Jahren wird die Erfolgsgeschichte des kleinen großen Italieners bei gleichem Design in jedem Fall weitergehen.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Nissan Navara – Lifestyle für Fortgeschrittene

Pick-ups sind die kernigen Cousins des SUV. Eigentlich als ehrliche Geländearbeiter konzipiert, werden sie in Westeuropa im Windschatten des Crossover-Booms vor allem als bullige Lifestyle-Mobile vermarktet. Wer Autos wie den Nissan Navara als eindrucksvollen Pkw für den Alltag nutzen will, muss jedoch wissen, worauf er sich einlässt.

Der Nissan Navara will mehr sein als ein Pritschenwagen für Gewerbetreibende

Zunächst einmal eine Entwarnung: Vor dem Einparken braucht im Navara niemand Angst zu haben. Dank Rundum-Kameraüberwachung vorne, hinten und in den Außenspiegeln ist das Rangieren der wuchtigen Karosse ein Kinderspiel. Die Videoaugen sind eigentlich in erster Linie für den Offroad-Einsatz in unübersichtlichem Gelände gedacht, bewahren aber nicht nur vor ungewolltem Kontakt mit Steinbrocken oder Felswänden, sondern auch vor dem Touchieren von Pollern oder Parkplatznachbarn. Voraussetzung für das umsichtige Einparken ist allerdings, dass man überhaupt einmal eine geeignete Lücke findet.

Auch tiefe Wasser sind kein Problem

Wie groß die Chancen auf einen Parkplatz sind, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und guter Planung ab. Wer etwa im samstäglichen Shopping-Verkehr in eine enge Innenstadt fährt, hat verloren. Mit gut 5,30 Metern Länge und einer Breite von deutlich über zwei Metern findet der Navara dort unter freiem Himmel nur mit viel Glück ein Plätzchen. Dazu kommt: Viele Parkhäuser werden zur Mäusefalle – man findet zwar rein, aber nur schwer wieder raus. Gut, wenn man für solche Gelegenheiten einen Zweitwagen mit city-tauglichen Abmessungen unterhält. Außerhalb des Wochenend-Betriebs und mit ein wenig Parkhauskenntnis (neuere Exemplare sind meist großzügiger gebaut als solche aus den 70ern) macht der Navara aber erstaunlich wenig Ärger. Zugeständnisse muss man allerdings bei der Gepäckmitnahme machen. Die Ladefläche ist zwar riesig – und dank diverser Planen und Hardtops (ab 3.400 Euro) im Zubehörangebot auch wetterfest – aber halt auch ziemlich hoch und tief. Wirklich praktisch ist die Pritsche nur, wenn Sperriges oder Schmutziges transportiert werden soll – etwa ein kleines Offroad-ATV oder Rindenmulch aus dem Baumarkt.

Auf die Pritsche passt ordentlich Ladung

Zugeständnisse verlangt auch das Fahrverhalten. Wo sich aktuelle SUV fahren wie besonders große Pkw, verhält sich der Navara wie ein besonders großes Nutzfahrzeug. Brummig und laut, mit zäher Lenkung und ruppigem Schwerlast-Fahrwerk. Der hemdsärmlige 2,3-Liter-Diesel mit 120kW/163 PS schiebt den Allrader zwar energisch an, sorgt aber dafür, dass das auch ja jeder Passagier mitbekommt. Das entspannt-kraftvolle Mitschaukeln hoch über dem übrigen Straßenverkehr kann dabei durchaus Spaß machen, fühlt man sich doch fast wie ein Kapitän der Landstraße. Die Romantik aber verfliegt auf Langstrecken in lauten Kabine rasch. Dabei zählt der Navara in Sachen Fahrkomfort durchaus zur Spitze im Segment. An der starren Hinterachse sorgen bei den Modellen mit Doppelkabine Schraubenfedern für eine verbesserte Radführung, wodurch das Heck dem Bug präziser durch die Kurve folgt. Rumpeliges Versetzen der Hinterachse kennt der Navara kaum.

Innen geht es edel zu

Auch im Innenraum erinnert wenig an ein Nutzfahrzeug, viel mehr an die SUV-Modelle Qashqai und X-Trail. Von letzterem stammt auch die Cockpit-Einrichtung, die auf Wunsch mit viel Leder und Chrom glänzt. Die Ausstattungsliste ist mit Posten wie einem Notbremsassistenten und einer Klimatisierung für den Fond allgemein üppiger als in der Pick-up-Klasse traditionellerweise üblich. Auch wenn der Navara sich mit all den feinen Extras von seinem günstigen Basispreis entfernt (ab 26.470 Euro für das Basismodell mit zwei-plus-zwei-sitziger King-Cab und Heckantrieb), bleibt er für ein Auto seiner Größe relativ preiswert. Als Allrader mit dem kleineren der beiden Diesel und in der schicken N-Connection-Ausstattung (Zwei-Zonen-Klimaautomatik, abgetönte Scheiben, 18-Zoll-Räder) kostet das fünfsitzige Double-Cab-Modell 35.670 Euro inklusiv Mehrwertsteuer. Selbst ein vergleichbarer Nissan X-Trail käme teurer.
All das kann am Ende aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Navara letztlich nicht für den langweiligen Alltag zwischen Neubaugebiet und Autobahn gemacht ist. Der robuste Leiterrahmen, der zuschaltbare Allradantrieb inklusive Offroad-Untersetzung und Differenzialsperre an der Hinterachse und der serienmäßige Bergfahrassistent zeigen, dass er eigentlich ins Gelände will. Dort hängt der Navara schon auf dem Papier all die modischen Softroader mühelos ab: 22 Grad Rampenwinkel, 50 Grad Kippwinkel und 60 Zentimeter Wattiefe – um nur ein paar Kennzahlen zu nennen, die SUV-Fahrer in der Regel nicht mal in den technischen Datenblättern ihrer Modelle aufgeführt finden würden. Und auch jenseits schweren Geländes punktet der Navara mit Handfestem: Bis zu 3.500 Kilogramm dürfen an den Haken, rund eine Tonne Last auf die 1,58 Meter lange Pritsche.

Die Kameras sorgen für Übersichtlichkeit

Wirklich glücklich wird man mit dem Navara nur, wenn man Lifestyle als aktiven Lifestyle versteht. Mit klobigem Sportgerät eben, oder im freien Gelände. Wer nur ein möglichst dickes Auto will, um den kernigen Typen geben zu können, ist mit einem klassischen SUV besser bedient. (Holger Holzer/SP-X)

Dacia Logan MVC Stepway – Gefällig statt nur günstig

Dacia stellt dem 8.000-Euro-Kombi Logan MCV eine schicke Lifestyle-Version zur Seite. In der neuen Stepway-Ausführung trägt der kantige Kombi ein modisches Geländewagen-Kleid und wartet mit fülliger Ausstattung auf. Premiere feiert der Crossover-Kombi auf dem Genfer Salon (9. bis 19. März).

Vom eher schmucklosen Standard-Logan setzt sich der Stepway unter anderem durch eine zweifarbige Frontschürze, schwarze Seitenschweller und Radhausverbreiterungen sowie einen angedeuteten Unterfahrschutz am Heck ab. Die um fünf Zentimeter höher gelegte Karosserie sorgt für besseres Vorankommen auf schlechten Wegen, Allradantrieb gibt es jedoch nicht.

Dacia legt den Logan MCV als Stepway-Modell auf

Im Innenraum verschönert Chromschmuck das Cockpit, elektrische Fensterheber vorn und eine Mittelarmlehne erhöhen den Komfort. Zur weiteren Ausstattung zählen Parkpiepser am Heck und eine Berganfahrhilfe. Optional ist eine Rückfahrkamera zu haben. Basismotor ist ein 0,9-Liter-Turbobenziner mit 66 kW/90 PS, alternativ gibt es einen gleich starken 1,5-Liter-Diesel. Später soll eine Autogas-Variante des Benziners folgen.

Preise für den Dacia Logan MCV Stepway nennt die Renault-Tochter nicht. Klar ist, dass der Crossover-Kombi weit von den rund 8.000 Euro entfernt sein wird, die der Basis-Logan mindestens kostet. Orientiert man sich am Stepway-Modell des kleineren Sandero (ab 9.900 Euro) scheinen rund 11.000 Euro realistisch. (Holger Holzer/SP-X)

Test: Mercedes-Benz GLE 350d Coupé

Die neue Ausrichtung wirkt, Stuttgart hat gerade erst so richtig Fahrt aufgenommen: Die Spitzenposition im Kampf um die globale Vormachtsstellung der Premium-Hersteller zurückerobert, neue Modelle bringen sie gefühlt im Wochentakt auf den Markt – die komplett neue Design-, wie Technologielinie, sie funktioniert bestens.

Test: Mercedes-Benz GLE 350d Coupé

Bestes Beispiel dafür ist das GLE 350d Coupé. Er strotzt nur so vor Selbstbewusstsein, spielt ganz gezielt die Karte des mächtigen emotionalen Statements, um das es in dieser Fahrzeugklasse zu gehen scheint. Imponieren. Darstellen. Das kann das neue Mercedes-Coupé überraschend gut. Vor allem, weil doch seit jeher klassische Zurückhaltung eher Inbegriff eines jeden Benz war. Eindruck schinden, Prestige- und Ehrfurcht bei den anderen Verkehrsteilnehmern hinterlassen, damit besetzt man heute aber eher die fetten Nischen und entsprechend fährt das  GLE Coupé vor.

Mit 21-Zoll-Bereifung, hinten über 30 Zentimeter breit, steht der vollausgestattete Testwagen so fleischig in den gewölbten Radkästen, dass du die Spoiler, Lufteinlässe und Racing-Gitter der AMG-Line-Verzierung beinahe übersiehst, wären da nicht noch ein paar Radkastenverbreiterungen, Windkanten und andere hochglänzende Details. Generell gilt natürlich auch beim GLE Coupé, wie für jeden anderen Mercedes-Benz auch, dass sich die wirklich feinen Details erst gegen Aufpreis aus der Preisliste locken lassen.

Interessant dabei: du entscheidest über tiefgreifende Auswirkungen des Fahrzeugcharakters allein über die dort gesetzten Kreuze. Das Airmatic-Paket etwa bringt erst diese wirkliche Souveränität, dieses entkoppelte Gleiten, das erstrebte Schweben über den Dingen, das man von einem Mercedes erwartet – und das Trotz der mächtigen Felgen. Natürlich gilt das aber auch für die Dinge, die man nicht unbedingt wie ein Luftfederbein greifen kann, so etwa das Fahrerassistenzpaket Plus, die Klimatisierungsautomatik auch im Fond, LED Intelligent Light System und nicht zuletzt das Comand Online-System.

Die Macht dieser geballten Systemkompetenz des GLE 350d Coupé zeigt sich darin, wie spielerisch du plötzlich mit ihm umgehst. Sein Größe stört dich nicht beim Parken, er macht das schließlich von alleine, er schaut für dich in den toten Winkel und hält die Spur in der engen Autobahnbaustelle. Nicht einmal den Dieselmotor nimmst du mehr als solchen wahr. Und das obwohl es immer noch das alte Aggregat aus dem Vorgänger ist. Soll heißen: 3.0 Liter V6-Direkteinspritzer, 258PS mit 620Nm. Grund dafür ist die neue 9G-Tronic, ein Wunderwerk modernen Maschinenbaus. Unmerklich gleitet es durch die Fahrstufen, hält den Selbstzünder stets im fleischigen Drehmoment massiv und doch drehzahlmäßig so im Hintergrund, dass du ihn kaum je zu dir durchdringen hörst.

Es ist also trotz der Streitwagen-Optik und den Abstrichen bei der Praktikabilität, die die flache Dachlinie und dieses Coupéheck bringen, doch noch sehr viel Mercedes-Benz alter Schule zu finden. Klar, er ist in Sachen Handling, Verbrauch, ja selbst bei der Connectivity-Technologie nicht mehr auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist – 3.5 Tonnen Anhängelast, weit über 600kg Zuladung und dieses unglaublich viel Selbstvertrauen gebende Gefühl, dass man einen Mercedes-Benz fährt, machen ihn aber dennoch zur Empfehlung. Und wem das selbstbewusste Auftreten gefällt, der wird ihn eh mögen.

VW Crafter als Wohnmobil – Erste Lifestyle-Varianten sind da

Obwohl offiziell der Crafter noch gar nicht im Markt ist, werden Mitte Januar 2017 auf der Stuttgarter Freizeitmesse CMT bereits die ersten Wohnmobil-Umbauten des Kleinlasters vorgestellt. Neben dem neuen Florida Multitalent von Schwabenmobil steht die Studie „Saint & Sinner“ der Firma Knaus Tabbert in Halle 5.

Schwabenmobil, eine Marke der HRZ Reisemobile GmbH, hat sein erstes Angebot auf Crafter-Basis namens Florida Multitalent fertig. Der für zwei Personen ausgelegte Camper soll ein hohes Maß an Flexibilität bieten. Das Heck kann nachts zwei Einzelbetten oder ein Doppelbett bieten. Tagsüber eignet sich der Frachtraum als mobile Fahrradgarage. Alternativ kann das neue Schwabenmobil auch als Freizeitfahrzeug mit sechs vollwertigen Sitzen genutzt werden. Und natürlich bietet sich der Florida Multitalent auch als Kleinlaster für den Transport von maximal zwei Europaletten und bis zu 3,60 Meter langes Sperrgut an.

Schwabenmobil zeigt mit dem Florida Multitalent sein erstes Wohnmobil auf Crafter-Basis

Ebenfalls Weltpremiere wird der Crafter-Ausbau Saint & Sinner von Knaus Tabbert feiern. Mit einer Lackierung in Rot-Weiß greift die Studie die Kultlackierung des T6 Sondermodells Generation Six auf. Das offiziell als Studie deklarierte Wohnmobil soll in seinen geräumigen Gepäckraum unter einem Querbett mit klappbarem Lattenrost einen variablen Stauraum mit Schränken bieten. Alternativ kann man den Saint & Sinner auch für anspruchsvollere Transportaufgaben nutzen. (Mario Hommen/SP-X)

Volkswagen Amarok – Nutztier macht auf Lifestyle

Nach seinem Facelift nimmt der VW Amarok mit seiner Topversion insbesondere SUV-Käufer ins Visier: Im ab September erhältlichen Launchmodell Aventura ist der neue V6-Diesel in seiner kräftigsten Ausbaustufe mit 165 kW/224 PS montiert und mit Allradantrieb kombiniert. Darüber hinaus wird der so mindestens 46.525 Euro teure Pick-up komfortabel ausgestattet. Zum Facelift sechs Jahre nach Markteinführung bekommt der Amarok zudem ab der Basisversion (25.720 Euro) eine Front im Pkw-Stil und einen schickeren Innenraum.

