Nissans „The Stig“ – Enthüllung

Bei Top Gear ist es seit Jahren streng geheim, bei Nissan lüftet man aber nun das Geheimnis um die Identität seines „zahmen“ Rennfahrers. Paul Eames – nein, der Mann hat nichts mit dem Eames-Chair zu tun – ist bereits seit 20 Jahren für die Japaner im Einsatz und spielt eine entscheidende Rolle bei der Fahrwerksabstimmung für die europäischen Nissan Modelle.

Man munkelte lange, wer es denn sein könnte. Von Michel Schumacher war lange die Rede, in letzter Zeit soll es Lewis Hamilton gewesen sein und wieder andere munkelten, dass es Tiff Needell oder Jason Plato von der Konkurrenzsendung „5th Gear“ sein sollten. Gelüftet wurde dieses Geheimnis des „weißen Rennfahrer“ von Top Gear jedoch nie so recht. Nissan aber beendet die Geheimniskrämerei um seinen eigenen kleinen „The Stig“. Paul Eames ist einer der europäischen Top-Testfahrer für Nissan und musste seinen Helm nun, zum Start der neuen Stafel von „Top Gear“ im BBC, lüften.

Sein Job: Fahren, fahren und nochmals fahren. Eames ist einer von vier Testfahrern außerhalb Japans, der die höchste Fahrer-Qualifikation von Nissan erteilt bekommen hat. Das beschert ihm natürlich die ein oder andere Runde auf den Teststrecken des Unternehmen, die auf der gesamten Weltkugel verstreut sind – und zwar seit mehr als 20 Jahren. Hier kann Eames instinktiv entscheiden, ob bei einem neuen Serienfahrzeug die Kombination aus Fahrdynamik und Komfort stimmt. Eine der größten Herausforderungen der letzten Periode für Nissans Stig: die Abstimmung des Nissan GT-R. Er sollte bis in hohe Tempi aufregend, aber auch gleichzeitig stabil und griffig sein.

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Schnelle Rundenzeiten? Das und viel mehr beherrscht Paul Eames

Andere Modelle, andere Abstimmungen: Ein Nissan Qashqai oder ein Micra bieten andere Herausforderungen. Diese sollen agil, stabil und sicher, aber gleichzeitig komfortabel und geschmeidig sein. Für dieses Wissen und für die Abstimmungen der jeweiligen Fahrzeuge bedarf es natürlich einer gewissen Expertise. So startete Eames in den 80er Jahren als Techniker und weiß um die Details und Komponenten der Fahrzeuge bestens bescheid. So besteht seine Aufgabe darin, den Fahrzeugen ihren jeweiligen Charakter zu geben und nicht die letzte Hundertstel aus einem der Nissan herauszukitzeln.

Manche sagen, er sei gar kein echter Stig. Und dass er dem echten Stig nur nacheifert. Wir aber wissen, dass Paul Eams für die Qualität des Fahrerlebnisses in einem Nissan zuständig ist und damit mehr auf dem Kasten hat, als auf dem Rundkurs Bestzeiten zu setzten.

News: Nissan steigert Absatzzahlen in Europa

Nissan kann deutschlandweit mehr als 5.200 Neuzulassungen im Januar verbuchen. Punkt. Aber in welchem Verhältnis steht diese Zahl? Ist das viel? Wenig? Es geht so? Nun, im Januar ist Nissan damit wieder die klare Nummer eins unter den japanischen Automobilmarken in Deutschland. Dennoch sanken die Absatzzahlen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,1 Prozent. Doch das liegt vor allem daran, dass dieser ein sehr starker Monat war. Welche Modelle bilden das Fundament des Japaner und wie ist der Trend bei ihnen zu verbuchen?

Zum Anfang des Jahres 2016 gönnt sich Nissan zunächst noch eine kleine Verschnaufpause, wenn man das so sehen möchte. Der zum Vergleich herangezogene Januar des Jahres 2015 war ein ungewöhnlich starker Monat, sodass mit rückläufigen Zahlen im diesjährigen Januar zu rechnen war. Aber mit einer erneute Steigerung des Marktanteils ist im weiteren Jahresverlauf eindeutig zu rechnen, schließlich beginnen die Japaner gerade den Start einiger neuer Modelle, wie etwa dem Nissan Navara.