Das Multifunktionsdisplay zwischen den Rundinstrumenten ist beim Launchmodell farbig und hat eine 3D-Anzeige, bedient wird es über das Multifunktions-Lederlenkrad
Das Multifunktionsdisplay zwischen den Rundinstrumenten ist beim Launchmodell farbig und hat eine 3D-Anzeige, bedient wird es über das Multifunktions-Lederlenkrad

Zum Ausstattungsumfang des Amarok Aventura gehören neben Klimaanlage, Bluetooth-Anschluss fürs Telefon und Edelstahl-Pedalerie auch besonders rückenfreundliche, 14-fach verstellbare Komfortledersitze mit Sitzheizung. Das Multifunktionsdisplay zwischen den Rundinstrumenten ist beim Launchmodell farbig und hat eine 3D-Anzeige, bedient wird es über das Multifunktions-Lederlenkrad. Die Achtgang-Automatik kann über Schaltwippen gesteuert werden. Über den Touchscreen des Infotainmentsystems greift man zudem bei Bedarf auf Apps des Smartphones zu.

(Hanne Schweitzer/SP-X)

Jetzt schlägt´s Sieben – Der Mini Seven

Das erste Design-Modell der aktuellen Mini Generation zeigt sich in Gestalt des Mini Seven. Der kultige Kleinwagen ist als Drei- und Fünftürer erhältlich, wobei letzterer satte 72 mm länger ist und damit das klassische Konzept hinter sich lässt. Als Seven soll der Mini aber den Premium-Charakter widerspiegeln, der ihm ohnehin schon durch seine BMW-Wurzeln in die Wiege gelegt wurde. Hinzu gesellen sich ein individueller Stil, exklusive Design-Elemente innen wie außen und eine ordentliche Ausstattung. Read more

Pakete für Seat Mii, Ibiza und Leon – Plus an Lifestyle und Technik

Mit zwei neuen Paketoptionen will Seat Käufer von Mii, Ibiza und Leon zu mehr Ausstattung verführen: Das Paket „Emotion“ umfasst Lifestyle-Extras wie Panorama-Glasdach, mit „Faszination“ wird die Nachfrage nach Technikhighlights, darunter ein Navigationssystem, bedient. Seat verspricht Preisvorteile von bis zu 2.000 Euro.

Der Kleinstwagen Mii wird beispielsweise durch „Emotion“ (Aufpreis hier: 900 Euro) mit Panorama-Ausstell-/Schiebedach, Alcantara auf den Sitzen und 15-Zoll-Leichtmetallrädern aufgewertet. Je nach Fahrzeug unterscheiden sich die Pakete leicht. Beim Leon zum Beispiel umfasst die Lifestyle-Option neben dem Glasdach 17-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Innenlicht- und das Alcantara-Paket. „Faszination“ hält für alle Varianten von Ibiza (Aufpreis rund 800 Euro) und Leon unter anderem Navigationssystem, Sound System und digitalen Radioempfang DAB+ bereit.

Kleiner Jeep Renegade, ganz tapfer!

Go anywhere, do anything!

Tapfer kämpft sich der kleine Renegade durch das Unterholz. Immer wieder setzt Staub die Frontscheibe des kleinsten der Jeep Famile zu. Kein Wunder, vor ihm zeigt der stämmige Bruder Wrangler gerade, was es heißt, mal richtig im Gelände unterwegs zu sein. Immerhin stammt er in direkter Linie von dem legendären Willis MB ab. „Go anywhere, do anything“, lautet die Devise von Jeep, die seit fast 75 Jahren ausschließlich Geländewagen und SUV bauen. Nun sind wir nicht am Rubicon in Montana, jenem mörderischen TestTrail, den jeder Jeep, der etwas auf sich hält, gemeistert haben muss. Doch auch das Testgelände hier im Maintal ist mit seinen Geröllstrecken und unübersichtlichen Schlammlöchern durchaus anspruchsvoll.

P1150471

In der Offroad-Variante Trailhawk mit Allradantrieb und diversen Fahrprogrammen hat der Renegade, der als erster Jeep nach der Liason von Chrysler mit Fiat nicht in Amerika, sondern in Italien gebaut wird, nicht viel Mühe mit der Strecke. Wie es sich für einen Jeep gehört. Auch für einen, der sich zwar jetzt mit einem Fiat 500 X eine Plattform teilt, dessen kantiges Äußeres aber mehr von seinen amerikanischen Genen zeugt. Im Innenraum sorgen trotz viel Jeep typischem Plastik farblich abgesetzte Umrandungen, das große Farbdisplay in der Mitte und die geschäumte Oberfläche der Armaturentafel für eine eher italienisch anmutende erfreulich freundliche  Atmosphäre. Vorne wie hinten gibt es für ein Auto dieser Klasse ordentlich Platz.

P1150493

Auf der Strecke fordern spitze Steinkanten jetzt einen äußerst gefühlvollen Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse. Doch vor dem Schlimmsten bewahren spezielle Unterfahrschutz-Planken, die Jeep dem jüngsten Sprössling mit auf den Weg gegeben hat. Zwar unterstützt den Renegade Trailhawk mit dem 170 PS starken Vierzylinder Diesel keine Geländeuntersetzung, dafür eine im Vergleich zu den anderen Modellen kürzere Achsübersetzung, was gemeinsam mit dem kurzen ersten Gang der Neunstufen-Automatik zu überraschenden Offroadtalenten führt. Jetzt eröffnet sich vor uns ein Bild, das den Atem stocken lässt. Der Wrangler streckt ein Hinterrad in die Höhe und droht, den Hang hinunterzupurzeln. Unbeirrbar senkt sich das Urgestein von Jeep langsam ab und setzt seinen Weg fort. Die Sorge, dass der kleine Renegade hier nun doch noch scheitern könnte, lässt uns an Umkehr denken. Doch leider schiebt sich gerade der für alle Jeep typische siebenstrebige Kühlergrill eines uns folgenden Cherokee in den Rückspiegel. Wir lassen es langsam angehen. Die Traktionskontrolle kümmert sich um den Vortrieb und in Zentimeterarbeit kippen wir ab. Am Ende zeigt sich, dass die Technik eines Jeep Renegade Trailhawk mehr kann als jeder noch so geübte Offroad-Artist.

 

Porsche Panamera: Sportlicher Fahrspaß für alle Tage

Porsche fahren ist eine ganz besondere Verbindung von Vernunft und Vergnügen: Die Kombination von Spitzenleistung und Sportlichkeit mit Effizienz und Alltagstauglichkeit über das gesamte Modellprogramm hinweg ist ohne Beispiel.

Die konsequente Entwicklung auf beste Performance im Alltag und auf der Rennstrecke garantiert den Porsche-Eignern deshalb nicht nur den markentypischen Fahrspaß, sondern auch Zuverlässigkeit, Wertstabilität und Langlebigkeit ihrer Fahrzeuge. Rund 70 Prozent aller jemals gebauten Porsche-Fahrzeuge sind noch immer auf der Straße unterwegs. Und zahlreiche darunter haben ihren Wert nicht nur behalten, sondern ihren Preis vervielfacht.

Mit dem Fahrspaß, den die neuen Sportwagen-Generation bieten, hat Porsche die Wettbewerbsvorteile des 911 Carrera weiter ausgebaut. Das 911 Carrera S Coupé mit sportlich optimaler Ausstattung ist in der Lage, innerhalb von 7:40 Minuten die Nordschleife des Nürburgrings zu umrunden. Damit ist es rund 14 Sekunden schneller als das Vorgängermodell. Das ist das Niveau, auf dem sich der bisherige 911 GT3 – die Straßenversion des Cup-Rennwagens – bewegt.

Die Gründe für diese spektakulär schnellere Rundenzeit liegen grundsätzlich in der gesteigerten Motorleistung, den Gewichtseinsparungen und dem Fahrwerk mit neuer Geometrie. Dazu kommen neue und verbesserte fahrdynamisch wirksame Systeme wie das Porsche Active Suspension Management (PASM), das Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC), die dynamischen Motor- oder Getriebelagerung oder das Porsche Torque Vectoring (PTV). Der Zugewinn an Sportlichkeit durch diese – teilweise optionalen – Fahrdynamik-Systeme beschränkt sich nicht auf die Sportwagen. Sie stehen genauso für die Panamera-Modelle zur Verfügung, deren sportliche Grundausrichtung damit noch weiter optimiert werden kann.

 

Vorbilder für Effizienz im realen Fahrbetrieb

In der Top-Liga der Sportwagen und Gran Turismo legen die Porsche-Modelle nicht nur mit ihrer Performance, sondern auch ihrer Effizienz die Messlatte sehr hoch: Die Idee dahinter heißt Porsche Intelligent Performance. Systeme und Funktionen wie Auto-Start-Stopp, Thermomanagement und Bordnetzrekuperation bieten ausnahmslos alle Produktfamilien. Die Modelle mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) erlauben darüber hinaus das besonders energiesparende Segeln – eine Art intelligenter Freilauf. Die neue elektromechanische Servolenkung der Sportwagen bietet nicht nur Porsche-typische Präzision und Rückmeldung, sondern leistet ebenfalls einen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Verbrauchsreduktion.

Die Verbrauchseinsparungen sind ähnlich signifikant wie die Performance-Gewinne: Alle 911 Carrera kommen mit deutlich weniger als zehn Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer aus. Im Vergleich zu den jeweiligen Vorgängermodellen sanken Verbrauch und Emissionen um bis zu 16 Prozent. Auch die Panamera sind in ihrer Klasse Vorbilder für Effizienz – insbesondere das Hybrid-Modell. Im Rahmen einer Verbrauchs-Challenge bei der Pressevorstellung des Panamera S Hybrid erreichten Journalisten im Alltagsverkehr Durchschnittsverbräuche von weniger als acht Liter auf 100 Kilometer Fahrstrecke – und das in den Bergen Bayerns. Bei der rund 300 Kilometer langen Umweltrallye „Challenge Bibendum“ gewann der Panamera S Hybrid sogar mit nur 4,5 Liter auf 100 Kilometer vor einem Feld von 14 Mitbewerbern. In dieser Klasse wurden sowohl Fahrzeuge mit konventionellen Diesel- und Benzinmotoren als auch Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle gewertet. Den zweiten Platz belegte ein 911 Carrera mit konventionellem Verbrennungsmotor.

Der äußerst niedrige Verbrauch des Panamera S Hybrid mit immerhin 380 PS Systemleistung war mit ein Erfolg fortschrittlicher Betriebsstrategien, die Porsche derzeit entwickelt und bei dem Wettbewerb praktisch umgesetzt wurden. Sie sind der Kern des zukünftigen Assistenzsystems ACC InnoDrive. ACC InnoDrive blickt auf der Basis von Navigationsdaten vorausschauend auf die Strecke und gewinnt daraus Informationen zur Steuerung von Motor, Getriebe und Bremsen für ein verbrauchsoptimiertes Fahren in verschiedenen Geschwindigkeits- und Fahrdynamikbereichen. Damit trägt es in erheblichem Maß zu einer Effizienzsteigerung des Fahrzeugs bei. Das Kraftstoff-Einsparpotenzial mit Hilfe von ACC InnoDrive liegt bei rund zehn Prozent unter Realbedingungen.

Top-Qualität für Alltagstauglichkeit und Preiswertigkeit 

Porsche ging zu jeder Zeit an die Grenzen des technisch Machbaren und es gibt nur sehr wenige Technologien zur Leistungs- und Effizienzverbesserung, die nicht später in die Serienfertigung Einzug hielten – oder noch nicht hielten. Immer vorausgesetzt jedoch, sie sind auch alltagstauglich. Alle Fahrzeuge werden unter sehr strengen und weit gefassten Qualitätsansprüchen entwickelt und gebaut. Zuverlässigkeit steht dabei ebenso ganz oben in der Werteskala wie Langlebigkeit, Kunden- und Servicefreundlichkeit. So wird jedes Porsche-Modell exakt an die teils extremen Klima-Unterschiede in den mehr als 110 Märkten der Welt, in denen Por-sche-Fahrzeuge offiziell angeboten werden, angepasst.

In Europa liegen zum Beispiel die Wartungsintervalle von 30.000 Kilometern bei den Panamera-Modellen in dieser Klasse an der Spitze und teilweise deutlich über denen der Wettbewerber. Das renommierte US-Internetportal „Motortrend“ bewertet den Gran Turismo bei den Unterhaltskosten mit dem Top-Siegel „excellent“, die 911 Carrera ebenso. Auf dem deutschen Markt rangiert der Panamera in der Versicherungseinstufung sogar im klassenüblichen Mittelfeld, der 911 Carrera gilt als vergleichsweise preisgünstig.

Auch bei der Markteinführung der Hybridtechnologie legte Porsche eigene Maßstäbe an. Kernaufgabe bei der Konzeption war unter anderem, dass die Hybridfahrzeuge neben dem elektrischen Fahrerlebnis alle Porsche-typischen Markenwerte bieten, die die Kunden gewöhnt sind. Zum Beispiel hat der Cayenne S Hybrid die gleiche Geländetauglichkeit wie die konventionellen Varianten und trotz des höheren Systemgewichts ergeben sich keine Einschränkungen bei der Anhängelast. Der Erfolg: Die Verkaufszahlen des Porsche Cayenne S Hybrid für 2011 sind mehr als doppelt so hoch wie die aller Mitbewerber in diesem Marktsegment zusammen.

Qualität zahlt sich aus: Zufriedene Kunden, höchster Werterhalt 

Das Porsche-Prinzip Top-Qualität zu entwickeln und zu produzieren trägt über alle Fahrzeug-Generationen hinweg alljährlich Früchte. Im letzten Praxistest des ADAC schnitt Porsche mit der besten Note aller deutschen Hersteller für die Kundenzufriedenheit ab. Beurteilt wurden dabei unter anderem Eigenschaften und Zuverlässigkeit des eigenen Fahrzeugs sowie Werkstattleistungen und Händlerservice. Anfang 2012 erklärte das renommierte US-Marktforschungsinstitut J.D. Power and Associates in der Vehicle Dependability Study 2012 (VDS) Porsche zur besten europäischen Automobil-Marke. Die Studie fokussiert auf die Langzeitqualität der Fahrzeuge im US-Markt. Der Porsche 911 ist in seinem Segment das beste Fahrzeug. In der Bewertung europäischer Automobilfabriken belegt das Stuttgarter Porsche-Werk ebenfalls den Spitzenplatz – bezogen auf die Langzeitqualität der produzierten Sportwagen. Und bei der Fehlerfreiheit erreicht die Marke Porsche ihr bestes Ergebnis in der VDS.