Das zeigt sich allein schon am durchschnittlichen Marktanteil. Im vergangenen Jahr lag er bei 2,1 Prozent und schafft es im Januar sich um 0,3 auf insgesamt 2,4 Prozent zu steigern. Hier ist aber der erwartete Aufschwung durch neue Modelle noch nicht mit inbegriffen. Doch Nissan verlangt keine Wunder, sondern will seinen Markenanteil in Deutschland sukzessive ausbauen. Das kann mit dem Anteil leichter Nutzfahrzeuge gezeigt werden: Im Vergleich zum Januar 2015 wurde der Markt anteil um 0,5 auf 2,5 Prozent gesteigert. Verkauft wurden also insgesamt 431 Nissan Nutzfahrzeuge. Einen Löwenanteil von fast einem Drittel macht aber der Crossover Nissan Qashqai aus. 1.800 Exemplare setzten die Japaner im diesjährigen Januar ab. Weitere Säulen sind der Nissan Micra mit 950 Neuzulassungen, sowie der Nissan Juke mit 850 neu angemeldeten Exemplaren.

Einen kleinen Aufschwung lässt auch die Prämie für Elektrofahrzeuge erwarten. Schließlich spielt Nissan eine Vorreiterrolle bei emissionsfreien Autos. So zählt der Nissan Leaf zu den meistverkauftes E-Auto der Welt. Zudem befindet sich noch der vollelektrische Transporter e-NV200 im Portfolio und könnte, zusammen mit dem elektrischen Kompaktmodell, eine kleine Absatzsteigerung durch die Prämie verbuchen.

News: Gebrauchtwagen-Check beim Nissan Juke – Der sieht nicht nur gut aus

Ob der Nissan Juke wirklich gut aussieht, darüber kann man trefflich streiten. Nichts zu diskutieren gibt es aber derzeit bei der Haltbarkeit des Japaners: Das Mini-SUV besteht die erste Hauptuntersuchung mit Bravour. Dass der Juke trotzdem nicht für jedermann geschaffen ist, hat eher konzeptbedingte Gründe.

Karosserie und Innenraum: Das Blechkleid des Nissan Juke ist auffällig und mutig geschneidert. Die aufgesetzten, langgezogenen Scheinwerfer, die bulligen Radhäuser, die abfallende Dachlinie – der 4,14 Meter kurze Nissan hat einen sehr eigenwilligen Stil. Das gefällt nicht jedem, entspricht aber ganz der Art eines Lifestyle-SUV. Bei dem schmucken Design müssen Interessierte aber eingeschränkte Platzverhältnisse in Kauf nehmen. Auf der Rückbank des 2+2-Sitzers ist es eng und der winzige Kofferraum hat nur Platz für 251 (max. 830) Liter. Im Zuge des Facelifts 2014 ist das Kofferraumvolumen auf 354 (max. 1.189) gewachsen. Geblieben ist designgemäß die äußerst schlechte Sicht nach hinten. Die optionale Rückfahrkamera ist bei diesem Auto Pflicht.

Motoren und Fahrwerk: Der Juke ist kein Ausbund an Komfort, dafür gibt er Stöße zu sehr weiter. Als ein wirklich sportliches Fortbewegungsmittel kann man das Mini-SUV allerdings auch nicht bezeichnen. Auf Benzinerseite sind 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung im Angebot. Sie leisten zwischen 69 kW/94 PS und 147 kW/200 PS und gelten allesamt als recht durstig. Wer längere Strecken fährt, sollte den 1,5-Liter-Diesel mit 81 kW/110 PS in Betracht ziehen, der mit wenig Verbrauch und guten Fahrleistungen überzeugt.

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Ausstattung und Sicherheit: Der Serienumfang Visia geht mit CD/MP3-Radio, elektrischen Fensterhebern und geteilt umlegbaren Rücksitzen in Ordnung, ist der Gebrauchte mit Visia Plus ausgestattet, sind außerdem Klimaanlage, Bordcomputer und 16-Zoll-Leichtmetallräder dabei. Wie bereits erwähnt, empfiehlt sich aufgrund der quasi nicht vorhandenen Übersicht aus dem Heckfenster ein Exemplar mit Rückfahrkamera. Die ist in der höchsten Ausstattung Tekna serienmäßig oder wurde im Paket mit Navi hinzugebucht (750 Euro).