Hinter diesen Ergebnissen stehen handfeste wirtschaftliche Vorteile für die Porsche-Kunden. So wurde der Porsche Panamera Turbo zum wertstabilsten Auto seiner Klasse erklärt. Der Restwert des Fahrzeugs liege in vier Jahren noch bei über 56 Prozent des Neupreises, wie das gemeinsam von Auto Bild und Schwacke ermittelte Ergebnis zeigt. Damit trägt der Gran Turismo den Titel „Wertmeister 2012“ für den geringsten prozentualen Wertverlust in der Luxusklasse. Die Restwertprognose ist Grundlage vieler Kalkulationen für Finanzierungs- und Leasingangebote und für die Entscheidung bei der Anschaffung von Dienst-, Firmen- und Mietwagenflotten.

Langfristig wird bei einer Investition in einen Porsche aus dem Werterhalt in der Regel ein Wertzuwachs. Zwei von drei jemals gebauten Porsche existieren auch deshalb noch, weil sie immer wertvoller werden.

 

Text: Porsche Presse Foto: Jan Gleitsmann

Passion: smart times 2015

Wenn knapp 2500 Begeisterte nach Budapest strömen, insgesamt locker 1000 Smart auf dem Heldenplatz parken und ein Wochenende lang ausgiebig feiern, dann ist: smart times.

smart times _DSC4167budapest 2015

reduced to the party

„smart times“: Ein Treffen, das aus einem losen Miteinander verschiedener Fanclubs bald länderübergreifend und immer größer wurde, bis sich auch der Hersteller selbst an diesem Spektakel beteiligte. Seit fünf Jahren nun spricht die Vorstandsvorsitzende des kleinen Kleinwagenherstellers die Eröffnungsrede am ersten Abend der Veranstaltung. Und nicht etwa bloß ein paar Grußworte, die der Ghostwriter locker aus dem Handgelenk geschüttelt hat, nein. Annette Winkler kommt nicht nur im Discokugel-Smart mit einem ebensolchen Kleid auf die Bühne gefahren, sie feuert eine gut einstündige Show ab, in der sie jede der anwesenden dreißig Nationen Landessprache begrüßt, die weiteste Anreise kürt, den Elektro-Marathon eines Fahrers aus Hamburg würdigt und sogar drei Smart-begeisterte Brautpaare, die sich im Rahmen des Festivals haben trauen lassen, auf die Bühne bittet. Dazu stimmt sie Lieder an, klatscht, tanzt und ist selbst mindestens so aus dem Häuschen, wie die Menge, die sie begeistert.

Das am Ende sogar noch das neue Smart Cabrio seine Weltpremiere vor den Fans feiern darf, bevor es sich in ein paar Tagen auf der IAA in Frankfurt der Weltpresse zum ersten Mal präsentiert, ist mit Sicherheit auf die Initiative von Frau Dr. Winkler zurückzuführen.

Denn ihr geht es weniger um die perfekte Marketinginszenierung ihrer Marke, sondern um deren Identität. Und die geht von der Begeisterung ihrer Fans aus. So hat sie in Budapest beinahe die gesamte Führungsriege vor Ort, lässt Designer und Entwickler in den Dialog mit den Markenanhängern treten, Wünsche, Anregungen, Lob und Kritik einfangen. Ein „wir-Gefühl“ soll entstehen – auch wenn sich dieser Dialog auch als kostengünstige Marktforschung sehen ließe. Oder customer-clinic. Oder wie auch immer man es nennen mag.

Was die Veranstaltung auf jeden Fall ist: authentisch. Zwar finden sich viele Fahrzeuge aus der Flotter mit Böblinger Kennzeichen auf dem Platz, doch es sind die, die die Fans begeistern. Zwei Crossblade stehen offen für jede Fotoschandtat zur Verfügung, diverse Brabus tailor-made Modelle der neuen Generation, sogar die Original Smart forjeremy Studie haben sie aus dem Schwabenland mitgebracht.

Ansonsten hält sich der Hersteller aber vornehm zurück und überlässt den Clubs die Bühne. Eben jenen, die die smart times zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Und wenn das vielleicht auch bedeutet, dass im Ablauf nicht immer alles perfekt ist, so verleiht es dem Treffen doch Charakter. Soviel, dass manch hartgesottenem Norweger über 2500 Kilometer einfache Anfahrt mit seinem crossblade auf sich nimmt. Ohne Türen, ohne Windschutzscheibe, stattdessen bloß: Passion.

smart times _MSC3738budapest 2015 smart times _MSC3582budapest 2015 smart times _MSC3533budapest 2015 smart times _DSC4648budapest 2015 smart times _DSC4283budapest 2015 smart times _DSC3913budapest 2015 smart times _DSC3861 - Kopiebudapest 2015 smart times _DSC3847 - Kopiebudapest 2015

VW Passat GTE – Mein Lifestyle!

Der „Klassiker“ VW Passat wurde mit dem Modellwechsel vor wenigen Monaten zum richtig schicken Auto, das die Distanz zur hauseigenen Premiummarke Audi deutlich verkürzt hat. Solide verarbeitet und mit den typischen Eigenschaften eines Passat – hierzulande meistens in der Kombiversion – so wird er geliebt.

Benziner, Diesel, alles im Programm, aber so richtiges Lifestyle-Feeling wollte unterm Carport in der Neubausiedlung nicht aufkommen. Irgendwie ist es halt doch ein „normaler“ Passat. Das kann nun der neue Passat GTE ändern!

Plug-In Modelle, also Fahrzeuge,die neben dem Benziner auch einen Elektromotor unterm Blechkleid haben und an der Steckdose „aufgetankt“ werden können, heißen bei Volkswagen „GTE“. Angefangen mit dem Golf GTE, wird die umweltbewusste Fahrzeug-Reihe nun mit dem erfolgreichen Volumenmodell Passat fortgesetzt.

In schickem Weiß wird der neue VW Passat GTE aktuell in Amsterdam präsentiert, die Markteinführung ist für Herbst bei uns vorgesehen. Amsterdam, fragt man sich, warum dort? Weil die niederländische Regierung einiges in den mobilen Wandel investiert hat und dort an allen Ecken Ladesäulen stehen. Ebenso sind in der Stadt, in den zentralen Parkhäusern, ganze Reihen mit Dutzenden von Plätzen, neu, schön und hell, für Elektro- und Plug-In-Hybrid Autos reserviert.

Lifestyle Fahrbericht 48 Volkswagen Passat GTE

Und das ist natürlich das geplante Einsatzgebiet auch hierzulande. Der Außendienstler wird sicherlich weiterhin mit dem Dieselaggregat am besten bedient sein. Aber wer im Speckgürtel der Cities wohnt, ob Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Rhein-Main oder München und zum Büro in die Stadt muss, für den könnte der Passat GTE eine Alternative zum Diesel darstellen.

Manche mögen auch einfach den Dieselmotor nicht oder das Tanken mit dem Handschuh, um sich vor dem Geruch zu schützen. Dazu ständiges Stopp-and-Go im urbanen Umfeld, was ein Benziner normalerweise mit erhöhtem Verbrauch retourniert, auch bei einer Start-Stopp-Mechanik.

Der Passat GTE schafft laut Werksangabe bis zu 50 Kilometer rein elektrisch und das bis zu 130 km/h schnell. Das sollte für die meisten Städte ausreichen, respektive, diese zu erreichen. In der Tiefgarage des Büros dann den Stecker in die Steckdose und abends wieder voll elektrisch nach Hause. So ist das Konzept gedacht und für viele möglich, wenn auch nicht für jeden. Wenn mal keine Steckdose vorhanden ist, kann der Benzinmotor während der Fahrt die Batterie laden. In der Kombination aus beiden Antrieben, dazu der Ladevorgang während der Fahrt, sind theoretisch über 1.000 Kilometer Reichweite drin, bis der 50 Liter Tank und die Batterie leer sind.

Lifestyle Fahrbericht 58 Volkswagen Passat GTE

Fährt man den Passat GTE allerdings sportlich – als Systemleistung stehen dem Fahrer volle 218 PS an – steigt der Verbrauch auf Höhe eines normalen Benziners. Man hat also keinen Nachteil, außer dem höheren Anschaffungspreis gegenüber einem „normalen“ VW Passat. Die GTE Limousine startet bei 44.250 Euro, der beliebte Variant genannte Kombi bei noch einem Tausender mehr. Auf der anderen Seite kosten rein elektrisch gefahrene 100 Kilometer nur etwas über 3 Euro. Konkurrenzlos zum reinen Benziner und den Spritpreisen.

GTE bedeutet, ähnlich wie das hauseigene GTI, natürlich Sportlichkeit und der „Öko“-Passat zeigt plötzlich sein anderes Gesicht. Per Tastendruck auf in den „GTE“-Modus, in dem der Passat die maximale Systemleistung von 218 PS zur Verfügung stellt und dabei verschiedenste Parameter wie die Gaspedal- und Lenkungskennlinien dynamischer auslegt. Der 1,4 Liter große TSI-Motor steuert eine Leistung von 156 PS bei, die E-Maschine liefert umgerechnet 115 PS. Das maximale Drehmoment des Plug-In-Hybridantriebs liegt mit kraftvollen 400 Newtonmetern eher auf Diesel-  als auf Benziner-Niveau. So beschleunigt der Passat GTE in 7,4 Sekunden auf 100 km/h (Variant: 7,6 Sekunden). Als Höchstgeschwindigkeit erreichen beide Versionen 225 km/h.

Aber der Passat GTE ist noch mehr als eine eigenständige Ausstattungslinie. Auch serienmäßig hat er einiges zu bieten: Die LED-Scheinwerfer, die für die GTE-Modelle blaue Linie akzentuieren das Äußere auch hier, die Müdigkeitserkennung, die Multikollisionsbremse, das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist inklusive City-Notbremsfunktion, der ParkPilot für den Front- und Heckbereich und Komfortsitze (vorn).

„Nicht nur mehr Watt im Innenraum, sondern nun auch unter der Haube.“

Der High-Tech Passat, der Individualist im Passat Programm, ist natürlich auch weiter individualisierbar. „Watt“ gibt es zusätzlich zum neuen Elektromotor-Antrieb wie auch beim normalen Modell im Innenraum. Der dänische Soundspezialist Dynaudio liefert mit seiner „Confidence“-Anlage und dem neuen 12-Kanal-Verstärker den passenden Sound zu solch einem Lifestyle-Gefährt. Verschiedene Sound-Charaktere wie Dynamic, Speech, Soft und Authentic lassen in Sachen musikalischem Entertainment keine Wünsche offen. Und wo lässt sich mobil Musik besser genießen als in einem lautlosen Automobil?

Der VW Passat GTE fährt sich angenehm, wie wir das bereits vom Golf GTE kennengelernt haben. Ruckfrei und ohne Unterbrechung schaltet das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), genau, wie auch der Wechsel und das Zuschalten des Benziners funktioniert.

Ein Volumenmodell wird der Passat GTE sicherlich, vor allem ohne staatliche Förderung hierzulande, nicht. Wer sich aber für ein „Traditionsmodell“ interessiert und sich in der schicken Neubausiedlung von den Fahrern der Aufsteigerklasse absetzen möchte, der könnte sich den schicken Passat GTE unters Natur-Holz-Carport stellen.

Linktipp: Fahrbericht zum neuen Passat GTE auf motoreport.de

Fahrbericht: Citroën DS 3 SoParis

Eigentlich ist der Citroën DS3 gar kein Citroën. Eigentlich. Denn aus den Buchstaben D und S soll eine neue Marke erwachsen. Die dritte Marke im Verbund der beiden französischen Automobil-Hersteller Peugeot und Citroën. Und DS steht für die neue Avantgarde, ein neues französisches Premium. Ganz klar, der Glanz der frühen DS-Tage soll mit neuem Leben erfüllt werden. Die Idee ist nicht dumm. Wenngleich ein aktueller Citroën ja auch nicht ganz so dumm ist, wie der C4 Cactus gut gezeigt hat. Was also steckt hinter der DS-Idee? Entdeckungen an der DS-Basis:

Französische Wochen – Teil 3

Im Fahrbericht:

Citroën DS 3 SoParis BlueHDI 120

Kleiner Franzose mit Stil. Der DS3 soll ein kleiner Trendsetter sein. Im Segment von Mini und Audi A1 mitwildern. Ein Auto für Menschen mit gehobenem Stil-Bewusstsein. Klappt das? Können ein scheinbar schwebendes Dach, jüngst renovierte Lampengrafiken und ein schickes Sondermodell „SoParis“ gegen die etablierten Lifestyle-Kleinwagen ankommen? Der DS3 Testwagen hatte den kraftvollen 120 PS Dieselmotor unter der Haube und als Sondermodell „SoParis“ eine tolle Ausstattung. Der erste Eindruck des kleinen Franzosen passt. Knuffig bis sportlich wirkt das gesamte Design.  Die prägnanten neuen LED-Xenon-Scheinwerfer, die großen LED-Tagfahrlicht-Fackeln, die weit nach unten und außen gezogen wurden und der große Kühlergrill mit zwei doppelten Chromspangen verfehlen ihre Wirkung nicht. Gerade die neuen Scheinwerfer sehen extrem chic und zugleich technologisch aufwändig aus. Das gesamte Erscheinungsbild hat mit dem letzten Facelift noch einmal dazugewonnen.

In der Seite fallen der abgesetzte Dachbogen und die prägnant geformte B-Säule auf. Aus zehn Karosseriefarben und vier Dachfarben kann im Falle des DS3 gewählt werden. Die Kombinationen wirken von sportlich kräftig bis dezent und charmant.

Am Heck leuchten in der SoParis-Sonderausstattung die aufpreispflichtigen 3D-Rückleuchten. Wunderschön geformt, elegant und ebenso attraktiv wie an der Front.

Fahrbericht Citroen DS3 Heckansicht

So fährt sich der 120 PS Diesel im DS3

Der 120 PS starke 1.6 Liter Diesel ist ein guter Bekannter im PSA-Regal und passt extrem gut zum DS3. Unaufgeregt schiebt er mit seinen 285 Nm bereits aus dem Drehzahlkeller an und lässt den DS3 souverän motorisiert erscheinen. Mit knapp vier Metern ist der DS3 ein überschaubarer Geselle und seine 1.165 kg Leergewicht sind für den potenten Diesel keine wirkliche Herausforderung. Schnell hat man das leicht knochig zu schaltende Sechsgang-Getriebe durch die Schaltgassen gedrückt und zieht auf Landstraßen und über die Autobahnen im höchsten Gang seine Bahnen.

Die Lenkung wirkt in Verbindung mit der Winterbereifung und den nicht zu groß geratenen Leichtmetallfelgen ungewöhnlich direkt für einen Franzosen. Behände lässt man den Dreitürer über die Landstraße schwingen und freut sich in der Stadt über die noch angenehme Fahrzeugbreite von 1.71 m.

190 km/h wird der DS3 BlueHDI 120 schnell und bleibt dabei jederzeit Herr der Lage. Am Ende fragt man sich, wofür braucht man eigentlich ein Auto noch eine Nummer größer? Der DS3 wurde straff abgestimmt, behält aber, in der Winter-Bereifung erlebt, ein ordentliches Restpotential beim Thema Federung und damit auch beim Komfort.

Und die Geräuschkulisse? Allzeit unaufdringlich. Natürlich kann der DS3 den nagelnden Antrieb nicht leugnen, aber das gesamte Geräuschniveau ist auf einem erfreulich niedrigen Level.

Citroen DS3 BlueHDI 120 Motor

Testverbrauch

[tabgroup]
[tab title=“Alltagsfahrer“]Im Normverbrauch gibt Citroën einen Mittelwert von 3,6 Litern je 100 Kilometern an. Im Zyklus für den Alltagsfahrer sind wir auf 5,3 Liter gekommen.[/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Im Öko-Programm haben wir den Verbrauch des 120 PS DS3 auf 4,2 Liter gedrückt.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]Im Maximal-Modus sind 8.5 Liter machbar. Mehr wird es jedoch nicht.[/tab]
[/tabgroup]

So lebt es sich im DS3

Bequeme Sitze, eine tadellose Sitzposition und die gute Verarbeitung lassen den DS3 adrett bis sympathisch wirken. Leider hat man dem DS3 bei seinem jüngsten Facelift das Update auf die aktuelle Multimedia-Einheit des Konzerns verweigert. So ärgert das Navigations-System mit komplizierter Bedienung und die ganze Bedieneinheit sitzt unangenehm tief.

Einmal in Fahrt – die Klimaanlage sorgt derweil im Automatikmodus schnell für eine ordentliche Durchwärmung des Innenraumes – muss man sich mit dem hinter dem Lenkrad versteckten Tempomat-Hebel herumärgern. Typisch französisch kann der nicht nur ein Tempo einhalten, sondern auch ein Speed-Limit setzen. Aber er versteckt sich hinter dem Lenkrad.

Trotz praktischer Mittelarmlehne, guten Sitzen und einem adretten Lenkrad hätte der Innenraum beim jüngsten Facelift einen Sprung machen können, hätte man das neue Media-System übernommen und die Tempomat-Regelung in das Lenkrad gepackt. So bleiben die SoParis-Dekors auf dem Armaturenbrett die einzigen „Auffrischungen“ für den DS3.

Citroen DS3 Testwagen Fahrbericht 120 PS Diesel

Die Idee DS

Aus den „DS-Baureihen“ wird eine eigene Marke werden. Citroën zeigt mit den Modellen DS3, DS4 und DS5 bereits ganz gut, wohin die Reise geht. Aber noch ist viel Raum für Verbesserungen. Die Detail-Liebe beim jüngsten Sondermodell ist nett und dass man das DS-Logo als Symbol immer wieder antrifft, zeugt sogar von ein wenig Detail-Versessenheit.

Aber noch reicht „die Liebe zum Design“ nicht aus um sich das Label Premium selbst auf die Marke kleben zu können. Das werden am Ende eh nur die Kunden tun. Und gerade das „old school“ Multimedia-System passt nun so gar nicht zur avisierten Zielgruppe des DS3.

Kritikpunkte:

Auch da bleibt wieder nur das Multimedia-System übrig. Der Rest ist extrem gut gelungen!

Citroen Ds3 Leuchtendesign DS

Fazit:

Natürlich kann man sich das „hipp, stylisch und trendy“ – Image nicht selbst verpassen. Das können am Ende nur die Kunden. Dass ein DS aus Frankreich das Potential dazu hat, das will ich nach dem DS3 SoParis gar nicht mehr leugnen.

Allerdings kostete der Testwagen aufgrund des empfehlenswerten 120 PS Diesels und einiger Extras auch locker 25.000 € laut Liste. Da wird die Luft für den Kleinwagen dann schon enger … obwohl er wirklich eine Alternative zu teutonischer Langeweile ist!

Hier geht es zum Citroën-Konfigurator

Weitere Link-Tipps: Und so fährt sich der 200 PS DS3 | DS3 Racing Edition im Fahrbericht | Nochmal DS3 Loeb-Edition, dieses Mal von Sebastian auf passiondriving.de | Und DS3 ohne Dach, vom Stratmann Jens

Klick: Citroën DS3 SoParis BlueHDI120 Testwagen – Galerie

Fahrzeugschein: Citroën DS3 SoParis BlueHDI120

Hersteller: Citroën
Typ: DS3
Klasse: B-Segment
Motor: R4
Getriebe: 6G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.560 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 120 PS b. 3.500 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 285 Nm b. 1.750 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 1.165 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 9.4 s
Höchstgeschw.: 190 km/h
Verbrauch Benzin (NEFZ): 3.6Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 99 g/km
Emissionsklasse: EU 6
Effizienzklasse: A+
cW-Wert:
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger  Titelbild: Bjoern Habegger

Fahrbericht: Der Jeep Renegade

Mit dem neuen Renegade will Jeep neue Wege gehen und sich mit auf die Stufe vom Opel Mokka oder dem Nissan Juke stellen. Schon bei der Vorstellung auf dem Fiat-Gelände in Balocco bestätigt sich, dass der Jeep eine neue Nische erobern will. Jünger und weiblicher als die anderen Jeeps soll er sein und damit ins Ziel treffen.Soweit das Konzept. Dann schauen wir uns den kleinen Ami mit Fiat-Genen mal genauer an. Schon auf den ersten Blick wird klar, der neue Jeep Renegade ist alles andere als weiblich. Kantig und maskulin steht er da. 

Der im italienischen Melfi produzierte Offroad-Knirps basiert zu Teilen auf der Fiat 500 L-Familie und das sieht man am besten im Profil. Der kleine Kompakte soll die Marke Jeep weltweit erstmals ins Segment der kleinen SUV erweitern und Kraftstoffeffizienz und dynamische Fahreigenschaften auf befestigten Straßen mit den klassenbesten Offroad-Fähigkeiten eines Jeep kombinieren.

Der neue Jeep Renegade, die kleine Dosis Anabolika für den Alltag?

 

IMG_4095

In vier Modellvarianten wird der Jeep Renegade gebaut, wobei wir uns besonders die Limited und TrailHawk-Variante angeschaut haben. Letzterer zeigte schon bei der Präsentation, dass er alles andere als zart besaitet ist und gerne auch die härteren Wege abseits der Straße in Angriff nimmt. Mein erstes Testfahrzeug war der Jeep Limited mit einem 140 PS starken 1,4-Liter MultiAir Benziner unter der Haube und   in Carbon Black. Der knuffige Junior-Jeep wirkt beeindruckender als gedacht, wie er da so vor einem steht. Damit könnte man die Stadt in Angriff nehmen und anderen zeigen, wo der Hammer hängt, so scheint es. Mit einer Länge von 4,25 Meter und einer Breite von 1,80 Meter gibt er sich nicht viel zierlicher als andere Jeep-Familienmitglieder, auch wenn man die italienischen Handschrift erkennen kann. Ein „Detroit-Rom-Patrone“ also.

Die besondere Linienführung erschafft ein einzigartiges Seitenprofil, das man mögen kann oder auch nicht. Die Prämisse, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, hat Jeep aber hinbekommen.

IMG_4104

E.T. lässt grüßen

Besonders im Gedächtnis blieb die Beschreibung der Belüftungsschlitze im Interieur mitten auf dem Armaturenbrett. Diese wären nach dem Vorbild von E.T. entstanden und nun sehe ich immer außerirdische Köpfe, wenn ich in den Jeep Renegade einsteige. Ziel erreicht, würde ich sagen. Die Designer haben sich aber auch jede Menge Mühe gegeben, dem Renegade ein individuelles Aussehen zu verpassen. Allein 10 Farben und sieben verschiedene Raddesigns stehen zur Individualisierung zur Verfügung, mal ganz zu schweigen von den ganzen Extras, die der Zulieferer Mopar noch speziell für den Renegade entwickelt hat. Vom Ami-Stern bis hin zum Fahrradträger bleibt kein Wunsch offen. Für alle, die es authentisch lieben.

Das gesamte Design zeigt die traditionellen Markenwerte wie beispielsweise die unverzichtbaren und typischen Schlitze in der Front. Genauso die Rundscheinwerfer und Rücklichter, die an den Ur-Jeep erinnern sollen. Der erste Jeep aus 1941 zieht sich durch den ganzen Renegade in kleinen Details wie z.B. in Form des Benzintanks, der sich in stilisierter Form immer wieder findet. Das ist ein bisschen wie ein kleines Suchspiel, das sich von außen nach innen fortsetzt. Hier findet sich in der Limited Version eine recht hochwertige Einrichtung. Bequeme Ledersitze halten den Fahrer und Beifahrer an Ort und Stelle und insgesamt herrscht ein angenehmes Ambiente. Was jedoch fehlt, sind Ablageflächen. Die sucht man vergebens und das, was vorhanden ist, reicht gerade mal für ein Handy und ein paar Schlüssel.

IMG_4102

140915_IJ_Renegade_Trailhawk_020

Sobald der Fahrer etwas längere Beine hat, haben es Mitfahrer im Fond nicht leicht. Schiebt er den Fahrersitz dementsprechend weit nach hinten, wird es deutlich eng. Davon einmal abgesehen, haben Sitzriesen aber jede Menge Kopffreiheit, die gerade im TrailHawk bei unwegsamem Gelände  vor unliebsamen Kopfschmerzszenarien schützt. Weiter hinten sieht das Platzangebot aber wieder anders aus. Der Kofferraum bietet ohne zurückgeklappte Rückbank nur 351 Liter Volumen, das sich aber auf 1,297 Liter ausweiten lässt. Eine recht schwer zu schließende Heckklappe ohne Griff hinterlässt Spuren an den Fingern.

Quadratisch, praktisch, gemütlich

Zweckmäßige Details wie ein Haltegriff für den Beifahrer über dem weit aufklappbaren Handschuhfach unterstreichen den Jeep-Charakter, entbehren jedoch jeglicher weiblicher Note. Gerade hier hätte man ein wenig mehr auf ein „weiblich“ angehauchtes Design Wert legen können, ohne die Jeep-Persönlichkeit zu verlieren. Details am Tacho zeigen das abenteuerliche Offroad-Wesen des Renegade genauso wie das doch recht grobe Multifunktions-Lenkrad, das jedoch wiederum sehr bequem in der Hand liegt. Der Motor zeigt sich, dank guter Dämmung, von seiner leisen Seite und ist wirklich kaum zu hören. Von den 140 PS spürt man jedoch beim Durchdrücken des Gaspedal nicht viel. Das mag vielleicht auch an der recht bulligen Front des Renegade liegen, die nicht besonders aerodynamisch anmutet. Er muss aber auch nicht sportlich-flott unterwegs sein. Das ist nun einmal ein Jeep, der muss eben quadratisch, praktisch und gut sein. Und das ist er, zweifelsohne. Mit drei Benzinern, die zwischen 120 und 170 PS leisten und vier Diesel-Motoren, die ebenfalls zwischen 120 und 170 PS liegen, zeigt der kleine Kraftzwerg seine Stärken auch in der Stadt, wo das Abenteuer beginnt, wenn andere zurück bleiben. Trotz kompaktem Auftreten ist er dank seines kleinen Wendekreises und guter Manövrierfähigkeit einfach zu handhaben. Das mit viel Gefühl abgestimmte Fahrwerk sorgt für eine angenehme Fahrt, wozu auch das leichtgängige Sechsganggetriebe beiträgt. Auch einer gemütlichen Tour über Land steht mit dem Jeep Renegade Limited nichts im Wege.

140915_IJ_Renegade_Trailhawk_009

Den mit 6,0 Liter angegebenen Verbrauch schafften wir nicht ganz.  

Erfreulich ist der Preis für die Jeep Renegade Basisversion. Hier startet der amerikanische Traum bereits unter 20.000 Euro und erfreut sich bereits vieler Vorbestellungen. Wer ein bisschen mehr Spaß haben möchte, muss dementsprechend tiefer in die Tasche greifen. Ganz schnelle dürfen sich an der Opening Edition erfreuen, die weitaus mehr Ausstattungsmerkmale mit sich bringen wird als die spätere Basisversion. Wer also schon jetzt mit dem kleinen Mucki-SUV liebäugelt, sollte ihn sich gleich zum Marktstart sichern.

L1020035

Fazit:
Praktisch, quadratisch, gut. Der kleine Jeep Renegade zeigt sich von seiner besten Seite und erlaubt entspanntes, sicheres Fahren. Nicht zuletzt auch wegen der Unmengen an Sicherheitssystemen. Sein einzigartiges Design macht ihn zu einem Eye-Catcher und bietet einen hohen Wiedererkennungswert, nicht zuletzt dank der vielen Individualisierungsmöglichkeiten. Und auch wenn er zeitweise ein wenig wirkt wie ein Fiat auf Anabolika, mögen wir ihn so maskulin und muskelbepackt. So gehört es sich für einen Jeep von Hause aus. Kantig und anders wollen wir ihn auch gar nicht haben. Wenn jedoch die Ansage kommt, einen weiblicheren Markt erobern zu wollen, dann sollte hier und da noch etwas am Design gefeilt werden und sei es nur ein Hauch im Interieur, dann aber bitte nicht mit der Nagelfeile.

Weitere Impressionen:

Fotos: Simone Amores / Hersteller

Nissan Juke: Make-Up für den Froschkönig

Ausgerechnet der Juke gehört zu den erfolgreichsten Modellen im Programm von Nissan. Warum ich „ausgerechnet“ schreibe? Nun – schaut man dem Juke tief in die Augen, dann hat man das Gefühl von einem Frosch hypnotisiert zu werden. Seine Scheinwerfer sind extrem prägnant, darüber liegen – zackig zurecht geföhnt, die nun in LED-Technik ausgeführten Tagfahrlichter. Das restliche Design des Juke ist nicht minder expressiv. Man mag es auf Anhieb, oder nie. Schön saufen funktioniert mit dem Juke nicht.

Und dennoch – der Juke ist extrem erfolgreich. Unter seinen Nissan-Brüdern ist er gar das Modell mit den höchsten Eroberungsraten. Mit 82 Prozent zieht kein anderer Nissan mehr neue Kunden zur Marke. Ob das alles Prinzessinnen sind, die auf der Suche nach dem Traumprinzen jeden Frosch im Teich küssen? Vermutlich nicht. Der Juke scheint Talente zu haben, die nicht optischer Natur sind.