Qualität: Bei seiner ersten HU macht das Mini-SUV den TÜV-Prüfern Freude – sie müssen wenig notieren. Mit den fehlerlos bestandenen Prüfungen schneidet der Juke besser ab als der Durchschnitt, bei allerdings einer geringeren Laufleistung als Vergleichsmodelle dieses Typs. Nicht funktionsfähige Leuchten kommen vor, einige Mängel an der Feststellbremse oder der Auspuffanlage – aber nichts über dem Durchschnitt der Fahrzeuge seines Alters. Ein wenig Sorgen macht den Sachverständigen höchstens etwas erhöhter Ölverlust am Antrieb.

Fazit: Das schräge Design hat seinen Preis beim Nutzwert: Wer ein komfortables und praktisches Mini-SUV sucht, ist beim Nissan Juke an der falschen Adresse. Wer aber nicht auf Platz angewiesen ist, erfreut sich an einem Auto mit Wiedererkennungswert. Die Preise für einen gebrauchten Juke beginnen bei deutlich unter 10.000 Euro, auch passabel ausgestattete Exemplare mit deutlich weniger als 100.000 Kilometern sind für diesen Preis zu finden. Umfassend ausgestattet und höher motorisiert geht es ab gut 10.000 Euro los. Jukes mit Allradantrieb sind selten und teuer.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

#klappezu – Gute Werbung von Nissan

Werbung in den sozialen Netzen

Automobil-Hersteller haben es nicht ganz leicht. Ständig muss man im Gespräch bleiben, aufpassen, nicht vergessen zu werden. Die eigenen Produkte sollte im Gedächtnis bleiben. Es steht ein Neuwagenkauf an? Dann nur schnell kognitiv zur Stelle sein.

Der japanische Automobil-Hersteller Nissan macht sich jetzt einen Trend zunutze: Unsere Lust an Weisheiten und dem Teilen und „liken“ von Status-Nachrichten. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit klugen Sprüchen auf Facebook konfrontiert werden. Viele Weisheiten sind altbekannt. Mit einem farbigen Hintergrund aufgepeppt und dann frisch eingestreut, wirken sie dennoch.

Besser als Zitate auf Facebook zu lesen, ist rauszugehen und selbst welche zu schreiben!

In diesem Sinne hat Nissan nun die Microsite: #klappezu online gestellt. Mit wenigen Mausklicks ist der eigene Facebook-Spruch fertig. Aus 26 klugen Sprüchen und ebenso vielen Hintergründen kann man derzeit auswählen.

Meinen ganz persönlichen Spruch habe ich schon gefunden:

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Und ganz nebenbei – nachdem man seine Facebook-Freunde mit einer klugen Lebensweisheit beglückt hat, kann man eine Testfahrt im neuen Nissan Juke vereinbaren.

Testfahrt im Nissan Juke

Ich bin den neuen Juke bereits gefahren und mein Artikel zum Crossover findet sich nach diesem Link. Und wer mal ein wenig länger von den Facebook-Weisheiten verschont bleiben will, der klickt in das exclusive Foto-Shooting von Teymur und dem Nissan Juke. Der Kölner Fotograf Teymur hat für autohub.de ein paar besondere Fotos vom Nissan Juke Nismo angefertigt.

Der Rest klickt jetzt wohl den Probefahrt-Link, oder?

 

 

 

 

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Disclosure: Nein, das ist keine Werbung. Es ist auch kein Advertorial. Für dieses Beitrag wurde keine Rechnung an Nissan gestellt. Dieser Artikel wurde online gestellt, einzig und alleine, weil ich die Werbung von Nissan gut finde und darüber berichten wollte.

Skoda, Fiat, Nissan, Infiniti und Dacia: Schönes, Schnelles und (Un-)Praktisches

Zum Jahresanfang schicken die Autohersteller einige attraktive Neuheiten zu den Händlern. Neben der Kombi-Version des bereits erhältlichen Skoda Fabia gibt es noch weitere praktische Fahrzeuge. Wer aber ausschließlich auf Spaß aus ist, wird auch fündig.

Skoda Fabia Combi : Nur wenige Wochen nach der Kurzheckversion ist jetzt auch der Skoda Fabia als Kombi (Combi) erhältlich. Mit einem Einstiegspreis von 13.090 Euro ist die dritte Generation des Kleinwagens 300 Euro teurer als das Vorgängermodell. Zum Verkaufsstart stehen drei Benziner und zwei Dieseltriebwerke sowie die Ausstattungslinien Active, Ambition und Style zur Wahl. Die drei Benzinaggregate decken das Leistungsspektrum von 55 kW/75 PS bis 81 kW/110 PS ab. Die neuen Dreizylinder-Diesel gibt es mit 66 kW/90 PS oder 77 kW/105 PS.

Abarth 695 Biposto: Zu einem Basispreis von 39.900 Euro kommt der Abarth 695 Biposto in den Handel. Die bislang stärkste Ausführung des Fiat 500 ist ein reiner Zweisitzer. Er wird von einem 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 kW/190 PS angetrieben und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 absolviert der Kleinstwagen in 5,9 Sekunden. Für die Kraftübertragung kommt serienmäßig ein manuelles Fünfganggetriebe zum Einsatz, gegen Aufpreis gibt es ein sequenzielles Fünfgang-Rennsportgetriebe, das ohne Kupplungsbetätigung funktioniert und mit einem mechanischen Sperrdifferential kombiniert ist.

Nissan Juke Nismo RS: Der überarbeitete Nissan Juke feierte auf dem diesjährigen Autosalon in Genf seine Premiere und neben ihm stand sein schnellster Bruder Juke Nismo RS. Den schicken die Japaner nun für mindestens 28.200 Euro zu den Händlern. Sein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 160 kW/218 PS macht ihn zum neuen Flaggschiff, das künftig auch den 18 PS schwächeren Juke Nismo ersetzt. Dem Mini-SUV ließen die Ingenieure auch einige aerodynamische Maßnahmen zukommen, die den Auftrieb an Front und Heck reduzieren; außerdem tiefere Stoßfänger, breitere Flügel und Seitenschweller sowie einen Dachspoiler zur besseren Kontrolle des Luftstroms.

Infiniti Q70: Infiniti ändert das Motorenangebot der Q70-Limousine. Statt des bislang als Basismotorisierung verfügbaren Dreiliter-Diesels setzt die Nissan-Nobeltochter ab Ende Januar einen 2,2-Liter-Vierzylinder ein. Der stammt vom Nissan-Renault-Kooperationspartner Mercedes und leistet 125 kW/170 PS. Damit einher geht eine deutliche Preissenkung für das Basismodell. Statt knapp 54.000 Euro, die bislang für den V6 fällig waren, verlangt Infiniti für den 2,2-Liter-Diesel im Q70 nur noch 44.500 Euro.

Dacia Dokker Stepway/Lodgy Stepway: Nach dem Sandero Stepway bietet Dacia jetzt zwei weitere Modelle im Offroad-Stil an: Zu Preisen ab 13.290 Euro ist der Dokker Stepway erhältlich, der Lodgy Stepway beginnt bei 14.490 Euro. Äußerlich erkennbar sind die Fahrzeuge an den in mattem Chrom gehaltenen Front- und Heckschürzen des Unterfahrschutzes sowie den Radlaufschutzleisten und Seitenschwellern aus schwarzem Kunststoff. Außerdem sind die Außenspiegelgehäuse sowie die Dachreling im Titan-Look ausgeführt. Als Motorisierung für beide Modelle stehen der Turbobenziner mit 85 kW/115 PS sowie der Diesel mit 66 kW/90 PS für den Dokker Stepway sowie der 79 kW/107 PS starke Selbstzünder für den Lodgy Stepway zur Wahl.

Autor: Adele Moser/SP-X

Kunststück: Nissan Juke NISMO

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WERBUNG:  Es gibt nicht viele Autos die derartig polarisieren wie der Juke. Es ist eine Art Kunst, dem Mainstream zu entgehen, die derben Contra-Meinungen zu ignorieren und auf die Reise zu gehen, zu denen, die den Juke schön finden. Schön sein. Eine Aufgabe der man sich stellen muss.