Nissan Juke – 2014 – Das ist neu

Im letzten Jahr wurden mehr als 135.000 Nissan Juke verkauft. Im letzten Jahr kam zudem die sportliche NISMO-Variante mit in das Programm (den Fahrbericht zum Juke NISMO findet man hier). Damit man aber auch weiterhin ordentlich Stückzahlen vom Band im englischen Sunderland laufen lassen kann, wurde nun der Schmink-Koffer bemüht und zudem eine Herztransplantation durchgeführt.

nissan juke facelift

Grelles Make-Up

Der Kühlergrill bekam eine deutliche Aufwertung in Form des verchromten Familien-Gesichts verpasst, die Stoßfänger wurden leicht optisch retuschiert, alles in allem bleibt die Optik wie gehabt – prägnant. Was erst auf den zweiten Blick auffällt: Nissan hat dem Juke die altbackenen H4-Leuchten aus der Front genommen. Nun leuchten kleine DE-Linsen im großen rund der Scheinwerfer-Augen. Wer die höchste Ausstattungslinie Tekna wählt, lässt die Froschaugen dank Xenonlicht taghell leuchten.

Deutlich auffälliger sind die optional erhältlichen farblichen Akzente. Was man bei Mini und Fiat 500 kann, soll man beim Juke auch können. Und so strahlen auf Wunsch Einsätze in der Stoßstange, Spiegelkappen, Felgen, Dachspoiler und Lampen-Einfassungen in Kontrastfarben.  Nissan spricht von mehr als 300 möglichen Varianten die nun möglich sind. Ein paar besonders interessante wird man vermutlich bald zur Fußball-Weltmeisterschaft finden – oder später bei der Champions-Liga. Ein Juke in weiß-blau, rot-weiß oder gelb-schwarz dürfte so manchen Fußball-Fan an seinen Lieblingsverein erinnern. Die Farb-Exzesse bleiben dem Innenraum nicht erspart, auch hier kann man sich nun kreativ austoben.

Nissan Juke Facelift neues modelljahr 2014

Doch die Optik ist noch immer nicht so wichtig, wie die Technik. Zumindest in diesem Blog. Und so zählt der neue Motor doch deutlich mehr, als das ganze Optik-Gedöns.  Nissan bietet auch im Juke den neuen 1.2 Liter Vierzylinder-Turbobenziner an. Dieser 115 PS starke Motor war bereits im größeren Qashqai nicht schlecht und im kleineren und vor allem leichteren Juke macht er eine noch bessere Figur.  Leise und laufruhig summt er vor sich hin, nur mit stark gespitzten Ohren vernimmt man bei Lastwechseln ein leises Turbozischen.  Munter dreht sich der kleine Turbo-Benziner in das Herz des Fahrers. Wenn gleich man die Drehzahlen nicht allzu weit in den Keller fallen lassen sollte. Die 190 Nm des Motors liegen laut Datenblatt bei 2.000 Umdrehungen an, so richtig munter wirkt der Motor aber erst ab 2.500 Umdrehungen. Wer sich nun dennoch weitere Drehzahl-Eskapaden verkneifen kann, wird den Juke im Alltag mit knapp unter 7 Litern auf 100 km bewegen können. Den Normverbrauch von 5.6 Liter zu erreichen dürfte indes schwieriger werden.

Wer den Juke mit seinem kurzen Radstand über die Landstraße scheucht, spürt das lebendige Fahrverhalten des kleinen Softroaders. Die Dämpfung wirkt dabei straff aber nicht zu sportlich für den Alltag. Leicht untersteuernd lässt er sich über winklige Strecken bewegen. Wer noch ein wenig mehr Drama sucht, der wählt den Juke mit Allradantrieb und aktivem Hinterachs-Differential. Hier hat sich nichts geändert – auch nicht die Tatsache, dass man den 4×4 Juke nur mit dem 190 PS 1.6 Liter Turbomotor bekommt.

 

40% mehr Kofferraum

100% weniger Reserverad. Da sich manch ein Kunde mehr Laderraum gewünscht hat, erhielt das Facelift einen Laderaum mit verstellbaren Ladeboden. Wo sich zuvor das Ersatzrad befand, bietet der Juke nun ein Plus an Laderaum. Nun stehen 354 Liter zur Verfügung. Wer die Rücksitze umklappt, kommt auf 797 Liter.

Nissan Juke Innenraum

 

Kosten:

Das Farbspiel für den Juke fängt bei 550 € im Innenraum und 650 € auf der Außenhaut an. Der neue Motor kostet in der Acenta-Ausstattung 18.800 € und in der Tekna-Version 20.950 €.  Die 190 PS starke Version mit dem stufenlosen Xtronic-Getriebe und dem All-Mode Allradantrieb kommt in der Tekna-Version auf 26.450 €.

[one_third]PRO

Der Juke fährt mit dem neuen 1.2 Liter Turbo-Benziner und den neuen Xenon-Leuchten, modernisiert in die zweite Halbzeit.

[/one_third]

[one_third]CONTRA

Contra bekommt der Juke nur von Menschen, die mit dem äußeren des kleinen Juke nichts anfangen können.

[/one_third]

[one_third last=last]UND

Der Juke bekam mit dem Facelift nun auch das Nissan-Safety-Shield Paket verpasst. Inklusive Spurhalte-Assistent und 360° Monitor.

[/one_third]

 

Nissan Juke neues Modell Facelift

Fazit:

Der Juke zeigt der versammelten Konkurrenz auch weiterhin, wo der Frosch seine Locken hat. Ob er das Farbenspiel dazu nötig hat? Eher nicht. Aber die Möglichkeit dem Juke ein paar Farb-Akzente verpassen zu können, bedeutet ja nicht, ihn zum Harlekin machen zu müssen!

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Nissan Juke 1.2 DIG-T[/notification]

Verkaufsstart:  ab sofort
Basispreis:  18.800 €
Motorleistung:  115 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.135, 1.765, 1.565, 2.530 mm
Normverbrauch:  5.6/ 100km – Benzin
Höchstgeschwindigkeit:  178 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  10.8 Sekunden

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Nissan Juke 1.5 dCi[/notification]

Verkaufsstart:  ab sofort
Basispreis:  18.990 €
Motorleistung:  110 PS – 150 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.135, 1.765, 1.565, 2.530 mm
Normverbrauch:  4.0 / 100km – Diesel
Höchstgeschwindigkeit:  175 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  11.2 Sekunden
Alle Fotos - bis auf das schwarz/weiß - stammen von NISSAN direkt.

Lifestyle: Der Mercedes GLA mit Rückenwind

Automobil-Hersteller schwimmen schon lange auf der großen, mächtigen, bunten Lifestyle-Welle. Kaum eine Automobile-Klasse verkörpert diesen Lifestyle-Trend so sehr wie das Segment der kompakten SUVs. Autos die aussehen als wären sie zu allem bereit, gefahren von Menschen die nur allzu häufig den Lifestyle aus bunten Modeblättern nachleben. Ich kann damit nichts anfangen.

Ein Auto mit Allrad, mit Bodenfreiheit und mit Offroad-Kriegsbemalung muss im Gelände zeigen was es kann. Der neue Mercedes GLA ist der jüngste Vertreter in diesem Segment und wird von mir in der kommenden Woche einem ersten Test unterzogen. Bis dahin bleibt das Lifestyle-Thema aktuell und meine Vorbehalte eher groß.

Blonde Haare, jung, sportlich, attraktiv. So stellt sich die PR-Abteilung der Automobil-Herstelle den Wunschkunden für das eigene Auto vor. Weit entfernt von den Tatsachen dieser Welt. Denn Autokäufer werden immer älter. Oft fehlt nur noch eine Dekade bis zur Pensionierung, während die Unterschrift unter den Neuwagen-Kaufvertrag gesetzt wird. Sei es drum. Alles egal. Im Marketing spielt eine blonde und junge Schönheit die bessere Hauptrolle.

Sportlich ist sie zudem, die Kitesurf-Meisterin und Weltenbummlerin Anne Valvatne.

In wundervollen Bildern erzählt Anne Valvatne von ihrer Leidenschaft, dem Kite-Surfen. Ihr Auto? Natürlich ein Mercedes GLA. Denn der Spot stammt von Mercedes und zeigt in wunderschönen Bildern, wie Werbung heute funktioniert. Kein Wort über den GLA. Der steht nur zufällig im Bild. Stattdessen erzählt Anne wie sie zum Kite-Surfing kam, zeigen die Kameras wie die junge Norwegerin eindrucksvoll durch die winterliche Gischt prescht. Kamereinstellungen die in Hollywood abgeschaut wurden, eine Sounduntermalung die an epische Schlachten und tragische Momente erinnert. Gefühle pur in einem nur 190 Sekunden langen Clip.

Well done, Mercedes. Well done. 

Ob der GLA mehr ist, als „just another“ Lifestyle-SUV, sehen wir dann in der nächsten Woche! 

Vorgestellt: Ford Ecosport

Wenn aus dem Fiesta ein SUV wird

Dann wandert das Ersatzrad an die Heckklappe, fast wie bei einem echten Geländewagen. Die Bodenfreiheit bekommt ernsthafte 20 Zentimeter zugestanden und die Böschungswinkel lassen die Treppe vor dem örtlichen Einkaufszentrum zu einem minder wichtigen Kriterium bei der Wahl des besten Parkplatz werden. Doch von diesen, irgendwie so SUV-typischen Eigenheiten abgesehen, will der jüngste Kölner-Spross gar nicht als SUV verstanden werden. Und weil die Winter in Köln eher mild sind, kommt der Ecosport dann auch ohne Allrad-Option.

SAMSUNG CSC

Ein Weltauto ist entsprungen

Seit 2003 verkauft FORD sein Ecosport Modell in Brasilien und das auch durchaus erfolgreich. Gut 700.000 verkaufte Fahrzeuge seit der Markteinführung sprechen eine deutliche Sprache. Oder anders, Ford hatte den Mini-SUV im Programm, bevor er in unserem ‚Teil der Welt  hipp wurde. Denn auch dies kann man nicht mehr leugnen, ganz egal wie sinnvoll die Klasse der kompakten SUV sein mag, sie erfreut sich steilster Zuwachsraten.

Alle wollen hoch über dem Verkehr sitzen, den Weitblick genießen und das subjektive Gefühl der Sicherheit für sich beanspruchen. Die Wachstums-Chancen für dieses Segment sind brilliant – vermutlich bis wir uns alle  im täglichen Stau, in absurd geschminkten Kleinwagen, mit Zwanzig- und mehr Zentimeter-Bodenfreiheit begegnen.

Never the less. Wo ein Markt ist, da muss ein Angebot her.

Der Ecosport kommt im Juni 2014 zu den deutschen Ford-Händlern. Als Weltauto hat er dann bereits eine ordentliche Reise hinter sich. Ford fertigt den neuen Ecosport in Brasilien, Indien und China. Neben diesen “emerging Markets” darf der kleine SUV-Spross der Kölner nun auch die Hausfrauen in Köln-Nippes, die hippen und trendigen Flatrate-Kunden und Null-Prozent-Finanzier sowie die Senioren mit dem Wunsch nach einer höher gelegten Sitzfläche beglücken.

Oder nicht. So die ernüchternde Erkenntnis nach einer ersten Testfahrt. Ja, der Ecosport wurde für ein wichtiges, kräftig wachsendes Segment entwickelt. Renault Captur, Peugeot 2008, Nissan Juke und Opel Mokka haben es vorgemacht. Aber man merkt dem Ecosport an, dass er unter dem Diktat des Preisdruck entwickelt wurde. Zugunsten von ein wenig mehr Bodenfreiheit verzichtete man auf eine angemesse Qualität im Innenraum.

SAMSUNG CSC

Und so fährt er sich

Früh untersteuernd umrundet man kurvige Landstraßen. Zwanzig Zentimeter Bodenfreiheit und die fürstlichen Böschungswinkel nehmen jedem Bremshügel den Schrecken. Wäre der gefahrene 90 PS Diesel nicht so schwach im Antritt, der Ecosport wäre ein Rowdy für die „Tempo 30 Zone“. Dafür stimmt der Verbrauch des einzigen angeboten Dieselmotors versöhnlich. Die versprochenen 4.6 Liter nach Norm sind während der Testfahrt nicht möglich gewesen – aber das ist nicht verwerflich. Mit 5.8 Liter konnte man bei der Streckenwahl mit viel Stadtverkehr und einer tollkühnen Berg-Etappe durchaus zufrieden sein.

SAMSUNG CSC

Das fällt auf

Viel grau, viel Plastik. Man merkt den Preisdruck an jeder der vier Türverkleidungen und quer vor der Nase des Fahrers.  Ebenso ein absolutes „No Go“: H4-Scheinwerfer an der Front. Der Ford Ecosport ist ein Lifestyle-SUV mit erstaunlich guter Serien-Ausstattung. Vom Keyless-Go, über Klimaanlage bis hin zu einem Lederlenkrad und einem mit Tierhaut überzogenem Handbremshebelgriff. Aber an der Front, da soll ein Leuchtmittel aus den Sechzigern für die hellen Momente in der Nacht sorgen. Nein. Sorry. Das geht eventuell gerade noch so bei einer rumänischen Low-Budget Marke, aber ein hippes Trendmobil für 20.000 € sollte beim umschalten von Abblendlicht auf Fernlicht nicht mit kurzen Momenten der Dunkelheit kämpfen müssen.  Zumal das clevere Licht im Regal des Ford-Konzerns liegt.  (Am Rande erwähnt: Wer hippe Modetrends ignoriert, der bekommt einen Ford Focus mit 1.6 TDCi (105PS) in der 99g SYNC-Edition mit Bi-Xenon Scheinwerfern für 20.715 €. – Darüber sollte man nachdenken!) 

Das die Heckklappe eine Tür ist und nach links zur Seite öffnet, dürfte dem Reserverad geschuldet sein. Dessen Gewicht würde jeden Dämpfer in die Knie zwingen. So richtig praktisch ist diese Hecktür-Variante nicht. Weder im Bewegungsablauf beim öffnen, noch bei Bundesdeutschen Parkräumen in Ballungszentren. Und da soll der Ecosport ja für große Augen sorgen.

SAMSUNG CSC

Das war toll

Puh. Ich bin immer bemüht ein Fahrzeug mit den Augen der Zielgruppe zu sehen. Ich frage mich bei jedem Testwagen,  was würde der überzeugte Fan des Modells wohl gut finden und was ist sinnvoll? Der Ecosport wird eine Fahrzeugklasse bedienen, die man als Volumen-Hersteller nicht auslassen darf. Er wird dies mit einer soliden Grundkonstruktion tun und er bekommt natürlich auch den famosen Dreizylinder-Ecoboost-Motor mit 125 PS. Gäbe es den Zwang zu einer Positivliste, ich würde vermutlich die Sitze erwähnen. Der Beifahrer muss auf eine Sitzhöhenverstellung verzichten, davon abgesehen ist der Sitzkomfort jedoch gut und auch das Raumgefühl vor allem eines: Positiv.