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Von vorne schaut der NISMO Juke durch runde Augen in die Welt. Darüber, die extravaganten Tagfahrlicht-Augenbrauen. Die Mischung aus runden Formen, scharfen Linien und dem Lamellen-Kühlergrill wirkt anregend. Emotional. Auf keinen Fall langweilig.

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Der Hintern des Juke ist betont knuffig, fast schon knackig. „Der“ Juke, oder doch eher „die“ Juke? Der kurze hintere Überhang lässt den Juke wohlig dimensioniert, irgendwie auch sportlich, auf jeden Fall aber ungewöhnlich auf der Straße stehen. Da kommt einer der anders ist. Zu hoch um klein zu sein. Zu kurz um zu groß zu sein. Zu knackig um lahm zu sein. Der Juke dominiert das Auge des Betrachters durch seinen Antikonformismus.

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NISMO Juke. Die etwas andere Kombination. Jahrzehntelange Motorsport-Tradition trifft auf den extravaganten Crossover. Dynamische Linien, abrupte Spannungsbögen, Diffusor-Optik und martialische Lufteinlässe an der Front. NISMO und Juke, eine Synthese der besonderen Art.

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Die rote Linie. Wie der rote Faden. Sie zieht sich durch den Nismo Juke, durch das Konzept eines rebellischen Crossover. 200 PS aus dem 1.6 Liter Turbomotor. 7.8 Sekunden für den Hupfer auf Tempo 100. Aus dem Stand. Der 4×4-Antrieb kommt in Serie mit einem stufenlosen CVT-Getriebe. Der Nissan All-Mode-Allradantrieb verteilt an der Hinterachse die Kräfte dynamisch. Torque-Vectoring schickt mehr Kraft an das äußere Rad, Kurven nimmt der NISMO-Juke handlich, sportlich, fern ab des SUV-Konzeptes ohne Seitenneigung. Die Landstraße macht er sich zu seinem Revier.

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Der NISMO-Juke ist die Essenz des „anders sein“. Raus aus den vorgedachten Schubladen. Rein in die Welt der Dynamik. Anders sein wird zum Status des Crossovers. Auf dem Weg zum Kult-Objekt.

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 Mehr Informationen auf der Webseite von Nissan Deutschland.

Alle Fotos: Teymur Madjderey – In freundlicher Zusammenarbeit mit Nissan Deutschland.

Angefahren: Nissan Juke Nismo

Und mit zehn PS mehr soll aus dem Juke ein NISMO-Sportwagen werden? Meine Stirn wirft bei diesem Gedanken ernste Falten auf – und könnte man mich nun in meinen Gedanken versunken beobachten, vermutlich würde man mir meine Skepsis ansehen. Natürlich machen zehn PS mehr keinen Sportwagen aus dem „merkwürdigen“ aber kompakten Crossover. Der Juke polarisiert, bereits seit seinem erscheinen vor drei Jahren spaltet er nach bester Oppositionsführer-Manier die Autofahrer der Nation in zwei Lager: Die einen können mit dem froschgesichtigen Kompakt-Crossover gar nichts anfangen und andere sind froh über diesen frischen Designer-Crossover im Markt der kompakten Steilheck-Modelle.

Nismo Juke – Ein erster Fahrbericht

In meinem Fahrbericht über den 190 PS starken und mit Torque-Vectoring ausgerüsteten Juke habe ich bereits erwähnt, was ich am kleinen Nissan-Crossover liebenswert fand und was mich schlicht gestresst hatte. Da war diese unsägliche stufenlose Automatik, ein launiger Motor mit mächtigem Durst und dann diese Funzel-Hauptscheinwerfer im Froschgesicht, die nur mit H4-Leuchtmittel bestückt sind. Ich kann es nicht fassen, aber selbst der NISMO hat noch immer diese „Funzeln“ an seiner Front. Ich könnte mit dem leicht schielenden Froschblick gut leben, würden die Scheinwerfer wenigstens ein ordentliches Licht abgeben.

Positiv in Erinnerung ist mir der Allradantrieb des ungewöhnlichen Kompakt-SUV geblieben. Dank einer Technik die sich Torque-Vectoring nennt, ist die Hinterachse des Juke in der Lage, in den Kurven eine zusätzliche Portion Kraft an das jeweils Kurven äußere Rad zu liefern. Das sorgt für eine launige und wirklich unterhaltsame Fahrdynamik, die ich dem hochbeinigen Juke nicht zugetraut hätte.