Ford Sync Applink

Eine ernsthaft positive Erwähnung muss das Thema Ford Sync Applink finden. Der Weg den die Ford-Mannen hier gehen ist durchaus Erfolg versprechend. Mit der kommenden Generation wird man die ersten Apps per Sprache bedienen können. Während man durch die Stadt cruist, drückt man nur noch die Taste für die Sprachbedienung und sagt was man möchte. Zum Beispiel die Spotify-App starten und auf eigene Playlist zurückgreifen. Oder Internet-Radio über die Car-Hifi Anlage streamen. Diese Funktionen sind auch nicht von der Wahl des Smartphones abhängig, so lange man ein iPhone oder ein Gerät mit Googles Android nutzt.

SAMSUNG CSC

Hier muss nachgebessert werden

Haptik, Haptik, Haptik und dabei auch an die Menschen denken, die in einem Auto mehr sehen, als nur einen Erfüllungsgehilfen für Modetrends.  Das exponiert angebrachte Ersatzrad mag den wilden Slang von Offroad-Helden sprechen, wirkt im Falle eines nur mit Frontantrieb (zumindest erst einmal) angebotenen Lifestyle-SUV jedoch nur als lustige Maskerade. Eine echte Hilfe im Alltag stellt der 20 Zentimeter lange Überhang nicht dar.

SAMSUNG CSC

Nun die Fakten:

Ab Juni 2014 steht der Ecosport bei den Händlern. Drei Motoren und zwei Getriebeversionen werden angeboten. Wobei sich das Ford Powershift Automatikgetriebe (Doppelkupplung!) nur mit dem 112 PS 1.5 Liter Benziner kombinieren lässt. Der Ecoboost 1.0 Turbo-Benziner und der 1.5 Liter TDCi mit 90 PS werden nur mit dem manuellen 5-Gang Schaltgetriebe angeboten.

Preise: Derzeit bietet FORD noch einen Aktionspreis von 17.990 € an. Dank einer ordentlichen Ausstattung ein echtes Angebot. Doch auch später werden die Ecosport-Modelle nur mit umfassender Ausstattung erhältlich sein. Alle Ecosport werden als „Titanium“ angeboten, der Linie die Ford im allgemeinen den Top-Versionen vorhält. Der Ecoboost-Benziner mit 125 PS kostet 20.200 €. ( Da denke ich sofort wieder an den Focus. Der mag ein biederer Kompaktwagen sein, aber hey, innere Werte waren selten sexy!)

Citroën Chic – Faubourg Addict DS Line

Wenn der Franzose über Faubourg spricht, dann spricht er über die Vorstadt. Und nun versuche ich mich mal in einer philosophischen Abhandlung über einen Videoclip der mich heute erreicht hat.

Citroën stellt eine neue Design-Linie vor, nicht irgendeine, sondern eine besonders edle:

Faubourge Addict DS Line

Faubourge = die Vorstadt, französisch. Addict = Abhängig, englisch. Und die DS-Linie, da war ich beim Test des DS5 Hybrid4 bereits sicher, ist die schönste und die in meinen Augen am besten zum Kern der Marke passende Form – für einen aktuellen Citroën. Wobei DS nicht einfach nur für eine Ausstattung steht, sondern für eine Modellpalette. Neben den Baguette- und Butterfahrzeugen der Marke Citroën stehen die DS-Modelle (DS3, DS4, DS5) für französischen Chic, für den Charme von „o la la“ und den Sinn für Gestaltung.

„Vorstadt-Süchtig, also“

Das mag man noch verstehen. Urbaner Lifestyle, modernes Leben, Industrialisierung und so. Im Video-Clip singt jedoch eine englische Frauenstimme (das muss dem Herzen der Grande Nation doch weh tun) über den „Taste of Luxury“.  Im Bild die DS-Modelle auf dem fürstlichen Schotterweg einer prächtigen Villa. Keine Menschen. Nur die Autos. dazu fetzige Rockmusik.

Und da hört es auf für mich. Ich verstehe es nicht. Sorry – nein, ich verstehe den Clip – nicht. Also den Sinn, die Botschaft. Den Inhalt. Ich VERSTEHE ihn nicht.

Schaut ihn Euch an – und dann erklärt es mir. Bitte.

 

Ich finde den Clip im übrigen gut. Die Bilder sind schön. Die Musik ist fetzig. Nur den Sinn …

Galerie – Ford Ranger Wildtrak

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

zurück artikelanfang

 

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Ford Ranger Wildtrak 3.2 Diesel – Technische Daten

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

zurück artikelanfang

Ford Ranger Doppelkabine Wildtrak 3.2 TDCi
Markteinführung am: Modell seit 2012
Motortyp: Fünfzylinder Reihenmotor, Aluminium-Guss-Kopf und Metall-Druckgussblock, Commonrail,  DOC und DPF, Variable Turbinengeometrie, Variable Ölpumpe, DOHC 4-Ventil
Hubraum in ccm³: 3.198
max. Leistung bei min-1: 147 kW / 200 PS bei 3.000 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 450 Nm bei 2.750 U/min
Länge, Breite, Höhe, Radstand in mm: 5.351 x 1.850 x 1.521 – 3.220
Achsverschränkung:
Vorderer Böschungswinkel: 28°
Hinterer Böschungswinkel: 26°
Leergewicht: 2.181 kg
Watt-Tiefe in mm: 800
Wendekreis: 12.4 m
Bremsen: VA: –, HA: —
Allradantrieb / System: Heckantrieb, Allradantrieb, keine Sperren
Getriebe: 6-Gang Wandlerautomatikgetriebe
Differentialsperren: Traktionskontrolle
Tankvolumen 72 Liter
CO2-Emission, kombiniert: 274 g/km
Abgasnorm EU 5
Effizienzklasse:
cW-Wert:  –
Stirnfläche:  –
Normverbrauch innerorts 13,1 l / 100km
Normverbrauch außerorts 8,9 l / 100km
Normverbrauch kombiniert 10,4  l / 100km
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,4 Sekunden
Basispreis: Wildtrak ab 39.686,50 €  [inkl. MwSt.]
Garantie: 24 Monate
Anmerkungen:

Bilder-Galerie-Fotos

Ford Ranger Wildtrak 10 Fahrbericht

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Fahrbericht Ford Ranger Wildtrak – Das Fazit

Vorteile & Nachteile – Fazit:

Seite 2 zum Fahrbericht des Ford Ranger Wildtrak: [zum Anfang]

Wenn schon, dann richtig

Zwei Dinge haben mich in meinem Testzeitraum mit dem Ford Ranger Wildtrak überrascht. Zum einen die gute Verarbeitung und zum anderen wie schnell ich mich an diese Art von Automobil gewöhnt habe. Nun sind die mehr als 5 Meter Gesamtlänge nichts womit man täglich in der Innenstadt einen Parkplatz suchen will, aber dank guter Rundumsicht, Park-Piepsern und Rückfahrkamera lässt sich auch diese Aufgabe leicht meistern. Zudem sorgt die hohe Sitzposition und die klare, kantige Form des Ranger für eine exclusive Rundumsicht.

Ein Auto das im Outback von Australien ebenso erfolgreich sein will, wie bei den Winzern in Südafrika und einem Pferdezüchter in der Heide, dass kann für den Alltag doch nur gut gerüstet sein. Wer sich die Wildtrak-Version des Ranger gönnt, der wird zudem mit gänzlich ungewohnt charmanten Talenten unter der Hülle des rustikalen Arbeitstieres verwöhnt.

Ford Ranger Wildtrak 07 Fahrbericht

Preise und Ausstattung

Die Basis-Variante mit 125 PS Diesel, Einzelkabine und in der Basis-Ausstattung steht mit 27.245,05 € in der Liste. Noch günstiger geht es ohne Allrad. Der XL mit Heckantrieb kostet 25.525,50 €

Der Wildtrak mit seiner umfangreichen Ausstattung, dem Allradantrieb und dem großen Fünfzylinder-Diesel kostet mindestens 39.686,50 € in der Version mit Extrakabine und manueller Sechsgang-Schaltung. Wer das volle Paket sucht, der bekommt den Doppel-Kabiner mit 6-Stufen-Automatik für 42.007 €.

Wie man es gewohnt ist von den Importeurs-Fahrzeugen – und der Wildtrak bleibt auch als „One Ford“ und einem Ford-Standort in Köln ein Importeurs-Modell – bringt der Blick in Aufpreisliste keine ganz großen Erleuchtungen mehr. Der wildtrak kommt in Serie bereits mit dem Ford-Navigationssystem, der Rückfahrkamera, den fetten 18-Zoll Rädern und einer speziellen Teilleder-Innenausstattung.

In Versuchung würde mich nur die Laderaumabdeckung „Mountain-Top“ (Aluminium-Rollo für die Ladefläche) für 1.904 € führen und eventuell die „Sheriff“ getauften Schutzbleche für Ölwanne und Tank. Damit ist man auf der sicheren Seite, wenn es im Urlaub beim nächsten Mal nicht an den Gardasee geht, sondern ins raue Outback.

Ford Ranger Wildtrak 11 Fahrbericht

[one_half last=“no“]

Vorteile:

[crosslist]

  • Perfekte Rundumsicht
  • Kraftvoller Motor
  • Gute Fahrwerksabstimmung

[/crosslist]

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Nachteile:

[badlist]

  • Grummeliger Motor mit lautem Nageln nach dem Kaltstart
  • Die schiere Länge.

[/badlist]

[/one_half]

Ford Ranger Wildtrak 09 Fahrbericht

Das hätte ich mir vom Ford Ranger Wildtrak noch gewünscht:

  • Einen Allradantrieb mit sperrbaren Differentialen und Xenon- oder LED-Scheinwerfer anstelle der simplen Halogenleuchten in der Front.

Bewertung:

[one_half last=“no“]

Komfort: 32 von 45 Punkte

[arrowlist]

  • Raumgefühl Mitfahrer: 8 von 10 Punkte
  • Sitzposition Fahrer: 5 von 5 Punkte
  • Klimatisierung: 4 von 5 Punkte
  • Kofferraum u. Zuladung: 8 von 10 Punkte
  • Fahrgeräusche innen: 4 von 5 Punkte
  • Assistenzsysteme: 3 von 10 Punkte

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Fahrspaß: 18 von 40 Punkte

[arrowlist]

  • Landstraße: 3 von 10 Punkte
  • Autobahn:  7 von 10 Punkte
  • Stadt: 1 von 5 Punkte
  • Überholprestige: 2 von 5 Punkte
  • Beschleunigung: 2 von 5 Punkte
  • V/max:  3 von 5 Punkte

[/arrowlist]

[/one_half]

[one_half last=“no“]

Kosten: 18 von 30 Punkte 

[arrowlist]

  • Anschaffung: 8 von 10 Punkte
  • Aufpreisliste: 4 von 5 Punkte
  • Versicherung: 2 von 5 Punkte
  • Garantiezeit: 1 von 5 Punkte
  • Wertverlust: 3 von 5  Punkte

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Antrieb: 22 von 40 Punkte

[arrowlist]

  • Motor: 7 von 10 Punkte
  • Getriebe: 5 von 10 Punkte
  • Bremsen: 7 von 10  Punkte
  • Sound innen: 2 von 5 Punkte
  • Lenkgefühl: 1 von 5 Punkte

[/arrowlist]

[/one_half]

[one_half last=“no“]

Umwelt: 14 von 30 Punkte

[arrowlist]

  • Test-Verbrauch: 7 von 10 Punkte
  • CO² nach Norm: 3 von 10 Punkte
  • Außengeräusch: 4 von 10 Punkte

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Qualität: 9 von 15 Punkte

[arrowlist]

  • Spaltmaße außen: 3 von 5 Punkte
  • Haptik: 3 von 5 Punkte
  • Störgeräusche: 3 von 5 Punkte

[/arrowlist]

[/one_half]

Beurteilungs-Matrix

Ford Ranger Wildtrak 03 Fahrbericht

  • Punktzahl gesamt: 113 / 200 Punkten
  • Fahrbericht: Ford Ranger Wildtrak Doka 3.2 TDCi 4×4 

Das Fazit:

Wenn schon, dann richtig!

Die Städte werden immer größer, die Abenteuerlust der Menschen aber auch. Je urbaner wir leben, desto mehr genießen wir die kleinen Ausflüge in die scheinbare Freiheit. Der Ford Ranger ist nicht nur für Menschen gedacht, die ihr Auto auch als Arbeitszeug nutzen. Der Ford Ranger ist vor allem als Wildtrak ein Angebot – ein Angebot zur Flucht aus dem Alltag.

Und wenn schon, dann richtig – dann mit dem großen 200 PS-Fünfzylinder-Diesel und einem Wildtrak in grellem Orange!

zu den technischen daten klick

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Link zur Webseite des Herstellers

___________________________________ 

Vielen Dank an den Automobil-Hersteller für die Bereitstellung des Testfahrzeuges! Dieser Fahrzeug-Test wurde mit der Unterstützung des Herstellers durchgeführt. Anfallende Kosten für den Transport und die Verbringung des Fahrzeuges übernimmt der Hersteller. Der Artikel wurde dennoch ohne Beeinflussung durch den Hersteller erstellt. Die hier dargelegte Meinung entspricht meiner eigenen Meinung und wurde nicht vom Automobil-Hersteller kontrolliert. Wer denkt, ich wäre zu dämlich meine eigene Meinung zu diesem Auto zu formulieren, der möge bitte einen anderen Blog lesen. (: Danke.

by-nc-nd – Text: Bjoern Habegger – Fotos: Hersteller

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

FORD Ranger – Wildtrak – Fahrbericht

Wilde Landschaft, weite Wälder, hohe Berge und ein rauher Alltag. So stellen sich die Werbe-Treibenden den Alltag des Ford Ranger vor und dennoch wird die neueste und schon fast unwirklich groß gewordene Generation auch bei uns verkauft.

Während der Ranger bei uns zu den Exoten und vor allem zu den wirklich großen Autos auf der Straße gehört, bietet Ford den Ranger im Mutterland des Pick Up Trucks erst gar nicht an. In den USA spielt der Ford F-150 die Hauptrolle. Der Ranger ist ein „One Ford“ Modell und wird in Südafrika gebaut. Entwickelt wurde er von den Ford-Experten aus Down Under und neben Australien gehört Indien und das Produktionsland Südafrika zum Zielmarkt. Und wie es nun scheint, auch Berlin, Düsseldorf und Köln.

Pick-Up aus Down Under

Ranger titelbild im Fahrbericht

Im Fahrbericht:

Ford Ranger Wildtrak 3.2 4×4

Wenn schon, dann richtig.