Nissan Juke Nismo Blog Frontansicht

Mit, ohne Allrad

Doch ausgerechnet diesen launigen Allradantrieb hat man mir für die erste Ausfahrt mit dem NISMO-Sportmodell nicht gegönnt. Vermutlich weil die 4×4 Variante nur mit dem CVT-Getriebe verfügbar ist und das überschaubare Leistungsplus damit noch weniger erfahrbar schien.

Was also macht einen normalen Juke, zu einem NISMO-Juke? 

Nissan Juke Nismo in Fahrt

NISMO:

Will man als Mittel-Europäer verstehen, was NISMO für Nissan bedeutet, muss man zurück in das Jahr 1964 springen, als in Japan eine Firma die später von Nissan übernommen wurde (Prince Motor Company) für Rennsportzwecke einen großen Motor in ein kleines Auto packte. Was sich so „easy“ anhört, führte zu massiven Umbauten am Fahrzeug an sich, aber am Ende war es die Geburtsstunde des Nissan Skyline 2000 GT. Bei seinem ersten Renneinsatz schlug sich dieser Sportler wacker und die Erfolge legten die Keimzelle für den späteren Mythos des Nissan Skyline GT-R. Geboren wurde zu dieser Zeit auch der „NISsan MOtorsport Geist“, bis heute ein steter Quell für sportliche Ausnahme-Talente.  (Nissan NISMO Geschichte)

Meinen ersten Kontakt mit NISMO hatte ich virtuell, auf der Sony-Playstation Konsole. Und da es nicht nur mir so ging, gibt es mittlerweile im dritten Jahr, eine GT-Academy – bei der die Besten „virtuellen Rennfahrer“ die Chance bekommen, echte Rennfahrer zu werden. Aber auch das ist eine andere Geschichte .. zurück zum Nissan Juke NISMO 🙂

nissan Juke nismo Cockpit Playstation

Meine Erwartungen:

Denke ich an NISMO, denke ich an Sportwagen. Da ich selbst schon erfahren konnte, wie verrückt – im positiven Sinne – dieses japanische Unternehmen sein kann (ich erinnere an den Juke-R) – habe ich mich auf alles vorbereitet. Nur nicht auf eine Enttäuschung.

Nissan Juke Nismo Bewegtes Bild Rückansicht

Womit er mich überrascht hat:

Positiv fallen die Veränderungen im Innenraum auf. Der schwarze Himmel aus einem Filz ähnlichen Material, die Alcantara Einlagen im Lenkrad und den Türverkleidungen. Sowie die wirklich bequemen, neuen Sportsitze mit viel Seitenhalt. Ganz klar – im Innenraum hat der erste NISMO die Erwartungen erfüllt und stellt sich ganz klar als das Top-Modell der Juke-Baureihe dar.

Das Lenkgefühl profitiert auf den ersten Metern von einem direkteren Feedback. Die neuen 18 Zoll Alufelgen sollen nicht schwerer sein als die bisherigen 17 Zoll Felgen und die 225/45-18 Zoll Sportbereifung tut ihr übriges um dem Fahrer einen gesteigerten sportlichen Anspruch zu vermitteln.

Negativ fällt der Kompromiss auf, den man eingehen muss – um einem hochbeinigen Crossover SUV, egal wie kompakt er ist, eine sportliche Gangart an zu erziehen.  Durch den notwendigen extrem steifen Stabilisator an der Vorderachse (Wankneigung minimieren) verliert der Juke Nismo in engen Kurven relativ früh die Traktion am Kurven inneren Rad. Ein sportliche Kurvenwutz wird der Juke auch in der Nismo-Version nicht.

Nissan Juke Mitfahrt Foto

Was ich vermisst habe:

Den tieferen Sinn. Nein, ich verstehe nicht, weswegen man den Mythos NISMO mit dem, in meinen Augen denkbar ungeeignetsten Nissan-Modell einführen will. Ich verstehe durchaus den Wunsch, NISMO einer breiten Käuferschicht zugängig machen zu wollen. Und es ist auch schön, wenn man einen Hersteller findet, der seine Sportmarke preislich nicht völlig abgehoben positioniert. Aber wie viel Sport bleibt bei einem Juke-Nismo übrig? Die Leistungssteigerung fällt anderswo in die Kategorie: Serienstreuung. Und weil man das anscheinend selbst auch so sieht, wird man noch in diesem Jahr eine weitere Variante mit noch einmal 10 % mehr Leistung nachschieben. Dieses Modell soll dann auch – noch einmal – sportlicher werden.

Ist der Nismo-Juke also nur eine Marketing-Aktion? Ja. 

Die Fakten:

In der Preisliste wird der NISMO als Top-Modell positioniert und steht damit oberhalb der Tekna-Variante. Zudem wird das Modell als „all inklusive“ Fahrzeug angeboten, es gibt keine Aufpreisliste.  Rote Spiegelkappen, graphitgraue Schweller und LED-Tagfahrlicht. Dazu eine große Auspuffblende und rote Streifen.

200 PS stark, 250 Nm kräftig.  1.300 Kilogramm schwer (2WD). cW-Wert 0,35.  215 km/h schnell und in 7.8 Sekunden auf Tempo 100.  26.400 € Startpreis für den Juke NISMO mit Frontantrieb und manuellem Sechsgang-Getriebe

Nissan Juke Nismo Bergpanorama

Wieso kann der Juke-NISMO dennoch erfolgreich werden?

Es gibt viele Autokäufer denen es egal ist, wie viel vom sportlichen Versprechen der Optik am Ende in Querdynamik umgesetzt wird. Es gibt viele Autokäufer denen LED-Tagfahrlichter wichtiger sind, als die H4-Scheinwerfer-Technik.  Diese Autos werden wegen einem Bauchgefühl gekauft. Wegen dem Versprechen, dass diese bereits in der Garage und vor den Nachbarn abgeben und nicht, ob sie dieses Versprechen auch einlösen können.

Der Juke ist ein wunderbarer Querschläger im automobilen Alltag der ansonsten doch so einheitlichen Steilheck-Modelle. Seine per Grundkonfiguration unsinnige Kombination aus sportlichem Coupé-Design für die Fahrgastzelle und SUV-typisch hoch sitzender Karosserie passt zum ungewöhnlichen Gesicht und der Rückleuchten-Persiflage.

Der 200 PS 1.6er Turbo ist in der Version mit manuellem Getriebe und Frontantrieb nicht so durstig wie das getestete 4WD-Modell im letzten Jahr und ganz unter uns – wann war ein NISMO so günstig in der Anschaffung und im Unterhalt, wie dieser Juke?

Fazit:

Viel Verpackung, wenig Inhalt und dennoch eine echte Chance, für das – was an NISMO noch folgen wird, den Weg zu bereiten. Und ich denke da nur an den 370Z – doch zu diesem Fahrzeug, in einem anderen Beitrag dann mehr.

Für diese Testfahrt wurde ich vom Hersteller eingeladen. Der Hersteller hat alle Reisekosten übernommen. Der Hersteller hat jedoch bewusst Abstand von jeglicher Beeinflussung genommen.

Nissan Juke Fahrbericht Front

Nissan Juke 1.6T – Aufnahmeprüfung bei den anonymen Schluckern

Meine Erfahrungen mit den Nissan Juke hatte ich im letzten Jahr verbloggt.  Wer sich von der Außenwirkung des  Design-Experimentes der Nissan-Designer nicht abschrecken und sich statt dessen auf eine Erfahrungs-Tour mit dem kompakten Crossover einlässt – kann ein interessantes Auto erleben.

Für mich war vor allem der 1,6 Liter Turbo-Vierzylinder eine herbe Frustrationsquelle. Schlicht ein Motor der bereits bei halbwegs unterhaltsamen Touren zum Säufer wird. Entschädigen kann auf der anderen Seite der Antriebsstrang des kleinen Japaners. In der 4×4 Version kommt man in den Genuss eine besondere Technik an der Hinterachse zu erleben.

Das Torque-Vectoring System sorgt für ein Kraftverteilung auf das jeweilige Kurven-Außenrad und damit für ein „eindrehen“ in die Kurven. So wird der Juke zu einem Landstraßen-Räuber. Spaßig, aber durstig.

Sebastian von passiondriving.de kam zu einem ähnlichen Ergebnis – lest selbst: „Rollende Ambivalenz“.