Man mag Menschen die eine Vorliebe für große Autos haben, gerne einen Strick daraus drehen und mit lästerlichen Kommentaren bedenken, aber so ein massiver Pick-Up, der wirkt schon mächtig beeindruckend wenn man davor steht. Da kommt auch in mir ein wenig Faszination für dieses viele Blech auf. Und auch wenn der F-150 noch einmal ein gutes Stück größer ist – der Ranger kann seine Umwelt im ersten Schritt alleine durch seine schiere Größe in den Bann ziehen und in unseren Breitengraden gehört der Ranger mit der Doppelkabine ganz sicher zu den größten PickUps.

Ein Auto für Menschen die anpacken können. Und aufsteigen. 

Über 5.30 Meter lang, 2.16 Meter breit (inklusive der Außenspiegel) und mit 1.84 Metern auch beeindruckend hoch.  Ebenso hoch: Der Fahrersitz. Zum ersten Mal schaut man auf die Fahrer von klassenüblichen SUVs a la Mercedes ML oder Volkswagen Touraeg hinab! Der Ranger kann vor allem in der Wildtrak Variante nicht nur durch seine schlichte Präsenz beeindrucken, sondern auch durch unerwartet kraftvolle Farben und Zubehör. Für den ersten Test des Ranger Wildtrak stand mir ein 3.2 Liter großer Diesel mit Automatikgetriebe in der Farbe „Wildtrak-Orange“ zur Verfügung. Die große Ladefläche war mit einer stabil wirkenden Alulamellen-Jalousine verschlossen.

Der Ford Ranger Wildtrak 3.2 Diesel

Ford Ranger Wildtrak 06 Fahrbericht

Das richtige Werkzeug

Der Ranger ist weit mehr als ein „Freizeit-Mobil“, der Ranger ist ein Arbeitstier und als solches erwartet man eigentlich einen trostlosen Innenraum mit dem farblosen Charakter eines Baustellen-Containers. Doch weit gefehlt. Der Ford Ranger bietet, vor allem als Wildtrak, einen betont sympathischen Innenraum. Die Sitze bekommen orangene Streifen, der Armaturenträger glänzt mit einer metallisch wirkenden Einrahmung für die Instrumente und auch ein Multimedia-System mit Farbdisplay darf nicht fehlen.

Das Lenkrad glänzt nicht nur mit einer art Chromspange sondern auch mit Komfort-Features wie der Fernbedienung von Radio und Freisprecheinrichtung. So richtig nach Nutzfahrzeug wirkt hier im Innenraum nichts.

Alle Mann an Board

Den Wildtrak bekommt man in zwei Kabinen-Varianten. Die „Extra-Kabine“ bietet bereits ordentlich viel Platz für bis zu fünf Personen. Und mit der „Doppel-Kabine“ verkürzt sich die Ladefläche zu Gunsten der Beinfreiheit in der zweiten Reihe.  Die Sitze haben nicht den Auftrag bekommen mit pseudo-sportlichen Seitenhalt zu beeindrucken, sondern bieten einfach nur einen bequemen Sitzplatz. Weit oberhalb von allen anderen Verkehrsteilnehmern.

Mit dem 3.22 Meter langen Radstand bleibt jedoch auch bei der von mir gefahrenen Wildtrak-Version mit Doppelkabine und fürstlichen Platzverhältnisse im Innenraum, eine Ladefläche mit Gardemaß. 1.56 Meter tief, ebenso breit und bis zur Ladebordwand über 50 Zentimeter hoch. Da wird man schnell zum besten Freund des Nachbarn, wenn der im Herbst seinen Baumschnitt und Grünabfall zum Bauhof fahren will.

Ford Ranger Wildtrak 09 Fahrbericht

Motortechnik

Ford bietet für den burschikosen Pick-Up drei Motoren zur Auswahl an. Ein 125 PS starker 2.2 Liter Vierzylinder-Diesel macht den Anfang, dann folgt ein 150 PS starker Diesel, auch mit 2.2 Liter Hubraum und den ungekrönten König der Ranger Baureihe, den Wildtrak – den bekommt man nur mit dem stärksten Stück im Motoren-Programm – einem 3.2 Liter großen Fünfzylinderdiesel mit stolzen 200 PS und druckvollen 470 Nm Drehmoment.

Ja – er klingt nach LKW. Und ja – er fährt sich auch so ähnlich.  In Verbindung mit einem modernen 6-Gang Automatikgetriebe lässt man den Selbstzünder ruhig vor sich hin wirken und vertraut auf die glorreichen 470 Nm Drehmoment die sich zwischen 1.500 und 2.500 Umdrehungen über den Wandler-Automaten her machen.

Ford Ranger Wildtrak 08 Fahrbericht

Hit the road Jack

Die Wildtrak-Version rollt auf 18 Zoll großen Rädern. Grobes Reifenprofil in der Dimension 265/60-18 verführt zu ebenso groben Touren die eher nach der kürzesten Verbindung zwischen zwei Punkten verlangt, als nach der nächsten Autobahnauffahrt und das ist vermutlich die größte Überraschung im Test gewesen:

Der Ranger fühlt sich auf der Autobahn pudelwohl. 

Und hier hat nicht nur der perfekte Geradeauslauf gefallen, sondern die Kraft die zur Verfügung steht um auch lange Etappen geschmeidig und vor allem nicht zu langsam hinter sich zu bekommen.  Der Wildtrak fährt sich trotz Starrachse hinten und der rundum beachtlichen Radgröße sehr handlich, fast schon komfortabel.

Natürlich spürt man eine enorme Seitenneigung und auch das Lenkgefühl kann kaum mit „direkt“ beschrieben werden. Er packt fünf Mann an Board, lässt sich eine Euro-Palette per Gabelstapler auf die Ladefläche hieven und bringt das alles dann easy zur nächsten Baustelle. Oder den Anhänger eines Ballon-Fahrer-Teams zur weit abseits im Gemüse liegenden Landestelle. Der Wildtrak ist einer, der sich Aufgaben stellt die man mit Kraft und Talent für das grobe lösen muss.

Und da stören auch Flußdurchfahrten bis 80 Zentimeter Tiefe nicht.  Wenn kompakte SUV-Modelle von der großen Freiheit träumen, dann ist der Wildtrak das Fahrzeug mit dem man sich diese Träume erfüllt.

Ford Ranger Wildtrak 02 Fahrbericht

Leistungsdaten:

[one_third last=“no“]

PS

200

bei 3.000 U/min
[/one_third]
[one_third last=“no“]

Drehmoment

470

ab 1.500 U/min
[/one_third][one_third last=“yes“]

Nutzlast

1.009

kg
[/one_third]

Ford Ranger Wildtrak 04 Fahrbericht

Realistische Verbrauchswerte nach der „Drei-Typen-Methode„:

[one_third last=“no“]

Alltagsfahrer, ohne Sparfuß

10.9

[/one_third]
[one_third last=“no“]

Öko-Experte mit einem grünen Zeh

9.4

[/one_third][one_third last=“yes“]

Außendienstler mit Vollgas-Lust

12.8

[/one_third]

Alle Angaben in Liter auf 100 Kilometer | Diesel

Ford Ranger Wildtrak 05 Fahrbericht

Vorteile – Nachteile – Fazit … auf der nächsten Seite geht es weiter.

weiter lesen

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

___________________________________ 

[one_half last=“no“]

[/one_half][one_half last=“yes“]

[/one_half]

Audi A6 Avant im Test: Lifestyle-Laster mit Familienwerten

Thomas Gigold war mit dem Audi A6 Avant 2.0 TDI unterwegs. Wie sich der 177 PS starke Kombi im Familienalltag mit drei Kindern bewährte – unser Test verrät es:

Audis Fotokopier-Design-Abteilung hat noch ein Modell aus dem Hut gezaubert. Der Audi A6 ist […] ziemlich langweilig anzusehen“, ist im (bisher einzigen) deutschen TOP GEAR-Magazin über Audis Familien-Flaggschiff zu lesen.

Und was der namenlose Redakteur – der Audi-Gott möge seine absolutierende Hand über ihm ausstrecken – auf Seite 166 ins ewig geduldige Papier drucken ließ, beschreibt im Kern direkt zu Beginn dieses Tests mein einzig wirkliches Problem mit dem Audi A6 Avant.

audi-a6-avant-12

Dieses Auto ist Genuss – vor allem, wenn man Technik mag und auf der Suche nach einem überraschend guten Kombi ist. Wäre da nicht dieses – und hier ist es wieder: langweilige – Kleid.

Wobei natürlich … Design. Wenn der langgezogene Avant nach einer Woche des „Ersehens“ so vor einem steht – auf seinen 19″-Alu-Rädern, mit dem abgesenkten Fahrwerk auf die Straße geduckt, den kurzen Überhängen und der fast schon coupéhaften Linie – man verzeiht den Audi-Designern fast schon die relative Einfallslosigkeit an der Front. Die unterscheidet den A6 kaum von seinen Brüdern A4 und A5 oder gar vom großen (plattformgleichen) A7. Wären da nicht die in den letzten Jahren immer filigraner werdenden, gezogenen Augen des LED-Tagfahrlichts, an denen man dann doch die unterschiedlichen Klassen erkennt.

Aber wen kümmern schon Äußerlichkeiten? Das wenig differenzierende Äußere ist offenkundig kein Verkaufshindernis für die Ingolstädter. Der Audi A6 ist ein Bestseller – liefert sich mit dem BMW 5er in der oberen Mittelklasse ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Verkaufskrone.

Und nach 1287,4 Testkilometern versteht man auch wieso. Denn der A6 Avant ist ein rundum gelungenes Auto. Mit kleinen Abzügen in der B-Note.

A6 Avant: der Lifestyle-Laster

Sprechen wir aber noch einmal kurz über das Außen. So langweilig die Einheitsfront des Ingolstädter sein mag, so gekonnt ist das Heck inszeniert. Denn in der Seitenansicht gelingt dem Avant tatsächlich eine Sportlichkeit zu vermitteln, die einem am Kofferraum-Volumen und den Lastträger-Eigenschaften zweifeln lassen. Erst ein Blick in die technischen Daten offenbart, dass der Audi gar fünf Liter mehr im Kofferraum verschluckt, als das vergleichsweise riesig wirkende Heck des BMW 5er. Das in diese Silhouette zu bringen ist schon ein Kunststück der Designer. Sicher: In Kartons bemessen wird das etwas steilere Heck des BMW wahrscheinlich etwas mehr unterbringen, allein fehlte während der Testtage die Möglichkeit des direkten Vergleichs für den Beweis dieser These.

audi-a6-avant-6

So sehr man den Avant aufgrund seiner Dachlinie und des ihn bevorzugt fahrenden Business-Klientels auch als Lifestyle-Laster bezeichnen mag, am Ende ist er ein überzeugender Kombi. Die Fond-Sitze lassen sich leicht umlegen, die Heckklappe ist groß genug, die Sicherungssysteme gut überlegt. Hier gibt sich der Audi wahrlich keine Blöße.

Vier Passagiere Willkommen, fünf müssen nicht sein

Man sagt über Deutsche, dass sie gern das Haar in der Suppe suchen. Und so gut der Audi rasiert sein mag – ein, zwei Haare fallen dann doch ins Gericht.

Eines dieser Haare ist der fünfte Sitz. Der nämlich ist eigentlich nur auf dem Papier brauchbar. Der mittlere Fondplatz eignet sich nicht wirklich zum Sitzen. Zu stark ist er als Trennung zwischen den beiden äußeren Sitzen geformt. Nach 130 Kilometern darauf stöhnte selbst der 12-jährige Testmitfahrer über die Härte, die schlechte Lehnen-Ausformung und den nicht vorhandenen Seitenhalt. Zudem ist der Mitteltunnel ungewohnt hoch, was gelenkige Knie zum Platz nehmen voraussetzt.

audi-a6-avant-4

Natürlich muss man in Zeiten von statistisch 1,3 Kindern pro Familie fragen: wann braucht man fünf Sitze? Auf der anderen Seite gibt es genügend Familien, die sich mit einem Kind einen Minivan kaufen, weil sie „gern mal die Oma oder eine Freundin mitnehmen“.

Tatsache ist jedoch, dass der fünfte Sitz im Fond auf dem Papier zwar bestehen bleibt, bei immer mehr Fahrzeugen jedoch ausstirbt – der A6 Avant ist hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Während die Generation Babyboomer noch zu viert oder fünft samt Gepäck im VW Käfer über die Alpen kletterte, soll die Generation Y für den Ausflug bitte doch einen vollausgestatteten T5 nutzen – selbst, wenn ein Kombi theoretisch ausreichte. Insgesamt kann man im A6 Avant jedoch problemlos fünf Menschen unterbringen, wenn eben davon einen nicht ganz so bequem wie den Rest.

Premium ist, wenn man nicht mehr aussteigen mag

Bleibt man bei vier Passagieren, ist „bequem“ für den Audi A6 Avant die korrekt zu nutzende Vokabel.

Auf den vier ausgeformten Sitzen herrscht beste Couch-Atmosphäre. Man sitzt unheimlich bequem, in gut ausgeformten Sitzen. Vorn trägt der hohe Mitteltunnel dazu bei, dass man den vermeintlichen Sitzpunkt näher an der Straße vermutet, als er wirklich ist. Das gefällt. Die Einstellungsmöglichkeiten für Sitze, Vier-Zonen-Klima und Sitzheizung (vorn) sowie für das Fahrzeug selbst sind zudem mannigfaltig. Einzig die Fahrdynamik-Einstellungen für den Audi wirken sich subjektiv gefühlt nicht ganz so drastisch auf die Performance des Autos aus wie beim vergleichbaren System von Wettbewerber BMW. Blind wurde es selbst für gefühlvollere Passagiere schwierig zu sagen, ob die sportliche Grundabstimmung des Fahrwerks nun auf „Comfort“ oder „Dynamic“ steht. Positiv hingegen: stimmt man das Fahrzeug einmal ab, verbleibt die Einstellung, bis man sie ändert. Bei BMW hingegen setzt sich das Auto nach jeder Fahrt wieder in die Standard-Einstellung zurück. So kommt es, dass der Audi während des gesamten Testzeitraums nahezu immer im sportlicheren „Dynamic“-Modus lief. Der spülte am Ende im Schnitt 8,4 Liter Diesel pro 100 Kilometer durch die Leitungen – angesichts 1.968 ccm Hubraum, rund 300 Kilometern freier Fahrt auf der Autobahn, gemischt mit ebenso hohem 120 km/h-Anteil und den restlichen Kilometern im urbanen Raum ein durchaus akzeptabler Wert. Dank des großen Tanks – der beim aktuellen Kurs immerhin 100 Euro verschluckt, wenn er leer ist – meistert man mit dem A6 Avant selbst auf diese Weise rund 900 Kilometer.

audi-a6-avant-1

Den Premiumanspruch von Audi atmet man als Fahrer vor allem direkt im Innenraum. Und dafür muss sich der A6 nicht einmal bewegen. Wobei das natürlich seine Kernkompetenz ist.

Zum Langstreckenflieger machen den Audi neben dem – bei gemäßigter Fahrweise – geringen Verbrauch von um die 6 Liter pro 100 Kilometer vor allem auch seine Assistenzsysteme.

Easy Driving mit allerlei Audi-Hilfe

Nun mag der automobile Enthusiast über Assistenzsysteme streiten, unumstößlich ist die Tatsache, dass sie Unfallrisiko und Stress hinter dem Lenkrad mindern. Der Audi unterstützt den Fahrer beim Lenken, beim Bremsen, beim Spurhalten, beim Geschwindigkeithalten … Man belasse die Beurteilung, ob all diese Systeme dem Fahrspaß grundsätzlich eher zu- oder abträglich sind, einmal außen vor – der Audi kann mit all diesen Gimmicks überzeugen.

audi-a6-avant-5-1024x500

Da wäre die wahrnehmbar geschwindigkeitsabhängige Änderung des Lenkverhaltens, welches für den Lenkeinschlag abhängig von der Geschwindigkeit weniger oder mehr Kraft erfordert. Da wäre zudem der mittlerweile fast schon obligatorische Tempomat, leider ohne Abstandshalter. Da wäre die Verkehrszeichenerkennung. Da wären die automatisch abdunkelnden Innen- und Außenspiegel. Und da wäre der Tod-Winkel-Assistent. Alles zu finden in der Aufpreisliste – die unseren Testwagen von 34.327,73 Euro netto mal eben fix auf 56.180,66 Euro an Wert hat nach oben klettern lassen. Teuerstes Merkmal: Das MMI Navigation plus mit MMI touch. Immerhin 2.941,18 Euro netto lässt sich Audi das Navigationsgerät kosten.

audi-a6-avant-16-1024x500

Welches dieser Systeme man am Ende nun benötigt? Keines. Und alle. Denn neben der für Audi typischen, fast schon überdurchschnittlich guten Verarbeitung im Innenraum, sind sie es, die den A6 Avant zum wirklichen Gewinn machen.

Will man übrigens mitfahrende Menschen wirklich beeindrucken, ordert man den Audi mit Einparkassistent inklusive Surround View (983,19 Euro netto). Der zeigt nicht nur das Auto und sein Umfeld während des Einparkens aus der Vogelperspektive. Er manövriert das gut fünf Meter lange Familienschiff sicher in selbst kleinste Parklücken, bei denen jeder Beifahrer und sehbeteiligte Passant nur die Augen schließt und Stoßgebete für die Unversehrtheit des Fahrzeugs gen Himmel schickt. Der Assistent nimmt nicht nur Arbeit ab, er beeindruckt Mitmenschen nachhaltig.

Kraftwerk aus Ingolstadt

Der 177 PS starke Turbodiesel zeigt sich drehzahlübergreifend durchzugsstark und arbeitsfreudig. Allein: ab der Geschwindigkeitsmarke von 180 km/h lässt die Kraft des Aggregats nach. Der Weg zur 210 km/h wird zäh. Schluss ist bei 222 km/h. Trotz unheimlicher Spurtreue und wenigen Windgeräuschen ist der Lebensraum jenseits der 180 km/h für den „kleinen“ Diesel nicht das Paradies. Das Revier überlässt er ohne schlechtes Gewissen seinen stärkeren Brüdern – dem 3.0 TDI sowie dem Stolz der Familie, dem kommenden Audi RS6 Avant.

 

Trotzdem ist das Aggregat nicht zu unterschätzen, was es von der eigenen Antriebsschlupfregelung allerdings wohl das ein oder andere mal doch noch wird. Die nämlich konnte nicht so recht überzeugen: auf den regennassen Straßen des deutschen Sommers 2013 überforderte der kraftvolle TDI beim provoziert weniger gefühlvollen Tritt aufs Gaspedal das System des Audis diverse Male so mächtig, dass die Fronträder den 380 Newtonmetern erlagen und mehrere Runden umsonst auf dem Asphalt drehten.

Ansonsten vermittelt der Audi A6 Avant im Alltag nicht nur ein Gefühl der Geborgenheit, sondern auch der Sicherheit. Dazu tragen die Assistenzsysteme und vor allem das gesamte Handling des Audis bei.

Audi A6 Avant: Überzeugend auf ganzer Linie

Der Audi A6 Avant verließ uns am Ende des ausführlichen Tests mit einem hervorragenden Gesamteindruck, der dem Premiumanspruch der Ingolstädter absolut gerecht wird. Es sind nur wenige Kleinigkeiten, die am Ende auffallen, den positiven Eindruck aber eigentlich nicht trüben können. Dafür präsentierte sich der Bayern-Kombi einfach zu gut. Und nach sieben Tagen stellt man erschrocken fest, dass man die verschiedenen Audi-Modelle im Rückspiegel plötzlich differenzieren kann … Wieder ein Vorurteil weniger. Schade.

Im Fahrbericht: Citroën DS3 Racing THP 200 S. Loeb Edition

Bleibenden Eindruck hat er nach dem zweiwöchigen Test hinterlassen. Zur avantgardistischen Hülle des gewohnten DS3-Designs gesellen sich in der Racing-Variante nicht unerhebliche progressiv-aggressive Komponenten, die nur schwerlich zu übersehen ist: matt-schwarz, tief, krawallig. Passend dazu hat Citroën den bekannten 1.6er Turbo auf 207 PS aufgeblasen. Ein Fahrbericht.

Ich geb’s ja zu: er war mir ein ungewolltes Kind. Denn eigentlich hatte ich den Citroën DS3 THP 155 ins Auge gefasst. Ausreichend schnell und schön anzusehen, aber auch alltäglicher und erschwinglicher als die Racing-Variante. Mangels Verfügbarkeit wurden es statt der 156 die 207 PS des streng limitierten DS3 Racing. Und als er schließlich vor mir stand, konnte ich ihm weder böse sein noch widerstehen. Gern ließ ich mich verführen.

Citroen-DS3-Racing-THP-200-Sebastien-Loeb-Edition-Seitenansicht-Flugplatz-Werneuchen

Viel ist bereits zur DS-Reinkarnation geschrieben und gesagt. Überflüssig, darüber weitere Worte zu verlieren. Fest steht, Citroën hat gut daran getan, die DS-Linie ins Leben zu rufen. Punkt.

Dass mir die DS-Modelle zusagen, ließ sich bereits in meinen Fahrberichten zu Citroën DS4 und Citroën DS5, die ich im Rahmen des letztjährigen Blogger Road-Trips erfahren durfte, nachlesen.

Verführung – das ist das Stichwort. Der DS3 Racing verführt nicht mit graziler Kunstfertigkeit oder keuscher Zurückhaltung. In diesem Fall ist es die Verruchtheit und das Schmutzige, das den Kleinen so verführerisch macht. Kein schüchternes Lächeln, kein verlegenes Kichern hinter vorgehaltener Hand. Verführung versteht der Racing-DS nicht als Kunst, er bedient sich viel lieber der Holzhammer-Methode.

Citroen-DS3-Racing-THP-200-Sebastien-Loeb-Edition-Heckansicht-Flugplatz-Werneuchen

In der auf 200 Stück limitierten S. Loeb Edition kommt der Citroën DS3 Racing ausschließlich in Mattschwarz mit roten Akzenten und Echt-Carbon-Applikationen für gute 33.000 € angerollt. Eine infernalisch stolze Summe, die die Franzosen für die Speerspitze ihres Kleinwagens aufrufen. Dafür sichert sich der Käufer jedoch Exklusivität und Aufmerksamkeit.

Das Mattschwarz des DS3 Racing mutet wie Lack an. Nur wer genau hinsieht, wird die Folienkanten in den Innenseiten der Türen ausmachen können. Dort blitzt das Metallic-Schwarz auf. Abgesetzt wird das Schwarz durch rote Akzente, die nicht nur Sportlichkeit demonstrieren, sondern auch auf die Rolle als Verführer hindeuten.

Zum Diábolos mutiert er, je länger ich ihn betrachte. Zum Verwirrer und Verführer, der mich stets aufs Neue – mit Erfolg gewiss – verlocken kann. Wenn der Teufel immer so verführerisch angerollt käme – meine Seele wäre ihm gewiss.

Citroen-DS3-Racing-THP-200-Sebastien-Loeb-Edition-Cockpit-Innenraum-Interieur

Ob Doppelwinkel oder Dreizack, das rote Emblem steckt demjenigen schnell im Hintern, der nicht augenblicklich die Spur frei macht, eine Lücke preisgibt oder schlichtweg an den Seitenstreifen fährt. Ja, der Citroën DS3 Racing ist auf Krawall gebürstet.

Umgarnt vom schwarz-roten Alcantara-Sportsitz beschert es dem Fahrer einen Heidenspaß, dem diabolischen Spiel mit Pedalerie und Schaltknüppel zu frönen. Doch Obacht, der DS3 Racing ist wankelmütig. Schnell wird er launisch und kann einen in falscher Sicherheit wiegen – ganz so, wie es Mephistopheles mit dem Faust treibt. Beide Hände gehören ans multifunktions-freie Lenkrad. Ausschließlich zum schnellen Schalten greift die rechte Hand zum Schalthebel; und wieder rasch zurück ans Lenkrad. Denn wer den kleinen Teufel zu viel Spielraum gibt, ihn gewähren lässt, der kann erleben, dass der DS3 Racing wie ein wilder Stier austritt und Dir das Lenkrad aus der Hand reißt.

Citroen-DS3-Racing-THP-200-Sebastien-Loeb-Edition-Seitenansicht-Detail-Flugplatz-Werneuchen

Neben dem steten Drang, dem Lenker das Kommando zu entreißen, wird der DS3 Racing auf der Autobahn jenseits der 170 km/h zum hektischen Nervösling. Es dürstet ihm nach Kurven; und so fällt ihm das Geradeaus-Fahren schwer. Kleinste Lenkbewegungen werden bei Hochgeschwindigkeit in einen Kurswechsel transformiert. Damit werden Lenkkorrekturen zum täglich Brot auf der Autobahn. Also, schnell wieder runter von der Bahn und ab auf die Landstraße.

Verheißungsvoll grummelt der 1.6er-Benziner, dem Turbolader und Direkteinspritzung ordentlich die Sporen geben, im Leerlauf vor sich her. Das Spielen mit dem Gaspedal lässt ihn heiser röcheln. Nach Verführung klingt das zwar nicht, aber einen gewissen Charme hat das gewiss. Eher verführerisch ist das Sprotzen und Rotzen bei Zwischengas, wenn es nach Kurvenausgang mit kurzem Hufscharren vom zweiten in den dritten Gang geht. Hier ist er zu Hause – auf ländlichem, teils bewaldetem Asphaltband, das sich quer durch die Republik schlängelt. Leitplanken und rot-weiße Baken markieren die favorisierten Spielplätze des DS3 Racing. Eng, kurvig und dreckig hat er es am liebsten.

Citroen-DS3-Racing-THP-200-Sebastien-Loeb-Edition-Sportsitz-Innenraum-Interieur

Hier kommen ihm die Unterschiede zum zivilen DS3 zugute: 10 Millimeter tiefer, verbreiterte Spur und ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk. In Kombination mit dem spontan ansprechenden Motor und der homogenen Leistungsabgabe wird der kleine Frontkratzer zum Kurvenräuber. Auch wenn die Lenkkräfte mit Vorsicht zu genießen sind, im Grenzbereich bleibt der DS3 Racing meist gutmütig und beherrschbar.

Die Spaßbremse ESP kommt erfreulich selten zum Einsatz. Lediglich in sehr scharf gefahrenen Kurven, etwa beim Abbiegen, regelt es (f)rigide und kompromisslos die Leistung weg.

Citroen-DS3-Racing-THP-200-Sebastien-Loeb-Edition-Seitenansicht-Detail-Flugplatz-Werneuchen

Wie es sich für ein Fahrzeug mit sportlichem Anspruch, das dem Lenker Straße und Auto spüren lassen möchte, gehört, werden die sechs Gänge manuell sortiert. Keine Doppelkupplung, kein Wandlerautomat und keine Schaltwippen. Hier ist noch Arbeit gefragt. Für meinen Geschmack könnte der Schalthebel etwas kürzer ausfallen. Bei schnellem Schalten wirkt die Schaltbox gelegentlich etwas knorplig.

Was ich vermisste: Xenon und einen USB-Anschluss, der wegen des Navigationssystems wegfiel.

Der Citroën DS3 Racing Sébastien Loeb Edition ist ein Verführungskünstler. Nicht nur sein unmoralisches Äußeres, auch sein markiger Auftritt auf der Landstraße verführen zur Unvernunft. In puncto Sportlichkeit hält der DS3 Racing das, was die Optik verspricht – insbesondere auf der Landstraße. Auch wenn die Autobahn spürbar nicht zu seinem präferierten Lebensraum gehört, kann der kleine Teufel hier die etablierten Mittel- und Oberklasse-Fahrzeuge ärgern. Schön: er kann auch anders. Cruisen und effizient fahren lässt es sich mit Citroën auch. Aber wer will das schon?

 

Weitere Stimmen zum DS3 Racing findet ihr hier:

passion:driving | motor-inside.com | Motoreport.de | Kickaffe | autoaid |

Übersichtliche Informationen zum DS3 gibt es auch auf der Hersteller-Webseite.

 

technische Daten Citroën DS3 Racing THP 200 S. Loeb Edition
Motor-Bauart Reihen-4-Zylinder-Benzinmotor | Direkteinspritzung & Turboaufladung
Hubraum 1.598 cm³
max. Leistung 152 kW/207 PS bei 6.000 U/min
max. Drehmoment 275 Nm bei 2.000 U/min
Antriebsart Frontantrieb
Getriebe 6-Gang-Schaltgtriebe
Serien-Bereifung 215/40 R18
Beschleunigung 0–100 km/h 6,5 s
Höchstgeschwindigkeit 235 km/h
Länge / Breite / Höhe 3.962 mm / 1.717 mm / 1.443 mm
Radstand 2.452 mm
Leergewicht minimum 1.240 kg
max. Zuladung 432 kg
Kofferraum-Volumen ca. 285 l
Verbrauch innerorts/außerorts 8,7 l/4,9 l Super Plus
Verbrauch gesamt 6,4 l Super Plus
Test-Verbrauch gesamt 9,75 l Super Plus
Test-Kilometer 1.850 km
CO2-Emissionen 149 g/km
Tankinhalt 50 l
Grundpreis 33.099,- €
produzierte Einheiten 200

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen